kolaus 1. von Rußland) Nr. 6. v. Frankenberg-Lüttwiß vom Regt. der Gardes du Corps. v. Alten, .Flügcl-Adjutaut.
0. Von der Artillerie. Die Majors: Müller, Führer des Hess. Feld-Art. Re ts. Nr. 11, Div. Art. B1umenbach vom _Nte- derschlefischen Feld- rt. Regt. Nr. 5, Corps-Art. Krause, ther des Magdeburg. c?eld-Art. Nr. 4, DU). Art. , Munk, . hre: ch, Rheinischen Feld-Ark. Regis. Nr. 8, Dtvifions-Arktllerte. Schmidts, Führer des Brandmßurg. Feld-Ark. Regis. Nr. 3 (Gen.
eldzm.), Corvs-Art. Bar. 1). Eynatten, Direktor der Artill, Schuss;- e“chule. 'Schmelßer, Führer des *Garde-Fuß-ArtiÜerte-Regts. Zwirnemanu vom Rhein. Fe1d-Art_illerie.cht. Nr. 8, OW. Urt. v. Söhroetter, aggreg. dem Generalüabe der Armee.
11. vom Jngenieur-Corps: die Maj. Zwenger, Plaß-Ju- genieur in Weyel. Peters vom Jug. Corps. Keß1er,.(§1)efd_es Generalstabes ?. Armcc-Corps. Jüngst“, Plaß-Jngemeur m Danzig. Schals ]., quß-Jngenieur in Thorn. v. Hutier, Plaß-Jngemeur
in Torgau- Bei der Marine, , Zum'Contre-lem1ra1. „„ „ „ Conire-Admiral Henk, Direktor der Adxntrahtaf, erhalx cm Pa- tent seiner Charge. Kapitän zur See K_latt, beauftragt unt Wahr- nehmung der Geschäfte der Marine-Stgtwn der Nordsee, unter Er- nennung um Chef diefer Marine-Statron. „ _ en Charaker als Contre-Admrral erhalt; Kapitän zur 2(Z:?eeMKö h1873 Ober-Werft-Dtrektov: Berlin, den -„ är 3 Wilhelm.
Yichtamtliches. Deutsches Reich.
Prenßen. Berlin, 24. März. Se. ngeßät der Kais er und König nahmen heute Vormittag milttarrsche Mel- dungen entgegen, empfingen den General der Infanterre von Bose, kommandirenden General des )(1, Armee-Corps, und hörten die Vorträge der Hofmarjchälle Graf Pückler und Graf Perponcher, sowie des Civil-Kabinets.
_, Zu der Feier des Kaiserlichen Geburtstages fand 1111 Kdniglirhen Palais vorgestern, unter Leitung der; Oder- KapeUmeisters Taubert, eine rheatralische Porstelluyg der 1taltem- schen Operngeseüsthast des Herrn Pollmi, forme der Damen Frieb-Blumauer, Erhartt und Grosst und der Herren Beh und Liedtke statt. Die geladene Gesellsrhast „ymfaßte d1e anwesenden Hohen Gäste, die Botschafter, die ]qpanqche YoZsc'haft' und eme grdße Zahl hier eingetroffener einhermischer Furstltchketten, smme die Präfideuten des Reichstags und des Landt'ags.. " _ _
Gestern wohnte Ihre Majestät die Ka1ser1n-Ko111g1n mit Ihrer Königlichen Hoheit der Großherzogin von Sachsen dem Gotfesdienst im Dome bei. _ Dan Famikiendiner fand bei den Kaiserlichen Majestäten im Palais statt. _ Ihre Majestät die Kaiserin-Königin besuchte Ihre Majestät die verwittwete Königin in Charlottenburg und empfing den Abschiedsbesuch Sr. König- lichen Hoheir des Kronprinzen von Sachsen.
_ Ihre Kaiserlichen und Königlichen Hoheiten der Kronprinz und die Kronprinzessin"begaben Sich am Sonnahend Vormittag 11111 9 Uhrmit sämmtlichen Kindern zur GeburtStach=Gratula1ion zu Sr. Majestät dem Kaiser. Um 4 Uhr fand im Kronprinzlirhen Palais das Famikiendiner, an wel- chem die zur Zeit hier anwesenden Hohen Verwandten und Fürst- lichen Gäste Theil nahmen, statt. Abends 83/4 Uhr erschienen Ihre Kaiserlichen nnd Köuiglichen Hoheiten in der Soiree bei Ihren Majestäten. “
_ Gestern Mittag um 12 Uhr empfing Se. Kaiserliche und Königliche Hoheit der Kronprinz den Grafen von Arnim-JBohßen- burg, nahm mit Ihrer Kaiserlichen und KönighchenHoheiT der Kronprinzesfin Nachmittags 5 Uhr am Familiendkner bei Ihren Majeftäimr Theil und besuchte Abends 8 Uhr die VorsteUung im Opernhause.
_ Se. Königliche Hoheit der Großherzog von Oldenbnrg ist gestern Vormittag 11 Uhr nach Oldenburg, Se. Durchlaucht der Fürst Reuß ("t. L. gestern früh nach Greiz Und Se. Durchkaucht der Fürst Reuß j. L. heute früh nach Gera abgereist.
_ Die Illnmination, we1che am Sonnabend Abend zur Feier des Geburtstages Sr.Mc1jestät des Kaiser?- und Königs stattfand, war, wir 111 früherenIahren, besonders glänzend Unwr den Linden. Wie hier schon am Morgen des Tages jedes HÜUÖ im Fahnensckxnuck prangte, so war am Abend die IlluminaTion auch eine fast auInahmslose. Kerzenschein und GaHflammen wechse1te11 mit einander ab „Und bildeten so vom Brandenburger Thor bis zum Opernplatz fast ein einziges Licht- meer. Namentlich zeichnefe sich das Opernhaus ans, 11011 deffen Freitreppe sechs mächtige Kandelaber zahkreiche Pechflammcn cinen weithin fichtbaren Lichffchein verbreiteten. Unjer den übrigen Gebäuden smd 311 erwähnen dass Kaiserlick) rusfische Bot- schaftshoteh sowie die zmhsreichen Hoteks Und andere Privat- gebäude. Am Pariser P(ah, wo jedes Haus im Lichtglanz strahlte, machte fick] besonders dar:; Hotel des Grafen Arnim- Bohhenhurg bemerkbar; auch das frUnzöfisthe Botschaftcshotel hatte zur Ehre des Tages ein festliches Gewand angelegt. In der Wilhehnsstraße, die 13011 der Leipzigerstraße dis 311 den Linden ebenfalls he11 erkeuchtet war, traten besonders die Hokech des Fürsten Radziwill, dcs Reichskanzlers Fürsten von Bi-Zrnarck, des Staajs-Ministerinms und des Justiz-Mini- steriums hervor. In der Leipzigerstraße strahlten von den öffent- lichen Gedänden das Herrenhaus, der Reichstag und das 911)- geordnetenhaus im schönsten Lichéglanz. Hier ist noch besonders das Haus an der Ecke des Leipziger Plahes zu erwähnen, in wel- chem ßch die Wohnung des großbritannischen Botschafters Lord R11ffe1 befindet, an dessen" Hauptfaeadc prachtvolke Gasfiguren brannten. Von sonstigen Gebäuden zeichneten sich besonders das der Brm1denb11rgijchen Rittersthast am Zieren- YFZ, die größeren Geschäftsgebäude, das Rothe Schloß und die
0118 aus.
Zu unjerem Fcstberichte rom Sonnabend ,ist ergänzend nachzutragen, daßdie Friedrich-Wilhelms-Universttät den Tag durch eine Feier in der großen Aula beging. Die Festrede hieltProfessor Curtius. Von der Bedeutung des Tages angehend. an Wel- chem es vergönnt Tei, Se. Majestät den Kaiser zu Allerhöchstfeinem Gebmrsstste zu begrüßen, erklärte der Redner die Entstehung und dle Bedeutung des Grußes bei den verschiedenen Völkern in alter und neuer Zeit und führte aus, daß die NN und Weise, wie ein Volk gruße, „auf die Ku1turftufe desselben einen Sch1uß ersaube. Der Gruß 1m Allgemeinen bedeute aber nicht blos eine äußerliche Anerkennung, die man ebensowohl mit Worten be- zeichnen könne, sondern in ihm liege noch ein Momeni, dessen hohen Werrh man nur fühlen, nicht aussprechen könne. „Und in diesem Sinne“, schloß der Redner, „wollen wir heutSe. Majestät den Kaiser, den Helden und Friedensfürsten, auf dad.“: Innigste
Zuhörerschaft auch der Minister der geiftlichen 26. Angelegenheiten 01“. Falk, sowie der Polizei-Präfident von Madai beiwohnte, wurde mit einem Chorgesang der akademisckzen Liedertafel einge- leitet und geschlossen.
Kloßer hielt der Verein für die Geschichte Berlins eine öffentliche Sihung, in welcher der Magistrats-Sekretär Ferdinand Meyer über „Königs-Geburtstag in Berlin“ sprach.
In den Königlichew Theatern wurden die Festvorfteksungen, Glucks „Llrmide“ und Lessings „Nathan der Weise“ durch einen von Friedrich Adami gedichteten, schwungvollen Prolog einge- [eitet, im Königlichen Opernhause vonHerrn Berndal, im Schau- spielhause von Herrn Ludwig gesprochen, worauf unter den Klängen der Nattonalhhmne das“ Publikum ßck) erhob und bis zum Schluß der Weihemusik ßehend verblieb. . '
Die Stadt Charkottenburg beging den Tag mit der feierlichen Grundsteinlegung zu dem Denkmal für *die in den Kriegen 1864, 1866 und 1870/71 gebliebenen Söhne der Stadt. Um 10 Uhr versammelten fich die Festtheiknehmer in der Luisen- kirche, zum Gottesdienst und nach Beendigung desselben, um 11-1Uhr, bewegte fich ein langer Zug naeh dem Lüßower Kirch- plaße, in dessen Centrum das Denkmal fich erheben soll. Mehr denn 30 Fahnen und drei Mustkchors waren im Zuge. Nachdem dieselben um die mit Fahnen und Laubgewinden geschmückte Baugrube Aufstellung genommen, hielt der Vorsißende des Denkmal; KomiteZ, Herr Johl, eine kurze Rede, welche auf die Bedeu- tung des Tages und des zu errichtenden Denkmals hinwies. Nach einem Choralgesang hielt Ober-Prediger Müller die Weihe- rede und nach dem Gesange des Kreußerschcn Hymnus „An das Vaterland“ wurde der Grundstein eingesenkt. Die üblichen Hammerschläge begann Bürgermeister Bullrich mit einem Dank- spruch 1111 den Bürgerverein, dessen Initiative das Denkmal zu danken ist. Mit dem Schlußliede „Heil Dir im Siegerkranz“ endete gegen 1 Uhr die Feier. -
_ Jh Potsdam beging das Bürger- Rettungs-Jnstitut die Ferer, mdem es 420 Thlr. an acht Bürger der Stadt zur Auf- hülse *in ihrem Gewerbe vertheilte. '
Auchaus den übrigen Theilen der preußischen Monarchie, qllen Thetlen des Deutschen Reichs, sowie aus dem Auslande [tegen Berichte über die Feier des Geburtstages Sr. Ma- jestät vor. ,
Die Stadt Königsberg hatte schon beim Grauen des Tages em festliches Gewand angelegt. Zahlreiche Fahnen und Flaggen wehten von den Thürmen der Königliahen, öffentlichen und'andern Gebäude durch die Luft, Kränze und Tannen- gewmde wurden an den Eingängen befestigt und behufs Ver- schönerrmg der zum Abend vorbereiteten IUmnination die Fenster mr_t b111henden Topfgewächsen geziert, während auf dem Fort Frtedrtcleburg 101 Kanonensthüffe gelöst wurden. Die Kirchen waren sammtlich mit Andächtigen gefüllt. Für das Militär wgren zum Abend Festlichkeiten bereitet, die in den dekorirten Raumen der Kasernen durch Gesang und Tanzvergnügen ihren Abschluß fanden. Ueberall herrschte eine frohe und gehobene Sttmmung. _
' In Da11zig wurde die Feier am 21. Abende; militärischer SME dureh emen großen Zapfenstreich und am Sonnabend früh dnrch d1e„große Reveille eingeleitet. Alle öffentkichen, die Kon- sulat-dehaude, so wie viele Privathäuser und Schiffe hatten als Festgeprange reichen] Flaggenschmuck xc. angelegt. Um 10 Uhr versammelten fick] die Spihen der Militär- und Eivil-Behördeu
'mit den Deputationen aller TruppenXheile, der Friedrioh-Wikhelm-
Schützengilde und des VMranen-Krieger-Corps in der Ober- pfarrktrche zu St.-Marien *zum, Gottesdienst. Der Konststoriak- Rath Reinicke hielt die Festpredigt. Nach Beendigung des Gottesdienstes wurden 101 Salutséhüffe von der Bastion Heil. Leichnam abgegeben, Worauf stck) die Wachtparade axn Legerthorplah versammelte. Nachdem von dem Komman- dtrenden der Parade eine auf die Tagesseier bezügliche Ansprache an die Ma1111schasten gehalten, und die Nationalhymne gespielt worden, brachte der Plaßmajor ein dreifaches Hoch anf Se. Majestät den Kaiser und König aus, in welcher; die Truppen mit begeisterten: Hnrrah einstimmten. Um 2 Uhr begann daes Diner im Hotel du Nord unter Tafe1mufik, an welchem Über 100 Personen aller Stände theilnahmen. Gleichzeitig fanden die Offizierdiners in dem reich dekorirten Kafino Und in der Kaserne Wieden 171111. Im Schüßenhause begann das Iubelschießen der Friedrich-Wikhelm-Schühengilde, welchem ein Banker folgte, 1111 dem fich etwa 80 Mitglieder betheiligten. Auch„ in den Vor- städ1e11 Und den Ortßhaften der Umgegend waren viele Häuser festhrh geschmückt. Ueberall wurden Vorbereikungen zu einer glänzenden Illnmination getroffen.
* In Bres1au fand am So11nabend,Mittags auf dem Exerzierplah die Parade der daselbst garnisonirenden Truppen statt, welche der Commandeur der 11. Kavallerie:Brigade General- Major 13011 Baumbach kon'znaudirte; General-Major von Voigts- Rheh führte die Trnppen der Infanrsrie. Um 13 Uhr erschien der kommandirende General, der Kavalleriedes 171.;Armee-Corps, General der Kavallerie von Tümpling, worauf datm un1er dcn K1ä11ge11 der Nationalhymne das Präsentiren erfolgte. Der Höckstkdmmandiremde, gefolgt von einer Suite, besichtigte die Truppen, indem er die Front derselben entlang schritt, und ein Hrtrrah anf Se. Majestät den Kaiser und König au-Zbrachte, das unter dem Tonner drr aufgesteüten Geschühe von den Trup- pen mit einem dreimaligen Hurra erwidert wurde. Demnärhst erf01gte der Vorbeimarsch der emzelnen Regimenter, zuerst in Zügen _und dann in Compagnien. Ein zahlreiches Publikum hatte fich eingefunden, welöhe-s dem militärischen Schauspiel bei- wohnte, das von besserem Wetter begünstigt wurde, als der gestern Abend zur Vorfeier ftatigehabte Zapfenstreich.
In Magdeburg wurde der Festtag am Vorabende durch eine Feierlichkeit in den höheren Schulen begangen. Auf dem Kloster Unser Lieben Frauen fand die Vorfeier in der Aula statt. Nachdem der Chor den Hymnus von Beethoven: „Die Himmek rühmen des Ewigen Ehre“, gesungen hatte und das 831711111 kae re§em von Löwe angestimmt war, hielt der Propst 01". Herbst “die Festrede, worauf die Feierlichkeit mij der National- )hmne schloß. Im Bürgersaale des Rathhauses versammelten fick) die Schüler der höheren Gewerbeschule und na1h dem Vortrage eines Festgrußes und eines Pro10gs sprach der Oberlehrer 1)1'. Hochheim über das Thema: Was (ist die Naturwiffensckzafr dem Sfaate? Hierauf wechselten Chorgesänge- und Deklamationen mit einem Hoch ank Se. Majestät, Welches der Direktor Paulstek aus- brczchte, ]chloß die Feier. Abends fand ein Zapfenstreich nnd Mtlttarbäkle für die Mannsthafken der Garnison statt. Nack) der Reveille ftaggten die öffentlichen Gebäude und viele Privat- häuser legten ihren besten Fahnensck)muck an. Auch das Rath- haus war “mit einer Fahnengarnitur geschmackvoll dekorirt. Jm Domgymnasium wie in den städtischen Schulen warde der Ge-
begrüßen.“ Die Feier, welcher neben einer zahlreichen auserwählten
burtstag durch Rede und Gesang gefeiert. In dem Saale der
Im großen *Hörsaale des - Gymnasiums zum Grauen'
Realschule versammelten sich die Schüler Moans 9 Uhr 11 einem Festaktus. Nach dem Vortrage einiger horlieder fur Männerstimmen folgten Vorträge und Deklamationen.
In der Domkirche fand ein Festgottesdienst staff, an dem * sich die Spißen der Civil: und Militärbehörden in corpore be- theiligten. Nach dem Schlusse desselben? Wurde auf dem Dom- plaße eine Parade der Garnison abgehalten, zu welcher das Publikum fich recht zahlreich eingefunden hatte. In] das Hoch, Welches auf Se. Majestät den Kaiser und König ausgebracht warde, stimmten die Festgenoffen begeistert ein und nach demselben Wurden die üblichen Salatschüffe abgegeben. In verschiedenen Vereinen versammelten fick) die Mitglieder zu einem Festdiner und Abends fanden in den größeren Lokalen Militärbälle un- serer Garnison statt. *
_Itz Hannqver fand Zur Feier des Geburtstages Sr. Mq1estat des Hatsers und önigs am 21. Abend?- ein großer qufenftreich statt. Am Sonnabend Morgen 7 Uhr erscholl zur Fe1er des Tages vom Marktthurme festliches Geläute und der Choral: „Nun danket AUe Gott“, von Trompeten geblasen. Dte Stadt prangte schon früh im Fahnenschmucke. Mittags wurde quf dem Waterlooplaße eine große Parade abgehalten, worauf m den Kafinos und auf derBörse solerme J'este'Ten ftatt- fanden. Im Königlßrhen Theater ging zu Ehren des Tages der Auffahrung des„Sommernachtstraums“ ein von G. Gerstel verfaßte]: und von Frl. Ellmenreich gesprochener Prolog vorher. , Im Odeon s0111e im festlich dekorirten Königssaale ein Ball statt- fitxden. Ttvoli brachte das patriotis e Stück: „Marschall Vor- 1vr1rtJ-„oder: Deutschlands Heldensö ne“ und zum Schluß ein Mtlttartsches Tanz-Dwertiffement: „Die Wacht am Rhein“, zur Darstellung. th allen Tanzlokalen war Ball für die Garnison- trupperr arrangtrt. _ Die Schulen, sowie die Bureaux der saxnnxtltchen Königlichen Behörden, einschließlich der Polizei- DtstrtktS-Vureaux waren geschlossen.!
"In Cöln wurde der Festtag am 21. Abends durch das (S_elame aller Glocken und durch großen Zapfenstreich angekün- d1g_t, welchen die SpieÜeute und Mußkchors särnmtlicher Truppen- the1[c__der Garnison in den verschiedenen Revieren der Stadt ausfuhrten. Am Sonnabend früh, wo alTe öffentlichen und manche „Privatgebäude, die beiden Rheinbrücken und die im Hafen [tegenden Schiffe im Flaggensohmuck erschienen, wieder- holxe fick) das Festgeläute, und vom Dome und mehreren anderen Thurmen herab ertönten Choräle und Melodien patriotischer Zteder. Irn Dome wurde ein Pontifikal-Amt celebrirt, in den Ubrtgen Ktrchen und in der Synagoge feieréicher Gottesdienst ge- halten. Um 12 Uhr war, unter Betheiligung der gesammten Besahung und vom Wetfer begünstigt, große Parade, während welcher eme Salve von 101 Kanonensthüffen von den Wällen abgegeben-wurde. Später erfolgten Festmahke im Eivil- und Mtkttar-Kammo.“ In den öffentlichen'Schulen wurde der natio- nale Festtag mri Ansprachen und Redeakten gefeiert und im Stadt-Thearer sollte Abends eine mit entsprechendem Prologe emgdelettete VorsteÜung bei festlich beleuchtetem Hause gegeben wer en. .
Nach "Berichten _aus Coblenz wurde daselbst die Feier des AYerhochsten Geburtsfestes am Vorabende militärischerseits exngeleaet durch großen Zapfenstreich, ausgeführt von sämmt- [when funf Mustkkorps der daselbst garnisonirenden Truppen- thetle, welche srck] von Lampionsträgern begleitet, durch die Stadt bewegten. „ Fruh um 6 Uhr fand Reveille statt unter dem fest- l1che11 Gelaute von Men Kirchen. Anßer dcr stblichen Feier in den andern Kirchejr ward die offizielle Feier für das Mihtär in der Schloß-_ ((Harmso11:) Kapelle, die für die Civilpersonen in der Pfarrktrche zu St. Castor abgehalten. .Zu der großen Parade nahmen die Truppen unter den Linden in der Neustadt Auf1te11u11g, Und “brachte hierbei der kommandi- rende Generak vdn Goebennach einer kurzen Ansprache an die- selben em. Hoch auf Se. Majestät den Kaiser und König, in welches dre Truppen begeistert einstimmten, während vom Aster- stern herab “dre Üblichen 101 Salutschüffe ertönten. Zu derselben Zett ward m der „Aula des Königliohen Gymnasiums ein Rede- arms abgehalten, 111 welchem Oberlehrer Menge die Festrede hielt. Dqs Festessenam Civilkafino sollte Nachmittags stattfinden. Zur Fe'ter des Tage?? waren sämmtliche Straßen der Stadt und die beiden Rheinbrüchen festlich beflaggt.
Den BeWohnern Elberfelds jmxrde der Geburtstag durch Glockrhgcläute 131311 allen Thürmen und durch Böllerjchüffe von den Hohen angekundigt. Die Staa16- und städtiirhen Gebäude 1Nvohl, als d1e_PriyathäUfer waren mit deuksthen nnd preußi- schen Fahnen ge]ck)11111ckt. Vormittags fand in mehreren Kirchen ver1chwdenen WandeUsbekenntniffes feierkicher Gottesdienst statt Und m den hoheren Lehranstalten und den Elcmentarsckmlen Wurde dnrch Rcdeakt und Gesang der Geburtstag festlich begangen. In den oberen Räumen der Gesellschaft „Ca- smy“ War das offizielle Diner angeordnet, „dem Abends we1tere Festmahlc folgen sollten. Anck) der Hülfsverein ,für ge- drente Wehrmänner, der Elberfelder La11d1vchr-Vcrein, der all- gemezne Larxdwehr- und Kriegrr-Verein, der Elberfelder Krieger- Verem ron 1864111111 1866, der Elberfelder Landjvehr-Krieger- Verein ren 1866, 1870 und 1871, der preußische Fahnen- Verezn, dre Gejclhchaft Hohenzollern, der Elberfelder Krieger- Ierem von 1870_1871, der (Elbcrfeld-Hardenberger Land- Wehr- „und. _Krieger-Verein, die Gesellschaft Germania und an- dere nnlitärhche Vereine Und bürgerliche Gesellschaften begingen 1n kameradxchaftlickxr, patriotischer Weise den Festtag.
In Dresden fand in den frühen Morgenstunden des Sonnabend große Reveikle der Militärmnfik statt, diein der Aktstadt von dem Mufikchor der.“- 1. (Leib-) Grenadier-Regiments Nr. 100, in der Neustadt durch das Mufikchor des Schüßenre- giments Nr. 108 ausgeführt wurde. Die StaaLSgebäude und Kasernen, das altstädtische Rathhaus, sowie auch mehrere Pri- vathäuser waren mit Flaggen festlich geschmückt; die Wachen waren (wie in sämmtlichen Garnisonstädten des _LandeS) im Paradeanzug aufgezogen und die Garnison Krug beim Ausgehen den Zroßen Dienstanzug. Nach 8 Uhr exekutirte das Mufikchor es 2. Grenadier-Regimcnxs Nr.101 „Kaiser Wilhelm, König von Preußen“ in dem mit der Reichsftagge geschmückten Hote1 der Königkich Preußischen Gesandtschaft eine Morgenmufik. Gegen Mittag erschien daselbst der Krieg?»,- Minister General der Kavaklerie v. Fabrice, um bei dem König- liéhen Gesandten v."Eick]mann die Glückwünsche der Königlich sächsischen Armee fur Se. Majestät den Kaiser niederzulegen.
. Ihm folgte der Stadt-Kommandanr General-Lieutenant v. Hau-
sen, 11nd viele, andere distinguirte Personen gaben bei Herrn 13. Etchmamr :hre Karten ab. Das Offiziercorps feierte den Tag 'Nachmtttags durch Festdiners im „Iägerhofe“ und im Offizterskafino der Schüßenkaserne; ebenso hatten ch mleere GeseUschaft-Zkreise zu Fe effen vereinigt und später so te cm im Belvedere der Vrühl's en Terrasse ein Festmahl stattfinden, zu
dem von einem Kdmite, in welchem Stadtrath Gruner den
* von Statten. Am Sonnabend prangte die Stadt mit ihren
Bo " rt öffentlich eingeladen worden ist., Um 6 _Uhr war beirfiYUTUthniglich preußischen Gesandten em Galadmer und Abends solLteft' die öffentlichen Pläße' der Stadt durch Gas- pyramiden feftlich erleuchtet sein. _ AZ::- m der Refidenz, wurde der GeburtStag auch in den xneiften Stadien des Landes, nament- lich in Leipzig und Chemnih in feßltcher Wetse begangen. -
Auch in der Stadt KarlSruhe wurde der Geburtstag Sr. Majestät des „Kaisers mit dem der Bedeutung des"Tages würdigen Glanze gefeiert. Schon am Abend. des 21. lauteten die Glocken des Deutschen Reichs Ehrentag em, gegen 9 Uhr ging dann unter zahlreicher Theilnahme der_ Bevolkerung der von sämmtlichen Militär-Mufik-Corps aUSgefuhrte Zapfenstretck)
öffentlichen Gebäuden und der großen Mehrzahl * der Priva1häuser im reichften Jlaggensthmuck. _ Fruh an] _Mor- gen ertönte Glockengeläute, Kanonendonner der stadhschen Geschüße und Choralmufik vom Thurme herab, wahrend in den Sträßen die Reveille gesptelt wur e. Der Fes?- Gottesdienft in beiden Kirchen war „sehr stark desu 1. De große Parade auf dem Marktplaß ver11ef unter Thetlna me der Spißen der Behörden des Staats und der Stadt.,auY das Glänzendfte; das von General v. Werder auf. Se. Majestgt den Kaiser auSgebrachte Hoch fand begeisterten Wrederhalk; wahrend der Parade erschallte Kanonendonner. Das auptfeftmahl „sdllte im Museum und mehrere andere in vers iedenen Lokalttaten stattfinden. Für die Beleuchtung waren Vorkehrrzngen getroffen. Im Großherzoglichen Hoftheater 101111: bei festhck) erleuchtetem Hause Paul Heyse's h1ftorisches Schauspiel „Kolberg“ vorgefuhrt werden.
In Weimar beging das Großh. Lehrerseminar den Ge- burtstag "durch einen Festaktus. _
Zn SchWerin durchzog am Frettag Ahend :znter zahl- reicher Betheiligung der Bevölkerung_ei11 Zapxeystrwck), ausge- führt von sämmtlichen Militär-MnnkÖorZ, dre Stadt. __Am Sonnabend früh & Uhr mahntcn die Klänge der n11111ar11chen Festreveille an die Bedeutung des Tages, zu dessen Fever vom Militär wie in Privatkreisen noch manche Veranstaltungen ge- troffen Wurden. . .
In Darmstadt wurde die Feier am Frextag Abend durch einen großen Zapfenstreich und am 22. Morgens durch Revetlle eingelettet. Die öffentlichen Gebäude und zahlretche Privat- wohnungen waren festlick) geschmückt. Um 10 Uhr war d1e ge- sammte Garnison zUr Parade mit Feldgottcédwnst auf den Exerzierplaß au-derückt. Zur Feier des Allerhochßen Gehqrts- festes sollten Festessen Seitens des Offiziercorch tm OfstzvterH- kafino nnd Seitens der Bürger und Beamten im Darmstadter Hof stattfinden. . "_ '
Die Freie und Hansestadt Bremen hatte d1e onenthcheh Gedände und viele Privathäuser bcflaggr, Vormittags fand 1111- [iÉärischcr Gortesdienst in der L.. Fr.Kirche und nach Bernwgung desselben Parade auf dem Domshof statt. AUßer dem dffiz1e11en vom Senate auf der alten Börse den Spihen der Re1chs- und bremischen Behörden gegebenen Bankett zu Ehren des Geburt?- jages des Kaisers fand unter zahlreicher Theilnahme _em Fest- essen im festlich geschmückten großen Saale der Unwn statt. Das Hoch auf Se. Majestät den Kaiser brachte emer der Vete- ranen ans dem Befreiungskriege, Herr Aeltermann Ldmnug, aus. Nach Aufhebung der Tafel gab ])r. Serres dem Gefuhle der Freude über die Genesung Sr. Kaiserlichen und Komglrchen Hoheit des Deutschen Kronprinzen nach in einem mlt herzltcher Theilnahme anfgenommenen, Trinkspruch berchen Agsdrch. Abends 1011113 im Künstlerverein ein Fest stattfinden. Dte Fest- vorsteUung im Theater wurde mit einem Prolog erdffneÉ. _
Telegraphisch wird aus Straßburg gemeldet, daß auch dort der Geburtstag Sr. Majestät des Kaisers m wnr- digster Weise gefeiert worden ist. Bei dem Festmahke von 300 Gedecken brachte General v. Franfeck'h den Toast (1111 den Katser aus. Der großen Parade sowie dem Abend?- „veranstalteten Feuerwerke wohnte eine sehr große Volksmenge 1391.
Aus dem Auslaude liegen fo1gende Depeschen vor; _
Bukarest, 22. März (W. T. B.) Zur Ferer dex» Geburtsfeftes dcs DeUtjchen Kaisers 1111111 heuke Mittag in der hiefigen protestantischen Kiröhe "em Mer- lick)er Gottesdienst statt, welchem die Vertreter des Fursten und der StaatSregierung jowie ein außerordquich zahlretchcs Publr- kum heiw-ohnten. Von den sich hier artshaltendcn Dentschen ist für heute Abend ein großes Fcstdanket veranftaltet „worden.
Petercsburg, 23. März. (W. TB.) Zur Fexer dees Geburr-Ztages dee."- Deutschen Kaisers fand gestern 1111 Winterpalais ein Ga1adiner start, zu welchem _ der deuLséhe Botschafter nebst den übrigen Mitgliedern der dcu11chenBotschaft einge1aden waren.
_ In der Sihung deH Bundesraths vom 28. 1). „M. ist beschlossen worden: 1) in dem amtlichen Waarenrerzetch- niß zum Vereinszolltarif der Seite 110 entholTenen Ve- ftimmung: _ "_ „Jute (Fax'ern der Ostindischcn Kohlnnuzpflanze), 1:01» geroster, ge- brochen, gchechclt, gebleicht oder gefärbt, auch Abfalls“
folgende Anmerknng: „Anmerkung 2, Jutefasern, Welche zum 31vech der Vcrpackxngnodcr behufs ihrer Verwendung zur Fertigungron Decken zu «trnangcn 3usa111mxngedreht sind, (116 Stricke aber ntcht (“01111131 werden konnen, Werden wie lose behandelt,“ . .
beizufügen und 2) auf Seite 104 des amtlrchen Waarenverzetck]-
nisses statt: _ , „Hornstäbe, derg1cichen gchhnifferxe (gcebnete, glatte oder zur Ver- Wendung bereits vorgerichtete Stabe) 13 f.“ '
, zu sehen: , “ „Hornstäbe, dergleichen geschnittene (geebnete, glatte oder zur Ver- Mndung bereits vorgerihtcte) 13 e.“
_ Der Bundesrath nnd die vereinigten AuZschüffe für “Zoll- und Stenchejen und für Handek und Verkehr htelten beute Sisungen.
_ In der heutigen (7.) Sißung des Reichsxangs, Welcher am T11che des Bundesrathes der Retchska_nzler Jurft 1). BW- marck, Präfident Delbrück, General-Postdtrekter Stephan rmd mehrere andere Mitglieder des BundeSratheS benvohnten,"ze1gte der Präsident Dr- Simson zunächst an, daß Se. 9111-11?)th der Deutsthe Kaiser die vom Präfidium überhrachten Gluäwrznjche am 22. d. M. huldvoll entgegengenommen und das anstdmm beauftragt habe, dem Hause Llüerhöchstseinen Dank auszrnprechen. Er theilte ferner mit, daß die aus 7 Mrtghedern bestehende Kommisfion zur Prüfung der allgememen Rech- nungen für den Bundeshaushglt der "Jahre 1867_69 sich unter , dem Vorsitz des Abg. Fursten v. Hohen- lohe-Schilüngsfürst konstituirt hat. Sein Stellvertreter tst der Abg. v. Benda, zu Schriftführern find die Abgg.Der11burg und v. Heerematm gewählt. Ein Schreiben „des Abg. Prmzen
!
Infanterie, an, wobei mit Ruekficht darcruf, daß damtt eine Gehaltßerhöhung nicht verburxden ift, . eme Ent1che1duz1g des Hauses darüber gewünscht tmrd, _oh 1ene Ernennung nn Sinne des Art.“ 41 der Verfa ung auf dre Fortdauer des Man- dafs des Abg. Prinzen Wü elm von Baden emen .Ernfluß ausüben könne. * Das Schreiberz wurde an dre Ge- schäftSOrdnungs - Kommission überwrejen. Alsdann trat dgs Haus in seine TageSordnung cm und genehnngte m zweiter Berathung den Gesehentwurf, betreffend dte .dem Reich?- - Ober - Handengertchte gegen . RWP - An- walte und Advokaten zu ehenden'Dtsztplmarbe- fugnis s e (s. Nr. 66 d. Bl.); er der zwe11en Berathung des
Gesehentwurfs, betreffend -die RechtSverhäUnjffe der Reirh9- beamten (1. Nr. 69 1). Bl.) gab" der Praßdent desRetchH- kanzler-Amtes Staats-Minifter Delbrurk, auf "eme Anfrage des Abg. Petersen anläßlich des I. 1 dw Erklarung gb, daß'daH Gesey fich auf die elsäßisch-lothrmg1schen Beamten 111cht bez1ehen und daß die Regelung ihrer Rechtswerhaltmffe durch em besonderes GeseZJvorbehalten bleibe.
Eine lebhafte Diskuffwn knüpfte fich an den 19, der von der Gleichstellung der Reichsbeamten mit den eamten des betreffenden Einzelstaates handelt.' Zu dem- selben, der von den Abgeordneten Lasker und Miquel [ehhast angegriffen wurden, lag ein vom Abgeordneten Wagner emge- brachtes Amendement in schriftlicher Form vor. .Der Reuhskanz- ler Fürst von Bismarck nahm w1edcrholt zu Mesem J. 19 das Wort und legte auf die Annahme deffelbew e111stherdenden Werth. Bei Schkuß dieses Berichtes dauerte dte Dtskusfion fort.
_ Durch Allerhöchften Erlaß vom 5.'März ist die Errich- tung einer Kaiserlichen Ober-Poftdtrektton 111 Ham- burg zum 1. April angeordnet worden. ' ' -
Dem Bezirk der „neuen Ober-Postdtrekhon werden außer dem biHhcrigen Ober-Postamtsbezirk' Hamhurg verschwdene, ge- genwärrig zu den Ober=P0ftdirekt19n9beztrken Hannover und Kiel gehörigen Postanstalten zugerheckt, . .
Vom gleichen Termine ab trrtt dar;“- blshertge O'ber-Postanxt in Hamburg außer Wirksamkeit. An Stelle der beiden Abthet- [ungen desselben für die Briefpost und Fahrpost werden desha- dere Postämter, also ein Briefpostawt und 13111 Fahrpostamt, em- gerichter. Gleichzeitig wird der SLH des E1senbahn=Postamts Nr. 17 von Altona nach Hamburg verlegt.
_ Zur Orientirung bezüglich der jeht zu1äsfi§xen 911101111 _e- ments auf hiesige Zeitungen ber den Stadt-Po1t- anftalten ist zu bemerken, daß_ dtese'Nbonhemenzs s1rh weger1 der hinz111rc1e11den gesetzlichen Postpromfion- hoher 1TLU€11,'Ü[S der der bisherigen BezugSart durch dte Sped11e'11re'. Allerdmgs er- mäßigt s1ch der Berrag wieder für (111e d1exemge11 Ahdtmenten, welche ihre Zeitungen bei der betreffendenS1adt=P01texdttwnselbst abholen lassen, indem dann das Yefteklgeld fortsaklr. „Auch dürfte die Abholung den Vortheil gewahren," daß mmr dre 301- tungen stets zu einer bestimmxeren, rcgelmaß1geren Zerr erha1_t, als dies selbst bei der bestorgamfirten Bestelxung znuerrewhen 111. Bei der Anzahl der hiefigen Stadr-Poftahftalten 111 der, Gahg zur nächstgelegenen Post 111 den me:]ten FaUen gequ. ke111_ zeu- randender. Es wird nur darauf ankommen, fich ber dexffelbey zu erkundigen, um welche Srunde anf das Einkreffeu der ZU- rungen gerechnet werden kann.
_ Dem Königlich preußischen Unter-Steueramte zu „Vor- den, im Haupramrsbezirk Sebakdsbrück ist M Bemgmß zur Ausfertigung von Begleitscheinen ]. über unbearbeüete Tabacks- blätter und Stengel beigelegt worden.
_ Mit dem 1. Mai d. Js. wird 1) dae."- Großherzoglxch olden- dnrgische Nebenzollamt 11. zu__ Burhavers 1e[ ansgchoben, 2) das Großherzoglich oldenburgqche Nebenzoklamt 1. zu Orders,- dorf in ein Nebenonamt 11. umgewandelrwerden, unter Ver- legung der Befugnis; zur Erhebung des _Emgngézohéz Fsur alle Gegenstände bis zum Betrage 11011 50 Th1rn. en11ch11e311_ch, “so- wie zur Ansstellung und Erledigung von Tekkaratwncönhemen über WaarenverseUdungen dnrchs 2111s1a11d.
_ Den Großherzogkich hesfischeh Ortseinnehmereien 11.„§T[aff'e Fürfe1d, Ober-Fldrsheim Und Wendueköherw „qt d1e Ermächtigung zur Aquangsbescheinigung fur das um dem
_ Der General-Major und Commandwr der stellvertre- tenden 11. nfanterie-Brigade, Geriéke, hat fich zur „Abhal- tung des epartements-Crsaß-Gesckyästs in den Beretch der 11. Jnfanterie-Brigade begeben.
_ Der jeßt veröffentlichte Etat der Stadt Berlin für das Jahr 1873 balancirt mit 7,416,267 Thlr. Einnahmen und AuSgaben. Von den Einnahmen find 6,913,867 Thlr. (darunter 5,571,352Th1r. aus derSteuerverwaltung)ordentliche, 502,400Thlr. außerordenüiche; von den Auggaben find 6,300,573 Thlr. 22 Sgr. 2 Pf. ordentliche, 1,11_5,693 Thlr. 7 Sgr. 10 Ps. außer- ordentliche.
Württemberg. Stuttgart, 21. März. (Allg. Ztg.) Heute Nachmittags wurde die Ständeversammlung durch Verlesen des Königlichen Vertagungsreskripts in jeder der beiden Kammern. auf unbestimmte Zeit vertagt. Vorher fanden noch Sißungen der Ersten und Zweiren Kammer und eine gemein- schaftliche Sitzung beider Kammern statt.
In der Ersten Kammer wurden nur noch einige formelle Geschäfte erledigt. In der Zweiten kamen zwei Bitten zur Berathung, welche gestern die Erste Kammer bei Verathung des Retabliffementsgeselzes an die Regierung zu richten beschlossen hat. Die erste geht dahin: „daß die Königl. Regierung bei den Angaben für das Gesammtretabliffement und was damit zu- sammenhängt, unbeschadet der Erreichung des Zweckes, jede thunlichc Sparsamkeit einhalten Werde.“ Die zrveite: „Es möchre die Könirl. Regierung ersucht Werden, bei den zustän- digen Reicthehdrden eine möglichst starke Befestigung von Süd- wrft-Deuhöhland auf Reichskosten zu bevvrworten.“ Die Kom- mijfion (Berichterstatter Hölder) beantragte, der ersten Bitte bei- zutreten, die Weite abzulehnen. Bei der ersten stellte Bucher den Antrag auck) dieje abzulehnen, weil fie sonst leicht als ein Misstrauensvotum gegen den Kriegs-Minister erscheinen könnte. Der Antrag wurde mit 46 gegen 32 Stimmen angenommen, ebenso der KommisfionSantcag auf Ablehnung der zweiten Bitte der andern Kammer mit 54 gegen 22 Stimmen. Nach Ver- lesung des VertagungHreskripts hielt Präßdent von Weder noch eine kurze Abschiedsrede: Die Stände seien zu einer langen Ses- swn, vom 30. Oktober bis hente, versammelt gewesen, haben aber auch wichtige gesehgeberisckx Arbeiten vollbracht. Das Weiderechts: und Ablösungsgeseß, die Steuerreform, Armengeseh (Unterstühungswohnfih), Eisenbahnbaugesehe und Retabliffements- geseh zur Wiederhersteklung der Schlagfertigkeit des Heeres. Mögen diese Gesehexdem Lande zum Segen gereichen. In der gemeinschaftlickzeh Sihung wurden 2 Mitglieder zur Vervollständi- gung des weiteren ständischen Aus.“)schnsses gewählt. Von der Ersten Kammer Freiherr von LiUden mit 60 Stimmen und von der Zweiten der Abg. 11011 Schwandner mit 67 Stimmen; ersterer für den verstorbenen Staathrath 131311 Sigel, [ehterer für den anSgerretenen Minister von Sick. Freiherr von Neurath erhiekt 42, Probst 32 Stimmen.
Heffen. Darmstadt, 21. März. Das Großherzogliche Regierungsblatr Nr, 12 enthält die ReckxnungZ-Ablage Über die Vcrmendung der für das Jahr 1870 in dem Großher- zogrhum Hessen ausgeschriebenen Vrandentjchädigungs- beiträge.
Sachsen-Meiningen-Hildburgbausen. M e 111 in g e 11, 20. März. Jm La11d1c1gs-9111Hsck)11sse herrschen _über den Entwurf eines Wahlgesehes verschiedene Anfiehten. Die Ma- joritär will keine Interessenvertretnng und einen indirekten Wahl- modns, eine Minoritär statt des indirekten Wahlmodr16_ einen direkten, eine andere Minorität eine Vertretung des großen Grundbefihes mit direkten Wahlen. Nach dreitägiger Disknssxon über den hierüber vom Landtach-Aussckwß erstattercn Bernht hat henfe die Majorität der Stände dic Interessen-Vekrretung abgelehnt.
Sachfen-Coburg-Gotha. Gotha, 22. März. Die (Heselz-Sammlung für das Herzogthum Gotha ver'öffcr1111ck)tdas Gesch vom 14. März d. Z., die Aufhebang dcr Bc]chrä11kun- gen der Theildarkcit 11911 Grundstüxken bcrrcffend.
Neuß. Gera, 21. März. Dem (111124. ?ck. M. znjam- mentrckenden Landtage Werden zunächst ,dre1 Vorlägen gemacht
Ansprurh auf Stcuervergütumg nachYahern [11113 des Rheins ausgehende Bier, “1111 JUL der Bdrabxertiguhg der emem hrerzu befugten Amte crthrilr und es 111 d1e,A11s111hrsd-[chen BMW,?) auf den direkten Wegen von chdclShklkU nach Worsrld, sowu: von Oher-Flörsheim uach 3011 bis auf Weiteres gestarret worden.
_ Dem Königlich preußischen Untcrsterteraxnt 311_Qulaken- drück“, im Hanptanüshczirk OH11r1hrÜch, 111 dre Besngmß znr Erkedigung von Begleitscheinen ]. nder Baumwollengarn 11e1ge:* legt worden. ,
_ Die preußische Staatsforstverwaltun Z. ckck hemuhf, das Interesse der Landecsknltur 111111) dadurch zu wrdern, daß fie zum Holzbau für Privatwaldungeu gutes Pflanzen- material erzieht, Und Pfla11zen_an PrwaTbefiher und Gemem- de11“znm Srlbstkostenprexse 11berlc1131». “ ,
Es find auf diese Weise un „Jahre 1872 11115 den Staat,:- forstcn an Private abgegehcn: _
111 8111111113
Nadelholz. Holzpflanzen. 13Htmdert, :: 17,232H1mdcrt.
“ 34,229 113,390 16,279 102,632 31,283
7,545
8,999
8,588
8,849
Laubholz. 2,119 Hundert, 15,1
Pommern * 4,013 30,211) „ Posen 8,193 105,197 Schlesien 1,024 „ 15,255 Brandenburg 3,136 99,496 Sachsen 2,434 28,849 Westfalen “ 2,831 . 4,114 Rheinprovinz _ 1,793 „ 7,209 §Schlesx1571g§Holjtein 11,98?) L,??? e cn-ITaKm , ., *- Hashnover 1 ' 4,994 28,499 33,493 Zusammen 34,093 „ 348,426 „ 382,519
_ Am heutigen Tage haben 911167211 größeren Exerzier- pläßen außerhalb der Stadt d1e*dtes]ahrtgen Batatllons- Exerzitien begonnen.
- Der General-Lieutenanr von Glümer, bisher («Zom- mandeur der 29. Division, ist zur Akstattung personltcher Meldungen aus Anlaß seiner jungft erfolgten'Ernexmung zum Gouverneur der Festung Meß von dort hter, emgetroffen; desgleichen der General-Lieutenanr von der Armee von Mtrus, zur Zeit kommandirt zur Vertretung des Commandcurs der 7. Divifion, der General-Lieutenaut und Kommanchnt der Festung Magdeburg, Graf Neidhardt vo'n Gne11et1a11, und der General-Lieutenant, General a 13 511118 Sr. Mazestät des Kaisers und Königs und Commanderxr der 12. chsron, Prinz Kraft zu Hohenlohje-Ingeletng'en, aus Anlaß ihrer Beförderung u General-Lreutenants von Men Garmsonen
in _der Provinz Preußen
ÜKQKITKKK
werden, welche die E11enbahnangelegenheir (Zrinrf-Hoß die_Ein- führung des Holzjckmitzgewerbes in Schletz und eme Realjchul- sache in Gera betreffen.
Lauenburg, 22. März. Die „Lauenb.31g.“ veröncrn; [icht die Adresse der Ritter- und Landschaft an' Se. Maxe- ftät den König-Hcrzog von Lanenbnrg, d1e 11111_19.d. Mis. 11011 der erwählten Abordnung Überreicht worden 111.
?111erdurchlauchtigster, Großmächtigster Kaißr, _ Lllhrgnädigster König-Hcrzog ursd „Herr! __ __ _
(“Fuer Kaiserliche und Königliche Majestät [sahen in LlUcrlwchxter Huld geruht, dcm Herzrgthmuc Lauenburg cinen werthrollsn Fond 311111 Besten des Landes zuzuwenden. _ _ _ ,
Bei unserer hentigen ersten Z111a111xnenkmxrf 1911 xcnemdrnr “Ihnen- burgs 53.111113 Zukunft so gewichtjgen Crexghirse „111111011 112117 nnsgc- drangen, Ener 5.1)1111211511 dcn allernnterthanmxten Yayk mr den das Laueubnrger Land sr hock) (*cglückenden Akt ?lllerhréyxrcr Gnade dar- zubringen. ' .
Wohl MfM hat ein_Land 1n_dex11 kurzen chtmuwc 11911 acht Jahren eine so viekverheißende große Yom durchjcbk, Me ?_16 dem Herzogthume Lauenburg unxer Lchrhöchxtihrcm, von (York gexegmten Regimenter beschieden ge1v_e[en 11t. Dem de11t1ch3n Mutterlandeww: dergegeven und Allerhöckgxtckxem Srepter 11ch _anv;ctrnuend,„ 111 ev Lauenburg vergönnt gewe1cn, ach (33de das chmztmtraterlandev, den nnmitte1barstcn ?(ntheil zu nehmen an dcnqglorrctchen u_nd weltbewe- genden Ereignissen, 11181670, die Macht, Große und B1nthr Deutsch- lands begründeten und sesttgfen. _ „ _x „ _
-1icht Weniger glücklich haben fich die mnercn Verhaltmffe Lauenburgs gestaltet. Der eigenarttgen Enxwrckclung des Lande?) Rech- nung tragend, hat eine wyhlerwogene alltnahxtche Ueberserxung der be- währten preußischen Jmttfutwnen und _Ge1eße d1e Bevvlkcrung auf diesen yrrtraut und verwachsen wcrden, lasen. Bedurfte es andauern- der Anstrengungen des L_andcs, um „den Anforderungen des erzger 311- sammengefchlvssencn deutxchen Gemcmwesens zu genugext, mußten dre Kräfte des Einzelnen m mcht gewohntezn Grade m Ampruch genom- men werden, so haken Euer Majestat m wohlwoüendcr Jurlorge und Königlicher Munifizenxdem Herzogthume nunmehrfdenjenxgen Bej- stand Allcrgnäd18st gewabren Wollen, Welcher es besahtgf, dxn Bedarf- nissen des Landes gerecht zu Werden und das Gede1hen desselben dauernd zu fördern. _ _ _ . _ ' ,
Möchren die fernxtcn Ge1chlcchter gletch un_s, stets emgedenk 17121- ben der großen Wohlthcxten, Welche Éucr Majestät dem Lande Lauen- burch Allergnädigst erwresen ha).)cn. _
_ Ja tiefster Ehrfurcht: _ _ Euer Kaizeriichcn und Königliche11 Majcjtat _ aÜerunterthänigste treu gehorxamfte Ritter- und Landschaft des Herzogtbums Lauenburg.
Schweiz. Bern, 22. März. (W.T.B.) Dem
jarrcr cberalen
Wilhelm von Baden zeigt seine Ernennung zum General der
Magdeburg resp. eiße.
Jecker in Biel, dessen Abberufung die dortigen
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