4) Die einzureichenden Entwürfe müssen mindestens „ein
Zehntel“ des Flächeninhalts der Yi..der._.haben. . '
Es werden für alLe BilderiF “Wenskizzen in beliebiger Technik gefordert. Farbe, Form und Gedanke müssen aus den Entwürfen klar erkennbar sein. '
Die Ausdehnun des Entwurfs auf die Dekoration des
anzen Saales, jedo unter Beibehaltung der vorhaiidenen ezw. ur Ausfiihrung bestimmten Innen:Archiiekiur, Wird den Bewer ern anheimgesiclli.
6) Die Entwürfe und Skizzen sind unter genauer Angabe von Namen und Wohnort des Urhebers oder drr ctwa_ m Gemeinxchaft auftretcnden Bewerber, unter Beifugung eiiies Kosten:"; erschlags über die Aus übrung der Wandgrmalde sowie unter Angabe der in Vorf lag gebrachten Tcchntk bis zum 1. Dezember 1898, Nachmittags 3 Uhr, an die Königliche Akademie der Künste in Berlin 5117, Unter den Linden 38, kostenfrri einzusenden. _ ,
7) Für die bcsten Entwürfe wcrden dre: reise mm 4000 „16, 2000 «16. und 1000 ML, zusammen 70 014, aus- 6 e t. g s 88) Die Entscheidung iiber die eingegangenen Arbeiter) imd dic PreiSLrthcilung erfolgt durch dic Lanch-Kurqsi-Kommisswn, welcher für diesen chck drci Abgeordnric der Stadt Altona mit Stimmrecht hinzutretcn. „ " ,
9) Die prcngekrönten Entwurfc können fur drn BOM des preußischen Staats in Anspruch gcnommcn wrrdcn, 1800 verbleibt den Urhebrr-i das Vrrviclfältiqungzßrcchi.
*Die iibrigrn Entwürfe werdrn dcn Brwerbrrn zurückgegeben.
Auf Enischädignngrn für Arbeit und Kosten babcn die Bewerber keinen Anlsprucb. .
10) Eine öffent ichcAusstillung dcr cingrsandten Entwürfe wird in Anssicht grnommen.
11) Ueber die Ausfiihrung der Wandgemälde bleibt die Entscheidung vorbehalten. ES wird jedoch, soweit angängtg, der von den PreiSricbteru an erster Stelle als für 0113 Aus: führung geeignet bezeichnete Entwurf nack) Zustimmung drr zum Prengericbt gehörigen Vertreter dcr Stadt Altona br- riicksichtigt worden.
12) Bei der Ertheilurig des Auftrags kommt der dem Künstler gezahlte Preis auf das (Hcsammthonorar fiir Aus- führung der Wandgemäldr in Anrechnung.
Eine Zeichnung von dem zur AUSsckmiiirkung bestimmten Raum nebst einem Abdruck dicses Prrisausschrcibcns kann bei dem Bumm der Königlichen Akademie der Künste in Berlin RW„ Universitäisstraße 6, sowie bci drm Burrau dss Magistrats in Altona unentgclilick) in Empfang genommen wrrden.
Berlin, den 15. April 1898,
Der Minister drr gcistlichcn, Untrrrichts-Bursiis) McdizinUl-Aiigelrgcnhcitrn. * o c.
Yiehtamtliehes. Deutsches Reich.
Preußen. Berlin, 21.21pri1.
Seine Majestät der Kaiser und König arbeiteten, wie aus Homburg v. d. Hübe gemrldrt wird, gestern nach dem Vortrage drs Chefs drs Zivilkabinets mit drm Gesandten Grafen Wolff-Mcticrnicb. Um 1 Uhr trafen Zim' Maxostiii die Kaiserin Friedrich sowir Jbrc Könikilickxn Hoheitr'n drr
Großherzog und dir (Hroßbrrzdgin von Hr srn mit der Prinzxssiii
Beatrice von Sachsen-Cobiirg mid Gotha zn iirrzrm Bcsuch _
bei Ihrer“. Kaiserlickxn und Köriig1ich2n Majcirätrn rin.
Hrntr Vormittag nahmen Seine Majestät dcr Kaiser dic Vorträge des Krirgs-Ministcrs, (518nrrai:Licirtrnanis von (Hdßlc'r und des Chefs des Militärkabincts, Genrrais von .Hahnkr entgegen.
In der am 19. d. M. MM drm Borsiiz des Staats: Ministers, Staatssekretärs des Innern ])]: (Brafrn von Posadowsky - Wehner abgehaltrnrn Plrnarsixzimg bes Blundesraths wurdc dem Enthrf cinch (510115223, brirrffend die Ausfiihrung drs Bürgerlichen (Hrsrßbnchs in Elsa;- Lotbringen, » drm Entwurf eines (Hrseßrs wrxzrn Fcstsirllang eines Nachtrags zum Reichshausbalis-Eiat für 1808, » dcm Ausschußantrage, betreffend den Zollocrivaltungskostrn:Etat für Bremen, » der Vorlage, betreffend den Entwurf von Ausführungsbcstimmungen zu den Branntwcinstcurrgesexzrn, » sowie der Vorlage, betreffend die Verleihung von Korpora- tion-Brechten an die PanganßGcseUschafi in Berlin, » dicZu- siimmung crtbrili. Den zuständigen Ausschüssen wnrden überwiesen: dic Reichstagsbeschiiiffs zu drm Brricbt der Reichsschuldcn : Kommission vom 12. Mai o. I., zu den Uebrrsichtcn drr Einnahmen und Arisiiabcn der afrikanischen Schuygebicie für 1804/95 bis 1896/07, zu den Rechnungen über den Haushalt der Schußgebirie von Kamerun und Togo sowie des südwestafrikanischrn Schußgcbicts fiir 1892/93 und 1893/94 und zu der allgemeinen Rechnung Über den Reichshaushalt für 1893/94, » ferncr der Antrag Preußens, betreffend Abänderungen des (Hcscßes Über die Naturalleistungen für die bewaffnrts Macht im Frieden vom 13. ebruar 1875 und des (Heseizes vom 20. Juni 1887, » dis orlage, betreffend die Beschlüsse des Landesausschusscs zu dcm Ent- wurf cines (HeseLes fiir Elsaß-Lothrinqen iiber die Besoldung der Lehrer und chrcrinnen an öffeiitlichcn Elemeiitarschulcn, » kowie die Vorlage, betreffrnd die Beschlüsse des Landes- aus chusses zu dem Entwurf eines (Hescizes fiir Elsaß- Lothrinqen über die Vizinalstraßen. Außerdem wurde die Wahl von drci Mitgliedern der Kommission für die Ausschmückung de's Reichßtagsgebäudes vorgenommen und Über den Seiner Majestät dem Kaiser zu unterbreitcnden Vorfchlag wegen Bcseßung der Präsidentenstelle bei einer stYplinarkammer, sonne über verschiedene Eingaben Beschluß ge a t.
Der Königlich bayerische Gesandte Graf von Lerchen: feld-Köfering ist vom Urlaub nach Berlin zurückgekehrt und hat die Geschäfte der Gesandtschaft wieder übernommen.
Der Köni lich sächsische Gesandte Graf von Hohenthal und Ver eng hat fich mit kur cm Urlaub nach Dresden begeben. ährend seiner Abwefen eit fungiert der Legations- Rath von Stiegliß als interimistischer Geschäftsträger.
„. .- _...„.,-.»,.. _ .-
!
Der BotsYther der Vereinigten Staaten von Amerika Andrew D. hite hat Berlin_ für einige Tage verlassen, Zim bfich zu den Jubiläumsfeierltchkeiten nach Dresden zu ege en,
Der Wirkliche Geheime Ober- Regierunqs_-Ratl) im Ministerium der geistlichen, Unterrichts- und Medtzmul-Ange- [Ygenhe'iten ]).])r. Schnéider ist nach der Provinz Westfalen (: gcreit.
Der Regierungs-Nath von Wilmowski zu Bromberg ist der Königlichen Regierung zu Liegnixz zur weiteren dienst: lichen Verwendung Überwiesen worden.
Der Regierungs-Asseffor ])r. Saen, er, z.Zt. in Magde- burg, ist dem Landratl) des Kreises „Karl)aus im Regierungs- bezirk Danzig, der Rrgierungö-Asseffor Turi) cn drm Landrath drs Kreises Frankrnstcin im Rrgicrungsbezirk Breslau, der Re- girrungs-Assessor S (binidt, z. Zt. in Berlin, dem Landratb des Kreises Waldrrbur in Schlesisn, der chierunngiffessor Ve [bogen zu Hcréord drm Landrat!) des Kreises Hamm im Rrgirrungsbczirk Arnsberg, drr Regierun s:Assessor Writer: mann dcm Landraib des Kreises Euskichn im Regierungs- brzirk Köln und der chieru11qz§=Affcffor Keller dem Landrath drs Kreises Mayrn im Regierungsbezirk Koblenz zur Hilfe: leistung in den landräthlichen Geschäften zugctbeilt worden.
Bri drr gestrige» Frstiafcl in dcr Koniglichrn Residenz brachte Seine Königliche Hoheit dcr Prinz:chent cinen Triuksprrich auf Seine Majestät den Kaiser von Ocstsrrcick) und Jbre Königlichen Hobciien den Prinzen und die Prinzessin Leopold aus. Seine Majestät der Kaiser von Oesterreich erwiderte untcr drm Ausdruck der [)rrzlichstcn Wünsche mit einem Hoch auf dcn Prin Regenten und auf das Iribrlpaar. Am Abrnd wohnten alle Fiirstlichkeiicn drr Fcsworsthung im Hofthratcr bci. *
Sachsen.
“Il)rcMajcsiätcn drr König und die Königin cmpfingrn auch gestern eine große 2111 ahl von Beg[Ückwiiiiscbungs-Depu: tationen, darunter Line sol )(? dEr sächsischcii Armee mit Ihren Königlichen Hobcitcn den Prinzen Georg, Frirdrici) August, Johann Grorg und Albrri an drr Spißr.
Dic gcstrigc Festvorstellung im Hoftbratrr vcrlirf äußerst qlänzend. Ihre Königlichen Hoheiten die Prinzen und die rinzessinnen, dic Siaais-Ministcr sowic die in Drchrn eingetroffcncn Deputationcn waren im Thraker anwesend. Ihre Ma'rftäicn der König und die Königin rrschicnrn um 9 ÜN Und wobntcn dcr Vorstrllung bis zum Schluss? bei. Bci drm Erschcinrn Ihrer Majrstäten brachte der Präsident der Zweiten Kammrr, Grhcimc Hofrath Acker- mann ein Hoch auf den Kxöxiig und die Königin aus. Nach der Vorstriiung faiid ein von 1100 Musikern aller sächsischen Militärkaprllrn ausgeführter Zapfenstreich statt, wclchcm dic Königlichc Familie an der Excdra ch .Hoftbratch beiwohnte.
Baden.
Seine Königliche Hobrii dcr Kronp rinz von S (bw cdcn und Norwegen ist, wie die „KrirlSr. (Fig.“ mrldri, am Dirnstag Mittag 11011 Ncrvi, 1110 Höchstdcr clbc Zbrc Köniz»;- 1ichc Hoheit dic Kronpriiizessin in brffercm Be-fitidrn ber: laffrn bat, ii: KNriÖUUkM ringrtroffcn und hat sich am Abcnd von dort 3011] Besuch Jbrrr Majestät drr Könixiin von Schweden und Norwegen tmck) .Öonnrf bcgrbcn.
Oesterreich-Ungarn.
Dcr ösicrrcifrbc Finanz-JJZiiiistcr ])1'. Kriizl ist gcstcrn i:: seim'm frübrrcn Wahlkreise Smickww-Cardlincmbal mit groszrr Mchrbrii wicdcr ziim Reichraibd-Ylbgcordnrirn grwribii worden.
In drr gestrrgrn (“5115111151 dcs Ösirrrcirbischrii Nbgodrd: nctcnbauscs brnniwortcir drr YiiiiisiCk:Psäs10OM Graf TbUn znnächstzah1rrichc Jntsrprllatidneri,darnntcr ci116s01chr,brtrcffcnd (iir Vorübrungrti gracn Veit, iiber die (*r sick) dabin äußrrtr, daf; allo Maßrrgrln znr Vrrbiiinng dcr Einschlrppung griroffcii ssirn. Dic Pilgrrbrwcgimg ans BODUM und drr Herzrgbwiim nac!) Mokka bedeute allrrdinxxs rincGrfalx drr Ei11schlrppnng, WW: halb dic Regirriing darnach trachte, dicse Brwrgnng anf rin Minimum zn bcschränkcn. Drr Ministrr-Präsidcnt bczcickmrtc ferner die Brbuupiung, das; brrrits in drr [rßten Trlrgniimis- sejsion cine Fircdiifordrrimg fiir die Auslagcu, welche die Erit- endung der Schiffe miri) Krcta brrurjacht babs, Udrgcisgt wordrn ci, ais irrig. Fiir dicsriichck wrrde rrst von den drmnächsi zuscimmrnirxtcndrn Delegationen cin Betrag vrrlringt werdcn, dcr iibrigens rinigc 100000 (531:le nicht iibersirigen werdc. Sodann ging das Haus ziir Tagcsdrdnung iibcr, auf welchcr die An- träge", betreffend die Vrrscßung dcs (Hrafcn Badeni in den Anklaqczustand wrgrn dcr Vorgängr in der November- Scssion des Reichstages“), standen. Der erste Antragsicllrr, Vlbg. 111". Kays er (dcntscbe Volköpartci), fiihrte aus: Graf Badrni habe das Verbrechen des Verfaffiiiigsbriici)s, drs Hochvrrratbs und des Mißbrauchs dcr Amtsgrmalt bcganzicn. Dic Verscßuug drs (Grafen in den Anklagrzustand sei 1191!)- wendiJ im Jntcresscdrr Gerechtigkeit. Dcr zwcitc Antragstcbcr, Abg. Hroß (deutsche Fortschrittspartei), crklärte, der Rücktritt des Grafrn Badcni sei nicht als genügende Sühne anzuschrn, und beantragte die Ueberwcisung des Antrags an cine Kommission von 36 Miiglicdsrn. Der dritte Antragsrrllrr, Abg. Rieger (Sozialdemokrat), fiihrte aus, die Verfassungs: briiche des Grafen Badeni seien durch das Parlament selbst verschuldet, weiches gesckiwiegen habe, wenn die Gewaltibätigkeitrn nur gegen Arbcitrr gerichtet gewesen seien. Die S0 ialdrmokratcn wiirdrn die Obstruktion nur an- wenden, wenn ie durch die äUßersten Umstände dazu gezwungen wiirden. Der Abg. Dr. von Grabmayer (verfaffunxstrcuer Großgrundbesiß) erklärie, seine Partei unterstüße den lntrag, damit Beruhigung eintrete. „.Es sei nothwendig, daß Sühne fiir das begangene Unrecht geboten werde. Es handle sich nicht nur um die Person des Grafen Vadeni, sondern um dessen System. ' ES müsse Sühne geschaffen werden, damit die Re- Ycrung [ich hüte, ähnliche Wege zu wandeln wie Graf Badeni.
a_s großtr Vrrbrcchen habe Graf Badeni jedoch am Reiche sr1bst be augen, dessen Gefüge er ins Wanken ebracht habe. edner appellierte an die Deut chen aller
arteien wegen Aufre terhaltung der Gemeinbürg chaft doch dürfe eine auf demagog schen Erfolgen fußende Partei nicbt eine Diktatur ausüben onen. Redner begrüßte ferner das Auf- treten des Abg. Freiherrn von Dipauli in der Sprachenfrage
und sagte, die Einseßung eines Sprachen-Ausschusses sei die
_ erste Etappe auf dem Wege zu einer ReJelung der Sprachenfraqe..
Die j'cßige Abrechnung möge zur An ahnung des nation Friede'ns führrn. Die Debatte wurde sodann abgebrochen (I;? die Stßung auf heute vertagt.
_ Jm ringarifchen Unterhause le ten gestern der Jinaiiz-Minister von Lukacs und der andLlS=Minifter
amel die'; (Heseßcntwürfe, betreffend den wirthschastljchen AuBgleich mrt Oesterreich, und die damit in Zusammenhang stehenden Finanz: und Handrlßvorlagen, vor. Lide Minister ersuchten, die Vorlagen dem_Finanz- und volkswirthschaftlichen Ausschuß zu überwersen. Die Kossuth:Vartei vrrlangte vor der Uebrrwetsung an die Ausschüsse Darlegung und Vorlesung der Vorlagen. Dcr Ministcr-Präsident Baron Baufix) trat für die soforiige Uebcrwcisung an die Ausschüsse ein. Der Prä: sidcnt von Szilxigyi erklärt?, das Verfahren entéprcche dem bisher gcübtrn Branche:. Die Redner der Ko sUth:Parfkj verlangten für ihren Antrag namentliche Abstimmung dercn Vornahme vom Präsidenten auf heute festgescßt wurdéé Ter Abg. Robonch) inierpellicrte den Ackerbau-Minisier wegen drr amtlichen Saatcnstaridsbcrichte und fraqtß, ob der Minister bereit sei, die Vrraniwortung für diese Be- richtc zu traYn. Dcr Ackerbau :Minister Daranyi er: widrrxr, die aatcnstandsbcrichtc ridipréickicn der Wahrheit, Er übernehme die Verantwortung fiir die Berichte und werde 1in? fernerhin fiir orientiercnde Snatcnstandsberichtr Fürsorge re cn.
Großbritannien und Irland.
Der amerikanische Botschaftrr Hai) sprach gestern, wie „W. T. B.“ aus London mrldet, in Beantwortung eines Toastcs auf dasdiplomaiisckie Korps bei dem alljährlichen Osierbankcit im Mansion Housr in warmcn Worten von der Verwandtschaft zwischen Großbritannien und dcn Vereinigten Staaten, welchc VLki'iUk seirn im Dienste der Mission der Freiheit und dcs Fbrischritts.
Frankreich. Der Präsident Faure gab gcstrrn, wic „W. T. V.“ be-
richtrt, im Elyséc zu Cbrrn der Königin und der Königin: Regentin der Niederland? cin Drieuncr.
Spanien.
_ Dir Co rtrs smd gestern in feierlicher Weise eröffnet worden. DW KoniYin-Regeiitin brgab sich in Bcgleiiung dcr of- staatcén 11a ) dem Senat urid verlas daselbst, wic „WT. .“ incldrt, folgrndc Thronrcd-z:
Dir schkV6Wn Besorgnissr, wrlckxe Nirin Hrrz bcirübtcn, iind srii drm 112131911 Male, daß Ich an Sic das Wort richtrtr, noch Jewackysen; diE Bsunrubiriung drr Bevölkerung ist lobbaftsr grwordrn in drm beunruhigenden Gefühl dss Bevorstcbrns nrusr, gröfzrrrr Vrrwickc- lungrn. Dirie sind brrbdrgrrbicn dnrch dir Wrndrmg drr Dinge? aiif (Cuba, an der cin Tbril drr Bevölkrrung drr Brreinigirn Staatsii schuld ist, der voraussirbt, daß eine aus freirm WiÜen bewor- grgangrne Knudgrbung drr cubdnischkn stölkerung durch srinr Vdiköbrrtrrtung für imer jrne Piätir zrrstörcn wird, welche sich arzt)" dir Sviwrränciät Spamrt'ks richtrn Und ron drmjxnigcn genährt worden sind, wr1chc mit Untrxsiüxiungcn und Zukuniisplänrn von den benachbarirn 511111111 (1119 dort, gklandet find, um das Fruer drr Jnsurrekiion auf diesrr umilücklicbrn, aus so vielen Wundrn blntr'ndcn Inst! zu scbürrn. Wrim dir Rrgierrmxi drr Veércixiigtcn Staatsn dicsrr blindwütbigen Strömung nachgrbcn sollts, dann würden jrne Drohungen und BEleidigungrn, wclch€ wir bis cht, weil sie nicbt drr ?in-Zdrrick drr- Wahren Gesinnung drr amrrikaniscbcn Brvöikrrnng find, in Gléicbmutb binnrbmen korintrri, fich in unkrträglicbr Hr-räbsfordkrung UULWÜXWCln und behufs Veribcidizmxig drr ixaiionaix'n Würdr Mrinr Rrgirrung dazu zwiiigkn, dir Brzirbrmgrzi :.::r amri'ikanisch Yii'sjiérlilig abzixbrrcbrn. JU dirssm kritisrbrn Vingrnbiick bat dir rrbabrne Stimme drdjrnigrn, drr auf Erden die (Gcircbiilerit Gottes vrribrbrii, Raibscbläzir voii Fricdensliebc und Wrisbrii xxrgrbrii, dir Viriiir kasiikflillg Unsrbrrrr briolgrn konnte im Brwufzisrin ibrcs chhis und ibrrr Pflicbtcrfüiibna. Wann Spaniern dem Hrilixirn Vairr für irinr Fnisrbrntibn zii Gimstrii ch Frikdrns in dirsrn kriiiiärrn Au-zsnbiirkrn Dank ichldri, so ist ('s auch den Euro- väiscbrri Großmäckyirn dafür Verpflichirt, daß fir in ibrrm freimd- schaitlichcn Vrrlmiien und in ibrrn selbstlosen Ratbsckplägcn unsrrc Urbcrzrnziimg Ökfl'stiiékön, das; dir Sach€ Spaniriis dir allgemrinsirn Sympathirn und seine Hxiitung dir rinsiimmigc Billigung findln. EIisfjrdrci)1r.-öglich, das: das Atirniat sicb bcrwirklicbt Und daß irrdrr dir Hriligkrit [Mskkks chhiö , noch dir Mäßigimg in unisrcm Vrrbciiic'n, noch drr mtsdriickiicbe, in Voller Frribsit kundxxrzirbrnr Will? drs cubaniscbrn Volkes dazu birnen wsrden, dir grgrii ras spanische Vairriand entfrffrltrn Lridsnschafirxi drs Haffrs
. in Eckpranirn zu baiieén. Jeb bzbc dabrr für drn Fail, daß Dikskk
bochirnsie 'Lingrnblick rinjrijt, ivo Recht )1110 (Hrrrchtigkkii krinrn andrrd-x SMW findrn,*als dcn Muib drr Spanirr und dir! [?st- kömmiiche Tbatkrait unirrrs Volkes, dir (Ziitberrrfnng drr Cortes br- schlonnigt, rrrrn Wir EntWridung ohne Zweifrl drn uner- schiiticrlicbrn Entschluß Mc'iiii'r Regikrung 1.1nkii0t1irrcn wird, unsrrr chbir zu berilwidizzcn. Wie groß (11151) das Opfrr srin mag, we1chrs dafür iirfordert wird, Ich nirrde :i'iöicb mit der Nation identifizirrrn und Mrinc _Pflicbtcx: eifüilrxt, dir erfüllrn zu on611 Ich bririi Antritt drr ?iirgsnticbast grscbwdrrn babe. Msin Muitrrbrrz brrirabi darauf, daß das spanische Volk sich um drn Thron Ykeines Sobnrs schmarrn und ibn mit Unübsrwindlicbrr (Grivaii siüßrn wird, bis die Zrit krmmt, wo rs Méinem Sohn vergönnt ist, brrsönlich dic Ebrc der Nation und die Inthzrität drs baker- ländiscbcn Grbiets zu vrribridigen. Zu dissen schwrrwiegenden Vorgängen, die Jbre Aufmarksamkrii jetzt iibrr das Mrer nacb Wrstrn lrnken, grsellt sic!) in diesem Augrnblick noch der Zustand auf den Bssiizungen im fernen) Osten. Die Philippinen, dere'n Unter- tbanrntrrur durch 61116 ernste, abrr glücklich nirdrrgeschlagrne (Erhebung auf die Probe gestrÜt worden ist, lcidrn noch unter den Folgen dieser tir'fgrbrndrn Bcwrgung; um diese zur Ruhe zu bringen und um dir Ursache drs Ucbrls zu brsriiigen, wird die Regierung Ihnen _ wichtige Borlagrn machen. So trübe und dunkel die Zukunft iich aucb darstellt, die Schwirrigkeiien, die uns nmgcben, Werden nicbt größrr sein, als die Kraft und die Energie des Landis, um sie mit einer Land- und Srestrkiimacbt zu bcfirgen, deren rubmrcicbe' Traditionen ihren Mutb stäblen. Mit der gegrnübrr eincm Angriff von Außkn einigen und geschlossenen Nation und rnit der Hilfe (Hotfcs, dcr unicrrn Vorfahren in den großen Krisen unserer Geschichte jrderzrit drt: Weg zeigte, werden wir auch ebenso ebrenboll dirirnige brstehcn, die man ohne Grund und ohne Gerechtigkeit gegen uns beraufzubeschwören bcrsucht.
Nack) der Eröffnung der Cortes traten die Minister zu einer läiigeren außerordentlichen Berathung zusammen. Wie die „Agencia Fabra“ meldet, werden die Cortes Zick) sofort konstitiiieren. Senatoren und Dcputirte aller Parter- chaitierungcn smd entschlossen, die Prätcnsionen der Ver- einigten Staaten energisch zurückzuweisen und alle für den Krieg nothwendigen Kredite zu bewilligen. „ Der Gesandte der Vereinigten Staaten in Madrid Woodford hat _das Ultimatum erhalten und wird dasselbe heute der spanischen Regierung überreichen. Sämmtlilk)e Beamte der amerikanischen Gesandtschaft schliefen in der ver- Yngencn Nacht in dem Hause Woodford's. Man glaubt- oodford werde bis Sonnabend in Madrid bleiben und W dann in Gibraltar nach New-York einschiffen.
Rumänien.
Das Geburtsfest des Königs, Allerhö chstwelcher zur Zeit in Abba ia weilt, wurde gestern daselbst fesilich begangen, Der König empfing, dem „W. T. B.“ zufolge,. zahlreiche Glückwünsche, darunter auch Telegramme des Kaisers von Oesterreich und des Deutschen, Karsch. In Bukarest fand in der dortigen Kathedrale ein feierliches Tedeum statt. Der Prinz Ferdinand wurde zum (Hrneral befördert und zum Komman eur der Infanteric-Brigadc M Bukarest ernannt.
Serbien.
Die Meldungen von einer 'bLVOksÉLthM oder bereits cr- folgien Vcrhaftun, drs radikalen Parteiführerso Pasiisck) (s, Nr. 00 d. Bl.), omie von rincr gegen ihn eingeleiteten Untersuchung werden dcm „W. T. B.“ als unbegründet bezeichnet. Stbweden und Noriuegen.
Die Militärkommifsion drs Stortbing hat, wie „W. T. B.“ aus Christiania Uirldct, einstimmig beantragt, das; die Ucbungszcit dcr Rckruirn von 42 auf 48 Tage? und die der Landwehr von 12 auf 18 Tage bcrléingrri werde. Die Kommission beantragte fcrncr die Abnahme drI Vorschlags, die Befestigungen ch Tönsbxrgfiorch, drs Topdalsfjordc-S und der Stadt Burgen in Veri!)cidigungSznsmnd zu feHen.
Amerika.
Der Präsidcni Mc Kinlct) Hat, mir. „W. T. B.“ aus Washington meldet, gestern Vormittag 11 Uhr 2020111110611 die Resolutionen des Kongresses mxicrzcichnet. Eine Abschrift des amcrikaniscbrn ].Tiiimamms wurde dem spa: Nischen Gesandtsn iibcrrrirbt, der daraufhin srinc Pässe verlangt und gestern Abend Wiishington Ucrlasscn Hat. Die Spanien in drm Ultimaium zur Braniwdriimg gestellte Frist läuft bis 12 Uhr in der Nucht vom 22. ZUM 23. d. M. nach Washingtoner Zeit.
Wie „W. T. B,“ writer bcricbirt, wcrdc das Ultimatum, dcm diplomatischrn Gebrauch LUisPkCihLiW, nicht veröffentlicht wcrden, bevor 613 in drn Händrn drr spanischen Regierung
sei. (5365 sri jrdock) Thatsache, daß der Präsidcni eine Ab-
dcs Kongrcssts mit rincr Noto iiber- sandi habe, in wclchcr rr erklärc: rr habe die Resolu- tionen des Kongresses 1111107z181chnét 11110 vrrlmigr, da[; Sparrien, dem Wortlaut dirscr Rcsolulionrn cntsprechrnd, seine Truppen und Schiffe von Eriba und aus dcn cubanisckxrn Erwässrrn zuriickzicbc. Ein brstimmtcs Daiiim fiir die Zurück- zicbung werde nicht angrgrben, abcr l,)inzugcfiigt: falls bis nächstcn Sonnabend nicht eine bcfricdigcnde Antwort rin- ?egangcn sein soUtr, werde rr, drr Präsidrni, sofort die Reso- Uiidnrn ch Kongrcffrs zur Ausfiihrung bringen lassen.
Offizicll wirdbckannt gcmacbt, da[; die Vrrciiiigten Staaten im Falle des Krieges nicht zu drm Mittel _qrcifrn wiirden, Kaprrbrich auIzustcilcn. Frriicr wird angekündigt, dir Regierung wcrdc bci Ausbruch des Krirgrs folgrndr Bc: dirigimgcn achten:1.)NeutralcFlaggedrck'tfriiidlichrs Giitmit AUK- nabmc von Kontrrbandc. 2) NeutralcsGui, das nicbtKontrc: bande ist, untrrlicgt drr Konfiskation (mri) untcr frindlicbcr Fla_gr nicht. 3) Blockadrn müssen, um bindend zu sein, tlzatJÜckUick) durchgrfiibri wcrden.
Das chréisrntanicnbaus nahm grsicrn obiir bc- srmdrrc Abstimmung cim» Vorlaar an, durch wrlcbc dcr Priisidriit c-rmärbtigt wird, Freiwillige anfzuriifcn.
AusHaUaniia sind ieradrid Trlrgrmmiir ciiigciroffcn, wrirbr brrichirn, daf; drr (Hirndral B 8111“) 111 111it2B111ail10ne'n dasrlbst (111gc'11“0ff011 sri. Maxi brdanrrr dic (3111118011119 drr Fsindscligkriirn in den östlichrn Bezirken, in 119er die Spanier ausgrzrichnrtc Erfolge crrricbt hätten. Ein Cbrf der Auf: ständischen, Bribancour, izdbc dcn Waffciisiillsmnd migr: :wmmrn. ZU Santiago hätten siri) alle Cinwobncr, selbst dir »Zibwcrrzcn Und Mitlattrn, c111srbloffcn, an drr Seite der Spanier zu frrbtcn. Einigr licrvorrcrgriidc Führrr der Nilf- ständischen würden sich*dcn Spanicrn im Kampf gegen die Vcrcinigicn Striaicn anschließen.
Asien,
Wir die „Kölnische Volkszeitmig“ mrldct, ist drr Bischof Linzer in Shanghai eingetroffen und wird demnächst mich Priing weiterrrisrn.
Der japanische Ministrr für „Handel Uiid A(i'crban, Baron Iiomiybji wird, drm „Rririorsibrn Birrran“ zufolge, wcgcn Frhlsrhlagrns drs Brrmiticlnnxisbrrsucchz zwischen dcn Librralcn und dem Kabinct vor'aussicbtlick; 0011 scinrm Amt „:,Uriickirrtrn,
schrift dcr Bcschliiffe
Parlamentarische Nachrichten.
Dcr Schlußbrriibt iibcr die _grstrige Sißuna des Hauses der Abgeordneten befindet sub in dcr Ersten eilagc.
» In der heutigen (61) Sißung, wcichrr drr Vizr: Präsident dcs Staats:Miiiistci*iU1ns, FU-laiizÖLUimstkl",])1“. von Miquel, der Minister für Landwirtbsckmft xc. Freiherr von Hammerstein und der Minister des Innern Freiherr von der Recke bciivobntcn, srßtc dai": Haus der ?lbgcordneten zunächst die Besprechung der Inicrycllaiion drr „511ng. Szmula und Grnosscn (Zentr), brtrrfscnd die Beseitigung des Mangels an ständigen Dienstboten iind land- wirthschaftlichen Arbeitern 111 den östlichen Pro- binzen, Hort.
Abg. atacz (Zrntr): Wir wollen durchaus nicht Eine unbe- schränkte Oeffnung der (Grenze und eine daurrndr, schrankcnlosc Zu- lassung ausländischer Arbeiter. Eine Hilfk ist Lbén für die Lgnd- wiribscbaft des Ostens nicbt möglich ohne die Zulassung ausländixcber
rbeiier; sonst würden wir gerne darauf verzichtan. Die Landwirtbe 111 Schlesien können gar keine ständigen Dienstbotrn bekommen" sic konnsn sich ihre Arbeit daber garnicht Planmäßig einricbten, sodaß die Wirjbschaft darunter leidet. Die Pachtpreise smd "1101ng dessen Lebt beruntergegqngen, die Kommunalsteuern sind aber sebr erbr lich gewachsen. Höbcre Löhne können die Land- Mktbe des Ostens nicht zahlen; “sie können bri den gegenwärtigen öhnen schon kaum bestehen. Die Zulassung russisch-polniscber Ar- bkxter wird die Sicherheit des Staats nicht gefährden. Andere Ar- Ltter wsrden schwerlich nach Oberschle en kommen. Bis jexzt babe wenigstens iiur einen sÖWediscben rbeiter bei uns gesehen.
(Geheimer Regierungs-Rath Conrad: Unter den Vorschlägen, di? Jkstern der Vilnister für Landwirtbschaft gemacht bat, ist besonders
Lk, _betreffend die Konzessionspflilht für-Grsindrbermiitler, mit Freuden beJkU twvrden. Diese Vermittler haben die Viißstände verschärft. Herr von' ichtbofen hat darauf aufmerksam gemacht, daß es jetzt schon möYich LÜ- die Gesindemakler zur Führung von Büchern zu zwin en. * on Éeser Befugniß bat die Regierung bereits 1885 Gebrau gemacht.
5 sind auch die untergeordneten Behörden bersits durcb gemeinschaft-
licben Erlaß der Minister des Innern und für Handel und Gewerbe außewiesen worden, die bestehenden Bestimmungen schärfer zu hand- ba en und eine strengere Konirole zu üben.
" Abg. Seer (nl,) führt aus, daß er während seiner 36H"bri en Tbgtigkett noch niemals emen russischen Arbeiter gebraucht ba e. Hie Madchenxwoüten 'nicht mehr dienen, sondern sich durch Söhneidern und ähnliche Arbeiten selbstandig ernähren. Die Landwirtbe könnten selbst den Arbeitermangel beseitigen, wenn sie mehr Wobnun en bauten und sich mehr verheiraibéte Arbeiter hielten. Aber we che Landwirtbe batten heute mehr Wohnungen als vor 30 Jahren? Wenn die Leute aut behandrlt und untergebracht würden, so blieben sie (131?) imGDifenste. B
. g, ra yon allestrem (Zenta); Ich kann mit Be- friedigung konstatieren, daß fast aUe Vorredner den Uebelstand aner- kannt babrn. Der Vorrednrr leugnete aber 8111611 solchen Notbsiand, xedrtiiaiis aus drn Vrrbäliniffen seines Wohnortes heraus. Bei uns in Schlrfirn_ werden Wohnungen übrr Wohnungen gebaut; wir haben [abter brrbriratbrte Arbeiirr, und trotzdem ist der Mangel srhr groß. Die Ausfuhrungrn des Vorrrdners bezogen sich wvbl nur auf den Großdrundbriiy. Der Kirinxirundbrsißer kann keine Wohnungen bauen. D16"schlesischrn Laridwiribe baltén eiue länger daurrnde Zulassung der auslandiscben Arbeiter fiir nothwendig. Der Minister bat ber- schiedcne Yiaßrrgeln angeführt, weiche getroffen wrrden soUen. Die tneistrn dreier Yiaszrrgrbi werden aber erst nach längerer Dauer cine „Wirkung aiisubxn. Dic Verlängrrung des Termins für die Zulassung auslandiscbyr Arbriier vom 15. November bis zum 1. Drzember wird nicht helfen. Es ist nicht richtig, eincn bestimmten Trrmin zu bestimmen. Die Zulassung mus; sicb umb „drm Brdürfnifi richten, welches nicht an aUSn Orten dad'scélinst. ,Die RegierungS-Präsidrnten haben ja einen objrktiben iééxtrk fur die'. wirtbschaftlichkn Verbältniffe; aber sie sind auf ihre Mathe angrxwirscn, und diese Rätbe haben nichr den ivriien Ueberblick. Yabrr kommrn dknn Entickxeidungen zustandr, welche den ibat- sachltchrn_Bcdürfniff€n dcs wirtbschaftlichrn Lebrns nicbt entsprcch€n. Ich bc"fchafitge Hundertr bon ausländischen Arbsitrrn; abrr eine Gr- fabr fiir das Drutschtbum babe ich nicht entdecken könnkn. Es sind dicse? Arbriirr dic barinlosrsien Leuir, dir bon Politik keine Ahnung haben; sir arbriirn srcbs Tage und ruben, wie es ihnen Gott bequschriebrn bat, am ficbentrn Tage. Diese fleißigen, tüchtigen, nuchterncn, anfpruchblosen Arbeiter können unsrren Arbritrrn zum Vorbilde dirn-xn. Es besteht allerdings eine Bcwrgung tn „Qbrrscblesirn, die man die großpolniscbc nennt, die ich eine sozialistiscbc und adrarkommumstische nennen möchte, der ein polnisches Matitrlchn Umgrbängi isi. An dirser Vervegung betheiligrn sich die auslatidischcn Arbéitrr nicbt. SchMdische Arbeiter wrrden uicht zu uns kommrn. Jtalienrr find vielfach im Bergbau beschäftigt ir-orden; db sir abrr für die Landwirtbscbaft sich eigncn, wrifi ich nicht. Mit der Anfirdlung bon Arbeitern wird nicht viel rrrricbt werdrn. Drnn dir Lewie werdrn ihr eigenes Land bebauen, aber nicht b€i Anderrn arbeitkn. Das liegt nun einmal im Zuge der Zrit. Die Arbeiicr, welche in der Jndustrir brotlos wrrden, kommen nicht auf das Land zurück; sic sucher: sich durch Briicln imd klrine Arbsiten durcbzuscblagen. Aber für das platte Land sind sie VSklOkeU. Drsbalb ist der Notbstand ein dauern- der, gegrn den klrine Mittslcben nicbt bclfen. Zu der Zrif, als di€ («Zinne Aller durcb dM Kulturkampf hypnotisiert Warrn, hat man dirse Grfrßgrbung iiesÖQffen, welcbe uns die schrankrnlose Griverbrfreibeii, die Frriziigigkeit, die Wuchsrfrribeit und al]? anderrn schönen Freibciirn brachte. (Es soilrn die Auswüchse der Freizügigkrii bkseitigt werdrn. Obne 8i11€n Eingriff in dir Freizügigkeit wird die Brse'iiigung der Auswückpse nur Line mangelbaftr sein. Aber ich wünschr, daß rtwas Ersbrirßlichcs crrricht wird. In Schlrfirn hat nicht nur die Landwirtbsibafi Mamirl an Arbeitsrn, sondern auch die Industrie und namrnilich der Brrgbau, dessrn delcnfördrrung grgenübrr der Steigerung der industriellrn Thätigkkit sink stetig zunebmrnde isi. Zur Ausfüllung drr Hohlräume dcr Bergwerke wsrdrn jabraus iabréin Arbeiter gs- braucbi. Man bi'rwrndrt dazu gsrn ausländischk: Arbeitrr. Da dirse abrr nicht ständig zngelaffrn w€rdrn, so iriii in der Ausführung dirsrr Arbritcén immcr rine Pause ein. Ich kann dir Rrgirrung nur biitrn, drn WZniÖrn drr sch1eiischanandwiribe möglichst Entgrgrnzukbmmen.
(Schiris; des Blattes.)
Die Nbg» (Hotbrin, Wsirkamp, Nickrri und Grnossrn 1017611 im Hause der Abgrordneten folgrnde Jntrrprllaiion C111(]rbracht:
,ercbcs smd dir Gründr, aur; denrn dic Königliche Staats- rrgiernng dix! (Hrnrbmigimg zur Errichtung rinrs yon dem siädiischrn chbördrn 11! Breslan be'schloffencn Mädchen-Gymnasiums Vrriagt bat?"
Nr. 11; der .Veröffc'nilickoungrn drs Kaiseérlicben Ge- siindbeitsamts“ born 20.,April bat folgrndrnZiibali: Mrdizinisch- siutistiscbr' Miitbrilunarn ails drm Kaissrlicbsn Grfundbciföamic, Bd, 5, Orff 1. » A'ikündigung. » Brmrrkung zur K'rankcribaus- Statistik. » (Hrsundbriissiand nnd Gang drr Volkskrankheitrn. » Zritwr-iligr Maßrrgrln gcgrn Mit., » Drsgl. griirn Grlbfirbcr. » GCsWngi11111U.i.1V. (Deutsch Reich.) (Hifiügrlcholera. » Aus- wandcrrrscbiffr. (Forisciznng) » Dipbtbrrirsrrum. » (Schweiz. Kanton Brrn), Apothrkcn, Arznristoffe 2c. », Gang der Thier- frucbrn. » Rindrrpest und sibirische Prsi in Rußland, 4. Birrfel- jal)r. » Tiiindrrrrsi in Britisäy-Osiindirn. » Dcßgl. in China. » » Zeitwriligr Masirc'gkln (Wen Tbicrseucbrn. (Prruß. Rrg.-Bczirke Potsdam, Posen, Lirgniß, Stade.) » V6rmifchies. (Sachsen. Drcsdcn.) (Cbemisckyrs Untersuchungsami, 1896. » (Britifch-Oft- indien.) Pilgervrtkrbr. » (Hrsckyenkliste. » Wockpkniabeilc übrr die Strrbefälie in drutfchen Ortrn mit 40 000 und mehr Einwobnern. » Dcßgl. in größkrrn Städirn des Auslandrs. » Erkrankun Ln in Krankenbäuscrn deutscbrr Großstädte. » DrSgl. in dcutscbrn tadt- imd Landbczirken. » Witterung. » Besondere Brilaue: (Dänisches Rrich.) Chemische Untrrsuckymg von Friien und Käsen.
Statistik und Volkswirthfchast.
Deutsche Arbeiterkolonirn.
(Stat. Korr.) Der Januar 1898 hat für di? Arbeiterkolvnien im Drutscbrn Rriche insosrrn besondere Be'dcuiung, als in dirscm Monat die Zahl sämmtlichrr seit Bersieben dcr Anstalten auf- genommenrn Kolonisten 100 000 überschritten hat. Sie betrug nach der Zeitschrift .Der Wanderer“, der wir auch die nachstrbenden statistischen Angaben eninrbmen, Ende Januar 1898 100066. Zwrck der Arbeitrrkolonirn ist ja, wie bekannr, arbeitleosen Mannern auf einige Zeit Arbrii und Unterhalt zu _gewabren, um sie bor Elend und sittlicher Verwahrlosung zu schußen oder aus dieser zu einem geordneten Leben zurückzuführen. Die „erste Arbeiter- kolonie, Wilhelmsdorf bei Birlefrld. in Westfalczn, tm wesentlichen ein Werk des Pastors bon Bodelschwingh, Wurde tm Jahrx 1882 er- öffnet. Von drn 29 Arbeiterkolonien, Welche beute, uber anz Deutschland Vertheilt find, befindexi sich 18 irn Könieretcko Preu en, und zwar entfaüen 3 auf die Rheinprovinz, xe 2 an Brandenburg mit Berlin (Friedrichswille und Berlin mit Reinickendorf), West- falen, Hannover, Sachsen und Schlesien, während in Ostpreußen, Westpreußen, Pommern Posen und Schleswig- olstein je eine Arbeiterkolonie liegt. Nur in Hessen-Nassait ,ist eine solche vor- handen, da die ArbeiterkZlcFiie NNisUUTiichtftem im Großberzogtbum 8 en an der robinz (? en- a au en. H ffDie Ytatisii? des Jahres 1897 bei welcher jedo zwei Arbeiter- kolonien, nämlcb die .Heimatbkokonie Friedritb-Wibelmödorf' bei Geesiemünde und die erst am 17. Oktober 1897 eröffnxte Arbeiter- kolonie Lieske bei Kamenz im Königrei Sachsen, unberucksichtigt ge-
blieben find, ergiebt für das Deutsche eich Folgendes.|
Es wurden im Jahre 1897 7191 Personen (gegen 7646 im Vorjahre aufgenommen. Der durchschnittliche ]Zugang im Monat belief si hiernach auf 599 (1896: 637) Per onen“ er war am stärksten im November mit 961 (963) und am schwäcbbsten im Juni mit 396 (1896 im August mit 521) Personen. Den öchsien End- bestand hatte der Januar 1897 mit 2983 Personen; dann folgen der Dezember mit 2937, der Februar mit 2725, der November mit 2554, der Oktober mit 1984, der März mit 1958, der Mai mit 1804, der April mit 1754, der Juni mit 1681, der September mit 1654, der Juli und der August mit 1606 Personen. 1325 Personen wurden zurückgewiesen und zwar 382 wegen Ueberfüllung und 943 aus anderen (Gründen. Ihre Zahl ist gegen das Vorjahr, in welchem 3102 Per- sonen abgewiesen worden waren, bedruiend zurückgegangen.
Die Kolonisten gehören allen Berufen an. Wenngleich die Mehrzahl naturgemäß aus landwirtbschaitlichen und gewerblicYn Arbeitern besteht, sind auch die gebildeten Stände vertreten. 0 werden 25 Personen, die ihrem Beruf nach der Kunst und Wissenschaft, der Literatur und Presse angehörten, und 164 Beamte, Feldmeffer, Ingenieure u. s. w. gezählt, während 458 Personen dem Handels- stand zuzurscbnen waren. DemGeburtslande nack) stammten 7014 aus Drutscbland, 18 aus der Schweiz, 83 aus Oesterreich-„Ungarn, 25 aus Rußland, 5 aus Sckswsden und Norwegen, 6 aus Danemark, 1 aus England, 22 aus Holland, 3 aus Belgien, 8 aus dem übrigen Europa und 6 ans Amerika. Dem Alter nach waren unter 15 Jahren 1, im Alter Von 15 oder 16 Jahren 47, von 17 bis 20 Jahren 410, Von 21 bis 30 1361, von 31 bis 50 3809, von 51 bis 60 1252, Von 61 bis 70 284 und Von über 70 Jahren 27 Personen. Von den Aufgenommenen waren ibrem Familien- stande nach 5580 (78%) ledig, 337 verheiraihet, 431 getrennt, 662 Verwittwet und 181 geschieden. Ibrrm Religionsbekenntniß nacb waren 5032 evangrlisch, 2134 katholisch, 1 mosaisch und 24 ge- hörten anderkn erigionen an.
F Zur Arbeiterbervegung.
'In E“ cn hat, der „„Rhein-Westf. Ztg.“ zrffolge, der größie Theil drr Maurer d€n Arbeitqkbern die Kündigung eingereicht. Eine Anzabl lediger Arbeiter, welche die Arbeitsstekle bereits Verlassen haben, ist abgerrisi.
, In (Görlitz babrn, rinsr Mittheilung des „Vorwärts' zufolge, die Bautischler in 16 Wérkstätten mit etwa 100 Gesellen die Arbeit niedergelegt. “
In Stolp, wo die Tischlergesrllen ausständig sind, ist, wie die ,Osisee-Zig.“ brrichtei, die Vermitielung des Gewrrbegerichts zur Beilegung drs Ausstandrs angerufen worden.
Hirr in Berlin Verbandelten die Maurer in einer Versamm- lung am Dirnsiag über die diesjährigen Lohnforderungen. Im Wesentlicbén sind es dic: glsicbxn wie im Vorjahre: 60 H Stunden- lobn bei neunstündiger Arbeitßzeit. Danebrn soll aber, wie die „Voss. Zig.“ miitbeilt, auch auf möglicbste Beseitigung der Accordarbeii und der Ueberstundkn, sowie auf durchgängige Einführung bon barfcbließ- baren, weitrrdicbten Baubudrn hingewirkt werden.
In Göppingen haben, wie dem „Vorwäris“ 'gemeldrt wird, die Tischler ibre Forderungrn in 15 Werkstättrn bewiüigt erhalten. Der Ausstand ist dadurch beendet.
Aus London meldet „W. T. B.“: Die Koblenarbkiier in Northumberland haben mit großer Maioriiät abgelehnt, Ver- trrirr auf drn inirrnationalen K'ongrsß nach Wien zu entsenden. Die Agitation für Erhöhung der Löhne in Northumberland wird von Tag zu Tag heftiger.
Land- und Forstwirthschast.
Saatenstand in Preußen um die Mitte des Monats April 1898.
Nach den Ermiitrlungen dss Könixiiicben Statistischen Bureaus brrechiigie der Stand der Saairn in Preußkn um die Mitte des Monats April zu folgrndrn Crwariungen (Note ]: sehr gute,. 2: gute, 3: mittlsrc [durchschnittlickoe], 4: geringe, 5: sebr geringe): WinterWeizen 2,3, Winirrfbrlz 2,4 Winirrrdggrn 2,3, Kle'e (aucb Luzerne) 2,3, Wiesrn 2,5. Erläuirrnd wird zu diesrn Zahlen in der „StakKorr.“ Nachsirbcndrs brmerki:
DSr Umfang der durch Wintrrscbädrn nötbig geworde'nrn Um- ackrrunxier] wird ich mit Sichrrbrii rrst nach drn Maibsricbtcn feststrlirn lasicn; zniéi Elkos abrr wird er im Verglsicb mit demjenigen frübcrer Jahre vkrschwindcnd klrin nnd mrbr durch Mäuse: und Schneckenfraß im Hrrbsi und Winisr als durch Frost und Schnee Veranlafzt scin.
Infolge drs überaus milden und wrist schnrrfreicn Winters sind bis Weizen- Und Roggcnsaatrn fast ausnahmslos obne? nennens- wrrtbrn Schadrn gut durch den Winirr gekommen. In vielen (Gegrndcn sind dir Frlder so üppig brsianden, daß bei an- dauernd günstiger WittorUn-g das Lagern drs Gctrcidrs befürchtet wird. „Birr Und da bai man die zu starkrn Saairn durch Schafe abweidcn laffrn. In drn [cßirn Tagen Wurden in der Provinz Osiprrnßrn sowie in Tbriien der Provinzen Westpreußen, Brandenburg, Pommern und Posen, auch in Einzelnen Tbeilcn des Rrgierungsbrzirks Trick, Nachtfrbsts brobacbtct, und man brsorgt, daß dir jungrn Saatrn birrdurcb bch7chädigt werden. Aus den Provinzen Schirsirn, Sachsen, Schlrswig-Holstri11, Westfalen, Hrffen-Nassau und Rbrinland kommen Klagen iiber Befchädigungcn drr Roggenfelder durch Schnickénfraß. Drr milde Winter hat in einigen östlichen Provinzen daß stärkrre Wiederauffrrtsn von Mäusrn begünstigt. Aus dem gaiizrn StaatIgrbict, nur klöine Theile der Rheinprovinz aus- genommkn, wird brrichtei, daß es seit Wochen fast täglich regne, und daß bereits auf tiefer gelrgknen Feldern sowie auf nicht drainicrte'n Aeckkrn die Saatrn ausznfaulrn brginnrn odsr eine grauc Farbe zrigen. Trotz drr ungewöhnlich guten Durchwinirrung der jungen Saaten bkfürchtct man, das; ihnen die meist vorhandene übergroße Nässe vcrdcrblich wrrdeii könn?-
Obglcicb der frostfrcie Winisr dic Pßugarbeiten mit AuSnabme geringrr Untrrbrccbumirn gestattete, isi dock) die Bestellung der Arcker mit der Sommrrfrucbi rve'gen der naffrn Witterung der [Wien Wochen gegrn andrre Jabra nock) treit zurück. In drn östlichen Provinzen konnte mit der Bestrlbmg Viélfacb kaum der Anfang gemacht werden, wäbrrnd in den westlichcn versinzclt brreits drei Viertel der Necker eingcsäet rvurdrn. Am wcitrsten sortgeschrittrn ist dir Aussaat der Sommc'rung in den Probinzey Hannober und Rheinland, wo schon im ersten Drittel drs Monats Marz mit den Besteüungsarbeiien begonnen wurde. Aber auch dort sind die Arbeiten durch das anhaltende Regen- ivrtter sebr aufgrhalicn worden. Mit dem Lrgen der Kartoffeln ist nur brrrinzclt angefangen; es konnten deshalb weder für diese Frucht, noch für Sommerung Angaben über ihren Stand gemacht werden.
Die Kleefelde'r, gut durchwintert und voii bestandsn, berechtigen zu den brstrn Hoffnungen; jedoch wird über Beschädigung durch Mause Klage geführt. „ '
Urbrr die! Wi esen laßt sich zur Zeit kaum ein Urtbetl abgeben, da die Flußwiesen sämmtlich unter Wasser stehen, die Entwickelung der Feldwirsrn aber infolge der naßkaltén Winterung der letzten Wochen meistens noch ruht.
Saatenstand in Un arn. '
Nach dcn bri dem ungarischen Acker au-Mimsterium bis zum 15. d. M eingelangten Berichten herrschte, wie der „Wiener Ztg.“ aus Budapest gemeldet wird, in der ersten älfte des Monats April bei reichliébrn Niederschlägen kühles Wetter, n den oberen Gegenden ab es auch Schneefall in geringerem oder größerem Maße, stellenweise ?ogar Reif und Frost wenn auch nicht in solchem Umfange, daß dadurch an Obst und Saaten bedeutenderer Schaden verurxacbt worden wäre. Im all emeinen kann man sage_n, daß das regner sche Wetter auf die Entwi elung der Vegetation gunstik wirkte. Tro dem stehen in einzelnen Theilen des Landes, namenticb in Sieben ürgen, so- wie im Tbeiß- und Maros-Winkel die Saaten no immer sehwach sodaß in diesen Ge enden die s lechter entwickelten aaten umgeackeri werden mußten. (YS kann jedo der Stand der Weizensaaten im Durchschnitt hinsichtlich der Qualität als zufriedenstellend bezeichnet
«WMW„_ .:.-**:- -
**77-É-WM 4WchMMW3W “ W“ MuM * „
WWeM.xx«y-xx« . „.,.... , „ ** , _ „:x; * 1
. WW-Y .MW, _, „. ». _“ .
«"ZWWRFFMWWQT " “» T*?“ . " "'“" “ *, „ „ „* -
_:_-*- -..-. „.*-“, “..“" . U..» , .»«
."Z'IY-LM'Z-WÉ;
«*a-
7:7- «K* 7...»-