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fällen ist bis jetzt nichts hier bekanyt. Nach„einem uns zugekommsncn kurzem Auszuge emes neuern Blattejs jener Zeitung sollte am 5. Juli bei einem Orte der Tr:- corfa genannt wird (und der fich auf k'emer uuserex Chatten findet) ein hartnäcksges Gefecht mzt Colocotrom Statt gefunden haben. Da die zu Navarm unter Hus- seinBey anstand geseßtenVerstärkungen, fich vor dem 7. oder 8. Juli nicht auf den Marsch „begcädetdhgtcxn, folglich nicht vor der MFM des „Jule bes Trtdolxßa em- getroffen seyn konnten, jo isi „es xncht wajhr1chemltch, daß Ibrahim Pascha stch früher m trgeyd eme neue Opjera- tion eingelassen haben sollte. _Dte nächsten Verkehre müssen uns hierüber nähern Auf]ch]uß geben.“ 0 .
Auszug eines Berichts, ay]; Corsa vom 21. “zu!: (ebenfalls aus dem Oesterretchncheu Beobachter): „Zn dem“'2lugenblick der Abfahrt des Packetbootes erhalte
*ich, aus einer Quelle, deren Glaubwürdigkeit sach mir
' ' ern Gelegenheiten Zofc erwiesexx hat. die Nach.- ?;thfulzaß am 16. d. M. Rcschid Pajchez emen Sturm auf Messokongbi unternommen habe; dax; am folgenden Tage die Belagerten einen 24stündtgey Waffetzftcllstand verlangt und erhalten hatten; und daß man dceGUcbex- gabe des Plaßes am 20. oder 21.erwarc§te. -- „za wxe fern diese Nachricht gegründet tft, mut; stch in wemg
Tagen ergeben.“
Inland.
rlin 21. Angusk. Der dem Staate und dem VateFaende zäm höchsten Bedauern,“ in der Blüthe dds ORannes-Alrers, plökx-lick) durch emen Schlagfiuß m Landeck, in der Nacht vom 10. zum 11. d. M., ' ent- rissen: wirkliche Gehe_etne Staats; Mtntster Graf Ludwig Friedmch Yrctorx Hans von Bülow, ward am 14, Jul; 17/4 zz! Cssenrode, detp StammgUte seines Vatcrs, dé ONaxoxs und uachmalc- gen Lünchurgsclxn Land.- und Schalz-IYTHÉ “UT) Land; schafts:Direktors, welclichen Abts dcs Fxloscxrs S_r. M;- chaelis zu Lüneburg und Ntxter-Akadcmtie-Dtrektor's Friedrich Ernst von Bülow, m dessen JWSUL' Ehe unc Eleonore Luise Margarethe von „Behr auf zorsce uzrd Osterode geboren, und genoß seme- erste» Erztehung :xn „Hause seiner würdigen Eltern. VYWIJÖW 1788 du! 1790 besuchte er die Ritteracadenxte m U'mebuorg. und dann die Universität Göttingen, das er, nach vterj'ährt- gem wohlgenükztcn Aufenchalce und zum Stadtsdtcnste tüchtig vorbereitet, verließ und unter der Lettuyg. des Schwestersthues seines Vaters, des dem l_PFEUUUÄ)M1 Staate nüvergeßlichen SraadszKanzlers Jurskcq _von F)ardeuberg,'welcher damals drrtgrrejyeroStaacsmmtster der fränkischen Fürfiemhümex war, M1 «zahxe 1794 als Auscmtacor _und dann als _Jxeferendarms bet dem Kam; mer-Collegium in Bayreuth" angestellt wurde,. auch“ zu- gleich Zutritt zu der Kämmerer Anspcch) exheelc, „und bei beiden Collegien in allen ?fdnntnßratxxnszweegen, besonders in Steuersachen arbettece, tm «zahre 1796 bei der Bayreuther Kan1n1_er zum Yffeffor erhkoben zmd im Jahre 1801 nach Berlm zum Ecueral-Dtrekcortum a'ls“Kriegs“ und Domainen-Rath derufett wgrde. . - Hier, dem schon früher. nach Bernt; ver1elzten Me-
-njßer von Hardenberg unmittelbar Untergeordnet, ver-
“a er 04: Geschäfte für das magdeburgzhalberftädtsche Zdßparcet'nenr, arbeitete auch tm fränkeschen Utzd lm Berg-Deparrement. und als vortragender Nach 111 den
' apüer Angelegenheiten. . _ . NSUYM ßJahre 1804 wählte er zu sexner würdtgen Le-
Zahren verstorbenen, vielseitig, gebildeten und als «; schäftsmann geschätzten Geheimen Justizratht Schmuck
und erhielt kurz darauf in seinem neun MW dwanzi . “ r e U ß i s ck c S t
Jahre die Stelle eines Präßdenten der. Krieges- Nach dem Tilsiter Frieden trat er, mir Genet)
Domainen-Kammer in Magdeburg. gung des Königs, in die Dienste des neu errichte
Allgel
meine
aats “SZÉiÖUg.
Westphälischen Reiches als Staatsrath, erhieic 1:1 das Portefeuille in der Finanzseccion des Staats“ und wurde in demselben Jahre wirklicher Minister Finanzen, des Handels und“? Schaßes, auch Großkr der Ehrenlegion. .
Nach der Vernichtung dieses Rexel)“;- bcstellten '
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des Königs von Preußen Majeßäc im Jahre 1813 Ihrem Finanzminister und".ertdeilten ihm den rot Axlerorden erster Klasse, 'héernächst aber die Gras w rde. “* _ “ . , * „ . „ .
Im Jahre 1817 nahm. der Graf von Bül- seine Entlassung als Finanz-OJZinister, und es wu ihm unter den ehrenvo'llsten Verhältnissen die Ver“ tung des Handels, Gewerbe und Bau-Wesens als besonderes Ministerium, „und der Vorsiß in der Fin sekcion des Staatsraths übertragen, wclche erstere je seit dem 1. Juli dieses Jahres mit dem Kdnz'gl. ' srexio des Innern vereinigt worden ist, nachdem Königs Majestät zu bestimmen geruht hatten, _ Grafen von Bülow die obere Leitung „der Pc Schlesien," mit Beibehaltung seiner Stelle im St ministerium zn Übergeben, bis dahin, daß ihm ein deres Ministerial-Departement.anvertraut werden kd
Eben beschäftigt, fich diesem Zwecke mit aller * eigenen Thätigkeit, von der grenzenlosesten Liebe (skiuem erhabenen Könige, zu meiden, - übereilt: ihn, .;od.
1. Amtliche Nachrichten. Kronik des Tages.
Bekanntmachu-ng.
Den Bestimmungen der Allerhöcbsten Kabinett;- dre voxn 13. Mai v. I. (Gesekzsammlung No. 867) jäß, !oll nunmehr die dritte halbjährége Verloosung
zum Tilgungsfonds einzuziehenden Staatsschuld- eine eintreten. Die Verloosung geschieht unter Lei- g und Aufsicht eines Mitgliedes der unterzeichneten upt-Verwaltung der Scaats-Schulden, so wie eines icgliedes des bieüqen Magistrats, in dem gewöhnli- n Lotreréc-Ziel)ungs-Lokale, Markgrafenstraße No. 47, ittwochs den 31. August d. J. Vormittags 9 Uhr. : an diesem Tage gezogenen Stadtschuldscheine wer- : muh ihren Littern, Nummern und Geldbeträgen W die öffentlichen Blätter zur Kenntniß des Publi- s gebrachc werden, die Auszahlung der haaren Va- „a derselben aber erfolgt im Monat „Januar 1826 zum knnwerth.
Berlin, den 16. August 1825.
Haupr-Verwaltung der Staats-Sckzulden.
„ez.) Rocher. von Schülze. Beeliß. Deeß.
Was er in seinen so vielfachen Amtsverhält' leistete, wie er mit dem hellen Blicke seines rastlos tvegcen und kräftigen Geistes in die verschiedenenZ der Verwaltung cindrang, wclche große Ideen er __ wirklichte, wie er das Gemeinnüßige vor allem.“ hob, der Gewerbthätigkeit, der Erleichterung des triebes in allen Provinzen der Monarchie ein Nx ben verlieh, liegt offenkundig vor dem AW * 5 e t. _
Was er als humaner Chef für seine Untergeb chat, „seine Liebenswürd-igkeic im Umgangs mit H“ und „Ntederen, seine Bereicwilligkeic dem Bebrüa beizustehn, sein Eifer, alles zu fördern, was demoge nen Wohl ersvricßlich sein konnte -- alle die!? " cines wahrhaft hochgebilden und liberalen Charas; werden fortlcben in dem Andenken derjenigen, die nahe und fern standen und 'die ihn" wirklich kannten.
Sein €Percy als Gatte“ und, Vater, als Fr und Beschützer der Seinigen, der kein Opfer |-„ um andern zu helfen und, _fern vom Egoiswus, * das Wahre und das Rechte-Überall geltend zu ma scredre, wird seinen spätesren Nachkommen im Gedä néß bleiben und sein Ehrendenkmal wird in ihren zen ruhen, .,
Abgereist. Se. Excellenz der General-Lieutenant, nspckteur der 1. Artillerie-Jnspekcion und Chef sämmt- “ chtern2'lrtil1erie-Handwerks-Kompagnieen, Braun, nach
t m.
Der Königl. Neapolitanische außerordentliche Ge- nbte zmd bevollmächtigte Minifter am hiesegen Hofe, ?arqms von Gagliacti, nach Florenz.
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von Rochow. “
ll. Zeitungs - Nachrichten.
Ausland.
„ Paris, 15. August. Der König hat an den Er:.- tsch?! von Parts folgenden Brief erlassen: Mein Herr kzblschoj vo_n Paris, beim Herannahen der Feier, _ ?Ich? dte Ktrche alljährlich zu Ehren “Maria's begeht, "1 WU: mrc Vertrauen der Frömmigkeit eingedenk ge-
Köuiglixcl): „S'chau""s-piele.
Montag, 22. August. Jm Schauspielhause: „- ' tüffy,“ oder: „Der Scheinheilige,“ L11ftspiel_iz1“3" theilungeu, nac!) ONoliere.“ Hierauf zum Erne!“ „Die Benjftz-Vorstemmg,“ Posse in 1 Akt U1ic9'_" zügcn, nach dem Franzößschen bearbeitet von Th. *?
bensgcfährrin die älteste Tochter des hier vor wenigen
Gedrucht'bei Fcist2: und Eisersdorff.
. -* esen, welche Unsere erhabene und sehr ' '
* gxehlte Vor a . Reducteur Ick tm vzranlaßt hat, Frankreich in alle Ewigkeit der quht- _ _ „ er Gocxes, "als dessen speciellen BOschÜßskiUx zu weihen.
Berlin, Dienstag, den 2Zsten August 1825.
Da dem a_lso ist und Wir wünschen, Uns nach so schö- nen Betsptelen zu richten und Unsere Regierung unter den Schuh der Königin des Himmels zu stellen, so erlajse :ck_ an Euch dieses Schreiben, um Euch zu sa- gen., es jet mem Wille, daß Ihr am Tage der Him- melsahrd der allerhecligen Jungfrau in Eurer Metro- polrcankcrche und den übrigen Kirchen Eurer Diözese von densKanzeln aus die Deklaration Ludwigs )(111. vom 10. Jebruar1683 verlesen lasset, und daß am näm- ltche11_Tage zur Scuyde, welche Euch der Großmeister Jud m'dessen Abwesenheit der Meister der Ceremonien Frankretchx nennm'wird, in der genannten Metropoli- caxrksrche eme Proeesson scart finde, welcher wir Uns veczuwohtzeu yornehmen. Ihr werdet nach dem Ge- brauch „dee Ctvil - und Militair ; Gerichts *Behörden dazu emladen. Da“ dieser Brief zu keinem andern Endzzyeckx erlassen ist, so bitte ich Gott, mein Herr Erzdrsthox, daß er Euch in Seiner herligen und wer- cven Obhut haben möge. Geschrieben zu St. Cloud, den 3. August 1825. Gez. Carl. Conn'afign. Dyonisms, Erzbcschof von Hernxopolik- In Verfolg dieses Schrei- bens hat der Erzbijchof von Paris ein Sendschreiben erlassen, um dxe Mitglieder seiner Diözese von dem Inhalte des kömglichen Schreibens und von der Be- deutung der bevorstehenden Feier in Kennrnéß zu saßen. . „V" den Asfisen des Departements derniedern Pyrenäen estem Mensch, desSacrilegiumsangeklagt, vor Gerichtgez stellxwordetr. Aus der Untersuchung ergab such, daß die heiltgen Gefäße und die getveihten Kerzen gestohlen, die Hoscten aber auf die Erde geworfen und mit Füßen getreten worden waren. Es konnte aber nicht e*rmittelc werden, wer den Diebstahl begangen hatte, denn es waren weder Zeugen vorhanden, noch hatte man irgend- wo geftohlne Sachen gefunden. Der Verdacht fiel auf einen herumwandernden Schuhflicker, der nach einer zehnjähriger: Abwesenheit fich zum erstenmale an dem Tage vor dem Diebstahle wieder hatte sehen lassen. Er wurde gefänglich eingezogen, läugnete dieTbak, gerieth aber in Widersprüche, als er sein Alibi darzustellen versuchte. Auch fanden sach bei ihm Zangen vor, die genau in die Spuren paßte", welche das Werkzeug, mit welchem die Kirchenfenster aufgebrochen worden, hinterlassen hatte. Ferner sagte eine Frau aus, ste habe ihn bei einem Stücke gelben Wachslicht arbeiten gesehen und die Fleche, welche es auf den Leuchter gemacht, stimmten nach dem Aussprache der Sachverständigen mit der Compostion der gestohlnen Kerzen überein. Diese drei Verdacht er- regenden Umstände schienen dk" Geschwornen hinrei- (hend, um das Schuldig auszusprechen; da indessen das Verbrechen noch vor dem neuesten Sacrilegiums- Gesekze begangen worden war, so wurde er nur auf 10 Jahr Strafarbeit, Ausstellung am Pranger und Brand- mark verurtheilt.