nach Vorschrift beendet war, wurden die Kirchthüren auch für die Gemeinde geöffnet. Mit Sr. Majestät dem Kaiser und König erschienen Ihre Königlichen Hoheiten 'die Prinzen Carl, Fried-
rich Carl, Albrecht und Alexander m großer Generalsumform, mit dem Bande des Schwarzen- Adler-Ordens, Se. Königliche Zooheit der Prinz Adalbert in der Admirawuniform und Se. "nigliche oheit der Erbgroßherzog von Mecklenburg-Schwerin, ebenfalls um dem Bande des Schwarzen Adler-Ordens,nachdem Se. KöniglicheHoheit vorgeftern inveftirt worden war, und Se. Königliche Hoheit der Prinz Wilhelm von Württemberg, während die General-Jeldmarschälle, Commandirenden Generale u. s. w. sch schon vorher in der Königlichen Empore versammelt atten.
Ihre Majeftät die „Kai erin und Königin n mmit JhrenKöniglichen Hoheiten derPrmzessinnen des Königlichen Hauses in der untern Königlichen Loge Play. Der Sängerchor stimmte sofort die große Liturgie an, und der Hof: und DivisionsPrediger Rogge las die Epiftel des 1. Sonntags nach Epiphan, Epistel Paulus an die Römer 12. V. 1_12, und legie dann den 22. Vers des 11, Kapitels dérselben Epistel 7 einer Weihebetrachtung zu Grunde: „Darum schaue die Güte und den Ernft Gottes, den Ernst an denen, die gefallen sind. Die Güte aber an Dir, sofern Du an der Güte bleibst, sonft wirst auch Du abgeZauen werden!“ Nachdem der ergreifende Gottesdienst mit em Te Deum, dem allgemeinen Gebet und dem Segen be- endet war, begaben fick) die Deputationen, welche den größten Theil der Kirche in beiden Stockwerken eingenommen hatten, durch die Breite Straße, in welcher eine Chains von Mannschaften de'; 1. Garde-Regiments zu Fuß gebildet war, nach dem Lustgarten und nahmen vor dem Marüall, dcr Truppen-AufsteUung ge- genüber, ihre Pläße ein. W[e Offiziere und die Mannschaften derselben, waren Ritter des Eisernen Kreuzes beider Klassen. Ms Se. Majestät der Kaiser und König, begleitet von den Königlichen Prinzen, den Jeldmarschällen und der ganzen Generalität, vor der Mitte dieser Deputationen erschienen, wobei auf besonderen Befehl die in arade stehenden Truppen nur das Gewehr aufnahmen, aber mehl präsentirten, sprachen Allerhöchstdeiselben mit weit vernehm11cher Stimme:
,Ich habe die Vertreter Meiner ganzen Armee um Mich versam- melf, damit fie Zeugen sein möchten, wie die durcb den Heldenmuth aller ihrer Truppentheilc eroberten Fahnen unseres Feindes au heiliger Stätte zu dauerndem Gedächtnis; aufgestelLt werden. Daß es gerade an dieser Stätte geschieht, beWeist, daß wir Gott die Ehre geben, der uns auSerwäbli, io Großes voÜbringkn zu soklen. Allen hier Versam- melten aber spreche Ick wiederholt Meinen tiefgefühlien Königlichen Dank aus für den Heldenmutk), die Tapferkeit, Hingebung und Aus- dauer obne Gleichcn, mit welcher Meine Armee in Verbindung mit Meinen Verbündeten Siege erkämpft, die von Erfolgen gekrönt wurden, welche für ewige Zeiten auf den Tafeln der Geschichke verzeichnet blei- ben werden.“
Nach Beendigung dieser Anrede wendeten Sick) Se. Maje- stät der Kaiser und König zu dem, die Parade kom- mandiren General und befahlen, daß die Truppen die Honneurs mit dreimaligem urrahruf machen sollten, und als dies ge- schah, wendeten Sick) Se. Majestät wieder gegen die Front der Deputationen, als; Beweis und Hindeutung, daß dieser Ehren- beweis ihnen gelten solle.
Hierauf folgte ein Vorbeimarsck) der paradirenden Truppen vor Sr. Majestät und den hinter Allerhöchsrdenselben stehenden Deputationen. Die Offiziere der Deputationen begaben fich nun in den Marmorsaal des: Schloffec3 zu einem Dejeuner, an wel- cheZ auch der Königliche Hof und die ganze Generalität Theil ua 111.
Bevor Se. Majestät den Saal gegen 211hr vsrlikß-sn, ergrif- fen Allerhöchstdieselben das Glas und riefen mit lauter über den ganzen Saal und die zahlreiche Versammlung erschallender Stimme:
„Auf das Wohl Meiner rubmreichcn und siegreichen Armee, der Sie, als deren Vertreter, Meinen Königlichen Gruß und Dank brin- gm Werdcn.“
. Der Feldmarschall Graf v. Wrangel erwiderte diesen Ab- schiedsgruß mit einem Hoch auf Se. Majestät den Kaiser und König, in welches die Anwesenden begeistert einstimmten.
_ Bei dem BundeSamt für das Heimathwescn stehen für morgen folgende Termine an:
1) Ortsarmenverband des Gutsbezirks Klein-Beeren contra OrtSarmenverband Luckenwalde. 2) OrtSarmenverband Düssel- dorf contra Ortsarmenvcrband Crefeld. 3) Landarmenverband Alt-Pommern contra Orth-armenverband Stettin. 4) OrtSarmen- verband Cüstrin contra Ortsi1rmenverband Schüßensorge. 5) OrtSarmenverband Studa 0011113 OrtHarmenverband Neumark. 6) OrtSarmenverband Berlin contra OrtEarmenverband Elbing. 7) OUSarmenverband Pyriß contra OrtSarmenverband Berlin. 8)"Or19armenverband Danzig contra Ortsarmenverband Klein- Volkan.“ 8) OrtSarmenverband Harburg contra Ortszarmenverband Wolterdmgen.
_ In der heutigen (29.) Sißung des Haus es der Ab- geordneten, welcher, am Ministeriisch der Minister der geist- 11chen _2c. Angrlegenheiten ])r. Falk und einige, Regierungs- Kommiffar? beiwohnten, machte der Präfidxnt von Forckenbeck die'Mtttheilung, das; folgende Vorlagen Seitens der Staats- regterung an das Haus gelangt seien: 1. von den Ministern des Innern und des Hande1s ein Eanrf über eine Abänd- ruxig' der Wegegesetzgebyng 111 der Provin Hannover; 2. vom Mmrster des Innern em Entnmrf über dre Theilung des Krei- se_s Beuthen und 3. von demselben Minister eine Vorlage über die Verfassung der Ath- und Landes-Kommunalverbände in den Hohenzolkernschen Landen, sowie 4. eine Vorlage iiber die Betheiligung,von Beamten an Eerngenoffenschaften. _ Ein Schreiben des Justizministers, Welches anfragt, ob gegen den xn Xanten erscheinenden „Boten für Stadt und Land“ wegen der m zweiNummern enthaltsnen Beleidigungen des Hauses der Ab- geordneten das gerichtliche Verfahren eingeleitet Werden soll, wurde der GeschäftsordnungsKommission überwiesen. “4
Das Haus trat sodann in die erste Berathung des Ges eß- eytwurfs über die kirchli e Disziplinargewalt und die Errichtung des Köntglichen Gerichtshofs für kzrchliche Angelegenheiten. (S. Nr. 811. Bl.) Gegen du: Vorlage sprach zuerst der Abg. Holß, welcher meinte, daß durch sie d1e Verfassung sowie das Leben der katholischen und „WMZJMWM Kirche untergraben werde. Der Abg. Jung trat m langerer Ausführung für die Vorlage ein, wonächß bei Schkuß des Blattes der Abg. v. Gerlach gegen die Vorlage sprach. Er hob besyriders hervor, daß das Ab-itraktum „Staat“ an Stelle der Religion gesth werden solle.
_ In dem Reikripte vom 13. Dezember 1833 (v. Kampß
*
ein Anspruch auf Diäten- und Reisekostenvergütigung -für ihre Mitwirkung bei der Setzung von Merkpfählen nicht ustehe, weil yves Geschäft, welches einem Landrathe von“ der
egierung ii ertragen worden, für ihn ein Dienstgeschäft sei, dessen Ausfiihrung, sofern es nicht mit Reifen außerhalb des Kreises verbunden ist, ohne Entschädigung fiir den Reisekosten- aufwand bewirkt werden 11111 e. Die Minister für die land- wirtbickyaftlichen Angelegenhe Sn und des Innern haben diesen Grundsaß auch noch gegenwärtig für maßgebend erachtet, da bei den Geschäften der KrciSvermittelungsbehörden und bei den Expropriationen für bergbauliche Zwecke die Stellung des Land- raths eine wesentlichandere sei, als bei der Seßung von Merk- pfählen, ivo er als Kommiffarius der LandeSpolizeibehörde vor- wiegend das öffentliche Zntereffe wahrzunehmen habe, die Re- skripte vom 27. Oktober 1868 und 14. April 1869 daher auch eine analoge Anwendung auf Wafferstandsregulirungen nicht finden können. Ebenso unzutreffend sei die Bezugnahme auf das Reskript vom 25. Mai 1860, wodurch den bei der Setzung von Merkpfählen zugezogenen Bautechnikern, deren Thätigkeit und Steklung bei diesen Geschäften von denjenigen dcs Landraths völlig verschieden sei, das Liquidiren von Diä1€n und Reise- kosten gestattet ist. * '
Sachsen. Dresden, 18.Ian11a1“. Die Ziveite Kam- mer brachte im weiteren Verlaufe ihrer gestrigen Sitzung die Berathnng der Resultate des VereinigungSchaHrcns über den Volksschul-(Heießentwurf nicht zu Ende. Diejenigen Beschlüsse, Welche als Konsequenz der zu dcn §§. 6 und 7 gefaßten Be- schlüsse gelten, Wurden mit wechselnden Majoritäten, Welche je- doch nirgknds zwei Drittel der Antvejendcn erreichten, aufrecht erhalten. Ebenso wurde bei §. 16 der frühere, von der Ersten Kammer abgelehnte Beschluß der Kammer, wonach die Einrich- tung der Lehrerbildungsanstalten durch Gesetz 11 regeln ist, mit Weniger als Zweidrittel-Majoütät aufrecht er )alten. Nachdem über den VereinigungSvorschlag zu dem von dem Besetzungs- recht der Lehrerstellen handelnden §. 19 zwei Rcdner, die Ab- geordneten Riedel und Oehmichen, gesprochen Hattcn, Wurde auf Antrag des Abgeordneten Dr. Biedermann die Sitzung nach nahszu stehsstiindiger Dauer ve'rtagt.
In ihrer he ut-ig e n Sißung führte die Kammer die gestern
abgebrochene Berathung zu Ende. Eine Debatte fand nur über den VereinigungSvoN'chlag zu §. 19 statt. Gegen diesen Vor- schlag sprach u. A. der RcfcrentVr.Pani13, Welcher die Auffassung bekämpfte, als ob mit der Annahme dieses Vorschlag?: von der Ersten Kammer ein Wesentliches Zugeständnis; gemacht worden sei. Seitens der Regierung wurde vom Kultus=Minifter Dr. von Gerber der Vereinigung-Zvorschlag dringend zur Annahme empfohlen. Er bezeichnete denselben als eine glückliche, im ma- teriellen Interesse der Lehrerschaft dringend zu wünschende Lösung. Nur in diesem Inter e, nicht als Machtgewinn, nehme die Regie- rung das ihr zu da te Recht an. Der Minister hob die That- sache hervor, da schon zur Zeit eine Menge kleiner Gemeinden mit der- Bitts um einen Lehrer sich an das Ministerium wen- deten. Er bestritt, daß der Vorschlag die "Lehrer zu Staatsbe- amten mache und, einer Aeußerung eines Referenten gegenüber, daß er die Centralisation einer Omnipotenz des Staates auf dem Gebiet des geistigen Lebens anbahne. Wenn man freilich der Regierung von vornherein das Mißtrauen entgegenbringe, daß s1e das ihr zugedachte Recht zu Gunsten einer einseitigen Richtung ausüben werde, [Zo sei keine Verständigung möglich. _ Die Debatte, zu_ der si noch zahlreiche Redner gemeldet hatten, wurde durch die Annahme eines Schlußantrags beendet. Der Referent ])r. Paniß erklärte, das Gcseß würde bei größerem Entgegenkommen der Regierung zu Stande, gekommen sein; wenn fick; die Regierung nicht der Nothwcndigkeit betvußt bleibe, Füh- lung mit der Majorttät der Zweiten Kammer zu behaüen, sei kein Fortschreiten der GeHeßgebung möglich. Der Staats-Minifter 01“. von Gerber verwa rte die Regierung nochmals mit Be- stimmtheit gegen den Vorwurf mangelnden Entgegenkommens; eine Grenze, über die sie mit ihren Zugeständnissen nicht hinauögehen könne, habe fie s1ch freilich ziehen müssen. Der Vereinigungövorsch1ag wurde mit 40 gegen 36 Stimmen abgelehnt. _ Bei den folgenden Paragraphen wurden die vorlie- genden VercinigungWorschläge mit wechselnden Majoritäten an- genommen, die als Konsequenzen der zu den §§. 6 und 7 ge: faßten Beschlüffe geltenden Beschlüsse ebenso, aber nirgends mit Zweidrittelmajorität, aufrccht erhalten. Der von der Ersten Kammer angenommene, anfangs von der Deputation zur An- nahme empfohlene Antrag. die Regierung zu ermächtigen, bei der Sch111ßredaktion des Geseßes dem Mangel an Ueberfichtlich- keit und Handlichkeit abzuhelfen, wurde mit 40 gegen 35 Stim- men abgelehnt. Zum Schluß der Siyung rief eine Anfrage des Abg. Dr. Biedermann an die Regierung über das fernere Schicksal, des Schulgeseßes und der damü zusauimenhängenden Geseße noch eine kurze und lebhafteDebatte hervor. ])1'. Bieder- mann und ein zweiter Redner der Linken hielten es für unmög- lick), daß die Regierung das Geseh, auf §. 92 der Verfassungs- Urkunde geftüßt, publiziren werde; sie müsse, meinte der erste Redner, das Gefeß zurückziehen, oder die Kammer auflösen. Von der Rechten trat der Abg. Günther dieser Auffassung ent- gegen, und der Abg. Sachße deduzirte aus der Verfassung die Verpflichtung der Regierung, das Geseß zu publiziren. Der Staats-Minister 131“. v. Gerber hatte schon vorher erklärt, daß die Frage nach dem weiteren Schicksal des Geseßes eine Frage sei, die sich aus der Verfassung von selbst beantworte. _ 19. Januar, Der Ministerial-Direktor Geheimrat!) 131“. Weinlig, Vorstand der Abtheilung fiir Ackerban, Gewerbe und Handel im Ministerium des Innern und Direktor des statistischen Bureaus, ist nach längerer Krankhsit in der vorigen Nacht gestorben.
Württemberg. Stuttgart, 18. Januar. Die Zweite K gmmer beendigte heute die Beraihung des Einfühmmgs- gestßentivuris zum Reictheseße über den Unterstiißungswohnfiß und nahm die Geießvorlage über die Todcscrklärung der seit dem Kriege 1870_71 vermißtcn Militärpersoncn an.
Baden. Mannheim, 15. Januar. (Bad. L.:.Ztg.) Bezüglich des Städtetages haben 46 Städte ihre Zustim- mung erklärt; das Oberland wünscht die Abhaltung des Tages in der Mitte des Landes. Der Antrag, daß zunächst die Vertreter der Städte KarlSruhe, Freiburg, Lahr, Offenburg, Pforzheim, Bruchsal, Durlach, Baden, Rastatt, Konstanz berufen werden sollen, um wegen Bestel- lung eines _Arisschuffes das Nöthige vorzubereiten und das für Leßteren n_oth1ge Material 11 beschaffen, wurde angenommen. Denz YusUhuffe wird ach der Beschluß über den Antrag (Mullhmm), einige Verwaltungsbeamte beizuziehen, vorbehalten.
“27";- Heffen. Darm adt, 18. Januar. Die gestern ausge-
'Ann. Bd. 17. S. 881) ist ausgesprochen, daß den Landräthen
gebene Nr. 2 des Groß zoglichenR gierungsblatts enthältu. A.
68 und 69 des Forftßrafgeseßes vom 4. Februar 1837 erwähn- ten bisherigen Maße“ in das Metermaß betreffend, vom 14. De- zember 1872; ferner eine Bekanntmaehung Großherzoglicher Fosthewter- und ofmuük-Direktion, die Organisatioü der Groß- erzoglichen Yo eater- und Hofmufik-Direktion betreffead. _ Oldeu urg, 17. Januar. Das Geseßblatt --veröffe1*ctlicht em Geseß für das Herzogthum Oldenburg vom 2. Januar 1873, betreffend Abänderung der Regierungs - Bekanntmachung vom 22. April 1845, betreffend Berechnung der für Dienstreisen der Aemter zu leistenden Vergütung; ferner Jinanzgeseß für die Jahre 1873, 1874, 1875 vom 3. Januar 1873 und Geseß f"r das Herzogthum Oldenburg vom 10. Januar 1873. bekr- “cu Neue Bestuxunungen zum Geseße vom 3. April 1855, bcrr "end Jas Untermhts- und Erziehungswesen im Herzogthum Olden- urg.
Sachfen-Altenburg. Altenburg, 18. Januar. Der Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar nebst Prin- zessin-Tochtcr smd gestern auf hiefigem RefidenZichloffe ZTU'Besuckxeingetroffen und werden morgen Sonntag wieder a1re11en.
Lübeck, 18. Januar. Der Senat publizirt eine Verord- nung, die Anmeldung der Flußschiffe und deren Ladung, sowie der Flöße und deren Bestandes be- treffend, vom 15. Januar.
Oesterreich-Ungarn. Wien, 18. Januar. Ungarischen
Blättern zufolge wird der Allerhöchste Hof in Folge der anhal- rend günstigen Witterung noch bis Ende Januar in Gödöllö verbleiben und erst dann _ falls bis dahin kein plößlicher Witterungswechsek eintritt _ nach Ofen überfiedeln. , _ Die „Wiener Abendpoft“ vcröffenUicht an der Spiße thres Blattes folgende Erklärung: „Die Mittheilungen einiger Blätter über die Details der Wahlrexormvorlage, insbeson- dere über'die Vertheilung der Zahl er Abgeordneten auf die einzelnen Länder und Wahlgruppen, haben in den lch1enTagen mannigfache Beunruhigung hervorgerufen. Wir find in der Lage zu versichern, daß diese Angaben vielfach irrig find und daß erst die im Reich§racke einzubringende Vorlage über die Wahlreform das richtige Bild der von der Regierung beabßch- tigten Vertheilung der legeordnctenfiße gewähren wird.“
Pesth, 18. Januar. (W. T. B.) In der heutigen Sitzung des Unterhauses nahm die Berathung des Budgets ihren Anfang. Nach dem Berichterftatter Szell nahm der Finanz-Mi- nister Zerkapoly das Wort und erksärte in einer längeren, von der Kammer beifällig aufgenommenen Rede, daß er mit der Uebertragung einzelner RechnungSpoften aus dem Extraordina- rium in das Ordinarium einverstanden sei. Das vorhandene Defizit sei den großen Achgaben und den Investitionen zuzu- schreiben. Wenn diese einmal beendigt seien, sei eine ba1dige Aufbesserung der finanzieÜen Verhältnisse des Landes s1cher zu erchrten, da das Uebel nicht so bedeutend sei, 11112 96 dargeftellt wer 9.
_ Die auf heute anberaumte Konferenz der Deak- partei ist auf morgen vertagt.
SchWeiz. Bern, 16. Januar. Das bereits erwähnte Schreiben des Prasidenten des StaatÉ-raths des Can- tons Genf 1111 den Bundesrath hat folgenden Wortlaut:
„ _ „ _ Genf, 12. Januar.
GeirLux', _liebwertbrxtc Eidgctxoften, Wir haben seiner Zrit Jhr geelyrtexz Schreiben voxn 22. 5211191111 v. J; mit dem Proteste des Migr. Agzwzzi gsgen _das GMI uber die religiöyen (Hönosssnicbnftc'n und goqcn 111116111 Bcschlm; vom 29. Juni er1)alt_en; in jüngster Zeit theilen Sie uns" das neueste diplomcxtiWZ letemtück mit, in wechem der gleiche Praxat gcgen unzqre Bc1chlüne vom 20. September und gkgcn die Maßrxgeln proteytiri, die wir behyiö Reorganisation des durch die Demqsion des Bijchofs Marille!) für den Kanten Genf in eincm wahren Zustand yon Anarchie gcrathcnen kaiboliichen Kultus zu treffen beabjtchrigen._ Mrnn wir auf diese Kundgebungen des Repraycntantch11 einer fremden Macht nicht zu antuwrtm für gut, Fanden,“ _111 geschah dies 1111131 aus Mangel an Gründen, sondem 1_1)e11 Wir d1e1e Jutervctztion des "Heiligen Stuhles für ein so imma- 19nch Attxntaf auf die Unabhängigkeit unseres souveränen Staates )1xlien, dg); uns StillMyyeigcn die würdigste Antwort schien. Daß wir rms jetzt aber die 1151; nehmen, diefes Stillsch1veigen zu brechen, gcxcbieht nur 11111uniercrje1ts gsgen den Hirtenbrief zu protestiren, m111e1st_ 1le Up der heilige Vater Von unseren Kanze1n herab unsern katholqcsZen Mitburgerq ihr Verhalten in den inneren Angelegsnbcit-n umsres T'ande-Z vorstbreibt. _Was die Profe te des Nuntius betrifft, haben Wir uns begnügt, di1qe1ben einfach a 30111 311 [Ich, was wir Ihnen hiermif zur Kenntnis; bringen.
“ Im Namen des StaatsratHS: Dcr Prasident Moi1e Vautier.“
' Frankreich. 'Paris, 17. Januar. Der Kriegs-Mi- nrster hat 111 der ch1slehurftcr Angelegenheit ein zweites Schreiben an den Marschal! Mac Mahon gerichtet. Dasselbe trägt das Datum vom 13. und lautet:- _
. Ich [*in benachrickykigr wwrdcn, daß Offiziere Wclche der Kaiser- lichen (Harde angehörten, 581 Gelegenheit dps Todes Öiapolrons U]. einm Trauerflor an 11)an Degen geheftet haben. Ich bitte Sie, diese Of- fi_31_e_re daran zu erinneri1,„_d.113 die offizielle Trauer allein dem mili- tar11chcn Gebra11che, gemaß den am Degen getragenen Trauerflor ge- stattet, und da]; die Familien: oder Herzenstrauer (1113111 (18 famüla 011 (10 0091111) „9111317 und allein durch emen Flor am Arm angedeutet Wird. Da diese eßtere Kundgebung augemcheinlick) die einzige ist, Zvelche die 111311 der Natidnalver1a111m1ung gegen Napoleon 111, ausge- 1prochex1e Ab1c§_ung „den in Rede stehenden Offizieren gestaltet so wsr- den Sie begreifen, 111) weisse nicbt daran, daß Sie den eFlor am chxn zu 11ntcrdr11cken abeu werdcxi. Ich bitte Sie in achn Fällen, 111 dieser Hinsicht die strengste Ausrührung des chlemcnts sichern zu wollen. Ich habe die Ehre :e.
E. de Ciffey.
_ Das „Avenir National“ meldet:
„Die Subkommisfion des obersten Kriengaths bat ilre Arbeiten über die Ertveitcrungen der Befestigungen von ZJZaris vvllendet und wird dieselben nächstens dem Krieg:“;- Minister vorlegen, Worauf dieser von der Nationalversammlung die nöthigen Geldmittel zur Ausführung des Projekts verlangen wird. _ Am Montag wird Herr d'Audiffret-Pasquier die Ver- nehmung des General-Jntendanten hinstchtlich des Materials der Arsenale beginnen. Die Lieferungskommisfion hat schon mehr als 700 Berichte über diese Angelcgenheif erhalten. _ Seit einigen Tagen machen die Zöglinge von St. Cyr topo- graphische Studien und Terrainaufnabmen in der Umgebung des Mont Valerien von Montretout bis Malmaison und Bougival.“(
_ D1e Armeeorganisations-Kommission11-1th1 Antrag Pire angenommen, dahin ehend, den jungen verhei- ratheten Leyten zu gestatten, als einjährige Freiwillige zu dienen.- __Mittelft Dekrets des Präsidenten der Republik vom 10. d. M. 1st der Abbé Turinez zum Bischof von Tarentaise
in Savoyen ernannt worden. Versailles, 18. Januar. (W. T. B.) Die Natio-
ein Geseß, die Abänderung der in den Artikeln 19, 58, 61,
nalversammlung beschäftigte fick) in der heutigen Sißung
_ 98: 2600 Thlr. Hierzu Summa Kap. 95: 6470 Thlr., mithin über-
aus ie [' mit der Interpellation des Deputirten Leöpi- W WEY ?otrYert, daß der M nister des Innern dahin wirke, daß *die städtischen WahlkörPer und die Gememdevertretungen die Gesche achten. Der Minister entgegnexe, daß er schon Schr111e in dieser Richtung gethan habe und fugte hinzu, dgß' er deri Geseven Gehorsam verschaffen werde, so lange er Mlm er sei. Die einfache TageSordnung wurde abgelehnt und bei [offen, im Vertrauen auf die Feftigkcit des Minißers des Innern zur TageSordnung überzugehen. Sodann wurde der leßte Arttk_el des Broglie'schen Anrrages über die Erricht11_ng des Rathes fur den öffentliléen Unterricht genehmigt. Am _nachftxn Montage soll die Intcrpe ation des Deputirten Johnston bezugltck) des vom Kultus-Minister erlassenen Cirkulars berathen werden.
Spanien. Madrid, 16. Janugr. (K. Z.) Die noth- wendige Ergänzung zu der Vorlage uber die Abschaffung des biöhrrigcn Rekruti1ungsmodus ist nun erfolgt, indem der Ma- riue-Minifter einen Geseßeanrf zur,?lbichaffung der Marnie- Aushebung auf den Tisch des Kongreijed geleZt hat,_ Es tft eine Kommiifion zur AuSarbeitung deß Benchtes uber die Vor- lage wegen Aufhebung der Sklaverei, ernannt. Die Budget- Kommiffion bat die Abänderungen gebilligt, welche der Fmanz- Minister Cchegaray für das AuSgabe-Budgct"yorgeschlagen [)at. Herr Manuel Gomez ist zum ersten Vize-Pra11denten dcr Kam- mer gewählt Worden. ' . _
_ Der Carlistenführer Gamundt und [em Adjutant DZ)- miugo de la Cruz wurden von den Königlichen Truppen m Catalonien gefangen genommen.
Italien. Rom, 17. Januar. Nach der. „Italia Milimrß“ hat die Vertheikung dcr Vetterligewehre at_1 dre Pers aglier1.- Regimenter begonnen, und werden dieselben 111 kurzer Zeit damit versehen sein. Einige dieser Gerorhrgsollen 1111111'1n de_n Distrikten vertheilt werden, 'um _die meahrtg = Freimilligen 111 dieser Waffe einzuexerziren. _ Nachftens werdeii d1e Befeh1e aus- gehen, wonach die Offiziere der Pr'ovinzralmcktz 111 den Jahren 1873 und 1874 zwei Monate Dienst thun soUen.
_ Der italienische Gesandte am Hofe 111111 Kopenhagen, Marchese Spinola, hat einen Urlaub von_z1ve1 Monaten ver- langt und erhalten, um Privatangelegenheiten zu besorgen. _ Auch der diesseitige Gesandte bei der hoher; “Pforte, Graf Bar- bolani, hat von der Regierung emen Urlaub erbeten und er- halten. . _ .
_ 18. Januar. (W. T. B.) Der Fmanz-Minister legte in der heutigen Sitzung" der Kammer das Schluß- ergebniß der Finanzv-IrWaltung fur-1872 vor„ Dangck) betragen die Gesammteinnahmcu 1296 Mtllionen, eme M1ll1on znehr als die Vora11ichläge im definitiven Budget erwarten ließen und 108 Millionen mehr, als die Einnahmen im Jahre 187]. Die Gejammt-Ausgaben belaufen steh auf 1376oM1U1onen „und übersteigen die Ausgaben für 1871 um 89_ Millionen, blc1ben aber um 181 Millionen hinter den Vora111chlagen des defitzi- tiven Budgets zurück. Der Finanz-Mmzster sprach jchlreßlixh sein Vertrauen aus, daß die Kammer die vorgelegte Schluxz- Abrechnung genehmigen werde.
Rußland und Polen. St. Petersburg, 18. Januar. Durch einen Befehl “an die Truppen der Garde und des St. Pc- teröburger Militärbezirks vom 28. Dezember 1st ange'ordnet worden, daß bei allen Regimentern, abgesondertßy Batailldiicn und Batterien vom 1. Januar 1873 an Tageßuchcr gxsuhrt werden jollen, um so ausführliche Nachrichten uber,das 11111ere Lebcn und die Beschäftigungen der Truppen _in Friedenszeiten und über die einzelnen Thaten de1'1elben nn Kriege zu ge- winnen.
_ 19. Januar. (W. T. B.) Nach dem heute veröffent- lichten Reichsbudget pro 1873 betragen die Einnahmen 517,349,834 Rubel und die Ausgaben 517,322,162 Rubel. Es verbleibr mithin ein Ueberschuß von 27,672 Rubel.
Amerika. New-York, 20. Januar. (W. T B.). Dem Schaßsekretär Boutwell find gestern Seitens znzei verschiedener Squdikate, welche hiefige und Londoner Bankhauser yertreten, Offerten bezüglich der Begehung einer neuen Anleihe von 300 MiUionen Dollars gemacht worden; derselbe_hat ßck) aber bis zu 11ä02ftcm Dienstag, wo die BudZe'taussckwffgdes Kon- gresses wie er zusammentreten, seine defimtwe Entscheidung yor- be alten.
h _ In den östlichen Theilen Nordamerikas isr starkes Regenwetter eingetreten. Die Flüffe find im Stergen be- riffen. In Philadelphia wcrden Ueberschwemmungen Zefürchtet. Die Erie: Eisenbahn steht unter Wasser. _ AUe Zeijungen protestiren gegen den Ankauf der Samana- Bai Seitens der Regierung.
Landtagöangelegenheiten.
Berlin, 20. Januar. Dem Hause der Abgeord11eten_ ist fol- Yendcr Nachtrag zum Staatshaushaltö - Ekat fur das Jahr 1873 vorgelegt wordeii: . „ ,
Kap. 95. Tit. 1. Ministermm des Junorn._ Landralhhche _Be- s)ördcn und Acmter. Bxsoldungen: Zwei Landraihe Fur d11'_ bc1den ncu zn bildenden Kreye Kattowiß und TarnZMZ 1111 Regierungs- Bezirke Oppeln, durch1chnittlich_ 1400 Thlr., sur 1_eden 2800 _Tl)_lr. Tit. 3. Ein Kreis-Sckretär fur den er15 Kattonn .durchzcbnittli'gb 900 Thlr. 1113. Für den Kreis Tarnozviß is? _der 1s„1_1er 11_n Kr'ei1e Beuthen angestellte, in Folge der Thrckung die1es Kremer disponibel werdende zweite Kreis-Sekretär bestimmt. T11._4. wat Kreisbotxn für die unter Titel 1 bezeichneten beiden Kre11edurch1chn11111ch fur "eden 310 Thlr. :: 620 Thlr. Tit. 7_. Andere persdnlicbe Angaben: Hur Remunerirung eines Bureau-HülsSarb-kiters bezm chndraihf-amic des Kreises Kattowiß durchschnittl1_ch 450 Thlr. 1712 ur den eris Tamowisz wird ein Bureau-Hülssarbeiter zur'ZeZt m terfordcxlixh erachtet. Tit. 9. Sächliche Angaben: Zu Dien1xauftvands-Eni1cha- di ungen für die beiden neu anzusteücndcn Landrathe nach dem [Eßl geJtendcn Durchschnittsiaßc 1“; 1000 Thlr. : 2000 Thlr. Sumuxa Kap. 95;: 6770 Ter. Tit. 6," Davon_ ab. dte RemmzeratiouFur den beim LandraUEamte zu Beuthen_ fimgirrndctz zweiten Hu1fs- beamtcn (Assessor), welcher nach erfolgter „Tbctlyng dcs Krones Beutbcn entbehrlich ist mit 300 Thür., mithm [*le1be11 6470 Thlr.
Kap. 98. Tit. 1. Poli ei-Vérwalrung 111 den nyvmzen. Besol- gungen: Zwei Polizci-Jmpe oren für__die beiden Kreue Bcutbey und Kattowitz durchs mttlich 1000 Thlr. 7111“ jeden,.2000 Tkylr. __Tit. _11_. Sächliche Aus a 111. An Dienstauswands-Ennebadigunch fur d1e1e l'eZ'D-xn "111111111-x uipcktorcn 11 300 Thlr. :: 600 Thlr. “Summa Kap.
haupt 9070 Thlr. „ _ „ .
_ Bemerkungen. Für den Krets _Beuthey 11111) gegcnrvarng etars- mäßizz angestellt: 1 Landrath, 2 Hulfsarbmter (Asseswren), 2 Km?- jekrctare, 1 Vureau-HüliSarbeitec, 1 Kreisbote. In Fylge der Thei- 1ung die1es Kreises in die drei Kre1se Beuthen, K_attow1ß_ 1_m_d Taryo- wi? werden von den bezeichneten-Beamten entbcbxllch': 1 „Yilxsarbeiter (A fessor), dessen Remuneration von 300 Thlr. jahrlich aus die Kosten
Tout. Tit. 3). Daxtgm wird für dez! Kreis Venthgn die ciatSmäiZige nstellung eines Polkci-Jmpektoxs mit deux Dgrchychmttsgebalte von 1000 Thlr. und einer Dienstaurwands-CUUchadigung von 300_Tblr. 'ähriich erforderlich éeouf. ._Kap. 98 Tttxl uud'11),__ E1n_ 1x1chcr
eamter wird dort chon seit l_änge'rer Ze1t„komm1ssari1ch bcjchaftigt und aus dem DisPofitionsfonds fur die Polizei-Verwaltmtg remuncrtrt.
_ Dem Hause der Abgeordneten ist foigender Entwurf eines Gesetzes, betreffend dte Betheiligung de_r Extagts- beamten bei der Verwaltung von Erwerbögcielvchasteu vorgelegt wvrden:
Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden, König von Prcußen 21“. verordnen mit Zustimmunk_1*eider Häufcr des Landtages fur den ganzen Umfang der Monarchie, 111.16 folgt: „
Y 1. Unmittslbare Staatsbeamic, wclche aus der «_tizaiskaffe cine orilaufende Besolduxig oder Remuneraxiou beziehen. duxrcn ohne Genehmigung des vorgewßten Ressortministers nicbt Mitglieder von ; Vorständen, ".)luffichts- oder VerWaltungsräthen aus Erwerb gcrichtctcr z Gesellschaften sein. , _ _ Die Genehmigung ist fortan zu versagen, wenn _die Mitglicd: schaft mittelbar oder unmittelbar mit einer Rgmuncraiwn oder mit einem anderm Vcrmögms-Varthcile verbunden 111. * §. 2. Solchen unmittelbarey S1aatsbeamten, welche nach der Natur ihres 21th neben der Bewldung, ipslche- sie aus Staatékgsjen beziehen, noch auf einen anderen Erwxrb hingewmen find (Medizinal- Beamte 11. s. w.), kann die Genchmnzung, _auch 11121111 mit drr_M1t- gliedschaft ein Vcrmögenövortbeil verknüpft i1t, e._tl)cilr wcrden, xrscrn die Uebernahme der letzteren nach_ dem Ermcffen' drs vorgeßtzren Res ortministers mit dem Intercßc des Staatdemtcs vcrcmbar
' eint. M §. 3. Die crtbeilte Genehmigung ist jederzeit widcrruflich.
Urkundlich 11. s. w.
_ Nachträglich theilen wir nach den stenographischen Be- richten die Rede mit, welche der Regierungs-Kommiffar Mmiftrrmk- Direktor Weishaupt in der am 15. d. M. im Hause der,?ib- geordneten stattgehabte Diskusfion über den die Eisenbahnanlmhe
betreffenden Geseßentmurf gehalten hat:
Gestatten Sie mir einißc sach1ichc chrrkungm _.111 die gxstcr'n aufgestellte und [)enie wicderrltq Bshauptng zu knursciz, daß_d1e Staatörcgierung dcr ?)rivatindustrie, de_tx Gemeinden, den BPirken1L13w. in Bezug auf die Lusfübrungj voir E11enbalmcn n1chx 1161111110111: 311191- raum lasse, raw. daß fie bei Gewabrung von Kynzknwnen nach Gumi oder Ungunst verfahre. Meine Herren, der _er1ten Bchmzprung, daß der Privatinduitrie nicht der notl)1ve11_d1ge Spixlrgum' ewahrtt werdo, stelle ich die Thatsache entgegen, daß gegenwartig 111 )t 1ven1gcr_als 630 Meilen Privatbabn im Bau smd und daß 1vc1kcre 300 Metten zum Bau vorbereitet werden._ Man könnte 'dahcy 13111 L_!)xr behaupten, daß dcs Gutau 11111711 etwas zu 11111 gcxchcben 121; dafür 'pricbt auch die enorme Steigern11g_ dcr L91311e,_ der Mangrl an Ar oitskräftcn, die Steigerung der Prein? „dcr Matcr:a[1_c11_und d1e absolute Unfäbigkcit dcr Eta'slissemcnts tür E111'111'11-[ml'cdarx "1?th der größten, die eingcgangenxn Verpflichxungkn rc_chizett1g 311 erfullrt) und neue Engagementcz auf kurze r11tc11_zu ubernclzmsn. „Ich_bnr dcr Ueberzeugung, dar;, wcnn dic 'Sch_[LÜ16U 11911) 11361181? gxoffncr Waren, wir eine Sundflutl) crlcbt haben wurden, Welche„alle'Untcrncszn1ungc11 mit fick) forigcrisscn haben würds, die Juden" wre d1e 111111dcr guten. Dic Staats-chierung ist 1"1_ch bewußt, daß 11? dem ncusrdmgs znclßr- fack) “beliebtsn System, Ei1cnbal)nen durch anxbankßn _1111d Finanz- konsortien zu gründen, 1o1veitcntgegengekomn1'cn 111, als 118,1?) 1rgcnd glaubte vcrantrvorien zu 1151111811, vorgeb1n11ch 111 dcn Fallen, __wo es fich darum handelte, Eiwnbahnlimen 1n€-_Le11en 1111811311 1111111, von wclchrn angenommen Werden. konnte, da!; [te der Cn1w1c1l11119 des Landes ganz besondere Vortbccke chalxrqn wurdcn. _Ciwas Wro- der hat fich allerdings die Staatsregierung 111 iclchkn Fallen zu dcn KonzcsfionSgesuÖen gestellt, Wenn er» fich 11111 remeYaraÜelelynxn [Yu- dslie, psme daß durch dicselbcn wcjcnilich neue Distrikts au1gc1chlo11€11 wvrdcn wären; gcradczu ablehnend hst sie.!"icb Jber vck1*1„1»111en,„11)c1111 den Unternehmungen an der St_irtx geschrieben stand, , 17111; cs» 11117111 kcincr Weise um ein Lanchbedürsniß 511111316, sondern ledig11ch um Agto- tage oder um die Bedürfnisse eines Konwrriyms. Ick 1111111136, das Hrbr Haus wird diestm Verhalten der Staaißrcgicrung d1e Z11111111m1mg „111611 versagen können. Oßnc ein derartige?) Verhalicn_ wurde 1111911 über das Land ('ine verderbliche Katastrophe [)rrcingebrochsn 16111.
Im Uebrigcn ist die Staais-chixrung in dxr Lago, iihcr i_edcn cinzclncn Fall zu diskutiren, fic hat Nichts zu v:r1ch1vc1gen, 117112291136 und Ziele sind klar und offen.
ES find gestern Namen genannt worden, um 111 beweisen, Dax; bei dcr Konzesfionirung nach Gunst, row. 115111) 111113111111 verfahren Werde. Es sind dies die Namen Strouskerg, Purtbus, Biron, Wage- ner. Meine Horten, über _den Vr, Strousbsrg hat der „Herr .HazxdclS- Minister gestern bcrrits gexprochen, ich_111öchtc „nur noch 1,111131111191'11: Strousberg war entschieden der Mann 1c1ner Zeit.
In einem Augenblick, 1110 Staatsfonds fßrEiienbakUWmitUi 1111111 zur Disposition standen, wo die Privat-Jndmtrie fick) von_ dxm_E1]o11- 1911111111111: Vollkommen zurückgczogmi [)UÉLL, wo die (xlten (_Mellstdaitsn auf ihren Lorbeeren rul)ten,_ er1ch1011 Strousbcrg;_1l1m ]chlngcn 1111d kamen die Herzen allcr_Krci1c cntgcgsn, welche 11143 da[)m vrrgcblicl) und ungeduldig auf Ci1enl*al)n1'n gewartet 51111811. _
Strousberg erkannte die;? mit 1einem 'r1chtigc11 B11ck; cr Handke sich an die bcibsiligien Krei1e und (He'mrm'den' und forderte _112_ zu Opfern auf. Diese Opfer sind 15111 111 reichliclxm'Maize gssirzstcn; unter Anderem hat man Millionen und abermals Mtlltxxncn gezeichnxt in Stamm-Aktien ahlbar in [111131- 3113311, Ick crmnere an dic Berlin-Görlißer BaZn, ww dic Stadtc Görlitz, Cotxkz'us, Sprembrrg, Wustrrbaufen, der Prinz Friedrich der "Nieder1andc mr circa 2 Mi!- lioncn Thaler Stamm-Akticn 111 yari 11,bernommcn haben. So ging es weiter, unter Andern auf der_Bahqlmie Hallc-Sorau-anen, wo die Magdeburg - Leipziger Gc1cll1chc1ft iHr Ydrrccht auf dyn Bau dcr Bahn 2 Jahre hatte ruhen lassen und demnachst 171111711 Abstand nahm. Natürlich wendeten viele sich dem ansgehcnden Gestirn zu. Stronshcrg vrrstand es, mit Geschick die Sachen _zu gruppirxn und__n1»11e L_Lntcr- nehmungen ins Leben zu rufen; 11111 H111fe von F111a11zkraxtcn, 11116 der Kreise und Gemeindsn wurdc c33,1[)„m le1chi, Ka11_11one11 311 steilengmd Eisenbahu-Gescllschaften zu kon1titu1ren,unt_cr Ermllung der_gc1ctzltchcn Vorschriften. Hätte in jenem Augcyblxck f_11r d1c'StaaLergteru1xg 81116 Veranlas-Zung, vorgelegen, diesen Gc1ell1chaftcn die Konchwn 111c171 Ju eri eilen “_ „
h Meine Herren, das System Strousberg beruht im_ Wch1c111l1chcn auf 'der (Hencras-Entreprist und "161 Zahluu „größtentheüs 1n Aktien statt in baar. Das System hat _d1e Thattgkeit des Urhebers ch- schieden überdauert, es wird _fortchsßt yon Zen Baubanken_u11d „ck51- nanz-Konsortien: cs smd dies tm L_lllgcmenxen Strousbcrgsnaus Aktien.
ck glaube, man wird fich nicht _darube'r wundern koyncn, wenn das Handels-Ministerium, wxriihcr gx1tem geklagt w_11rd1', altere11 uud potenteren Eisenbahn-Gefeluchaxtcn 'm Konkurrenzfaücn „dcn Ycrzug eingeräumt hat bei der KonzeMon'irung _vvn Balzncn eincm wlcherz Systeme gegenüber, vyn dem ich n1cht ergx anzufubrrn 111*auch_1).*,_ _dar: es vom Handelö-Ministerium„keineswcgs sur em [*ewndors g11-1111gxs und lobenöwcrthcs gehalten w:rd. „ „__
Was nun die Ramm Wagener„ Puxbus 11111) Vtrg'n bcirmi,__ so bemerke ich, das; diesen Herren sc1b1„t keinerlei Konzesyianu'EUen- bahn-Anlagm ertheilt wordetx ist; Ste stellten sich an die «wße yon Komites und bildeten Gesell1chasten; _fie 311111th _die Ycrlaygte Kaution von 5 Prozent des Anlage-Kapitals ein„u11d 1163911 1111) 111 das Han- dclöregister eintragen, Wodurch dcr Bexvxis erbra_ch_t wurde, dax; weitsrc
10 Prozent eingezahlt worden 1cien. _Ww ko11111c da die _ Staatsregierung aus den _Namen derjenigen, d1e an der Spißc dcs Gründungs - Komitecö gestanden hatten, Verap1assung nehmen, die Konzession nicht zu crtheilen? AUZUBeditxgungen erfülLt und die Unternehmungen zWeckmaßig befunden:
Bahn von Oris nacb Wartenberg. Das Interesse, 111613.er die Herren an diesen drei Bahnen gehabt haben, liegt auf der Hand; fie hatten den natürlichen Wunsch, die Bahnen zu Stande _zu bringen, und haben, wie gestern von dem Herrn Handels-Miniiter angefuhri worden ist, kcineSwegs dazu bcigefragcu, das Handels-Minifterium hierbei stets in angenehme Stimmung zu versetzen. Wcitcre Konzessionen find an von diesen Herren gebildeteKomircs noch nicht crihcilt, insbxionderc aucb r-icht an HkrrnWagmcr, wie gestcrn brkxauvtkt wurde, dirKoanfion für eineBaHn von Schneidemübl 11.111) Bélgnrd, rcfy. vcn Schneidcmükyl nach Prien _ ich glaubx, das warcn die cstrrn genannten beiden Bahnen _ odcr für die Balm B1111.1rd-Nc111111tin-Schneidemühl, !ondcrn n11r dir Gincbmigung zur AnfertigUng der Vrrarbcitsn dazu Ohne Krme- quenzen für di? Llusiüihrung. Krk) glaube, das; hisraus deutlich [)cwor- geht, wie dir Staatsrkgirrung in diescr Frage nichts gethan 13.11, was ibr irgendwie als Schuld angcrechnet Wsrdcxi könnte. Meine Herren! WEnn es in der Hand dos HandclOMinisteriumß 15917, die Namcn 311 bkstimmen, dic? an der Spißr solcher Untrrncbmurxgcn 511 stobsn 111111611, dann würde 712 noch 11.1113 andkrs Natur!] zu xtrcicksm wissen; ste hat darüber jcdock) nicht zu befinden; sie muß fich deMalb dcnjenigm gefallen lassen, wslcber ihr mit Anträgen entgegenkommt, und 11.11 nach Pf11ch1 und Gcwiffcn 511 Prüfen.
Ich komme' auf die gestrrn ebenfalls berangcxrßcnc Frage wcgm Ausführung einer Bahn von Langelsheim nach (5111116111711. Mejne Herren! Ein ganz kurzer Historischer Rückblick wird Zdne'n [*chiéen, dar"; der StaaiSregicrung auch bei diejkr Balm kcincrlei Bcr1chuldeu vorgeworfsn werdcn kann. Im Jahre 1867, bald nachdem Hatxnovcr an Preußxn geiallcn war, zeigtc fich ganz augenickycinlicb, dai“ dcr Bsrgbau im Oßcrharx notdlcidend 111, und dar; ihm nur dur eine Eisenbahn nacb dcmHoÖVlatcau vrn ClauÖrbal grlwsen 111?an könne. Zu einer Anlage auf Staatskostcn w.1r dicie kl-kinc Balm in ihrer isolirtcn Lage nicht gkrignci, die StaatsregicrUng sal) 1111) 133111111 11111) eincr Privat-Gsisllfcbait 11111, die etwa in 'der Lage wärs, die Bahn herzustellen, Sie Fand dazu geeigucr diE Magdrburg - 33.111)“- städicr Gesellschaft, 111€1che damals 1111 Bcgriff W111, die Eiken- babn von Vienenburg nach Halle zur Ausführnng zu bringen, und die schon einr größcrc A1“3.1[)1 von Zweigbabnsn in die' T1ckä1er des Harzes hinesngelegt 1111111. Mit Liner andorra Gcisllickxaii krnnteiv: iich nicht wohl in Verbindung 11131311, 1rei1 weder dir BraunsckyMigixch urch die Hannover-Altknbekencr schon Vorhanden waren. Tir I)iagdebUg-Halber- städicr GcscÜscbaff «klärte sicb bereit, die ?[uHiüHrunZ der Bahn 511 Übernkbmcn, wenn dicse gleickyzciiig in Bsrbindung KLLLHT würde 11111 cincr Jortietzung dcr Halie-Vicncnburgcr Balm 11.111) SMM, und 11321111 für die chigbahn nach dem Oberharz cine ZinéZgarnnrie _geirasxri würde. „1,11: “Staatsregierung crkläris fick) 171€rmii, da di€ GEYUÖUL auf andere Bedingungen nichr eingcch wollte, vorläufig cinrcrnandrn nnd [*cmübte fick) Von der braunsch1vcigischcn _chicrung wir 112 Magdeburg-Halbcrstädrer (Hrisliichaff “die 5101138111011 311111 Bay der Bahn nach Scescn zu erlangen. Die [*raun1chwcigi1ck1c 9161111111119 vrrbielt fick) abcr hicrgchn durckyaus 1111661101113 und a S im _Jasxre 1870 der Staatswertrag abgcsch1oss8n wurde 11199211 Berkautö dsr braunsbweigiichen SiaatLßahan an cincPrivnlgc!eÜ1chaf_i, 1111111811 sie sich sogar das 9121171 vor, dicxcr (9616111111111 DiE 5191132171011 fur den im BraunschWrigischsn liegenden Theil dor Balm von VZMMÜYM 11111) Sscssn zu crilxeilcn. “Sie [Jai _dics später 111111), gethan 1-1nd.d1c Mag- deburg-Halbcrnädtcr (3561811115511? [mite in Bczirlximg 11111 d1m011P11nkt das 9111111105611, (Fs vrrblirb ihr nur die 1111111 [:raun- schwcigisck€r Scik-Z ZUgCstäUd0U€ ZFVCiIÖÜÖZL 1116) (31.1114 thai, für wclchs dic Konzefiidn 1113111 1111 Jahrs 1869 ertbeilt worden 113.11". Dis *ZtaatHregicrung 1.16 7111) .1110 1111 _J_31)re 1870 einem Rbkonimcn 919211111111, wonach dieMagdcburg-Hnlbcrxtadter Geisllscbaft die Bahn nach Clauéilx'»! gcgen Gswäkxung cinsr “31116- gnrantie zur AUSiührunJ [*ringsn 1ollre._ An Stella. dcr 3_in(;g.1rant1k, die hicr im 53011611 Hume niemals großr SympaWicn g€sund€11 kat, 11.11 eine Entschädigung €;. kom] 91311111 von 500,000 THW„ die Berg, vsrwnltung war 11111 dicism Abkommen durchauZ zufrieden, wei1 sie zich iagfc, daß fie durcb diss? Baßn jä[)r1ich 250,000 TM. (111 _Fnhrkdxten ersparen, bcrciis in 2 Jalyrcn der Zuschuß wieder gxdeckt 113111 wurde. Die Siaatércgisrung wandte sich11u11u125r 7,11diELand-ssvsrtx'.*?*73;1g, 11111 die Genehmigung zu ('1'[)111W11, daß die 500,000 Thlr. _dcx 9.1éagdc1111rg- Halbcrstädiér Eiscnbalxngcisüsckmft gcgcbrn xverdcn d1_1rfxc. _Da'kam in zwölficr Stunde die Braunsckywcigiickéc Ei1snda1111g618111ch311„11111dcr Offerte, untcr günstigcrcn BCDMJUUJCU dcn 25.111 und Betr1b dsr Bahn zu übrrnel)men. _
Meine Herrcn! (ZI gcschas) dies in Folge cincr Anrrage rss, be- treffenden Referenten des Hcrrcnbauses nnd gkcicbzciiixxsn 9111111110er 115 chvaliungsratlys dsr Brrlin-Pcfsdam-IJTagdsbnrglr (»!111'116ah11. Diese ist abrr Mitbesitzérin der BrannschwsigiiMn Cixrndalxznund g1cichzcitig natürliche starke Krnknrrsnfin dcr Magdcburg-Halder_11adter Eisenbahn. Also auf eins Anfrags drs Herrn Rcfercntru 11213111911- hauics, erklärte fick) die Bra11nschweigischc Eisc11bahn-(Hrécll1chizxr bxrsit, dcn Bau unfrr 9111111111?an Bsdingungen zu xmtcrncbxncn. Sr 11561."- rascbcnd dies 111111) für die Staatsrcgikrnng 11111 111111318__ denn___d1e [*kzüglicbe Gunkrak=Verfa1n1nlung dcr Magdeburg-H;11ber1111d11'r 011211- baHa-Gcscllschaic 13.1116 nicht rtiva [zinicr xcrschlosxrnsn T_11111s11 gctagi, und dcr Staatsvcrtrag war in dcr Gesetzmnnniung »WE-111111111111 wor- dcn, ercrmann 19111310 11119 genau, 11111 113.15 cs iick) Handclt; 111117 11112 die SUCHE lag _ id zog iir dock) für fick) die i1'11.1115iel[ 116111311 .*11'111e- qucnzcn aus dieser OffMc, indrm sis 1111111119111 1111) _1111 116 [MM: (92- icUscHaftcn, dic Braunich1v219i1che nnd die Haibcrßadtkr 111.111d16,_ CME engere Snbmiiüon unter ihnen ausschricb und_a111_©r1111d chQrgcb- nisses kisses S1111111i1'iion in dir Lage kam 511 UÜTUTLU'U, da[; 111" unter U111s1änd€ndic ***nbn 013111' (Mo Zusckzüssc gcbnrii deko11111ic11_konn1?. Jede dicssr Bahncn Hat iixrs Bciingnngm gcitsllf, untcr dsyen 11T [*crUt ist, die Zwoigbalm narf) (5141131511 zur Auskührmig 511,17r111Z1'11, 'ohne einen Staatöznschnß in An1pr11ch 311 nehnzcn. “El) 112111 111 dicxcrxi Augenblick die Llngclsgcnhcir. Das Hohe 59.1115 1.111n vcrtraucy, daß die StaaiSrcgicrnng 1165111115511?) 2111 keine Bcdmguxigcn c1n11111011 wird, die nicht dem Vcrkcbcm-Jntersmc des _Landcs cuiyrrerhcn. SLL werden aus dicixr „Darlegung ersehen, 11161119 Herrcn, 11113 1rg1*11_d wxlchcs 211117611611 odcr Vcrscbuldcn dic Staatsregierung „111111 in dic1cr 13111112 nicht trifft.
dcs ReichH-Ober-Handcls-
Die neueste E11ischeid11ng „ D1e
gerichts in Lcipzig 11111121: (Nr. 14) RUUZTÉ 116 “1'jn11111311011;_ „ Znstellzmg des Appellakich an Ausländer muß bei Straxc _dcr 911113111]- kcit bci dcm Genera Prokurator des kkUlPLtCUtkkl Appellßoies erxolgcn.
_ Die Nr. 3 ch „Amtsblatt der Dcutschc_1chichse Postvcrwaltung [)at folgcyden Inhalt: Gcncra1-_Vcrmgt_1ng vom 12. Januar 1873. Postdampf]ck1ff-Verbindungc11 511111111211 Dansmark, dcn Faröer und Island.
Statistische Nackrichtem
Fm Kaiscrlichcn staiistiichcu Anx'tc find kürzlich 11cbe_r11chte_n über die Produktion und Be1t„eu1rung-_ 1r1v1c 11ber'd1e Ein- und Ausfuhr von Tabak 1111De11x1che_11Zxoklgxbxcte für die Zeit vom 1.J111i1871b1s 30.3u111 1812 au1ge1tellt worden. Wir cntncbmcn 1711115111611 d1c na sol_gcndcn 2111111111111: ' _
Die Geiammjfläxbc (111.1 mi! Tabak cyslanzfcn Landere1c11 kemi 1111) auf 22,509,20 Hektar, auf welchen uberhaupt 713,94» Ctr. getrocknete Blätter 9er im Durch1ch11itt.31,7 Ctr. aux 1 Hektar ge- wonnen worden find. Der mittlere PMI ("MOZ (Z.sntncrs _getrockxixter Blätter stellt sich auf 8x Thlr. An drm Tabaksbau in 1tkucxpfl1cb- tigem Umfange partizipirien 94,916 11[_„111zer 1nit22,239,12;82ckk.1r, während Tabaksbau 111 strucrsreirm 1111111192 von 83,675 Pflanzen! auf Liner Gcsamwtfläckc voii 270,08 Hektar getrieben worden _1st. Der Betrag der für das Erntejabr 1871-72 festgestellten Tabaksitener be- lief fich ani rund_518,979 Thlr., wovon jedoch an Erlasjen wegen Ha el, Frost, Mißwackxs, Uxber1chwcmmung 11. 1. w. uberYanpt 15, 30 Thlr. a1111ebcn._1o dan also der wirkiclxe Ertrag dcr «teuer sich auf 503,449T1111', 1,1011. Die einzelncn dentnben Staaten n1'1xmen
er mit dem Dur -
nung gebracht wvrden ist, und 1 Kreissekretär, Wel _ _ arnoimß uberge t
schnitiögehalte von 900 "Thlr. auf den Kreis
der beiden neuen Krkise Kattowitz und Tarnmmß Yemeben in Anrech-
warcn (: _ * , Meine Herren! In dieser Wci1e find zu Siandc gckmeM: dte 110111- merschc Centralbahn, die Bahn von Berlin nach OtraUund und d1e
457.1"
an den oben angegebenen ;,.1. .;n Foißrndermaßcn Theil;
!