1873 / 56 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Tue, 04 Mar 1873 18:00:01 GMT) scan diff

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Wien, Dienstag, 4. März. Laut offizieller Bekannt- machung ist die Superdividende dec Kreditanftalt für das (1ng laufene Jahr auf 22 Fl. feßgeseßt, Dem Reservefonds wurden 600,000 Fl. überwiesen.

Bukarest, Montag, 3. März. Der Senat hat mit 31 JQ gen 7 Stimmen das Geseß über die Besteuerung des Spiritus in Uebereinstimmung mit dem Entwurfe der Deputirtenkammer angenommen. Die Deputirtenkammer ist in die Berathung der Vorlage über den Anschluß der rumänischen an die öfterreichi- schen Eisenbahnen eingetreten.

Zur Geschichte des Droschkenwesens in Berlin *). 1.

Die Einführung von Fiakeru in Bexliu gehört zu_ den leßteu Regiemngsbandlungen Königs Friedrich erhelm l., der die Anxcgtzng hierzu durch den Kammerbxrrn y. Pöllmß erhalten_ zu haben _1(_hemt. Der König beabsichtigte, eme_kaerzuuft zu _orgamfireu und lre13_auf seine Kosten 14 Probervagen, 1ogenaxmte Schimmerwagen, verferttgen. Sie waren vierfißig, hingen in Riemen, batten ylatte Decken und ganze Tbürcn, in denselben und vorne _klezne Fetyter. _Der Kasten War olivenfarbig, das Gestell xojh ange1_tr1_chet_1; tywendtg wgr de_r Wagen mit grauem Tuch aussc1chlagen, aurezltch tm _Oberthetl mit Leder bekleidet und mit gelben _Leisten unk? * agelu verziert. Unter dem hohen Bock befand sich ein großes Magazm; Am 21. Dezembxr 1739 Wurde das Publikum von 12er n_eurn Einrichtung Hatch die 3er- fungen amtlich in Kenntnis; _ ge_1e13t, d_a aber die Schunmxr- Wagen noch nicht fertig waren, 1o 1ol[t_en__dre Jahr_leute an _den dcfigmr- ten 5 Haltevläßen in _der Stadt_ vorlaung mit 1bren _Mtxthskuwchen auffahren, Der Tarif wgr bei Tc)1_1rfahrten_ cms 4 Gro1chen__Co1xr. innerhalb des Walles, außerhalb _de11e1ben aus 6 Gro1chen, ber Zxxt- fahrten auf 8 Grojcbcn für dic er1te Stunde und auf 6 Gro1chen fur jede folgende festge1eht. Am 24. Dezembxr 1739, Mbrgens 7:3 Uhr, standen die 15 Fiakcr Dem Publikum bereit, _Welches ]edbch von der ihm Seitens des Königs" gebotcnetx Bequemlichkejt wemg (Yebxauch machte, denn die Einnahmen beliesen sich am ers_te_n Tage sur xeden Wagen nur auf 12 Gro1chen bis 1 Thaler 6 Gro1chcn, am 30. De- zember 1739 auf 8 Groschen“ bis_1 Thaler 8 Groschen. In Folge deffen wurde auf Antrag der Ftakerbalter a_m 4. Januar 1740 dic Vermietbung von Magen zum Gebrauch 1nncrha1b_ dexr Stadt fortan nur den Fubrleuten von Pro1c1fion und den (Ha1t1xtrthen ge- staltet, den Sattlern aber und allen _anderen Fuhxwerkbeßßexiz ver- boten. Auch wurde versucht, das _Publikum duxch eme tbeilipcne Crx Mäßigung des Tarifs. der als germg1te_n Saß 1edoch 4 Gro1chm bet- belyielt, dem neuen Unternebqten gxnetgtex zu jyachxn. _Am 16_. Ja- nuar 1740 wurde die privilegrrte_kaerge1e11_1cha1t formlt begrundet, aber auf 15 bis 16 Fiaker beschrankt un_d mit der entspre eqden-Zahl der Bestßcr geschlossen. Die Wagen mußten von Morgens6bts Abends 10 Uhr, im Winter von 7 bis 10 Uhr auf dkm_ ange_1vte1cnen Plaße halten, bei Vermeidung einer Strass von__1 Thlr. fur ]edcn Kcnfraventionsmll. Die Kut1chcr trugc-n kmze Umsoxm und ware'n nur durch eine rothe Kokarde am „Hufe kenntlgch. _Etxiem_ Wa Nikom- miffarius, dessen Gehalt von 150 Thlr. dle Ge1ell1cha1t au brmgcn mußte, lag die Konrrole über die Fiaker ob; zum Direktor der Ge- 1ell1chaft wurde mittelst Kabinets-Ordre vom 22. Januar 1740 dxr Geheime Rath und Stadt-Präfident vpn Neuetxdorx ernannt; _Dte Verlinkt Fubrleute drängten fich zur Ftaergxsell1chast,__abe1x tau1chteu sich dabei in ihren Erwartungen; Der Dienst war syc die setde, deren mehrere baldficlen, zu anstrengend, _und_meth1erde zu alten, gestattete die geringe Einnabme nicht. Die Fiakerbemzer _bxeltxn des- halb die Dienststunden nicbt inne, vernoexgetteu dem Kommtßarms das Gehalt und brachten den StaYt-Prafipmtetz, der gu_ch von den übrigen Fuhrleutm mit Klagen uber die Fiaker be1turmt_ wuxde, in eine verzweiflungSvylleEage. _Jndeffen beffgrteAtt fich die Yer- bölwisse der Fiakerge1€111chast, vielleicht dadurch, d_a13 11e auch Spazier- fahrten außerbalb der LandWehren ubernahmxn m den Jahren 1741, 1742 und 1743 10, daß sich die Zahl der Jia er von 15 auf 20 ver- mehrte. Der neue Stadt räfident v. K_irche_11en e_rwarb fich um _das

iakcrwescn große Verdien te; er_bob d1e_ bxs dabm bestandene Rethe- Zahrt auf und gestattete Jedem, emen belt_eb1genWagen aus _der Reihe 11 nchmcn; er verlängerte die Halt eit_fur den Somxyer bis 11 Mr Ilbends. Die Einrichtung war in _erlm allmählich xchyn 10 belle 1 geworden, daß im Jahre 1769 bßretts 36 Jiaer an gestellt waren, erhielt fich aber nicht lange a_uf dte1erHöhe, Dix Koukprrmz der_zahl- reich gnrordenen Fuhrleute wirkte ebcm'y nacbthetltg em wle dix zu- nehmende Rohbeit dcr Fiakerkut1cber. .Die bemtttxlten Fuhrleuiescbxeden aus der Gesellschaft, in welcher nur Verkommene zurgckblieben, die die Fta_ker auch zur Beförderung von Kranken nach den öffentlichen Krankenhau- 1'ern, 1a von Miffethätern xmch dem Richtplaß hergabet). Jm Jghre 1784 waren nur noch 7 Fiaker vorhanden, die_ von kemem Berlmer sondern nur von Fremden bcnu 1 wurden. Em im Jahre" 1784 ge- machter VMUY, das ganze Jia er-Uuternehmen gn den _Meinbietenden zu verpachten, alte keinen Erfolg urid wurLZ-e mcbt W:Lder erneuert, Weil das Polizei-Direktorium das Wrederguxlebey dex halb vergessenen Yrivilegien der Fiaker befürchtete. Ebenw w_emg [lk er_: sich die_ 111

erlinec Fuhrleute im Jahre 1785_b_e1vege_n, m Hex Y_ammtheit die Fiaker zu übsrnehmen. Maxi ubcrließ die1e schließlich threm Schick- sale, und die Folge war, 5.113 im Jabra 1794 auch _der leßte Fiaker einging. Für die Reorganügtion dicser meicbklxng 1anch weder das Bedürfui", noch er1chieu die1elbe dem_Poltzet-Duektormm im Inter- effe der I oral wüu1chet1Swerth, Berlm blieb deshalb bis zuxn Jahre 1815 ohne öffentliches Fuhrwe1e'n.

Die amtliche Statiftik in Bayern.

Der Vorstand des statistischen Bureaus iu _Müncben, Ministe- rialrath, Professor Dr. _Gxo-rg Mayr hat _an die 8. Versammlung des internationalen statisti1cbeu „Jongxeffes in St. JJeLersburg einen Bericht über die amtliche Statistik m Bayern erstattet. Wir ent- nehmen demselberz die nachfolgenden Angaben. _

Wos zunächst die Orgguisati_on_ _der Statistik betrifft, so ist in Bayern durch Königliche _Cnt1chlie13uug vom 29. Januar 1869 ur Begrundung einer 1ämmtltche VerwaltungSzweige umfassenden

andesftatiftik eine statistiszhß Centralkommißion ins Leben gerufen worden, wexcbe gegenwartig dem Staats-Ministe-rium des In- nern, Abtheilung fux Lgndwtrthschaft, GWerbe und Handel unterstellt i't, Ordentliche Mitglieder d_e_r1e1be:z find ein vom Könige ernannter

orsißcuder, je ein Vertreter 1ammt11chxr Staats-Ministerieu und der Vorstand des statistischen BurxaUS, wahrend ihr als außerordentliche Mitglieder Méxunxr,_ die fich tu der Wissenschaft oder in volkswirth- schaftlichen BUchafngxmgen hcryorget an _baben._ beigYeben werden können. Die Kommnfion bat dre Be gmß, zu ihren erhandlnngen Fachmäuner beizuziehen oder de_r_en Gutachten__zu erholen.

Als ausfüb_rend_es Organ _ck der Kommnsion das statistische Bureau in_ g_e1chästliche_r szrxbung uxxtcrgeoxdnet dxssen statistisch- technische Tbattgkeit fich 111er mcht (_uxf 1guzmtltche Zweig? des Staatsx lebens erstrexkt, d_a z. B. die "ufttz1tatzsttsäyen Nachweise von dem Staats - Munstermm der Justiz und dte Ergebukxsxe der Verkehrsan- stalten von der General - Direktion der leßteretx gmmeng teilt und verö entlicht werdeq. __ Jedoch finde): auch dieJemgen Er ebungen, wel e nicht im tatist11che_n Bureau 1e1bft verarbettxt werden, in des- 1eu periodischen eröffexitltch1mgen gelegentliche Berucksichtigung. Eine mvabnmswatbe Crthteruug at dre Organisation des Bureaus duch die am 30. l 1871 olgte Errichtung eines mit demselben verbundenen stati tischen L_eb_rkur1es erfahren, MFK; zur Jörde- nmg des Studiums der Statistik und de_r praktischen bildung der damit h_eschäftigtm Benvalnmgsorgaue UNMÜ x,:-

qundere statistts e O_rgaqe m den & nen Provinzen bestehen in Bayern uiFK Ju oWeit mcbt das cerxtralifirte Verfahren der statistisch-tethu' chm Ausbeutung des Urmatmals durch das statistische

*) Nach dem Ansatz des Rxgierungs-Affeffor Vr. Tietcrici in der Zeitschrift des Königl. preuß. statistischen Bureaus. Jahrg, 1865.

Kön liche Schauspiele.

Mittwoch, den 5. ärz. Opernhaus.“ Keine Vorstellung. Sechste Sinfonie-Soirée der Königlichen Kapelle.

Im Schauspielhause. (63. Abonnements - Voxstellung.) Maria und Ma dalena. Schauspiel in 4Akten von Paul Lm- dau. Anfang akb 7 Uhr. Mittel-Preisc,

Donnerstag, den 6. März. Im Opernhause. (54. Vor- stellung.) Fidelio. Oper in 2 Abtheilungen. Mufik von L. van Beethoven. Leonore: Fr. von Voggenhuber. Marzelline: Frl. Lehmann. Floreftan: Hr. Niemann. Pizarro: Hr. Salomon. Rocxo: Hr. Fricke. Fernando: Hr. Bey. Anfang 7 Uhr. MiUel-Pretse.

Bureau selbst gewählt wird, haben die Organe der inneren erwal- tgng (Kreiskegierungen, D1striktö=vaa1tungsbehördcn, Gememden) mch_t__x1ur die Sammlung, sondern auch die erste Ausbeutung des ftathchm Materials vorztmehmen. __ as dre Entw1ckclung der einzelnen Zweige _dex Sta- ttfiik__iu Bayern betrifft, so ist zunächst zu bemerken, daß die koi";- Zkraphychen Arbeiten von dem [tatistischen Bureaix getrennt _sind, Die grttrnng des Landes it durch die Kata1ter-Kommtffion aus- gxsührt Werden und sind die einzelnen Meßtischblatter. welche sich auf eme Fläche von nur 1600 bayerische Tagwerk (545 _Hektare) xr- st_recken, um wenige Kreuzer verkäuflich. Diese _Karten btlden zugleich die Gnmdlgge fur den großen vom Generalstabe herauSgegebenen topogrthüchen Atlas des Konigreicbs in 112 Blättern. Im Jahre- 1867 11t vom_ topygrapbifchen Bureau des Generalstabes a_uch enze Karte _von Subwqt-Deutschland mit Theilen angrenzender Lander m 25 Blgtterxj (1 :250,000) heraus cgcben Worden. _

Fyr dle ggognostische Er orschuxjg des Landes und dic kart?- grapbi1che Darstellung ihrer Ergebnisse ist in neuester Zeit durch die auf Staakskosten vorgenommenen Untersuehungen __des Ober-Berg- Ratbs, Professors Vr. Gümpcl Hervorragcxtdcs geleistet wvrdm.__Jm Jahre 1861 erschien die ,(Heognostische Be1chre_ibuug de_s Bayerqébcp Alpengcbnges und seines Vorlandcs mit 5 Blattern, elner geognostx- schen Karte_ des Königreichs Bayern :e.“ und im Jahr? 1868 die .Geognos_t_i1che Beschreibung des ostbayerifchen_ Grmégcbtrgcs oder des bayerncbenxnd oberpfälzer Waldgebirges mix 5 _B attertx xc.“ _- Von dem Mim1terial-Forstbureau in München ist 1chon _fruher eme K_arte der Forste é] : 100,000) hergestellt und in Stemdruck ver- öxsentlicbt weren, au Welcher für jedes Al_nt die Kulturart und der Kulturplan aux das Genaueste eingexragen i1t.

_ Systematische meteorologi1che Beobachtungen werden

theils an Yen Landes-Univerfitäten (in München an der Sternwarte zu Bogenbamen), theils an den einzelnen von der Staats-Forstverwaltung eingerichteten Stationen vorgenommen. _ An der Fusteüung von Ortschafienverzeicsmi11e11Hat__man m Bsyern eit lange gearbeitet, theils bei Gelegenheit g_ro13§rer stgti1ti1cher Erhebungen, deren Gliederung nach einzelnxn _OrUchaYten gesoxdert wurde, theils bei besonderen Revifionen_dcr Ort1chastenkata1ter selbst. _Dgs in den berichtigten Orffchaftenkakastern des Jahres__1_865 izn statistncch Bureau ge1a_mmelte Material gelangte zur _Vexoffxnt- lichung m de_m .topographi1ch=statisti1chen Handbuche des Köm xerchs Bayern, nebst alphabetischem Ortslcxifon, bearbeitet von Ober- leute- nant J. Heyber Zr, Hauptmann Christian Schmitt und Hauptmann voxi Wachter, uncben 1867“. Die Volks ählung yon 1871 hat An- laß zu cmeuericxr Berichtigung der Orts astenverzeichnisse ergeben, Welche um_ so grundltkher durcb efübtt werden wird, als na unbes- rqxhsbeschluß b_is zum Jabra 1875 in alley deutschen Staates _Verzeuh- m11_e der_Gememden veröffentlicht Werdeu1ollen,in11)elchenbe1jederGe- meinde die_zugebörigen geo raphisch besonders benannten Wohnplätze _ange- geben und m ortör'xblicher eise (Stadt, Flccken,Dorf,Weiler2c.) bezeichnet sind, aus denen ferner für jede Gemeinde und, 101veit thunlich, “jeden Wohnplaß der Verwaktuugsbezirk,_1owie die Einwohnerzabl zu ent- nebmxn und welchxn _ein alpbabeti1ches Register beigegeben 11't.-Ver- zexchmsse der polxti1chen Gemeinden find vom 1tatisti1chen Bureau m den Jahre:) 1863 und 1869 durch den Druck veröffentlicht, letzteres enthält alle einzelnen Gemeinden mit Angabe des Bevölkerungsstandes im Jahre 1867 und mit Ausécheidung nach Familien, Geschlecht und Religionsyerbältnissen, geordnetnach erisen, Venvaltungsdistrikten u.1.w. (FY. HUF, 17er Beiträge zur Statistik des Königreichs Ba ern); _ Der Sta111tjk der grizyxren Städte des_ Landes rst durch Veröffent- lichungen m der ZNnchrift des stati1ti1chen Bureaus m einzelnen Punktetx Rechnmxg getr.;gen worden, da fich einc besoxjdere Lokalstatistik de_rskglxö erten Stadte bisher in ausgedehnterer Wci1e noch nicht ent- w: e a.

_ _Dic Ermitxelung der Bevölkerung geschieht in Bayern une m allen deußckuen Staaten durch besondere, periodi1ch Piederkeh- rende Zählungen, ':r w_elche vor dem Jahre 1834 die maßgebcuden Bestimmungen aus1 ließlich durcb die_ bayeri1ch_e StaatSverwaltung getroffen wurden, rend nach die1erZett für die1elben in einer Reihe Wesentlicher Punktx die Gleichmäßigkeit der Durchfühmng in den Staaten des deut1chen Zollvereins durch Vereinbarungen unter den Hereinsstaaicn gefichc'rt worden ist. DieUe 1eZäblungfvomJahre 1871 ist ayf Grund der vom Bundeskathc erl_c: encn_Bestimmungen crsolgt und 1011 die Aysbeutung- der Zählungsxistm ans eine ganze Reihe für die Landesstattmk wichtiger Punkte e_r1trcckt Werden. Die Statistik der Bewegung der Bevölkerng wird zur Zeit in Bayern noch nicht nach _dem Ssten1_dxr centraltsirten Verarbeitung des Urmaterials aufgesteklt. * en außeren Behörden !iet die erste 1'tatisti1che Aus- beutung des Urmaterials aus den Kir enbüchem und (Zivilstands- rcgistern in die vorgeschriebenen Kon entrationstabellen ob und nur letztere gelanYn an_ das statistiscl'e ureau, Aehnlich wird für die Zwecke der fatisttk dxr Todesursaxben dgs in den Todtenj einen enthaltene Material zun_ach1t durch dxe amtlichen Aexzte statisti] aus- gebeutet. Wenngxeich dre medizinische Statistik zum Theil in den Nachweisen uber die Bewegun der Bevölkerung enthalten ist, so wixd dieselbe au gefördert dur die von den amtlichen Aerzten zu lie1erndm_Jahr_es erichte, dexexx wesentlicher Inhalt jährlich in einem ,Generalberzckxte ubcr die Sanitatsverwaltyng im K_önigreich Bayern“ zmammen e1cz13t wir?). Ueber größerß Epidemien er1chemen ge1onderte amtliche erichte n_ut statifxischen thgaben. Schäßbare Beiträge zur Statistjb der physi1chen Be1cbaffenbe1t dex_Bevölkerung find die durch die_ Militéxrbehordxn gelieferten Nachwet1e über die Ergebnisse des EUaHJEsÖa s 11131111 den AuSwejsen uber die dabei körperlich unter- suchten We rpfitcbtxgen. Ueber T_aubsiumme, Blinde und Irre, so- wie über Irrenaxytalten finden gleichfalls Erhebungen statt,

Gebaudezablungen smd Wiederholt _in*den Jahren 1840, 1852, 1867 und 1871 vorgenommen. Nachwei1e über die Besißver- hältni'51e_an Grund und Boden haben bei den grö eren land- wirthschaftlzrben Exbebungen vou_1853 1an 1863 PlaYge den, in- dem dort 1owohl_ sur das _lan_dw:rtb1chastlr_ch benußte real, wie für die Waldungen hierauf besygliche Unterscheidungen auf mommen find,

Die [andwwtb1cha1tlicbe Statistik hat in Bayern sowohl bezüglich der Erbxbungen über Anbaxt und Ernte, als in Betreff der Viebzähltxngen fett Langem_ eine bewndere Berücksichtigung gefunden. Schon bei der Erhebung tm Jahre _1810 war die Auödebmmg der Hauptbilturarteq und die Ertragsgröße der wichtigxten Pfl sugar- nmgen berücksichtigt worden. An diese Erhebungen ret ten sich odann die' Aufnahmxn'vxxn 1812, 1833 und 1839. _Eme vollständige liede- rung bietezt dxe betdea neueren ErhebunÖen uber „Anbau und Ertrag, Besißvexbaltmsse uud Stückelung des odens, daun Lohn der Land- bauarbetter_ nach dem Stande und der Ernte der Jahre 1853 und

8632“ Au er_diesen umfassenden Exhebxmgen finden 1eit längerer Zeit iahrltcbe _ _ aßungen_der Ernteerkxagm e durch die Organe des land- wrrtbscbartltchen Vermus statt. Dre Ex olge dec Gese_ße über die Bodenkultur (Bkwäffernngen, Entwa e_ruu en, Ablönm des Wei- dere_cht_s, Zysammenlegungm von_Gr1md kucken? d _im Fahre 1870 stattsttscb festgestellt Poxdeu uud tft Has Erge ni _diezer Erhebung im W; Hefte der Betttage zur Statistik des Kömgretchs Bayern ver- öffentlicht worden. _ _

_ Bet deu Erhebqugen uber d1e_Produktiou der Bergwerke, Hutten uud Salmxy, Wel tm Zollverein schon seit einer Rex e von Jahren nach gexnemmmxn nmdsä en vorgenommen worden 1 t, sind m Bayern be1ondecs m den Ja ren 1869 und 1870 manche

Im Schauspielheiuse. (64. Abonnements-Vorftellung.) Dorum Diana. Lußspiel in 4 Abtheilungen, nach dem Spanischxndes. Doji Augustin Moteto von West. Anfa11ghalb 7 Uhr. Mittel-

se, Die in den Königl' en _ gefundenen Gegen Zaum lvonIndsmektEig SYM iZnerYlb 4 decheZoFTmßW Möpoi'“ poren ewe(peraUSU “er (SchauspMauS) in Empfang genommen werden. Erfolgt die

Zurückforderung der betreffenden Sachen in der angegebenen Frist SYH? werden dieselben den Findern ohne Weiteres auSge- a . _

Punkte besonders berückfichtigt worden, die in dem gemeinsamen For- mulax fich nicht vorfanden. _

Die Statistik der Industrie wurde in Bayern bereits bei den Erhebungen des Jahres 1810 berücksichtigt und damals ein_e Ta- belle der Manufakturen_ uud Fabriken,_1owie eine Tabelle der K_nnstler und andwerker aufgestellt. Die beiden neueren gewchbestati1ti1chen Erbenmgen von 1847 und 1861 fin? (ng Grund von Vereinbarungen unter dm Zollvereinsstaaten zur Durchfiihrung gelangt Welche sich in- deß nur auf Darlegxmg des Standes der _Gewerbe besihränkeu, wäh- rend die BeWegung tm (Hewxxbsbetnebe mcht berückfi tigt wird. Als Er änzuug der_ Gewerbxstatqtik Werden deshalb in ayern seit dem Jaßyre 1870 fur alle einzelnen Arten der stehenbeu Gewerbe Jährlich die Anmeldungen un_d Niederlegungexi uachgewie en und über ies die für den Gewerbxbetxtek tm Umhexzrehen _ uzxd en Haüfirhandcl er- theilten Erlaubmß; _nnd Haufirschxxae 11a_tisti1ch verzeichnet.

Zur Statistik der Pret1e_11_e1ert die bayerische Statistik namhafte Beitrage. In der Zeit1chr1ft des [i_atistischen Bureaus werdcn fortlaufend_ dix Verkgumeengen__und rene der einzelnen Ge- treidegattungen au1__1au_1mtltch-:n _bayernchen c«braunen yeröffentlicht. Außerdem werdet) sur _eme namhaxte thl vo_n Ort_en gleichfakls fort- laufend die Prei1e ver1chie_dener Viktualien müsetheilt.

Ueber dre _Sp arka11en sind bis zum Jahre 1869 Lummarische Nachweimngcn m den Tabellen über das Axuxenwesen gelie ert wvrden. Seitdem ist eine umfaYnde Sparkassenstatimk angeordnet, bei welcher insbesondere folgende unkte berucksichtigt werden: Jahr der Errich- tung der Kasse, _Einlage, Zahl dcr Einleger, räumlicher Bezirk der Sparkasse, Verzinsung dcr Einlagen, Einnahmen un_d AuSgaben, Rein- ertrag und deffen Verwendung, Stand des Sparkaffenvermögens, An- lage desselben, Anlage des W?Wefonds u. 1_. w. _ _

Dix Straßenstattstt ertreckt fi_ch m Y_aycm auf die Staats- und Distriktsstraßen, für Welche .achtpenungen uber Länge und Unter- baltungökosten vorliegey. Von Seiten _der _General-Direktion der Königlichen Verkehrsamtalten uxid dcn Direktionen der _Pxivatbahnen Werden Jahresberichte veröffentlicht, Welche vielfach st9ti1ti1che Noli en in Betreff_ der Eiseanbneu enthgltm. Dix Statistik der Schi !f,- f abrt be1chränkte sich bisher auf die Nachwet1yngen übex den Verke ]: auf dem Donau-Mainanal mid dexn B9dcn1ee bei Lindau, sywie über den Verkehr auf de_m_Mam bei Wurzburg und Schwxinsyrt. Seit 1872 hat die Stattft1k_des_Berke-hrs auf den Wasserstraßen, nachdem die1elbe in die ReichsstathY_einbezogxn wo_rden ist, eine nam- hafte Erweiterung erfahren. Statisti1che_N9_ttzen uber_ die Erfolge des Flußbaues finden fich in_ der Zexx1§brtst des statistischen Bureau (Jahrg. 1869, S. 20 _ff.)_. Die__S1_att1tik des Post- und Tele- graphenverkehrs i1t m den jghxltch beraizsgegebenen Nachwxifuu- genf) ülber den Betneb der Königlich bayernchen VerkehrSamtalten ent a ten.

Ueber das anmobiliar-Jetxexversicheru_ggSWe1en liegen umfassende und reich g liedxrte 1tat_cstrschc NachWequngen vor, deren Beschaffung dadurch we entlich erletcbxert war, da[; in Bayern das Recht der Verficherung von Immobilien gegen Feuengefahr und zwei vom Staake geleiteten und_mrtM9nop_olchara_kter veneheyen Anstalten“ zusteht. Jm Anschluffe hieran 11t eme laurende Statistik der Mo- biliar-Feuerversichergng auf Gnmd__der von den einzelnen Ierßcherungsanftalten zu liefernden Nachweqe in Angriff genommen wor en.

Was das Armenwesetx betrifft, 19 entlält 1cho_n die Erhebung vom Jahre 1810 _eine Tabelle uber ammtltche_ rmenamtalten, welche ge- sonderte Nachrvei1xmgen uber dee rmen, die, o_bne in_ Armenkzäufem aufgenommen zu 1ein, von Almo e_n leben, und uber _Yte in Bejchäfti-

un shäusem, Spitälern und i_ttwenhausern, Wanen- und cFindei- Zäu?ern untergebrachten Armen giebt. Seit 1836 sind jährli e Er-

ebungen über den Stand des Armenwe_1ens angeordnet, welche im Wefentlichxn bis Yum Jahre 1870 unveriuzdert blieben, 1eitdem aber aus Anlaß der Mit dem_ 1. Juli 1869 m Kraft getretenen neuen, Armengeseßgesnmg cine n_)e1entliche Bt_reicheruug erfahr_en _hgben.

Eine jahrlicbe unmitt-lbar an_di* Gegenwart aYchsteßendx Sta- tistik des ge1ammten Unterrichts Wurde iy ayxrn bis an di: n-ueste Zeit vxxtzxi . Nur nach langeren Zuzischenrgumen veröf- fentlichte das stati1tt1 „e Barsan Nachweisungen ubex dre „Anstalten für Wissenschaft, Kunst, Untexricbt und Erziehung“ im 7. und U71. Hefte der Beitrage zur Statistik des Kömgretchs Bayern. Im Jahre

1870 wurde eixie Reform der bayerisch n Untxrrickytsstatistik angebczbnt, : durch welche dieser ZWeig der Statistik 111 folgende Hauptabtbeilun-

gen zerlegt wurde: 1) Umfassend: Gesammtstatistik_ des _Uuterrichts auf Grund ein- kehender, uach längeren Zwi1chenraumeu anzuordnender Erhe- UUIU- * -.. ... . 2) Jährliche Ueberficht der wichtigeren stati1ti1chen Ergebmne tm Gebietx des Unterrichtswejens. __ _ _ _

Die uäch1te umfassende Gemmmtstatutck des Untexrxcbts Wird nach dxm Stande von 1872 erhoben werden (vergl. Ze1t1chr1ft des statistischen Buran Jahrg. 1872, S. 79.). _

Die Statistik der Civilrcxckxtspflxge beschrankt fich ix_n Ge- biete dieffeits_ des_Rheins aufxunge wenige Notizen,_we1che jahrlich durch die Zeit1christ des statistc1chen Bureau l_tr Vexoffentlichuug ge- langen. Ueber die Civxlxechtöyfsege m der salz liegen umfassende Nachweise vor (vergl. Zeitschrift Jahxs. 1869. _S. 91 ff.). Eine voll- ständige Ausbildung hat dagegen die Stahsttk der_Strafrechts- pflege er uhren und find deren Ergebm e__we_ch1e1nd durch das Hatistische ureau und durch das Stacxts- n_n1ter_1um der Justiz ur

eröffentlichuug gelangt. Yan reichhalttgsten tft dix „Kriminalftatiétik für die vier Jahre 1862/63 bis 1865/66 _durch das stattftt che_Bureau im U11. Hefte der Beiträge :c. veroffentxtcht worden. E en1o ist in der Zeitsthrift (Jahrg. 1871, S. 1 .) eme_ axis den_ Akten des Staats- Mini terium des Innern geschop : Arbett.uber die bayerischen Straf- und olzeiaustalten während der Periode vom 1. Oktober 1863 bis 31. Dezember 1868 enthalten. _

Zu statistischen Zwecken an eorxnete Er_hebuugen uber die Armee stehen, abgese ea vyn_den_.Na Weisungen ub_er das Er_favgescbä und von der Verla tstaksttk fur den deutscb-fraxt qfiscben Krieg (verg _ Zeit- chrift Jahrg, 1872 S. „28. ff.) dexn _stattttschen Bureau mcht zur

erfü ung. Auch _mzt der Stattstlk der Staaxsfinanzen ist dasselZe nicbt beschasttg_t; dagdeZeen gelangen du_rch dre den Kammern vorgelegten Büdgetxnlzvurfe un exbnunUMachweisungm umfassende sta- tistische Notizen htexuber nr Veroffentlichung,

Auch die_p ol ixts ch e tattst tk hat in dmAxbeiten des staftitischea Bureau Berucksichtxsuug gefundep.'_ Jm Jahrgang 1869 der Zeits rift Yadmklsoi : „Beitrage bm S_tatxsttk der Urwahlen, sowie der Wa [en

er geordxeteu zur ayen1chen__Kammer vom 12. be. : . ai

« 1869 mit Ruckficht auf dte_Er§ebmffe der Wahlen zumZo arlamente (10. ebrugr 1868 ', und un abrg. 1870: „Stanstische achweisuu- eu " er dae Wah e_n der_Abgeordneten zztm bayeri1chen Landtag vom

ovember 1869 mit Ruckbhcken auf _dte Wahlen vom Mai 1869.“ Der Jahrg-1871 enthält dix „Statisttk der Wahlen zum Deutschen Reichstage vom Jahre 1871 in Bayern.“

Redaktion _und Rendantur: Schwieger.

Berlin, Verlag der Expedition (Kessel). Druck: H. Heißen. Drei Beilagen (einschließlich der Börsen-Beilue). _

*

zum Deutschen Reichs-Anz

„NZZ 56.

Landtagö-Angelegenheiten.

Berlin, 5. März. In der gestrigen Sißung des Hauses der Abgeordneten ergriff in der Diskussion über den Geseß: entwurf, betreffend die Abänderung des Geseßes vom 1. Mai 1851, betreffend die Einführung einer Klassen: und klassi- fizirten Einkommenfteuer, der Finanz-Minifter Camp- .hausen nach dem Abg. von Benda das Wort:

Meine Hexren! Ich muß heute meine AuSeiuanderseßungen damit be innen, daß ich der Kommission und inSbesondere dem Herrn Bericht-

atter meinen Dank ausdrücke für die eingehende Berathuug des Geseheutwurfs, für die sorgfältige PrüfMg dsr Einwirkung der ver-

1chiedenen Bestimmungen dieses Geseßentivurfes auf das praktische Leben.

Ich habe_ eradeiu die1er Kommission den Vorzug erkannt, den das par- lamentari che_ Leben der Regierung gewährt, den Vorzug daß Männer aus der_Natwn heraus, m der Mitte des praktischen Éebens stehend, die Regtexung auf manches aufmerk1am machen können, was auch beim besten Wißen de_m Auge entgehen mag. Ich beklage mich deshalb _ixi keiner_Hm1tcht ubcr_dte lange Dauer der Berathung in der Ko_mmt1- fion, 1ch_glaubc_, dm; sie auch nachher für das Werk sich sehr förder- sam erweisen jpird. * _

Ngn,_ meme erren, konzeyirircn sich die Fragen, dic_ überhaupt gegenwxitttg 11911) ms Auge zu xassen smd, eigentlich a_uf 1e1)r Wenige YUM. Cs 11t bekannt, daß die ngicrung ihrer1ctts von dem

nasche gclxitet wurde, die Grenze für die Heranziehung des stxuec- pflichtigen Einkommens nicht zu niedrig zu greifen. Ich habe bei der ersten Bcratbung, ich weiß nicht, ob dieses Gegcxtstandes oder des Staatshaushalts-Ctats, bereits angesprocbcn, dar;, We_nn wir die Ueberzcugung_gewmnen könnten, die Grenzlinie lasse fich tüglich Hölzer ziehen, dann 111 der That ein lebhaftcr Wunsch dsr Regierung zur Er- füllung__ gclangxn werde. Wir haben abex dann in dcr KommUfiqn dre Wahrnehmung gemacht, daß eigentlich von a_l[en_ Sextezi dxr entschiedxnste Werth darauf gelegt Woxden i1t, ubcx: _dte _cmmal vorgc1ch1agene Grenze nicht binauSzugeven, und d_«1_13 bie wetxer gehegde Erlsichterqu, die man wü111chen_moch_te, haxzptmchltch darttx zu_er1treben1ci, daß die Stufen füx die Cm- schaßung, _namentltch 111 den beiden unter1tenStufen, erheblich Weitext werden mochtey. Das liegt ja auf der Hand und ist auch vor] mir in der Kommr1fiotxanerkannt xvorden, daß in der That die Etnschaßung m dxn uniern_ Stufxn Wc1cntlich erleichtert wird, wenn _ das Spgtmm des _1teuerp11ichtigen Einkommens selbst einsn größexen Umfang erxxicht. Nach den Wahrnehmungen, _die :ck M der Komansion gemacht habe, nach den Verfichkrungen, die ertbcilt wuxdex, daß die_ Kommisfionémitgliedsr sich in mancbm Punkten letch1_am als bis Mandatare größerer Vkrcinigungen betrachtet_e_u, _abc [_ck anm'bmen müsskn, daß die Skala, wic sxe namentlich “sur dtx_bciden untercn_ Stufen vorgsschlagen wvrdcn, aus einem Kompro- tmß der enxgxgemtehendxn Meinungen bxxubte, _und ich hab? daher geglaubt, dmx Vorschlage nicht bekämpsen zu 1ollen, namentlich vo_n dcm Augsnblicke _ab. nicht, Wo mit Nr ganzen Frage die Frage__ der Kontmgentirung in Zusammenhang_ gebracht _ wyr- den 11t. Was zum die Kontingentirung betrim, 11) _mu1; ich dem Herrn Berichterstatter vollständig zustimmen, daß *es m der That dre matcrieklen SÖwierigkeitcn für die Lösung der 119er enden Frage _wcgen der Skala chesen find, die mit einer ge_w:f1€n_Y_aturnotbwendtgkcit [: dicser Bsftimmung geführt Habetz. Cm polttx1chcs Bexdenkcn in ezug aus die Kontingentiryng hat Die “kaatSregtexung nicbt anzucrkenneu vermacht. Sie wis1cn, welche Stellung now 31: der Frqge wegen der Quotifirung der Steusrn ein- nehmen. Ick hab? Mick) zu wiederholten Malen_ darüber ausge- Ü'PLÖM- [Faß UF) ""ck a_u1 den Standpunkt der Verseifung st_elle_und da);_rch mich nicht ermachtigt halte, den Rcchcn dor Krone m diescr Beziehung irgend Etwas zy vergeben. An die1er Ansicht habe ich 1911- gebaltm und Wexde ich “festhalten. Der Msinung, daß dyrck) dis Llnpabme des (He1eßvor1chlages in der Fibrin, wie bis Kommi1fion ihn h_eltcbt hat, nch dsr ein€n_ odex andsrn ichtnng hin präjudizirt wßkdk- konnte ich mxck) mch? an1chlie1zen. Wie der [este Herr_RednLr 1 on angedeutct hat und wre es 1a in der Nafar der Sache liegt, an * e- strebungen, das Steuerbewilligungsrccht der Laxidesycrfrcxung ausge- dehnt zu Wen, Mr_d es xnit_und ohne “dieses Ge1ctz nicht sehlxn, Wir Wkrden (1110 darau1 gssaßt 1ein_müsscn, daß auch in Zukunft, 101chS Bxstrebungen Hervortreten. Daß ihnen abkr _durch die1es GUTER bk1ondxrer Vox1chub gew" rt Werden würde, da!; gegenwärtig gle1ch1am der erste Schritt n_ach_ der 5 ichtung hin gethan Werden würde,__das, meine ._Hérxcn, mut; lch be1trett_etx. Die Frage derKontingentirung gewi11cr Stegcrn 111; 1a unserm Steukr1y1tczn durcbäus nicht fremd. Vorhin hat eum: der m_cn RS_dner darau1 hingewie1en, wie es mit der Klassensteuer dsr ibxmprovmz gxbalten jvorden wäre. Meins . crrcn, es ist gar ",ich? nothig, 19 M11 zu geben. _Jst denn nicht die 3 rund1txucr hcuke €an kontmgenttrtc Steuer? J1t denn nicht die Gcbäudeneuer mit Agsnahme des Umstgndcs, da!; nach _ciner gewiffen Periode eine Re- bmon durch das Ge1xß augßordnet i1_t, ebenfalls eme kontingentirte SWT? Und steht es xrgenduxte mit dic1cn Verl ältnissen in Widerspruch, Wemx auSgcsYrocheri Wird: wzr wollen nun in ukunft die Klassensteuer e_be_n1a[1s kontmgentircn und fe1t1'tellen, wir wollen davon auSgchen, daß die 1te:gcndsn_Cr1rage dxr Steuertzbazu benußt Werden sollen, um unte" den Steuexvfltchtigetz enge Erm_a1;tgung der Steuer eintreten lassen zu ko_nnen? _ Meme .Fr-ren, 1ch_vckrmag_ in diescr Hinsicht nicht ir end- wZe anzuerkenxtcn, daR der Gc1eßesvor1ch1ag uns in eine andere ahn triebe und treiben x_nußte. _

_Nun aber, _meme Herren, 10 lange wie der eine Theil sagt: Die Schaßung 111 viel zu o_ch, der andere Theil sagt: die Schäßung ist viel zu_ niedrig und e_ide_ Theike sagen: wir stimmen darin überein, daß Wir dcn Éteuererlaß mnarhalb gewisser Grenzen halten Wollen, dann kommt man doch eigentlich in der zmtürlichsten Weise zu dem Schlusse: _ nun gut, wir wollen die Erfahrung darüber ent1cheiden lassen, Wie sich der Steuerertrag auf Grundlage einer neuen Skala beraiiY'teÜen_Wtrd, _aber eins Wollen wir von vornherein feststellen: Der Staat 1o[_[ so_vtel _bekouzmcn und dem La_nde soll 1ovicl erlassen werden. Damit 1st eigentlich das ganze System dieser Kontingen- immz festhFelltis [ b 8 ck H f ' s

enn 1 a o g an e, a" an die men, die der onervativen NHMW angehören, völli u_n edenklich der Kontingentirung zustimmen kNlIM- so glaube ich an alle:) Seiten des Hauses den guten Willen ZU „Hen, der m_der K_omMisfion in der wvhlthätigsten Wei1e fich

Ü “Ust hat, daß endlich dem Lande die in Ausficht genommene

teuekkaOrm zu Theil, wxrde. _ U Mexne Herren! Es lst darauf ingewi en Worden, daß sich die kberscbusse m der StagtskaYe allzu chr an äuften und es ist aus- sprochen _worden, daß_dte l_Le erschü e selbst der Zunahme entgegen- JZHM mychtxn. S9 1angumisch smd nun meine Erwartungen doch m t; wir durfen mchx vergeßen, _wenn wir ste_ts fris vor Augen

M- daß das vortge_Ja r emexj Ueberschu von Millionen dbaler sklleert hat _- 1ch sage, jvtr _dü en ni t vergessen, daß wir vas Jahr, m dcm w_1r_*1eßt stehen, mtt ebrauögabcn zum Betrage Yu mehr als 12 Mtlltonext Thaler belastet haben, und das; also die drivartung, _daß x_nm dx: Ueb chüffe cresceuäo gehen würden, doch sicherlich _ eme e_twas ;: sanguinische sein würde, haß _aber d1e_ RYMW' dle Verp ichtnng anexkannt

ZÜ- _mcht blos fur die _ ck_rtedrgung so vieler edürfniffe zu 1orgen,

k? blöhex eatwiZder gar mcht'oder in karglicherer Weist haben bedacht 1) den konnen, 1on_dern daß fix auch die Verpflichtung anerkannt hat, dem" Lande, wetm irgend ck31!!!th Steuererletchterungen zu gewähren,

“fur hat sie schon im vongen ahre ja den Bewäs geliesert. Es hat

Erste Beilage

Dienstag, den 44 März

niTt an der Regierung _gelegen, da die_Ueber1chüffe des Jahres 1872 m tum den St_euererlatz, den wir cbon _nn vorigen Jahre vorgeschlagen h_atten, sich verringxrt hatten, und_ es wrrd axxch heute nicht an der Re- gxeruug [[ eu, da13_ durch ein 1olch upvxrandertes Festhalten an der bishertqen teuerge1cßgebung die Ueber1chusse_f1"_ir das Jahr 1874 fich bohexr Herausstellm_möchten, als wie es zu wun1ch§u sein könnte, Die Regteryng mmnzt uberhaupt in dieser Angelegenheit die Steklung ein, dax; fur fie dt_e_Annahme der Reform den AUSJangspunkt für ihre Weiteren Entschließungen bildet.

_ _ck kann Sie deshalb nur bitxext, ohne Zögxrn möglichst ein- strmm1g Hen vorliegenden Gesetzentwurf tn der Haupnache anzunehmen, auf Detailfragen werde ich später noch zurückkommen.

Nack; dem Abg. vonDonat nahm der Finanz-Minifter nochmals das Wort:

Meine Herr_en! _Auf dieser Seite des Hauses (rechts) ist von allen Rednern, dl? ge1prochen haben, versichert wwrden, üe wcklken scbr gern _dem Stkuerlasse zustimmen; fie trügen dagegen Bedenken auf die Kontingenttrung xinzugebrxi. Nun, meine Hcrren, Wenn man fick) auf de_n Staydpunkx 112111, da!; man die Staatsgewalt möglichst kräftigen will __ 1ch memer1eits stehe auf diessm Standpunkte - würde man bann mcht,_wenn man_ die Dinge aus die Spitze treiben will, dazu kbmmcn konnen, Dar; man sigentlick) nicmals auf irgend em? Stsuer, die man erheben _kaun, verzichéen dürfte? Wurde _man Hann nicbt auch zu dem Re1lzltate gelangen können: auch Wenzt die_Regtcrnng uns eincn Steuerexlaß anbiekct und Wenn fie uns exklart, dix Verhältnisse haben uns in die Lag€_gebracht, das; wir mit Unem_ gewmgxrcn _Stsuerauffommen _dic Geschäfte des Staats bestréi- ten kbyncn, 10 wurde Doch zu Zagcn 1ein: nein, aus Prinzip mußt du dtZe St_cUcr fort erhsbkn? _

“39 Mit wird denn doch, Wennbics kiar und dsutlick) auSgewro- chen Wird, kaum irgend Jemand gehen wollen - wenigstens dann _mcht, wma er bald seinsn Wählern gegenübertritt. Wie ist nun die Steklung der Regierung zur Frage der Kontingsntirung gewesen?

Da babxn wir nun zwei Steuern, die eine nennen wir Klaffer:- ße_uch und_ die audxre klmfifizirte Einkommknsteuer. Bei der klassi- nztrten Etykommcnjteuer haben wir seit Jahren die Erfahrung ge- macht, da",; fie in bexeutcndem Umfange zunimmt; wir haben die Erfahrung gemacht, da!; fie seit einigen Jahren um mehr als 5 Pro- zent dyrch1chnttt1icb zugsnommen hat; die Zunahme im Jabre 1871 hat sick) wgar auf 8,4 Proxent belaufen, die Zunahme _ in d-r Véranlagung fxir Das Jahr 1873 ist noch eine außer- ordentlich viel größsre gewe1cn_, sie be1äuft sich auf msbr als 15 Prozent. Nun, meme .Herren, als wir di *1'ch Stcucr gsgeyüber standen Und die Frage entstand: wwilen wir dic'1e Steyer kontmgcntireu lassen, da hat der Finanz,?)kinistcr schr bart- xmckig gcsagt: nsin, das Wollsn wi: nicht thun, cr bat scbr bartnäckig tm Jutkreßc drr Staatsgswalt darauf bestanden, 1.11"; dic1'e Steuer in don) Verhältnisse stshen bleibt, in dem sie bestanden Hut, und zwar, mcme Hkrren, wesentlich aus dém Grunde: wir gybcn in unserem L_ande emer bcdcntsnden Entwickelung Lntgkgen, wir könnsn sslbst für dj_e ganze Weit nicbt übersehen, wie sich die GéldVLkbäÜUiffk, o'di'r vielmehr ww sich das Geld in_i Verhältnis; zu dem Preis? der Waarsn estalten wirTZ u_nd €s_u_)ürde eine 1ehr bedenkliche Prozedur sein, in dieser 3 eziebung aus ems thmmg eitxzugchi'n. Nun haben wir daneben eine andsre Steuer gehabt, die Klas1en1teuer, von der wir wissen, dat"; fie im Ganzen vw Jahr um ] Proent zugcnkmmen hat, wenn wir auf das [th6 De- zcnnium zurückgcxsn, die Klasseust-Iucr, vonMr wir wiffßn, dax; üs bei der _Vkrgnlaxxtzng vom Jahr? 1873, troßdcm das; im Jahre 1872 un- gewvhnltkh gunstige Vsrhältniße stattfanden, daß im Fabre1872, [vas namsntlich von großer Bcdcukung ist. die Erhökmng von Be- azntextgsbältern und auch bei sehr vislén Schichten Dkk Bevölkerung die Erhöhung Des Einkommkns staxtgefundsn Hat, das"; da die Zu- nabxye doch nur um einen sshr mäßigen Betrag srfolgt ist. Dic1er Klg11€nsteucr gegenüber trat nun die Regierung mit einem Rssoxm - Vorsxhlagx: bcrvwr, und_ es sind bikr auch Von den .Herren au1 dj_c1kr Seite Fecht?) _1olchc Skalen in Vorschlag gs- brach wwrden, daß wir di? 9 esorgnix; hegen würden, statt der 29“ bis 3 Miüivncn, die wir erla11en wollen, würde Es sich um cinen Steuer- erlaß von 4-55 IKillionen_ handéln. Meine Herren! Wsnn wir nach Ihrem Vomchiag-Z 5 Mtilionc'n erfassen Wokltm, dann wiirde die Staatsverwaltung dauexnk mebr besäxweu Werden nach dieser Richtung hm, als duxch _d-cn Vor1chlag. den_1ic gknmcht bat, das ist unbc1trcit- bar, und ich bm der Ansichf, daß die Herren die Cinwendungerx noch einmal genau silb Übcrlegen möchtcn, rie fie gegen den Stsucrvor1chlag erhoben haben, denn diese Einwendungen smd in kc'r That nicbt stich- haltig. Hätte? die Regierung yortrcten können und sagen, _wir haben cm vollständig zuvßrlä1figes Material, _wir köxmen mit Bestimmtheit dafür einstehen, daß, wcnn_dic Skala 19 und 1o gegriffen wird, dann Yird die Aendsrung einen 10 und 10 [1011971 Vlusfall an Skcncr _bxrbsi- ?nbren; meine Hyrrcn, Wenn wir eine svlche Pyfition 116173151 odcr UNI batten Muffen könm'n, dann würden wir wahr1chein1ich dabei be- harrt seis, daß wir_ liebcr dicKontingentirung zu vcrmeidmi, wünfcbten.

Aber, meine „Herren, eine solche Position haften wir nicht und habe'n wir njcht, alle die Bechhnungcn, die aufgestellt find, können xiicmals vollstärxdig zutreffenb 1ein. Es wird die großi'Frage zu lö'cn 'em,_ w§nn _di_c16s STEUCZULH i_u's Leben geführt wird: in 11J€[ cr

e11e die Em chäßungs- ommi1fionen bei der Llrbitrirung des Ein- kommens zu crke geben werden. chn ich Ihnen meine persönliche Ueberzxugung von der Sache darlegen soll, 11“- kann ich nur aussprechen, daß, _101crn_ die Kommissionen vöÜig richtig und korrekt dasjcnige Wgs _tm Smuc des G21eßes als Einkommcn zu behandeln ist, an wirklich zur Steuer veranlagyn, dann ein Ausfakl gegen die arbttrrrte_ Sunxme wohl nicht entstehen wird, denn das wirkliche Ein- kommen m dic1en Schichtkn 'der Bevölkerung ist ein sehr anse[)nlick,cs. Sollte nun dieses Resultat eintrsten oder 101119 einc bcdeutcudc, eine 1:er alle __Erwartunzz hinnuSgehende Ermäßigung eintxcten, dann Wurde es 1:1 der Ge1eßgebun in anunxt unbenommen 1ein, Aende- rmxgexx emtreten zy lassen; ch) will dargus auch kein Hehl machen, 11.11; _dxe Stgatsregtcrung 1chon heute wün1cht, fix hätte Erleichterungen ux diescr Hmficht in noch ausgedehnterem Umfange eintreten [affen kynncn, a_1s ge1ch_c[)en ist,_ Meine Herren, die Klassensteuer ist bei uns eine Ergagzungsteuer und bei der Klassemteucr ist d_er Druck auf die u_nter11en_ chichten der Bevölkerung ein größerer gewesen, als wie b_e1_ einer veränderten günstigeren Fixmnzlage meiner Ansicht n_ach zu billigen wäre, _und Wenn die Zukunft zeigcn sollte, das; bei emer_Ste1_1er nach dte1cr Skala unerwartet große_Erträge eingehen, so wurde 1ch von porn bcrcin dcr Arxsicht scin, daß wir daraus den !!nlaß entnehmen, tn den untern Stasen noch höhere Erleichterungen eintreten zu lassen, als [)?ute der Fall ist.

Indessetx, meine Herren, das ist eine Sorge der Zuku:1ft. Ich habe gegeUWartig nur noch einmal das Wort ergreifen wollen, um m hex That meine Verwunderung darüber auSzudrücken, daß vom YVUYMU Standpunkte aus die hier vorgeschlagetze Kontingcntirung er_ lasse_n1txuer so große Bedenken erregt bZt; mk;- bin überzeugt, daß sie bet naherer Prüfung verschwinden mü11eu.

Auf verschiedene Bemerkungen des Abg. von Gottberg ent- gegnete _der Jmauz-Minister:

Mcme Herren! Es ist am schwierigsten zu ar umxntiren, wenn _der Gegnxr den Saß, den man auSgcfprochen hat_, ? ie1_ trifft; man ist dann mrmerwabrend genöthig], auf lang? Ausnnan er1eTungen ein- zygehcn, was er von den Acußsrungkn, die geznacht wor en waren, richtig aufgefaßt_ at,_was nicbt. Ick glaube, :ck; würde das Haus ermuden, wenn 1 m1ch daraus einlassen woÜte; ich bitte Sie daher

eiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.

1873.

u_u_r, bgben Sie die Freyndlichkeit, den stenographischen Be- richt feige; Zett nachzule1en_, so werden Sie sehen, daß alle Auxubrungen, dre nur der Herr Abgeordnete vou Goktberg m den Mund gslegt [x_at, nicht zukrafen, Ja, meine Hektar, was Zoll man denn z._ B. _dazu 1agen, wenxt der Herr Abgeordncte vou Gott*er_g behauptgt, tch_hatte nunytehr bestätigt, daß die Nachweisun- ij gnnchkig g_€w§1cn waren, die M Bezug auf die Schwierigkeit der

tt_izlehung ausge1tcslt_ worden sind. Stehen denn die in irgknd einem Zu1arz1uienbatxge damrt, wenn heute be1prochen worden ist, in wie Weit es yibgltcb ware, durch Berechmxug im Voraus festzustellen, wie die kunFttge Veranlagung sich herausstellen wird, steht das in irgend siven! ngmmenhange, auch _nur in einem entfernten? ck sage, nein. Und 10 _1tch_t es mit_ den _anderm Amübrungcn ebenfakls, ich will aber Ihre ZM nick): damit auxloalren, fie noch durchzusprechen.

_ Der folgende Geseßentwurf, betreffend die Ausführung des Vorbehalts bezüglich der Graf- fcha112n Wernigerode und Stolberg im §. 181 der ertSUrdnung vom 13.Dezember1872 ist gestern dem Prafidenteu dec."- Hauscs der Abgeordnkten übersandt worden:

_ Wir Wil elm 2a. vkrordncn zur Ausführung dcs Vorbehalts 111 §. 181 der 'rsiSordnung vom 13. Dezember 1872 (Geskß-Sammi. 1872, S. 661) wcgcn Der, im standesberrlichsn Besi der Grafen zu Stolbexg-Wernigerodé, Stolbkrg-ZtÜberg und Stoßsrg-Roßla bof'ind- [ichen Gra_11chasxen Wernigerode und Stolberg, nebst Höringkn'Md Felsbrfa,l?lt Zustimmung beider Häuser “dss Landtags der Monarchie,

.] o g :

§. 1.&Jn dsr Gxamcbnft Wcrnigsrodc. Howie in dkn Grafschaften Stylbcrg-Stolbsrg niit dem vormaltgkn Amte Hsringxn und Skvlbcrg- Roßla mit dem LÜCMJÜJLU Amt? Kelbra, trirkdie Kr€isordnung vom 13. Dezember 1872, unth Fkrtfall des Z. 181 dkrselbsn, mik uach- 1tebenden bksondercn Maßgaben und Aendsrungen in Kraft.

§. 2. (ZU §§. 56-58 der Kreisordnung.) Dic in dati §§. 56, 57, 58 der Krsisvrknung “Dem Ober-Präfidcnten [*Sigelsgfkn Bsfngniffs ur Ernennung dsr Amtsvorstclxr und d::cn Sthvchtcr, 1cwie zur ' e- 1tellxzng kommissarischer ?[mtsvorsteber wersn in den gräflicb Stol- berg1chen _Gsbietsn (§. 1) von DM standcsberrlicbsn Béüßern derselben, dcmGrafsn zu Stolberg-Wernigsrode, beziebsntlicl) “dem Grafkn zu Stolbcxg-Ztolbsrg und Nm Grafsn zu Srvlberg-Roßla nU-chübt.

Dic Ausübnng erfolgt im Cinverstänknissé mit “dem Lbsr-Präfi- denten, vorbkbaltlick) Dor Entscheidung des Ministxrs des Innkrn für M1 Fall dss nicbt ZU srzislönden Einvckrnebmsn§.

§, 3._(Zu §§ 74I78.) Jm Kreise Wsrnigercdc wird dsr Land- ratb von dem Grafsn zu Ztolbcrg-Wemigsrods, als standssbkrrlichem ?_Lfißék dcr Graffxbair Wkrnigcrcds, Ernannt und vom Könige be- 1 ang .

_ Dic K_rcisvsrsammlung ist zu Vorschlägen gemäß 5“. 74 der Kre'is- ordnung [*erugt,

_ §. 4. Hinücbt-Z dcr [“ckqu Stellvcrtrstung “dcs Landraths zu. Wabl-xndcn KrCiS-chmirtcn findxt im Krkisc WOMWZWDS dsr §. 75 dk!) Krsichrdnung mir der Makzgabs Ariwcndung, das; dsr ObEr-Prä- fidenx die Bestätigung der Gcwählfsn nicht obneZnstimmung ch Graxcn zu Stvlbcrg-Wsrnigxrvde zu crtbeilkn hat, im Fall? dcr nicht zu erxiclcnden Verständigung aber dsr Minister des Innern cnrsclzéidsf.

§. 5. Die Landräthe dsr bctrcffcnden Kreise, zu 1119111)?" die im §_. _1 bezeicbnrtmgräflichsn Gsbistc gsbörkn, baben anch innerhalb dxck1cr GebiNc alle diejsnigcn Befilgnissé und Obsiegcnbeiten, wciche nach_ der Krsiékrdxnng und dyn sonst [*Lstehcndén Vorscbkifkcn dcn Königlichen Lankrärbcn in dcr Provinz Sacbsen beiwvlmen.

,L. 6, (Zu §§ 69-72.) Durcb besondérc Usbcreinkommcn mit der Staatsbchörde baben Die Gcaéen (Z. 2) slch verbindlich gkmaÖf, zu den Gesammtkostcn der künftigen Amtsbczirks-Vcrwaltung in ibr'cn 1tandcslxsrrlich€n Gebicten gcwisse _ nacb Betrag und sonstigen Mo- dalixätén in dsn botrsffenden Abkommen näbsr bestimmte * Präzivual- Bkiträge zu [:istcn. Di.?1'c Bciträgc find vvn der Kreisversamnilung dcs bsireffcndcn Kreises auf bis einzelnen daran Theil 1161)mcndkn Amtsbszirkc zu vkrtbkilcn.

(Zu §§. 74-76.) Zn kam mit dcm Grafen zu ZtoLbNg-Wer- nigeroke gkscblosscncn Ucbereinkcmmen ist JnglsiCk) die Bostrsituug dsr Kosten dsr landrätbkichn Vcrwalkung zwi1chen dem Staats und dem Grafen bcsondsrs JOerlk.

8. '. (Zu Z. 97 Nr. 5). Das Recht dcr Betbciligung "durch

Stellvcrtretcr an kor Wabl der von den Wab1v6rbänb€n dsr größeren Grunkbxüxzsr zu wäblcndcn Kreisrags-Abgcordneten steht in derselben Weiie, wis dsn ')]?itglie'dcrn regierkndcr Häufsr, dan Grafen (F. 2) in 181118169611 Kreisen zu, wxlchkn ibre standsÖhcrrlichm Gebiete (§. 1) angeböran. _ _ §, 8. (Zu §. 199). AW: 1"!er dichkkimmungen dicses (356191365 binausgsbxndsn polizeilicbcn und sonstigen Vcrwalmngs-Gcrcckxtsame, WOW? Den Grafen zu Ztclberg-ernigsrodc, bczicbentlick) dsn Grafen zu Stolberg-Stolbcrg und Swlborg-Ros'la, und de'rön Behörden inner- bakb dcr ini F. 1 bxzeZ-„WxKn standesxrrlikbcn Gebiete seit,:r zuge- standen babs", Wc:*?-:n, (.*Mif 7-18 mit da",: Bestimmungan Der Krcis- ordnung VOM 13. Dcz-«nbxc 1872 nichl vcrträgliéy iind, aufgcbvbcw

Gcgkbsn :c-

- Die Kommisfion des Hauses der Abgeordneten hat den von den Abgeordneten Elsner von Gronow und Rickert beantragten Entwurf eines Gesetzes, betreferd die Aufhebung der Mahk- und Schlachtsteuer in folgender Fassung cm- genommen:

Wix Wilhxxm, von Gottes _.Gnaden König von Preußen xc. verordnen init thimmung bctder „Hamer des Landtag:?- für dcn Um- fang der Monarchie; was 1olgt: _ _

§„ 1. In allen mabl- und _1chlachnteuerpftirbtigcn Städten wird von dem 1. Jangax 1874 (m_ die_Mahl- und Sch1achtstener aufge- hoben und die Kla1enst€11er ctngcfuhxt. _

§. 2. Die S lacht1tcuer kann 111 bikbcr mabl- und1ch_lachtsteuer- pflichtigen Städten vom_ 1. Januar 1874 _ab als Gemeindesteuer fort- erhoben Werden, wsnn ixus Lage des stadti1chen Haushalts es erfordert und die örtlichen Verhaltnisse dazu gekigygt b.1unde_n werden. Die desfaafigen Gemeindebxschlüsz? die zyt Ausmhrupg der1€lben zu erlassen- den örtlichen Schlacht1teurr- egulatwe, und die zxnxt Zwecke der Er- hebung und VerwaYung der__S_chlacht1teuer duxch 1tadn1che Behörden und Beamte zu treffenden Ctnrtchtngen unterlregcn der Genehmigung der Minister des Jnnexn m_1_d der Finanzkri,

Die Gemejnde-Beuhlüne bedurfetx vor) ?_zu 3 Jahren der Er-

neuerung dergxktalt. daß gegen deri ubereirijimmenden Beschluß der städtischen Vertretung und des VIZagtstrats (m _der Rbcinvroviuz des Bürgermeisters) eine_Fortcrhebugg der Sch1acht1teuer unzulässig ist. , Umfaßt der bei der betre enden Stadt bestehende Mahl- und Schlachtsteucr-Beztrk andere Orb (haften, odcr Theile von andern Ort- schaften, und wxxd_ deren Ausschltexzmg durcb anderweite Regelung des Sch1achtsteuec-Bethkcs__nxcbt zulq fig befunden, so ist so1chxn Ort* chasten_nach _Ver altnt13 thresBeUirages zu dem Erkrage der Schlacht- teuer em xnt1prechend2r_ Anthctl des [extercn zu gewähren, dessen Höhe durch Vereinbarung bestimmt, andern al_1s abcr von den gedachten Ministern vorbehaltlrxh dxs RcchtNyeng fe tgestellt wird.

_ Dem Landtage nt m_ der nach1_tcn «effion ein Verzeichnis; der- jenigen Stadt: vorquegeu, in denen dre Schlachtsteuer als Gemeinde- 1teue_r foxterhoben wax). Nach dem Ablaufe von je 3 Jahren sol! das Bedyrfmß des Fortbestandes de_r Gemeiudc-Schlachtstmer aufs Neue gepruft werden. Ueber das Re1ultat der jedeSmaligen Prüfung und