1873 / 90 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Tue, 15 Apr 1873 18:00:01 GMT) scan diff

Versammlung abhalten. Die Truppen haben Munition gefaßt und smd in den Kasernen configmrt.

Brüssel, 12. April. (W. T. B.)__DieY'r'beitSeinstelluyg in den Graniisteinbrüchen von Ecguiiines d'Enghien lst so gut wie bccndi t; angesichts der beruhigenden Nachrichten, welche von dort cingetro en iind, ist die Truppenkonfignirung aufgehoben Werden. _ Die Nationalbank Hat den Diskont ,von 4 aus 41/2 Prozent erhöht. "

_ St. Peiersburg, 12. April. (W. TV.) Die Reichsbank hat heute bei allen ihren, Filialen den Wech1eldiskont auf 6 und den Lombatdzinsfuß auf 7 Prozent herabgesetzt.

Stockholm 4. April. Der schivediscl) norWegifche (Hencxal- Kopsul in Helsingiors hat am 23. März an das Kommcxz-Kolleglum berichtet, dai; die Holzaquuhr von Finnlaxid m diesem Solz:- mer ungewöhnlich groß Werden wird und _das; insolge dessen vorthetl- hafte Frachten abgesckyloffcn Werden (können.

Verkehrs-Anftalten. _

_ Triest, 13. April. (W. TB.) Dcr Lloyddampser „Uxauz)“ tft FMF Nachmittag mit der ostindisch-chincfischcn Ucberlandpost; hier emge ro en. - .*

London, 10. April. Die Untersuchung über dm) Schiffbiuxh der „Atlantic“ ist, wie ein Telegramm aus Halifax mcldet, bis zum 12. d. vertagt Worden. Die Angabe, daßauch m Livezpool eine offizielle Untersuchung Über das Unglück emgelettetfxverdcn wiirde, wird demeniiri, und es wird bei dem von der Canadi1cheu chrerung an- gcordnetcn Prozeß sein Beidenden haben.

Aus dem Wolff'schen Telegraphen-Bureau. Swinemünde, Dienstag, 15. April. Der Dampfer des baltischen Lloyd, „Ernst Moriß Arndt“, Kapt. Dreyer, ist heute

Königliches Opernhans.

GestemAbend brackzie die Königliche Bühne ein viel kommen- tirtes neuerks Werk, Ambroise ThomacF-"große Oper„ Hinnlei“, zur ersten Aufführung. Thomas, der seit 1851 den SLH Spyxi- 1ini's in dcr 1310316611118“ (19.5 138211303115 einnimmt, gehört unstremg neben Gounod, dym Freunde Wagners und 1" einer Richtung, zu den hervorragendsten Veriretcrn der nxueren französischen Schule. Entsprechend der naiionalen Malerei, legt die neuere fratizofische Opernmufik den Haiipt11achdruck auf b'xendsndes „Kolorit unix realistische Behandlung. Indessen beschrankt fick) die Leßiere ani Aeußerlichkciicn, ohne volle lebenswahre' Gestalikn'sckwffen'zu können, weil UU? deutlichen Umrisse sick] m der izpptgen, wxick]: lichen Farbcngcbung der Melodik verwischen. Wahrend Meysr- beer dnrch glückliche Verbindung icharfe'r, wcnn anch 311111611811 an Ueberircibung grenzender Charakteristik unh der französischen , und italienischen Schnle abgelaufehtsr sinnlicher, mufikalrschcr Schönheit seinen Opern internationale Anerkennung 'erwarb, haben fick) seitdem die einzelnen Richtungen streng getheilt, aber auch individuell weiter gebildet. Thomas MUfik stehi ganz auf franzöfischsm Boden und bildxk daher den diametralen Gegensay zu der von Wagner vertretenen deutschen R1chtung. "

Seit Scribe's Tode, des ebenso fr11chtbaren als flnchiigen Dichters der zahlreichen Libretti für Meyerbéers Opern, "sind seine Nachfolger Michel Carré und Jules Barbteynur zu haufig um einen geeigneten Text verlegen gewesen. „„Migmm“, „Mar- garethe“, „Hamlet“, in bekkagenswerther Weis; erixstellt, werdezt daher yon ihnen benußt, um durch Popiilarrtat dieser Stoffe ine Theilnahme des Publikums zu" antiziprren. In welcher Werse Shakespeare's Meisterwerk zerpflucki worden, darauf hier naher einzugehen, würde zu weii fiihren. " . . '

' Mit Riicksichi anf die große VolkSihumlichkeit, deren ('ich-dieses Werk bei uns immer erfreut hat, bei dem bedeuienden Emfluß, den daffelbe auf die ganze geistige Entwickelung 111 Deutschland gehabt hat, so daß man den Charakter Hamlets_ mrt' dxm deutschen Charakter hat identifiziren woÜcn, kann die Wtükur- lichkeit der Bearbeitung, welche hohle Schatieik an Stelle der Shakespeare'sck)en Gestalten geseßt [)at, mcht erfreuen. Der schkimmfte Fehler liegt aber,darm, daß Hamlei, I)er moderne Oreft, seine Schuld in der Oper mcht duxcl) den Tod bußt, sondern nach dem Vaiermorde den Thron besteigi; und dock) sagt Goethe in Wilhelm Mkister zu dem ihn um Aeiiderung erfueßcnden Serlo: Wie kann ick) ihn am Leben erhalteit, da ihn das ganze Stück zu Tode drückt? und auf die Emwendnng, daß d'as Publikum ilm lebendig wünsche: _ EH 1ft, eme falsche Nachgiebig- keit gegen die Mknge, wenn man ihnen die Empfindungen erregt, die sie haben wollen, und mchi, die sie „haben 'soxlen. Im Einzelnen leiden diejenigen SceUen, _mekckge dW Cu1m1naimns- punkte der Handlung bilden sollten, Wie die Gexßererschemung im ersten Aki, die Scene zwischen Hanxlet u_nd der Mutter „L_md die Theaterauffiihrung unter der Unfah'igkctt des Komponisten wahrhaft dramatische Gestalten vokl mquiger Kraft oder Scenc-n vou erschütieruder Tragik musikalisch neu zu schaffexi. Es ist daher sehr bezeichnend, daß er den Schwyrpunki m den 4. Akt verlegt und ihn damit für die ganz? iibrige Haxid- Lung'verriickt hat. In dem Pastorale mit Ballei Und dmx Lie- derri der Ophelia zeigt fiel) der frühere Korypzzmß d? komrsckzcy Oper ganz auf der Höhe seiner Leistungsfahtgkctt, 16 an dre große Oper jedoch keineswegs heranreicht. _

Um dM Erfolg der Aufführung erwarben fick) namentlich Hsrr BLZ (113 Hamlet, Fräulßin Grossi als Opheliq, Fräulein Brandt als Gertrud, Verdienste und wurden durch Ver- fall und Hervorruf ausgezeichnet. Dekoration und Ausstattuxig waren neu und glänzend. Das effektvolle Schlußtczbleau im 4. Akt: der Leichnam der Ophelia vom Flusse sgnfidahmgxtrqgen, eriimerte an Paul Delarockze'eZ bekZ11zites Geznalde 'der chr1stÜch9n Märtyrerin und wurde allseitig beifalbg begrußi. D1e_ Scene hatte Herr Direktor Ernst arrangirt. ' " x..

Der VorsteÜung wohnten Ihre Maxeitaten der Kaixer und König und die Kaiserin-Kon1g11i_,Se. Kaiserliche und Königliche Hoheit der Kronprinz, Ihre Koritgltcyen Hoheiteii der Prinz Carl, die Prinzesfinnen Carl, Friedxtch Carl, Marte und Elisabeth und Se. Hoheit der Herzog Wilhelm von Meck- lenburg5Schwerin bei.

Erfter Telegirtentag des deutschen Kriegerbundes. Am zwéiten Osterfeiertoge fand in Weißenxels der erste

Delegirtentag des deutschen Kriegexbun .es statt. Die Studi hatte zur Feier des Tages fick) m em festl1ches Gewand ekleidet. ES waren etwa 150 Vereine aus allen Theüen Deutschlands vertreten,“ welche cine Zahl 1101) circa 30.000 Mit- gliedern repräsentirten. Um 9 Uhr wurde 111 dem festlich deko- rirten Saale der Delegirtentag eröffnet. Der Vorfißende des ältesten Kriegervereins in Weißenfels, Herr Eckert, begrüßte Na- mens des Festkomites die Versammlung. - Demnä ft nahm der Vorsitzende des Komites zur Gründung des deuts en Krie- gerbundes, General - Lieutenant Stockmarr das Wort, um Namens des Komitees die Versammmlung zu begrü- ßen. Er erinnerte an die Einigkeit, welche das gesammte

- Kameraden Brößke für die Aqub

Morgen wohlbehalien hier eingetroffezi. Die effektive Fahrzeit desselben von Nerv-York' nach Swinemunde betrug 12-1 Tage. ,

Paris, Dienstag, 15. April. Das „Jouriial officiel“ ent- hält eine amtliche Verfügung, durch welche dte Wahlkokle ien der vier Departements, für welche der ZeitpunkT dxr Wa len bisher noch nicht fe geseßt.war, auf den 11. Mai 11. I. zu- sammenberufen wer en. * Barodet hat eine Proklamation an die Wähler des Seine-Depariements erlassen, in der.er sagt, „er Zi von der" Lyoner Demokratie abgesandt, um d1e sofortige

uflösung der Versailler Versammlung, die Aufrechterhaltung der absoluten Integrität des allgemeinen Stimmrechtes und die Zusammenberuftmg einer einzigen Versammlung in kurzer Frist zu verlangen. Die Proklamation hebt hervor, es sei nothwen- dig, der Nationalversammlung eine Warnung zu ertheilen, und erklärt „schließlich, das Programm Barodets [affe ßch zusammen- fassen in die Worte: „Auflösung der Versammkung und die Republik.?

Konstantinopel, Dienstag, 15. April. Der Großvezier Effad-Pascha ist seines Amtes entseßt worden; alS muthmaß- licher Nachfolger desselben miri) der chenialige Finanz-Minifter Schiwanzadéz Rüschdi Pascha bezeichnet.

Washington, Moniag, 14. Aprik. Der Präsident der Vereinigten Staaten [)ai den General Sherman aufgeforderi, Befehle dahin zu ertheilen, daß bei dem Angriff auf die Modar- Indianer mit der größten Entschiedenheit vorgegangen werde, um denselben eine den jüngst begangenen Gcwaltthätigkeiten enjsprechende Züchtigung zu Theil werden zu lassen. Selbst eine vöklige AUSrottung der Modoc-Indianer wird als durch

deuische Volk bei Ausbruch des deniseh-franzöfischen Krieges be- wiesen und an die gleiche Einigkeit, welche die deutschen Fürsten dokumentirten, ab."; es fick) darum handelte, dem geeinten Deut-

schen Reick; cin Oberhaupt zu geben. Diese rückhaltlosé Einigkeif

möge fick) die Versammlung zum Vorbikd nehmen, bei ihrem heut zu beginnenden Werke, das; man jedoch nicht beginnen möge, ohne zuvor des obersten Kriegsherrn, des Deutschen KaisoaxH gedacht zu haben, dem alle Herzen des dcutschen Volkes in Ehre nnd Liebe zugethan seien. _ Die Versammlung erhob fick] UUd stimmte dreimal begeistert in das Hock)! auf den Dch- schen Kaiser, König Wikhelm von Preußen ein. Auf Vorschlag des Vorstßenden beschloß die Versammlung sofort einen telegraphisckzcn Gruß Und Mittheilnng von dem erfolgten ZUsÜMMOUÜkiÜ der Versammlung abzustnden. Dsmnäckst er- folgte durch die Verlesung der Präsenzliste die Konstituirimg der Versammlung, welche 'das bisherige Komiie, bestehend aus den Herren General-Lieuienant Stockmarr, Polizei-Sekretiir Brö ke Und Buchhändler Horn mit der einstweiligen Leiinng dcr Verlzandlimgen*beaustragte. Als Referent de;“- Komitees nahm Hierauf dcr Polizei-Sekreiär Brößke aus Spandau daS Wort, um dsn von ihm vorgelegten Statutencniwurf in seinen Zielen und Zwecken der Versammluug kkar darzulegen. - Demnächst erfolgte die Verlesung des Statutenentwurfs, nach dessen Beendigung die Versammlung beschloß, fiel) in 7 ver- schiedene Subkommisstonen zu konstituiren, von denen jede einen Abschnitt des Siatutenentmurfcs in Spezialberathung nahm, um demnächst ihre Beschlüsse dem Plenum mitzutheilen. Um 4 Uhr Nachmittags trat die Delegirtenversammlung wieder zusammen, um "diese Berichte der einzelnen Kommissionen enigegeu zu nehmen. Im Großen und Ganzen und um: mit wenigen Abänderungen wurden diese Kommisfioiisanträge von der Plenarversammlung guigeheißcn UUd beschkoffen, den Sta- 1utenentwnrf in der Form, in welcher er zur vorläufigen An; nahme gelangte, durch den Druck vervielfäliigen zu [affen und dM einzlnen Vereinen znznsenden, damit diesen Gekegenheii ge- geben Wird, dieses Statut nochmals einer Berathung zu nuier- ziehen. Zur Revifion resp. Konformstellung der Beschlüsse wurde ach den anwesenden Delegirien der Berliner Vereine eine Redaktions- Kommisfion gewählt. Dem Statut, wie es aus der Berathung hervorgegangen ist, entnshmen mir auc; seinen hauptsächlichen Be- stimmungen fokgende Mittheilungen: Der „Deutsche Kriegerbimd“ ist am „14. April 1873 gegründet, hat die Rechte cincr juristi- schen Person, seinen StZ in Berlin und seinen Gerichtsstand vor dem Königl. Stadtgericht dasckbst. Er hat den Zweck: a. das Band der Kameradschaft auch im Civilstande unter seinen Mitgliedern zu erhalten „und zu pflegen, 1). das Bewußtsein der Zusammengchörigkeit des deutschen Volkes in allen Gauen des deutsckzen Vaterlandes zu beleben und zn stärken, 0. die Vater- landsliebe seiner Mitglieder zu fördern und zu heben, und (1.1'ei- nen Mitgliedern und Vereine'n, sowie bedürftigen und würdigen Kriegern und Vkieranen in Nail) und Alter mik Rail] und That []iilfWick) zukSeite zu stehen, insbesondere durch Gewährmig von ein- maligexn und fortkaufcndenGeldnnierstiißungen. Zu [exzterem Behufe wird der Bund unter dem Namen „Kaiser-Wilhelms-Stiftung des Deutschen Krieger-Bnndes“ FondH ansammeln, welche fiel) aus freiwilligen Zuwendungen, sowie aus dcn Eintritthelderu und den fortlaufenden Beiträgen der Mitglistvereine bilden. Das Eintrittcdeld ist normirt auf 1 Thlr. für jedesi Verein in einer Mitgliederzahl bis zu 50 Mitgliedern und für je 50 Mit- glieder mehr wiederum je 1 Thlr. Die fortlaufenden Beiträge wurden auf jährlich 2Sgr. pro Mitglied festgeseßt. Die Organe des Bundes find: die General-Versammlungen der Bundes- vereine, die Bezirks-Vorstände, das Bundes-Präfidium und die Reviswns-Kommission. Das Präsidium, welchem die Leitung des Bundes obliegtchefteht aus einen Ehrenpräsidenten, einenPrästdenden, zwei Schriftführern, dem Rendanten, dem Kaffen-Eoniroleur und dem Archivar. Die Bezirks-Vorstände haben die Leitung der Verwaltung bestimmt abgegrenzter Bezirke als Unterbehörde wie auch wiederum die Ueberwachung der geschäftlichen Leitung des Präfidiums zu übernehmen. In den Generalversammlungen der Delegirten haben die einzelnen Vereine mit einer Mitgliederzahl bis zu 200 1 Stimme und für je 50 Mitglieder darüber auch je eine Stimme mehr. Das Präsidium [Fat seinen Siß in Berlin und wird auch aus den Mitgliedern er Berliner Vereine e- wählt. Die Eintheilung der Be irke wurde in der Weise e- schloffen, daß fie 17 im Groézen und Ganzen der Land- wehreintheilung ans loß. Es wurden als Bezirke ab- gegrenzt: Berlin, Königsberg, Danzig, Bromberg, Stet- tin, Frankfurt a. O., Brandenburg (1. H., Hamburg, Bremen, ofen, Breslau, Oppeln, Glogan, Dresden, Chemniß, Erfurt, alle, Hildesheim, Bielefeld, Düsseldorf , Cöln, Coblenz, aiserslautern, Marburg, Frankfurt a. M., Darmstadt, Karlsruhe, Stuttgart, Siegmaringen, Würzburg, Baireuth, Landshut und Augsburg. _ NaciZdem die Versammlung dem

itung des Statuts und dem General Stockmarr und dem Kumite für Leitung der Verhand- lungen den Dank austsix-wchen, erklärte fie einstimmig den „Deutschen Kriegerbund“ für definitiv konstituirt, worauf mit einem dreimaligen Hoch auf den Bund und seine Mitglieder,

die Umstände gerechtfertigt angesehen. Das Kommando über die Unionstxuppen gegen die Modoc-Indianer Lat General Gilhelm

übernommen; die Operationen “gegen diesel 2 werden dem Ver-

nehmen nach schon mOrgen beginnen. - Der Fälscher Widmell,

welcher aus seinem Gefängniffe in Havanna aUSgebrochen war, ist unweit Havanna wieder verhaftet worden.

Königücbe Schauspiele. Mittwoch, den 16. April. Opernhaus. (91. Vorstellung.)

Rienzi, der leßte der Tribunen. Große tragische Oper in 5 Ab-

theilungen von R. Wagner. Ballet von Taglroni. Irene: Frl.

Lehmann. Adriano: Frl. Brandt. Rienzi: Hr.'Niemarm. “Co-

lonna: Zr. Salomon. Orfini: Hr. Schmidt. Raimundo: Hr. Fricke. nfang halb 7 Uhr. Mittelpreise.

Im Schauspielhause. (102. Abonnements-Vorftellung.) Dorf und Stadt. Schauspiel in 2 Abtheilungen und 5 Akten von

Charl. Birch-Pfetffer. Fr. Niemann-Raabe: . Lorle, als Gast. Anfang halb 7 Uhr. Mittelpreife.

Donnerstag, '17. April. Opernhaus. (92. VorsteUung.) Zum ersten Male wiederholtr Hamlet. Große Oper in 5 Aktenxund 7 Tableaux, nach Shakespeare, von Michel Carré und Jules Barbier. Deutsch von Langhans. Mufik von Ambroise Thomas.

Ballet von Taglioni- _Kömgin:. Frl. Brandt. Ophelia: Frl.

Grosfi. König: Hr. Salomon. Hamlet: Hr. Be. Laértes: Hr. Schott. Geist: Hr. Fricke. Anfang halb 7 hr. Mittel-

Preise.

Im Schauspielhause. (103. Abonnements:Vorsteklung.) Der leßte Brief. Lustspiel in 3 Akten, nach dem Französischen frei bearbeiteÉ von Tl). Gaßmann. Anfang 7 Uhr. Mittelpreise.

sowie nzit einem Dank an die Weißenfelser Vereine die Ver- sammlung geschlossen wurde. Abends fand noch ein allgemeiner Kommers statt.“

QU: Königlick) säckfische ?llierihumsverein biest Monia'g, den 7. April, unter dem Vorsiß _Sr. Königlichen Hoheit des Prinzen Georg, . krzogs zu Sachsen für dicke Winiersaison feine [eßte Sitzung. Nach eredigung der geichäfilichcn Angelegenheiten hielt Hr. R. v. K_yaw dig angekündigten Vortrag über das Jagdfchloß Moritzburg und stine Willkommenrggistsr, Schildcrungen cms dcm bier untcr vorschiedcnm Kurfurstcn entsaltctcn glanzvochn Jagd: und Fcftlcbcn. Mittheilungen aus dmx zum Theil sebr charakteri!t-ischen Randbemerkungen i_md Dcviscn der Willkommenregister, diezum THeil in sehr drastischer Wxiie die Wirkungen des Willkommcnixinkcns schildern, eingestreute [)istori1che Bemerkungen aus dsr LebenSg91chichic der hier festlich zusammengekommcnen Per- so:)cn machtxn dkn Vortrag unierhaltend und anziehend. Ein andcres Bild aus dem Leben des Kömalicch 590er in neucr-xn Zeiten kut- wxckclte r. Kamm-"rmufikus Fürstenau in einem zweiten Vortrage, der das Lebendcr Prinzessin Amalie un_d iixre musikalischen Bestre- bungen zum Gegcnstand hatte: Die außerordentliche Thätigkeif und Begabung die1cr Prinzessin _an dic'sem Gebiete Und das ganze Von der Musik und der dramati1ch€n Kunst in scltener Weise belebte und durchgeiitigie Hoflkben insbesondere im zweiten und dritten Jahrzehcnd

dieses JaHrHundcx-ts, unter der aÜgemcinen lebhaftcn Thcilnalmie aller

Mitglieder des hohen Königshauses, wurden von dem Voriragendc'n

vor das Auge geführt.

Weltausstellung 1873 in Wien. Wien, 7. April. (W. A. C.) Die sächfischen Eisenbahnen

haben die vom 1. Mai abÄugestandene Fahrpreis-Ermäßigung ?ur

Liusstellung WU) Wien für usstellcr, deren Rßpräscntantcn, W(kk- fahrer, Montelure'und Arbeiter schon vom 1. April an eintreten lassen. DtciclbekBkgimsttgung gewzihren dic württembergifcben Eisenbahnen, doch beginnt von Seite dcriclben wegen verzögericn Drucks dsr Karien die Aussiabe' der Tour- und Rckourbilleis erst am 10. ?. M.

_. - Bextchtkn (qu Madrid zufolge hat sick) dsr Voritavd dsr'ngri- kultur-Sekiwn drk 1pani1chen Kommission, Don Emilio dc Santos, nach Barcelona begeben,“ um, da der von der Regierung zur Verfü- gung gesteüie Dampfer „Fernando Caiolico“ nur den ersten Trans- pori bc1orgi, fiir die Weiteren Sendungen einen zweiten Dampfer zu

miethcu. Die Zahl der spanischen Ausstellkr ist auf 3500*4000 an-

getvachien. "Das Schu'l- und 'Unterrichtchscn Spaniens wird durch eine vollstandige Sammlun der in den spanischen Unterrichts-Lln- staiiM vaWCUDÜLU Lehrmiitc, Karten 2c. rspräscntiri sxin. Die Ma- drider Nationalbidliothek 1endet das in derselben ansbeivahrte kost- bare Exemplar dss Triumphzuges Kaiicr Maximilian 1. zur Aus- stellung; Von den sYanischen Kolonikn gelangt eine Kollektion der anserleßnsicn Tabakßsabrikaie und Cigarren zur Ausstcslung,

_ -- Wie der „.W- A. (_„“ aus Rio de Janeiro geschrieben wird, ijt _nach Schluß dxr daselbst "stattgefundenen Vor-Ausjiellung die Aus- Wa1)l der_naxh Wien zu stndenden ExposiiiynSobjekie getroffen worden. Der Kai1erliche bra'ilianiéche Hof xvird ben der Ausstellung durch den Präsidenten der braiiliani chen Ansitcllungs -Kommi1sion Se. Hoheit

_den Prinzen August von Sachfan-Koburg-Gotha repräscniirt sein.

- Zn Stgttgart find die nr Weltaussteilung [*estimmisn Kunst- wcrkc gegenwärtig daselbi im ._ önigsbau zur Aniichi aufgx'stellt. Es befinden fick) untner dcuscl en außer vier der Königkicxgen SimngaUerie gehörigen Gemaldcn von Schrader, Teuerback), Qloß und Rustige,

.Bikdér figürlichen Inhalt?; von Neher, Frl.Peich und Bubou, sodann

ein Damenbildniß von Kurtz, im Uebrigen eine reiche Serie Land-

schaften von chk, Funk, Peter,?» Riedmüller und Herdile, Blumen

von Frl. Yi. ?)ciexs, und Plasti1 (: Werks? von Kypp, P. MÜUer nnd

Yy„ldxéstctn, owie im Fxche der graphischsn Kunst ein Kupferstich von rau e.

' -- Die Jdeedex Ulmer, die Wiener Weltaussteskung auf Schiffen Yu bksuchen,_ hat, ww dic „Welkaqut.-Z.“ mitiheili. rasck; allgemeinen Anklang gesunden, und der Ulmer Verein für Wohnungsfchiffe zur Wiencr Wcltqusstellung wurde hald mit Anmeldungen direkt über- häuft. Auch_1n anderßn Donaustadien rij tet manchl), um in ähnlich oder genqu 1,2 konstrmrten S iffen die ahrat na Wien zu machen. Ein Schiff 1_1t 27,30 Meter (1th und enthalt 26 bis 28 theilwciie ein- und zMrscbchfrige, vecéchlicßbare Kabirxen, nöthigén Gepäckraum und 2 Abyrie mit Txnnen y_11em. Die Lange des Schiffes dnrch- schneidet em 1,20 Meter breiter Gang, der “ehenso wie die Kabinen

mit Teppichen belegt ist. Die* einic'hläfrigen sowyhl als auch die-

Weischläfrigkn Kabinen smd mit Stoß tapeziert; erstere sind 2,50 Reter lang und 1,75 Meter, leßtere , 2,50 Meter hoch, '“

richtung und (_mßerdem ein Sptegei, Klappstu !, Handleuchter mit Stearinlicbt, em NWR z Aufhanßxxi „dcr K etder xc. xc. Sellzst- verständlich findet Fich m en zwe1schlasrtgen Wohnuvgsräumen duxfe ganze Einriébtung, „in doppelter, Anzahl vor. Für ausreichende Y_LdW' nung, für Expedition pon Briefen durch Anbringung von Brief1chal-

Schi

d e anlegen, befindet sich nnmittclbar hinter dem Ceniralbahnho er _ '.

usftcÜung.

Redaktion und Rimdaukir: SÖwieger.

Berlin, Verlag der Expedition (Kessel). Druck: H.Heib?i1;xié *

Fünf Beilagen (einschließlich der Börsen-Béisage).

75 breit, aÜe Kabinen aber

Die in denselben befindlicher) Betten bestehen aus einem BeitrostZ-x,“ mit galvanisrrten Kupferfedern einer Ro haar-Matraze, einem PVlstLk-“É. 3 smei Federkissen „und elner roi ivollenen ecke, einem Ober- und Unier-é' leintuch, Bettxvascb'e (zus weißen) Stoff. Es _bcfindet sjch ferm'r in“»: einem jeden Zimmer em verschließbarcr Wafchtiicb mit “kompleter Ein». ;

tern Äsl in genügender Weise gesorgt. Der Ankerplatz, wo die Ulmexx

, .

Ü ' zum Deutschen, Reichs-An

„UH 90.

Neich665göaugelegeuheitem _

" B'erlixl- Der Reichskanzler hat dem Reichstaxd eineDenkschrift uber die xveiiere Ausßzbrung des Gesetzes, betreffen die Ausprä ung vo,n Re1ch_Sgoldmunzxn, vom 4. Dezemb 1871, ub xudet. Diesele schließt sich an die erste, dem Reichstage nterm 4. Mai 1872 vorgelegte Denkschrift an, na welcher damals den LandeSmünzstätten an rägegold eiWa 150,000P ni) fem überwiesen und davon bis zum 20._ pril MJ." durch die bis dahin erfolgte Ausprägung von 5,005,135 Sina“ Zwan tg-Mark etwcc 71 758 Pfund fem verbraucht wvrden Waren.

Unter usttmmung des Bundeöraths ist den Münzstätten nach Maßgabe der crfylgenden Ausyxägungen das ur ununterbrochenen Fortseßung_der Pragung erforderliche Gold auch ? wegen geliefert worden: '

Nachdem auch diYPragestexnpel zu den Zehn-Markstütken fertig Ésiellx zvaren, konnte mit der Pragung dieser zweitenSorte der Reichs-

oldmzmzcnxorgegazi en- wexdcn.

Pte angung dt er Siuck§ begann in Berlin am 9. Juni 1872, demnachst 5153 Ende 1872 m Hannover, Frankfurt a. M., München, Dresden, Stuttgart, KarlSrube und_Darmstadt. ,

„Da die Beschaffung des Pragejoldes zu einem angemessenen Prei e während der le_ßtcn Mynate des vorigen Jahres „in der Lage des _ arktcs mancherlei Schwxerigkeiien fand, so hat das Reichs- kanzlex-Amt, um eme unaußgeseßte Beschäftigung der Münzanstalten Yuylréhst zu sichern, Ende Okiober voriZeen Jahres die beibeiligten

e_gterungey criuxbt, dre Auspzagung der eichSgoldmüuzen vorläufig auf ehn-Markjtmke zu kescbranken. "

*„aid iiach Beginn d_es laufenden Jahres hatten sich die erwähnten Schwxex1gketien„m sotvcit gehoben, da die Prägun von Zwanzig- Marx1tucherx_*W1eder aufgenomznen „wer en konnte. egenwärtig find die sammtlrchen De_utscken Munzstatten bereits wieder mit der Her- stellungxon Zwanztg-Markstuzkeu befchäftigi. Da übrigens das Zehn- Maristmk bcmi Publikum eme'besonders zünftige AufnaHme findet, w Wird “zu erwii en sem, ok es nich? angemeifen set den uri rünglicbcn Plau, dxm Wer! )_e nach '/;g _der Rel Egoldmünzen in Zehn- arkstücken aitszupragen, wenigstens vyrlaufig au zugeben und stait dessen eltva bis ',/5 des Gesammtwerthes m Zehn-Markstücken auözuprägen. Eine Be- fchlußnghme Yes Bundeskaths tst hierüber noch nicht erfolgt.

CW Zeit Yang Werixen nunnxehr, sofern dic-Goldbescbasung nicht erpeutc Schivtxrlgkezten bietet lediglich Zwanzig-Markstücke )crzusteÜ-en sem, Yamttxmerstinx das Werthöquantum der auSgeprägten Reichs- goldmnnzen m den nachsten Monaten auf einen thunlichst hoben“ Be- 1ng gebracht xverde, uni) axdererfeits der Münzbetrieb nicht durch zu haufiZYxi Wech1el der Munzwrie unerwi'mschte Störungen erleide.

15» zum 15. Marz d.„J. sind tm Ganzen 531,208,270 Mark aiisgepraßtUWorden, davon m 20-Markstücken 406,309,000 Mark, in 10-Marktuxken 124,899,270 Mark, onu 1395 Mark : gleich 1 Pfund fem, 380,794,45„9 Pfund fem (Ho d eriorderlich waren.

Im Ganch ist bis zum 15 Marz d. J. zierzu an Prägegold angeschafft:0„l. m Deutsxckzland: 'a._273,409,105 Franken in Zwanzig- thn- KU'Ud supi-annkemtuxken ein(chließlich eines von Frankreich auf die Krtcßsentxchadlgung m Zah m_tg gege enen etrages von 106704950 Franke» b. 48,857,go:5 Psd.Brutto in dergleichen Stücken, 0. 19159784 Stlxlk „Sovereigxis emLchließlicb ' eines von Frankreich auf die Kriegscnnchadeung m a lung gegebenen Befrages von 70241 Sovereigns ck) 1 ,5314-231 fd; Bxutto in russischen Imperia- len, 6. 609,9“, Péd. - Mito, m amerckamscben Dollars und Ea les, 1726145515 fd“. Brutto m Barren, g. 332,13.“ 5ZW. Brutto in pa- yisthcn Jia eli'xncn 1]. 669,668& Stück preußi : Friedrichd'ors, 1. 217,819 Sxducsk onen deutschen Yeprägcs und 1x. 84181 Stück Kronen osterérOrschmepz-äjes. * * - » 11'15519?“ u E 111. , 2:5 nzen agles und 11. 273,950,.::,Unzen Napoleonöd ors.

Der" escha ungswert dieerGoldmcn en bete et : 210-7Z0-005) TIFF] [) s g chn sch auf etwa

'on ieien o dmengen find ür Rechnung des Jahres 1872 aus- gepragx und durch die speziellen Axxechuuugeu der Münzanstalten mit der Re1chs-Hauptkasse rexbnungönxaßig zur Aufräuumng gekommen: 331,224 Lfd. 047 Dec. fem, mxt emem Münzertrage von (1395 Mark fur_1 und fem) von 154 028,48] Thlr. 27 Sgr. 9 Pf., bei einem Yn1cha ungswertlx von,152,391,458 Ter. 27 Sgr. 1 Pf. und mit emem ' ruito_-Mun ewmne von 1,637, 23 Thlr. 8 Pf. _

_Dieser fur 18 aufgekomxnenen Brutto - Einnahme an Münz- geromn stehen folgende, durch die AusFuHrung des Gesetzes vom 4. De- zember1871 enistanixenen Auögaben fur1872 gegenüber:

' 1) die Pragekoften a, zu 4 Mark für das angeprägie Pfund fein Gold,_dnk)er, von den als vermunzt nachgewiesenen 331,244,047 fd. fem 441,658 T lr. 21 Sgr. 11 P .; b.. an Mehrvergütung für rä-

gung von chm- arkstücken zu 2 ark für das zu Zehn-Markstucken,

aukgeprägte fund fein Ggld und zwar für die bis Ende Dezember 1). I. stattge dene Außpragung olcker Stücke 41,303 Thlr. 5 Sgr. 8 Pf., zmammen 482,96] Sgr. „7 Thlr. 7 f.; 2) die Kosten "r den_ Trsxnsport des, Golde? JUZRet s-Zcemptka fe mcd an *die derts en Munzstatten, soivie son tige Fachli e rWaltungskosten 11,027 Thlr. 4 Sgr. 6 Pf.; 0“) an rovtfionen, Portoauslagen Ic. 16,279 Thlr. 21 Sgr., zusammen 510,268 Thlr. 23 Sgr. 1 f.-

Der nach Deckung dre er Kosten von der innabme verbleibende Uebexschuß vox: 1,126,754 lr. 7 _Sgr. 7 M.- ist in Gemäßbeit der Besttmmuxg 1xn K , ital 10 der Eumabme des Reichshaushalts-Etats für 1873 m die RZ nung des abres 1873 übertragey wvrden.

Mit der Ausfn rung der estimmun Fes §. 11 des Eeseßes vom 4. Dezember 1871, wonaäx “die um aufenden Goldmünzen der deutschen Bundesstaaten vxn Reichsuwoeu und auf Kosten des Reich nacb Maßgabe der Auspragung, der neuen Goldmün en einzuziehen finß, tft dadurch der'Anfanj gemacht, daß 669,668; Stück preußische Frtxdri öY'ors mzd 217,819 Kronen deutschen Geprages erwvrben und größtem eils bereits eingeschmolzen find'; Wai die übrigen Goldmünzen 'der,BuniJesstaaten an_langt, so ist zuxtachft Einleitung getroffen, die- emgen dieser Goldmuuzen, xyelcbe, wre die Friedrichsd'ors einen Festen

affencqurs haben, zur Er tebuu zu bringen. Die VundeSregrerun- gen sind ersucbi worden, die eGoldmüxt en" in"ihreu Kaffeu a uhalten, upd fie der Re1chs-H'auptkasse behufs ista Berivendung als rägegold einzusenden. „Erhebliche Beträge olcher Goldmünzen find nicht im Umlauj. Die Außercoursfeßung ämmtlicber L'andeßgoldmünzcn wird eingeleitet werden, 1obald_die_im rtikel7 des Entivuxfs eines Münz- gesetzes vorgesebérze gesxßl: e ErmächtiÉunc ertkeilt fern wird.

_Von der xyettxrn tm . 11 des eseßes vom 4, Dezember 1871 ertbeiiten Ermachttgunä)» die Einziebuung _der bisherigen groben Sil- bexxuunzen der deutf eu Bundesstaaten anzuordnen, ist bisher im großeren Umfange Gebxaueh nicht gemacht worden, da die Gefahr “nahe [ag, daß fur die inländischen Silbermünzen, Welche *uzau dem Verkelxyerxtzog, sich _fremde Silbermünzen substituirien: unachst ist dem fax dre Dur fahrung der Münzreform durch- die erhaltnisse voxgezetch_neten P ane _entsprechend, mit der Einziehung der groben Silbermunzen des Syddentscbm Guides ußes besonuxn wvrden;und liegen „etum 1,0 Mtluxnen Gulden in in- und an-Guldenstmken Zur Einschmelzung bereit. ,

W und, Wisenstbaf't-

KarlSrube, 8. April. .Die-1. Versammlun deSOberrbei- mjchcn geologischen „Vereins ist hier am ges "eu Tage in den Ixxdrinén, des mmeralostschen Kabinets im Polyte nikmn exöffuet

Erscheint auf Grun

Abgangshafen

d der bei dem KaiserlicHen General-

E-rste Beilage zeiger" und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger. Dienstag, dem 15. April

[1 e r t der mit Hauptverkehrsorten iu transatlanti cheu Ländern bestehenden Postdampffchiff-Verbiudnugen. ostamte eingegangenen neuesten Mittheilungen am 15. jedes Monats.

Berlin, den 15. April 1873.

Re sich

Der Abgang findet statt

1873.

Bei regelmäßigemGange der Eisenbahnzügexc. wird spätestens erfolgt:

, (Brafilien) ernerhin vou Reichs- _ .

Zaltjmoro (Vereinigte Staaten) ) d' ki

b) 713 New-York

(Vereinigte Staaten)

b) 713 New-York '

Znanas-Qnos (Argentina)

(Neu-Granada)

Lrox-Pam: (Nicaragua)

(Jamaica)

lm Quanz ' (Venezuelq)

and: 1.,3,033,897,m*-* meu Standärd-Varrntgoid, **

Uautoyjaso

Uw-orwaus (Vereiyigle Staaten)

Uos-kork (Vereinigte Staaten)

kort-aa-kriuoo

korto-oaban (Venezuela)

Wo-koolro (Brafilien)

Sanol Domus (Dän. Westindien)

Jula Uetiko- (NMxGranada)

7131 n'a!“ E 'l' ») l:ü; Colokj Kdt)

b) 718 Magellaus- str ß

Southampton Liverpool

Bordeaux Hamburg

Bremerhaien SZPhampkon tverpoo Queenstown (Cork)

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Hambu Breuzerha en

Liverpool Queenstown (Cork) Liverpool Queenstown (Cork) Southampton

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Hambur Bremerha?6n

Southampton Liverpoql Bordeaux Antiverpen Hamburg

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Bremerhasen Hamburg

Southampton Hambur Bremerha en

SouiHampion St. Nazaire „Cadiz:

Southampton

St. “Nazaire Sogthan-Pion

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Soythampton Liverpool Lluthrpen Bordeaux Hamburg

Brimerbafen Hamburg

Liverpool Queenstonm (Cork) Southampton

avre

' H rZst am urg Bremerhafen

Southampton Liverpool St. Nazaire

Southampton Liverpooi St. Nazaire Bremerhafm Hamburg

* Liverpool Londonderry

Southampton Liverpool Bordeaux AntWerpen Hamburg

Southampton Liverpoo! St. Nazaire Bremerhafen Hamkurg Southampton Liverpool St. Nazaire Hamburg Southampton Liverpool St. Nazaire Bremerhafen Hambuxs Sout ampion St. kazmre Bremerbafen Yamburg iverpool Bordeaux Hamburg Southampton Liverpoox , St. Nazatre Vremerhafen Hamburg

1) äklt der . 2) ällt der

ck Mitinw

, 9., 15., 17. oder 25. auf Sonniag, so erfolg 26. auf Sonntag, so erfolgt die Abfahrt am Tage vorher.

am 9. jed. Monais1) (23. A ril)

(26. pril) am 5. jed. Monats

ienstag

Dienstag Donnerstag, Sonnabend MittWo , Freitag, Sonntag

ed. „Sonnabend

eden 2. Sonnabend (26. April) itiWoch ' Sonnabend

"H' 2. Dienst. (29. April)

Donnerstag

reitag

ienstag Donnersta , Sonnabend 65, Freitag, onntag

Dienstag

L;). Sonnabend

* ed. 2. Sonnabend (24. April)

itWocl) Sonnabend

am 9. jed. MMI) am 20, jed. Mon.?) am 5, jcd. Mon. am 1. ]ed. Mon. am 5. xed. Mon.

am 5., 15. und 25. jed. Mon.!) am 2., 10. und 17. ed". MMK) am 7. und 20. jed. on.

am 6. jed. Mon. am 22. jed. Mon.

am 10.und17. ici). Mon. am 22.,jed. -Mon. am 6. (ed. Mon.

am 2. (ed. MMK) am 20. jed. Mon. am 15. u. 30. “led. Mon.

am 2. und 17. jed. MMI)

,gm 20. jed. Mon.

am 2., 10. und 17. jed. MMK) cmi 5. Zed. Mon..

(M7 ed. Mon. cmi6. “od. Mon. 'am 22. ied. Mon.

am 9. jed. MMF) am 1. jed. Mon, „am 5. jed, Mon.

mer eingeste t.

Dicnst., Dorin„ Sonnab. Mittw, Freit., Sonni. Dienstag.

"ed. Sonnabend. ' LF". 2. Sonnaßend (26. April) iiiuwch

Sonnabend. ,

am 2. und 17. jcd. MotU) am 10. jcd. Mon. am 20. (ed. Mon.

am 2., 10. und 17. jed. MMK) am 5. jed. Mon. am 7. [ed. Mon. am6. 1ed, Mon. “am 22. jcd. Mon.

Donnerstag Freitag

am 9, jed. Mon.')

am 1. “cd. Mon.

am 5. 1217. Mon. . am 2., 10. und 17. jed. MMK) am 20. “cd. Mon.

am 20. ied. Mon.

am 6. jed, Mon.

am 22. (cd. Mon.

am 2. jed. MMK)

am 20. “ed. Mon.

am 7. je . Mon.

am 22. jed. Mon.

am 2. und 10. jed. Mon.') am10. jed. Mon.

am“ 20. ]ed. Mon.

am 6. jed. Mon.

am 22. (cd. Mon.

am 2.', 10. und 17. jed. Mon.") am 7. (ed. Mon.

“am 6. xed. Mon.

am 22. (ed. Mon.

“eden Mittjvoch.

Leden Sonnabend. -

am 1 . jed. Mon.

am 2. und 10. jed. Mon.')

am 10. ed. Mon.

am-20. ed. Mon.

am 6. je . Mon.

am „22. jed. Mon.

am 20. 181). Monats?), sowie jed. 2. Miiiw. am 20. e „Monats, sowiejed. 2. Sonnab,

am 5. jed. Mon., sowie jed. Sonnab.

am 20.2) jed. Mon., sowir Zed. Miitw. am 20. jed. Mon., 1owie jed. Sonnab.

am 7. jed. Monats 10 21de.

10 Abds. am 18. jed. Monats und jed. 2. Donn. (24. April.) 11 Vorm. am 4. jed. Monats 21; Nachm.

“ed. 2. Montag 11 Vorm. (28. April)

.“ onniag 10 Abds.

Sonni, Dienst., Donnerst. 10 Abds.

Moni, Mitsum, Fceit. 11 Vorm.

(ed. Donnerstag 11 Vorm.

ed_, 2, Donn. 11 Vorm. (24. April.) [LU,Ü'. 11 Abds.

Freitag 8? Abds.

Mittw. 11 Vorm. Sonni, Dienst., Donn. 10 Abd.?» Moni„ Mriiw., Freii. 11 Vorm. [Sonntag 10 Adds.

ckDienst. 10 21de. i

Psd. Donnerstag 11 Vorm, ]

SH. 2. Donn. 11 Vorm. (6. April.) Dienstag 11 Adds. Freitag 8T Abds.

am 7. jcd. Mon. 10 Adds.

am 17._jed. Mon. 10 AW.

am 3. ]cd. Mon. 11 Vorm. amvorießten Tage jed. Mon. 10. MDS. am 4. 1ed. Mon. 221 Nachm.

am Z., 13. und 23. jed. Mon. 11 Vorm.

am [Listen, 7. und 15. iSd. Mon. 10 Adds. am 5. imd 18. jed. Mon. 11 Vorm.

am 5. ]6d. Mon. 11 Vorm.

am 21. jed. Mon. "LZ Nachm.

am 7. uiid 15. jed. Mon. 10 MDI. am 2121623. Mon. 21 Nach. am 5. 165. Mon. 11 Vorm.

am letzten jed. Mon. 10 Adds. am 18. jed. Mon. 11 Vorm. am 10. u. 25. ]ed. Mon, 11 Vorm.-

am leßiezj und 15. (cd. Mon. 10 Abds. am 18. 125. Mon. 11 Vorm.

am letzien, 7. und 15. jed. Mon. 10 AM. am 2. ]ed. Mon. 10 ASW.

am 5. ]cd. Mon. 11 Vorm.

am 5. 127)“ Mon. 11 Vorm.

am 21. (ed. Mon. 21» Nachm.

am 7. jcd. Mon. 10 21de.

am 20.2) jed. Mon., sowie je!). Mittw. am "17. jed. Mon., sowie “ed. SZnnt, 10 Abds. *" '

am vorießien Tage jed. on. 10 AM. am 3. ]Ld,Mon., sowie jed. Donn. 11 Vorm. am 4. ]ed. Mon. 2ZNach1n.

Diese direkten abrien findfür den Som-

ckSonni., Dienst., Donn. 10 Abds. ,Moni., Mittm, Freit. 11 Vorm. Sonntag 10 Abds.

"ed. Donnerstag 11 Vorm.

10V. 2_.Donner1iag 11 Vorm. (24. April.) Dicnstag 11 Abds.

Freitag ZZ Adds.

am [cßten und 15. jed, Mon. 10 Abds. am 7. jed. Mon. 10 Abds. am 18. ch. Mon. 11 Vorm.

am letzten, 7. und 15. jed. Mon. 10 led6. am 2. jed. Mon. 10 Nde. am 5, "ed. Mon. 11 Vorm. am 5. 3(ed. Mon. 11 Vorm.

am 21. jed. Mon. 21 Nachm.

Montag 10 Abds. Dienstag“ 10 Adds.

am 7. jeden Mon. 10 21555.

am 17. jed. Mon., sowie jed. Sonntag, 10 Nds. am 18.1ed. Mon. sowie ied. Donn. 11 Vorm. am vorleßten Tage jed. Mon, 10 Abds.

am 4. jeden Mon. ZX Nachm.

am [Wien, 7. und 15. “ed. Mon. 10 Nds. am 17. jed. Mon. 10 bds.

am 18. xed. Mon. 11 Vorm.

am 5. jed. Mon. 11 Vorm.

am 21. jed. MM 21 Nachm.

am letzten jed. Mon. 10 Abds.

am 17.“ jed. Mon. 10 Abds.

am 5. jcd. Mon. 11 Vorm. _

am ?1. jed. Mon. _21 Nachm. _ am eßten und 7. jed. Mon. 10 Abds. am 7. jed. Mon. 10 Abds.

am 18. “ed. Mon. 11 Vorm.

am 5. je . Mon. 11 Vorm.

am 21. jed. Mon. 2 Nachm.

am leisten, 7. und ] .Vjed. Mon. 10 _Abds. am 5. Zed. Mon. 11 rrm.

am 5. ed. Mon. 11 Vorm.

am 21. jed. Mon. 2 Nachm.

eden Sonntag 10 A ds.

eden Donner tag 11 Vorm.

am 12. jed. on. 2T Nachw.

am letzten und 7. (ed. Mon. 10 Adds, am 7. jed. Mon. 0 Adds. -

am 18. Fd. Mon. ]] Vorm,

am 5. je . Mon. 1]. Vorm,

' am 21. jed. Mon. 21 Nachm. i die Abfahrt des Schiffes am folgenden Tage.

der Anschluß erreicht, Wenn der Abgang aus Berlin

am 17. jed. Monats und ied. 2. Sonni. (20. April.)