1889 / 259 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Wed, 30 Oct 1889 18:00:01 GMT) scan diff

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Uzi? dayernde Regelung, eine Ausscheidung der Frage des Säyuisesber blxrgerltchen Gkseüsckyast aus dem agitatorischen Parteitreiben 'als WUnschenswert'h erscheinen lassen. Wir betrachten es als die Folgx- ersckieMUns einer naiven und veraltrten Vorstellung, wenn mgn dle .We so zu wenden sucht, als tbäten dic Parieien der Regierung emen GefaUen, Wenn fie ihr eine Waffe gegen die Umstuxzbeweggng velkrcmensyoli in die Hand geben. Die bürgerlichen Wablerertse, Kelche den Dingen und ersonen etwas näher stebexx, yerlangen emen CÖULZ sie smd der An1cht, daß die Regierung lediglich eine flicht Jeg?" die gewerbefteißige Bevölkerung erfüÜt, wenn sie die (Hefe „icbask Knit einem scbü enden Wall umgiebt, und sie würden jeder burder- iche" Partei 11 el mitspielen, welche sich bei der geseßgxberisxbrn 8“ andllmg dieser Frage von doktrinärcn Anschauungen leiten ließe.

n einem anderen Artikel sa t dasselbe Blatt, mdezn es ZFR oZFtialist/en eseizck als „eine Korrektur des demokraUschen a y ems“ e*ei net: _ , .

, - n Deutschlasnd besißt jeder, er Pag gersttg„und wrrtbschc§itl§§b em Millionär oder ein armer Tropf sem, das gleiche nglLLÖR, lte Ungebeure Mehrheit der Ungebildeten bat verfassungsmaßtg das „?ck, die Gebildeten an der Wahlurne zu vergewaltigen" und der mrkden Weisheit des vornehmen Denkers den bunten Trodel des_demo"ra- tischen Sckneiers vorzuziehen. Wenn nun Angesichts dex ergenxhum- lichen Art wie in Deutschland die Dingenebeneinande'rllegen, irgend Jemand abs dem Bürgerjhum einen Schuß der Akbéstek Leki?" Ver- be ung cinen Schu der Gesellschaft _gegen drausnde Utzistixrz- beßrebängen für überféüsfig und zwecklbs halt, so beneiden wir _ckn "111 seine Naivetäf aber (1111 Aewjß ""ist ""I seinen MYÜH- Zahlt man uns abcr jn fanger eihe die unerfreulichen Nebenwirkungen _des

ozialistengeseßes auf, so sind wir gern bereit, diese Scbatteziseiten

Unbesehen zuzugestehen, ja, die _Ltste _derselben noch zu verlangern, aber wir würden dennoch unerschutterlich bei der Uebxrzeugung ber- barren daß deé Sjaat weitgehende gesesltche Mgckytrrirttel zu [nner Verfü'ung haben “muß, wenn c:"nders unsere burgerlwbe GeseU1chast vor se !: üblen Erfahrungen bebutet werden soll.“

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Die Festlichkeiten in Athen.

|:] Athen, 25. Oktober. Erst seit gestern Nachmittag läßt sich ein Urtbeil fäüen über die Aussckxmückung der FeststraFe, durch welcbe Ihre Königliche Hoheit die Prinzesfin-Braut Sop ie von" PreUßen tbren Einzug in, die künftige Heimaih Halten wird, und uber_den Platz vor dem Königlichen Schlosse, der auf anz eigenariige Weise dxkortrt wordezi ist. Das Scbloß selbst, aus andftein aufgefubrt, „bildet „eben keinen Pracht- bau; namentlich sind die 3 Mittelfenster „tm zweite_n Schwerk kerne Zierbe ber Kbniglikben Refidenz. Aber. dre 10 Saalen, Welch? „den Balkon des ersten Stockes tragen, Verleihenfder Wohnung des Kontgs- paares dock) einen Schmuck, wenn auch Meder der Schloßplatz mii feinem natürlichen, ungeprasterten Boden das Game nicbt ver1chönt. Man hat aber doch durch Herstellung von zu beiden Seiten sich hin- ziehenden Gängen in Bogenfvrm wirklich einen anmutbcnben Eindruck Hervorgerufen. Diese bogenartigen Gänge find durchrveg mit dich1en M!;rthenzweigen bekleidet und oben mit weißen Kugellamven in dichter Reihe, die cinzelnen Ständcr wieder mit Illuminationskörvern in verschiedener Form, versehen worden, so daß das Ganze eincn waleriscben Anblick bletet. Die beiden zur Rechten und Linken des Schlosses liegenden runden Beete, aus deren Mitte mehrere hohe Palmen bcrvorragen, weisen große Alben und b1übende Oleander auf, und vor iHUen, mehr der aufdenKotisiitutionsplaß führenden Terasse zu, erheben sicb zwai riesenbobe Mastbäume, die dadurcb Pyramidenform erhalten, daß von oben, nach unten immer größer Werdende, durcb Keitckxen Verbundene eiserne Ringe die mit einem Ballon in den griechischen Farben (blau-waiß) gekrönten MastbäUme umgeben. An diesen nach unten fick) immer mehr erweiternden eisernen Ringen sind zahlreiche bunte JÜuniinationsgläser angebracht, welche im Verein mit den übrigen Belcuchtungskörpern eine magische Witkung hervor- bringen. Vom Schlosje aus gesehen, erhält das Arrangemenl durch den am Konstitutionsplaße, unmittelbar vor dem Eingang in die Hermesstraße erbauten Ttiumpbbogen gewissermaßen seinen Abschluß. Leßterer zeigt einen Säulenbau, oben durch Amphoren an den vier Ecken gekrönt, und_ zwischen denselben die Figuren der Athene und xxlsbenApFleuréJerbtxgs ddopYZ-lit, t:iäxnlLicl) bayf beiden Seiten die-

! en. 2 ' des Königlichen Schosses, so sindte achudizeanii? sei'nleexixZnSFÜ'sxY angebrachten zahlreichen Durchfahrtbogen, die ei ens zu diesem ZWecke gezimmxrt worden, mit M rtbenzweigen i t umwunden. Die Feststkaße se1bst ist mit zu [reichen niedri eren, durcb Myrthm. uirlanden Verbundenen Mastbäumen in den 9 echischen National arben gu beide" Seiten beseßt, in der Mitte mit deutschen und grieZisÖen SWMPMWUNM versehen und an dem oberen Ende mit Fähnchen in deutschen und griechichen arben geschmückt. _Jx der Mitte der Sta- dionstkaße erhebt fich ein riumpbbogen, ebenmlis _wie jener an) Kon- stitutionsplaße von Säulen getragen. Abel) die Hauser der EMIUJS' straße haben bereits Fahnen“ und Teppichsibmuck angelegt. Wenn Ich „.xjezzjsche Flaggen vorherrschend „sind, so fehlt doch die Pkkußlsck)? an WKW F[agge keineswegs, fie ist sogar sehr zahlreich "1 dem

vertreten. .

FestsckÖYuFervorragende" Psäße [md Stxaßext trggen bezuglicbßbrer Ausschmückung denselben C akaktkk wl“. d.“ 51“ kW bksch'bM Stadionstraßc- sodaß eine eingehendere Schilderung wobl ubergangen

werden kann. . - - B r e oben zu Werden vexdtent, das; ck der, bWfiget) ?“ völeri-rixo Zieh beborstebende _Vermablung des Kronprinzen MU ??? Schwester des Deutschen Kaisers unt großer Genugtbuung begqu . d UeberaÜ prangen die Bilder des jungen Bxautpgares. A e w“ ' , b„„gen die Porträts Höchstdesselben, und die Handler finden

Blätte uten Abias- i te der Köni liebe 9 Gestern MMZ 31.2.1330333 schiTÖ [YM Empfang in Zoiem, um MSW die Allerhöchste" und „Höchsten Herrsxbaftxn omnik) beJebe" S' uf dem Königlichen Dampfer „Miaults“ em dorthin, MMM [ck 5Ziräus wo, wie bekannt, die Landung und und fahren nach WHZ stimmbng im kleinen Hafen_ erfolgt. Au zwar "“ck "eiter“ et ständlich herrlich ges muckt,„ und vor der Piraus“ selbsÉer fan szelt am Bab" of, 111 deujscben AÜW macht das mp dJkorirt einen Vortheilbqften Cm- und grtechische31, Farben b'k dje“Prinzessin-BkaUt Wird daselbst druck, „Ihre Kon'gl-“be Hyste! in einer kurzen Ansprache bxgrußf vom Dimarchen (BUMÉMl er t en am VabnbofSeitenödes btefise" MWM; dasselbe Wird bier ck bis je t feststebk, werden dix König“ [IZZmaeran?ie'féehen'kSilkretrilelAÜerbb sien und Höchtsztm GlastZit 1311 en aeaen rm 'e ereu e ZHW!) dex YUMYUM eWenSpaiierfabrt „durch 1 i "'

raen er ja unerne . ' der :: nze in S Zeh" das neue Heim IHM KWl'LéenuéozZUberichn, daß Ws“

ovhie, dns Kronprinzlicbe PWW“ 's " d übrigen Räumlich- selbe zw“ Etagen bock) erbaut in und außer en 'blten cnsbält. keiten 13 Zimmer spezieu ur Benußung der Yenvermakch n Hoheit Bemerkenswert!) erscheint 5im Arbeijs immer Sr. König! LKaiserin des dKZonpxjnzm ein Geschenk bret MSajkxsFi der

rterz: aslo “'[jcben oe: . Yophxe, von derPKbtiTrtliZFLZNKMlgselbst gemalt. Jm AngteYM-Y sind die verschi§denen Zimmer einfach, aber dabei doch elecchons . siattei. Die fursorglicbe Kaiserlich Mutter hat 10 m“" feucht und fur dte sick) vermäblende Tochter selbst gearbeitet oder qusge man h_ergescbickt. Auch befindet stch in den immern der PUNIÜYNU er lieb gewordener Gegenstand, dk, die 5 eise aus Deuts„chlan . ck)t ver- YLZM hat,dum von der jangen Jüxsuieben Braut spater '"

zu Wer en. - In den Stra en wogt bei 9 lu eine unzäblbaxe Mensch?"

Menge; aus alien heilen des LYdIsschhabcn slch zählketche FWVM? “Uf dm Weg gemacht, um Zeugen des Einzuges dsr Wickie" zessin zu sein.

_ Aus dem „W.,T. B.“ liegen über den _Besych Ihrer Majestäten des Kaisers und der Kaiserin in Athen sowie die dortigen Festlich_keiten folgende Nachrichten vor:

Der gestern Abend im Königlichen Schlosse stattgehabte Hofball war überaus zahlreich besucht, sodaß den AÜerhöchsten Herrschaften sogar der Rundgang durch die geladene Men 8 erschwert'war. Se; Majestät der Kaiser, Aüerkköcht- welcher dre Gala-Umform der Gardes du Corps trug, ührte Lhre M9]estät die Königin von Griechenland,

6.“ Najestät d_er „König von Dänemark Ihre Ma1estatd1e Kat_ser1n. , Heute haben sich Ihre Majestäten der Kaiser und die Kaiserin nacb deni Landgute des Königs, Tatoi, begeben. , Heute Nachmittag findet die Generalprobe zu der Auf- führung der „Yerser“ statt.

5016 Abreie Ihrer Majestäten nach Konstantinopel ist, auf

morgen Nachmittag festgeseßt. '

Statistik und Volkswirthséhaft.

Die Bewegung de_xr Bevölkerung im bremischen Staate

N ck wahrend des Iabres 1888.

a dem,.JabrbÜck) für Bremisckatatistik“ betrug am 1.De- zexxiber 1888 die Wobnbcvölkerung dcs bremischen Staates 172 802 Kopfe, von welchen 123 545 auf Bremen, 3782 auf Vegesack, 14 583 auf Bremerhabkn und 30 892 auf das Landgebiet entfielen. Gegen 1887 nabm die Bebölkertzng um 2,13 0/0 zu. Jedoch war die Be- volkerungszunabme mcbt'eme allgemeine, da die Einwohnerzahl Vege- sacks um 2,65 0/0'Hérabgmg, Dagegen batten Bremen, Bremerhaven und das Landgebtef emen Bevölkerung:?zuwaebs von 1,67, 0,97 und 5,250/0514 Verzelchneu. Nach den Hauptaltersklaffen gesondert, be- fanden fich iznter der Wohnbevölkerung "des bremischen Staates 2,15 0/0 im Alter bis zu 1 Jahre, 9,13 0/9 im Alter über 1 bis 5 Jahre, 22,89% im Alter über 5 bis 10 Jahre, 28,10 0/0 im Alter über 15 bis 30 Jahre, "25,11% im Alter über 30 bis 50 Iabre und 12,62 0/_0 im Alter iiber 50 Jahre. .

Die Zahl der !m-Jabre 1888 Geborenen bezifferte sich auf 5369; es kam auF32,19"E111wohner 1 Geborenen Unter den Geburten, welcbe verhaltmßmaßig zahlreicher im Landgebiet als in den Städten vorkamen, waren 6,22 U/o'unebelicbe, 3,50 0/0 Tobie und 1,34 0/0 Mehr- gebuxten. Von den ehelich Gcborenen kamen 3,380/0- von D?" un- ehelich Geborenexi 5,39 0/0 wbt zur Welt. Bemerkenswerth ist Es- daß das Lanbgcbtct sowohl hinsichtlich der unehelichen Geburten, als auch hmficbtltch der Todtgeburten die böchs1en Verbältnißxablen hatte. Dem Gesch1ccht n§1ch_n)aren unter den Geborenen 51,37 0/0 männlich und 48,63 % weiblich., Die meisten Geburten kamen im März (9,44 0(0), die Wenigsixn im Dezember (7,58 0/0) vor.

Die Zahl der im Jahre 1888 (*Hestorbenen, einschließlich der TOÖTJLÜNWW, [AÜW 33-72 0/0; es entfiel 1 Gestorbener auf 51,25 % Lebeybe. Dix _xelatwe STerblicbkeit war im Landgkbiet ungleich größkr als in den Stadien, von wclckyen Vegesack die günstigsten Verhältniß- zablen batte. Von den Gesiorbencn obne die Todtgeborenen standen 27,010/0, also über ein Viertel, im Alter bis zu 1 Jahre, 11,93 0/0 im Alter iier 1 bis 5Jahre, 5,56 0/0 im Alter über 5 bis 15 Jahre, 9,05 0/0 im Alter über 15 bis 30 Fabre, 16,30 0/0 im Alter über 30 bis 50 Jahre und 30,15 0/0 im Alter" über 50 Jahre; dem Ges chlech1 nack) Waren 52,91% niäxmlicb und 47,09 0/„ weiblich. Von sämmilicben Sterbefaiien, einschließlich der Todigebxxrfcn, ercigncxcn sich die meisten im'Janqu (9,520/0), die wenigsten im JUli (6,58 0/0). Die relativ meisten Sterbefälle erfolgten in Folz]? von Lunaenschwinbsucbt; sie betrugen 18,72 0/0. wäbrknd dieses im Jahre 1887 mik 17,85% der Fal] war. Exbcblicb rveUigkr Opfkr als im Jahre 1887 forderten die Masern wahrend des verftosicncn Jahres unter der Kinderwelt. Jm eksteren Jahr erlagcn diescr Krankheit 2,51%, im le teren da- gegen nur 1,21% dcr Gestorbencn. Der Uebexsehuß der eborcnen über die Gcstorbenen betrug im Vékhäifniß zur Bevölkerung 1,18 0/o.

JM Iabre1888 wurden 1443 Eben geschlossen; auf 119,8% kam 1 Eheschließung. Die verbäitnißmäßig meisten Eben wmden im Lanbgebiet, die wenigsten in Bremerhaven eingegangen. Die Ebe- schlies3enden w_aren dkm Civilftande nach bei 79,76 0/0 der Paare bis dab"; Unberhetrathete, bei 4,71% ledige Männer und Wittwen bezw. geschiedene Frauen, bei 11,16 0/9 Wittwer bezw. geschicdrne Männer und Jungfrauen 1an bei 4,37 ()/9 Verwittwcte bezw. Geschiedene. Unter den Ebeschlteßenden männlichen Gkschlechts waren 84,470/0, unter den weiblichen 90,92 0/0 bis dahin ledigen Standes. Von den Jynggesellep betratbefen vokzeitig (vor dem zwanzigsten Jahre) 0,41 0/0, frubzeitig (1311 Alter von zwcznzig bis fünfundzwanzig Jahren) 25,59 0/0, rechtzeitig (im Yiterbon funfundzwanzig bis fünfunddreißig Jahren) 65,47 0/0, nachzetttg"(lm Alter von fünfunddreißin bis fünfzig Jahren) 8,20 0/0 und verfpatxt (tm Alter-über fünfzig Jahre) 0,33 0/0- yon den Iyrzofrauen vorzntig 8.08„0/o, frühzeitig 46,88%, rechtzeiti 39 '63 % nachzeittg 5,10 0/0 und verspatex 0,31 9/9, Was die Frucht arkéjt deé Eben anlazigt, so entfielen auf 1 EFescbließung 3,49 0/0 (Geborene. Die Zbenunx)! ?angedbietZwaxen (rz!chtd;1re§§ß als die in den Städten.

er e er n er uzuge u er e e 30 e bere net " das Jahr 1888 an 0,95 0/4 der Wobnbevöikerßngg. ck M M

Zur Arbeiterbewegung.

Wie dem „Journal des Dsbats' auS'Lille vom 28. gemeldet wird, sind am Tage vorher [in Dovignies, Roast-Warendin, Sén-le- Noble und Wazier Versammlungen strikender Arbeiter abgehalten worden, in denen die Fortseßung dcs Ausstandcs beschlossen wurbe. In Lens scheint fick) die Lage zu beffcrn. In Maxles mid Noeux_ ist die Arbeit voljständig wieder aufgenommen worden, in Fairfax striken von 800 Arbeitern noch 300.

Kunst und Wissenschaft.

am 29. Oktober gestorbenen Kanzler dxx Umberfitat 00-111 TübinFeßKU Profeffoc Rümelin, widme? dex „Staatsanz. f. W. folgenden Nachruf: „Württemberg verliert m denz Kanzler einen seiner ersten (Geister, .der König einen crpkbbten, gufnchtig ergebenen Diener, die Universität einen ihrer .geisttgen Fuhrer, Deutschland einen überzeugungsireuen Pairioten, die Wissenschafx eine ihrer ersten Leuchten und die deutsche Schriftsteüerwelx eines ihrer verebrungs- würdigsten Häupter, einen von der alt_en Schuh, welcher bei allem RealiSmus der WeLtanscbauung einen ideal schonen Stil schrieb,- der ihm einen Play Unier den Klassikern der deutschen ;Prosa sichert.

- Ueber das für den Phyfiker Ohm gev ante Denkmal schreibt die M. „Allg. Ztg.“: Im Jahre 1889 hat sich ein Jahr- undert vollendet feit der Geburt des Physikers Georg Simon Ohm geb zu Erlangen am 16. März 1789, gest. ,als ProFeffor. an der Uniberfitäk zu München am 6. Juli 1854). Die hohe Bedeutung der Entdeckungen Ohm's ist heut zu Tage allgemein anerkannt. Der biin Paris im Jabre 1881 abgehaltuene Kbngreß deaneKerikerabfchYZsZ, dex damals eingeführte und jest a gemein ungen, twick lt

' ' , wel en Begriff Obm zuext en " : elektrtschen LetjunJSdeFerZaYeTa deéName ,Obm“ jeßt taglich uberall

LTHZHÜÖÉZFJYYTÜ Telegrap endräbte den Erdball umspannen, fo

. , . 't ' ' t die Nach1e erhellen., Die Pf_lrcht der Dankbarkei FeebitexxxktrsxéedYuKanelt, welch?d die brebchkßn ZZFDYLEYYFYZ sdexlex Saat br stieute, daquzidenken es a n re ein cbtbares Anlaß seines bundctjjabrrgen Geburtstages Mién YF) dem ZLndenken

Denkmal ebre. Um diese EbrenicksuibÖMZlulZuldigen, hakte fick) ein

' ers auch äußern , '

FZULieijsstZl-YielrbeéibsrÖErrichtÉn? elineZe ZSTMZTWZZr "111-YYY", PFL ' a er an . ,

ZaeletrstjsasktzxdkskliriF faWebix Mittel reichen, ein Denkmal in Vinsficbr

genommen. Ueber die bisher bei der Haupfsammeisteüe, dem Bank-

bause Merck, Finck u. Comp. in München, eingegangenen Beiträge liegt nun die erste Rechnungslegung vor. Es gingen ein in München 2099 7“, in Deutschland 8920 M 24 4, England 2332 „ii 8 „3, Frankreich 10 020 „M, Italien 1730 „M, Niederlande 10 «FC, Oester- reich 162 „M 38 H, _Schrvetz 124 «M, Amerika 1041 „14 10 .J. Die Gcfammfsxxmme bexragt 24 339 „ja 80 „z,

- In “dem rmx den Bustxn des Prinz-Regenten Luitpold und des bochherztgext Stifters Dr. 3111". Karl Remeis sowie mit exotischen Pflanzen berrltcb geschmuckten Paffagenigale zu Bamberg, fand am 24. Oktober, der M. .A. Z.“ zufolge, die feierliche Eröffnung der Sternwarte statt.

- Das Dresdnxr Museum dex Antiken hat nach dem .Arcbäol. Anzeiger“ em Marmo'rreltef aus Rom erworben, welches uns in den Laden eines antiken Fleischers einführt. Wir sehen einen [ärmlichen Raum, durch einen Pfeiler in eine größere und eine kleinere Hälfte getrennt., Zn ber größeren sieht der Fleischer, vor ihm ein hoher, guf drei tuchttgen Beugen stehender Hackblock' bintec ibm hängt die Schnellwaage _und „em Hchmeffer; er selbsi kerbt mit einem anderen Handmeffer ern Nippensxuck ein; über ihm, ganz wie bei uns, sieben nebeyemander e)"? Reibe Haken aus der Wand, an welchen bereits zizgertcbtete qutionen hängen: ein Rippen- stück, eine Keule, die Schwelnsknöchel, „dre Euter, ein Leckerbissen de): Römer, ferner Lunge und Leber, endltck) dcr be'liebxe Schweinskopf. Links, in der kleineren Abtheilung des Ladens, sißt rm Lehnseffel die Frau des Fleischers mit emem_ Rechtxungsbuche auf den Knieen und unterstüyt schreibénd'dxn Gescbaftsbetrteb ihres Mannes. Ihr Haar- puß weist auf antonxmscbe Jett. ' _ '

- Der Marquis von Lorne eröffnete, Wie die .A. C,“ mijtbeilt am 28. Okkober in Dandee die Victorta-Kunstgalerie, die mit einem Kostenaufwanbe voi) 13 000 Pfd. Stekl. zur Erinnerung an das RegierungsjubiläUm der Königin Victoria gebaut worden ist.

Handel und Gewerbe.

Dem Gesäpäftsbericht der Brauerei Königstadt Aktien- Geiells chaft pro 1888/89 entnehmen wir Folgendes: Für Hopfen und Gerste mußten erhebliche Mehrausizaben gemaxht werden, und die Gerste Ergab eine geringere Malzausbetzte, czls in1887/88. Diese ungünstigen Umstände würden den Gswmn tn emem„noch böberen Grade geschmälert haben, wenn es mehr gelungen ware, theilweise einen Ausgleich durch den um ca. 8480 111 vergrößerten Absaß herbei- zuführex. Gebraut wurden 1888/89 111792 111, vexkauft 108 031 111 gegen 98 355 resp. 99 548 111 im Voriabre. Der Bestand betrug am 30. September 1889 32116 111 gegen 28 355 111 am gleichenTage des Vorjahres, Verbraut wurden vom 1. Oktober 1888 bis 30. Sep- tember 1889 2678 850 kg Malz. Hievon geben ab der Bestand vom 1. Oktober 1888 239 375 kg Malz und die gekauften Posten von zusammen 471327 kg, zusammen 710702 kg Malz, bleiben 1 968147 kJ Malz, so daß zuzüglich des Bestandes am 30. Sep- tember 1889 von 436140 kJ Malz 2 404 287 kJ Malz in der eigenen Mälzerei, und zwar aus 3151999 kg Gerste während der Campagne 1888/89 produzirt worden find. Der erzielte Gewinn be- trägj 405 925 „!(-, davon erhält der neu gegründete Reservefonds 60 000 „is, die Tantiémen erfordern 21926 „46 und 324 000 „14 ge- langen als 9prozentige Dividende an die Aktionäre zur Vertbkiluncé,

_ Dkk Aufsicthatb ber Vereinigkcn Rbeinifch-Wes- fälischen Pulver-Fabrikcn hat beschlossen, der bevorstehenden Generalveisammlung bie Vertheilung einer Dividende von 13 0/9 vor-

zusckxiagen und einen Verirag mit berschiei§enen Dynamijiabriken auf gkmcmscbafklicbk (Gewinn: und Verlustbeibeiligung sowie die dadurch und durch die erfolgte Kabi1a1=Erbbbung bebingie Statut-Aenderung zur Genebmigi-ma zu unterbreite".

London, 29 Oktober. (W. T. B.) An der Kiiite1 Weizeri- ladung angebmen.

Manchester, 29. Okiober. (W. T. B.) 12r Waker Tabior “ZF, 30r Waker Taylor 98, “.IN Wafer Leigb 8, 30r Water Clavion 81, 32r Mock Brooke ZZ, 40r Mavokl 9, 40r Medio Wilkinson 101, 321: Warpcovs Lees 83, 36r Warpcops Rowland 9z, 40r Double Weston IF, 60r Double courante Qualität 133, 32“ 116 vds 16 )( 16 grey Printus aus 32r/46r 182. est.

St. Petersburg, 29. O tober. (W. T. B.) Ein Kaiser- licher Ukas genehmigt die einmalige Ausxzabe von 80000000 Kreditrubel Prämien- Pfandbriefe der Adelsbank behufs Konvertirung bezw. Rückzahlung von der Adelsbank aUSgegebener 5prozent. Pfandbriefe. Die neUe Ptämien-Anleibe bat den gleichen Verloosungsplan wie die von 1866 und ist in 361- Jahren rückzaßlbar. Die Gewinnziehungen beginnen am 1. Mai 1890, die Amortisations- zikbungen erst 1896. Die Subskription auf die Anleihe findet nächsten Sonnabend, Montag und Dienstag bei der Staatsbank, der Diskonwbank , ber Injernationalen Bank und der Wolga-Kama-Vank statt. Der Subskriptionspreis beträgt 215 Rbl. per Stück von 100 Rbl. nominal zuzüglich der Zinsen vom 15. Noyember _ab, von welchem Tage an die 5prozentige Verzinxung der Stucke ngUJnt. .Die Zahlung des Subskriptionspreises er olgt in Raten zuzuglrch 49/0 Zinsen vom 15. November 1889 ab bis zum Zahlungstage und zwar: 40 Rbl. am 15. November 1889, 40 Rbl. am 28. Februar 1890, 55 Rbf. am 1, Mai 1890, 40 Rb]. am 1. November 1890, 40 R51. gm 2. März 1891; die Posten vom 28. Februar 1890 inkl. ab zuzuglick; 4% Zinsen vom 15. November 1889. Sämmtlicbe Intertmsscheine nehmen an alXen Ziehungen Theil. Doie Staatsbank beleibt alle Certifikate bis zum 2. März 1891 zu 4 /0 mit dre! Viertheilen des eingezahlten Betra4es.

New ' York, 29. Oktober. (W. T, B.) Weizen-Vex. Fiff'ungen der letzten Wo : von den atlantischen Häfen der eretnigten Staaten na Gro britannien 25000, do. nacb ??MIMHK [F, kim. na? Oanderen Z Z! des Kontinents 22000 v. on a ornen un re on na ro ' nach anderen Häfen des Kontirßents - Orts-ßbritannien 50 000“ do. - 29. Oktober. (W. T. V. Der Wert]; der in der ver. gangenen Woche ausgefuhrten rodukte betrug 6342553Do11., , gegen 7023 903 Doll. in der Vorwoche.

Submissionen im Auslande.

Oesterreich. _ . v mb r, Miltags. Wien. Direkxioxt der K.. K, priv. Kaisxi:L YlyineandZ-Nordbabn. Hochbautcn anlaßlicb der Erweiterung der BaYibofSanla e in Osuziecztm, und zwar: , 1 dreifaYes WtannZwaxlyHekrlsaus,bäude s äerau-eenge , 1 tHFKFIftßxatieon für eine Brückenwaage sammt gemauertem Waag- bauséeZbaffexstationsgebäude für 2 Behälter, 1 Wafferstajions=Brunnen,

[ s ruben, _ Z YciffßerrkJLHnéFundationen mit Tropfschachten,

otiv 11 en für 6 Mastbinen, 1 Lbkxbtcjttion cYarp p1 Lokomotiv-Drebsckpeibe, 1 Ürbeiterabort. Voranschlag 42000 Fl. Kaution 2100 F1.

Verkehrs - Anstalten.

. tober. (W. T. V.), Der Postdamyfer TeFxKilixxgbeéHaOtxiburgAmerikanischen Packetqubrt- Äkiiengeiellsäyafx hat, von Westindien kommend, beute Lizard pasfirt und der Dampfer .Rbenania' derselben Geieüichaix ist, von Hamburg kommend, Heute in ST. Thomas eingetroffen. London, 29. Okober. (W. T. B.) Der Union-Dampiee

.Dane“ ist gestern auf der Heimreise von den Kanarischen

Inseln ach augen. - b . W. T. B.) Der Castle) Dampfer ,DunbYZ'CBUksFeex bai gestern auf der Ausreise die Kanarischen

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