1873 / 6 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Wed, 08 Jan 1873 18:00:01 GMT) scan diff

Es ist Mir eine liebe Gewohnheit gejvorden, von dem Magistrate Meiner Haupt- und Résidenzftadi Berlin beim JabreSWechiel so herz- liche (H(ückwüniche entgegennehmen zu können, wie derselbe fie M:: auch beim Eintritt des gegenwärtigen Jahres wieder gewidmet hat. IudemJch dieselben jo herzlich, wie fie dargebracht worden, erwiedere, danke Ich dcm Magistrate für den Hinweis auf das viele Freudig_e, Welches Mir auch während des vergangenen Jahres in Meinem Fürst- lichm Berufe durch die göttliche Vorsehung beschieden gewesen ist. Wenn fich das Jahr nicht ohne Tage persönlichcr Vekrübniß erfüllt Bat, so habe Ich doch auch in solcher Lage Mein Gemüth in dem köstlichen Hinblick darauf erheben können, daß Mein Volk an Mei- ner Trauer und Meinen Besorgnissen nicht minder regen Antheil nimmt, als es Mit die Zeiten der Freude und des Glanzes zu ver- herrlichen stets bereit ist. Wie Ick) insbesondere dem Magistrate , bei jeder Gelegenheit einem innigen Verständniffe Meiner Empfindungen bcgcgnet bin, so darf Ich dies erfreuliche Ver- hältniß als übcr den Wechsel vvn Zsiten und Personen. erhaben [*e- jtacbte'n und dasselbe somit vertrauenSvoll der Zukunft empfehlen.

Berlin, den 4. Januar 1873.

* W 1 li) e l m,

Dem Central-“Komite der Deutschen Vereine zur Pflege im Felde verwundeter und erkrankter Krieger, weches Ihrer Majestät der Kaiserin und Königin bei Gelegenheit des IahreSrvechsels seine Glückwünsche in einer Adresse Wgesprochen hat, ist von Allerhöchftderselben das folgende huldvolle Handschreiben zugegangen:

Mit aufrichtigcm Danke nehme Ich die Glückwünsche entgegen, Welche das Cöntral-Komite der Deutfcben Vereine zur Pfscge im Felde verwundeter und erkranktcr Krieger Mir zum Wechsel des Jahres dar- bringt, und srwicderc dieselben mit den bestcn Wünschen für das große Werk der Humanität, wslchcm fich das Komite widmet.

Seiner gegenwärtigen Friedensaufgabe, alle Vorbereitungen zu keffen, um jederzeit im Stande zu sein, die freiwillige Hülfe von ganz Deutschland in zweckmäßigster Weise zu organifirkn, wird Meine Theilnahme nicht fchlcn. Möge es zunächst gelingen, alle Hemmnisse zn beskitigcn, Welche der Lösung dieser Aufgabe entgegenstehen.

Berlin, dcn 2. Januar 1873.

Augusta.

An das Central-Komite der Deutschen Vereine * zur Pflege im Felde verwundete: und erkrankter Krieger.

_ Bei dem gestern Vormittag in der St. Hedwig-Zkixehe äattgehabten Traueramt (Requiem) für dentverftorbenen Fur- |en Radziwill war vor dem Hochaltar em großer Katqfalk Richtet, welchen 12 brcnnende Wachskerzen umstanden; Dre Kirche war schon vor Beginn der Feierlichkeit von Andächngsn besucht, welche den dem Verstorbenen gewidmeten leßten kirchlichen Ehren beiwobntcn. Bei dem Traueramt, welches von der gesammten katholischen Geißlichkeit vollzogen wurde, wirkte der GesangSchor der St. Hedwichkikche, sowie andere Gesangskräfte mit.

_ Se. Durchlaucht der Prinz Wilhelm Radziwill, Premiér-Lieutenant im Ingenieur: Corps, we1cher fick) hier kurze Zeit mit Urlaub aufhielt, hat fick) nach Ablauf desselben nach seiner Garnison Mainz zurückbegeben.

_ Der Bundechath hat in der Sißung vom 21. De- mrber U. I. dem Antrags des Ausschuffes für Handel und Ver- Lehr gemäß zu dem Abschluffe eines Niederlaffu-ngsvertr'ages zwi chen dem Deutschen Reiche und der schweizerischen Eidge- no enschaft in der vorgeschlagenen Faffung die Zustimmung ertheilt. _ Der Ausschuß des Bundesraihes für Rechnung?:- wesen trat heute zu einer Sißung zusammen.

_ Im Weiteren Verlaufe der gestrigen Sißung des Haus es der Abgeordneten warde noch in die Spezialdiskusfion des Etats des Ministeriums des Innern eingetreten. Bei dem Titel SttafantragSverWaltung sprach fich der Abg. Dr. Ebern) für Centraliiakion derselben untcr alleiniger Aufsicht des Justiz- Ministers aus. _ Darauf ergab der auf Anregung des Abg. Berger (Witten) vorgenommene NatmnSaufruf die AnMicn- heit von 195 Mitgliedkrn, mithin die Beschlußunfähigkeit des Hauses. Nächste Sißung Donnerstag 11 Uhr.

_ Es hat sick) als wünschenSwerth herausgestellt, daß in Bezug auf die Sturmfluth vom 12. und 13. November U. I. diejenigen Materialien gesammelt werden, welche einesthkils die meteorologischen Verhältnisse jener Periode kennzeichnen, andererseits auch die Einwirkungen der Sturmfluth auf die Hä- fen, die Uferschußwerke, die Dämme "u. s. w., überhaupt die Küstenbauten darfteUen. Die Regierungen zu Schleswig Stral- fund, Stettin, Danzig, Cöslin und die Landdrofteien zn Aurich und Stade smd daher vom Handels-Minifter aufgefordert worden, die zu Gebote stehenden Daten zu sammeln und Über dieselben eingehend zu berichten.

_ Das „Militär-Wochenblart“ veröffentlicht folgende Er- klärung des Chefs des Generalstabs der Armee, General-Feld- "mars all Grastn von Moltke: _

euerdings erschienene militärische Werke schildern bewndereJYb- schnitte des eldzuges 1870/71, oder die Thcilnahme einzelner Waffen oder Heerest)eile_ an demselben. Es liegt 111 der Natur der Sache, das; diese Schriften dasjenige, Was außerhalb des Rahmen? ihrer speziellen Aufgabe Fällt, nur nebensächlich behandeln, und dar; dabei unab tchtliche Jrrihunxcr oder AUSlassUngen vorkynzmen können.

ie den militäri1chcn S riftstellern bereitwültg das Material der Kriegßakien zugänglich gema twird, so liegt ihncn andererseits_die Verpflichtung ob„ das daraus gejvonnene Resultat dem Generalstab znr Einficht vorzulegen. - , .

Die1e Kontrdlc kann fick) aber _selbstvexstqndltck) _mcbt daraus er-

ecken, die Vollständigkeit und aßwlut ,r1chtigekAusfa_ffung aller in enen Werken angeführten, namentlich'taktischen Einzelheiten zu prüfen.

Dies würde dazu nöthigen, bei. 1eder derqrtigen Veranlassung die umfangreichen Tagebücher und_Bertchtx zal)lre1chcr Truppenkörper im- :ner wieder aufs Neue durckzzmeZen, eme Arbetx,_ 'zu Welcher der mit da offxkicllen Darstellung es eldÉuges beschaftigtcn krregögescbicht- lichen ' btleilung weder Zeit noch rafte geWaert find.,

„O neéin kann es nicht in der Absixht liegen, di_e selbständige Meinungsäußerung der militärischen Schriftstexler zu_er1chweren_, viel- mehr unterliegen ihre Außäße nur Zweit, einer Prufung daß,nicht durch Haltung und Ausdrmk eine olem1k zn der Pre1e Mischen TryppenkörpM odex Befehlshabern hervorgerufen Werde, die dem mi- Utarnchen Geiste nicht mtspricbt. ' , _Wenn tr? der dabei eübten Sorgfalt dennoch ux offentlichen Blattern Ber1_ xtgungen erscXHicnen sind, welche metft Wieder der Be- t_i tigung bedursen, 19 kann diesseits nur darauf d die m Fortgang begriffene offizielle Darstegung des ganzem Feld- zuges bestrebt sem „wird, allen eilen leichmäßig gereckkt zu Werden, Ihren Anthxil an einern'ruhmvo en Tel zuge ungCZchmä ert zur Gel- .lnns zu bringen und die mtgegenfte enden Auffas ungen gerechter zu

hingewiesen Werden,

vermitteln als dies durch Zeitungöariikel geichxbeu kann, die nicht zu erwidern itets eine große Selbstverleugmmg bet dem Betheiltgtcu„vor-

ansicht. _ _ . . Soweit aber in jxuen Reklamationen geltmd géixiacht wird, _da Auffäße, die unter RK icienz des _Genxralstabes mchienen find, _emen halb amtlichen CFM: „ex tragen,„1o durfie aus dem bereits Ge1agten genügend hervorge en, daß dies nicht zutrifft. . Graf_Moltke, General-Feldxnarichall und Chef des Generalstabes der Armee.

_ Bei dem Aufschwunge des. Briefverkehrcxz von Berlin (es gehen jäglick) ca. 100,000 Brtefpoftsendungen xm und Ungefähr ebensoviel ab, während die Zahl der Stadtbrtese g_egen 40,000 täglich beträgt) beabsichtigt das General-Poßamt erweiterte Einrichtungen für den desfallfigen Verkehr zu trxffen. Zu dem Ende ist der V0 her der Berliner Ober:Postd1rektton, Ober: Postdirektor Sack) e, beauftragt worden, fich nach England zu begeben und die Stadtpoft-Einrichtungen non London, Manchester und Liverpool zu studiren, so wie auch aber denoBetrieb m den englischen ambulanten Postbureaus sich zu unterrichten. Derselbe ist heute bereits dorthin abgereist. - '

Gumbinnen, 7. Januar. (W. T. B.) Den, ärztlichen Gutachten zufolge-ist die Choleraepidemxe m den diesseits der polnischen Grenze gelegenen Bezirken als erloschen zu be: trachten.

Sachsen. Dresden, 7. Januar. Die Erste Kamniér trat in ihrer heutigen Sixzung in die Berathung der Exgebmffe des Vereinigungsverfahrens, bezüglich des'Sckmlges'ech cm. Die- jenigen Tifferenzpunkte, bezüglich deren eme Vkreimgung' erzielt worden war, wurden durck; Zustimmung zu den Verxinzgungs- vorschlägen erledigt. Zu §. 6 Abs. 1, „welchen dcn konsxsnoneYen Charakter der Volksschule betrifft, ist eine Einigung nicht erzielt worden. Die Kammer beharrte ihrerseits mrt„40 gegxn 3 SMU- mcn bei ihrem früheren Beschluffe, Wodurch eine großere Anzahl Differenzpunktc, welche als Konsequenz de_S, zn'§. 6_ efaßten Beschlusses gelten, fortbestehen bleiben. Emnmnntg be] [oß'dxe Kammer, daß Kinder von Disfidenten an _dem Religionxsiinterxrchtc einer anerkannten oder bestätigten ReligionH'gesells'chast Theil zu nehmen haben. Der früher beschlossene 0b11gator11che Chaxakter des Schulgeldes wurde gegen 1 Stimme a'ufrecht erhalten, ebenso einstimmig die Ablehnung des von der Zweiten Kammer angenom- menen Antrags, die Staatsregierung um Vorlegnngyemes Gx- seyes über die Grundsäße, nach welchen Skaa16511schztffe an die Gemeinden gewährt werden solXen, zu ersuchen,. Dre v0n_der Zweiten Kammer zu §. 12 angenommenen Bextrmmungen „uber die Zahl der Unterrichts: und speziell der Rellgi011_cktnt_cr1*1chts- “stunden in der einfachen Volksschnke wurden einßimrmg abgß- lehnt. Die Berathung wurde bis zu §. 15 fortgefnhrt; iibxr die noch übrigen 25 Differenzpunkte soll 111 der morgendcn Si§1mg Beschluß gefaßt werden. _ .

Auch die Zweite Kammer nahm hMtc ihre Sißungen wieder auf. Beim Registranden- VortragUOezgründete Abg. Ludwig eine Interpellation, betreffs dec Iu1ttz-Neubauten „zn Dresden." Er erkundigte sick) nach dem Stande der Angesegenheit und verlangte zu wissen, warum die Regierung die zugesagte Mittheilung hierüber noch nicht gemacht, bez. Bnu'xxläne und Kostenanschläge noch nicht vorgelkgt habe. Inftiz-antcr Abekcn erklärte sich zu sofortiger Beantwortung dies er Interpeslation bereit. Er stellte den Eingang der versprochenen Mittheilung Über den Stand der Angelegenheit. in nächste Ausficht. Dch Grund, warum dieselbe nicht früher exfolgt sei, sei der, daß die Ver- wendung des Areals der Zen auskaserne zu den Justiz-Neubauten erforderlich sei, das Kriegs: cinifterium aber diese Kaserne nur unter der Voraussetzung aufgeben könne, daß auch das ZAtghanH seWst verlegt werde:; die Regiernng, welche der Anficht sei, daß das Überaus werihvolle ZeughaueZarcal eine weit zweck- mäßigere Verwendung, als die bisherige, findsn könne, würde gewünscht haben, mit der Mittheilung über die Instiznenbanten eine Vorlage Über die Bewilligung dsr für die Verlegung des Zeughauses erforderlichen Mittel verbinden zu können; dieser Wunsch habe jene Mittheilung bisher verzögert; da er fick) nicht rc-alifiren laffe, werde dieselbe nunmehr erfolgen. _ In die Tage-Zordnung eingetreten, berieth die Kammer dern vom Vize- Prästdenten Streit erstatteten Bericht der ]. Deputation über den Gesetzentwurf, einige Abänderungen der Verfassungsnrkunde vom 4. September 1831 betreffend. Der Geseßentmurf, welcher im Wesentlichen bezweckt, der Ersten Kammer das Recht dsr freien Wahl eines oder mehrerer Vize-Präsidenten, dsr Zweiten die freie Wahl ihrer Präsidenten und Vizw-Präftdcntcn einzuräumen; positive Vorschriften über dichwährung von Tage: und Rcisegeldern an Mitgliederde rKammern in dieVerfaff unchurkunde aufzunehmen ; festzuseßen, daß jede Kammer für fick) aUcin befugt sci, cine Adresse an den König zu richten; die Bestimmungen Über die Hand- habung der Ordnung bei den Kammerverhandlungen, sowie über die Geschäfjsführung der Kammern aus der VerfaffungSurknnde zu entfernen und der LandtageZordnung, bez. dcn Geschäfts- ordnungen der Kammern zu überweisen, wird von der Dépa- tation mit unwesentlichen Abänderungen zur Annahme empfoh- len. Die allgemeine Debatte gab dem42_l_bg. [)r. Wigard lec- genheit, seine Ansichten über* die Verfassungswidrigkeit des be- stehenden Zustandes vorzutragen. Später stellte er den Antrag, an SteUe von §. 1 des Geseßentwurfs zu beschließen:

,Das provisorische Gesetz, einige Abänderungen dcr Verfassungs- urkunde vom 4. September 1831 betr., gegeben am 15. September 1848, tritt wieder in Wirksamkeit“.

Derselbe wurde gegen 10 Stimmen abgelehnt. Ge- gen Aeußerungen des Abgeordneten Ludwig, welcher zwar die freie Präsidentenwahl und das Adreßrecht mit Freu- den begrüßte, gegen einige andere der vorgeschlagenen Aenderun- gen und namentlich gegen die Motive, von denen die Regierung dabei geleitet worden, Bedenken erhob, stellte Staats-Ministc-c v. Nostiß-Wallwiß die Bewexggründe der Rogiernng in wiederholier Rede richtig: mit der Vorlegung des Entwurfs habe die Regie- rung nur ein auf wiederholte Anregung Seitens der Zweiten,.Kam- mer gegebenes Verspr en ei elöst. Auf die von Or. Wigard angeregte Frage einzuge en, le nte der Minister als zwecklos ab. Vom Abgeordneten Dr. Biedermann wurde namentlich die Si er- steUung des Adreßrechts als werthvolle politische Errungens aft, hervorgehoben. Auch die einZelnen Bestimmungen des Geseßes gaben zu Debatten Anlaß, bei denen zum Theil ,lcichfalls die Rechtsbeftändigkeit des sächfis en V affung-Zzuftan es von Red- nern der Linken erörtert wur, e. A e BeXimmungen des Ent- wurfs wurden in der von der Deputation vorgeschlagenen Fas- sung mit Zweidrittelmajorität, zuleßt das ganze Geseß gegen 10 Stimmen _ angenommen. Hierauf beschäftigte fich die Kammer mit einigen kleineren BerMhungSgegenftändm. *

Württemberg. Stuttgart, 7. _Januar. In des heutigen Sißung der Zweiten Kammer begann die Be- rathung des Einführu Sgese es zu BLM Reich6geseße über den UntérftüßungWohrlttftg . or dem Beginn derselben erklärte .

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der Finanz-Minifter Renner auf eine bezüglichß Anfrage, daß dex Entwurf eines neuen Berggeseßes, welches; der Prwatindußrte einen "eren Spielraum gewähre, gegenwartig vom Geheimen Rathe durchberathen werde. ** '

Mecklenburg. Malchin, 6. Januar. Die Landtags- verfammlung trat heute wieder zusammen. In einem schn_)e- rinschen Reskript vom 4. Januar spricht der Gxoßherzog seine Befriedigung aus, daß die Ritterschaft die Venaffunchvorlage als Grundlage weiterer Verhandlungen angenommen hqi. Wenn die Landschaft die Vorlage abgelehnt habe?. so dürse mcht ange,- nommen werden, daß die [andesvätcrliche Absicht verkannt sei, und kein Werth auf die Verständigung zwischen dem_ Landesz- herrn und den Ständen gelegt werde. Deshalb „konne die Antwort 36 Caput 3 nach den ständischen Bcsckzluffen vom 16. und 17. Dezember nicht entgegen genommen werden. In der Vertrcmngsfrage divcrgiren die Ansichten der Lgnd- chaft freilick) weit, da aber nur angemeine Säßo dhne ponttve Haltbare Gestalt aufgeftelLt und gsgcn die Organisation des; Dq- manii keine_prinzipiellen Bedenken aufgestellt seien, so" hqnt dre Regierung noch evcntualiter auf eine spätere Verstandigung. Die Besorgnis; wegen außerordentlicher Aquälle im Renterxi-Etat werde durch mündliche Verhandlung mit den Kommiffamen be- seitigt werden, so daß schon auf dem gegentväxtigen Landtage Über das Kapitel die Grundlagen für eine Vcrftandxgung zu ge- winnen seien. Die Sikinde seien zu mündlichen VerZandlungen aufzufordern. _ Die Kommitte wurde mit dissen Ver andlungen beauftragt, _ Ein gleichzeitiges strclitzschcs Restript stimmt Mit dem schwerinschen überein.

Hamburg, 7. Januar. Der Senat hat einen dringlichen Antrag, betr. die Erhebung dss Tonnsngclch nach Kubikmetex'n und einen Antrag, betr. BcwiUigung einer Thencrungszukage fur das Jahr 1872 an Staatsangestellte mit einem Llnnseinkommen nnter Ert. Mk. 1600 an die Bürgerschaft gelangen (affen.

Großbritannien und Irland. London, 6. Januar. Der Prinz- und die Prinzessin von WaleHHnd von ihrem Besuche beim Earl von Leicester in Nolkham na Schloß San- iringham zurückgekehrt. Henke begab fiel) der Prinz über Lyndon zu einem Besuche des Barons Rotßsuhild nack) Nlfton Clinton, unwcü Iring.

_ Nack] den neuesten telegraphisck en Nachrichten aus Lon- don v. 8. d. M. wäre in dem Gesund eitsznftande Napoleon 111. eine nicht nncrhebliche Verschlimmerung eingetreten. . _

_ Aus Calcutta wird unterm 4." ds. telegraphirt: Sn: William Muir sol! im nächsten März Finanz-Minister werden, und Wird bis dahin Sir R. Temple fortfahren, den Posten zu bekleiden. Heute wurde der Ausfuhrzoll auf Getreide aufgehoben. Snnd Iaconb Khan, ein anderer Gesandter von Ataligh Ghazen, pasfirt mm das- Himalaya-Gcbirge. *

Frankreich. Paris, 6. Iannar. Der Entwurf des Gesetze:; über die Reorganisaton der Armee ist fast be- endet und wird demnächst vorgelegt werden. . ,

_ Die Eisenbahn-Mikitär-Kommission hat ihren Bencht beendet und die Errichtnng cines besondern Corps für dicxen Dienstzweig empfohlen. ,

_ Mehrere Abgcordnete werden den! Antrag stellen, daß die

kationaweisatnmlung wöchentlich nnr vier Sißungcn hakie, nn! anf diese Weise den vcrschicdcncn Kommissionen und den Mun- stern mehr Zeit zur Arbeit zn verschaffen. -

_ Im Lanfe dicssr Woche soll die Diskussion des GULF)- entwurfes der Herren dc Broglis, Saint MarcGirardin 28. über die Umgestaltung des oberen Unterrtchtsrathes stattfinden. Wie „Rappck“ erfahren hat, sokl Herr Jules Simon darauf verzichtet haben, einen Gegenentwurf vorzulegen. Er will sich damit begnügen, die Nufrcchthakmng dex; ZWTUZ quo, d. h. die Ernennnng der Miigsieder dcs Rathc-Z dnrck] den Präfidcntcn dsr Republik zu befürworten.

_ 7. Januar. (W. T. B) Die erste Subkommissio'n [)aiie fick) heute bei dem Präsidenten der Republik versammelt und ist, nne die „Agence Hanns“ mitthkilt, hierbei 11er die künftige Theil- nahme des Präsidenten der Republik an den Sitzungen der Na- tionalversammlnng ein Einverständnis; in der Weise erzielt wor- den, das; "derselbe an den Debatten de'»: Nationalversammlung ferner nicht thei1nchmcn, wohl aber bei besonders wichtigen Per: anlaffungén seine Ansichten derselben persönlich darlegennmrd. Die Sißnng soll in solchem Fakle dann, nachdem der Prandent gcsprocHen, aufgehoben nnd die Berathung erst am'darauf fol- genden Morgen, in Abivesenheik des Präsidenten, 'W1Ld0k fortge- sth wsrden. Der Präsident dsr Republik hat, Wie die „*?[gc1ice Hanns“ hinzufügt, bei dieser Gelegenheit die den verschiedenen politischen Parkeiftcklungen angehörigen Mitglieder der Kom- mission in der nachdrücklichsten Weise zu versöhnlickzenGefinnun- gen «mahnt. '

Die zweite Snbkommission hat fick) für eine Zwe1te Kammer im Prinzips entschieden. _

Versailles, 7. Januar. In der hen tigen Sißung dcr Nationalversammwng wurde, in Folge eines von der äußersten Rechten im Laufe des Tage?- noch gefaßten Beschlusses, eins Interpellation Wkgen der Dentisfion' des Bot- schafters beim päpstlichen Stuhls, Graf Bourgoing, eingebracht. Dcr Justiz-Ministcr ancmr 9machte mit Rücksicht auf das Un- wohlsein dcs Ministérs ch Ausivärtigen, de Remusat, den Vor- schlag, einen späteren Tag für die Berathung nnd Beantwor- tung der Interpellation festzuseßen und sagte hinzu, daß die Regierung bei dem gedachten Anlass? von dem der Versammlung bereits durch den Präsidenten der Republik angezeigten Wege in keiner Weise abgewichen sei, noch auch ferner von demselben ab- weichen werde. Die NationaTUersammlung bestimmte darauf den kommenden Montag zur Beantwortung der Interpeüation.

Spanien. Einem Telegramm aus Vayonne vom 7. d. M. zufolge, ist die Eisenbahnverbindung zwischen Miranda und Bilbao durch eine Carlistenba-nde zerstört; ein zwischen Alsasma und Pampelona gelegenes StationSgebäude wurde von ihnen mit Petroleum in Brand gesteckt, die Bahnbeamten-murden “gefangen fortgeführt. _ Die Bahnbedienßeten der nordspanifthen Eisen- bahn haben sich in Folge dessen geweigert, den Dienst fort- zuseßen. .

Italien. Rom, 4. Januar. Der Kriegs-Minißer Ri'cotti wird dieser Tage zwei Organisationchläne ver- öffentlichen. Der eine betrfft die Nlpenjägerconwagnien, der an- dere handelt von der Organisation de:: Tcrritorialmiliz in Sar- dinien. Die Zahl der Alpenjägercompagnien wird größer, als Anfangs bestimmt "war. Ihr Zweck ist, die Alpenpässe zu ver- theidigen und die Garnison ihrer Befestigungen zu werden. Ihre militärische Organö'ation wird derderöfterreich-schenGrenzerähnlick,. Nach dem Organö'ationSplane der sardinischen Territorialmiltz wird ein Theil der Sardinien“, welche das Loos ziehen, nach wie vor in die aktive Armee eintreten. Nach ihrer Dienftzcit und dem Eintritt in die Reserve, sollen fie mit den Soldaten der zweiten

Katxgdrie die Territorialmiliz bilden, welche im „Kriegsfall unter sardtyrschen [Offizixren die Insel zu vertheidigen hätten. Die Einfuhrnng eines ahnlichen Systems auf der Insel Sicilien Hindernisse hakber verschoben worden.

__ 7. Januar. .“ (W; T B.) Der Papst hat heute eine zahlreiche Deputation trächer Katholiken empfangen und sich bei d:_e1er'Gelegenheit voller Anerkennung über die treue An- häuglixhkeit Irland.? ausgesprochen. Auf eine von Seiten der italienischen katholtjxhen Jugend an ihn gerichtete Adreffe er- widerte er,. man" muffe furchtlos und mit allen Mittetn die Ruchlofigkext bckampfen. Er bete auch für jenen Theil Italiens, welchcr, vom'geraden _Wege verirrt, der Größe dieses Landes nicht mehr _emgcdenk 1ei5 Diese bestehe nicht in einer unheil- vollen EmhLit, welche Niemandem zum Vortheile gereiche. .

Nnßland und Polen. St. Petersburg, 6. Januar. Tie „Bome“ hat die Mittheilung erhalten, daß das Geschwa- der des General-Adjutanten, Vize:Admirals Poss iet, am 22. De- zember fick) noch in Nangasaki befand, jedoch 2 Tage darauf nach Hongkong und Manan abzugehen beabfichtigte. In Wla- diwostok Wird das Geschwader frühestens gegen Mitte des April-

_ 7. Januar. (W. T. B.) Der Großfürst Thron- foljger hat sine sehr gute Nacht gehabt und ist heute fast fieber- frei. Der Zustand der Kräfte ist ein befriedigender.

Schmeden und NorWegen. Stockholm, 3. Januar. Unterdcm 28. Dezember ist der Erbprinz Herzog von Dale- karlicn, Nikolaus August, vom Könige _zum General- Lieudtenant in der Armee und der Scheerenartillerie ernannt wor cn.

_ Der Admiral van Dockum. ift am 31. v. M. hier angekommen, um im Namen der dänischen Marine dem Könige Oskar seine Gkückwünjckye zum neuen Jahr zu überbringen.

Dänemark. Kopenhagen, 6. Januar. Der Reichs- tag trat heute wieder zusammen. Das FolfethinZ wählte Krabbe mit 53 von 66 Stimmen zum Präfidenten, Khriftensen und I. A. Hansen mit 48 und 47 Stimmen zu Vize-Präfidenten.

_ 7. Januar. (W. T. B.) Baron v. B(ixen-Finecke, Gemahl der Prinzessin Auguste von Hessen, Schwester der Königin von Dänemark, ist gestern mrt Tode abgegangen.

Amerika. Washington, 7. Januar. (W. T. B.) Der Senat hat den Antrag Shermans, ein Komite zur Untersuchung der in Louisiana und Arkansas bestehenden Differenzen einzusetzen, angsnommen.

NLw-York, 7. Januar. General Dix hat die Legis- latur in einer Jnauguralbotscdafi zupUntLiftüßung in sei- nsm Bestreben, dcn UngssstxlickFeitcn zu stéuern und die öffent- lichen Lasten zu Erleichtern, aufgefordert.

Asien. Der mit China im Kriege liegende asiatische Volksstamm der Panthach hat den neuesten Berichten aus Indien zufokgc eine schwere Niederlage erlitten. Der Korrespon- dent .der „Times“ in Kalkutta schreibt darüber“: „Die Pantay- Gesandtschaft, die jüngst in London war, erhielt in Rangoon', wohin Herr J. J. Cooper den Prinzen Hassan auf d en Rück- kehr nach seinem eigenen Lande beg1eitethatte, fehle te Nach- ricknen. Talifoo, die Haupistadt, ist an die Chinesen gefaUen. PrinzHaffan' beschloß in Folgs dessen, eine Pilgerfahrt nach Mecca anzutrcten. Der Fall von Talifoo fand„Ende Oktober in folgender Weise statt: Dis Panthans wurden veranlaßt, zu kapituliren, oder gaben vor, dies thun zu wollen, und seyten an einem gewissen Thore eine Konferenz an. Die Chinesen rßckton bis zu diesym Punkte vor, zogen fick] aber, Verrätherei furchtend, schleunigst zurück, alg- auf derselben SteUe eine Mine explodtxte. Durch die Explofion erhielt der Wal] cine Bresche, die Chinesen nahmen die Stadt ein, und nur die innere Citadelle vcrb[ieb König Suliman. '

_ Das Datum, an welchem der Kaiser von China die Joining der Angelegenheitßn des Reiches in die Hand nehmen 1011, ist, wie den „Times“ ach Shanghai gcme1dct wird, nun- nnhr_ festgestellt. Die Regentschaft wird am Schlusse dss jeßigen chx§enschen Jahres, d. 1). amZLZ. Fcbrnar, ihre Endschaft er- rei en. *“

' MonaT-Z 1873 eintxeffen.

Landtags=Angelegenheiten.

Verktn, 8. Iannar. In der gestrigm Sixzung des Hau- 1" es der Ang_0rdneicn bcrührte in der Diskusfion über den [Etat des Ministeriums des Innern der Abg. Lasker die Ver- andeznmgen, Mlck)? während der Ferien 1 es Hauses im Staats-Minifte- numzmttgesnndcn haben, nnd1vünschteeineErklärung derKöniglichen Staaxs-Regtcrnng darübdr. Hierauf nahm der Minister des Innern,

Graf zu Eukcnburg das Wort: 9 ; MMZ HMM! Ick) könniegnick) zu den Aeußerungen des Herrn Abg. »kask„P€r1onl1_ch_vor dex Handäxttllichweigsnd verhalten und die Erklärun- 9611.4„7316 sr 11ZUn1cht ,und die ni tausbleiden könnsn dem Herrn Minister- ngilchkén Usékrlnsjcn, [ck glauße aber doch, daß ich befugt und viel- 1€1cht anch verpflichtet bm, wsmge Worte zu 'agcn, um die Beunruhi- Jleg,„vvn dcr der Herr Abgeordnete spricht, io frühe als möglich ZU (kxMtigcn. Der ewegungsgrxind, aus Wel em dcr Reichskanzler GUM Biömarck das Miniytexprayidimn aufgege EU hat, lag einzig UUÖ 5119112 in dxx Unmöglichkeit, die Gesckyäste, die ihm als RcichSkänzl€k, ))?lestkkprandcht' und auswärtiger Minister oblagen, derart Fu über- wxxltxge'n, Wie 1emc Natur es verlan t, d. h. eingehend, eindringlich, ZMD. xmt vdüer Verantwortung. Er )atte die Ueberzeugung, OW dlesks ZU 1emer bis:":hxrtgen St_ellung unmöglich sei: deshalb hat er cme Ent- lUsUng „ge'jpumclzt nnd Minen Wunsch speziell auf die Entbindxmg von dem Munsterdrqfidinm gerichtet. Se. Majestät sind darauf elngxgan- JM, dle Schw1ex1 keit uzarzmr die, zu vermeiden, daß aus der Nieder- ÜLJUUI des Ministerpxafidtums im Publikum der Schluß gezogen WWK der Mxnxst rafident" woÜe in Bezug auf sein Verhältniß zum preußqchen Ministerium zuruxihalkendc Stcllung einnehmen und sich von der Vexwalfung der preußisckxen Angekegcnheitcn (1113.51 zurückziehen. ies hat niemals m dem_ Willen des Fürsten gelegen und würde dén Jütentrdrxen Sr. Majestat “des Königs direkt widersprochen hadcn. Dkk Jnmt propdmrte, als anéwärtiger Minister Mitglied des Mi- ntjtermms zu bleiben. das Prasidium zunächst dem ältesten Minister abzutreten und auf diese Arthtt zu gewinnen, die ihm Yveziell oblie- genden Gefchaste _nxtt- voller Yeratattvortlicbkeit zu crf'ä len, zugleich aber xm d_en_preußt1chen G€1chaften soWeit_Theil zu nehmen, als seine Speziglge1chgfte es tl)m_ geitatteéen und mit dem preußischen Ministe- kxum msxo' mnexrem Zu1ammenhang zu bleiben, das; das Ministerium mcht au oxte, UU wghren Sinne des Wortes cin Ministerium Bis- xnaxck zu sem. In diescr WZtse hat fich_die Umgestaltung des Mini- steriums vollz-ngn, daß der altestc Minister, Graf Noon, demnächst “"ck zum Mmzfteryrgsidenten ernannt worden ist, ändert in die1er Sachlage„uud „'m die1er Auffassun „Nichts; Se. Majestät haben Es Ulcht fur geeignet gefxmdxn, das_ „rmsterium blos im Allgemeinen ZM“ dem Yorfiße de? „91181th Ministers funxxircn zu lassen, sondern ,„Fben es ir ziveckzna tg erachtxx, dieses Prafidium auch derart zu fUlren, da dxm alte ten Mmuter der Titel Minist räfident ge- SEÖetx Worden nt. 'In der Sgche ändert das Nichts. Wenn Sie _ Ldtnd 1ch_Flaube, Sie haben keme_Veranlassung daran zu zweifeln _ Hixon, u erzcn t find, daßsder Furst in 1einem Verhältniß zum Mi- mstekrmm ble: en wird, Wie er war, dann, meine ich, thun Sie doch

YF, Befurxhtungen m_id „Beunruhigungen einstWeilen zurückzudrän en. axten Sie aus DaNexnge, was 'der Herr Abgeordnete Lasker ri ti

bezeichnet hat, auf Maßregeln die für fich selbst sprechen, und i

glaube, Ste_werden nych tm aufe dieser Session zu der Ueberzeugung kommen, da , so betrnbend es anen in vieler Beziehung sein mag, daß Fnrst _tsmarck nicht melr formell an der Spitze des Ministez riums Zieht m dcx_Sgche [el f_t doch wesentlich nicbts geändert ist, und da daß Minijteriunt fortfahren wird, in dem Sinne zu wirken, wie das Ministerium B|6marck es bisher für nöthig erachtet hat.

Dem Ahg. 1)r. Virchow, welcher demnächfi auf die Stel- ltxng chs Prafidenten des Staats-Minifteriums zur KreiSordnung naher einging, ent egnete der Minister des Innern:

Ich mochte zyxrdt em Paar Worte jagen über die Bemerkungen, die zur altung der oxnzielleu Presse gemacht wvrden smd. um Theil wurde siea wahrheitSrvidrig dargestelli, zum Theil als1ebrs [echt unterrichtet. Nun, wahrhettSWidxra, daS _wen; ich nicht, Worauf fich das beziehen kann, schlecht unterrichte], mwfern viellei 1, als, Wenn man am Mitt- wvch etwas drucken mn“ man unmögli das, drucken kann, Was erst am Donnerstag geschreéyt, nnd Was man bis dahin nicht wußte.

Meme Herren! Ste_rvissen AÜe, da); die Provinzial-Correspon- den' am MifLWock) erscheint,; wenn nun beispielsrveise am Dienstag ver )andeZt und lxcschlossen Wird, daß der Minijter-Präfident den Postcn als Minister-Prafident aufgeben will, und daß der älteste Minister dcn Vdrnß ubernehmen wll, und wenn man Weiß, das; Se. Majestät Sich mit diesem Gedanken einvcrjxanden erklärt haben, das; absr Wsiteres, Wie Uch das_ nun formeÜ gestalten sdll,_noch vorbehalten wird, so kann das ofßztklle Blatt nichts _Andexes ]ckxreiben. Und Wenn nun in den nachsten acht Tagen der Beschluß gefaßt wird: der älteste Mini- mzr ]oll nicht, blos Jus dcm Anzcknnität§verhä[wisse, sondi'rn ass Wirklicher Ministkr-Prgfident den Vorsitz des Ministeriums führen, so kann dre nachste Promnzial-Corxewondenz doch- nichts tHnn, als sagen: 19 _11t es gekommxn.„ Wenn zwixchen einem und dem andcrn Mittwvch dreie Wendung ernlritt, so'mögen Sie sagm: Die Provinzial-Corre- 1pondenz U_t sch1echt„unt„err1c?tet: wäre ach einen Tag früher gekom- men, so _w_arc sic [M:Üejchf effcr unterrichtet gewesen. Das ist eben das Sch1ck1al dex Ze'ttungen.

_ Nun_cx_berwtll rckx vorbehaltlich dessen, Wasbei Gelegenheit der Hr. Mi- mster-Yrandent Ergs RoonJhnen sagen erd, doch in Miner Abwesenheit [)ervor)eben, da); die VorauMßungcn, von denen meistentl')eils bei der Beurtheilung_1ciner Hnltung wahrend der KreiSordnungsfragc ausgegan- gen ward, . nyrklich nicht zufrxffcn, Graf Noon War naiürlic? als K_ricgs-Minijter und diesen (_Hexxßgebungsarbcitcn ferner stehend is zu „cinem gewmen Zeitpunkte [)„M uber die wirkliche TragWLitc jedes ein- ]elnen qugraphen dcr _KrerSordnung nicht so informkrt, uns es der- xemge " mrftex )em muy; dcr die Sache vertritt odcr derjenige, der dnst-„naher [*91 dex ?[uésuhrnng des Geseßcs bethciligt ist. Je mehr die Sachen sich 3111111151911, deyto mehr trat, wie das in der Natur der Sache 11991, an ]eden e„mze_lnen Minister der Anspruch heran sich sehr genau m1t de_r Txangiie 1edes aragraphcn des Gcseßes éckannt zu machen .und nch uber 1eine_ Ste ung zu dennelben zu pertidriren. Als der KreiSordnungs-Entwurs im Herrenhauie abgelehnt War und es nun darauf_ ankam, fernere Schritte zu berathen, ist auf Instanz des da- mal?? itellvcrtrcxendxn Ministerpräfidenten Grafen Rkkn nds!) cimnal zu cnn'r ganz, 111631911811 Hurchberathung der Kroisdrdnung geschritten nZordsn, und [ck kann vcrnchcxn dat; dasjenigs Yojekt, wclckycs ick) die Chr; hatte, Flynen, nachdcm UZH mit mehreren itgliedcrn des Hauses dgrubex geiyrochcn hattc, vorzule'gexn, und was jetzt Gcscß chordcn nt, von Anfang ['HP-Ende die Zustimmung des Grafsn Noon erbalten hat. Das kann [ck pxßtw VLkfick8r11, ein Zeichkn dafür ist, daß dem Grafen Noon, dex. dic EronnungSrede, die Thronrsde bisl? mit eigenem Munde dinenigen Kundgebungen vor dem vcrsammelten Fandtagemachte, wclche dte__Vor1au'ser FY dsmxcyigen xvarcn, Was hinterher zur That gewvrdsn ljt._ Sem A:)chiedsxzequch hangt mit der Kreisordnungsfrage Jar nicht zmammm-il zonder?) cs haben da géwisse persönliche Rück- 11chtcn eine Rolle gceschlt, die „ich _nicht inder Lago [*in auseinander- zuchen, die ich _nu , irn Dsctml nicht weiß. Eins Bcicitigung diescr pexsonltchen R11ck11chtcn nt dic Veranlassung chcscn, daß er hinterher" Wieder eingetrkten ZU! nachdem er die Beruhigung erlangt hakte», der'cn er glaubte zu beduxsm. , Ick kann aber-Mrsichem, dax"; die Kreisord- nungsfrags, i_o imc ne „zuleßx [*shandclt Worden ist, kein Gcgmstand dcr McrnnnJZdexxchiddknhcct SWW?" dem Grafen Noon und dsm übrigen S_taaiS-- [nisterium gexchen nt._ Ebenso ist die Frage wogen dcr Vcr- 1tarkung _dYÖ Hexrcnhmch prinzipieÜ kein Gegenstand , dcr Mei- nungsvchr1chredenh§it zwnchxn_ ihm 1md uns chcscn, und nur aber dj_c Art, Wieder Pgirsychub zu Stande zu Bringen seixhaben fich Mexnungsvcrscbicdcnh-eticxi „h-Zrausgcstkllt, die fich hintcrbsr ausgc- glichen haben. Nnn wen; ich 111 dkk'Tl-YÜ nichl, nne nach dieser cin- fachcn Darlegung dcr Sache noch eßt vom Ministerium ein Pro- gr_amxn verlangt werden kann. Wir cstxeitcn ja eben, das; irgend eine esixnirckls Asndc'xung m der Zmammenzetzung des Ministeriums statt- gefunden hat" ; em Programm würds erst recht d'or Sachs die Wendung gehen, als kanten w:;„gls neus Mitgkicdkr und mit neuen Intentionen zu1amrncn, SL[)en,Oi€_ als un1_er Progrxmm unsere Thätigkeit seit der Zeit an, wo Wirszuiammen imd, und **,-„ie werdcn die Bestätigung unseres Programms m den Maßregeln finden, Welckxc Jhnen von uns wi'rdcn untsrbreifct wcrden.

. Dem Hau1e der Aßgeordnetenlicgt folgender Entwurf xincs kaeßcs, bctre_fsend die Löiung von Jagdscheinen in denHobenzollernWen Landen, vor.

Wir W i lh e l m , von Gottes Gnadm König von Prsußen xc. Verordncn fUr dxn_UmfanZ dsr Hohenzollernsthcn Lande, mit Zustim- mung beider Hamer des .andtag; der Monarchie, was folgt:

" Em Jkder, welcher die Jagd ausüben will, mu fich eincn fiir dyn ganzen Umfang der Monarxhik gültigen, zu ssincr .egitmatfon dienenden, nuf _UZUJabr und auf ]cinkn Namen lautenden Jagdschein von dem fur is_men Wohyfiß zustandtgcn Oberamte ertbsilen lasskn" und demselben Bei der Ausladung der_ Jagd stots mit sich führen.

, Das Oderxxmt kann auch Penonen, Welche nicht in stincm Be- zirke w_o1)1_1[)as_t nnd, _ und zwar, w§n_n es dies für nötbig hält, ge- gen, Burgichaft Lines Bezirks, - Cm ejcn'cnen, -_ eincn Ja dschein,er- thetlcn. Dcr Burge haftet m 191 em Falle für Geldstra Cn, :vclchc“

suchngZZkostan; d J . . i_ir cinenje' m a dschein wird an das betre"ende Ober- amt eine Gebuhr von fünf" Guéden entrichtet. "

Die cmgxhcnden Betrage werden in jedem Oberamtsbezirke nach dem Bcjchlunx der Versgmmlung dcr O_rtsvorsteher (Bürgcrmeistsr, Stadnckxultbeiß und Vorgte) zu gcmeinnnßigcn Zwecken im Interesse des Bezirks verWendct.

Unentgeltlicb erhalten den Jagdschein: _

1._die nach„V_or1 rtft des §._32 des Gewßcs vom 2. Juni 1852 (Gxseßmmml. Gerte 13) _vereidtgten, im Staats-, GNUeindc- oder Privatdixnste stehenden Font- und Jagdbeamken,

2. die zur Ansbildung füx den *Staats-, Forst- und Jagddicnst verstatieten Lehrlinge und Forjt-_2c. Kandidaten.

Die Ausfertt ung“ der Jggd1cheine erftglgt kostgn- und stempekfrei.

§. ;3, Die Kheilung eines JagdschemS muß folgenden Perso- nen ver1agt Werden: - -

a) denjenigen, von dmen eine unvorfichtige Führung des Schieß- 1gewchrs3st oder eme Gefahrdung der öffentlichen Sicherheit zu be- orgen 1 ; *

13) d_en1enigcn, welche fich_nicht im Best e der bürgerlichen Ehren- rechte bknnden oder unter _Pdlizeiaufficht ste en.

_ Außerdem kann denxentgen, Welche wegen _eines Hol diebstabls, eme's Jagdvergehens ,oder" einer Uxbertretung jagdpolizei icher Vcr- chriften oder wegen einer durch Mißbrauch dcs Feuerchelns verübten trafbaren Handlung bestraft txyrden sind der Jagdschein, jedoch nur mnerZald 5 Jahren nach yerbutzter S_traie, ver1agt Werden. . _ mit bei einer unt emem Jagdscheine versehenen Person später em Grund cm, aus _Welchem die “Erkheilung desselben hätte versagt werden mu on oder konnen, oder wud das Vorhandensein eines “soliden Grundes ert water entdeckt, so muß oder kann der Jagdschoin wieder

abgenommen werden.

auf Grund dicses Gescßes verhängt werden, sowie für di? Unicx- '

5. 4. Die Ni tbea tun der im .1 ' ' ' wird1beYtT13-ast, ll)!)ik fo'gt: ck 9 § erthetlten Vcrichrxftkn . .“ er o ne einen Jagdschein gclöst 1: haben die „Na d aus!“: ;;???th jede Uebertretung mit einer GeldiStrafe von 8 bi? x85 GMDSS?

2) wer seinen Jagdschein bei Ausübnn der "***a d ' *" 1" fuhrt, verfällt, in eine Gelditrczfe bis zu 8 uldexn?ck gk Mcht b'l 'ich

' 3. wer emen x_ncht aus [cinen Namen [autcndcn fremden oder einen s on nbgelauxenen Jagdwbein bsnußt, um fich damit zu [egiti- erM, t eine Gilditxafx von 8 bis 85 Guldm vcrwirkk.

§_ 5. „Die zur Zeit m meäixbkit der V:»rordnung dcr ngierung zy Sigmaringen vom 2. Auguyt 1853 (Amtsblatt 2. 202) unentgelt- lich auögegehcnen Zagd1ch9me VEL'ÜSK'U mit Ablauf von 14 Tagm, nachdem dmes G:)eß m Kraft gstrktsn ist, ihre Gültigkeit.

M o t i v e.

Inlden Hohenzißxlernxckxn Landen ünd schon vor ihrer Vcrsini- gung Mit dem Pri'uvznchen Oxaatsgxbictc alls Jagdrecht? auf fremdem Grund und Bodsn ohnc_Ent1chädi ung atiigehdbcn worden, in Sig- ZcxirttngZ)du_rchHd§Z GMF vondt 215 Juli 1848 (Verordnungs-Blan ,m,c„m_€n ur a'“ “** "'*'" "' ***- ordnYW-BÉM Seite (151), ck 5 (Henk; [un 16. .[1r11 1849 (_„xe'r „daß «i_gmaringensche Geis vom 25. *“?Uli 1848 [rt "c c (Hmndeigmthumer dgs Recht bxi,ßdas Wild „171€ jsinxx: GandsiüdckeY Ju“ angcn und zn todten und ubcrläßt im Usbrigsn ÖM (Hömcindcbs- ,drden, Wegjcn cmer geordneten und gxfaßrlcicn ?[U-Zübunq der Jagd die erkordkrlixhen Anordnungkn zu trchn, Jn-Ibsfdndsre iosbxn auch die Gemeinden 1owdh1, Wie ]ch Gémeinschaft yon Grundeigsntbürncrn befugt _1_em, die Jagd aus den ihnen ?igkntßümlickk ;Uitéb-anen GruMstucken zn verwachtcn _odsr durch einen Jägkr ausükcn“ zu [affen

" (_.-as Hoechmgknsche GUSS vom 16. MWA 1849 läßt dis selbst- staxnxgx Anvubxing der Jagd Seiténs dcr einzclnsn (Hrnndbciißst 11111: aus ziganimenhangendczt Flachen von mindsstens 40 Morgen zu. Auf allz'n ubrtgsn Grundstuck-en muß die Jagd durck» die' GcmeindM aus- geubt Mr_den und zwar 911kade durch Vcrwacknung chr dund An- FFZTZUTMchJng-Zldxninistratoré, odcr endlich durcb LluI-aabx von

. cn“ac1vaknen an n *" ***W" bereckyÉigtequiänIner. U cycboltcns, zum Yragsn dn“ „"Men _ m_ ewigen enthält w-xde'r das eine 11 *s * ' - 1ondere ]adeolizkichc Bsstémmungcn. , Och U MDM GMS be

Dey: "RJUJÜ 191ch9r Vorschriften machte ück) bald iübkkccr und vcxanlaßxx dre Regrsrnng zu Sigmaringen dsrLiis im Anfang? der 1850€r _JTbre „zu dnn Antrggs, das JangolchigesstZ vom" 7.5Mär3 1850 nut [*:n durck_dic ddrtigcherältniffc dedingisn I)iddiffkxiionsn m dcn Holzenzcxklsrnichßn L_anden cinzuiübren.

J1 dlelti RFYW lnns die i_chon da_m_a1s beabsichtigtx Revision der bengandzeJ. .,etzge ung nt jedoch dl€1km Anfrage kLUlL Folgs gcge- _ „_ ur ein Gesetz über die Hsge- und Scbonxsit-xn drs Wi1ch ii fxr'dre Hobenzollernfchsn Lande untyrm 2. Mai1853 (GöicZ-Zammé Heike 178) nggngsn. Jm ubrigcn abkr Hat man M* daranf l'escknänkt, die Ingdpxxxzei [xn _Vcrwaltnngswcgc insownt zu régcw, als dicö ge- iLthcF) zztlaing «richisn. Zu dicjem Zwsckc ist von dsr Negisrnng zu F*JZUÜFJIM unt-xrm 2._Llugu)t1853 (Amtsblatt Seite 203) 61112 Ycltzsi-Ycrordnung ("plancn WOTÖLU, in wclcswr bestimmt ist: das; sin «Fßdcr, wchhkr dthagd ausuhdn will, _ g(sickwisl, Ob als (Ligsnrbümcr, Pachtsr,/5[d1niniitratdr, aux Grund sincZ ibm vdn dsr Gémcindi' cr- ?_[Mlecn-JTJÖPZÉMWÖ odsr ionst _ kick) bci *Vkrmsidimg Einer Geld- [ixase LZH zu 15 Gnldxn cinxn zu seinsr chitimatidn dicncndén fiir minen Öagdhcztxk gnlrigcn, _a11f_cin Fahr und auf icinc Pcridn [au- tendkn ;zngdichein vondem für ysinsn WWUÜZ zuständigxn Köniqlisfwn ;Obc'ranxtc" ettßxilcn [„Man und denselben (“ci *d-Zr LluHüdnng dchand 1tci§ Le] nch snbrsn mm;. » * , ROW Entrichtung" cincr (356811er für einen idl'ckwn Jagdschein ist m xor- gsdaxbtsn POllZLl-VTXVTÖWMJ nichl vdrgxiÖrisben und konnis auch in. dcmelben nacb Lags der (Hssk'ßgsbung nickyi vorgescdrich wsr- dxn. CHOU chswld bn? absr di-x Maßrcgcl dsn erwünschsn Erfdlg nicht zsßabt, namvn-Mckx dcr 111111121" wsifsr um 17.17 grcifcndxn, in 1[)rc_n xxrrctnsn gcnt-xmgssäßrlichen und dcn volkswiktdinkxirlicknn Zn- tLrSUEU zuwxdcrlanssndén Ausbreitung der Jagdlicbhabcrci nick»? Enf-

gégengewirkt,

Wie _ungumtig in dieie'r Bszicßung dis VUHästniffd in den Öl)- bxnzdljcrrnWtén _LJUÖM Un Vsrgksicky zn dsn Üdrigkn LandeNHciWn liegen, crgith "_ck aus di'n staiistisßßcn Nackstiinngen Über dic „mx:- g-Ig-xbcncn ;;agdick)ein€. '

In den _8 alteren Provinzcn find 11951“er dcr Judi“? 1867, 1868 und 1860 zuiammxxn 279,028, also Pro Fakir durcanixklick» 93,009 Jagdicbxinc ausgcytest WOUDLU. BCi sinn“ BcWXsrUnqéQsxl von 191) MLÜWMU konimt [)ie'rnack) auf :?10 Einwvbnxr cin Fxßdnbxink; _ &Hagsgcn bstragi dic Zahl drr l_väbrsnd dcs gkdicknn Zsiiräums in 1611 HobenonernWsn Landen ausgettsllrknZagdscbcino 2434, mirdin Pro Jahr 811. Etwa 23 Pkrionen 1);an abcr jälxrlics) “Z JUW- Yartcnqcrhalie'n." Rcckmst man eine g16ich8 9111.le Jagdkai'icn 31“, ""O 118111 nch dsr jahrlicßc Dnrckyicbnin nur 788 und kommt dada"; dci emerKEmwlensrzadl' dyn 65,000 anf je 82 Zsclkn Cin? Jaadkarrc.

;511 ncuzkncr Z9111ckLink die Zain“ dcr Jägsr 1113111 MIN“ angs- waclnkn 311 Win. * *

Das Oderami :n Sigmaringcn [xai „111.111 im Jabra 1871 482- JIJYÜMU „UUSJCUGUQ W dai; innsrsiald disse? B.“;irks ichn auf 44 OZ61611_01118 qudkartc triksi. * * *

23.1 [';-':legenée'it cinsx vor Km56m in SigTUUinJC': stangxdädfen Be athung uber'dcn Erni; ci es Gsscß s chxn (Kin icdiung von Amts- vcrbandxn und_crns§ Landcs-KdmnnmaMrbnnd s in dén Hddsnxdlli'rn- schcn Landen _Ut vrn den dabei ;ugßzogsncn Vcrtxausns nänécmävisdkr- 1*o„.t ans dme Ucd-xlnéindZ aufmerkjam gemacht und die dringknds Brttexausgcxyrochkn wwxdxn, axxf de_n Erxaß eins:» JagdPOZizki-Gcichs oder, _doch Mindsxtcns ank dic Ungexäumt: JCsOßlilbL Einführung einer Jagdickverngsbnhx in „den Hokxnzdllcrnschcn Landen Vsdacbt zn nelnncn.

Dcm Erlamc _Eincs die _ge1„11111n1€ Jagdpvlizki in d'cien LKnch- tßcilén _i'egslnd€n_0)i*1_c158§ stsht das Won früher ?rlydbéné BMWA: g?*enw.1rttg_um ]o mehr cn'rgc' an, als vora11§ücktlick dsr intwnnki nicbt jni'hr rsrn liegt, 1139 dis 6.1" gknie'inx RSF-crm dér Jagddclizci-Gsscß- gebung Al_GLÜLÜC dcr gxxammten Monakcbic in Angriffgcncxmnenwxrdén kann. 4-1,“ Htaatsrcgtcmng dcn'bsichtégt, damit vorznqcfnn, sdbald dic lcgwlaiornÖsn Verhandlungen 11er dcn Eniwuf einér neuen Krci-Z- Zrdnnng zum Abichluß gelangt .und damit gscigncis Organs für die _.[usxuhrung und EnUchetdung m ]agdpolizeilickn'n- An clcgcnkscitcn gc- 1chanen find. Unter YlSsW LZtnständcn erscheint es ni n ratbiam, iür Inm 811138111811, verhaltn13mat31g_ kleinen Landestheil." ein besondercs Tzagdyolizeige]etz v_orwckg zu erkayxen und ebenschnig Linvfikblt cs NÖ- 1115" Jagdpoltz'elgexxß dom 7. Ykarz 1850 mit (LULU scincn Lückcn und Mangeln provxsor11ch_ m dxn Hohenzoklcrnscbcn Landen einzuführen.

D„agcgen ste_ht_mchts nn Wege, drm evsnkuell gkstcklrsn Anfrage auf MeßltFe Ctnfnhrung eincr JagdstHoin eksühr zu cniiprccbcn.

"_ 2“? ednrfniß ,und die Zwsckmäßig eit oinkr folcbi'n I)iaßrcgä laßt 71ch_ nicht m_ Zweifel ziehen. SZS wkrd, vcrans- _ ge1eßt, _daß die Gebuhr nicbx zu niedrig bcmesscn wird, die? wdhlthatige_ Folge haben, dat; die Zahl dcr Jägi'r ver- mindert, daß namentlich die kleinerc'n und unbcmittclfcrcn Grundbeiißer xs vorziehon_1„vcrd§n,„fich der eigenen Ausübung dcr Jagd zu enthalten, thrx Grnndjtncke in km Gememdejagdbszirk einzumi-ricn uud sick) anf di_e1e_Weife_eiiie „Einnahme aus dsr Jagdnußung zu fickycrn, obne ge- nothigt' zu icin, ihrerseits Zeit und Kosten aufzuwcndkn. *

Eine thtcre Folge wird die sein, daß eine bcfferc Arrondirung der Ja dbezirke erreicht wird. Endlich kommt auck in Betracht, daß den O er-Aminezirken durck 'die Jagdscheingebübr eine ständige Einnahme zugefuhrt wird, weche zu gcmcinnüßigcn chckkn vcrnnndct wcrdJ ksannZ [

_ ie_e„ ice verfolgt der verlichde Gc'e“mtwm*i Einzelbemmmungen Folgendes zu bemerken ist,! 3 '“ zu dessen _ Zu §§.11 _und_2. Dic §§. 1 und ? icblicßsn sicb im W "ent- lichen d'en BoNchrirten des H. 14 des Jagdpelizcmeseßes' vom 7. 5.) ärz 1850 ]edoc_h unt der Abwi'tchung an, daß; die Jagdscheingebübr von 1 Tölt. aur 5 Gulden «h_ölxt werden soll. ,

Dcr cwablte ““.-„115 halt eine angomeffm2 Mitte zwischen den in

den dena karton Tcmivm'n zu mfricbtendm Beträgen, _ "4 Gulden