1888 / 266 p. 1 (Deutscher Reichsanzeiger, Mon, 19 Nov 1888 18:00:01 GMT) scan diff

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„DMW » . Z i. 10- April 1872 (Geseh-Samml. S. 357) zu veröffentlichen.

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, IM., Wilhelmstraße Nr, 3.2. Einzelne Nummern kosten 25 „Q. R'] ; -- , «';-«M* *-

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DaI oL&honnement beträgt nierroljährlia) 4 «;ck 50 „Z.

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des Dentsthen Mühs-quelgers

; und Rönigliü) preußischen Htaats-Rnxeigerz

Berlin ZW., Wilhelmstraße Nr. 32.

1888.

Se. Ma1eftät der König haben Mergnädigst geruht:

dem Landrath, Geheimsn Oder:?)iegierungeL-Rath Roscher zu Verden, den Jiqthexn Adler:Ord2n zweiter Klass? mit Eichen- laub; dem ProvxnzthZSÖUlrath, Geheimen Regierungs: Rath Garvlrck JU Konxgsberg 1. Pr., den Rothen Adler: Orden'drttter Klasse mrt der Schleife; dsm Regierungs- Baumexsfer Mathtes zU_Ber1in den Roihsn Adler:Orden vierter Klasse; *dem Oberst:Lieutenant a. D. von Soden- stern, bxshér & 1:1 ZW“ de;?) 1. Schlesischen Grenadier: Regim€nt§ Nr. 10 11er CUMWhn-Linien-Kommiffar zu Königs- berg i. Pr., den Komglxchen Kronsn-Orden dritter Klasse; sowißden Matrosen Johannes Nehlaff und Albert Pietsth von der ]- Matrosen-Divistnn die R8ttU11g§:MedaiUe am Bande zu verleihen.

Königreich Preußen.

Auf den Bericht vom 18. Sept-kawr d, I. wil] 0"ch hierdurch genehmigen, daß der zufolge Allerhöckxsten Er1ases vom 20. Juni 1881 von 41/2 auf 4 Proz. ermäßigte Zinssuß derjenigen Anleihé, zu dkren Aufnahme ÖM" Kreis Walden- burg, im Regierungsbezirk Breslau, durch das AUerhöchste Primle ium vom 8. August 1879 ermächtigr worden ist, gsmäß em Kreistagsbeschlusse vom 9. August d. I. wiederum xmd zwar auf dreieinhalb Prozent herabgeseht werde. Alle xonstiaen Bestimmungen des gedachten Privilegiums und der auf Grund desjelben ausgefertigten Anleihefcheine h(eiben Unberührt, Die noch nicht getilgten Anleiheftheine sind Hen Inhabern derselben mit einkr Frist von ech?- Monaten Mr_den Fall zu kündigen, daß die Anleihcfcheins dsm _Krejse Waldenburg nicht bis zu einem wog: demselben 1estzuse13enden Termin zur Abstempelung aux dreieinhalb

PUNKT ein sicht n.- , | nach Vorschrift des Gesetzes vom

Potsdam, den 24, September 1888. ' W i l l) e l m 12. . ' Zugleich für den Finanz-thster: ' Herrfurth. An den Fmanz-Minister und den Minister des Innern.

Auf den Bertcht vom 18. September d. I. will Ich hier- durch genehmigen, daß der zufolge Allerhöchsten Erlasses vom 17._N9vember 1884 von 419 auß 4 Proz. ermäßigte Zinsfuß dememgxn Anlerhex zu derenAufna m&der Kreis Nrederung, im Regrernngsbeztxk (Humbmnen, durch das Privile ium vom 7. Jah 1880 ermachtigt m_orden ist, _Zzemäß dém reistags- beschlusse des gehachten Krezsezs vom 1 „Juli d. I. wiederum, und zwar'von wer auf dretemhalb Prozent herabgeseßt werde, Alle svnsUgen Besttmxnyngext des vorhezeichneten Privilegiums, insbesondere. auch hlnftchtltch der Talguxtgsfrist, bleiben un: berührt. Dtessr Erlaß tft nach Vorschrlft des Geseßes vom 10, April 1872 ((HasehSammh S. 357) zu veröffentlrchen.

Potsdam, don 24. September 1888,

W i 1 [) e! m 12. Zuglerch für den .Finänz-Minister: Herrfturth. An den Finanz-Minister und an den thster- des Innern.

Ministerium der geistlichen, Untxrrichts- und Medizinal-Angelegenhetten. ' Ve örderun der ordentxichen Lehrer Dr. Franz HÄUDLFW VT. ErnstgWaldfchmrdt an der Realschule 'zu Elberfeld zu Oberlehrern an derselben Anstalt rst genehmxgt

worine Wah[ des ordentlichen Lehrers am Neal-Pro ymna-

üum zu Uelzen, Hemmo Suur, 311111 Rektor der dheren

Bürgerschule in Emden ist bestätigt worden. .

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Nb iL: der Unter:StaatSsekr91_är im Ministerium“ der asisJchhxnj Unterrichts- und Mehrzmal-Angelegenheiten, Nasse, nach dem Genfsr See.

Yiehtamtlichero. Deutsches Reith“

ren . Verlin,18. Oktober. Se. Ma1estat der Kain ußlexKönig reisten, wZe uns gechldernyrd, vor- estekn früh 8 Uhr in Veglettung__Sr._ „Na]eztat des Königs von Itaéien und der Komgltchen Prmzex) UM Rom Uack) Neapel. Die Ankunft daselb'st erfolgts um 2 Uk)? Nachmittags. Zum Empfange waren ems EhWU-Compagmc

'und dem Köntg, Humbert, den Prinzen und dem beider-

mgffenhast herbeigesirömten Bevölkerung war unhesehreiblich. Die Stadt hatte sich prächtig geschmückt.

Um 5 Uhr Nachmittage“; beftchngten dic Majestäten das Museum für pompejanische AusIrabungen.

Abends war der Schloßplah prächtig iUum'm'rrt. Gegen 50000 Menschen füllten den Maß und begrüßten das Erschemen Sr. Majsstät dss Kaffers auf drm Ba1kon mir nicht endenden Iubelrufen.

Gestern fuhren Ihre Majestäten der Kaiser Und der König von Italien mit der Eisenbahn nach Castellamare, wo Aller- höchstdieselben Vormittags um 11 Uhr eintrafen. Nachdem der Stapellauf des Panzerschiffs „Umherto“ in glänzender Wehe von Statten gegangen war, begaben Sich Se. Majestät dsr Kaiser an Bord der Königlichen Yacht „Savoia“, wo das Frühstück eingenommen wurde.

Um 12 Uhr bsgann sodann die Lorténrevue. ZU der- selben waren 47 Fahrzeuge der ita ienischen Mar'me ;,ur Stekle. Die gesammte Flotte gkleitete alshann die „Savoia“ nach Neapel.

Bei herrlichsm Wetter verlirf Alles gut.

Na der Rückkchr, wclchs Um 51/2 Uhr crfolgtv, war Abends aradediner.

- Aus „W. T. B.“ liegen Über die Fesflichkeiten aus Anlaß des Besuchs Sr. Majestät deß KaisertZ und Könige“; am Königlich italiemschen Hofe heure folgende Tele- gramme vor:

Castellamare, 17, Oktober. Die Stadt “ck fe-“Uich he- fiaggr Und geschmückt, das Wetterschön. Mehr quWTauFend Msnsthen smd aus Nsapex und Umgebung 'hwrhergesiromt. Ueberall, auf Barke", aus den Dächern, _ m der ganzen Umgebung der Werft haben fich Jushauer _zu "dem erwarteten Stapellauf eingefunderxxz , r »Maxestatep der Kaiser und der Köan m»; (Gefolge, dte Minister und die ein eladenen Gäste, me 6 um, 10 Uhr 10 Minuten Neapel ver“ affen hatten, krafen 'uuter ;ubslnden Kundgebungen der Menge um 11 Uhr hier. em unh begaben Sich, während die im Hafen liegenden SchrffeKsaL-uiltrten, um Mittag nach der Werft." Se. Majestät der Kurse:: thhelzn trug AdmiralS-Uniform. Die Schiffe Hes Geschwcxders warenmhüchstexn ; [aggenschmuck, das Meer ruhxg. Ms, dte Monarchen und ine

rinzen auf den reich geschmücktyn Tmbünen Plaß genommen hatten, segnete der Diözesan-Bxschox von Neapel das„-neue Schif' „Umberto“, das vom Stapel aufenfoxlte, ein. Hterquf ließ eine Tochter des Admirals Acton enze Flasche mit schäumendem Asti-Wein am Bug des Schiffes zerschellen. Unter lautloser Stille und athemloser Spannung aller An- wesenden voUzog slch sodann der Stapellauf. „Als der „Um- berw“ um 12 Uhr 5 Minuten ms Meer hxnabglilt, gaben die Majestäten und die Prinzen lebhaften Betfall kund; die Menge brach in den lauten, anhaltenden _Ruf aus: „Es lebe der König !“ Der „U-mberto“ har fast dteselben Größenmaße wie die ,Italia“; die Maschine tft auf 19500 Pferdekräfte, die Geschwindigkeit auf 19 Kno'ten" berechnet. _ Nach dern Stapellauf begaben Sich die Majestaien und die Prmzen .mtt den Staats: und Hofwürdenträgern an Bord “der Königli n acht „"Sav'oia“, von“ deren großem Mast dre deut che Flagge wehte. dDie f„lStaWich Jkécxmp e sodFaForlétetjxkxtevdßren nenGe waer eo ,na oape zur , * . II Nach XXY Renu? WYrden die “Monarchen Caprr und s ia be u en. , , J ckNeapselé 17. Oktober. Dte- Köntglrche 'Yacht „Savoia“ mit Ihren Majeßäten dem Katser Wr! elm

' “Ge ol e an Bord ist heute Nachmittag 3 Uhr hier F:!txizchxffen.f Bald darauf kam das übmge Geschwgder “."!- Unabsehbare Menschenmengen erwarteten am Ufer dre Schtfsé

Ordkns. - Am Abend war die Stadt wiederum glänzend Uluminirt und fanden Musikaufführungen auf den Mäéen statt, wie gesrern Abend. In der ganzen Stadt herr cht freudige Bewegung. , Nsapel, 17. Oktober. Se. Majestät der Katser thhelm hat den Marine-Minifter wegen des Stapel- laufs de?- „Umberto“ und wegen der Flottenparade leb- haft_ bhglückwünscht. - Bei dem Déjeuner an Bord der Kömgltchsn Yacht „Savo'xa“ trank Se. Majestät auf das Wohl des Ministsr:Prästdenten Crispi. stieß mehrmals mit dem elben cm und verehrte ihm Aüerhöchstsein photographische?- Porträt mit eigsnhändiger Widmung, _ Währsnd der Flottenparadß unterhieltsn sich die Majéskäten fortdauernd mit dem Maréne:Minister und dem VizeéAdmiral Acton, der die Parade befehligte. AUE Schiffe des Gsfthwaders trugen die deutsche Flagge am Hau rmast. NeapeL, 18. Okto er, früh. Gestern Abimd fand "mr Königlichen Sch10ffe ein glänzendßs (H (11641) in e r start, zuwelchem gsgen 200 Einladungen ergangen waren. Nach dem Diner unter: hielt sich Kaiser Wilhelm Längere Zeit mit dem Marins- Minister Brin, mit dsm Vize-Admira1 Acton und mit den C0711re:Admiralen Vacch'm, Marrinez, Orengo und Lovera de Maria. - Bei der Illum'rzxation der Stadt und ihrer Umgebung traren die 21ektri1che leeuchtung des Ge; *]chwaderéz und die hengalische Béleuchtung dec?- Vlehiszü- Platzes besoners hgrvor. Von der Kuppel der Paulskirche wurd? ein prachtvoüeß FeULrWer abgebrannr. Eine unzähh: bare Menschsnmaffe führe alle Straßen und Mühe; erzt gegen 3 Uhr MorgrnH hörte das Menschengewogs aur. _ Dre beiden Monarchen sahen dem Feuerwerk [ängsre ZM V0!!- sinem Ba1k0n des Königlrchsn Palasteß aus zu xznd wurden von dsr BLVÖKEL'UUJ Ununterbrochen mitstürmi1chenKund- gkbungen begrüßt. _ _. Neapel, 18. Oktober, Vormitrags. Ihre Majestaten

find, von den Königltchen Prinzen be leitet, mit dem Minister- Präfidenteu CriSpi und ihrem ge ammten Gefolgq heute Jüh 8 Uhr nach Pom eji_ abgereist. Vom Kömglrxhen alast bis zum Bahnhox bildeten die Truppen S alter;

Salut; auf dem Bahnhof war eine hrencompagxtie au gx; stellt, deren Musik dre preußische Volkshhmne sprelte. Dre- "Bevölkerung leitete die Monarcherx aus der Fahrt nach dem Bahn of unt unausYseßten Evvwa-Nufen. Die M;“!ck-s kehr der onarchen von qmpeii erfol t um 111/ Uhr. Ems halbe Stunde später wird dre Rückfaért nach Zkom ange- treten werden. 1 „„ , * Pom eéi, 18. Oktober. Ihre ,Majestäten der Kaiser ? helm und deerönrg Hu'mbeut trafen heute Mor en um "8 U 45 Minuten h1er em und wurden von dem?)?inister und dem .Unter-Staatssekretär im Unterrichts- Ministerium sowie von dem Ober-Intendanten Her Aus grabungen und Alterthümer empfangen. Aüerhöchstdteselben hxsuchtez: das Museum, in welchem der Minister drm Ka11er dre Gipsabgü e mehrerer verschütteten'menschliMn Körper, die Fer das useum in Ber in besttmmt sind, zeigte. Se. ajestät sprach hierfür Seinen huldvollen Dank aus. Um 10 Uhr wurden in Gegenwart der beiden Souveräne Ach: grabungen vorgenommen; daran schkoß “sich ein Bsffuch ÖL? bereits ausJegrabenen Theiles der Stadt.

» Aus Rom erhalten wir 111er den Besuck; Sr. Ma: Yestät des Kaisers und König?- von unserem Korrewon: enten noch folgenden Bericht:

Rom, 14. Oktober. HEUTE Vormittag war der Be- such der deutschen Kirche auf der deutschen Borschast inAussrcht genommen. Zu dem GottsSdisnst war dsr Zutritt nur den

und bereiteten den Souveränen' einegr übsraus herzkichén Empfan . Die Flottenrevue rst glanzend „verlaufxn; . Die Menge Jegleitete die Bewegungen der Flotte nntenthusta1t1sch2n Kundgebungen. _

- Neapel, 17.0ktober. Vethßr heungen Flottenparade formirte sich das Gßschwgder _m folgender Weise: die Tor:

edoboote an der Spüze, nn kael fnrmirt und die Schiffe in Z Kolonnen, defilirten von der Rechten zur Linken der „Sa:

.vaia“, welche um 3 Uhr 10 Minuten 611 1'800 der Caracciola-

Straße SteUung génommen hatte. Darauf defilirtkn die Schiffe in Linie auf der äußerenSeite dsr „Savoia“ und gingensodannin 4 Kolonnext An esrchts des Chiaijfers vor Anker. Die Zandelsschtffe an erte_n inzwischen längs der Posilippo:Küste. Die _ewegungen dcr Schtffe wurden rasch ausxzeführt und gewährten exp glänzendes, impomntes Schausle. Der Kaiser sprach ferne [ebhafteBefrtedigu11g Über die Revue auI, die um 4 Uhr 40 Mmuten beendet war.

_Nsapc_l„17.0ktoher, Abends. Ihre Majsstäten der Katser W1Lhelm Und der König Humbert gingen ?LJQU AOWD an Lérnd UW kehrtßn, mm der BevöLkerung mit 1€g§1sterten Zyryxexr hegri'xßt, in W Königliche Palais zuruck. Ahorhhchstdresslhcn wrachßn fich Über das Parade- (Hßschwudsr Und seine Haltung mit voüfter u rieden- hort aus. Se Majestät der Kaiser Wilhelm ver ieh dem

sowie die Spißen der Behörden erschienen. Der Iubsl dEr

Marine-Minister Brin das Großkreuz des Rothen-Adler-

M'xtglißdern dsr dsnrsthsn Kolonie gestatret, da dic“, KapelLe sehr klem- ist und 11111: SW_L gsringe Kahk von Menschen faßt. Se. Mahestät _der Kai1er und önig erschien gegen 11 Uhr m einer zwerspämxrgsn italienischen Hoxequipage vor dem Gottes»- hausx und wurde hier von dem Geistlichen Dio. Roennecke ezn sazth, dem der Monarch die Hand reichte, worauf der (Herstltche den erlauchtsn Herrn mit dem kirchlichen Gruße hewrllkonxmnste: „Der Herr Mane den Eingang und Aus ang Ew. Maßstär“. Vor dem Altar waren Stühle aufgekeür, (ruf denen Se. Maxsstät, Se.König1iche Hoheit der Prinz Hein- rtch Zvorr Preußsn, dsr deutsche Botschafter Graf Solms und das hdhsre Gefolge des Kaisers und Köni s Maß nahmen. Mödann begann der Gottesdienß. Der Predrgt war das Textwort zu Grunde gelegt, welches dsr 23. Psalm enthält: „Der Herr ist mein Hirte, mir wird nicht?: man eln“ 2c., und das Thema der Fehaltvo. Predigt bil ete Gottes Hirtentreue in Zeßt un ;- ' Dieses Thema behandelte der Geistliche m abschnitten, nämlich erstens: „er nzsxd wih, als der köstlichsten Frucht, "xx:xx?“ erfahrung und bauen guf fie und zweitens: „_Wirhle C.,exy Ankergrundes ' in_selig „G

der Kaiser Wilhelm und der König Humbert-

sämmtliche vor Anker liegenden Schi e der Flotte cho en