1825 / 171 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung, Tue, 26 Jul 1825 18:00:01 GMT) scan diff

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den Peruanischen; den Real del Monte; den Tlalpu: den für Eisen in Wales; die Brittische Gas- Erleuchtung und zehn andere, auch die- Zmperial-Gas- Erleuchtung auf dem Continent; die allgemeineDampf- Schifffahrt (und mehr andre); die Londoner Akademie; lJie Zrissxhen Provinz-Banken; die Tropische freie Ar- eic u. . 11).

Man erinnert sich, heißt es in öffentlichen Blättern, noch der vielfachen Erörterungen, die bei Gelegenheit des berüchtigten Continentalsystems stattfanden, und wie s1ch Bonaparte, bei Einführung und Aufrechthal- tung desselben, auf den 17.1111d 18. Artikel des bei Ge- legenheit des Utrechter Friedens 1713 zuStande gekom- menen Handels; und Schifffahrts-Vorcrages berief. Nach denselben sollte es bekanntlich Großbrietanisclzen und Französischen Unterthane-n freistehen, nach den Hä- fen zu schiffen, die mit dem einen oder andern Theil in Krieg begriffen 1vären,-u11d nicht nur aus feindlichen Häfen nach einem neurralen, sondern auch aus einem friedlichen Plalz nach einem feindlichen. Diese Freiheit der Schiffe erstreckte fick) anch auf die am Bord dersel- ben befi11dliche11ONe11sche11, wenn fie nicht Soldaten wa- ren, und auf alle Waaren, die fie führten, 1ve1111s1e auch dem Feinde gehörcen, mit Ausnahme der Contre- bande. Wie aber Bonaparte, als Gewalthabcr Europa's, “sich an kein Gesetz und Recht band, so ließen die Eng- "länder ihn ihrerseits auf Tractate verweisen, so viel er wollte, und chaten dabei auf dem Element, wo fie das Scepter führtcn, was ihnen beliebte, hielten an, vis» 1t11te11 nnd conscseércen tmc!) Gefallen. Das Drückcnde des einen Verfahrens ist so einleuchtend, als das des “andern. Andre Seemächte haben dies sehr wohl gefühl) und steh zu verschiedenen Zeiten, auf verschiedene Weije Über 93211aßregelt1 zu verständigengesuch uud verßanden, welcbe dissen Uebeln abhelfeu könnten, der gewünschte 'steck ward aber nie vollständig erreichc. Die bekann- ten Fragen: Macht frei Schiff, frei Gut oder nicht? OJTacht unfrei Schiff 1111frei Gut odyr nicht? Wie weit

erstreckt fick) das Visitationsrechc der kriegsührenden O)?ächte

wonn siemic undwetm sie ohne ist Kriegscontrcbande 3111“ See s1chdie Befug-

gegen neutrale Schiffe, Convoy segeln? Was und wozu berechti-gcse? wie weit crskeckr “nix? zu Blockade-Erklärungen? Dürfen die Neutralen Handel mit den Colonien dev kriegfübrenden *Mächte' treiben oder night? wurden immer Und immer erhoben umd practisck) 11ichc gelößc, wie_ es dem Rschc, sondern wie es dem Interesse zusagte. Am eifrigsten 1111d con- sequentesten haben" stcl) die Vereinigten Staaten von Nord-America bestrebt, den Grundsakz: Frei Schiff frei Gut, zu einem stehenden Gescch des neuern Seerechcs zu erheben und jede E111mtschu11g der einen Seemachc in die Verhältnisse der andcrn zu verhindern. Sie ha,- ben davon in der neusten *Z-eik zwei höchstwichtige Be- weise gegeben, einmal, indem ste dem bereits von Eng- land unterzcichnetcn Tractat wegen des Sclavonhandels, des darin skipUlirten Vésic.1tiot1srecl)ts halber, dis Sam'- tion versagten, und zweitens in ihren neustenTractaton mit den Säd-Americaniscben Staaten„ worin der mehr- érwähnce Grundsatz, ausführlich sripulért ist. Der wich- tixze Artikel,“ in welchem es in dem Tractate mic Co- lumbieu geschehen, lautet wie folgt:“ . §. 12. Die Bürger der Vsreinigten Staaten von America und der Republik Columbien sollen gcseszléch 'mit ihren Schiffen, die darin gelaöenen Waaren mögen zug'chö'ren, wem fie wollen, in jeder ?Weise frei und scher von "jedem Hafen nach den Pläßcn der NTächte, die je'kzt oder künftig mit einer der h::iden contrahiren- denxPartbeien 111Feindschafc leben, fahren dürfen. Auch sollen vorbesagte Bürger *mit den erwähnten Schiffen und Waaren gesetzlich aus den _Plékzen, äfen :c. derer, die rnitbciden oder einer von beiden Part eien in Feind-

einen Widerstand oder eine Störung irgend einer . zu erfahren, oben'erwähnt, “graden Weges von des 111111) neutralen Pläszen, sondern Platze, der einem Feinde gehört„ 11ach,eincm und:"

Handel- treiben dürfen, 11icht nur,. den “Häfen des F: auch von 21

der einem Feinde gehört, fie mögen unter der Herrsch einer WLachc oder unter mehrern Mächten frech. isk hierdurch festgesetzt, daß frei Schiff frei GM mm und Alles als frei und eximirc angesehen werden Zs was stch am „Bord der Schiffs,“ die Eigenthum derB ger "einer der contrahirenden Partheien smd, befi11* wenn auch die Ladung ganz oder zum Theil den F den einer derselben zugehören sollte, ;métseter Ausn me der Contrevandegüter. Gleichermaßen ,isc ausgema 'das; dieselbe “Freiheit auch auf die Personen ausgehe werden soll, die finden, solchergestalc, daß,. wenn se. auch Feinde bci Partheien oder einer von beiden smd, fie nicht von- sem freien Schiffe genommen werden dürfen, es„1'_ej dc daß es Offiziere oder Soldaten snd und se sci) 111 [ich 111 Feindes Diensten befinden. „„Es versteht sich a und wird hiermit aUSgemacl)t, daß die in diesem A- kel enthaltenen Stipulationen, worin erklärt wixd, die Flagge das Eigenchum decken soll, nur auf Mächte Anwendung finden, welche dies Prinzip c1 kennen; sollte sich eine der beiden contrahirenden ' theien mir einer dritten im Kriege befinden und andre neutral seyn, so soll die Flagge der neutralen Cigenthum dcr Feinde, deren Regierung diesen Gr salz anerkennen, decken, aber kemor andevn.

13. Gleichermaaßen ift ausgemacht, daß, im die neutrale Flagge einer der contrahircnden Part!) das Eigenthum- der Feinde der andern, obiger Sti lation zufolge, deckt, es stets so zuhalten ist, daß 11 trales Eigenthum, am Bord eines solchen feindld Schiffs gefunden, als Feindes Eigettclwm angese und geachtet werden und als solches dem "Anhalten * der Confiscation unterliegen soll, mit Ausnahme Güter, die man an Bord eines solchen Schiffs brach bevor der Krieg erklärt wurde, oder die später.“ gelangten, ;;ohne daß man Kenntniß 'von der EKM

em, daß, nach Verlauf von 2 Monaten, ihre nicht mehr sollen U11wissenheicvorschüßcn können. W dagegen die neutrale Flagge Feindes Eigenthum n schükzr, so sollen in diesem Falle die Güter und ren derNeutraleu, die fick) am Bord eines solchen fe lichen Schiffs befänden, frei seyn. _ Dann folgen einige Ausnahmen in Betreff der ter, die Kriegscontrebande snd. Auch find Vorschm wegen Durchsuchung der Schiffe in Kriegszeiteng ben; doch ist ausZemackx-c, daß diese StipUlationen blos aufSchiffe beziehen sollen, die ohne Convoy se “und daß, „„wenn besagte Schiffe fich unter Convo finden, die mündliche Erklärung des Commandem Convoy, auf sein Cyrenwort; das; die unter !" Schuß befindlichen Schiffe derNacion zugehdren, - Flagge er führt, und, im Fall s1e nach einem feind!“ Hafen besximm: sind, daß so keine Contrebande Bord haben, hinreichend seyn soll.“ Auch die folgenden Festscßungen wöhnliches. * Wenn eine der contrahirendenPartheieu mit “ei andern Staate im Kriege lebt, so soll kein Bürger andern conrrahirenden Parthei ein Commando oder nen Kaperbrief annehmen, um besagtem Feinde zu fen oder mit ihm gemeinschaftlick) feindselig-gegen auf diese Weise im Kriege befi11dliche Parthei zu fahren, bei Strafe als Seeräuber behandelt zu wer Wenn die beiden contr'ahirenden Partheien mit

17111) etwas U

schaft leben, fahren und eben so frei und scher, ohne“

kommen,. daß den an der Küste und in den gegen

stcl) am Bord eines_freie1_1_Sché.ffes ,:

hatte; doch kommen die contrahirenden PartheicnU“ .Nhr ins Narrenhaus als 1116 Zuchthgus zu kommen.

W . *uen Schlachthaufe zu schlachten.

ander 111 Krieg gerathen sollten, so ßnd- fie überei

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," Häfen wohnhaftxtt Kaufleuten eine Frist von 6 Mo- ateu und denen, dre tm Innern slch aufhalten, eine

risk von cinemJahre gestattet sein soll, um ihre Ge- chäfte in Ordnung und ihr's Effekten dahin zu bringen o sie wollen. jgcnthums wird ebenfalls'verbürgr.

Hannover, 22. Juli.

“djutanten tm Generalstabs ernannt. _

_11terskül3ung die Hülfsbedürftigen stets gewiß sein kön- xn, haben auf dre NZck)richt von mehreren neuerdings att gehabten Feuersbrunsten, sofort eine Summe von 00 Rthlr. für dieAbgebraunteu Übersenden

Rom, 7.31111. DiexAnwesenheic des Erzbischöfs on Parts„ und der Zweck seiner Reise nach Rom be- .äfttgen_h1er die Neugierde des Publikums. Seine _esundhert ist vollkommen gut. Er besuchcauch während er großen Hitze die Merkwürdigkeiten der Stadt, und immt alZe Einkadunggnzufeierliche11D1'11ersa11. Monsignor ala, „emer der römischen Prälaren, dem Pius WL. häu- * Negocéacionen über Konkordacen mic auswärtigen nächten anvertraute, begleitet oft den Erzbischof von *.arts. Sollte Letzterer jedoch Geschäfte verhandeln, so *mt'nc dem Anscheine nach der französtsche Botschafter entg Thecl daran, denn er ift-seéc mehreren Tagen “ch Albano aufs Land gegangen. Der Erzbischof hat me Wohnung i111-*Wirkhshause verlajsen, um das .Ge- *ude der Appyllmara, das Seminarium des römischen erus, zu dezrehn.“ Der Pabst übt dergestalt, als Bi .)of von Ronz, dre Gastfreundschaft gegen den Erzdi- .)of von Paras. -- Zu Ferrara smd Unordnungen der -t11det1tetz der Chirurgie „vorgefallen. Sie wollten häcltchketten gegen den Rektor der Universtcät ver- *e11, .der, wix _se, meinten, sie bei Anstheilung gewisser ram1e11 beleedtgt hatte. Mehrere derselben sind ver- aftec 1111d nach Cento geschickt worden. - ONan weis; „„PubUkum immer noch nichcs Genaueres über die zu 1111 verhaftequn jungen Leute, und ob fie in der That 11.11.1er p'olitzjchen Sekte gehört haben oder nicht. Der ** soll wetsl1ch geäußert-habcn," fie verdienten eben

„Die Fleischer zu Rom suchen alle lickeVoxwände f, um s1ch der Verbindlichkeit zu enchchzn, in dem _ _ . _ Der wahre Grunb r1r_Abnetgu11g ltegc darm, daß das Schlachtvieh jetzt per Schau unterworfen ist, während fie früher [1111 ck wteder das Fleisch kranker Thiere verkauften. Schon cr Ochsen snd als krank erkannt, und das Fleisch in n Fluß" geworfen worden. Neulich versammelten sich eMezger tumulatuarisch, und weigerten steh sämmt- ** zu ,]chlachten; aber nachdem man mehrere der Rä- lsführer auf ein Paar Stur1den"eingesperrt hatte, )rten sie bald zur Vernunft und Pficcht zurück. - Pen wesentlichen Verbesserungender Landscraßen des m_tschen Gebietes gehört die Wiederherstelltmg der gro- 11 Herrskraße zwischen Rom" und Neapel, Über Val- o11to11e, Frostnone, Ceprano und Capua, die bereits cht blos wieder überall fahrbar, sondern auch beqUem macxhc 'wordet) ift. Déew Straße ist nicht allein um * Mignon “kürzer als .der Postweg durch die Poncinj, en Sümpfe, sondern man vermeidet auch im Som- *r d1e schädliche Luft, die in jenen Sümpfen herrscht.

Madrid/7. Juli. Der Rat von Ka “filicn

ie ein Privatschreiben im Zoarxal des D!ebats 1212? ?, in Uebereinstimmung mit dem Gutachten seiner skalcenk, fich nun auch für die Wiedereinführung der 1qu1s1t1on in einem Berichte an den König erklärt, daß nur noch een: etwanige Opposition von Seiten

Persönliche Freiheit und Sicherheit des

_ Se. Majestät ,der Köni aben hen Oberstlieurenant v. Reizenftein zum Flügel? Sr. Königl. „[»-it der Herzog von Cambridge, dessen großmüthige

des M111iskerraths das Aufleben dicses Tribunals verhü- ten kann. H1". Jraonaverro, der politisch rein erklärt, und vor m_emg Tagen„11ach Madrid berufen worden war, um wre man glau_bce, wieder Mitglied des Sxaatss raths zu werden, hat so eben den Befehl erhalten, di: Haaptstadr zu “verlassen, und sich künftig in einer Enc- fernnng von 19 Stunden vom Hofe zu halten. Dag:- gen hat der (YenerakLaserna, der in Folge des 11111131 erhalteycn Befehls schon auf dem Wege 11ach Toledo war, d1e Exlaubniß erhalten, in Madrid zu bleiben.

_Dce Feqanznoel) nimmt täglich zu; bis jsßc '.)ac wemgsrens dte königl. Garde ihren Sold regelmäßig bc-- ko111_men. Im Monat Juni hat es jedoä) nur theil- wetje gescheye11 können. Die Justiz; und Admimi'scra- ttonsbeamten sollen sogar ihre Besoldung 11111“ für die O)2011ate Janu-ar und Februar erhalten haben.

Mat) spr1chc noch immer von einer Anleihe, für deren W10de1bezahlung fiel) die Geißlichkeic verbürgt ha- de_n soll. ,Die dafür eingehenden Gelder sollen jedoch, wre es „h_etßr, ]ediglich für die große zur Wiederervbe- rung umerer Colonicn bestimmte Unternehmung ver- wendet werden.

Hr. „Calamarde, dessen Abseßung “man schon lange TkxnglItxkd'tgc'l)ai'ktce/ 6533leth noch immer seine Stelle _«zu 1zm111i er. Kan “a t inde Da" e' " Abjchied nehmen wird. ' g ß", V T NUM

?an versichert, daß die Garnison der Hauptstadt nach der Abreise des Hofes durch die in der Umgegend kantonpirenden Corps der königl. Garde verstärkt wer- den Wird, und daß nur zwei Schweißer ; Cojnpagnicen den Hof nach dem Escurial begleiten werden. MOM": Personen vermuthen, daß der Z1veck hiervon ist, die gegen die königl. Freiwiüigen beabsichtigten Maaßregcln auszuführen. - ' '

, „Buenos-Aires, 4. Mai. Die hiefige Zeitung Argos, enthält (wie 111 ber Staats-Zeicung gestern ge- meldet .worden) die Nachrichr von der Niederlage Ola- 11sc_a's tn Ober-Peru. In Folge dieses Ereigniffss "er- [M; der. Viccstatchalcer von Salta (eine handeltrcichde Otadc em nxördlichen Theil von Baenos-Aires nahe an Der peruanichen Grenze) folgende Bc€111111111111chung: Der Ober-General der Division 111 Peru (Arenales) *ztebc mir durch eine D*:pesche vom 2. d. M. aus sei- nem ngptquartiev zu Laquiaca folgende Nachricht: „Da dte beglückende Nachricht von dem dnrch de'n Obersten _?)Tcdina Celi zu Tumusla erlangten Sieg? dnrch verkehisdne Berichte bestätigt ward, nnd hiedarch und dn'rch den" Tod des Geneyalö D. Psdro Ant. Ola- 11eta dre gäazliche Frxiheér Peru's gesécyerc ist, indem ]ejkzc nux noch der Oberst" D. Jose Maria Valdez und d1e wezngen Truppen untep ihm Übrig bleiben, so isl d1e Zett zu der freudemvollen Erkläruxxg gekommen, das; das and frei und das Werk der Unadyängtgkeic voll- e11d_ec_,1sk_; insonderßeit wann, nachdem verficherc wird, daß General A. J. de Sucre, der das vereinigte Bc- fremongslycr von Perg befehligt, Potosi besetzt “har, die baldtge_ Uebergabo ode1*Z»:r[“c1'eUU11g der schwachen'Machc des bejagtcn Valdez 1111111 bezweifelt werden kann. Da nun durch Vorcilgunq der Tyrannen die Gründe weg- fallen., welche das Verbot des Handels mit Kriegsbe- dürf111ssen und das Durchreisen von Bürgérn dieser Provenz nach Peru veranlaßt hatten, so können Ew. Excelle-nz das Aufhöret1.dieses Verbots und völlig: Handels- und Transco-Freéheic nach Peru vcrküudégen.“ In Folge dieser angenehmen und wichtigen Anzeige, und da die Befreiung der Provinzen Peru's und der Untergang ihrer Uncerdrücker die Ursachen aufgehoben haben, welche die hiesige Regierung zu dem Verbot des * Handels mit Mauleselu und Vieh aller Art sowohl als ' mtc Kriegsbedürfniffen u.s.w. zwischen den Einwohnern

dieses Landes und der besagten Provinzen veranlaßcen,