rYSkirten, die sie noch nicht hinlänglich kennten, fo seien auch d1e Personen zurückhaltend, wenn es gelte, ein Rifiko zu über- nehmen ohne großes Gehalt. Dieser Umstand ersckywere ynfere kolonialen Bestrebungen, er habe aber Leinen Grund 111 her Natur der Deutschen. Ueberal], wo Per onen htnauSgeschxckt wexden solltén, hege ne man Schwierigkeiten. Wenn er_st e1n1g€ Ersolge unserer Ko onialpolitik vorlägen, würden stck) auch
Personen und Kapital leicht „finden. " Wenn Deut_sch= land erst so lange wie dw Englander Kolomal- politik triebe und nach 20-30 Jahren Erfolge zu
verzeichnen hätte, würden die Bestre'bunzzen _mit rascheren Schritten vorwärts gehen. ngenwärUg ,se1e11 dlese so schwer, weil in Dsutschland von gewissen Settqn Ml-exs aufgeboten wurde, was geschehen könne, um, von koxon1alpol1txschen U11te_r- ne mungen abzuschrecken. Gennsse ,Zett'zmgey hmdexten dw: sel en nicht nur, sondern freutezt sxch uber ]cden M1ßerfolg. Auch in der Frage der Sklavéret w1ffe der Abg. Mchter sehr wenig B9scheid. In. Kamerun gebe es mcht mehr wirkl1che Sklaven, 1ond€r11 nur solche Arbeiter, die von nichtfreien Leuten abstammten, aber sonst selbst; ständig arbeiteten. Sie seien nur noch dem Namen nach SklaveU, wie man in früheren Zeiten von Hörigen ge: sprochen. Au der ganzen Westküste von Afrika seien Arbeiter beschäftigt, welche an der Küste von Liberia engagirt seien. Von einer Verwenyung 11011 Sklaven sei hier nicht dis Rede. Es werde immer le1chtér, hxer Leute für die Arbeit anzuwerben; ohne daß von Sklavenarbert' dux Rede sei. Dsr Aba. Richter sage, daß in den Lngxlschen K_olorxien die Deutschsn gerade so gut Absaß faxtden „111153 111“ den deutschen, Und daß man deshalb n1cht WWF hatte, „Kolonien zu ründen. Gerade das VorgehM ex €11gl1schen Royal * iger-Compam) liefere ?kxen BWW, WW es EngYand mit der ObGtholMit halte. Dte_ ganze dee pes Abg. Rtchter von dem ersten Punkte an, bet,d€m „man mcht vorher_ habe ver- mntben können, daß er s1ch MÜ der Bastler Mxsfton auf freundschafjlicben Fuß steÜe 7- unh ste werde gewtß nicht erbaut sein, daß der Ahg- „RWK? 1er AygeleaepheUsn ver: theidige -, bis zuleßt sLT dx gmlzk: Rehe eme Re1he von Un: r1chtigkeiten gewesen. Er 11106012 ihn bxtten, daß er kolonial: politische Fragen etwas gr1111dl1cher s111d1re. Abg. Richtsr: Er 'l1atts„ge1vm1scht, daß der Vor- redner zaküemnäszige Bewe1se brachte, was er aber leider nicht gethan. Er (Redner) hab? guch erklärt, daß er über gewisse Verhältnisse im Unklaren sei. USÖLU den Vranntweinhandel in Kamerun, über Einfuhr von Waffen und Munition seien dem Hause die Zahlen vorenthalten worden, 7319 der Abg. Wosrmann leicht hätte geben können. Er (Redner) würde gern von dem Abg. Woermann Belehrung annehmsn, Wenn jex19r unparteiisch wäre, was er aber als GefchästSmann n1cht sei. Er (RedUer) würde es _ ftw exne Anmaszung halten, 11011 dcr „Freisinmgsn ZeMmg“ h1er zu Fprechkn, wie es der Abg. Woer111a1m gethan habe, erst recht mcbt Über Artikel, die mit der gegenwärtigen Kolonialdebatte gar nicht in Verbindung ständey. Die Schilderung dss Hrn.Wosrma1m von Kamc'run stehc 1111 direknxn Widersprnä) 111itde1n, was der Reichskgnzlcr sags. Die Schildsru11g des Herrn Reick)?»- kanzlers sLT dazu a11g€tl)a11, Wasscr in denWein der Kolonial- schwärmer zu gießen. Dcr Rcickzskanzlcr habs dann von einer verlcmnderischen, vgterlatxdsloscn Prossc gksprochsn. Er (Nédner) sei nicht 111 dcx Lage, in der Diskussion als Yb: geordnster Über die Tagesorwmng binauSzugehsn, dürfe aber wohl dem Reichskanzler eine Bemerkung entgégensexen. Die Freésinnigen ssien stolz darauf, daß sie noch eine reie und unabhängige Presse in Deutschland hättsn, sie seien stolz darauf, eine Presse zu besißen, die auch de111111ächtigs1en qun 111 Europa unabhängig gcgenijerstehe ynd stch nicht, scheue,1hm_ d1e Wahr- heit zu sagen. Seme Parxex würde bedauer11,„wenn m Deu'txch- land "emals ein Chaummsmus Platz griffe nach Art er chottiZchen Clans. Wenn kÜer ein Häuptling, etwas t?ne, so Fei der ganze Stamm verpfkchßt, ihm blindlmgs _zu olgen, möge er Recht haben oder _111cht. WEnn der Rexrhskanzler, nach Berlin zurükkgkkshkk- sieh [1191 mit der Presxe zu beschßf: tigen gedenke, so, 1119936 ex auch seme V[icke au" dxe offtztose Presse werfen, die M) die Mtßaéhtung alXer /anstand1gen Leute zugezogen habe. " - Reichskanzler Furst von BiSmarck: ck habe schon _zu Anfang bemerkt, daß es nicht meine Abfichf ist, heute ("xf DlIkMfioch' der kolonialen Fragen einzugehen, und ich bin nur inmäentsr genotblgx worden, einige auf dicskm Gebist lie- gende Bemerkungep zu relev1re1x und mich darüber zu äußcrn. Jeb wiederholé- dßß LM?- Vorlage uber die Kolonialsache im BUndcsrajk) vieüeicbt m dkés8111„NUch1b]kck schon vorlic'gt oder morgen vorliegen wird, Md daß SW dort (Yklcgenheit haben Werden, alle Ihre Ab- neiguxgén WEZ? kölonisakoMch6„Bésfrebx1ngen des Breitercn kund zu geben. ck,MVÖÉL UUJLM UML Mal. tn dieselbe Debatte eingeben und lasse Mlch BEHHQW auf “Olk c113211tl1chckoloniale Seite der heutigen Diskuifion "Wbt „M* . , Nur über die Sxkavcretfrage und dtx [eßte Acu erung, dic dcr Hk- Nbg, Richtcr datubcc that," bemerke :ck) Noch, ,da wir es nio'ot für richtig halten, ww er es fur richtxs exklart, djese'Fkage bei M Jrcilaffung der außerhalb z:"sexkk,©cblsk8_tu Sklaverex chcnkZen an- zufangen; wir 111111611 65 fur rxchtig, daher, anzufangen, daß nur nach Möglichkeit VcrHindkkn- daß "ock? msbr frete Leyxe m den Stczrd der Sklaverei gebracht wexxen als btsbcr, daß der Stand der Freren fiel) nicht vcrmindcre, der „Stand der Sklaycn szck) 1_11cht Vermck-rc, ' Das Ganze ist eme Frage, dte MM 111 «1116111 Jahr, auch mcht in einem Jahrzehnt "erl'cdmt Mrd?" Fun, ,und mit 'der Unsere Nach- folger s1ch noch hgschaf11gen wexden. „;ck crmnere Ste, daß die Frqge des eigentlichén Negkkbgndkls "U MIUsÖM Parlament _, wenn :ck) nicht irre von den Quakern "" sch9",im_AUfang des vorxgcn Jabr- bundertö ,zUr Sprache gebxacbt worden tsk,1LasZ-W1lbexforce 1111?) andere &,sz je 1 gerade vor emem Jahrhundelt, zuerst d1e amtxtcben An- träge 'daxü er im englischen Parlament gestellt habe:). Scrtd'cm smd also hundert Wahre cmfiger€ wenigstsnß von englxschcc Sejte recht cmfiger und au7richfkakk 2110911: nothwenxng geweskr), um dtesé FWS?- eigentlich doch nurum cin Maßlch, „vorwarts zu sch1ebxn In Yxxxerxxa bat die Sklaverei nominell anfxzehöki- 3111le Mä) m Bras:11en.1n Bramjen aber doch erst im vorigen Jahre, uzxd so Yann ja auch der Moment in Zukunft gedacht werdew wo. Fe "' YP“ FÜWWM ein wird, wenn dort erst Ruhe und F?)? S?" „(J; - DYnstxnkM Judge- UTM sein werden. Aber Wollte man 11“ [ ti * bg Fu en Donnerstag kerbeiführen odcr JM schon as fer 9 Y (111 .“" an- “ M, dann /würde man in „??"sexben beerb Wfa M* u'" den einige unserer Tkäger dcr koloWTwUsche" , es.“ ungadn UYU?" Wd- indem sie die Steam"; „M Dxstrtktskommlffaklkn an derb _u ewx ex Völkeksckwften so angesehen haben, (115 wenn “5 ifickz L“ ? "ISL w?!) Aehnlicbes handelte, wie bei der Entsendung “"T XML kg“ 5"? Brandenburg oder Teltow, als ob per Kommtffar or e vor Berz würde,'was erforderlich wäre, txttn NY GYFKLJFJ VFLZYÉ' odTr nenne 1ch eben die Woche m1 das durch mühsame und [WO
das Ziel und das Ergebnis; , , ' . i t, vorrvegtxebmcn vollen. So Ykhrlßkee WSET? 131211191 ;errÜiFsKeexe anen kolomalen Unternehmungen
* 3 jg 4201!)an berechnet, die seit dem M?NTÜFMZ YFosYxßsWdén sondern Sie können fie aUenfaUs ver-
gleickpen mit der Muthung eines Bergwerks, das wan nicbt sofort in voUen Angriff nehmen kann, für wclchcs man gbcr d0ch de_m Erben ficheke Grenzen, die von anderen Mächten mcht me_hr ubertrethn werden, überwacht; odcr cin Beispiel, das 11116 naher [legt, _- _wte wenn Jemand in Lichterfelde oder dort, wo die Bauluft ßch1nbegtchbß vor 30 Jabrkn fick) ein Grundstück erworben bat un_d„den Bcfißtttel liegen läßt, bks die Zeit kommt, wo er das Grundftuck bcbaut oder vortbeilhafk vcr1ve11h2t. _ , . .
Wir smd -- und namentliä) dre Öffentltcbe Ernoartung rst - tn der ganzen Kolonialfragc vielleicht Etwas zu rasch gegangen; _,- aber ick) komme unwillkütlich hinein in das, was 1ch beute mcht sagen wil].
Was Hr. Richter über meine Steüung_ zur Presse bemerkxe, :- so bin ich ja ganz seiner Meinung, daß wir cme Frexe und'unabbgngxge Pkkffe bei uns brauchen; aber ob die Prefix, pie tcb mxtnc, wxrklzch den Namen vérdient, “eine freie und unabhanatge _zu sem, das wtrd de“ Abg. Richt-er vielleicht genauer wissen al's tck). Ich halte fie gerade für cine abhängige und in ihrcn Redakthten von_ Furcht; und Sorge, von andcrc" EinMffen. a]s dcn kanzlcr1schcn „th zu eznexn Jewisfen (Grad geknechtetc Presse; ich halte fiekmcht fur unabhanmg und frei. (Er verlangt, das; cine solche Presse 1m1ner tm Stcznde sel- die Wahrheit zu sagen. Das ist aber gerade das, Was ich ihr vor- wrrfe, daß fie die Wahrheit nicht sagt. _ _,
Abg. Stöcker: In Vezu auf dic: Sklaveretfrage „mochte er dem Abg. Woermann kecht geben. ' Man set 111 de,): Sklavenfrage durch das Kreuzen der Sch1ffe bereuß so we1t gekommen, das; ein eigentlicher Sklayenhandcl mcht mehr existire und deshalb auch keine Sklavemagden. Aber auch 111 der Frage, wie Sklaven zur Anfiedelun verwandt 11991de könnten, sei man bereits weit gediehen. A gefehßn von L1ber1a, W in Sierra Leone der Versuch gemacht, 60000 Sklxwen an- zusiLdoln. Von diesen seien 1x11gefähr 40000 Chrrsten _und gute Bürger geworden. Bezügl1ch der Schnapseznfuhrfset er anderer Meinung als der Abg. Woermann." Dt? Reg1eru11g müsse dieser Frage die größte Aufmerksamkrtt schenken, denn dieses Genußmittel ruinire ganze Völkerschaften. En [and habe die SchnaPSeinfuhr größtenthetls abgeschafft, Deuts land [abe in Neu:Guinea auch ein Schnapseinfuhrverbot. Bekannt Zei die Aeußerung: „Die afxikanischen Völkerschaftqn wexden entweder ohne Branntwein sem, oder sie werden mcht sem.“ Die Nichtkulturvölker gingen aüe an diesem Uebel zu Gxuzxde, Die Schnapsfrage sei nicht 11111: eine sittliche und rel1gtose, svndcrn auch eine eminent pol1t1sche, da man jene Völker zux Arbeit erziehen wol1e. Gegen den Tadel der fr€1sinnigen Pariet in Kolonialsachen müsse bemerkt werden, daß Jedermann 11011 vornherein hätte einsehen müssen, daß solche [Kolomalpobttk ohne Opfer an Geld und Blut nicht abgebenwürde. Deutsche hätten auch nie vor großen Opfern zurückgeschreckt. Due Ge- schichte“, Deutschlands zeige, daß gerade in Zeiten der Noth dis Fahne nicht verlassen worden sei. War aber in den leßten Monaten die Presse eifrig verfolgt habs, müsse sich sagen, daß auch in unserem Volke noch Vieke lebten, die ein wirklich nationales Gefühl nicht theilte11._ Wenn der Abg. Richter sage, daß er eine freie und ungbhäng1gc Prsffe vertrete, so müsse er (Redner) i[)m_ fagM, ste sei fxéi von Rücksichten auf Vater- land und Obr1gkeit, n1cht kaL von Rücksichwn auf Börse, Judenthum und Großkapital.
Abg. Wosrmann: Er habe es keineswegs als unerhört [)Szeichnet, wenn in Ost:Astika der Vran111w11nhandel abge: schafft werde. Libsria sei nicht von Sklaven gegründet, sondern von Freigolaffcnen. Wenn Abg. R1chter zahlenmäßige BLWLise verlange, so könne er ihm doch nicht sein Gefäzästsjourna[ vorlegen. E17 (Redner) soüe partsiixch handeln, da er Ge: schäftsmann sei, Wer sokle d21m aber sprechen, nur immer Diejenigen, welche kein Juteresseoan der Sache hätten? Der Abg. Richter lebe von der „Freismnigen Zeitung“, er (Redner) von seinem akrikgnischen Geschäft.
Die Dis usswn wird geschloffen.
Die AUEgaben für die Schußgebiete werden bewilligt.
Bei dem „Archäologischen Institut in Rom“ wünscht der Abg. Kal1e eme Erhöhung des Gehalt?) des Bibliothekars und der Totalsumme überhaupt.
Bevoümächtigter, Wirklicher Geheimer Legations :Nath Humbert:
Meine Herren! ES find dem AuEwärtigcn Amt in ähnliche: Weise wie dem Herrn Vorrekner in den bkiden von ihm bezeichneten Richtun cn Anträge zugegangen. Der mit der Neuordnung der Biblio! ck betraute Professor Mau tn Rom bezieht allerdings bis jeß? nur eine äußerst qerinae Cmnabzne von 1200 „;ck und es liegt im Wunsche des Archäologischen Jnstxtuts und seiner Centraldirektkon, ihm für diese erhebliche Mehrarbeit, we[che ihm durch die Neu- ordnung der Bibliothek erwächst, für die Zett der Negordnung eine etwas höhere Remuneration zuzuwenden. Jn abnlichxr Weise ist uns der Wunsch zu erkennen gegeben, es möchten dte Einnahmen, Welche das Institut früher „auß den Wittwcn- ,und Waisxngcldbeifrä en batté, und die 1th _m Folae der aÜgememen Beseitigung der ittwen- und Waisenbeitragc in Wegfall gekommen sind, Weil die Jnstitutßbeamten statutenmaßig deanarakter von Reichsbeamtcn haben, dem Institut vergütet Werden. Ich bin zwar nicht in der Lage, erklären zu können, wie die verbündeten Regierungen fich zu der dankenswertben Anke ung des Herrn Vorredners steUen werdcn; jedoä) glaube ick) persönli die Erklärung abgeben zu können, daß die von ihm angeregten beiden Punkte in eine eMste und wohl- wollemde Erwägung werden „gezwmmen werden.
Der Titel wird bew1111gt. '
Bei den außerordentlichen Ausgqben für S üd rv est- Afr: ka 102000 «16 (bisher 51,000'M)'erh1e'lt das Wort der AY. ])r. Bamberger: Er seße s1ch m t 1nW1derspruch mit dem sichs- kanzler, der, gesagt habe, das bxbu11 der Sklav'erei, sei eine keines- wegs einfache Sache. Aber während man h1er1m Begriff sei, demnächst weitgehende Verpflichtungen nach allen Richtungen zu Gunsten der Ostafr1ka111sch§n-(Heselljchast zu übernehmen, habe diese Geseüschast gerade fruher eme Steüung ur Sklavenfrage eingenommen, m_elche' mxht blyß eme gemi e Toleranz im- plizite, sondexn steh z1eml1ch be1ahend .und anerkennend für das Bedürfmß der Aufrechterhaltung Her Sklaverei ausspreche. Im Jahre 1885_ [)qu Dr. Peters einen Vortrag gehalten Über dte ostafmkamsche Kolomalpolitik, in welchem er sich auch über d1e Sklaveyfrage aUSgelaffen. Diese Rede sei der Gegenstand der hefttgsten Angri e in einigen Blättern eworden. In Folge dessen ha 8 derjenige Herr, desxen
ame, hegte an erster StelXe unter den Ein aben er Ostafmkamschen Geseüschgft stehe, Hr. Graf P eil, eine sehr lange Erklarung uz emem Bremer Blatt erlassen, m welcher er. so ziemltcb frank und frei für die Auf- rechxerhaltung der Sklaverei Partei ergreife. Wollte man nur dUÉUF großen Hankdel treiben, b W 17 e man gar ein Abfa ge iet haben. Allerdin s ebe Deutschlkand für Kolonien Kehl so viel Geld aus Hie Hwa annkre1ch. Abßr 25 one es eben nicht machen wie Frank- r§1ch. 'Wenn, dte Franzosen ungezählte MiUionen auswür en fur Hnngejpmnste und Phantastereten, so könne das Deut ch- lq_nd„ nur abschrecken. Hr. Woermann habe ganz un- noth1ge Anstrengungen gemacht, seine Hamburger Mit-
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wo man Kolonien habe, so*
bürger in Schutz zu nehmen gegen die Vorwürfe. des Abg. Richter, daß sie nicht in den eigenen Geldbeutel st1egen wegen dieser Kolonialpolitik. Er (Redner) rechne daß TZ?" Hamburgern zur Ehre an, sie seien verständige Leute, dxe nch nicht leicht zu zweifelhaften Unternehmungen verführen lteßen. Wenn die Sache so gut wäre, so würd€r1 die Hamburger Herren sehr gern auch etwas wagen. Die großen Hamburger Kaufteuje machten nicht bloß ganz sichere Geschäfte, aber Ausstcht müsse vorhanden sein. Nur mit Verstand wage man, erst Wägen, dann wagen. Sie machten aber mcht Gsschäfte, die ihnen abenteuerliche Leute und Zournabftsn' empföhlen. Was die Mleauk-gabe für SÜdwest-Afrrka betreffe, so glaube er mit ug und Recht behaupteqn zu dürfen, es sei gar nicht klar, in welchem u- sta11de d1e angeblich südwestafrikanische Kolonie sich zur eit befmde und welchen Grund das Deutsche Reich haben so te, sie mit höherM Ausgaben al§ bisher zu untsrstüßen. Man hgbe se1x dret Jahren von d1efer südwestafrikanischen Kolonie 111111113 Naheres 'gshört. Man cxistire immer noch so zu sagen auf, dem Papswr. Mxm habe vor drei Jahren einen Bsr1cht des Re1ch§komm1ffars ])r. Göring und einen Bericht der Generalversammlung der Aktionäre erhalten. Er (Redner) habe damals por schwach beseßtem Hause ausführlich darüber ge- sprochetz. D1e GeseÜschaft habe aber abgewirthschaftet, es sei auch keme L_lusstcht,_daß es heffer werden könnte. In An ra Pequena set qar keme Auss1cht vorhanden. ES seikein Wa er da,- und dxr Verfuxh, artestsche Brunnen zu graben, sei miß- glückt. Erne Au§s1cht auf Viehzucht und Ackerbau sei gänzlich unbxgründet. Die Cpmpany ?abe 1886 300 „E. Kap1tal besessen, dax?- hM", in Ver Zn in preußischen Konsuls angelegt gewesen sex. Sn? habe s1ch ganz von dem Geschäft zurückgezoaexr und warte, ob Jemand kommen Werdce, der vielleicht Netgung hätte, das unterbrochene Geschäft wieder aufzuuchmerx. Es komme aber Niemand. Darauf habe der Reichskomnnffar Göring voReschlaggn, weiter südlich im Da1nara:Land und, endlich in „amaqua eine Niederlassung zu gründen. Dort set mehr Ausstchx auf Erfolg in der Viehzucht und im Bergbau zu erw_art611. Es sti an das Haus das Ansinnen gesteth,i11O1yin1b111q1xexür den Kommissar ein Haus für 50000-M zu errichten. ?. Göring sei géwiß Ein tüchtiger und umsichtiger Mann, der ck von übertrwbenen Phantastéreien fernhalte. Aber es sei ihm ni tgelungen, aus der Sache etwas u machen. Man wiffe eit drei Jahren nicht, ob das Geringéte geleistet sei. Dic Company besitze kaum noch 200000 «M Unter diesen Umständcn wäre es schon an sich angezeigt, zu fragen, soÜe mqn eine jährliche Aquabe bewikligen für die Beaufsichtigung emes Landes, indsm gar nichts mehr geschehe und einer, Company gegenüber, die nur 200000 x/lla Ver- mögen beftZe'. ' Nun habe neuljch das„Neuter'sche BureaU“ be- richtet, _daß zw1schen U11serxr Re1chsvertretung und dem dortigen Häuptlmg Kgmaherero em M1ßvers1ändnis3, ein Zerwürfniß entstanden se1. Er habe_al]e Konzessionen, die er eutschland gegeben, für 11110, und mchtig erklärt und bLhaUPtßt, daß er aUe Minenkonzeffwnen schon früher einem Engländer Lewis gegeben habe. Er (Rcdner) wisse nicht, ob hisr in der Ver- sa111mlu11JTJcmand darübkr Auskunft geben könne, Viéüeicht sage die: 5 egiergng, was an dissen Dingon sci. Er nehme an, daß eZ (101 den Verhandlungen zwischsn diesem Häupk- ling und ÖM Héutschen Bergwekklustigew nicht so aktemnäßig zugegangen 581. Er _glaube, solche Nottenführer machten ente einen Vertrag m11 Diesem, morgen mit Jenem. ES omme darauf an, ob man die Macht habe oder nicht. Das Recht sei dort schon sos wach, daß es noch wenig bedeute, wenn man die Macht ni t habe. Es werde sich einfach darum handeln: unsexe Landsleute seien im Recht und der Kama- herero babe ste vieÜeicht hinter das Licht geführt. Sei nun mit Waffengewalt dort durchzukommen? Er wisse es ni t. Er sei darüber gänzlich im Unklaren und würde 1ch freuen, wenn das Haus, ehe es diese Bewilligung beschließe nähere Erklärungen bekommen könnte. Wenn er st noch so sehr auf den kolonialen Standpunkt stellte, einer so verzweifelten Unternehmung gegenüber würde er Bedenken tra en, einc Mehrbewiliigung auZzusprs en, selbst auf die GeYahr hin, sich von Hrn. Stöcker einen orwurf zuzu iehen, der da meine, die Ehre der ganzen Nation sei vsrpkändet, wenn irgend Jemmzd im Auslande die deutsche FlaggeÉisse. Er (Redner) habe me behauptet, daß diese Company aus bew- teurern bestth', nicht einmal_ von dem verstorbenen Lüderiß. Er ex nur em waghalstger Mann gewesen, der sich verrechnet haße. Wer deutschen PatriotiSmuS und Sinn für Deutschlands Ehre und,Sicherheit habe, dsr habe in Europa genug zu thun, _um d1esen „PatriotiSmus zu bewähren und alle Opfer zu brmgen, Fama man unbehelligt und ruhig der ukunst entgegenseheUU *k nne. Man möge j'a eden für einen chlechten Mann erklaren, 'der WLgLn so[cher nternehmungen mcht'das Geld der Steuerzahler und das Blut unserer braven Marmeleute opfern wolle, man mög-e es mit noch so hoch
erkfwbener Stimme thun, aber vor dem Verstand und Gewissen betehe es me und mmmer!
JHWYYNYM Fürst vAobn BTSmarck:
, z mo ? 'em, Perrnf geordnkten auf seine le ten or - Ordern: wer_ patnßttsckoen S_mncs ist, der nimmt nich? gercYe ötiéfeftrts 11ch gcgen d1e chtfcrupg sclnss Landes erjci in eiwcr Frage, über dre s1_e*1m Augerbnck m entscheidenden Un1crbandlungen mLt der mit- bethetltgtxn auslandtfchrn chierung steht. Und der Herr Vorredner hat 11116 MZ?" Vcrbanplungen, in BMM wir augenblicklich mit Eng- land uber CZUYWest-Afnfa (tchejn, auf das Erbkblichste geschädigt, und wenn fie nztylmaen, mache_1ch 1hn dafür verantwortlich.
Der Hsrr Vorredner _1st der Meinung gävxsen, daß kkst bei der ersten Uebexnabme zur ZLlf des HoUänders, dcffyn Namen ick) ver- gcffcn und UYU" er. eben nannte, der erste Mmber dieser Konzesfion (Zurufc), _. _TUchß, _"daß es da in dem ersten Programm Unserer Kßlomalpolt'ttk gelegxtx batte, guf die Sache einzugeben und die Be- muhungen d1eses tbangen Re1ch§angkböxigen * er war kcin Hollän- der von Geburt: er sprach a_ber vorwiegend boljändifcb _ zu fchüßen und zu decken; Nun gut, w1e haben fich denn seitdem die Din e ge- staxtet? Ick) wZU mcht, wie Hr. Wortmann vorher dem Hrn. Abg, ?)?i ter sy jejzt dem „Abg. Bamberger Unbekanntschaft mit den Din en, 1": er die e'r gxsprochen bat, vorwerfen und Unwiffenbcit in den DsZn en, die xc [11er offxnthch verhandelt. Jeb bin auch gar nicht im tande- 1bm vollstandtg, ' ohne die Interessen der Betbciligten zu Wädi “'- klar zu legen: w1e_ die Sache lie t. Ich kann ihn darauf hin"" “'“ daß gerad; d1ese Kolonie und i re Hoffnungen fich *" de" [ “" Jahren gmzstig und für die Zukunft verspreÖMd “Wicke“ «M 111111 daß wir, wcnn dies nicht der a_[l gewesen Wü“- diésen-Zktßn go- Fxéxtbrsxäckt und die englische Riva itat gar nicbt 5“ “M-
(1 en. * Um Nichts, um eine Sandbücbse- “YFZ“ “ZYX! *NEU-';! die Engländer nickpt Hunderte von Meiimvie wir mit der en lists“! Pferden, um Verabredungen “"k"?“LFWda-«was dakinterskkikk- w“ Regierung früher ele?) stiI-TY ere Ökereffen wert ist das hätte
F:? ZZUFZNZFW: scöon aus der xpedition von Lewks, die ihm
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