1898 / 79 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger, Fri, 01 Apr 1898 18:00:01 GMT) scan diff

üi'de. Ich weiß nicht, was der Herr Abgeordnete mit dieser_ver- inisntsicben Tbatsachewdereu Richtigkeit er seinerseits nicht verbuxgen : will, die er nur als von anderer Seite mitgetheilt erwähnt, 9egenuber !der Verwaltung sagen will. Es ist möglich, daß diese Eintragung * "nachträglich für irgend einen Zweck geschehen ist, der mit der. Frwge, die uns hier beschäftigt, außer aller Beziekung sieht. Die Em- iragung kann später geschehen sein, und aus einer loyalen “und korrekten Veranlassung geschehen sein, sie deshalb später als auffällig hervorzuheben, würde dann aber ein Grund nicht vorgelegen haben. SoUte die Eintragung in inkorrekter Weise spater erfolgt sein, etwa, um ein unrichtiges Verhalten dss einen oder des anderen Beamten dadurch zu decken, so würde natürlich eine Ahndung geboten sein, und wenn ich in die Lage gekommen wäre„ den Sack)- verhalt feststellen zu können, so wäre es mir drrcb moglich geweseri, dem Hause zu erklären, daß den etwa betbetligtc-n Beamten die nötbige Zurechtweisung zu thcil geworden sei, wenn sie solche nickxt schon früher getroffen hätte. ,

Der Herr Abgeordnete bat die Frage aufgeworfkn, wrsbalb die Richtigstellung des Sachverhalts nicht früher erfolgt sei. Ich k'ann aucb darübkr keine Auskunft geben; aber 85 liegt nahe, daß zu einer soichen Berichtigung sine Vsranlaffung niclit gegeben war, so lange nicht der Fall, der Vorgekommen- ?e'm solite, bier oder im preußischen Abgeordnetenhause zur Spracbc gskommsn war. Es ist möglich, daß schon früher in der Prkffe aiif die Sache hingswiesen worden ist. Jede Preßäußersung kann aber zu einer Berichtigung nicht Anlaß gebsn; die Preußische Verwa1rung würde nicht gezögert haben, disse Berichtigung, wie sie der pranßtsrbe Iuftiz-Minister im Abgéorkncicnbaufk hat einjreten lassrn, frühcr em- treten zu lassen, wenn das gkboten grwsssn wäre. Ich glaudc, daß ails drr Thatsache, daß diese Bkrichiigung erst jsßt Erfolgt ist, irgsnd LM f'ur diE Verwaltung nachiheiliger Schluß nicht gezogen wrrdsn kann; ich habe aber doch das Bedürfniß, dicses dsm VirchrtrnHern Abgeordnetsn gegenüber ausdrücklich zu konstatieren. ' *

Drittens Zar Hsrr Or. Lisbcr Mitgetbeilt, daß die dsm .Oikrrn Erzbischof zu tixe-il gewordrxxc Rücifickytnalimc fich nicbt erstrrckt bade übZr die volle Dauer seinLrHaft, er sei später in schlechtere?" und den Riicksichten skiner Stelluns mich! Rechnung iragrndkn Räixmen imfer- gebrackyt worden. Auch dariibsr hätte ich sébr gkrn drrri Yaris? fichcre Mittheilungen gemaäpt; denn ich glaub? gar nicht zwchéi1€1n zu dürf-en, daß, wenn das richtig ist _ was ich Uach dcn Mittheilungrn des Herrn Abgeordneicn nichi bizweifle _, für die VrrWallimg 'iwmgende Rücksichten maßgebend gewiss" sind, aber nicht ein böser Wille. Auch das möchte ich den Ausfiihrungen drs Herrn Abgeordné-tcn gkgenükcr konstajicren, damit iiicht in der Oe'ffcritliäykrit rtwa dix“ Msinung Plaß greift, als wsrm man aus Linky uxibc'recbtigten Stimtmmg bxraus, illoyal und absichtlich (m die SteÜe der guten Behandlung «inc schlechte baden treten lassm.

Das ist ast, was ich bsuie sass" kann. Wäre ich in dcr Laga g€wesen, die Bemängelung dés Hkrrn Vsrrcdners Vorder kcmien zu leri-ien, so wäre ich im stande geweskn, de'm hohen Hausr eine be?- fricdigeridsre Ausiimft zu JLÖM.

Abg. Dr. LiLbSk (“Zentr,): Ick mußte Mnebmsn, dZsF die Mit- theilungsn drs Hérrn Rorckeratb auch dcm“ Staatsse'kreiar und dem prsußischén Justiz-Ministkr bekanrxt' gswordrn 'sind. Dcr Prozeß gegen den früheren Abg. Rorcksratl) 1st 1875 z'wx-tmal Vordem Zucht- polizkigericbt in Düsseldorf vrrhandrlt wordkn. Redner inhir msdrere Einzelbeitén aus dsn Prozsßdrrbandlungrwan, wxiche; nach sxiiikr An- sicht mit drr: Bkdarwtuncieii drs preußiiciwn Juiiiz-Mimirers med_t übereinsiimmxn. Nixmand komik nikhr b:!ßanrrn (1121 das ZLUFZYM, daß solche Erimikruniisn airfgefrisclxt Mrdsn XUÜsZLrU und zur L_Zkritmxmunz] 'Aniaß gäben. Schori die bloßs Einiragmig „PauLnS Mclircrs, Strob- ßecbter' sei unwürdig cincd Erzbischofs. .

Staatssrkretär des Reick;L:J11s1iza1iits 111“. Nicbrrding:

Ick möcht€ doch XUCiXY-Zksi'itö ausdrückiici) konstatikrrn, das; mir die Zkitungsmitthcilunchn, auf die drr Hcrr Abg. Ur. Likbék sCiUL lsßtén Ausführungen gkstüst bat, Vollständig unbekannt rirwxskn find. Der Herr Abgkordncte kann Von ciri€m vieldcsckyäftigtcn Mann, wie mir, nicht Verlanßkn, daß ich deraxtige: Dingc alis krimr, namch2ntlich Wenn sic? auf (HebieLsn likgkn, die meinrm Rsffori an und für sicb fern sind. Wenn sie aber für die Flags, dir: hier in Betracht krm-nt, von Jntsreffe waren, dann hätte auch dir *Hrrr Abgeordnete wohl die Güte haben könncn, mir sein Material „zur Vrrfügunz zu stelien, wie ich nikinerseits keinkn Anstand gcmommsn badr, dis Mij- tbkilungen, die ich zu dieser Sachs lkbaltk'n batte, ihm zur Verfügung zu steUen.

Was die neurn tbatsächlicben Axisfübruxigcn des HUM Abgeordneten angeht, so kkchtflrtigt€ kr ibrVordringkndamit, daß auch der preußische Herr Justiz-Minister bei seinrn Auöiüiirungsn im Abgeorinktknbause über den Rahmen Liner bloßcn Berichtignng binausßcgangrn sri, Ich lasse das dabingestc'lit. Ick erinnkre mich dir Vorgäniie so genau nicbt; WWU das aber richtig 'wäk'k, dann hätte der Hcrr 'Iidgsordnkte wobl Véranlaffung nshmrn können im prrußischc'n Adgsordnsien- hause dem Herrn JUstiz-Mi1;ister grizknüixer, dsr ihm nach seiner Mkinung zu einst Writcren Rkpiik Virarilaffxmg gab, diese Audiübrungen zu machc'n, nicht aber mir ge,;rnüdrr, der ich diesem Miilheiiungcn VoÜkommrn wsbrlos gcßsnüdrrsteskyc. Ick bin natürlich außrr stande, auf di? 1[)atj'ächlichkn Vcßauptungen irgend eth zu crklären. Wknn der HU? Abgéordm'tc) yx'ilamit, daß ich ihre Richtigkeit obne weiie'red anerkcnncn soil, so würds ich das tbun, sobald er persönlich die Gswäbr dafür übernimmi. Wknn er sich hier abcr auf Zsitungdmitjbeilungrn, auf Erkiärungx'n aiidc'rer Personen in einkm mir unbekannte'n Prozesse bcruft, so bin i:]; drr angegriffenen preußischen Vlrwalrung schuldig, irn Vorbehalt zu machen, daß sie diese tbatsääylichén Angabkn zunächst zu Prüfrn sicb berechtigt halten darf, bkvor sie ihre Richtigkeit anrrkrnnt. (Sehr richtig!) Wenn dann der Herr Abg. Or. Lic'b-xr so weit gxdt zu sagen, daß es dcm Herrn ErzbischoqugénüdersckyM Zinc Bsiridiiiimg g(wesen

' meinst Vrarjheilung der Mittheilungcn drs Herrn Abg. Aurr durcko

kann mit ihm nicht debattieren, wxil ich in einer ungünstigen und - das hohe Haus wird mir darin Recht geben _ unbilligen Situation bin, und auf diesem ungleichen Boden gebe ich mit ihm auf eine Erörterung nicht ein. t W „ck bi i R ichst v

. r. 'eber en r. : enn ! er 111 e aae on Yéorßglcliißs 110 Tits AbenY 7 Uhr bxyscbäftigt bin, sdram: ich nicht gleichzeitig im Abgeordnetenhaus: er cbeinen, um tmcb mit dem preußischen Justiz-Minister auSeinanderzuseven; Ick) babe mtch nicht nur auf Zeitungs11achricht€m sondern auf gerichtliche Verhandlungen und die Bebauptungrn eines früheren Abgeordneten berufen.

Abg. Scbmidt- Frankfurt (Soz.) behauptkt, daß in, Frank- furt a.M. die Frau eines Tjschlers aufgefordert worden sei, mat ihrem Säugling eine Gefänguißstrafe in Preungesheim zu verbußen.

Staatssekretär des Reichs-Justizamts ])r. Nieberding:

Meine Herren! Das hohe Haus hat sonst die Gewohnkpeit, Fälle, in denen der Verwalturigsinstanzebzug, der Bsschwerdegang noch nicht erschöpft ist, scinrr Beuriheilung nicht zu unterziehen, sondern Petenten zunächst darauf binzuweissn, daß sie sich an die höhere Instanz wenden sollen, die ja noch immer im stande ist, Remedur zu schaffen, wenn die Lage dss Falles zu einer solcbsnRe-medur wirklich Anlaß giébt. Aus dem Vdrtrage des Herrn Vorrednsrs glaube ich Entnehmen zu müssen, daß die verhaftete Frau, dis (Grund zu haben meint, sich über den Ersten Staatsananlt in Frankfurt a. M. zu beschweren, nicbt eraniassung gsnommsn Hat, sich an den Ober-Staatsanwalt und cdentuyu von diesem an den predßiiMnHern Jusiiz-Minister zu ivrnden. Solange dieser Beschwerdcwrg nicht abgesckloss€n ist, hat, glaube ich, das hohe Haus wéder Veranlassung noch auch die richtige Unterlage, um in eine Würdigung drs Falles einzutreten, und auch für die Rkichs - Justizverwaliung frbl-T unter dissen Umständen jkder GrUUd, M; mit disskr SUCHE zu desäiäfrigrn. Wenn dem HELM dener das Schicksal der Von ihm dertrstencn Frau so nahe geht, so kann ich ihm nur LtUPbelM. sie darauf hinzuweisen, daß sie iich an den Obrr-Sjaalsann'alt, und fails dessenZB-Zscheid nichtbsfricdigend ausfälit, an den Herrn Ji;sii3-Nkinisi€r wsndkn könne. Ick bin üdcr- zeugt, daß das chbi, das ihr kkw»! versagt worden ist, ihr an rinér dieser andercn Stclikn zv. thcil Wsrden wird. Auf die Sache sclbsigehc ich untcr dicsc'n Umsiändxn nicht weiter ein.

Abg. Schmidi-Frankfnrt erklärt, er Halte es Für uzxzuläsfiii, daß eine Frau untar solchen Umsrändan zum Strafantritt auiasfvrdcrr

werdeg. Stadthaacn (Soz.) fübri aus: Für die Eintragung

Paulus Mslchkrs, Sirobflkchter' treffe nicbtdrri Bkamfen ein Vor- wurf, sondern dis Vsrwaltumi und dkré'n Vdricbrriten, welch; knigxégc-n drn bestkhendcn gsirßlickxi'n Bsstimmuxxxien diE Beamtin zwaimkn, den e*ingelicferten Gefanngn cine BLsÖÜUiJLMJ zuzuweisen. Er wisss ans eigrne'n Eifabrnrigsn, daß die; L*rhandlnng der Gsfangin-xn nach dM! (Hxikß (xlr; ein_e chiünsitgimg betrachtet wkidk. Der Strafvoüzug müssr so Lingeriäytct wsrdsn, daß dixr Bsrurtbeilié nicht in srinrm Brrui ;]c_schädigt Mrde. “UUJLÖOUJ set (5 9uch,„w.chnn Prtdatdriefs imd Druckiaohen „dmx: Gésanqkilkkl nicbt Cingébaildixzt würden. Redaktkure- isicn zu AkbLtT-Jn gezwungen worden, zu wrlcb-xn Ligkntlici) nur Zuchtbäasier ge'zwungeii WLW?" könnten. Auf die Er- folge einrr B€schwsrd€_köiiiie mcm nicht warren, so lange sie köMS aufschikadL Wirkunii Habe,

Staatssckrctär dcs IicickW-Jnstizamls ])]: Nicbcrding:

Mcéne &):er NM zwci Bcriiérkmxgenx

Drr Hsrr Vorrsdrier hat dem preußisckykn HELM Justiz-Yiiniitxr dcn VoriVUrf gemacht, daß er mit Unrrcht einkm V:»amtkn der Kölnsr Strafanstalt ein Vrrsi'bkn bsi “.er (Eiixiragurg dés Namens des Herrn Erzbischofs Melchkrd in die Lisjc drr Strobfleckytcr zur Last gklkgt babe Er bebmipist auf (Grund sriner Erfahrungkn, daf; das Vrr- iabrrn, wie rs bsi dcm Hrrrn Erzbischof staitgrfunden babs, korri'i't xzriVLskn sei.

M?sinc: Hkrrkn, diesrr Festste'llung is.",("nübrr muß ich doch *rir' Fkststeüung drs Prriißiickxrrt Hérrn “Justiz-Minisisrs, wie sie nach dcn Z).)kitihkilungkn ch Hrrrn Mg.1)1*.Likbe-r, die ich nicht brzweifLK, statt- gkfundcn bmbt, wabrrn: DL? Hérr Justiz-Minjsier bat icine Erklärung abgegeben auf Grund der (Einsicht der Aitkn und auf Grund eines Berichtcs _ wsnn ich mich rccht Erinnere, der AnsinlchrwaltUng in Köln (Zustimmung in drr Ykitik), mid ich nrbmy (111, daß die Vsrwal'irmxi in Köln 1"!er die Vorgängy, die bei ddr Iiixmifi-xrung drs H:rrn Crzbijchofö siajigkfunden babe'n, und übe'r dir (Einriäytuniirn, diE in der Rölnsr Anstalt dixstrbkn, dssser Unicrricbtlt iii als der .Osrr Abg. Siadthagyn, dcr viclieicbt Einiichtnngrn andkrswo, nicht abkr die Gsfängnißeinricbtungrn in Köln kennt,

ZWCÜMI bat dcr Hirt Abgkordnctc bebauptst, das; hic'r im Hause _ Und, wie ich annrhmk, bat (r dabei auf die,» zwriie LSsung dss Justiz-Eiats Brzug nchmrn wollkn _ don srinen Partsigenoffrn fkst- gxstsÜt ssi, daß wicde'rbolt Rcdaktkiirc, diE inhaftisrt waren, za Ar- beitrn, die nicht für sik gksignct ngLsLll, gezivnngen wordkn skicn,

Meine Herren, ich kann auf die Ausfiihrungen, die in dicsi'r Bc- ziehung der Herr Abg. Aucr in drr zwriien Lesung des Justiz.Etats gemachi hat, nicht ('ingrbyn; dazu ikblt gegenwärtig uns allen diE Zkit imd ami), wie ich amir-hmc', dir (Hrneigtbcéit im Haufk, dicscn Dkfailö jrxzt Yusmsrksamkrif zu schrnken. Ich muß aber den Ausführungrn des Herrn Abg. Stadthagen gcgrnübcr doch konstafirren, daß uns die Mittheilung?" dcs Herrn Abs. Auer in dcr zwcitrnLisung dcs Jiistiz- (Etats Vrv'anlriffnng gsgcbkn badkn, auf die zur Sprachr. gkbiachien Vsrbältnisse' näher einzugrdcn, und daß wir dabri _ und zum tbe'il ic§1 persönlich dr1rch Einsicht der Akten _ festgestkllt habe;", das; dic Mitrbsilungen dcs Herrn Abg. WM in vieler Bczisbung thatsäch1ich unrichtig ngkskn sind, Ein schicirs Bild gkdin urid grundlos zum Nachtbeil der Vc'rwaltung ausziefalirn sind.

Ich werde die Gslegrxnheit noch firiden, Von der Richiigkcit disskr

riäbere Angaben auF- dsm Inhalt der Aktcn auch dem hohen Hause die Uederzrugung zu dexschaffcn. Hsittk habe ich dazu nach dsr Geschäftslage dcs Hauscs nicht die Zeit. Ick b€fchränk3 mich darauf, das korrekte Verfahren dsr Anstaltßvxrwaltungen grgrnüder dsr Be- daup'ung dcs Hirrn Abg. Stadthagen und den früherrn Aus-

sei, daß sein Rams eingctragen wordrn sei in die Lists der Strob-

flecbter, so will ich das scinkr Auffassung ganz Qndcidecn. Ich (

bezweifle garnicht, daß die prrußisckoe Verwaltung mit “mir rs auf-

, da di- * rrtium Vor ('*dtumru it. . richtig und lebhaft bLWUM ß eser Z ) g * s 5 “.;-fallen, und hier muß die Sache». Wkéitkt Lrortcrt Werden.

Ich persönlich abkr, meins Hkrren, kann doch nicht r-cht bcgrcifsn, wie darin, daß ein Unterbeamter ein Verfeden fick) zu schulden kommen läßt, dem irgrnd einc schlimn1€A1*sicht nici)! zu Grunde liegt, wie darin eine Beleidigmig liegkn kann, und ich 1160? die

Sinneöart des Herrn Erzbischofs zu Hock), als daß ich anncdmen é könnte, er habe seinerseits das Vrrsrben drm bktreffendrn Bramfcn als eine Beleidigung übel genommkn; ici) glaub? nicht, dxß das dsr )

Fall gewesen ist. Auf die jbatsächlickykn Ukkittbcilunskn ch Herrn Abgeordneten [affe ich mich an dieser Sielle nicht Wetter ein; ich

füh-xum'xc'n des Hsrrn Abg. Auer ausvrücklich zu wahren.

Abg. 1)r. Spahn (JRK): Daß Hrrr Liebsr im Abgrordnctm- i).“ms-é dem Jiistiz-Miniiisr hätte akgsnüdrrtr'e'tkn,mussxii, ist siaarI- r€chtlich Mikbwalk. Dic e'rstsn Akußcrungen in dlks-U' Sache sind hier

Staatssekretär dcs Rcichs-Iustizamts [)1'. Nieberding: Dcr H:“rr Nbg. 1)r. Spahn untersteUt mir ctwas, was ich nicht «sagt babe. JO babe rs durchaus nicbt abgelehnt, über Dinz-e, übst di: ici) infrrniikxt bin, dcm bobrn Hause Auskunft zu geben, auch wenn sie eine einzkistaatliche VikaÜlilMg angeben. Ick habe auch nicht abgelehnt, daf? irgc-nd ein einzilstaatlichcr Minister, in diesem FaÜe

Standpunkt gewahrt, daß, wenn von mir eine Auskunft erlaxgt werden will in derartigen Dingen, es billig und recht und im Interesse der Sache ist, daß mir vorher Nachricht gegeben werde, damit ich mich über den Sachverhalt orientiere. Denn auch der Herr Abg. Dr. Spahn wird von mir nicht verlangen, daß ich über diese Dinge, ohne vorher Mittheilung bekommen zu haben, unterrichtet sein kann. Wenn der Herr Abg.Dr.Lieber nicht in der Lage war im preußischen Abgeordnetenhause dem preußischen Herrn Justiz-Minisier gegenüber, der doch eigentlich die Adréffe bildete, an die er sich zu wenden hatte, seine Mittheilungen zu machen, weil seine, wie ick) gern zugebe, sebr beschränkte Zsit ibm nicht/gesiattete, im Abgkordnetenbause zu erscheinen, so hätte es bloß einer kurzen Mittheilung an mich be- durft, dann hätte ich den preußischen Herrn Justiz-Minister gebeten, hierher zu kommen, und der Herr Minister hätte gewiß nicht abgelehnt, bier zu erscheinen, um seinerseits auf die Ausführungen des Herrn Abg. Dr. Lieber Rede zu stehen. 21er daß wsder mir eine Mit- tbkilung dadon gemacht Worden ist, das; neue Dinge bier bsrübri werden soUten, noch dem Herrn Justiz-Minister Preußens Ge- legenheit gegeben wurde, bisr zu erscheinen, das ist das, was ich den gekbrten Herren entgkgengehaltrn habe. Das muß ich auch den Aus- fübrungen d€s Herrn Abg. Spahn gegénübsr aufrkcbt erhalten.

Abg. Auer (Sox) erklärt, er halte akle seine Bkhauptungen MMW?» ])r. Lisber: Daß ich brut?- auf diess Sache Eingehé'n würde, mußte der Siaatssekretär erwarten; er braucht? also eins writers Be- nachrichtixiung nicbt. DM preußischen Justiz-Minister 'zu benach- richtigen, batte ich keine Veranlassung, da er mick) auch mehr beriacb- richtigt hat, das; Er im Abgeordnete'nhause mir entgegentreten Wurde.

Staatssekretär ch Réich§:Justizamts Dr. Nieberding: Ich [habe: errvartkt und habe mich michi darin gütäusckyt, daß der Hsrr Abg. Dr. Liebkr Vermüaffung nshmrn ivcrdk, auf Grund des yon mir ihm niitgsjhéilten Materials dik: Rich1igstellung skinsr Er- klärungen aus dsr zWLit-Zn Bératbung hieér zn béwiiken, ich habs aber nicht Erwar'tkt und nicht erwarten können _ und darin kaun das Ersiaunsn dis Hcrrn 5)le. 1)r Lieber (ruck) nichts änd-xrn _, daß er mit der Verickyiigrxng we'itkére tbatsächliche Aurfübrmigrn und MUL Béschuldiguniicn dcr Vrrwaiiung Vi'kbiUdLU Wkrdk, die M widsrle'gén Oder auch nur klarzustrlirn i(b voUständig außrr stande war, weil ich darauf nicht Vorbkrsiirt srin konnts. Mein? Herren, das ist dir? Kinzigc Diffkrcnz, dic zwischkn drm Herrn Abg. Ur. Lirbcr und mir Ökstkbt, und ich bedarwrr, dcxß sie [*kstébi. Häxie ich vmbrr Vkiitbe'ilung darübsr bkkommrn, so würde- ici“) aucb aii Strike dcs prkußischrn Hrrrn Jrrstix-Ministrrs, falls dicsi'r nicbt rrscbcinen kmmtr, in dcr Lage gerrrsan sein, dir mir sehr gkwünschte und im Intsrcffs der Sache“ grborcmé Klarstéliurig drr bist berührtén weiterck tbaisäcdlichsn Vorgänge vvrzrrncdmcn,

Dcr Etat dcr ?)icicHEZUstizvcrwa[tung wird gcnchmigt.

Beim Etat dcs Rcirhs: ?Ichaßamts bxantrarit Abg. k)]: Liebcr, das Erhalt dis Staatssekretärs um 6000 ck16 zu crmäßigcn, MtichchteIW dcn Abstrichcn [ici dcn Gehaltcrn der " Srrcare.

Ubrl?ik§ii.éétrcxi1bt€r1r won ?Zthnm (Rp.) [hält Lin solchks Vorgehen '" ' ' ' " ini .

iar YYFYCFi-lsx'ilich LL:“ Dckr LFIUVÜLLWÜWL dicdsriünchn Regie- rungkn ircffkn, ivkickye das (Grbait dps Siaatsxclrctard kriddcn wolltkn, daI dé?!) PVikikUiCkiFkÜMtSn ÜbCk ULM." ' '

Abg. MSyCr-Déiiiiiii (RP.) e'rkiart, dgs; Lk 111 der zweite'n L?surig nicht die Zin1€n drr Zoiikrkditk, son'di'rn die' Summe» drr'Zolxkrrdtts sc'ldst als schr crbcblicv_di'zeiciwjktlund darm cms unbcrcchiigtc Unter-

" (s “andsls "('inmdc'n )»,“l'é'. MUZ? S???iri)1rrixiz der (5000 «it“». Wird 1)(sch)lr-sscn.

Beim Etat dcr Rcici)s:Poftvcrwaltnng bczrirbnct cs drr

Abg. Buddebörg (ir. VORM.) als (“in? das „Edizic'füiil „dsr BKamten vrrlcyrndk *HMÖUUW, njrm-i dcr Pdijdtrrfwr 1113111011 skiiirii ibm untcrstc'iltsn Béamtrn Eine Vrriiigurixi zugricn [()ff', womicb dic- stélbc'n zu Anzeigen aufgrfordsrs würdxii üdcr dir Workomniiiiffe nn öffkntiiclch ODL!) Privaicn Lcirczi ibrsr Joiirgcn, dsso-dsrg nder an Brsucb Von (HastwirMchaftkn, Tanzlokalcxi, da;: BUY", in un: Passender Grsslischafc 2c. Die Zumutbung rinrr 1dlchrn “Spidzragk! sm €i11c unwürdigr, dcr ein Lbllikbkndkk Maxin i_ick) ('rwe'brkn mumc.

Uiitcr-Staatdsrkrétär tm Rx'iäzd-Prsiamt Fritjof): Jah bsdaucre, über dis MittiU-ilmig drs Vorrsdnyrs eins Aux-Wnst nicht rrll).'il€n zu können; dix? Dings smd uns nicht bkkannt izkword-sn. .

Staatssckrctär dcs RcichS-Postamts von Podbiclsktx

Mcink Herrénl JU dEr R(“ichötaigßsixzrmg (wm 8. M*ärz dat d-k'c Abg. Wurm beiiauvtkt, daf; Untkr drm Staatösskretär von chpdan das Bricfgrbkimniß Vrrlrßt word?" wärc'.

Zar Begründung dieskr Bébauptung bat dt?! Herr Abgcordnetc angkiiibrt,

daß die' statigrfuixdkne Ve'rlsyung ch Vricfgrizcimnissks durch ein Lsiwzigc'r Gerrichtssrkenninis; vom 22. Februar 1873 be- stätigt worden sei.

Ick bobs das Erksnntniß kommsn lasskn. (Es ist birr, und ich wcrde die' WM anf de'n Tisch d(“s Hansrs nicdcrirxxn lasst". Ick halte mich vrrpfiicbtxt, die Sachs klarzuste'llrn, wrilindkn Arnfzcrungsu tbatsäciolich nur drr rrsteSaß vorgelcsrn wordyxi ist, T*CkszkitC “Saß aber fshlt. Nach Lage dsr Aftcn, wclche dicksi'its ('ingcfordtut worden sind, lirgt dcr Fal] fosgcndermaßcn:

In drr Nr. 68 der foxialdsmokratisÖrn Zsitung „Dcr Volks- staat' Vom 24, August 1872 befand fich cin Artikrl tiijt der Spiymarke „Es stirbsti'. Zn dissém Virtiksl Wurde be- hanptst, daß das Erbrechen don Vrikfen an soiialdrmokratisäyk Fübrcr und vori denselben sctt langem eins in Dx'iitschland und durch dkutsckpe Agenten grpfsrgtc .EigcntbümliÖkeit' wärr. Die- Staats- anwaltschafi beschlagnahmte die Zkitung und stsllte bsi dem zu- ständigén Gericht den Antrag, (199911 den dsraniwortlicbc'n Redakteur auf Grund des § 131 des Strafgirssxzducbs Untersuchung einzuleiten.

Das Gcrichtsamt im Bezirkrgcricht LWzig Vrrurtbeilte dl" Redaktkur Muti) wégen Vergehrns gxgrn dic»: öffrntliche Ordnung (s. din obrndezeichi1etsnParagrapbcn) zu einer Gcfängnißstcafe von 6 Wochen. Auf die Brrufung dcs Angkklagicn sprach ihn das Bézirksizrricht durch Erkmmtnif; vom 20. Fsbruar 1873 frei. In der Brgründung drs Urthrils finden sich allrrdings die vom Abg. Wurm angeführten Wort?, Miihe foxgcndermafzen lauten:

Dmch die auf Antrag des angeklagten August Bernhard Muti) befragtckn ZSUJLU Fink, Bebxl, Liebknecht, Frißsche ist eine Ykehr- heit vdr! FäUen nachgewikscn ivordcn, in wclchrn von auswärtigen Führern der sozialdemokcaTisckpsn Partei an die Expedition und Redakiion dcr ZsitsÖrift .Dsr Volks- staat“ [)'icr, sowie die hiesigkn Führer dieskr Partei, Ebenso wie von diesen an auswärtige Gssiiinungsgenoffen gerichtete und der Post zur Brförderung übergeben: Briefe und Päckereien entwkder gar-

Z drr preußische Herr Zustsz-Minister, hier erscheint, um Auskunft zu “' geben. Ich habe dem Herrn Abg.1)r. Lieber gegenüber nur den

nicht oder dock) in so verletztem Zustande an die Adressaten ge-

langt find, daß man deutlich an denselben bat wahrnehmen können, wie dieselben in der Zwischenzeit an den Seiten aufgeschnitten oder sonst zur Heraußnahme des Inhalts gköffnet und später wieder zugeklebt und verschlossen wordc'n waren.

Der Abg. Wurm hat aber lediglich diesen einen, anscheinend seine Br*- hauptung basiätigenden Say dem Erkenntnisse entnommen, dagegen den unmitteibar folgenden Satz, welcher das Gegentheil sagt, weggelaffkn. In diesem nicht erwähntkn Saße heißt es nämlich wörtlich:

„Durch diese Mehrheit von dérgleicben Vorkommnissen mag sich bei dcr sozialdkmokratischen Partei alicrdings die irrige Ansicht gebildé't babkn, das; von ihr abgeséndete oder an si? ge. richtet€ Brieischaften behufs Ueberwachung ihres Treibcns und ihrer Absichtkn bei der Post durch besondere Agenten geöffnet und gelesen würden“.

Weiic-r führt ?:ann das G€richt aus:

Man könne unter diésen Uniständen nicht zivéifelids sagen, daß der Angsklagte den Artikel mit drm Wissen und der Uébkr- ZcUgUng, daß die von ihm in Beircff der Verlc-Jrzung des Briefgebeimniffes bei der Post aufge'stelltkn Tbatsackxi'n unwahr oder entstelit seien, gesch1ieb€n und zur Vßrbreijung gebracht habe.

Man könne und möge aber nicht in Abreds stellen, da?; dkm Angeklagtsn ein nicht unbedeutsndrr Grad r.'on Fahrlässigkeit zur Last falle.

Hiernach hat das Gericht geradk das Gcgkntbeil von dem festgesic-Üt; was skitens dks Abg. Wurm bévaupici wordkn ist; das Gericht hat auägysprockyen, daß eine V-Zrlrxzung des Brikfgrbeimnisscs seitsns dcr Post nicht stattgefunden babs. Dsr Vorwurf 9953911 de'n Staatsfe'kretär von Stsphan, daß ('r das Brisfgebrimniß nicht gewahrt habt:, ist also völlig unbegründet.

Also, meine Herrkn, hier lic'gt das Aktenstück. Wik grinst, war es schr schwisrig, nach 25 Jabrxn _ es ist ü'zc'rlwupt wunderbar, daß die Akter- urch daxzewsskn smd _ diesks Erkennkniß aus L-ipzig noch zu bekommen, und ich kann nunmehr an dir? Hrrre'xi dsr sdziÜdWso- kratiscxbkn Parisi die Bitte richt€ri, in ihrs" Blütiern (mä) dissen: ZU- saiz zu vsröffcntiichen, daß 85 LM irrigrx Anficht grivssxn ski.

Ads. Ur. Z).)küllcr-Sagan (fr. VOMP.) fragt, ob dsr Zutritt zur Ps'tg-Jdilfcxilaufbabn n0ch längrrs Zeix vsrschwffén blki'xkn foilr,

oder ob er in Jahresfrist wicÜeicbr wieder Eröffnet Wükdk“. Die nicht- angestxlltcn Pdst-Llsßstcnten bszözsn Tage,]sldsr von 3,25 „4x, uach siebc'njäbriaer Brschäfiiqung 3,50.,4é., adsr iiur in “de'n Orrsn drr Servixkiaffe 3, 1 und 11. Mit Link'm Tagi'x-cld don 3,25 „M köimtkn diE Aißsti'mkn nicht auskoxnmkn. deiier dcsrlywert fiÖ fkklic'k dar- über, daf; Vorschrifte'n Übkl' dic? Höchstzahl der Dirnststimdcn, dis cin Beamrrr wöchentlich zu lkisikn badi), garnicht bsi'tändpn. Ferner empfixbii er die Einrichtung Links Méikérkii Psitamis in Gioxiau,

Staatssekretär des Rcich§:Postirmts von Podbislski:

Meine Herrsn! Ich darf wohl auf die kinzrlnén Frage'n jrßt noch dri dcr dritirn Bératduxig (*ingciikn,

Was zuräcbst dis Frage drr Postsrbiifén anlangt, so kann ich nxr koxxsiaiirrrn, das? wir zur int kéikikn Bedarf [);“idc'n uud ('kst dri GilijkétkndéM Bsdarf, j: nachdkm Pcst-Wsisisnrs'ii- stCiixn in Zirkunft frki Wkrdcn, Posigkdilfsn zur Annabms gelangen:. Es ist ja ganz naturgkmäß, nakbdmn in v.?rgangrnM Jahren dura!) VkrMbriian dcr Postanstalrsn (*in großcxi YUsÖ'Vl'lif'n di:“ssr B-cnmtknkatkgorirn vorgewtnmkn ist, das; 211111 diE *Hl'l'ki'l! gedackyt ii.:brn, das «img? mj jtitjirjiiim sv tvsiie'r. Naiüi'iick) tritt jryi ("ill Riick- schlag cin. Jm iiroßen (Hapzcn siiid dic Posiämtm formicrt imd infolsc dsffi'n ist auck) daI Bkdürfnix; Unrb t'insr Vermrlxriieig T*»“r Post-Wfistrnl-én rr*sy.Pdst,_ici)i1fc:1 ii: drm Maße iiicht mrbr ddr- bäTiÖLU. Das “Zinncbmkn wird also erst j: xiach Bsdarf stairfiicdrn können

Was !!!M die zweite Frag? bktrcffs drr Taiwgcidrr ane'ixiixit, i:) Milf; ici) doä) in c'rstkr Liiiik koristxtisrer _ dar; zCi-„xi ja SUCH drr srit Zabrkn dcsrkixrn-Ik Andrang zur Post(«rriéxrr _, das; jbatsäcblici) grrade Tiksf' Postbramtrn sich stéhr (rut xirsiiniMi babrn gr.;siiiidcr aÜcn ai-rarcn Verwaltungc'n. M*:ink Hsrrx-n, rcchncn Sir JékilizÜlst, das; die' jungen Lkllté' mii sk'ÖzklUl Zadrkn kintre'irn, berrits mel) eincm Jahre gkwöbnlick) kill (Einkommcn bis zii 600 1“- haben. _ Ja, Ullitöi'. Hkkkl'kl, in wklckxrr Carriéxrr hat ('in 17jäbrizirr Mcnsck) brrcits auf Sins solche Eiiinihnie zii kk'ch11.'li “L _ Wxiikr, mcinc Hrrre'n, schon mit dcm A)., 21. Lcdsndjaim'k köim-Zn sic- ibr Examsn 1112161)?" und rrbaiikn di'UMäThst Tagx'gkldrr. _ Ski,)en Sic: fich dri dx'n Gkrichtén um, ob da ('in Beamter in die'skm 'Jlltrr auf 11-, 1200 „“ Einkommkn zu rcchxikn bai! _ Thatsäißlicb iirgt also disks Carriäre so, das; dir j1111,xcii Lauri, nachdsm sii" cbsn List gelsrni baden, Vom ersten Moment an Von dsr POsWSkiVÜlTUUJ led bekominln und fortdauernd iii ibrsn Bezsriimi stkißklx. Die Vcrbäitniffe sind bie'rnacb zwr'ifc'llos n'eéfc'ntlick) günftixii'r als iii einer anderen Verwaltung.

Was mm weitrr die' Aibeitsze'it &nlangi, so sind für di: Bxamirn h;? bis 54 Stunde'n festgestyt; bki kirinrren Poitämtkrn 73.“de sis fich für di? Assistenie'n, Skkrktärc untcr Umstänki'n mis 60 Stundrn aus. M*rr warum ? _ Wer ein solchcs klc'iucres Postamt brobachikt, dcr fixidrt, dir,; drr Diknst nicht sehr anstrengknd ist. Der Veikébr ist so Hsriiig, daß man dcn Bcamtsn wobl zumntbcn kann, Einige Stundrn längrr im Burkart zu skin. Six? sind nicht so angestranrxt, als dir Béaiiitkn auf dcn Postanstaltén in größeren Städtkn, wo unauöxzesryt gkardcijct wird. _ Darin liegt der Unterschird.

Ick gcbe zu, betreffs dcr Uiiiérixe'amtkn wird er? mori) ritter Prüfunsi bédükfkm; untkr ansiändr'n wird da noch die lzrifrndc Hand anzuleZLn skikk; abcr das muß sorgkältig untcrsiicht Und festgestellt wirden. Ich kann nur mc'irir Bc'rcitwilligch bier aussprechen, Mißständk zu bksciiigrn. (Fin absolutké; Fsstlcg-én, wie es in drr Budgetkommission crörxcrt ivordczt ist _ ick) Jiüilbk, ich balic das auch in dcr zwkitsn Lesung auxxiézsprdchcn _ z. B. ein Festlegen der Entfernungrn, die ein Laridbricrträzcr zu gsly-xn Har, das ist unmöglich, das läßt sich nur im großen Rabmcn maäpi'n. Nach meinem Willcn wird es nicht geschrhi'n, das; die? Leute Übrrausirengt werden.

Hinsichtlich der SonntagSrubc ist ja dic Prsitkdn durch mein Kopfschütteln dk!!! Herrn Abg. Li-nzmanii ngi'llübi'k gcklärt. Ick werde aach nach diescr Richtung hin die! Sache zu priiikn und im nächsten Jahre darauf zurückzukommrn lec'g.'tii)sir [)ubcn.

In der Sache Glogau wäre es mir lieb gi'iMse'U, wenn die Frage früher an mich Kkrichtkt wordkn wäre. Prüfen will ick) sic; (ider cine Brücke ais Bedürfnis; für ein:“ ziveite Posianstal'r zu koristruierkn,

dadurch gsfchädigt fübltkn,' daß die Postverwaltung die durch Ein- richtung don Fernkspreckpleitungen nothwendigen Dachrevaraturen in Ltgxnkr Regie ausfubre und die HauSeigx-ntbümer durch Vertrag dazu zwmge, We'nn sie nicbt auf einer"! Anschluß vsrzicbten woÜten.

' Adg. Bebel (Soz.) erklart, die !ozialdemokratiscbe Preffe sei bzsbkx immer loyal verfabrén. Ja drm Erkenntniß sei auch damm die Rede, das:, die Vermuxhung don dsr Vérlkxzimq des Brikfgebcim- msse's siti) Urbildei habs und daß sis durch die gkricbtliche Vrrbandlurig nicht widerlegt sei.

Staatssekretär ch Reichs-Postamts von Podbielski:

Meine Herrkn! Wenn Sie JMÜU lesen, so steht da: es hat sich die Vermuthnng bsi ibm Jebiidet, und die isi. nicht widerlegt worden. Wie ist Es denn möglich, daß in einer großen Vsrwaltung mein Vor- gänger oder ich eine Verfügung erlassen hält?, es sothe jemand Briefe anhaltkn und nachsehen! Das ist nur Vermöge gerichtlichen Einschreitens möglich. Ich wsiß Jarmicht, wic diL-Herrcn fick) das vorstellen, wie ich oder mein Vorgänger Line solche" Vsrfügung hätte erlaffsn können, und wie sich Beamte? ngUUdLU bättsn, die diese Vkrfügung auSZc-„führt hättc-Jn. Das find Eben GSÖUÖL, die sich dort []Sbildßk haben, ich habe mich aber für Vsrpfliäoiet ngalisn, im Andeuksn an meinén großen Vor- gänser dagkgsn Front zit macbrn und zu ZC'iMU, wie damals sick) eink solch€ irrigx: Ansicht bat bildén können, die aber des thatsächiichkn Bé- wsiseéé entbshrt Hat.

Abg. Bxdel: „Als ('r wäbrönd dss Sozialistkngkskyks Erfahren bahk, daß LlntgL seinc'r Freundx: Briefk, in dénsn Link? wcrbotsne Zeitung, der „?Sozialde-mokrat“, Vermuthet errdé', nich erhielten, ba-bs er smd dirrübkrr im Reichstage beschwert, und von diesem Augen- biick an-setrn tbm dlksL Briefe mit drm „SozialdSrnokrat“, dis er, bis dahin erhalten, nieinals mrbr zugsstelli worden,

Abg. Strigér (Soz.) kommt auf die Vkrsammlung Von Pdf- uritjibsamtsxi in Hamburg zurück, Eine Folge der Versammlung sci grwessn, dai; iiikhrErIii Unterwkamien gkkündigt worden und andsrcn

.,

Beamtsn Vorbaltunaen darübkr gemackyt wvrden seien, daß LL dis sozialdrwokraiisäyk Vérsammlung nicht Verlaffcn bälién; auéérdcm skirn sie Vor dLm Ciritritt in sozialdkmokratiscb-x Vkreinc und dem Halti-n ssziaidkmokrdtischör Bläxtsr gkwarnt wordsn.

Staixtssrkretär dcs NeichS-Postamts von Podbiclski:

Ick) bade biirauf UU! kurz zu Erwidrrn: jede dirékte odc'r indirskie Bsiheiiigung Lines Brawreii der ReickysP-ostvsrwnltung an den Be- strcdrmgkn dsr Sdziaid€m0krat70 halte ich für underéiixdar mit dcm Von ihm gsicistxxt-n Diénstcidk. (Li'dhafics Vrado! rkfhtS. Hciterku'it 1112124.) Ans dicskm Grund? werdr ich gcgen jsdcn Bramixn, dcr sich dagsgkn vcrgehr, vorgeben. (Grado! re-äyrö. Hiiikrksit ii-ii's.) Ick wrrde gc-gcn die fsstangcstsllten Bsamten dad Di-zépliyarrkrfahrén in rinkm 101ch€n Faß: einlsitkn. Der GiririWiwf wird darübrr bkfixidrn, „*icé gkzisxi diss? Aixamtkn wxizxrgrizrn ist. Dié'sér Sigiidpunki ist bkrrits im Odcr-Vkrwaltungs- gsiichi dnrch Erkenntnis; ilargelcgt. Bkkrkffs drr POst-Aisistknisn und dcrcn Uxxwircrruflichxr YkistL'ÜUUJ hab? ich zu e*rwidrrn, dxfi wir crst wor zwx-i Jairrxi in drr Lage xrkwssCn sind, diLsT Zsit VM fünf auf d:?i Jahrs ixirzixkiirzcii. Zur int bedaurs ici) Wr, an di: Wünsche Wch nich1 Ci;1,“;€[)é'x1 zu köuiikn.

Abg. Vox: Kardorff (“:)ip.) svricht die Hdffniirrg aM, dafi msd:

Mittsl 111 drm mächstrri Etat 'für dix Ausdehnurg des F?riisprLc-h- wa'xrns aus drm plattyn Lcixidc' ringksiellt iverdkn würden. Staatssekretär des Reichs-Postamts von Podbielski:

Von allrn Sritrxi isi zitgrgrbkn, daß die AitHdkdmm-g dss Fsrn- sUkichJUCsLUI auf drm piaticn Lande" und in den leiUé'l'SU Städicn cine rmbrkixigik Notbwmidigkdir sri. (SSN i'iÖTi-Z!) Damit kidsr- stürzkxw V(*L'le;i€'ié-chU, Rar fx'in Bcdcnkcn. Das würds die Drabiindustrik Uiiißliä) unii'nxmrn, wriin wir ihr 511 groß? Aufträxie gäbkn. Auch ans axidsrsn Griiiidrn, z. B. EZiiü'rUng d€r Bramren 11. s. w., ist Es gut, dis Sache aiif cinc NEWS VEU Zabrrn zu drridriirxi. Jm Ganzrn wird die Durchfiierimg diCW Gsdankkns Crwa acht Jaixre bransvrucixkn. Nach dmr jrizigrn Fkstsicilimirn würden auf drm Piaitmt Lande und in drm klx'inrrxn Sfädirii ]] 176 ;_Fernswrkchanstalrsn crwünscht skin. (FZ lisst iii dsr Adsickzt d-Kr Vkrwaiiung, im Laufs, drs Jabre's bc'rkitö 4694911!- staiiFn durch Brnnßimg 1“;_*rickandrn8r Zeitungs" drm Brtkirkr zu iibcr- ;iidrii. (Brads! ckckck.)

A*)». l)r. “ZUiüllsr-Haqan blcidt dabci, das; 11er die Zahl drr Diensjstundrii kritik" l'indi'xide'n VrriciIriifkii T*Litärdrn, aiich Mrde dadijrch, dzßf; dic WBL? 511 sikbkn Tags]; _stäst zu 7echI Arbkitötagkii h(rxghnkt wurdc, die' «O!:liixnglhä bertntrachiigi.

Lid». 1)r*. Förstc'r Ne'riiixéttm (d. f.“ F.) bcmänxxxlt dic kostdarr Aridithtmig Und "Öli? übrrmaßig große Dienstwohnung in eincm Ober- Poitdtreitioxixiirvaudk, ' _ _

Ad,» Siizzxi'r: DW Eiklarnng dss Staatsirkretärö stsbt im Widcrsprnck) lll11 drm, w:)tmt sr fia) ringkfülxrt bai, das; er nämlich üdsr rex! P;:rtrrxn sti'an uud mir ('in Vérkkdrs-Minister skin woiir,

Zn Hamburß [:atxdelte ck sich nicht um eine: sozialdemokratiskbe Vkr- 1a1nmirmg.

Staatssekretär ch Rcichs-Postamis von Podbielski: Z).)Ori116 Hrrrc'n! Jeb möchtc auf dkn Strcit, ob die Versammlung in Hamburg eine sozialxrtnokraiische gewcscn ist oder nicht, nicht näher ('inxxi'bi'n. Ick möcht€ nur dkn *Hx'rrn Abg. Singer darauf binwckisen, das; r-c'r Veranstalte'r diescr Versammlung _ rsspektidesoweit ich uritrrrichtct din _, drr Hauptrcdncr, dort ein ebimaligcr Post- A'osistknt mit Namen Viki _, gewesen ist, dsr nacb iminén Nach- richtcn längrrs Zsit in drr Visdaktion dss „Vorwärts“ beschäftigt wurds. Ick “südrc dicss Thatsache nur an. Wie dicsk ganzkn Ver- baxidlimiien iii jrnsr Virsannniung grwssen find, daddii werden sich ja die Mit,]liedrr de's hohen qusrs durcb Einfuhr in die Berichte wobl iibkrz-éuzien i'öimrn.

Z).)k-xinr *Hcrrrn, bécr batidélt 65 FA) nicht um eine Scbnridigkeit odkr sin brsonde'rcs Vorgrben, sonde'rn msinek; Erachtcns um den ('in-xis] lOkaklkn Body", auf dem unser gesammtkö Staaldwßskn auf- xi-xbaut ist. Hat dsr Cid (inks Bcamtcu Tine Bedentung oder nicht'.- DS!" Mann wird niäxt zu dicssm Cids gczwungen odrr vrranlaßt; er muß sich kiur Wrrdkn: will Er Bramfer drs Derrtscigkn Reichs sein, so bat er bis s-éim'r Nnsisllung rim'n (Eid zi! schwör€n. Dissen Eid jkderzkit zu bsfolgrn, ist seine A*.rfgadk'. Da siche ich mit msincn sonstigen Airssührnnqmi ivoixl nicht im Widcrspruci)! Jedkr Ma1|11,derklar (ius dym Boden nnskrr's SQUWLSÖLW steht und wkifx, was er will, nmß fich s;)gi'n, das; cin Eid noch eine Bxdciitung bai,

Abs. Mrßiicr (anir ): Die Ausdehnung des Fernsvreckywc-ssns aiif daß“ platte Land wird ke'im? Bxdeutmrg baby", wenn nicht dir Gc- biibrc'n rrriiiißigt werds", * Dcr Etat dcr Postverwaltung wird genehmigt.

Beim Eiat dcr Rcichsdruckerei fragt

A1»). Ur. Hammacbcr (ul.) nacb de'm Stande d€r Untc'r- s]]ÖUxixiéli br5iiglich drr Banknojenverfälschung; nacb dM Zeitungs- nachricdirn polls k-s fix!) nm Einl. Fälschung bri einer ganz bestimmten

kann ich nicht zugeben.

Abg. Liebermann von Sonnknberg (Reformw) bringt die 5 Beschwerde der Dachdecker von Frankfurt a. M. zur Sprache, die sich -

Lieferunii, bandcin. chn der Béatnte Von “2111 Ausschuß sich hätte Banuojkn aiistxmen könm'n, so müßte die Vorschrift erlassen werdcn, dai: rxur 70 Mi Nom: gedruckt würdkn, wie bkstk'Ut sind, dis

druckerei würde dadurch von aller Verantwortung frei. In anderen öffentlichen Druckereien babe niemals die Gewohnheit bestanden, mehr zu drucken, als bestellt gewesen sei.

Staatssekretär des Reichs-Postamts v o n P o d bie ls ki:

worten: thatfächlick) werden voUZÜltige Noten nur in dem Umfange bergesteüt, wie sic: bestellt werden. Es sind ja auch nicht vollwerthig hergestelite Noten entwendet, sondern nur in Papier und Stich echie, die Zahl und der sonstige Aufdruck fehlt ja. Infolge der Vorgänge während der Fabrikation muß natürlich in jedem Moment immer etwas mshr Vorrath da sein, denn es gehen einige entzwei, der Druck kommt mambmal schief u. s. w., solche Sachen kommen zweifellos dor. Wirkliche Noten werden auch nicht mehr hergestellt, als tbatsächlich besteÜt sind.

Ick) kann nur immer wiederholen, meine Herrkn: als Ergebniß der je'yigeii Untersuchung hat sich herauSgestellt, daß das, was ich die Ehre? hatte, dem hohen Hause zu unterbreiten , auch zutrifft, d. 1). daß eine Mxnge von Zufälligkeiten an dem bewußten 14. Januar 1897 zusammkngetroffkn sind, die dieses ermög- lichr-“zn und zuließen. Ich gebe zu, meine Herrsn, der be- tr€ff€nde Beami-z bat wahrschsiniich jahrelang auf den Moment gelauert, daß die drei Momente zusammenfalxsn, das ist wahrscheinlich 10-, 20 mal nicht geglücki, und an diesem Tage glückte es, und da ist er in der Lage gewrien, den Diebstahl vorzunehmen. Aber wollen die H:?rrrn uur Erwägen: es smd seit dem Jahre 1880 _ seit diesem Jahre liegt mir das Verzeichniß vor _ in der Reichs- druckerei nahezu 38 Milliarden Geldwerthzeichen hergesteüt wwrden! DemgegenübU bat fich, also in 18 Jahren einmal, dieses eine Ver- sehen herausgksteüt. Ich will wahrlich die Sache nicht entschuldigen und beschönigen, aber Sie werden mir zugeben, ExceÜenz von Stephan war ein äußerst Züchtiger Vcrwaltungsbkamter, und wenn Sie heute dieJnstruktionen durchlesen, so werden Siénacb jederRichtung hin finden: w:“rdsn fie püriktiicb, sorgfältigft befolgt, so kann nichts eintreten, (:O-„'r, meim Hsrrsn, wie imme'r: im Lanie der Zeit wird man hier und d;: lässig, und so find diéfe Zustände Lingktrsten. Ich habe schon worigés Mai Varanlaffung gehabt, darauf binzuweissn, um wie wenig es sich doraudfichtliäi handelt, daß ss fich nach unseren Er- bCÖUUsxEU urn höchstens 3): MilLirn Mark bandkln könnte; das hat fick) auch bkstätigt, und wsmi die Hzrrsn fich die Zablsn Vorhalle?» daß wir hrute übsr eins Miiliarde Mark Wertbzeichrn im Umlauf babkn, daß wir ca. 500 000 Stück Tausendmarksckpkine baden und 5 MiUidnen Stück Hundertmarksckpeine, nun r€chnen Sir: dkmgxgknüder silben diess 160 Sch€ine zu 1000 «M und 160 Scheinü zu 100 „;ck, di-Z Vorauéfichtlich nach den ganzkn Zu- samtnensicliungrn nns fsizlrn. _ WEnn das in Liner ganzen Rsihe von Jahren statjfindeét. bätfe? es wirklich nicht Veranlassung gkben soÜen zu der (:kde Bsimrubigung, wic; diks [Lider gsscbshén ist, vielleicht durch unskrk Prrsse Nranlaßi, die? si“; täglich durch Reportér-Nachrichten in allen mögliäicxi Farbkn dem Publikum dorgsfübrt bat. (Unruhe links.) »- Ja, meins Harrszr, wcr-n irgrrid jemand Nrnommrn wurdk, haben fich sofori fiinf, s€ch3, acht Reportrr eingefandén und ihn angeforscht. Wir find sclbst Erstaunt chcssn, wis ein ganzrs HELL“ solcher Rspyrixr unaußzixiryt 011€§ bcodachtet und Versucht hat, irgend etwas vori 11115 zu erschnapprn.

NUR, mein?, Hrrrrn, kann ich noch kiixmal. nachdsm ich mich mit drm Hirni éiirichdmik-Präiikknirn vxrsiändigi habe, die Erklärung adgébW :

Zn cincr Licirnrulxigung des Publikums we'gr'n d-kr Von dem GrünentöU in dk" Vrrkrbr iiebracbtkn Noten liegt keine Ver- anlaffung WT". Die Rsichskank hat ihr? Einlösungssteüen nicht angswisskn, dsrgicickzxn Notrn zu branstandkn. Die aus dem Grünrntbai'schen Dikbstabl i)?r1ül)rcn'r€n Notcn w€rdrn vielmehr, im Eindrrsiäixduiß zwischen drr Rkichsbank- und drr Rkichs-Postver- waliung, ringxyldst werdsn.

Ick) »Missy-:, damit ist kik Sache" für unssr ganzes Verkkbrsleben

klarziésieia. Wcéirxr 1111 die Unvrsuchurig i(stgc'stkslt, daß das Grünenthal'sche BLkU-öiiln 12“th böixcr isi al:“- kie worgckommrncn Vrruntrkuungen (LÜÜKLU links), sodas; sclbst die' ReiWVkrwaltung Voraussichtlich nicht einmal cin materieller Schadkn trkffen wird.

Im übrigrn, nikinc Hrrrrn, kann ich nur wiederholen (Unruhe links): Es ist meine Piiicht xicwssrn, die Sachs kingc'bend zu prüfen. Seit dem 1. Januar 13. I. ist bcrcirs cin nkurr Kurator für die Reichs- druck'erci Von mir Ernannt Wordcn, drr sich mit den Vérbältnisskn ein- géhend bcschäi1ixxt hat, und ich glaube, bei cine'r klaren Trrnnung von Bsrwaliung und Bejrird wird hoffentlich dcrgleichrn Vorkommnissen für die Zukunft Vorgedcugi sein.

Abg „])r. Müllcr-Sagan: Was batdie Prcffeanderks gethan, als drm Publikixm das mit'zntbeilsn, Was vorgefallen ist? Pian kann den Schaden nicht mit dcm Werth dcr Noten, sondern nur mit dem Werth

der Arbeitslcistung dsr ReichSdrnckerci verglkichsn. Das System der Kontrole hat sich als ungenügend erwiese'n.

Abg. 1)r. Harrimacbcr: Dic Presa hat sich ein großes Verdienst crworbon, indem 118 so schneli wie möglich die Bcdeutung des Falles darisgjk. In drr brvvrstcbéndrn Sisung dcr R€ichsfchu1denkommission wird dix? Angelkgcnbrit hoffentlich zn txinsr eingrbknden Erörterung und Erledigung gelangen.

Der Etat der Rcichsdruckcrei wird genehmigt; ebenso ohne Debatte dcr Rest des Etats.

Die noch vorltcgrndexi Anträge und Petitioncn werden bis nach 13911 .Fcricn zurrickgcsteljt.

_ Schlic'ßlick) gxlanch auch das Etats: und das An: [cihcgcsan some du's Gcscß über die Verwendung iiberschus iger Netchcinnahmen zur Schulden- tilgung endgültig zur Annahme.

_, Schluß 33/4 _Uhr. Nächste Sißun, Dienstag, den Li). April, Nachmrttags 1 Uhr. (Erste cratbung dcs Gefes- cntwurfs, betreffend die elektrischen Maßeinheiten; zweite Be-

rathung dcs GcseßcSantrags, bctrcffend Aenderungen und Er- gänzungen dcs SthgLskHbuchW),

Preußisther Landtag. Haus der Abgeordneten. 60. Sißung vom 31. März 1898.

_ Dic „ersteBcrathung dcr Gcseßentwürfe, betreffend das Dienstcrnkommcn der evangelischen und der katho- lischen Pfarrer, wird fortgescyt.

Ueber denVeginn der Debatte ist in der gestrigen Nummer

Rsichsbank möge: dann die Noten benutzen oder vernichten; die Reichs-

d. Bl. berichtet worden.

Ich möchte zunä“chst dem Herrn Abg. Dr. Hammarher ant _

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