Ministeria-l-Vlatt für die esammteinnereVerWal- 111119 in den Köni _l_ich_yreuß1s en Staaten. Herausgegeben jm Bureau des mstmums des Innern. Nr. 7. _ Inhalt: ]. Rügemeine VerwaltungssUÖen. Beschaffenbeü der im amtlichen Vetkevr zu benupenk'xn Tmten. _ 11. Bebördey und Beamte. Re-
ulitung des Dtmsinnkommens der zum Milnärdtenst einberufenen
?Kélcbßq Staats- o_nd Kommuna1beauzten._ Veröffcnllichung von
Bekanntmachungen ubsr Name und StZ der Berufsgenoffenschasten.
_ m_ Poljzxivemalxung. 3. Gefindevolizei. Polizeiliche Befugnisse jn GrfindeftrettsaÖen. _ 13. _ aupolizei. Verpflichiung zur Auf- bringung von Kostendciftagen fur die Sfraßenrcgulirung Seitens der an tenzendm Grundbes'1ßer._ __ 17. Verwaltung der Staatssjeuern unß Abgaben. Stcmvxlfmbeü der in siempelfreien Schriftstücken mtbaltenen Kompromive oder Rebenvertxäae. _ 7. Verwalrvng der öffentlichm Arbeiten. Veraütung für Schiedsricbjer beim VU- dingungsweTen. _ 71. Militär- und Marine-Ange1egenbeiten. Ver- zeichnis; der höheren Lehranstalten, welcbe zur Außsteüung von Zeug- niffen über die wiffenscvastliche Befähigung für den cinjäbrig-frei- wiüißcn Miktärkienst berechtigt smd.
Statistische Nachrichten.
Gemäß den Veröffentlichungen des Kai'JeriicherZ Gefund- beitsqmts find 'm der. Zeit vom 5. bis 11. August er. von je 1000 Bewohnern, auf den Jahresdurchstbnitt bercchnct,als gestorbe11 gemeldeN in Berlin 22,6, in Bresmu 27,0, in Königsber 29,9, in Kökn 28,8, in Frankfurt a. M. 14,9, in Wiesbaden 13,4, in annover 17,9, in Magdeburg 28,9, in Stettin 34,1, in Altona 23,3, in Kaffel 16,3, in Straßburg 26,0, inMeß 22,9, in München 34,9, in Nürnberg 17,4, in Augsburg 28,2, in Dresden 20,5, in Leipzig 21,2, in Stuügart 19,4, in Karißrube 20,9, in Braunschweig 28,2, in Hamburg 23,4, in Wien 20,1,111 Pest 38.4, in Pra 29,5, in Triest 28,8, in Krakau 25,6, in Amsterdam 19,8, in Brü el 20,9, in Paxis 20,0, in Base! _, in London 180, 111Gla§gdw 16,5, in Liverpool 19,0, in Dublin 19,4, in Edinburg 14,9, in Kopenhagen 19,2, in' Sfockbo1m 16,2, In Cßristiauia 13,8, in St. Petersburg 31,1, ": Warschau 22,5, 111 Odeffa 33,8, in Rom 28,0, in Turin 23,2, in Vencdig _, in Alexandria 50,7. _ Ferner in der Zeit vom 15. bis 21. Juli cr. in 'New-York 33,7, in PbiladeWhia 23,1, in Baltimore 31,5, in Kalkuüa 18.5, in Bombay 26.6. in Madras 32,8. Die alkgemeine Sterblichkeit war auch in“dieser Bericht§woche in
den meisten Großstädxen Europas eine günstige, und zwar bat fie be- sonders in den größeren niederrheinischen und nordwestlichen Städicn abgenommen, währénd fie in dm östlichen Orten vielfach größer wurde. Sehr kkcine SterblichkeitSziffern (bis 15,0 pro Mille und Jahr berechnét) mcldkn Ekberfeld, Frankfurt a. M., Wie:“;- baden, Krefeld, Christiania und Edinburg. Sehr günstig (515200er MiÜe und Jahr) war die Sterblichkeit in Hannover, StutTgart, Kassel, Nürpberg, Barmen, Aachen, Darmstadt, Kopenhagen, Amsterdam, Faris, London, Glasgow, Liverpool, Dublin, Stockholm. Mäßig 011) war die Sterblichkeit (etwas über 20,0 pr. M.) in Dresden, Leipzig, Berlin, Karlsruße, Bremen, Düsseldorf, Wien, Brüssel, Warschau U. a. Hohe Skerblichkeitsziffern (über 35,0 pr.M.) melden von den deu1schen Städjen nur Liegnitz und Charlottenburg. _ Auch in dieser Woche war die Zahl der 151111111) endenden Darmkatarrbe
1111 Angesicht der niederländischen Armee ausführte; dann sehen wir d1e Festung Cambrdy bei der Belagerung Ludwjg's FW. (Avril 1677) und ferner den yompboften Empfang der Königin in Arras. Cm anderer boUändiscber Künstler, _Rowain de Hoogbe, steUt alSdann die Fes1lichxeiien zu (Ebren kes Kömns'nn Haag und mehrere bedeut- same gesckncbtliche Momente der Zett dar. Er schildert uns den
Empfang des Köniqs durch den Magistrat vom ?an und den Hof- staat, dte Illummation des Raihbaus'es 1m Haag, erner den Frieden?;- schluß zu Brech 1667 und die Etdesletstung des Prinzen Wilhelm Hein- r1ch von "Oramen. Interessant smd, auch, zWei andere Blätter des- sclben Kunstlers, von denen das eme dte berühmte Synagoge der Portugtesen in Amsterdam während des Gottesdienstes (1675) zum Vorwurf cht. während das andere den jungen König von Spanien darsteUt, w1e er vor dem Sakrament aus dem Wagen steigt und Knieend _ dem 'Priefier die Thür zu seiner _Prachtkuksche ge- offnet halt. Emen krassen, offenbar'von dem Künstler aber auch be- abfichltgten Gegensasz zu obigen festltcben Bildern bietet eine Reihe von Zeichnungen, die unter dem Tite1:'.Spiegel der France Tirannve acpleecbt opde Hollantsche Dorpen“ „mn entseßlicbem Realismus die Greueljbajen schildern, welcbe fick) dle Franzosen in den Niederlanden (1672 qnd 1673) haben zu Schuldenxkommen lassen. Besonders reich smd dje vorliegenden Lieferungen an Bildniffen geschichtlich be- detztender Persön11chkei1en aus der Zeit und Umgebung Ludwig's KLU. W117 sehen, nach zum Theil vorzüglichen Stichen, die Minister Colbert uxxd FouunT, den Kanzler Marquis de Louvois, den Marfchaü Turenne, dre Marqmsey von Maintenon und Montespnn, die Dichter Corneiüe, Racme, 317791151712, La Fontaine, den Kanzelredner Bischof Boffuet, ferner den Yanndücben Philosophen Spinoza, Köuig Karl 11. von England, den engltycben Philosophen John Locke, Wilhelm 11. und 111. von Oranien. Mx _besten Porträüsten der Zeit, wie P. Giffart, P. Miguard, Phtljppe de Champaigne, Claude Mellau, Ferdinand Voet, Charles Coypel. Hyacmlbe Rigaud, Antoine Maffon, Gottfried KneUer, Jo- b_ann Hainzclmmm, A, Scheiss, Peter Rajon, J. Houbraken, smd 111 d1eser Sammlung vertretcn, Vor Allem fesseln uns ein Porträt des großext Kurfürsten aus dem Jahre 1683 (von dem Franzosen Antome Masson gezeicbnef und gestochen), dann vortreffliche Bildnisse des Feldmarschaus Derfflinger und des Phüosovben Leibniß. Das Genxe reprä1entirt in voÜendejer Weise der HoUänder Corneüs Dusart mik seiner großen „DorfkirchMib', dem „berühmten Schub- fi1ckxr“, d'em „.Violinspieler", den .fingcnden Bauern" 2c. Andere Blatter (111 Ltchtdruck vorzüglich reproduzirte Radi1ungen und Stiche) smd von J. van Nyport, J. P. Lembke, Heinrich Wertmüüer (Reitergefcchte). Ach) zwei Serien ländlich€r Scenen und Trachten- bilder von dem oben genannten Romain de Hoogbe gehören Hierher. Die Landschaftskunst tritt in diesen Lieferungen an Zahl und Bedeu- tung zurück: es erscheinen nur Jean Franyois Millet mit einer „LandsÖaft mit Ruinen“ und Pieter Bout, der in seiner „Schlitten- fabrt' und den „Jägern bei der ontaine“ Genre Und Landschaft ver- einigt. Ws kultur- und kostümges ichtlich bemerkxnswertbeBlätter find noch zu nennen die Stich:; we1che die Krönung Wilbelm's 111. in Westminster (1689) und den langen imposanten Krönungszug dar- steUen (von einem unbekanntenMeister), dann die Abbildung eines im Jahre 1671 zu Nürnberg ebaltenkn .Stückfcbießens“ (von Georg Christoph Eimmart) und das nncre einer alt_e_anuchdruckLrei ( von Abraham de Weerdt). Auch illustrirtetypographyche Kunstblätter bieten die neuesten Nummern des .Kulturhistorischen Btlderbucbs“, zmd zwar kin Flugblatt aus dem 17. Jahrhundert, auf welchem Matthtas von Sommcr den
und Brechdurchfä11e in einer Zahl von Städten, wie in Berlin , Köln, Königsberg, Leipzig, Stuttgart, Straßburg, Paris, London, Pest, St. Pétersburg, Warschau", eine größére als in der Vorwoche, , Breslau, Müncben, Drcsdkn, Danzig, Stettin, Wien, WM 6! u. a. die Zahl dkr Todcsfäüe etwas kleiner wurde oder die,gleich große wie in der Vorwooke 51186. Der Antöeil des Säuglmgsalters an der Gesammtstcrblt'chkeit war aber meist cin geringerer als in dsr Vorwvcke, so das; von je 10 000 Lebenden, aufs Jahr berechnet, in Berlin 111, in München 155 Säuglinge starben._ _ Akute Ent- zündungen der Wbmungsorgane führten erbxbl1ch seltenér zum o e. _ Von den Jnfekticnßkrankbeiten Haben Masern und jyyböse Fieber etwas mehr, Scharlach, Diphtherie, Keuchbußen und Pocken weniger Sterbefälle percmlaßt. _ S Werden SUrbefäUe an Mas exn aus Hamburg. W1en, Paris, London, Prag, St. Petersburg in größerer, nur aus Berün in kleinerer Zahl gemeldet; Erkrankungen kamen aus den Rxngezitken SchleSwig und Wiesbaden, sowie aus Pest Häufiger, aus Berlin, Wien, St. Peters- bura in geringerer Zahl zur Anzeige. _ Das Scharlachfieber hat in Danzig mehr, in London die gleiche Zahl von Sterbefäklen wie in der Vorwoche bedingt, Erkrankungen kamen aus Wien ' und Kopenhagen in geringerer. aus Berlin und St. Petersburg und aus dem Regierungsbezixk Düsseldorf 'in etwas“ gesteigerter Zahl zur Anzeige. _ Die Sterblrcbkeit an Dtphtherte und Croup war in Berlin, Hamburg, Breölau, Wien,“ Prag, Paris, St. Peters- burg eine geringere, dagegen in München, London, Pest, Kopenhagen eine größere als in dkr Vorwoche. Neue Erkrankungen waren in Berün, Breslau und St. ' etersburg etwas zahlreicher, im Regierungs- bezirk Schleswig, in Ham urg und in Kopenhagen nur wenig gegen die Vorwoche verändert. _ Der Unterleibstyphus bedingte in Berlin und Paris ein wenig mehr, in London, St. Petersburg ejwas Weniger TodesfäÜe. Erkrankungen waren dagegen in Berlin selten, in Pest,.Kopen- hagen und St. Petersburg zahlreicher. _ An lecktypbuH kam aus SL Petersburg, an epidemischer Gem" starr_e aus Kopey- hagen je ] Erkrankung zur Berichterstattung. _ Der Keuchhusten hat in London weniger Kinder hinweggerafft; neue Erkrankungen kamen aus Hamburg und Kopenhagen seltener zur Mittheilung. Er- krankungen an rosenartiger Entzündung des ZellgeWebes der Haut kamen seltener zum Vor1chein. _ RUS St. Petersburg kam ] TodesfaU an Roy zur Anzeige. _ Einzelne Todesfäüe an Pocken (Ze3 ]) werden aus Lemberg und Paris, mehrfache aus Triest und den 3 ororten Wiens (je 2), aus Warschau 5, aus Prag 9 ge- meldet, neue Erkrankun ?" aus Wien und Pest je 2.
Die sanitären Ber altniffx in Berlin blieben auch in dieser Berichtswoche günsttge und dte Sterblichkeit eine mäßig hohe, die sogar etwas geringer axs in der Vorwoche war. Die besonders m der zweiten Wochenbalfte Hohe Temperatur der Luft (das Thermo- meter stie am 10. August bxs 30,0 Grad C.) bedingte zwar eine be- deutende, ahl von Darmkatarrhm und Brecbdurcbfäüen der Kinder, welche m 199 gegen, 168 Fall_en der Vorwoche tödtlich endetcn, dennoch war der Ayibetl des Sauglingsaljers an der Sterblichkeit exn gnmgerer als m der Vorwoche. Dagegen traten akute EnÉ- zundungen der Athmungkor ane in erheblich selteneren Fällen
U
zx: TW 11111) führtext au . viel seltener zum Tode. Auch dre anckttonskrankhäten rtefen meist weniger Erkrankungen hervor. So waren Erkrankungen an typbösen Fiebern
selscn, ,auck) Masern, die nur noch im Stralauer Viertel größere Verbreitung 381111121, kaznen seltener zur Anzeige, Erkrankungen an Schaxlach ynd D1phtbettx wurden wohl etwas mehr gemeldet, kamen aber tn kextxnem Stadttbetl m größerer Zahl zur Meldung. Erkran- kungen an Keuchhusten blieben selten und nahmen meist cinen gut- arngen Veklauf. Rosenattige Entzündungen des Zellgewebes der Haut wurden seltener bedbachtet, Erkrankungen im Wochenbett jedoch etwas haufiger zux: Anzetge gebracht. Rheumatische Beschwerden aller Art kamen nur 111 wenigen FäÜen zur ärztlichen Behandlung.
Kunst, Wissenschaft und Literatur.
Kulturgescbickytliches Bilderbuch „aus drei Jabr- bunderten. Herausgegeben von Ge org Huth. Verlag von G- Hills) in München und Leipzig, Fünfter Band, 9. 1_md 10. L_!cferung (des ganzen Werkes 57. und 58. Lieferung). _ Dte vor- [txqenden Lieferungcn bringen, wie die 11? ten, an Htstorienbtldern zu-
jungen Kanleuten gute Lehren krtheilt, und ein „würdig ausgestattetes Blatt mit der Bekanntmachung des Buragraflicb Nürnbergischen Landgerickvtstermins zu Ansbach, aus dem Jahre 1661.
Sanitäts-, Veterinär- und QMM
Nachrichten über Verbreitung von Thierkrankbeisen im Ausland!.“-
Rußland- In den Deutschland zunächst gelegenen und in den MKW sächlich in Betracht kommenden Gouvernements und Geb1eten'. _ Im April 1888. Rinderpest.
Gouvernements: Zahl der Gefallenen: Astrachan . . . . 728 Wokbynien . . 8 Iekaterinoslaw . 146 Irkutsk . . . 301 Kiew . . . . . . . 5 Orenburg . . 465 Ssamara . 615
a. . . . . . . . 219 Cberson . . . . . . 17
Oesterreich. Laut der am 30. Juli 1888 vorliegenden Meldungen. Land. Zahl der infizirten Orte.
Lungenseucbe. Galizien . . . 3 Möhren 3 Böhmen ; . . . 22 Nieder-Oesterreich . 4 chles1en . . . . . . . 2
_ Milzbrand. Gal1zien . . . . . . 2 Küstenland . . . . . . . 1
_ Maulfeucbe. Gal1zien 27
Mauj- 1'1nd' Kiau'ens'eche.
Mähren . . .
Bßbmen . . , . . . 16 Nteder-Oesterreiä) . . 5 Tirol . 10
Obcr-Qéste'rrei'ch “. '. '. '. . Schafräude. Nieder-Oesterreiéh . .
Kram . . . . . . . . 1 -
Laut der am 31. Juli 1888 vorliegenden“Meldungen. ' Lungenseuche. '
Galizten . . . Mähren Böhmen . . . Nieder-Oesterreick) Schlesien . . . . . . .
„, Milzbrand. Galtmn . . . . . . Böhmen Dalmatien. Krain
»
O k-“Ödd-“W WPSNW
' Mau1seslché. '
Galizien ... . . .. Maul- und Klauenseu
L*» N
_ Wie wir aus der „Kunst für 2111 e' erschen, hatte der aka-
wäbrend in s„Z)amöuxg,
demische Rath zu Dresden vor Kurzem eine B cw er 5 u 11 ;; 'um die Aus- führung eines Reliefs für die Kanzel der Martin Luther- Kircbe ausgeschrieben, Es waren 17 Bewerbungsentwürfe ein: egangen. Den ersten Preis von 500 „;ck erhielt der Bildhauer Georg ZFröne aus Dresden, 5. Z. in Nürnberg, den ziveiten Preis von 400 „M Professor Melchior zur Straffen in Leipzig, während die Arbeit des Malers und Bildhauers E. Hübner mit einer [obenden Erwähnung bedacht wurde.
In dem Von derBreslauex Kaufmannschaft erlassenen Preißausschreiben um den BFU; eines Gesellschaftshauses ist der Entwurf der Architekten Kieschke und Bislenberg in Berlin mit dem ersten Preise (4000 „“'-). der der Hrn. Abeffer und Kröger, ebenfaüs ,in Berlin, mit dem zweiten (3000 «M) gekrönt worden.
Land- und Forstwirthschaft.
„ Weinßau ,in Frankreich. Der *franzöüscbe Ackerbau- thster Vtette 1st von seiner Rundreise durch die weinbauenden Departemxnts Frankreichs zurückgekehrt und bat hierüber dem Minister- rat!) Ber1ch1 erstattet. Den franzöfiscben Blättern wird darüber folgende Mttkheilung gemacht: „Hr. Viette besuchte die Wein- pftanzxmgen des Hérault, des Gard und der Gironde; er 8121! fich nichl; m dxn Städten auf, sondem begab fich direkt nach den Pro- duktionsmtttelVUnkten. Er machte hierbei in Kürze folgende Be- merkungen: Das Unterwafferseyen der Weinberge giebt _ aus- gezeichnetx. Resultate. Die Wiederbersteüung durcb Pfropfen auf amertkamscbe Pflanzen hat ihre Proben bestanden. Der Erfolg dieser Methode istoeine feststehende-Thatsache und der Versuck) ausschlag- gebend. Dre auf die amerikanische gepfropste franzöfisÖe Pflanze gewinnt an Frübreife und liefert, ohne an Feinheit zu verlieren, selbst im Médoc bedeutendere Mengen. Nach langem Hemm: tappen hat man es fertig gebracht, eine Weinpflanzung in drei Jahren wieder berzusteUen, wenn die nothwendigen Vor- bereitungen gemacht worden find. Man hat in gewissen Gegenden der Gironde, in Cadillac beispielsweise, beobachtet, das; man für das Pfropfen wertbvoüere Arten, Abarten des Médoc, verwenden kann, die ohne direkte Pflanzung in jener Gégend nicbt fortgekommen wären. Jm Hérault ist die Wiederhersteüung fast ganz beendet und im Gard schreitet sie rasch vor. Die in Sand gepflanzten Weinstöcke, die der Phylloxera widerstehen, bedecken große Flächen und machen an den Ufern des Gardon und in der Umgebung von Aigues-Mortes große Fortschritte, UeberaÜ verspricht der Rebstock eine vortreffliche Ernte; er ist mit Trauben schwxr beladen. Der Hérault, der im Vorjahre 3? MiUionen Hektoltter, 80000 111 mehr als in den [eßten Jahren, lieferje, wird im Jahxe 1888 über fünf Millionen ergeben. Die Gironde wird fich der Z1ffer voz: zwei Millionen Hekto- liter nähern. In der Gegend von Cadanc m Liboucnais, Blayais und Médoc ist der Anblick sehr schön. Jm Médoc bedient man fich des Schwefels und des Sulfur-Carbonats gegen die Phylloxera mit Erfolg. Der Mildew (Mehlthau) wird sxegreick) mit dem Bordeaux-Brei bekämpft. 'Der "Genxral-Jnspektox, des Acker- baues, Friüieux, konstatrrte uderdtes vor e1n1gen Tagen, daß der Bordeaux-Brei in einem_ Verhältniß von über 80 [)/0 den Blackrot vertreibt, der den Wembauern ernstliche Befürch- tungen einflößte. Es erscheint dxtngltch, der Pftanzstätten ründung einen größeren Theil der im Kapltxl de"! Phylloxera einges r_iebenen Kredite zuzuweisen. Das Problem 1s1 fur den Weinbau gelöst, und es erübrigt nur noch die wirtbschaftltche Frage. Eine genaue Beob- achtung der für die Prüfung fremder Werne an der Grenze vorge- schriebenen Maßregeln, schie eine.beson_dere Vorschrift für die nicht aus frischen Trauben beretteten Werne ware angezeigt.“ St. Petersburg, 21. August. (W. T. B.) Nach _den dem Ministerium des Innern b1s zum. 16; d. zugeganaetzen Benchterz ist das Ergebniß der größtentheils beretts emgebrgchten W 1 n t e r [; etr e 1 d e - Ernte im europäischen Rußland'mck wemgen AuSnabmen ein befriedigendes oder zum Mmdefteq en) m1ttelmäßiges; auch der Zustand des Sommergetreides rst nn Aügemeinen ein guter. n den Gouvernements Moskay, Smolensk, Kaluga, Pensa, Orel und Nisbnv-Nowgorod batte fich em Kafer gezeigt, welcher Hanf, Lein und Erbsen schädigte, aber mit eingetretenem kühleren Wetter wieder
nachst noch einige Blätter von dem Ho maler untherberrlicher dcr Thaken Lukwi 's Ws, . van der Mensen. Er scbtldert auf ßguren- reichen, geschi t komvomrten Stichen de_n Uebergang'der franzofischen KavaUerie über den Rhein, am 11.Jun1 1672, den dtese schwimmend,
verschwand. Der durch Hagelschlag im Juli verursachte Schaden, vor; welchem dte Gouvernements Poltawa, KMU" und Kiekce am meisten beterffen wurden, wird auf etwa 3 Millionen Rubel im Ganzen geschaßt.
Mähren 1 Böhmen . , . . 7 Nicdcr-Oesterreich . 3 Tirol . . . . . . 10 Ober-Oesterreich . , 1
Scha ä'ude'. ' Nieder-Oesterreicb 'fr- . . ?
Kram........ Laut der am 7. August 1888 vorliegenden Meldungen.
Lungenseuche. Galizien . . . . Mähren . . 10 Böhmen . . . . . . . 25 Nieder-Oesterreicb . . . . 5 Schlefien . . . . . . . 4
Milzbrand. Galizien . . . , , Böhmen . . . . . . . 1 Dalmatien . . . . . . 7 Krain . . . . . . . . 2 Bukowina . . . . . . . 3
Maulseucbe. Galizien 1
Maul- und Klauenseuche, Böhmen . . . . . . . 8 Nieder-Oesterreicb . . . . 13
Tirol . . . . . . Sämfräude. Rieder-Oesterreick) . .
Krain 1
Ungarn.- , Vom 3. bis 10. Juli 1888.
Mtlzbrand . . in 27 Komitaten, 71 Gemeinden. Lungenseuche . . , 5 „ 7 „ Maul- u. Klauenseuche , 2 , 2
Vom 10. bis 17. Juli 1888. Milzbrand . . . in 28 Komitaten, 59 Gemeinden. Lungenseucbe . , 7 „ 11 ,
Maul- u.Klauen'seuZhe , 2 , 2 Vom 17. bis 24. Juli 1888.
Milzbrand in 26 Komitaten, 45 Gemeinden. Lungenseucbe . . , . 6 „ 12
Vom 24. bis 31. Juli 1888. Milzbrand
in 35 Komitaten, 69 Gemeinden. Lungenseuche , . . , 7 „ 11 „ S ck w 813. Vom 16. bis 30. Juni 1888. Maul- und Klauenseuche.
Kantone: Glarus . in 1 Gemeinde 1 Stau mit 2 Rindern. Graubünden ., 3 Gemeinden 5 Ställe und 3 Weiden mit 137 Rindern, 4 iegen und 1 chwein. Vom 1. bis 15. Juli 1888. Maul- und Klauenseuche. Kantone: Glarus. in 1 Gemeinde
1 Stall mit 2 Rindern. 1 Weide „ 20 , ]» Stall „ 7 ' und 2 Ziegen. ., 6 Gemeinden 7 Ställe und 6 Weiden mit 433 Rindern, 4 Schweinen, - 19 iegen und 1169 (hafen. 1 Gemeinde 1 Stall mit 1 Rind.
Appenzell a2R'h. „ 1 , St. Gallen . „ 1 „
Graubünden .
Waadt . . . „
Gewerbe und Handel.
Dem Geschäftsbericht, Welchen der General-Sekretär T5.Peters (Berlm) am 20, d. M. in der auptversammlung des Vereins, deutscher Ingenieure zu erlt'n erstattete, entnehmetz wkx folgende Angaben. Von kaum 1000 Mitgliedern, die der Verem 5er sei?,ex ejrstxn ZusazanJM-jfékfx [Vzeswu ULMZZ FaTren 3155“ 3? ert ck an üer égfeerverr von mmmer
500 :'m ckFam- Fahre bcigekretm sind. ée saß! m Bextrksomme
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