1873 / 44 p. 5 (Deutscher Reichsanzeiger, Tue, 18 Feb 1873 18:00:01 GMT) scan diff

Aus dem Wolff'schen Telegraphen-Bureau.

Stuttgart, )Dienftag, 18. Februar. Dem heute Mox- gen über das Befinden der Königin-Mutter auSgegeben Bulletm zufolge ist am gestrigen Tage und während der vergangenen Nacht keine Besserung eingetreten; die nervösen Erscheinungen haben vielmehr unter Affektion des Gehkrns zugenommen.

Genf, Dienßag, 18. Februar. Das „Genfer Iourna)“ veröffentliäzt den PWW, welchen Mermillod vor seiner Abretse erlaffen hat. Die R e i in keiner Weise gestört. Gestern Abend wurden in dcr Kir e Notre Dame öffentliche Gebete ge- Zalten. Mermillod wird fick) einige Tage bei dem Pfarrer in

emen aufhalten. _

London, Dienstag, 18. Februar. Die E1genthümer des Dampfers „Murillo“ werden, dem Vernehmen nach, eine Diffa- mationsklage gegen den Agenten von Lloyds in Cadix erheben und eine Entschädigung von 50,000 Frcs. verlangen. - Nach einer der „Times“ aus Japan zugegangenen Nachricht ist die Er- richtung des japanischen Parlaments j'eßt definitiv bésthloffen; in die Erste Kammer Werden nur Personen vvm_ höchsten R9nge eintreten. Eine Zuschrift des hiefigen peruamschen G€schasts- trägers an die Journale bezeichnet die Nachricht von der Er- mordung dcs Präfidenten Pardo als vöÜig unbegründet, die Ruhe in Lima sei durchaus ungestört.

Versailles, Dienstag, 18. Februar. Der Bericht des Herzogs von Broglie ist gestern dem Präsidenten der Repubkik mitgetheilt worden. Die Dreißiger-Kommisfion wird über d__en- selben weiter beschließen, sobald die Bemerkungen ch Profi- denten zu demselben, welche baldigst «Wartet werden, chr kund gewordcn smd. _

Madrid, Montag, 17. Februar. Am Mittwoch sol) em Dekret der Regierung veröffentkicht werden, welches den Carlisten

Nikolaus x_Dopernikus.

Nikolaus Kopernikus wurde vor vierhundert Jahren, am 19. Februar 1473, zu Tßorn an der Weichsel geboren. Sein Vater, Nikolaus Köpernik, war seinem Berufe nach Wund- arzt und stedelte von Krakau nack) Thorn _Über, wo ihm bald das Bürgerrecht ertheilt wurde. Seme Mutter, Barbara Waßelrodt, war eine Schwester des nachmaligen Bischofs von Ermland, Lukas WaHelrodt von Aklen. Ueber die Anzahl feiner Geschwister ist nichtH bekannt, wir erfahren nur, daß ein Bruder von ihm, Namens Andreas, fick) gleich ihm selbst längere Zeit in Rom aufhielt und später die Stel- lung eines Domherrn in Frauenburg bekleidete. _

Nikolaus Kopernikus besuchte zunächst die Schule semer Vaterftadt und bezog, nachdem er stel) daselbst die erforderlichen Kenntniss erworben hatte, die Universttät Krakau, um fich dort, dem Lieblingswunsche seiner Eltern folgend, dem Studium der Medizin zuzuwenden. Dies that er mit dem Erfolge, daß ihm in verhältnißmäßig kurzer Zeit die Doktorwürde zuerkannt wurde. Obwohl er stck] so einem Berufs: und Fachstudium ergeben hatte, versäumte er doch nicht, auch den übrigen Wissenschaften Aufmerksamkeit zu schen- ken und beschäftigte sich gern mit den alten Sprachen, der Phi: losophie und vorzüglich der Mathematik, welche sein Interesse schon in der frühesten Jugend in Anspruch genommen hatte. Auch fand er in Krakau in der Person des gelehrten Albert Brudzewskr) einen Le rer, der wie kein anderer es verstand, sein Fntßreffe für das max ematisthe Studium und die Astronomie zu ele en.

Mit hoher El) urcht wurden damals die Namen des Astronomen Peurba ) und besonders des gelehrten Mükler Regiomontanus genannt; man erkannte dankbar das Große an, was fie in ihrer Wissenschast geleistet halten und bekkagte ihren frühen Tod, dsr beide im kräftigstcn Manneöalter betroffen hatte. Auf den fcurigen, für alles Erhabene empfänglichen Kopernikus, machte ihr Andenken den lebhaftcxten Eindruck, und bald ward Müller Regiomontanus das Vor ild, welchem er in der Lieb- lingswiffensckzaft, deren Umformung ihm ach dae.“- schönfte Ziel seines Lebens erschien, nachzueifern unabläsftg bestrebt war.

* Als er das dreiundzwanzigstc Lebensjahr errsicht hatte', ver- ließ er die Universität und kehrte in seine Heimath zUrück, hielt fick) jedoch daselbst nur kurze Zeit auf Und unternahm cine grö- ßere Reise nach ITalien, das schon [ange als Six; dor Kunst und Gelehrsamkeit aUgemein anerkannt war. In Vo- logna, wo er zuerst einen längeren Aufenthalt nahm, besuchte er den berühmten Atronomen Dominikus Ma- ria aus Fetrara, und LS wahrte nicht [ange, so kam Kopernikus in so enge Beziehung zu diesem, daß er bajd., mehr sein Gehülfe und Freund, als sein Schüler war. Von Bologna ging Kopernikus nach Rom, wohin im schon sein Ruf vorauSgeeilT war. Er wnrde dort mit gro er Lluszeichnung aufgenommen und bald Müller Regiomon- Fauus als ebenbürtig an die Seite gefteUt. Er beschäftigte fick) hier besonders mit Beobachtung der HimmekSerscheinungen und trug die Resultate 1" einer Forschungen in Vorlesungen über Astro- nomie zahlreichen Schülern und Freunden vor.

Nach einem mehrjährigen Aufenthalte in Itakien kehrte Ko- pernikus in sein Vaterland zurück, wo ihm sein Oheim, der Bischof von Ermland, cin Kanonikat am Dom zu Frauenburg in Ostpreußen ertheilte; gleichzeitig stellte ihn der Magistrat der Stadt Thorn zum Propst bei der dortigen Johanniskirche an. In Frauenbuxg, wo er seinen Wohnfi aufschlug, fand er die für seinen Gels? höchst segensreiche Ruße und es war ihm Hier volle Gelegenheit geboten, fick) mit ganzem Herzen seinen Lteb- lingsstudien hinzugeben. Dabei versäumte er aber nicht den Verpflichtungen, welche ähm sein geistlichc§ Amt auferlegte, auf das Gewiffcnhaftefte zu genügen, ebenso wie er auch seine medizinischen Kenntnisse jeder Zeit namentlich bei Armen, dieseine ärztki e Hülfe verlangten, zu verwerthen wußte.

ie aber Kopernikus seine naturwiffensckzastlichen Kenntnisse praktisch als Arzt ausübte und sich auf dtesem Gebiete einen olchen Ruf zu erwerben wußte, daß zu wiederholten Malen sein arztlicher Beistand vom Herzoglichen Hose in Königsberg in An- spruch genommen wurde, so fand er ein besonderes Vergnügen, seine mathematischen Kenntni 6 als praktischer Baume-fter zu vsrwerthen, wie noch heut vor andene Ueberrefte zeigen. Beson- dere Sorgfalt verwendete er darauf, große Wafferkeitungen anzu- legen, deren eine dazu bestimmt war, das Wasser in die Woh- Uu_n_gen der Kanonici zu Frauenburg zu führen, von der jeßt freütYl nur noch geringe Spuren erhalten smd.

_ [S_Vertreter des Domkapitels trat Kopernikus wenige Jahre spater fÜr eine Verbesserung des Münzwesens ein. Erne um- ZFUffMde Denkschrift, welche er dem Rsichstage über diesen Gegen-

and übergab, zeigt, wie er es verstand, fick) in Fragen, welche 11 so e_ngem Zusammenhange mit dem materieÜen Leben stehen, zu vxrttefen. Der_Anerkennung des Reichstages entsprach der prakttsche Erfqlg mcht. _Die großen polnischen Handelsstädte Thorn, Danzig und Elbmg widerseßten fiel; der Durchführung

binnen einer Frist von 15 Tagen vollftändige_ Anme ie anbiexet. Nach Ablauf dieser Frist soll gegen alle Carltsten mtt der groß- ten Strenge vorgegangen werden, da das Woh) der Republtk solches erheisckze und das Land des Friedens bedurfe._

Bukarest, Dienstag, 18. Februar. Die _Dexzuttrtenkamuxer hat dasErgänzungsbudget für das Kriegs-Mjmftertum genehuugt und dabei auch die Mittel für Hersteüung emer. auf der Donau zu stationirenden Kriegsschaluppe bewilli t, dnrch welche" dem Schmuggelhandel, durch den auch das T aksmwnopol gefahrdet wird, gesteuert werden soll.

Christiania, Montag, 17. Februar, Abean. Nach langen Debatten hat das Storthing mit 66 gegek 42 Stumpen folgende von Molzfeldt mit Zustimmung Sandrxips formultrte Tage?- ordnung angenommen: Das Storthing, welches troß der _Erkla- rung des Staatraths die politische Lage, durch _welckze dre vor- jährige MißtrauenSadrsffe hervorgerufen worden xft, tm Wesent- lichen unverändert findet, geht zur TageSQrdmmg xxber.

Philadelphia, Montag, 17. Februar. Dxe zur Unter- suchung der Vorgänge bei der Wahl Caldwells z_um “Sena_tor für Kansas niedergeseßte Kommisfion hat heute 1hren Beruht erstattet und die Nichtigkeitscrklärung der Wahl wegen Bestechung beantragt.

Königliche Sohaufpiele.

Mittwoch, 19. Februar. (Opernhaus.) 45. Voxftellung. Der fliegende Holländer. Romantische Oper_ in- 3 Aufzugen von Richard Wagner. Senta: Frl. Pappenhe1m, vom Hof- und Nationaltheaker in Mannheim, als Gast. _ Hr. BeH. Erick : Niemann. Darland: Hr. chke. 7 Uhr. Mittel-Preise.

Im Schauspielhause. (49. Abonnements-Vorstellung.) Feuer

Anfang

einer Münzryform, Weil fie bcim Binnenhandel__ ihre Rech_nung bei geriUghaltigen Münzen besser finden zu konnen_ x_nenzten. VieUcicht war es zum Heile der Wissenschaft, daß dem t1ef11n_z11gen Forsckzer auf dem Gebiete derjeuigen Wiffenschast_, welche ex fur fich noch heut in Ansprnck; nehmen darf, cxaktx W1ffenschqst Un emt- ncnten Sinne wie keine andere zu sein, bet ferner T_hetlnaßme an praktischen Fragen die Erfahrnng zu machen, wre wemg und selten der äußere Erfolg der Mühe und dem_ Zeitaztfwande ent- spricht, welche gewissenhafte Charaktere an_1k)re Losung seßerz. Den Rest scineS Lebens widmete er wcsentktcl) der Ansgabe, dre Jrrtßümer der ptolemäischcn Lehre über die Bewegung dxs Weltensystems nachzuweisen und zu berichtigen. Dcr Tragwerte seines Versnches war sick) Kopernikus v:)[lkommey bewußt; den_n wie er selbst berichtet, ruhten sein? Forschxmgen nebenunpzwatzztg Jahre im Schreibkische, ehe er steh auf den Rath emfichttgex Jrexmde entschloß, diesslbcn dUrck) den Druek der Oeffentlxchkett zu übergeben. Wie wenig eH ihm dabei darum zu Thun war, für die mühevollen Forschungen eines langen LebenH die Anerkennung dsr MiUvelT und ihre Bewunderung _2u gewinnen, zeigt der Umstand, daß er selbst dre__ Hoffxnmg mcht hegte, es möchten die Zeikvexhältniffe die Veroffentltchung Yer gewaltigen Ergebnisse seines Forscherfieißes gestattcn. Zur Wur- digung dieser Ergebnisse auch an dieser Stelle mag es gestattet sein, in süchtigen Zügen zunächst die Grundanschammg der pto- lemäisthen Lehre, wekche durch dreizehn Jahrhunderte Unter dem machtvollen Schuße der rörnischen Kirche Leben _Und W1ffenschast beherrscht hatte, vorzuführen. Ptolemäus ist mcht wre Koperni- kus der Begründer des nach ihm genannten Systemes. Im ganzen Alkerthume herrschte bedingt von der unmrttelbaren SM- nesxvahrnehmung die Meinung, daß unsere Erde den ruhenden Mittelpunkt des WeltalT-Z bilde, und diese Ansteht hatte bereits im vierten Jahrhundert vor Christi Gebnrt durch Aristoteles eine wiffenschastliche Form erhalkcn und war in Uebereinstimmung mit der Auffassung, welche fich im alten Testamente vertreten fand. Der lthcre Umstand ist es jn Nock) heut, d1xrch den fick] namentlich die kach01ische Kirche im Gegen1a1z_ „zur Entwicklung der modernen Naturwissensckyast befiydet. Dre Be- deutung des ptolemäischkn Systsmes liegt darm, __daß es mit Hülfe der matben1atischen Berechnung und Begrundung di? SinneSWaHrnehmungcn zu bexveijen sucht. Freilich Wyrde dabct von der Voraussetznng .mögegangcn, daß dicErde frerschrvebend und ohne jede Bechnng sich im Mikkeléunkte des Htmmels- raumes befände. Hätce nämlich, sagt Pw emäus, diE Exde einc fortschreitende BEWEJUUI, jo müßte sie fick) von der Mitte ent- fernen, da fie fick) dock) in der Mitte befinden soll,_ Wer es aber für unmöglich hält, daß ein so schMrer Körpsx fret schmebe, ohne nach irgend cin€r Ssite zu falken, _bedcnkt n_1cht, daf; fick) alLe fallenden Körper senkrecht gkgen dW Ob€rfläche der Erde chegen, und zu deren Mittelpunkt, oder was dasselbe_ist, zum Mittelpunkte der Himmelskugel fallen wiirden, Wexm ste keinen Widerstand fänden; so wie nun diese Körper em Hinstreben zum Mittelpunkte der Welt haben, so würde slkk) em solche?- auch bei der Erde äußern, wenn dieselbe aus der Mikte gerückt werden könnte. Besonders hob Ptolemäus hervor, daß die Erde im Verhäktniß zu der sie umschließenden Himmelskugel ein loßer Punkt sei und deshalb alH das Kleinste vom Größten so geftüßk und gehalten wsrde, daß fie nach_ keiner Richtung hin fallen könne. Wohl mußte er, daß auch 516 Vermuthung einer Axendrehung unseres Weltkörpers aufgestellt werden könne, aber dagegen spreche, daß die auf dem Erdkörper und in der Akmosphäre befindlichen Dinge keine Bewegung nach Westen waHrnehmen ließen, was doch der Fall sein müßte, wenn die Erde eine Rotation nach Osten hätte. Die Gründe des Ptokemäus mußten als wenig stichhaltig erscheinen; für einen langen Zeit- raum gallen sie dennoch für auSreichend, um die Vermuthung einer Axendrehung der Erde nicht weiter zu verfolgen. Aber besondere Schwierigkeiten boten fick) bei einer Bestimmung der Entfernung der Himmechkörper einerseits von unserer Erde, an- dererseits unter einander. Zunächst wurde versucht, die Bewe- gungen der Sonne und des Mondes durch eine gleichförmige Bewegung in einem Kreise, als dessen Mittelpunkt die Erde an- genommen wurde, zu verdeutlichen, Dieser Annahme stand aber die Thatsache entgegen, daß. Sonne und Mond s1ch mit bedeu- tendem Unterschiede der Geschwindigkeit nach derselben Rich- tung bewegten. Diese Wahrnehmun bestimmte dazu, der Erde eine solche Steüung zu ge en, daß 11 dann“ die Ungleichförmigkeit der Geschwindigkeik erklären lie 6. So kam man dahin, der Sonne und dem Mond excentrisckze Kreise, d. h. solche Kreise als Bahnen anzuweisen, deren Mittelpunkj nicht mit dem der Erdkugel zusammsnfielen. Hierdurch war wohl für die Sonne, nicht aber für den Mond und die Plane- ten etwas gewonnen, und so wurde man zu einer ganzen Reihe verwickelter Annahmen hingedrängt, welche alkein daraus ent- sprangen, daß eine Erklärung der Bewegung dex Himmelskörper vom Standpunkte der groben SinneSwahrnehmÜng der Erden- bewohner gefunden werden fonte. Bereits Köni Alphons von Castilien erkannte die Schwierigkeiten, welche fi für die astro- nomische Beobachtung mit Zugrundelegung dee; ptolemäischen

Der Holländerx

in der Mädchenschule. Pariser Lebensbild in 1th von Förßer'

Marie: Frl. Hofmann, vom Thalia-Theater in Hamburg, als [eßte Gaftrolle. Hierauf: Jugendliebe. Lustspiel in 1 Aufzug von Wilbrandt. Zum Schluß: Freund und Feind. Dramati'é firte Anekdote in 1 Akt von Paul Frohberg. thrfang hall! 7 Uhr. Mittel-Preise. - _

Donnerstag, 20. Februar. (Opernhaus.) Keine VorsteÜung.

Im Schauspielhause.§. (50. Abonnements-Vorstellung.) Die bezähmte Widerspänstige. Lustspiel in 4 Akten von ShakeSpearez Anfang 7 Uhr. Mittelpreife. "

Es wird ersucht, die Meldekarten (sowohl zu den Opexn- haus-, wie zu den Sck)auspielhaus-Vorsteklungen) in den Brtef- kaften des Opernhauses, welcher fich am Anbau deffelven, gegen- über der katholischen Kirche, beßndet, zu legen. *

Dieser Briefkasten ist täglich für die Vor“'tellungen des fol- genden Tages nur von 10 bis 12 Uhr Vormttags geöffnet.

Meldungen um Theater-Billets im Bureau der General- Intendantur oder an anderen Orten werden als nicht eingegan- gen angesehen und finden keine Beantwortung.

Freitag, den 21. d. M., findet im Königlichen Opernhaus? der diesjährige zweite Subskriptionsbakl statt. Die eingegan ?- nen Meldungen find sämmtlick) bcrückßchtigt und werden te BilXetH den Betreffenden zugesendet. ' _

Weitere Subskriptionen werden schriftlich oder xm Ballbureau, Franzöfische Straße 36 H., Hof 3 Treppen, in dcnStunden von 10 bi-H 2 Uhr Vormittags entgegen genommen. _

Die Meldungen um Billets zum Znsckwuerraum des dritten

Ranges smd wiederum so zahlreich eingegangen, daß mit ein,

kleiner Theil derselben berückfick)tigt werden ka_1m. Die nach dem 10. d. M. eingekaufenen und etwa noch e_mgxlnnden Ge- suche finden unter keinen Umständen eine Bcruckstchtrgnng.

Systems ergaben, was diesen Fürsten in den Verdacht der Kßerei brachte. Die Zeit war nicht reif, die Umwälzung zu ertragen, welche aUs eincr neUen WelTanschammg nothwendig rr_1v_achsen mnßte. Um so höher ist es anzuschlagen, wenn ein [)ok]cr Würden- träger der katholischen Kirck)? und zwar unter dem chntzc des

Papstes, dem er, wie einst Roger Bacon, stin." gewaltigen,

näturrviffenschastlickxn Forschungen gewidnxct hat, 11:11.*r1_1al)1n, das unter dem SCHUHE der Kirche zu Unkm V;)»;ndlerl der Glaubenslshre Erhobene SMM, dessen Gr11ndgeda:;t'e:: war kurz

angedsutet Haben, zu stürzen und so die iuncrstcn (öxx':*-11_dlagen__ der herrjckyenden Weltanschauung durck) eine nmcbtvollx' (Z“:tstes-

deren Wirkung auch der Kircwßnbann nicht Hindern konnte, wenn auch noch _einmai sin Jahr- hundert spätsr cin GlanbcnÖgerick)k emen dukt!) [gage Kerkcrßast JchWach geWordsnxxn Greis, Galiläi, _znm Wrder- ruf dessen zwingen konnte, was Kopernikus_ unt Aufwand allérxjeinkr Gsistéskrast auf das Gknaueste Wijs UsclUs-xl ck) er- wiCJM hatte?. Usbsr dsn ersten An_1_toß, durch 11.)-='l_1"_l).*21 Kopxr- nikus auf sein neuss System gsfubrt Wurds, 1.111.11 Mr khn. selbst mit den Wortln berichten, welche er in ck91“ chrgnung seinés denkwürdigen We'rkes „(18 1137011160111le ();-mm:] 006- 1681111111“ (Usher die Umdrehungen der Himmxlskörp-„w an Papst Paul 111. richtxt: _

„Den ersten Anlaß, eine neue CrklgrunA dcr Bc"11*1';1_111-mcn de_tr Himmelephärkn zu fuchcn, fand ich in emcr Ocmcrkunß, M* (111) mu: bald darbot, daß nämlich die Nstrsnvmcn [*ci lbrcn, xclwn m_» 1ich_ver- wickelten Erklärungen nicht Einmal untereinandcr völlig (Jima wären, indem sie bei dcr Bcstimmung dcr B(“WWUUJ dcr ])11111112511[)'11 Körper Wsder dieselben Grundsäßc, noc!) dieselbkn Vorauö191311x1g-:n, noch auch dieselben BLWkist gebrauchten. Einige nämlich 'bcdtcnxn 6-le («s der Kreise mit demselben Mittelpunkto, andcre dcrer mx? wrstlmcdchen, aus beiden aber kann das Gajucbte nicbt vöxlig [zorgeleltet Werden. Denn die erstcrcn können zxvar bcwwp-zx, dn!) _sick) mehrere vckrschied€ne BcWegungcn aus Krei1en _mi_t demxslbm Mtttel- Punkte zusamtnemeßen lassen, aber Kveikcr anch mcbtc; 1131111, m_n d_en Erscheinungen zu genügcn; dic [eßtccn abxr könnxn _wohl th_ nbem- baren Bewegungen größtentbe'ils durch Rechnung darxtxllsn, [asjcn aher dock) mancbcs zu, das dem aÜgmnejncn Grzmdfatzc “15011511" G_lctch- frömigkeit dcr Bcwegnngen zu widerstreiten 1cl)€1_nk. DK .Hauptmche, die Gestalt des Weltalls und einc bestimmte Cvmjnstkto dcr Thetle dksselbcn, können fie nicht finden, oder aus ihren '.)[1111_»_1[)1111'11__l)_*'1“[?lk('n„ sondcrn es geht ihnen ganz ebenso, wiermandsm, dcr „Hande, F11];*',_Kopf und anderc G1icde'r, die zwar an sic!) sehr gut gemalt, abcr__nici)t_vt_)1_1 (Emem Körper ge:1_0mute11wären,1md also nicht mit einander 111.*c're*'n1t1_mrnten, zusammenscßfsz da denn doch _Lhcr Liz": Ul1g0[)_LULr_(1[E ex:1_§))kqu«1) zu_m Vorschein kommen würde. Es muß; (1110 '.m Gange tlvksk Bewctse entrvcder etwas Nofhwendigcs i'lbU'gangc'n oder etwas erxxtdartiges und nicht zur Sache gehörendxö eingemischt scin; däks w_1_xrdc aber keineswegs der Fall gewesen 1cin, chn__ ste festen Grundmngn und nicht trugerischcn Hypothesen gefolgt Waren, denn d.;xm 11111)th sixb alles, [ZMS sick) aus jenen ableitsn 116138, auch obne ZWUsci als r1chttg darte en.

sNcnhdcm ich nun über dicseUngewißbeit in asien), w.]s dic Astro- nomen über sämmtlichß Vervégnngcn dcr H1m1nklsspl)'arcn _1ag 11, lange

That “zu vsrnichtsn ,

bei mir nachgedacht Hatte, fing es an mich zu vordricgcn, daß_die -

PHilosopHen keine JLWissLrC Anordnung für die_Be*rvkaunz]c11__in diewm, unscrtwcgen von dem [)öck)sten und ordnungvvlljt-N chkmcmtcx e_rbau- ten Weltall erforscht hätten, da sie doch_sonst_ sclhß DLL uquNgstm Dinge crfor1chcn. Deshalb gab ich 11111? dre Muhs, DW OÖklkten aÜer Philosopßen, soviel ich deren erhalten konnte, zu lexcn, um_zu sehen, ob nicht? irgend einer von iann_ andere Bt_rwchmgcn der Htm- melssphärcn angenommen hätte als dre jcß) gebraucbltchcn; Ick) fand auch zuerst béim Cicero, daf; Öiketas gememt Habe, dt? [)'rdc bswxge fiel); und daß auch andsré dieser Meinung gkwesen, ersak) [ck aus fol- gender Stelle des Plutarch: _ _ _ _ _

„Die gewöhnliche Meinung tst, daß dte Er_de ruht. _Pl)1[olaos der Pythagoreér, dagegen nimmt an, das; sie stef), wre Sonne _und Mond, in einem schiefen Kreise um das Feuer ßeMgL. - Hexakltdcs aus Pontus und der Pythagorscr Ekphantos gcbßn dsr Erda ?mc- Be- WEgung, jedoch keine fort) reitende, sonhern eme_ rottrcnde, Yach- WLlche fie von Abend gcgen Morgen um thrzn Mittelpnnkt gefuhrt wird.“ _

Hieraus nahm ich Gelegenl)cit,_selbst aucb an_eme_ wavgupg der Erde zu denken, und obgleich dieje Annahn1_e Wrdxrsxxmxg 1ch1cu,s_o glaußte ich doch, daß Weil anderen v_or mrr, w_19_ ick) Wußte“, _dxe Freiheit zugestanden War, beliebige erlse zur Erklarung der Htm- melöerscheinungen anzunehch , es m1r_ auck) lexcbt _wche erkubt Werden zu versuchen, ob ich mcht dmxch dte _Nnnqhme etncx Bcwegung der Erde, bündigcre Betyeise als_ 1?!1€',_ fur dreCrschemungen der Himmelskörper finden könnte. Nachdem :ck alsq dtc'lcmgcn _Bcwchxn- gon angenommen hatte, welche 1ch _der Erde _betlege, fand :ck end11csz nach der gcnausten Untersuchung, daß wenn dtcBechgungcn d_cr Htm- melskörper auf die Bewegung Her Érdß _bezogen wurden, nrcht bloß die beobachteten Erschetnungcn stch_gel)or1g darsteüten, sondern auch die Anordnung dsr Bahnen dgr Hnnmels_förchr unter sach und nut dem Ganzen so vcrbnnden Wurde, das; 111 kexpem Theile obne Ver- wirrung der übrigen und des Ganzen etwas verändert jvsrdcn könnte."

Redaktwn und Rendantur: S chwieg er.

Berlin, Verlag der Expedition (Kessel). Drmk: H. Heiberg.

Drei Beilagen (einschließlick) der Börsen-Beilage),

M 44.

Inseraten-Expedition de:; Peutschcn ReichH-queigers nnd Königlich preußischen Staats-Anzeigers: Berlin, Wilhelm-Straße Nr. 32.

Steckbriefe und Untersuchungs-Saehen.

Oeffentliéhe Vorladun . Die verehelichte Fleischer Klose, -Ernestine, geborene Walter it? Teichau, Kreis Striegau, [M am 23. OktoYer_c._ gegen ihren Ehemann, dcn Fleischer August Klose, we en boswzllrger Y_erlassung auf E2escheidung geklagt und wird da er der sememAusenfhaLte nach un «kannte, zuleßt in Waldenburg und Retxhenbach [. S. angeblich befindlich eWesene Fleischer Augut Klose, hterdurck) öffentlich aufgefordert, den 3. Mai 1878, Na - miixaßs 3 UE, an der hiesigen Gerichtsstelle im Zimmer Nr. 1 p_erson :chZzu er cheinen und dicKlage zg beanttvorten, auch die münd- lt_che Verhanßlung _der Sache zu geWartigc-n. Erscheint derselbe in diesem cF:)“.ermxne uicht, so wird in ooußumacjam gegen ihn verfahren, dem_gemaß Yre Ehe _aus obigen Ursachen getrennt und er für den allem schu_ld_rge_n Thexl erklärf werdcn. Striegan, den 31. Oktober 1872. Kontgltches Krengericht. 1. Abtheilung.

Handels-Negifter.

_ _HandclSregister _ des Köxngltchcn __Stadxgertchts zu Berlin. In umer Gs]ekl1chaftsreg11ter i1t eingetragen: 0] LJufende Nr. 4276. 00], 2. Farma dcr Gesellséhaft: _ WestendzPotsdam-Baubank. (301, 3. SW_d-Zr Gejcllschaft: 01 4 FFP" [ [ s 0. . ? Över ('Ztni se der Ge ellschaft: _ Dl? Gxsekwhaft ist eine zZlktien-Gesellschaft.

Das 111 notgrtesl beglaubigter Form unter dem 12. Februar 1873 verxautbartc Ge1ellschafts-Sta_tut hefindet sich Blatt 3 bis 27 des Betlagebandes Nr. 423 zum (HeseMchaftsregtster.

Gegknstand dez? Unternehmung ist der ErWLrb, die ParzeÜirung, Bebazmng und Veraußcrung von Gmndstäcken, die Uebernahme und Ausfuhrung von chuunterucbmnngen, owie die Darleibung ür Bauten und der Betrrcb von Bank- und andelögeschäften jeder rt. (§. 3 Hes Statuts.) _

Dre Daucx dxr GeßllZchaft ist unbeschränkt. (§. 3 d. Stat).

Das Vorlauftg_ auf 50,000 Thalcx fest eseßte Grundkapital, welches auf Bescßluß des AufslchtHratHs bis au? eine MiÜion erhöht Werden kann, 1st m 2500 Aktien 3. 100 Tkyaler, Welche auf den In- haber l_autcn, ei_n„ckl)ei11. (§§. 5 und 6 d. Stat.)

Dre ö entlt en Bskant1mxachungen dEr Gesellschaft erfolgen durch:

1 die Berliner Börsen-Zcitung,

2) den Börsen-Couriér,

3) die neuc_.Börfcn-Zeitung,

4) die Nattonal-Zeitung,

5) Sa1ings BS_qenblatt,

6) V01sische Zertung, _

7) Berliner Fi art) (Vör1en-Figaro), 8) Bank; und. andels-Zcitung,

9) Berliner Aktionär,

10) Potsdamer Jntelligenzblatt.

Im Falle des Ei_ngc1) “ns Lines dicser. B(ätter kann der Auffichts- rail) eme andere Berlmcr Zeitung substituiren. (§. 4 d. Stat.)

Alle Urkx:n_den_ und Erklärungen der Direktion smd für die Ge eÜschaft verbindlzck), vzemz sie mit der Firma der GefeÜscHaft unter- zex net und der_ e1genbandtgcn Unterschrift eines Direktions- Mit- glLedes (?er z1vetcr Prokyristen vsrskbcn sind, (§. 21 des Statuts.)

VAJemtgcr Direktor 1ft zur Zcit der Baumeister Julius Fischer zu er m. Eingetragen auf Verfügung vom 15. Februar 1873 am selbigen

age. (YIM über das GesLÜscHaftSregister Beilageband Nr. 423, WSU - Edert, als Sekretär.

Die hiesige Llftiengescklschast in Firma: MetallzItzduftrie-Aktiengcsellsck)aft (Gexlljchaftchgister Nr. 4185)

1) dem Simon Gerson, 2) dem Julius Pfotenhauer, bcidc hisr.

hat

Collektiv-Prokura ertheilt und ist dies in unser Prokurenregister unter

Nr. 2416 eingetragen Worden. Berlin, den 15, Feßruar 1873. Könjglichcs Stadtgexick t. Abthellung für Civi[1a en.

_ _ HandelSregifter _ des Kémgltchen Stadtgexichts zu Berlin. In ux119x: (Y_csc1l1cLZ1ftsregistcr, wNelbst unter Nr. 3261 die Hiesige HandengUelÜchasf m irma: _ Erdhütter & Koenig

vermerkt steht, rst eingetragen: _ _

DLr Kaufmann Gustav Adolph Er_n1k_ Da1e zu Berlin ist

am ]. Jannar 1873 als Handsngekahaster eingetrsten.

Jn unser Gese'klscha tsrcgistcr, Wofelbst untsr Nr. 3271 die Hiefige HandelsgeseÜ1ck)aft in FTrma: ' _ _ _ I. Munk ]r. vermerkt steht, ist crngctxagsn: _ Der Kaufmann _Joxcps) Munk is_t am 13, Februar 1873 aus dsr HandngeWMZast auMeUbiedsn. Der Kauf- mann Aron WarjcsMusr zu erlin istam 13. Februar1873 als andengUclvchgstcr eingetreten. te Firma ist m: _ S. Warschauer & Co. geandert.

Ju up1cr_Firmcnrsgister, wosclk'st unter Nr. 7160 die [)iesigc Handlung 111 Firma: _ Lonisenftädtisckje Wechsel-Stnbe, _ vorm. Paul Bernoulli, Vermerkt steht, rst eingetragen: * - er Kaufmatzn Bernbard_ Friedmann zu Berlin ist in dax; HandcngUchast de_s Kansmanns Paul Wilhelm Ma- thtcn als H-andslsgesql_[1cha_ffßx_eingetreten und die nunmehr unter dcr_ Fixma LonUenstadtqche Wechselstube, vorm. Paul Vernoyürchestcbcndc Handclxgcwslxchaft unter Nr. 4275 des Gesell1chastsrcgisters eingetragen.

E r | e B e i l a g e zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.

Dienstag, den 18. Februar

1873.

Oeffentlicher Anzéiger.

1. Steckbriefe und Untersuchnnzs-S«1chcn, ] . Handels-Register ( . Konkurse, Subhastationen, Llufgcbote, Vor- ]

ladungen u. dergl. *

. Verkäufe, Verpachtungen, “Submissionen :e.

von öffcnt ichen Papieren.

handel. ". Verschiedene Bekanntmachungen. . Literarische Anzeizen.

Louisenstädtische Wechsel-Stube vorm. Paul Bernoullj am 15. Februar 1873 begründeten Hattdelsge1cllschast sind die Kauf-

leute: 1) Paul Wilhelm Mathisu, 2) Bernhard Friedmann, _ __ Heide biér. _ _ dDrcs [| m unser GeselUchastsregister unter Nr. 4275 singafragcn jvor 611.

In uysex GxseÜs aftsregister, wofelbst unter Nr. 573 die hiefige Handenge1elljchast m irma: _ A. J. Simon Vermerkt steht, ist eingetragen: Der Vanquier IFW!) Simon ist am 10, Januar 1873 * aus der HandengUeMchafl- angeschicden. Der Banquier Heymann_ Simon zu Berlin setzf das Handelsgcsckzäft un- tex unveranderter Firma fort. Vergleiche Nr. 7256 des xrmenregisters. Demnachst ist in unferÉZirmenrgister unter Nr. 7256 die Firma: . I. Simon und als deren Inhaber der Banquier Hcymann Simon hier ein- getragen Worden.

Zn upser Firmenregister, wofelbst unter Nr. 6225 die hiesige Handlung 111 Firma: _ _ Otto Schultze & Co. vermerkt steßx, [st emgetragen: _ _

Das andelögescßäst ist durch Vertrag auf den Kauf- mann Alosrt Max Artlich zu Berlin übergxgangcn, wächer dasselbe unter unveränderter Firma fort1eizt. Vergkeiche Nr. 7257 des irMSnrcgisterH.

Demnacbst lst in un Lr Firmenregistsr unter Nr. 7257 die Firma: Otto Schultze & Co. _ und als deren Inhaber dcr Kaufmann Albert Max Arflich [)iér ein- getragen wvrdM.

In unser Firmenregister, Wosclbst unter Nr. 1183 die [)icsige Handlung in Firma: _ Albert Lurche

vermerkt stth, ist eingetragen: DJS Handelsgeschäft ist durch Vsrtrag auf dem Kaufmann Friedrick) August Jaddaß zu Berlin (i_bcrgxgangen, Welcher dasselbe» unter unveränderter Firma sort1eßt. Vörgleiche Nr; 7258 des Firmenregistcrs. _ Demnachst ist in umer Firmenregistcr unter Nr. 7258 die Firma: * _ Albert Larckxé _ n_nd als deren Inhaber der Kaufmann Friedrich Augnst Jaddaß Hier emgctragcn worden. Zu unser Firmsnregister ist Nr. 7259-Oie Firma . Niemß _ und als deren Jnßaber dxr Apotheker Wriedri 3Ll_ugust Niemiz hier _ (jcßiges (H8)chäst§[0kä[r L (umentraße 73) eingetragen Wordkn.

Ju unser Firmenregister, woselbst unter Nr. 1273 die 'Hiesige

Handlung in Firma: _ Friedrich Wilke vermerkf fteht, ist eingetragen: _ T_Oas .Haudclsdeschäfk ist nach dem am 8. Dezember 1872 er- folgten Tode des Kaufmanns Friedrich August Wilke auf dem Kaufmann Johann Gottlieb Ernst Leßmann zu Berlin über- gegangen, Welcher dasselbe unter unyerändsrtsr Firma fortssßt. Vergleichc_Nr. 7260 des Firmcnxcgijtcrs. Demnächst ist in ULULT Firmenregixter untcr Nr. 7260 die Firma: Friedrixh Wilke und als deren Inhaber der Kauxmanu Josyann Gottlieb Ernst Lol)- mann Hier eingetragen Worden. Ju unstr Gcnossenfckaftsrégister, woseWst unter Nr. 7 die hicfigc Genossenschaft in Firma: GenossensrlLafts-Bank des Stralauer Stadtviertels zu Berlizt (E ngetragene Genossenschaft) vermerkt steht, ist _eingetrggen: _ _ Durch Beschluß dcr Generaxlvaymwng Von 31. Januar 1873 ist an Stslle desGNeÜ chastEvertmch vom 4. Juni 1868 dEr ?Widirt? Ge1ell1cha€t§3verfrag Vom 31. Januar 1873 getreten, Welcher sick) im Bcilagcbandc zum Genossen- 1chastsrcgist€r Nr. 7 Blatk 156 [*is 191 'bcfindet.

_ Harnack) _ist Gegxnstaud d_es_ 1111xe'r11ch1ncx1-3: Vetrieß einks Bank-

e1chäfts behufs gcgsmeitiger BUchassUng _dcr in (chche und Wirt!)- ?chast nöthigexx Geldmittel auf gemeinschaftlich Krkdit (§. 1.).

Der Vorstand bestkbt cms ciyem Vorsißsndcn nnd zjvci Mik- gliedern (§._ 4.) Den Vorstand bildsu: _ 1) Dr, 11181]. Wolfgang Straßmann, Vwrsiysndsr, 2) Kaufmann Adolf Stäukcr Jun., 3) chdant Nikwaxd Ckkérk, _ sämmtlicl) in Berlin. _ _

_ Dre Zeichnungen für die Gcnossénsthaff gcstbcßcn in dcr Ark, da)"; mmdejtcnß zwei Mitglieder ÖGS Vorstands?» ihre NAMEN der Firma untersöhristlich “be.“fügcn 7.).

Die von der Genoffcnschaff ausgehendsn Bekanntmachch Lr- gech untcr der Firma und Zcichnnng von mindestcns zwciVorstands- mitgliedern (§._7.). _ Die Vcröffcntlichgng dsr Vekxnntmachnngen ersolßt durch:

:x. dxe Voffzsche Zeitung,

1). d)? Bör1cn-Zcitung,

0. dxe Y_kational-Zeitung und

_ (1; “M VoWö-Zeitung (§. 33), _ __

_ch Emladungcn ur (Hencralverjammlung Erfolgen durcb dcn Aufsichtsrats) event. dur ) den Vorstand durch _cinmaligc Insertion in den genannten 4 Blättern, “0 das; die bcirsfsendcn Nummern min- destens 3 Tage Vor der Vchamrnlnng ausgegsben “wcrden (§. 33).

Ju UML GxnossenWastSrcgistcr, wosclbst unter Nr. 24 die hie- fige (ck5€110s_[c_1_11c[mst in Firma:

Louisen tadtische Scl]ornsteinfegermeistcrsck)aft eingetragene

Genossenschaft

Vermerkt stcßt, ist Eingetragen:

.. Verlooiunzé Amortisation, Zinszahlung u. s. w.

, Industrielle Etablissements, Fabriken und Groß-

Inseratenimmtat;dic.111W1*isirteAnn*ncen- ' ' ')

Rudolf Moss e m Berlin, Leipzig: tjamYÉéYYM

furt L.EN, Brex-lau, Hane, Prag, Wien, Münrhen, Nurnberg, Straßburg, Iürirh und Stuttgart.

ck

Durch Beschluß 'der Gkneralversammlun - [Mar 1873 )md dr? §§, 3, 5, 12, 17, 20, FZVVDFZ Zen?- scnfchaftschtatuts Vom 3. Fcbruar 1872, sowie des Nackx- trages Vom 29. ebruar_1872_ geändert resp. ergänzt Worden.

Daryack) e_r oxgy dre Zerchnung der Genosssnschast da- anck), da]; zwe)_Borjxandsmitgüe'der einschließlich DLS Vor- sxßsndsn o_der WWS Stollpcxtrctcrs ihre NamcnSunterschrif- ten dcr Firma der Genosxcmchast beifügen.

Gelöüchx sind: *“ Fkrnxcnrcgister Nr. 4439 _ dre Fxxxna Iulius Meyer ]au., Ftrrxtxnrcxgtjtcr Fkk. 6114 1.16 zrrmg *erdinand S ön Prothanther Nr. 1675 ck heimer, te 30 ectioprokura des Alfrsd Glaserch md d Leopold. irs berg für die' 1 “"'“ * «s nand SZönkZeimer. ch gelcuhn Jrrma Ferdi- PWFWTZWIFMW »Tr. 1689 [e w*ura des Theodor Krause für die "elf ["“ t Firma erdinand S ön ] 3 ge 6 Berlin, dén 15. scbrnar 1873.ch heimer. _ Königlichch __Stadtgsrichk. ;)[bthe'xlung *snr (Zivilsachen.

7 “» x'

Die unfer Nr. 69 unkrss '" ' * » ' 6D?" FytanhsYe-“ [Ian-aver' ÉÉLYÉZÉYÉFFLTKÉÉZYUÉÉZ"ZÜ r mzo 1 cr oscyen. in ktm * - N '" * 13. Februar 1873 am 14. Februa?“ 18731.1 IMMS “MUMM vom Angermnnkze, dyn 13. Februar 1873. Kontgüchcs Kreisgcricßt. ]. Abtheilung.

Ju 1111162 J“ _?anhxtlsregister. _ ' 'trmcnregt cr [ U 5 * " * ' Tag? crngetragsn: ) _ ) z folge Bcrngung vxm Heutigen 1) untcr Nr. 307: der Miihlrnbsfißcr Ofw Franz Wolff in Obor- rL_?Lcdnnt_n__als JYHÜLLT ciner dortigc'n Handels- _ _ __ . er a_ ung 1xn er »e'r Firma „Otto 2) unter Nr. „308: _dcr Mublenbcsßer _Goftfricd LebreÖkLZFJnécke Rechth als _JnhchrKc-iner dortigen Handel?!- __ _ MZ ung un er er ir1n1 „G. * 3) unter Nr. 309: ck YZUZUUHCÜZW Friexx'ich “Wolff YUUÉJFÜ ms JUHÜÖLY cmcr dortigsn Handelsnicderlassunq untcr der Firma „F. Wolff.“ * LandSberg___a._/W., dk]! 15. Februar 1873. .Komglrchcs Krcrögericks. 1. Abtheilung

Zn UUsc F“ ___Haxts?el§xe_gii§er._ &" trYu'nrcgt] or 1 leso ge «Fer fi 1111 vom [301 ' . : 1) l_lnfkr_J-ek. 304 dsr Mahlknbesißcr gCaZl InlinsmFSchcTerWth *.[ltenWrge (xls Inhaber cincr dortigcn Handelsnisderl/assung )) unxcr Jer ZZRYUUJJZFUZ Scheer“, ;. 1xn_er Tx. 51 [cr *ii()le11bcsiizcr Car1 Adolf 3. " J,)xxnmcljtacdt als Jnlyaber cincr dortigen ZLnYlYicxdezru _ lamung untcr dcr Firnm_„Adolph Müller“, 3) m_m'r Nr. 306 _dcr 8.111'1171611bcsitzcr Carl Anton Jaknickc 211 Wyrmsscldc als Jnssabcr eincr dortigen FMndslSnieer- _ lanung unter der Firma „A. Jaenicke“ cmg-xtragcn wvrdcn, Landsberg__g._ LB., DM 13. Fcbrnar 1873. Konlglkckch K'rcisgcricht. 1, Abtheilung. B'd _V_T_k_an(_nt_machung. er um nn che: )nccn 5 créwtc i“t "011 *n» 37 * ' Prokurenrcgister erfolgt: * ' s W W ( mtmgnng m das Nr. 7 2) Bczcichnnng ch Pénziwals: _ Die HandclsZcscxlscHast A. Matthes &, Compagnie zu Hegermühle, 3) Bczmchmzug der Firma, Welche dcr Prokurist zu zeichnen [*cstcklt ist: A. Matthes &. Co. 4) Orx der Niederlassung: _ .Hchxmühlc _bci Neustadf-Cberswalds. ;)) VYV'MFJs M1) dZI YcsollsckMstSrkgister. 'lC *ce1a 1 einxetra,811 » **,.“ * (Hess[l]“chaftSrcgistcrs. 1 1 q WM Nr 30 [es 6) Oczeichmmg_dcs Prokuristenw Der Kaufmann Robert Wollwé 3a Öcgcrmüblc. 7) 43ctt__dcr Eintraguxtg: * Exnthragcn znso'lgk Vorfügung Vom 7. Fcßrnar 1873 an dcnqklben Tag?. Ncustadt-Ebchwglde,_ den 7. Februar 1873. Komglxch KrciEJcrichts-Dcputation.

“___ _V_e_k_anGnt_marlZung.

_ _xsr_1011r_uncrzc_1c_)nc «11 * criwtc ist okgcndc Cintm un in N

(Heßjcbastsregrstcr erfolgt: g g ms 1) Nr. 30.

2) Firma der Gefälschast: _ „_ Y. _Mgtthes & Compagnie. 3) «:* der (chsl[1_c1)ast: _ . egormfiblc bci Nonstadk-(Mrswaldc.

4) RcclxtSerlZältnifss dcr Gcscllschast:

dre (HojcÜstHastcr sind:

dcr Bankier Lllcxandcr Matthes zu Berlin, _ _ dpx "01: p[[j]. Max Mattncr zu Berlin.

Die GULUUHÜst "l)atmn 1. Februar 1873 bc*gon11c11. Cmgstrach znfo1ge Vsrffignng vom 7. Februar1873 an demselben

age. Neustadt-Ebcrswade, dcxx 7. Februar 1873. Kömglnjlx Krctögcricl)ts-Dcpntation.

___ ___Vckanntmachung.

Znsylgc Bcrsxtgung Vom 11. d. Mts. ist 561116 die 1116er dcr gc- mcinschastltcbcn F1rma:_

__ _ Elbinger Ugarrczt-Fabrik Kohlweck & Co.

(1le dem 1. Januar1873) ('1'1'11'1)1Ck€, ans dcn Kaufleuten

1) Jean Kobiwch in Elbing,

2) Hcrtnmm Müller in Elbing

Vkstc'andc Handolégcsslkskhaft in “Das Diesscxtigc Handcls- (Gesc'Üschaffs-)