zum Deutschen Reichs-Llnzeiger und Königlich Preußisckjen Staats-Anzeiger.
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Yickjfamtlichez.
Preußen. Berlin, 16. Januar. In'der gestrigen (20) Sitzung des Reichsta es erklärte bet Vexathung des Kap. 5 (Gesandtschaften, KonLUlate und Schußgcbwte) TU. 08 anzibar) der Abg. Rtchter: Es werde m
diesem Titel die ewilligung von 15000 „sl. füyeinen neuen Vize-Konsul verlangt. Unzwejfclhast tre 8 Men großen ' Theil der Schukd für die Wtrren 111 O x-Afrxxa die Ost: afrikanische Geseüschaft. (Ruf bei hen Natwnalltberalcn: st nicht wahr !) Er wundere slch,_ daß man die es „nicht wahr“ aus. der natjor1alljßeralejt Mitte rufe, da gerade der Retchskanzler 111 dem betreffenden Weiß- buch konsiatirt habe, dgß die Veamtcn_der Oétafrikanischen Geschcbaft mehr cnergtscß als ymstchng ver uhren seien. (Abg. Occhelhäuser: Jedenfalls U))rrchtrg!) Dann wünsche er, daß der Aba. Oechelhaner demnachst dtesq Unwchheit, die er ihm (dem Redncr) vorwerfe, bcwetfcn m0ée.' ebrigens sei derselbe, ja an dsr Verwaltungndex Osxafrt amschen GeseUschaft betheiligt, und da setejx naxurltch dn: Hsran etwas gerei t, wenn man konstatire, wre. mel sw (_111 den Sünden der O? afrikanisch-Zn Gsschcbgft _m1t schUld sezen. Indessen über die Ostafrikanische (Hesellxchaxt. wolle ex mcht sprochen. Er werde darauf zurückkommen bet der xn Ausstcht jtéhonden Oft- afrikanisck)en Vorlage. _Er meme, daß em Theil der Schuld auch den dortxgcn GkncralKonsuk treffe. Die Ursache der letzten Wtrren sek dsr _Vcrtrag gewesen, der im April mit dem_11euxg1 Sultan abgeychwssch worden sei von Seiten der OskafklkkmU M GLsLÜschszT- Drescr Vertrag hätte aber nicht zum Abschlu kommcn können ohne die Ver- mittelung des deutschen General-Konsuks. Denn der Sultan habe sich, wie man atxs dem Wsißhuck) erfahre, geweigert, mit der Deutsckz-Ostafrikamschen G9sell1chaft direkt diesen Vertrag abzuschließen._ Der Vertrag Fe! ,abgkschlossen worden von dem Gencral-Komul als BevollmachUgter der Ostafrikanischen Ge- seüschaft. Nun ssi es doch schon eine eigenthümliche Sache, das; der oberste Beamte des Reichs an einem Play einen Vertrag abschlikße als Yevollmächtigtxw emer dem Reich untergebenén Gcstllschaxt. Er menxe aber, wenn er das 1hue, dann wäre er vorpßrchtet gewesen, sich vorher zu überzcugen, ob die Dcut1ch:Ostast1kamsche Gesellschaft wirklich im Stande gewesen, dcn _ von ihm vermitielten Vertrag auch znr Nußfi'ckzrnng zu brxngmx. Nun habe es aber doch de:nGonera1:K9n1n_l mn_ womgsten verborgen sein können, daß dis Goscilchaxt abwlut außer Stande gcwcssn, dcn ülwrnommcncn Verpflichtungen demnächst u entsprochen. Es handele! sick) in dcm Vertrag um dte Yelwrnahme dW Hohwitßrccht§ und der Zochrzvalsung (mf eincm Küsiknstricl) 11011 nicht weniocr als 75“) dcutftbsn Meilen. Dic Ostasrikanischc (Boscllchmst [mbc znr Lxxabrncbmyng ikxccr Rcchtc nominell cin Kapital 11011T',MiUi01_1_0n?]]kark__l)mtcr NÖ. Der (ch1cral:Kox1sul hänc abcrmisscn micht, daß ne zn kemor Zeit über eine solche Summe inrcalisirbarcnWerthejx verfügt abe. Ueber die Hälfte der 3 MiUiOnen habe die Geselljcbaft zur Abfindung dcs rn. 1)1-. Peters und der von 1hm „ebildeten Kommanditgesell chaft _für die dort .crworbeztexr "sprüche gcza lt. , erner habe ste eincn Thsil m sog. steten Antheilen um st-A kika verdienterx _Männem gegeben. Er behaupte, zu keiner Zeit _habe d1c1e Gesellschaft nur 1 Million an realifirbaren Werthen bese en und nur 1/2 Millton *zu der Zeit, als es sich um den A schluß diesxs Vertra s_ gehandelt abe. Der Generalxzxonsul berichte wlbst, _frebch zu einer Zeit, als jene Wirren m Ost:?lfrika schon entstanden, daß die stafrikanische Gesellschaft 111 keiner Weise vorbereitet gewesen sei, um den Pertrag ausZuführen. Sie habe nur ein einzigcs und dazu klemeß und schwaches Dampfboot besoffen, fie habe nicht einmal some! Gewehre gehabt, um die 100 Volizeisoldatén damit zu bewgffnen. Ste hqbe eigentlich gar nichts zur Ver: Jgung als, cm Paqr schnetdtge Lieutenams und einige junge eamte, dle begrertg IEWeskn, dort HoheiLSrechto mtßzuüben. Die GesEÜskWTt soÜte dpk!) die Hoheitsrechte des Sultans ab: lösen„ ,und d e Autoxttat des Sultans stütze fick) auf die Zdentxtät der-Natwnal1tät und „des Glaubens mit den dort ansässth Arahern. Der Sultan hab? die große Stadt Zan- ibar hmter slch, er verfüge übxr mehrere Tausend Mann: (haften. Alle, dtese RückkYalte seren bei der Ostafrikanischen Gesellsehaft, mcht vorhan en gewesen. Jhxc Maßnahmen hätten tief m ine Interessen, der dort Ansässtgen einschneiden müssen, sie habe auch bei 1hrem Vor ehen gar keinen Stiiß- punkt in irgetzd welchen deutschen 2111 agen, denn es existire dort keine einz1gc deutsche ?_andelßmcderlaffung, keine einzige monsstatwn. So hätten die Dinge
(Konsulat in
ei, keine einzige Mi _ , Jakaxnmen müssen, mts ZW gekommen seten. Er fra e fich nun was hätte es denn e chadet, wenn der General: onsul
,
lätte dic ermittelung zu diesem verhän niß- FUYLLLTYYagÉabsÖluß 5x! Übernehmen? Einzmderer taal ättc nicht zuvorkommen konnxn denn durch früheren Vertrczg eien die deutsche und_ MIM “ Inteksffensphxire vollständtg egeneinander abgezwctgt woxdcn. „Wollte , dte Gesellschaft hcitsrechte ausiiben, so atten ck17, bereits zwei Küsten- unkte - Dawes-Salam un Pangam *" auch Ohne diesen im . ?virklich abge chlossen ewesxu, so hatte ste ck11 ni t aus uführcn brauchen d "egeslcblHMtFr VFWWFFZ - - * an en n .
x11171]lelässtgxeucm (KFS dxjxtrhVericht des GetteraZ-KoZuls „den MXM e dx? er es etwas zu MY nehme xml der dorngen r e “(Der Reichskan ler Fürst “' mmarck tmttin den Saal.) ag. ck Yen Eindruck, als ob die Doppel-
steltllxn emYTnYMYal-Konsuls einerseits und des General-
Vevo mächtigten dieser Gesellschaft andererseitS, die beide in
ihm: ständen, mit direkter Beziehung, um "““" W" 91"Da entstehe nun manchen Unzuträglx keiten verknüpft "ZZ ein Dritter, dieset
en Beiden , , . * YT Yßßefutweßynzxéxretxzesob dadurch d1e Sttuatwns mM ver chlimmeét werde- Ek behaupte, das Ha;;iex“ :: “ni t in der Lage, ab,: diese Forderung slch stehe nkit * ent cheiden weil fie natur emäß i" usammenhcmgMittel ver- , ener Bor age über ()|-AFM. ENUM dann * ang: werden für einen neuen R61chSkWMiffar"
Er wisse
Ziveiie Beilage
Berlin, Mittwoth, den 16, Januar
Nun ei der General-Konsul Horb selbst_ein Reichs- sVize-Konsul auch. Dtese Postttoxt erfahre alko eine Veränderung, wenn in der Vorlage für eme Stelle eines Reichskommissars etwas verlaqgt werde. Dexhalb bqlte er es für Zacbgcmäß, die Entsxhexdyng über_ dtefen Trtel binausZus ie en, bis man über dle nutdtesem Tttel zusammen- hängende aterie fich f lüsfig zu machen habe. Er beantrage, disse Pofition von der agesordnung abzuseßZn. ,
Referent GrafBehr: n der Vudgetkymmtsfion setgeltend emacht worden, daß es | nicht um eme Vermehrung per samten handele, sondern nur dgrum, das Amt enxes Vize-
KOUsUlS, welches bereits seit zwe! Jahren kommiffartsch per- waltet worden sei, zu einem defimttyen zu machen, Pleser rein praktische Geßchtßpunkt babe dle Kommxsfion besttmmt, der Forderung zuzustimmen. Auf dje voxt dem Vorredner an- geregte Frage sei die Kommisfion mcht xmge anZen. Er hqbe deshalb auch keine Veranlassung, auf ine ge äsngen Angriffe des Vorredners gegen 'enes Unternehmen emzugehen.
Präsident von evesow: Er glaube, der Ausdruck „gehäfsi “ sei nicht Yläsfig. , '
Re erent Graf ehr: Er ztehe lhn gern'zurück.
Abg. Richter: Dann habe er darauf mäss, mehr zu er- widern. Den Referenten trüge aber sein Gehäckztmß, we'nn er meine, daß an diese ofition in der Kommxsfion stch keme
roße kolonialpolitisckze *rörterung geknüpfx habe, Es habe ich daran eine einstündige kolonialpolittsche Außemander- seßung des Staatssekretärs GrafenHerbert Bismarck geknüpft. Das hätte der Z.Zt. Referent doch nicht so letcht vergessen Zonen. Da der unsch„au6gesprochsn worden über den Zu- alt dieser Auseinanderseßung kzu schweigen so könne er hter natürlich nicht darauf zurück ommen. ine Verän_derung dieser Pofition liege doch vor, denn das Haus solle oxe er- antwortlicbkeit für eine Organisation übernehmen, die MS- he“;s kommissarisch und mit einer Pauschalsumme bedacht ge- we en.
Reichskanzler Fürst von BiSmarck:
chn in Janztbar überhaupt für die Zukunft cin General- Konsulat oder ein Konsulat bxibebalten werden soll -- was ja eine Frage für fich ist; das Bedürfniß liegt einstweilen faktisch und dringlich vor _, dann ist auch die Möglickxkcit eincr Vertretung unentbcbrlich. Bei der großen Entfernung ist die Kommunikation sebr icbwicrig, was name1111ich in Ansehung dcr vielfackycn Geschäfkc, die fick) dort krsuzcn, dovpclt empfindlich ist, (Fin Konsul hat auch das Rccbf, namentliä; wenn er in jrvpisckysn Klimaicn lebt, mit- unter cixxigc Monate auf Urlaub zu gcben; er Hat auch das RUR, miinntcr an dcn dort üblichxn Ficbcrn zu leiden, krank zu werdcn, und ck ist für unfcrc doxligén Jntcrcffcn nicbt nüyliä). wenn in dc: Zwisckzcnzcit die konsularichc Tbätixxkcik voÜfjändig cinßcstellf, odcr kurä) Jcnmnk, dcr ganz ncn in die Sache bincinkommt und erst Mo- :;atc Und WKÖ?" [*rancÖT, sich cinzulcbcn, ausgcübt wird.
ny Tic Kolonialkiskvff'wn, dic Hr. En,]cn Riästcr kicr an;]ctegt bai, chc ici) mcincrfkifI cht? niäxj cin. Wynn davon in dcr Kom- mission dic Rcdc gcwcscn ist, so stauddamals cine Vorlaxxc, wie ße, ich Hoffe, beute odcr morgen an den Bumdcöratb in Bczicyung auf die koloniale Frage abgeben wird, noch nicht in Ausfiäpt. Diese Vorlage wird Ihnen, wrnn fie nicht im Bundcßratb abgelehnt wird, zur Dis- kusfion unterbreitet werden, und da wird ja auch Hrn. Eugen Richter die Gelegenheit nicht x_ntgeben, fich über die koloniale Seite der Frage des Brcixcten aUSzulaßcn.
Abs. von Oecbclhéiuser _: Bsi den bevorstehenden Ver- andlungen über die ost-afrtkamsche Vorlage werde er dem bg. Richter den Beweis liefern, daß die Behguytungen, dic
jener soeben theils als unwahr, thsils als gnrtckxttg beze1chnet habs, in der That auch unwahr und unxichng seten,
Abg. von Benni sen: Als „Vorstßender der Budget: kommission halte er fiZ für verpfttchtet, gegenüber den Aus- fü rungen des Aba. Rtchtey zu erklären, daß .allerdtngs
e egentlich dieser fition eme längere vertraultche Aus-
Führumz des Staats ekretärs Grafen BiSmarck in der'Budget: ommisjion erfolgt sei, daß aber eine eingehende Dtskusston über diese * osttion nicht stattgefunden habe.
Abk. ichter; Eine eingehende Diskussion habe er auch von dte er Seite über Osl-Aftika nicht eingeleitet, sondern nur fick? soweit geäußert, als die Sa e mit dem General:Konsulat zu ammeyhängx. "' dieser Be chränkung habe auch in der Komnnsston emc_ tskusfion stattgefunden. Es würde das Ubrxgens auch nicht verbindlich sein für das Plenum im Zusammenhange damit nicht die gesammten Verhältniße zu
besprechen. Das Wort, das Hrn. Ri ter be-
es nicht. _ _ komnnssar, d1e1er
' „Referent Graf Behr: letdtgt habe, nehme er gerne zurück, er habe i m ni ts Un- angenehmes sa en wollen. ' Uebrigen aber [Habe der Vor- FYxet der udgetkommts an nur seine * usführungen
e m .
' Der Antrag Richter wird gegen die Stimmen der Frei- snznigen- und eimger Centrum9m1tglieder abgelehnt und der MM uxweräydert an enommen. -
Betm T1tel für ie Beamten in Kamerun bemerkt der Abg.„Woermann: Er möchte bei dieser Gelegenheit das Ay5wärt1ge Amt auf das Vorgehen der engliéchen Royal ther:Comxany aufmerksam machen, wobei er gie zeitig kon- stattre. da auch schon im vergangenen Jahre eitens des Aquarti en 21th die deutschen Interessen dort in nü licher Wetse ge (büßt seten. _Neuerdings habe die Royal Niger- Company wc1xere Schrrtte gethan, welche geeignet seien, in weiteren Kmsen Bedenken zu erregen. Besonders ver- anlaßxen ihn, die Verhandlun en, welche im Dezem: ber tm engltsxhen Parlament Önttgefunden hätten, dielse Frage ,auch ck12,194: anzuregen. ;: sei seiner Zeit, a s die Njger-S tffahrtSakte auf der Kongokonferenz fest,: g'esxßt'worden, von'England allerdings vorbehakten worden, dtexemge Handeleretheit, welche in dem Kongo ebiet eingeführt worden wax mit ,der gleich eitig errichteten ngoakte, nicht auch im Mßcxrgebtet einzu üZren. Damals habe man allge- mem, und te englischen ertreter, glaube er, am meisten, diesen Vorbehalt nur so verstanden, daß die englische ie- rung welche schon damals .wiffermaßen ein Protektorat 9 er das thergebiet ausgeübt, ck vorbehalten wollte, Ein an 5: und Ausfu rzölle _einzufülxren, wenn fie einmal diese: eb : unter thre risdtktion nehmen wolle. Kein MensMabe da- mals gedacht, daß es die Absicht der enMchen n sei, in diesem Gebiete solche Privilegien und nopolx nzufü n,
1ZZ9.
wie fie tbatfächlich der Royal Niger:Company gewä rt seiext. Dieses Vorgehen widerspreche der Praxis, wie fie isher m allen anderen englischen Kolonien von Seiten der englis Regierung aUSgeübt worden sei, und auch der Praxis, we ehe man in unserem deutschen Schußgebiet Kamerun Übte, wo die englis en Unterthemen dieselben Rechte hätten, wie die Deuts en. Dadurch, daß man der Royal Niger-Compam; das Vorrecht gegeben hab?, Einfuhr: und Ausfuhrzölle ei w führen, sei es derselben, welche nicht eine Gesellschaft Lei, ' lediglich die Vsrwallun über jene Distrikte ausübe, andern gleichzeitig selbst Hande treibe, möglich geworden, alle an- deren Firmen. wslche in jener Gegend-Handel trieben, bei Seite zu schreben. Thatsächlich sei das "bereits so weit ge- schehen, daß in der Generalversammlung der Royal Niger- Company vom Juli 1888 der Vorsitzende ausdrückliä; er- klärt habe, daß je t der Gesellschaft 14/15 des gssammten Han- dels in jenem Ge iet gehöre. Es sei damals schon von en lischer Seite gegen dieses Vorgehen protestirt, aber die SNK Zei so dargestellt worden, als ob die Royal Niger:Company elbst ebenfallß Zölle bezahle, und merkwürdiger Weise sei diese Darstellung neuerdings auch von dem Unter-Staats- sekretär Fergusson im Parlament wiederum ausxzefiihrt wor- den. Es sei aber natürlich“, daß, wenn eine solche Gesellschaft selbst Handel treibe, fie die Zölle, welche sie von ihren eigenen Waarsn erhebe, nur in ihre eigene Tasche stecke, und es für sie um so vortheilhaflsr sei, je höher die Zölle gingen. Dadurä; verdränge sie aber jeden andLrsn ausländischen Handel. Das habe sich bis jeßt nur auf den eigentlichen Nigerfluß bezo , 'aßt sei aber, wie es scheine; die Absicht, - und von M nter-Staatssekretär Fergusson sei dem auch keineswegs wider- sprochen worden -» dtese Vorrechte, welche dw Royal Niger- Company für den Ni erfluß habe, auch auf das Gebiet west- ljck) von der eigentli en Nigcrmi'mdunxz bis nach der eng- l1schen Kolonie Lagos hin und östlich is na Kamerun Lm au6zudchne11. In diesem Gebixt seien ganzwe entliche deut che Fntereffen bctheilßgt. Namentlich aus dem Gebiet des Venue- uffes rekrutire sich der außerordsntlich bedeutende Handel der eyglischen Kolonie Lagos w'o diesc Kolonie dcn hauptsäck): ljchsten Antheil habe. An dem Lagoshandel seien aber deutsche Firmen mit etwa 50 Proz. betheiligt. Vor einigen "uhren ssicn "sogar die deutschen Firmen in manchen Exportartikcln den englischc-n überlegen ge- wesen, und auch 19:31 Fei dsr 21111th der deutschen außerordemlich aroß. Es: hab? aUerDings schon in ch os selbst ein Protsstmceting stattgefunvcn, in wslchcm bcschw en ski, dis englistho Reßierung zu Ersuchen, untcxr kein-zn Umstän- dcn dixse Prinlsgién ÖL!“ Royul Niger-Company auch auf jene's Gkbißt auézndkhucn. 91er F?radk für dikseß beiet 1cicn dic Erklärungcn von Forgusson außerordentlich zweifel; haft. Ebcnso wichßg 19": das Gebiet östiicb der Nigsrmündung. Es sei boxt verbältnißmäßig ein direktkr Handelvon Deutschen nur wenig betheiligt, aber auch in dem dem Niger am näch- sten gelegenen Gebiet sei eine deutxche Firma. Von dieser ?abe er persönlick; die Minheilung bekommen, daf; ! !- ächlich die Royal Niger : Company ihre Hens ft weiter als 40 Meilen östlich ausgedehnt habe und die deutschen Faktoreien schädige durch Licxnza aben und Einfu rzölle. So werde also der deutsche Hande noch weiter ges ädigt werden, und es handele fich nicht nur um den Landes, sondern auch um die deutsckeSchiffahrt, die dort be- t eiligt sei. Nicht nur für die englischen Firmen, wel : (mä; ihrerseits gegen dieses Vorgehen protestiren müßten, andern auch für den deutschen Handel in jenen Gebieten lie ein Lanz außerordentliches Jntereffe vor, daß die Primlegien er Royal Niger-Company nicht weüer au5gedchnt würden. Wie bedeutend der Handel dort sei, ersebc man aus dem Bericht des Gouverneurs der englischen Kolonie Lagos an die engkis Regierung. _Derselbe sage darin, daß aus jenem Ge iet für 6 MiUlonen Mark Palmöl und für ebenso viel Pakmkerne aus eführt würden. Der en lische Gouverneur berichte aber, da? es unzweifelhaft sei, da? dkk Handel in diesen Artikeln, wenn dort eine regelrechte Ver- waltung eingeführt würds, stch in ganz kurzer Zeit aus das Dreifache vermehren könnte. ES sprsche dies wiederum gegen die Anschauungen, melche noch in vielen Kreisen Über den Werth von Ost:Ilfrika errschten. Angefickzts dieser Zahlen bitte er das Auswärtjge mt, wenn irgend möglich, auch von dem cher Sejte semen Einfluß da 'n geltend zu machen, daß die rivilegxen der Royal ther: ompany keinesfalls auf jene Gebie'te ausxzedehnt würden.
Reichskanzler Fürst von Biswarck:
Ich würde mich freuen, wenn der Herr Vorredner ein Mitglied des englischen Parlaments veranlaFen könnte, dort dicFelbe Rede zu halten. Denn ich glaube, daß sehr viele englische Inicrcffen mit den unsrigen, die unter dem erbalten der kolonialen Behörden und der Niger-(Companv letdxn, Hand in Hand gehen und sympatbifiren. Für das Auswäxttge Amt fehlt aber jede steven Hand- habe, in die inneren Angele'genbetten, der englischen Kolonialoerwaltung und aGeseMebunq eiRugrenen. Wir haben unsere Interessen eblete dtn Vertrage und ptenauStausck) dort in der Kameruner gend ebeno wie tm Südwesten von Afrika 11 sondern csucht_ MÜ: theoretischen Linien fest ubalten ist an. ck schon s wer, wie neuerlichen Vorgänge In den südwestlt Zn Gegenden von Afrika Figen; die Kontrole der eigenen Reaierun uber ihre dort vorgehenden
ntertbanen ist nicht immer so leicht, w e wir das in einem konti- nentalen und geordneten Staatswcken qewobnt sind. Aber ein bekamm!“ Verlangen an die engliscbe Regierung zu stellen, dazu fehlt ua! die vertraxsmäßlge Betechtigrmg; sie dem t sab nach ihren sigma», pa:- lamkn akischen und wirtbscbaftixben “* nteressen der Niger und dem „dortigen Handel gegenüber, ?sweit rie en lische «r: ““..."-"xxx ...... HFWWM-„ZZ
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