1825 / 81 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung, Fri, 08 Apr 1825 18:00:01 GMT) scan diff

Wissenschaftliche Nachrichten.

(Fortselzung des im gestrigen Bl. abgébrochenen' Artikels.)

Die Sachsen waren uns, so äußert der Verfasser weiter, in der Naturalisacion der Merinos zuvorgekom- men. Sie haben, wie Wir, die fortschreiteude Vered- lung der Heerden erkannt. Sie haben uns in der Aus- dauer ihrer Bemühungen übertroffen. Daher find ihre superfeinen Wollen auch merklich besser als die franxö- ßscheu; insbesondere ist es die, welche man Elektoral- Wolle nennt.“ -- Der Verfasser stellt es hierauf den franzöfischen großen Gutsbestßern uud reichen Landbau- ern als einen Gegenstand eines edlen Wetteifers vor Augen, hierin den deutschen Schadszüchtlern nachzuskre ben, und so zu übertreffen, Er cmpfiehlc den_ Eigen- chümcrn der wcitläuftigen Domainen die A111chaffung und Zucht der schdusken Heerden, damit das Beztehen der fremden Wolle ganz aufhört. Eben so empfiiehlt er die Veredlung dcr grobwoüigen Landheerden dnrch Kreußung mic spanischen Böcken.

Hierauf geht er zu demjenigen über, was die, me; ckanischen Künste geleistet haben, um den höchsien Nu. ßen von den schönen Wollen zu ziehen. Das Beklejen und Waschen der Wolle machen jeßc einen besonderen und- wichcigen Zweig der franzöfijchen Industrie aus. Zu Anfang des Jahrhunderts war vielleicht nlcht eine Waschanstalt für feine Wolle in Frankreich vorhanden; jeßt zählt man deren mehr als vierzig, bloß in der Nähe der Hauptstadt. Louriens, Sedan und andere Städte beülzen deren eine große Anzahl. Frankreich

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Allgemeine

Vermehrung der Fadenzahl an einer Maschine, fie [je, fert mehr und zugleich besseres Gespinnst.

d;?“xhéxskx'ixxxx,OFM"B», &:“Fxß: Pr e u ß i s ck e'" St a .a t s --Z ci t U n g

heit und der Eindrehung mit Genauigkeit bestimmen zu könney, den man dem Gespinnste geben will. Größer waren die Schwierigkeiten, weiche die M„ chanik zu besiegen hatte, um die Spinnerei von Kamm, garn mit Vortheil auszuführén. Herr Demauvey cru - * am I. 1812 einen Preis der Gesellschaft zur Aufmunte rung. der Künste und Manufakturen davon, auf eine Marchine zum Wollkämmsn. Diese“Maschine leistet, nztr Hülfe vonzwxi Menschen, so viel als sechs Hand- kammer. Die Gejellr'ciwft hatte seit 1807 einen Preis von 3000 Franken auf eine Kammon-Spinumaschim ausgesetzt. ZmI. 1811 richtete Herr Dobo eine solche in der Manufaktur des Herrn Ternaux zu Béjancourt b "*..

Rl)cjn1T“ak;lf, 1815 er nach und ,ngch so verbesserte, daß * er im'Qa re den ausgeseßtcnPreis erhielt. Zehe Z '“ '

* etcungs-Rachrtchten. A u s l a n d.

M 81.“

Berlin, «Freitag, den 8ten April1825.

zehn Monate unterwegs zugebracht, "hkk? jxgmdx einen FZo-brlust an Mannjchasc oder“ Beschädjg§ngzxßljtcen zu a en. “& 4, - W“ m“" aus Aix ("1 der Provéäcie)" tneldet, wird „Paris1-Äßr'j I d“ D ti t K Yorck ?er geYZMtiée VÉrfolgUtrg der*Wucherer lebhaft ' * . - - ., . , . :. n er epu r ent am- oc gs ect. on em ridunal u' Gra'ssei ein ewi ; ?!»estkrüksxlllxxßxloxlilxtonxnzleäßt-Zxxtxjczfxxszxe'ejttßgxéxtcx)tedtae [MIM :.:-wurden vorgestern Hie Commisstons-Berichte über ser Casy vor kurzem zu vierjährizger Haft, F**llsjäHTigerst tsn müssen wénnste nch im Nachtheil bleibetzt TWK"? «Gessßez bexrcffend dre Landstraßen, die Seeräube- Verlust der _bürgexliMn Rechte, und polizeilicher Auf- aegen Sie welche die wirksameren vollkommener " U"? N? gklstlschen Fraue'n-Corporationen erstattet. s1cl)tknebsc Caucio-nsleisrung von 3000 “Fr., inglejcsxn LU in't)!“ WZUkt' ' Wk ,d n u .Beztehung Ws das LMM“ äußerte s'ch der Referent, 43-130 FX“- Geldblxße verurtl)eilt worden. ' x * Dp [ck wm [) “er zeuge anwen eren. r. v. Lezardssres, am Schluss seines Berichts, Rente 102. 40. - 55, [e rde HJMIAr exten der Tuchmanujfaktur, das „Rau gendexmaaßen: Zynen Allen, meine Herren, ist noch London, 26, März. Die ZoU-Herabseßungen, ) " un mm'“ werden Überall ***-cht mehr m" d ! rührende Darstellung der Wohlthakkki ISIMWÜMI- welche Hr- Husktsson gestern im Ausschuss des Unter-

erHebt sich die Kammmollspinnerei aufMaschinen zus» ner selbstständigen „Industrie in Frankreich. Der Ven“ fasser nannt mehrere Anstalten _dieser Art. *) ““

Eben so wirksam hat sach die Mechanik zur Ver besserung der Weberei gezeigt, Man hat den alten We-

verdankt dem Herrn Ternaux das erste Muster einer . solchen Anstalt **). . ; Die Spinnerei der Wolle hat geWtsse Verbxsserun: ' gen erfahren. Im Jahr 1803 ßng man an, dreMg- schinen zum Schruvbeln und Spinnen der Wolle ty die französischen s))?anufaktureu einzrxsühxen, der WU- nister Cyapral Hat das Verdienst, dieje Einführung ver- anlaßt zu haben. Er unterstützte die_C“11gländer Douglas und Cockerill, als ste fich damals in Frankxeich niezder- ließen, um Werkstätte zum Bau ihrer schönen Maschi- nen zu errichxen “**). Sie wurden unter ilxm vexvollkomm- net. Die Mechaniker Calla, Collier, Cockertll, Dodo, Farrar und Baimanns haben fich hierbei am mehresten ausgezeichnet.

- Die ersten Spinn-Masch_inen wurden bloß durch Menschenkraft bewegt. Herr Prosyer „Bellanger z_u Darnetal hat neuerlich Maschinen ausführen lassen, _dre bloß durch Wasser oder Dampfkrafc'in Gang gejeßc werden. Diese Verbesserung gestattet eine bedeutende

.) Dieses Bekenntniß muß uns_Deutfchetx fehr erfxml'iä) sein. Eine auffallende Verschiedenvett der Gute und Schon- beit der Wolle beider Länder hat den Verfasser wohl nur da- hin bringen können, es abzulegen.

**) Im Preußischen fehlt es noch an dergleichen Anstalßen. Ueberhaupt va't vier der Wouvandel im Grjoßens n9ch mcbt diejenige Gestalt angenommen, aus welcher dre moglcch größ-

ten Vortheile daxaus hervorgehen mußten.

*.*) Durch die Lehre des Herrn Cockerill ift hernach

die Maschinenspinnerei in Deutschland sehr verbreitet wgr- den. Sie selbst beséßen mehrere schöne Anstalten dre-

brikation sehr nüslich werden.

ser Art in Preußen,.» Berlin, zu Cottbus, die zu Guben , . . . . B'trieb ie der vaterländi chen Tuchfa- nm 111 Gebxauch, nach der 5Yrt derxemgsn, w-lche der U (. w durch deren & s ( [länder Davts erfunden hat, die sehr vortvetlbaft smd.

Hand, sondern nur auf Nkaschénen ausqeführc. D [chevon den frommen Mädchen ekifcet werden d“ ' ' _ . , e, l)au1e6m Antrag brachte waren ol ende: a Versafser "em" "Uk d'? "„Wer" CVYUÖWMWW'M d "_;Éxiskkxxz *durch das gqaenwärtiZe' Gesetz Sicherheit lenwaaren, ,die sonst respT'ct. 75 Prfoc.g67; „„YZMÜ Herrn Pouoart' de Neust-tgs 1an 401)" C'ollter, dur w-mnen toll. Diese Sicherheit wird jedoch die Zu": ucl Wldr. bezahlten, sollen insgesammt nur 10 Proc. welche dae Arbett ungxmiem be1chlcui1tgk WU'd ") _M! hme in der Zahl solcher Anstalten“ nicht zur Folge bezahlen. Wollenwaaren statt 50 Proc. 15. Leinen, die Der «?Ilzen-Scheejrtnajchme des Herrn Poupart erjpa ben.. Die Gesetze mögen fie schükzen oder verwahrlo- sonst resp. 50 Proc; und 180 Proc. beZahlten, sollen man «Hz- der Betriebth'aft. immer wird deren Zahl im richtigen Verhältnisse durchgängig 25 Proc. 73101“. geben." 'Ungebutidene (sortjclzung folgt.) kt.ven Bedürfnissen der Gesellxchaft bleiben. Das fremde Bücher 6 &. pr. Pfund; “fremdes Papier 3 4]. MM! der Yergaugénheic- beweist es. ' Nur das Bouteillen, statt 18 Sb„Z Sh. pr. Dutzend. Andres chreckens Regtment konnte diese religiösenStiftungen Glas, statt 80 Proc. 20. Irdne Waaren, Porcellan rdtängen_; xo bald steh Freiheit wfeder zeigte, sah man statt 75 Proc., 12 bis 15 Proc. Eisen, statt 6 Pf: * aucl) wteder entstehn. Weder der unstchere Zustand St. 10 Gb., 1 Pf. St. 10 Si)- Kupfer, statt 54 Pf. 5.Laudes, noch die frischen Spuren vergangener und St., 27 Ps. St. p'r. Ton. Zink, statt 20, 10 Pf. St. eFurchc künftiger Verfolgung konnte den Eifer dieser pr. Ton". Zinn, statt 5 Pf. St. 9 ST). 3 P„ 2 Pf- ommen Töchter Frankreichs brechen. Es waren Arme St. vr. Centner :c. Alle, in den "gewöhnkéchen Zolltarix ,. denen geholfen, Unglückliche, die getrdstst werden fen nichc benannten rohen sowohl als fabricirten Ge- uyteuz es konnceGures' gestiftet werden. Die religiö- genstände, die bis jetzt resp. 20 und 50 Proc. taxirc Sttftunget1 waren Belzürfniß; fie entstanden, weil waren, sollen von nun an nur 10 und 20 Proc. vom em Erfoydernjß der-Gejellsclec find, Weil sie in den Werth bezahlen. (Zu diesenGcgeristänjdenßehören vor- 'hest'en Zetten des Christenchums angefangen haben, züglich Wissenschaftlicf)? und Kunstgegenstände, deren erk .sxe em schtbarer Beiveis vpn der Göttlichkeit der Werth nur g6schäkzk Mrden kann.) *-,- Zur Begünstik rrfti:_chenReligion findzund so werden ste mitihr bc- gmig der Englischen Manufacturcn schlug Hr. Hus- hn, jo lange wie ste, d. [). so lange wie die Welt,- kisson eine Herabscßuug auf verschiedene Färbeskoffe und sentstand nun eine leöhafte chatte wegen der Zeit, Fabrikbedürfnisse vor, worunter vorzüchl) „Baum- und „welcher über obige Gesetze deliber'irt we'rden sollte. Leinöl benannt wurden; ' Zwßxäußerte zu gleicher :e Kammer hatte früher bestimmt“, daß unmittelbar Zeit, daß noch viele andere egé'nstände, hinsichtlich des fdas S..!inen-Geseß das “Donanen-Geselz'vqrgenom- Zolls, erleichtert Werden sollen. Zulelzt schloß er mit en werdet? sollte. Auf den" Antragmehrerer Mitglie- Vorschlägen für die Erleichterung des Engl. Handels rwurde ]edqch diese Ordnung verändert und es wurde durch Aufhebung der unter verschiedenen Namen, als sch'lossen,. dre Berathungen über obige drei Gesetze äsbsnturss, bonäs sw., bekanntenAbgaben, so wie der mttxelbar nach dem Salinen-Geseß beainnen zu lassen. Quarancaine und Consular-Abgaben.“ ,Der Händel lind Dr_e Verhandlungen wegen des Lelztern wu'rden nun die Schafffahrc sollen besonders von den letztgenannten, ktgexeßt, erreichten aber ihr Ende in dieser Sitzung nicht unbedeutend'en Kosten gänzlich befreit und die Gt. „Gestern und heute (grüner Donnerstag und Consulnéc., welche ste genossen, von Staatswegen da- harfreerag) versammelte fich die Kammer nicht. für entschädigt werden." Ihre Durchlauchten der Herzog und die Herzogin _, Ju Berg auf die Wollen- Mannfactur sagte Hr. n ?(nhqlk-Köthen, sind unter dem Namen: Graf und Husktsson im Laufe seiner Rede: „Dieses alte Scape"!- käfm Lmdau vorgestern hier angekommen. * gewerbe unseres Landes, dieses verzogene'Kind Unsrer

Königliche Schauspiele;

Donnerstag, 7. April. Jm Schauspielhaus- „Wallensteins Tod,“ Trauerspiel in 5 Abtheilung:

von Schuler. Freitag- 8- Jm Opernballse: „Das Neusonnta,

kind,“ kom. Singspiel in 2 Abcheil., Tustk von I

Müüer. .

Sonnabend, 9. Im Schauspielhause: „Sch

und Seyn,“ Lustsp. in 5 Abchei!., v'om [)r. C.Töpf "Ju Potsdam: „Nummer 777,“ Posse in 1 Au

Hierauf: „Andrés,“ Lustsp. in 1Aufzug. Dann: '

Hottenrottin,“ Vaudeville in 1 Ausz. .

*) Die Erzeugung des Kammgarns zu glatten Zeugen *- Maschinen ifi weit schwerer, als die des Streichgarns zu _ artigen Waaren. Daher finden sie dazu auch weniger Anw

dung. Doch giebt es im Preußischen auch schon ein P dergleichen Anstalten , unter welchen sich die des Herrn “*** jun. zu Langensalza auSzeichnet. "

**) Mit dergleichen Maschinen ist die hiesige Fabrikan der Gebr. Cockerill auch versehen. Außer diesen aber sind sehé vielen inländischen Tuchfabriken Walzen - Scheermas

Gepruckt

K Der vondßn SchiffsüeutenantDuperrey befehligte Gesetzgebung“ sei durch geselzgcbende Dazwischen- utteyla Coquclle ßsk am 24. d. von seiner Erdumsege- kunft aufgesäugt, g_ehätschelt, gefüttert und beschützt, "gm Marseille em-gelguseu. Erhat zweiIahr mzd aber wie so viele andre Muttersdhnchen durch übe?-

bei Feifter. Redacteur Joh

“LYRMU-ch-MMW» - * „„ _