bekannt zu sein scheint, entnehmen können. Cx sckißint aber azizunebmen, daß die Engländer und Aventuriers, wxe dieser Lewis, dumm genug sind, um dieser Sandbüchse nachzu außen, vor deren Befiß _er das Deutsche Reich warnt und daVon abzu1chrsckén sucht., Das ist ein Mangel an Kombinationégabe unh Ueberlegung, wle 1ch soickien bei dem HerrnVorrsdncr bis jetzt nicht aewohnt „bin. Um nichts reiten die Leute nicht viele Meilen über Land mit (Hervehren imd suchen da in Widerspruch mit internationalen AbtxiachUng€n alte angehltckw Konzessionen wieder heraus, um sie den Deut|chen wieder streitig zu ma en. ' chDer Herr Abgcordncie hat gesagt: mit der Gekvalt und _mtt der Exekution des Gesetzes ist dortxnichts zu machen. Das rtiag 1a aller- dings richtig sein, obschon ick) das dosck) nicbi so unhedmgt zugeben möchte. Wenn sich die Aussichten Hesiätzgen, welche diese [md az1dere GcseÜschaften dort haben, so weiß ich nicht, warum _sie mchk die 1_7 bewaffneten Leute von Lewis mit 170 betpaffneten mege'borenßn, 'dte sie dort miethen und organisiren, und unt dem Y_undntß derjenigen Stämme, die dem wandelbaretä Kamaberero nicht ganz wohl-
wollend gesonnen find, wieder heraußwerfen wüten. Das kom_mt ' (* Werde unwrll-
ja in den Kolonien. oft vor. __ s ' _ kürlich troß meiner wiederholten Weigerung geztötbigt, auf ,dtxse Kolonialdebatie, in der wir heute nicht stehen, einzugeben, Weck :ck)
Unwahrheiten und Jrrihümern, wie fie in der Rede des Herrn Vor- redners zu finden sind, nicht 3 bis 4 Wochen Vorsprung oder auch nur 14 Tage in der Diskussion, in der öffexntlicioen Mexmxng [affen will. Glaubt denn der Abgeordnete, daß wrr tm AUSWarttgep Amt so einfälti und so verschwenderisch sind, daß, wenn wir urxs überzeugt kitten, es sei wirklich nichts Anderes als dre Sandbüchse da, daß wir dann dem Reichstage zumuthen soilten, in dicser Wüste noch einen Beamten fistzunageln „i_md dort noch _ ick) Wkiß nicht gleich, wie gro dte_Summe „Ut _ gber auch nur 10 „M weiter Hinauszuwerfen. as. 1st_doch_ eme, Gering- schäßung unserer Einsicht und unserer EHxlrÖYett, 'die wir m_der That nicbt verdienen in der mühseligen Arbett,_ dre ky1r_ uns in diesen Kolonialfragen machen. Was Hat denn das 'AuswarirgejAmt, was haben wir denn davon, ob dort Kolonien smd oder 'nicht? H000 Nummern aUe Jahre mehr, die mir aÜein auf den Leib gefchrreb_en werden, die ich aÜein zu erledigen babe! Etwgs Anderes babe [ck nicht von der Sachs, und dann redet man hier in_der _Voraus- setzung, aks Hätten wir in Leichtfertigkeit unk; ich weiß mch aus welchen Gründen gchandelf. Der Hr. Abg. Richter bat Yen Schnaps berührt. Ick) habe mich aesteui, daß cr ']er mit cmem„Ma[e tbeuren Schnap3 für eine Wohlthai für dre Bevölkexdtng Halt _ allerdings nur für die Neger; warum wil] er denn diese Woblibat nicht auf seine eigsnc-n Landsleute anwenden? -_ auf den Schnaps _ des armen Marinos; „den kann er nicht biÜig genug bekommsn". Und am!) die Unmäßigksik in Bist, wie sie in ix_nserer nächsten Umgebung nicht selten ist, verdient die gleiche Aufmerkjamkeii, wie die der Neger in Kamerun.
Ick begreife nicbt, Wik man seine Wohltbaten so weit nach Afrika verschleppsn kann, Wenn man Hier unmittelbar "vor dem Halleschen Thor die Beste Anwendung davon machkn könnte.
In BCZUA auf die Kamaherewfrage möchte ich nur mitiheilen, das; wir mit England friiher durch einen Notenaustausch eine Ab- machung getroffen habsn, nacb Welcher England den 20. Längcngrad als die Grenze sciné'k Kapbesißungcn arisah: will rsbsuä to the 20111 m€1'jäjan 01' Task loquruäß ami MU hs bouuäsä 011 bbs ontb b)- tbs 22V] pamUs] ot" South Iatjruäe. Aehnliche Noten
"haben wir gcschricben. Wir haben also die Hoffnung, bei dem uns befrlIUndLiW Cngchnd Beistand gegen die In- vasion dieses räubertickyen CinfaUes von Lewis zu finden.
Das wird langsam wirken; ehe man in London den Einfiuß geltend machen kann, ck)? von dort auf die Kaprcgterung und von der varegierung auf Lewis eingewirkt wird _ aber mit dem Telephon lassen fich diese Dinge iiberhaupt nicht abmachen in den entlegenen Kolonien. Das wird Zeit gebrauchen; wir sind jadock) des festénVer- traucns, daß die englische Régierung das Unternehmen von Lewis nicht biÜigcn und untcrstüyen werde. Er mag in der Zwischenzeit, die wir nicht abkiirzkn können, dort jvohiwn und siedeln, wie er Will, es bleibt nominell und rechtlich deutsches Gebiet. auf das wir dem- nächst doch die Rkckytc Haben Werden. Die Sache entscheidet sich (x_bcr nicht an Ort und Sthe, weil die Gesellschaft nicht im Stande ist, fie zur E11ischeidung zu bringen, sondern sie wird in freundschaft- lichen Verhandlungen zwischen uns und England zur Entsxbeidung gebracht Werden müssen. WWU aber Hier von hervorragenden Ab- geordneten im Dcutschcn Reichstage unskre ganze Existeuz dort als
Wertbloxz, die-Verträac al;) sek): zweifelhaft gcschildch Werden, die
überhaupt abgeschlossen find , mit ivclckxcr Wilklmg soll ich dann den englischen Unterhändkcrn gcgenüberireten ? Die Engländer baltcn das Land nicht für werthlos , abcr fie
werden das Zeugnis? des Hrn. Abg.-Ba111bergkr anführen, daß davon gar nichts zu Halten ist, und daß selbst dieser deutsche Patriot schon zur Sprache gebracht Hat, daß der Bssitz sebr, zweifelhafter Natur sei und auf sehr anfechtbarcn Verträgen ruhe. Meine Herren, Wem] Sic dcm VQterlande durch Ihre Redkn im Reichsmgs ksine wirk|amcre Unterstüizuvg gewähren, als diejenige, Welche ick) fiir die schmebcnden Unicrlmndlungen ans den Aeußerunaen dss Hrn, Abg. Vamboigsr schöpfen kann, dann würde ich Ihnen wirklich sehr danibar icin, wenn Sie fick) in solchkn Fragen Vorher mit mir be- spr_achen; ici) wiirde vieUeicht Ihnen ein Rendezvous geben anf spätere Zeit, wc-nn unsere Verhandlungkn mit England zu Ends sind, ()de abcieschlossen sind, viZUeickxt wiirdkn Si? dann äUßerlick) mir zugeben, dqß die Landesintcrenen augenblicklich Schiveiaen erfordern, und Sie wurdcn 775173, _was Sie an Fcindscbaft «Mn die Regierung anzubringkn haßsn, vtcllclcbt anf anderem Gebiexuls auf parlamentarischem an- bringen; das traue ich Jhncn zu.
Abg. Bgmberger: (Ohr)! recht?.) Die Konservativen wothen wohl, daß em Abgeordneter gar nicht einmal mehr antworte, wetm er angsgriffen werde? Der Reich?:kanzler müsse wirklich em sehr starkes Vedürfniß fühlen, heute Jeden ins Unrecht zu sLHSU, der VM der Linken das Wort ergreife. Er (Redner) rufe HW ganze Versammlun und den steno: gxaphisghen _ Bertcht zu Zeugen an?, daß er auch nicht em eiiiztges vsexleßendes Wort gegsn die Regierung pder gegen die Betheiligkey gesagt habe. Der Kanzler werfe 1hm aber HM,- er hätte some diplomatischen Cirkel gestört, er hgbe GLHLMUUssL perxathen, Ja, er habe furchtbare Geheim- nzffe vermihen, nämlich ]) solche, die in Aktenftücken ständen, die vor dkéL Jahren mxtgetheüt seien, 2) solche, die in einem N9chenschaß§bertcht er südwestafrikanischen Geseüschaft standen, 3) solche, die *nxuüch in allen Zeitungen ge- standen. Jg, wenrz das die größten Leistungen des Reichs- kanzlers seien, dW aus den Zeitungen längst bekannt gewese'n, dann bßkommexr eine neue Aufi t von den Ge- Zeimnüsen dex Diplomatie. Er (Redner) ha 6 erzählt, was
Zdermann nnsse, und gefragt, ob die Regierung im Stande uzare, etwas mehr zu sagen. Das sei in allen Parlamenten *exn altes Herkommen, das mit WohlwoÜen von den Re- Rexun en entgegengenommen wsrde. Wenn aber der
etchs anzler saße, man hätte ihn privatim in Kenntnis; seHen soUen, fo sage er, derselbe habe sich mit den Freisinnigen ntcht auf so uxbanen Fuß gesetzt, um die?- zu thun. Die Zettxn _seien vorußer,'wo _ er (Redner) seine Ehre und feine pe'rsoizlichen' Verhaltnisse ihm hätte anvertrauen mögen. Er sei n1cht_stcher, welches b wenn er1enem jeßt gegenü ertrete. Er beschränke si an den amtlichen Verkehy hier im Reichstage, wo er sie?); ver! tretezi Und_ vertheidigxn könne, wenn er mit Unrecht an- gegriffetx sLT. Der PetchHkanzler werfe ihm vor, er hätte ge- sagt, mit Gewalt ware hier nichts zu machen. Nein, er habe
Entgegenkommen er finden würde,-
e ra t, ob ier vielTeicht mit Gewalt etwas zu Khun ware, ani die bestriiienen Rechte „zu erwerben; Statt der Antwort werde ihm entgegengehalten, er hätte diesefGewalt von „vorii-
erein geleugnet. Dann soÜe er Unwahrheiten und Unrichtr = eiten in Fükle gesagt haben. „Er mochxe nun an exzren a : wesenden Mann appelliren, nämltch det) ])002-01- cb8010Z138 von Gießen, den Fürsten BiSmarck, der dre berühmten Worte ge: schrieben habe, je älter cr wexde, um so mehr_ acht? er dxe Ansicht derjenigen Leute, die nicht dexselben_Ans1cht_ seieri, Wie er. Er möchte den Herrn Reichskanzler bitten, sick) emmgl mit diesem ])001301" rbsoioZ'jas zu unterhalten„ ob man sem Vaterland schände, wenn ,man_ m diesen kolomal- politischen Dingen nicht Mit 1hm ' gehe. Werzn _er von Unwissenheit spreche, so wolle er ihm darauf nicht 171
'demselben Tone antworten. Der Reich?.kanzler habe auch ge-
fragt, waZ die Regierung davon habe, wenn sie prese myhe- vollen Geschäfte mit ihren 5000 Nummern hxarbeiten txtujfe. ES wäre wirklich be er, wenn es nur 2500 waren; Dannt1m- ponire man ihm ni t. Aber was habe er davon,;eme vyn ailßxi Seiten verfolgte, mit dem Vannstrahk belegte»; kleine Mmorrtat zu vertreten? Es wäre bequemer, die Majorttät zu vertreten und sich, auch wie früher, des VeifaÜs des Reichskanzler? zu erfxeuen. Wenn man ihm vorwerfe, er verstehe mchts von ixxesen Dingen, so sage er, das was seit fünf Jahren, wo erid1ese Kolonial- politik inaugurirt habe, geschehen set,"gebe thm mel mehr Recht als Jenem.
Reichskanzler Fürst von B1§marck: _ _
Der Herr Vorredner hat die GeWohnheit,' durch eine kleine Ver- schiebung deffen, was ich gesagt bqbe, fich meim; Aexxßerungen schuß- gerecht zu bringen, Dinge zu nnderlegen4 die ich mcht_gesagt Habe, und Dinge mit Emphase zu behaupten, die [ck) gar,n1cht' bestritten habe, Das ist die aewöhnlickxe Taktik, auf die ich nnch mti ihm be- reits seit Jahren habe einlaffen müssen. ' '
Er hat an meine Duldsamkeit als Gießener Doktor der Theokogte appsÜirt und hat gesagt, ick) behauptete, je älter ick) wiirde, desto besixr verstände ich die abweichen'oen Meinungen. Ja, ich verstehe (mch 'die des Herrn Abgeordneten, und die Gründe, aus denen er urid jeme Freunde so sprechen, ich verstehe sie voÜkommen und durchschaue fie bis auf den Grund d?! Seele, daran fehlt es nicht. Sokl ich nun gegen Sie duldfam skin, wenn ick)_ finde, daß Sie die Interessen des Landes, zn dessen Vertretung ?ck an -erster SteÜe berufen bin, Hier schädigen? Das können Sie nicht verlangen; sonst würde ich als Doktor der Theologie mit meiner Ehre und mit meinem Gewissen zu kurz kommen. Soweit kann mc-ine Duldsamkéit nicht gehen, das; ich zulaffe, daß unwiderlegt in eiiiem Augenblick, wo wir mit dem Auslande verhandeln, die Rechtskitel, auf die: wir uns berufen, als zweifelhaft und dürftig Von einem Parlamentsredner öffentlich dargesta-Ut werden. Rota bens von einem deuts chen Parlamentsredner, nicht von einem englis chen. Das hat der Herr Abgeordnete in seiner Erwiderung vollständig Ver- schwiegen Er hat eine Masse sarkastischer und bitterer Be- merkungen über die diplomatische Gebeimnißkrämerei gemacht; da hat er einen Feind an die W(md gemalt, der ick) nicht war und der mir nicht ähnlich sah, er hat auf einen gemalten Grenadikr nach der Scheibe geschossen und nicht nach mir, ich habe ja gar keine Geheimnißkrämerei gemacht; ich Habe nur gesagt, ich bin an dieser Stelle und heute nicht berechtigt, das große Interesse kundzugeben, das die deutschen Unternehmer an dieser Sache baden. Mir ist nun inzwisÖcn ein Novissimum zugefertigt worden, worin diefes Jntc-resse schon in dem öffentlichen Druck bekundet wird. Diese Rück- sicht fällt also für MW, und ich werde Ihnen mittheilen, was hier steht. Aker dem «Herrn Ab eordneten möchte ich doch zu erwägen geben, daß er troß seiner onstigen Sagacität und Scharffichtigkeit darüber andere Leute nicht in einen Jrrthum induciren wird, daß wenn er in einam Augenblick, wo wir mit England verhapdeln und behaupten, wir haben einen gültigen und guten Vertrag mit Kama- berero, das w'ar der sachkundige Abg. Hr. Bamberger, der von den Kolonicn, _wxe dxr Erfolg aezeigi hat, mehr versteht, als die ganze RLlÖITLJlLrUUJ, öffentlich behauptet, das sei ein ganz dürftiges und ganz zweifelxaftes Aktenstück (UniCr- breclzungen). Ick) bcrufe mich auf den stenographiscben Bericht, wenn cr nicHt inzwischen geändert wird, daß der: Herr Ab- geordnete das Aktenstück, in dem aÜe unsere Ansprüche in England verfochten Werdcn, him: vilipendirt und als nul] und nichtig hingestellt hat, das gar keinen Werth hätte. Wenn das richtig ist, Wenn das von deutschen_Advokaten anerkanni wird, dann kann ich dem deutschen Botschafter m England glsich telcgrapbiren: „Lassen Sie die Sache failen, der Aba. Bamberger wiÜ sie nicht, also lassen Sie ck sein.“ Der Hx. Nbg anbsrger hot ferner das ganze Objekt als ein Werth- [oscs wikdexboli dargesteUt; dgdurcl) m_acht er die (Gesellschaft ja kreditios, und das 'tst do_ck) _ auch keine nützliche und patrioiische Bestrebung, wenn er hiex lcdigltck), um zu zeigxn, daß er vor vicr Jahren Recht gehabt hat, ]eyt den Kredit dieser Gesellschaft und ihre Hoffnungen, nach_Allem, was er dazu bsitragcniann, gänzlich zu zerstören und zu vernichte-U suckxi. Das, sage ich_, ijt unpatriotisck). Ick) würde mich diirch keine Leidenschaftx'es Hastes 'gegen irgend einen Minister fors- reißen !affexi, unter bösltchen, bontgsüßen Phrasen dergleichen Bos- heiten izi ?ckth Welt zu schicken.
Akio mtr ist Hie; ein Bericht der südwest-afcikanisckxen Kolonial- gxseüscbaft (xls gedruckt iibergeben, von dem ich glaubie, er existirte bisher nur in unseren Akten. Da ist gesacgkt:
Das Syn'dikat hat Ende März [. «3. eine unter Führung des Hrn. ])x. Gur1ch gus Breßlau stehende bergmännische Expedition nach Sudwest-Yfrtka_ ausgesandt, welcbe gleichzeitig mit unseren damals gbgereijtén Beamten in Walfischai angelangt ist und sich von da in das Innere des Landes begeben hat.
Auch yon aziderer Seite sind Unternehmungen, welche die Aus- beutung der Mineralsckyaize des südafrikanischen Schußgebieis zum Zweck haben, ins Leben gerufen Worden. Das Mitglied unseres erwaltungSraths, _Hv' L. von Lilienthal, hat, wie uns bericbret wtxd, von dxr australischen Diggers und A. Oblson in Kapstadt einige. Anthetle an dem obenerwäbnten Australian-Prospeciing- Syndicate erworbez), und mebrere Personen zur Vertretung seiner Interessen _nach_ Suizwest-Afrika geschickt.
Der Bergtngemeur Hr. Scheidtweiler aus Köln hat sic!) eben- falls nach dem SchußgehWt hcgeben und zwar, Zeitungßnacbrichten zufolge,_als Vertxeter xmes in Köln angeblich gkbildeten Syndikats,
Wie durch dre Zeituxxgxn ferner bekannt gkworden, ist unter dem Namen" .Deutscb-Asrtkamsche Minengeseafchaft' ein Unter- nehmsn gegrundet worden, welches eine Expedition unter Führung des Hrn. ])r. Bernhardt Schwarz nack) Südwest- Afrika abgesandt
haberxsxoll.k , ir önrien nur wünschen, daß das gleichzeiti e Antreten diese: verschiedenen Unternehmungen im südwessiafrikarftischen
Schutzgebiet eine gründliche und möglichst er ol reiche Dur - forschung des Bodens nach Werthvollen Mineraliin Zur Folge OY, . Diese Durchfoxscbungen Haben stattgefunden und haben so gün- stige Ergebnisse gelteferi, daß der Unternchtnungsgejst der betheiligten Herren dadurxl) wesentiick) belebt ist. Das kann ja ein Irrthum sein, es können. Mißspßkuiatwnen eintreten; nehmen Sie aber an, daß di? Spekulation richtig ist: hat das Deutsckde Rcich, bat Hr. Bamberger irgend eil) Interesse sachlicber oder politischer Natur, die Leute in dex Entwrckelung ihrxr Hoffnungen zu hindern und unsere SteÜung [Zet der Vertretung dieser Hoffnungen dem Auslande, England IWM- uber, zu erschweren durch seine Rede, durch die Anfechtungen der Recht§u1zterlagxm auf denen fich das Recht dieser Leute gründet? WYxr Zeri? Zs: , , te una me in den Welxvosiverein wird gewün t, Dié m Fol e des Berggefe es getroffenen neuen Einrichtunsk§n einer
zumZ]. März k. I. für die Bergbebörde auf ca. 80 000 „ss, für die Schußtruppe auf ca. 70 000„./l-Z veranschlagt. * Also fur diese wertblose Sandwuste des Hrrz. Bamberger wendet die Gesellschaft tüchtige Summen Geldes auf, mel erbeblichexe, „als hier vom Reich dafür gefordert, Werdexi. Es, sind kaufmanmsche Unternehmer. Daß die so ganz leichtfertig dabet verfahreq, kann ich doch nicht annehmen! Keinenfalls isi es Aufgabe'des Reichs, fie in der Verfolgung ihrer Aufgaben zu stören und zu hindern. Ein UrtHe:l darübér, ob diese Vorausseyungen zutreffen, läßt fick) Heute mit diesem Bericht noch nicht gewinnen. „_ Hr. Bamberger hat es schon gewonnen, aber die Unternehmer
selbst noch niÖt. _ , _ . ,
Das“ wird. genügen. Diese SaÖe existtrt tm Drzick. Ick w1Ü Six mii dsr weiteren Verlesung nicht ermüden; Aber die Hoffnungen, die die Leute baden, schneiden wir ihnen voUstandtg ab, wenn bei uns von so gewichtiger und amtlicbér Seite, wie bei einer Debatie des ReiÖStages, die Rechtöansprüchc, _ die die TKYiÖFregierung in London geltend machen wil], als hinfällig und zweifelhaft und unbedeutend
dargestellt werden. ' . Ich glaube d&mit dock) die von mrr angefochtenen Aeußerungen
aus der ersten Red: des Hrn. Vamberger_ so weit festgenagelt zu haben, daß fie für die Dauer erkennbar 1ein werden, und auch die Schädigung, die uns daraus erwachsen wird.
All der Nebel über die Sache, den die zuzeiie Rede verbxeitet hat, alle die vaektiven über die diplomatische (Hebeimnißkrämerei und alle Behauptungen, die mir in den Mund geschoben worden find, ohne daß ick) fie gemacht habe, will ici; übergehen, _ ick) habe mir einige davon notirt, aber es ist zu spät, um Sie mit der Wiederholung und
„ einer weiteren Vreittretung dieser silbenstechenden Diskussion zu er- müden, und deshalb schweige ick).
Abg. von Kardorff: Der Abg. Bgmberger warne immer vor kolonialen Unternshmu11gen,wei[ fte das Geld der Steuer- zahler und das Blut unserer deutschen Mitbürger kosteten. Er (Redner) sei sehr froh über diese Haltung der deutsch- frsisinnigen Partsi zu unserer Kolonialpolitik, denn sie wider- spreche unserem deutschen Nationalcharakter. Deutschland habe sich von jeher auf ein bischen Abenteuer eingelassen. Das habe es groß gemacht! Etwa 200000 Deutsche verließen jährlich ihr Vaterland. Der Abg. Bamberger sei ja im Ausland gewesen Und habe sick) selbst Überzxugen'können, wie viele daran elend zu Grunde gingen: es, ser melietcht der dritte Theil. Er soÜte doch für diese Unglücklicheti Mügefühl haben. Sei es da nicht besser, wenn man zum Ruhm der deutschen Nation für die Auswanderer Kolonien gründe, anftaü die- selben in aÜen Welttheilen elend untergehen 53: lassen? Wenn Hr. Bamberger die Samoavorlage damals nicht so hehandelt hätte, so hätte da?- Bluwergisßen auf Samoa jeßt nicht statt- gefunden, Da?“- köntte er also auf sein Konto schreiben.
Abg. Bamberger: Ueber Samoa sei er gern bereit,wenn
Zeit dazu, sich nicht nur mit Hrn. von Kardorff, sondern auch mit jedem anderen Mitglisde und mit der Regierung zu unterhalten. Er freue sich noch heute Über den Erfolg, den er damals mit Hülfe der Mehrheit des Reichstages davon- getragen habe. Hätte man dieselben Anschauungen von damals nur beibehalten, so wäre man heute manchen Verlegenheiten ent- gangen. Hr. von Kardorff appeUire an sein (des ?)?edners) Gefühl, wie schlimm es wäre, wenn 200000 Deutsche im Auslande zu Grunde gingen. Gewiß habe er ein Gefühl dafür. So elend ÜÖLL', wie sie in Ost- und West-Afrika zu Grunde gegangen wären, gingen sie in Amerika doch nicht zu Grunde. Der Reichskanzler habe sich darüber be- schwert, er (Redner) hätte ihm Behauptungen, die jener nicht gemacht- habe, untergesckJoben. Das scheine eine oratorische Uebung zu sein, in die Jeder einmal verfaÜe. Aber berechtigt sei jener dazu nicht. Er habe seine Aus: führungen darauf begrüxxdet, daß er (Redner) von Eng[and gesprochen habe. (ReichHkanzlLr Fürst von Visnmrck: Nein! Unwahr!) Von England und von diplomatischen Verhand- lungen mit England habe Er keine Silbe gesprochen. Er werde die stenographischen ProtokolXe nachsehen, und Hr. von Unruhe werde ihm Oestätigen, daß er nicht darin korrigire ; der Reichskanzler werde in denselben finden, daß von England und englischer Diplo- matie nicht die Rede gemesen. Er (Redner) habe nur die FäÜe erzähü, wie sie in den Zsitungen gestanden hätten. Hr. Woermann meine nun, die Freisinnigen hinderten das große Publikum von 45 Miüionen Deutschen und namentlich ali die rczichen Leute, die Großgrundbesißer, die reichen Kaufherren, _die nur gutkonfervative und regierungstreue Zeitungen läsen, 1er GSW zu geben für die Kolonialpolitik. Wenn die Freisinnigen nicht wiirxn, und Hr. Richter nicht die „Freisinnige Zeitung“ schriebe, Dann würden al] die reichen Herren im Deutschen Reichs 13911 Nord nach Süd und die Kolonialschwärmer am Rhein, die doch nur die „Kölnische, Zeitung“ läsen, Ge[d dafür geben. Nur) soße er den Kredit der Geseljschast geschädigt habeti! Sem Einfluß stehe dem des Reichskanzlers gegenüber, und_']€ner thue ihm zuviel Ehre an. Ein Wort von jenem geringe, um gegen Taussnde von ihm (Redner) Begeisterung zu entzünden.
(ForiseZung in der Dritten Beilage.)
Vergbk örde und einer chuytruvpe legen der Ge ell at : ordentliche Aufwendungen auf. Die Kosten sind fiirsFiefoiltißsirs