1825 / 120 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung, Fri, 27 May 1825 18:00:01 GMT) scan diff

. scharte,

ning bei seiner neuerlichen Sendung abgeschlossene Uebereénkunft mit Rußland wegen der N. W. Küste von Amerika; 3) den Freundscl)afcs-, Handels; nnd Schifffahrts-Tractac mir den Vereinigten Plata-Pro- vinzen. , Die Ankündigung dieses Tractats wurde mit rauschendem Jubel aufgenommen und zog Hrn. Can- ning für seine Verdienste dabei eine enthusiastische Dank- bezengung von Seite des Sir R. Wilson zu.

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Lande, wie Canada, wo didWege nicht sehr begünskie gend und die Communicacionspuncre hunderte von *Mi- les auseinander seien. Wenn die Herren die geographi

sche Lage beider Läxtdec studircn wollten, würden sie

ßnden,-d«1ß se keinen Grund hätten, sich zu beunruhi

gen.-- Nachdem nocl) emtge *Mirglieder theils dafür, theils dawider gesprochen, 1vard_die dritte Lesung der dem Pferde, doch ohne Schaden zu nehmen.

Bil] _qext'atcer.

Hr. Huskiffon schlug jetzt noch deri Zusatz vor, daß

die, welche Canaoi ches Korn einführten, ein Ursprungs

Certificat beibringen sonem, wie es jetzt bei Gütern aus Bloomfield vo_n Oakhampton und Redwood in der Graf einigen unsrer Colonien gehalten werde. - Er ward

nach rimigcn Bemetkungen angenommen. _ Jm Ausschuß über die Quarantaéne-Geseße redete

Hr. John Smith, wie gewöhnlich,“ der Aufhebung der:

selben lebhaft das Wort, erlangte aber nur die Resolu- tion auf Ernennung eines Special-Ausschusses zur Un- tersuchung, in wiefern fie gemildert werden könnten. Hr. Huskisson sagte,-er wünsche ganz ungemein, daß das Publtkum über die Sache beruhigt werde. Es würde ohne Frage von großemVorthcil |eyn, wenn die Quaranane abgeschafft werden kö-mte, allein ander- seiccq Würfen so schwere Thatsachen angeführt, „daß die Saäze no:h:vendig mit der größten Borstel): zu behan- deln sey. Es würde höchst nacbtbeilig für unsern Han- del nerven, wenn srch eme Nachricht auswärts verbrei- ten olire, daß wir genesgt scyen, die Aufmerksamkeit auf Anor nungen fahren zu lassen, die andre Nationen in diejér Hinstchcangemcsscn gefunden. Die bloße Kunde davon, daß wir so etwas beabsichctgten, habe schon die Behörden in allen Micallänc'éschen Häfen vermochr, Brütisxhe Srbiffe, woher sie auch kommen möchten, unter Quarautaine zu legen. Er habe den Sardinijchen und den Französischen Gesandten benachrichtigt, daß seine Abscht bloß sa), einige Hindernisse des„ freien Verkehrs mit ihren Häfen bei uns aus dem Wege zu räumen, und in Folge seiner Verstcherung wären dann auch di- erwähnten, wider uns in Genua und Mar- s".“ille bereits getroffen gewesenen nenen Anordnungen wieder suspendirc worden.“ Hr. Wilmor Horton ver- daß die Thatsache dcs Vorhandenseins von Contagion am *))?ittelmeer unwidersprecblick) bewiesen sei. Hr. Harne war ganz entgegengescßter Meinung.

-- Vom 17. Mai. Hr. Canning legte gestern dem- Unterhause drci abgeschlossene Tracracen vor: 1) den mit Schweden und Norwegcn zur Verhütung des unerlaubten Afrikanischen Sclavcnhandels. Schweden, fügte er hinzu, stehe nicht: im geringsten in dem Ver- dacht, in diesem ungerechten Handel begriffen zu sein, leider aber glaube man, daß seine Flagge dazu von Anderen gemißbraucl)c werde. Der Zweck der K. Re; gierung „sei natürlich, die Befugniß, Sklaven in ver- dächtigen Schiffen nachzuforschcn, jo weit als möglick) auszudehnm, und dieses habe Schweden uns zugestan- den. Er bcklage, daß ein anderer Tractac zu demselben Zweck“, auf welchen in der K. Rede angespielt worden, dcr mit den Vereinigten Staaten, noch nicht zur Volk- endung gelangt sei; 2) die durch Hrn. Sct'atforc Can-

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begonnen.

?benfalls erst nach einer lebhaften Debatte skatt fino, onnce.

Dix Bill wegen der „Westindischen Compagnie- wurde nach einer warmen, den Sklavenhandel betreff: denDebatte,-n1it 105 gegen 25 Stimmen angenomm

Die Hofzeitung vom 14cen meldet nun die Erne. nung des Sir R. Bloomfield und "seiner männliche, Nachkommen zur Würde eines Jrländischen Baron

schaft Tipperary. Am Mittwoch erhielt der Handels-Tractat mit de- Plata-Provénzen die Unterschrift Sr. Maj. und a., foxgenden Tage wechselce der Gesandte jener Republik, Hr. Rivadavéa, die Ratificarionen in Combewood m' Hrn. Canning aus. ' Gestern war bedeutende Bewegung am Geldmarkte,

tüchten vom Westende der Stadt über Uneinigkeit im Cabinet zugeschrieben wurden; Cons. wurden zu 90 au] Abrechnung verkauft, und schlossen zu 90!.

Der Comier sagt: „Was auch die Ursache du fortwährenden BörsensMecks sein möge, sie ist einzi in denOperationen „derJobber selbst aufzusuchen. De scimrffichtigsken Politiker wird es schwer fallen, auch' nu einen Schatten für Beunruhigung von einem Ende Europa's bis zum andern aufzüfindcn. Was diéum- laufenden Gerüchce betrtffc, so würde es ganz lächerlich sein, s1ch mit einem ernstltchen Widerspruche wider die- selben zu bemühen.“

Hr. Rothschild kam Sonnabend von Frankreich nach Dover zurück. ' Lloyd's Agent meldet aus Zante vom 14. April: „Am 27scen v. 9)?- kam eine Türkische Flotte von vier Fregatten oder Corvetten und sieben Briggs, nach Pm rras segelnd, hier vorbei und am Z1stenzurÜck, wieman glaubt nach WTOQon gehend. Es heißt, daß eine Grie- chi'che von 25 bis 30 Segeln bei Cerigo sei, was aber Bestätigung bedarf. Die K. Schaffe * :edina, Hind und Wenzle find vorqesern von hier, wie man glaubt, nach Patras abgescgelc,“

_ Vom 18ren. (Ueber Holland.) Gestern trug Er_af v. Donoughmore im Oberhaus: auf die zweite Lejung dex Emancipations- Bill an. Der Zudrang der Neugierigen war übermäßig groß und der ledige PW beim K_Throne mir einer Anzahl von Gliedern 0e- Unterhaujes und wohlgekleideten Frauen angefüllt. Die Redner für die Bill waren, außer dem Antragsteller: Lord Darnley, der Bischof von Norwich, Marq. v. Landsdown und Andere; wider dieselbe Lord Colchester, Marq. v. Anglesea, der Bischof von Chester und Graf Liverpool. Am Schlnß wurde 'die zweite Lesung, mit- hin die Bill fÜr diesesmal, mit 178 gegen 130 Stim- men verworfen. Consol»; 8%. * _S r. Petersburg, 11. Mai. Der Englische Botschafter am hiesigen Hofe, Hr. Ward, liegt an ei- ner Lungen“:Entzündung so gefährlich krank darnieder, daß man an seinem Wiederaüfkommen zweifelt.

_Der_ Attaché “bei der hiesigen K. K. Oesterreichischen Gejandcjchaft, Fürst v. Schwarzenberg, hat eine Reise in die südlichen Provinzen unsers Reiches angetreten. Am 5. d. hat zu Cronstadc die Schifffahrt wieder

Die Regierung beabsichtigt, die wilden Gebirgs-

völker des Caucasus, vornämlich die räuberischen Tschet-

Dée „Bill wegen Erhöhung der richterlichen Ge: schenzcn, durch Griechische Misstonairs zum Christen-

halte ging nach einer langen Debatte durch den Aus- ck"?" zu bekehren. sch'uß. 5- Hr. Hobhouse trug auf die zweite Lesung der Pin zur Regulirung der Baumwoll : Mühlen (der ment Orenburg steinarcige'Körner, die von brauner NUWMÖUUS von Kindern zu "dieser Arbeit) an, welche Farbe waren.

Neulich regnete es zu Sterlitamask im Gouverne-

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Am Sonnabend stürzte der Herzog v. York m'

die der Ungewfßheéc wegen der Katholtschen Bill „und»

Spanien. Die Etoile meldet aus Madrßd. vom 0 Mai, daß der König und die Königl. Famtlte sci) oéb i" Aranjuez befinden. -- Ein König!. Dekret vom

brden Karls lll. _und der Jsabella Catholica, welche ichkx nach den dessallstgen fruhexen Bestrmmyngen, vo_r en comyetenren Behörden und ux der'f'estgejeßtcn Zett re Reinigung bewirkt haben, außer Gultcgkett. . . -- Die Regierung hat von dem General-Capttame er Philippinjjchcn Insel:) Depeschxt) vom 4. S'epchr. „Z. erhalten, worin derjelbe den Eingang des .Kömgl.

dessen act) beeilt habe, die Cortes Constitution bis Medis lesztex Spuren zu vertilqen; diYWtederlxerßel- ng der unum1'cl)ränkten_ ONacbt des legmcchn Kön_:g5 j auf allen Philippini1chen Inseln n1rcchubel aufg?“ ommm worden.

Inland.

Aachen, 21. Mai. Schon seit ei-nigen Tagen achre fick) die Ankunft vieler Fremden ber uns bemerk- “ck; ganz vorzüglich fiel aber gestern der Zqfiuß „derer xs Auge, die herbeikamen, wir uns da!; gryßz: NÖ:»eder- heinisckpe Mufik-Fsst zu feiern, 1vclches m dtejcm «zahre am ersten "Male in unserer Stadt begangen werden koi!

Breslau. Die Einwohnex des Gehraudcben Kret- es haben sick) Ourcl) öffentliche Baxyrzpfiqnzungen aus- -ezeicl)net. So isi. von dem Dommto Cor1radsrv916au nd der Gemeinde Zästers'heim die Landstraße ZZLJ'WW eiden-Ortscdaften äußerst sorgfältig undjregelmäßtg mtc irschbäumen, von den Dominica WoLdtxeg und Ray- hen die Straße nach Bojanowo und Schuttlau, “mon uten Sorten von Obstbäumen, von dem Domxmko '.leimvierse-yikz der Weg nach deen in gérader Lcnxe 'ezogen und in Ermangelmxg von Obstbaumen “mcc apveln hesch wordcy.

pril sabricirt: in der Stadt Czarnikau 36 Stück T_ucho nd 10 Stück Boys; in der Stadt Ftlewne 32 uyd 1 Schönkmke 1967 Stück Tuche, wclche thctls ach Berlin, theils nach Brandenburg atbgexsßc mér- eu. Für deuPreis von 7 Rcdlr. ])1'0 Stuck a 15 Psd. nd im »))?onac April, zum Theil geköperr, nach Ver- "n 500 und" nach Landsbech; a. d. W. 200 Stück Tuche b e'e“t 3200 Stück nachLeipzig gcgangen. . . g'DSer, Centner ordinairer Latrdwolle_i| tm Czarm- auer Kreise seit 6 Wochen von 28 anke 4.0 Rthlr; ge- fegen. Ein großer Theil der no_ch vorrathtq gewejenen ::olle is? schon zu diesen Preijen durch Spekulanten ufgekauft. . . . - Von den in der Stadt Radolm fabrrctrtcn TU_clwn nd 60 Stück nach Schönlanke uno 30WStüchenach Czar- ikau, zu den- Preisen von 5 Rtl)lr.15_S_gr. bas 6 Rry_lr. gesetzt worden. - Jux Chodztejen warden i'm Monat April gefertigt 443 Stmk Tuche und 36 Stuck oye. Davon wurden verkauft zu 7 Rehlr. 10 S_gr. as Stück, 100 Stück, und gegen Wolle vcrrauwtzt 0Stück Tuche. Von den Boyen aber wurden zu very reise von 2 Sgr. 6 Pf. WSET? verkauft 20 Stück, 11 9 olle vertan chr 1 c! . déKLgöeFUIL In der lysßten Hälfte des Monats März ar die Schtffsahrc Weir lebhafter", _ als m der esrsken xälfte des Monats April, im Ganzen, aber Mittel- a : . - , “HFM beladenen Fahrzeugen kamen an: zu Berg 43, Thal 290, überhaupt 333 und fuhren ab: zu Berg 20, zu Thal 116, Überhaupt 236. . In der Betriebsamkeit der_Baumwollen- undjSec- nweberejen ist durch das Stetgep der Urßoffe bet .dem angel an Absasz der Fabrikate eme merkl'tche Stockung

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Mai erklärt die Tercl aller derjenigen Ritter der“

ckrets vom 25. Duc. 1823 melder, und daß er in *

Bromberg. Es wurden im Laufe des Nkonacs

eingetreten. Dagegen ist die Fabrikation der wyMnen Tücher zu Mülheim, Altenberg und Euskirchen m blü- lendem ZU ande. - '

, LéeveÜwerda, 16. Mai. Zu dem, am “12.d.M. abgehaltenen ersten diesjährigen Wollmarkr yiejelhskF'nd 734 Ceutnerxemschücige und 76Z Cencner zwenzhurtge Schrdffwolle eingegangen; dayou wurden-verkau1c: 694x Cencuer einschürtge und 68;- Cencmr zweijcbüriLe Wolle. Der Preis der cmschürigen war 51 Thlr. 20 Sgr. für den Centner, nnd der Przis der zweistharigcn 45 Thlr. 12 S r. 6 “e. “ür den senmer. _ -

).??egnizkx.s 'Die Leinweber finden sichern Absalz ihrer Fabrikate und die Bleichen find [rark delcgr_.

Die Glas-Fabrlkation geht lebhasc und bejxondelrs erfreuen ":ck die Gebtrgs Glas-Hücccn an der Böhm:- schen Grenze, deren Waasen in den lefzcencJahren auf- fallend besser geworden smd und in der Guxe 0911211 der Böhmischen Hütten slch nähern, einesledx)ßsxctbejal§es.

Die Oder-Scyifffayrc txk in voller Tyangketr.

Oppexn. Cijen- und Zink-Hüccen werden leb- haft betrieben, auch die Preise des letztern haben sei) gehoben, und die Bestellungen darauf dauern fort. .

Bci dem am 17. Apr:! zu Konty, Oppelner Kret- ses, in der Mittagsstunde ausgebroctxenxn Brand? durch welchen fast bmuen einer Stunde L:)«landltchexL.-eskzu1.1- gen eingeaxckxrc wurdcn, zeichnete xtch_ckcr Sé)uUet)rxr Pogrzendm ans Przywor, sehr verdxcnjclcch aux), mdem er dre; Kinder mit eigener Lebensgesayr dcm Jiammem cods entrixz.-

Posen. Der im verflossenetx Jahre bezzonnene Handel mit Blutigeln, welcher bejonoers “den armerxn Bolksklasscn Erwerb zuführc, fängt an, _stct) :xygemet-n auszUbretcen. Viele Hunderte vo_u ONenxcycn nnd nnr dcm Einfangen dec Bmctgel beschßfctgc, wovon 6as Tausend mtc 2 Thlr. 6:6 2 Thlr. 15 Sgr. .bczahlc ward.

Spremberg, 18. Nkai. _An dem ]ekzceabgehal- tenen Frühlmgs- Wollmarkc ylejxldsk wurden uberhaqpt 445 Nr. 45;- Pfd. Wolle vexxvogcrt Und zwar kam m? 2111gemeinen uur »))Tncel- und ordinaire Wolle za *))?arkta, emscht'mge war nichc vort)and_en. Dae exlangren Ver- kaufspretje waren: 65 Thlr. tür das“?)ktcccljorte 1111) 35-55 Tylr. für die ordinaire. Die gesordexce-t Prem: waren jedoch meist höher und mehrere Lanowsrthe zogen es vor, iyre WoUvorräth: wieder mir nach Hquje zu nehmen, als 1olche für die vorangegebencn Pretxe “los- zuschlagen; weshalb auch an diejem *Markce wemger als sonjt verkauxc worden ist.

Bortheile der Bildung des Gewerbscandes.“ Der verdiente Dupjn sagt in der Rede zur Etnies- tuug seiner voxßhrigen Vorlesungen Über Gewerbkuude, unter andern: . ' Man hört die Producencen oft klagen, daß dte g.s- sekzliche Macht die Erzeugnisse des Lluslandxé nacht vyr- biete oder hoch genug besteuere, um ihren Cmgxaxrg und Vcrbraack) zu verhindern. Man “radelt dcn Umhtfixm der Verbraucher, welche das fremde OJTamzfakx vorzre- yen. thcn die Regisrungcn, haben dze LVUUZMSUU'U unrecht? Nein! Das einzige P?icxtel dae Bemuhunget! der Auslänser zu vereiteln, die Concrebgnde abzuyal: ten, und die Concurrenz zu ertrakgcn, bestehec dann. besser zu arbeiten als die Auslandxr. . Gejchiebc dies, so hören alle Y:;jprkkcsxe an d_t_e Ye- selzgebende Macht auf, welche fiscalcjch Gem» [)eULÉZM, wodurch man em Ucbergewichc im Ha,:tdel Über day u_s- länder zu erlangen meint, die aber tmt):er_11:1zxxlatt_xxltcl) bleiben. Wirksamer zu Erreichung OicseHZtelMst dtewtssen- schaftliche AUHÖUÖUUI der Getperhtretdendetx. 'HMZZM Tage können sich die Künste m uhren unzghlegxu" er- zwejgungen nicyc vervollkommnen, wem: Ne prakttjehen