(m. Später soll dazu nochxciu Album sämmtlicber Dcpkmäler 111 etwa 50 Blättern erscheinen, das ein abgesonderies Werk bilden wird.
- Der Magdeburgricbe (Y_eschicht'svcrem hat, dem Jah- resberichte des Vereins für 1872 zukolge,_ mit dem Jahre 1872 1911 7. Lebensjahr zurückgelegt. Die jetzige Mitgliedxrzabi desselbeii beiragt 205, darunter 3 Ehrenmitglieder unix 7 koxrmpondtrende Mitglieder. Zum Vorfißenden des- Vereins vZ'trde 111 ber Sitzung vom 5. ebruar d. J. Gymnasial-Oberlehrer Muslcr gewahlt.
- n Triest waren am 12. d., Abmbs um 9 Uhr/1_0_Mmuten, starke (Frdersthütferungen in der &ckng von .Sa-den iiach Norden fühlbar. Auch in Bozen wurdr u_m diexelbe Zeit eine [richte Etdcricbüttérung verspürt; fie dauerte _cmtge Sekunden_ und wieder- holte fich um 2 Uhr Morgkns. Jn (Horz Waren ebenfalls um baxb
„10 Uhr WWW starke Erdstöße bemerkbar, dic fick) in kurzen Zeit-
" ""t w' derbolten. Kurz nach 9 Uhr Abends Wurden bie Be- JFHYF xx:ertlFrzing in Tixixl durch em Crdbebm m Aymgung vcryeßi. Der Stoß kam von Sudost und zog nach Nordwest unter
dumpfem Rollen und Brausen.
GeWerl-e und Handel.
L nk, n, 13. Mär“. DerSfrike in Süd-Wales_gehi [ang- iam ÜF»? Ende entgeogen. Die Eiienarbxitcr babsi! fait alle den Widerstand aufgegeben unix _1eder Tag bringt Kunbe vo_1_1 nexien Ar- beitsaufnabmen. -- In einigen Tagen Werden _die qunbuttetx m Blannavon, Tredegar, Cbbw Vqle u. '." w. wicdkr 111 v'c-llem Bktrwbe sein, da auch in den dazu gckyörrgenßohlenickyachren die Arbeit theil- “weise wicder aufgenommen werden wir?. „Die Koblxngruben rind L_lr- beiicr in Mertbyr und Drwlais ailetn icheinen nrcb ininrer czitixblqs1en zu sein, den Befeblerl der Union (Hebongm zn [Zinti], index; 11_t_1bre Kapitulation nur noch eine Frage dcr Zeit. Dafur wr1cht bereits _ble Tbaiiacbc, da["; am Montag iu Driv1Zis 11,000 Koblkngrubenarbsitkr dié Arbeit zu den alten Lobnberhalfnmen Wieder aurgcnommcn liaben,
Königlichec; Opernhaus.
Das zweite Gastspirk der italienischen Operngesellschait des Herrn PoUini war bestimmt, die Leistungezi derselben aux dem Gebiete der großen tragischen Oper vorzuxuhrßn, Wofern man Raffini's „Otello“, welcher dazu ÜUSEKsLhSU, _w nemzeir harf. Die Oper ist, von früheren AUffÜhkUUJkU' (1111 der Komglrchezr und der Krollschcn SaisMbÜhne her,_111cht zmbekannt. Ste . trägt, bereits im Jahre 1816, g!eich,zeitig 11111 „1'5rf8160 (? 1101115171“ und den komischkn 5Opern ,.11 Zarxé-Wrs (11 Zsrjna“ und „ 13 88228118“ gcschrieben_, den" Sten)- pek frischcr Originalität, aber auch höchßer Fluchtigkett. „Tas Libretto, welches dem Meisterwerk S_lwkeWegreH fast „zu - viel Gewalt anthut, wie die leicht? aber geqwolle, mr_rige Mufik , des jungen 24jährigcn Maestro entstanden auf Benellimg der ; Direktion der Oper in Neapel - znm Karnrval. In xder „leb- , haftenStimmung der Festtage machte aber der OtheLo mit "113211 - graziöstn gefäkligené Melodien gleich bei der ersten Nunuhrung „3511: * wre“. Und doch giebt daes ZT-sxtbuck) die Charaktere der Tragodie, wenn nicht entstellt bis znr Unkenntlichkeiymso dock) ganz falich ? aufgefaßt oder nur in den äußeren UmmUen angedeute]; Die ; Parüe des brave'n Cassio ist ganz fortgefaüen und darur Ro- drigo, der zum Neffen des Dogen gewordeti, der Gegenstaxid der ; Eifersucht Oter'H, Dem Original am nachsten kommt die Ge- ' ßalt der schönkn unglücklichen Tesdrmoria. Ter 5318110. ist ? jedoch von dem Librettisten ganz mißverxtaiiden _nnd in dieser i Verunsta1tung nur gcéignet, Abschen, nicht Mitgefubl heryor zu rufen. Tie Mufik dagegen strikt fick) trox; aÜer Fluckzngkett als die Arbeit eines Genies dar, das seine innige Freure daran hat, sein Inneres in Tönen zn ergießrn, weil dies die cinzige Sprache ist, welche es beherrscht., Sie dient dem mangelhafwn Tkxt zur unverdienwn Verherrlichung. Aber lirblichs, melodische Gedanken, interessante Motive m der Instrumentation und Vegleitnng, fr11chtbare ErfindungHgabe, hinreißendes Feuer, Anmuth und Leick)tigkeit, die Kunst, 13911 Gesang so zu behandeln, duß er den effektvollkn Reiz gexaütger Originalität erhält _ KUSS das genügj nicht, eine Wirkungsvolle dramatische Oper zu schaffen, wie fie dcn Ansprüchenbxr Gegcn: wart gcnügt. Roiiini hat diesen Mangel seiner Erstimgöwerke selbst herausgefühlt und bsionde'rs nach seiner AnsteUizng cm der großen Oper in Paris unter der Regierung Karls )x. meh- rere derselben, wie namentlich den „1130wstt0 11,“ und den „1110375111 _]Zthto“ Umgescknieben, von dcn Üppigen Koloraturen, die ]ede deutliche Charakteristrung und jeden präzisen Ausdruck der Stim- mung überwnchern, gereinigt, und bald darauf dnrch sein [913199 Werk, den „Tell“ zu beweisen gesucht, daß er auch auf dem Ge: bieie der großen Oper Bedeutendes zu leisten vermöge.
Jm „OÉelTo,“ der nochganz die Schwächen der ersten Periode zeigt, deffen Text nur dazu bestimmt scheint, eine mannig= faljige Folge von Arien, Tuetts, Tcrzetés, Quartetts mit Chor, verbunden durch das schablonenhafte Recitativ mit dem immer wiederkehrenden TonfalT auf die Uächstüefere Quart am Schluß u. s. m. zu motiviren, erheben fich die meisten Nummern nicht über das Niveau des kortventionellen Stuss der italienischen Oper und sind zum Theil so wenig den Charakteren angepaßt, daß sie ihre SteUe ebensowohl in der komischen Oper auszufüüen vermöchten.
Zu einiger Höhe erhebt fick) nur die Partie der Desdemona, deren Romanze mit Harfenbegleitnng (Nr. 14) im dritten Akt mit ihrem schwermmhsycxüen Charakter und das darauf folgende
Gebet den Kulminationspunkt der ganzen Partitur darßeüen, während das ganze Finale wieder so matt und unbedeutend wird, daß es in der gestrigen “Aufführung mit Recht ganz fortblieb.
Die vortrefflichen Leistungen der Mehrheit der Pollini'sthen Gesellschaft, welche fick) der undankbaren Aufgabe unterzogen, das Werk vorzuführcn, find hier bereits hinreickzend'bekannt und nach Gebühr gewürdigt worden. Den Mittelpunkt des Interesses bildete auch gestern Jr. DéfiréxArtöt-Padilla als Desde- mona. Der Umfang ihres sorgfältig geschulten Organs scheint noch immer der, Erweijerung fähig zu -sein: freilich vollzieht sich dieselbe auf Kosten der KlangfüYe und der Schönheit, namentlich in der Höhe, wofür selbst die glanzende Koloratur nicht ganz zu entschädigen vermag. Die Töne des höchsten Regifjers werden zwar mit Feuer und verhältnißmäßig reiner Intonation herauSgeschleudert, können aber eine gewisse Gepreßtheit und Erzwungenheit nicht verleugnen. Der Uebergang vom Kopf-, zum Bruftregifter mark'rt fick) mehr und mehr in auffälliger Weise, und scheint fick) die Stimme nach dem Leßteren zu senken. Im Uebrigen hat die Stimme sich in Bezug auf Fertigkeit und Schulung fort und fort ULWUÜWMUCÉ- Di? schWierigften Kadenzen, die buntéLen Ton- arabesken, chromatische AUegro-Läufe gelingen der Künßlerin in bewundernngSwür-digfter Reinheit der Koloratur und mannig- _ fachßser Schattirung, imhingehauchten Piano wie im pathetischen
“ign'or de Padilla, der bewährte Figaro und Malatefta
*tragswcise unter einem
indes; unter der-Bediu ung, daß nach ber zweiten ArbettSWOche eme Lohnerhöhungs-Scala estgestcllt werden wilt. _ Verkehrs-Anftaltenz . München, 18. März Der Ostbahndtrektor Badhauser tft Leute nach Eisenstein abgereist, wo mqrgew der StaatSverirag ezü [ich des Anschlusses upd dex Wetterfubrung der bayerischen Wal bahn Seiten! der Pilyeu-Pnesener EisenbahngeseUschaft unter- zeichnet wird.. _ o
- Bis zum 1. Mai 1). J. werden, wie der „N. K.“ meldet, sämmtliche Courier- und ostzüge der bgyeriiéwataatSbahuen mit der Hebsrleinicben chuellbremje verse en 1em.
Rom, 15. März. Die Vorarbeiten ;_ur Legung eines unter- 1eriicheu Telegrapben zwischen der Jmcl Yardinien und dexn italienischen Festlande find voUendet. Er wird _von_Orbetello m der Richtung nach der J_n1„'el Maddalena grlegt, weil hier das Meer weniger tief und uneben 111.
Aus deni Wolff'schen Telegraph'en-Bureau.
Wien, Donnerftag, 20. März. Erzherzog qul Ludwig hat fich, wie die amtliche „Wiener Zeitung“ meldet, Mit der Prin- zesfin Marie von Bragnanza verlobt. .
London, Donnerstag, 20. März. Der ,Morng Post“ find Nachrichten aus Mexiko zugegangen, denen zyfolge 1111) etwa 3000 Insurgenten unter dem Befehle von MWMLZ. der Stadt Rosario bemächtigt hatten. Regierungstruppen warenmpeß gegen die Insurgenten aufgebrochen und hatten denselben m einern Gefechte erhebliche Verluste an Todten und Verwundeten bei-
ebra t. g ZYaDrid, Mittwvck), 19. März. Francisco Salmeron ist mit 91 gegen „83 Stimmsn zum Präsidenten der Nationalver-
Boifi, der vortreffliche Baßbuffo, bewies als Brabantio seine Verwendbarkeit auch in dcr 0p€ra 861'18, in welchcr seine schönen Stimmmittel mehr zur Geltung kamen, als 111 „dem rscitatiyo 56000, der komischen Opkr, die sein eigenürches Feld. Neu war der Tenor Signor Villani in der Titelrolle. Wir [ernten in ihm einen “Sänger kennen, der gerade mit den Mängeln des italienischen Kunstgesanges behaftet ist. Seine
! nicht unschönen Mittel, die nur in der Höhe der rechten Kraft
entbehren, gehen ganz in willkürlicher Künstesei, deren einziges Streben ein falscher Effekt ist, unter. Dabei iiü die ganze Vor- _ höchst störenden Tremolo, das fich manchmal zu einem foridaue'rnden Triller gestaltete. Sig- nor Vidal als Rodrigo ist ein angehender lyrischer Tenor, mit ansprechender Stimme, die aber noch der Bildung und Schulung ermangklt.
Ter VorsteUung wohnten JhreMajestäten der Kaiser un d d i € K aiserin, Ihre Königlichen Hoheiien die Prinzessinnen Carl und Friedrich Carl und Se. Hoheit der Herzog Wilhelm
von Mecklenburg-Sck]werin bei.
Ueber die Stromregulirungsbautcn in der Odsr
veröffentlicht das „Amfsbiair der Königlichen chicrung zu Frank- furf a, O.“ Folgendes:“ _ . _
„Ti? nacb dem Verlauf des CZSJmigeZ ctigrirrtcne Wiedsrerös- nung der Zcbiffabrt auf der Oder wird die Llusmexkiamkeit des bei drr Schiffahrt beilwiligten Publikqus wikdcr auf die Regulirungs- arbsitrn fur die Verbesserung der Siromrinne l)inlenken,_ Weiche die Prsffe icbon vicjxacb, namentlich abe)- (mixer; Strecke zwiichen Frank- furt und Cüstrin, zum Grgcyitand ihrer Kritik gkmackyt ha].
Die lesickyi ist, _in dieyem Jahre hier den Aquau 1iixnn1tlicher noch nicht normalmäxzig regulirte'r Ztrrinitreckcn iu Aygrin zu nch- men. Zunäcbst irll durch das Vyrireibcn dßr,Strom1chwe§llm_ das PMA dsr Odrr, 511111) für die kleimikn Wassxr!tände__ in dcr Wciie be- grenzt wrrbcn, daß aux?) bis Dichomble _kxeinite Waucrmenge noch gez nügt, um die ununtsrbrocbe “Schiffahrt sur Y_FUZ oder 1 Meter tief gebende Fahrzeuge möglich zu erlyaltén.„ Fur _ric rscbizeitigc Be- schaffung dsr hierzu erforderlickcn_Matcrialécn ißt berrits im_Laufe ch Winters in umfasscndster Wkixe Sorgr gctrngcn. AUein für die Siromitrscke Frankfurt-Cüitxin ist die Lieferung vgn circa 70,000 Ku- bikmrtcr Fxscbincn iichr 96111111, Wegen drr Vcicbafsung des erfor- bcrlichen Steinmaterials find die_Un*crhandlungcn noch im Gange und es ist AUÖsickÜ vvrkyanden, dax; dir _zu dcn Zinssenkungsarbeitcn notbwrnrigcn Steine rechtzeitig nngelxeskrt wcrden. Der Haupt- gsfichtSpunkt ist dabei, durch. die dissjabrigkn Bantry die bereits re- gulirtsn Strecken in der Grsan1mi-Libi138i111ng Frankfurt - Custrin m brsseren inneren Zusammenhang „zu bringen, 10 das; _namentlich die bis- her noch oft beklagte Bildung von flachen Urberxblägerx, welcbe in dem unbcgrenztcn Strome durch die wandxrnden Sandbankc erzsugi werden, für die Zukunft gänzlich zum Stillitand q-bracht wird. Nur die Ausführung Der bicr bezeichneten Regulirungsbaukcn ist dir Ver- Mnbung von 50 bis 60,000 Thlr. in Aussicht genommen., Nur in dem Maße, «19 es möglich sein wird, die weiter erforderlichen Ma- terialiszu boickkaffen, können auch in den anderezt Wasicrbaukreiien des Bezirk:? die Stromrcgulirungsbautcn mii verstärkten Mittrln in Angriff gcnommrn werden. Da gegenwärtig die Mittel auch zu den umfassenderen Regulirungsbauten bereitwilligst aus der Stgatsxasse zur Lisbofiticn gestent worden sind, so bildet nur die Bestbarsung des eribrberlicben Materials noch Schwierigkeit. Die für die bevorstehenden Arbeitcn in Waivendung _kommendr Vauwcije der Regu- lirungswcrke, unteriéheidet fick) bop der früher üblich gewe1xnen, haupt- sächlich durch die wlidere Konstruktion der Buhxicnköpse und deren weitrr vorgsicbobcnen Sinkitückunterlagen. Sie erfordert desbalb be- sonders bisl Stcinmatcrial und hierfür find brauchbare Bezugsquellen nur in beschränktem Umfange vorhanden. Arch nimxnt der TranSport dieses Materials nach den verfchicderxen Baustellen eme große Anzahl Schiffe in Anspruch. Es steht index; _zu erwarten, das bis letztere Schwierigkcit Wenigstens durch die Einführung. der Torgerxt, Welche in diesem Jahre zunächst auf der _Strccke IMLÖÜL Cmtrm und dem Brieöcher See versucht werden ]oll, theilwene ubc'rwunden werden wird und das; fich für die Zukunfi, bei geii erten TranSportverbält- niffen, auch Unternehmer beréitwillrger zur UC" ernahme größerer Stein- liefcruugen finden Werden. _ ,
Der eigeuthümliche Charakter des Obexttromes, sem bewegliches Grundbett, die blößlichen_Nnschwexlungewicmer Wan'ermengcn und der rasche Verlauf derselben, 19 wie die wech1e1nden Gxsallverhaltnisse und die leicht abbrüchigen Ufer, veraniaffen die fortwahrcnde Ablagerung bedeutender Sandmaffen mitren _m de_r Stromrmne, und smd, wie allen Sachmrständigen bekannt ist, fur em? den Aniorderuzigeg dex Schiffahrt vonommen entivrechende Regulirlmg der Fahrstraße be- sonders ungünstig„ _
Das einzige System, diesen Uebelftanden beizukommen, scheint aber, die schon obcn bemerkte “größere Verengung der Fabrrinne, na- mentlicb auf der Sohle des Flusses. _D_1ese5_ System war bei den früheren Bauten vielleicht n_och nicht bmlangli erkannt oder erprobt: es crfordert_freilich mehr festes, wiederstandsfaigcs Material und ist erheblich kostipieliger. Srixon de_sbalb konnte_bei früheren Finanz- verhältniffen hierazif nicht 111 gewunschiem Umfange eingegangen wer- den. Die Fiyanzsrage spielt heute keme Rolle mehr und es ist nur zu hoffm, daß die damit überwundene Kostenichwicri keit nicht durch eine andere ericvi werde, nämlich durch diejenige, Wel in dem Mau- gel hinreichender Arbeitskräfte liegt. *
Ja den Wünschen für Dinge der öffentlichen Wohlfahrt können oft alle Parteien zuia_mmenftimmen: Wenn aber die Mittel ebrecben, ist es nicbt bislig, daß von der einen Seite der a"deren woblßile Vor-
kam in der kleinen Rolle des Jago außer in dem Duett mit Otello im zweiten Akt leider nicht recht zur Geltung; Signor
würfe gemacht werden. Ob die Schiffer allezeit wuden befriedigt werden, ist freilich eine andere Frage, die um so schwerer allgemein
sammlung gewählt worden. Als Vize-Präfident ging Otti aus der Wahl hervor, zn Sekretärcn Wurden Sardo und opez ewäblt. “ _ g New-York, Mittwoch, 19. März. (W. T. B.) Dx]: Poftdampfer des baltischen Lloyd „Thorwalhsen“ lß heut? nxtt Passagieren, Poft“ und voUer Ladung von [31er nack) Stettm m See gegangen.
Königliche Schauspiele.
Freitag, den 21. März. Im Opernhause. (69. Vor- stellung.) Aladin, oder: Die Wunderlampe. G_r9ßes Zauber- Ballet in 3 Akten von Hoguet. Mufik von Gahmg. Anfang 7 Uhr. Mittel-Preise.
Im Schauspielhause. (79. Abonnements-Vorstellung.) _ ez:- zog Bernhard von Weimar. Geschichtliches Trauersmx m 5 Akten von Rudolph Gottschall. Anfang halb 7 Uhr. Mittel-
reise.
P Sonnabend, den 22. März. Im Opernhause. _.3ur Feier des Allerhöchften Geburtsfeftes Sr. Majestät des Kaisers un'd Königs. (70. Vorstellung.) Prolog von Friedrich “Adam:. Hierauf: Armide, Große heroische Oper in 5 Abtheilungeu. Mufik von Gluck. Ballet von P. Taglioni. Armide: Fr. von Voggenhuber. Furie des Hasses: Frl. Brandt. Ein Damon: Frl. Grossr Rinald: Hr. Niemann. Hildroat: Hr. Bey. Ubald: Hr. Barth. Ein dänischer Ritter: Hr. Schott. Anfang halb 7 Uhr. Mittel-Preise.
Im Schauspielhauses. (80. Abonnements-Vorftellung.) Pro- log von Friedrich Aadami. Fest=Ouoertüre von Radecke. Hier- auf : Nathan der Weise. Dramatisches Gedicht in 5 Abtheilun- gen von G. E. Lessing. Anfang halb 7 Uhr. Mittel-Preiie.
zu bxjah-en sein wird, als, wie der Herr Handels-Minister jüngsi im Hau1e der Abgeordneten bemcrkie, die Schiffer in dem Tiesgayge ihrer neu erbauten Käbne immer wieder der kaum erzielten Fahriiex? emen Schrift vorauSzutbun Pflcgen, in der Hoffnung, wenigstens bei bolzen: Wasserstand? davon zu vwfitircn. Sie [1,1ka sich dann aber 55151111- glück des niedrigen und für ihre Kühne unzureichenden Fabrwaners in das eigene 'Schuldbuck) zu schreiben, nicht in dasjenige des Staates oder dcr Behörden.
Die neuen Veröffrnilickyungen aus Goethe's Nachlaß,
deren Herausgabe von den Goetbx'ickien Erbcn dem Pro: fcffor VraTranek inKrakan anv-Irtraut wurde, wsrdcn demnächst untkr dem Titel: „NEUE Mitthrilimgén aus Jokiann Wolfgang von Goethés Handsckiriftlickyem Nachlaß“, im Verlage von F. A. Brockhaus in Lripzig ersch-ci-nen. Dieirlben erstrecken sick) zu- näcbst auf zwsi Wcrke, nämlich die „NaturwissenicsmitTickye Cor- reipondsnz Goefbés" und'dsn „Briefwecküel Goetbc's mit dM Brüdern Alexander und Wilhelm 11. Humboldt“.
Die „Ramrwiffsnickiaitlickw Correipondenz“, von Goethe ielbkr gesammelt, wird in zwei Bändsn ericheinrn imd umfaßt die Zeit von 1812-32, Vorzüglich aber die JaHrE 1822-27, Nebßn de'n ickwn früfyer bckanntsn Beziehungen, wie zu Blu- mrnback), Carus, Lodsr, Sömmcring, Seob2ck1c.„ wcrden hier zuerst dig zn d'Alton, Brandes, v. Henning, Martius. Nec?» v, (Neubeck, Purkjnje, Wsrmburg, Zichokke :c. 1119111“ HervorL tretsn. Die Correipondcnz Lkstl'kskt fick) iiber reichlich Hundert Namen.
Der „VriefweckiielGoethe's mit den Brüdcm v. Humboldt“ wird einen Band umfaffen. Bsionders interessant sind auch die Briefe, Mlck)? von 1795-1832 zwifcswn Goethe und Willxlm v. Humboldx IEWechielt wurdcn.
Die vor Kurzem verstorbene syaniscbe Dichterin Gertrudis Gomez d'c Avr„l_la„ned_a, War g-cborsn in Pucrka Princibe auf Cuba. -_S_w bxrltet; mch die Jniss mit ibrer Mutter, cinsr Wittwe, in b.cm xrubsn Alter von zwmzig Jahren. Jlxre crsten flück1figeu Ver1e,d1e11e unterdém Schriftstrllcruamen 1a Prrc'grinn scksrieb, wurdcn rn'Madrid 10 berübmt, da?"“ sie im Jabrs 1850 von Senor Pastor Dia; geiammrlt und von im in einem kicincn answ.uckslosen Bändchen als." „Coilsceion (10:- 1300§i3§ 1.1er33 118 13 §€U0r3 IWUZ- 119113,“ [Lerausgxgcbcn wurdcn. Zn offenbarrr Brbcrrstbung drs Eng- [iichem Jrauzrxvixckmr und Deutichsn, War fie vertraut mit den Werken Byran und Qlinfewrnrés, Corneikle's und Rxcinr's, Cbätraybrinnds, SÖiUex-Z und Waltyr Scotis. Während dsr [9131611 Fabre ihrCÖ Lc- brns 1611816 sie Tine vollständigs und vcrbssskrte “RuZJal'e ibrer Werke, von dkzicn jeßi vier Bände vorlicgsn. Der erste Bank) cntbälf ihre lyri]chen, der zweite und dritte ibré dra- mati1cben Werke, der viletc eine ?(uöwaU ihre'r Novellen und Legenden. 'Ihre, größten Erfolge 159211 auf dem (He- biete des Dramas; ihr crster Versuch, das Trauerspiel „.,-11101150 11111119“ ans Grund_ e_1_n_cr alten Tcledanischen Urberliefsrung, ward gc1chncbxnx _und ausgrmbrt ixn Jahre 1844. Die Dichtkrin war da- mals er1t_28 Jalxrc alt. Aux diksxn großrn tbeatralischen Erfolg kam dcr Tod ckcm rrjxcn Gattin, nacb welchem sie fick) eine Zeitlang von dsrLiieratur zuruckzrg. Ihr nächites Wcrk War die Tragödie „M ])ch1p8 (16 713113“. Das Siück spielt 1469 zu den Zsiten Juans 11. von Aragon; es ward von der_Sanora Avsllanrda, ibrcr warmen Freundin, Frrnan Caballero, gcwwtxiet, die damals ebenfalls Wittwe ioar. Dgnn karn_„Üsoare(10“,_ aus wslckxcn das biblisch? Drama „8-111“ folgte, reich an dichteriichén Schönheiten, abrr nicht für die Dgrjtellzmg geeignst;_ dann ward „133113337“ (Belsazar) geschaffcU mit großem Bühnenkrsolg. CincKrin'k des „143- Sorte“ sagte fierhabe den „Sardanapßl“ Lord Byrons bcnüßt, wbgsgm fie Senor Valera in einer langen Bc]precku_ng in Schutz nabm. „()B-UDW,“ ein klassisches Omma, folgte dann, sernrr die Lustspiele „[ck Üija (18 1:13 Ü0k68“ und „Da .*.renturera,“ frei nach dem Französischen, das Original- Lustspiel_.,0räcn10§ (18 13113. 1.3 Üija (161 Kay LMH“ nach dem Französi7chen, die Posse „131 111110118110 _7 13 U81LTZ," das von By- rons_ Werner inipirirte: „1-3 sTkWFSUW ÜPUÜSUEÄM-“ INit dem Proia-Lustsviel „“rx-63 311101135“ 1chlicßt dsr Vaud. Von den Noveklen und Legendxa iit biLhTr nur ein Bizud veröFentlicht worden. Nach dem Tod tbres ersten Gatten 309 ue fich _sür langere Zeit in ein Klostrr zu Bordeaux zurück. Neun Jahre wäter ward ihr chitcr Gatte der zur Partei O'Donnells gehörte, erstochen, Seitdem hat sich «enora Avellaneda ganz on iiicrarischen Leben zurücknezogeu und fich_böchstens noch 'mit der “Hamziiiung ihrer Werke beschäftigt. „Eine 1chöne_ und gebildete Frau,“ ikbrieb Pastor Diaz 1850 über fie, „eine mmterhafte'Tochierxmd Sch1bcf1cr, ein zartes und empfin- dmdes Weib von t1ef kkllgloiém Gefühl, eine gütige und freue Freundin.“
Welxausftxllung 1873 in Wien.
Wien, 18..Marz. Die Erzherzogs haben für das anläßlich der Weltausstellung im Sepiember b. I. i_tattfindende internationale Pferdc- renney 2000 ft. als zweiten Preis benimmt, welcher unter dem Namen „Preis der Erzherzoge“ vorliehen werden wird. Der rin August yon Cyburg-(Hotha, Herzog zu Sachsen bat für die “Kreise des internationalen Wettrennens 100 Stück Dukaten gewidmet.
Redaktion und Rendanwr: Schwiegér.
Berlin, Verlag der Expedition (Kriseks, Druck: H. Heibera. Zwei Beilagen
(einschließlich dc Börsen-Veilage).
Neithötags-Angelegenheiteu.
Berlin, 20. März. Dem Reichstage liegt folgendes Ges etz, betreffend die Etatsüberschrcitungen bei den über- tragbaren Fonds der Marine-Verwaltung in den Jahren 1867 bis 1871 vor: 4 -
Wir Wilh_elm, von Gottes Gnaden Deutscher Kaiser, König
von Preu en 2c. _ verordncn im » amen des Deutuben Reichs, nach erfolgter Zustim- mung des BundWratheö und des Reichstages, was folgt:
_ §.- 1, Der Marme-Verwaitung Wird Jndcmnität dafür ertheilt, daßxbet den LlusZaberi der Marine-Verwaltung Ueberschrcitunß'cn der übertragbaren Fonds 1111 O_xdinarxym und Extracrdinarium des Etats wicdcrbolt und bis eimchlicglich sur das Jahr 1871, obne als Etats- übckicbrcixungen ersichtlich emacbt wvrd'n zu sein, «115 den gleich- Frtigs-zndfur das folgende tatöjahr bewilligten Fonds gedeckt wor- en 111 ,
§. 2. You den oben im 5. 1 bezeichneten EiaiZübersckzreituugcn werdcn 371,503 Thlr. 24 Sgr., weiche sich am Schluß Jes Jahres 1869 bei dyn Fonds für die Judiensthaltung von Schiffen (Tit, 9 und 10 dcr fortdauernden Aungk-en des Etats der Marinc-Verwaltung) a]s UkaWÖkMUUF ?kgcben haben, bei den burck) dsa Krieg gegen Fratzkre'icb vrranlqgim außerxiatsmäßigen ?lu-Zgaben für .die Kriegs- er1n1*,(A_rt_7. Nr. 3 drs Gesetzes, betreffend die franzöx'iiche Kricgs- kr!t-.*n-Cntickadigung vom 8, Juli 1872) verrechnet und auf die von Frankreich zu zahlende Kriegskosten-Entschädigung übernommen.
Urkuadlick) :c.
(Hegcxcn :c. _
- DLL" yon den Abgg. Windtborsi (Berlin) und Genossen eingxbrachte Entwurf eines Reichsprcßgeießes lautet:
Wir Wilhxlm, von Gottes Gnaden Deuijcber Kaiser, König von Preußen 2c. verwdncn im Namcn dcs Deuticbcn Reiches, nach erfolgter Zustim- mung des Bunreératbs und des Reickysmgek, was folgt: “
§, ]. Zuni 1e1b1tändigen Betriebe von Bucb- und Stéinrruckereicn, Bpkb- und Kuyiibanrlungm, A11tiquariat5geschäftcm Leibbiblivtbeken, Lexikabinrten, _wwje zum Verkaufe von Zeitungen, Zeit-, Flug- und andrrcq Truckicbriftenwder bildlichen Darstellungen in besiimmten Gc1chäskslvkülcn bcdax[ ('I einer bkkyördlichen Erlaubnis; (Kcnzssüon) nicbt. Es gc1ien dafur lediglich die Bestimmungen der §§. 14, 15, 148 dcr Dcutzchen chwcrbe-OrdnunZ von; 22. Juni 1869,
§. 2. Eine Entzirbung der Befugnis; zum selbitändigsn Bétriebe irgrnd eines Der bbigrwGerbc kann Weder im administrativen noch im ricbtrrliebcn Wege itatifindetx.
§, 3, _ F1]. dbu gewerbsmäßigenBetrieb von Sibrifi- oder Bild- Werken aur öff§11illch€n Wxgrn, Straßen, Pläßen uud andrren öffent- licke'n Orirn, 1owie für das Anhefn'n vo_n Plakatsn gelten die Vor- schriften Dcr §§,43, 45 und 57 der Deut1chen (Hchrbe-Ordnung. Dock) steht 03 dengn, welcbe einen chitimativnsichein dazu befißen frei, die erlangrr Bssugnißwntcr ihrer Verantwortlicbkeit durch andere, auch mindcrjäbrige Perioncn aixHübetz zu lassen. In Bezug auf den Jubalt drr zu vcrbrsitkndcn S_christen, iowie auf den Ort der Anheitung bon Plakaten rürrrn, abgexhen von privatrechtlichcn Rückücbtsn, keine B=:- 1chränkungcn itafrfinden,
F. 4. Strafbare Handlungen, Wisch? durch Vcrbreirung eines Prrßcrzeugnisics rrrübt werdcn, unterliegen den Bcitimmungsn des deuticbcn Sirafgrirßbuchrs. 2115 Verbrxiiung im Sinne risi-ch Ge- se855_ gil! (*.*-, wrnn _das betrcsfcndc Prxße'rzeugniiz verkauft, öffcntlics) angksblagkn, an_ öffentlichen Orten, in Leibbiblictsyckcn, öffrntlicbcn Leiekabiner-“n u. 1, w. zwchermapns Einsicht ausgrlegt, oder &us-ge- strllr, odcr wcnn cs drrgcxtalf vertlwilt wordkn ist, daß jsbe bclisbige Purim! cin Eremvlax erl1alten_konnte. Dic Abliefkrung an ric Post zum Zwecke Dcr Versendung gilt noch nicht als Verbreitung,
Derrzsugniüen dcr leckxdruckcrx'resse stehkn glsick) im Sinne dieiks (55.113121 alle anrxrén aus mechani1ch€m oder chrmisäpem Wege eriolgtrn Vcrvielfältigungcn vrn Schrift- oder Bildwsrkcn,
5. 5, Für den anyalt eines Schrift- ('der Bildwerch buffet zunäcbst der Verfasser, in zweiter Linie der HerauSgebcr (Redactcur), in driver Linié d-“r Verlrgcr und endlich der Verbreitcr (Sortimcnts- Bucblxändie'r, Antiquar, Colporieur, Leibbibliotbekar 11. 1'. W.)
Die Vcrantwortlicbkeit- des Verbreiters, Verlegers und „&II-„'raus- gebbrs fällt fort, wcnn Bicielbrn vor dem Schlusse der gericbtlicben Vrrbanriung rem Gkrichte eixw der vor ihnen bafiendc'n Personen namhaft warben und Wenn die1e fich im Bereiche der Gerichtsbarkeit Lexx Dcuiich.-n Rciches befindet oder zur Zeit “der Geießssüberrrefung sick) esand.
Keine der Haitcnrm Personen kann gézwungen Werden, ihren Vor- mann zu nenxu'n. - _ . _ -
§, 6, Wx'nn aus die Vernichtung ech Schrift- oder Bilerkes krkannt wird, 10 kann ein 1olches Erkenntnis; niemals ein allgemeines Vsrtristverbbt eincr ganzgn Zeitung, Zeitschrift, Sammelscbrifi, eines mxbrbandigsn Werkes, einer zusammenhängenden Reihenfolge von Bilder odcr von Musikalien zur Folge haben. Ebensowenig darf xm-derariigcs VsrtriebSverbot im administrativen Wege, auch nicht indirekt durch Entziehung des Postdebites verhängt wsrden. Dabei micht os keinen Unterschied, ob die betreffende Zeitun, Zeitschrift, Y_ldcr-chie und dergleichen im Inland: oder im Jluslande er-
[MLU txt". __§. 7. Ucbcr akle Verbrecben und Vergehen, Welche durcb die Prkne begangenwcrden, eutscheidemdie Schwurgerichte.
Rucksallsbcitrasnngxn wegen der durch die Presse verübten Ver- brecbe'n oder Vergehe'n 1olkcn nicht_einireten.
Die Durch ein Schrift- oder Bildwrrk begangenen Ver- brechm oder Vergehen verjähren innerhalb 6 re_1p. 3 Monaten vom Tage des Erscheinen? “der betreffenden Druckschrift an gxreckmet.
§. 9. Die *vorläufige Beschlagnahme eines “Schrist- oder Bild-
werke§ 11T unstattlyaft. _ J. 10. Wie GeWe und Verordnzmgen in den einzelnen Bundes- 1tüaicn, welche drn Bestimmungen dic1es Geseßss wikersbrcchen, Ok.?k wklxbe der Presse und den PreßgeMrben Leistungen odcr Ver- Ysllchtuxigen auferlegen, die in diesem Gkieße keine Bkgrünrung finden, Und aizsgclwben. ZnSbesondere find ausgehoben die Zeitxinchkautibncn, ?kr Zeitungs: und Kalenrkrstemvel, die Abgabe von Jnmatcn, 1owie 1131? andere Art der Besteuerung ober Belastung einzelner Preyerzeug- mne neren der allgemeinen Gewerbesteuer.
“ Die 111. Kommission zur Vorberathung des Gesey- entwurfs, betreffend einige Abänderungen des Geseyes über das Pofttaxwesen des Deutschen Reichs vom 28. Okwver 1871 hat ßch, Wie folgt, konßituirt:
_Herr v. Unruh (Magdeburg), Regierungs- und Baurat a. D., Vornscnder, Herr “Ovrchg, Rittergutsbesi er, Sterertreter Yes Vor- sk ?nden. Herr Wilnxanns, Stadtrtchter, christführer, Herr Braun ( eröfeld), .Koxnmerzien-Ratb, Stellvertreter des Schriftführers, Hm v. Below, Rittasxtsbefißer Herr GroSmann (Landkreis Cöln), Rentner,.Hcrr Yin „, Ober-Vergratb, Hm Dr. jur. Becke: (Dort- uiund), Obcr-Bur z-rmeifter, Herr Knapp, Gutsbesitzer, Herr v. Behr,
ammerberr und . rnergutsbefißer, Herr 131: Braun (Gga), Justizratb, Rechtßanwalt bci rem ObevTribuual, Herr Graf zu Munster Sachscn),Amts11auptmanu, Herr Paravicmi, Bürgermeister, Herr ammerer, Jabrifbcfißer.
B e i l 1: ge zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzciger.
„44-7. 70.
Donnerstag, den 20. März
Landtags-Augelegenheiteu. Berlin, 20. März. In der gestrigen Sißung des 53an es
tragte' Rejolution, dsn Austritt der Jubrn aus der Religions- Gemcmsckpaft betreffend:
Meine Hcrren! gebracht wordcrx. daß die Annahme eines Antrages, wie er den Auf- safßmgen des „Herrn Lasker entspricht, in der That dazu dient, das Zuttaudékommen dcs Geießes zu binderg ; die Staatsregierung glaubt auch, was dic älteren Provinzrn betrifft, daß drr Rechtsstanbpunkt,
Die StaatSrcgiemng [3.1.1 aber auf der anderen Seite nicht verkennen
thums „bestehen, cincr anderweitigen gessßlichen Regelung bedürien, weil iHrc Entwickelung wsit über diejenigen Hinzu-degaugcn iii, wrlcbx bcifpiel-ZWeise in dem ; ©6128 vom Juii 1847 bcrariigc Fäile ins Auge ' und OMS ;“)icgeiu-ag if;.“ H„e xciiicsxix Sic liar aber bei dcr Vkrichic- denheit dcr_ tliaiiächliiben Vkrbältniffe, über welcbe der Herr Abg. y._„Brauchii1ch ücb [*creiks ausgslasfen hat, und in Rückücht der ver- 1ch_1-§deuen Lnge dcr Geießgebung in einzelnen Landcéibeilsn es „für ihre Psl1cht_e_rachtet, sicb erst des Genauesten über die1c Vcrbälkniisc zu vergewtsisrn. In der Bexiehung imd bereits vorberritende Schritte
bekannten
Zb dic1e “Schritte razg fübren könnten, noch in dcr gsgexnwärtigen SL]- 11011 drm Hohen Hume eine Vorlage zu machen, Diese Hoffnung ist getguickxt worbcn, es ist das in der That nicbt mcbr möglicb; indkffM wirdxaus meinsn Bémerkungen der Herr Abg. Lasker cntnebmrn, daf; dW StßatSrégicrung mit bsm Gedanken bsrcits sick) verfraut gemacht 11311, das auf dem Wege einer eingehenden Gesetzgebung in diescr Bc- ziebung chrlfxn werden muß unter Berückücbiigung der im Laufe der leßicn Jabxzcbnxc ringeirctenen Benicgung innerhalb dss Judrntbums, und ich bons, was für diese “Session nicht gelungen ist, wird doch wvhl für die nächste zu errcichen mögsicb sein.
- Zn dsr DiH-kuifion iiber den Gssctzcntwurf, die Rcvifion
dcr Normalpr-Zii-x betreffend, nahm dsr Regierungs-Kbmmiffar Geb. Ober-RegisrungH-Raih Greifi nach dem Abg. Mühlen- beck das W011: . _ Meins Herrsn! Der vorliegende Gefcxzcniwurf geht von der Auf- rassxxng aus, da!"; rie Fritstcslung des Ablömnngsrtbes derjsnigen (Hs- gemtänbx, welcbe nacb Normalpreisrn ermittelt werden, erfolgcn irll nach dem zur Zsit Dkk AuSsinandeMZung angemessenen Turckziéxnirts- wrrihe, das heißt, _niwr gsrxdc_ zu demjenigrn Prciic, wslckzsr gilt, Wenn das einzeinc Gcickzäfx abge1chlbsscn wird, aber unter Berücküw- tigung "dcsjknigen Wérisies, Welcb-rr yon der Zeit der AuZein-anrcrseßung nich weit ab lisst. Dieicr Grundiaß drr Werthsbeitimmung ist iür alle_andkren Abiöiungsobjskté und Dem (HMM vom 2. März 1850 bollxtänkiq gewahrt, insbcsbidere für die Körnerabgebcn darucck), Daß auck) die neueste'ixMartiniumrktyrciie bei Crmittckung dcr maßgebenden Durchichnittsvrei1c berüzkiichtigi Werden. Für diejenigen Gcgcnstände, welcbe xmch Normalpreiicn ermittelt Werden, [mt bas Gescß von 1850 die Beitimmung, “da!; nur nacb Ablauf einer zehnjährigen Frist Cine Revision 'der ermalprciie zuläsüg iki, eine Bestimmung, Welcbe da- bin rührt, dai; im Laufe der Zsit die Ncrmalbrciie denjenigkn Durcb- 1chnits§wcrtlxen der Gcgcnständc nicht mehr entsprechen, “w,“[cbc sicb, Tei 95 "durch Steigen, ici c;» rurch1 Fablcn drr Preise, berauéstrllcv. DiNe Unangemcssenheibder Normalpreiys wird Dadurch noch erböbi, dat; geicßlixh die; Preiß: der [„Man 20 Fabre bri Ermittelung drr Ikorn1a1vrei1ckbkruckiicbrigtwörchmüssen. Dadurck) [)at iich. bäuäg bas Rekuliat krgrbsn, dax; während des langen, Die Rcviübn ausschus- kzendkn Zritraumrs bon zcbn Jabrrn nach und nach die I'ibriimkbrciic vbn _den zur Zeit drr Auörinanberisßung angcmssfrnkn Durchx'chnifts- wxrtbsn weit_abwcickrn.
Um diriem Usb1staiidc 311 [*:gegnen, welcbxr iick). in “den aircn
La_nde§tbci[cntbat1äcklich bernusgestcilr hat, ist in dem Ablöéungz- ge'eßx, welches für Die Provinz belsswig-Hblftein Erlasjen worden ist, eine Verkürzung der ?rwäizni-Zn zkbnjäbrigcn Frist auf fünf Jahre für „angemcffrn crackytsr wordkn. 91,111) bicébm Vorgange auch in dcm Gsi- nmg-Zbkréilb res Gexcß-cs vom 2. März 18503u verfahren, kann in dsr That krinem Bxdcnkcn untsrlirgcn, Da ja bicsklben Gründs, wrlck): Die Bestimmung für die Provinz ZÖWFwig-Hrlstcin varanlaßt Haben, von allgemeiner Védcutung iind. Es iit auch dieser Stanrpunkt nécbt von dem Herrn Abg. Mülhlötxbkef bcansrnnrst worrén, er monirt nur gxgsn den Gesetzentwurf, Dns; dcrysibe 111111 (“[ck Anwendun? finden solls auf" diejenigen Sachen, welcbe nacb Erlak; “rss n811c11Gcse_8es egntragt wordkn, sondern daß er auch Anwrnrrmg findxn sollte aas die WM ftbwcbcn- ken Sachcn, insofern 11th der Zabr-Éwsrth bcreits recht§vcrbind1ich festgestellt ist, Aber, 11121118 Herrsn, Da; ist in der That ein Grund- iaß, welcher dcn Bestimmungen ch Gstxßes vom 2. März 1850 vrlb ständig eniiprich't. Ter §, 100 W Gsießes vom 2. März 1850 be:- stimmt nämlich, da auch dieses GS??? Anwendung finden solle auf die zur Zeit seines rlasseZ schon 1ch1vcbenren Sachen, so Weit nicht die Abfindmxg schon recthvcrbindlicb festgestellt wocdcn ist. Ganz dyr- ielbe Grund;]aß soll hier auch für bis Abwendung ber Normalpreisc maßgebend icin. Es würde nacb der Nußafsuna ber StaatSregikrung eine unrichtige Feststeksung Des Wrrtch dsr YiblöxungSgegenstände sein, wenn durch die Revision fich ergeben hat, da!; die alten Normalvreiie nicht angemessen imd, und wenn man die neucn nicht Anwsnduug fin- dén lassen wollte auf diejenigen Sachen, in Welchen eine rechtsbestän- dige Feststellung unter den Parteien neck) nicht ersolgx ist. Der Herr Abgeordnete Y1ü_l)lcnbeck [iat bsrvorgchoben, dax; Verträge und Feststellungen zwiichcn dkn Parteien über die-?lbfinbung häufig statt- gefixnden haben, und findet es ungehörig, dar; in wlchen Fällsn das Geieß keine: Anwendung findbn Wurde, wohl aber auf rirjenigen k“älle, wo noch keine solche Feststeklung itattgesunden hat. Ja, meine Zerrrn, ganz drrielbe Einwand konnte auch dem §. 100 dés Gesetzes vom 2, März 1850 entgegen gestcklt werden, und es sind in der That alle die Bedenken, Welche jest von ihm erhoben wordm find, auY -wirklich damals schon geltend gcmachi worden. Dcxmals hat man 11 abkrbavcn überzeugt, das; es troßrcm noxlxwenrig ).?i, das neue Geieß mit 1einen Bestimmungen anzuwsndkn aus alle diejenigen schwebenden Sachen, in Welchen zwiichcn dcn Intxrcffcnien über die Abfindung eine rechtSverbindltche Feststellung nicht Jtattgesundxn hat. Wenn der Herr Abgeordnete ferner noch angexübrt hat, da:"; von dem Minister der landwirthichaftsicber'Angelegenheiten eine unzuläiüge Einwirkung darauf au-chübt worden 1ei, da]; di? ichWebcnden Sachen Zucht so lebhaft, als es sonst der Fal] gewejeK wßre, betrieben werden jolltxn, und zwar mit Rückstcht aur das beabsichtigte neue _Geseß, so verhalt fich dies in Wirklichkeit anders. Die AuZeinanderjeZungsbe- börden smd über den Geseßcutivurf gehört worden m_id es ist ihrem Ermessen überlasscn worden, welche Rücksicht fie ans die darum; sich ergebende Sachlage bei der Bearbeitung der schwebenden Ablösungen nehmen wollen.
So viel mir bekannt geworden, ist von be:! AULeiuanderseßungs- behördxn ein ungerechtfertigter Einfluß auf die Verzögerung der Sa- chen nicht geübt worden. Dies tl),at1_ächlich. ' _ In Bezug auf den Geseßnttwurs aber glaube ich na gewieien zu haben, daß eine Anwendung des neuen _Ge1eßcs aus die chwst- den_Sachen durchaus dem Geiste des Gxießes vo_m 2. Mär 1850 entwricht. Ich bitte Sie daher, den Gestßcntwurf auch in * etreff
der §§. 2 und Z unverändert anzunehmen. Die Auffassung des Herrn
EZ ist bcrcits in der Kommisüon zum Ausdruck Ä „_ _ , x zuwendenden Normalprene kommen kennts, al? es nacb Den bisherigen
den fie in den Motiven betont de “mige ist, der dem Grieß ent'vri.1;t. . . . . “ U 1 5 wurden dadurch m die Lags vcrikßt, w::m üe bereits aui Ablöiung
können, da!“; die Zustände, wie sie gchwärtjg innerhalb des Juden: ? der ibnen 11.11 geistliche Institute Obiikgénkkn Realiaitcn brbbbzirt liaben
: unr dsmxurblge den 25iacben Kapital-Betrag an die Geistlichkeit
fasssn *
gesckyebcn. und SZ batte vrr w-nigcn Mrnatcn noch den Llnichein,„al_s €
1
" 1873.
'; Abg. Mühlmbeck, daß hierin cine rückwirkrnrc Kraft des Gesetzes
7
der Abgeordneten crklärte der Minister der geistlichen :c. An: ; gelegenheiten l)r. Falk iiber die Von dem Abg. Lasker bean: Z Z entwurfs in Bezug auf die ichwebsnrcn Sachsa wäre die, daß dre Jntcreffenten, Wenn sie an ihrer Prrbbkaiibn iestgebalten würden, zu
' der Fall geWeyen wäre.
Geücbiépunkte
liege, vxrmag ich nicht zu _tbeilcn; es ist vielmehr die Anwendung des ailgemrm geltenk-Zn Grundiaßes, bai; rns nmr Gsirß aui nil? bei seinem Er_icheinep uoch_nicktrechtsverbinr1i_ch abgksckxloficnen Zachsn iich «streckt. Die einzige Harte des in Rede itebenben Grundfaßes dieses Gefes-
einsm ungünstigsten Resultate r11rch1 die nach dem neuen Gsisße an-
_ . „ _ _ ,Die]? Härte wird aber Dadurch vollständig ['Ukltlgk, dar; den Betheiltgten gestaltet wird, dir Provokationen in den ncckx nicbt rechtsberbinrlick) angicbloisknkn “STÖM wäbrsnr der im Geissentwurre mtbaltenen Fritt zurückzuzisbsn. Dix Verbfsichteteu
übernehmen müßten, durch die Rücknabme drr Provokaticn*risisr Evsn- tualiiZi iich übrrbrbxn 311 icléen, *
'In-klick? mut; ick) noch bkma'rk-kn, Dax"; “Di:- Rsviärn drr Normal- preiicxme i_o lange Zeit, wie der Herr Vlbg. Mülssenbeck annimmt, 1111131 in Anwmchncbmen wird, (ZZZ iii bislmkbr mit Sicherheit zu ?rwartcn, dat; disks Rcviswn böcbitens 3 bis 4 Monate dauern wird, imd dcn Prrvokanien wird niir) imm-Jr nrcb möglich icin, bis m dem in dem Geießsntwurfe gestellten PräklUübrcrmin '"1ch 'scblüi'ig Zarüber zu m:rcbsix, cb sis die Proyckntibn zurücknebmen wbllen rder nicbt, 11115 criLrnsakls bsn PkaOkMM Zsir gcmrg blcibrn, ibrerscit-Z bis Ende dieixs Jahre?; zu Yrrbrziren, Jeb wicrrrbblr zlib meine Bitte, [“In Griesentwurs bollitändig unverandsrt atizüxisbmen.
__Die Kommission des Hauss-Z rer Abgkbrdbcicn bar über bsn Entwurf eincs Gcieße-Z übor Dis Aufnubme einer Anleib: in HSH? von 120 Millioncn Tbalern zur Erweiterung :c. m Siciatseiicn- babnrn bat ibrkn Bsricht erstattkt, Zis beantragt ri; Annabme dxr Regienmgsvbrlags mit folgrnbxn Abärikkrnng-xn: Bci dem Passus Ciienbgbn brn Harburg nacb Hannover iaslsn die Worte „über Zol- tau“ irrt. Bei der Babu bon Saarbrückkn Durch das Fiichback1rbal n1ch Nsunkirckyen wird binzugcirßt: „mit sincr Abzweigung in Das Yrcnkclbacbtbal“. Für rrn Grlrbstrag ?_“rll ric Vsräußkrung rrn Eckmlrverickwribmtqen nur io weit gsitattxt wkrrM, „115? rrrielbe nicbt „ms rem rreußiWen Zlntbriis rsr iranZZNiöb-rn KriegHKontribuxivn gedeckt wérdsn kann.
Landwirthschaft.
Berlin, 20.März. Das Landré-IekrnrmiS-Kbslcgium bxickzäftigk-x ück) 311115151311 inisinrr Sitzung am 11März mitrechrntbung der von de'm Ministxr k'ür Dia [anerrbsäQirlirbsn An4xlögrnb§ikm auf Vkranlassung ein.“? Antragrs ss .Hrrrn Zbinbart gkmachten Verlags, bstrcffcnd dis Maßrégcin znr Hrbung der Rindviebzuchr. Dkk Hcrr Minister batte vbrkisr r-sn lanbwirtbickzaitlicbcn Central- unk Hauereincn aufgsgsben, iicb übsr Tisis Angslrgenbsit eingebend 311 äußsrn und Die den lokalen Verb.";[miissn sniibreckxmrm Wege zur Erreichung TLZ brzeicbneren Zirlks in Vrrirbiag zu bringen. DLL Vorlage des Herrn Miniitch ist eine Zuiammenitcilung der eingx forderten Bericbtr beigefügt. Nash derfclbsa 9st aus ailsn Berich- ten, 11121111 aucb nickt in asien Dirckr ausgkivrbcben, bxrvcr, dai; rie Rindvichuckik bci rem Grcßgrunbbeiis bcreitö eine Dkrartigs ist, um bsirnrsrc Maßregsln zur Förrcrimg rcrssibM entrailien zu könnkn. Ebsn ib- «[[2-31118111 iir dagrzikr. Dir Klug), daß ric Rindviebzuch “(“Er klci- nsren Briiizcr nré) eins ixbr Umngcibaitc s-Zi, Dsmimrb Maergkln zur H6- bung 11111 ic) Dringendcr geboten sricbcincxi, ais rixsslbe, raribnxll betrieben, untsr allen landwirrbx'ckiaftlickzkn chiqsn Dic mciit-e Ausäwr auf Ge- winn biete. Nur aus ZÖlköWig-Hblitsin wirr bcriÖtCt, Tai; umb bsi Nn kikinchn Wirtbbn dis Rinrvicbzuibt sicb iii bch.1ckéi€nÖWSrtbsr Ent- wicklung bcfinbc und ;11 ibrein fcrnkrkn Gsdbiben und Fortschreitrn zwar writerrr Anrcgnng [*crüris, abxr kkinsswsgs ganz beibnrcrc Maß- rrg-Iln nrtbwrnrig machs. Ali“ Urixch 2-32"; mangelbaftbn Zustanké-Z Dcr Rinrvicbzuckér bei den Baucrn und ibnitigsn Klsinbeützsm werden angegeben: 1) Faik allgcmrin rer Unzureicbsnkc Futterbau und die gcring-x Kenntnit; Über de'n Wörth rer LiUJQlN'IU Fuxrrriirkis. 2) Die umur-Iiibsrire 'Fürirrung unr Haiming ru:? Rindviebxs unr zwar meist .ru-:; Unkcmiiniß; damit im ZuiaUMQNngc itxbr, bai: bir 1111:er Viki) gebaltsn wird, „WZ DM zur V;:iÜZung iicbsnr-m Futixr entirrickxi. Vorzüglicb isire untcr rer margsibaitsn Fiitterimg 11111.“ Piisgc Die Llukzucbr dss Fungvisbes. Z) *))Tangcibccirs Kxnntniéx rer körwcr- [ickwn Eigrbicbaixcn res Nußbicbes, [*ab-„'r Fsblgreiim bki Dcr VluZle rer Zucbtibierr, [Wii:gr rxmb 3115111 und Zauns. 4) Mangrl .in 911181: Zuckyttbirrcn und nich: 1611811 ichlecbtc Haiiung dcriclben. 5'1Nicbr b-inrcichendrr Zcbuß NUM Viebikuwen, dabcr Furcbr vor Verlustm Durch irlrbe. 6) Schädlikb-I Zerbitute odcr lokaler Gebräuckys. 7) Nicbt auéreicbenre Bszabiimg für die Pro- rukts rer Rinkviebbalnmg und- ersckiwcris Transrortgelcgenbeit für ZUäMhiéké und Produkte. 8) Dis C'rbcbung von Schlacbtitcuer in mabl- und icblackztitcusrpflickptigen Städten.
Dic Angelegenheit [mm' schon in drr acbizeiyutsn Zißungs-(Yeriobe dem Landes-Oekcnrmie-Kollegium znr Brratbung vrrgäegkn. 5 war damals von Herrn. Sombarf foigxxirer Antrag gosrellt, und bon dem Kollegium angenommén worden:
„Kollegium wolle bcicbließrn, ken Hkrrn Minister zu e*riuckirn, in einer der nächsten Sisungen drs LandeS-Okkonomis-Kr[legiums.dic Maßregsln iu Crwägunxx zu zicbén, weiche zur Hebung drr Rind- Vi€1*ZUchi 1:1 ergreifen find.“ , _ ,
(Es würde fich empfehlen, die landwirib7ch3iilick€n Zeittrai- Vsrsrne aufzufordern, innerhalb ibrer Bexirkc dieielbc Frage zu er- örtern und die gefaßten Bésch1üssc als scbäxzbares Material hierher einzureichen,) _ _ „
Tie Frag? wurdc, SHL fis in der jesigbn Sißungsperwbe _des Lanbss-Ockonomie-Koüegiums zur Bcrathung kam, in dsm [tandtg'en Ausscbuffe vsrbandelt. Jm Planam drehte sicb rie Debatte uber .die- scn Gegenstand hauptsächlich um die Körorrnungsn, Dre von der xmen Seite ianeiondere für die Förderung der Rinkvishzucht der bczuer- lichen Besitzer für unentbehrlich erklärt wiirden niir dxsbalb mindeitezxd für kleinere Bezirke durch die Ath- rsjp. KreisveriamnYupgen mu]: ien eingefübrt wcrden könnm, wäbrerzd von der anderen SEUS darauf hingewiesen wurde, daß ks nick): ?_Üem daraur ankomme, das Zuchi- material „1a verbcsiern, sondem Damelbe auch zu vermehren, was durch den Einffüs; von Körvrdnungen _vcrbindert werde. Außerdkm Wurden in der Debatte nech b.crvorgebyben als „nrtlywendigö Bidingungm einer besseren Viehzucht: die beffere_?l11§bilr11_ng dcr Yhterärzte, die Vermehrte Anstexlung von KrciStbierarzten, eme vkrl'enkrie Seuchen- geießgebung, DeSiniektibn der Viehtrmspoitwggen, Verstäckuyg_bu Grenzkontroüe, Verbenerung des _Molkereiweicns :c._ _ Schließlich einigte man sich ur '.!lnnabme der folgenden von dem itaudigen Aus. schuss gestelltem ' ntxagx: . . _
1) „Sich ausdrucklicb gegen die Einrichtung von besonderm Zucht- beerden als Staatsinstitnie, namentlich auch gcgcn die Einrichtung staatlicher Bullenstationen außzuiprecben.“
2) „An Se. Excellen den Herrn Minister die Birte zu richten, a. gcneigtest Fürsorge ür die Evemualität einer Erhöhung und Vermehrung der zur Hebung der Rindviebzucht dienenden Staats- zufchüsse treffen zu wollen, 1). auch fernerhin, wo das lokale Ver- hältnis begründete und auf die lokalen Verhältnisse ber nete Maßregeln zur Hebung der Rindviehzucht, als 3. B. Veranlfa ung der Heraußgabe populärer Schriften, Beschaffung geeigneter