ezo en hst. Eine gemeinsame aus zehn Priazipaleu und zehn Ge- Yül e- bxitehende Delxgirtenvxriammluug wird zur Vereinbarung über den Tami am 1. Mai 111 Leipzig zusammenireten.
_ _Dcr in L_eipzig zukammrngeirctenx deuischk Schuhmacher- tag faßie am 15. d. M. deg Bejchzxx, „daß für ute Arbeit ein Nettogewmn _vdrz ZZZ pCt. seßzuyßen tit“; ferner be7chloß die Ver- sgmmluu _etyjtimgig die Einfuhrung des Metermaßes als einheit- liches _. cz un Schubyachergnverbe und genehmigte den Antrag: die Emfu ruxjg allgememer_ gewerblicber Schußgemeinschafteu ist aller Örten zu empfehlxn.“ WLW und Zweck des Allgemeinen Deutschen Schqhmacher-Verxmxs bejtci nach dem Statut in olgendem: .Der Verxm mufa d1_e 111 Deutschland und Oesterreich estebeuden Lokal- vereme_uud erbaude._ vaxck deffxlben ist, _die speziellen Fach-Ange- legxnbe'tten und _Jnterencn_1emer Mitglieder, wwie gemeinnüßige Ziele dericlben zu defordern, beztcdentlich zu vertreten“
_ Wiener Neystadt, 18. April. Gestern Nachmina 5“ wurden die fruheren Wortführer im Strike in der Lokomotivfabr?k bedroht und pnßhandelt. „Es wurdxn Polizei und Militär re irirt und 18 UFdÜ-ende Schjmede verhaftet. „Hiemit war die Ru „,e wiedkr her- ge e .
_ VerkehrsaAnstglteu.
_ _ Munchßn, 18. April. Nach dem Weben vkröffeutlichtm Jahres- h_éklcht der K_omglichen Geuera1-Direkn'ou der Verkehröanstalten haben die bayeriicheu Sxaatsbaixneu im Jahre 1871 eine Rente von 4,60 szent abgeworfen.
__ “tnttgart, 19. April._ („W, T. B.) dischen Merkur“ über das Reyultat der kürzlich staitgehabten Bera- thunxz mehrerer Eiimdahu-Verwa1mngen betreffs des neuen Som- merfzthrvlanes gemachten Mtüheiinkrgeu ist u. A. vom 1. k. M. die_ Ernncdnzng eines S_chnkllzugs 3w1!chkn Marseille, Genf, Züri? Frtedrubslxast'n beabsichtith welcher UZ Uhr Mittags in Genf 11 - gehen, 9 Uhr Abends m Zurich eintreffen und die Reisenden mittelst Dampfboots 11 Ubr Abends nacb Friedrichshafen weiter führen würde. Vom 1. Juli ab 1011 dann ab iedricbshafen durch einen um 12 th Nachts adgklzenden Schnellzug ein direkter Weiteranickluß derbeigcmtst werdcn. '
Aus dem Wolff'schen Telegraphen-Burcau.
Karlöruhc, Montag, 21. April. Es beßätigt fick], daß Gustav zu Putlitz zum Genkraldirektor des Hoftheaters ernannt ist. d Die Vorstellung dec."- Perionals hat bereits heute ßattge- fun en.
Nach “den vom .Scßwä- *
Arlesheizn, Sonntag, 20. April. Die Regierung hat fich, um der Seitens der Ultramontanen beabfichtigten Störung der heute hter _staitfindenden Versammlung der Altkatholiken vorzubeugen, genothtgt gesehen, 300 Mann Infanterie aufzubie- ten und hierher zu dirigiren. ;.“ _ MWM . * _ Arlesheim, Sonntag, 20. April, Abends. Bei der heu- ngen Yersammlung der Altkatholiken waren 6000 Personen als _The1lnehmer gegenwärtig. Die Ultramontanen versuchten die Verhandlungen zu ßören und dieselben sogleich nach Eröffnung der Versammlung seitens des Präfidenten Fürsprecher Feigen- wmxer durch Pfeifen uud Lärmen zu unterbrechen, so daß der Regterrrngs-Prafident Adame fich veranlaßt sah, bei Fortseßung der Storuxigen mit dem Einschreiten des Militärs zu drohen. wodurch die Ruhe einßweilen hergestellt wurde. Iecker von Solo- xhurn und Augustin Keller von Aarau hielten darauf, von ostern) lebhaften Aeußerungen des Veifalls begleitet, Anreden an die Versammlung. Als die Ultramontanen von Neuem die Rxdner _zu unterbrechen versuchten, wurden vom Militär die Radelsfuhrer verhaftek Die beantragten Resolutionen wurden sodann von der Versammlung mit Einstimmigkeit angenommen. _ London, Montag, 21. April. „Tunes kündigt wiederholt dre Erhöhung det.; Trskonts auf 5 Prozent als nahe bevor- ftehend an. _ Das Gerücht von der Ermordung Samuel Bakers entbehrt der Begründung.
London, Montag, 21. April. Der französiche Botschaf- ter am hteßgen Hofe, Graf von Harcourt, ist nach Paris abge- rerß. __ Von Plymouth wird gemeldet, daß das Panzerschiff ,Frtedrtch Karl“ und die Korvette .,Vineta' vom deutschen Ge- schwader nack) Wilhelmshafen abgegangen find; die Korvette „Gazelle' _folgt morgen ebenfaU-Z dahin, während die „Elisabeth' vorlaufig m „Plymouth bleibt.
Rom, Montag, 21. April. Das Minißerium ist, der »
„Liberta“ zufolge, geneigt, die Anträge der Kommission zur
Vorberathung des Geseßentwurfs über die religiösen Körper: -
schaften im Prinzip anzunehmen, wird indessen einige Abände- rungen des Entwurfs vorschlagen.
Rom, Montag 21. April, Der Papß hat geftern den Prinzen_ Alfred von, England und die Kardinäle empfangen, rvelche 113111 1th Glückwünsche zu seiner Wiedergenesung auc;- 1prachen. _ Die Ernennung des Herrn von Keudell zum Ge-
.-
sandten des Deutschen Reichs am italienischen Hofe i|_-heu:e der mgs zur
Regierung offiziell notifizirt. _ Die Reise des Ko ' Wiener Aussjelluyg kann, den Aeußmmgen mehverer Journale zu_folge,_ als gewiß _betrachtet werden. _ Vom 15. k. M. ab wrrd em zweiter direkter internatiynaler Eisenbahnzug zwischen Frankreich und Italien eingerichtet werden.
_New-York, Sonnxag, 20. April. Der Postdampfer des balttschen_ Lloyd „Franklm“ i| heute nach 13tägiger Fahrt von Havre glucklich hier eingetroffen.
Teheran, Sonnabend, 19. April. Dec Schah verließ heuje_ dte Hauptßadt, um fiel; nach Europa zu begeben. Die Abreise erfolgte unter großem Yomp 'und sympathischen Kund- grbungrn der Bevölkerung. Wc": rend der Abwesenheit des Schah tmrd die htefige Garnison auf eine Stärke von 12,000 Mann gebracht werden._ Der Schah begiebt fich zuerß nach Kand, wo i_hnYLZer Großvezir erwartet. Die Abreise von Kand erfolgt am
. ar.
Königliche Schauspiele.
Dienftag, 22. April. Opernhaus. (95. Vo un .) Flick und Flock. Jogiisches Zauber-Ballet in 3 Akten Y 6 gBildern ZonffP. Tagltom. Mufik von Hertel. Anfang 7 Uhr. Mittel-
re e.
Im Schauspielhause. (108. Abonnements-Vorftellung.) Zum _erften Male: Gleich und Gleich. Dramatisches Sprich- wort m 2 Akten „von Moriß Hartmann. Hierauf : Die age-
(
_ ftolzen. Lustspiel in 3 Akten von Iffland. (Lehle?- G
der Fr._ Niemann=Raabe.) Anfang halb 7 Uhr. Mittel-Preipjxee.
Mrtttvoch, 23. _Apcil. Opernhaus. (96. Vorfteilung.) Lohengrin. Romann1che Oper in 3 Akten von R. Wagner. Elsa: Fr. 1). Voggenhuber. Ortrud: Frl. Brandt. Lohengrin:
? Hr. Niemann (“festes Auftreten deffelben vor seinem Urlaube).
Telramund: Hr. Bey. Kimi einri : r. Fricke. halb 7 Uhr. Hohe Preise. g H ck H Im_Schauspie[h_ausc. (109. Abonnements-Vorftellung.) Der leyte Brief. Lustspiel in 3 Akten, nach dem Franzöfischen frei bearbeitet von T1). Gaßmann. Anfang 7 Uhr. Mittelpreise.
Anfang
Königliches Schauspielhaus. Shakespeares Schauspiel „Heinrich 11“, welches am Sonn-
.Mnd zur crßenLl'ufführung kam, erschien zuerft imIahre 1600 , im Druck unter dem Titel: „Die Chronik-Geschichte (111€ Chro- :
111016 11114013) von Heinrick; dcm Fünften. Mit der Schlacht zu
Agincourt in Frankreich, zusammen mit dem Fähndrick; Pistol. ? des Macmorris gab
Wie es zu verschiedenen Malen gespielt worden von des höchs1 ehrenwerthen Lord -Kanzlers Dienern.“ Die die Jahre 1415 bis 1420 d& englischen Geschtchte.
den dritten Königsdramas „Heinrich 11',“ 2. Theil: Was WEM? idr? wir tragen nun noch heuer Das BürgersÖweri und angekome Frust Nach Frankreich hin. _
und dax“: Gelübde des Prinzen Heinz am Sterbelager feines ;
Vater?», die „angestammte Ehre“ mit „nicht gemeiner Müh verfechten“ zu wollen, gehen hier in ErfüUung. Im Jahre 1415,
zwei Jahre nach seiner Thronbesteigung, erklärte Heinrich an Z
Frankreich den Krieg, nach der von Shakesneare gewählten Verfion in Folge einer schweren persönlichen Beleidigung: Ter Dauphin höhnt den jugendlichen König durch Uebe endung einer Tonne mit Federbällen. Aber König Heinrich 1". t den Müden, tollen Heinz, wie ihn SYakespeare im Heinrich 11'. schil- dert, ganz abgeftreift. Seinen Königlichen Zorn erfahren in aller Härte die mit feindlichen: Golde befiochenen Verschworenen, Graf Cambridge, Lord Scroop und Sir Grey, die einen Mord: anschlag gegen ihn geplant Das „Heil deH Reichs“ nicht „Rache für sich selbß“ ist für Heinrich entscheidend, wenn er fie dem Grieß überliefert, und darin zeigt ßck) seine wahrhaft Königliche Gesinnung. Die drei letzten Akte spielen darauf auf französi-
schem Boden und schild-krn die Einnahme der Stadt“ Harffeur (17. August 1415) durch die Engländer und darauf den Sieg 7, Heinrichs bei Azincourt (25. Okt. 1415) bie.“- zum Frieden von Z
Troyes im Jahre 1420. Die dazwischen liegende Rückkehr des; Königs nach England, die Friedensvermitjelung durch Kaiser SigZSrnund und die „zweite Landung Heinrickzs bei Harfleur im Jahre 1418 bleibt dagegen für die Handlung unbenuyt und wird nur von dem ChoruH am Anfang des 5. Aktes erwähnt. Die geschichtlichen Vorgänge giebt der Dichter in großen Umrissen, soweit fie fich dramatisch verwerthen lassen, also außer der bereits oben skizzirten Exposition eine Reihe von Lager: soenen vor Harfleur und auf dem Felde von Azincourt, deren glänzenden Mittelpunkt die fiegreiche ritterliche Gestalt König Heinrich:“: gegenüber der prahlerischen Unfähigkeit seiner Gegner
bildet. Das Stück hat sonach ein ausschließlich nationales, pa: ; 9
triotisckzes Intereffe, in weit höherem Grade als irgend ein anderes an;; dem Historiencyklu-Z. Der daraus resultirende Mangel an jedem dramatischen Kcmflikt scheint den Dichter ver- anlaßt zu. haben, der patriotischen Tendenz durch einen Chorus
zu Anfang jeden Akts Aquruck zu geben. Die Aftergebilde „
eme?- Nym, Bardolph und Ptftol' sonne die alten OMNI?" F**Zonxmm, thcüs Langsam und beinahe xmmerklich, thriiz ruckwcife mit
Fluellen, Macmorris und Jamy, die Phrasenhelden im feindlichen Lager; aUe bilden nur den Hintergrund, auf welchem sei; die ideale Figur Heinrich )'. um so leuchtender ab- hebk In dieser Be iehung ist es zu beklagen, daß die im Uebri- gen geschickte Zeche äuser'sche Bearbeitung die origineUenScenen der Wette des Königs mit dem Soldaten Williamc; hat fallen lassen, wo eine nicht Wesentliche Lücke in der Gesammt- Charakterißik des Helden entfianden iß. Was die Sprache be- trifft, so hat Shakespeare durch die egen das Prinzip der Gleichartigkeit der Bühnensprache vxßo ende Anwendung dee; Französtickzen im Dialog der von ihm an anderen Stellen hart gegeißelten Neigung seiner Zeit hier Rechnung getragen. Es würde daher die Streichung der Sprachunterrichts-Scem zwischen Katharina und Alioe im dritjen Akt Seitens des Bearbeiters- ungleich willkoumener gewesen sein. _ Aus der (großen Reihe der Rollen des Schauspiels iß zu- nazhß die Leifiung des Herrn Ludwig als Heinrich D'. zu er- e1_1. DerKimßlerwarwdenMomentenmhiger ' " duSmal bedeutender ale; im Ausbruche ' gendlichen, luden- schaftluhen Feuers, das ihn sprachlich " zu einem Zuviel verfuhn. Ihm zur Seite standen Herr Kahle als Herzog von Exeter, Ohe!!! de_s Königs, und Herr Berndal, als Erzbischof MWM, dteinroürdigem Ernße die älteren Beratlxr des )u- 231le Monarchen charakterifium W" er suchte aßen: dem begmnmden Wahnsinn, von we der isiorische Kobig Karl D']. von Jrankreuh später befallen worden, bei der Dax-
kenden Tiefiinn zur Erscheinung brachte.
andlung umfaßi Die Worte ' des Prinzen Jo ann am Schluß des unmittelbar vorhergehen- ? _ ; rma de-xz Frl. Keßler mit Auszeichnung zu erwähnen. : vortrefflichen Zusammenwirken dicser Künfüerinnen, sowie des Frl. * Wiehler ach Alice mit Hrn. Ludwig in der bekannten Scene ' der Liebesmerbung im leßten Akt wurde reicher wohlverdienter
wortreichen Dauphin Louis gab Herr Karlowa, den Herzog von Burgund Herr Gorky. Unter dcn, komischen Figuren hatten fich der von Herrn Hiltl vortrefflich dargefkellte Pistol und der Trunkenbold Nym des Herrn 11, Hoxar des meisten Bei- falls zu erfreuen, aber auch Herr Krause aks Fluellen wurde durch Hervorruf ausgezeichnet. Die kleine Rokle _ Herr Oberländer mit bewährter Metftxrschaft, den französischen Soldaten mit gutem Humor Hr. Dehmcke, den Bursch Frl. Golmick. Von den DamenroUen ift Jr. Breitbach a]s Königin, besonders aber die Prinzessm Katha- Dem
Beifall zu Theil. Die Inscenirung de“; Werks hatte mit anerkanntem Geschick Hr. Direktor Hein besorgt.
Proieisor Helmholy über die Physik des feßen Erdkörpers.
Professor Helmholtz hielt am 16. März in Barmen einm Vortrag über „die Physik des iksten Erdkörpers“, dessen Inhalt wir nach einem Berichte der „Elberfcxer Zeitung“ nachstehend mittheilen:
Der_Voriragende ging bei ferner Betrczchtung von der Frage aus: Was_wisxen wir von dem Kern der Erde, Loweit un; drrzelbe zugäng- 1_ich iyi? Zugänglich ist uns freilich nur eine relativ ]ehr dünne, ober; isächliche Schicht; denn Vvhriöcher smd ink- Jnnerr nur bis 2000 Fug gktru'bcn morden, d. 1). nur 'Z-«ax, des Erdba1bmrffers (das erste die- 161." Art wurde bei Nehme in Westfalen eingéirieden). In Bezug auf die mechani1che _Be1cha enheit des Erdinncrn 611191 man in solchen Bohrlöihcnx diejeibm _ hat!,ackyen, die man 1ckon vrrb-sr au Felswän- den, Dyrchytichen, Steinbrüchen u, 1._w. deodachi81_ baitk, dax"; näm- lich die!,e oberfiach1ichc SÖtcht meinentbeils aus xedimentärcn d. 1). go!,chicbteien GEÜUUM besteht, wclche offenbar wässrigen Uriprungcs
- smd. Daiür sprechen die chelmäßigkeit dcr Schichtung und der
Einscbw organischer Reste. Dre Leßieren smd von großer Wichtigkeit für die erstellung dcr gcolvgichsri Gi1chckichte dsr Erde geWordcn, wobei freilich der_ZYitrauxu für jede einzelne Epoche vollständig unbekannt ist; Nur 11311101 läßt fich sagen, __da't; cr atxsercrdrntlick) groß ist, und dax; eiue_Menge venchiedener Bildjmgsn auf einandkr folgte, daß also die Urge1chichte der Erde eine ganz enorme Zeit cinnelymen muß Die Jedimeniären Sckxickxte'n haben aber die [:crizonxalaLaZe, in der sie ab- gcxeßt wurden, vielsach geändert; sic ünd zerrisxcn, gexcnkt oder gebobkn werden. _An gehobenen Schichten haben fich dann Hie und da jüngere [:rrizcntai angelegt. Dadurch wird 95 111591111), für einzelne Erhebun- en auch die Epcchm der Erhebung_ anzugebsn und- eine Chronologie für die Bildung der Gebirge aufzuxtellen, wobei man findet, das; die
ck gegenwärtig größten und höchsten auch die jüngstkn sind.
Die geologische Geschichte zeigt so, daß eirx ioctdaucrnder Wkchsel von fast unzähligerrHebungen und Seufungezr xtatigefunden hat. Man bat fich dieselben x_ru er als die Folggn großer Revolutionen auf dsr Erdcßerfläche_vorgeite t; neuere Unter1uch1mgm dagkgen haben nach-
ewieym, dat: solche Hebungen und Senkungen aucl: jetzt noch vor-
grö erm oder geringeren Erderschüttenmgen verbunden, was Redner an Jah trichm Beiypieletz vorführt. Mit der gmx'ökznlichsn Vo “teilung, dag die Erde das ab1olut Feste sei, sieht es alxv Übel aus. ZULE- kläruug _1'1'11 d1e Hebungen und S_enkungen ist !chon längst scxucht wcrden_m der hohem: Temveratur des Erdinnern. Man hat bei Bergwerknz txnd Bßhrlöcheru gefunden, _daß die Temperatur nach der Tixfe zu stetig zuummt und zwar bn )x 90_95* um 10 (3. WM dieie Temperaturzunahmc in gleicher Wenchrtgehi, so muß in einer Tiefe von 4 Mnlerrlebhaftes Rotbglubxx !tattfindxn und in der von 6k Meilen der Binalt schmelzen. Daß m der Tiefe wirklich höhere Txmperanxrm_vorkommeu, zeigen die warmen QueUen und die vulka- nnchen Erjcheuumgen. _ _ _ _Darays hat man nun den Schl gezogen, daß die Erde we- 1mtlic_h [*sjtehe aus einem Kern von g chmolzenxn Gk leinen, wel 61“ 191.311 nner 4_6 Mxileu dicken, erhärteten_uud iesixa inde umge en iet: dann wäre dxe Erde eine relativ dunn? Blast (denn 4 Meilen gegen 855 bis zum Mit_t_ nukt tft keine große Tiefe),_ _die mit einer xmerflusz'igen Masse gesu wäre. Unter wichen Umstanden erschien es begraflich,_dc1 diE dünne Schicht sich _hebeu m_:d senken könne; urn bot es_ fur _ie schaltung Schwierigkeiten, daß ein 4 Meilen digkes _kaqlbe anxgxbant anz Gesteinen, welche mindestens die Festig- keit w1e_ umexe Bausteine hahen, erhebliche B1 ungen uud Verzahnu- gxn erletdaz jollte. Da mußte man sich die a_ge stellen, wie fest die Erd: ngentlixb sei, und ob sie wirklul) dcmemgen Kräften, w: che X zu verbiegen streben, auch nxidersteben kann. Diese Fra e hat . Thom) on (in Glasgow) nut Hülxe der Theorie der el ischen Körper zu eantwvrtm gemcht und er and, daß die Kräfte, welche die Gestalt der Erde zu verändern und nmzuformeu strebcn,
Mutig dieser Rolle Ausdruck ___ geben, __ __ ihn im brü- _- dte Anziehungen der Sonne und des Mondes aut verjchtedeue Den übermüthigen :
Theile der Erde änd- _Zrmächst kommt hier in Betracht die Prä "sion, die Beobachtung, dax: die verlängerte Erdachie (die jekt an den
Polarstern zeig?) _nicht_ auf einen konstanten Punkt trifft, sondern fich am Himrxjelsgewolbe in einem kleinen Kreise berumbéMgt, zu dessen Durchlaumng fix 25_ 26,000 Jahre brmxcht. Aus dieser Prazessious- bkwegung hatt_e_1,cho11 Hopkin-Z den Schw _gezygen, dax; die Erde feine hlJblé Viaje 19111 forms, _yondcrn sehr ext )ein müne, um der hier wirkendkn Krgxt, wrlche die quuatorialebene immer meßr dcr Svnne zuxgivenden itxebt, din 11611)th Widerstand zu leisten. Nock) ent- sch§tdendcre_Rk1ultaix gehen die Unicrjnchungen über Ekbe und Flath; dreiklden zctgen, dat; dj_e Nachgiebigkeit der Erde untcr Einwirkung der tlutherrrgcndcn Kraxt__der “Sonne und des Mondi? nicht größsr, 1ondern eher noch klxtne'r nt als die einer soliden Gußstahlkugel von dem Durchmesser 1111_1erer Erds.
_ Aus den Vorgängen _der Präzeifidn wie der Zlathbewe'gung 9th a11o hervor, dai; dsr Erdkorver einen_1ehr hohen rad vou Festigkeit haben _muxz, don_emc bios? Hohle Blaze bei weitem nicht zeigen könnte, sc) grot;,_ _daxz yoga]: dze sestexten muerer Materialikn kaum zureicben, diese ?;Fethgkxtt ;_1; _?rkkaren. '
_ 11 161611 8 er cgungen irii? ergänzend hinzu die me ani" e Wgrmeiheorix, welche die Wärme nicht als imponderadelté-“StxoY, sopdenr als x_me Vewkgunxx der kleinsien Theile (Moleküle) ketrachtei. Erne 1613er Folgerungen nt die, daß der Schmelzpunkt der verschie- denen Koryer durch Druck verändert werden um", wobki fick) die Körpxrverickxixdcn verhalten. Das Wasser 3. B. dent sich aus, wenn es gcmert; beim [Y_ck'ergatzg aus dem festen in den flüsfigsn Aggregat- zux'tand Wird es "ck alw zusammcnzieben. Die meisten anderen Kßrper dagegen delynexi_ *Ich aus, wenn sie schmelzen und ziehen sich zmamnxn, Wem: ste _sext i_verden, Hierlzer _.ehört z. B. Wallrath; dessen Schmeizpupkt wird der einem Track von 100 Atmosphären schon 11111310 C. _vermznderf._Der Druck im Innern der Erde adcr- ist noch yggxheuer vici h_oher. Fragen wir nun, wie die ursprünglich glühend- „kluntge Erde_ kritarrte, 1_o _konute fie fich wie 'das Wasser vsrhaltku, und dann waren d;e_cben fexi gswordenen Schlacken auf der Oberfläche gezchwommep und h_atten endlich eine dünne Decke gebildet. Hier kämen wrr also wieder 3.11? eine diinne Decke und diese Hypothese wird des- Hglb vxzworten werden muucn. Vkrhält sich dagcxzen die Erde, wie' d1§_ m_cntezt ander-xn KSrper _ was für _den Bamlt von Yrofcffor Bricbox direkt nachgewreW Wurde _ 11? Unken die iestea Schlacken ern, in_ixltcu allmäh1ich die tieferen Schichten ab, und eine feste Erde wurde 10 _von innen heraus aurgxbaut.
_ So laygx nun, die Erde fsüjsig _tpar, konnte die Temperatur zwi- 1chen dcm Nexen Kern und der Obernßxhx sich leicht somohl durch Lei- tung als auch durch Bswegung der flussigen Masse auögleichen; io [urid aber dic Masse starr wurde, 11191? der _AuStausch nur noch durch Leitung möglich und wurdc dgdurch viellangxamer; denn das Leitungs- Vermögcn der Erd; ist ein Yieincs. Thompwn hat nun unter 311- grundclegung der_fyr das Lettungévermögeu der Erde gefundenen Zah- len berechnet, dat; Jeit der lkfté'xl Erkalnmg an derOberfs-ächs bei der Schmelztemperatu_r_ der Gexteme ("2000“), ['i-:* je 1 241; Millionen Jalyre vergangen i_ein müssen. Es ist das eine kolo "alk, aber immer eine end11che_ _Zen. Die Wärmxmenge, welche gegenwärtig noch aus dsr Ttexe Heramkxmmt, Zit eine verhältnißmäßig so unbe- deuiexzde, 1311; fie an.? das Klima keinen Einfluß mebr hat (die im Lame einsZ Jahre:? i1_1 'das Weltall eutweicbende Wärme- menge reicht nur hin, eine (Fisichicht von 3 Cm. Dicke zu schmelzcn). Jmmerbiu verliert dadurch das Erdinnere noch immer an Wärme; dadurch_ kühle_n fich di? _innrrkn St_bichtén noch fortwährend ab und“ ychrumpreu zuxammm, wizlxrend die außereu Schichten ihre Tempsra- Yurangleichung und dauut ihr Volumen und ihren Dichtigkeitsxzrad ichen i_eit MiUicnen ahrxa erreicht haben. Der Mantel also, der erst pcxxzte, wird d die Zuzammeuziehrmg des Erdkeras zu weit; er mut; fich ax! dcn aUmc'zhlich 1chwindendeu Kern anxchmiegen, indem er Fasterx wirkt, durch thguug oder Brttbung. Dir Falten aber Wer- den Gebirge und- die Zwiycheuri'xume_zwifchen den Falzen Tbäler, und wem! die Gebirge durch atmoipäriy Ein uffe zerstört werden, so werden imxner neue Gebirgx fich erhe en. ie Art des Anfchmiegeus kanu eine_1e_hr vkrschiedeue Jein. Auf solche Werse aber würde es sich erklären, da in der That igrtdauernde ?ebxmgey und Senkun en der Erdoberflä e_ eintretga. mußten,_ _Es cheuxt das _ein gefä rlicber Wand zu Lein, daß wir aus eme: verbaltui mäßig pachgteßigm
al_e über einem rothglüheuden Kerue_fißeu. der wäre die Erd- oberflache dauernd in Ruhe gekommen, _10 würde das Wasser an den Gebirgen zehren, fie zerstören und Alle?- m den MeereSgrund schleppen, nnd dix Erde wäre dann eubveder gaztz_mit Wasser bedeckt oder eine große 1chlammige Ebene. Der gegeUWarttge Zustand bringt allerdings
manchmal Gefahr durch Erdbeben und vulkanisTeb Ausbrüche; im - r e
Großen und Ganzm aber wird er immer neue _ ungen geYuüber derZerstörung schaffaz. Es werden Gebirge da 1ein, Welche die olken sammeln, an denen _du: Waffemxederxckziäge bilden, und dte 19 den Zu- stand der Erdoberflache crhaltxn, welchen wir für unser Leben und für das_ der Thiere nothwendig _erachten. So hätxgen auch hier die wohlthängkteu Fo_lgeu_ von den 1cheinbar furchtbartdeu Verhältnissen ab, und man muß Ems gegen das Andere abwägen.
MW und Readukr: Schwieger. Berlin, Was der Expedition (Kessel). Drmk: H. Heikers. Drei Beilagen (einschließlich der Börsen-Veölage).
Erße Beilage
zum Deutschen Reichs-Anzeigcr und Königlich Preußischen Staats-Anzeigkr.
„M 95.
Deutsches Reich. Bekanntmachung, betreffmd die frühere Leben?;versichecungs-Gesellschafi „Albert'
- in London.
Der Unterzeichnen hat Seitens der offiziellen Liquidatoren der obengedachten Gesellschaft die Mittheilung erhalten, das; eine erhehkiche Anzah_[ deutjcher Versicherter ihre Ansprüche an die Konf'UrSmaffe bisher mcht angemeldet haben. Insbesondere gilt dies von den Inhabern der auf dem nachfolgenden Verzeichnisse aufgefirhrteq Policen, denen, weil ihr jeßiger Wohnort nichi be- kannt tft, eme Aufforderung zur Anmeldung nicht behändigt werden konnte.
Um denselben ihre Rechte zu wahren, hat der Schiedsrichter
bereit gefunden, einen neuen, leßten Pcäklusw-Termin auf den 12. Mai d. I. anzuberaumen.
Alle diejeni en, welche auf Grund der aufgeführten Policen Ansprüche zu er eben gedenken, werden daher auf efordert, fick) rechizeiliß entweder an die offizieller: Liquidatoren ier, 3, West- minßer hambers, Victoria Street, S. W. oder an den Unter- zeichneten zu wenden, _um das erforderliche Anmeldunasformusar in Empfang zu nehmen.
London, den 17. April 1873.
“ Der General-KonsÉ “2? Deutschen Reiches. 1 e.
, Verzeichuiß. Police Nr. 22,671 Albert 22,471 Medical 20,379 Albert 20,383 , 17,281 „ 21,960 Medical 13,674 13,675 5,019 5,454 19,593 1,247 17,000 21,707 17,136 26,306 17,184 20,950 20,469 „ 20,476 21. Flißmann Rr. 29,422
„ 20.248
20,280 2,674/75
22,675
1,476
5,567
21,875
21,876
22,454
17,981
18,004 „ „ I.
18,431 Medical Police Nr.
26-617 . . .
28,732 Albert
5,565 „
5,566
22,597
23,050
20,117
20,351
20,444 22,678/9
Police Nr, 22,672 7,673 17,701 20,215 22,616 7,116 7,467 12,875 20,427 21,050 20,296 21,025 15,424 7,635 26,324 20,210 20,250 20,292 20,954 21,388 21,536 22,673 2267657 20,255 20,363 „ 20,389 . 21-339 „1834315 „ 26,602 ! „ ' 21-042 Medical - „ „ 8,481 Albert Police E. Stadthlander H, Schüler
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Ytckjtauttliches. Oesterreith-ngarn. Wien, 19. April. Die „Wiener Ztg.“ veröffentlicbtfosgendes Handfchreiben des Kaisers an den MMisterWrästdenten Fürsten Adolf Auersperg: Lieber Fürst Auerspxrg! _ _ _
Die innige, in Freud und Letd _bewahrte Thetfmbme MUner_ge- krrum Völker an den Geschicken Memxs Hauses ist bei dem freuducn Aniaffe der „Vermählung Meiner geltebten_Tocbter, der Erzherzogin (53112161, wieder „in ebenso zabkreickyen als glanzenden Kundgebmt m__zu TIN getreten. Aus allen Theile): des Reiches und aus (1116: nen der Bevölkerung, von beiden Hämern des ReichSrathe-Z,_ von den Landes- vktireiuugeu, Gemeinden, Korporationen, Vereinen und einzelnen Personen find Mir die herzlichsten Glückwünsche dargebraxbt mxd dic Verfichenm en kxertrruestenxnbänglichkeit erneuert morden. Die finmgen und uzerthvv len Huldigung aben, die der Erzherzogin überreicht wurden, Wird sie ais sm_theures ndenken au die Heimat!) bWahreu, Ju wahrhaft groß- a6111er Weise i't der Armen mit Scheukrmgen uud Wtduuxu en aller Art, _der Taubfünnmen und der Blinden, der zarten, erste mgshe- deÜloen Jugend und der mittellonn Bräute gedacht worden und eme
"he von Stiftungen, deren erbeteneBmennuug nach dem quen Meiner geliebten Tochter Ich gerne gestalte, wird das Andenken ihrer Vcrmähluug mit fortlaufenden Wohlrhatm vereungen xmd so emen
?_udeutag Meines Hauses zu einem Tage des Segens fur kozymendx „exchlezbter erheben. Mit gerintem Her m spreche_ Ick mr ail dle)? Liebe und Treue hiermit [len und Jedem Memxn ank und Mxme vonste Anerkennung aus und beauftrage Sie, dies zur allge- memka _Kenntniß zu bringen.
WWU, am 18. April 1873.
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Franz I o i ef,
_ Am 17. d. M. fand der zur Feier der'Vermählung der Erzherzogin Gisela von der Stadt Wien veranßaltete Feftbal] Ka? eird über 4000 geladene Gäfie aus allen Ständen waren an- we , -
Gestern war “[t-Hätte pars, wobei der „ Sommernachts- Üaznn'_ mit der Mufik von Mendelsxohn „aufgeführt wurde; der Kassekluhe Hof war vollständig amvesend. Die Vorstellung endete nach 10 Uhr, NatH dem zweiten Akte war der Cercle jm VerbindungSgange.
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Montag, den 21. April
Heute fand im Ceremoniensaale der Hofburg ein Gala - diner statt, welchem außer der esmmnten Kaiseriichen Familie die bayerischen Gäste, die öftecrei ischen und die hier anwsscnden ungarischen Minister, die Präfidenten und Vizepräfidenten der Delegationen, sowie die Präfidenten des Rcich§rathes und des ReichHtage9 beiwohnten.
_ Im Herrenhause theiste der Präsident Fürst Karlos Auersberg gestern mii, daß er dem feierlichen Renunziaiionsakte der Erzherzogin Gisela als Zeuge beigewohnt habe. _ Das Herrenhaus nahm die' Gesc tmürfe, betreffs der Eisenbahnen Divazza-Pola und Spalato- nin, dann den Geseßennvnrf über die zeitrveise Einstellung der Wirksamkeit" der Geschwornengerichte in der Jaffung dec; Abgeordneterxßauses mit der 1wth1vcndigen Zweidritjelmajorität an, stimmte xerner ohne Debatte den vom Abgeordnetenhause an der Strafprozeßordnung sammt dem Ein- führungSgeseHe vorgenommenen Aenderungen zu und nahm das Gesetz über die Exekution auf die Bezüge aus Arbeit?:- oder DienstverhälMiffen 611 13101; an.
Heute nahm das Herrenhaus einen_ Geseheniwuri über die Geschäft-Zocdmmg des Reickzsraths mti dem Amendement Schmeriingé: an, daß auch für jene Abgeordneten eine Neuwahl stattzuxmden habe, welche die Angelobung nur unter gewissen Vorbe alten ablegen wvllen, und daß einmal abgelehnie Gesetz- entwürfe oder Anträge in der laufenden Sesfion nicht mehr zur Ver- handlung kommen dürfen. Die Gesehenmürfe betreffs des Baues der Eisenbahnen Wien-RadkersburgStcirische Grenze und Knittel- feld-Rohitsch=kroaiischc Grenze wurden unverändert angenommen.
_ In der heutigen Sißung der ungarischen Delega- tion richtete der Abg. Eber eine Anfrage an den Minister der Auswärtigen Angele enheiten, Grafen Andraffy, über den Stand der Verhandlun en etreffs der Eisenbahnansckzlüffe mit der Tür- kei und Rumämen. Hierauf erwiderte Graf Andraffy, daß mit der Türkei bereits prinzipiell eine vollständige Einigung erzielt sei, mit Serbien seien die Verhandlungen neuerdings wieder auf- genommen worden und was Rumänien betreffe, so sei UnSsicht vorhanden, daß eine-Verßändigung mit demselben erzielt werde. Im Writercn betonte Graf Andraffr], daß die friedlichen Beziehungen, welche er bei seinem Athntritte schon vorgefun- den habe, auch gegenwärtig fortdauerien, Ferner nahm als Ver- treter der Regierung Merey das Wort und befürwortete auf das Wärmfte die GehaltSeYöhung der gemeinsamen Beamten. Hier- auf wurden sämmtli e Budgetpoßen des Ministeriums des Aeußeren gemäß den Ausschußantragen angenommey, dagegen der Nachtragskredit zur Regulirung der Beamtengeßalte ent- sprechend de'n Ausschußanträgen abgelchnt.
_ Der Budgctaussckzuß der Delegation des Reichsraths setzte heute die Debatte über das Extraordinarimn des Kriegsbudgets fort und nahm zumeist die Anträge des Be- richter|atters_ auf Str" ung gewisser Pofitionen an, obgleich der KriegS-Minifter Ku 11 sehr lebhaft für die Bewilligung sprach; 'in einigen Fällen wurden jedoch VerminlungSanträge akgenommen. _ *-
_ 20. April, Abends. (W. T. B.) Die Vermäh- lungsfeierlichkeit der Erzherzogin Gisela mit drm Prinzen Leopold von Bayern hat heute Mittag 12 Uhr nach dem bekannten Ceremoniell stattgefunden. Nachmittags 4 Uhr sind die Hohen Neuoermähiten nach Salzburg abgereist.
Frankreich. Paris, 18. April. In den Lagern von Chalons, Noot und Valbonne sollen demnächst os pitäl er errichtet werden. Dasjenigc von Chalon-Z soll ua ,amerikani: schem Muster eingerichtet werden. Statt eines Vierechs um einen Mittelhof, wird man ein kreuzförmiges Gebäude errichten mit Gärten zwischen den Flü ein zur Benuyung für die Genesenden. Die Lokale für chirurgis e Operationen werden nicht im Haupt- gebäude sein, sondem in von denselben getrennten kleinen Ge: händen. Man wird in jedem Flügel ein Lesezimmer einrichten, so wie Studirsäle für die Reconvalesccnten und leichteren „Kranken._ MdieMilitärschulen ist die Summe, von 5,555,700 Fr. auf das Budget gebracht worden, es ist das eine Vermehrung um etwa 543,000 Fr. Dieser Zuschuß ist bestimmt zur Einrichtung eines Reitkursecs im krstauéez mjjjtairs, zur Verbesserung des Gehaltes der Lehrer an diesem Prytaneum, zur Errichtung einer Normalschießschule und einer Normalschule für Turnen und Schwimmzn und zur Vermehrung der Zahl der Schüler der Generalftabsschule und der Kavallerie- und Ingenieurschulen.
_ In Toulon, Brest uud Cherbourg werden neue gepanzerte Korvetten angerüßct, um an den spanischen Küsten zu krruzen.
_ Der „Soir“ Meldet, daß der yon der Gemahlin des Präsi- denten geleitete Bazar „zum Beftcn der Waisen an*.“- dem Kriege“ 140,000 Frs. ergeben habe.
_ 19. April. (W. T. B.) In der heutigen Sißuug der .Permanenz-Kommission erklärte der Minister Goulard, daß die Regierung keinerlei Mittheilungen zu machen habe; da auch Seitens der Mitglieder der Kommisfiqn Niemand das Wort verlangte, so wurde die Sißung ohne Weiteres aufgehoben.
_ In einer heute Abend ftattgehabten konservativen Be r : sammlung wurde eine Resolution angenommen, daß es die Pflicht eines jeden Konservativen sei, bei der bevorstehenden Ersaßwahl eines Depujirten für die Nationalversammlung weder für Barodet noch für Rémusat zu ftiirxmen.
_ Die Ernennung eines neuen Prafekten von Lyon ist udn der Regierung bis nach den für den 11._ Mai cr. anngeschne- benen Ersaßwahlen für die Nationalvermmmkung verschoben worden. _ Der Deputirte Lc Royer hat den ihm von der
* Regierung gemachten Antrag, als außerordentlicher Kommissar
der Republik nach Lyon zu gehen, abgelehnr __ D_e_r vormalige Präfekt Cantonnel hat seinen Aufenthalt m Nievrx genom- men; cine Besprechun zwischen ihm und dem Mimßer des Innern hat bisher ni t ßattgefimden. _ _
_ 20. April. (W. T. B.) In der gestrrgerx S1§11ng des Komites der Konservativen unter Alion, erklarte Remusat, seine Kandidatur sei vor Mein eine Kaizdtdatur der Ord_rmng, der Freiheit und der Versöhnung. _ __Em Brtxf des fruheren Präfekten von Straßburg, Valentin, besurwortetdre K and rda tr: r Remusats. Mehrere Zeitungen betrachten_ die gefixrn_ nn Saale Herz stattgehabtc Versammlung von Wahlen: als emen Beweis für die Vereinigung der Bonapartrsten und der Lr-
gitimiften.
' Wurde wiedergewählt.
1873.
Statistische Nachrichten.
Vea dM Beiträgen ur_ Statistik de-Z Königreichs Bayer__u, Herausgegsbenxvvm ömglichsn statistisch Bureau (Mün- chen 1813, O_ruck ver; 3. Gciießwintxr und Möffl in Mömbcn) ist dag QZ _71, Heft encbtmz'xl, Daiselbe enthält die Statistik der bayertjcheu Spa_rk_ameu (fur_da§_Jabr1869), bearbeitet von Dr, _Georg Mayr, Yorftand dcs Koniglnb statistischen Bureau. Nach demielben betrukaezx m Bayerzt [m_ Jahre 1869 (verglichen mit 1843) die Zahl der Spar _anen 260, die Einlagen 28,949,279 fi. („19192763 fix:, die Zahl der Enziagen 279,872 (129,155), die Einzakxlungen im Jakre 1869 6,511,695 sl., die Rückzahlungen 5.738,14? it„ der Reinerirag 244,55] fl. Von dem gxxammten Vcrmcéqen waren 1904828051. in Hypotheken, 11,517,925 „fl; in anderer Weist angelegt. Jm Jalzr-x 1843 kamen auf den Kopf der Bevölkkruag 4,3 fl., im Jahre 1869 611. varc'iulagen. Die meisten Sparyinlxmgm hatte im Zadie 1869 der Regierungsbezirk Mittelfrxnkku (13,1 tt_- pro Kopf), die wsuigiteu Oderxraukrn (2,6 „I. pro Kopf) und die Pfalz (2 kl, pro KOM.
_ Kauft und Wissenschaft. _ Von _der im_Verlage von Fr. Kortkampf, Buckßandlsmg für Siaaiswinenschastkg_ und wabichte (Berlin 1873) crscheineudeu Sammlung Preußische 656er: ist das_ 9. und 11, Hkit WZE?- um. Das 9. Heft enthält die preußiyche Grundl'ucb- und Hypothekengexeße vorn 5. Mai 1872 aedit Auskührungsveriü- gungexz in zweitcr vervoüftändigter *.*lUfsage. Die im_ T.:rte drs G:- 1e152s m Bezug genommenen aragraptyeu audrrer Geyeße sind in An- merkungen abgedruckt._ Ein achregister Heft 11 hat deniesbsn Ju- dalt, enthält aber_aux;xrdem noch eine Einleitung in das preu'ische Grundduch- und Pyyrtbekeurecht vom Kreiderichis : Direktor B.:Mkr und Noten von demxelbxn Verfasser.
Der Gruxdbucbtiihrer von_J. SÖeele, der in giéicbem Vs:- 1age echbienen ixt, enthält alS Lcitxadcrx zum praktischen berauebe, eiue Belehrunz ix_der den Inhalt der Gexeße und Formulare von Kauf- vsrträgen, Auttajmngsauirägm u. dergl.
Landwirtbstlmft-
Frankuxt a. d. O., 16. April. Das „Amtsblaki“ veröffmtiichi folgende Aufforderung zum Bejtellxn von Aalen, Schleim und Karpicn. Dtxrch _eiue im _v. J._ verÖnz'mlichte und vielfach im Bezirke venbeiltx Denkichrist über die Fi1_che_ret m den Gexväffern dsr Domänsn- und Forstverwaltung wnrde daraux hmgezviejea, dat; bei dem Bsiricbe dsr “Yi!"éhe'rei banäg- 1191!) dt? nötbigs lexge und eine auf nachhaltig'u: ÉMJF derschnete rcxtionelle Mxikxcde fehl.“. Unter den Fingerziigen, Welche zur Erkmntniß und Abhulse des Uebeljtzndes angegeben wur- den, befand sich die_ Mahnung, von den GM_änem nicht nur Emd- ten zu_ vkrlaugen, !cndern aucbxzu xäen, namlicb dsn Gewässern zkiiWeije stisch und geeigneien „“.-1:14er zuzuführen. EZ darf wie- derholt Werden, daß_ der ratwnekle Fizcbzüchier srine Seen _, von diesen ist vorzugI-wctxe die Ride _, nicht _ohne Wzitewö mit Fisch:: aller Gattungen vollsßllen wird, 1911de da!; _er auf den Vorrath von Nadmngéstcfx'en, aux di? Beschafferxbcii dericlbm und dss Wassers Rücksicbt zu nehmen, und eine gewiiic_MstHode anzuwenden, also sni- _wckder _Raukfiscße (Zeeiachie cdsr Zcexdrellen, Hochi, Zander, Barsch, Welse) odcr Friedexis61che (Aale, Karpfen, Schien, Bleis, Barben, Krauschex)» kultivireu [rabawas mchtausichliegt, daß in dem ri tigen Verhältniß und namentlich, wxnn ?? an Nahruugxfur dj_e Rawfiicde felxlt,mitdenleßterm auch zu91c1chJned5nZäjche als Juttkrüiébe eingesé i xverden können. Vorzugsweiie _nt i_iUs die Kuliur des Blass aufmer : ]am gemacht Worden, welcher xeßi in den_ szvasfern des Regierungs- szirks uur fparsam _vertreten und doch_1o leicht zu pflegen ist. Um hierauf gerichtete Bejtxebungcx: _zu erleichtern, herben wir Anstalten getroffen, „'H in dieiem Friihjahr und zwar rm Monat Mai ein Transport junger, z_ur Emseßimg geeigneter Aale, Karpfen und Schleien zum Verkauf gelangt rind zwxr zu folgenden Prrixcn: Aale 3_500 Stück“ auf den Ceutner 3 20 1:16 22 Thlr.,Schleisn im Alikr von 1.1- dis _2 Zubau. 16 _ 1315) 20 Thlr. pro Céniner, Karpfen in qleichem Alter .) 1:5 _6_ Thlr. yro Schock. Blkie und Zander können mrr_ tm__ Winter gelim-rt Werden. Für den an cgebenm Preis werd?!) drr Fxsche frei di:? Cüstrin sv. bis JUkaUkk e*fördékk, VM WO fie an keinmmtcn vor; uns durch das Amt:";blatt bekannt zu machenden T_Wmdon dcm BexteÜer abzukoisn sein würden._ Wir richien an alle thchzuchier die Amwrderung, mög- licbst bald, tpätssiens b1s_um_ 1.Ma1_d._J.Be1teiluugen bsi 11115 „111311- mcldcn und dabei etwaig? Yünxchx tur kunftige Sendlinger: au§3uiprechen, Von dem Umfange 'deryclben Mrd es adhaugen, dd solché Transporie fortgesetzt werden soklen oder nicht. Frankfurt a; O., (“en 15. Aprii 1873. Königliche Regierung. err. v_. Nordenxlycht.
Jm Regierungsbezirk Merxeburg find die Saaten sebr gut durch dsn Winter gekoxnmen und bsrecbiigen zu den besten Hoff- nungen. Die Frülzjahrshcxtellung hat _allgßmein irü_[)zeitig begonnea werden können, 19 daß die AuHückyim fur die Ernte 1851“ günstig sind. In Folge desien _sind die Gétrexde- nndZuckerpretxe WeichendkrTetdenz, wogegen die Jieinbpreiye noch immer im Steigen iind.
Geiperbe und Handel.
Weimar, 17. April._ In der heutigerx Gemeralversammlung der Aktionäre der Weimariyzbeu _Vank fand, nachdem auf die Ver- lesung dcs gedruckten Geicbaftsbmchts pro 1872 verzichtet wurde, dis Wahl für die agsfchetdenden Verw.:liungörathsmiigliedcr, die HSUM Nittergui-ZveiiYer Hagenbruch, Baron R. dyn Erlanger uud Kommrr- ien-Rath Skurrke statt. Dte beiden zueryt Genannteu, welche dem YK altungsrathe seit Gründung der Bank angchörteu, hatten eine Neuwahl abgelehui. An ihre Stelle wurden die Herren FraanMcn- 172135511 und Hermann Böhlaugewählt, Herr Kommerzien-Rath Stürcke Em bei dem mealfungöratde cingchrachicr Antrag, die Thätigkeit der Bank auch aux Bodegkrcditgesckpäste aus- udebnen, wurde im Hinblick auf die Ezgenjchastm der Bank als - otenbauk von Seiten des Vorfißetxden als unannebmdar [*:zeichnei.
_ Dem Geschäftsbericht der Dtrxktion der Oldegiburgwcden Spar: und L-eihbank entgehmexmxtr,_ da!; da? _Jmtttut wir 1845 in Gestalt einer offenen Handeiégrxcllxchaxt _und mt dem 2. Januar 1872 als Aktien-Gesellschaft besteht. Die 111 1872 geuxonncnsn Ne- sultate crgeben fich ans nachfol enden Zahlen: Der Gexamtzmtmiaß in 1872 betrug 43,300,106 T)1r. gczzxn 27 884,970 _Thlr. tn 1871. Die Einnahmen an Zinsen und Provmonen _Öetragen m 1872 Brutto 63,000 Tblr, _ also nahezu 1675 des Akiteixkapiials; der Gewinn auf dem Effekteu-Konto stellt sich Bruito mzs 38,000 “Thlr. _- also auf 9. 7.“ des Aktimkapitals. _Dxr Remgewmn betragt nach Abzug aller nkosten uud Gründungswcwn 80,639 T_hlr. 1_md_ermö_glicht die Vertheilung einer Dividende von 1775. Dj_e Direktion 1ch1ug dsr Generalversammlung eine Vermehrung des Aktienkawtals vor, die in- zwischen genehmigt worden i_st. _ __ _
Wien, 18. April. Dr_c _„Wiener Zt .“ verdnenilicht die Kund- machung de?- Kaiscrli Königluhxn St_ati alters in_Nieder-Oesterreich vom 3. April d. J-, _ ck_refTend die Abandernng emtger Bestimumngen dcr Fiak_er- und Einivannexordnung vxzm 10. November1872, aus Anlaß der Wiener_Welta_uSktekluug tt_nd fur die Dauer derselben.
London, 17. April. Emem AUZWeise der Herren Bazin u. Co“
' über den Suezkanal-Verkebr in 1872- zufojge ist zu cntaebmen,
daß die Zahl derS iffx, welche den Kanal pasiikteu, sich 'auf 1081 gegxn 761 m 1871 21le- Der Tounengxbalt der Schiffe betrug 1,032,091 _TyaZ gegen 698,802. Von diejem Tonmngcbalt kamen aus die bniiZJcbe „FUJI. 812809 Tons egen 506,397 in 1871. Unter den anderm ignqna itateu kubrtx Fran ' den Reigen mit 102,20? Tons, und zunaxbyt kam Oesterreich mit 46,898 Tons. Tie türch7che Flagge bedeckte mr Gauzsn 23,178 Ton-Z.