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mer-, auch Gartensrüchte „so erholt, daß sie die erfreu- Minden. Die Winterfelds Erndte ist in den Minden-
' : us [M auf eine gute Erndre gewädren.“ Der lcFbesiizenAstetsc überau gut und das Korn!" ders b_ereits zur Reise gelangt ist und mit deffenéEmWyrtt jciyqn vor- geaangen wird, soll in der Schockzahl mittelmäßig, an Körner-Ertrag aber desto beißt“ lohnen. 'Der Ertrag des Heucs, das größtentheils eiugeärndter ist, siehi dem des vorigen Jahres zwar nicht gleich, indessen ist es von v'orzüqlicher Güte, da es sehr trocken eingesammelt i|.-- Bromberg. . . bar im Ganzen und für das Sommergetrxide urid die Gartenfrüclzce vortbeilbaft. _Der haufige Regen in der ersten Hälfte des Monats ist-]edoch dcr Heuerudte narlx- theilig gewesen. -_ Jm Gnejener i_md Schubmer Kreije war in mehrerm Gegenden Hagel]chlag_,.wodurrh beson- ders bei Sokolnik, cxskgedachten Krcrres, dre LIN“ Erudte und im Zercwer Hau-lande, iclzxgedachren Krei * ses, das Sommergetreide total vernichtet wurdc. Der dj_esfäUige Schaden in andern Gegenden, au_ch rm Won.- growiner Kreise; ist minder bedeutend gewedeu.
. "UU. Sachsen. -- Magdeburg. Jm Anfange des Monats _war die Witterung abweclxjelud warm, kühl und rrgnigt. Weiterhin trat bestizndige und warme Witterung ein, welche bald in große Hiße ubergmg. Diese ließ gegen Ende des_*Monats nach_und es ward kühl und windig. Die große Hilze und «iii)gltcnde Trok kenheit wirkxen nachchrilig auf Feld - imd „Gartejnfiuchte und führten die bereits begonyene Erndce im Getrerdx, welches zum Theil die Norhrerfe erhielt,]rührr herbei, ais man erwartet hatte; „Im „Weißen wird die Erndte im Allgemeinén nur mittelmäßig ausfällen, besser jrrorl) im Roggen und in den Sdmmerfrüchten. Sokergrcbjig die Heuerndte war, so wemg ist wegen des zuruckacblte: benen Regens zu einer quren Griimmcrerndce Hoffnung vorhanden. Auch die Weidenrcviere _litcen bei der gro,- ßen Hiße. Sie gewährten dem VW fast. gar keine „Nahrung, indem die Grashalme grdßccntherls verdorrt "waren. -- Merseburg. Die Erndtc wurde durch die
trockene Witterung sehr beschleuriigt und ist zum Theil'
schon eingebraci't, auch die Gerste _und der Hafer sind fast überall reis; aber diese Frühreife wirkt m);: nach- tveilig auf die Güte dicker Frurhtar-ten. Es wrrd im Ganzen daher im Sommergetrerde em Ausfall befürcs), cet; im Wintergetrride abcr rechuet man auf eine gute Mittelerndte, die freilich die vorjährige nirgend errei- chen möchte. Den Futterkräutern, besonders dem Nach- wuchse des !Klees und Grummets ist die anhaltende Trockenheit besonders nachthéilig gewesen; auch auf da;. Obst- und die Gartengewächie hat die Dürre schädlich gewirkt und den an kleinen Gewässern liegenden OMA) l;:i mangelt es in mehreren Gegenden an hinreichendem Wasser. - - .
17111. Westphalen. -- , Münster. Dj: Witte- rung währeiid der erstrn Tage des Zulimonats war schr fruchtbar mic abwechjelndem Rigen 'vermaschcz' indeß 'nahm die Wärme von Tage zu Tage zu und erreichte vom 13. bis zum 20. eine in hiesiger Gegend ganz un- gewöhnliche Höhe. Dann traten _einige kühlere Tage ein. Gegen das Ende des Monats stellte sich die frü- here HUI»? Und Trockenheit wirdcr ein, wobei “an mehre. Yxen Orten, fühlbarcr “Mangel an Wasscr entstand, "Bei der anhalcenden Dürre versengren ganze Gras; „Köchen und die Gartrngewächse insbesor-dere fanden auf trockenem Boden gar kein Gedeihen mehr --.- Gewjner waren wenige; ein sehr starkes war am 10. Juli, wo der Blilz in hiesiger Stadt ein Gebäude traf, ohne ZU ZÜUÖW- AUch vom Hagelsck)lage wurden leider am 9, .:inige Gemeinden in den Kreisen Münsirr und Tecklen- burg heimgesucht und nicht unbedeucmd beschädigt, _
Die Witterung war sehr frucht;,
Ravenebergischen Kreisen mit Ende des Monats „Juli fast beendrgt und in den Paderboruschen wenigstens bc; gonuen gewesen. Die ungewdhrzliche Dürre wird eine [chr schnelle Folge aller Erndtegattungen bewirken. Der Roggeu-Ertrag wird im Ganzen doch nur mittelmäßig ausfaum und besonders dee Ausbeute an Stroh Weit ymrsr der vorjährigen'zurück bleiben. Dem Weizen ha: die leßte Dürre noch sehr geschadet, fast überall unter ver Mittelmäßigkeit sein. _ Die Som, merfrüchce sind noihreif geworden und ver'prechen sehr wenig. Gemüse und Garrenfrüchre haben uncer der
Dürre sehr gelxtteu, besonders Säwoten und Knollen- Die Kartoffeln sind in manchcn Gegenden Der im vorig n „ Monac-
«wächst. schon geradezu vertrocknet. noch so viel versprecycnde Buchwatz-xn dürfte gänziich misrarhcn. Um die Vishfritrerung steht es sclxlxchy. SÜW" beim Voryau war gegcn voriges Jahr ein Aus- fall von vielleicht 50 pCt. und auf Grammer ist fuß gar nicht zu rechnen. Der Klee ve.r-orrre nac!) d:m
ersten Schmtte auf vielen Fexrern undRÜbcn und
Spörgel konnten nicht zur rccbten Z it in den glühen- den ausgedörrtcn Boden gesäcc ]kackn- Das fuxter verspricht nur sehr geringe Ausbeute. AU: Wei- den smd verjerigt und unergiebig. Auch an Wasssn mangel hat das Vieh schr geltctru und unter denGän, sen ist dadurch sogar eine bedeutende SrrrbliÉk-ir ei gerissrn. -- Der geringe Betrag des Friichses und Han- fcs || fasi eine Mißerndte zu nennen und die Berri tu'ng des wenigengewonneneu Produkts wird nrcb dura; Waffermangel in den Rottekuylen erschwert. 'iückli cher Weise sind von der reichen ancbseyndte des-vor' Agen Jahres noch bedeurend'e „Bestände übrig. -- Stem obst und Aepfel swb m Menge vorhanden, - ander Obst ist sparmm. - “erusderg. Die Dürre dauert ein Monate Juli fort und hat bei immer steiqcnocr kast unerträglicher, Hitze eincn Gad crreici-t, dessen _die ältesten Leute nicht' erinnern. Der Waff:-rt1xang war so groß, daß die Brunn-n in manchcn Gegencc austi'cck-ieten und Bäche und Walist dmr verschwaudc Die meisten Wssserwerke standen still. Dcr frist vc- brannte Boden firmie din Griväcbsén nur späl'W “"Nahruug gcwähren;_ ein Theil derselbrn, insbesonrrr Kartossein und Gemüse smd verwclkr; das Limb an ren Bäurncn beginnt, sich zu färben und Wald Und Flöck gewähren emen traurigen 'Linbliik. Dix Rogrencrudte wird vcrnniivlici) nichr io reichhaltig ausfallen,- wie n vorigen Jahre; die Köiiier enthalten aber irbr rie! Nahrungrsrrff und es mag sein, daß die QuaUrc r.“! Ko.ns cen legang an cer O.Uantität in etwas vergü- tet. Die Aussicht auf die Hafererurte ist wenige günstig und eine Folge davon ein unverhäkmijkmäßige “Steig n der Hafcrprcisé, die in manchen Geqendrn de nen ces Roggens gleich kommen. Richi günstxger wu cer KartoffedErtrag in diesem Jahre ausfallen, Welck; in Foige r*cr anhattcnden Dürre .und “der verscngende Hich zum Theil crscerbcn und alle verwelkc smd.
. (Schluß folgt.)-
Kön'alicbe Schaus_vtel_-t. “. ' Freitaa, 2. September. Jm Schauwicllwuje: „41 schöne Mtilier-m,“ kom. Operin 2 Abthei!., Zusi“ von Paesiello. Vorher“. „Der Vatter aus Bremen„ oder: „Die drei Swalmeiscer,“ Spiel in Verjrn, ! 1 Auf ua vdn Tb. Körner. _ . _ Soiiiiabctid, 3, September. Jm Schauwrzlh§gke „st Faynjrmxeis Treue,“ dramatistrre;_alrprduwké Finekdote, m -)' Abri)eil., von Z. von Voß„ Hieran! „Tartüffe,“ Lustspiel m 5 Liniz., nach Moitere,
Gedruckt bei Feister und" Eisersdorff.
Rcdacteür J ob "-
sein Ertrag wird
REUbk
Allgemeine
Preußische Staats - Zeitung.
M20
5.
Berlin, Sonnabend, den Zten Sepkember 1825.
1. Amtliche „Nachrichten.
Kronik des Tagé-s.
Des Königs Majestät “haben den bisher bei der zugekommen waren,"rmtgecher1c.
Regierntstg in Erfurt angestellt gewesenen Regierungs- rari) Wrndhorn zuw Geheimen Finanzrath und Mit- gliedla im Finntrz-Mmistcrio allergnädigst zu ernennen geruzet. “ .
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Ztn Bezirk der König!. Regierung zu Aachen wurde der bisherige Vikar bei der Kapelle zu Rodr, Zojeph Murer, als Pfarrer für die katholi- sche Pfarrstelle zu Schönberg ernannt, und die erledigte katholische Pfarrstelle zu Mackenbach durch den bisheri- en Vikar bei der Kapelle Emmels, Ignatius Branß, wieder besetzt.
In Coblenz ist der bisherige evangelische Pfarr- "erwalter Wittmann zu Hilgcnroth, Kr. Altenkirchen, m wirklichen Pfarrer daselbst ernannt, und
zu Königsberg ist die erledigte Predigcrstellc in «r.:nrotc und Qiiittainen dem Kandidaten Elsner aus Krokow, und dem Sökmlamcs-Kandidaten Klupsz dic erledigte „dritte Oberlehrerscelle am Königl. Gymna- Nima zu Rastenburg verliehen worden.
. Abgersisk. Der Königl. Baiersche wirkliche Ge- h'eime Rail), außerordentliche Gesandte und bevollmäch- tigte Minister am Kaiserl. Russischen Hofe, Freiherr von Gieje, nach St. Petersburg.
. Dem heutigen Blatte dcr Allg. Pr. Staats-Zcicung :schas Verzeichniß der, im Dritten halbjäi)rigen Ver- l'oiungs-Terminc,é am 31. August d. J., gczoZenen, und um Januar 1826 baar auszuzahlenden Staats - Schuld- Scheine beigefügt.
11. Zeitungs - Nachrichten.
Ausland.
. Paris, 27. August. Vorgestern, am [),Ul. Ludwigs, wurde in der Kirche von St. Germain- lAuxerrois dis Lobrede des verstorbenen Königs Lud-
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von „Hermopolis und eine Deputation d'er Academie wohnten der Feier bei. .
. Gejixrri, sagt die Etoile," haben wir unsern Lesern die aus Spgnien erhaltenen Nachrichten, so wie sie uns Wir haben kein Com- mxnrar hinzugefügt, und uns enthalten, die rdörigren Gerüchte wrederzugeben, welche zu » mdrid im Umlauf waren, und welche die hiesigen Zeitungen näch Briefen vom 15. mirrhcrlen, die uns aber, da wir Nachrichten vom 20. haben, sehr wohl bekannt warm. *- C'ine Zeitung behauptet, daß in Sevilla 300 Personen ver- i)ai_cer worden sind; die Zahl derselben dürfte sich jedoch aus 12 beschränken. Em anderes'Blatt erzählt, Herr don Zea sei 24 Stunden lang ohne Portefeurüe gewe- z_en; eine erhabene Person habe mit dem Könige von i_cincr Abdankung g?spk0chrt1 u. s. w. (Man ist von die- 1enBtärccrn so oft getänschc worden, daß man recht gut weiß, was man davon zu halten hat, wenn man nach Wahrheit strebt. Uebrigens wird man Spaniens Lage besser beurtheilen, wenn man sich erinnert, mit welcher Leichtigkeit die Gemüther während der Jahre 1816 bis 1819 in Bewegung zu bringen waren. Man legte damals auf bis verbrecherische Unternehmungen von Didi» und Berron mehr Gewicht als sie es verdienten. Es war nichr schwer, Europa über unsere Laqe xu bé- unruhigen, und es geschah mit Emügkeir. Diese Be- trachtungen mögen auf Spanien Anwendung finden, und se werden zurUeberzeugung führen, daß natürlich _Spanien eine mehrjährige Ruhe brauchr, damit nach ]o großen Revolutionen die Ordnung vollständig herge- stellc_werden könne. Jm Gebiete der Politik dauert die Erschütterung der Gemächer noch lange, nachdem die Bewegung aufgehört hat, fort,
Aus Tanger find Nachrichten vom 6. Juli einge- laufen, wonach der Kaiser von Marocco über die em- pörten Stämme in der Nachbarschaft von Mequinez einen Sieg erfochten hat. Zum abschreckenden Beispiel hat der Kaiser mehrere 100 Rebellen-defe nach den vornehmsten Städten des Reichs geschickt. Eine „große Anzahl kaiserlicher TrUpHen stand im Begriff in Me- quinez einzurücken. *
Fünfprocentige Rente 102 Fr. 30 C. - 72 Fr. bis 71 Fr. 75 C.
London, 23. August. Am 20. d. fand zu Du- blin cine zahlreiche Versammlung des katholischen Ver- eins statt und es wurden viele neue Mitglieder, wor- unter fich mehrere ausgezeichnete Persone" befanden, aufgenommen. Nachdem mehrere Reden gehalten und darauf bezügliche Beschl0ffs gefaßt worden waren, kam
Dreiproc.
Tage das man dahin überein, den Verein bis zum ersten Sonn-
abend im November zu vertagen und einen Alisschuß von 31 Mitgliedern zu errichten, welcher über die In-
Wigs "“Y“/[U- vom Abbé“ Roi gehalten, der Erzbischof teressen der Katholiken während jener Vertagung wa-