1873 / 23 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 25 Jan 1873 18:00:01 GMT) scan diff

tigen zu kaffen und sodann über diesekbe in weißte Berathung zu treten. . -

Baden. Donaueschingen, 21. Januar. Auch hier war am [exten Sonntag Abend auf Veranlaffe'ng des Veteranen- Vereins einc Belfort-Feier. Bei dem dazu veranstalteten Banket, welches durchVorträge der Liedertafel verschönert wurde, zeigte sich allgemeine Theilnahme der Einwohnersrhaft. Reden und Toaste hoben die Bedeutung des Tagrs hervor.

Mecklenburg, Schwerin, 24. Januar. Die Groß- herzoglichen Herrschaften smd gestern Abend von Neu- streliß hier wieder eingetroffen.

Sachsen = Coburg = Gotha. Coburg, 23. Januar. Der Ministerialrath Rose von hier ist von Sr. Hoheit dem Herzog zum Vorstand der hiesigen Ministerial-Abtheilung defini- tiv ernannt worden. Derselbe e*röffnete gestcrn im Auftrage des Herzogs den Landtag für das Herzogthum Coburg, welcher fick) darauf mit Prüfung der Wahlen zu beschäftigen begann.

Elsaß-Lotbringen. Metz, 21. Januar. Zur Ein- weihung des Denkmal?- für das erste Armee-Corps zu Noisscville traf einc zahircichcach Offizieren dss ]. Armee- Corp-Z bestehende Deputation unter Führung des Obersten von MaLow, vom Grenadier-Regimeitt Kronprinz hier ein, des- glei cn General-Lieutenant Frhr. von Priizclwiiz, der im Krivge die 2. Division kommandirt harre. Am 19. Morgen?- 9 Uhr kam der Ober-Boschlshabcr der Okkiwation-Zarmcc, General der Ka- vallerie, Frhr. von ;Manteiiffel, mit zahlreichcm Gefolge von Nancy hier an. - Das.- DerWnial selbst liegt auf dem höchsten Punkte der Gegend; auf einem Sandsteinsockelruht der Löwe mit nach MEH zugrwandtem Hmipte. Die umliegenden Gräber der im Kriege gefallenen Dcritschen und Franzosen warrn mit Flaggen und Tannen reich und der ernsten Feier aiigemeffrn geschmückt. Ein kombinirics BataiUon des 8. OsWrrußisthcn Iiifanieric-Rc- giments mix Musik und den dreichinients-Fahnrii, stand rechts vom Denkmal, ihm gechiibcr hielt eine kombinirte Eskadron dcs Ostpreußisthen Dragoner-Regimcch mii Standnric. Arif den beiden andern Seiten des Dcnkmals standen die Deputatioiien anderer Truppeiitheile drr Garnison; in der Mitte um das Denk- mal viele Offiziere, Beamte und Damen. Die Truppen waren sämmtlick) im Paradeanzug. - Nack) Bcrndigung der Unter Gesang und Prédigt erfokgcnden Weihfeierlichkeiten hirlten dcr Gonvcrncnr Gcnera1 : Lieutenant von Bentheim, sowie der Gcnsral dcr KavaUcric, Freiherr von Manterrffel An- sprachen, wiihrend wrlchcr dar."; Foxi St. Irrlicn mit schwersm Geschütz saluiirtc. Hierauf präscniirtcii die TUWPLU und die Musik spielte die Naiional annc. Damit war die Feierlichkeit beendigt, und die sämmtli ) anwesenden Truppcii und kautirtcn defiliUen vor dem Gencrak von Manteuffel. - Nachmittags vereinigte ein DÜW): die hiesige Gcncralität und die Ofüzier-Corps dec.“- 45. Infanterie- und Dragoncr-Regimcnts, sowie die zn dcr Feierlichkeit hier eingetroffenen answärtigen Offiziere im großen Saale» des Militär-Kasmos. Bei diesem Diiier brachte General Freiherr von Mantenffel dcn 2111911 Toast auf So. Majestät den Kaiser ach. Um 6 Uhr verließ er mit seinen Offizieren das Festlokal, um nach Rauer) zurückzukehren.

Diedenhofen, 18. Januar. Schon früh verkündete die Militär-Reveille die Feier des heutigen Tages. Stadrthorr und Militär-Gebäude waren festlich geflaggt und ebeiiso hatten mshrere Einwohner ihreHäuser geschmückt. Dax? 4. Rheinische Infanterie- Regiment Nr. 30 feierte den heutigen Tag zugleich als seinen Ehrentag zur Erinnerung an die Einnahme und den Einzug in Belfort durch ein Mahl, bei ivcichem der Commandsur des Re- giments das Hoch auf Se. Majestät den Kaiser und Köiiig aUS- braclzte. Dieser Feier fck)loß_ sick) am Abend eine zweite im hie- sigen Civil-Kafino an. Nachdem die Festtheilnchmer durch den Vortrag mehrerer patriotischer Lieder erfrent worden warsn, vcr- ejme fie ein gemeinsamer? Abendessen, sowie ein demselben folgen- der"Ball. Bei Tisck) brachte der Vorstand des Kasinos auf Se. Majestät den Kaiser, und die deutsche Einheit ein Hoch (1115, das mit Begeisterung aufgenommen wurde.

Oesterreich-Ungarn. Wien, 24. Januar. ser ist gestern nac!) Ofen abgereist.

- Pefth, 23. Januar. Jm Unterhause interchirie Joseph MadaraSz den Kuliné-Ministor wegen Aufhebmig der Bc- stimmung des Wehrgescßes, nack) welcher die Volksschuklehrcr zu den Waffeniibungcii einberufen werden. Der“ Kultus-Ministcr Frefort versprach demnächst einc diesbezügliche Voriage einzu-

ringen.

Baron Fr. Podmaniczkr) brachte den Beschlußantrag cin, wonach das Haus in Anbetracht, daß die Unabhängigkeii der Abgeordneten gewahrt werden müsse, beschließen möge, seinen Mitgliedern keine Diäten, sondern nur Reisekosteiieiitstl)ädigimg zu bezahlen. Der Inftiz-Minister Pauker brachte, einem friiheren Versprechen gemäß, den Strafprozeß-Entmurf cin. Darauf seYte Horn die gestern begonnene Rede fort, er kritisirte einge snd das Budgei und rictl) zur Aenderung der Finanzpolitik. Der Minißer-Präfideni Széilvr) hielt eine einstündige Rede und ent- wickelte in dsrselben das von Pulszki) und Horn geforderte, aber auch _von der Regierung bereit?; vorbereitete Programm. Das Ezpofswurde m_it lebhaftem Beifall aufgenommen.

*Der Mnusier=Prafident sagte im Wesentlichen Folgendes: Die Rekrimmatwnen, betreffs der Vergangenheit, en nichts und smd auch iiicht ganz hdrechiigt, da das ganze Zane.“- und alle Parteien die_ gegenwart_1ge Finanzlage herbeigeführt, dic kei- neswegs besorgmßerregend ist. Der Redner wies dym Abgeord- neten Tisza gegenüber nach, daß dieser nicht präliminirte Aus- gaben im Hause durchseßte. Das erste Mittel zur Verbesserung etwaiger begangener Fehler sei Sparsamkeit, welche die Regierung accepti'rf, s nveit sie nicht die öffcnilickzcnIntcrcffcn schädigt. Das zweite Mittel seien fruchtbringende Investitionen in vernünftiger Reihenfolge; das dritte, Verkauf -']ener Staathüter-Parzellen, die dem Skaate keinen NuHen bringen, außerdem Steuererhö: Mig und Eins: rung einiger neuer Steuern. Bezüglich alles , " en acceptirte er Minister-Präfident die Anträge des Finanz: Ausscl) ,es.

D elbe theilte mit, daß das Ministerium demnächst fol- W'Weseßentwürfe vorlegen werde: Ueber Steuererhöhung, den

_ “_ ter, einen Krimmalkodex, einen HandengeseHentwurf und „NUM G eyentwu über Aktiengesellschaften, endlich einen PWM a e Eisenb n:, Land- und Wasserstraßen. Die No- gMsmird auc!) angeben, in welcher Reihenfolge und mit wel- chetittekn alles dies ohne zu große Belastung des Landes IWW kann.- -

_ RW einigen persönlichen Bemerkungen der Abgeordneieri S_ckyvtwk W Moriß sprach noch Mariäffy, der die Rechte gegen du; A e der Opposition vertheidigte. Hierauf wurde die Schung geschlossen.

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_ Gwßbvitaynieu “mid Irland. Landen, 22. Ia- nuar. Aus Osborne wird, gemeldet,“ daß die Kösisi in “sowie der gesammte Hof am 17. oder 19. Februar nach Schw Windsor zurückkehren werden. - Der_Prinz und die Prinzessin von Wales haben sich in Begleinmg ,des erzogs von Cambrid e

“"zu einem Besuche des Marquis von A' esbun) nach Saverna e

Forest-house begeben.

- 23. Januar. Gkstern fand in Downing-Srrcet der erste Ministerrath in diesem Jahre statt, bei welchem sämmilichc 16 Mitgliedern des Kabinets zugegen waren.

- Großbritanniens StaatScinnahmen vom 1. Aprik 1872 bis zum 18. d. Mis. betrugen laut amtlichem Ausweise 54,791,093 Lftr. gegen 52,815,480 Air., in der korrespondiren- den Periode des Vorjahres. Die Liusgaben im gleichen Zeit- raume beliefen „sich auf 58,307,650 L Die Bilanz des Scheiß- amtes in der Bank von England belief fick) am 18. auf ca. 21 Millionen Lstr. -_„ ;7_.§x?Z.-;_4,Lsx; „;.-; ".“ '"“ '*-

Frankreich. Paris, 22. Januar. Das „Journal officiel“ veröffentlicht das Budget der Nationalversammlung für 1873. Dassklbc beläuft fich auf 8,624,000 Fr. Die Diäten der Ab- geordneten betragen 6,642,000 Fr., die des Präsidenten 72,000, die der Quäftoren 27,000 Fr., die Gehälter der Beamten der Naiionalversammlung 501,400 Fr. ic.

- Nub ar: Pas ch a ist in Paris eingetroffen, wie es heißt, um mit der Regierung Über die Aufhebung der Konsulargerichts- barkeit in der “Türkei zu unterhandeln.

- Die Kommission zur Untersuchung der Lieferungs- abs chliisse während des Krieges ist noch in voller Thätigkeit. Gestern wurde Garibaldi'H Generalstabßchef Bordona von ihr vernommen. JJ ._W

- Die „Corr. Havas“ meldet:

„Tic schlußgültigc Unterwichnung des französisch - englischen Han- delsveriragcs ist abermals )inausZesckwben, indem fick) unerwartete Schwierigksitmi [ici dcn Detaildcrhandlungrn crgeden Haben, die das Ganze in Fragc zu stsllsn droHen. Dic Scbivicrigkeiicn kommrn na- msntlick) davon, daß man fürchtet, daß die Mächtc, von deren Zu- stimmmig die Ausführung dcs Vcrirages abhängi, dieselke derivcigern Werden.“

- Dic Präfekten haben an die Maires ihrer Teparie- ments ein Eichlar für die Ausführrmg des Geseßcs vom 27. Juli 1872, betreffs drr Errichtung derTerriiorial-Armee gerichtet. Der Kriegs-Ministcr verlangt Berichte Über die Zahk und die Kategorie der Leute, welche in jedem Kanton berufcn find, dem aktiven Theil dicser Armee Liiigerciht zu werden. Um diesem Verlangen zu cntsprechn, werden die Maircs aufgefor- drrt, eiue Lifts der dicnftfähigeri Männer, die sic!) in ihren resp. Gemeinden aufhalten und welche den Klassen von 1860, 1861, 1862, 1863, 1864, 1865 und 1866 angchörcn, d. l). 26-32 [INKU alt smd, cinzrise'ndcn und dabei anzugeben, Welck)? gcdisni )a cn.

VcrsaiUks, 24.3a1111ar. (W.T.B.) Die Dreißiger- Kommission Hat heute den Artikel 2 des von der Subkom- misswn achgearbeitsten Geskizéntwurfs 11er die der Regiermig zristehendcii kai'gniffc bis auf den Schlußpaffits bezüglich der Intrrpellationen genehmigt Und dann die weitere Bcrathung auf morgen vertagt. Mehrere Amendcments, denen zufolge dcm Prä- fidcntcn der Repanik staii innerhalb der im Art. 2. bestimxnren Fristen die sofortige Publikation solcher Beschlüsse der Naxional- versammlung oblie, er sollte, zu welcher fick) diese in außerordcni- lichen FäUcn voran (1 sehen. könnte, wurdcn abgelehnt.

Italien. Rom, 21.Iamiar. Gestern fand im Quiriiia1 cin diylomaiisches Diiicr statt, an We'lckzcm auch der König tl'xilnahm. Tem diplomatischen Corps war vorhcr miigeihc'ilt worden, daß die Hostraucr für Napoleon [[],-während desselben aufgehobsn sein soUte.

- Skit gestcrii wcikt Prinz AMW von England hirr. - Anfang Februar wird der aiißerordentliche Gcsandte der Republik Uruguay, Graf Thomar, hier erwartot, um die zwischen Italien Und jener chublik schwebendcn finanzieilen Fragen definitiv zu erledigen.

Griechenland. Athen, 11. Januar. Ueber die erfokgie Ergänzung des Ministeriums wird dem „R. K.“ geschrie- ben: Herr KaÜiphrona-Z hat das KUÜUÉ, Herr Sotiris Petimczas das Marine: und Herr Chalkiopulos das Justiz : Ministerium Übernommen. Ersterer war schon öfter Minister, Herr Peiimezas erhält zum ersten Male ein Portefeuille. Der Lthers ist Oberft-Lieuienani der ?[ÜiÜericz Herr Chalkiopulos ift Advo- kat in Patras, war Volksvertreter in dcr Nationalvcrsammlimg und auch schon Minister.

Rumänien. Bukarest , 24. Januar. (W. T. B.) Die Dcpniirtenkammcr hat heute ihre Sißimgen wieder be- gonnen. _

- (W. T. B.) Die Deputirtcukammcr begann heute die Bcraihung dsr RegierungÉ-vorlage, betreff?) Abäiidcrimg des Strafgeseßbnchs, nachdem vörher einstimmig dcr Erlaß einer Beileidsadreffe cm die Wiitwc des Kaisers Napoleon votirt worden war.

Rußland und Polen. St. Petersburg, 23. Januar. Der Großfürst Michael Nikolajewitsch, Statthalter im Kaukasus, ist am 22. in St, Pctcrsburg eingetroffen.

- (W. T. B.) Gestern haben die Siizungen dcs Mili- tärkomites begonnen, welches über die, neue Organisa- iion der Armee berathen folk. DasFlbe besteht aus den beiden FeldmarschäUen und einer Zahk ochftehender Gene- rale. Es handext sick) zUnächst um die Formation von Armsc- Corps statt der 'th vorhandenen Diviwns-Kommandos. Auch der Großfürst ichael Nikolajewitsch, tatthaltcr im Kaukasus, wohnt denselben bei.

Sch1veden und Nortvegeu. Stockholm, 20. Januar. Die Thronrede, mit welcher der König den Reichstag eröff- nete, lautet nach den „H. N.“ in dcr Uebdrseßung wie folgt: „Gute Herren und schdiscbe Männer!

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Ueber füxif Jahrzehnte sind verflosscn seit der Zeit, da mein [*e- '

rübmier Großvater den Thron bestieg, zu Welchem ihn das scthiiche Volk diirch freie _Wghl berufen hatte. _ _

Diese Zeit ist für un1er Vaierldnd eine Zeit des Friedens geWc- seg. Vcrxnehiier Wohlstand,_ glucklich_e Staatöcntivickelung und unge- sidrte Zummwenwirkung zwiichen Regierung und Volk find ihre aus- zeichnenden Zuge geWesen. _

_ Karl _Johqnn wurde eit] Schwede», und em Geichlecht hat eine Ehre darein gc1e_ß_i, es*zu sem. In der Lie e_ des Volkes sah der Stammvater seine Belohnung, uxid immer einstimmiger wird das Zeitgmß dxr Geschichte, wie berechtigt er dazu _war. Recht und Wahr- heit zu krafttgen, war die auf_ unsere Grundgeieße gestüßteRegiernngs- aufgabe des Sohnes, und die Ehre des crtgeborenen Enkels liegt darm, das Land mit Gesetz gebaut zu haben.

_ Wahrend seiner dreizehxtjährigcn friedcvollßn und glücklichen Re- giktUUgSzeit_ yon der Liebe iemsr Völker unifaizi,_ ist Karl der Fünf- zehxiie von ihrer tixfen Trauer in sein neulich Zcéchlossenes Gra bc- gleitei worden. Mit der Trauer dcs Landks wer den frübzcitige'n

Hiniritt eines [Urkselingönng vereinigt fich auch die Meinige über “dyn Verlust des Üochgeliebien Bruders, von welchem ich _als Erbtherl d'en uralten Thron Schwedens erhalten habe, - undder ich min zuki ersth M91 als Köniß Sie, nie Herren und schWLd11che_Män_ner be- grüxc', geichieht dies in der Offnung, das Sie an nnch die Érge-

bon )eii übertragen wcrden, welche mein Vorfahr Hefe en baff und daß _

Sie mir das Vertrauen widmen wchrn, welches die sicher te Stüße des T1)rones_ist.

Die erste Begegnung des Königs und der gesetzlichen Bevvki- mächtigien des Volkes ist bedcuiungsvoü. Sic“ leitet den Gedanken

- auf den wirklichen Grund einer Staatsverfassung, welche durch Aster

ngurzelt und Jahrhunderte hindurch fortgcpflanzi, noch heute die Stärke und das Glück unseres. Lauch bildet. _ _ _

Schwedens König und Voß, beide im Bewurzisem nicht nur ihrer durch das Gricß bestimmtxn Rechte, sondem auch ihrer Veranth- lichkeit, sollen mit _gegcmeitiger Achtung und Liebe einander schußen und bmstcben. Auf iolche Weise wird _das aklgcmeine Wohl gefordert und, mit Gottes Hülfe, das Laiid unicrér Vater geehrt und frei den Nachkommen als Erbihril hinterlassen werden. _

Die VeroinSakie zwischen Srwaden und Norrvegen hat ein Band geknüpft, wäches die Zeit schon bcxcitigi bat. VermehrieVerbixiéungen und cin vcriraulickicrcr Umgang der Vöiker iverdcii die, Brniuwngen dcs Beiden gemeinschaftlichen Königs erleickstexn,__di_e_se _Verciniguzig _zu stärkcnnndzueniwiekeln, Welche ezine Bürgsihastni fur die Srll*stan_d1g- keit und das Glück der Brüdcrretckic. _ _ _

Von Monarchen und SiaatH-Oberkyaupiern in fremden Landern habe ich Vprficherungen erlsalten www_[U ihrer Thrilgabme an unscrrm großen Vcrlust, als aucb iHrer freund1chaftlichcn Grimming gegen mich und die Vereinigten Reich?. _ _

Die so glücklich bcstcbenden guten Verhaltnisse zu allen fremden Mäckiirn [*cizubcbalirn und zu entwickeln, w1rd_dcr Gcgcnstandwgmer unabkäsfixzcn Bestrebungen sein; jr: einiger Wix xmt 11UÖ_ YM Lind, um so starker und geehrter wird auch uniere achte polimche Stel- lung werden. _ __ __ _ _ _

Durch die nrulich becndigic ikandinawicbe _Kurift- und «znitiixtric- Aussteilung zr: Kopenhagcn ist das innige Vrrlwlimß, wclches zwmxhen uns und unierem Nachbarrcickxe DänrrnarY besteht, ndck) deutlicher an dcn Tag gelegt worden. Jon dcm Vor1ch1ag zu einem gxmxm- iamrn skandinavifthsn Miinzsystcm, Welches Jincri nac!) meßrsalfxgm Vorbereitungsn jetzt vorgclcgt Werden Wird, ()x) (: ich, daß er zu einer noch größcrcn AnnäHcrung zwiiidcix Stamvachmdicn, Welche so viele Jutercssrn gemeinsam habkn, Anlaß geben _wxrd. _ _ _ _ _

Die wirhtige Abgelegknlycii, aiif eme umerc S_elbiiandigkeii sichernde Wrist unser Vcrilwidigungsrverk zu_ ordnen, iir dcr Gcßen- Fand meiner ernstlichsten Sorge. _Ein Vorichlag zu _vcrandarixn 8e- timmungen der Organisaiion Wird jelzi _außgcarbeitct. Bei jédcr Organisaiionsform ist ÜLZWZsÖOU cin vollitaqdigcr_und Wohl geordne- ter Generalstab notHwendig. Zur Bildrixxg einks_ wichen Wird anxn der Vorschlag mitgetheilt und in gcwriicn SiuckeirJhncq zur Pru- fung vorgeisgt ivcrdcn. Zur _Organi1aiwn dcs Militarprrwgiaks dcr Secvcriheidigung ist cin Vorixblag, gcbaut auf dcn Grundiaß, _dax; die Vrriheidigmig unicrcr Küsten die Aufgabe der Srcwaffe bildet, ausgearbriiet. _ _ _

Die der Industrie günstigen Umstande: dsr leisten Jahre imd der r€ichlichc Vorrath von Kapitaiicn, welcher _daraus hrrgxsiosicn ist, fordéri auf zur Arbeit an der ferneren. Eniw1ckclung der _.HulrsunU-Zn unxcres Lauch. Während fertige oder in Bau de_griffme Eisen- bamcn dic südlickycn Theile dss Landes _m iiichrercn Richtungen durch- krsuzcn, chlcn diefe Konimunikaiionsmitcl in den nordlicbcn noch _faft ganz. Ick will Jimcn also vorbereitonde Wzßrcgeln zur Anlage einer Stammbabn im Norden der Geilc-Dala-Ciicnbaßn vor1chlagen.

Zur Erleichtcrung der von Alters her aus der Erde ruhenden Beschwcrdc'n bin ich gesonnen, Linen Vorichlag zum Lluflwrcn des Kronbriciiragsns cibzugc'brn. _ _ _ _

Verschiedene Verändrruugcn in de_m Unterrichtsweicii bei uniercn Elcmoniarlchranstalicn (d. i. “s)ößeren “Schulen _m Gcgcniaß zu Volks- schulen) smd in der lcßien Zeit in Frage“ gcchi wvrdsn. Narbdein ein zur näleren Entwickelung der Lingelcgsnbeit emgefcßtrs Komiic in dem vcrfloéscncn Jahre stine Arbeit abgescHlasf-en l).it,_ iitrs _nun meine Absicht, JHne'n eincn Plan zur Anordnung dicier Wichtig-cn Angclcgrnhcit vrrznlchn. _ _ _

Indem ich den Segen Gottss [)erabruir aus den RLichstag, don i hisrmit für c'r'o'ffnei crklärc, Verblribc ich anm, guie Herren und 1“ wedische Männer mit aller Königlichen Gnade und Huld stcts wohlgervogen.“ __ _ _ __ _

Hierauf las, wie ublick), der Staats-Mmistrr der Justiz einen Bericht über dasjenige vor, was fick) in der Reichsregtrrung seit dem leßien Reichstage ereignet hai, und 1316 Wortfuhrer beider Kammern drückten in Reden die Ergebenhcit der Kam- mern aus. _ __ _

Der König erschien mit der sur|tl1ch8n Krone_ und indem siirstlichn Mantel (König Oanr 11. ist noch nicht gekront), umgeben von seiner großen Wache; neben ihm aber trugen die Staats-Minister der Justiz und der auswäriigen Angelegen- heitrn anf blaurn Kiffen die Königliche Krone und das Szepter, wclche Insignien sie dann auf einen zur rcchten Seite des Throncs stehenden Tisch legten. _

Christiania, 21. Janriar. Das nongiche Fiiianz- Departement hat die Börjenkomites ersucht, eme Erxlarung, betrsffend die zwischen den vereinigten Reichen und Daanark abgefchloffsne Münzkonvention abzugeben. Das Borsen- komite in Droniheim hat, dem „Morgenbladet“ zufolge, tinterm 7. Januar eine Erklärung abgegeben, Worin e_s u. A. heißt:

„Das Komiti'. kann ohne Bedenken die Einfuhrung der von der Konvention angenommenen Münzordnung hier un ande empfeh1cn, natürlich unter Vorbrhalt des Ynjchluffes dcr ÖLWLZT andern Reiche und ist gleichzeitig davon Überzeugt, daß" dqmtt die unter den am hiesigen Orte vorhazidenen Sackerstandrgen herrschende allgemeine Meinung ausgeiprochen 1s .“

Dänemark. Kopenhagen, 22. Januar. Zn dender- fioffenen 9 Monaten dieses Finanzjahre? haben die unter die Abtheilung für Finanzsackgeii faklendcn Einnahmen 6,300,669 Ndl., oder 380,537 Rdl. mehr als in den entsprechenden Mo- naten des vorigen Finanzjahres eingebracht. Gleichzeitig betrug die Einnahme an Kriegssteuer für Waareneinfnlr und Bren- nereibeirieb 1,053,790 Ndl., odcr 35,718 Ndl. meßr als in den ersten 9 Monaten des Finanzjahres 1871-72.

LandtagSangelegenheiten.

Berlin, 25. Januar. In der gestrigen Sißung des Hau- ses der Abgeordneten beantwortete drr Minister des Innern Graf zu Eulenburg die Interpellation des Abg. v. Goti- berg, die Auswanderung betreffend, wia olgt:

Meine-Yrren!_Die Nr. 1 der Juterchaiion beziehtficl) darauf, ob Nqchw_«.- gen fur 1872_vo_rliegen über die AuSivanderuug. Das ist noch in ,t der Fall: allem in Wenigkxi Wochen werden diese Nach- weisungenxrngxhen. „Es ivucdrfrüher 1chon regelmäßig in Prxuszen eine Stati tik uber die Au5wander1mg erhoben und der Besciluß des Vunderai es vom 7. September 1871 Hat diese Maßregel Für .das ganze ei

können._die der Herr JnterpeUant Verlangt. _ -_

_ Die Frg e, d1e_ der Herr Juterpellant sodann berührt, ist eine aigzerordenili WichtigL tief einschneidende und der Bcsprechzmg_sebr wurere. Von al]en__©eiten wird dix Verminderung der landltcben Bevöl erung der Kreiie bemerkt und] 1chmerzhasi gefühlt; allem es

angeordnet. ,Die Landeöregierungeu haben das Nötbige . veranlaßt, und der Termin zur Erreichung der Listen ist auf den _15. Februar festgeießt; _dann glso werden, wenn die1e Frist überhaupk. * mnegehalten werden wird, die ZusammensteUUUgcn gemacht“ werden,

)

liegen dem ganzen Pbänouxen _docb “tiefere Ursachen zu Grunde, ais soiche, die durch Polizeimaßrcgeln gel oben wcrderr können. _ Joi) wrll mn; erlauben, obgleich dies zur Sa e nickt unmittelbar gehört, die Zahlen zu "MUM, die aus dem Jahre1871 zn kcnstntiren find,

Es find da aus der Provinz Preußen aUSgcwandcrt: 5348, aus der 5 rovinz Brandenburg 1817, aus der Provinz Pommern 4094, aus er Provinz Prien 2877, aus der Provinz Siivleficn 1694, aus

, der Provinz Sach7ch 979; zusammen also aus diesen eben genannxen rovinz LH__anriovkr sind ausgcwanderi im &

Aus der

„roviUzen 16,809. “, « ahre 1871: 8510, aus der;

rovinz estfalcn 2181, aus der Pro-

"z)“*-'_*?:---'*ckvinz_ Hkffcn-Nassau 3989 und aus der Rheinprovinz mit Einschluß dcr

ohenzollernjchen Fürstenihümcr 2944. Dies giebt einc Totalsumme u: den preußischen Sinai von 38,545, davon mit Lluswiinderungs- konsens 26,783 und ohne Auswanderungskonscns 13,860. Die leßte Zahl kann natürlich nicht anz genau sein, denn fie baiirt nur auf HHrenfagen odcr Vermuimngen. Es [);-,t cigentbümlich berühren mussen, daß gletch nach der ]eytcn Zählung vom Jal)rc 1871, welche 4 Jahre nach der vorlcßtkn Zahlung stattfand, aus mehreren Krsisen brxichtet wurde :_ die Bevölkerung habe abgknommcn. Diese Nachrichten wwderholfen sich aus vielen Regierungsbkzirken. Mir liegt cxne Zu- samuienstcllung vor nach welcher die ländliche Bevölkerung in dcr Yrovmz Preußen 1ei_ 17 Kreisen abgenommen Hat, in drr Provinz _ randrnbixrg bei 18 Kreisen in der Provinz Pommern bei 21, in "! dcr deen nur bei 6, in er Provinz Schlesien kei 27, in der Pro- vin3_ Sachicn bei 17, Schleswig-Holstein bei 10, _ nnnover bei 26, Wrxtsalkn bei 21, Hcsscn-Nassau bsi 23, in der Rheinprovinz bei 35,

o_chénzollern ("ei 2, - zusammen bei 221 Kreisen und 2 Over-lets- ezir kn.

in _demsrlbcn Maßr, wie die ländliche Bevölkcrung _in den _ Krci1en nbgcnommrn hat, hat fis auch in eincm großrn THeile der kleinen Städte abgenommcn, io das; nach dem Resultate der lciztsn Zählung im gamen Staate dic Vkvölkerung bei 575 Städikn abgenommen, bei 705 Siädtcn abcr zugknommen [mi, da freilich in irbr [ikrvorragendem Maße. Rrckmsi man die städiisthe und ländliche Bcvölfrrung der Landkreise zusammen, so hat im (Han- zen die Bcvölkcrnng abgenommcn bei 193 Laiidkreisrn und 2 Oder- amisbczirkrn._ Die den Landkreison fTNGUDL Bcvölkcrung ist zum THM nach den großen (Tcnircn Zitxamméngcdrängi, zum Moik ail-xrdings aus*- gewandert.

Währ-md der lrizien Zäky'lungöperiodc bach sicb. ami). andcrr Mo- menic gczeigi, dir am die Zunahme drr Bcvölkerung eben nicht giin- stig eingewirki haben, Ick) will die Epidemien anfiibrcn, dicwir erlebt habi-n, dic Vrrluste, die der letzte Kricg gebrn-M Hai, den Aus- fall an Gebnrien bsi den Landwshrfainilien, vrraniiblagt etwg auf ungefähr 100,000. Dann Warm im Jahre 1871 dirjcnigen Garniso- nen nicht mitgezählt, wclche jrizt in Frankr-Zici» sieben. Dicjonig-Zn Brweggründs, welchs die Bcvölkcrung na'exl) dcn grcß-xn Siädtsxr zu- sammendrängi'n, brauchs ixk) Jhncn nichi xr?iier UUIciiiaiidcr zu icßkn, sie liegen auf der Hand.

Dazu kommi_dic Auswanderung, und das iii ja das THenm, wéichss uns zunächit Hisr bcicbäfiigi. Da sind 03, Wenn ick) von per- sönlichen Griinden, dic dsr LluSwandcrnng zu Grunde licgsn könnsn, absehc, namentlich wirtHichaftlirhe uud poiiiiichs Motivs, Miche in Vriracbt kommrn.

Eine ErscHr-immg, dic: sicb in den setzten chu JaHrsn unsrer Er- faHrung wiederholt hat, ist die, das; die Lluswandcrung am stärksten ist nach eincm Kriege. Das lic'gt auch in der Naiiir dcr S_achs. Es ist theils die Furcht vr-r Linkin ULUM Kricgs, ihcilS drr _Rückichlag drr Vermögenßvcrlustk, die eriitikn worden find, und dieie Vcrmögsns- Verluste smd gyrade, was das kleine Kapiial anbetrifft, enorm. Die Kraft der Bewölkerung wird durck) den Krieg ungriieucr in Anspruch genommen, namentlich anch das klsinc Kapital, weil cs, wsnn ich mich so ausdrücken darf, weniger widrrstandöfäbig ist; es wird absor- biri, Die Leute, die in den Krieg gczoFcn sind, müssen meistentbeils, Wenn sie zurückkommen, von vorn“aii.fangcn;*“ dicses Manöver nochmals zu wiederholm, dazu haben wenigc Lsuie Lust.

Die Answiwderung ist im Jahre 1864-65 von 12,000_piöiziich auf 18,000 gestiegen, in den Jahren 1866-68 von 17,000 auf 26,000, und im Jahre 1872 wird die Proportion eine noch stärkere sein. Denn obgleich die Listen noch nicht': vorliegen, _so kann man dies doch zum Theil ans der Cinwanderun in Amcsria ichn; da wird die deutsche Einwanderung auf 140,4 angrgcben, daruntsr vicileichi 60,000 selbständige Männer.

Dirie Erscheinung wird also für “daS Jabr 1872 mii in Anschlag ebra tw-erdenmüffen, "WWU die Aquaxiderungszcchl sick) io [»dck) stollt. ur eruhigung kann man sich jedoch ingen, da]; gerade nach einer

solchen prägnantcn Erscheinung hinterher auch wikder cine Verminde- rung der AUStvanderung eintritt.

Die wiribichafrlickycn _Gründr, _Wechr dir Aiiswandérimg [)?]:[Wj- fükircn, liegen im Wesentlicher: night darin, das; sich dir wirthichaft- [iche Lags Uiiirrcr Bcvölksrung vi'rickilecbtert häiir, sondern darin, das; trotz der Verbrsserrmg dcr wirihsthaftlicbeu Lage unscrer Bcvöikrrung der Drang in dieiclbe gekommen ist, dahin zu ziehn, wo sie glaubi, sich ein größer::s LebenZglück verschaffén zu können, und diesrm Orange wird man prinzipiell nicht cntgcgcnwirkcn können. chn wir das Zrinzip der Freizügigkeit auch 132160 iw'rh für (*in richtiges ansehen und in

rziehung auf die Ucbcrficdelung von einem Ort “zum andern in DMW- land zur Anwendung bringen, so werden wir es aiich dwun nicht bekämpfen können, Wenn di? eränderinig des Wohnoxtc3_ sich bis zur Aiisrvandc- rung Tieigert. («s ist ja unzweisLZHaft, daß _in Bezixhimg auf die un- geregete Auéwanderung, namentlich was die *))Kilirarpslichtigxu und Was die Verlegenheiken anbetrifft, die dsn Guisßcfißern crivacßien, dic Gef: e io grlyandhabt werden müssen, um in dicser Richtung einer Zü- elloigkeit vorzubeugen. Aber, meine Herren, die_ Grenze ist sehr Zchmal, die Linie ist sehr scharf und die meisten Vorschläge, die in dieser Beziehung kishzxr aus dem Lande gc'kommen find, lassen sich mit den Gesetzen, wie fie “1th liegen, nicht vercindarsu; fie verletzen das rincip, We1ches dsr ganzen Auswa'nderungsfrcibcit m Grunde "liegt. ck will nur an das Eine erinnern, _was dér Hkrr Abgeordnete von Goiiberg erwähnt hai; er sagie, cs iolle einfach Niemand im Ein- ichiffungöhafen zugelassen werden, der _nichi einenPaß oder Auswande- rungskonsens hat. Das Gesetz schweigt aber von beiden, und wenn man das im Wege der Vrrordnung_ anordnsn wollte, sr würde man gegen das Gesetz fehlen. Es fragt sich also, ob der Uebel- stmxd Dimenfionrn atxnrhmen könnt?, daß man zu einer Aenderung des Geicßcs schreiicn müßte; chr das nicht der Fall ist,_ wird es nicht 921x311. Mir Bezu auf die Agcnien _gebe ick) zu, _ daß es deren iebt un daß ihnsn _au gepaizi werden mm;: _es sind in dieser Vezie ung revidirende Vorichriften erlassen und auch die Reichschaltist mit der Fra e besaß? wordcn, Aficin, meine Ferch, hcinxliche Agenten mi es gegr en, io lange die Lluswanderung 1": erhaupt cxiitirt und der rwlg diejcr Agenten längt WeJcnilich immer von der Lust zum AuÖWandsrn ab, ohne digits] sind i)rc Aoitaiioncn fruchtlos. Ich glaubx, mcixie Herren, _daß die Löiimg dcr Auswanderungsfrage einen großsn cit- raum erfordern wird, dessm Ablauf wir ntchk erleben werden. „Fir müssen den Dcagg, eine Bessere Situation zu inchen, bekämpfen_durch Geieße und Maßregeln, die dem je t Außwanderndcu die _Hermatl) heimisch machi- Wir müssen hinwir en auf dem Lande (mr Hebung der Industrie, auf Förderung des Wegebaucs der Eiienbahnen und des Kanalbancs. Man muß sich auch nicht s em'n zu erlebxn, daß viesl_eicbt eine Eiicnbalm die 1661 wieder dcn ch nach Oiiprxulßcn abkurzt, o und 1o viel VUSwanderer mehr mit sich führt als_bi_s)m. rvei c Hiri auf die Einführung landwirthschaftlichcr Ma1chmcn _ am die _Vsrbrfferung der Wohnungßverhäliniffc auf dem Lande, aui 1712 Erleichterung der Ansiedelung, auf die Förderung des Sparkassen- Béiens, das mehr deceniralifirt Warden kann, kurz auf ein Enscmbke der Hebuiig der wirthchyaftlicheu Zustände, We1cher fich allerdings dUrch Geicße und Ma regeln nachhelfen lassen würde, aber deren Haupthebel doch an grade in derjenigen Bevölkerung sich finden muß, die an dcr Ni iauswmiderung ein Interesse hai. Also, moins erren, die Regieumg „wird in dieser Beziehung [*Lreit sein, sie wird eden durchführbaren Vorschlag mit Freuden annehmen, aber fie bittet ie um Ihre iehr kräftige Mikwirkung, sonst Werden wir auf dic1cm Gebiete Nichts erreichen.

“rcgierung

- Bei der ersten Bkrathunxz des Nachtrags zum Staatshaushalt für 1873: „Die bis zur gesYlichen Fest: stellung des StaaishaiishaltH-Etats innerhalb der renzen des- selben gcleifteten Aue.";gaben werden hiermit genehmigt“, nahm zuerst der Regierungs-Kommiffar, (Hel). Fiimnz-Rath Hoff- mann, das Wort:

Meine Herren! Die Vorlagk, in deren Veraibung Sie in diesem Augenblick ciniretcn, ist eine solche, von der man «jedesmal bedauern muß, Wenn sie überhaupt nötbig ist. 'Sie lenkt JHce Aufmerksamkeit darauf hin, daß, während wir leute den 24. Januar 1873 schreiben, das _Budget fiir 1873 [cidcr no nicht zur JeststcÜung gelangi ist. Es iii dies xin unrrwünschter Zustand, niclit blos in rechtlicher Be- zikliung im „Hinblick äuf die Bestimmungen der Verfassung, sondern auch deshalb, wcil cr geradezu matsrisllr Nachthsiic fiir das Land im Gcfolge Hai. Dic StaatSregierimg ist bei vielM Fonds, Welcixe fie in dem Cini ausgrbracht hat zu nüßlirycn Ansxiaben i_m Jnieretie dss Landes,_n_ick)t in der Lage, über diesslben zu _verfügcn, 10 lange der Etat nicbt scitgcstcilt ist. Die Vcrwcndung dieicr Fonds wird durch die Verzögrrung der Feststellung des Etat mii verzögert. Ick erlaube mir in dicstr Bcziebung auf ein konkrcies Beispiel in der Finanzver- WFÜUng aufmcrkinm zu machen. Die Herren werdcn fick), crinnxrn, da); in dern Extraordinarium “des Etats dcr Jinanz-Vcrwaliimg cin Fonds von circa 7ZZ VTiUionen Tha1€rn zur außerordsnilichcn Tilgung ron Scixulden ausgebracht ist. Wäre“ das Budget vor dmr Bkgiiine des Finanzjahrcs zur Frstftcllimg gelangi, so würden wahrsthcinlick) in diesem Augenblick dic Anleihen, die zur Tilgung in Aussicht gcnommsn sind, bcrriis gekündigt sein, nnd die Finanwcrwaliung würde in diesem Augenblicke berciis in dcr Lage ieizi, DiSposttic-nkn ZU trsffkn, um _1ck)on Vor Abiauf der Kün- digiiiigssrisicn in dcn Bifi dcr Scl*u1dvcr1chrcibungc'ii KUrÜckZUgÄäUJM und dadurch dem Lande Zinsausxiaöen zu rriparsn. Ick Erlaube mir, Sie ferm'r an alls dis Fondé- zu rrinnern, die zu Ncnbauien ausgr- brachi find, seien es Hochbauikn, Wafforbautsn, chsbauien, Mclio- raiionsn odcr ionstigs'Bansn. Wäre_ drr Etat festgciieiii, so würde man in diesem Augsnblicke iiber dicie Fonds verfüch kömxcn, iiicht blos um die' Bauirn Einzuleiien, sondern bei dir jcßigen mildrn Wir- isrung dicioißen vi-clfacii schon zu bcginricn, _

Ick habe im Namsn dcs F errn Finanx-Miniiiérs dcn driiigsnden Wunsch auxäzu'drückrn, das; das doßc Haus fick) die baldigr F?]ixtellimg dcs StaatsbauSHnliÖ-Eiats besonders Woiic _angslegon icin lassxn. In- dcixi ici) disicn Wimsck) aussyrrckw, [*in ici) ickir wwßl dcsscn emgedrnk, daß die Bcratiéung andcr-“r wickziiger und dringsndkrVorlagcn ch ge- treien ist,. [)iiiicr irclckyxr die Etaisbcrailwng zciiivciii' [xai zurücktrekicn niüffcn. Ick) swrcchs diss auchrücklick) aus, um 11161116 Worte nicht der Mißdxuiung aiiéznicßrn, als wärcn fie don dcr Aujmsiung cingsgckrii, als ob di? Eiawkrraidung in dissrm Hoßen _Oamr [*iölwr nichi_m1t allrm Eiicr [*sirieren worden wäre. Diess Ylnffaiiung licgi MOMSU Worten fcrn. M“»"inrn Worten liegt einzig und asl'in dic Absicht zum (_Hruiidc, dns Jytsrcsie allrr Skiken und (][ler Mitglieder ch Hob_sn Haniss dnéiir anziirnirn, daß dcr SiaaiIHauöbaliZ-WUmmmkiw mög- lichst bald zur Fritstcliung gklange, damit dia Prcußiicbe Vsrwalfung in den iwrmalrn Zustand zurückkehrt, in wälckxcM dic: Vcrwgliung gn? Grund eiii-II r*?rfasiunthmäßig“ festgestcklirn Burch grsiißri Wird, und damit dic Staatsrcgicrung in die Lage kommt, iibcr _dic ?Mds, Miche sie zu niixxiicbcn AuSgabcn im Jnirrcssc des Landes 111151 udget aii§g€brackt 13.11, verfügen zu könnsn.

- Zudem Geschniwnrs, beircffeiid die Lösung von Jagd- sck)einen in den Hohenzolkernschen Landen beantragte dcr Abg. Wiiidihorst (Dortmmid) "dcxi Preis von 5 Giilden auf 1 sl. 45 kr. :: 1 Thlr., Wie in den alien Provinzcii, herabzu- seßen. Dann soUen die Iagdscheine nur an Staake“: Und Gc- meinde-Forftbcamfc, nicht auch an Privatförftcr UUSUÜJLÜKCÜ ab: gegeben werden, Hierüber erklärte der Regicriinch-Kdmmrffar, Gch. Regicrmi s-Ratl) v. Kampiz: _ _ _

Gcsiiikim Sie mir, nur mit wcnigsn Worisn auf die Anfrage des geehrten Herrn Vorredners ci113ugeickcn._ _ _

DLR Vorwurf gchn den Grießeniwurs richici_ fick) zungcbii chrn die Höhe der Jagdfchsingebüßr. Die Regierung ist der21n7ichi,mcme Herren, daß der Saß von 5 fl. cin».- mäßige Mitte hält, und_g[anbi, daß, Wenn nicdrigcr gcgriffrn wird, dsr brabsickyiigtr Zweck,_ die Znßl der Jägc'r zu vrrmindcrn, Widerlich erreicht wcrdcn wurde. (rs ist zwckr richiig, daß Die Grbiil,» in den a[tcn Provinchn mg cinen THa1rr [*eirägi. Es i_vmmt indcsssn in cirachi, dax; diricr “3.123 _1850 ein- Ysühri ist, alyo zu einer ZLik, wo _das GELD urch Linen weit [)dHcrcn Yoxrtl) Harke, als jrizi. Fcrner muß ich ÖJrslUf aufmerkiam machsn, da); von fast allsn Seiten jcizi und ikbdn früher das Verlangrn aus- geiprochen ist, daß der Satz von 1 Thaler bsi dcr [*crorjtchenden Reform der Jagdrwlizei-Gsic-ngbnng wrsentlicki «17516 wrrdcw möchte.

Dazu kommi, daß auch in Prcukzsn seldst die ngdickicmgebubr nicht überall die g(eiche ist: sie [*kirägi, wic ichvn der IYer__Vorrcdxi:r [)chdrgrlyoben [mi, in Hannover-Z Thlr., in der Yrrvinz Heiien-Naiign mit Ausschluß des ebsmnligen Hsrzogtlxums Naixau ZZ Tiilr. Dreier [eizte're Gchiikrcnfaß ist abcr crit durch das Geieß VOM_'2_S. Februar 1870 cingeführi worden, und die Lanchvsrircizmg har DMUY (Heisse damaxs ihre Zustimmung kkt[)l1[*k, rljns daß gchn dsn “ZMB; yon "2? Tle., der den Satz von 1 Thlr. doch auch W€]€U_1_11ch uberxicigi, auch nur der mindeste Widerspruch erhoben _uwrdcn war?; Nun laizk sich in der That doch nicht mmrbmexn, dax; das Hnußxßi, ivo dsr gleiche Fall vorlicgi, die gleiche Maßregel ablesynrn wrrd, dir; chiez rung hofft diclmrhr, daß Sie das lecndrmeni, dic GCÖUHB ans

“einen Tsxalcr Herabznstizen, adlchnen Werden.

Was die Bestimmung in §. 2 anlangt, wymch die Fl.:kstbé- amien von dsr Erlcgung ciner 0)?b_i"ckr_ bssrxit icm ]olley, so will dcr err Aniragstellsr _aus die Vorichrist zuruckgcbcn, die wxr m drm alt ändisiben Jagdpolizcigsicßroui 7. Marz _1850_1)al§_xn. Dort ist bestimmt, “daß Forstbcamtc iiir dre FagdsHcme ' keerGr- bühr zu entrichten haben, fvivcii es sich-um die Nichnbung der Jagd in ihrem Schnßkczirk bandclt. Es ist auch unzwciscllxaft nur billig und gerecht, Wenn man diesen Beamten nicht noch_cine [*esoxidsre Steuer dafür auferlegi, daß fis in die Lage kommen, ihre Amisdxlichk zu e_rFüÜrn. Die Staatsrygterung geht _aber rvciicr, sie gianht, dax; 1[*_11én MÖ'Gclegenbc-it gegeßm Werden mm;, auch cxußerhaib ihrrs Révicrs zii "agen. W wird yon ihnen verlangt, da]; fie sich__3u iucbtigcn Scixü, cn ausbilden; und das können fi; nur dur s(cißige priiktiiwe Ausf *ung derJagd. Das ist die Erdoagung gew“: en, welche die 336- gierung veranlaßt hat, die unrutgxliliche Erkhrilungdex Jagdscheme an Forstbeamte 2a. ganz aÜgcmcin ixi Vors lag zu_ bringen. _ _

Ich darf hierbei darauf [)iUWeiicn,_ da in dwsemthcn „Hume selbst erst nocb im vorigen Jahre die Aufmerkiamkcit der Staats- ausdrücklici) darauf hingeki-nki Wordart tit, ww un- gemein nothwendig ck ist, daß alle Forjtbcamten, 1o_wosxl die Schußhcamien als auch die Verwgliungsbeaxntcn zu _rccht tuck)it- gen Jägern ausgebéldct werden. Es lich das 141 auch M L_“ THÜ im allieiiigon Jnterrsse, naincnilick) a_uch_ im Landes-Kuliur-Jixtcrqne, schon deshalb, Weil es wünf eneZivcril) ist, dczß man uberall iurhttge sa verständige, auSgebildete «cl)üßcxr zur Hand hai, wrnri xs daraui an ommi, mit Abminderung übcrmäßigangewackzfencr Wilditande oder mit der Llusroitung schädlichcr Wildwrien init Erfolg vvrzzigehcn. Ick möchte Sie deshalb bitten, auch hier der Vorlage JULUUUZMLU. Bei dieser Gelcgcnheit erlaube ich wir (LUTZ _aus eiiien „drucksebler aufmerksam zu machen. Unter Nr. 2 nn_§. ist zwqchendcn Wor- trn Forst und Kandidaten inter dcm Bindestrich das Zeichen „rc.“ ?ingkfügt- Es könnte das eranlassung zu der Annahme geben, als L_VÜten nicbt b1os orst-, sondern auch andere Kandidaten unentgelt- lich? Jagdscheine er alten.

_ Dic 1117. Kommission des Haujes dcr AbZleordneieu zur Bcrathung der Gesetzentwürfe über die Vorbildung xmd ns_te_llxmg der Geistlichen :c..k)at ie t ihren Bkricht erstattet. Deréelbe beitatigt,_da1; die Kommission best!) offen hat, dem Hausrden ge tern mrigctheilten Entwurf eines Gesetzes, betreffend die Abanderung des Art. 15 und 18 der VerfassungSurknnde vom 31. *Januar 1850 vorzulegen.

-Nr. chs aniral-Blaiis für das Deutsche Reich. Hcrausgegeben _im Rcichskanzler-Amt enthält: ]) Aklge- meine Verwzltungsiachkn. Mittheilungen fiber den Stand der Rinder- pest. _2) _Munchsen. Ausvrägung der Reichsgoldmünzen. 3) Ma“ und (Hervickiiswc'sen. Nachträge zur Eichordnung vom 16. Juli 18 9 (beiondere Beilagr zu Nr. 32 des Bundesgescßblaiies) und zu dem

"Erlaß vcm 15, Frbrunr 1871, («streffcnd dic Eichung und Stemwe-

lung von Maßen und Msszwsrkzeugru für Bronnmaicrialien, sowia für Kaif und andere Mineralprodukte, vom 31. Januar 1872. 4) Zofi- irnd Steucrwcsxy. Dem_Ka_i1eriichrn Hauptsteueramt Straßburgi./E. Ut die Befugm" zur Abfertigung Von Robzuckcr zum ermäßigten ZoÜ- satz _rwn 4 Tslrn. Pro Csniner eriHeili wwrden. Das Königlich kaUßl1ckL Nschiizrklnmt ]. zu Norburg im Hauptamisbczirke Flims- burg, ist mit Wirkung vom 1. Frhruar d. I, ab in ein Nebcnzoilami 11, umgcwnndeli worden. O_em Königlich bayrrii'chkn chcnszamte 1. am Babnbofc m Egsr_ ist die Bxfugniß zur Eingangsabfertigung von Rohzucker zum crinäizigisn Zolliaizr von 4 Tblrn. Pro Ckntner xriheili worden. 5) Heimatdwsien. Entscheidung dss Bundesamis für_ das Heimathwefcn. 6) I)iiliiärwescn. Bckannimackyung, be- iresend eine 'leän'dcrnnxi dsr Vcrsckirift im §. 154, 3 der Militär- Erinß-Jnstrukiixnroxn 26. März 1868. 7) Posth'cn. Bekannt- machung, betrc'm'nd di“: Vrrsirgelung dcr Brikfk mii Wcribanqabc. 8) Perfonnl-Vcräudcrungcn, Tiisi- und Ordckn§-Ver[cihungsn. Dam Kaiicrlich Dsuiicbcxi Griicrnl-Krniul von .Hoincmann zu Ziochbo1m iii vom 14. d. Mis. ah cin drcimonntliäxxr Urlaub Erlbkils worden; mit seiner Berirctung iii dcr Kaisrrlick) Dcutsche Vizr-Koniul Hrnric Canizlsr „daßlbit [*eaiistragi.

Die Nr. 8 der l,Aniialcn der Landwiribickoafi in den Königlich_ Pre118i1ck€n Staaten“ [mi folgrndcn Inhalt: Preny-xn: (xrnsnmmgrn. Eiégang in drr MUMM“. Mitrbkilungsu aus drm Ministerium fiir “di-Z landwirtdschaftlichén Angslsgsniicitru in Bezirjliung auf __die Rindsrdcsi und andsrr misiéckendr Viciikrankbkiten. Dcuiickxlandeiénkr WylizAusstcllung 1873. Spezialrcglemenr für dir landwirthichafixickie Maichinrnhalic. Ucbrr dic Ilnwcndbarkoii de:? Dampfpilnch zur Tiefkuitnr dcr MOPVLnichon Haide, Ti? amßri- kaniickxc Pferdckrankbcii, Brix Miiilrr, Prrfciidr „'in dcr Königl. T1116k- arznciiijhuw. DJS [andwiribichnstlickw Siudium cm dcr Univsrßiäk Hcidklkxcrg. Aus rum chirrmigsbczirke Sirttin. Vrrmiftiires; Cu- raxno-Giiano. Instruktion für Verbesserung dss Baumiatzss und der Baumpstegr an drn Siaaiéiiraßsn. Berichtigung.

Statistische Nachrichten.

London, 22_Janu.1r. Dic britischxn ka[nn§wc*iie Ükrr dM Berkcßr von (Xdclmctallen in Großbriiannicn Pro 1873 crgabcn, das;_i11 dicicm Jalil? Gold im Bsiragc won 18337852 Lsiiu, d. i. 3,275,158 Lsir. ivritiger a]s im Vorjahre in das Ver.Königrcich imporiirt, und fiir 19,748,916 Lstr. odkr 949359 Ifir. 'wsnigsr cxyor- tirt wurdé. Dcr (Holdimyori von Ilustraiicn fixl vrn 6898826 Lstr. in 1871 auf 5,983,232 Lsir. in 1872 [Mad, abrr der Import vvn d-xn Vsr. Siaafsn sticg vvn 6492595 Lstr. in 1871 aui8,147,559 Lsir. in 1872. Tir" GridaUÖfU-Sr nacli ren Briiiiwcn Bwißnngkn in Süd- afrika stieg in 1872 auf 1889675 Iiir; iibcr Linx Millérn ging nacö „Akgdpicn, UND die An-Zinbr Rack? Siidmncrika übersticg dis Einiuizr Hrn dori um übsr 3x J]Ti[[ioncn Astr. Dcr Export Nack) Driiiiiijwnd brlicf sich wie in 1871 auf mcbr als 8 Miklidnen Lsrr. Dkk Gold- erpori von dem VA". Königreich nach Deutschland, Frankrcick), dcn Niedcrianden und Belgien iibersiisg dic GVWCÜUÜÜW von dissen Län- dern Um 6,703,458 Lstr. Gold im Betrage von 1,670,000 Lstr. wurde auch nach Portugal M*rriiri. Tic: Silbrr- “oinfusxr in das Verrinigis Königrsick) in 1872 briici sich auf 11,167,467 Lstr. d. i. 5359855 Lstr. Weniger als in 1871. Die Einfubr aus den Vercinigizn Staatsn chi is, obwdbl sic Zick) iiber4x I)iillidncn bc- lief,eine Abnahme von cin-cr„(i1[ir11. Tie Einfuhr aus Südamrrika, nämlich 2,700,000 Wr., stelltrüch um 600,000 Lstr. gcringc'r als in 1871; und die Einfiihr aus (Tséiim, dic. in 1871 nichr als drei Mil- lionen betrug, fick in 1872 auf eine [1er nomiane Summe herab. Dic *Silbsraquuhr in 1872 kclirf sich in 1872 aiif 10.586,94.) Iiir, _ddsr nahezu 24“ Millionen weniger als in_1871. Dis (?dslmriallaussuiir nach Indien übersticg 521“ Miklirnon Litr, d. i. m_alyczu das Doppclte dcs Bckragss in 1871, nder dic Nacbfrngé ans deii Koniincntron Eurova zeigte ein!) ssbr (*i'iräckitlickic anabmé, Tic Geiammteinsuiir vvn Gold und Silbcr in das Vereinigte Königreich in 1872 [*ctriig demnach 29505319 “Istu, d. i. 8,6%,008 Lstr, wsniger ais in 1871, Und die Totalausfu17r 30335861 Lstr. odsr 3,424,810 Liir. weniger als in 1871.

Kopcnsiagcn, "22. Januar. Die „Miniiirrialiidcndc“ enihäii eins Usbcrsicht ükcr die im voriganabre .mfdxn dänischcn “Stanis- Telégrapbcnlinien [*sfördértén Tclegramms. Tancwarks rigrnc Kdrrcipondcnz [*sirug im vrrigsn Jahrs 216,769 gechii 19-„544 im-vvrbcrgkbcndm Jahrs und Dic Trnnfit-Korrcipondmiz 129,881 gcgcn

113,584 in 1871. Kunst und Wissenschaft.

Dar- Schaiblatt fiir dic Provinz Brandenburg, Herausige'grbM vom (Hskykimsn chicrnxigs-Raiix «. D. BormZiin uud dcnKonüstorial-Räibcu Rkichbclm undehnHorit (BCrlin, Wiegandt und Grirbrn), 38. Jahrg., 1. und 2. Hesi (Januar _und Februzxr 1873), hat frlgcndcn Jubali: Dir ** gdeiiiring drr heiligkn Schrift für das Volkxxlebcn und der bibliiche (Orichrciyts-Uiiierricht an Bren- nekam. - Einige chanksn iibcr _dsn Lliiiiaßt__„D_ic Lebrcr-xemmarc und ihre? Aufgabrn.“ - Mcchani1ch _odxr geistreich, von G. K. -- 120. Scudschreibsn an chrér und Lehrerinnen,_ von K._ Bormann. - Verordnungen Königlicher Behörden: ?lixgemcme Be]trmmungcn de_s Königlickx Preußischen Miniiterö der geistlichen, Unterricht§- und Medi- ;inal-Aniiclcg-enhcilén vom 15. Oktohcr 1872, betreffend das Volks- schul=, Präparaiidxn- nnd Ssmiuarweien.

- Dax; 10. Heft des 8. Vds. de_r vdn 1)r. Liichcrion,_ 1)r, „Berg- mann und Dr. Braiuickycck (Berlin, enichcl) [is_raiwgcgcvcncn Phi- ioiovbisckyen Monatshefte? cnUäli zunächst eine _lehaxidlung von 111“. Cr. Hermann „_zur ._Kritik der _Hegelich_en L_ogif“, iqdaim Rezensionen von 4 philowpsiiichen Schriften, hieraizx eme Biblio- graphie, d. i. ein alpßgbetiich geordnsies Verzeichnis der_bis zum 30. Newcmbcr 1872 erichiencncu philoiopßiicbxxi, theoldgiichewund Pädagogischen Schriften, Uidlicb cin V?LZUÖTUZ der Pliiloio hqchen Vorlesungcn dcs Wintersemcsters 1872-1873, von Dr, Aicher on.

- „';-as Januarbeft der „Neuen Militärii_chen B_l_ät- ier“ von G. von Glascnapp enthält ]olgsndc größere Liumaße: Das Jahr 1872. Senning und Duhan, zwei ZZcbrxr Friedrichs des Großen. Der Druiscbe Kricgcrbund. _ Kurzer R_nck_blich aus die Frau- zöfiiche Armee seit 1871. Das cngli1che Feldgrichuß. DwMariche der französischen Armee von Wörth bis Chaldns und von beims bis Sedan. (Mit 2 Karten,) Kapalleristigche L_[nsichirn Beiirag zur Organisation der weiblichen Krankenpxlcgc _m deri Lazarethen und Krankenhäusern. Studien zur neuen Jnsanicrw-Taktik. ___

Freiburg, 21. Janunk Da die zrir LiuSsübrung des Stegkö- Denkmals nöthi en Mittel durch die im Lande veraristalteten Sammlungen, die ciiräge vieler Gemenxden, die__m Gcschußmxtali bestehenden furstlichen Gaben des _DeuiiIclhcn Kazicrs und umcrks Gro'hcrzc s, sowie durch den yon MJA: * nzahl hiesiger Emwvhner geisiZetm Kcrzicht auf die qurxarrierqngsxzeldcr (_etwa 15,000 _fi.) mm vollständig gedecki find, und_cmichlicßlich der Zim?" _emk_H_obe von 80,000 fl. crrrichen wcrden, 1o_ wurde vorgeste'rn im Emdrrstaud- niß mit den übrigcn Gemeindeii _der Verira mit dem Bildhzuer Professor Moest in KarlSruhc der_mttiv _abgcjch 9 en. Derselbe gerdahrt ur Voüendmig des Denkmals xine Frist von _ Jahren. Usb-cr dcn Zri dcr Aufstellung ist noch kein Beichluß gefaßt. *

Straßburg, 22. Januar; Der bekannte Dante-Forschcr, Prof. Witte in 1«Y)cille, hai_seine geiaixtmien Dzntx-Sammlungen an die hies : nivcrsiiats-Bibliotbxk kau :ck überlassen und fich nur aus edungcn, sie noch auf Lebenszeit in sfiß behalten zu durfen.

- Die städtischen Bclxördcn in Kr_akau habcn beschlossen, nicht [*los zwei deuiirte nach Thorn zu cniieuden, sondern auch eine be-