1826 / 203 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung, Thu, 31 Aug 1826 18:00:01 GMT) scan diff

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Melden sich die Voriäufer der annahsnben Reife an. Die Hoffnung einer vollkommenen GFT? bestärkc sich mit jeder Stande, was aber die “Msugx becriffc, haben wir unsere Erwartungsn bsrcirs gemäßigt. Der Son- nenbrand hax geschaber, mehrere Traubeaarcen, als die Rieslinger, Oestceicher und V:!telinck [snd durchfailen. Nur der Kleinberger, di»- ältexie imb angestammte Traub? unserer Gaiiwigel, behauptet durch ungemeine Größeund Fülle des Gewächses sein aitks ROTHT auf vorzügliche . „Beachtung bei Anlegnng neuxr Weinberge. Drei Wain- jahre hinter einander glaicizm an Seltenheit eiuer Terme im Lottericglücks; auch haben heißs_und trockene Sommcr, wie der [)eiii'ige, gewöhnlich schi“ kalte, der Rebe vorberbliciw Winter zu Folge gehabt. Würde die- ser Fall eincryffen, so wird sich der Weinproxucent lie- ber die härtsste Entbehrung, und schwere Opfer gefallen la «'n, als tief unter dem Wsrthe ein Eizeugniß vcr- geuden, das durch Aufbewahrung an Güie zunehmen ,wird. .

, Aus Mainz schreibt man folgendes: Linssrc ge- „feierte Landsmännin , Dem. Sonncag, wird morgen Abend von éhl'Ek Kunstreise nach Paris, wo ihrem emi- nenten Talente, verbunden mic ihrer Liebensivüidigkeit, "eine Auszeichnung in so hohem Grade mars, wie man kein früheres Beispiel kennt, hier in ihrir Vacersiadt eintreffen und wir glauben wir ziemlich vieler vasr- lässigkeir veerecben zu kömwn, daß die liebenswürbige Künstlerin Oje hiesigen Kumßsreimbe künftigen Sonn- .abend den 26. b. mit einer TbeaterVoi-steliiing erfreuen werde. *

Z Gocßa, 25. Aug. Mehrere öffsntliche Blättex“, „angeblich auch durch Briefe aus Gotha veranlaßt, ge- ben uns Nachricht von einem iibcr die V2rrheilung der Herzog[. Sächsisahen Lande abthlossenen Vertrage. - Wir können, sagt die hießge Zeitung im heutigcn Blatts, versichern, daß es noch nicht au ber Zeit sei, darüber etwas bekannt zu machi'n, Und daß in jedem Faüe bas Mitgetheilcc sehr wesentliihir Berichtigungm bcdüxsen werbe. _

' Preßburg, 22. Aus. Der am 18. und 19, b. “M. in Circularssßungen berichtigt: Entwurf eines Nun, ciums ziim Béhuf einer aÜeri-mcerthänigsten Gegenvor- skeUimg an Se. geheiligte Majestät über das dargebo- tene Contribucionc„Quantum, and *die darauf unterm 21. Juni erfiossene Allerhöébste Resolution,“wurbe an _leßcerm Tage in der 134. (bloc Scändischcn) Reishs- tagsfikzung gelesen, u::d nach einigen Veränderungen im Styl bestätigt“, worauf er sodann als Runcium zur Dictacur gegeben, und d&mic die Sikzung geschlossen ward. Gestein am 21. fand die 135. inehstagssißung beider Tafeln statt. Das Nuncium wurde bei dér Ständecafel nochmals verlesen, und darauf an die Magnatentafel abgesandt, die es „auch sogleich in Be- rathung zog.

Am 6. d.'M. Morgens um4 Ubi“, verwandelte ein heftiges schauerliches Feuer das „Hermansrädtsr geräu- mige, 38 Jahre [ans skehenbe, TheKcerx in, einen Asshen- unb Schatthausen. Obschon bis an 5 Klaftér hohe Feuermauer, von allen Sciiizsn beraubt, den Einsturz drohte und die Annäherung zur Brandstätte äußerst ge- fährlich machte, gelang es dennocs) den umsichtigen An- ordnungen der hohen anwesenden Militär-Behörben und der Civil-Beamten, vereint mit den unerschrockcnen Be mühungcn der Löschenben, dem Brande dermaßen MZH; sksr zu werdßn, daß keines der Nsbengobäude mit ver- brannte. Alle Brandbestandcheile fielen in den innern, mic Klafter dicken Mauern umschlossenen, Raum bes Theaters, und brannten, troiz dss unausgeseßt thätigen Wässek-Zuführens, 48 Stunden lang. Die Veranlas- sung zu diesem Brande liegt darin, daß am Vorabend *in dem beinahe bis 11 Uhr gebauerten Theaterstück: „Die Teufelsmiihls am Wienerberge,“ welches micVer-

senkungen, Blih und Feierspukereien beglsitKet, gegeben wurde, einige Funken in die aufxzeroliccn Qortinen ge, flogen und nach und naeh das Feuer verbreitet haben

mögen. Aus Siebenbürgen wird gemeldet: Aus Ver,

gebrochenen Pejikrankyeit ist, vom 3. d. M. angefan- gen, die Co-ncumazierungs-Dauer an den gesammten Gxémzm Unseres Vaterlandes gegen die Moioau, für Personen und Waaren von 10 auf 21 Tage erhbbtt worden.

ten Sitzung der Tagsakzung machte ein

rwbcungen bes im Laufe dieses Monats aaf der Allmenr bci Thun abzubaltendcn, dcrmal mic dex Militärschule, vereinbarten vierten eidgenösjifckwn Uebungslagers bekannt. Es wird dasselbe gebildet aus den Kontingencen der Stände Bern, Luzern, U;“i, beiden Unterwalden, Zug, Solothurn und Basel, auch einiger Mannschaft von Zürich. Det: Oberbefehl führt Hr.Ober| Guiguer von Praiigiiis; Hr. Oberst Psyffer ist Chef des General- kiabb,-Hr. Oberftlieutenanc Pioda Generaladjutant, Hr. Oberjilicucenanc Sieiger von Jkieerlachen Fsüyel; adjutant, Hr. Wurstembsrgei Ingenieur und Hr. Erb Kriegskommiffär. Es werden zusammengezogen eine DiVijjc-n K:»aiierié, kommamirc von Hrn. Steiger, 2 Brigaden Fußvolk, jede von Z Bataillons,_ dnrci) die Herren Oberßen May und von Büren kommandirt, die Artillerie aus der Schule von Thun. Ohne diese leb; tere isc dir'Besianb des Lagers folgender:

Generalstab .

“Pontonniere .

Kavallerie .

. 18 . 260 Scharfschäkzen . 100

Infanterie 1816

_ 260 Mann.

Ein? Sechspfüuderbatterie der Arciäerie ist nach englischem System lavectirk. Die Stelle des Inspektors bekleidet Hr. Oberst Graf von Pourtales. Die Lager- übungen dauern vom 16. bis zum 24. August. Die Tagsaßung bezeugte iiber die getroffenen Anstalten der Aufsichtsbehörde ihre Zufriedenheit.

Die Militäraufßchtsbchörde überreichte ferner den_ aussearbeiteten Entwurf eines vollständigen Reglementk über Die Organisation des Kriegskommissariacs, nebfi der Instruktion und Verordnung für die Kriegsverwal- tung.

Lissabonn, 9. August. Die Infantin Regentin hat den Minister der auswärcisen Angelegenhciten, Grafen von Porto-Santo und dem Minister des In- nern Don Correa be Lacerda bie nachgesuchte Entms- Z'ung bewilligt. .

Nach einer neuerdings erschienenen Verordnung wird die Regentin nachstehenden Titel führen: „Dyna Zsabella-Maria, Infantin Regentin ber Königreiche .Portugal und Aigaroicn und den davon abhängsnden Ländern, im Namen des Königs.“ Die Königliche," Dekrete werden mit den Worten beginnen: „Ick, des Infantin ngentiri, im Namen des Königs, thus kund und zu wéiscn 29.“

Der Kyiogbminisker hat folgender: Tagsbefehl an die Armee erlaffen: „Wackere portugiesische Soldaten- vor denen Buvnapartes Legionen zitterten, laßt Euch nicht durch die Feinde der neuen Constitution versüß- rcn! Europa muß Euch von den 211 Rebellen des 24|en und 17cen Infanterie-“Regiments und von den 80 Aufrührcrn des Lim Cavakierie-Regiments wohl zz! unterschciden wissen. Seid übrigens versichert, daß)“ Prinzessin Regentin, die gegen ihren"durck)lezuch)tigxsn Bruder Don Pedro 17. für die Erhaltung [eines Kö-

nigreichs Port::gall vcxantwortlich isr,

7“ drücken wissen warb.“ _ Ein Dekret der chcncét: vcr- orbtiec Folgendes:

anlassung der bereits zu Bukaresk in der Wallachei aus,

" Theil genommen haben , Wallacbei und '

Schweiz (Zürich, ZZ.?lagufi). In der neunzehn, » Bericht dc?“

ONilirärauffichc6behörds bie_,Tagsal§ung mit den Ein-

ist die Ruhe nichc gestört worden,

errsohc.

" 2. Oktober, dcm Geburtstage des Kaisers „Don Pedro, erde aufgcschobcn bleiben.

gchifffahrr- und Handelsvsrcrag im Interesse ihrer bei

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die Empörer,

- [Freiheiten von Steuern und a ' „. . weigern, zu Unter.- L |M FU gewi'thi'in, Und

weiChßBcgrinstigung auch von dem einen Souveram bei seinem HST? in dieser Beziehung bewilligt :rcrbe, so verpßichcec st-Éh der andere, fie auch bei seinem HLK? zu bew:l1c3en.„ Art. 3. Jeder der hohen conrrahiren- dsen Theile werd ba]; Recht haben, Exnerai-Conxes- Konsuls „MIO Vice-Qonsuls in den Stiicken und Häfen des ]?UsUUIM Gebiet:: zu ektiklincn, wo solche zur Be- förderung “des Handels und der commerciellxm Interes- sen der beiberseitigen Uiitcrchauen nördia beim:?„en wer- ben sollten, mit Ausnahme der Städee**uxid H&M, wo die, hohen contrahircnben Theile dies nech für nötirig befinden werden. Arr. 4. Die von ihk?“ Souvxrainen _exnatincen T_onsuls aller Klassen Werben il): Amtx1ichtchlik die Gepehmxgung dcs Souverains, in dessen Lande fi; resi- diren Folien, antreten diirfsn. Sie werden im dem einen Und den: giidei'ii Laube, sowohl ftir iherersonen, ai:()ms“ici-,ißich bi'r Zleisubung ihres 21th und bes ihren N::iWaisn zii Zewährenben Schiißes, bie nämlichenPrivéleqien I?- ni-sßxn, w:!che den Conseils der am meisten begünskézkkn Nation bewilligt werden möchten. Arc. 5. Die Unsr- iyat:e__n._)ebcs der hohen concrabirenben Theil? werden im Gébkiks des axzbern, dem in den resp. Laeiden b:???“ beiibeii „?_Ouidungbiystem gemäß, vsä-komn1Itichivi17M5“ sreehcic “m Reltgtoiisangelbgenhcicen genießen. (SOWI foclgr. Der Beitrag bestimmt, vorläufig gesagt, eine ganzliche Schtfffichrk und Handelsfreiheic mic Ansiiahme ker Länder, mit denen Überhaupt von Fremden nichc gehandelt werben darf, des Küstenhanbels, und der De? Krone" Brafilten -vorbehaltenen Gegenstände. Schiff- fahxtzoije und Sieuern soiien wie von der am meißkn bsgütiskigstsn Nation erhoben werden, wobei indess?"- iY.:rrugal uichc ais Maaßßab dienen darf, wenn a::ci“; diesemLand-e bssonbers Begütiskigungen eingerämnc WF“:- de_n so_ilren; imd Brasiianischs Schiffe werden in Frank- reich htnfichtchch der Steuern sogar wie FranzössM 5?- handelt. Diese beibenBescimmungen sino vorläUfiz "Uk auf sechs Jahre“ fescseseßt.)

welche die Chart,: anzuerkennen [ich

Das 17ce und ZM:- Infanterie,“, wie auch das Le: Cavaiicrie-Regimnc snd und bleiben, ur Strafe ihrer Rebellion, auf ewige Zeiten aufgelöst. Illis Offiziere und Soldaten, welche an der Cmpörxmg ' .. sollen nach der Strenge der militaci'isohen Gesetze bestraft werden. Den Reuigen, welche sich bei den Gouverneurs und “Commandant“: der “Provinzen Alentejo und Tras-ot-Pkontes stellen "„Wie", wird hierzu eine Frist von achc Tagen bewil- xjgc. A::sratc dcr aufgelösten Régimenter werden zwei gene anantexie-Regimenter unter Nr. 25. und 26. xml)d ein Cavalierie-Regimenc unter Nr. 13. gebildet „cr en.

Die aus den Provinzen eingegangenen Berichte ier Militair-Gouverneurs imb Commandancm sind be- ruhigenden Inhalts. Zu Chavez iii die Ruh: vollkom- men hergestellt, ungeacbccc der sogar bis in bis Caser- nen ausgedehnten Bemühungen einiger Bürger UNd Bauern, das Volkzum Ausstandezu reißen. Jm Mintzo uad auch in Oporco kehrt Aäes zur Ordnung zurück. Der Gouverneür“von Elvas, General Caula, verbürgt sich für die Aufrecht- baltung der Ruhe in den unter ibm stehenden Bezir- im- In Estremos haben die ausrührerijchen Bewegun- gen aufgehöcez die Rebellen befinden sich zu Valverda und Oiivenza auf spanischem Gebiet. Der Gouverneur on Algarvien Meldet, daß dort die voiikommcnske Ruhe

Es heißt, die *Cortes weiden den 19. Sept. zusam- en treten; mau jagt aber ebenfaüs, daß dies bis zum

Brasilien (Rio-Ianeiro, 16. Juni). Folgendes [ider Text des mit Frankreich abgeschlossenen und hier ublicirten Handels; und Schifffahrt-Vertrages: Jm amen der Hschheiligen Dreieinigkeit. S. M. Der önig von Frankreich und Navarra und S. M. der aiser von Brasilien, von dem Wunschx beseelt, den olitisihen, Schifffahrt, und Handelsverbindungen zwi- -en Frankreich und Brasilien Festigkeit und Dauer zu bm, haben beschlossen, den gegenwärtigen Freundschaft,

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I n l a n d. Münster, 25. Aug.

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_ _ «zu Folge des apostoltxchen Sendjchreibens Sr. päpsiiichen “Hxiligkeic, Leo UU.- »Yelcbes das,- voxegss Jahr _in Rom begangene Zubi- laum auf die ganze kathoiijche Christenheit aUSOehnc-

rseirigeu Unrerthanen und zum gegenseitigcn Vortheile 'derNaeionen abzuschließen. Durch dieseAkce erkennt -M. der König von Frankreich und Navarra für fich ndqseine Erben und Nachfolger die Ukiubhängigkeic des aiierreichs Brasilien und bieKaiserliche Würde in der erson des Kaisers Don Pedrb [. und seiner kechtmä, gen Erben und Nachfolgern. Nach diesen Grunbsäkzen 'nd zu diesern Ende haben beide Souveraine Bevollmäch, te ernannt, und zwar: SRM. der „König von Flank- |ck und Navarra den Grafen Gcsias, Ritter des Ox, ns der Ehren-Legion, Französischer Geschäftsträger ? General-Consul in Brasilien; und S. M, ogr User von Brasilien Ihre Excsllsnzien de:: Vicomte U Sr. Amaro, Grunden des Reichs und den Vicomte “Paxanagua, Granben dcs R-xiciw :c.; Welche, nach, 111 sie ihre in gutsr und richtiger Form befundenen 'Umachten ausgetauscht, über folgende Artikel iiberein, kommen sind: Art. 1. Bescänbiger Friede und ewige e""ÖsCHast werden sein zwischen Ihren Maj., dem Könige "Frankreich nnd Navarra und dem Kaiser von Bras. ", ihren Erben und Nachfolgern und zwischen ihren Un- „khancn alley ihrer Lande, obneAusnahme und Unter, !ed_der Persbn und des Orts. Art. 2. S. Aller- ktstitche Majcstät und S. Kaisers. Majcstät kommen 1- Ostpreußen- KÖNÉZSÖUI- Dkk? RM- trejui, ihren „Botschaftern, Ministern und bei den hej,- genärndte ist für diese Gegend sehr früh, mir dem 21. ksemqeu Höfen beglaubigten Agenten die nämlichen Juli angefangen, und dürfte im Ganzen mittelmäßig 'Mnstigungen, Ehren, meun'icäcen, Privilegien und ausfalien. Aixch ist vom Sommergetraide ein großer

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fand auch [)in vorigen Sonntag dbu 20. d. diefeieriiibe Éröffneung dieses bis zum 18. Februar 1827 dauerndcn YubclaumsNdursh cin Hochamr in der hiesigen Dom- icrche und eme Prozssston nach den 3 übrigen zum Be- iuche vorgaschviebenen Kirchen (Unserer Liebcn-Frauen in'bleberipaffer, Sc.,“ Lamberti und St. Ludgeri) scart. Diisieissett de_m Zahr'1776 hier nicht statt gesatidenm religiöjm Feierlichkeit wohnten SexBiscizöfi. Gnaden Cabpar Maximilian, bas hochwürbige DQMWPÜL], die iibrige Geistlichkeit und eine unabsehbaie Menge An- bächtiger aus allen Stäuben bei.

Der Fürst zu Salm-Salm hac kiki! Armenxor- stande zu Anholt, Kreises Borken, 128 Thi. 6 Sg!“- zixr unmitccibaren stthetlung unter die bedürskkgske“ Hausarmen zugestelit.

Landwirthschaftliche Berichte aus dem In- ne_rn des Reichs vom Ende Juli.