1888 / 100 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Tue, 17 Apr 1888 18:00:01 GMT) scan diff

_ 15. April, Mittags. Soeben nnrh gemeldet, daß der Metropolit von Serres, nachdem dte ottomamfcherz B9- Yörden in Macedonien angewiesen wurden, den metropolrtam- chen Verweser von Serres anzuerkexznen, von doxt nach Konstantinopel abgereist sei. „Der Patrmrch Erketzne seme Ab- seßng nicht an, hat jedoch dre Pforte ersucht dte „gegen den Metropoliten vorliegenden Beschwerden zu ormultren, und erklärt, daß er ihn abseßen werde, wenn dessen. Schuld er- wiesen werden sollte. Ein Arrangenzent der Affactxe Lst wahr- scheinlich. Auch der armenische B1schof von YraZezurxt ist von der Pforte abgeseßt worden, ohne daß_ 1ch pte Pforte vorher mit dem armenischen Patrtarchen ms Etn-

vernebmen gese 1 hätte.

Jm Mianekrakh dauert die Verathung der Suedz- kanal:Konvention fort. Man glaubt, _daß er te KokYention nicht annehmen und neue Propofittonen machen wer _

. Ein?- Bande bul ari cher Flü, _tlinge, WSW? mxt russische" Pässen verseghen,svo11 Salon; : nach Dedeagßßß a Wangen war, um zu Unruhen aufzuregen, wurde von M Behörden verhaftet und nach Adrianopel gebracht.

Serbien. - rad 16. April. _ (_AY. T-_ B) DW kupschtina KF? mit, großer Maxorttax 516 Festkttmn- mung des Gemeindege 6 es an, wonach bet emer t:? ee- Steuer von 10 Francs dle usübung Hxs WÜZLWYZNLÉ Währt Wird, Das vorgelegte Budget fur das ahr , ergrabt einen Ueberschuß von 33500 Francek? [ 14 A '[ Norwe en. Sto o 'm, . pr1_. Die FYLYFMYY? lehnt? heute 111 UsberexnstttqungAmtx dem Antrage des Konstitutions-AZzesxchusIsZsahsFFYtjée 3111111 " K iterun ingckéstxxx ncthw esehr: leleafter Debatte nut 84 gegen

29 Stimmen ab, _

. E ten. Kairo, 10; Apml. A, C.) GeneYTrFTenfelglyZeiste getern von KMW ngch 11,34 an ab wischen Wad -Hal a und A sua_n fmpen hanfxg S1re1fzüge statt. nbedeutend an sl , zergen fte d9ch 771€ fortgesetzte Thätigkeit der Rebellen. „Auckzéaben sxe sxch vermehrt, seit die leßtehalbe Compagme br1t1 cher Soldaten von Assuan fortgezogen 1ft.

Zeitungsstimmen.

u dem Geseßentwurf, bexreffend du? Erletchterung der Volks chullasten, wird der N 0 Na na[- Z ezk u ng geschrieben: „Zu den wichtigsten Vorlagen, We1che dre beiden Häuser des Landtages noch zu erledigen Haben, ebört der Geseßentwurf, be- treffend die Erleichterung der Volkss ullasten. Jm Abgeordneten- hause wird jedoch die Abficht, die Sache in dieser Session nicht mehr zur Verhandlung zu bringen, noch immer lebhaft vertreten. Es wird dabei auch betont, daß der Landjag bis in den Juni hinein tagen müßte, faüs das Plenum die Meinung der )(. Kommisfion billtgte, wonach die Vorlage cine Kollifion mit dem A1tikel 25 der Verfassung enthalten soll. Die Meinung der Kom- misfion dürfte jedoch für eine begründeteonicht zu erachten sein. Als in der Verfassung die Grundsätze für die künftige Gesetzgebung über das Volksschulwesen ckFestgestellt wurden, war es selbstverständlicky, die Frage mit zu ents eiden, W:: die Mittcl für die Errichtung, Unterhaltung und Errveiferung der öffentlichen Volksschulen aufzu- bringen habe. Die Verpflichtung hierzu wurde in erster Reihe den Gemeinden auferlegt, indem der Art. 25 bestimmte, die Mittel zur Errichtung, Unterhaltung und Erweiterung der öffentlichen Volksschulen werden von den (Gemeinden . . . . aufgebracht. Da_ nun aber der Fall eintreten kann, da zur Erfullung_ dieser Verpflwbtung viele Gemeinden änzlicß oder zum Thel! unvermögend sind, so war für diesen Fal? Vorsorge zu tr.?ffen- und dies ist bühin 9? ckckck. daß in Art 25 weiter bestimmt wtrk)- daß im Fan?- des na gewiesenen Unvermßgens der Gemeinden crgänzuaneise ene Mittel der Staat aufzubringen habe Der Sinn und bis ' edeukuns dieser Bestimmung ist sonack) die' dér Staat ist ILHAM" uyd kann gezwungen werden jene Mittel aufzubringen wenn und msowejt die Gemeinden hierzu unÖermö end find Eine erwéesencx- maßen unvermö ende GÉMÜUÖL bat sonacb em vieUeickZt so ar klagbares NUN We" de" taat “UfUnterstüßung Andererseits kann egin Verlangen nach Staatshülfe “b"“ den NUchWeis kes UnVermö ens auf Grund des Akt- 25 ern den StaatSbebörden zurückgewiesen 9werden Die Be- stimmung uber den Nachweis des Unvermögens bat sonaéb nur den Zweck, den Umfang der ZwaUJSverprichtung des Staats festzustellen dieselbe seßt dre Grenze sük das fest, wozu der Staat von den Ge; meinden JLSWMIM Werden kann. Eine ganz andere Frage ist es aber, 191? defrürSitdFtVa-ÉSsFFlmr ?Zemnlaffung neben und mit den en en e ' '.

Gerne n (: Hülfe UOTHWLaniTzs Yin W111, tvenn er der Mei

nung , "

Art._ 25 kemerlxi Beschrankun und znHÉYTJMsolFYLÜ*-1Teir willjgey Unte'rftllßung ist da er nichts weiter nojhwen'dig, a[g [er Zustimmrtng des Landtages und des Königs in ge- wöhnl1chkk orxn. (Art. 152-) Um LinesolchefreiwiÜigeUnterstüßung handelt es 111) m der Vorlage. Diese konidirt daher nicht mit der

un weshalb eine Aenperung derselben n' ' YZIalszsorsZBende Darlegung mcbx gelten lassen, 11? YZF?" 8ZchY1Z lsdann noch immer keine KoUtfion mit der Verfassung voxlje en 286 ist notorisch, daß die meisten Gemeinden zu noch größeren uf; d en ür die Volksschlllen _ auf die Dauer unvermögend wen ungDa nun im Akt- 25 mch,k von jeder einzelnen Ge- 11197- d- Rede ist, so muß_es für die Anwendung des Art. 25 metyde :Tvenn die Gemeinden im Großen und Ganzen, im Durch- Jemxgen- vexmögend find. Und d1ese „Vorausseßung steht „„be- chU'"“ "1111 Es liegt daher auch nach dtesxr Se1te hin in der Vor- 1streitbar feK'oUiÜl)" mit der Verfassung. DleVorlage kann daher in 99“ keine -t und ohne Einbaltuyg dexIntervalxen des Art. 107 kurzkster Frls erledigt werden. Von dtczser Erwagung geleitet, ist der VerfaZuhan-Penßonsgestß vom 6. Julr 1885 obneAenderunig Tei! ""ck "““ “Znehmigt worden, obschon tm §- 26152"? “.??me «? Verfaffung (1 Betrage von 600 „14 vom aa, u ern m Pensionkn bis zum '1 der Ark- 25 tn maßgebender worden sind. Durch dixses GeseV-Ls Weise legaliter interpretrrt word?"-

* Dem „Deutschen Ö“

mexlkdett Tus: (E 5 Januar) ckt ßch otus *ne ' - rtrec Der Absav von Kottbuser und PeWedeFaxZ? Éfxd-Amerika

»Um überwiegenden Theile anf das Inland, 1

. ' unabme be- und Australien, wohin der Export m steter erstJKZkaür Nieder-

ßri an ist *wä rend Nord-Amerika, cinst_ em Ha ' 5 tun Fus VäxchÉuche? in FolgeDdes 11")1)lzen (Flugangszych sctne Bedeu J een 1 verloren hat. och 1" vo * ' ' ' in den leßxen Ta en wieder größere Auftrage inliYsZFfttxYÉcfür den Die hteüge eppichfabrikation hatte “"Ob" f"r die Kaiserlichen ExYKrt zu erledigen, u. A. große anchtstucke, u weiten Jahres- Ya aste in Japan, war aber auch, besonders m W z halfte, für das Inlaydgescbäft gutxbeseUt- - - * '

Hamburg (Mju? Januar). „Monaten des T'"? ExporJestbast war namentlich 1" den ersten inen!) deujendes unda Jian enen ahres nach fast allen Rickztunakn envdeY erikas war 981 Fl! rin endes. Nach der Ost- und Westkuste Su ' m 'k

e 11st r troß der großcn Valutasckßwankungkn dcs mexl “'

ndelsarchiv“ wixd ge-

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nischen Dollars ungemein lebhaft; der Handel_m11Mex1ko, namentltcb der Export von hier, wächst jedes Jabr; China und Japan_ werden immer größere Abnehmer deutscher Waarcn; naxh Auftralren und Neuseeland nimmt das Geschäft langsaxn, “aber ste_ttgzu; der andels- verkehr mit Nord-Amerika und Westmdren befxaed'tgt ebeyfa €, nur das afrikanische Geschäft läßt zu wünschen ubrrg.' Dre Mengen der üker unseren Play bewegten Waaren "haben" tm Jahre 1887 wiederum zu enommen; der Andrang der Guter fur Versch1ffungen nacb überseei?chen Ländern war fortgFeßt ein sehr [ehhaftey und gab den unseren afen aufsuchenden S iffen, pamentlxck) aber unsexen tranßatlantis en Geseüsshaften gute Besckyäfkl _UUJ- Nach “Ü?" Züch- tungen bin ßnd unsere Dampferlinien zu aufigeren Fahrten uber- gegangen' auch das Ney, der re elmäßigen Fahrten nach dex: Ostsxe- Plaßen Hat eine weitere Ausdanung crfahrexz, welcbe geetgnet ist- HÜMbZrJ mehr „UNd mehr zuxn Stapelpla für die Ostsee zu machen.... Munster "1. W. (Mute Januar. . Was _zunachst in der Baumwollindustrie _di_e Kett atnsYmnxrei (1119251, so 1st für diese das verfloffcneJahr ein emrgermq ext gunstlßss u nennenZ denn der Absaß ist stets re (: gewesen, und die zu qnderen abxen wahrend der Sommermonate etntretcnde fiaue Ze1t ist nur Wenig bemerkbax geworden. Diese erfreuliche Thatsache verdankt U„nsere Jndustrte großentbeils dem glücklichen Instandekommen emer Bereinigung von Spinnern des Rheinlands _ und „Westfalens, welcbe m„monatlick) abgehaltenen Versammlungen dteretse (estgestellt hübep- dleUOibkoendig waren, um die Baumonsptnnerex wieder zu, emery cmi ermaßcn loHnenden Geschäft zu machen. Dxe Koys- sptnnerelen ik! Efferen Qualitäten waren zu nußbrinßerxden Pretsen hm" reichend beschäftigt ; dagegen haben geringere Qua itaten nur Wemger ute Preise zu erzielen vermocht. Die Webereixn Waren das anze „ahr hindurch verbältnißmäßig genügend beschäftigt, was zum bez! der „steigenden Tendenz des Baumwollmarktes zu verdanken, war. Dte Yselse konnten sich jedoch nur sehr langsam den Notxrungen des qhmaterials anschließen, so daß manche Aufträge mtt nur_sxbr klexncm Ruhen angenommen werden mußten, wenn man beschaftrgt bleiben" unp nicht auf Lager arbeiten onte. Im Ganzer] 111 Has Jahr fur dtese Industrie als ein günstiges Fu bezerxhnen , Sptynxreten u„nd Webereien waren gut beschäfttgt, die ager mcht ubermaß1g ge- fullt, und der Absaß durchweg regelmäßig und lebhaft . . . .

Statistische Nachrichten.

Verkehr von Torf und Holzkohlen au_f deutsclyen Eisenbahnen 1886. (Stat. Cork,). -- Nachdem wir vor ' emtgkr Zen den Binnenverkehr innerhalb der einzelnen Verkehrsbeztrke des deutschen Etsenbabnneßes, den Verfandt aus denselben nacb andere'n Bezrrken und dem Ausland und ihren Empfang von dortber, soweit Stein: und Braunkohlen betroffen werden, dargestellt babxn, se en wir, dre Statistik der Brennmaterialien fort und behgndeln ln glei er Welse den Torx nebst Torfstreu und Holzkohlen. Dtese Waasen find m der „Statisttk der Güterbewegung auf deutschen Eisenbahnen“, (1138 deren 20. Bande wir die nachfolgenden Zahlen entnommen haben, m der Gütergruppe 64 _ hauptsächlich wohl ihrer ähnlichen Leichtigkeit halxer - zusammengefaßt, so daß man nicht ohne Weiteres den An- thetl, welchen das Erzeugniß der Meiler in waldreichen Gegendkn daran hat, von dem Antbeil der Torfstecherei zu unterscheiden vermag. YszrlQaupt wurden während des Jahres 1886 befördert: Tonnen zu

8'

im Verkehrsbezirk : binnen Ve11stmdt Empfang

(Ost-„und Westpreußen ...... 1043 212 . 1571; 6 Hajen beider Provinzen ..... 1:1 9 973.1 chPwvmz Pommern ........ 1287 1 812 758.) 7 pommersche Häfen ....... .) 17-1 412) Mecklenburg obne Häfen ..... 251 231 2261 5 westliche Häfc'n der Ostsee , . . . 5 %ck 12311 Schle§kyig-Holstein, Fürst. Lübrck . 53781 739.) 2815 6 Elbbafen ........... 3 16521 3118 7 Weserbäfen .......... 248 869 15 279 3 Emshäfen .......... 10 431 4391 annover„ Kreis Rinteln, Pyrmontxc. 31 859 29 743,1 1 697 ; royknz PeZsenk O . 'l ...... 2821- 22881- ZLF egterungs ezir pve n ..... 2 ' Stadt Breslau ......... 6 80.1 606 Bezirke Breslau und Liegniv . . . 905 4814 509.) Berlin ............. 75 221 6 924 Yrovinz Brandenburg ...... 731 1 795k 2 745 «;.-Bez. Magdeburg, Herz, Anhalt 465 2891 2827ck Süden der Prov. Sachsen, Schmal- kakden 2c ........... 7428- 212? 434011 Königreich Sachsen ....... 738 1382 2028 Zessen-Naffau, Oöerheffen, Weßlar . 6251 2 435 10 384 ubrrevier in Westfalen ..... 80 57 2890 . . Rheinland ..... 52 123-[ 2665 Prov. Westfalen, Fürst.Liyve:c.. . 16121 2297.» 11371 Rheinland rechts vom Rhem . . . 735 29 2219 Rheinland links des Rheins :c. . 1756 47133 3533 Saarrevier ........... 36 1 798 432 afenstationen Duisb., Hochf-- RUÜMÖ 4 40 592 otbringen . . . . ------- 446 2806 264311 Elsaß ......... 1 „b "f . ] FZZ 4 *?sz 3 91715711; bayerische falz außer Ludw 98 a en hessische PerStarker-lb. u.?)ihemhessen 1931 575 ] WIL Baden obne Mannheim ..... 581 1 842 1 800 äfen Mannheim und Ludwigshafen "* 714 5336 ürttembcrg und Hohenzollern . . 118148 65706 7517 Kgr. Bayern östlich vom Rhein . . 43 579 7 875€ 1 5571 zusammen. . . 106 7011 103 2481 88 1633,-

rei t der Verkehr in Torf und Holzkohlen noxb nicthJY YasxezknBJragch der beförderten Braunkohle. Yon _den„ m einem Verkehrsbezirk aufgegebxnen Mengen aber gehen verbaltmßmaßig mehr nach anderen Bezirken uber. annover, Bayern und Westfa en find die stärksten Lieferanten der aare- und verbrauchen auch am meistxeö'iedM-Z'e Durckyfuhr von Ausland zu Ausland beschränkte sich auf 603,1- 1; gegen 123 5241- t Stein- und 23 369 t: Braunkohle. -- Das Königlich Bayerische Statistische Bureau bat den Bezirkßamts-Affeffor_ dr. Krieg m1t der Abfassung einer S tatistxk der Schulen des Königreichs Bayern beauftragt, welcbe fur

5 t u die abl der Studirenden das Jahr 1885 86 vorliegt. Danach deerrl 83 LaZdes-Univerfitäten im

, 1) war an WinLTF-ÉfxßééterUl1e8185/l8165177, im Sommer-Semester1886 5410. Die 7 Lyceen besuchten 728 bezw. 702 Studtxende, dre TechniEZ Kochschule 731 bezw. ??!) dtest YtkaTÉtstLeffxneZurlzrldFZdeZezHüYe die

- a a . , ezw' 370“ die Fors e122nbezw. i99 SthirerZZZ. BeiddenKÉW v r en , an en den 3 Un est an der Forst-Lehranstcxlt

Centfral-ThierarJeisÖYe un en wur en a 25,62, a? der Technischen Hychschule 87, . d f 64 an der Central-Thteraczneischule 20 Studnenx im: bcf'äbigt erklärt. Promotionen fanden an den Universitatea m Winter-Semestcc 188, ZmÉSommer-Semesterr ??ZNÉTF1 8875786771? ' waren 15 ayern. -- erne' _ . YFKTWHHU Höheren Lehranstalten 33 umamst11che GuanfieY 11111 14120 Schülern, 54 isolirte Latemschulen 11111 3107 O'chulernlé 4 Realgymnasten mit 444 Schülern, 57 Realschulen mtt 86? Schülern 8 Handelsschulen mit 1163 Sämlern, 2_Kunstgewer ;- jchulen 11111 218 Schülern, 44 Präpaxandensäxulen mxt 1896 Schu- lern 19 Lehrer- und Lebrerinnen-Semtnare mrt 1281 Schu1ern und Sch11lerinnen, 13 Mufikscbulen mit 1360 Schulern,“ 118 böbexe Töchterschulen mik 11022 SÖülermnen, 21 Frauengrbettsschulerz mtt 1713 Schülerinnen, 3 Arbeitslehrer-Scmingre mrt _66 Schulern, dic Kreis-Landwirthsckpastssckoule Lichtenßof mxt 78 Schulxrn, 4 Kreis- Ackcrbauscbulen mit 166 Schü1ern, *me landwxrtbschaftltche Central- schule Weihenstephan mit 71 Schülern, dte CenirabTurnlebrerk-I Bildungsanstalt mit 287 Schülern, soune 26 sonstige Jacky U11

3 sonstige Privatsäoulen mit 3475 Schülern. -- Was die niederen und Fortbildungsschulen betrifft, so besuchten die Werktagssckoulen 855 463 Kinder. Von diesen waren 419098 Knaben und 436 365 Mädchen, ferner 5xr_Konfesüon nach 601803 katholisch, 264 064 pro- testanttsck), 7017 Uzdrsck) und 559 anderer Konfesfion. Die Gesammx- zahl der Werktags1chulen betrug 7148; von diesen kamen auf dle Städte 309, auf das Land 6839; der Konfession nacb waren von dtesen Schulen 5042 katholisch, 1883 protestantisch, 1129 fimultan qnd 94 jüdjsck). Die 855 463 Kinder waren in 7285 Schul- bäuserrx mtt 12 390 Klassen, darunter 856 Parallcl-Kurse, und 12618 Sebulznxmern uptergebracht. Auf jede Klaffe kamen durchschnittlich 69 Sckxuler. Dre Zahl dex Lehrer und Lehrerinnen betrug 22 379, also fur je 38 Kmder eme Lehrkraft. Von den Lehrkräften waren 17 071 Lehrer und _5378 Lehrerinnen; der Konfession nacb waren_vyn den Lebrkraften 16 527 katholisch, 5646 protestantisch, *205 judtscb, 1 anderer Koyfesfiow 42 Lehrer und 848 Lehre- rinnen gehörten dexn gei'stltchen Étande an. Das Gesammt- Jahreseinkommen sammtllcber Lehrkräfte betrug 14 687 593 „M Die Gesammtsumme der Auögaben für diese Schulen berechnet fich auf 13 892 608.74, und „zwar 8139 977 „44 für Personal- und 5752 624 „56 fur ?_Kxal-Exxgenzen. - Außer den Werktagsscbülern verzeichnet die Stqtrsttk noch 263 923 Feiertagsschüler. -- Fortbildungs- schulen gab es m Bayern 1885/86 244 ewerblicbe mit 26 645 Schülern und 1300 Lehrern, und 597 andwirthsÖaftlicbe mit 11 539 Schülern und 965 Lehrern. Der Gesammtaufwand für diese Schulen betrug 517 487 „M

- Nack) den „Mittheilungen der Großherzoglich hessischen Centralstelle für die Landesstatistik“ waren an den HandWerker- und Kunst ewerbe-Schulen des Groß- herzogthums Hessen im S uljabr 1886/87 152 Lehrer thätig. Die Schülerzahl bezifferte fich auf 4888, von denen 496 über 20 Jahre alt waren. Von den Gewerben stellten die zahlreichsten Schüler- konsingente: die Schreiner (620), die Maurer (604), die Schlosser (557), die imme_rleute (288), die Weißbindcr (171), die MasÖincn- bauer und aschmenschlosser (124) und die Steinhauer (103).

Kunst, Wissenschaft und Literatur.

' Lon,dor.1, "16. April. (A. C.) Das von der Kaiserin

Vtctorta jn San Remo gemalte Bild einer italieni- s chen F rau, wexcbes, Ihre; Majestät einem dortigen Kinderasyl zum Geschenk machte, tft 1281 m der Tooth'scben Kunstgalerie in Haymarket, London, zur Schau gestellt. ,- .Clnundneunzig Jahre in Glaube, Kampf und Steg, eln Menschenx und Heldenbild unseres unver- geßltcben Karsch thbekm X.“. von Oskar Meding, als Ermnerungsgabe _fur das deutsche Volk beraußgeaeben von Carl HaÜberger. Pre1s geheftet 2,50 „44, in feinstem Original-Einband 3,50 „M (Styttgart, Deytsche Verlags-Anstalt). - Als dieses Buck) 111 Gestalt elner lttkerarlschen, Festgabe für den fünfundacbtzigstm Geburtstag dxs aÜßelzebten Katsers zum erstenmal erscheinen sollte, gxstattete Kcztser Wilhelm für diesen Zweck nicht nur die Nach- btldung der 1ntereffantxsten Stücke jener Aquarellensammlung, die er zur Erinnerung an d_1e denkwürdigsten Momente seines Lebens für fich se_lbst hgtte anferttgen lassen und deren Hauptblätter mm zugleich den kupstlertschen Schmuck dleses Buches bilden, sondern er übte 0111!) cm] dre Gestgltung' des Textes den unmittelbarsten Einfiuß aus. Hterduréx gewinnt Hieses Werkcben' den voÜen Werth einer Selbst- bxogravbje. Dube) treten auch bier überall wie in dem Leben des ed1en Monarcbexx dxe se1txne Demuth und Bescheidenheit hervor, die sem Cbaxakterbxld zu emem so überaus liebenswürdigen machen. Es kennzeichnex sn!) daher als ein echtes Kaiserbuch, das in keiner deutschen Famllw fehlen 101116.

- (8111 Palmen'zweig auf den Sarg unseres in Gotl rubenxen Kaisers und Königs Wilhelm. Dem deytschen Volke xn Haus, Schule und Heer gewidmet von G. Sp 1 eker , Rttter des, KömY1chen Haus-Ordens von Hohenzollern. Zweite Auf- lage. M11 16 bbildungen und 2 NamenSzügen, HannOVer,Vcr1ags- huchhandlung von Car1 Meyer (Gustav Prior). - Von dieser Schrift ist binnen kurzer Zeit die erste Auflage vergriffen worden. Das Werk- ch§n eignet fich Janz besonders zur Vertheilung in Schulen und Vereinen. Dte Darsteüung tst in einfacher, allgemein verständlicher Sprache gehalten und mit vielen guten Abbildungen nebst zwei Namenszügen des Hoch- seligen Kaisers begleitet. Bei durchaus würdiger und ediegener Aus- stattung beträgt der Preis eines in Umschlag gebefteten Exemplars nur 50 „Z„ (20 Exemplare 7,50 „44, 100 Exemplare 35 8411). Von 50068 em- plaren an ermäßigt fick) der Preis auf je 30 «3. Wegen Ueberla un eines robe-Exemplars, behufs Parttebestellung, beliebe man sies unter eifügung von 10 „3 in Briefmarken an die obengenannte Ver- lagsbuchbandlung xu „Wenden.

-- Aus Katser Wilbelm's Kinderzeit bringt die „Musikalische Jugendpost“ (Verlag von Carl Grüninger in Stuttgart) in ibxer neuesten Nummer eine „Der err General- Mu tkdire tor“ betxtelte reizende Erzählung. Aus dem 11er en Inhalt der r. 7 heben wjr hervor: „Felix Mendelssohn bei Wo fgang von Goethe“ von L." Erbach; .Das Turnier“ von B. Augusti mit Inuftratiom „Frublmgßgetster“, Gedicht und Illustration von Schulte vom Brül) ; „Mufikqltscbes „Plaudereckcben“; dic Fortseßunß der illustrirten .Mozart-Btograpbte“, von I. Stieler“ kleine nter- baltun Eskiele, Rathselx endlich eme Mufikbeika e, enth'altend: „Frohe: Hirtenßna e“, Klgluerstuck von Otxo Fischer, .?Frühlin slied* von H. A. Schefer, sowie eine Komvofitwn für Vio me an Klavier von

lotow. F _ „,Das echte Gold.“ eftspiel aus dem Leben der Hohen- zolLern von Johanna Bals. eiYig. Verlag von Jul, Bädeker. 1888. Ladenpreis 13,44 _ Die erfaßerin, in den literarischen Kreisen durch ihre strmmungßvouen Nove en und inhaltreichen (Ge- dichte nicbt unrübmlich bekannt, schildert in dem vorlie enden Festspiel, in dem Deklamation mit lebenden Bildern abwéchse t, fesselnd Hie Entwickelung der Kunst unter den Hohenzollern. Die Sprache 1st edel, marki und s(bwungvoll, die Verse tadello? und, von.ein- cbmeicbelndßem Wohllaut. Das Büchelcben verdient dre wetteste

erbreitung. _ " - „D t e ost“. Jllustrirte Halbmonatsscbrtft fur die Deutschen aelllxrséändY. Vereinsblatt des Allgemeinen Deutschen

Schulvereins zur Erhaltung des Deutscht muß im Auslande. (Haupt-

' : t m'l reihen: von rotthuß.) Berlin Wien, 931171111, IMI,!) Néw-lYoZk, io de Janeiro, Adekarde, KEY? u -

2. a r an , 1888. - Das Organ des Allgemeinen-Deutschen veansb, k;velgc'hes nunmehr den 2. Jahrgang beßinnt, wtÜ aucb ferner als vornehmsten Grundsaß die-Pflege des Deutscht gms auf denz_7anzen Erd- kreise im Au 2 behalten. In diesem ganzltch unpartenchen Blatt soll der Deutsche im Reich nach wie vor Kunde erhalten, von den Freuden und Leiden seiner Stammes enoffen im Auslande, dte Leßteren aber von AÜem, was das deutsche! utterland bew: t. ,Die „Deuxsxbe Post“ ist mit Erfolg bestrebt, den nationalen Gedan en in die Famtlten zu tragen, und ein echtes Familieanatt gewyrden. Jedes Heft der, Zeitschrift enthält außer einem allgemeinen Tkxetl mix deutschnattonalen und allgemein politischen Leifartikeln, Aufsaßen uber 511? Stellung des Deutschtbums innerhalb und au erhalb Eur0p§s 2x. noch folgende Abkbeilungen: „Deuts e Welkcbromk unt Ociginalberichten über das Leben und Strebxn der Deutschen mzf dem ganzen Erdkreise, sowie einer UnterathetZung ,Deutscbnatwnale Vereins-Zeitung', in welcher aüe deutschnatwnalen V„e_reme 128 In- und Auslandes nach Möglichkeit auf Gruqd auxbenthber Mitthel: lungen berückfichkigk werden. An der Spitze dieser .lbtbexlung er-

die „Amfli en Mittbeüungen des A'Ugememen Yeutscben YZRLereins zur Erkéaltung des Deuksckshmys- tm Ausland . DKM folgen unter der Rubrik „Für's deutsche Herm Romane, Nove xn, Skizzen Plaudereien und Gedichte 0118 dex Fed'er berufener SEW?!- steller Jes In- und *,Auslandes. Als Mxtarbextcr „werden genannt Gerhard von Amyntor, Friedrich Hon Bodenstedt, Feltx Dahn, !!??-or? Ebers Ernst CWM, Carl Emü Franzos, Jukus Große, L i:) serr Hame'rling, Hermann Hejberg, W01demar Kaden, Otto 1301111) eb)»;- Emil Peschkau, KarlPröÜ, CrnstWichert und Ernst von W! en -

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