1873 / 59 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger, Fri, 07 Mar 1873 18:00:01 GMT) scan diff

Die Tilgung _erfolgt vermittelst Ausloosung oder freihändigen Ankaufs der zu tilgenden Stückzahl binnen spätestens 238€ Jahren, vom Jahre der Emrsfion der Obligationen (_1b, nach Ma gabe des czufgestellLen Tilgungsplancs. Die Stadtgemeinde Ratibor behält sick) indessen _dgs Recht vor, den Tilgungsfond durch größere Ausloosung oder frei!)“andigen Ankauf zu verstärken, sowic sämmtliche noch um- laufende Scbxildyerschreibungen zu kündjgen.

Den Glaubtgrrn steht kein Kündigungörecbt zu.

4) _Vom Tage der E1ni1fi0n der Obligationen ab Werden die- selben m _balbjäbrigen Terminen am 2. Januar und 1. Juli jeden Jahres mrt 4? rozent verzinst.

_5) Jeder O ligation _w«rdcn_ 10 Zinscoupons für die auf die E1n11fi0n folgenden e_bn Ztnstrrmme und ein Talon beigegeben.

_Die ferneren möcoupons Werden cbenfaÜs für fünfjährige Perioden ausgegeben. _

6) Die Angabe emrr neuen Zinscoupons-Scrie, Welche zuvor bekannt gemacht Werden muß, erfolgt bei der Stadtkasse zu Ratibor Tgfn Ablieferung des der alten Zinscoupr-ns-Serie beigedruckten

a ons. -

_ Beim Verluste des Talons erfolgt die Aushändigung der neuen Zchoupons an der_i Inhaber der Schuldverschreibung, sofern deren Vorzeigung rechtzmttg geschehen ist. -

7) :Die AuSzahlung der Zinsen und drs Kapitals erfolgt gegen blo e Ruckgabx der aquugebenden Zinscoupons beziehungsweZe der S u1dverschretbmigen_ bei der Stadtkasse in Ratibor in dsr na dem Eintritte drs Fakligkeitstermins folgenden Zeit.

8) Mrt der zur Empfangnabmc des Kapitals zu präseniirenden S_cbuldverWreibmxg find auch_die dazu gehörigen Zinscouvons der spgtercn Zinsicrmme zurückzuliesern._ Für die fehlenden Zinscoupons Wird der*Betrag vom Kapitale gekurzt.

9) Die angrloqften bezichungIWcife gekündigten Kapitalbeträge, welckpe innerhalb dreißig Jahren nach dem Rückzahlungstermine ni t erhoben Werdcn, foxvie die innerhalb der nächsten vier Jahre nach A*- [auf des Kgle'nderwbrxs, in wklchrm fie fällig ge1vorden find, nicht erhobenen Zinsen verjabren zu Gunsten der Stadtgemeinde Ratibor.

10) Die Außloosung _dcr Obligationrn erfolgt alljährlich im Mynat Oktober _m öffentlicher Sitzung der Stadtverordneten. Die gxtckgten Obligationen_ werden in Gegenwart des Magistrates ver- mcbtei, daruber, daß 101chrö_ geschehen, wird von demselben eine Be- schermgunq _ausgrstellt und diese_ zu den Akten gebracht.

11) Die ausgelobsten forme die gekündigten Obligationen Werden untcr Bezeichnung ihrer Ditbr, nnd Nr.10wie des BetraZes, über erchen 1ie laute__n,_und des Termines, an Welchem die Ruckzal)[ung erfolgen soll, spate1tens drei Monate vor dem Zahlungstermine öffent- lich bekcinnbgemacht.

Mjr Eintritt des letzteren hört die Verzinsung der ausgeloosten, sowie der gekündigten Obli ationen aus.

12) Alle Brkannima )ungrn erfolgen durch den „Deutschen Reichs_- nnd Preußisckjen Staats-Anzei er“, das „Amtsblatt der K0'_niglichen Regiirung _zu Oppeln“, dic cblefi1che und Breslauer Zeitung“ __und dgs „Rattborer Stadtblatt“. Für den Fall, da eines dieser Blatter e_mgehen sollie, wird durch den Magistrat mit ustim- ??)?nQdcr Komgbchen Regierung zu Oppeln ein anderes Blatt sub-

tmr.

13)_Jn_ Anscbung der Verlorcnén oder vernicbieicn Obligationen finden die V0rschrtften der Verordnunß vom 16. Juni 1819 (Gesetz- Sammwng Seite 157) §§. 1 bis 12 mit nacbstebendcn näheren Be- stimmungexi 5Yuwendung.

s.. Die im §. 1 vorgeschriebene Anzeige muß dem Magistrate emacht _werden, Welchem alle diejenigen G€1chäfte und Befugnisse zu- teben, die nach_ jrner Verordmiyg dem Scha -Ministerium zukommen, g_eg€n dic-3_Verf1tgung des Magqtratcs findet er Rekurs an die König-

liche Regierung zu Oppeln statt; _

_ . _Das im §. _5 gedachte Au1gcb0i erfolgt bei dem Königlichen Krengerichxe zu Ratibor“

c:. Die in den _§§. 6, 9 und 12 vorgesébricbcnen Vekannkmachun- gen erfolgrn durch die unter Nr. 12 angeérbcnen Blätter;

(1. _An die Sioquder im §. 7 _eriväwten sechs Zahlungstermine sollen vier und an die S_trüchr im §. “8 crwäHnten sechsten und _arch_ten Zinszahlungs-Trrmmcs 1011 dsr vierte und beziehrntlich fünfte

c en.

ZinScoupons_kö_nncn chrr aufgebobrn noch amortisirt Werden; jedoch 1011 Der_rzxen_igen, We_l__cher den Verlust von Zinscoupons vor Ablauf der vier1al)rr_gen Ver abrungsfrist bei dem Magi trate anmel- drt und_dsn_ stattgeckabten rfiß dsr Zinscoupons dur Vorzeigung drr Obliggttonen oder sonst glaubhaft dartbnt, nach Ablauf der Ver- ]ahrungsfrist der Betrag der an§nxelderen und bis dahin nicht vor- gekonimcncn Zchoupoys gegen_ mtiung anSgezahlt Werden.

14)_ ZZR Slch8rl1611 der Hierdurch einkgcgangenen Verp [icbtungen haftet die Stadt Ratibor rnit 1 rer Steuer raff und ibrem ermögen.

Ratibor, den 10. Just 187 .

_ Schema zu den ZinI-Couponö. Provinz Schlefien. S _ _ Regierungsbezirk Oppeln. eri : Zinßcoupons Nr. . . . über , . . . Zinsen

zu der Obligation drr Stadt Ratibor [.jbixr, . . . Nr. . . - Inhaber dieses Coupons empfängr grgen dessen Rückgabe am

0- 2:1 “ZFR 18 . . die halbjährlichen Zinsen der Stadt - Obligation 11113131". . . . Nr . . mit ............ schreibe ...................... aus der biefigen Kämmerei-Kasse. Ratibor, den . . ten ..... 18 . . Der Magistrat.

Dieser Zins-Coupon wird ungültig. wenn dessen Geldbeira ni 1 innerhalb vier Jahren nach Ablauf des Kalenderjahres der FäYigkcebit abgehoben erd. _ _

Anmerkung: Dze NanienHunterschriften des Magistrats-Dirigertten und der Magistratsmitglieder können mit Lettern oder Facstmile- st_empe_ln _gedruckt Werden, _doch muß jeder Zins-Coupon mit der etgenhandtgen Unterschrift eines Kontrollbeamien versehen Werden.

_ Schema zu dem T_alon. Provinz Schkefien. Regierungsbezirk Oppeln. 0 n

T a l _ _ zu der Obligaiwn der Stadt Ratibor. ___ Ts _ _]beka „_ . _?Tki'b P . n er . . . . )a_ er zu vier un en; a rozeni ver insli . Inhaber dieses Talons empfangi gegen dessen Fückgécbe zu der

vorbezeichneten Obligation die . . te Serie Zinöcou ons ür die a r 18 . . bis 1 . . . bei der biefigen Kämxnerei-Kaséc, soffern nich? Kot; dem Inhaber der Obligation gegen diese Aushandigung protestiri Worden ist. Raiibor, den . . ten ..... 18 . . A k D' N W FZR? is'tfrtat' d M | D nmer ung: _1e anzens_un er ri en es agi rais- iri enten und der MagistratSmitglieder können mit Lettern oder Facssiméle- stxmyeln gedruckt werden, doch muß jeder Talon mit der eigen- bvanxtgen NamenSunterschrrft eines Kontrollbeamten versehen er en.

Königliche landwirtlZLsÖFftliche Akademie Poppelsdorf _ _ m_ _erbmdung mit der Rheinischen Friedrich-thhelms-Unive ttäf Bonn. _ Das Sommer-Semester beginnt am 21. pril d. J. gleick) eiiig Rik den YZrlesfmkgend an _?erDUniveXitäz Bonn. __Der spezielle Zehr- an um a 0 gen e mt emon ra "onen ver undene wi - liche Vortrage: sfenschaft

bau und einFLagende Landeömelioration: Derselbe. Spe ieÜer P anzenbay: rof. _])r. Werner. Kleinviehzucbt: Derselbe. and- WirtYhaftllck,“ Senimar: Direktor Prof. Dr. Dünkelberg und Prof. Dr. erner. LandwirthscbaftliÖe Gcräthe- und Maschinenkunde nut bes_onderer Berucksichtigung der Prinzipien der Bodenkultur: A. Haven- stem. Weinbau und Gemüsebau: Garten-Jn1pekt0_r Sinning. Wald- bau 1_1nd_Forstscbu13: Oberförster Herf. Organi1che Experimental- Cbemxx mBrzt-bzmg auf die LandWirthscbaft: Prof. Dr. Fre ta . Cbechbes Praktikum: Ders [be. Charakteristik der Fuüer to e und der Futterunsckymxgen: erMZr" ])r. Rittbaufen. Experi- mental-Pbystx: Ingenieur ]_)r. _ ust. Physikalisches Prakti- kum: _ Der1ekbe. Landwirtb1chaftliche Botanik und Pftan en- krankheiten: Pryf. ])r. Körmcke. Phyfiologis e und mikrosko i? e Uebungen:_ Der1elbe. Experimenieüe Thierp yfiologie: ])r. uncß. Naturgeschichie der wirbellosen Thiere, mit besonderer Berücksi - ttguyg kauf die der Land- und Forstwirthschaft schädlichen Jn1ekien: Prof. Dr. Troschel. Geognosie: Prof. Dr, Andrae. Landwirtl)1chaft- liche Baukynde: Baurath ])r. Schubert. Praktische Geometrie und Uebungen im Feldmessen und Nivelliren: Derselbe. Zeichnen-Unter- richt: Derselbe. Volkswirthschaftslebre: Prof. Dr. Held. Staatsrecht fur Landivrrthe: _ObersBergraih Prof. Dr. Klostermann. Acute- und S_euÖen-Krankbeiten d_er HaustlFerex Dep.-Tlierart Schell. Gesund- hcispfleae der azisthtere: Der elbe. Praktischer ursus der Bienen- HUchN ])r; Po mann. Demonstrationen auf dem Versmbsfelde und izt den Wirtbscbaften _zu Poppelsdorf und Annabxr . Landwirtbschaft- liche, fyrstwrrihstbaftlicbe, botanische und geognojti?che Exkursionen.

_Dle Jogvlerscben T_Oam f-Kultur-Apparaie sind auf der zur Aka- demre_gehortgen Domane nnaberg seit 1871 eingeführt und treten auch 1m_laufendetx Semester in_wrtwährende Benutzun .

Außer den zibrigxu der Akademie eigenen wissenéchafilichen und praktischxn Lebrhulfömrtieln, Welche fich nicht nur auf den allgemeinen u_nd sbezieÜerx Landbau und die Viehzucht beziehen, sonde 11 auch durch e_m fur (bernische, physikalische, pflanzen- und tbierpbyfiologische Prak- tika besonders eingerichtetes Institut, sowie durch die neuorganifirte Versuchsstati0n eme wZsentliche Bereicherung erhalten haben, steht der- selbezx durch ihre Verbindung mit der Univerfitäi Bonn die Wenn ung der Sammlungen und Apparate der letzteren zu Gebote. Die A ade- mrker find bei der Universität immatrikulirt und haben deshalb das Recht, noch aÜe anderen für ihre aÜgemeine wissen1chaftliche Bildung Wichtigxn Vorlxsungen zu Hören, über welche der Univerfitäis-Katalog das Nabere mrit'hetlt. _ Auf Anfragetx Wegen Eintritts in die Akademie ist der Unter- zerchnete gern bereit,_ edWede gewünschte nähere Auskunft zu cribeilen.

Poppelsdorf _bei onn, im Februar 1873.

Der Direktor der landwirtbschastlicben Akademie:

Prof. Dr. Dünkelberg.

Yichtamtlichez.

_ Amerika. Nexv-York, 6. März. (W. T. B.) Hier eingegangenen Nachrrcbten zufolge ist es grstern Abend in Nekr-Orleans thscben drr Miliz und der Polizei zu einem blutiger Zusammenstoß gekommen. Erstere suchten fick) der Poxtzcistarton zu bemächtigen, Wurden jedoch von der Polizei zurrzckgrtviesen, Welche_ fich zu ihrer Vertbeidigung auch der Artillerie bediente. Em Todter und zebn Verwundete blieben azzf d€m_ Pla_ß_e. Nach dem Eintreffen Von Bundestruppen raumte dre Mxltz vollständig das Feld. _ 6. Mqrz. _Neueren Nachrichten zufolge ist die Ruhe in der Stadt _voUig Wiederhergestellt. _ Em Washmgtdner Telegramm des Reuterschen Bur_ra_us aus Washtngten meldrt unterm 4. d. MW.: _ „Prajident Grant trait heute seine zweite Amtsperiode an“. _Jn_1€mer Jnauguratrons-Botschaft an den Kongreß ag er: „Die Vorsehung bat mich zurn ziveiten Male an die Spiße die- 1er _ großen Nation bcrufen. Mein bisheriges Bestreben War, die Ge1eße anfrechi zu halten und m der Förderung der Jntrressen dcs Volkes nacb rziemem Besteti _ _z_u_ handeln. Mein künftiges Verfahren erd, unterstußt durch vie a rige Crfabrung, dieselbe Richtung ein- sch1agcxr Als meme _erste * mtsperwde be ann, hatte fick) das Land 11001) nicht yon de_n Wirkungrn der großen ebellion erbokt. Es schien Werse _zu sem keine neuen Fragen anzuregen" daber sind die verfw se- nen 01er Jaere m der Anstrgngung Verstri en, Eintracht, öffentli en Kredix, Handel _und Zille Kunste des Friedens und des Fortschritte: herzustellen. Es ist meine feste Yeberzeugung, daß die civilifirte Welt fick) d__em RepublikamSmuS binneigt, Die Regierung, und durch seine Reprasentanten das Volk, un_ferer großen Republik smd dazu bestimmk, der Leitstern qller anderen Landxr zu Werden. Unter unserer Republik rtnterhalien er eir_1_;Heer und eme Flotte, geringer an Zak)! als ene irgend eéner_ europa_11chen MZchi. Keine Gcbirisausdebnung auf dießem Festlande_k0nnie ern__e Vergroßerung der militärischen Streitmacht er- fordern,_ Za eber durftex eine solche Ausdehnung uns in den Stand setzen, die elbe herabzummdern, _ Die Wirkungexi des le_ßten Bürgerkrieges haben den SklaVen be- frrit und ibn_zu crnem Burger FZWÖÉZ doch ist er noch nicht im Besitz der Burgerrechte, wclche urgcr1chaft mit sich fübri. Dieses Unrecht so_[lte berichtigt Werden, und behufs diescr Berichtigung ist es metrie PfÜcht, demFarbigen eme billige Chance zu geben, seinen Zu- la m_S ulen zu en_tw:cke[n, und 1hm_ die Versicherung zu ertheilen, L_a dsem etragen die Behandlung, die er empfangen wird, regeln er e. Meine Anstrengungen Werden gerichtet frin auf die Wiederker tel- lung _outer Gesmnungen zwischen _den versckiedenen Sektionen linssrres gemeipsame_n_ Landes, _die Wißderbkrstellung des Papiergeldes auf einen fixtrYen Werth im Vergleich zum Goldwerthe mögltcherWeise auf emen Parifuß m_ii demselben, den Bau biÜigerer Routen die Er- baliung freundschaftlicber_Beziebrrngen mit aÜen unseren achbarn 101012_m1t xntfernten Nationen, die Wicderherstellung unseres Handels und die Wiedererla_ngung unseres Antheils an dem Transportbande[ auf den Meerqn, die Er_mun_terqng _von Fabriken, Industrien, die .He- bupL der Arbert und die Ctpilisation der Ureingeborenen unier dem heil amen Einfluss der Erziehung __ e_11tWeder dies oder Krieg bis ziir AgBrottung. Unser_e_Ue erleZenbeit M Stärke und die Vortheile, die rvir_ aus der Civilisatiqn ezieben, sollten uns na sichtig gegen den Indianer stimmen das 1hm_ bereits zugcfügte Unre t läßt einen Saldo zu setnxn Gunfien, und _dxe zu erwägende Frage ist: kann nicht m_is _dem Jqdiaper durch gehorige Belebrung und Behandlung em nußliches Mitglied der Ge1el11 aft gemacht Werden? Im ersten Jahre meiner _rruxaltung Wurde ein Vorschlag für den Zulas;_v0n San Domnigo m_die Union aks ein Territorium e- m_acht. Dieser V0rscblag_ ging nicht von mir, sondern von der e- voxkerung von San Domingo aus._ Ick glaube jeßt wie damals, daß es zum Besten der Interessen d__te1es Landes und der Bevölkerung von San Dommgo gexvesen sem wurde, vornn der Vorschlag günstig mzfgenqmmen wvrden Ware. Er Harde indes; verwvrfen und von mir niemals wieder in Anregung gebr_acb_t. Fur die Zukunft muß, wäkJrend ich im Amte bleibe, das_ Thema be ugltck) der GebietSerweiterung ie Unterstü ung des arnerikamschxn olkes haben, ehe ich es e fehle. ch t eile mcht die Be oerß, daß Regierungen in Gefahr tehen, dur Aus- debnung ges Wacht oder zerstört zu Werden. Nachdem Hande, Er-

Éebung und der rasche Transit des_Gedankens und der Materie dur elegra ben und Da_mpr Alles Leandert Haben, glaube 'ch eher, da? der gro eS_chöpfer die Welt vor ereitet eine, eine einzige

chende _ ation zu werden, _ eine _VoÉendung, die Heere und Flotten m _t [auger nothwendig xnachen wird. Ich werde irgend welche Vor- fch age_des Kongre es, die auf solche Zwecke inzielen, ermuntern und unterstuéen. Die nstrxngungen fur eine Re orm des Staatsdien tes werden ortgefeßt und die Regeln, welche mit Bezug auf diefen e- genstand etngefußrt warden. aufrecbt_ erhalten werden.“

Prasident Grant erkennt im Weiteren die ihm durch seine Wieder-

prache spre-

Einleitung in die landwirthscba lichen Studien: D' kt - fessor ])): Dünkelberg. Allgemeiner Zflanzenbau: Z.)ers-.*l[»1er.(S WW:?-

gegenübersteat, ist nicht

tischer als vielme'r der Stand unkt d ' _ fichteni h P allgemeinen bßnanzte en uck

»

nach Kräften u dienen, und daß er mit der größten Sebnéucbi dent T_age entgegxn xbe, an Welchem er von seinen Verantivortlicb eiten, die seit dexn ereignißvollen Bombardement auf Fort Samter im April 1861 uberwaltigend waren, erlöst Werden Wurde. Er habe wäLrend des ganzen Krieges nie um Beförderung oder ein Commando ge eien. Trdßdem serer während der le ten Wahlen der Gegenstand _einer Be- schimpfung_und Vexrläumdun , ie in der Geschichte kaum ihres Gleichen IDG, geWe1en. Diese Angr? er könne er inde1; im Hinblick auf das erdikt_der Natron, das er dankbar annimmt, “hintanseßen.

__ Dre Juan urationsfeicr trug einen imposanten Charakter, vaolftqusend ann Truppen und die Miliz der Verschiedenen b_urger1_tchen Organisationen nahmen an dem Zuge Theil, der eme Lang_e von _zwei (engl.) Meilen hatte. Präsident Grant wurde mrt Begeisterung begrüßt. Die Mitglieder des dipko- matt1chen Cörps _waren in Gala zugegen. Als Präsident Grant auf der Tribüne erschien, um den Eid zu leisten, gab sich großer EnthusiaSmus kund. Artilleriesalven ertönten urid die Kirchenglocken läuteten. Hierauf warde eine glänzende mrlttar1sche_Revue abgehalten, bei welcher die Generale Sherman un_d Sheridari zugegen waren. Die Stadt war am Abend glgnzend tlkum1x1irt. Im Weißen Zuse fand ein Ball statt, bei weYchem Prafident Grant, die itglieder des Kabinets und des diplomatischen Corps und tausend Personen anwesend waren.

* _ Aus Pew-York wird der „Daily-News“ unter dem 4. d._t_e[egraph1rt: „Die Regierung von Hawaii erbieiet sich, den Vereinigten Staaten als Entgelt für einen Reciprocitäts-Vertrag die Perlflußbucht unweit Honoluku für eine Marinestation ab- zutreten. _ _Der Kongreß hat sich aufgelöst, ohne Schritte mit Bezug auf die Lage der Dinge in Louifiana und die mormo- ms_ch)en Schwierigkeiten zu ergreifen, oder die Bilk für die Ver- theilung der vom Genfer Schiengericht zu erkannten Schadlos- haltungssumme zu erledigen.

_ Landtags=Angelegenheiten.

Berlin, 7. März. In der gestrigen Sißung des Hauses der Abgeordneten nahm in der Diskussion über den An- trag des Abg.1)r._Ebertr), die Stifter Merseburg ec. betreffend, der Regierungskommiffar Geheimer Regierungs-Rath 1)r. Forck) nacb de_m Antragsteller das Wort:,

Von de_n theoreitschen Streitfragrn, u deren Erörterung in diesem Zoben_Hau1e_1ch0n zum Osfteren die ngelegrnbeit der sächsischen omstifter Beranlas urig gegeben hat, kann ick) zunächst abstrahiren. deenfaüs hat_ das diki vom Jahre 1810 auf dic sächfi chen Dom- stister gar keinen Bezug, denn wir Haben dieselbrn ert durch den Frredetr vom Jahr? 1815 ertvorben. Außerdem bestimmt der §. 35 des Reichs-Deprziati0:1s-Haiiptsch_lusses vom Jahre 1803 keineswegs, das; das Vermogen der Domstifter ausschliéßlick) für kirchliche und Schulzivecke verwendet werder: 1011, sondern es ist ausdrücklich gesagt, daß es aucb_zu andern gemeinnüßigen Zwecken oder auch zur ErleiÖ- terung der Fmanzxn des betreffendexi Landesherrn verWendet Werden kann. _ ck Will, Wie gesagt, von di_e1en theoretischen Streitfragen ab- strabiren, ynd darf auf das_ Gebiet der Thatsachen übergeben. Ich glaube, daß _es zur Befriedigung des_Hol)en Hauses gereichen wird, Wenn ich zungcht konstatiren kann, daß die Staatsrcgierung ihre Ab- sicht, den Wnn1chet_1 des Hauses, wir fie _in dem Beschlusse vom 6. Dezember 1866 niedergelegt smd, möglich1t entgegenzukommen, un- ZWeideutig an den T_ag gelegt hat. Die Revenüen der Domstifter find_zum großen Theil zyr Unterhaltung von Kirchen und Schulen bereits_be1timmt, und die Patronatslasten dcr bctreffenden Kapitel find kerneSwegs unbxdeuiend. Du: StaatSreYTrung hat aber seit dem 1. Janyar v. J. _fur _das Gymnafiurrr in crseburg, abgesehen von demxentgen, was die fruheren Etats bereits vorgcsebeü haben, 1200 Tblr. yro 811110 neu de_rWendet, _ nada 11806 das Gymnasium in Mer eburg steht nur halb & «uw des Domkapiiels, und zur anderen Hälfte 3. (:01110 des Ftskus als Copatrons. In ähnlicher Weise sind für das Gymngfium zu_Nc_iumburg vom 1. Januar vorigrn Jahres ab, [an- fe_nd fur (5116 _Ytinftigen Jahre, _an den Etat gestellt 3400 Thlr. In dieser Weise 11t cs gelungen, die Wunsche, Wel e von Seiten der Les)- rer geltxnd gemacht w_0rd_en find, ierem vol en Umfange nach zr: _befrtedigrn. Eben1o ist auch_H0_ nung vorhanden, die Anträge der Geistlichen zu befriedigen, und_in a)nlichcr WeiseWird nach Möglich- keit foxtgefahren w_0rden, solvctt es die jura (111065131. zulassen, die YLVZUUSU fernerweit zum Nutzen von Kirchen und Schulen zu 0er- en en. Was im Uebrigen die einzelnen Punkte des Be [11 es von 1866 _anlangt, 10 smd brreits seit der Allerhöchsten ÉRinsestSNdre vom 31. Januar 1822 keine Anwartschaften mehr ertheilt. .Ferner sind eit der_n Jahre 1864, 1ch glaube,_1€it dem November 1864, keine neucn Steben besetzt. ESN??? auch zunachst m der Abfichr der Königlichen Staats- rezgieruyg, die eseßring neuer Stellen ni t eintreten zu lassen, bevor m t die Reorganisation der Stifier abge chlossen ist. Dagegen binich an er Stande, «(1_ Nr. 2 des Be1ch1uss_es vom Jahre 1866 eine bin- dende Zusage daruber zu geben, ob diese im Werke befindlicbe Reor- gamsattoxr _der Stifter dahin stattfinden wird, daß deren Revenüen ausschlirßlick) zu kirchlichen und _Schulzjvecken verivendet Werden sol_lex1. _ Eine solche ZYÜÖLUUUJ kam; ich um so Wenigergeben, als die Komglicbe St_aatSregteruug bei [ rer hier schon öfter kundge- gebenen re_cht[ichen Auffassung er Sache beharrt. Diese geht dahin, _daß vermbge des Westfälischen Friedens __also aus dem 3315 _rsformancü _ und ferner vermöge der Säkulari- sationsbefugmß, wre ste durch deg_Reichs-Depuiaiions-Hauptschluß den betreffenden Landesherrn geg_eben 11t, daß vermöge dieser beiden staats- rechtlichezr Bestzmmungrxt die Krone_fich in dem Besitze des Recbts be- fndet, uber _dre Revenuen der Stifter und die Reorganisation der- el_be'a selbstcxndig zu befinden 1). l). ohne Mitwirkung der Land- stande._ Uebrigens sind diese Stifter keine StaatSanstalten, keine StacZiOsznstiTute, 1'0n_dc_x__r_n Ybständi e ja coryora. _ [6 en egxngea e e tsauXa ua des 0 en an es, ivel e 111 _dem Beschuß von 1866 n?ederge_e t it, hai dér ZöniZichsen StaaY- regierung Yeranlasfung g_egeben, die e Rechtsfraxze wiederholt in ein- Ybende Erorterung zu ziehen. _Es hczbe_n daruber sebr umfassende _ erbandlungen |th l:ftznden. Dr_e „Königliche StaatSre ierung ist aber 111 dem SiaatSmmÄterigl-Befcbluxz vom 22. April 18 0 zu dem Re- sultat gßlangt, Wel es ich beretts anzudeuten die Ehre hatte. Gleich- W0bl Wird der _Bxscbluß von 1866 auch bei den ferneren Entschlie- ßungen der Köntgl1chen_Staatsregierung über die Reorganisaiion kei- MWF?) une_rwo__g_et_1 bl_e_rbe_r_r._ d

un er ie en tu a_n en _ 100 also auf der einen Seite eine Re_chtöauffassnng besteht, die von derjenigen des Hohen Hauses ab- Weicht, auf_ der andern Seite aber eine praktische Handhabun der Angelegenheit stattfindet, die durchaus Wohlwollend ist und den im- fchen des Hohen Hauses, sonne den WünscYen der unmittelbar bethei- legten Lehrer und Geistlichen_ nach Möglich eit und bereitwilligst ent- gegenkommf _ ob unter diesen Umständen es besonders indizirt ist, x_een __ZZe quJaZMYdDeÉmbxr 186? zur abermalt7en Erörterun zu

, er (Wa un es 0 en «Yeimzusteüen. g g H [) Hau es ganz erge ensr

_ _ In der Beratbung des von dem Ab . Bernard s eingebrachten Geseßenthrfs, die A u fk) e bu n g 1) Zr K a le 11 d e r - rc. S t e m p e l | e u e r beXreffend, erklärte „der Minister des Innern YYY Eulenburg nach dem Abg. Dr. Wind thorst Ber Standpunkt, au_f welche_n die _Regierung sich dem Antra e 0wvbl em politischer, namentlich re vo i-

Wenn die Besteuerung der Zeitungen nicht estände, würden

erwählun zu dem höchsten Amte im Lande erwie en an, und bemerkt, daß ihm dies die Verpflichtung aufeLleaee,86:1?1eLétli§§

wir nicht in der Lage Xin, etwas aus preßpoltzeilichen

_ Ihnen die Einführun der elben, uckfichten zu proponiren. WJ gebLn die

.

Beuri eilun darüber frei, ob die Einführung des Stempels _für Zer- tungenhüber aupt eine richtige Maßregel war oder nicht. Wir s_teÜ_en uns auf den Standpunkt, daß diese S_tempxlsteuer _ a_ugenblrck_lich existirt, daß fie einen Betrag 00_n _ungeFabr einer Million abwarft, und wer fragen uns, ist es zweckmaszig, ist es noihweudig, 1ch0n_m diesem Au enblicke auf den Fortfaüder Steuer bmzutvirken; Meme Herren! n Bezug auf un re finanZixllen Zystande, glaube 1ch_, gebe_n wir uns nach manchen Ri tung_e_n hm gew1ssen_JÜufi0nen bm; wir beruhigen uns mit dem Gesuble, _eme Reihe von Maßregeln, zur Abbülfe bestehender Notbstande er_gnffen u _ bgben, ohne uns kbar zu Werden, daß das nur die Anfange der efriedigung von Bedürfnissen smd, die lang? n0ch nicbt gedxckt find. Außxrdem geht daraus, da?, Wenn man in einem Jaere emen Ucberschu§3_von 20 Millionen e abt hat, keineSwegs hervor, fich solche oder an- liche Uebersckyüése jedes Jahr ergeben werden. Ich g[a_ube, meme Her- ren, wir Haben uns von Jabr zu Ja_hr uberzeugen rx-u_s1chn, daß Alles, was wir für Beamte, für Lehrer, fur sonstige Yedur nisse des Stag- tes thun, wirklich vor der Hand nur Anfange find, undsdaß, um befriedigende Zustände herbeizufußren, noch ggrzz _andere _Sunx- men Werden verwendet werden musseg, als_ diejcuinxn, dic _ niit Zustimmung des Landtages in dcr dich§6maligen Se1110n bexyilltgt wvrden sind. Ich erinnere name_ntltch an das Bedxtrfmß von Bau-Ausfübrungen, die rückständzg fiydr ga_nz eklatant 11T der Mangel an' öffentlichen Gebäuden, die wurdig smd, den Zwecken 3_u dienen, zu denen sie bestimmt find. Es werdeii da noch Sun_1_mcn m Fr_c_ige kommen, die viel größer sind, als Sie im Augenbljcke 1tch vor- te en. s Ist es ri tig, unter solchen Umständen 8iu_e Steuer abzuschaffrn, die, wie ich beyaupte, und wie die Staatöregiexung der Ansicht ist, nicht drückt? Ick) kann die Argumrnte, die dafur angefubri _ny0rde_n sind, daß die Ab1chaffung dieser Steuer ein dringendes Bedursmß sei, nicht vollständig geltenlaffen. Erstlich 1_agcn Sie, auf dem ganzer) Gx- biete der Steuergeseßgebung gebe_es kein 1_0[_ches M_0nstrum,_ wx_e_die Stemprlsteuerfür Zeitungen, fie sei das islegitimsteKmd. _Ja, iÜegitime Kinder können oft sebr unbequem werden, aber ich trrexne,__1_nax1 Hat deshalb kein Recht, fie aus der W011 zu Waffen. Wenn Sie 1agen, die ganze Presse ist einstimmig darm, daß die Strmpxlfterxer abge- schafft werden müsse, 10 gebe ich das zu. Das Feuer ix_i dieser Be- ziehung kommt wirklich aus dem (_Henkrum_ und 00_n beiden Flngckn, Kreuzzeitung, Germania, demokratiscl)e__Blatter, al10 _an der _ganzen Linie. Aber, meine Herren, Was bervct1t das? Es erinnert _mtcb nur daran, da Jemand einmal vor Jahren gesagt b_at:__ Die_Presf_e, Wenn es si um ihre vazialinieresfen handrli sei 1ie kon1er_0ativ oder gemäßigt oder demokratisch, ist immer vix! mebr Prcse 4116101116er- tiv, gemäßigt oder demokratisch. Das find Rgckfichtcn, _dxs a_n_d_er Yrcste haften, und die auf Politische Entscheiduxigerz mchf von Cmflrr131ezn durfen. Wenn die Anfieht abrr richtig rst, daß d_lL_S1(Ukr,__ da 116 Einmal be- tebt und nicht drückend ist, nichl zu dcn1emgen gxborx, zu 09an Fort- chaffung ein augenblicklicbes und dringendes Bcdurkmß vorliegt, dann darf fick,) die Regierung nur auf den Standpunkt 1iel1en, Sie zu er- suchen, es): Sie dicscn Antrag annebmcn, die Sache_zu uberlegeii und mit einer gewissen Vorst t zu verfabren.„We1x_cr ist e_ß aueh MINE- was die Regierung von Men wüuxhi, _Sic balr cs furzxveckmaßig, te hält es für vorsichtiger, Wenn Sie die Abschaffung die1cr Steuer eßt noch nicht verlangen. _ ' _ _ _ _

Und Wenn Sie mich fragen, Wie es kommf, da13_ ich dre1e Er-

wägungen ausspreche und nicht der Herr Finanz-Mini1ier, dann bs-

merke ick), daß ich damit zeigen will, das; es Erwägungen find, Welche nicht 0106 von dem Herrn Finanz-Minisier, 10ndcrn von dem gan_ze_n Staats-Ministcrium ausgehen, und daß 06 da? gay"€_Staais-me- sterium ist, Welches Ihnen anräil), bei der Be1chlu131a1sung uber den AnLrag vorsichtig zu sein.

Nach dem Abg. Dr. Braun ergriff der Finanz: Minister Campbausen das Wort:

Meine .Herren! Einer der geehrten Hrrrcn Redner hat ein Voium in meine Erinnerung zurückgerufen, was ick) vor mehr als 20 Jahren abgegeben habe. Es gereicht mir zur Freude ibn versichern zu _Fönnen, daß wenn ichdas Votum in gleicher L_agc brut? abzugeben Hatte, es ganz in derselben Weise ausgesaklen Ware. Meru Herr Kollege hat

Sie aber schon darauf aufmrrk1am gemacht, da1; die Siaatörcgierung .

beute nicbk in der Lage ist, Ihnen die Einfiihrung der_Zeitungssteuer

zu proponiren, und ich kann hinzufügen, daß, 1091131 Wir l_U der Lage

wären, sie proponiren zu sollen, ich mich dixsen Vcrsabrrrr nichr Wurde anschließrn können, Aber, meine Herrin, cmr St_cuer etnfubrengmd eine Steuer abschaffen, dasz find ZWci Wescntlics) verschiedene Dinge.

Zur Aufhebung dsr Steuer i_1t die Uebsrcinstimmgng aÜcr drci Fak-

toren der geseßgebexrdrn Gewalt erforderlich. Ob_wrr, wenn dasHobc

Laus be1chließen möchte, die Zeitungssteusr aufzuheben, nnr voller ewißbcit schon auf die Zusiimrmxng des zwciirn Fakkors rechnen

können, das lasse ich dahin gesteÜt sein.

Dann, meine Herren, Haben Sie einer bcstcbcnden Steuer gegetz- Über stets zu untcrfucbcn, Welche Von den be1tcl)ende_n Steuern die drückrndstc ist. Die StaatSrMiergng ist schon vvrrmcnchzhre m der Lage gewesen, Ihnen eine Erklarung abzugebrn, dic theilwetw von dem Herrn Antragstsller vcr[e1en worden _ist. (Er bat den letzten Theil der damaligen Erklärung nicht _mit vorgrlesen. _Jch erlaube mir, das nachzubolen, weil ick) gerade aus den [eßien Theil Werib1_e_ge. Also er bat geschlossen bei dem Saße, 100 es nun writer geheißen

ätte:

h Die Siaaiöregierung bebgrrt bei der Ansiibi, daß es ihr obliegk, in dieser Beziehung eine großr Reform durchzu1elzrn, und wenn fie bx- dauerf hat, daß in Folge der Ve1chlüsse des Abgeordnetenbarich die sofortige Erreichung diesesZieles ihr unmöglich gewvrden Ut, 10 wird sie aber fortfahren, die Maßrkgesn ins Auge zu fassen, dießu einem 10 erwünschten ZiJe führen können, u_nd sie wird, bevor 1)r diesbgelungen ist, nicht daran denken, die Zeitungsstempelsteuer auf- ube en.

3 Meine Herren! anen Allen_ ist bekannt, _ daß _es uns bis zu diesem Augenblicke _nocl) nicht gelungen ist, _die Maß- regel dcr Steuerreform ms L_ebe_n_ Zr: rufen. _ Die zrvczte Berathung hat hier eine große Majoritat_ ur _das Ge1eß ergebep' ich darf mich der Hoffnung überlassen daß__die dritxe erathung dic1e_lbe Majorität oder vielleicht eine noéb großerr Ma10rttat ergebeti erd, und ich Halte ferner an der Hoffnung fest, daß die Berathung _m dem anderen Zweige der gesetzgebenden_(§5€11)alt zu de_mse]ben_ erwunjchtex Resultat führen wird; ob abcr diefe_Hoffnung sich_ m die (Hervißheit verWandeli, davvn muß ich auch m die1em Auge11blick_ noch agrn, das “steht dahin. Ich kann also nicht anerkennen, daß die _Vor cdmgung, die die StaatSregierung in der Erk1ärung_vom_ 20. April 1872 hinge- stellt hat, in diesem Augenblick bereits erfullt ist.

Meine .Herren! Es wird_in der Diskussion häufig dgrauf Bezug genommen, dax der Ucberschuß desJahres1872sich auf die bedeutende „Summe von 0 MiÜionen und wohl noch etivas_ höher belaufe; aber meine Herren, schon vor einigen Tagen _War_ickZ___m der Lage, dem ge- genüber auch daran zu erinnern, daß Wir die - ebrausgaben im Or- dinario in dem Etat von 1873 gegen das Jahr von 1872 11171 mehr als 12 MiÜionen Thaler gesteigert haben. _Wenn efragt wrrd, ob ich nun aus dieser Bemerkung den Schlu ziehe, da?_ es _abxolut un- [ich sei, für das Jahr 1873 und vie sicht aucb ur die olgenden Ja re au die Einnahme aus der Zeitungs-Stempelsteuer zu verzichtexi, so age i nein. Meine Herren, Was [oute das wohl uberbgupi fur ein Finanz-Mmister sein, der davor zrtquchreckQ wenn ihm in einem Jahre 600,000 Thlr. _ oder nach dem mendement des Herrn Abg. Berger 900,000 _Tblr. _ entgingen auf die, c_r bät_te rechnen_ könrren! So ist unsere *Fmarleage nicht, daß solcheKkemigkeiten wirklich emen Yyßen Einflu aqubtetz. Aber. meine Herren, Wenn Sie eßt de-

eiiren WO enz . wir geben die ZeitungssteUer _an “, 10 haben Sie da'm1t' nicht blos für das [aufendZ Jähr, mcht nur fur das Jahr, in welchem ww uns in einer so glucklichen Lage befinden, die Einnahmequelle aufgegeben, sondern Sie geben fie für aue ZY- kunft auf. Da leugne 1ch m_m U_1chk, da allerdinJS sehr wohl die Frage entstehen kann, ob Wir n_ich_i no Weiter e)ende Bedürfxnffe zu befriedigen haben, deren Befriedi an uns me r am Herzen liegt,

mag. Wenn wir uns an den Zeitpunkt zurückerinnern, 1v0ic_h im vorigen Jahre die eben auch in i rem Schlußsaßx derlesene _Erklarunß abgab denn Werden Sie fich doch vergegenwari-tgen mussen, da wir keitdem mit Ihrer voÜen Zustimrnung den_ Staatshaus- balts-Eiat für die Provinzialfonds und fur die KretSdrdnun? unt Vier Millionen Thalern dauernden Llusggben belastet )aben, eine AuSgabe, an die im April vorigen Jahres m_de_r Thai noch nicht edacht wurde. Sie werden fich ferner vergeaxnivartrgen mussen, _daß ?ür das Schulwe1en, für UnterrichtSzWecke mri Ihrer voÜen_BeW1Üi- an und vielmehr auf lebhafte Anregung von _Jk)rer Seite große ZNeFrbewiÜigung-Zn erfolgt_sind, und da Wir zu vrelxn_ andernZWLcken des öffentlichen Lebens große dauernd? 5.) uSJabcn b;“yoiüigt haben. Y_us alledem ziehe ich nicht den Schluß, das; Wir unbedingt den Saß [)m- steUen könnien: auch wenn es der Wille der Landesvxr- tretung in ihren beiden Körperschaften [em sollte, auf eine 10lche Em- nabme verzichten zu Wollen, die Erklczrung _abgeben _zu 1v0llen, daß die Aufhebung diessr Einnahme Wichtiger fer als Wie allrs andere, was Wir dem grgenüber mit dem bexreffenden Geldbetraxze vornebmerr können, _ daß dann die StaatSregierung bebaupter mußie: das sei unmöglich, darauf könne man fi_ch absolui mcbt ein(gffen. Dggegeu aber, meme Herrxn, kann ich die Situation auch kciyeswegs 10 an- getban finden, daß nun uns plötzlich l)ierz_uge_mutbet Wird, noch bevor die anderen ZWecke sicher gestelli find, ein1olches Ge1eß zu erlassen und eine dauernde Vcrzicbtleistung eintrcxen zu lassen. Ich glqube mich von dem Standpunkte aus, dcn [ck etzinrl)_1nc,_dem Rai[)e_mei_ncö Herrn Koksegen anschließen zu können, _da13 Sie die Sache mrt Bor- sicht und mik reiflicher Ermägung betreiben _mogcn. _ In der Von dem Abg. Dr.Windthorst__(Mepp-3n_) an- geregten Diskussion über die Tagesordnung der nachsten_Silzung äußerte der Minister der geistlichen rc. Angelegenherten 1)r. F alk mit Bezug auf kfx von dem genanriten_Abg_e0rdneten hervor- gehobenen Bedenken, ob es zulä1fig _1et, m die Beratbung der Kirchenge1eße einzutreten, bevor die Verfassungsverandrrung publizirt 1ei: _ _ Meine Herren! Die Bedeutung der_Angrsegrnbeix Wird es r_echt- fertigen, daß ich in eine Frage eintrete,_dle erFentlié eme _Frage diefes auses aÜem ist. _ Ich habe früher jyirderbot (He egenberi gehabt zu etonen,_ Welch außsrordeytliches GeWicht_ die Sxaaisregierunxx _daraus [rgb daß nicht drr Schluß der gcgenr0äri1genSe1si0n drr vollstandigxn Erörterung der geznacbien Vorlagen em Ende bereiie; Ich kann Mic_l) nun der Beforgniß schwer entf lagen, daß,_ Wenn die Yuffassyng, die der Herr Abgeordnete ])r. Win thorst eanxckclt bat, die Zustimmuxig dieser Hohen Versammlung erlangt, dasxnige, 1095 die S_iaaiSrcgie- rung für ein Uebrl bält, eintreten möchte. AÜerdmgs,_ meme Hrrrey, giebt es noch einen WSJ, der diesem Uebel cnigebsn laßt, _ das ist die Verlängerung der Sc1si0n bis Weit in den Soxnmer_ Aber, meme ._Hcrren, ixb gkaube, auch das Werden Sir fur _em Yebel )alten und für ein recht schwer zu eriragendes. Eixnx nahere Ausführung ist kaum nötbig, um das darzuibuxr Dxe1e beiden Uebel, glaube icb, müsxen Vermieden _werden. _Ste können nur _vxr- mieden werden durch aldigen Einrriti m die Debatte. Freilicb dürfte man das nicht ihun, Wenn in Wahrher? die Verfassung und dcr darauf geleistete Eid 10 aufzufassen Pars, wre_das eben der Abg. Windtborst gethan bat. Ick) Habe bei Exner fruheren Verbandluzig bereits die beutige Diskussion etwas zu antizipiren gesucht, indem ich als meine Auffassung von der Sa_che zum Ausdruxk brachte, die Ver- Lassung bkeibe völlig geWahrt, _msofern nur diejenigen _Geseße,_ um erentwillen _ das ist 1.1 die nachste Veranlassung _ de_er_1a11ung einer Verändrrung unicrworfen Werden 1011, n_1ch_t ebrr publizirt wer- den, als bis die legale PUblikation der Ver1_a11r_mgsanderung vorgzz- egangen ist. Das ist meines Eracbtens der richtige_Siandpunkt; 1u_r Heine Einhaltung würde 1nanja_Kauie[e_n treffen k0n__nen. J dar1, dazu bin ich ermächkigt, dre bestimmte Erklarung cwgeben, daß die SiaatSrrgierang zu einer Pyblikaiixyn der etwg von beiden Häusern beschlossenen Fassung rrr Gc1eßenfwurfe iiber dxe Y_orbildxmg der Geistkichen und über die Di-Zzipliuargrwalt _mcht schreiten erd, es Lei denn, das; vorher die Verfassungsändcrlmg die Zustimmung aÜer Fa toren erhalten habe und verkündet 12i._Jch-k0n_nte mn“ (m_ch denken, daß eine Sicherstellung Jbrsrsciis durék) cn_1_e Em1cha1mng LlnCs Pars- grazyhen am Ende dieser beidén Gcfcßeniwurfe noch bcs0ndcrs herbei- gefuhrt Werden könnte. _ _ _

Der Hrrr Redner haf noch bc10nderes Gewicht darum gelegt, _daß er nicht wisse, wie sich das Herrenbaus und WTS die Krvne sick) gegenuber den Verfassungsändcrungen verhalten Wrrdr, und damit angedeutet, daß vielleicht ganz fruchilose Arbeit _gcmacbi. lyrrde;_ _10 lang; da? andrre Haus seinen Beschluß nicht gefaßt bat, wrrß1reilich auch 1ch1_nchi, 101€ dasselbe beschließen wird; soviel abrr 106113 ick), daß, Wenn_dic_pr01ek- iirte Verfassungsänderung die Znstimmmxg dcs a_ndernHau1es in léga- [er Form erl)"1t, die Krone dic1rlbc brklzicben wrrd._

_ Von dem Abgéordneten 0. Brandt ift folgender An- trag eingebracht Worden: „. _ _

Das Haus der Abgeordneten 100116 beschließen, nachfolgendem Geseßeniwurf seine Zustimmung zn geberx:

Entwurf eines 636181396, brireffcnd dle Nufbebung_der L_[ller- Höchst en Kabinets-Ordre vom 11. Jun_i 1825 uber die Vrr- gütigung für die von GrundbrfißerL ans thren Feldmarken zum Chausseebau bergegebencn Feldstemc', Sand 1_1nd Kies.

- WirWil elm, von Gottes Engden Konig von Prexißen 2c. vcr- 0rdnen mit Zu timmung beider Häu1er des Landtages 1ur den Um- fang der Monarchie, Was Folgt:

(Einziger Paragraph.

Die Kabineis-Ordre vom 11. Juni 1825, betreffend dir «Isr- gütigung für die von Grundbxsißern aus ihren _Feldniarken_ zum Chausseebau [)ergegebencn Feldsteme, Sand und Kies Wird [Uermxi aufgehoben.

Urkundlich 2c. _

M 0 t i v s

Die Beratbung und Be1chlußfafsunxi_ über das Erpropriations- Gcseß wird in dieser Legislatur-Periode nichr mehr stattfinden.

Statistische Nachrichten.

Die Statistik über die Seeunfa[[e_ und Nettungen an den deutsdchen Küsten im Jahre 1872 ist kurzlrck; 0011 dem Bureau der rutschen Gesrllsckmst ausgegeben Words:). Dieselbe eni- bält einen Auszug aus den Statuten, betreffend Belbbnungen, Ret- tungskosten, ülfs- und Bergelohn und Notbsignale, 1erner einen _ta- beÜarischen Ruckblick (m_FK die Seeunfäkle m 1871, darin den Vsrtcht über Schiffbrüche und ettungen in 1872, em Verzeichniß der Rot- tungsver1uche drutscher Rettungsstationxzi, einc TabeUe der Seeunfalle in deutschen Küstengewässern 1872, Leistungcg der_deutscben RZttungs- stationen und endlich eine tabellarische Ueber11cht uber die UnfaÜe des Verflossenen Jahres. __ _ _ __ _

Die ahl der Seeun1alle an den rcur1chen Ku_1ten betru im Jahre 187 129 (gegen 94 in 1871), von denen aklerxx 69 au dxn stürmischen November kommen; von letzteren fallen Wieder 57 aÜem dem furchtbaren Orkan vom 12./13. JFZvcmbcr 1872 zur Last. Von den im Jahre 1872 verunglückten Sch111en_ waan 79 deutsche (1871: 65), großbrikannische 11 (1871: 12), medrrlandqchx 6 (1871: 4), dänis e 5 (1871: 1), schrvedifche 12 (1871: 1), norwegische 6 (1871: 4), rusfif e 7 (1871: 1), französische 1 (1871:_ 0),_unbekannt_2 (1871: 5). Im Jahre 1871 verunglückte auch 1 amerikax111ches_ Söhrff, Wahrend 1872 auf SYißc diexer Nation ein 11nfgl1_n1cht trifft. Unter den__ ver- unglückten S i en be anden fich: _70 See1ch1ffe (1871: 35), 54 Kasten- fahrer (1871 : 54) und 5Damxfschiffe (1871 : 5). Was denOrt, axiwelcbem die Schiffbrüche stattfanden, etrtfft, 10_entfal[en auf die N0rd1eekuste 50 gegen 55 in 1871 und zwar: zwnchen CMS und Weser 22 (1871: 26), zwischen Wexer und Elbe 8 (1871: 5), m_Ä der _Elbe und an_ der schleswi -holsteini (ben Küste 20 (1871: 24). uf die__ Ostf eekustc trcffen 9 Schiffbrüche gegen 39 m 1871 und zwar: Kaste von Schles- wig-Holstein 35 (1871: 10), Küste von Mecklenburg 10 (1871: 1), Küste des Regierungsbezirks Stalsund 20 (1871: 6), Knste der Re-

an der Nordseeküste durchgangis viel zahlreicher a[s_an der Ostsee- küste Waren, ist im verfkosset-en Jahre das Verhältniß eiu umgekehr- tes geWesen. Die nachfolgende Uebersicht läßt dies recht dcutlich er-

kennen : Zahl der vxrunglückten _ N0rd1' eeküste. Ostseeküste. Schiffe. Zahl. % Zahl. ] % 1872 129 , 61,3 1871 94 55 58,5 39 41,5 1870 103 76 73,8 27 26,2 1869 114 71 62,3 43 37,7 1868 115 71 61,7 44 38,3 1867 128 66 | 51,5 62 48,5

Die WM der _bei den im Jahre 1871 vorgekommenen Seean- ällen nachrveislich in Gefahr gewe1encn Personen belief 1ich auf über- aupt 793 (gegen 509 m 1871), von welchen_745 (1871: 460) gerettet

Worden_find. Die Rettung erfolgte durch Kusienrettungsßaiionen bei

34 Per10nen (1871 bei 59), durch _Lnndbülfe bei 234 Per10nen (1871

bei 107 Personen), durch Seebülse bei 64 Perfoncn (1871 bei 66

?)ersonen), durch Selbstbüse bei 413 Personen (1871 Zei 228 Per-

onen). Die Zahl der nachweislich umgekommenen Per10nrn be[i,ef

fich auf 48 gegen 49 im Jahre 1871. _ _

_ Das kiirzlich herausgegebxne Jahrbuch fur das Brig? und

HüiteUersen im Königreiche Sach1cn1ur da?) ngr 1873 (Freiberg,

in Kommission bei Craz und Gerlach) entbaxt 1taii_st11Lbe Mit-

theilungen über das Berg1ve1cn im Konigretch Sachsen, denen wir die nachfolgenden Angaben entnrbmrn: _

Jm Jabre1871 be1tanden im Königreiche Sach1_en überhaupt

569 Berggebäude, nämlich 307 Crzgruben, 86 Steinkoksenxverke

und 176 Braunk0bleniverke. Der Flächeninbalf drr Grubrnselder

die1 er verschiedenenBergwrrköunkernehmungcn betrug im Ganzen 36,095,2

ekr_„ Wovon 22,583,2 Hrkt. aufdenErzbrrgbau,11,325,2 ekt. aufden iemkoblenbrrgbau, einschkießlich der Anthraciiwerke und 186,8 Heki.

auf den Braunfobwnbergban _cntfallen. Dir ge1ammtr Produktion dieser Werke belief fich einer B616gschaft von 28,416 Beamten und

Arbeitern _dem_ Werthe nach im Jahre 1871 auf 12,929,360 Thaler.

Es find namlicb gefördert Worden an Erzen «[[Lr Art 914,095,7 Ctr.

für 2,141,759 Thlr., an Sieinkoblrn 57,768,268 Cir. für ]0,139,978

Thlr., an_ Braunkohlen 11,446,794 Ckr. für 647,623 Tblr. Aus

einem Tbetle dcr produzirien Stein: und Braunkoblcn find dargestcÜt

Worden: 1,478,193 Hektol. Koks fiir 385,704 Thlr., 4,902,100 Stück

Briquetts für 23,693 Thlr. und 60,149,152 Stück Vraankoblenfiegel

für 110,273 Thlr.

Die Zahl der beim Bergbau im Jal)re_187_1 tödt1ich verun-

glüthen Arbeiter belief sich _an 67, 10 daß a110 bei_ 27,693 be- chä1tigi'ge10escnen Arbeitern aus je 1000 2,419 UnglückRäÜe treffen.

eim Erzbergbau, Welcher 9332 Arbeiter b€1chäskigk€, verung1ückien

14 Mann (auf 1000: 1,500) und zivar durch SteinfaÜ 2 (0,214 auf

1000) in Schächten 6 (0,643 auf 1000), in bösen Weitem und durch

Ma1chinen je 1 (0,107 ans 1000). Beim Sieinkohlenbergban mit

14,642 Arbeitern verunglückten_40 Mann (2,731 auf 1000) und FWU]:

durcb Steinfall 21 (1,434 aus 1000), in Schächten 12 (0,819 auf

1000), in bösen Weitem 1 (0,068 auf 1000), durch Ma1chinen 3

(0,205 auf 1000); beim Braunkohlenbcrgbau mit 3719 L_lrbeiiern 13

(3,495 auf 1000), da00n durcb Stcinfall 9 (2,420 au110_00), in

Schächten 1 (0,269 auf 1000), in bö1_en Yorifern 3 (0,806 aus 1000).

Die Ausgaben für Ge1undhritspslegs, wclche _bei dem Erzbergbgu

für das ständige Personal 0011 dem Gruben 1e[b1t, bei dem_ Stein-

koblen- und Braunkolck1enbcrgbau dagegen von den Knappschasts- und

Kranksnkasscn übertragen Werden, Ftellten sick) im Jahre 1871 bei eiiier

Belegschaft v0n_ 27,709 Mann aus 106,154 Thlr. 17 Ngr. 5 Pf._, mt

Durchschnitt_al10 auf 3 Thlr. 24 Ngr. 9,3 Ps. vro Mann. Ber den Berg-Knapmc'haftskassrn, dcren Mitgliederxabk fich auf 24,784 belief und wclche 0011: Jahre 1870 einen Kassrnbrstand Von 1,081,644 Thlr. 2 N r. 2 P1. übernahmen, betrugsn im Jabra _1871 die Cinnabmen an eiträgen_dcr Mitglichr nnd Werks, Zin1en rc. 357,551 Thlr. 20 Ngr. 1 Ps., dir AuMabrn_ an_Penfi0nen, Krankenlöbuen xc. 279,223 Thlr. 20 Ngr. 9 Ps., 10 daß am Schlusse des ngres 1871 ein Kassenbcstand von 1,159,972 Thlr. 1 _Ngr_ 4_ P1. verblirb, im Durchschnitt 46 T[)1r._24 Ngr. 1,0 Ps. fUr 1edes Mitglied. Die Zahl drr PenfionSemp1ängcr bclirf fich auf 2086 Invaliden, sowie 7759 Wittwrn und Waisrn. _ Die Kranken- uxid anderrn Un- tersiüßungkassen zählten 1456 Mitglieder;_dcrKassrnbe1tand aus 1870 betrug 4518 Thlr. 24Ngr. 7P1., die Gc1ammteinnahmen„4220 Thlr. 20 Ngr. 8 Pf., die Gesammtansgabcn_ 3690 Thlr. 29 Sgr. 7 Pf. Der Anfang 1872_00rbandrne Kassenbestand war 5048 T_blr. 15 Ngr. 8 Pf. oder durch1chnittlich 3 THE. 14 Ngr. 0,2 Ps, fiir jedes_ Mit- glied. _ Die Schnikassen bei dem Erzb€rg_ban, aus wcklchen fur dcn Schulunterricht an Bergmannskindcr Unterstiißungrn ge1vabrt werden _ im Jahre 1871 an 9733 Kindrr mit 10,232 Thlr. 3 Ngr. 1 Pf. _ hatten am Scbkusse des Jabrcs 1871 einen_ Vermögrnsbrßand _von 12,301 Th1r. 20 Mgr., die Sti1iungskasscn bri dem Erzbrrgbau emen solchen won 52,725 Tl)_[r., der Magazin- und Theuerungszulagey-Fonds bei Erzbergbmr rincn 101chcn 0011 319,756 Wir. 2 Mgr. 8 P1“. Das Vermögen sämmtlichcr beim Vsrgbau bestebsndrn UntsrstußunnskaYen belief M) am Sch1Ussé des Jahres 1871 (W zu1amm_en 1,549, 03 Thlr. 10 Ngr. und war um 61,210 Thlr. 1 Ngr. 9 P1. Hoher, als am Schlusse des «Zorjabrs. _ _

L_Oie fiskali1chen Hntfenrverke Sach1en§ mitdcn dazu gehörigen chemi1chen und MctaÜwaaren-Fabrikcn und anderen Betriebsimstalten beschäftigimx im Jahre 1871 überhaupt 1568 Beamte und Arbeiter und produztrien cm Gold, Silber, W[ci und anderen Metaslrn, Me- tallwaaren und Mctalloiden überbaupt 379,334,25 Ctr. im _Wertbe v0n 3,968,298 Thlr. Es Übersteigt der Werts) dieser Produktion denjeni- gcn drs V0r1abres um 300,000 Thlr. Insbewndere bat fick) _das Al_ls- bringcn an Silber, Zink,.KnNewiiriol, Schwefrlsäure und Ar1enikalterx bei den fiskali1chen Hüttenwerken Freibergs, das an Kupferwaarexi bei dem Hammertverk zu Grünibas, 10wie das an Nickelpr0dukien_bei den BlaufarbLUWerkcn S neebergs rrbrblich Vermebrt. _Verungluékungen find im Jahre 1871 ei dem fiskalischen Hüttey1ve1.n_ nicbt vorgekom- mcn. Was den Zustand der bei drm Hiittenrvx1en be1tel)_e_ndcn Kyapp- schafts- und anderen Unterstützungskasxrn betriffi, 10 10811811 die1e1ben am Schlusse des Jas res 1871 ein Ge ammivcrmögen von 94,487_T[)_[r. 13 Ngr. 8Pf. nach. ieIKriappschastskassen, 10e[che 1169 aktiv? Mitglie- der batten, versorgten 170 Invaliden, 294 Wifiwcn und 172 Waisen, der Vermögensbestand betrug Anfang 1871 62,024 Wir. 1 Ngr. ZFH die Einna men 43,992 Thlr. _ Ngr. 1 Ps., die AUIJaben 15, 97 Thlr. 17 1gr., das Vermögrn Ende 1871: 90,018 Thlr. 14 N_gr. 9 Pf, oder im Durchschnitt 77 Thlr. _ Ngr. 1 Ps. fur_1ede_rs aktive Mitglied. Unter den Einnahmen von 1871 befinden fich_inde13 26,730 Thlr. 15 Ngr. 8 Pf., Welche nacb Yufl)rbung_ der Freiberger Berg- magazin_an_1__ta[t vom Staate dcr Huttenknapmchastskasse uberWtesen worden in .

Die BergakademieZzn Freibßrg, Webbe im Laufe _des Jahres 1872 eine vollständige Umändcrrmg nicht mir durch Erweiterun des Siundenplanes, sondern auch durch andere der Neuzeit exirspre epde Einrichtungen erfahren haf, verfolgt daß Ziel, in einem drri- bis vier- jährigcn Lehrgang? einc mög_lichst 00111tandtge Ausbildung in "den berg- und hüttenmänni1chen Wi11rn1chaften mit Einschluß des Maschinen- wesens zu gewähren. Die Lluzak)l_ der auf derselben Studirenden be- trug am 31. Oktober 1872 (Lehrjahr 1872/1873) 76, nämlich aus: Deukschland 22 (darunter 10_ Sachsen), Luxemburg 1, Oesterrei -Un- garn 4, der S weiz 3, Rn land und Polen_8, Serbien 1, der al- lacbei ], Grir )en_[and 5, _kalien _3, Spanien 2, Portügal 1, Eng- land 6, Nordamerika 13, Sudamerika 3, Mexiko 2, Ostindien 1.

Kunst und Wissenschaft.

Das Kaiser1iche Königlich österreichische Ministerium für Kultus und Unterrt_ t hat, nach einer Mittleilung in der „_Oesterr. Wochenschrift f_. Wi [. u. Kunst“, den Dir or des Oesterreichischen Museums bequ1tragk,eme umfassendewissenschaftliYeBe chreibupg samuxt- lichcr PWV1_nzral-Mu1een der cisleithani_1_ eu änder in Angriff zu nehmen, cm Werk, das Jahre zu seiner Vo endung erfordern wird, und das erste derartige Unternehmen in Dcukschland lst_ nachdem

gierungsbeZirke Stettin und Cöslin_9 (1871: 14), Küste_ des Regie- rungsbezir s Danzig 1 1871: 3), Kuste des Regierungsbezirks Komgö-

,als „uns die Erleichterung von di er

K

teuerlast am Herzen“ liegen-

" berg“4 (1871: 5). 'Wä end in früheren Jahren die SchiffsanfäÜe

Wgüerstein-Weyerns Versuch erfolglos blieb. Frankreich it mit der- ariigen Arbeiten vorangegangen.

„**,.- „: .-

...-„4:4. «“ *-

*;xqusé._.“,„_;...-:„c:1e ... :. ":*. .:.. .“

. -«;.ch-*-;-"-MWl-*RS1 5.1.4.2, *.*»x.43:.*r.:z-*x.7.*-q «;;-MW,?YUZYZM. .*»;- .:.-ZU:,» * :* ._1 ',:“11 * :"“ „..-4." 19.17.35

..ck-5.5.21“ *

.“ . -- „;ck-„:.;