1825 / 88 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung, Sat, 16 Apr 1825 18:00:01 GMT) scan diff

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Wisse11schaftliche Nachrichkem auf 2,275,000 Thlr. zu

(Schluß des im gestrigenBtatte abgebvockwuenArtikxls: sich über Baumwoljen-Maunfaktur und Handel.) Was nun den anderen Theil der inläniischen

BaunnvoUen - Fabrckation betrifft, dessen Wikam-

keit nur dahin gehst, fremde Gespinnste zu ver

weben , so dürfte dessen Betrieb im Jahre 1828,

etwa Folgendes ergeben haben: Es sind überhaupt zum

Verbrauch imLande eingegangen 5,619,625 PfuudBaum; ; Land.

wollen Garn, oder in runder Z.:hl 5,600,000 Pfund. Wtrd Durchschnittswejse dcr Prcis des Pfundes

englishcn Gams, welches in sehr verschiedenen Nun]-

merx! bezogen wird, nur. zu H- Thaler angenommen, 10

giebt dxes eincn Kostenprets von 2,800,000 Thaleru in

runden Zahlen für dis verarbeiteten 5,600,000 Psund.

Aus den eanqehenden englcschen Garxxcn m:rden in unse'r'n ONanxxfakcurcn Gewebe hsrg-xsrcllt, wolche größten- theils zum Bedrucken gebranchc wcxdcn. 'Man kann

“hierbei den Werthszusakz zu dem des chermaterials,

durch den W_eder-, 'Bleicl)sr-, Färber-, Druckerz, Ap-

pretirer-Lohn, und den Fabrikation?)- und Handelsge-x winn, mindestens auf das Vierfache auncbnwn. So- nach würden also dem Kostendreise von 2,800,000 Tha; lern," hinzutrecen 11,200,000 Thaler; und der Werth des Waardnprodukts aus dem eingeführten fre:t:de:1Ge- spinsten käme überhaupt auf 14,000,0_00 TW“. zu stehen. Das Ganze der Fabrikation zummmcngcfaßc gtebt folgende Resultate: Im Jahre 1823 haben dio- Baumwollen-Manu- fakturen zu ihrem Betriebe aus dem Auslande bezogen: Spinnmaceriai . . . . für 1,087,500Tk)a1er Werths, „Web .me-terial . . . . . ; 2,800,000 ; ; zusammen . . . . . . . . - Z,88“7,500 ; ,

lieraus “ind dargestellt" ) ' - 20,025,000 - ;

worden. . . . . . . . . ,Dcr Ertragwäre . . . . : 16,1-57,500 Gewann. Wirft man die 137,500 Rcdlr. hiervon noch w-cg,

für etwa vIrdrauclzte fremde Färdcmacerialien u. dergl., so bleibt in runder Summe gegen 16 IMU. Thaler, als

L'einer Rational- Gewinn, den die im Jahre 1823 auf die“Vcredlung der rohen Baumwolle und fremden Garne und der Verschluß. der dadurch erziclten Waaren ver- wendeten Arbeiten und Kapitale geliefert haben.

Der Werthsbetrag des verarbeiteten fremden Ma- teriaks zu dem der daraus hcrvoxgcbräclmn Waarep kommt hiernach beinahe wie 1 z:: 5 „xu üeheu, und na- herc sich also dem Verhältnis“; im Ertrage der englt schen Nkanufakruren gewiffermaaßxn.

Dieses wäre schon an steh jelbst ein recht schönes

! Resultat der auf diesen Gewerbsbetrteb gerichteten Zn- dustrie im Volke! Es wird aber durch den glückl.chc_n

Umßand bedeutend erhöhet, daß von den Waaren, die sie liefert, ein sehr deträchtlichcr.Tl)eil nicht im Lande verbleibt,.sondern ins Ausland abgesetzt wird. -

Nach-den amtlichen Angaben smd im Jahre 1823 an Baumdekn- Stuhl: und gestrichren Waaren 20,222 Ceucner ins Ausland gegangen. Setzt man den Werth elne!) Centners Baumwollen Waaren nur auf 250Th1r., so beträgt derselbe für diese 5,055,500 Thlr., und man steht hieraus, daß der Kostenpreis des eingehenden fremden Materials durch die Ausfuhr eines Theils der daraus Verfertigten' Waaren schon "überschließend gedeckt wird, da der Kostenpreis des ersteren nur 3,887,500 Thlr. bsträgt, mithin hiernach die Baumwollen-Fqbri-

lig sein 'zu können.

voyen Grad von Zwar kann die

zn dtexer wie 1 zu 15

werden.

rang und des Erwerbs werden verdtenr. Die tende Erblühen dieses also l)dchsf'1vünschenswe

Chemie nicbt erfahren Muster gehört ein geb

Erfahrung hat gezeigt,

FestkgWÖt erblühet; ]“

qen. Die zunehmcnde wollen - Waarcn,

fortschreirer.

BcisaU und Annahme.

andx're verkaufen will, und P?ittcl, échrs gehört, erfolgt,.

der Zeit anzunehmen

edenfallö beleben.

tm Baumwollen:Waarenhandel ergebende Ausqu der Bilanz doch zu gering, um für das Land nachts)“, Der National- Gewinn von mkhk als 1.6 Mil]. Thlrn.,'welchcn, wie oben gezeiqt worden, das BaumoneU-Fabrik-Gewerbe im J. 1823 odge, worfen hat, erstattet alles, und giebt demselben einen Wichtigkeit und NÜHliäE-it fü." das

kation mic dem umfaffendcn Boxrieb derselben in Groß brirannien nicht in Vergleiä) gestellt werden, da fie sich

dock) eic'xcn verdälcnißmäßig bedeutenden Werth, und dt, Vortheile, die ste gewährt, verdienen immer beachtekzn Ste bietet sick) dem Lande in jxder Beziehung als eine ergiebiqe Quelle der Beschäftigung,

Die Kattundruckerci insbesondere ist eine Kunß, derewBetrUb und 'Fjor sedr zu bcstrebctmift, QM Ausübxxxxg erfordert wissmschafche Kenntnisse. Ma kaun darin njchrs leisten, wenn man in der defik ua

und eine nicht gsmeine Kunstfertigksic des Ausführer -- Dxes Gewerbe nimmt akso den Beistamd der cxactc _ Wissenschaften und dcr bildenden Künste sark in Am ' spruch, und scénBett'ix-b dient dazu, die wxffxnsclmstlicb Bilduog und das Kunstgeschick der arbeiccndcn Klas mehr zu verbreiten und zu erhöhen. -- Ewe Folge, d' die Wiäxtigkeic ihres Betriebs sebr vergrößert! - Man hat gegidudt, Hibitiv-Syskems sci nothwendiq zum Bestehen umd zxx “Flor der preußischer: Baumwoll»-9)2anufakturcn. '

Sie haben sich bei der H c:", sondern smd auch zu höherer Vollkommenheit un

eröffnete Concurrenz mir dem Auslande selbst bcigccr

Theil aus den eizzcnrleliclwn öktlickwn Verhältni unsers Landes hervorgehet, sichert ihnen denAbsaH, u schlckzt sis davor, durch andere verdrängt zu werd G!1'1ckiichcrwerjc kömmt man überall Emstebt, daß, wenn man die Früchte seines Fleißes man auch wieder von den ihrix'. annehmen muß, weilsonst das Glykcbgewicbt der Krä das zur Erhaltung eines lebendigen V aufgehoben wird, einsaétige Verarmn und kein Vortheil brinqendevHandel existi kann. Di.: "Gestalt, welche der Welthandel in der Fo

Industrie unbczweiselc zum Vortheil gewichen, und ** wichtigen Zweig derselben, die Baumwollen-Fabrikati Ihr Werts) für das Ganze wird a

in Zukunft, gewiß noch höher steigen.

stehen kommen würde, “so is: der

mländische Baumwollsn-Fnbr“

VETOÜU. Aber fie hat deshalb

Allgemeine

dreUßi-sche Staajts - Zeitung.

M88“,

derNay Berltn,

Sonnabend,

den [Seen April1825.

an_, die benutzt und erWeirertzn Erhaltung und das fortschrei- nützlichen Gewerbszweiges fwd rtl).

[. Amtliche R

Kronik des

0

Se. Königl. Majestät bab

ist. _Zur Darstellung gefällig ildeter Geschmack des Angcbe

M,

die Aufkochrdaicxmg des

das; sie desselben nicht bedürfe andelsfreihoit nicht nur erh

-chu71anskalt daselbst und Ausfuhr der preußischen Bau ,

insonderheit der qedrmkccn Berlin rauben zum Pfarrer in Krap Tücher, beweise: am Besten, daß die Fabrikation dauern

Wc!) auf den “neuen Märkten, der europäxschen Industrie in andern Welttheilen j; öffmen, finden die Produkte des pr-kußiscben Gewerbfleiß

die H

Angekommen. Der Ka

Ihre Preiswürdigkeic, die z:

immer mehr *

verspricht, wird de'rpreußis',

Paris, 9. April. In «ammer vom 6.._ hat der G

kation 1,168,000 Thlr. mxhr ins Land zieht, als sie für den Stoff zu ihrem Betrieb an das Ausland abgiebr.

Sind mm auch zufolge dieser Angaben, im Jahre 1823, -- 9100 Ztnr. ausländische Baumxvoüen-Sruhl. Und gestrickte Waaren eir-gxgangeu, und_in1 Lande ver- draucyc worden, deren W.Nh uach unjecn Annahmen

Freic. 15. April.

aehreu: F. Kind. MUstk von

Gedruckt bei Feilrer.

Königliche

„Der Freischütz,“

isslons-TT'Zoer-iclu über das En attet.

Schauspiele. Jm Schauspielhausc. Oper in 3 Abtheil.,_ C. M. von Weber.

an damals woh1_ ermessen ,

Redacteur „Job

o-ß_auf_Buch zum Landrarh des Niedeprarnimschcn :eijes allergnädigft zu «ernennen geruyec.

Der bei dem hiefigen Stadtgerichte stehendé_Ju|iz ommjssarius Busse ist zugleich zum '“ 5_ em Departemenx des Kamxnergeriehts bestellt worden.

. Im Bezirk der Königl. Regierung

_ Oppeltü ist“ der „Kandidat der Theologie Greiner _ _ ; m HWspr-diger bei dcr “dastgm evangelischen Kirche znr Begründung dte1er hat ö » zum RLTtot und ersten Lehrer bei der evangelischen

der zeitherige katholische Pfam'er Richter in Groß-

; Maskow, als Courier von St. Petersburg. Abge'reist. Se. Excell'cuz der Hofmarscvall und zntendant der Kdmgl. Schlösser und Gärten, Freiherr on Malß-ahu, nach dem OJ?éck1e.11burgifcheu, und der General-MajorUud Commandeur der 7ten Ka- Uerie-Brtgade, von Sohr, nach Magdeburg.

achrichten. T a g e s.

en den Domherrn von

Rokarius ])ubU-

pilz ernannt worden.

iserlich Ruffische Feldjä-

11. Zeiru-n-gs-Racbrichten. A u sl a n d.

der Sißung der Pairs- rczf Portalis den Com- c1chädigungs-Geseß abge

. Er" erinnerte an die Geschichte der Cdnfisca. Auf . ionen, und wie dieselben eins der schrecklichen Mittel ewesen seien, um eine durchgreifende Umwä1zung der estehenden Verhältniss zu, Stande zu bringen , indem

daß nur durch eine gänz-

liche _V'cräuderung des Grundbestkzes alle Erinnerungen vxrxui1chr und akte ONo'numence früherer Zcit zerstört werden konnten , wurde diesen Maaßregeln eine so schreckliche Ausdeh- nung gegebsn; 23. Juni 1793, seiUe, *nichc Bürger dieser Städte waren, klärt, wenn fie dieselben nicht binnen 24 Stunden ver- lassen würden. schmachteyden Priester als Emcgrirte bezeichnet. Leute, die längst vor dem Ausbruchs der Revoluccon gestorben waren, wurden ins Leben rvxeder gerufen, auf die Emi-

deshalb, sagt der'Berichtersratter, deshalb wurden'durci) ein Dekret v. alle sich in _den Scßdkeü-Éyzn, Mar- Caen aashaltenden Franzosen, die für Emigrirte er-

Bordeaax ,

Eben so wurden die in Gefängnissen

grxrtén; Liste gebracht, und solcher Gestalt ihre Fami- lun geplündert. Wo sich eine reiche Erbschaft zeigte,

wurden durch ein Dekret alle bekannten und unbekann-

ten Erbberechcigcen 'für Emigrérte erklärt, und die Erb- :chafc eingezogén. Ja man entblödete „fich nicht, den-

Hoyu mtc der Raubgier zu vermischen, und Hospitäler „_

aufdie Emégrirken- Liste zu brmgen , die Eimqmtion ift alxo der Vorwand, nicht die Ursache der Confiscation gewesen. Die ünglücklichen Folgen dieses Frevels an dem wichtigsten Eigcnthume find es, denen, w viel wie möglich abgeholfen werden soll. Es fsk also nicht von der Emigration, sondern recht eigentlich vom verleßten Grund-Eigenthume die Rede. Diese Verlehung an Zincr oder an mehreren Famtlien ausgeübt, ift [iets für das Ganze äußerst nachtheilig“; denn durch diesekb: wird Haß und Erbitterung erzeugt und Revolutionen weit x'xver ihre eigentliche Dauer noch ausgedehnt. Es ist aljo dem Interesse Aller angemessen, daß denjenigen, deren Grund . Eigenchum verletzt worden :|, eine Ent- ]cvädigung gereicht werde, darum Tsr auch das gegen- wärtige Gesetz durchaus keine belohnende, sondern“ eine ausgleichende wieder gut machende Maaßregel. Das Maaß der Entschädigung ist auch nicht nach der Treue, nach der Aufopferung Einiger festgesetzt. Das Gesch kennt keine Ausnahme , kemeu Unterschied ,der Perso; nen, es existirc für dasselbe nur das eine Moment, nämlich die Confiscation von Grund-Eigenthum.. Es gchc nicht auf Meinungen, auf Handlungsweisen zu- rück; es kommt dem chublicaner von der Gironde, dem Royalisten von Toulon, dem Opfer und dem Ge- 1'eUen Robespierre's zu starten, so bald sie in Folge der revolurionairen Confisearions- Geseße in ihrem Grund- Cigentyum gelitten haben. Der Redner zeigte mm weiter den Unterschied zwischen den Verlusten an' “unbe- weglichem und an beweglichem Eigenthum, er ging fer- ner in das Einzelne des Geseßes ein, und schloß mit dem Antrags auf Annahme des Geseßes mit einigen ?lmendemcnts. -- Wenn lehrere von den Pairs gut ge- heißen Werden, so muß das Gesetz noch einmal dér De;- pucjrccn ; Kammer vorgelegt“ werdm.

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