1825 / 102 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung, Wed, 04 May 1825 18:00:01 GMT) scan diff

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stehereö Urtheilfäaen. -- Stralsund. Deckandmannist sehr besorgt, daß der im Monate März häußg gefallen_e Schnee und besonders das langsame Wesschmelzen de! selben, verbunden mit heftigen Nachtfrösten, höchst nacb theilige Folgen für die Wintersaat haben werde. Es läßt sich jedoch zur Zeit noch nicht bestimmen, in “wie fern diese Besorgniß gegründet ist oder nix!» Zn man- chen Gegenden, besonders auf den städtijclnn Feldmar- ken; steht dre San: recht gut. Der spät gcfallene Schne_e und die Nachrfrösce behindern übrigens dte Ackerarbm zu den Sommersaaten. '

17. Schlesien. - Breslau; Ueber dre Hoff- “nungcn des Landmanns in Beziehung nuf-die/ nä_chüe Frucht seiner Bemühungen läßt" sechjjeßt noc!) nachts mitBeskitnmcheic sagen. Die Witterung hat-uoch mehr gestattet, die Uecker zur Sommersaac “zu besteuxn; nur hie und da, im Breslauer und StrehlencxKxcUe tsk ve- reitö' etwas Weniges vou Hafer und Erdwn gejäct_wor- den'. In anderen Gegenden haben die WinreUaach durch den- strengen Frost der nach dem Wegryauenädes Sehnees eintrat, gelitten." Auch haben sich die Feld mäuse schon in großer OITcnge _gezeigr. Durch dae scharfen thde ist der Boden [ehr ausgeddrrc :por- den und der Landmam1_ wünscht Regen. -- Lteg nih. s))?an besorgt, daß durch die im ONozmt 93254175 eingetretene ungewöhnliche Kälte die Wintexwa- ten, besonders'auf nassem Boden, Schaden gelrtten haben mögen; auch hat“ dadurch der. Kleescock geltctcn,

)und 'der Futtermangel für 'Schaasheerdcn wird schon

fühlbar. Dix Bestellung der Sommersaat und Garten- gewäcbse ist ebenfalls dadurch aufgehalten worden. -7 Oppeln. Tic dcr Sommersaat-Besccllung konnte bc: dem eingetretenen starken Frost: nicht öorgegangecx_1yer- dsn,“ aucb befürchtete der Landwirtt) von der xo war'n: Kälte nachchelljgeu Einfluß auf das Gedeihen der Wm tersaaten, .

" U. Posen. -- Posen. Die Felder smd abge- tt'ocknec und die Saaten scheinen im Ganzen mehr ge; litten zu haben.“ -- Bromberg. D“.“ Landbewoytzxr hiesiger Gegsnd ward die _im OJTärz etengetretene, mr diese Jahreszeit ungewöhnliche Kälte nutzltchz mdem ste das Herunterbringeu des HOUR; von den Nclzdrüchen gestattete und die Eissscherei möglich n1achte.,

71. Sachsen. -- M agdeburg. Dre Vexgeta- tion wurde zwar durch die strenge Wicchung zuruckge- halten und in den Arbeiten des Feld- und Gartenbaues konnte während derselben nicht vorgeschritcen werden.; allein noch sind keine Sqursn einer erheblich nachthchn gen Einwirkung auf die Feld- und Gartenxräclzy sicht.- b_ar Und man hegt daher die Hoffnung, da[; ste -slch un- beschädigt erhalten haben werdet). Die Sommerbestel;

lung hat begonnen“ und wird durch die nun eingetretene *

trockene Witterung begünstigt,"so wie auch in Hen (Väx- ten gearbeitet wird. “-„ Merseburg. Bis ];let läßt “sich tioch nicht mir Gexbißhsic bestimmen, ob unßwuxa fern _der“ häufige Wechseh der" Witterung und dre tmc der. Tagevaärme ,in Mißverhälcniß stehende Kälte der Nächte axis die jungen Wintersaaten und Obstbäume von nachtheiiigem C'infiusse gewesen sein mag. -- Er- furt. Der Einfluß der Wetternng auf die jungeSaar

*ésk in mchr'ercn“ Fluren verderblich gewesen, so dgß stch

nicht viel erwarten läßt.

ÜU- Westphalen. -- »Münsker. Die Winter- saat hat durch die starke Kälte in'“ der “Mitte des März, nach voraus gcg'angenei' Nässe“, zum Theil, "besonders auf den'nicdxig gelegene'n Ländereien, dem Ansehen nach gelitten, jedoch "läßt sich dadurch noch keineswegs auf wirklich eingetretenen Schaden schließen; -nur die 'Win- ter-O'elgesväclÜe sollen dadurch in einigen Gegenden wirklich scho," beschädigt sein. Uebrigens hat der spät

eingetretene Frost die Bestellung'der Gärten, so wie dj,

Vorbereitungen zur Sommersaac aufgehalten. '- Min- den. Die lange anhaltenden Nachkfröste dürften de: Wintersaat nacvtbeilég gewesen sein. Am meisten ist hier bei dem Rüdsaamen zu befürchten; günstiges Früh- lmgswetter kann indeß altes tvicder gut machen. Für den Roggen pflegt die Witterung in der nun -bald ein- tretenden Periode der Beüaudung entx“cheidc11d zu sein, Das Frostwetter hat zwar manche Feldarbeiten verhin-

dert, dagegen aber dem Landmann: die lange verjchobe- '

nen Holzkransporce erleichtert. - Arnsberg. Der Wechsel der Witterung, insbesondere das schnelle Ein- treten des Frostes' nach langem Regen erregt Besorg msse für das Gedeihen der Brodsrücbte und der Kar- toffeln, indessen ist noch kein Grund vorhanden, denMis- wachs zu befürchten, "und in jedem Falle kann man mj Zuverßcht src!) über alle Sorgen vor eMangel hinwe seHen, da der Ueberfluß an Getraide in den letzten Jah- :ren veranlaßt hat, daß weit mehr Felder als früher bel stellt worden.

U11]. Jülich, Clevo, Berg. -- Cöln. Di Winterfrüchtexwelche sowohl durch Nkäuse- and Schuck kenfcaß als durch anhaltende Nässe im verfioffenenWin- ter, zulekx-t “durch den eingetret-enen“ Frost sehr gclttte haben, stehen höchst mittelmäßtg. Viele mit Winter frucht bestellter: Aecher,*1nüssen in mehrerenGegende umgebau: Und mit Sommerfrucb-t besäct werden. Mi Bestellung derSommerfrüchte hat man bereits den ?( Fang gemacht, und man würde damit weiter vorgeschrit ren sein, wenn nichxdie W'itterung im Monat ONä es verhindert hätte. Uebrigens haben fich bei dies Witccrm-g die Feldmäuse und Schneckep grdßtentlwi verloren. - Düsseldorf. Der Zustand der Winter saar ist im Ganzen genommen nicht günstig; der anha rend gewesene Regen und die Menge von OJTäuserx uu Sclznccken haben eixren bedeutenden Schaden angericbt und zwar in manchen Gegenden von der Art, daß d Waitch- (und Roggen-Aeckcr' zu Som'mersaaten habe umgepflügc werden müssen. Der Klee ist vielfach ze-

n-drc, dagegen hat fich der-Rapps meistens ziemlich g -

erhalten. - ,

1x. Niederrhein.» Coblenz. Durchd häufigen Frost in, diesem Monate ist die Vegetario wieder sehr zurückgegangen; vi'ele blühende Pflanz

sind erfrorcn und man findet deren im freien Felde je ,' weniger als im Januar. "Zu den bergigccn Gegend

fürchten die Landwirthe naclztheiliaeFolgeu. *- Aachc Man befürclcktat, daß die Ende Mäxz'eingetretencn sta ken Nachrfröste bei unbedecktem Boden auf die Wintekt saar einen so nachcheiligen"Einffuß ausgeübt l)aben,'d eine gute Aerndte an Winterfrucht nicht zu hoffen steh Dazxegen glaubt der Landma1m,'daß-- eben jene U stände der künftigen Vegetation der Sommerfrücbte fd oerltcb gewesen smd, und verspricht steh von diesen ci reichliche Aerndte. *

König liche Scl) au stp'ieße.

. „Dienst. 3. Wkai. Jm Schauspielhause: „Das

sel,“ Lustsp.'in“1“2lufz., von C'Conteffa. (Hr. Lami, v"

mals beim Großberzogl. Hoftheater zu Neustrelißx d

Oyeim.) Hierauf: „Das Gut Sternberg,“ Luft")-

4 Abtheiluugcn, von Frau v. Weißenthurm. (HE. La Amrmann "Kübel.) _ *

Zn Potsdam: Kanonékus Zaunz Schuster,- Vat! ville in L-Aufzug, nach dem Französischen bearbel und mit Musik von C.“ Blum. Hterayf: „Dev SJ ger und der Schneider“,“- kom. Singxp: in -1 Aufz

Stracks) Und: „Das schlechcbewachte Mädchen,“- ko

Ballet in 2 Abtheilungeu.

Gedrückt bei Feiner.

Redacteur Ish

Mnstk von Herrn v. Drieberg. (Hr. Gloy: OJTei'

Allgemeine

PreUßks-chc Staats - Zeitung.

M

*

Berlin, Mittwoch, den 4-ten Mai1825.

' 1. Amtliche Nachrichten. Kronik “des Tages._

_Seme Majestät der König haben dem Major Hetnrich G'otxlieb Conrad Heuduck, aggrcgtrt den) lsten CusraMer-Reganeute, dcn Adelscaud zu er- thetleZ geruhet.

* es Königs * m'jküät haben den bisherigen Land- gertches-Rath Lehmann zum Direktor des Landgerichts zu Gucken zu ernennen geruhec.

Der bisherige Ober-Latjdesgerichts-Referendarius Ern]? Gustav Sorge, genannt Trteglaff, ist zum Justez-Kommissarius Und Norartus bei dem Landgercchte zu Mnmnburq bestellt, auch zur Prozeß-Praxis bei den Land: und Stadtgerichten 'zu Stuhm, Christburg, Dir schau und Merve, versrattet worden.

Der bisherige Magistrats : Syndikus Schiefste- d_e'cket: zu Braunsberg, ist zugleich zum Justiz- Kom- mtffarms bet dem Land- und Stadtgericht: “daselbst “be- stellt worden.

11. Zeitungs - Nachrichren. A u s l a n d.

Paris, 427. April. Zu der gestrigen Sikzung der

DepucirtenKammer verlas der “Präsident folqendes an kh" ergangenes allerhöchskes Schreiben: Da *Mit“ Uns x_n .der Metropolita:1-Kirche Unserer guten Stadt Rheims !alben zu lassen beabsichtigen, so richten Wir dicses Schreiber) an Euch, um Euch zu sagen, daß es ,Un- ser Wunjck) ist, daß eine große Deputation Unserer Kammer der Departements.Deputirren slch am 29.Mai

nach Unserer vorgenannten guten Stadt begebe, um

bei der gedachten Ceremonie zugegen zu-scyn, Da Gegenwärtigos nichts weiter bezweckt, so bit'ten Wer Gott, dgß er Euch in seinen heiligen Schulz nehme. Aus Unjerem Schlosse „der Tuilerien am 25. Apr", des Gnadenthrs 1825, ;und UnscrerRegjexung im Lscen.

gez. Karl. I . . Corbiere. . . Demnächst-verlas der Präüdent noch „ein Schreiben

des Mujßers des Innern, wodurch dieser ihn auf Sr.

102.

Ma]. Befehl benacbrécht'xgte, daß „die nötbiaen Anord- nungen maxb Ryeims exqangrn seyen, um bei Gelegsn- herr der Salbung deé Königs Wohnungsnfür 100 De- puctrre, aasser den [ür die große Deputation bestimm- ten Loaé's, m Bereitschaft zu halt n. '

V))t'gcstern haben in der Deputirten ; Kam- mer dae Debatten über den deünitioen Abschluß der Rechnungeg für das Jahr 1823 b-zqonnen. Herr "'".“ „La Bourdonnaye grtff den Präfidencen des Mmcster- Raths", wegen der Concrakte mit dem Liefe- ranten Ouvrard, sehr heftig an. Er behauptete die Untertuchungs-Cotnnnsston ]ei eiaenclich nicht *soTvohl :::-vorgejeßt worden, um die Scöuloigen zu entdcckcn als um, der aufgeregten öff-nclicben**))?cmung einstweilet: zu gcuugcn, .und um der befürchccten Forxrung vorzu- beugen, daß eine wirkliche Untersuchungs-x'Commission von der Kammer niedergesctzr würde, die kräfctg und unabhängtg genug gcw-sen wäre, um auf die eigentli- Mn Quellen des Uebcls zurückzugehn. Hat man sagt der_ Rednetr, nicht oKenvar darum die Untersuchunz dar- auk b;;ch)1'gtdkr, die Zlbfosscr der 'Contrakte zuk Verant- morclrcvkett zu ziehn, um diejcniqc Belehrung unmög- chlx zu machen, deren Folgen von eintczen oinfiußreichen Mannern gerürcwet wird? Die Vorsehung hat aber gemacht und den Mitgliedern der Commission Enerqie und Kraft genug verliehn, um Vieles aufzu-oecken. Wir haben exmhrcn, daß der Baron Zojnville, der eiqentlich hem Kr: *gsmit1j17xréo untergeordnet war, nur den Be- [cylen des Präßdenren dcs *))?inisterraths gehorchte und fick) ungehorjam gegen seinen Chef zeiate. Dresel- Ungehorsam ist nicht bestraft, sondern dem „'S. v. Zoin- vzlle [orcwährend Wohlwollen bewiesen wordecn. Welch xmm- hxssern Beweis des Strebens nach einem neuen Ydtmmjtrations- System verlangen wir, welches dahin zlxlt, .die Beamten der Einwirkung ihrer eigentlichen Vorge1_el§ten zu entziehn , um ße allein einer aus dem Säwoße des Mmtskerrachs cn'rsprunqenon neuen Machc tztttet'zuyrdtrctr, rie, menu se die Oberhand gewinnen joxkte, Yehr bald die Regierung des Königs in “eine mi- t;,rscerxelle Oligarcßie verwandeln würde. „(Sensa- rtotz). Der Redner bedauert, daß der Bericht dek Un- rec1uchungs- Commission die Frage über die ministerie-lle Verantwortlichkeic so oberfiächlicl) behandele. Diese Ver- antwortlichkeic recht ins Auge zu fassen, um den Ur- queu aller kiefer Uebel zu entdecken, dies wäre, sagte e_r, das ?(mc eingr eiaentlichcn Untersuchung»Cotnmts- ;:on gc'wejen: Cs wärevoreilig, wenn ein einzelner Deputtct'er [chou jelzc darauf atxcragen sollte. Um diese Frage x_mtRuhe und _q-höxiger Reise zu behandeln, muß dcr Crxolg der ];fzc schchsnden gkrichtlxcheu Untersu- cl)u::g abgewartet, und bis dahin die Genehmigung der Rechnungen für das Zahr1823 ausgesekr werdénz. vier- auf trage jcyxm. - Der Finanz-Minéüer.“ Wie

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