1873 / 58 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Thu, 06 Mar 1873 18:00:01 GMT) scan diff

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Abends waren der König und die Königin-Mutber mit dem Prinzen Otto im oftheater. Erst nach der Vorstellu nach 10 Uhr Nachts, ke e Prinz Otto, deffeu Gesundheitsver " 'ffe fich sonach in erfreulicher Weise gebeffert haben, nach Nymphen- burg zurück.

_ 4. März. Die neue Dienft-Instruktion für den Feld-Jntendanten eines Armee-Corps hat die Genehmigung des Königs erhalten.

_ In der geßrigen SiYung des hiefigen Hülfskomites für die durch die Sturmeut beschädian Bewohner der deut- schen Oßseeküften konnte konstatirt werden, daß die Sammlung bisher den Betrag von 52,067 Gulden eben habe, wovon bereits 45,500 Gulden an das Cexüral-Kbnnte in Berlin abge- sandt wurden. Die Sammlun soll mit Ende d. M. geschlossen und dann die öffentliche Schlu abrechnung abgelegt werden.

_ An Stelle des in den Reickzsdienft übergetretenen Ober- Inspektors und Vorstands des kommerziellen Bureaus bei der Königlichen General-Direktion der VerkehrSanftalten, Betrieböab- Theilung, G. Mathaus ist der Ober-Inspekwr beim Oberpoft- und Bahnamte Würzburg K. Mayer einberufen worden.

Sachsen. Dresden, 5. März. Die Zweite Kammer seßte in ihrer heutigen Sißung, unter deren Registranden-Ein- gängen sick) ein Königliches Dekret befand, welches deri Schluß der Kammerfißungen nunmehr auf den 8., die feierliche Ver- abschiedung der Stände auf den 10. d. M. festseßt,_die Steuer- reform-Debatte fort. Vom Vize-Prästdenten Streit wurde der Antra eingebracht: __

die egierung zu ersuchen, dem nächsten Landtage neben dem MY

eine prinzipieüe Steuerreform zu richten_den GNeßentwurfe an

eine Novelle zu dem GeWei-be- und Perwnalfteuergeseße zu dem

Zwecke vorzulegen, für die Zeit bis zum Inkrafttreten der prinz

ziviellen Reform jene Geseße, obne Aufgabe ihrer Wesentxichsten

Grundsätze, in denjenigen Richtungen, in welchen Mängel be]onders

fühlbar gcmorden, zu verbeffem; ferner für den Fall, _daß d1_1rch

eine solche Verbefferun der Gewerbe- und Per onalsteucrgqeß- gebung eine wesentliche . ebreinnabme an Gewerbe-_ und Per1on_a[- steuer erzielt Werden wille, der nächsten Ständeberßmuzlung eme

Weitere Vorlage zu Herab1eßung der Grundsteuer fur die gedachte

Zeit zu machen. _ .

In der langen Debatte wurde die Frage erqrtert, "obdte einen oder die andern dieser Vorschläge geeigneter seien, moglichß bald zur reinen Einkommensteuer, die von der Mehrzahl der Redner als das zu erstrebende Endziel anerkannt wurde, zu führen, und ob die eine oder die andere vorthoilbafter für den Grundbefiß seien. Ein Antrag auf Schluß der Debatte wurde angenommen, als die Rednerlifte noch 9 Namen aufwies. Nachdem die drei fick) gegenüberstehenden Systeme _ reine Einkommen- und Klaffensteuer; Einkommen- und Klaffensteuer mit Beibehaktunq eines Theiles der Grund- |euer; Verbindung von Ertrags- und Einkommensteuer _ von den Referenten Dr. Renßsclz, [)r. Gensel und Günther nochmals vertheidigt und kritistrt worden waren, sprach sick) der Finanz- Minister Freiherr von Friesen noch kurz über die Stellung der Regierung zu diesen verschiedenen Vorschlägen aus. „In den

auptprinzipien müffe zwischen den Kammern Uebereinstimmung

errschen, wenn die Regierung darauf hin einen Geseßvorschlag bringen solle; man könne der Regierung nicht zumuthen, emen Entwurf vorzukegen, wenn fie nicht wenigstens wiffe, daß er in den Grundzügen auf beifäUige Aufnahme in den Kammern zu rechnen babe. Unier diesem GefichtSpunkte scheine_ihm dec Mino- ritäth-vorschlag, den auch er nur als Kompromiß auffaffe, den Vorzug zu verdienen. Er biüe, einen Beschluß zu fassen, der es der Regierung möglich mache, schon bei dem nachsten Landtage mit einer Vorlage zu kommen, und er glaube, der Minoritätsvorichlag führe dazu. Werde dagegen der Vorschlag der Majorität angenommen, so stehe demselben nicht 1110?» eine große Minorität in dieser Kammer, sondern auch die Erste Kammer gegeniiber, und die' Regierung wiirde dann schWerlich in der Lage sein, auf Grund dieses Beschlusses schon dem nächsten Landtage eine Vorlage zu machen; fie werde alSdann warten müssen, bis fick) die Anfichten im Lande mehr geklärt hätten, oder es darauf ankommen zu lassen haben, daß ein Entwmf aus der Initiative der Kammer hervorgehe. Fiir die Annahme des Streitichen Antrags verWandte sich der Minister. Bei der Abstimmung wurde zu- nächst der auf Einfiihrung der reinen Klassen- und Einkommensteuer gerichtete Vo1ffchlag der Abgeordneten 1)r. Renßick) und Philipp gegen 13 Siimmen abgelehnt, jodann aber der MajoritätSvorschlag mit 43 gegen 30 Stimmen an- genommen, Wodurch die Minoritätsanträge erledigt find. Der angenomme Antrag lautet in der Hauptiacbe:

„An Stelle der bisherigen Gewerbe- und Personalsteuer, sowie zum Ersaß eines Tbeiles der bisherigen Grundsteuer ist eine aÜge- meine Klassen- und Einkommensteuer einzufübren.

Zur Auéglcicbung des beizubebaitenden Theiles der Grundsteuer in fich ist eine neue Abfcbäßung der Gebäude und Lie enfchafien vorYunebmen ..... Zuschläge zur Grundsteuer sollen ni t erhoben wer en.

_Auf Grund der über die Ergebnisse der Klaffen- und Einkom- 1_nen1i_euer zu iammelnden Erfahrungen ist dann anderweik Ent- ]cbließixng darüber zu fassen, ob und unter welchen Modalitäten die Grundsteuer voklends zu beseitigen, oder ob fie den Bezirken für ihre_n Bedgrf zy_Straßen-, Brücken-, Uferanlagen und dergleichen zu uberweiyen 121.“

Die einzelnen Vorschläge der Majorität über die „Klassen- und Einkommensteuer, die von der gesammten Deputation ge- ftelLten Anträge bezüglich der Organisation der Abschäßungs- behörden und einige andere Anfrage der Gesammt-Deputation wurden ohne Debatte nach einander angenommen. Auch der Streitsthe Antrag fand die Zustimmung der Kammer. Die übrigen Gegenftände wurden von der Tagesordnung abgeseßt.

Leipzig, 5. März. Der erzo-g Ernst zu Sachsen- Al_tenburg traf gestern Nachuuttag 4 Uhr 20 Minuten in Be- glettung bes Adjutanten Grafen v. Egloffstein auf der Königlich Sachs1schen Staatsbahn von Altenburg hier ein und ift um 6 Uhr an ,der Anhalter Ba n nach Dessau Weitergereift

urttemberg. tuttgart, 4. März. Das heute auSgegebene Bulletin “über das Befinden der Königin- Mutter lautet: ,

, „Ja der verflossenen Nacht trat in der ersten und zweiteWälfte, mitten unter leichter) Phantasien, ein je zwei Stunden dane er er- qurckender Schlaf em. Morgen befriedigend; Kräfte ordentlich.

_ ])1'. Gärtner.

_ 5. Marz. (W. T. B.) Nach dem heute über den Krg11kheiLSzuftand der Königin-Mutter ausgegebenen Bul- letm war die Nacht in Folge anhaltender Athmungsbeschwerden sehr unruhig verlaufen.

, _ (W. 532 B.) Der Ober-Regierungs-Rath Gaertner ist unter Verleihung des Titels „Kabmets-Rath“ definitiv zum Vorstands des Königlichen Kabinets ernannt worden.

Baden. Karlsruhe, 5. MäY. (W. T. B.) Der Erbgroßherzog ist am akuten Gelen eumatismus erkrankt. Innere Organe stud nicht in Mitleidenschaft gezogen.

,

_ Der Ausschuß des badischen Städtetags hielt inn“

2. d. M.,hiers' Mika . In Abwesenheit des ' m Ober-Burgecmesxkeeq , w? er Zum. definitiven PräMm auserfehen war, ubemahm der ber - Bürgermeister Moll von' Mannheim, von wo die Anregung zum Städtetag aUSgegangen, einstweilen den Vorfiß. Vertreten waren die Städte Baden, Bruchsax, Durlach, Freiburg, Heidelberg, KarlSruhe, Konftanz, Lahr, Lorraxh, Mannheim, Offenburg, Pforzheim Und Raßatt. Es wurde em von Mannheim vorgeschlagenes Statut in folgen- der modifizrrter Fa ung angenommen:

_ §. ,1. Der badi che„Städtetag_wird zum Zweck der Verständigung uber die für- das stadtt1che Gemeindeleben 'nothwendigeu und wün- schenßwerthew' Rcformxn berufen. * *

. §. 2. *- „Zur Thxiknahme an der_t Verhandlungen des badiéchen Stadletag " find_ die von den Geuxemderäthen der einzelnen tbei nel)- menden Stadte 1ewe11s aus der Emwvhnerschaft ernannten Abgeord- neten§beZechYb S' ck _

. .. ." er tädtetag wird dar den Ausschuß desselben mittel't schr_1ftltcher Einladuxtg an die Gemeinderäthe der theilnebmende'n Stadte berufen. Die Einladungetx sollen rechtzeitig erfolgen und die B? eilcbnung der TageSordmmg, sowredie vorzuschlagenden Resolutionen en a en.

_ 5. 4. De: Ausschuß wird _gebildet aus den Delegirien der Ge- meixderatbe yon Baden, Bruchml, Karlörube, Konstanz, Durchlach, Freiburg Heidelberg, Lahr, Lörrach-„Mannbeim,_ Offenburg, “P":orzhiim und Raétatt; Die Zahl der Delegaten isx aus zwei“ beschränkt. Der Ausschxixz wahlt einer) Vorfißenden und eme engere ge1chäftsführende Kommqs'xou. Mitglied der_ letzteren in der Bürgermeister derjenigen Stgdt, 111 welcher der Stadtebag eiagt hat und der Bürgermeister derxemgen, welcbe als der künftige agungöort bezeichnet wird.

§. 5. Der Ausschuß begrbeitet die dem Stadtckag zu machenden Voriagetx und ernexnxt zu dte1em Behufe die Berichterstatter. Er for- xnulirt„_dte zur Abjximmung zu bringenden Rewlutionen. Der Aus- )chu Ut nur “verp schrei, solche Anfrage und Abänderungs-Vorscbläge m etracbt zu ne men, Welche die Unterstüßupg von mindestens einer Wderen Stadt „gefunden haben und mindejxens 14 Tage vor der SLZUUJ des Stadtetggs bei dem Ausschusfe eingereicbt Werden.

§. 6. Der Stadtetag ernennt seinen Vorfißenden. Ein Stel!- vertreter desselben, sowie das Bureau wird auf den Vorschlag des ersteren ernauni.

§. 7. Kein Redycr darf mehr als Weitnai über denselben Gegen- stazid und keiner mat AuSnahme des ericbxrstaiters länger als 15 Mumien 1prechen.

§, 8._ Abänderungsvorsclxläge, die in der Sißung selbst gestellt werden, konnen nur mit'Zustimmung der Versammlung und nur dann Zur Beranthung und Abstimmung gelangen, Wenn solche von mindestens ecbs Stadien unterstußt Werden. Sie find jedenfaÜs in schriftlicher Fassung vorzulegen. _ _

_§. 9. Die Abstimmung ersolgi n_ach Städten mit „Ja“ oder „Nein“. Mehrere Vertreter einer Stadt haben den Stimmfübrer zu bezetxbnen. Smd dteselben nichi_einig, so ilt die Stimme der Ma- ]orikcxt, es haben ]edo die di entirenden ertreter das Recht, ihre abweichende Ansicht zu_ rotoko zu erklären.

§. 10. Der Stadtetag bezeichnet den Ort feines künftigen Zu- sammentrtttö.“

Heffen. Darmstadt„5. März. Der Präsident des Großhexzoglnben Gesammt-Mxmfteriums hat, auf die Inter- pellaxion des Abg. Stüber, die Stellung der Groß- herzoglichen Regierung zu der von den Reichstagsabgeordneten Lasker utzd Genossen beantragten Aenderung des Art. 4 Pos. 13 der Reichwexfaffung, sowie der Stand der Verhandlungen über die deutsche GextchtSorganisation betreffend, nachstehendes S Chr 13 i- b e 11 an den Präsidenten der Zweiten Kammer der Stände gerichtet:

_ Cw_. .Hochwo [geboren beebre ich mich in Bezug auf die mir mit gefalltgem S reiben 139111 20. v. M. zur geschäftßordnungsmäßi- gen_Beant_wortung nntgetbeilte Jnixrpellation des Herrn Abgeo dneten Stilber, die Stellung der Großherzoglichen Regierung zu der von dem Retchstagsabgeo_rdncten Lasker und Genos)en beantragten Aenderung des Art. 4, Po?. 1,3 der Retchöbexfassuug, owie den Stand der Ver- handlupgen ubex die deutsche Gcrxxbtsorganisation betreffend, ergebenst )u erWrdexn, daß die; Großherzogliche Regierung bereit ist, zur .Her- teilung eines gemeimamen deutschen bürgerlichen Rechts unter Scho- nung, erbalienSwerther eigenartiger Rechtshildüngen mitzuwirken und zu diesem Zweeke den Großherzoglichen Bevollmäibttgten zum Bundes- rail) mstrmrt bat, wenn der vorliegende Gegenstand im Bundeskathe Wieder 'zur Verhandluxig korximt, einer Abänderung des Art. 4, Pos. 13 der Reichsyerfasung im S1x1ne des „in der letzten Reichstagsseffion auf den Lasker1chen Antrag, gefaßten Be1chlusses zuzustimmen. *

Was den 2. Theik der Interpellation, nämlich die Frage nacb dem Stande der_ Verbandlungen über die Gerichtéorganisanon betri t, so baben uber d1e1cn Gegenstand bis jetzt, 1oviel der Großberzogii en Regierqu bekannt, _nur vertrauliche Vorberatbungen zwischen Ver- tretern einzelner deyi1cher Regierungen stakkgefunden. Ueber den In- balt uxzd das etwaige Ergeantzz'dieser Vorberathungen ist der Gro"- lxrzygltchen Regierung „eine iitthetlung nicbt zugegangen. Eben Fo Wemg [iet der1elben _bis' 1eßt der Eanrf eines Geseßes über die deutsche crtÖtSOrgqnimnon vor. Unfer diesen Umständen bin ich nicht in der Lage, die von dem Herrn Jnterpellanten gewünschte nahere Ausknnft uber den Stand derxdie Gerichtsorganisation betref- fenden Verhandlungen ertbeilen zu köimen.

Dcxmstgdi, den 27. Februar 1873.

Der Prasident des GroßerZgbckyen Gefammt-Ministeriums. 0 mann.

_ In der G„roß_herz9g_ltchezi Münze find, wie die ,Darnzß. Ztg.“ Mittheilt, [119 1th im Ganzen 265,484 Zehn- markftucke ;: 2,654,840 Mark : 1,548,656 sl. 40 kr. geprägt worden. Hiervon wurden pro 1872, nämlich in den beiden Wo- chen vom 8. bis 14. Dezember und vom 29. Dezember bis 4. Januar 29,800 Stück, ferner im Jahre 1873 und zwar in den Wochen vom 5. Januar bis 1. März 235,684 Stück : 2,356,840 Mark :: 1,374,823,fl. 40 kr. geprägt. _ Die im Jahre _1872 m_ der Großherzoglichen Münze geprägten Zwanzig- markstucke bel1efen sich auf 183,352 Stück : 3,667,040 Mark _: 2139,106 sl. 40 kr. u_nd find hiernach an Reictholdmünzen uberbaupt bis zum 1. Marz d. I. nn Ganzen 6,321,880 Mark ": 3,687,763 fl. 20 kr. daselbß eprägt“ worden.

_ (W. T. B.) _ In der eutigen Sihung der Ersten Kammer_ wiirde bet der Berathung über die Vorlage wegen der lczndftandrschen Geschaft9ordnung der Artikel 19, wo- nach den em elnen Mitgliedern _des Landtages das Recht der geseßé geberis „en Imative emgeraumt werden soll, gegen die Stimmen dßs FZZLzen Ludwrg und des fruheren Ministers von Dalwigk (1 ge e .

Saehsex-Weizuar-Giseuach. Weimar, 4. März. In der heutigen Sitzung des Landtages beanttvortete der Geheime StaatSrgtk) Dr. von Groß eine Interpellation des Ab? Barthe1„dahxn, daß die sächsische Regierung fortan 3750 Th r. Pacht fur dre Lottene zahlen werde und der Vertrag auf 10 Jahre erneut werde.

u-Oefterreich-Un ara. Wien, 4. März. Der Ver- mahlungstag der Erz erzogin Gisela wird, wie der „N. f. Presse“ gemeldet wird, mit Rückficht auf die am 1. Mai zu er- offnenbe WeltauYstellung um vier Tage früher stattfinden, als ursprunglich beäimmt war. In Folge dieser Anordnung werden

mich die_aus diesem Aulaffe in Aussicht genommenen Feßlickxé keiten ent1prechend früher stattfinden, so das von der Gemeinde

„Wien" veranstaltete Fest im Mufikvereinssaale am 17. A ' Diesem fol „_ am'18. bas 111651113 paré im Hofoperntheajer,ptb?i wchcher Ge ' eit der „Sommernachtstraum“ zur Aufführung kouimt. Am 1 . findet das große Ho konzert in dem neu her- gerichteten Redoutensaal und am . die Trauung statt. Montag den 21. Aprik verläßt das neuvermählte Paar Wien, um fich nach Neapel zu begeben.

_ Im Abgeordnetenhause brachte der Minißer des Innern e_men Hefe entwurf ein, womit einige Bestimmungen des Geseßes uber die Eigrichtung der politischen Verwaktungsbehbrden abgeaxiderx und erganzt werden. Der Tyroler Abgeordnete Ber- tczgnoli le1stete_ die Angelobung. Das Haus genehmigte sodann die Gesehentwurfe betreffs der Regelung der Beamtengehalte in dritter Lesung. -

_ _ Der heute vertheilte Bericht Herbßs über '. die Wahl- rxesorm verweist auf die leßte Thronrede, auf zahlreiche Peti- tionen zu Gunsten der Loslösung des Reichsrathes von den Latzdtagen, ferner auf die Adressen der beiden äuser des Reichsraths, welche die Nothwendigkeit der direkten Wahlen beZorxten und „fährt fort, daß eine ernste Wider- 1egunT derjenigen Yarteien, welche ihr offen erklärtes Ziel in der . volbgen Beseitigung des bestehenden VerfaffungSrechtes erblicken, vom „Standpunkte des Verfassungsrecbtes nicht möglich sex. Der Berichterstatter beleuchtet die Widersprüche dieser Par- teien, mele'he „nur erklärlicb find durch die Gefahr, Welche aus der" selbstandtgen Stellung des Abgeordnetenhauses für ihre Plane erWachien muß. Auch die Opposition derjenigen Partei kranxe an einem inneren Widersprmbe, Welche den Reichsrath, 311 einer Aenderung der Staatsgrundgeieize, einschließlich der Be- stimmungen Über die Art der Wahlen in den Reichsratk) für kompetent hält, wenn die Aenderung ihrem Wunsche entspricht, aber gergdezu perhorreszirt, daß die Zustimmung der Landtage zur Bedingung der Wirksamkeit des betreffenden Reichsgeseßes gemachi Herde. 'DerBerichteU'tatter erläutert dann ausfiihrlich das eiyschlagige Retchsratszvablrecht, widerlegte den Vorwmf einer leichtfertigen Neuerungswcbt mit 'HiUWeis auf die vielen Krisen und Erschutterungen und beleuchtete schließlich einzelne Punkte des Ausschußelaborates.

_ 5. Marz. (W.T.B.) Der Klub der verfassungs- treuen Abgeordneten hat sich bei Anwesenheit von 89 Mit- gliedern einhellig dahin geeinigt, die Beschlüsse des Verfassungs- czusscbuffes bezüglich der Wahlreformvorlage bei der morgen 1xtattfindenden Verhandlung im Abgeordnetenhause ohne jede De- batte anzune men.

Laiba , 28. Februar. Ter hiesige Fürstbischof hat dem Klerus die Annahme seiner Restgnation durch den Papst mittelst Schreibens bekannt gegeben.

" „Pesth, 4. März. Der Ankunft des Hofes von Wien in Godollq Wird, am 10. d. M. entgegengesehen und vermuthet man, die Ma1estäten werden bis gegen Mitte Aprik hier ver- weilen, und dann nach Wien überfiedeln.

. _ Das Amtsblatt verbffentkicht die Ernennung dec; bis- herigen Vize-Präfidenten des Baurathes, Grafen Géza Sza- pary, zum Gouverneur von Fiume und die Enthebung dee"- G_rafen Rudolf Zieht) vom Posten eines Obergespans der Frei- stadte Kascbau, Eperies, Bartseld und Kl. Zeben. -

_ Im Abgeordnetenhause interpellirte heut Parthen Kozma den Kultus-Minifter in Angelegenheit der Unterstützung des Kronstädter rumänischen Gymnasiums. Referent Szell legte den Bericht des Finanz:?[ux'zsthuffes über die Abänderung der Bauverträge der Gbmbrer Industriebahneu vor. Der Bericht wird Donneistag verhandelt werden.

„_ 5. März. (W. T. B.) Das Abgeordnetenhaus 1101 m seiner heutigen Sißung das Budget dec."- Justiz-Ministe- riums den Anträgen des Ausschusses gemäß angenommen und die“ Berathung des Budgets des Honved-Ministeriums begonnen.

Großbritannien und Irland. London, 4. März. Die Königin hielt gestern auf Windsor einen geheimen Staatsrath ab, bei welchem der Herzog von Argyll (Minister für Indien), der Eark ven Kimberley (Minister für die Kolo- nien) und ViEcount Hakifax (Geheimfiegelbewahrer) zugegen waren. Während des Conseils wurde Sir John Barnard Byles (Richter des “Common Pleas Gerichtshofes) als Mitglied des geheimen Rakhes vereidigt. ' -

_ ImSt. Iaiüéö Palast fand gestern das erste Lever in dieser Saison statt, das vom Prinzen von Wales in Vertrejung der Königin abgehalten Wurde und sehr zahlreiche Betheiligung hatte. Der Prinz von Wales erschien umgeben von dem Herzog von Edinburgh, dem Herzog von Cambridge, dem Prin en Christian von SshkeSwig-Holstein, dem Herzog von Teck und em Prinzen Eduard von Sachsen-Weimar, und ließ fich ungefähr 150 Pe11'one1ivorftellen. Im diplomatischen Circle stellte der türkische Geschäftsträger den ottomanisthen Contre- Admiral Fedigro Pascha, der in einer Mission des Khedive von Aegypten in London weilt, vor.

_ Graf Bernstorff hat dem neuesten Bulletin zufolge wieder eine gute Nacht verbracht, und seine Kräfte nehmen zu. Während des gestrigen Tages ließen fick) die Königin, der Prinz und die Prinzessin von Wales, sowie die übrigen Mitglieder der Föniglichen Familie nach dem Befinden des Botschafters erkun- igen.

„Frankreiäx Paris, 4. Marz. Das heutige „Journal officiel“ veröffentlicht folgendes.?- Geseß:

Arx. 1; Die Wahl der Abgeordneten für die Nationalverfamm- lung w1*d m Zukuxift durch dte Anordnungen der Alinea] und 2 des Artikel 44 des Geyeßes vom 4. Mai 1855 über die Munizipalräthe geregelt_ werden, welche laixten:

" Niemand'wird nn eriteti W,)blgange erwählt, Wenn er nicht für nch bai: 1) die abjolute Mg oxttat der abgegebenen Stimmen, 2) eine dem vierten Theil der emge1 riebenetz Wähler gleiche Anzabl.

Jm zweixen Wahl ange findet die Wahl mit relativer Majorität statt, obne Ruckstchl (111 die Zahl der Stimmenden.

Art. 2. Der zweite Wahlgang wird auch in Zukunft am zweiten So_nntage nacb demjenigen Tage, an Welchem. die Kundmachung des Re1yitats dez ersten Wahlgaugs erfolgt, gemä den Anordnungen des Artikel 65 des __(Heseßes vom 15. März 1849, ?tattfinden.

_ 5. Marz. (W. T. B.) Die Nachricht des „Paris Jour; nal“, daß der Herzbg von Chartres und der Marquis von Gallifet im außerften Süden von Algier einer

«Kolonne von 400 Mann abgeschnitten und eingeschlossen wor-

den seien, .wird für unbegründet erklärt. Die Expedition soll vielmehr einer) guten Erfolg gehabt haben" und der Herzog von Chartres bereits am 26. Februar nach Biskra zurückgekth fein.

, _ Der Präsident wurde in der lebten Nacht von einem leichten Unwohlsein befallen, daß ihn jedoch nicht hinderte in eniem hegte „abgehdltenen Ministerrathe den Vorfiß zu führen. . Die Unpaßltchkeit ist heute Abend völlig geschwunden.

' Versailles,_ 5. März. (W. T. B.) In der heutigen Sißung der Nationalversammlung wurde ein Amende- ment, wonach der Zbatus quo aufrechterhalten werden soll, mit

' natürlich darauf an, genaue und zuverlä1fige Nachrichten über die

455 gegen 89 Stimmen abgelehnt. Hierauf wurde der erste, Artikel des von der Dreißiger-Kouunisüon vorgelegten Gesehenz- murfs, welcher die Regelung der Be,ieöungen zwi'chen dexn Pra-

enten der Republik und der Natonalversamurkung zum Ge- genßande hat, mit 389 gegen 232 Stimmen angenommen, die zwei erften Paragraphen des zweiten Artikel?- wurden gleichfakls genehméxgt. Morgen soll die Berathung über den Geseßentwurf fortgeseßt werden.

Spanien. Madrid, 5. März. (W. T. B.) In einer Versammlung von 236 radikalen Deputirten wurde der einstimmige Beschlußgefaßt, gegen den Gejeizenhvnrf des MinisteriUMS, *Tvonach die Sißungen der Nationalveqammlung bis zum Zuiammentreten der neuen konstituirenden Versamm- lung suspendirt werden sollen, Widerspruch zu erheben. Auch die Kommission zur Vorberatbung des Entwurfs, Welche heute von den Bureaux gewählt werden soll, wird wahrscheiiilick) aus Gegnern des Vorschlages bestehen. Man befürchtet Überdies den Ausbruch von Unruhen in Madrid, da Seiten?) der exal- firten Republikaner die Auflösung der Nationaloeriammlung verlangt wird. * -

_ Wie man versichert, macht die Regierung die Suspen- sion der Sitzungen der Nationalversammlung bis zum Zujammentreten der neuen konstituirenden Veiiammlung zu einer“ Kabinetsfrage.

_ Die aus Barcelona in Maiff'eikle eingetroffenen Zei- tungen vom 4. d. enthalten die Meldung, daß die Eisenbahn- verbindung mit Frankreich wiederhergestellt und de_r Verkehr dahin völlig ungehemmt ist. Am 6. soll auch der_Diemt zwischen Barcelona und Saragossa wieder beginnen, so daß dann nach allen Seiten hin die Verbindung mit der Hauptftadt von Katalonien wieder offen ist.

alien. Rom, 2. März. Die „Korr. Stef.“ kann auf das Bestimmteste Versichern, daß die Reise des Ministex- Präfi- denten Lanza nack) Floreiiz und Neapel mit Ministeckrisen und Modifikationen ganz und gar nichts zu thun hatte. Das gegenwärtige Kabinet erwarte in seiner jetzigen Zusamrxien- setzung den AUZJang dcr parlamentariWen Verhandlungen uber den von ihm vorgelegten Entwurf zur Unterdrückung der reli- giösen Körperschaften." "

_ k"er französische Unterhändler fur den neuen Handels- vertrag, Ozenne, batte heute seine erste Unterredung mit dem Minister Castagnola. '

_ Der spanische Geschäftsträger beim Vatican, erenes, Hat gestern seinen Posten verlaffen, ohne seinen Nachfolgex zu erwarten. Derselbe hat fich nach Florenz begeben, wv er 1emen bleibenden Aufenthalt zu nehmen edenkt.

_ 5. März. (W. T. B.) ie Kaiserin von Ruß- land wird am 18. März in Florenz ertvartet. _ Der Papst hat heute den Herzog Ludwig in Bayern mit sei- ner Familie empfangen. _ Nach der „Liberta“_ entbebxt die Behauptung französischer Blätter, daß die franzöfi1che Regierung Ozeane zurückberufen und beschlossen habe, die Verhandlunzjzen Wegen des Handelsvertrageé) zu iuZpendir-n, jeder Begrun- dung; Ozeane habe bereits Konferenzen mit eimgen Ministern gehabt.

Griechenland. Athen, 22. Februar. Die DeputiÜen- wahlen find beendigt und im allgemeinen zu Gunsten des Mi- Uisteriums ausgefaüen. Die Gegner des Herrn Deligiorgi-Z, die Herren Kumunduros, Delyannis, Trikupis, Nikolopulos wurden nicht gewählt; in der Provinz Kalavryta erkangte die Opposition den Sieg, Herr ZaimiH wurde mit großer Stimmenmehrheit er- wählt, gegen seinen politischen Gegner, Petmezas, den gegen- wärtigen Marine-Minister. Desbalb hat auch sogleich der Ma- xine-Minifter seine Entlassung eingereicht, die aber nicht ange- :“ommen wurde, da Herr Deligiorgis darauf besteht, seinen Kollegen im Ministerrathe zu behalken. Es scheint, das Mi- uisterium werde auch in der Kamuier die Stimmenmehrheit haben; dies wird aber erst nach Einberufung der Kammer bekannt

werden.

Türkei. Der Sultan bat, [ank Meldung aus London vom 4. März, die Ruinen der christlichen Kirche in Abugosl) unweik Jaffa der französischen Regierung zum Geschenk gemacht.

Schweden und NorWegen. Stockholm, 3. März. “Dcr Verstorbene Herzog Nikolaus AugUst von Dalarne War der jüngere Bruder König Oskars 11. und der jüngste Sohn König Oskars ]. von Schweden und NorWegen. Er war den 24. August 1831 geboren und seit dem 16. April1864 mit der Herzogin Therese zu SachsemAltenburg in kinderlojer Ehe vermählt.

_ In der Zweiken Kammer des schwedischen Reichstages fand am 26. d. M. eine lebhastte und lange Debatte statt." Im Finanzgeseße waren 20,000 Rdl. zu einem Geseßkonwir, in welchem die neuen Geseßvorschläge auSgearbeitet werden sollten, verlangt. Der Finanzausschuß haüe die Be- willigung dieser Summe befürwortet, jedoxk) nur für das Jahr 1874 und zwar bei Niedexseßung einer ständigen Geseßkommisfion. Die Erste Kammer erklärte sich ohne Abstimmung für die BewiÜigung, wogegen die Zweite Kammer die Bewilligung mit 119 Stimmen gegen 45 nach einer Verhandlung verwarf.

Landtags=Angelegenheiten. _

Berlin, 6. März. Die Antwort, welche der Minister für landwirthschaftliche Angelegenheiten, Graf v. KbnigSmarck, in der gestrigen Sißung des Hauses der Abgeordneten auf die Interpellation des Abg. Donalies in Betreff der Pferdeseuche ertheilte, lautete: _ _

Meine Herren! Der sogenannten amerikani1chen Pserdekrankheit ist seit ihrem ersten Auftreten in den Vereinigten Staaten die ernstejte Aufmerksamkeit sowoblSeitens der Königl. Staat-Zregierung, als guck) Seitens des ReichSkanzleoAmtcs zu Theil geWorden. Es kam zunachst

Natur. die Symptome und über den Verlauf, der Krankheit zu erlangen. Nachdem gegenwärtig die Krankheit auch „i_n England auSgebrern und gepau daselbst beobachtet worden Ut, kann. man diesieits u_nd_jen1eits des Kanals als konstatirt annehmen, Wenigstens stimmen dlx1achv2rst€indigen Autoritäten darin überein, daß dieie Krankheit FW ,der Influenza, einer in Deutschland wohlbekannten Krankbeit, Menü ck sei, und zwar mit einer milderen Form dieser seuchenartigen Kxan h_eit. Für diejenigen Herxen Mitglieder die1e_s Heimes, „welche wit Pxerden sich nicht näher bc)chäftigen, bemerke ich, daß die In- fluenza zuerjt im_ Anfange d1e1es “Jabrhynderts in_ Dcunchland beobachtet wdrdeu in; und fich demnächst vielfach daselbst und in cm- dern europäi1chen Ländern gezeigt hat. _ „_ ,

Zuletzt ist sie im Jahre 1871 in ziemlich a1chgcde_b_niex che bier m_ Deui1chl_and voxgekommen. Sie ist keine sehr gesgb'rliche, wenn schon eme 1e[)r ansteckende Krankheit. Nach den, statistischen Bertil)- ten, die ich mir habe zu1ammensteklen lassen," ijt 1e nach der_ Ver1chie- denarttgkeit-mindestexis 1%, ailerbö stens 475 an Sterbefallen- kon-

wird sowohl vom Herrn Reichskxnzler als auch vox: 'mir_ bezwei elt. Es würde auch dieses Verbot gegen die Einfuhr völlig inuquch em, rvcnn sich nicht die Nachbarstaaten, namentlich Frankxercb, Niederlande, Belgien und Däneuxark zu ähnlichen Maßregeln entjchlössen, was bis- her nicht geschehen ist* *

Nr. 14. des Amts-Vlatts der Deutschen R_eichs-Post- verwaltung hai folgenden Inhalt: General-Verfugungen vom 3 März 1873. Abäxiderungen des Post-Negiements vom 30. No- vember 1871. _ Ver7chließung der Geldbriefe.

Statistische Nachrichten.

Der Reichskanzler hat dem Bu_ndeSrathe auf Grund „der Mit- theilungen der Bundesregierungen zummmengesteate und nut Erlau- ferungexi vcr1ebene Uebersichten uber die in den Staaten des Deut1chen Reichs bis Ende 1871fta_ttgel)abte_n Anspra- gungen und Einziehungen von_ Munzert, _nebst einer Ver- gleichung der Ausbrägungen mit den Einzielxiingen mxtgeiheili; Naxb diefen Uebersichten beliefen fick) die Ausvragungen von MunzI 111 sämmtlichen deutschen Staaten bis Ende 1871 auf 831,492,602 “&blr. _ Sgr. 9_Pf., die Einziehungen biHCtzde1871 aus 53260652 Tblx. 27 Sgr. 11 Pf., mithin der Uebmchuß dcr Ausvragunqcn ubeerie Einziehungen am Schlusse des Jahres auf 7787231949 Tl)l_t._2 Sgr. 10 Pf. Die Tbcilnabme der einzelnen Munzwrtcn an die1en Ge- sammtbeirägen ist folac'nde: * Ausprägungen, Einziehungen. Ueberfckyuß. M «(;-x M F:;o/ .M «:*-ck,?

Goldmünzen „179,545478 213 4 2563403 1, 2176,982,075 20, Silber- , 1 ! , Eonrant- ) Münzen. ] . , ,

. Der Thaler-U | * Währung: *, 1) in 2/1u. ": ' T[)lr.- Stücken 459,369,331 _ _ 27,791,494, 2) in Stücken) von Weniger als 1/1 Thlr. 83354212 . Der Gulden- Währung: 1) in StückexI, von 2/1 Guldx. und darüber *, 25,205,161 2) in '/: u. '/2é , , '! Gld-Stückenk 43,067,498“25. 9 5,19617; 1 43062302- . Jn dcn Hanse-*, ) ? städten . . . ;: 8,208,399,21. 91 _ 820839921 Silber- Scbeide- Münzen: . Der Tbalcr- Wä'syruug . . 16,188,579' 938,03] .Der Guiden-, Währun . . 11,959,030 1,457,071 . In den Zanse- | städten . . 936,273“ 5 14,817 Kupfer- Münzen: .Der Thaler» Währung . .Der Gulden- Währung

.

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) 1 T x ' ! 20,363,989-

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6299022319; 6

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1 - _ 25,205033-

4, Z 8-

15250547 -- 10,501,958 921,456

; 2,60822815 8 124,045 2,784,183 4', 9

747,045*„26; 9 2,476; " 744,56915? 4 . In den Hanse--, * ' - * *

städten». . . 3,361418- _- l 1 336108- Zusammen ,'4831,492,602 _, 9)53,260,652,27,11|778,231,949, 2,10

Mit der Einführung der Reickzswäbrung in Bremen sind die bremischen Silber- und K_upfermünzen eingezogen _und «_m 1. Okto- ber 1872 außer Cours gesetzt worden. In Folge besten kdmmen von dem oben angegebenen Ueber1ckusie der Hamestadte noch 111 Ab- zug: bei den Silbcr-Courantmünzen 691,748 Thlr. 6 Sgr., bei den Silber-Scheidemünzen 597,202 Thlr. 3 Sgr. und bei de_n Kupfer- münzen 3361 Tblr. 18 Sgr., überhaupt 1,292,311 Tblr. 27 Sgr., 10 daß sub a[so die Ziffer des angegebenen Gemmmt-Uebchunes mxf 776,939,637 Tblr. 5 Sgr. 10 Ps. berichtigen würde. Außerdem iit 311 bemerkm, daß bei den Silber-Courßntiminzen der _Guldenwäbryng die Kronenibalcr und die württembergiicben 24- und 12-Kxcuzcr-Sztucke (KonventionSmünze) außer Beicacbt gelasxen iiyd, da _ÜU'Dcr'E-ZYZ'W- bung dieser in Süddeutjcblarxd „coursircndcu Wanzen die einheimmchcn von den stemden nicbt ausge1ch1edcn wbrdgxi iind. _ "

Durch die Berechnung des Ueberichuch „der Nusxragungsn ubsr die Einziebitngen bat selbstverständiicl) au-b_mi_b_t annaberzid ermittelt Werden können, Welche Mengen von den ausgesubrtcxi Miiyzexi gegen- wärtig ncck) im Lauf sich befinden, da der durch _dic vermitedemten Ursachen (Einfebmelzung, Export, Verzeiteiung u. ]. i_v.) entstehende Abgang an geprägten Münzen fick) jeder Kontrclle entzieht.

Mannheim, 1. März. Nach „einer statististben Zusammerz- steklung waren Ende 1). J. in hiesiger «mdf 2287 _G e_bJudc mit einem Kapital von 29580050 xl. zur BraydkaUe _cmgeftbaßt. Die Ende Dezember letzten Fabres noch in Krzst gewewnen 6182 Fabr- nisse- und Waaren-Verüyherungen haben em Vccficherung§kabtxal yon 50,609,400 fl. repräsentirt, und dennoch find noch viele F.;[yrnisje nicht versichert. , _ _

_ Das Februarbeft (Nr. 115) der_Miithxilubg en der (5) rd 1;- “herzoglich Hessischen Centralsteble snr-dic Laydesytatr- stik hat folgenden Inhalt: Die Volkszablung 1111" Großberzogtbnm Hessen vom 1. Dezember 1871. _ Tägi.„_Wasseritande im Januar, Februar und März 1872. _ McicorologUche Beobachtungen nn No- vember 1872. _ Uebersicht dex Produktion de_s Bergwxrk.-, Hütten- und Salinenbeiriebs im Großherzcgtbum Hemen 1111 ber 1370. _ Sterbefälle und TodeSursachen im Sepkember und Oktober 1872.

Kunst und Wissenschaft.

Das so eben in der Buchhandlung voxi Ferd. Bever vormals Tk). Theile zu Königsberg ,.erschicn-ine 1. Heft1 des 10. andes drr „Altpreußischen Monats1chrikt“ (der BMW Prcztxzqch'en Pro- vinzialblättcc vierte Folge), bera115g*gcbe11 von Rudolx Renke imd Ernst Wichert enthält: Abhandlungen: Jol)annFrtedr1chL_auwn. Von Emil Breuning, _ Ueber Stuckatux-DchN. Yo!] August Hagen. __ Beiträge zu einer Geschichte des Hoitxm-nbcrger Kreises. !Jortxßqng von „Das L[1nt_Balga.“) Von Adolf Rogge. _ _Die Organmajion der Posten in Westv-cußen 1772-1773. Begrage zur c_1chicl)tc Westpreußens vor 100 Jal ren. Von_ Rdberl Och„11ck. _ Kritiken und Referate: Der cxm ändiscbe biitorixcbe Veiem. _ Die Konig- licheDeutsche Gesellschaft in Königsberg. Von R. ___S1_1_zung des antbropologisclzcn Vereins zu Danzig._?lltcrtlizitisF1ell1chast Peuma 1872. _ Mittheilungen und Anhang: ,omg berger Korrcwon- den cn aus der eit Werners von Or1cln. Mitgcivellt boy M. Perl- bacb- _ Der auenburgex Münzfund. ,- Zu den Gejichts-annen. _ Scblefier-Verein in Danzig und Opißialxa. 'VonpRobert Schurk. _ “Zur Kolonisation Littbaucns unter Friedrich V.»)!helm 1. _Von Anderson. _ Univerfitätg-Cl)ronik 1873. _ Altpreußizche Bibliogra- phie 1872. _ Periodische Literatur1872/73. _ Nachrichten. _ Vllt.".

Bonn, 5,*März. Unter dem Voxfiiz dcs OberzBürgermeistcrs Kaufmann hat sich hier ein Komite zu eine:“ im Augujt abzuhaltcuden Gedächtnißfeier für Rybert Schumanix gebildet, aus deren Ertrage ein mit dem Bkldniß dcs TondiÉ-tcrs ge1chmncktes Denkmal auf seiner Ruhestätte errichtet werden soll _

München, 4. März. Der » rivat-Dozent 131“. J. S_chonfeld ist zum Professor für orientalis e Svracben und Cxegcie an der

stcztiri worden. Daß unter diesen Lmständen Auönahmexngßregeln, nne em Einfuhwerbot oder dergleichen gegen England motivirt seien,

theologiichen Fakultät der Universität München ernannt worden.

Leipzig, 1. März. Das Denkmal für die 1870/71 gefalle- nen Studireyden der Universität Leipzig ist nach einem Ent- wucfe des Architekten Gustav Müller auSgefübrt. Das Denkmal be- steht aus einem Stcinkörpcr und einer _auf demselben stehenden ge- gossenen Statueite, einer Germania, und befindet sich auf der West- 1eite des Saales, der Aula, des An usteums unter der Gailerie „wi; schen den Büsten von Goethe und cibniß. Das Ganze ist 13 J 8 Zoll boch, wvvon 3 Fux; 4 Zoll auf die Figur, 10 Fuß 4 Zoll auf die Steine kommen. Das Denkmal ruht auf einem glatten Sockel mit xeich ornamxntirtem, in griechi1chem Geschmack gehaltenem SimSsuß vvn weißem karariichen Marmor; über demselben erhebt sich der Schaft des Denkmals, cin Syenitblock aus dem Fichtelgebirge, in Würfelform, 10 daß die Seitenflächen ParaUelogramme bilden, etwas über 2 Fuß im Quadratdurch1chnitte meffend. Der schwarzblaixe Syenit z:igt vertiefte Füllungen, die auf allen vier Seiten die Jn1chriir ent- halten. Die ebenfalls reick) Verzierte Bekrönung besteht wie der Zocke[ aus weißem italienischen Marmor. Das Gewicht der Steinmnise beträgt ca. 85 Ctr. Die Figur der Germania ist in Lauchhammxr gegossen und das Werk des Königlichen Modcllcur ?)i. Henze. Die schön ausgefübrte GeMlt hält in der einen Hand einen Lorbeerkranz über das Denkmal, im andern Arm irägt sie daS Reick'öbmmer. DW Gcsicbi zeigt den smnigen AuZdruck milder Trauer. Die Jmibrifxen der vier Seitenflächen dez Sebafxes enthalten übey vier und ein balb Tausend eingemeiselfe Bucbstabcn und Zabien, erstere in aeichm_nck- voller Antiqimjcbrift, letztere in arabischen Ziffern. Die Vorderkcite enthält die Worte: „011 dem Kriege gcgen Frankreicb 1870 und 1871 [farben den Tod für das in;.1.1nd unsere Kommilitonen“. Dann folgt die Reibe der Namen in alpbabeiiéibcr Llnordnung, 16766 (?in- zeincn Namen, Stadium, Geburtsjahr, Tag, und =Ort,_ Damm und Ort der VITWUUTUUJ und Datum und Ort deZ Todos, 10 vollitändig _als es zu ermöglichen War, auffübrcnd.

Scbwerin, 4 März. In der Konziliarvcriammlung am 1. d. M 111 dsr Profs's'sor Dr. Karsten zum Rektor der Universität zu Rostock xür das Jahr vom 1, Juli 1873-74 erwählt worden.

GeWerbe und Handel.

Berlin, 6. März. In einer gestern stattgebnbtcn Versammlung der Drostbkenbesißer wurde folgende Antwort auf das meediat- gesuch an Se. Majestät dcn Kaiier und König verlesen:

„Berlin, 4. März 1873.

Die Jmmediai-Eingabe der Vorstände der Droick7kenbereine, be- treffend die Einführung des neuen Drojckzkcnbcirieinxglements vom 20. Januar d. I. haben des Kaisers und Königö Majestät mit Rück- ficbi darauf, da[; die erhobene Beschwerde zunäcbst bei mir, als der dem Königlichen Polizei-Präsidium vorgesetzten Instanz an:,ubringen cheien wäre, und das; eine Untersucbnng der Beicbwerde im Liufficbts- wegc bisher nickyi stattgefunden hat, mir zur Bescheidung zu Über- weiien gerixbt; Indem ick) die Vorstände der Drdiäykenvercinc biervdn in Kcnntnix; Wye, babe ich J[)nen_ im Llsicrböcbsten Naftragx Seimr Majestät zngleich zu eröffnen, dax; Jbre Be]chwerdc eincr gründlicben Prüfung unterzogen werden wird, das; aber, da eine seickze einige Zeil in Anspruch nehmen dürfte, von sämmtlicch Beibciligten CTWÜULT werden muß, daß fie sowohl im eigenen wie im Znteresse des Sifent- lieben Veikebrs ihren Geiberbberricb unverzüglich wieder aufnehmen. Sie wollen Vorstehendes sämmtlichen Mitgiicdern des Vereins mit- tl)eilen. v. Jßenbliß.“

Nach einer heute an den Säulen vcröffentlicbfcn Bekanntmachng der Vorstände der DroicbkenMeine werden auf Wunsch Sr. Majestät des Kaisers und Königs die Dcoschken sofort wieder iuB-ctricb geicßt werden.

_ Der AgffichtÖrail) der Näbx11aschinen-Fabrik vormaks Frister & Rotzmaéin, Aktiengesellicbaft, hat in icinex gestrigen Sißung die Dividende fiir das eriie Geschäftsjahr auf 97; festgestellt und gleichzeitig be1c171ossen, 311 Abschreibungen und zur Dotirung des Reservefonds die Summe von ca. 30,000 Thlr. zu vcrwenden.

Leipzig, 5. März. (W. T. B.) Der Ansicbus; des deut- *schen Bnibdruckcrvcreins bai, da der Strike noch fortbestehe, es also bei der Kündigung zu Verbleiben babe, über die Ausfübrung dcr allgemeincnKündigung an die dechrbande angehörigen Gcliülfcn fiir den 8. d. eine n_eue Bekanntmachung erlassen. Von der Tarif- kommission dcs deui1chen Buchdruckcrvcreins hier wurde in einer ab- gebnltencn Plenarsitzung beicbioksen, dcn dsr (Honemlvcriammlung vcr- zulcgcnden Normaltarif nur die ZimbabcirccmeU 311 basiren und als Grundposition für 1000 Bucbstabxn Fraktur mid Antiqua 30 Pfennige Reichsmünzc 311 normiren _ Lbkxlaufschiäge vorbehalten.

Nürnberg, 4. März. Das bayeriicbe Gcmerbemuseum bai 311: Vergrößerung bereits ein anderes Gebäade käufücb erworben. Dis'Umbaudn baben bereits bcgvnnen, Ja den oberen Stockwerken wird die Muster' umd Vbrbild-rsnmmlung de:"? GewerbetnusNmiÉ nnter- g-cbracbt, und in den Horgeväudsixwerden die technischen Werkstätten (galvanopiastisckzc Anstalt, (Hip-Zgieizerei IC.) erricbtc'f.

_ Aus dem Jabresbericbt der Tizüringisiben Bank pro 1872 ist die Bilanz und das Gcwinn- und Verlust-Komo im Insera- tentbeile d Bl. veröffentlicht, Die _bie_rn_ach für das Jabr 1872 ge- zabitc Dividende von 14 Prozent 067.111 lediglicb aus dem regel- mäßigen Kontb-Korrmt- und KOUUUZMPUDGFCHÜZT hervorgegangen, da an Prov**'ion, Diskonto und Zinien Beträge vereinnahmt find, die allein einen Bruttogewinn bon ca. 14 Prczcn? dcs g:?ammtcn Aktien- kabiials ergeben. Aus der Bilani beben wir noob hervor, daß bei einem Wscbseibestande von ca. 3,500000 Tblr, einein Konto-Korreni- Guthaben von ca. 2.500,00) Thlr. und einem Kassenbestande von ca. 850,000 Tbir. der Bestand dis Effektenkonws den Betrag bon nnr 43,000 Thlr. repräsentirt. Der ReserVeionds batte bsreits im Jahre 1871 die stamicumäßigc Och von 300,000 Tblr. erreicbt. Inzwischen er**öi)t sicb derselbe Ende Dezember durch das bei Begebung Von 3 Millionen neuer Aktien 1.101“. 13. erbobcnc Agio von 15 Prozent mii 450,000 Tbir. auf 750,000 THW, so da!"; bei nun 6 MilliOnen Aktien- Kavitnl iiber den statuienmänigcn Betrag 150,000 Tblr. mehr vor- handen sind. Außerdem wurden an.? Vorsicbi nocb. 30,000 Tblr. al:? Swezialrsscrv“: zurückgcsicklt. Dic TbüringiickW Bank, Sondecmbausen beüßt gegenwäxtig Filialen in Arnstadt, Nordhausen, Eisleben, Göt- tinnen, Barmen, Halle a. S. und Berlin.

London, 4. März. Ein_ Telegramm ans Meribyr meldi't, daß daselbst am Montag eine Vermmmlung dcr 1trikendcn Eisen- arb eiter stattfand, in welcher fick) Depumtionen auI den vcricbicdenen Distrikten für cntsäüossen erklärten, [) n Rail) ilirer Führer, znr Llrbeit unter der 1011103. Lobubembscßnng zurückzukcbxen, nicht anzunehmen. Sie crbictcn sicb, zu den alten Löhnen einen Monat lang zu arbeixen , und für drei Monate bei einer Lobncrböbung 131111 5 Prozent.

Verkehrs=Ajfstaltem _

Stettin, 5. März. Dcr baltisibc Llcyddamptixx „Ernst Moritz Arndt“ ist gestern mit voller Ladung und 341 Panagieren von Hawe nacb New-York abgegangen.

Frankfurt a. M., 5. März. (W. T. B.) In einer [)eufe statigebabten Mrsammlung von Bcfißern bon :Prtbritaten _der O xe- gon-Kalifornia-Ejs -nba_l)n wurde cm Konnte gewahlt, bejtc- hend aus den FJerrenHobem-nner,Lade:1b11_rg,9)iiyoprto “."“5 Niederbof- beim, Julius Schmidt und Köiter. Es 1011 d1eies Kotmtcdie Rechts- ansprüche dcr Priyätäixnbcsißkk gcgen Von Holladay verxolgen und hatdasselbc dic Befugnix; erhalten, sich) TWK) auswartige Hamer zu er- gänzen. Jeder Besitzer genannter Priorixaten, der vom Kumite ver- treten sein will, l)at_einen Dollar für je 1000 DOI:!» Prioritäten znr Tragung der Kosten zu zahlen.

Hamburg, 5. Mär,.' (W. T. B.) _Sciiens der Direktion der Bcrlin-éxamburch isenb_al_)_n Wird, wie die „Hamburger Börsenba c“ erfährt, [mx das versioncne Betriebsjahr die V-zrtheilnng einer 12prozcntigen Dibidcnde -ax1 die Aktien lzitt 4. Tei den bctbei- ligxen Regierungen und dem N'us1cbuffe in Vorycblagac racbt werden.

Aus dem Wolff'schen Telegrapyen-Bureau. London, Donnerstag, 6. März. Gestern fand in Croy-

don zu Chica von Locke King, des liberalen Pa1*!amenxsmit-