cs ioivobl der Civilbevölkerung, wie auch den Marinebeamien an Trink- wasser fehlt. Es hat schon ein ariesiscber Brunnen angelegtwerden müssen, der aber nicht ge'migend Wasser für Alle giebt und man hat Einleimngrn ge- troffenzxi einerWasserleitnng um aus einer cntferntcren Gegend das Wasser
ersinzuiÖhaffew. Zu diesem Zwecke sind Mittel im Etat vorgesehen.
eme errcn.
Staates dafür unterbleiben darf, vielme r daß eine Bevölkerung, Wie fie nun einmal dort angesiedelt ist, das i r nötbige Trinkrvasser erhalte. Nachdem aus den neulich [taiigefundenen Budget-Vcrhandlungen der Chef der Marme-VerWa tung von dem Anfrage der Kom- mtjfion_ gxhört hat, die Position ab*ufeßen, hat er *eine fernere Mtitheilung dem Herrn Handels -952imster zukommen lassen, worm er ausspricht, daß die Marine-Verwaltung durchaus nicht m der _Lage sei, fclbst etwas für dieie Zwecke fernerhin zu thun. Der Etat fur das Jahr 1873 heiße «&cker Abtretung der Verwaltung an ___YFWZUZUrsorg-r-sßisrffi?"Kick)? getroffen und cbrnsorvcnig Habe in dem Y_Zt entwdrfenen Etat für 1874hierauf Rücksi t genommen Werden können;
ie Marxnevsrwaltung befiße also nici)? die Mittel, für ZWecke, die nicht in ihrem spezielletx Interesse, sondern dem der Landesvertvaltung hegen, Angaben zu bestreiten. Es wird zugleich eine Bescthrde yon de_m Ortsvorstande von Heppens vorgelegt, worin über die_Unmöglich- keit geklagt wird, bei jetziger JabrcSzeii eine Verbindung mit der Stadt zu nntsrhalien, cs wird darin gesagt, daß die Leichen der Einrvohner voti Wilhelmshaven nicht zum Kircbhdf gebracht Werden können, wßrl die Wagen stocken bleiben, und daß nur auf großen Umwwzen rnit besonderen Vorkehrungen TranSporte be'werkstcüigt Werden könnezx.
Fcrnrr ist der Budgeikommisfion von mir bereits Vorgelegt em Vertrag, den_ die Marineverwaltung mit den Unternehmern emrr Gas- axistalt UYUÖWÜM Hat, die sich verpflichtet habcn, außer _den Anlagen fur das arine - Etablissement selbst auch Röhren m die Stadt zu legen und für einen bestimmten Preis eine bestimmte Anzahl von Flammen in den öffentlichen Straßen A. zu unterhalten. Der Vertrag ist auf eine Reihe von 50 Jahren a,ngschlossen worden und es besteht danach eine konirakiliche Verpflichtung fur den preußi1chen Staat, Welcher 1th durch Organe der Civilbehörde, wie früher der Marineb_ebörde ver- treten War, die Verbindlichkeitcn der ganzen (HNSÜschast chxuber zu er- fiillen; Wenngleich dieic speziellen Ausgaben für die eleuchiung der Straßen die B au-Verwaltnng zunächst nicht tangiren, so ist ck doch für zweckmäßig erachtet, vorläufig ihr diess Fürsorge mit zuzuwci1en, Weil iHr die Untor-haliung der Straßen obliegt, und es auch anderwärts nicht ohge Beispiel ist, daß Achgabcn für dic Bclcuchiung von öffené- lichen Straßen, Brücken M. aus Baufonds_ mit bestritten Werden. Wir haben Aebnliches in Harbixrg deim dortigen Hafen.
_ _Was den Liege-Hafen beiriffi, so wird ein Blick auf die Karte, die 1ck)_l)ier zur DisPosiiion stelle, anen die L_Lederzcugung chäHren, daß die Anlagen, welche für die MarÜLNÖiffE gemacht sind, nicht _dazu gebraucht Werden können, nm den Verkrhr der Priyatgrhiffe, der U) Wilhelmshaven stattfindet, in fick) aufzunehmen und ii chchsn em beionderrr k[einkr Hafen angelcgt wvrden. Die Unterhaltung desselben, um ihn dem Schiffsverkehr zugänglich zu machen, erfordert: Ausbaggcrungen, die zum Theil im vorigen Jahre vorgenommen und zu derrn Weikeren Fortscßung dis nötbigen Summen auf den Etat gebracht Wurden sind. Unicrbleibt dic Ausbcxggcrung, so verschlammt der _Hafcn gänzlich und der Verkehr Höri aus; das ist aber nich_t ein YLFWÜLÖ Jnteressc dcr Marine. Allerdings kann man sagen, daß der
erkehr von Handelsschiffrn ebenso wre alle Anfiedclungcn nicht vor-
Jch glaube nicht, da??; die Fürsorge des preußischen
handen sein würden, wenn nichi ein Marinc-Etablissement dort einge- *
richtet wäre, aher daraus folgt nicht, daß die Bevölkerung mit ihrsn Bedürfnissen 10 weit fie dieselben nicht selbst befriediget] kann, auf die Marine-Verwaltung angewicscn wäre. Sxszen Sie dic]e_ Auögaden ab, so ist die Verwaltung nichl in der Lage, irgend etwas für dieEr- haltung drs Bestelxenden zu t[)un_. Ick kgnn die Versicherung Jeden, dakx; nicht zu irgend einer Ausrührung gc1chritten Werden wird uameniliM ) was den Liegehafen für Handclsschiffe betrifft, ohne da
Vorher Seitens der Bauverwaltung sine technische Untersuchung Vorge- nommen und gepriift worden, ob das Interesse des preußischen Staates eine 1olc1)e Anchgc erfordert. Aber ich glaube nicht, daß es im In- teresse des preußischen Staates liegt, die Mitte! vorzuenthalten Welche erforderlich find, um das, was nötbig ist, im Laufe dieses Ja res zur Ausfiihrung zu bringen.
Ich bitte Sie daher, die im Etat zum Ansaß gedrachien Nus- gaben im Ordinarium und Exiraordinarium zur erfügung der Re- gierung zu lassen, die Über der Verwendung zur Fortchung der Banton seiner Zeit Rechenschaft geben Wird.
Auf die ngenbemerkungsn des Abg. 1)r. Glaser ergriff dcr Regierungs-Kommiésar noch einmal das Wort: _
Auf die Berner ungen des Herrn Vorrsdncrswdklte ich nur er- widern, daß die Notbwendigkeii ciner größern Spezialisirung der Aus- gaben um die Verhältnisse im_ Einzelnsn naher prufxn zu könneri, durch die jetzige Vorlage in keiner Weise illustrirt Wird, drxm die Ausxzaben, die für das Jadcgebiet bezwwkt md, find nicht in dem allgemeincu Dispositionsfonds, wrixhcr fur _„and- m_id Wassyr-Neu- bauicn zum Etat gebracht isi, mri inbegriffen. Sic _find viel_n_1ek)r spezieil dargelcgt, um von Seiten der _Rrgierung sie einer Prufung durck) das Abgeordnetenhaus nicht zu entziehen. _ _
Uebrigens find die Verhältnisse im Jadegebiki doch wescnilick) andere als in cha. Es handelt fich "hier nicht um eme nene Anlage,
Archäologische Gesellschaft.
Sitzung vom 4, Februar. Hr. Curtius legte der Gcgsll- schaft den Schluß Von Prof. Starks inhalireichen Brieferi uber seine Riise in Kleinasien und Griecbcnland (auö_ der _„AÜg. Zeriung“ dor, ferner die wichtigen altaitiichen Kunstlermfcbriften, die Pro. Rhuiopulos Herauechgeben hat, dann Prof._ Con“_e's Uebersicht Über die neueren Erschsinungen in_ der archadlogischen 81ieraiur_(ai_is der ,Oesierrcichiichen Zeitschrift fur Gymnasien“) _und das Verzeichnis; cypriicher Alterthüm-er aus der Sammlung Pierides, Welche in Paris zur Versteigerung ÜUSJLftLÜk Werden, endlt_ch das nunmehr vos- lendci vorliegendr große Werk von Perrot, Gurllaume und Del- bei Über die Denkmäler von Galaiicn, Phrygien, Cappu- docién und Pontus. Der Vortragende erörterte die__ kunstge- schichiliche Vedeuiung dieses Werkes, Welche? dic klcinafiaiqchen Un- icriuchuxigcn von H._Bari[) wescni1ich_ vervoüitändige; er Wies darauf hin, daß es durch diese Publikation, iowie durch das Werk von Long- pericr über das Musée 1139016011 111, mel)r und 1716121? gelinge, gewisse typischc Formen der babylonisch-affYischen Kumi in ihrcr Ver- breitung nach Westen M? dem Land- und eewc'gx zu verfolgcn u_nd dalß man dabei dcn_St1[ der Weherci und den aus Siegrlbildcr zuruck- gp)enden Wapvrnsttl zu i_micrscheiderx habe. - Hr. Adler legt_e _den Aufsatz von W._Gurltt_t und_C._Zil[er Uher das Tbe1eion zu Athen (in LußowsZeitschr. fur hildcnde Kumi 7111, 3._ S. 86 ff.) vor und besprach, anxnupfend an ieixien am WinckelmannSseste v. J. gehaltenen Vortrag uber das Thesewn und dessen doppelten Sekos für erakles und Theseus den Werth der _ darin nieder clegien Unie uchungc'n, _bei denen er die Wixhtige Frage, 9 und wieweit eine PiintHe in der Pdstikumtlxur vorhanden ist oder wie dieselbe endigt, leider_ unberyckfichiigt fand. Dcr Vor- tragende führte aus, wie sein_er Meinung nac1)_ die neuexi Unter- uchungeu seiner Hypothese _uber dgs Herakleion-Theftwn nicht Zinderlicb wären, und stützte semeErklarung durch neue Griinde, näm- lich durch Betonung des Umstandes, daß der Tempex seit dem Mit- telalirr als Theseustcmpel genannt iznd bckatxni ware, ferner durch Zindentung auf die kimdnischc Grundrmgözeit, die noch unter dem
indruck des maratlckoni1chen Sieges sowie der dabei Vom Theseus ge- leisteten Hülfe gestanden habe, und endlich durch Hinweisung auf den Tempel zu Sunion. der (in MYM, _ Proportionen, Anten- und Dcckenbi1dung) mit dem heieion nahezu _kongruent sei. Da aber der Tempel zu Sumon nach der Vitruvsteüe [17, 8, die ausführlich erläutert wurde, und den_ erhalterxen Resten sicher als ein „Doppexheiligtbum'“ z_u erkennen ser, so Ware also auch das_ Theseion (ebenw wie der größere Tempel zu Rhamnus) ein Doppelheiligtimm und zwar des Herakles und Theseus. _ Am SMW besprach er n“och die einzelnen Tempel, die m der angefuhrten
es ist auch nicht dcr Jau, daß überhaupt eine Kommune nicht da wäre: es smd nur keine _ geordneten Kommunalverhält- nisse. Ich bitte die Herren, Kenntmß 311 nthen von den An- lagen, die bereits vor anden sind. Hier ist die Karte, hier finden Sie einen Liegehafen, der da is_t, um deséen Erhaltung_es fi m_ir handelt, bier finden Sie ein Gebiet, was_ (hon bebaut ist, un fur dessen weiter fortschreitende Bebauung em Plan angelegt ist, Es kann also nicht darauf zurückgegangen Werden, daß alle diese Bauten nur der Marine Wegen entstanden find. Das kommt in andern Ver- hältnissen auch _vor. Wir haben an der rxxsfischen Grenze eincn klei- nen Ort, der lediglich dadurch entstanden ist, daß xm Bahnl of de_r Ostbahn dort angelegt worden, der Zahlreiche Etabiissemexits iür die Spediteure rc. doUhin gezogen hat, etzt ist_ es ein größeres Dorf von mehreren Tausend Einwohnxrn. Man w1rd deshalb der Ei1en- bahnverwaltung ni t die Verpfxichtung auferlegen, für die kommuna- len Bedürfnisse die er. Niederlassngen zu w_r_g_er_1. „Sobald .die-EUW- munalen Verhälfniffe-gcordnsr- sein“"wxrdrn, wird man der Stadt Wilhelmshaven die Verpflichtung zuweisen können; aber den 'cßigen Anliegern, die unter bestimmtenBedmgungen fich dort etablirt1haben, kann man nicht auf einmal die Unterhaltung von Straßen u. s. _w. zuweisen, noch dazu mitten im Laufe eines Jahres, in Welchem kame Vorkehrungen anderWeitig getroffen find.
_ In der DiZkuision iiber die Angaben fiir die Ge- werbe-Akademie zu Bsrlin sprach der Abg. 1)1_'_. LoeM den Wunsch aus, bcidieier Lehranstalt einen LcHrstuhl fur öffentliche Gesundheitspflege errichtet zu sehen. Der Regierungs-Kommiffar Ministerial-Direktor Moser erklärte hierauf:
Meine Herren! Die Staatsregierung ist der sebr dankenSWertben Anrsguug des Herrn Abg. 1)r. LoeWe in Bezug auf Errichtung eines Lehrstuhls für Gesundhkiispflege an der hiesigen Gewerbc-Akademie unvergessen, aber allerdings haben sich der Ausfuhrung der Sache Schwierigkeiten entgegengestellt. Hr. Dr. Loeive hat bereits darauf bingewiesen, daß an de_r Gswerbe-Akadrmie_ kein LSMJWÜUJ besteht. Ich muß n_un seiner Anssassung, als 017 die ]ungxn Leute sebr geneigt wären, außer den nothwciidigen Kollrgien ach) idlche zu hören, die mehr, wcnn ich es so außdrückcn dars, neberxhcr liegen, als ob diese Teigung der jungen Louie eine besonders gro ?. wärs, zu meinem Be- dauern cnigegsntreten. Nun sind die_Lcl)_r räfie_auf dem Gcbiete der öffenilichen Gesundhciispslege zixmiich iparlich geiäet, dic Wissenichast ist verhältnißmäßig eine neue, _ und dixjsnigen Lehrer, die zu haben find, machen_naiurlicher Wciie auci) Lln1prüche. Namsnilich wird sich Niemand in einer festen Stellung dazu Hcrgeßcn, auf's Ungcwissc hin, allenfalls gegen Bewrlligung ciner Remuncraiion einen Lehrstuhl an der Gewerbc-Ak_adcmie auzunehnxcn. Andererseits kann dic Staatsregisrung Jhnxt) mcht wohl jeßt ichon vorschlagen, einen solchen Lehrstuhl definitirz zu begründen, denn es licgi die Möglichkeit vor, daß die _]nngcn Leute aus der Gewcr'bc- Akademie diesc Vorlesungen nickt besuchen. Die Staatsregierung würde nicht im Stande isin, I)iien _gcgenübex die Nothwendigkcit anders zu [*c' ründen, als dadurch, daß_ fie aus die Frsqucnz einer solcben Vorle?ung hinweist. Die Bemuhungrn, einen Lehrcr zu ge- winnen, der diesen Unterricht _gcgen (Hewäbriwg einer Remum'ration zu Lrthcilcn gensigi isi, find bis_ 16131 ohne Erfolg chesen. Es find ein Paar jynge Dozenten [)ixr in Frage gekommen, aber es Hai sich ergeben, daß fie nicht rechi für den Unterrichi greignet Waren. Ick bitte Sic, meine .Herren, daraus cntnshmen zu wvllrn, dax man be- müht ist, die Sachs Vorwärts zu bringen, und auf mehr ][ eint es ja für den Augenblick nicht anzukommen.
Auf eine Replik des Abg. Jacobi entgegnete der grnannte Regierungs-Kommiffar: _
Ich kann nur wiederholen, daß es der Staatsrcgicrung durchaus nicht an guten WiÜcn fehli, eine Lelyrkraft für die GeWerbe-Akademie zu gewinnen; es ist inde bis jetzt nichr möglich geWsien. Allerdings kenni das Ministerium Zemand, der dazu wdhl qualifiziri wäre, der befindet sich aber in einer aydern Stadt in einer festen Stsllung, und Wenn man ihn [)ierKer bcrusen würds, so würde der_Mann mxt vob iem Rechte sagen: (1, ihr müßt mir eine etatSmäszige Stelle geben, wie ich sie hier (abe, und_eine olche StcÜe zu brgrnnden, das ixt der Regierung bedrn lick) gewe1en. sr H„err Nbg. Jacobi hat mit Kechi darauf hingewiesen, daß derg[eicher_i Stellen an anderen Unterrick)_ts- Anstaltcn existiren, Wenn er_ aber die Lehrer Heiracktri, die auf dieien Lehrstüßkn fungircn, so Wird er findßn, da;; es crzie aus den be- treffcnden Städten sind. Namentlich ist es in Aachen - vozi Aachen rveiß ick) es bestimmt - cin dortiger_Arzt, der sicb dori ste_iwiklig erboicn hat, diesen Unterricht zu ertheilen, und, soviel _ich weiß, Eine kleine Entschädigung dafür er1)äl_i. Fände fich in Berlin Jemand, so würde die NLZierung cs mii großem Danke annehmen, wenn er einen wlchen Unierrrchi erthcilfc.
Aus dem Wolff'schen Telegraphen-Bureau.
Triest, Sonnabend, 15. Februar. Der Lloyd = Dampfer „Hungarla“ ist heute Morgen 5Uhr mit der 0stindisch-chincfischen Ueberkandpoft auH Alexandrien hier eingetroffen.
London, Sonnabend, 15. Februar. „Times“ enthältMit- theilungen des in Buenos Ayres erscheiiicnden Journals
Viiruvsteüc außer dem Tempel zn Snnion erwiihni 1vckrdex1._ _ An der Debatte, die fich an den Vortrag anschlox; [*eihwlxgien fick) namentlich die .Herren _ Curtius und Hübner. _* Herr G. Wolff wies einen bei Brunn und Ovrrback noch nicht verzaichncten Maler Timotheus bei Psesios (hinter (16 01361'81-10116 äasmonum ec]. 130155011366 S. 134) nach; vgl. auch Choricius Sä, 130155. ]). 172. Dagegrn seien die Schriften über Tempek bci Hippo- nion, dort befindliche Erzißüren dcs_Dadalos und Praxirrlcs und an- derés aus Proklos AusZiigen über die Orakel bci Uarufiobi 011x0- njobg sä auiicbirix (11 08.18131'12. (Padua 1601) _Fäljchungcn; Jener Minoritenpatcr habe vielfach Namcn _von S risisteÜern und Werken für ieine Beläge erdichtet. -_- F r. ?Ubncr cgte das soeben erschienene 3. Heft der archao ogi chen Zeitung, ferner die beiden erstem Hefte der in Porto erichcmcndcxi porto- giefischen ckr0116010Zja ariisbjoa (vou freilich 1ehr um- archäologischcm Inhalt), die beiden neuestrn Hefte der KsYue ar011é3010Ziq116, endlich den dritten Theil von Bruce's großem Werk über die römischen Alterthümer in Nordenélland (1391631411111 xsytsnirjoriaw) vor. _Herr Perrot hat der Ges? schaft ein Excmplar seinxs jeßt feriig gervoxdenen Prachiwerkes ubrr Galaticn zum (Heicbcnk gemacht, Worin" ihm der schuldige Dank hiermit öffentlich erstattet Wurde. Der Voriragrnde be- rührte dann noch kurz eixiige von _Herrn A. Phi1ippi in dem Auffaß über römische Triump1)a1- Reliefs, _ der der GefelUchast schon einmal_ vorgelegen _ [)aite,_ aufgestellte Bahaupiungen; zu einem näheren megyben auf diese vielfach anregende, abcr andererseits auch sehr unzulangltche Arbmt, _feblte es an Z_si_t. Wenn die vom Verfasser in Ausficht gestellt? Publikation der Reliefs dom Claudius-Bogen, Welche in den_Jnsi111ztsfchriften erfolgen wl], vorliegt, wird im Zusammenlxang _au die an dies disher noch ga_n_z ver- nachläifigte Kunstgebiet fich an1ch_liex;en en Frggen zuruckzukommen mn. - Hr.Heydemann legtezuerstdieDurcthcbnung einer Lekyihos im Un§€0 017160 zuBologna (Nr. 1472) vor, die er dergütigen Vermiitelung der Herren W. Gurlitt undE.Schulze verdante und die von Jnterefsg ist, Weil fie aus derseiden Fabrik gesellschxer bemalter Va1en stammt, aus der die moderne Leeiensche Baien- zeichnung Nr. 107 herrührt; auf der Base zu Bologna ist dieselbe alte tanzende Frau dargesteÜt, die sich anch auf dem Lßesensckxn Ge- fäß findet. Sodann besprach er eingehend dcn stattlichen Kataiog der Sammlung des Herrn E. de Meestcr de Ravestein: Uusés äs Kaysßtein (1,10th 1871. _2 Bde. gr. 8.)_, der von dem Besitzer FFM geschrieben, em ichönes, bieibendrs Denkmal seiner nstliebc und Gelehrsamkeit ist. Die Sammlung, welche fich auf dem Schlo Ravestein bei Mecheln defin- det, ist ungemein nix!; an kleinercn ronzen, geschnittenen Steinen, Münzen und Terrakotten, die meistens aus Italien stammen;
„Standard“ vom 10. Januar, nach denen in Peru eine Ver- schwörung gegen die dortige Regierung zum Ausbruch gelangt war; die Verschwörer hatten den RegierungSpalast in die Luft Ysprengt und war der Präsident Pardo dabei umgekommen. _1e Hauptführer der Verschwörung find entkommen, jedoch ist die Regierungd durch die Aussagen anderer dabei betheiligter Personen in_ en Bestß wichtiger Enthüllungen gelangt. qurid, Freitag, 14. Februar. Bezüglich der Verände- rungen im drplomgtrschen Corps wird Versichert, daß voraus- fich11ich Orenie fur Paris, Aburzuca für London, Fiol fiir Brussel bestimmt seien. Es wird ein Dekret erwartet, welches die Adelstitel und Dekorationen fiir Civilisten abschaffen soll. Die in verschiedenen Provinzen gebildeten revolutionären Jun-
ten Haben sich, den Befehlen des Gouvernements gehorckyend,
aufgelöst. “ Madrid, Freitag, 14. Februar. Die Fortseßung der militärischen Operationen in BiScaya und Navarra wird, dem offiziellen Journal zufokge, durch den eingetretenen starken Schneefall einstweilen gBhindert. Dasselbe Blatt enthält ein Dekret, welches die Königliche Leibgarde abschafft. Zahl- reiche Glückwünsche aus den Provinzen find der neuen Re- ierrmg zugegangen. Die progresftstische Partei hat sich in ihrer [J)eutigen Versammlung den Namen der „radikal republikanischen“ beigelegt. Der Iustiz-Minister wird heute einen Geseßentwurf über Abschaffung der Todesstrafe einbringen und zugleich beantragen, eine Kommission zu ernennen, die in zwei Monaten den Ent- wurf eines neuen Strafsyftems verfassen sol]. Wie verlautet, sdkl der Staatsrath abgeschafft werden. Washington, Freitag 14. Februar. Dem Kongresse ist eine Botschaft des Präsidenten Grant zugegangen, in welcher die Annahme der Geseßvorlagen besonders empfohken wird, durch Welck)? Komprienzkonflikic zwischen den Gerichtshöfen der Ver- einigten Staaten nnd den Territorialgerichten im Terriioriukn Utah künftig beseitigt werden sollen, damit Namentlich die ge- seizlichen Bestimmungen gegen die Polygamie und andere straf- bare Vergehen künftig im vollsten Umfange zur Anwendung ge- langen köimen. Die seitherigen Kompetenzstreiii keiten seien der Anwendung dieser Gesejze hinderlich, könnten [ei reinen gewalt- thätigen Charakter annehmen und zu einer militärischen Inter- ventdion fiihren, falls vom Kongresse nicktt Abhülfe geschafft wer ?.
Königliche Schauspiele.
Sonntag, 16. Februar. (Opernhaus.) 42. Vorstellung. Don Inari. Oper in 2 Abtheilungen mit Tanz von Mozart. Donna Elvira: Frl. Brandt. Donna Anna: Fr. 13. Voggen- izuber. ZerLinc: Frl. Lehmann. Don Juan: Hr. BeH. Lepo- rer: Hr. Salomon. Oktavic): Hr. Schkeicl]. Komthur: Hr. Jricix. Maseito: Hr. Krolop. Anfang halb 7 Uhr. Mittel-
rci 6.
Im Schauspielhause. (46. Abonnements-Vorsteklnng.) Ro-
senmüUer und Finke. Original-Lustspiel in 5 Aufzügen von ])1'. Töpfer. Ulrike: Frk. Hoffmann, vom Thalia-Theater in Hamburg, als Gast. Anfang 7 Uhr. Mittcl-Preise. 44 Montag, 17. Februar. (OpernhauH.) 43. Vorstellung. Flick und Flock. Komisches Zauberballet in 3 Akten und 6 Bildern von _P. Taglioni. Mufik von Herteh Anfang 7 Uhr. Mittel- Prei 8.
Im Schauspiekhause. (47. Abonnements-Vorftcllung.) Um Nancy. Historisches Lustspiel in 5 Aufzügen von Karl von Ko- berstein. Anfang 7 Uhr. Mittel-Preise.
Die Meldungen um Vilkets zum Zuschaurrraum ch dritten Ranges fiir den bevorstehenden zweiten Subskriptions-Ball sind wiederum so zahlreich eingegangen, daß iiur ein kkeiner Theil derselben bkriickfichtigt werden kann. Die nach dem 10. d. M. eingelaufcnen und etwa noch eingehenden Gssuche finden unter keinen Umständen eine Berücksichtigung.
Repertoire der Königlirhen Schauspiele vom 16, bis 23. Fibrnar1873. Opernhaus. Sonntag, den 16.: Don Juan. Mon- tag, den 17.: Flick und Flock. Dienstag, den 18: Belmouie und Con- stanze. MiiiMch, den 19. Fliegende .Hdlländ-Zr; Donnerstag, den 20: Keine Vorst. Freitag, den 21.: Zweirer Snb1criptionsbail. Sonn abend, den 22.7 Ein Maskenball. Sonntag, de_n 23: Fidelio. Thea.
Schauipirlhaus. Sonntag, den 16.: Roienmüilkr und Finke. Moniag, de'n17.: Um Nancy. Dienstag, den 18: C1avigo. MiitWOch, den 19.: Fcuer in dcr Mädchenschxilc. Freund und Frind. Ju cm,- liebe. Donnerstag, den 20.2 Widcripi'nstige. Freiiag, den 21.2 Y-orf und Skadi. Sonnabend, den 22.: Richard 11. Sonntag, den 23.: Hcinrich 117.
dock) sind anck) 'belgiic'H-römische Antiken gut_verireten. Aeußerst interessani ist auch die Sammlurzg der vrr1chi€dcnen Marmor- arien, WL[ch_L die Alten zu Playtik und Architektur verwand- ten und in 101chcr Vollständigkeit _wol)[ nirgends zit_finden sein möch- isn. EinzAtla-Z, der hoffentlich nichr 31: lange m_is sich warten läßt, wird den_ Gelehrten _die bisher nur ibeiiweiie (namentli m den Schrixten dcs römi1chcn JnstitutS) Publizirten Antiken no ) zu- gänglicher und bekannter machen. Ferner legte der Vortragctide noch die Darstrllung dcs rasrnden Lykurgos auf einer neuen im Sep- tember y. I". in Ruvo gerundenen und ins Mu1eum Jutta gekomme- ncn Vaic vor, deren Barrie er der Gilt? Giovanni Jatta's yer- dankt, und dir Schrift von Simone 1111 ipogoo 1118353 100 (Lcrre 1872, 2 Taf.), worin über ein _am 30. August v. J. [zei uSce (in der Nähe von Lcrre) geéundenes Grabmal mit messapi (Hrn Ju- sthrificn berichtet, iowie ii'vcr die Urgeschichte dss alic_n algbrien phantasirt wird. -- Herr v. S allet beiprach eincn Kupferstich Durers (Die 1. g. Eifersucht), welcher einen Gegenstand a_uö_der griechischen Mythologiebchandrlt. DieDarstellung des Blattes - em i_m Schooßeznes Satyrs [irgendcs Weib wird von einem andéren Wxtßr, das emen Kniitiel ichwingt, bedroht. Daneben steht ahwchrcnd em xmckter Mann mit einem vorgehalicxien Baumsianime; rkciyts eniflieht ein Knabe _- wird bis in die neueste Zeit aus die mannichfalixgite_ nnd unversian- digste Ari erklärt, doch schon Vasari erkannie darm eiiie mytholdgiqche Scene. Seit HauSmann nachgewiesen, daß DUWU _1elbst m 1cmcm Tagebuch das Blattdcn ,Herkulum"_ nennt, undsertder Vortragezidc auf den Zusammenhang diesLs _„Herk1_t[cS" mit Einem unstreitig nach dem Dürerschen Bilde koptrten B1atichen von H. S. Beham- den Satyr mii dem Weib im choojzs aileiu darxteilend und die Beischrjften 13111 41711» 111418878 tragend, aufmerk1am gemacht Hat und wenn man erwägt, daß aucb Llldegrevcr die Centauren als Sa-
tyre darstelii wird die Annahme fast zur Gewißheit, daß anch daß ,
Diirerscfze Matt den Mythus vori Herkulxs, Nessus und D;!" anira m einer allerdings noch nicht aufgesundenen_ vcrderbterx, _viel- leicht mittelalterlichen Version darstezile. Herkul_es spieii hier, wcc_1chon bisweilen im Alterthum, eme konmche und [acberlicbé Roße, indem er sein untrcncs Weiß und dessen Liebhaber gegen_ Angriff schußt. Von einer Zuneigung _der Delanira zu Nessus scheint die klassische Mythologie nichts zu Wissen.
,-
Redakiion und Rendaniur: S ch w i eg e r.
Berlin, Verlag der Expedition (Kessel). Druck: H. Heiders-
Fünf Beilagen (kiuichlieizlicb der Börsen-Veilage).
Erste Beilage
Zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.
„FH, 212.
Königreich Preußen. Kon eisi ons-Urkund e für die Oberschlesische Eisenbal n-Geseklfrhaft, betre end den Bay und Betrieb eincr Lokomotiv-Eisenba 11 von Oppeln Über Gr. Strehltß nach Morgenroth nebst Abzweigung nach Gleiwitz und Beuthen. Vom 1. Februar1873.
....-. Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden König von Preußen rc.
Nachdem_die_ Obericlxlcfische Ciscnbabn-Gesellschaft durch ihre Ge1ellkchaftS-Borstande, (zur Grund der Beschlüsse der Generak-Vcr- iamm ung vom 26. Juni 1872 daraur angetragen Yat, ihr die Aus- dehnung ihres UntsrnehmenzZ auf den Bau und Betrie einer Lokomotiv- Ciienbghn von Oppeiw uber Gr. Slrehliß nach Morgenroth nebst AbziVeigung nach_G[LlW1_ß_ und Beuthen zu gestatten, wollen Wir der Gesellschaft 31; diejeni Ei1enbahnbau und Betriebe Unsere landesherr- liche (Henrbmigung hierdur er_il)eilen.
_ Der _Ba_u der Baxhn it langstens nach Ablauf von drei Jabrsn seit Außhandigrmg die1er Konzesfionöurknnde zu vollenden.
Die Bestrmunxnßcn der §§. 7, 8 und 9 des unter dem 7. Juli 1869 von _UnS bssiatigicn icchSzehnten Nachtrages zu dem Statut dcr Oderschixßskhkn Eiirnbal)n-Gcsell1chaft finden auf die neue Bahnstrecke gleichznaßige Anwendung. _
Zugleich bestimmen Wir, daß die in dem Gesetz über die Eisen- bahn-Unternchrrmngxn vom 3. Noyember 1838 enthaltenen.Vorschriften, inshciondkrc disjcmgcn über die Expropriation und das Rechi zur vorubergeßsqdrn Benutzung fremder Grundstücke auf den in Rede stehendxn Eiienbabnbau zur Anwczidung kommen ioÜc-n.
Dj_c gsxienwärtigc Urkunde ist _durch die leißdläiier der Regie- rungen_ in Breslau und Oppeln aus Koitrn drr chellsckwfi zu vor- öffenilichen, von Erkheilung dcr landesherrlichen Geneßmigung und des ExpxoprratwnSrrchis aber eine Anzeige in die Gricß-Sammlung auf- zune )men. _ _ _ _ _
Urkundlich untcr Umerer Höchstcigenhandigen Unterschrift und kei- gedruckiem Königlichsn Jnsicgel.
Gegeben Berlin, den 1. Februar 1873.
(1.. 8.) Wilhelm. _ Gras vox; Jßenplitz.
Jinanz-Ministerium.
Circular-Erlaß_ von] 30. Januar 1873, bcirkffend die Besetzung der Waldwarieritclien bei drr Staatsforstvrrwiiliung.
In Folge dxs Alkr'höchften Oris genehmigien Rc'gsements vom 16._Juni 1867 1111er_dl€ Civil-Variorgung und Civil-Anstellung dcr Militärperioncn ist CML anderweitc Regelung der Vorschriften wegen Bricßung dcr Waldwäricrsicllen bei dcr Staatsforstverwiiliung noki)- wcndig gewvxden. _ __
Jeb bestimme dcmnack), daß fur dic Folge bei drr Besetzung dcrartrger_S-ieilc_n _nach Folgenden (Grundsäxzen verfahren Werde:
1) Fur dicxenrgcn im Normalbcsoldnng-Zplane dcr Schutzbeamien als wlche bezeichncirn Waldwärterstcücn, welche mir cinem haaren Jahrexo'emkmnmen _von 120 Thlr. _und mehr ausgestattet find, smd in erster Reihe die auf dcr ?lnwäricrliste drr Königlichn Regierung noiirtßn Inhaber der unbeschränkten und nach ihnen die Inhaber des beschränkten Fdrstveriorgungs](k)eincs zu berücksichtigen.
(Zu aH fur Wiesbaden, Cassel, Schleswig und Hannoin'r, Hier- bei ma ies keincn Unicrchied, ob der Forstversorgungsfchcin auf Grund drr Allerlxiichstcn Ka inets-Ordre vom 7. März 1868 oder durch den vorschriftsmäßigen Dienst im Jägercorps erWOrben Worden ist.)
Die Versorgungsbcrcchtigicn beider Klasscn haben jedoch auf die Ver1eihung dieser Stellen Weder cin ausfibließlicbes Anrecht, noch sind fie u deren Annahme, _wenn die Königliche Régierung es für ange- mcsFen finden sollte, sie ihncn qnziibieten, auf Grund des Forstvcrsor- ungSicbcines verpflichtet; es iriii deshalb auch in dem Falls, das; ein Inhaber di's unbcfchriinkten Forstweriorgungsschcincs eine der- artige ibm etwa (i_ngeboicne Stelle ablrhnt, dic Nbießung desselben von der Anwartcrlistc der Königlichen Regierung nicht ein. Kann eine WaldwärterstcUe mit einem haaren Jahreseinkommen von 120 Thlr. und mchr gas drxn einen oder andrrxi Grunde mit einem Forstversorgupgsbcrxchiigicn n_ich_i [»chßt Werden, 10 ist cözuléiisig, die- selbe durch eme _bei der Königlichen chisrung notirtrn Reserve-Jäger der Klasse 14,1. mtcrtmrstisch gegen Bezug des normalmäßigen Dicnst- einkommcns so 1angc dcriyalicn zu_ l_asscn,__bis dsr diescr Bcictzung cut- XgenstehrndcHinderungsgrund _dczxitigi Ut. Erachiet die Königliche
egiermig en)? iolche interimqtiichc Verwaltung nichi fiir ange- messen oder ist sie wech Mangels an dazu [*i'reitcn und geeig- neten Re]crve-Jägcrn_ nicht ausführbar, 10 (Ziisaß für Wies- baden, Cas§1,_Sch)leöwig und Hannover _- kann Sie die Stelle einer derjenigcn 3 crwncn iibertragen, Welche ULVU aus der Zeit Vor dem 1. Oktober 18.66 ohne als Staaisdicncr örmlici) angestcili zu sein, im Forsiichußdicnstc oder dcm Jdrhsreitungsdicnstc zu demselben be- Mäfiigt Waren, und in dem de_ssallfigcn auf Grund dcs Staats- inisterialdeichlusscs vom 27._Ju_n: 1868 von de_m Königlichen Ober- Präfidium festgestellten_Vcrzeichnisfe aufgefüHrt 1i61)en. Anderenfass) muß Sie die Stellx eincm Militäratzwiirtcr mii dcm Civil-Versor: gungs- oder dem Civil-Ansiellungsschcmr, rvc'nn cin solcher Anwärter vorhanden_ ist und die erforderliche Qualifikation 'bcfiizt, nach Maßgabe der Bcstmrmnngen in dem §. 3 des Eingangs erwähnisn Reglemenrs ii-be_rtragex1. Dic Ermittexung und die Einbe- rufung solcher Militärqnwarter 1st nach der Vorickyrist im §. 21 die- ses Reglements zu “beWirketz. Zum Nachuwis, daß cin solcher Anwär- ter die erforderliche Qualifikation befißi, ist eine 61110natliche unter allen Umständen in die HiehSJ und Kulturzeit zu legende Probedicnst- leistung zu fordern; dic_Kömg_[1che Regierung kann_ aber, Wenn Sie dies im ge ebenen Falke fUr nothivrndig crachtci, außerdem diE Nblrgung einer Förmlichen Priifung vor der Berufung verlangen. Einirciendrn FaÜes ist diese Prüfun von dLm Forstmcistrr und Oberförster, in deren _Bezirk die zu be eHende Steile lirgt,_ abzyhalti-n, und auf die Erfor1chung der Fertigkeit, ngaxifig und richtig [e1cn und stlxreibrn und mir Einschluß drr Rc el de in rechnen zu kömzen und anßerdcm auf die Erforschung drs V aßcs forstlicher Kenntnisse ZU richten, Welches nach dem Umfange und der_Bedeuiung der zu besetzenden Stelle un- bedm t gefordert Werden mu . _ enn in feiner der vor teHend angedruieien Wei1en für eine Wald- wärierstelle niit eincm haaren (Einkommen von 120 Thlr. und mehr eine geeignete Person ermittelt werden kann, ist die Königliche chie-
' rung ermächtigt, andere ihr geeignet scheinende Personen auf die Siclle
zu berufen. „. - . .
Die _AnsteUung auf einer Waldwärtersteüe mri einem haaren ("abrasixiniommen von 120 Thlr. und mehr ist, angenommen den Fail ciner Vchglfung der1elben durch einen Réserve-Jägcr, in der _Re- Yi auf Lebenszeit zu bewirken: bci Miiitäranwärte'rn _mir dem Civil-
eriorgungs- _oder Civil-Anstellungs1ck)ein und bei Civilpexsonen owie bei den]cnige_n Inhabern des beschränktcn oder gnbeschrantm drsiversorgungssckyemes, deren Qualifikation nicht bereris völlig be- friedigend _im_ Koniglichen Forstdienste nachgewiesen ist, aher erst nach einer befriedigend zurückgelegten robedicnst eit. Bezüglich dczr JL“ haber des beschränkten odsr unbe chränkken orstvcrsorgungsichems ni diese AnsteÜung auf Lebrnözeii als eine Versorgung im Sinne dxs §_. 26 und 43 des Regulativs über Ausbildung und Llnsieiiung fiir die unteren Steilen des Fdrstdicnstcs indessen nicht anzusehcn. Sie behalten deshalb trotz dic1cr Nnstcllnrxg das ihnen durch dcn Verfor- Iungsschcm verliehene Anrecht, nach Maßgabe dchestimmungen diesrs
Sonnabend, den 15. Februar
Regylativs auf die zur Erledigung gclangrnden Försterstellcn im Kö- niglichen (_meeinde- oder Instituten- orstdtenste berufen zu Werden, 2) Diejenigen im Normal- Be oldungsplane der Schußbcamten als s01che_bezcichneten Waldwärter- rellen, welche mit einem haaren Jahres-Emkommcn von weniger als 120 Thlr. auSgeiiattct sind, sind als Nebrnbeichäftigungen im Sinne des §. 13 des Reglements vom 16. Juni 1867 anzuselen. chn um derartige St_ellsn Forstversor- gungsberechttgie oder ilitärcmwärter mrt dem Cwil-Vrréorgungs- oder AnstellüngssÖeine ficlß bewerben und sind für diesel en_ qua- lificirt find, it) mus; ihnen ie Königliche Regierung bei der Beießung dex St_ellen dcp Vorzug dor Andern geb-n. Andernfalls kann die K_omgliche Regierung derarti e SteÜen nach Maßgabe der vorliegenden dienstlichen Interessen Eingesgessenen der bx11zichbartcn Ortschaften oder benachbarten Gemeinde- odc'r Privat-Forjti(huiz-Beamien als Neben- gescbaft uberiragen. Das im §. 21 des Reglements vom 16. Juni 1867 _wegen der Ermittelung Lund Beryfung von Miiitär-Anwärtern vorgYZHrtebene Verfahren findet auf di€1e _Stellen keine Anwcndung. ie Anstellung auf einer Waldwariersteüe mii Weniger als 120 Thlr. haaren JabreSeinkommens tit m_ aÜen_F(i[[en mii Vorbe- 1al_i der Kündigung, und im Hinblick auf die Vorichrift im §. 5 des eießes Yom 27. März 1872 wegen der Pensionirung der unmitte[- ba_re_n_ _Staatsbcamicn rc. außerdem _ mit der ciusdri'tckliöhcn EmicHrcznkung zu bewirken, daß dieAmtellung Keinen Anspruch auf Penfionirung nach den Bestimmungen dieses (Heieizes verleiße. __ „Was vorstchcnd untcr 1 und 2_übcr Waldwiiric'r bestimmt iii, finder ehcnmäjzig Anwendung auf Torp, Wieikn-, Floß: und Ho'lzbofs- warter im Rcssort der Forstverwaüung. Berlin, den 30. Januar 1873. _ Der Finanz-Ministxr Camphauicn. An 1ammi1iche Königiicba chicrungcn exki. Sigmaringen und an dicKöniglichc Finanz-Diréktidn zn Hannovrr.
Yersonal-Yerandermtgen. ]. In der Armee. Offiziere, Portepee-Fähnricbe :e. _ 11. Ernennungen, Beförderungen und Vcrießungen.
Den 6. Februar 1873. Campe, Obcrst-Lt. und Kmmdt von (Holberg, unter Belassung 71 1a. Zuitcz des 1. NtedcriéMi. Jui.ch3is. Nr. 46, zum Kommandanten von Meß crnmmi. v. Gründler, Oberst und Commdr. des 4. Großherzog]. Hess. Jui. chts. (Prinz Carl) Nr. 118, unter Strilung 71 1a snjtsdicws Regis. zum Kom- mandanten von Colberg ernannt, v. Tsckckir1chkv u. Bögendorff, Oberst-Li. vom 1, Hesi. JnfRe'gt. Nr. 81, mit der Führung des 4. Großherzogl. Hess, Inf. Rrgis. (Prinz Car1)Nr. 118, unter Sicllnng & 13_ 511163 dicics RMS„ beauftragt. v. Kcitlcr, Major vom 1. Rasi. Inf. Regt. Nr. 87, als Bais. Commdr. in _das 1. Hess, Inf. Regt. Nr. 81, _Quednow, Major vom 4. Großbchogi, Hcifiicsxn Inf. ngt. (Prinz Carl) Nr. 118, in das_1. Nassauische Infanteris- Rxgt. Nr. 87, v. Reitberg, Hauptm. nnd Corrip.Cl)ef vom Schlei. Fits. Regi. Nr. 38, untcr Beförderung zum Major, in das 4. Groß- l)erzd [. Hes]. Jui. Regi. (Prinz Carl) Nr. 118, v. Wickede, Rittm. xmd_ Scadr. (5,le Vom 1.Mccklend.Drag.chi. Nr. 17, als Haupim. m_ die 10. Gensd'aryierie-Vrigadc, und “war ais Distrikts-Osfizicr zu Lunebiirg, v. Merckel, Hanptm. vom Zchcraliiabe der 10. Division, als Rtiim. undCscadr. Chef in das 1. Mkckicnb. Drag. Regi. Nr. 17 versetzt. Prin Cari zu Hohenlohc-Waldendurg, Soc. Lt. vom 2, Hess. Hui. Regt. Nr. 14, ck13. sujbs dcs Regis. gestellt und 1 Jahr Urlaub bewilligt. v. Drygalski, Hauptm. und Comp. Chef vom 3. Pcmm. Jnf.Regi. Nr. 14, unter Beförderung zum iibcrz. Major, dcm «qi. aggr. v, Meding, Haupimwon der 4. (Hand. Brig, als Comp. CHLf in das 3. Pomm. Inf.“ Regi. Nr. 14 dcr1eizi. v. S_imon, Hauptmann und Comp. Chef im Kadcttcncorps, untcr Verleihuxig dss Charakters a1_s Major, in dir 4. Gensdarmeric-Bri- gude ver1eizi. Frhr. r). Rös1ing, ?aupim._und Comp. (.Shcf vom 2. Garde-chi. zu Fuß, in glrichsr (.,igcnichasf in das Kadriicncorps vcrscßt. v. Wild endrnch, Pr. 81. vom 2. Gardc-chi. zu Z., zum Hanptm. nnd "Comp. CHF _- vorlänfig ohne Patent - (*ciördcri. 1:1. _(Hawl, Pr. Li. vom 1._ RHcin. Inf. chi. Nr, 2“), ach aliestcr Pr. Li. in das 2. Garde.-chi. zu Fuß vrricßi. _ Den 8.Fcbruar1873. Wernér, Major und C:?cadr.(§1)cf im Ojiprcuß. Drag. Regi. Nr. 10, unter Stellung 5. 19, 511110 1706 chiö, zum Präses ciner Rcmonic-Ankaufs-Kommisfidn crnanni. Lcnkx, .Haupim. your Gsneraistabc ch )(7. Armec-Corps, alsRiiim. und (Cs-cadr. CHF in da? Osiprsus; Drag. chi. Nr. 10 vcriclzi.
13. Libichirdsbcwillignngrn rc.
Den 6. Febrwar 1873. v. Brandsnsiein, Oberst und Kommandi. yon Meß, mii Prnfion Und der Uniform des 2. Nieder- schlci. Jns. chis. Nr. 47 mit den besiitnmungsmäßigen szricbcn zur DisP. gcstclkt. _
Den 8._Fedruar 1873. IredL, unter dcm gexcizlickwn Vor- behalt ausgefthiedener _Pr. Lt., ZUU'LÖ Sec. Lt. im 3. Pomm. Jiri. Regi. Nr. 14, dsr Abyihied dcwiÜigt.
11. In der Marine. Offiziere xc. &. Ernonnungcn, Beförderungen 2c. _ D§118.Februar1873. Frhr. v. Rö“1"ing, Lirui. zur Scr, & 13 8111178 des See-Ofsizier-Corps und persönlicher Adjniani des Prin- zen Adalbert von Preußen, König!. Hol)., zum Kapit. Lieut. befördert.
Yiehtamtl'iehes.
Amerika. (Monats-UWersicls.) Dcr Kongreß der Vereinigien Staaien, welcher sick) wiihrend der Weihnachtßzcit verjagt haüe, Trat am 6. Januar wieder zusammen, und ist dir Thätigkeit desselben seitdem fast ausschließlich durch dic Untersu- chung in der Kredit:Mobilier-Angesegcnheit in Anspruch genommen worden. Es handelt sick) in dieser Sache um die Bcftechnng mehrerer hervorragender Mitglikdcr doc.“: Kongresses Seitens der Direktion der Uaion-Pacific-Eisenbahngesellschaft, in der Absicht, durch den Einfluß derselben eine der 1213181727! drohende Unter- suchung abzuwenden, und zwar sollen die detrcffsndcn Kongreßmit- glieder Aktien der Kredit:Mobilier-Gesellschaft, eines von der Union-Pacific-EisenbahngeseUschaft ins Leben gerufenen Instituts, zu dem vierten oder fünften Theiie ihres wahren Werths em- pfangen und dann auch jcne der Eisenbahn drohende Gefahr wirklich abgewendet haben. Der Verkauf dieser Untersuchung erregt im ganzen Lande die größte Aufmerksamkeit und werden durch die bis jeßt gemachten Enthüllungen aklerdings einzelne Kongreßmitglieder stark kompromitiirt, doch erscheint es zweifelhaft, 91) ex» bei der kurzen Dauer der gegenwärtigen Sesfion, welche am 4. Märchchließt und bei der voraussichtlich noch [ange währenden Voruntersn ung, möglich sein wird, die ganze Angelegenheit dem Kongresse zum UrtheilHspruchc vorzulegen. Außer die- ser Sache smd auch gegen drei Vereinigte Staaten Senatoren Untersuchungen wegen vorgenommener Vesterhungen bei der Wahl eingeleitet worden.',',
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"Unter den verschiedenen im Kongress eingebrachten Vor- schlagen befindxn fick) einige beireffs einer Aendernng des Bank- geseßes, der Wiederaufriahme drr Baarzahlungcn und der Maß- regekn zur Verhutung ähnlicher Vorfälle im Geldmarktc, wie ße zu Anfang Oktober durch die von dem Finanz-Minister aus dem Reservefond auf den Markt gebrachten 5 MiUionen hervorge- rufen_ wurden. In Bezug auf den lcßteren Vorschlag hat das Reprasentcinienhmrs fick) bereits dahin ausgesprochen, daß der Fmanz-Mrmftyr nicht befugt sei, ohne vorherige Autorisation dem Resewcfdnd irgend welche Summe zu entnehmen. Die wick;- tigste Vorlage von allen ist jedoch die vom Senator Morton ein- gebrachte behafs Abänderung der dcn Modus der Präsidenten- wahl betreffenden Paragraphen der Konstitution. Herr Morwn o_crlangx, daß jxder ßimmbercchtigte Bürger stine Stimme direkt fur den Präfidenrsck]asts:Kandidaten abgeben soll, statt wie bisher fiir_E[ektorcn, denen die eigenrlichc Präfidetitemvahl ob- liegt. Die absolute Majorität der sämmtkichen abgegebenen Siimnien, ohne Rücksicht anf die einzelnen Staaten, soU die Wahl entscheiden 11110 auf diess Weise der möglickx FaU vermieden werden, daß 16 ein Kandidat der Minorität deimdck) zum Präfi- dentcn gewählt werden könne. Bei der, wie bereits erwähnten ku_rzen_Dauer dcr Session, diirfte indcffrn diese Vdrmge so wenig wir die mcistcn dcr iibrigen Anträge zur Bereithmig und 52111- stimmung gckangcn. Von sonstigen wichtigen Vorlagen ist mir die“ den Bau von 39611 11611811 KriegHschiffen berreffrndc, vom Senaie genehmigt wi-Kden.
_ Nack) de_m vom Fin«1113-911inisterium veröffentlichtrn Monais- berichte belief fick) die Schuld dsr Verßinigten Staaten am 1. Januar d. I. auf 2,162,252,338 Dollars gcgen 2,160,568,030 Dollars am 1. Dezember 1872. Dir Schuld [*)at also während des _Dszcmbsr um 1,634,308 Dollars JUICLWMUWU, ein Fall, der Mit vielen Jakyreii zum ersten Male eingetreten ist. Fiir den Monat Jammr war der Verkauf von ;) Millionrn Dolliirs in (Hold und dsr Ankauf cinrr glriclwn Summe in Obliaa- tionen in LlUösicHi genommen wvrdcn, 41116) sind 680,000 Dol- lars in drriprozcniigon Ccriifikaicn bcHUfs Einlösunq qc- kiindigi worden, deren Vcrziniung dcszfolge mit dcrii 28. Februar aufhört. Es siiid außerdem 300 Millionen neuer ftinfprozentigkr Obligationen, zu deren Llnsgabe drr 'Finaiiz- Ministsr bereits icit längerer Zeit auiorifirt War, mit Hiilfe eines Kdnidriiums cnropäiicbcr und amerikanischer Ba:1k1)iiuier auf dsn Gcldmarki gcbrachi worden, und ioll fiir drn Erlös derselben LMS glsiclw Srimmc iech§prozcntig€r Obligatioricn vom Jahre 1862 eingelöst nnd dadnrch der bisherigé Zinö- betrag um ein Bcirächtlichcs rcdnziri werden. Dirsick) dsr größte Theil dcr letzteren Obligationen bcri'its als Dsposiinm der Nationalbankcn iii den Händen VU" Regierniig bcsindct, io diirfte der giinstige Erfolg drr Operation nicht zu 15e31v€ifcln icin.
Im Dezember landeten im Hasta von Ncerork 14,005 Einwandsrcr, wornntcr fick) 6692 Deutsche befanden, gegen 8642 Personen, mim“ dsncn 4680 Dentsche wareii, in dcr gwi- chen Periode des Vorjahres. Die deutsche Einivandsrnng hatte demnach in dem Monat Dszember 1872 gegen denselben Monat in 1871 UM 2012 Personen zngcndmmcn. Nack) dcn Bcrickiicn der Einwandrrunch=Kommisfi0n belief fick] die YliiZcihl der Währond dcs IahrcH 1872 in New:Y0rk cin- gewandcrten Personen (mf 292,406, darnnter waren 128,030 Derrischc'. Im Vorjalire wandcrieii dasckbst 227,359 Personen ein, unter ihncii 83,600 Deutsch?. Es hat mithin dic Einwandcrnng im Iiihrc 1872 1111165,047, dic dcntsch Ein- wandcrimg spczicll um 44,421 zugenommeii. Fast dicHälftc aller dicser Eiiiwandcrcr blisb in den Staaten Nciv-York, Penn- sylwanicn, Ncrt-Englmid imd dM Miitclstaaicn, 2300 gingcn nac!) Kentucky imd Marrilmid, 3600 nach Kmmda, allo iibrigen imc!) ÖM westlichen Stanton, vorzügück) nach Illinoiéi, Oliio, Michigan UUd Wie,“;consin. Tic dc111sch011 Einmaiidchr dcgabcii fick] Hauptsächlich 11cichIUinoiS, dic Skandinavisr nac!) Wisi'onfin uud Michigan.
Die Witternngsvsrhiiltniffc in din Vcrciiiigtcn Staarsn waren höchst ungünstiger Ari. Nack) ciner [aiigc .inHalieUdcn, gatiz außcrgewößnlick) strengen Kästen herrschten iii dcn1cHtsn Tagcii des Dezember sowohl an der Küste. aks im Jxmcrn dcs Lcmdcs heftige Stürme, durch weiche überall ein beträchilickxr Sckwdcn angerichtet wurdc, imd smd in Folge dersckben vicke Schiffbrüchc Und der Vcrlnst zahlreicher Menschcnlcben gemeldet worden. 2ka dem Mississippi umrdcn in der Niihc von Memphis, Tennessee, 20 Dampfer und 50 Köhne durch den in Folge des p[ößlickzciiWachscns der Strömchcrbcigefiihrien Eitzgang t cils zum Sinken gebracht, thsils dcn Stromhinabgctrieben. Ein iihn[i )cr, wenn cmck] 11icht s:) bedrutriider Unfall, errignrie fick) zii gleickxr Zeit bei Ein- cinnati. Wiihrend der ersten Häifte dcs Iamrar herrschte im Nordwesten der Vereinigten Staaten ein [)Lstigcr Schnecstnrm, dem cim: große Anzahl von Pcrsonen zum Opfsr fick. Am meisten wurdc Minnesota heimgesucht. AlLein längs drr Tele- griipZ-“alinie von St. Paul mich Sivax Citi] erfrorcn 34 Per: sonen, auch ging in jenem Staate viel Viel) zu Grunde, wodnrck] so große Verluste enistandcn smd, daß der Gonverncnr von Minnesota fick) veranlaßt sah, in eiiier besonderen Bot- schaft die Staatslegislaiur dazu anfzufordern, dic, welche am meisten geliitrn harren, auf das schlemtigftc cms Staathiticlu zu nnterstiißcn. Auch in den östkichcn Staaten wurde der Eisenbahnverkehr durch den starken Schnec- fall für [ängere Zeit unterbrochen und dem Handel dadurch cin großer Abbruch gethan. In den [cßien Wochen habenfick) Handel und Verkehr unter günstigeren klimatischen Vrrhiiktniffcn wieder ZeHoFen und smd die Aussichten für das Friihjahr befriedrigeii-
er (rt.
Dcr Jahresabschluß für 1872 stellt fick] fiir die Vereinigten Siaaten nicht günstig. Drr Wcrtl] dcr Gesammtcinfuhr bslief fich in der angegebenen Periode auf 428,284,186 Dollars in Gold, der der cxportirten Waaren auf 2011642963 Dollars in. Gold, wozu noch 71,909,037 Doklars in geprägtcm Gelde und Barren kommen. Die DifferenL zu Ungunsten der Vereinigten Staaten ergiebt also eine noch zu eckenchnmmevon 146,725,186 Dollars Gold.
Eine Gesellfthaft WU New-Yorkcr und Bostoner Kapita- listen hat mit dem Präsidenten Barz vim San Domingo cinen VertraJ abgeschloffen, 1vrl_chxu_t zufolge ihr die Halbinsel Samana mit W ständigen Souveramiatsrschicn anf 99 Jahre gegen die jährliche Zahlung von 150,000 Dollars Gold abgetreicn worden ist. Der GcseUschast smd außerdem wichtige kommerzieUe Vor-