zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger,
ck.? 100.
Erste Beilage
Berlin, Dienstag, den 717. April
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Yichtanttliche§„
Preu en. Berlin, 17. April. Jm wextersn Verlauf der Jestri sont (44.) Sißung des Hauses. der Abgeord- neten ILJCMJTL die Vorlage, betreffend“ d1e Negul1rung Tuer Stkomvcrhältnisfe in der Wexchsel und Nogat,
r zweiten Berat un _ ck . “
. Der ReferenthAbZ. Döhring führt sus,“ daß dte Exgeb: msse der KNUMissionsbc-„rathung durch dxe MlesthM SMM: t1Zetene grüße Ueberschwemmung im We1chselde1ta "9vale d1gerweise in größerem oder geringerem Umfan ed, a 5.??"th WUÜÖbedÜkstig erscheinen dürften, so daß xventue W 0 & wendtgkeit sich erggbgn werde, die“ Proxcxktfrage lnocth gründlich zu prüfen, und stellt dem „Hause d1e „VM,? Ußftz UM Und die eventueÜe Ertheilung einer neuen Dtrk-ktwe fur
Kommi sion anleim. „ Nbsg. von uttkamer Ylauth): Nachdem durchxte nexFesthx
USbLkschwemmungen die ache m cm 99113 _an eZYS Zn?
Wasser gekommen sei, werde es nothwendtg sem, W J z
Vorla e nockmals an die K_MMZÜ sxozt zuruck uverYLtsen, um dio ne?;en (I)esiclUsPUUkts, ÖW fick; YZF FJZZUYHZTFUMZY mehr zu berücksichtigenx Gegen dre egyl rderTorexesckUagLnen ratioUSarbeiten im Weichsel-Nogak-DLÜÜ LJ Juteressentsn der orm hätten sich nur Vertreter . un [ ?tadt Danzig erklärt. Das techmscbe Gutgckzten, weches von jener Seite eingereicht _worden sEL, TKab?- "(Fer weder die Vertreter der, Negrexyng noch " W u er- ße Mekrheit der Komnusfton uberzeugsn kmmen. Jm Yes entheil )habe es auf Aae den Eindruck gßmacht, dcn em VeFtreter der Re ierung gls den emex 19chmschen Advokatur bezeichnet habe. eder, dte Gefahr "611161,“ UßbersÖWmeung für Danzig werde vergrößert, noch wurderx dn», Jttteressezx „dW Handels von Danzig gefahrdex. Dre Beschluss der Konnmsston, daß die Regierung zum Trager des Unternehmens gemacht * werden das Risiko übernehmen 1?md IF?) Fnérefffensxtsn KFW " , mü e eien mit gro er € wei ge a wor en. LZTZrYe Cmsxserusng dcr Nogat wsrde leidsr immsr nock) dßs Gutachten dehr AkaZemierür Vsaywssen von Scehtttexx dder IZM: run an efü rt. as aus 61 nun gar m m 212, age, diesYs thZtacht§Y1 beuYheiZn ?Ukönnech wedix S?datHselbeÖxchZ gl?- sehen a 8. on a en eu en, my )8 [€ or [gen er ä = nisse kennten, werde zugestanden, daß dsr Zufluß des Nogat- wassers nach dem friséhon Haff von irgend Einem bsmerkbareu Vortheil fÜr die Spülung des Piklaucr Tisch nicht sei. In das frische Haff fließe bskanntlick) Nicht die? Nogat aÜcin, son: dLM der Prengstan, die Passarge, dcr Elbingflusz und andere kleine Flüsse. Ferner wsrdc auf das EntscküedcnstS bsstrittcn, daß LE nicht möglich sei, auf einem anderanch das Pillauer Tief zu erhalten, als wmm man die Nisderungsbcwolwcr in fortwährender Gefahr erhalte. Wenn man dis Sumnwn be- rechne, welche bcrcjts fiir Schadenersatz, in Folge Ueberschwqm- ÉFFTLKZUFYZYZMTH ck27? WZ'MW MF W"- ?st ck 0 enwre, o weremant : «ck23! WM &??aéxxWYIPstHZZZz, YM , - U = schwemmunF's ebiets nicht gescheut hätjcn, würan bezeugen, une schauch31 1 die Dinge da aus ähen. Die Nogat sei nicht eeignet, bei, Hochwasser die Ens: und Wasserma en der |th HZEJUGYMLSYLY Ya E'? in ihrem oberen T eile Jin , a 1 , „ . . Hochwasser mehr Wasser und Eisanxexchxe slenilkaffeeigßrTLUZ JUstehe; S9ik„geraumxr ZeithättenimNogaégsbiet weiDrittel und 1m Wetchselgebiex nux ein Drittel der urchbrüche stattgehabt. Das Ungluck ware selbst dann in diesem Jahre nicht zu vermeidxn gewosen, wsnn das von der Regierung vor- geschlagene Pr01ekt JUR Ausführung gekommen wäre. Er würde kein guter VEMLTLR seines Wahlkreises sein Wenn er ni t rückhaltlos slest gegenüber der StaatSregéerung den GYanken zum AUEÖLUCk brächte, daß die Nogat endlich coupirt werden müffL- b man die NOIR anz schließe ob man sie mit einer Schleuse versehe und die 0 at kanalésire sei eine aura y05t6r50k- MLT der Schluß derILZogat in irg/end einer Form sei für ck11 SÜW WUÜZÜA Link? (1118 11011 für die An- nahme des Geseßks- Es sSL 1hm Mehr als zweifel aft, ob die Königsvékgkk KUUfUWMsÖnft ein begründetes oder Zag- baros Recht anf dns Nogatwasscr !szxhaUpL besiße. Höchstens könn? sie ein Recht auf den naturl1chen Auslaufweg haben; bekanntlich sLisn qbér durch Axilage MWS Kanals die Zukunf- verhäktmisss in dxe Nogat Se1tens dxs Sta'gts wilLkürlich ge: Felt worden, so da[; der Nongat eme großsre Wassermasse Ugßsühxt worden sei, als 65 fohex dsr Fall gewessn. Einen 3 J 2 Re Komgsberger Kaufmannschaft
, uck lab '"OWÜYLYUFADÉWAUZWL einkr Schleuse, es wüxdc dann der
höchstN - ?, Wa «W, W Welchem man einen An- MWOYUWC SIEF; edre chwertff werden. Die, ZUschließ1mg dcs fpru ) habe, ' seinkm WahlkrUse als eme Noth-
PWW? FtTanalssLlZFLM M „ wendigei (11186. '. ' aurath Dresel: Es sei REIM""gskommLffardasécLLYnLelnFag “Us SÖÜSÜUW. der vorauszusxhcn JLWSW'“ mn?" werdon würde. DLL Grunde NOW *.*"Mr “ufgénox würde durch Schließung dex Nogat ÖNORM ofst'W' e hrte Sicherheit L11ts1chen,"d1e sonst fur dre Nwderuyg WJ"? DEWI Weicht wcrdsn konne, und nur durch AUFH-UW" R' tung der DSWWWÜUW zur Erhal- dW statutennxaßmc .. SWM?" - 11 Das: prinzipieüe Bxdextken tung der, Dolche, WLLKDLDUUFZZZZQZ («ckck bekanntlich 1" W SLZ“. dW Schizeßung [„er Spülung dss PiÜaucr TUNE- AUS d fuhr auf dte nathr 1ch6 , «="'l1rige1l EißgaUJ musse man „en Erfahrungen [wet dem WUB, t 1111 der Sch[jeßung§-- d1e Lehre entne men, daß dW EMU -a da auch diesmal fxage augenbli lich nicht (111 dé? ZM Edffkr der Weich e[ W Nogat ilre Aufgabs, d1e YUM cx/fijÜt haJe. aufzunehmen, cchs Tage lang VWWffl ) ckl'chés Juthun S9 l_zmge dergleichen Verheerungen 0le MM )* d"ie man e_mtraten würden sis als eine? Fi'lgleYmWee 9."- eines s1ch gefa en lassen müsse. Wenn aber VW Abs.?!)lwßung fo c Hanptarms der Nogat ::nd eine andere Wasjerßkhkung,“ e Fié ZZ wxrde man mzter dem Eindruck der neuestén VWWLÉT 1 d Urstcht üben müssen,. die übrigen Wa serläuf6_s9 UUZUÜ ) 91,“ ,aß ste für M) aüem im Stande eisn, dtc AUfIUÖL, dW
thnen zumeuthet werde, auch auszuführen. Dazu sLi UW
eine Reihe von Stromkorrektionen und Deichen exforderl1ch. Das Nächste, was au-deführt werden müsse, set das vox- liegende Projekt. Nach dessen Ausführung werde an du: Wetters Coupirung herangetreten werden können. Er empfshle dre ANUÜHML der RegierungSvorlage. , ,
, Abg. Steffens: Der Regierungskommissar meme, dte Nogat se1 bßsonders geeignet, die Wasser der Weichsxl .gufzunehmxn und m das „Haff abzuführen; auch bei dem dezahrtgxn Ers- KCML hahe sie dies sechs Tage gethan, und erst am stebenten Tage ssx der Deichbruch erfolgt. Dem geIJenübe-r bemerke er (Redner), daß. seit der Eindeichung der iederung 74 Durch: brüche der Weichsel- und nur 34 der Nogat erfolgt seten. Das Fxoxekt der Couptrung werde lediglich durch Hte Bedenken 'der
dmgslxerger Kayfmannschaft verhindert. Er wxffe mcht, ob diese so ?e'rmchxtg seten, daß sie gegenüber den Gefahren", dte für 19 Nxedxrung erwüchsen, würden Stand halten k'onnen. Der 'dresmaügsSchaden für die Niederung b_elaufe s1ch aluf 17 Ns 20 Mthtonen Mark; dabei sei nur dre rechte Selle Überfluthet worden, während die linke in Folge unglaublxcher Anstxexxgungen gerettet worden sei. Diesem Schaden stehe eme Bemlügupg von etwa 20 MilTionen Mark überhaupt egxn- über! Dre Kommission werde wohl thun, auch das_ WPK der Nogatcoupirung in die Vorlage aufzunehmen. Dxe Aus- FWU"?! sei auch Nicht so schwer, wenn man das ersxe Alsen-
ahl'sche Projekt nehme, Welches schon ]2-13Jahxe alt s 81 und ,nur germger Korrekturen bedürfe. Dsr Finanz-Mimstxr, _der frU „yr ge en den Kom111issionsvorfchlag gewesen, _habe steh 1th pa m: er lärt. An esichts der Noth werde man sich noch zu we1teren Opfern entf ließen müssen. Redner geht dann auf das durch die Danziger Kaufmannschaft veranlaßte Gegengytachten der Akademie des Bauwesens ein und lsgt dar, daß d'te Jntexeffen Danzigs nur auf dem darin dargelegten Weg? genügend nghrt würden und Danzig deßhalh nach ww vor der
egterungsvorlage feindlich gegenübersteyé.
Minister für Landwirthschaft, Domänen“; und Forster), ])r. Lucius: WW,
Ick bin natürlich nicht in der Lage, wenn das hohe Haus glaubt, daß eine nochmalige Kormnisfionsberathung neue Gsfichtspunkte ergeben kann, einem solchen Anfrage zu widersprxäzen. Ick bestäkkgc ferner die Annahme des Herrn Vorrednkrs, daß m jedem FaÜ dic landwirth- schaftlichen Interesskn dxr Niedsrungsn nick)t geschädigt warden dürfen za Gunsten der Intercffcn dér Königsberger Kaufmannschaft. Jck) stel)? an*s dicskm Stamdptmkf voUständig. Wenn ich überhaupt reffort- mäßig LMM Parteistaudv1n1kf_einnahmen könnte, so kann es gar kein andxrcr skixj, als das; ick) memerscits dasjenige Projekt bcfürmorte iU erster Linic, was am Meisten geeignet ist, den Landwirtbschaft1ichen Jnfcrcffcn zu diknen, also in diesem Fall den VorÜutHintercffcn der Vorchgnng neuer Wafferstbädsn.
Nun glmxdc ich aber, babcn Sie aus den Ausfübrungcn des Herrn Konwnißarius des Ministers für öffentlicheArbeiten EUWLHMLU können, daß die Erfahrungen, die be'i'der leytcn großen Katastrophe gemacht worden find, in keincm FaUe irgendwelche Momenje ergeben, wclche gegen die Zwyckmäßigkeit der Durchführung des Ihnen empfobkcnen jest vorliegenden Projektes sprechen können. Selbst die Freunde der Coupirung der Nogat, pie also der Meinung smd, daß die Nogat vollständig abzuschlteßen und künftig nicht mehr als ein Arm der Weichsel zu behandeln ist, smd meines Erachtens durch die je t gemach_ten Erfahrungen enöthigt, in erster Linie für das Proje der Regterung so, wie es JFn'en vorliegt, zu stimmen; denn die Voraussxssung der Couptrung der Ro at ist in jedem Falle die RegUlU'upg des Stromes 111 der Weise, wie ?Te Ihnen vorgeschlagen ist, also emma! Durch tick) dcr Binnen- nehrung und zweitens die Rückvcrlegung der jeßt vor andenen Deicbx, um der getheilten Weichsel das Flutbvrofil zu eben, welches n-Ytbtg ist, um die gesammten Wasser- und EiSma _en der ungethetlten Weichsel künftig abzuführen und zu„faffen., Aljo, wenn man, sch s äter aucb überzeugen sollte, da?, dte'Scblteßung der Nogat mögltck) ix, so würde unter aÜcn Ver äxtntssen Yte_ vorausgehende Arbeit eben diejenige Regulirung der gethqtlten W9lchfel sein„ WLW)? IHREN Hier zur Annahme empfohlen jst. Kein 'Tecbntker wtrd dre Verantwortung auf fick) nehmen, nnt der Couvtrung der Nogat vor- zugehen, ehe diefer Theil der getbeilten WLlchscY v_on der „Ostsee auf- wärts bis zum Piekelcr Kanal cntsprkchend kkgullrt tst. Kern Techniker wird die Verantwortung aus NÖ nehmen, cher auch _nur eznen Spaten- stich Zur Coupirung der Nogat vorzunskömxn, _bts mcht mehrere Jalzrc [)indurch diese Projektirten Anlagen thatsacbluk) fich als [eistungs- fähig gknug erwiesen Haben, um das, gksgmmxeyWetckyselwasfer gb- zuführen. Eine solckxe Verantwortung rst die' Kontgltche Staatsxegte- “cht gcwiUt zu übernehmen, MW 197515 Web wahrscheinlich
JYZT.MES ist das also meincs Erachtens ein ganz klarer und ent-
' kt. „ „ _ WWBÉZJMSFIYY Vorredner ausSchbkk bat, er hatte noch kemen
"rt, der ür die Durehfübrung dcs pxojektirterx Durchsuchs ZLYddiZebÖinnennefhxung durcbschlagender Werse „angefuhrt rxorden wäre fo halte ich ihm “gerade entgcgcn. „daß btsher die hochsten techn€schen Gutachten gerade_ darauf btnausgxhen, daß dxxrcb diesen Durchstich der Weich|ellauf 15711 bis 9 _km gekurqzt werde, wie bereits früher, zmd_ Wiederholt angefuhrt wordm ist daß dadurch die FaÜgeschwmdtgketk des Wassers, ,[uh um den ver- küZzten Lauf erhöht und somit der Abfluß durch dre en'nemn Ka'nak in jedem FaÜ gesichert ist, Wenn der Stromjlauf m_]: drese erhebltche Strecke gekürzt wixd, wie es ähnlich 1849 der qufahr geschehen jist durch den damals stattgehabten Durchbruckx, so tft das„glaubx 'ck), kaum von irgend einem Laien mißzuvcrstehen oder zu Hestxetten moglccb, da fich durch diese Verkürzung des; Wafferlaufs M'Gefabr der UeßcrschMmmung für dießSfadt Danztg und den Danztger Werder ' v indern mu . , „ unbeYYt ??;IVortcdner haf mir nachzuwetscn versucht, daß :ck) mit
tt sabe, daß durch diesen Durchstich die Gefahr für ZYrYLdZLIJWzTg i)n gcnügendem Maße vermmdert WerdeDieJYYZ?
": t, und ich betone das beute,wieder: ' ?ITYTLXJYYZW Stadt und den WLLYÉT, wtrd 'vermtndcht „[ddurch dTLse VerkÉrzUng und VerbreitxruLg chZétrLZUlaUZZJ dFJzin ZLF der neucn Stromrknne, un 16 er xe r t' dieses
Vorrsdner selbst bak dle Berech tgung YßßesHKcrincs Eracbtens insofern YTMYYMfMUsMseFchYeraWeinItY
' " Danzig wtr xe en a , . . FDM? YHÜHÖÜWYUO MM; di'ethefabr wrrdkn1chtnurseltcneß
' i1 erem aß cm rc'cn. , sondYeranranFTrijUer hat dann Wetter gesagt: Wenn „eme, Gefahrt cintritf wenn ein Dnrchbruck) nach dem Danzxger Werder „emtrrtf, so ts die Geécxhr um schr vieles vergrößert, nnd alH BMJ dafur bgf er an- geführt daß in dem Gutachten der Akadsmxe ch "Vauwcwn's aus- geführt, sei, daß die Gefahr der Versaqdung dcr Mandung lm Neu- fäbr eirxe größere sein könnte, ffNWfÉrßsoul alxxcs rofoOchFhaxxY
' ' ctro cnc ea che , 12 7 - ' Werden, und dtc bcrctks 9 Zeit nach der Jnfel Messma
* ' lc 1er . YFMbQiLst, UZKWTÜÉU sch§n nach „allen bisbengcn' Erfabrqn- gen bcwäbét. Er wird dazu dtenen und gcetgnef sem,
diese Mündungexn bei Neufäbr offen zu halten. Es kann also in jedem Fall? nicht' gesagt Werden, daß) eine Erhöhung der Gefahr dadurch bedmgx se1, wenn aÜe Ausfaüst ore und Abflüsse, welche heute bc'ftchn, aucb ferner bestehen bleiben und noch der neue'große Durch- stichkanal hinzutritt.
Das tst'ja freilich unbestreitbar, kein Techniker wird dieKühnheit haben„ unbedng zu versprechen, daß durch die Ihnen vorgeschlagenen Regulxrungsarbetten" a,l[e Gefahren „durchaus beseiti t sein werden. Das tft ganz unlmoglkch. Gerade die jeßi en Verhälgtniffe beweisen, da"“ß alle m_enscbltchen Vorkehrungen, alle nstrengungen unter Um- standem unwtxksam find gegenüber der Naturgewalt,
, , Wenn dtexHerren sagen, die Katastrophe, Welche jeßt die reehts- fertxge Nogatmedexung betroffen hat, wäre vielleicht verhütet worden, wenn das und das geschehen wäre, - ja, meine Herren, was wäre denn dann .die Fylge gewesen? Wenn die Nogat in jenen 6 oder
Tazzen MLR die gesammten Eis- und Wassermassen dsr Weichsel ahgefubrt batte Hann hätte dock) das Waffe:: mit Rothwendigkeit nach emer arxderen Éerte bin fiä) Luft macbey müssen, wie_ es übrigens im Laufe dn'ses Jahrhunderts auch schon ge1chehen ist, aljo entweder nach dem gryßen Marienburger oder dem Danziger Werder, das wäre ganz unabWetsbar gewesen. Die Wasser standen bis hin zum Piekelcr Kanal Fest gefr'oren, daß Haff war gefroren, die Ostsee ebenso, und es ist immeth noch em sehr gro es Glück, daß in diesen Tagen ein Süd- westwmd das Brechen Hes isxs dort beschleunigte, sonst Würde jede Oeffnung dur_ch die («Waffen geschlossen gewesen sein, Das nxgr em Zustand, wo weder Eisdampjer fich be- wegen ko_nnen, ' wo auch Dymxmit und alle sonst bekannten Sprengm1tfel _kemen Erfolg Haben können _ wckr stehen in solchem chi] cmfach' nner höheren-Gewalt gegenüber, der wir uns beugen mussen. Sichxr muffxn _wjr aus solchen Katasjrophen alle Nuß- anwendungen ziehen, d1e uberhaupt möglich find; es erwächst daraus d_er Strombauverwaltungxnd den Deichbehörden die Aufgabe, aUe die Anlagen [0 zu k?nstrmren, daß nach menschlichem Ermessen jeder Gefahr, sowejx das uberhaupt möglich, vorgebeugt ist; gänzlich aber ist das eben ntcht möglich.
Mgn Hat gcsagf, pie Deiche an der Nogat find lange Jahre hin- durch vielletcht mcht_ m Kenz Zustande erhalten, wie es hätte sein soUen._ Nun1stcs gewrß nqturltch, wenn fich Mensckyenalfer hindurch keine derartigen Katastrypben exysteUen, so bemächti t fick) eine gewisse Sorg- lofigkUt dcr Bethetltgten, dteUnterbaltung gcfchteht vielleicht nicht s [) voll- kommen,"wxe es gkschehkn könnte _ ich sage aber nicht, daß Hier eine Vexnacblasßgung stattgefunden hat; ich will vielmehr darauf Hin- thsen, daß auch, Wenn dix Dexcbe im perfektestcn Zustande gewesen War'en,'WLnr,1 fie vox Gramt aufgefüyrt wären, daß fie d-Innock) Wahr- scYemltch 'dlkskn Etßnxaffcn Und dkm Wasserdruck nicht widerstanden batten wxe1er bm: stattfand. Von AUgenzeugen werden die Kata- strophen,!)er Jonasdoxf, qlso auf der rechtsseitigen Nogcxtnikdemng, so bcsckyrxebcxn, daß dxe ElZMÜffM piele Mejer über die Dkichkrone fick) aufgctburznt thtev. und dgß dxesc Massen fick) gcgen die Deiche schoben, fich ubersturLcn, wix Lm Eisberg Md AMF Mgrafirfen, was fich entgcgenstxüfe. 3a, meme Herren, das find Verbältniffe, denen keme nxenschxtßloe York?,brung" gewachsen ist. Wir werden immer darmzf anchxe1en sem, d1e_ naturliche La e, die natürlichen Vcrbältniffe, pie em solchcs S_jromZebxex hat, zu eobachten, auf das genaueste jbnen zu folgcn, 10 wert wje es möglich ist, und in Summa das, was übexbaupt 1112nschcnmöglich ist, zxx leisten - und das ist im Großen uad Ganzen aucb,ch§zlaube teh, bet der Bekämpfung der jeßigen Hoch- waffergcfabren ges ehen. .
cb würde also meinerseits glauben, in gewisser Weise ist die vorliegende Frage spruchreif; einen Theil des großen Projekts bildet
in jedem Tal] das Projekt, was Ihnen zur Beschlußfassung vorliegt. Nack) den isberigen Erfahrungen, auch gerade nach denen, die bei der
Rtchtung Abänderungen des Ihnen vorliegenden Projekts nicht als nothwendig er eben. Ick kann mich in dieser Beziehung nur auf die Berichte der erren, die als Augenzeugen dort gewesen find von meinem Ressort sowobl wie von dem des Herrn Ministers dcr öffent- lichen Arbeiten"!)erufen. Nac]? deren Meinung ist an der Sache Lo- weit nichtß zu andern. Also nsofern glaube ich nicht, daß es wa r- scheinlicb tst, daß fich nach der Ricbtyng besondere neue Gefichtspunkte
ergeben Hätten. , „
Was ferner dte Ausfubmn des Herrn von Puttkamer-Plauth betrifft, das; das Gutachten der kademie für Bauwesen nicht bekannt ssi, so meine ich. ist e? dycb bereits vor 4 oder 5 Jahren bekannt JLJÖM jvordxn, UNd es ist M dex Intcreffentenkreisen vorgelegt und auch diskutirt worden; Zedenfaüs tft es ein solches Aktknstück, was zu
Jedermanns Einfichx o en steht. _
Meine Herren, 1ch glaube damtt die wesentlichen Punkte, die hier berührt morden find, auch meinerseits erörtert zu haben. Ich kann nur damit schließen, daß ck es vollständig Ihrem Ermessen anheim- gebe, ob Sie eine noch1x1altge_Kommisstonsberatbung belieben onen; ich glaube, fie wird mcht unt einem anderen Resultar enden können als die jeßige, Aber 'ich babe aycks nach der anderen Seite gar keinen Grund, einer nochmaligen Kommtsfionsberatbung meinerseits irgendwie zu widersprechen. _
Abg. Borowski: DLL aÜgemeine Meinung im Volk stimme den Kommisfionsbeschlüffen zu. In Folge der 'eßigen Kala- mität werde die Ausführung der Vorlage sehne er ins Werk geseßt werden müssen und nzehr nach den Wünschen der Niederungsbewohner, welche dte No at= als Strommündung nicht fortbestehen lassen _wolLten. Ab qlut geschüßt vor Ueber- schwemmungen könne eme Ge end _ntcht wexden, welche ein so gewalti er Strom durchflte e u_ne dre Wetchfek, und noch dazu von üden nach Norden, nxo be1m Abfluß dßs Thaüwa ers von oben am Unterlauf noch Eis vorhanden'se1.* Die Ye er- schwemmungen könnten aberverhmdertmerden, 1ndxm man dg! dem Abfkusse des Eises entZngenstehenden Hindermffe fortrauxne. Ein großer Theil der iederungsbewohner fehcx das Proxekt ohne Coupirung der Nogat als falsch an. DW Herstellung eines Eisweh'xs müsse noch'auoL-geseßt ,und abgewartet werden, welchen Erfolg der Durchstxck) durxh dte Nehrung haben werde. Das Vor ehen der Regierung bet der Ueberschwemmung ??r- diene vo 6 Anerkennung und L'ob,'namentl„1cb den) Mtlttar gebühre für dis riesenhafte _Thätrgkext und dre herotsche Auf- opferung ein DaNk, zu dem 1hxn dW Worte fehlten. .
Abg. Drawe bedauert dte 'Erklarung der Negterung. Durch das Projekt der Nogatcouyxrung werde dte Gefahr für die Nogatniederungen beseitxgt, fur. dle an_deren N1ederungén ermäßigt. Wenn die Regierung „mchls wettex zu fagexz ha 6,- so wisse er nicht, wozu dann eme nochmaUge Komm1ffxonß-
t wendi ei. . " . . , WWDYJEYZUÜ wéinTs) hierauf an dw fur dtesekbe 6192an em-
' ion urückverwiesen. _ ' JLWIYLFYYWM Tzschlägt vor, ,die Nächste SUZung Dxenstag 11 Uhr abzuhaltcn und auf dte Tagesordxmng das Schul-
* U 2 en. ' _ [astenJYng WWZ-kr von Zedliß Und Neuk1rch btttqt t Bu Präsidenten, dasz Vokkßfthuklastengeseß morgen nochdns1chGeseß die TageHoxdnung zu setzen. Er sage das, um a *
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