1889 / 14 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Wed, 16 Jan 1889 18:00:01 GMT) scan diff

17. Die Beziehungen zu England. 1) Die Stelle Seite 16: , „J entdecke, daß man Uebles gegen Englgnd tm Schilde übrte, das ist vorüber, abxr ob d1e Vorlxebe für Rußland und Amerika nicht'docb emmal, de1,1,1 Haß gegen England Luft macht, kann kcm,Mensch mssen _ enthält eine Auxfiaffung des damaligen Kronpr1nzen_ und mußte der englischen egicrung ge enixber deshalb gehetm gehaltßn werden, weil sie betont, da eme Engxandßfemdlxchx Strö- mung als ein in der Politik zu beqchtender saktor gtlt und weil fie eeignet ist, in En [and M: trauen hervorzurufen. 2) Sie Stelle Seite 1 _ 23. ugyst:

„Benedetti's Projekt schade,“. uns ux EnJland, er hätte ficlh l?hne ViSmarck's Ermuthjgung keme olche Sprache er an t.“ _

in welcher unrichtig unterstellt .wird„ daß das Projekt, der Prengabe Belgiens an Frankre1ch, n1cht ohne Ermuthigung des Reichskanzlers entstanden sei, ent ält eine Nachricht, wclche, weil von dem Kronprinzen von reußen vertreten, durch anderweite Argumente, mcntcxls gan?t beseitigt werden kann und welche, weck ste *geezgneft 1 , der englischen Rc- gicrung gegenüber dw Mogkchkett elner solchen Transaktion auch für die _Zukunft hervorxreten zu laffen, dieser Regierung, wie nicht tmpder dex belg1schen gegenüber zum Wohle des Deutschen Re1ch§ gehe1m zu halten war.

7

ie Ve ie un en zum GroßhexzogthumLu embur D F hunF zu den Garanttemächten. x g Die Nachricht, welche Sette 30 _ 25. Februar _ auf: 9 si "Lt ist:

g z„Tchhicrs wollte auf_ Bismarck's Verlangen, uns Luxemburg zu verschaffen, nicht emgslen, worauf dann die Alter- native Meß oder BElfOÜ JLU“ ward,“

war gegenüber der luxemburgLsck)?" Und Französis en Regie:

runa zum Wohl des Heutsckzen NNW Mhenn zu [)a ten; denn

fie ist gcei nst, die Mqchte, WLlck)? dic:- Neutrahtät Lu emburgs arantirt Zabert unh d1e GrqßYsrzygÜche Remerung zskelbst mit

ißtrauen ge en dxe Zuverlaswkoxt der deutschen Politik zu erfiillen und Ste versetzt, da ste mxt der Autorität des Kron- prinzlicßen Tagebuchs ausßestatlet tft, die französische Regie: rung in di? Lage bet Her luxemburgx1chenRegierung Deutsch- land gegenüber Vorthetle zu ztehen, zumal bei der zu „er- wartenden Eröffnung der Succession für den Herzog von

Nassau. „71

Die Beziehungen zu Belgien und Frankreich.

Hier kommcén die folacndcn Stern in Betracht:

1) Seite 14 _ 6. Oktober. Thierrs regt den Gedanken an, König Leo old auf den französischen Thron zu bringen, was BiL-mmck Ür jodtgcborcn hält.

2) Seite 23 - 28. Dezember. Brief des Königs der Belgier, voll Sympathie für Kaiser und Reich nnd vol] großsr Erwartungen von dknsclch; er ficht darin Wicderhcrstcüung der Ordnung und des Rechtsbewnßtfeins in Europa nnd nennt die denselbcn zu steUcnden Aufgaben „wahrhaft herrliche“. Er sei eifrig bestrebt, seine Vfljchtcn als Ncutraler vertragsmäßig zu erfüllen, nber dic Vorlhcilc einer solchen Sthung scien nicht ohne empfindliche Lnstsn und Schwierigkeiten. Er wirft den stem: den Literaten vor, die belgische 5Zsrcßfreiheit gegen uns zu mißbrauchen; Frankreich häuft eschwerdcn gegen Belgien, weil dieses deutsche Verwundete und LebenSmittel durchlassc, während den flüchtigen Franzosen die Rückkehr nach Frank- reich vermehrt werde und sie internirt werden.

3) Seite 24 _ 28. Dezember. Biswarck äußert fich sehr anerkennend Über Leopold's Brief und bittet in meiner Ant- wort auf die Bürgschaft zu verweisen, welche Belgien durch ein starkes Deutschland gewinne, von dem es nie 'etwas zu ürchten habe, und so lange dieses stark, auch nichts von

rankrei .

DckiJe in diesen Stellen vorkommenden Nachrichten mußten sowohl der ranzösischen wie der belgischen Regierung gc cn: über zum ohl des Reichs geheim gehalten werden. er ersteren kann die Veröffentlichung den berechtigten Anlaß bieten, gegen das Interesse und das Wohl des Deutschen Reichs bei Belgien zu wirken. Die belgische Regierung aber kann durch den Eindruck, welchen die Veröffent- lichung in der öffentlichen Meinung des Landes hervor- gerufen hat, als wenn nämli der König Deutschland zu offen begünstkgé - in die age kommen , in ihrer Deutschland gegenüber zu beobachtenden Haltung vorfichtiger odcr ablehnendcr zu sein. Die Stimmung der öffentlichen Meinung in Belgien schildern eiygehend die Berichte des Gesandten in Brüssel dahin, daß der König und das Mi: nislerium schr unlesUMM Angriffen mit der Unterstellung au§geseßt find, das Tagebuch beweise, daß Diejenigen Recht haben, w_elchx eine der Neutralität wider- sprechende Abhän igkeit Belgiens von Deutschland be- haupten. Der mstmxd, daß der König der Belgier weil er den Brief geschkaczk hat, schon vorher Kenntnié

arte von der im Kronprinzbchcn Tagebuche enthaltenen

Zkachricht ändert an der Sachlage nichtS* denn daß der König Kénntniß hatte, [ZLPMKT „111xlk,_daß ,iefelbe Kenntnis; * ck der durch das jewe1l1ge Mnn texmm re räsentirten Re- a'ueruna beiwohnte. Jedenfalls ist „die Thai ache der Mon- 81 in lichen Re istrntur zur Kennimß des Königs erst durch Fire Kom Angeßckxuldigten veranlaßte Publtkation der Tage- . ' elan t. , bUYZAFZizXchéxldigHe bestxcuct, daß_d1e Vero entlichung Staats eheimnisse oder gehenne Nachrtchtcn xm inne, des 92 9 r 1 des Strafgessvbucbs enthalte. Scme bezügbchen 'n: undlAusführungen erscheinen jedoch als verehlt, inz- bLsondere gilt dies von H Saß, daß der apst ke_m Souverän und die päpstl1chc Kuma ' keme Regrerung '1111 Sinne des § 92 cjt, mehr LTlU-Sfii'IsZW ?_Ye zSouFranZtäH ' deren u te 1 . '. a IKW PRÜF- as ive Gesandtsckzaftßrecht und " dte Be: ugnjß zum bxchlUÜ völkerreckztltcher Vertrage (Kon: Zordate) ergeben, ist durch das injernanonale Nechx Euro as anerkannt und hat durch die Aenderung der terrnorjaley ex- ältnisse keinen Abdruck) ETUUM- Der AWEWUWWL 919171 111 ?einer Note zu §. 40 des von W herausgegebenen HesZer ck?n Völkerrechtß (AUSJabe 8 S. 1 )_ selbst W daß her ap 'm vielen Beziehungen als Souveräsze an,delt ""ck und F;"- kichtlich anderer Staßten unstrexng egterungs- und e- e ebu sre te ausü t. , W DIL“ Ancheschuldigte be treitet ferner das 'BcWUkasxm der Rechtswidrig eit der Verö entlichung. Er W1Ü s1ch mcht be-

wußt ewesen sein, daß die le tere, Nachrichten ent alten_ habe, deren Éeheimhaltung anderen egjexungen egenüizer _für das Wo [ des Deutscheln R§ichs erforderlxch gewe en sei. Htergegen ri t unä t) en es: sp Dezr A1? Ls ulßigte hat die Re te studtrt 1st,'na dem'er 1853 zum 1“, Fur, promovirt, ], zum Öxgatxonx ekretär, 1856 zum Ymburgischen Geschäftsträger zn Berlm und 1859 zum inister-Refidenten der Hansestadte ebendaselbft ernannt worden. In dieser Stcüung, in welcher, er mehrere ahre zugleich die „Stelle xmes oldenburgtscben Minister: esidenten bekleidete, xst er bts zum August 1866 verblieben, wo er in gleicher Eigenschaft nczch Lyndon vexseßk wurde. 1868 nahm er seinen Abschwd, well, une er angtebt, durch die Errichtung einer Botschgft des Norddeutschen Bundes ihm die wichtigsten Geschäfte semes Amts ?ntßogen worden seien und es im widerstrebt hahe, füx dte edeutend ver- ringerten GeschäYte des leßterxn em g121ch hohes Gehalt zu beziehen. Von 1869 an bekle1dete er 111 Hamburg das Amt eines Syndikus des Senats, als xyelcher er die, aus- wärtigen Angelegenheiten zu bearbettetx hatxe, bis er 1872 den Ruf zu einer Professur des offxntlxchxn Rechts und der Staatswisscnschaften an dex Umverfitat Straß- burg erhielt. m “rühjahr 1882 _ 11) hem lest?" Jahre war er auch ithed. des Elsaß-Lothrtngtsch_en StaatSrathß gewesen _ erbat er seinen Abschßed, _welcher thm ""t“ B“; williguug einer Penfion von Öährxtch 7500716 und uxzter Verleihung des Charakters als e:;ctmer usLLL=RaLh gewahrt wurde. Seit 1883 lebte er in einer aterxadt'Hambyrg. Obgleich seitdem ohne amtlicheStellung, _hat er fich 13189111“?le Ver aftun fortgefeßt mit Fabrik beschäftigt und auf'dre Polxnk dcs eutscZenReichs Einflu zu gewinnen gesucht, ML stch dl“ aus seiner als Anlage beigefügten umfgngretchen Coxresporztdcn mit dcm Großherzoglich bahischen Wirklichen Gehennexx Kat Freihorrn von Roggenbach er Wbt. Fast che Fragen der außeren und inneren Politik des Deut chqn Reichs smd. darm zum Gegen- Yand einer _ oft sehr abfäÜtgen _ Krmk gemacht w'oxden. uch mit anderen Personen von hervorragqnder polttlschek Bedeutun , so z. B. mit dem Staats-thßer a. D. 1)r. Windthorßt, Yat er sich über politische Fragen 111 Verbmkzupg gesetzt. „Zu eich hat er bis zulest eine überaus rege Thgttg- keit als politischer Schriftsteller entffaltet. Von "semen zahlreichen Schriften mögen hier ol ende Ermahnung finden: „Re orm der preußischen erfaffuna“ 1870, ,Staat und irche“ 1875 (sehr umfangreich), „Der zwezxe Juni und die ReichstagswaLlen“ 1878 „Die auswärtxge Polmk

eulschlands“ im 7. Heft er „Deutéchen Rundschau“ 1883/84 _ anonym „Deutsche Kolonialpolitik“ ebendort Heft 1 1884, „Die völkerrechtliche SteUung des Papstes“ in von qußen: dorff's Handbuch des Völkerrechts 1887, „Zeitgenösftsches Loben und Denken in Deutschland“ im Aprilhcft dcr Sontag]- porm-x Rach- 1887, „Politische Fedsrzeichnungen“ 1888 und die A11§gaben von Heffter's Völkerrecht.

Als Diplomat und Staats- und Völkerrcäztslehrcr von solcher Vergangenheit konnte der Angßschuldigte, mag er auch, wic er behauptet, den §. 92 ch Strafgeseßbucbs se'mcm Wortlaulc nach nicht gokannt haben, i'xbcr dcnwahrcn Charakter der in der Veröffentlichun cushaltensn politischén Nachrichjcn nicht in Zweifel stin, es ci denn, daß er zur Zeit der That geisteskrank gewcscn wäre. Leßteres wird aUcr: dings von seiner Familie geljend gemacht, und ist auf deren Betreibcn bei dem AmtsZcricht zu Hamburg ein Entmündi-

ungsverfahren gegen ihn eingeleitet worden, in dessen Ver- auf sich bereits zwei ambur er Aerzte, sein Hausarzt 1)» Oberg und der Dr. Wol , sein mager, für die Not wendig- keit der Entmündigung aUSgesprochen haben, indem xe seine Krankheit für „ctrkuläres Jrrsein“ erklären. Allem sein ganzes Verhalten vor und nach der Veröffentlichung spricht über eu ond gegen die Annahme einer krankhaften Störung der ethcsthätigkeit zur Zeit 'der That, wie diese Störung denn auch von dem gerichtltchen Stadtphyfikus, Geheimen Mcdizinal:Rat Dr. Wolff zu Berlin auf Grund einer_ län-

eren Veoba tung des Anzzeschuldigten, welcher übrtgens elbst seine Zurechnungsfähtgkctt nicht anzweifelt, und auf Grund einer größeren Anzahl, ärleicher Atteste unter eingehender chgründung _und goletchézeinger Bethung seiner Verha11dlungsfäh1gkeitvernemt wor eni turzd zwar mtr dem aleichzeiti en Ausfpru?, daß der Angesxhuldtgxe qn lang: jähriger Lypochondrie elde, wxlche mcht fuß gewöhnljck), wohl aber periodisch durch“ Hinzutrxtt von _Anfällxn unmynmrter An | und Verwirrtheit ferne frete erlensbestjmnmng au ebe.

f Wenn fick: dcr ngeschuldigte um Erweise'seinsr Gut- gläubigkeit auf die Wegen der Verö enllicbung mn dem Her- ausgeber der „Deutschen Ruydschgu“ Or. Rodenberg geführte Corrcspondenz beruft, so ergtebt s1ch aus dersßlben. Folgendes:

* In dem Schreiben vom 6._August 1888, rmttels dessen er dem Rodenberg das Manuskr1pt_ zuxn Druck übersendet ,und in welchem er als Motiv zur Pgbltkanon den Wunsch ang1xbt, der Welt zu zei en, wgs sie an dem Hochseligcn Katser Friedrich verloren abe heißt es: ' '

„Jedenfalls muß jeh bitxcn, darüber strenges Gthmmß zu wahren, daß Ihnen dtese Auszüge durch mich mit- eiheilt find, _außer Ihnen dürfte es nur Vaetel wissen, enn, wie Ste denken können, wird die Veröffentlichung großes AufselZen ma en.“

Am 8. des elhen konats schreibt er, daß er bei der Nie- ders rift schon lees weggela en habe, was sehr interessant gewe en, aber noch 11191117, nstoß ge eben hätte, schärft noYmals Verschwiegenhett e1_n und hebt ervor, daß es noch me r ablenken würpe, WAW em von Rm für die Rundschau be: stimmter und von thm „mu semem amen gezeichneter Artikel „Die Reform des englischen Obcx auses“ in demselben este zum Abdruck gelangte, da mgn nx tannehmcn würde da in ein und pemselben Hefte zwctArnkel desselben VerfaÜers ent- alten wären. Der leßtere Artikel ist denn auch noch in dem

ktoberxHeft zum Abdruck gelangt.

, Auf d1e von Rodenberg gegen die xZuläsfigkeit der Publi- kauon er obenen Bedenken Zucht er die elben in dem Schreiben vom 10. ugust 1888 zu be eitigen, indem er geltend macht, daß schon früher AUSZÜge aus den Tagebüchern des Hochéeligen Kaxsers ' rtedrjch über den Feldzug von 1866 und 11 er die Ortentret e von 1869 anstandsltos veröffentlicht worden seien und daß di? onfiskaxtott doch nur von der Kaiserin riedrich als der Elgeythümerzn des Tagebuchs von 1870/7 veranlaßt werde'n kynnte, diese jedoch mit Rücksicht auf den Inhalt der Publ1kanon gar keinen Grupd dazu hätte.

Am'30. desselben schreibt er im Hinblick auf die nun- mehr gestcherte Publikation: Run 70 116 1a ajkzro!“

Ueber die,vorausfi tliche Wirkung er ub ikation äußerte er sah in ähnltcher Wei e, wie in den Vr efen vom 6. und

8. August 1888 zu Heinem Sohne, dem Student en Heinrié Geffcken, auf de en eugniß sub dze Verxhethz-n bei einem andern Punkte stufen hatte, nämlwh dahm: dle werde großen Skandal machen. _

Die Briefe des 1)!“- Rodenberg an :hn find be1 der Durch- suchung seiner Wohnung nicht vorgefunden worden. Er hatte sie bei seiner Abreise nac? Helgoland am 25. September 1888, als die Veröffentlichung ereits erfolgt, seme Autors aft aber noch unbekannt war, sammt dem Auszu? aus dem agebuch verbrannt, angeblich um Unannehmlick) eiten aus dem Wege Lu gehen, welche daraus hätten entstehen können, daß man m

er Veröffentlichung Beletdigungen erblicke. '

Seine Frau hatte ihn, wie er zuaiebt, vor deereröffxnt- lichung eindringlich gewarnt. Von Helgoland schneb er thx; „Die Sache errege ihn zu skhr, er könnte vor Angst mehr schlafen. Wäre er doch nur ihrem richtigen Gefühl gefolgt; nun müsse er suchen, sich ruhig und klug zu vethalten. Seme Abficht sei die reinste ewesen, aber er habe sich nicht überlegt, welchen Sturm er ent effeln würde.“

Zu seiner Entlastung hat AngeschuldiFer sich ferner darauf berufen, daß er bei Anfertigung des ruckmanuskrikxs diejenigen Stellen weagewffen habe, welche Aeußetungen ; Kronprinzlichen Verfassers über hochgestellte Personen ent- Zalten hätten und div ihm ihrer Schärfe we en als

Odenklich und sachlich ohne erhebliche Wichtig eit er- schienen wären. Die Vertheidigung hatie hieran Antrag auf Vorlegung und Vergleichung des Tage- buxhs behufs Feststellung der.gestrichenen Stcllen geknüpft. Dtesem Antrags tft bisher mcht entsprochen worden und er- scheint derselbeauch als gegenstandslos, denn, wie bereits oben näher dargeleßt worden, ist das von dem Angeschul- digten excerpirte Tagebuchexemplar nicht Y: ermitteln gewesen. Abgesehen hiervon würde es, dem Angeschuldigten nach seiner AnZabe bei Anfer- tigun desz AUSzuges im Jahre 1873 die A sicht einer späteren Verö entl1chung ganz fern gelegen hat, überhaupt nich1 auf eine Vergleichung dys Druckmanuskripts mit dem excerpTrten Tagebuche, sondern lediglich auf eine Vergleichung des ersteren mit dem Ta ebuchauSzuge ankommen. Dtese Vergleichung hat aber der ngsschuldigte durch die Verni tung des Aus- zuges selbst unmöglich gemacht. Sein So n Heinrich hat zwar bestäti t, daß von der Streichung einzelner besonders scharfer Ste en über bestimmte hochgeft-sUte Personen die Rede gewesen sei, jedoch etwas Näheres hierüber nicht anzugeben vermocht. Wenn, wie dies allerdings der Fall ist, vor dem Druck eine gan An ahl sehr bedenklicher Stellen gestrichen worden md, Zo ist dies wesent- 11ch da§ Verdienst des Herausgebers und des Ver- legers, 1x1dem diese. ohne Anregung bez. Zustimmung pes Angc1chuldigxen ]ene von ihm nicht beanftandexen Sthen m dcm Manuskrtpt, bez. dcm Korrskturnbzuge selbst gestrichen aßen. Daß'er auch selbst einige Strkicksungen vorgenommén, eszxngswexsc dazu angeregt hat, ist zuzugeben.

n1m1gcnd endlich die Beweggründe, welche den An- geschu1d1 ten zu dkr Veröffsntlichung veranlaßt haben, und die _Endzme c, welchc er damit. vcrfolgt hat, so können die von 1hm hiexüber cmachien, [Weng oben erwähnten Nn aben, welche stch UUZ in seinen Briefen an Dr. Rodextbcrg anen, nicht für stichhaltig erachtct werden.

Seine Angabe, daß es ihm bei der Veröffentlichung ledig- lich darum zu thun gewesen sei, das Andenken des von ihm Fochverehrten und aufrichtig geliebten ochseligen Kaisers

riedri , dem er großen Dank geschuldet abe, zu e en und dessen rdienste um die Gründung des Deutschen ei in das rechte Licht zu stellcn, steht mit einen höchst abfä igen Urtheilen über den Hohen Herrn in einen Briefen an den Freiherrn von RoJZenbach _ so schreibt er z. B. in dem tiefe vom 22. Fe ruar 1887: „Dieser (der Kronprinz) aber, weil sein Streben mcht auf Macht, sondern mH den Schein derselben eht, wird nicht Thiem, daß er" efangener der kanzlerisZen Majo: rität i . . . sowie damit in Widersxky'rmh, daß er die in dem Tagebuch niedergelegten Pläne un Vorschläge des Hochseligen Kaisers über die Gestaltun des Reichs als zu weit gehend und un: praktisch nicht gebi igt haben will.

Daß für die Publikation das Honorar nicht mitbestimmend gewesen, kann zugegeben werhen, wcnnschon seine Angabe, daß er, ein solches überhaupt mcht u beansprnchkn gehabt habe, nut 'der Aussage des Verlegers (Haefel, wonach er kontrakt- mäßtg für den Druckbogen seiner Aufsäße 200 «!A; zu erhalten hatte _und für den vorliegenden Fall nicht Anderes verabredet war, 113 Widexspruch ste t.

* Dl?- Motwe und. ndzwecke der Veröffentlichung liegen auf Ynz aLthrY (thetsn. hl sch

„er, nge u _1gte t zur deuts konservativen Parte: nnt streng'k1rchl_icher Richtung, was ihc)? jedoch nicht abgehalten hat, ck semrn Briesen an den Freiherrn von Roggeybaxh auch iiber'diese Parte: höchst abfäUig zu urtheilen und s1e 111 dem Brxefe vom 4, Nugust1880, unter rüix mendxx Anexkennung deH Verhaltcns dks Centrums und der, sortschrtttßpattex denjenigen Parteien beizugescüen, „bet depen dus Vk'rsumpfung unter der Fuchtel und Koxruptwn hes Vtßmarck'schen Regiments bereits so FWU VNÉÉÄÖMW sei, daß man nur von einer Reaktion m den ahlerschaften Be stung erwartsn könne.“ Zu der sogenannten Großdeutschen artei will er nie in Beziehungen gcstanycn und, abgesehen davon, daß er in der Schleswig- Holstemschen Frage sxmer Zeit für die Kandidatur des Herz:) 8 v_on Augustenburg xmgetxeten sei, was ihm Anfangs ]„6 91"? WU „ckM„zUkÜckge1v1esene Dankadreffe schleswigcholsteins s cr Vereme'emgetragen habe, auch keinen partikular'jstischen

tatdeunkt e1ngenommenhaben.Wenn er sich aber weiter als einen Anhanger der))on dem Reichskanlkr geleiteten Politik des DLU1sch§n Neubß bekennt und ki um Erweise dessen auf, setne Schrtftcn, msbesondere au? dcn bereits oben emßhnten anonym exschienenen Aufsaß „Die auswärtige * oltttk Deutschlands“ m dem Januar-Heft der „Deutschen , undschau“ von 1883/84 beruft, so ist es war daß m txexn leßteren, von ihm verfaßten Artike die ausmäräge Polmk des Reichskanzlers alle Anerkennt- aUein dies beweist nichts r seine de St lung zur Politik des Deuts Reich- derm hierüb-

iebt, ohne daß es auf seine späeren Schrikten KM; “WF Le “*

ublikalion

ine Cortes anden mit dem Fr von zuverläsfigstep Ausan und zwar , ')“be afra tik, und zwar nicht lo der , er al?“ vaax Gebienn und zug! der Person des Neicfhotanz au indselk . Die Brie e sprechen für ck "th “Ze Monkwhe Feindseligkeit ist übrigens nicht