1873 / 61 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger, Mon, 10 Mar 1873 18:00:01 GMT) scan diff

Belgiens und dxr Versinigten Staaten eine Nickeliexxirung treten zu lassxn. Bei die1cn Münzen ist die Wahl des Munzmetallß ohne Rücksicht auf den Werts) lediglich nach_Gefick)ts1_)unkten_ der außeren Zweckmäßigkeit zu treffen. Die _btsl)erxgen germghaütgen Silber- scheidemünzen lassen, wenn sie eimge_ Zett m Gebrauch gxwesen find, von ihrem Silbergchalf nur noch eme schwachc S_pur er1chetnen,_ so daß die Vcrwendung des SiWers, 1velches_schwer Wreder auszuxchetden ist, ihrenZweck verfehlt und daher als cme VexschMndung ersémet. Wird eine Weiße Metallegirung a_us Kupfer 1xnt_Zusaß von chckel, vielleichf nuch etwas Zinn oder ka ohne Benmschung yon Silber gewählt, so erhält man ein Münzmetakl, Welches sich durcß ferne Farbe Qwel)!“ von dem Silber als _auch von dsm Kupfer ngehhaltgg unter- Zckxeidet, weniger Scknnuß anmmmt, (115 das ge_ringl;_altxge Saber und dcr Abnutzung und Oxydation __anscheinxnd bxstcr 1v1derstxlckt, als das Münzmetall unserer Groschenstuckäe. Die Munzcn «_us dxcsem Metall können etwa?) schwercr mthepragt wcrden, a1s_*dre klemen leber- scheidemünzeu, weil ihre Far_be fi9__vvn dcn Sckhcr- _Und von _den Kupfermünzen leicht 11n1crschetden laß]. _C'ndltck) Wird die 2811171 dxefgs Münzmetalls auch eine mchk unWe1entl1che Kosten-Ersparmß herber- ülren. _ _ _ f ) BelgicnRhat solche aus 75 Prozent Kupfer und 25 Prozent Ntckel be tel enden “Tänzen zn _ __ _ HsCZnts im Gewichtvon Z Grammcnund _1_k_1M101meter Durchmes1er, 10 [ |, * !, W !! ss 2 ,s, 25 k !! _ _ Die 20 Centsfti'töke abcr Werden, wahrscheinlich Werd ste un'bchsm und gegen den inneren _Wertl) __ '.m Nomntal- Werth zn Hock) befunden find, m_cht me1)r_ gcpragt. Dre beiden erstgenannten Sorksn sind um _1/5 1111 Nonnnaertl) _gertnger, a_ss unsere 5 und 10 Pfcnnigstücke sem Wurden). Das Mnterxal komxnt tn diesen Nickclmünzen, wcnn auch_ das Ntckcl tm Preise 1cl)r gksttxgen ist und ferner 11011) steigcn jvtrd (1_ Pfund koste? 1c13_1 e_twas__uber 3 Thlr.), viel billigsc zu 1165971, als 111 umexcn Sx1ber7ch€1dem1mzen indsm 1 Pfund Nicksllegirung ca. 1 Thlr. kojten wurdo, wogegcn das Pfund 1/12 Thalcr-Silber 12 THnler, das annd 1/3) und %o Thaler- Silbar 7 Thalsr kostet. _ _ _ __ _

Nimmf man nun, da die Ntckel1nnnzcn vtel großcr_g§[)alt_cn wer- den können, an, daß das 10 Pfennigftück etwa 10 Tannndthcxle (100 Stück : 1 Pfund) und das 5 Pfennigstükk etwn 6 T_auscndtherle (1663.- Stück .: 1 Pfund) wiegen würdx, so beträgt dre _Dtffexenz zwischen dem MetallWLrtlx und dem Nommglnnrxl), Worans dxe Prage- kostcn zu bestreiten sind, für das Pfund Ntcke'lmnnzc'n nut 25 Prozent

?)"ickel el alf [ g ) bei dsm 1_1__) Pfennigstück ? Thlr. ZZ Sgr.

)- )- )) s _ )- da c en die Differenz zwischen Metall: und Nommalwwctk) fur _das PLUHD dcr Sil'bersébcidemünzen bei don 1 und Z Silbergry1chens1ucken nur 17,7 Sgr. Bei diesen Vl€[ gcrmgercn Kosten der N1ckell_c_g1rung, vertxlicbtén mit denen der Silberlegirnng,_ könnteman_al1c'rdn_1gs xurchten, daß die Nickclmünzen Werden nachgeprczgt Werden,_1n Belglcn oll_man 'edocl) davon nichts bemerkt haben, vxelmehr Unt dcn Ntckclmuuzen Fehr zufrieden sein. __ _ __ _ _

Die nähere Festskcllung der zu 1vak)[e_nden Zchkcllchxung, ebenso die Frage“, ob dem Kupfer d€r 1_und__ 2chnntgxtuckch Welche ds_r Ent- wurf als Kupfersthcidcmünzkn 5815851111, em Zu1_a13 zu gcbcn sel, Mrd noch der technischen Erwägung unferlteYn mussen. Der Entwurf behält die Entschließungen Hierübsr dcm undesrntl) vor_(Art.2§. 3).

Für die Münzen aus unedlen-Metallen 111 als gememsames Ern- blem das R€ich61vappen gelef. _ _

Die im Ark. 4 vorgeschwgene Bemessung des Maxxmnlbctra es der ausZUPrägendkn Scheidemünzen anf 21.“ Mark pro Kopf d_e_r 5 e- völkerung stimmt mit der im De_Paraf - Axt. 7111. zudem Munzver- trage vom 24. Juni 1857 _in gleicher Beznhuug gxtroffenen Yerabre- dung überein. Ebßnso ex1t1prich1 dre Bcsttmumng 111 Art. 8 nber den Betrag, bis zu Welchem Sch_eidemünzen nus uncdk§z1Mctallen _m Zah- lung genommen werden 1111111911, der M MMM Mnnzvkrtrage uber die SÖeidemünzon gctroffencn Verabrsduug. _

Was dlc Kostcn dsr Umjvandlung des gesnmmfen Munzumlanfs angeht so entspricht es dem Vorgange dcs Gsxeßes vom 4._JDez€mb_e_r 1871, Yowohl die Einziehung der umlaufsnden,_ als (1an dre Anspra- gung der neuen Münzen aus chhnung des RUÖZ zu ubernehmen.

Das; die Einziehung dcr_ LandsS-Gold; und _dkr groben Silber- münzen auf Rschnung VSI Retchs geschehe, Ut bercrts durch das oben erwähnte Gesclz ansgssprocknn. __ _ __

Die Möglichkeit, in Bstrc der Silbcrnmnzcn durck) den vor- licg-kndcn Entwurf cin andarss rinzip zur Geltung zu O_rmgen, mag zugegeben werden. - Jude); ist davvn ans ugéhen, dax; drs Umwand- lung des Münzsystcms im gcnninsch9f111_)_en Jntkrßsse a11e__r BnndLH- staaken vorgenommen wird, und da); dtexer (Hernexnscßaftlrchken dre Unglcich1yeit dcr Lasten, Wache durch die C'mzxchung der Landes- münzen auf Landesrechnnng für die emchnsn Bundesstaath cntsxesxn würds, wenig entsprechen würde. Drew Unglerchhetx wurdeJ 1br€n Grund Haven,? thcils in dem chhiedeMn Maß der_m dcn__cmze1nen Staatkn stattgebabfen AuSprägungcn, 1661123 durin, daß die Mnnzen der T1m1crländer vorläufig Mnigstens fast 1ämmt11ch in DZI neue Sy11__c1nber- übsrgenommcn Werden. Diejenigen Stantsn, dcrc'n fruhxre Nuspragungcn eincn größc-rcn Umfang, als den dnrchnhnittüchkn crretchcn, Haben mcht nur das eigens, sondern auch die Gebiete ande_rcr"-„Staatc_n'- nntden nötsxigen Unnaqunittcln 1161166611. (Fs würdc_mch1 geréchtssrkxgt 1em, ihn:)! dsslNlb “jetzt in Gestalt der KMU) dsr (Finzxchung [h_rer Lande?- münzc-n einc größerc Last als die matrikulnrmaßigenufzuburdan. _Dn: Ersparnisse ferner, Welche durch dic Vorläufige meehallgmg ngtssLr LandeSmünzen denjenige11S1aatcn einstM_i[m1chac_hsen_ wurden, 11961th dieselben a11§gcgeben haben, smd als zufällige Rückwnkunan der M gemein1chaftlichen Interesse getroffenCn reichsgescßlichcn Bestnnmungen zu betrachten, Rückwirkungcn, 119819130 bisligenperw durch _Uxbxrnahme dex__Ein3ic[)ung auf Rcichskosten aus die Gememschaft Vertbetlt werdcn mu en.

Wenn somit an der Einziehung der groben LandeSmünzxn auf Reichskosten festqshalten werden muß, so würde es eine Jnkomequenz sein, Wenn in Öetreff dsr Kosten dcr Einziehung dEr Landesschside- münzen eine andere Bkstimmnng getroffen Wsrden WWS. Dj_c Lage ist hier nur in1dsern eine andere, als der Berkel): in Süddcuxxcbland noch die histori1ch crsrbtc Last einer Ueberfülle _von im Gepräge vcrwischter Scheidctnünzen frägf, wähxend NorddeuMhland die ältchn SÖeidemünzsn längst _eingezogen hat. Allein (hon der auch "hier zu- 1reffende Umstand, dax; das _neue S stem YU ig die vorläußge Bei- behaltung cines großkn Thexlcs an der cheidcmünzen der THaser- währung erlaubt, die Belastung der LnndeökasÉn mit dcn Einziehungs- kosten also zu einsr außerhalß dsr __Absichk der escßekiegenden Ungleich- 1näßigkei_t führcn würde, 1prtchf_f_nr dee L_lnMndung dss Prinzips dcr Gemeimchaftlichkcit auch auf _dte1cm (532171916. Außerdem ist die Ein- ziehung der Landssmiinzkn in ihrer Totnlnat inßAnge zu fassen. Wie Wett bci Uebernahme dcr Kosten der_wlbkn auf_d1e Reichskaffe für die einzelnen Staaten je nach den Munzsorten ckcm Gepräges, die zur Einziehung gelangen, im Einzelnen Vortherle und Lasten fich gegen- seitig aufwiegcn, [äyzt fick) nicht wohl der_echnen; alZein Wenn man alle einschkagendcn Verhältnisse in?) Auge faßt und dre_n_ationale Bedeu- tung der mjt dEr Vergangenheit des deut1chen MstnzwjtemH _ ]oWeif yon einem wlchcn überhaupt die Rede sein konnté -_ ab1ch1ießenden Reform erwägt, so kann m_an fick) dcr Ueberzengung mcht verschließen, daß nicht 1_1ur_dic Z1veckn1äßigkcit,_fondcr_n auch die Gerschjigkeit dafür jpricht, daß die Kosten dieser großen Rcftxrm, die im Laufe der Jahre 111 Gext__alt ciner ReuHerstellung des gc1ammtsn Münzumlauss zur DurchlÖrung gclnngen wi_rd, vom Reich übernommen werden. _

,s ommt _hmzu. daß von einem Theilé dsr in SüddeuMhland umlaufenden _Stldersche1demünzpn dW (chnäge nich1 mehr _crkenn- bar ist, mithm ber Anwendnng 105 P..:„„,.-, saß dix Landes1cheide- münzm auf Landeskostkn etnztzzxe[)en,_ bei einer großen Menge von

1

Münzen gar nicht mehr festzustellen )„cin würde, 1er die Kosten der_

Einziehung zu tragen hat. _

Ist somit davon nuLGgeHxn, da[; die Kosten der_ Einziehung der Landeömün en vom Reich zu Ubexnshmen find, so folgt von selbst, daß dem eiche auch dre Vorthetle zufalken müssen, Welche sach bet der Ausprägung der neuen Munzen ergeben; denn diese Vortheilc

Zahlungsverpftichtungen. Die in Bremen und Lübeck 5651th EMW?-

bilden die naturgemäßen Deckungsmittxl für die Kosten der Einzie- hung der Landeömünzen. Das große Werk der Umwandlung unseres Mün'zumlaufs läßt fich auch _m Rucksicht auf die Kosten und Vortheile, welkhe fick) ber Ausfßhrung dessckben in_ seinen yerschiodenen Theilen ergeben, mcht audeinander reißen; es muß als ein einheitliches Ganzes aufgefaßt werden, Wenn es nach einem eßnheitlichen Plane zur aÜgemeinen Befriedigung dur?- eführt _Weren 1oll. Soll es aber_ ein einheitlrches Ganzes bilden,_ 0 0191 mtt Nothmendigkeit daß es 111 allen seinen Theilen auf gemetn- schaftliche Rechnung durädesithrt und erhalten Werden muß, daß alw auch nach einhertlichsr Ordnung des _deutschen Münzsystems die [ansetz- den Ans aben, Welche durch die Ausrechterhaltung der Voklwichttgkxxt der Net ömünzen und durch die Ergänzung der Abgänge erfordxrllch xverden , von der Gesammtheit zu tragen find. Für 'die Goldmunzen tst d1e1es Prinzip bereits durch das Geseß Vom 4. Dezember 1871 anerkannt. Für die Si-kber- und Scheidemünzen sprechen gleiche (Hriindc für eine gleiche Behandlung._ Die Munzen werden von den Landeömünzstätfen nicht für den _Landesvcrke r, Fondern für das einheitliche VerkeYrSgebiet de_s Reichs hergeste t, m wc1chem sie unterschisdölos um auken. Die Kosten der Auf- rkchterhaltunq dieses gemeinsamen Um aufs können daher nm; nach dem Matrikularfuße vertbeilt werdcn und als solche Kosten sind )xnrncr nur die Ansgaben zu betrachten, Welche sich nach Abzug dcx Het em- zel_t_1€n Zwergen der Münzvcrwaltung etwa ergebenden Ucber1chnsse er- ge en. _ __ _ _ _ _ _

DiZe chtchtspunkfe rechtsexrttgcn dre Best1mmungen m Art. 6,

Art_. 9 [)s. 2 des Entwurfs, wwie die im Art. 11 vorgkfckzlagcne Aurthng des im _§. 6 des Geseßes vom 4. Dezember 1871 fur dre Bastünmungen die1es Paragraphen in Aussicht genommenen End- termins, Der Art. 11 erthcilt z_u leich die ErmäckYigung zur Zulas- sung von Goldausprägungen aus rivatrecbnung. 5 ei solchen Gdld- ausprägungcn wird zu Gunsten des Reichs ein Zuschlag _zu _den Präge- kostcn erhohen werden müssen, um dre Reichskasse dafur 1chgdlds z_u halten, da[; fie die Kosten der Aufrechterßaltung der VoÜwrxlsngerf auch MF die aus Privatrechnung geprägten Goldmünzen 1'1 erneh- msn mu“. _ _Die dem Bundesratße im Art. 12 ertheilten Befu nixse soÜen thn m den Stand skßen, ni_cht nnr geringhaltige fremde unzen von dexn Vcrkeerernzuhaltcn, wndern erforderlichen FaÜs aux!) dle (_Hold- wczhrung dur thunlichste Fcrnhaliung fremder vollwicbttgex Srlber- munzen zu fichern. _ _ _

Der Art. 13 regelt die privatrech11ichen VerHältniffe bet Emsüß- rung des neuen Systems unter Zugrundelegung des durch das Gesetz vom 4. „Dezember 1871 im Prinzip aufgesteÜten Umrechnungssußes für die auf Silbermünzen der bisherigen Landcswährungen lautenden

rung dsr Reichömarkrecßnung erganLenen Geere Werden durcb diee Vcstimmun en nur in 11ntve1entlichen Punkten crührt. Mit der ham- bur ischen _9 ark-Bankacchnung hatte sich der Entwurf nicht mehr zu )cscdästtgen, da dieselbe bereits aufgehoben ist..

Der Arx. 14 führt nach dem oben näber erörterten Grundplane für die aßmählixbe Unnvandlung des Münzumlaufs die dazu geeigneten Landesmünéen ernstWeilen in das neue System Hinüber.

Der 2 rt. 15 le_galisirt die Verwendung der Landeögoldmünzcn zur Exfüklung der nuf 1olche lautenden Zahlungsverpflichtungen auch nac!) Einführung der Reiclzsgoldwälnung, um den Zeitpunkt dieser Einfüh- rung von der VoÜendung der Einziehung der LandeSgoldmünzen un- abhängig zu machen, Er trifft bezfigliY der nicht dem Thalerfuße an_ge[)ör§ndc*n Silber-Coumnfmünzen, Wel e übxigens vorayssicbtlicl) ber Einführung der Re_ichsgoldwährung zum größten Tbeüe 1chon aus dem strkeln gezogen 1ein Mrden, die gleiche Verfügung.

Dte Y_Y_stimmung im Art. 16, sotveit fie die ErküüunRVon Zak)- 1ungsverpf11 Ztnngen, die» auf Landcögoldmünzen lnuken, in ünzen der Retchskwxdwcxsxrung schon vom Tage des Jnkrasttxetens des (Heßßes ab zu äxzt, 111 durch die Wahrnehmung veranlaßt worden, da an L_andeSgoldmünzen, auf Welche dic1e Verpflichtungen lautxn, „schon jetzt em empfindlichcr Mangel eingetreten ist. Die in dem1elbsn_A11ike[ aus;]xfprochene Tarifirung der Reick)s-Silber-, Nickeb und Kupsermün-

JLU m den Münzen der Lanchwährungen ermöglichk den Umlauf der '

nenen Reichßmünzcn schon vor der Inkraftsetzung der ReicHSmark- Wahrung.

Rußland und Polen. (Monatsübersicht für Febrnar.) Das wichtigste pokitische Ereigniß, die Ver- ständignng mit England hinfichtlick; Mittelaßens, ist soweit er- zielt geworden, daß die Details bei der Ziehnng der Demar- kanonslinie zwischen dem rusfischen und demenglisthen Ein- fLUß einer gemischten Kommisfion an eim gegeben wur- den. Schon seit drei Jahren wurden m freundschaftlickzster Weise eingehende Verhandlungen zwischen Rnßland und Eng- land hinftchtlicl) MitTelaßen-I gepflogen. Nicht Chiwa war dabei der Punkt, wo Anfangs die Anßchten Etwas auseinandergingen, sondern die kleinen Chanate Badakschan und Wachau im Nord- osten von Afghanistan. Da es Rußland einzig um Sicherung seiner Grenzen vor“ den räuberischen Ueberfällen der Barbaren zu thun Tft, so willigte es 3111th in die Inkorp'orirung Vadukschans nnd Wachans in Afghanistan, inde'm England die Garantie _übernahm, daß die Bevölkerung des so vergrößerten Afghanistan gegen Rußland Wirklich und auf die Dauer Ruhe halten würde. In Bezug auf Chiwa selbst macht England gar keine Einwendungen geltend, da dieses CHa'nat für Rußland innerYDalb der angedeuteten Demarkationslinie liegt.

- ie Arbeiten, welche die Einführung der allgemeinen Wehr- pflick)1 einleiten und vorbereiten, gehen energisch vorwärtH. In- dessen ergab die [eßte Rekrutirnng nach dem alten System der Konskripjion fokgendc Resuktate: . Die ganze Aushebung bekrug 124,226 Mann; davon 5611er sich das nationalrusfische Element auf mehr als 90 Prozent; ebenso hoch war auch der Prozentsaß der zur griechisch-rnsfischen Staatskirche ungeschriebenen Rekruten. Lesen und schreiben konnten nur 111/2 Prozent, denn nach dem biHherigen System traf die Konskription nicht alle Stände, son- dern vorzugsweise die_-weniger ebildejen. Im Jahre 1871 be- trug die „Zahl der [ese- und )' reibkundigen Rekruten nur eine Kleinigkeit weniger: eine Zunahme der Leseknnde unter den Rekruten ist demnach wohl zu konstatirsn - eine größere und entschiedenrre Zunahme wird erst nach Heranziehung auch der ge- bildeten Stände zur Militärpfiicht fick) heraussteüen. Um; die Bildungsintereffen möglichst zu fördern, i im Entwurf des Ge- seßes Über allgemeine Wehrpflicht eine na dem verschiedenarjigen Bildung?:grade verschieden abgestufte Dienstzeit angenommen. EH kann Jeder dadurch fich aufgefordert fühlen, einen Bikdungs- standpunkt zu erreichen, welcher relativ ihm nicht zu hock) steht und doch etwaS'Erstrebenswerthes an sich hat, wegen der damit verbundenen Vorkheile.

Die bevorstehende Einführnng der allgemeinen thrpfiicht hat auch schon eine andere wichtige Neuerung veranlaßt, die Ein- führung einer Art Civilehe für die zahlreichenSektirer des rus- fischen Reiches, und die Ueberweisung ihrer CivikstandSregister an die weltlichen Behörden. Die Sektirer der StaatSkirche be- laufen fiel) auf 11 Millionen, und *ihre Stellung zur Staats- kirche ift so beschaffen, daß fie die Civilstanchpapiere derselben meist abweisen, während die von ihren eigenen Aeltesten auszge- steÜten rechtlich ungültig smd. Die Ueberweisung der Civilstands- register der Sektirev an die weltlichen Behörden hilft einerseits diesem Uebelftande ab und gestattet andererseiks der Administra- tion eine wirksame Kontrole. -

Die Errichtung spezieller Stndienkmst für Frauen bei der mediko = chirurgischen Akademie verheißt dem Lande großen

Nußen. Die größeren Städte haben Nerzie genug, die mittleren Wenig, die kleineren noch weniger, und auf dem Lande fehlen sie oft ganz. Die Vermehrung ärztlicher Kräfte durch den starken Zufluß der Frauen zum medizinischen Studium hilft dem Mangel am besten ab. _

Auf der -[utherischen Synode des St. Petebeurger Gouverne: ments Wurden folgende Fragen debattirt: 1) Wie entwickeln fich Dogmen? 2) Wie muß die Kirchenvertvaltung nach etWaiger vollendeterTrennun der Kirche vom Staate organisirt werden? 3) Wie verhalten stcl) Christenthum und Civilisation zu ein- ander? - OOWOHl die Angehörigen der lutherischen Kirchen- gemeinden eingeladen waren, ebenfaÜs sioh möglichst zahlreich bei der Synodalversammlung cinznfinden, blieb dieVetheiligung des Publikums höchst gering. Regeres Interesse zeigt sich bei den gebikdeten Angehörigen der russijch-griech)ischen Staatskirche in Bezug auf die Verhandlungen der sogenannten „religiösen AufklärunngesellWaft“. Die „religiöse Llufkläruxtgsgesellschaft“ bildet einen großen Verein, der unter dem Protektorat des Großfürstcn Konstantin Nikola_jewitsch steht, und für die Dogmen der Staatökirche, und die re igiöse Bewegung der Neuzeit bei der gebildeten Gsscllsthast ein größeres Interesse anzuregen be- stimmt ist. Der offizielle Regierungs-Anzeiger pflegt die Pro- tokoUe dieser religiösen Aufklärungsgesellschaft von Zeit zu Zeit zu reproduziren.

Reichstags = Angelegenheiten.

Stuttgart,_ 8. März. (W. T. B.) Nack) dem heute bekannt- gemachtcn Er_gebmssx der _amtlrcben Zählung sind bei der Reichs- tagsw_a_bl rm zwerten Wurttembergischen Wahlkreise für den frühe- ren thster yon Varnbüler 7601, für Prof. Mack 5928 Stim- men abgegeben worden. -

Landtags=Angelegenheiten.

Berlin, 10. März. In der Sißung des Hauses der Abgeordnekxn am 8. d. M. nahm in der Diskusfton über den Entwurf emes Geseßes über die Vorbildung und An- stellung der Geistlichen der Minister der geistlichen xc. An- Yegenheiten Or. Falk nach dem Abg. ]))". v. (Herlack) das

ort:

Nur zu einex persönli_chen Bemerkung, nicht etwa, meine Herren, um den ganzen, tmmer Wiederum vorgelegten Fragebogen auözufüüen.

Der vcrehrte err Abgeordnete hat seinc VkrWUnderun darüber a11sge1prochc§n daß tcb Vor einnxcn Tagen für den Fall, da der Ge- setzentwurf uber dt? Verfassungsanderung _- nnd nur von dtesem Ge- setzentwurf babe tchdumals gespxochen - dße Zustimmung des andern Laufes erhglten, gesagt habe, daß er auch drs Zustimmung des dritten xaktors ber dcr_Geseßgebung erhalten werde. Er scheint bei dieser Verwunderung cmfach vergessen zu. haben , daß ich diesen dritten Faktor zu vertreten habe und in Folge dessen in der Lage sein muß-

_ (Unterbrechung von der Rechten.)

Nun, _rneme_Herren, Welche Organe sind _denn dazu da, als das Staats-thstexmm, - wer aus dem Ministerium hat denn vorlie- gcnden Fall_es dress Aufgabe,_a1s ich__? Ich bin wirklich vöüig außer Sthde, diesen außerordentltchen Larm über meine Aeußerungen zu ver wen. -_ _ _ _ _ _. -

Ick) _muZ alw mtssen, WW _bex dxescm Faktor die tbatsächlicben Verhaltmffe chen, und mu beanwrucbeu, daß ich voÜ'tändig allein darubex zu bestimxnen ha“ e, Wgs ich in dieser Bezie'lxung zu sagen bercchtxgt und VleÜclchf auch verpfliöhtet bin.

_ -- Der dem Hause der _Abgcordnetßn vorliegende Ge- 12ßentrvuxf,_betreffend dt_e Ausführung des Vorbe- balt-Z bczngltck) der Graf1chaften chigerode und Stolberg tn §. 181 der Kreiöordnung vom 13. De- zember 1872 lautet:

Wir Wilhelu_1_. von Gottes Gnndon" König von Preußen 2c. verordnen zm: AnSsubrnng dcs Vorbehalts in §. 181 der Kreiöordnuns 19011113. Dezember _1872 (Geseh-Sammlzmg 1872, Seite 661) wegen dex, tm standesknrrltchen Besitze der Grcxscn zu Skolberg-Wernigerode, Skolbcrg-«tolberxx und Stolbsrg-Roßla befindlichen Grafschaften Wernigsrode und _Stolbera, nebst Heréngen und Kelbra, mit Zustim- mung “beider Hän1er des 2111th der Monaxchie, was folgt:

5. 1. In der Grafschaft ernigerode, jowie in den Erafskbaften Stdlberg-Stolberg unt dem vormaligen Amte Hyrin en und Stolberg- Roßla mrt dem ehemaligen Amtg Kelbra, tritt die reisorduung vom 13. Dezember 1872, nnt_er Fortfall des §. 181 derselben, mit nach- stehenden bcfondercn Maßgaben und Aenderungkn in Kraft.

Z', 2. (Zu §§. 56-58 dk]: Kreisoxdnung.) Die in den §. 56, 57, 58 der Kreisordnung dem Ober-Präsidentcn bcigelcgtcn Bc ngnisfe JnErnsnnung dcr Amtsvorsteher Und deren Steklvertretcr sowie zur

Utelxung kommissarischer Amtsvorsteher wsrdkn in dem Gräflick) Skolborg1chen Gebiete11„(§. 1) yon den standC-ZHcrrlichen Bksißern der- selben, dem Grafsn zu Stolberg-Wernigerode, beziehentlick) dem Grafen zu Stolberg-Stolberg und dem Grafen zu Stolberg-Roßla ans eiibt.

Die Ausübung erfolgt 1m Einverständniffa mit dem Ober-Wräsi- denten, vorbeha1tlcch der Entscheidung des Ministers des Innern für . den FaÜ dcs mcbt zn erzrclenden Einvernehmens.

§. 3. (Zu §§. 74-78) Jm Kreise_Wcrnigerode wird der Land- ratl) von dem Grafen zu S_tolbcrg-Wermgerodc, aks standesherrlichem Bef'ßey dchxas] aftWermgerode, Ernannx und vom Könige bestätigt. _ Dre Krcrsvcr ammlung ist zu Vorjcßlägen gemäß §. 74 der Kreisordnung Yefugt. _

§. 4. .Hmnchtsder Vshuss _Skeklvertretung des Landrach zu wäh- lenden KrCts-Deyuttrten findet Un Kreise Wernigcrode der §. 75 der K_rexsordnnng mn de_r Mat; abe Anwendung, da!; der Ober-Präsidenf dre Vcstatrgung dcr Gewä [ten nich1 obne Zustimmung des Grafen 311 Stolbérg-ernigerode zu crtheile'n 1.11, im Faklc der nichl zn er- ztelenden Versxandfgung aber der Mmither des Innern entf eidet.

§. 5._ Dxe Landräxbe der betreffenden Kreise, zu Wek en die in §_. _] bezéjchneten Gräflxchxn Gebiete gxhörkn, haben auch innerhakb dtcxer Gebrete_ aÜe dtexemgen Befugmjse und Obliegenhetten, welche nach_ der Kreis:)rdnung und den sonst bestehenden Vorschriften den Kömglcch Landrathen in der Provinz Sachsen beiwanen.

_Z. 6. (Zu §§. 69-72.) Durch bejondere Uebereinkommcn mik dcr Staatshe176rde Haben dte_Gr_afen (§. 2) fich verbindlich gemacht, zu den Gnammtkosten dcr kunsngen Amtsbezirksverwaltunq in ihren standesberrlichen Gehteten gcnnsfc -- nach Betrag und sonsti-

en Modalitäten in den Hetreffcndext Abkommen näher best-mmte -- Fräzipual-Veitr'age zu [ersten. Diese Beiträge sind von der Kreis-

versammlung des betreffendenKrcises auf die einzelnen daran Theis

nehmenden Amtsbezirke zu vertl)eil?n.

(Zu ». 74, 76.) In dem Mit dem Grafen zu Stolberg-Werni- gerode geschlossen» Ueberemkommen 1st zugleich die Bestreitung der Kosten der la11dratblrchen Verwaltung zwi1chen dem Staate und dem

-Grafen besonders geregelt.

§. 7. (31: Ö 97, Nr. 5.) Das Recht der Bekheiligung durcb Stellvertreter an der Wahl der von den Wahlverbänden der grö- ßeren Grundbesitzer zu wablxnden Kreistags-Avgeordneten steht in der- elben Wecse,_ 11)_re den _Mttglredcrn regierendsr Häuser, den Grafen Y. 2) in dZnöxemgen Kreisen zu, Welchen ihre standeshcrrlichen Gebiete . ange ren. '

_ §. 8. (Zu §. 199.) Alle über dj_e Bestimmungen dieses Gesetzes hmausgehenden polizetltchen und sonstigen Verwaltungs-Gerecbtsame, Welche den Grafen zu Stolderg-Wemigexode, beziehentlnl) den Grafen TuStolberg-Stolberg und Stolberg-Roßla, und'deren Behörden inner- )all» der m §. 1 bezetchnetxn standesherrlichen Gebiete seither zuge- standen haben, Werden, sowert fie mit den Bestimmungen der Krets-

ordnung Vom 13. Dezember 1872 nicht vecträgkick) find, aufgehoben. *

Gegeben xc.

Iuseraten-Exxeditiou

. des U?Usßtu. Kei &queigers

und Uni lirh- Mußisrhm Staatz-Ikuzeigers: Berl u, Wilhelm-Straße Nr. 82. 3"

Handels-Negifter.“ , un er Firmenregister ist 5111) Nr. 515 die Firma Ulbxrt FiuZeTt unfd als deren Inhaber der KanHmann Alberf Zmnert [ner- e

, und 3111) Nr. 516 die irma Io . K_arl Fistber und_ als HZ Inhaber der Kaufmann Johann Karl Frscher hterselbst emge- tragen Worden. _

otSdam, den 6. März 1873. _ P Königliches Kreisgericht. 1. Abtherümg.

Handeleegister. __ In das GefeÜschaftSregister _nt zufdlge Verfugung vom 3. am 5. März 1). I. unter Nr. 435 bet der _trma: „Pimzan,_Actiengesellsckjaft ür Mühlenbetrieb“ 0

Eintra ung bewirkt Wordcn: _ _ _ folgende Der 9stellvertretende Direktor Frxedrch thßexm Hermann Kurnatowski ist aus der Direktron ausgeschtechn und m seine Stelle der BucHHalter Eduard Lemke zu Pmnau zum _stelxlvertreFend?) V!3)ck_i__rektx_r____g___:?wa[)lt wvrden. KZUSer,en. arz*.___ _ öm'glißbes Commerz- Und Adnnralttats-Koaegmm.

Haudelöre istex. _ _ Der Kaufmann Ernst Gustav «ck):de von hzer hat für sem hiefiges unter der Firma: Gustav Schmi_dt betriebenes Handels- geschäft dem Georg Albreckxt Holldack von hter Prokur_a_ ertheYt. [ “1 Dies ist zufolge Verfügung _vom 4. am 5. Marz d. «5. unter Nr. 391 in das Prokurenregtster emgetragen.

' i Ibex , den 7. März 1873. _ __ _ KönÉöniglißhes Commerz- und Admiralxtafs-Couegmm.

Handelsregister. _ .Der Kamfmann Wilhelm Eduaxd Sthalkau von hier. Hat fur seine Ehe mit'Minna Louise geh. Hlem durch ;Vertraßvom. 22. Ja- nuar 1873 die Gemeinschaft der Gntex und des Enver es aus eschlos- sen; das Vermögen der Ehefrau soll d1e Eigenschaft des Vorbe altenen

haben. __ _ “:*-.*- Dies it ufolgc Verfugung vom 5. am 6. Marz d. I. unter Fkr. 432 in „das3 Register zur Ejntragung_ der Ausschließung oder Auf- hebung der ehelichen Gütergenmnschaft enlgetragen. Könl Eber , den 7. Marz 1873. _ _ _ _ .!Jönigli es Commerz- und AdmrralrtatS-Colkegmm.

HandelSregister. z'] Gelös t ist:

1 irmenregister Nr. 810 die Firma 6 MRA??? & Duglas. Stettin, den . ärz . _ Königliches See- und Handelögertcht.

__ d HaLKezsregiTtexZ J'- ' G ckl' a“t er in Oe in Wer er wma: DLE es 1 ) 7 chHench__e_rt_5&__Ktzsk_e_1§_ __ __ d 1. Mär 1873 crri teten an e )ge1c _ a_ m :- _ am * 1)3 der Kaufmann Wilhelm Hcmrtck) .Morxß Henäert zu Stettin, 2) der Kaufmann Rudolph August Eduard Kasten, ebenda. _ _ ' . _ Dies ist in unser Ge1ellschaf16rcg1stcr unter Nr. 481 heute cm- getragen. _ Stettin, den 6. Marz 1873. _ Königliches Sec- und Handengsrtckn.

HandelSregistex. _ _ In unser Gesechbastsregistcr, Wosclbst unter Nr. 411 dle hrefige ' cell afin irma: , MUMM sch f Stettiner Vereins-Bank vermerkt dstehx; iststbext? c_i_ng§tra?en: __ 11 en «For an in »emgc rage : _ I der Kaufmann Heinrich__Fricdrtch Haker, der Kaufmann Otto Kubncmann, der Kaufmann Carl Gerher, dEr Kaufmann Julius H1ldcbrandt, der Kaufmann Ernst Rabbow, _ sämmtlicb zu Stettin als SteÜVcrtreter der Direktoren. Stettin, den 6. März 1873, _ _ Königliches See- und Handelögertcht.

Handelsregister. _ __ _ Die Handengesellsxhast Eugen Rudenburg zu Stettin hat furchr! in Stettin unter der Fxrma: __ - Euzxen Rudenbnxg _ _ bestehende und unter Nr. 4 2 des Geseßkbaftßregtsterd emgetragene andlung dem Otto Tifchendorf und Enul Zarmkon), beide zuStettm Koüektivprokura criHeilt. Dies ist unter Nr, 369 m unser Prokuren- register [)euie eingetragen._ Stettin, den 6. Marz 1873. _ Königliches See- und HandengertcHt.

. QandelSregister. _ _

Der Kaufmann Heymcm _Jtzig Remak zu PosZU hat als personlrcb mithastender Gesellschafter, dcr_1n_Pofcu unter der Firma H. I. Remak bestehenden offenen Handclögefeüßhaft - Nr. 217 des GeseÜ cbafts- registers - fm: diese-Handlung ._em Jakob Roeder zu Posen rokuxa ertheilk, die m unstr Prokurenrcg1stor unter Nr. 169 zufolge Verfu- gung vom 5.d9)1ä_xz__d___J.§)§1_1Ze emgefragen 1st.

.o en, en . arz . _ _ P s Königliches Kreiögencbt. ]. Abthetluug.

Bekanntmachung. _ In unserem Firmenregister “ist bei Nr. 5 m der Rubrik Bemer- kung folgender Vermerk eingetragen Worden: _ _ _ Nach dem Tode der Caroline RetSner_ geborenen Simon rst x_n Folge notarieüen Abkommcns untcr tbren Erben dre_nebense1- tige Firma unverändert auf den Kaufmann Noah Re:Lner von [ier Übergcgangen. _ ___ Eidetragen zufolge Verfügung vom 3. Marz 1873 an ebendem- e en Ta e. . S rTmm, den 3. März 1873. _ ck Königliches KreiögeriÖt. Erste Abtheilung.

Bekan_1_1tma ung. _ In UYU Handelsregister _11t heut; fo gendes emgetragen WVWLUT 11. ci Nr. 858 des Firmenregtster: die Firma: Zraß-iYaxZ) & Comp., . r e r , ist durch Erbgang au? die verwittxveke Buchdrmkereibeßßer Julie Friedrich, eborcne Zäschmar, und die funk GeschWtster, Marie, vereheli “te Subsemor Neugebauex, Kar , Herrmann, Willelm, Max Friedrich zu Breßlau _ubergegangen, dern- näcth durcb Vertrag Weiter auf d_re Mrterben, Carl, W11- [elm und Herrmann Friedrich' die von den elben _unter der sisherigen Firma_ ebildete andesßgesells aft 1ft unter Nr. 1003 dcs Ge1e _sYastSregjters xmgetragen. _ 13. Unter Nr. 1003 des esellschastSregtsters d_1_e von _ 1. dem Buchdrucker und Kaufmann Carl Frcedrtcb,

3. dem Bu drucker und Kan mann 5 ilhelm riedri

!. Steckbriefe und Untersuchungs-Sachen. Handels-Regifter

. Konkurse, Subhastationen Aufzékote, Vor- ' „„ckck ladungen u. dergl. *

4. Verkäufe, Verpachtungen, Submissionen :e.

"[ich schrift1ich oder zu Protokoll anzumeldan und demnächst zur Pyn-

von öffent 1chen Papieren.

. erschiedene Bekanntmachungen. . Literarische Anzeigen,

am 23, November 1872 hier unter der Firma: Gruß, Bart & Comp., W. F?r edri . _errichtete offene Hande ögefells aft. 0. m das Prokurenregister: _ 1. bei Nr. 654 das Erlöschen der dem Cark Frndrick) von der untkr 4. bezeicHneten Firma erthetltsn Prokura, 2. bei Nr. 655 das Erlöschen der dem thlxelm Friedrich von der unter 14. bezeichneten Firma ertherlten Prokura, 3. bei Nr. 655 das Erlöschen der dem Herrmann Fried- rich von der unter 14. bezeichneten Firma ertheilten Prokura. BreSlau, den 4. März. 1873._ _ Königliches Stadigertchf. Abthetlung 1.

_ Bekanntmachung. Dre unfer Nr. 139 WWW Firmenregister?) emgetragene Firma . M. Katz in Oels _ * ist___e_F?schen und znfo1'go Verfügung vom [)cuttgen Tage im Register ge 1) ). Oels, den 5. März 1873. _ _ Königliches Kreiögertckyt. 1. Abtheüung.

Bekanntm_achung. Ju unser Gknosscnsckyaftsregister ist auf Grund vorschrift§maßrger kaldung 3111) Nr. 3 bei der Firma: „VorsrhußvereiuÉu Srlxxveidnitz. Eingetragene _ - enoffensthaft“ 111 (301011118 4 folgender Vermerk: „Zum StkllNrtreker dss Schriftführers ist der Stadtrats) _ Albert Schmidt erwähl.“ " heut emgetragen Worden. Siljtveidniß, den 7. Mär 1873._ _ Königlt es KreGgernht. Abtheilung ].

_ Bekanntmaaxung. In unser Firmenregister ist 8111) laufende Nr. 83 die Firma I. Reichert zu Thule und als dcren Inhaber der Müßlenpächker Julius Reichert daselbst am 4. März 1873 eingetragen Worden. Rosenberg. O.-S., den 4. März 1873. Königliches Kretsgeptéht. Abtheilung 1.

Vekanntm aaxnuxé Ju unser Firmenrkgister ist 5111) [am ende r. 41 die Firma C. Laufer _ u Trachenberg und als deren Jnhabexin dte verwjttwécc Destil'lateur auLer Cäcilia geborene Cohn hierfelbst am 6. März 1873 eingekragcn wvr en. TrackxenbcrY den 6. März1873. önigliche KreiEgerichts-Depukation.

Konkurse, Subhastatidnen', Aufgebote, Vorladungen u. dergl.

[645] „, _Prokxama. _

Zn dsm Konkursé 1156): das Vormögcn des Kaufmanns Victor Lehmann zn DarkChWn ist zur Prüfung mehrer nachträglich ange- meldeter Forderungen ein Termin

auf den 29. März 1873, Vormittags 11 Uhr, vor dem Kommissar, Herrn KxeisxiÖter Lappe, anberaumt, und Wer- den zu diessm Termine alle Glaubtger, Welche ihre Forderungen an- gemeldet haben, hierdurch vqrgeladen. Zugleich Werden diejenigen, welche ihre Ansprüche an dre Masse nock) nicht angemeldet haben, aufgefordert, diesclben ohne Unterschr€d, o' rech1s_[)ängig oder nicht, mit dem dafür verlangtanorrecht bis zum 22.M§1rz 1873 einschließ-

Fung der angemeldeten Fordcrungen in dem erwähnten Termin zu er- emen. ck Wer scine Anmeldung schriftlich einreicht, hat eine Abschrift der- selben beizufügen. _ _ _ _ _ _ Jeder Gläubiger, Welcher mchr m _unserem Amtsbeznke semen Wohnsitz hat, muß bei dcr Nnxnel__dun_g “scinsr Fordcrnng einen am hiesigen Orte wwhnHaften Bevollnmcbtrgten bestellen. _ Dcnjenigen, 1ve1ch9n cs an Vekanntsch_aft “fehlt, Werden dle Re kSanwältc Kleinschmidt nnd Stephani [)n'r zn Sach1valtern yor- e lagen. g s Darkehmen, den 4. März 1873. _ Königliches Kretßgertcht. [. Abtheilung.

[643] Ediktalladnng.

Laut dEr vorliegenden notariellen Kontxaktc vom _]. Januar d._J.. Hat der Gutspächtxr T. C. Peter1_en zu Equord fnr fick) und same Ehefrau Sophie, gkl). (Hramann, _dtc zu dcn) Vollmererhofe Nr. 135 zu Völkscn gehörigén, __)ämmtlich m dcr Volkser Feldmark bélegenen Grundstücke verkauft und 311)an _ __

1) an den Köthner .Hemrtch Hüwwd zn Bolksen: 12 Morgen Lieferland im Blekenbecksfelde Wischen Anbauer H. Thxes und Halököther Fr, Meme;_ _ _ _ _ __

2) an den Vonöthner Hemrtcb "3161111173 daselbst: 9 Morg. 116 Quadrat-Rtl. 15 Fuß in dcn TWerackcrn; und 3 Morg. 68 Qnadrat-RUZ. 93 FU]; in Dadxrgsfelde; _

3) an den Köthner Friedrich Howmd da1€lb1tc 2 Morg. ?tcklesand in Blekenbccksfelde anchcn Köthncr C. Prelle Und_K_ötl)ner F). Blume; und 5 -Korgen 34 Quadrat-Rth. 86 Fuß m de'n

werackcrn zwiscHen H. Hrnnaékc nnd Péteréen; _ _ _

4) an den Halbmcicr Heinrich Schrader dasc1*_st: cme Wte1c__von 2 911019. 40 Quadraf- R11). anf dcm Gansekampe 31v11chßn C. Kopmann und Gcmeindegrabxn; und 2 Morß. Ackerland „m den Twcrackérn zwischen Gemcmdcgraben und Llnbauer Fr. Lühmann; _ _ _ _ _

5) an den Viertelmcxer Hemrxck) Jacov dmclkztt: 6 Mors. Ack??- land auf dem (Hänsckampc zwi1chen Gcmemdegrak'cn und Ver- bauer Fr. Fscmes; _

6) an den Halbkötßner Conrad deman daselbst: 4__ Morgen 34 Quadrat-Rutbkn 89 JUL ?lckxrland au_f dem (Hansekanxpe zwisYen L_thbaucr Albrecht, . emrtcs) Dtetrrchs und Halbmewr

. ra er; _

7) an denh Köthner Conrad Preüe daxelbst: 4 Mor en Ackerlgnd im Blekenbecksfclde zwischen Hcckbkothnkr Fr. Gee c und Koth- ner H. Howind; _ _ _ _ _ _ _ _

8) an den Halbköthncr Hexnrtck) D161r1chs da1elbs__t:_ erna Wtexe von 2 Morgen 40 Qundraf-Nnthen auf dem Gansekampe 31m- scben C. Kopmann und kaemdchabcn; .

9) an den Hälbkökhner Friedrich Meme daßlbst: 4 Morgen 95 Quadrm-Rnch Ltckaland imBlekenbecks elde zwnchcn Chausteo und Kötsner H. Howind; _ _ *-

10) an den- eibauer Ladung Gdrgcs dasexbft: 3 Morgen Acker- land auf dem Gäufekampe zwxscben Betbauer Fr, Flemcs nnd Anbauer Aug. Görges;

11) an den Anbaue'r August Albrecht daselbst: 2 Morécn _?!cker- [and auf dem Gänsckampe zwxsckhcn Anbaucr Angut Gorges

. Vetlo-sun , Amortisation,.Zinözahlung u. s. w, Jndnstriesle Etablissements, Fabriken und Groß-

2. dem Bqurmker nnd Kaußmann errman YriedriY:

stimmlich zu Bres1au,

und Halbköthner C. Kopmaun;

» Oeffentlicher' AnzekgM

Rudolf Mosse in Berlin, Leipzig, amburg, „Frank- furt a. M., Breslau, halle, prag, ien, München, Nürnberg, Straßburg, Iüriä) und Stuttgart.

- AZ

12) an den Veibauer Friedrich Flemes düsélbst; 2 Morgcn Acker- land auf dsm Gämckampe zwischcn Viertelmcycr Hkinr. Jakob und Luthg Görges.

13) an den Leibzücbter Frikdrich _lan Fl den TWerackern zwi cheu Friedrich Lühmann und H.

enne e;

14) an den 2[n[*a__ue_r August Görges daselbst: 1 Mdrgcn Ackerland auf dem Gamekampe zwischen Beibaner L. Gösges und An- bauer A. Albrechk; _

15) an den Anbauc'r Heinrich Böker daxelbst: 1 Morgen Acker'land im Blcfsnbecksfelde zwi1chen Arbeitsmann Cöüe und Anbaus): Cl); Ebeling ; _ _

16) an ÖM Anbausr Hemrich Thies daWbst: 1 Morgen ?[cksrland im Vlekenchksfelde zwi1chen Anbauer Ch. Ebeling und Köth- ner H. Howind; _

17) an denHalbkötHner Conrad Sustrate da1elbst: 117 Ou.-Rtß. 88 u Ackerland vor dem breiten Holze zwi1chcn Petcxsen und HaPkotHnex G. Dietrichs;

18) an den T11chler Friedrich Lühmann daselbst: 2 Morgen Acker- lFalnd Ja den T1verackern zwi1chen H. Schrader und Friedrich

eme ;

19) an den O_albköth-r Heinrich Hennkcke daselbst: 2 Morgen Acerlqnd m _den T1verackern zwixchen Friedrich Flemes und Frtcdrtck) Hozvmd;

20) an den ArbertßmannWUHeW Cökle daselbst: 1M0rgen Acker- land Un BlekenbeckSYclde zwischen Gemeindekoppelweg und An- bausx (H. Böcker;

21) an den Anbauer Christian Ebeling daselbst: 1 Morgen Acker- land nn Blekxnöecksfelde zwischen Anbaucr H Vöckc-r und An- hauex (H. Tlnes. _ _

Dte Kanfßr haben, um gegen unbskannteAnsprücheDritter vöÜig gesichert zu 1em, den Erlaß eincr Ediktal1adu11g auf Grund der §§. 500 und 501 Nr. 1 der b. P.-O. beantragt.

Detnzufolch Werden AÜe,__Welche an den vorstehend beschriebenen Grundstnckkn Eigentlxumß- NaHer-, leHnrechtlich-Z, fideikommissarisché, Pfand- und «WM dm [1 6 Rechte, insbesondere an S-rvituten nnd Realberechtrgnngen zn )aben vermetnen, hierdurch au gLsordert, solche m dem dazu auf

Dienstag, den 13. Mai 5. J., Morgens 10 Uhr,

vor unterzeichnetetn Gerichte anstehenden Termine so _gewiß anzumel- den, _a__ls sonst_ fxtr den fick) nicht M ldcnden im Veryältnisse zu den aufgesuhrten Kaufern das Recht verloren _qxht.

Der Linsschlnßbeschexd _wxrd demnächst nur duréh Jnstnion in die „Ncue Hannoversche Zettung“ und Amchlag an hiestger Gerichts- steÜe veröffentlickst Werden.

Springe, dM ]. März 1873.

Königliches _Amtögcricht. SÖW1ening.

[376] l'roelama.

Am 11. Oktober 1864 ist zu Niezv owv, Kreis Wirfiß, im Kö- nigreich Preußen der thtergutsbesißer raf Matheus de Verbno Rydzinski, 1oviel _bekannt, obne Hinterlassnng Von LeibeScrbcn und obne Testamenf, gestorben. Sein etch 2000 Thlr. betra Ender Nach- laß befindxt fich im Deposiforio dcs unterzeichnetcn Geriths. _

Die Eltern de_s Erblassers.1varen der Grnf de Vcrbno-Rydzynskt und dessen Ehc'gattm Barbara geborene von (Hostomska.

Als nächste Blutsva_rwandte_ dcs Erbkassers haben sick) bei uns gemeldct und den Nachlaß in Anwruck) genommen die eHelichen Des- cendcnten der Schwestsr der Mutter des Erblassers, der Frau 1). Trem- becka, Anna geborcnc v. Gostomska, nämlich

1) ihr_Sohn JoHaun Jakob 1). Trxmbecki, _1ve[cher indssscn in-

winhen am 24. Mai 1868 ebenxalls vcrytorbcn ist, und von Tei11c_1_z1t_2__und 3 genannten Neffen und Nichten beerbt wor- en em 0 ;

2) ihre Enkelkinder nach ihrer verstorbenen Tochter Josspha von

Trcmbcckn veredelicbt gewesene v. Plaskowska nämlich: 11. Ignatz v. Plaskowski_ zu Czarne, Kreis Lipno, Gondorne- m-ent Plcckc in Russisch Polen, _ 1)" Romnald v. Plaskowski, 131. 111061. zu War1chau, «. Pekagin v. Pinskowska, verehslichte RittergutSbesitZer Ni- cary v. Jesierski zu Podniekrzclno, Kreis Lipno, (1. Anna v. Plaskowska, verebclickne Rittergutsbesißsr Anselm ». Kieiczewski zu Pnfrzcnie in Rusfinh-Polsn, “is)re Enkelkinder nacb tlzrexn am 20. April 1826 wcrstorbenen Sohne Joseph v. Trem' ?ck: und dessen Ehefrau Hedwig von Jesicrska, nämlich: _ * ;).. die verwittwetc Frau 1). Lcmbinskka, Constantia geborcne v. Trembecka zu Bromberg, 1). der Stanislaus Nicodemus v. Trembecki zu Calm, c:. der Rentier Andreas Germann?) v. Trcmdcki zu Bromberg,

Alle dj_cjcnigen, Welche nähere odsr gleich nahe Erbansprüche an den Nachlaß dcs gcdachtsn Grafen Mathxus de Verbno-Rydzynsk-L zu haben vermeinen, Werden aufgefordert, dischbcn spätestens in däm

am 4. Juni c., Vormittaxzs 11 Uhr,

in unserm Ges ästsbause, Zimmer Nr. “3, 2„„Trepp€n, vor dem Herrn Kréisgeri ts-Ratl) Thiele anstehenden Te'rmine zu Protokoll, odex vorher schriftlich bei Uns anzumelden und durch Beibringung der, das nähere oder gleich nahe Verwandt]chaft_sv6rhä[tniß nchwst- sende Kirchenzengnisse glaubhaft zu .machen. widrtgcnfasls nach Ablauf des Tsrmins die Aussteklung dcr Erbcheinigung auf die ebcn ge- nannten Crbprätcndchen erfolgen und ihnen der Nachlaß auSgeanf- Wortet Werden wird.

Lobsens, den 25. Januar 1873. _ _

Königlick) Preußisches Krctögerrcht.

Verkäufe, Verpachtungen, Submissionen :e.

U. 390.

[ u ]vorkaufen. , In einer angenthen S_tadf T_hüringens mit ca. 6 0 Einw., Garnisonstadt mit Enenbaßmtakron 11th ein Haus in schönster Lags der Stadt mit gegen 36 Stnben, Kammer und Kuche, großen Vodenraum, Stallung und_frcter_ Ctnfal rc zu annehmbarent Preise zu verkaufen. Dasselbe Wurde _f1chzur_ lulage Omer Fabrik eignen. Offeüen 5111) 1). 9387 [*cfordert dle Nnnonccn-Expediton von 161111011“ Klasse in 11911111. (L_ 222/3_)

[“Fottbus-Großenhainer Eisenbahn.

Dic Lieferxmg von 5000 Stück kiefernen Vahnschwelleu soll im Subnzißionswege (m_geejgnete Lteeranten vergeben werden.

Die Vedmgnngen find m unjerexn Bureau hierst'lbst einzmehen oder auf porkofrete Anfragen gegen Einsendung von5Sgr. zu beziehen.

Die versicgelßen Offerten sind mit der m den Bcdingungen an- gegekenen Aufschrift brs__zu dem

ant 22. MMI d. J., Vormittags 11 Uhr,

in unsermn Bureau h_tersel st anstehenden Termm portofrei einzusenden.

Jn dtescmTcrmm wird die Eröffnung der eingegangenen Offerten in Gcgcmvart der ctWa erschienenen Snbmiktenfcn erfolgen.

Cottbus, dsn 6. März 1873.

Die Direktion.

[emes daselbst: 2 Morgen Acker- -

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