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' ' [. ic'e. Timorkban, cinMagier und Herrscher_jn 71:1?) llÉÉÉYlÉJYNYor, Genius d_«-s_Lichts, M; Altmann. Em hösxc*É)eist, Ök- C1). Müüxr. Ein_ Osfizrsr, Hr. Bohm.
Anfang 7 Uhr. Mutel-Pretse.
Jm S auspielhause. (70.21bonmnxentH-Vorfte11ng.) Das Käthchen vc?“- Heilbronn. Hiftoxtsches Rtttersthausptcbm 5 Axis- zügen von H. von Kleist. Anfang halb 7 Uhr. Mtttel-Pmse.
Donnerstag, den 13. März. Im Opernhause. (61. Vorstellung.)
Zur Charakteristik d;_r Industrie Berlins. ? .
(Vgl. Nr. 49._d. Bl.) _ _ __ _
Die““Fabrikaticn von Weübzmcben ans Paprer ut eme der
" .' - cke __ __ _ FUYieYeuéschndc viel älter, als ungefahr Mtbdettunbftmfzrg Jabre. Ti? prcxa߀sck»c_n Banknoten und _Ka11ex1_anw-:tsungen Wur'dcn frübcr an vachtedencn Orten bergcxtxllt, m d_zrn _erftbn Xahrzchntcn dicses Jabrlmndsrts geschah kg:; bauptsacblrch m Jer Hänelsckycn Offizin in Magdeburg__und [):-„'r n_1 Verlm, so- wie spätsr in dem Königlichen Gebaudc Taubenytraßx Nr. 295 _ Allein der von Jahr zu Jahr_, _der Cntfaltunx; des Handxlv und dcr Industrie conform, sicb 1t€tgcx1We_Bcd_ars an allgemenz- qiltigcn Wextbpapiercn aller Lxrt, sowxz' dre m_tt der foxtschrct- Zenden Entwickelung der technischen Kunst? gletcben S_chrtttbal- tende Gefahr einer Fälschung der Stagts-Wkttßpabtere ltsßen eine definitch Regelung und _Kbnze'ntraan dsr btcr x_n Betracht kommenden Offizinsn allnzahltch als NotbwendtgkUt __ er- scheinen. TeShalb wurdc 1m Jahr9_185__1 _durch W[erhochste Kabinetsordre Vom 30. Auguft d. I. dre Ko_ntg11che St_qßts- druckerei für Anfertigung der Wertl)paprexe__des p_rcuWckxn Staates“ in's sten Jerufen. Zebr_1__Jabre 1pat_€r, 1m «,).ahre 1861, cholgte die Llnflöiung dss KomgltMtx Lrtbographtjgbcn Instituts (am Neuen Markt), Wodurch aucb dle Aufgaben denel-
'ben, nämlich Die Herstcklung der Gsneralstabs-K'arten und der
Drmk und Dkbit der Formulare_ süß die_gesar_nmte beitär- Verwaltung, gleichfallÖ auf di? Kbmg-„Lxche Ztaafx-drmkcrexubsr- 1111 en. __ _ _ g 3 Die Königliche Sfx'catsdrnckcrei bcfi11öc_t__ sick) _m der Ora- nikustraßs Nr. 94 und bildet mit m_cbren Hofsnxrn-cn _ansebn- lichen beäurs-Komplcx. Tas Psmbnal dcrYnstalx b__c_xt_€[)t zur Zeit aus füUfzebn Beamten Und Auf1cbk1'n; 112 bs1ck)astt_gt 1111- gefälér drcibundcrf Perfonkn. _UUter dcn lcßtcren find mxt cm- bcariffcn: Künstlkr, Knpferjtcck)_er, _GraVLurk, Fylbgrapben, Likboawpben, Photographen, Ohxmxkcr. _ Tre Lzbrtgen find SchriftsetzÉ, Drucker, Ukrftbiedknc andéxs Yankwcrbcur und ctxva einbundcé't Arbcitex'innen. (FH findsb bxxr xunge J)md_chcn,_ 10- WLit sie selbst und ibrc J-amrLtexx Dre Garaxzne x_bre'r Würdiakcif und Solidität ZU gchn 1m_ Skzmdc ]md,_ cmc_n 10hnenben Erwerb. Das Vertrauen m dj_c Zuverlasfigkert sämmtlicher in der Königlichen Sxaatsdruckcret Achftelltext hat fick) fast axignahmskos jederzéit bew_c11_1rt_. Als VLNxchtHanßreg-sl Zur Bewahrung von Geschäftsgehexmmffen ba? fick) ck_n e1_11fach€_s Miüel als praktisck) herausgestéllt. Es erfahrt natyltch, m1t AuMabme cines Aufsehkrs, Niemand von Ulm Arbextern und Arbeiterinnen, wenn einmal besonders diskrete Staatspaptere durch ire ände 9 en. _
h HTW? laYYjährige Direktor der K_"cznigJicbeZn Staatsdruckerex, Geheimer RegiengH-RNH Wedditzg, 11t_kurz[tch verftorbeq; 31111 der Oberleimng der Anstalt Ut settdem der K0_mgltche Baumeister Buffe betraut worden, wescbcm der m dcr; Druckerwelt bekannte, seit Einrichtung der _S_tczatsdru_ckerer bei derselben tbätige Betriebs-Inspckxor R_mgc_r m1t_1emen re1chen Erfahrungen zur Seite steht. _ Ye _Ttrektxoxx emes so grbß: artigen und wichtigen Instituts 11t_mcht _a11em deckxwegen eme besonders schwisrige, weil dieselbe dle ver1chtcdenartrgften_ ckck- nischen Kenntniffe vorausseßt und erfordert, sonderx hauptsachbck) auch deshalb, weil der Vertreter desselben forxtvahrenb bcmuht sein muß, die gsfährlichste allc'r Konkuxrcnzkn, dre_ der F_alschung, unmöglich zu machen. TeHbalb muß dm; Vorßand ]xde neue Erfindung, die ausgebeutet werden kann wxder dre Jabrxkate de_r Königlichen Staath-druckerei schnell_ auffassen, erproben und dre geeignet erscheinenden erfichtSmaßregeln vxraplaffen; _ _
Tie Königliche Staatsdrnckcrer steht ubrtgcns quabsztrten Bksuchern jederzeit zur Befichtigung offen, 91er: Erlaubnis, von wélcher besonders Aue.“:[änder emen u_m sz) haxtfigcxcn Gebrauch machen, als _ abgesehen von der Katscrl:ch-Komgltchen Staats- druckerei in Wien _ in Deutschland nur zwei Ibnstalten als ebenbürtige zu belxach1en find, die von Donborff m Frgnkfmj a. M., wo unter andern die Papier-Werthzexcben der japani- schen Regierung gedruckt werden, und die von Giesecke und Devrient in Leipzig. _ _
Durch das Bestreben, dxe Nachahmung der Wextbpaptere möglichst zu erschweren, ist die Verwaltungber Komgltchcn Staatsdruckerei allmählich zu einer Kumulation verschiedener DruckverfaYen gsführt worden, welche namentlich bei _dcn Noten geringerer efräge einen acht: bis zehrxmaligen Druck ]edesBlat- tes erforderlich macht. Daß gerade bet Herstellung der klemexen Apoints eine größere Vorßcht und Sorgjalt aufgexvendet wwd, hax in der Erfahrung seinen Grund, daß gexade “ne am _eheßen einer Nachbildung ausgeseßt sind. Sollten nach voÜstandtger Einführung der neuen Goldwährung nur noch Bapknbten Dotz größeren Beträgen zur Auggabe kommen, so dürfte; dle bisher (_!Us die Herstellung der Werthpapiere aufgewandte_Muhe eme mcht unerhebliche Erleichterung erfahren.
Was die erwähnte Kumulation der technischen Prozeduren bei Fabrikath der Banknoten betrifft, so hat fick) ergeben, daß künstlerisch vollendeter „Kupferstich, von verschiedenen „Künstlern und in verschiedenen Manieren hergestellt, Maschinenarbeit und einfacher Buchdruck in ihrer Vereinigung am besten gegen Nack)- ahmung schüßm, während die Annzendung der Lithographie ganz au-deschloffen bleibt. Der künftier1scheKupfxrstich, den zu imiti- r“en dem gewöhnlichen Fälscher ganz unmögluh ist, der aber auch in dem Falle, daß fich eine talenütte Kraft nach dieser Richtung hin mißbrauchen ließe, durch die derdroheUden Strafe gegenüber ganz unverhältnißmäßige Zeit- und Kraftvergeudxzng abschreckend wirken muß, würde aUein genügen zum fast unbebmgtetzSchuß der Bank- noten, wenn das Publikum dasselbe kynftlmsche Verständnis; besäße. Das ist aber nicht der Fall. Vtele_ werden eine Noch so mangelhaft gezeichne1e Figur, ein noch so ßumperhaft geftochmeg Wappen für vollkommen richtig halten, aber sofort siußen beim Anbliok eines auf mechanischem Wx e herge11ellten Musters, wenn daffelbe auch nur geringe AbmetZungen er'ennen ließe. _ Deshalb smd die Maschinen für die Zwecke der König- lichen Staatsdruckerei von hervorragmder Wichtigkeit. Die “Guillochir- Maschinen, welche vermiüelft feiner Diamantsplitter jene künstlich verschlungenen Kreiswufter auf die Kupferplajte radiren, welche das Auge saft verwirren, find von solcher Empfind- lichkeit da Konstruktion, daß es den mit ihnen arbeitenden Künst- lern selber unmöglich ist, wenn die Stellung der einzelnen Ma- schinentheile zu einander einmal eine Aenderung erfahren hat, daffelbe
ixungen anf dem Gebiete der Finanzwirtlsckyaft, _
Ein Maskenball. Große Oper in 5 Akten. Aus dem Italienischen übersth von I. C. Grünbaum. Mufik von G. Verdi. Ballet von P. Taglioni. Amelia: Fr. v. Voggenhuber. Oskar: Frl. Gros . Richard: Hr. Niemann. Renato: Hr. Beh. Anfang halb 7 U r. ohe Preise.
Im chauspielhause. (71. Abonnements-Vorßellung.) Der kategorische Imperatw. Luftspiel in 3 Akten von Bauernfeld. Anfang halb 7 Uhr. Mittel-Preise.
Muster von früher noch einmal ganz enau wieder hervorzurufen und selbstverständliä) den Fälschern nocZ schwieriger-ift, ein solches Muster nachzubilden. Der erste GuiUochir-Meifter in der König- lichen Staatsdruckerei ist derzeit der Bruder des bekannten Zeichners Wilhelm Scholz. Die anerkannt vorzüglichen Stiche auf den preußischen Banknoten haben den Professor Mandel zu ihrem Meister, der auch die anmuthigen Engelsfiguren auf den Fünf-
und Einthalerscheinen selbst erfunden und gestochen hat, während _
einige aUegorische Darstellungen auf anderen Werthpapieren nach Entwürfen von Stüler, Strack und von Arnim gefertigt smd. _ Die Relief-Mascl3inen find Apparate, deren einer Stift über ein plastisches Gebilde geführi wird, während der mit ihm kor- respondirende auf der Kupferplatte die geringße Abweichung von der Ebene durch Ausweichen oder Zusammenrücken der feinen Parallellinien markirt, in dieser Weise ein täuschendeo; Konterfei eines einseitig beleuchteten Reliefs zu Stande dringend. Beson- ders auf „den neueren Banknoten ist von dieser Manier ein ausgiebiger Gebrauch gemacht worden durch mehrfache Wiederholung in verschie- denen Größen desselben Kopfes einer Minerva. _ Die Pantographir- Maschinen bafiren auf dem allgemein bekannten Konstruktions: Prinzip des sogenannten Storchjchnabels. Mit ihrer Hülfe wer- den hauptsächlich ornam-xntake Verzierungen, dis in großM Maßstabe schon mit außerordentlicher Akkurateffe aufgezeichukt wordkn sind, in belikbiger Verkleinerung höchst präzise auf Die Sticbplatte übertragen. _ Endlich wird auch die Hülfe der Photographie in Anspruch genommen, namkntlich um Schriften mét Liner Genauigkeit und UeberEinstimmung der einzelnen, gleichen Buchstaben in Kupfsrstichplatten zu erzeugen, welcbe durcb Händewerk“ nienmls crrcsicht Werden könnten. In diessr Weise wurden auch die Plaitexr zu dem bekannten Straf-„Andrw bungkn auf dM Kaffemmwsisungen [)ergestsllt, die in PLLÜÖN'ft mit vcrstbiedensn Farben gedruckt, der Fälschung wcit größere Sckywierizkkiten in den Weg legkn, als der ob2rflächliche Augen- schein begréffbar sx'in läßt. Schr oft ercignet cs fick) allerdings, daß klein? Zufälligkeitcn, di? außerhalb jeder Bercckznung ge- lsgen babsn , bei HerstsUung der Worthpapiere denjclben eincn Wait ausgedehntsren Schuß JOIN] dic Nachahmung gkwäbren, als dcr gewissenhaftkstc Calcul zu krsmnen vkj'mag. Bsispichwäie Wußte fick) die Direktion der Königlichen Staatsdruckerei, als im Jahre 1866, bei dem plöß- lichen Ausbruckze dee."- Krieges die Nothwendigkeit eintrat, mit der größten Eile große Quantitäten von Darlebns - Kassenscheinen zu produziren, die sich von dem kurstrenden übrigen Papiergelde unterscheiden sollten, dadurch zu helfen, daß fie einzelne Druckbestand: theile früher emittirjer Werthpapiere zu einem neuen Desfin zu- sammensteüte. Die Darlehnskaffenscheine vom Jahre 1866 smd“ nicht nachgcmacht worden, während dasselbe von den Darlehns- kaffcnscheinen vom Jahre 1870, die freilich ebenso schleunig her- gestellt werden mußten, nicht behaupte: werden kann.
Interessant ist ein Durchblättern der im Direktionszimmer der Anstalt ausliegenden Album?- mit den Druckproben aller seit 1851 in der Königlichen Staatsdruckerei an: gefertigten Werthpapiere. Man . kann deutlich verfolgen, welche komplizirte Ueberlegung die Herstellung jedes einzesnen dieser Papiere erforder! hat. Man fieht zuvörderst die beiden Seiten eines Kaffenscheincz vor fick], klar und sauber, nur in Kupferdruck und Typkndruck voUendet. Allein es schien bedenk- lich, in dieser einfachen Gestalt ihn circulircn zu lassen, daßer erblicht mcm nebenbei daffslbe Papier mit einem Farbendruck be- reichert. Aber auch das genügte noch nicht und endlich unten präsentirt ec."- ficl) mit dem künstlich guillochirten Uebcrdruck. Man gewinnt ferncr aus diesen Album?, cinen Ueberblick von der weiteren Thätigkeit der Königlichen Staatsdrxxckerei. In denselben find auck) alle diejenigen fremden Werthzeichen zusammengesteüt, wekche bierselbst fabrizirt worden find, nämlich: die Kaffetmnmei- sungen für die Großherzogthümer Meckkenburg-Schwe'cin und Mecklenburg-Streliß, für das Großherzogthum Sachse11;Weimar, für daS Herzogthum Anhalt, für das Fürstenthum Schwarzburg- Sondershausen, endlich die Banknoten für das Großfürstenthum Finnland. „
Ferner hat die Staatsdruckerei die Befugniß, die Fabrikation zu übernehmen von Banknoten für ane als juristische Personen anerkannten Gesellschaften und Vereine. Sie hat daher gedruckt: die Banknoten det.“; Berliner KaffenvereinH, dcr rittcrschaftlichen Privatbank von Pommern, der kommunalständisthen Bank -*der Oberlaufiß und der theich städtischen, theils Privatbanken von Breslau, Königsberg i. Pr., Magdeburg, Cöln a. Rh., Posen und Danzig, endlich die Obligationen und Aktien für viele an- dere Städte, Kreise, Eisenbahngesellschaften xmd industrielle Aktiengesellschaften, welche fich durch ihre lypographisckze Ach- führung auszeichnen, _ Die Ausfühmng von Druckarbeiten für fremde Staaten und Privatpersonen ist ebenfalls der Staats- druckerei gestattet, aber in jedem besonderen Auftragsfalle von der Genehmigung der vorgeseßten Behörde abhängig.
Die Anfertigung von eigentlichen Geld : Werthscheincn bildet jedoch nur einen Theil der Thätigkeit dieses Instituts. Mit der Vereinigung dec.“- frühcren „König- lichen lithographischen Instituts mit der Königlichen Staats- druckerei 111 dieser auch die Obliegenheit zugefallen, die General- ftabH-KarKen zu drucken. Der Geschäftt3umfang dieser Abtheilung, deren Thätigkeit ßck; am meisten einer unbedingten Oeffentlichkeit
entzieht, war zumal während des lebten Krieges, da die preu- '
ßische Regierung auch die Truppenkörper der verbündeten süd- deuts en Staaten mit diesem KriegSmaterial zu versorgen hatte, ein se r umfangreicher. Neuerdings erregt in dieser Abt eilung die Anwendung der Photographie zur Herstellung von upser-_ druckplatten Interesse, eine Erfindung, welche auch zur Ver- vielfältigung von Banknoten mit Erfolg benußt wird. * Außerdem hat aber die Königliche Staatsdruckerei die Fabri- kation sämmtlicher Stempeb, Wechsel-, Post- und Telegrapben- marken, die Poftkarten, Freikouverts und Streifbänder für Preu- ßen und die meißen deutschen Staaten und aller derselben Werth- marken und Papiere seit Errichtung des deutschen Reich9poßge- biets zu besorgen, sowie die Anfertigung der Druckplatten zu den Post: und Stempelmarken für das Königreich der Nie- derlande und seine Kolonien Surinam ünd Curacao, auch zu den Poftmarken für die Insel Helgo1and übernommen, _ Die Produzirung NY kleinen und klemsten Werthzeiäzen pflegt das auptintereffe a effeln, weil fie überfi tlicher ift.und die zierlichen Maschi_nm, ' dafür im Betriebe nd, mit einer seltenen Eleganz arbetten.
Besucher 'der Königlichen Staatsdruckerei zu .
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_ Die in den Königlichen Theatern gefundenen Gegenftä. konnen von den Eigenthümern innerhalb 4 Wochen" bei „ Hauöpolizei - Inspektoren Schewe (Opernhaus) und 53fo meister (Schauspielhaus) in Empfan genommen we .„ Erfolgt die Zurückforderung der betrefßenden Sachen in angegebenen Frist nicht, so werden diesélben den Findern oh Weiteres ausgehändigt. '
Der Beschauer verfolgt hker die Entstehung der Briefmarkenhxx gxn von Anfang bis zu Ende. Er steht das weiße Papier durch dre Pressen gehen, die ihm die in hervortretendem Relief gearbeiteten Wappenftempel einprägen, und durch andere, die demselben den verschiedenen Farbendruck knit den Werthangabeu imprimiren. Die Original-Wappenpatrize ift so oft in Stahl- matrizen eingesenkt, das; die Hunderte von Marken eines Bogens auf einmal ihr Gepräge erhalten können. Er sieht ferner die fixmreich erftmdene «Gummir-Maschine, in Welchen ein init flüssFgem Gummi gefüllter Behälter ununterbrochen eine breite Pimelbürste tränkt, _unter welcher hindurchgleitend die Rück- seiten der Mackenbogen ganz gleichmäßig mit dem Klebeston überzogen Werden. Die Königliche Staatsdruckerei Wendet nur reinen Gummi an, nicht Gslatine und andere Surrogate. Der tägliche Verbrauch an Gummi äkädiculv beziffert fick) auf einen Centner, ein Beleg für den Umfang dieser Fabrikations- branche. Der Bcschauer ficht darayf die gummirten Bogen in Trxckenmajchinerien aufgehängt, deren andere zum wiedkrholten Trockncn des Papiergeldes, welches durchschnittlich achtmalnaß gemacht und ebenso oft getrocknet Werden muß, überhaupt großen Raum beanspruchen und ganze weite Säle fül- len." Er kommt endlich an die Maschine, Welche die Löcher zum Abreißkn der einzelnen Markxn bohrt. Bei dieser Maschine tritt der große Einfluß zu Tage, den die schein- bar geringfügigsten Umstände bei einer so umfangreichen Fabri- kation auszuüben im Stande smd. Es smd nämlich seit einiger Zeit die deutschen Postmarkcn mit einem farbigen Rande ver- sehen, nicht mZt einem weißen, wie die aller andern Länder, weil fie dadurch fick) schächer von dem Papier der Convert?) ab- heben sollten. Seit Einführung dicser farbigen Ränder nußen
viermal kürzeren Zeit ab, weil sie außer dem Papier auch die dünne Farbertschicht dcr RäNder mit zu durchbohren haben. Die Kostenfrage wird deshalb wohl demnächst die farbigen Marken: ränder wieder in Wegfall kommen lassen. Das [eßte Stadium bildet die Expedition, in wekckxr die Vriesmarkenbogen buch: und rießweise zugezäblfmerden, vkrpacktund verfiegelt, fertig zum Versenden an die ReickH-Postanstalfen.
Nicht minder interessant, als die Markenfabrikation isi die der FrebCouvertS. Neben der Falzmaschine liegen die bereits bedruckten, zugeschnittenen und gummirten Blätter in Haufen aufeinander gestapelt, Ein Arm der Maschine langt hin, ergreift das oberstePapier, führt es über die Oeffnung eines viereckigen Kastens, bkéßschne1l fährt von oben zweimal hinter- einander ein in die Form passender Stempel hernieder, die Rän- der einfalzend und zusammenbrückend, und ftößt die jeßt fert;- gen Converts seitwärts weg, so duß dieselben kaum schnell genug aufeinander geschichtet msrdcn können. Sinnreich ist der Mecha: niSmuH, durch welchen der betreffende Maschinenarm immer nur das oberste, nur das eine Papier erfaßt. An ihm befinden fich nämkicl) zwei fein durcbbohrte, mit einer Luftpumpe in Verbin- .dung gesetzte Stifte, die dass obetse Papier nicht eigentlich grei- fen, sondsrn anfangen. _ So lange früher die Jrei-Couverts nur zum Markenwethe verkauft wurden, hatte die Königliche StaatSDruckkrei deren jährlich bis zu fünfundzwanzig Millionen anzufertigen, seitdem für den Papiermerth und die Fabrikations- koften eines jeden Gouverts je ein Pfennig mehr berechnet wird, ist der Bedarf derselben auf jährlich acht Millionen gesunken, 11:915 des inzwischen so bedeutend gesteigerten Postverkehrs.
Hervorzuheben au?» dxm komplizirten Meckanismus dss JÜUZLU Instituts Zst bbionders noch die Anwendung großer hydraulischer P:“:éstsn für den Kupferdruck, durch welche eine bsdkukende Zeix- und ArbeitSerjparnif; erzielt wird. “_ An Papier verbrauchte und bedankte die Königliche Staatsdruckerei im vergangenen Jahre zwölf Und eine ()albc Million Bogen. Zn dsrsclben Zeit erzeugte das galvanoplastische Atelier der An- stalt kupfexne Druckplaüen im Gesammt-gewichte von 1000 Pfund. _ Die höchste Kraftanstrengung der Königlichen Staatsdruckerei geschah unter dem Zusammentreffen verschiedener Umstände in den ersten Wochen des Dezember vorigen Jahre?). Es jmxrden damaks tagtäglich zwei und eine halbe Million Thaler in Bank- noten und Kaffenanweisungen, zwei und eine viertel Million einzelner Postfteimarken und zweihunderttaussnd Stück gestem- pelter Poßkarten gedruckt, angerechnet eine ganze Reihe ander- weiter Werthzeichen und PapiereF
Der Etat der StaatSdruckerei für das Jahr 1873 schließt mit 328,700Th1r. Einnahmen und 214,700 Thlr. Au-Zgaben,ab so daß das Institut einen Ueberschuß von 114,000 Thlr. ergiebt. Unter den Einnahmen befinden fich für Drucksachen und andere in da?- Druckerfach einschlagende Arbeiten 326,000 Thlr. Erlös von Fabrikabgängen, Miethe für Dienstwohnungen, Beiträge zu den Kosten für die Erleuchtung, die Heizung und den Was erkons um in den Dienstgebäuden und sonßige vermischte Einnahmen 2700 Thlr. * VM den Ausgaben find Besoldungen der Beamten 7650 Thlr., “zur Remunerirung eines Sterertreters des Direktors in Fällen der Abwesenheit oder sonstigenBebinderungdeffelben 500Thlr.;Remu- neration der beständigen Werkleute 13,400 Thlr. ; zu UnterstZZßungen der Beamten und beständigen Werkleute, sowie zu extraordinären Remunerationen für außergewöbnliche Dienstleistungen 800 Thlr.; Löhne des vorübergehend beschaftigten Arbeiter-Personals 73,400
liden-Jonds für das vorübergehend beschäftigte Dienst,- und Arbeiter-Personal 1000 Thlr., Kosten für fremde Hülfs- leiftungen bei den technzschen Arbeiten, Traanort- und Reisekosten, für die Btblwthek, zu Versuchen und anderen unvorgesehenen Betriebs: und Administrations = Auggaben 10,650 Thlr.; zur Unterhaltung der Dienstgebäude, zur Be- schaffung und Unterhaltung der Maschinen, zur Verßcheruna der Gebäude und Utenfilien 2c. gegen FeuerSgefahr, forme zur Bestreitung der Abgaben und Lasten des Dienftgrundftücks _9000 Thlr.; zur Beschaffung und Unterhaltung der Druck- Utenfilien, als Typen, Stempel, Steine, Platten 2c., der Werk- zeuge, Geräthe und Inventarxenftücke aller Art 6300 Thlr.; zur Beschaffung sämmtlicher Materralien für Betriebs: und Admmi- |rationSzwecke 92,000 Thlr.
Redaktion und Rendantur: Schwieger. Berija, inag der «edition (Kessel). Druek: H. Heiden. Drei Beilagen
(einschließlich der VörseU-Beilaoe).
fick) mm aber die feinen Stahknadcln der Lochmaschine in der “
Thlr., zur Dotation des Kranken:, Unjerftüßungs- und Inva-,
Erste Beilage
zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.
„IH 62. M F
Königreich Preußen. Konzessions-Urkuude, betreffend den_ Bau mr_d thrixb ei1_1er Eisenbahn von Eschbofeu nach Camberg, wwxe dic 1elbstandtge Etn-
führuug der lmk-Zmainischen Eixenbahn nach Frankfurt a. M.
Vom 24. Je ruar1873. Wir Wilhelm von Gottes Gnadetx König von Yxeußen xc.
Nachdem von dem Bau einer Eistnbahn von 1cbhofxn nach Camberg für St_aatörechnung Abstand genomxnen wordcn_i1t, und nachdem die. [)e1si che Ludwigs-Ei)enbabn-Geseslchaft _daraus angetra- gen hat, ihr die _. onzession zun; Bau und _Betriebe 1319 er thn, 1owie ferner die KonzZfion zu_r selbjtändigßn Emführung ! rer ltnkSmaini- 1cheu Bahn na Frankfurt unter fejter Ueberbrüxkyng di'S Mains unterhalb dieser Stadt zu gewähren, Wollen Wir dre1e Konzession, so- wie das Recht zur Exvroprigtion und vorubergebenden Benutzung
emder Grundstücke x_mch Mcxrzgabe der im Regierungsbezirk Wies- aden geltenden ge 91311 en Bestimmungen unter “den nachstehenden Be- dingungen bierdur _ ert eilext: _
1. Die (Heselbébnft erstattet dem Staak u_nd31vnr auf Grund einer von der Eisenbahn-Direktion in Wiesbaden auxzustellendenund von dem Minister für Hand?], Gewerbe und öffentii 6 Arbeiten nach Anhßrmxg der Gesellschaft festzujeßenden Liquidation a e ihm aus der Anserttgyng der Vorarbeiten und de_r Jnangriffnahme des Bahnbaues von Esth- Yofen nach Camberg entstandenen Kosten und tritt m able vom Staate
e üglich dieses Bahnbaues übernxxmmknen privatrechtlt_chen Verbind- li keiten ein, _nwgegen der Staat jcinerseits der Ge1e111chaft alle für die Strecke E1chofen-Camberg erwvrbenen Jmmobilic-xtx unix Mobilésn, sowie die Rechte auI den bezuglich dicser Babu abge1chlojsencn Ver- trägen überträgt. _ _ _ _ _ _ _
11. Die Geselbcbast _bat (mH [bre Koxtcn_dre feste Brücke übcr den Main unterhalb Frankfurt na , näherer Bestimmung des Kriegs- Ministeriums mit SPrengvorrichßungen zuberjebcn.
111. Auf beide Bahnen rem. Balznjtreckeu "nden im Uebrigcn die Bestimmungen de'r Konzksüons-Urkynde, betre cnd den Bau und Betrieb einer Eisenbahn von annksurt nacb axxtbcrg :c. Vom 7. August 1872 mit der Modifikation Anwendung, dar; die Bahn von Eschbofen MY (Camberg spätcstens gleixbzeitig mit d_er Babn_von Frankfurt na Camberg,_1md die Einführung der [:nksmamixchen Ba n nach Frgnksurt lkanjtens innerhalb drei Jahr_cy, vom_ Tage der Ert eilung dteyer Konzejsion ab gerecbtxet, vollendet 1em_m1_1§. _
Die gegenwärtige Urkunde irt auf Kosten der _Geyelljxxst durch die Amtsblätter der Regikrung zu Wiesbaden und fur den Otadtkreis Frankfurt a. M. zu veröffentlichen, von Ertbeilung d_e'r landesherr- ltchen „Konzession und dcs_ Exproprmtionsrechts aber eme Anzeige in die Geseß-Sammlung aufzunehmen. _ _ _ __
Urkundlich unter Unserer Höcbjteigenbändtgen Untcrxcbrqt nnd beigedrucktem Königlichen Jnfiegel.
Gegeben Berlin, den 24. Februar 1873.
(11. 8.) Wilhxlm. _ Graf von Jßenpltß.
Kriegs-Minifterium. Allerböéhstc Kabinets-Ordres vom 20. Februar 1873 _ betreffend Ergänzung der Armee_yro 1873/74, 4. Herstellung eines regelmäßigen Ersatz-Turnus bei den Truppen. _
Auf den Mir gebabtenen Vo_rtraq gcnebmige Jch, dar;: ]) zur Herstellung eines regel_mä§§;et_1_ EUaß-Tumus der Kakalerie, bis auf
eitcres auch bei diejer ' ane Beurlaubungen zur Dispofition statt- nden dürfen; 2) die Entlassung der in der Zett vom. 16. Juli bi_s
itte September des Jahres_ 1870 eingestellten und noch im Dienxt befindlxchen Mannschaften erst am diquäl)rigen_ aÜgememexl Entlap sungstermin zu erfolgen hat, und 3) dw Entlaßung der Re1erven der Truppentbeile der Okkupations-Armce von der VoÜendung der ersten militärischen Ausbildung der zu ihrem Ersaße bestimmten Rekruten abhängig zu machen ist. _ _ __
„Den ac] 2 und 3 __rrwabnten Maxxmchnften 111; auf Grund des §. 6 des Gesetzes, betreffend die Verpflichtung zum Kriegzkdienste, vom 9. November 1867 die über ihre dreijährige aktive ngnstvxr- pflichtung Hinauß bei den Fahnen abgeleistete Di_enstzeit_ sxtr eme Uebung im Rexerveverbältnixz zu rechnen. Das Kriegs-Mmisterium bat hiernach das Weitere zu veranlassen.
Berlin, den 20. Februar 1873. Wilhelm.
An das Kriegs-Ministerium. _ v. Kameke. Berlin, den _27. Februar 1873.
Vorstehende AÜerHöchste KabinetszOrdre wxrd mit folgenden Aus- fübrung-T - Vestimmun en zur Kenntnir; der Armee gebracht: 1) Der Passus 2 der 2111erhö _stcn Kabinets-Ordre vom 20. April 1867_tritt von jetzt ab außer Kraft. Die Deckung d_cs Manquxmxnts bet der Kavallerie hat in der Zeit vom 1, April bis 1. Yugmt ]eden Jghres nur insoweit durch Einziehung von Kavgklerte - Rexerven statt- Zufinden, als Diopofitions - Urlauber nicht mehr vorhanden,
) Die A1. 2 und 3 erwähnten Manmcbaften find während
ihres Reserve - Verhältnisses nur noch _zu einer Uebung vex- xftichtet. 3) Am diesjähxiqeg allgememep Eytlaßungstermm md möglichst sol e Manmcbasten zyr DtSposttton der Tryp- pentheile zu beuriau en_, Welche m der 3le vom 1. Aprik bis Mitte September 1871 eingestellt wvxden fin_d. _4) Zum_ ]. Jgnuar 1874 steht das Kriegs-Ministerium emer Mtttbetlung Seitens 1ämmtlicher Geyeral-Kommandos entgegen, wievie_[ von den 3111) 3 der Außführuzrgö- Bestimmungen bezeichneten Mannschaften pro 1873/74 noch tm Drenst verblieben sind.
13. Entlassung der Reserven und E_instel_lunq der_Rekruteu. “„ In Gemäßheit des Gefeßcs, betresxexxd bre Veryflrchtuns zum Knegsdienste, vom 9. Novembex 1867 be1tt_mme_ Ich bterdurékm Be- zug auf die Entlassung der Re1erven und die Einstellung der ekruten pro 1873./74 das Folgende: _ 1. Mobile Armee, _ _ _ ]) Die Re1erven_ der Truppentheile der Okkupations-Armee, WII? Yer zugehörigen Eyaßtruppen und Handwerker-Abtbealungxn d 1m__ AÜgemeinen En 8 September dieses Jahres beziehungs- UYU" nge!) Beendigung der Herbst-Uebungen zu_ent[asfen. Jedoch rst dte_vo11]tandige Entlassung der „ka'erven der Infanterie und_ der Feld- Arttllene von der Beendigung der ersten militäri_schen Agsbtldun der karuten der Art abbängtg u machen, daß die1elbe spatestens _nde Dezrmkxer dieses Jahres ?Folgt. 2) Zu den abgegebenen Terminen md au erdem so viel Mannschaften zur Dispofitibn zu beurlauben, aß R ten in nakhstebend bezetchneter Zahl eingestekstWerden können. 3) Es sind einzu ellen: _ . Zum Dienst mit der Waffe] __ a. der den Ersaß-Bataillonen am 1. Juli und 1. Oktober d1e1e§ Jahres je 400 Rekruten, 1). bei den Ersaß -Eskadrons a_m 1. Mar dieses „"WKS soviel Rekruten, als zur Completirung aux, den Etat erfordern _und am 1. Oktober dieses Jahres mindestens e 120_§)_1e- en, «_. er den Ersaß-Vatterien am 1. Juli und 1. Oktober dce1es JLU dx; _1q_c_)_ NFM?» _? beiC den im Bereich_e Jdelr =__Ok_kup§ti_x;nss- , ee ! ozt en a- ierie- o agnienam . ui iees are ]e 40 Rekruten über den Etat. mp _ 13.0ekonomie-HandWerker W 1. Oktober dieses Iabrxs in einer e nach dem speziellen Bedarf fLstZUseßenben Zahl. 4) Wahrend. der auer der Rekruten-Ausbildung 1st den-„ErYrß-Truppen Seitens der immobilen Truppentheile der be- enden rmeeZCorps erforderlichen Falles eine Verstärkun an Lehr- onal zu gewahren. Zur Aushülfe für die 6. Division Ft Seitens
tre P
Dienstag, den 11. März
der Gmeral-Kommandos des 1., [17-- 74 71-- 711.. 7111. U- und U. Armee-Corps je 1 Lieutenant der Jufxmten'e vom 1. Juli dieses Jahres ab bis zur Beendigung der Ausbtldungs-Periode der zweiten Rekrutenquote :zu kommandiren.
1]. Jmm_obile Armex.
„ 1) Die Entlassung der Rejewen bat be! denjenigen Truppen- tbxtlen, welche an den Herbstübqngen Theil nehmen, am ersten, spä- testens ziveüen Tage nach Beendtgtxng derselben, be iebungsweife nach dem Wiedereintreffen in den Garnisonen, bei der F1! *ArtiÜerie und bci) zy den Herbstübungen nicht beordertenZebdZYattex-im am ersten, 1pcxt_e1tens weiten Tage nach Beendtglmg der Ochxxßubungen, beziehungs- we11e na dem Wicdereintreffen in det] Garmwnen, bei den übrigen Truvpxntbcilcn zum 1. Septembec_die1es Jahres ftattzusiyden. Die Trainxabrer zu halbjähriger Ausbildung fixrd, _soweit die1elben nicbt Bebufs Ablömng dcr älteren/Trnm :Manmchaftm d_cr Okkupations- Armee Verwendung finden, zum 1. Novembkr die1es Jahres be- ziehungßweisc 1. Mai kürxftigcn Jahres und_die Oekonomis-Hand- Werker zum 1. Oktober diews Jahres zu entlaßen. 2) Zu den ange- gcbsnen Terminen haben Veurlaubungen vyn Mannschaften zur Tis- poükécn €;: T:;z: 11235735: Z:;szuTchn, da:; chruten in nachstehend bezeichneter Z.ck)l eingestellt wcrdxn können. 3) Es sind einzustellen:
4. Zum Dienst mit der Waffe _
a. bei dm älteren Gards-Jnfanterie-Regin_tentern pro Bataiüon 225 Rekruwn, b. bei den jüngeren Garde-Jnsanteric- und Jämmtli- chen Linien-Jnfanturie-chtmentern pro Vataillon_ 190 Rekruten, c. bei ÖM! Garde-Jäger-Batajlloxt eine durcb die anektion dcr Jä- ger und Schüssen Weziell fejtzmeßetde Zahl, (1. bei dem Garde- Schüßkn-Bataillon und den Pionier-Bataillonen, von Welcbkn einzelne Compagnicn mobil find, ja 190 Rekruten, €. bei den] _Garde-, wwie den übrigsn Pionier - Bataillonen, dem (Eisenbahn- Bataiklon uyd den Linien-Zäger-Bataiüouen jc 160 Rekruten, 1". bei jedem Kavallerie-chimcnt mindestens 180 Rekruten, I. bei jeder rei- tenden Batterie mindestens 25 _Rekruten, b. bei jeder Feld-Batterie je 30 Rekrutkn, 1. bei jcdxr Fuß-Artilleric-Comvagnie_mit einem Star von 146 Köpfen je 50 Rekruten, 1x. bei jeder Fuß-Nrtislerie-Com- Pagnie mit cinem Etat von 116 KöVsLn_ je 40 Rekxuten, 1. bei jeder Train-Compagnie zu drkijälxiger D_ien1tzxit mindettens 10 Rekxuten, zu baWjäbrtg-er Ausbildung im Herbst disch und Frühjahr künftigen Jahres je 39 Rekruten.
13. Oekonomie-HandWerker
bei sämmtlichen Truppentbeilen soviel, al_s nack) Entlassung der_Re- serven zur Erreichung des Etats erforderlxcb find, jsdocb mindestens vier pro Bataillon. _4) Die Einstellung der Rskruten bat für das Garda- Corps und 1ämmtlichc Truppen_ zu Prkrde bis zum 5. N_o- vember, für alle übrigen Trubpen jc_deumUs bi-Z 5. Dezember biens Jahres zu erfolgen. Für den FaÜ, daß rückfichtlich einze1ner Truvpen- tbeile eine Modiükakion der vorstehenbm Zxk)[en nothwendig Wurden sollte, ermächtige Jeb das Kriegs-Mitxijterium, die bezüglicbcn Anbrd- nungen zu “treffen. Das Kriegs-Minijterium hat das hiernach Erfor- dsrlicbe zu veranlassen. -
Berlin, den 20, Februar 1873.
W i l h e l m. v o n K a m e ke.
An das Kriegs-Ministerium. _ Berlin, dm 27. Februar 1873.
Zur Achfübrung vqrstebendcr AÜerböckyster Kabinets = Ordre bc-
stimmf das Kkich-Minifterium das Folgende: ' 1._ MobikeßArmee.
]) Mit Rückficbt aus dxn verschiedenen Bedarf der Feld-Regi- menter sind bei der UeberWeimng _der Rekruten etwaige Amélxülfßn der Regimenter untereinander_ durcb dre Gcneral-Kommandos sextztneßen. 2) Die Rekruten der Infanterie uxjd der Fcld-Artillerie Werden, inso- Weit fie nicbt auf den Etat d_er Ermß-Truppkn in Anrechnung kbmmen, bis nach erolgker Ausbildung uber den Etat_verpfsegt. Die Manmchaften der Ersaß-Battcxien sind _wäbrxnd dcr Perwdc der Rekrutxn-Ausbildung vomArbeifsdienxt möglichstz_u_dt_s_benfiren. 3)Jn_soweit bei den Ermß-Eg. kadrons nach erfolgter vollxtandtgxr Eptlassung des Jahrgxznges 1869 bis zur Wieder-Kompxefirung mis dcn Etak rn Bezug aus die War- tung der Pferde :(. bewxxdere Maxznabmen nothyoendig Werden, find dieselbén durch die bktrcffendxxt Gxneral-Kommandos anzuordnen. Zuxn 1. November dieses Jahres 1]t_bx§rbcr JU__ledM, ob beiebungswei1e in welcher Höhe etwa im nacbxtsn qubjahre einc ekruteu-Ein- stellung erforderlics) ist. 4) Dr_e Abbönzng dcs_ä[testcn Jahrganges dsr mobilen Pionicr-Compagmen getchrkkx ank _Veranlaffung der General-Jnspekfion des Jngemaur-Corps und der Festungen in dirsktem Einvernehmen mit dem Ober-Kommando_der_Okkupations-eree. 5) Die Ablösung der älterey Trßm-Mannjckyakten der Okkupations- Armce ist Seitens der Tram-ngektton auf Requifition_des Ober- Kommandos rechtzeitig zu vekanlamsn. Cs könnkn _hierzu ?änxmtbiche zu 1)albjäk)riger Ausbildung aquehobene_ Tram - Manmckkxasten des (Harde- 1. bis 11. und 15. Tram- Batatgons exkl. der Re ruten aus E[s„_ß-Öotbringen vchandt Werden. 6) Dte Zahl der Oekonomie- Fauer er wird vom 1, Oktober 1). I; ab p_ro mobiles Infanterie-
egiment auf 60,_ pro_ mobiles Kaballerte-Regtment auf 30 Köpfe re- duzirt. Die über1ch_ießenden Manmchaftezt find_ am 1. Oktober d. J. zu entlassen und außerdem so viel zur Dtspofitton_zu beurlauben, daß pro Jnfanterie-Regiment 12, pro Kavallertc -_Regtment_6 Oekonomie- Handwerker eingestcklt werden können. 7) Dre d_en (&va - Truppen- theilen _Seitens der immobilen Truppen zu gewabrende lusbülfe an Lehrper onal ist Séitens de:: Geycral - Kommandos der betreffenden Armee- orps je nach dem Bedarf festzuseßen.
11. Jmmobile Armee.
]) Dic Entlassung der Reservcn der Fuß-Artißerie-Compagyien, Welche an der Belagerungsübung bci Grabdenz Tbejl nthen, erw! t nacb Beendigung derselben._2) An der qllxabrltcb einzusteklenden Za [ von 190 Rekruten pro Jnsantcrie-Bakaxklon_ w_trd bis auf Wxiteres festgehalten Werden. 3) Die Quote der m die emlenen Kavallerre-Re- gimenter einzusteÜenden Rekruten haben dt_e_ General- Kom- mandos untex Beachtung der o_ub_ _ f. festgejeßten Mini- malzabl zu bestimmen. Die _ Frethlltgen _ zu drei- bezie- hungSMise vierjähriger Diepst _e[t_ find _aus genannte Zahl in Anrechnung zu bringen. Dre tqmdatton emes cyl] rechendcn in- derbedarfs an Rekruten ist bei denjenigen Kavallexte egimentern _ge- stattet, Welche, um die Zahl von 180 Rekruten emzustellen, zu _vler- jähriger Dienstzeit verpfli tete Mannschaften zur Entlassung bringen mußten, Um für das nä ste Jahr etwa1g_e Bcurlaubungen zur Dl?- position möglichst zu vermeiden, erhalten die General-Kommandos dle Ermächtigun , den Jahrgang 1872 bei den KavaÜerie-Regimentern durch Abgaße von Mannschaften an a_ndere Waffengattungen, namentlich an Feld - Artillerie und Tram,_ sowte durch even- xuelLe Entlassung zur Disyofition der _Er19ß - Behörden ent- 1prechend zu reduziren. Die dtrekte Komxnumkatht nut _der Genexal- Inspektion der Artillerie und der Tram-Jnspektwrz wnd _ anhetzn- gestellt. 4) Die Fxstseßung der Zahl _dcr pr? Trqm-Baxatllotz em- zustellenden Mannjcbaften zu dreijäbrt er _Dtenstzett_ble1b_t mrt der 5111) 1 auferlegten Beschränan der_ ramenspektwn uberlaffen. Jedoch ist erstere im AÜgemeinen derartjg z_u besttmmen, daß mindestens 5 Mann pro Train-Compagnie zur Dispontton beurlaubt Werden können. 5) Die d_ur die Friedens-Verpftegungs-Etats pro 1873 festg eßten Ersparniß- aßregeln find bei Berechnung de_S_3_kekruten-Beda s _zu berücktchti en. 6) Die laut §. 16 1 der Militar-Ersaß-Jn truktto_n vom 6. * ärz 1868 hierher einzureich'enden E aß-Bedarfs- el_chwsr- sungen xc. find baldmö lichst zAur Vorlage zu _rmgen. 7) Dre ?[xt- rechnung der laut vorste)ender [lerhöchster Kabmets-Ordre vorzetttg
1873.
e_ingextellten, 1911116 der im Herbst 13. I. für die Ar- ttllene zc. _nacbtraglcch azthebobcnen Mannschaften wird auf Grund der bxzuglxcbkn Nachweimngen erfolge'n, 8) Ueber dsr! Einstellungs- Termm dsr Rekrutxn bleibt weitere Bestimmung mit Ö?!" Maßgabe vorbehalten, da!; die zu balbjäbriger Ausbildung ausgebobknen Train- Jahrer am 3. November d. J. und 2. Mai k. I., die Oekonomie-
»xndwerk? m_n 1._Oktober d. J; einzustellsn sind. Etwaigs Anträge au_s Modmkatwn dar durcb_vor1tehende lelcrböcbste Kabiner-Ordre fextgeWZten Rekruten-leoten für xinzklne TruppentbeiW )"tnd gleichzeitig mrt der Vorlage dsr Er!aß-Bedarrs-Nachweisungsn :c. [)ierbsr zu richten.
, Kriegs-Ministkrium. v. Kameke.
Yiehtamtlichez. Deutsches Reick,»
Sachsen. Dresden, 8. März. Die Erft? Kammer genehmigte in ihrer heutigen VormittagHfiZung, welcber die S_taats-Minister Freiherr von Friesen, von Nostiz-WaniH, so- wxe Gßkmmer Fina_nz : Rath Römisck) beitvohnten, zunächst die Nachfrage zum außerordentlichen Budget der laufenden Finanz- pertodc (_Referent Se. Königliche Hthit der Kromprinz) obne Debatte m_dxr von der Zweiten Kammer fkstgesteUten Faffung und nahm 1ooann_die Berichte der Finanz-Teputatiom (Refersnt yon Erdmannsdorn) Über die Ergebnisse des VereinigungWer- fahrens bezüglich der Eisenbahnvorlagen und der Steuerreform Zntgcgen. _ Die Kammer stimmte überall den Vereinigun Evor- 1chlagen ohne Debatte bei. Hiernach ward bei den Eisenbavaor- lagen der von der Kammer gestellteAntrag _ wonach die Regierxmg, wenn ihr bekannt wird, daß Gründer in Prospekxen falsche That- sachen zur Tänscbung des.“; Publikums :c. behaupten, 1111nachfichtlich den StaaTsanwalt in Kenntnis; seßen soll _ fallen gslaffen, mehrere, die Richtung der Linie Schandau-Banßen betreffcude Pstitionen, webs)? für erlkdigt erkläÜ worden waren, an die Re- gtcru_11g zur Kennmißnahmc abzugeben beschwffen, ebenso (1112 Petitxonen, die fick] auf solche Projekte beziehen, welche die Kam- mer als mit nicht genügenden Untertagen versehen, unberatbkn gelaffen hat. Vezügkick) der Petitionen auf Anlegung cines Kohlenbahnbach in St. Niko1ai bei Chemniß, battc es bei dem Beschluffe der Kammer, diesekben dsr Regierung zu übergeben, scin Bewendcn. _ Bezüglich der Steuerreform ist dem Finanz- Minister folgender VereinigungSvorschlag gemacht morden, wek- chem die Deputation dsr Ersten Kammer einstimmig, die: der Zweitcn Kammsr mit 6 gegen 6 Stimmen beigetrotcn ist:
_ 1)_D_ie chieyrzg nxird «rsacbt, dcr näcbstkn Ständsvsrsammlung omen Gewßxntwnrk bshurS Einführung 611161? aklgemeinen Klassen- und Einkommenxteuor vorzulegM.
_ 2) Nebexx der Klassen- und Einkormnensteuer ist jedvcb die Grund- und Gewkrbeytcykr bxizubebalfcn. BSM Werdcn zur Befrsiuag von ibxen Wxxcnflichcn Mängkln, und um Lin möglicbst ricb'rigcs Vsrbält- nix; zwixkben beiden herzustellen, ciner Revifion unterworkxn, *
3) Für jechinanzp-eriode wird durcb Grieß festgestsüt, Mlcber Tbsil d_es Bedarfs auf die Grund- und die Gswsrbesteuxr und wel- cher aus die Klasssn- und Einkommensteuer gelegé wsrdsn svU'.
Einstimmig nahm di? Kammer diesen Ankrag an und lebnts dcn Von DU“ jenseitigen Kannnér angsnommcncn Streit- scheu Antrag ab. _ Hisrauf wurde die Sitzung bis zum Ein- gang wéitercr Beratbungsgegenstände aus dcr Zwsite'n Kammer unterbrochen.
Nack) Wiebsraufnabmc der Sißung erstattete Vize-Präfidsnf Pfotenbaucr Bericht übsr das Ergebnis; dex“; Vereinigung?»- vekrfabrens bsziiglick) dsr Dreédener Justézneubauten. Der Ver- einigungsvoxsckylag Wurde ohn? Debatte angenommen.
Nachdem Hierauf die“ Vorstände der vcrscbichncn Deputa- tionen BMM iiber die unerlcdigt geblisbcnen (HMnstände cr- stattet batten, Wurds dic Sißnng, dis [Eßtß des Landtags, nach den Schlußredcn desPräsidenksn und Vize-Präfidenrcn, sowie des StaatZ-Ministers von Fabrice unte'r dreimaligen Hochrufcn auf den König geschlossen. "
_ DU Zweite Kammer blieb vorläufig, und in der ausgesprochenen Erwartung, daß das Vereinigungsverfahren ein befriedigrndes Ergebnis; haben werde, bei ihren Beschlüffcn hin- fick)1[ich der Dresdener Iuftizneubauten stehen. Alsdann nahm fie den im Vereinigungsverfahren über die Differenzpunkte in Eisenbahnangelegetüxiten formulirten Vorschlag an, alle Petitionen, die sich auf solche Eisenbahnprojekte beziehen, Über welche in einer oder in beiden Kammern nicht Bericht LtFtattet worden, der Regierung zur Kenntnißnahme zu überweisen. Mit lebhaftem BeifalT wurde sodann die Mittheilung des Finanz-Ministers aufgenommen, daß er die Ausführung jener, eine sechsstündige Nbladefrift einführenden Anordnung der Ge- nera1-Direktion der StaatSbahnen, um deren Aufhebung die Kammer gestern einstimmig die Regierung ersucht haÜL, bis auf Weifsres fistirt habe. Nach einer. halbftündigen Unterbrechung der Sißung erstattete Abg. 1)r, Gensel Namens der außerordent- lichcn Steuerreformdeputation Vortrag über das Resultat des Vereinigungsverfahrens betreffs der Steuerreform. Der oben mitgetheilte Vermittekungöoorschlag wurde mit 41 gegen 30 Stim- men angenommen. Sodann folgte der Vortrag des Abg. Dr. Renßsck) Namens der 2. Deputation über das Resuktat des Ver- einiguüchverfahrens bezüglich der Dresdener Iuftizbauten: der Vereinigungsvorschlag gelangte gegen 3 Stimmen zur Annahme. Der Präfident brachte sodann eine von dem ständischen Archivar entworfene Uebersioht über die von dem nun am Schlusse feiner Thätigkeit angelangten Landtage erledigte Geschäftsmaffe. Hier- auf richteten der Präsident 111". Schaffr , der Vize-Präfident Streit, welcher dem Ersteren den Dank er Kammer für seine Geschäftsführung ausdrückte, und Namens der Regierung Staajs- Mimster Freiherr von Friesen A111prachen an die Kammer, und nachdem der Präfident die (?HteSißung des Landtags geschlossen erklärt hatte, trennte fich dre Kammer unter dreimaligem Hoch auf König, Verfassung und Vaterkand.
Der feierliche_Schluß des 14. ordentlichen Land- tags hat heute Mittag 12_Ul)r in den Paradesälen dcs Rest- denzschlofscs du_rck]__ den König stattgefunden. Die Thronrede, Welche Se. Maxestat_vorlasen, hat folgenden Wortlaut:
Meine erre_n Stande! Ein langer und viel beWegter, an bedeu- tenden u_nd chwrerxgcn_ Arbeiten überaus reicher Landtag liegt hinter uns. Erne fct_n_er Wichtigsten Aufgaben War es, die neue Organisation der Bebördetx sur dlc innc_re Verwaltung zu berathen, wclche, mdcm
sie 1916 Bevolkerung [elbjt zu ein_er umfaésenden und cinflußreichen Tbxtlnahme m_: de_n öJk-mtlichen GUchäfxen erbeiziebt, einem längst gesublten Bcdurfmffe echnung fragen 1911, In engem Zusammen-