1935 / 199 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Tue, 27 Aug 1935 18:00:01 GMT) scan diff

;

Reichs. und Staatsanzeiger Nr. 199 vom 27. August 1935. S.-2

Der zweite Messetag in Leipzig.

Vertrauen und Sorgfalt fördern Geschäft.

«M* Px“ Rus * *“ 01 9110010165 in Lei ig 1 erkennen, „11 01110111 115 919111 1 1s _1 J, HMVZhl ?Ich der 01110115 111111175111 Seite im Sinnx dex Erh0111111g eZ 'e- [ck1111191111115111100015 als auch nach der renz 1vtrtschaftltchen Sette_1m Sinne der Sicbcrnng des ruhnen cherlqufensz unserexs'Mrt- sckmftliclx-cn chcns durcbanZ _bc,ricdigend sc_1n jvtrd. Mtlltonextz abfckzéiissc mit cinem chcrstrtcs) hat Wohl 11161111111d erwartet. Es zeigt sick) aber immer mehr, dqß dcr dnrch 1110 Maßnahmen der 21101111519110'1'11119 erheblich 110119106119'allqemegteX Bedarf unsexes Vochs erkannt 1110111011 und daß dte Gcschaft§1ve1t dieser E1- kcnninis in sehr anskhnlicbcm Umfange Rechmxng tragt. Dgs lgßt w'citcr 611121111611, daß im deutschen Wirtschaftslebxn das fqr eme 001111100 Fortentwicklung 1101111endige_Vcrtrauen emgekxhrt 1s1_11nd daß die beteiligten Kreise 1111) ernstlrch 11_11d 0111181001111] bemuhen, 11111 dicses Vertrauen zu Werben. Man durfte nbrxgens von vorn- herein an einem so begründeten Erfolg der Létpztger Herbstmesje 102-35 nicbt zweifeln. _ Ein sehr reger Besuch der erstmaltq

daß die wirtschaftliche Gcsanttauswirknng dcr Zesse

(1011111011911 gestalteten Reichsjverbcmcsse deutet darauf hin, da

111011 in 011611 Kreisen der dcntsckycn Wirtschaft daVon überzeugt ist,

daß (961100110 111011 311 machen sind, wenn man nicht in sorgfältiger

Wcisc dem vorhandenen Bedarf nachspürt und den kunftiqen

Kunden 1111111111111. Das Xntcrcsse für die Einzelheiten in_ er Reicbsnwrbcmcsse zeigt, da?; auch die Werbung selbst des klemen Mannes immer 111631 11911 der Linie des hausbackenen _Geschmacks zn dsr (21711111 versprechenden Werbung nachmethodtsck) dnrch- dachten Grundsäßen gcfübkt wird. . , _ _

Was 111111 die eigentlichen chsse§1ve1ge betrtfft, 10 Mrd 6111 sehr 91110?» Geschäft von der Messe fur Haus: und Kuchengerate gemejdct, ebenso sind die Aussteller von Edelmetall- 1_tnd Sch111uck- Waren zufrieden. An Porzellan und Glaswaren tst allerdings

zunächst offensichtlich 11111" der 01101'1101111911digste Bedarf eingedeckt

Wordcn, dock) glaubt man, daß die nächsten Messetage _einx Ge- 1111011811916011110 noc!) bringen Werden. Hier kommt es ja msbe- sondere daranf 011, die zur Schau gestellten Neuhetten, das Kock)- 09101111' 0115 111115011011 und dann die vielen kunstvollen neuen Mnstcr, zur Verjvertung zu bringen. Dabei muß darauf gegchtet 111110311, 5013 der deutschen DurckzschnittSkäuferschaft auch auf d1e1em

.«-..-..- «ck,; ._ 4 4 ***-__ -

Gebiete wieder durch [tei endes Angebot von Qualitatsjvaxetx tn betont geschmackvoller An ertigung der _Weg von den ganz btlltgen zu den zWar teureren aber auch auf dre Dauer Wertvolleren Er- zeugnissen gewiesen wird. , _ _

Was fur Porzellan hier zu sagen War, gilt auch „111 [etcher Weise für Kunstglas und Kristall, den 0111 dtesem Gebtet errscht noch eine gewisse Uebersätttgung somohl m den Lagern qls,auch in den Kreisen der Käuferschast. Troßdem _hat man auch bet diesem ZWeige von befriedigenden Nbschlussen gehoxt. " .

Lebhafte Tätigkeit herrscht auf der, Spr_elWaren_me1se, dte_ noch auf mehrere Messehäuser verteilt und dre reich besxhtckt 1st. Etgent- liche Neuheiten sind, von ausgestellten Ge enstanden abgese__hen, nicht vorhanden. Man hat-Kich im Wesentlt 11 darauf beschrankt, bewährte Stücke in vervolkommneter Ausfuhrung. _vorzulegen. Auffallend ist das Schrumpfen de? Angebgts von btll1gen Bxechz WielWaren, BemerkensMrt ist dte Jubtlaumsansstellung emes

ürnberger Spielverlegers, der Stem- uztd Kupferdruckx, aus

alter Zeit als Versinnbildlichung der G61ch1chte 11111) Entjv1cklung des deutschen Kinderspiels zeigt. Unter dtesen sehe:15We_rt_en Doku- menten befindet sich anch ein alter FuhrmannHstachtbrtes, der_ als Einleitung die uns heute seltsam fremd kltn_gende Weydung [)x-m t: ,Jm Namen und Geleite Gottes sende tch an Ste . . . . s Handelt sich um einen Kupferdruck aus dem JghrÜe 1812.

Auf der Messe für Bau-, Haus- und Betrtebsbedarf War das Ge ät normal. ' _

sckF1'f'1r Leder- und KofferWaren zejgt sich e1ne“rubtge Nachfrage,

die man VernünftigerWeise auch mcht andxrs erWarten _konnte. Da es sich aber um ein anhaltendes (_Gesthaft handelt, Mrd der billig denkende Aussteller auch ier szrteHengestellt Werden. '

Der eigentliche AuZlandsbe qrf laßt 1111) 0110?) heute 11011) mcht übersehen. Wie immer haben 1111) dte Ausxander mxachst nach wirklichen Neuigkeiten um _xsehen. Uyter dtesem estchtsp'unkte ist insbesondere die Messe ur geWerblrche Schußrechte von lhnen stark be ncht Worden. _ ' . _

Au der Ba'umesse bat bet gutem Besuch eme auf Wer Tage

berechnete Vortragsveranstaltung über Industrieverlagerung und

Siedlungstätigkeit begonnen. '

«_...-

Erster Tag der Leipziger Baumesse-Tagung „Industrieverlagerung und Heimstättensiedsung“.

Die mit der Leipziger Baumeffe wie üblich verbundene Bau- 111611110011110 _qilt dicSmal 0611 311161 bkdcutendcn und aktuellen Themen der J11311111169011006111110 11111) Heimstättensiedlung. Das R61ch§bci1nstättena1nt hatte auf Anregung des 201213111118 die sach- 1111)e Vorbereitnng der Tagung Übernommen. Im Auftrag dxs dnrch Krankheit am (3111110111211 “verhinderten Beauftragfen fur Liedlung und Pléfmng Lm Stabe des St-ellvextreters dxs Fsühxers,

, Cd! “r*“. 01-1“; 1 o o *- * ; ';.“7F? , 374117155 ' " ** ; 017113195121 118011101 WÜTdÜaYZX-ÜUFZJÜÖÉÉZ, “018 '“É11Z1':1“)1?Z;ch'Ü91*c11.§- dem einleitend der Präsident de: -::'“*3'--,5:.1_11: WZEÜMWG Tr. 21101- 11111 nd Köhler, die B'edentnng des deutschen Siedlungswchs gekennzeichnct hatte, sprach zunächst Kommerzienrat Tr.-J11g. e_ h. He 111101111 91“ 15 ck11 n g = Völklingen iiber „Grundsäßliches zur Z11011111'101781*[11§18r1111g“.

Tor VW'TTÜILUDL ging aus von einer Betrachtung der uns im 210611611 Bande 7,111“ Verfiigung stshenden Rohstoffe und dvr zweck- cntsprechellderen Anordnung der industriellen Er eugung. Als erste 1701061111111 „0101131013111er Art ergebe sich, da der Ansban Yer elekt1*i1'chcn.Kraftverteilnnq nach einheitlichsm großen Plan 1111811011; Te1111ch1011d dnrchgefiihrt 1112111611 muß. Tenn Kraft sei 111 1100111 Fall die (Brundlmge jsder industriellen Erzeugung, und 3111111; 0111106 Kraft. Tie Billigkeit dEr K1*after'-e11 nng sei die erste SWK 511 diNex: Entwicklung, Bisher war dieke illigkeit 11111 ge- geben 1111 11211 1801 großen anf dcr Braunkohle am Rhein nnd in Mir16106111101101td 0111111191611 KraftMrkM und dort, Wo die Aus- 11ch011110 961“ WqsYCréräftc dsr Alpen Und ihrer Abflüsse mit billi- 06111 03011) 11100110) 11101". NZuerdinqs trete aber eine dritte Mög- tchkctt 111 dcn 2101091011110», die sich 0115 der imperatiben Forde- 111110 111111)- “1481091161000 dchualität der Steinkohle ergibt. Unsere 2111100110 111_T21111ch1011d sei, mit Hilfe unserer hochentwickelten W0101618ch111k e_me „00112, Wesentliche Verringerung des Aschen- gC[)11[TLS_'111 111110101 1161101118101110911 Kohle herbeizuführen. Es 610000 1111) 018 910110211010120, aucb die Steinkohlenindustrie 1111 218111 „5110111051013 _111 starkem Maße zu beteiligen, damit 1911112 0161111561110 016 Gefahr der allzugroßen Zentralisiernnq der elek- 1111111011 511011111211011110 gebannt. Die Weite orderung lautet daher: 0111111 11111: in den Braunkohlengcbieten s'o ke auf vermehrte Stromercngung nnd gesteigerten Stromabsaß hinqearbeitet Wer- den, so11dc1n 01111) in den Erzeugungsgebieten der Steinkohle sollte 011111) Vsrwxndung mindcherttger Abfallprodukte in leistungs- f(ZhlgL11_.111'01111101'k0n dieses Ziel erstrebt Werden. Drittens sei der P111111110ß1§1€ 2111901111 dcr indmstriellen FurngasMrsorgung von den 01611111 „11015 Lk-ZLUKTUÖLU Kohlengebieten nnter Kupplung mit 1101501100020 0061 11811 zu errichtenden Gruppengasiverken zu for- dern, dw „10.1111 Lande Verteilt Werden müßten, daß sie überall 111111101110 3111139011118 für die Ferngasversorgung Wären. Damit ware 0110) ume 111011619 Möglichkeit geschaffen, die Nebenprodukte dcr_ „111112;- und (*JaMr'eugung, auf die Deutschland Wegen der dar- 0111 [1611106110611 (1161111110611 Industrie, (1er 01111) Wegen der anfallen-

,.

000 TretbstoM 0110619101611 ist, so zu gestalten, dkzk dL'r technische 5491110110801013 1111 1111101111711 hoher ist

0111 11W1101'OZ Problem sci 11111216 Bcrsocg11110 11111 0715611, und 3130110111011111111 (311611215611 als mitCrzen des Kupfers der son- 1110011'N111110118111116101lc und schließlich des SclUvefels. Grundsäß- 1111.) 111 081116011111, einen erheblichen Teil Unsercs Roheiscns 0113 210111111 (x“1_*_11161':,cn zu geWinnen und daher die Basis vieler Indu- 1111111'111 111130111. Aber anch hier komme zur Geltung, das; die 810111111116 .0101108110101111'0 in den in Frage kommenden Gebieten 116113119 [101111 1110610611601 181 ein ?ickxn, Wie Weit diese Kraft- 1191151111016 111 dcr 1111001lkommenen orm, in der wir sie zur Ver- 111911110 h_11132n,.bereits heute die Errichtung neuer Industrien er- 101101111. 216 016110 Fordernn müsße also lauten: Aquau unserer (2101111111 (3116111139011010111111, () da in Verhältnismäßig kurzer 711111 016 0611111119 (Usenerzeugung vor den Zufälligkeiten der Be- 119111111111 50111 Ansland Weitgehend gesichkrt ist. V'ezüglich der 9111111111911111910118 besonders des Kupfers, komme in wesentli 1101161601 Maße 015 im vergangenen Jahr die Verdrängung dur 2111101101110) 111 Frage. TWDE11'1011O'1311Usiedlu11g sei das große Problem der innerpoli- 111111111 „11001011010111110 unseres Volkes. Ein großes Industrievolk 11111 611161 3121311 kleinen bäuerlichen Wirtschaft könne nur be- stembc'n, 11151111 211111101 _diesem Sinken des Bauernmms durch plan- maßtge 1701112111110 0311111011 geboten Werde, zum anderen die Groß- zahlcder 0111110101100)2105011010611, die das Vauerntnm zahlen- maßtg außerorden1lrck1 uberragen, seßbaft und damit krisenfest ge- malbt Werden. Tre erste Aufgabe sei mit Glück und Geschick an- gefgßt 111010011 Und man mcrde die Förderung des Vanerntums im Trrt1en Retch exnstmals als einen Markstein in der Kultur-

e i te Euro as ansehen. Es bleibe aber ein kaxegorjscher _Jnxpe- IastYckZer Stach olitik, daß mit allen Mitteln d1e Etgenhetmsted- lungen der Wirts ftlich Abhängigeß m11 „Wa 1000 qm Land allen sonstigen Hausbauprojekten vorzuzwhen tt. N1ch1s gebe all de'n Jndnstrien, die für den Bedarf m Haus,"«tall und Garten arbet- ten, aber auch für die Bekleidun ., starkere Belebung als der Eigenbausb-au der Wirtschaftlich Ab ngtgen. Der Stqydort der ““).-1911111110, 11:1 in 01111021: Entfernung von den qroßenStadten (_:_us WaldgeMude 311 wahlen. Die Tz-orj'1181110 1111111811 1111. ..".rsaß 17501761“. 011 0611 01013911 Flächen, die 56111? 11011) 018 OsdQud 1101110110611 smd. 516111051005 0er 1011 das 11171 die großekn SZäch 0211.1111116011106 Garten- und Ackerland nun auch noch mit Hausern bebaut 10er- dcn, Wodurch die Nahrungsversorgung dieser Städte “noch jvetxer verschlechtert würde. Als fünfte Forderung 11nd„ztvar 01.8 MY- tigste ergßbe sich demnach, daß die Eigenhetmsteplung ubera , gleichgültig ob vorhandene Industrien beste en ble1ben od'er neue 011 zjveckmäßigen Pläßen in Gang gebra_)t Werden, mcbt gls Nebenwirkung, sondern als Hauptwirkung' behandelt und betrxe- ben wird. Vorhandene Industrien dürften nur“ in 21118110me- fällen Verlagert Werden. Aber alles, Was neu geschaffen W1rd, soll dort errichtet Werdsn, Wo es am zWeckmäßigsten 111. Industrie- planung heiße letzten Endes nichts anderes "als in Weitestgebendem Maß6 den schöpferi1chen Menschen überall in unserem Vaterlande, ohne sie zu ver flanzen und damit Wurzellos zu machey, die Be- dingungen zn 1'10ffsn, ihren Unternehmungsgeist zu. betattgen_und an den großen Aufgaben Deutschlands mitzutvirken, Nicht Wettere Zusammenballnng in engen Industriegebieten und dami_t in Groß- städten sei die Aufgabe, sondern Schaffung eines frxeten Volkes auf eigener Scholle. ,

Tipl-„Jng. Ba d er vom Reichsheimstättenamt, Berlin, ver- breitete sich über die Durchführung von Jnduktrieverlagerungen. Die Industrieverlagerung set nur dann ein In trument der WM- schaftlichen Neuordnung im Raum, Wenn neben den Bedingungen der nationalen Sicherheit, wie sie in den Ländern rings um uns als ausschließliches Ziel der Verlagerungspolitik in Erscheinung treten, auch die Arbeitsleistungosbereitschaft des Volkes und das Leistungsvermögen in den Lan schaften so verteilt wird, daß die Negative Spannung ziviscben Industrie, HandWerk und Bauern- arbeit ngöst wird. Die Lösung dieser Aufgabe gebe uns den Wert- maßstab für die Jndustrieberlagerung-Jpo!iiik,_ und bei diejer er- gänzenden Zielseßung ergeben slch für uns betnder Durchfuhrung Von Jndustrieverlagernngen die Richtlinien fur den Wert von Verlagerungsmaßnahmen. Diese sozialökonomische Zielsetzung stelle den Betri-ebsführer und die Gefolgschaft, den Baumeister, der neue Werksanlagen entwirft, den Verkehrsarchitekten und die Kraftwirtsckmft, den Städt-ebauer und die Bauernschaft vor große Gestaltungsaufgaben. Bei der Lösung dieser Aufgabe handele es sich also Weniger darum, einen Betrieb vom alten Standort nach Einem neuen zu verlagern. Damit Wäre nur Wenig erreicht, son- dcrn Arbeit, Wohnung und Nahrung müssen in einer Werksied- lung, die den Menschen bodcnständig macht, einander zugeordnet sein, daß das Leben des einzelnen wiederum Inhalt für Nation und Gemeinschaft erhält. Industrieverlagerung sei also eine den Gesamtbedürfnissen gerecht werdende Lagerung und-Verteilung der Arbeit in den deutschen Landschaften,

Zum Abschluß des ersten Tages besichtigten die Tagungsteil- nehmer auf Anregung von Oberbaurat Mackowski die von der Landesplanung bei der Landeshauptmannschaft Leipzig geschaffene Sonderschau „Aus dem SiedlungZWerk der deutschen Städte“, die Von den Städten Augsburg, V'außen Braunschiveig, Freiburg, Halle, Hildesheim, 89111310, LudWigsbaken, München„ Nürnber , Plauen, Stuttgart, Wurzburg, Wurzen und ZWickau beschickt is?.

Die „Textil- und Bekleidungsmesje“ in Leipzig.

. Die Leipziger Textilmesse, die infolge stärkerer Heranziehung des Bekletdungsgewerbes sich den Namen „Textil- und Beklei- dungSmesse“ gegeben hat, 2sxtzcmd am Eröffnungstage im Zeichen eines stetigen uwd uten esuchs. Der Andrang War nth so heftig wie auf der rühjahrSmesse, Dafür rekrutierten si dre

Besucher überwiegend aus ernsten Intereqentenkreisen, so da es .

bereits am Sonntag an' einer Yoßen 3111; von Ständen zu uf- 11'agserteilungen kam, Dieser * ande! 1st um 0 bemerkenZWerter als sont der erste Tag fast ausschließlich der rientiekung dient. Die Za [ der Aussteller ist egen dje Herb tmeffe vorigen Jahres um 40% gestie en, Was au€chdie stärkere 5 eteiltgun von Beklei-

dung und auf ie Kollektiv „auen zurückzuführen it, die gleich-

“Tauschgescbäft und den e

Ä

Falls vxxmehxt Werdqn konnten. Diese Gemeinschaftsschauen 'ver- olgezt u_b,erW1e e_ndnetnen doppelten ZWeck: Sie sollen den in- und auslandtschen, mkauferxx die besondere Leistungsfähigkeit der be- txeféenden Wtrts'chaftsbeztrke dartun und zum anderen durch Vers. ka_u e ayStqnd den beteiligten Firmen neue Kundschaft zuführen,- Dres-es ,81el lst am Sonntag bereits erreicht Worden.

„I!! der Muter cbau des deutschen PebgeWerbeZ, die vom Re1chstmzung§ver an _des d6_utschen Kürs nerhandtverks auf- geßogen 1st, 1md 15 letstungsfahige Firmen einbezogen die zum er ten Male'auf der Messe vextreten sind. Auf dieser Ausstellung handelt es sich um han-dWerkl1che Qualitätsarbeit. Wir sehen die neuesten Modelle Yes deutschen Herbst- und Winterpelzes in allen Arten und Ausfuhrungen, aber auch sehr "wertvolle Edelpelze. Das re?e InterYsse, das_dtese auch modi cb interessante Schau bei den V_euche1_:z1_fmdet, st11nxnt die Aussteller recht zufrieden.

Dre Thurmger Texttlmdustrie ist zum erstenmal geschlossen aus der Messe vertretxn, Neben der bekannten Greiz-Geraer Ge- memschaftswerbung ftndxn 1011: eine Sammelschau von Pößneck- Nßussttaht, ferner 44 Ftrmen aus der 211101er StrickWaren- m- u rte.

Dxr Verban-b Deutscher Türkisch-Rot-Färbereien zeigt eben- falls 1m'Kollekt1v deut che Wertarbeit, Türkisch-Rot ist eine Wa ck=, ltcht- un-d _koche te Farbe, die hauptsächlich für baum- Wo ene Bettstoffe m Frage ommt, und ein überaus gangbarer Exporxarttkel.

Er_nen bxettcxn Raum auf der Messe nimmt die deutsche Spinn- faser em. Htxr 1st xs besondequ *dte J. G. Farbenindustrie, d1e an mehreren Standen xhre _Fabrtkate in 11011111 icher und verarbeiteter Form vor_fuhrt. Dte Vrstra- und Wollstra-Aus'tell'ung im Erd- eschoß zetgt zum erstenmal das Modell einer nlage zur Her- Fteüung von Kuntspmnfasern. Daneben sieht man Stoffe aus er Cupraxna- un der Aceta-Faser, die der Wolle am nächsten kqmnxt. Etne besondere Aceta-Kunsts-eidenausstellung beWeist die vtelsetttge' VerWendungsmöglichkeit dieser Kunstseide. Gute Ve- achtung fmdet auch die Judanthren- un-d Eulan-Schau.

Jm Kuppelsaal domt iliert das Kupfer-Kunstseiden-Syndikat. Angestchts der Voxmachtßt'ellung, die Kunstseide, namentlich in der Frauenmode, em enommen hat, ist es interessant u beob- achten, 00? auf der „esse bereits wirksame Ansäße daFÜB bor- han-den sm Wollmusseltne_ für die Uebergangszeit in den Vorder- 1gthtfnd zu stellen. Zahlretche Neuheiten findet man in Druck-

0 en.

Eine Barmer Maschinenfabrik 'brint eine neue Spulen- masch1ne zur Wolle Baumlvolle, Kunsteide und Spinnfaser. J'nteresxx tnden aucb dte feinfädigen Charmeuse-Bemberg-Kunst- setden, te auf Speztalmaschinen hergestellt Werden.

u den sehenswerten Ständen der Messe gehören die Gardtnenczusstellungen von Dresden und Plauen, bei denen be- sonders dte _engmakxhigen Häkeltülle Aufmerksamkeit erregen. Bei den Dekorattynssto sen überwiegen daJegen Grobtülle.

Eme Bethe neuer Techniken ist et Handarbeitsgarnen fet- zusteklen, bet denen namentlich die Stichelhaarverarbeitung Bea - tung verd1ent.

Im Rahmen des Beklei-dun sgLWerbes sind neue Aussteller ausber Damen- mxd Herrenkonkgektion erschienen. Die Zahl der betetltgten_ Ftrmen 1st aber noch nicht [o roß, daß sie der Be- deutungbteser' Branchen auf der Messe r1chttgen AuZ-druck verleiht. Das gletckxzx gtlt auch von der Chemnißer Strumpftvarenindustrte, dte 0161 starker, als es dieSmal wieder der Fall ist, auf der Messe reprasentteren. müßte. *

All,?n Ständen gemeinsam ist die bessere Angestaltung. Dio kaoratxonetz smd gekchxnackvvller und Übersichtlicher geWorden. Dtese texlkvetse se 11 ge ch1ck1 durchgeführte Werbung wird sicherlich dazu bettragen, en Einkäufern besondere Anregung zu geben.

._.-___...

ÉZPOrt-HÜMÖLTSWVLYL 181 Leipzig.

Fm "911111111011 de:? Tcip'igcv Herbstmese fand die Expork- handelsborse, „Me von hen rei Hanseatis en Handelskammern veuran'staltet „Wrxd und sert der Leipziger Her stmesse 1934 zu einer tandtgen Exnrtchtung ausgebaut worden ist, statt. Der Präses „er Jnduthrte-U und Handelskammer Hamburg, Hübbe, leitete m semer egryézungsansprache aus der regen Teilnahme der an- ernden abr10nten, Exporteure und Exportvertreter die Tat- Za e, ab,“ aß" dre Vercznstaltung jhren ZWeck erfülTe, der darin estehe, bre Fuhlung zwzscben den Jnkxustriellen Sachsens und den Hanseattschen Exportkretsen herzustellen.

. An Stelle des vesxhindexten ReicFstatlbaliers Kauffmann er- grtff' der Sepatox fax Wtrtschaft, ernhard, Bremen, das Wort. Er wo1es emlettxnd darauf hin, daß die TatsacLe des Be- suches_zal)[xe1cher YuZlander auf der LeipZiger Me se iese Messe n_och ntcht :ntergatwnal mache. Auch der eutsche aufmann, der hte Auslandsmarkte zu bearbeiten habe, könne in Leipzig fast 1m_1ner Neues sehen und seine Erfahrungen an neuen Eindrücken prufen. H_e1_tte, da das T_auschgescbäft zu einem Prinzip der .andxlspoltt1k geWorden set, könne der internaf'konake Charakter 801133ng an Bedeutung nur nock) gewinnen, Das Tauschgeschäft [et ntchts, anderes als der Ausdruck der LobensnotWendigketten [eder ngttonalen Wirtschaft.

Senqtor Bernhard gab sejner Meinung Ausdruck, daß der Taxtsxb Yte Grundlage für die Ordnung der deutschen Handels- poltttk uberhaupt set. Wer kalifen Wolke, e verkaufen und umgekxhrt. Wer Deutschland ein guter Kunde ei, dem seien auch er e1_n guteeru'nde. Es _werde einfach nicht mehr möglich sein, daß Wir als w1chttqer Einkäufer, in Ländern auftreten, die deutsche Waren ablxhnen. Ju dtesem Zusammenhang wies Senator Bern- hard auf dre bekannxen Schwierigkeiten bin, die heute bei der Ein- und Ausfuhr zu bek_ampfen sind. Der seitherige Export der Ferti - warenusex troßdenx m den leßten"Monaten mengenmäßig und au ' wertmgßtg geqenyber dem Vorjahre gestiegen, nachdem schon in 1934 em FortschrttYerzie'lt Worden sei. Dies sei darauf zurückzu- fuhren, daß emersetts dre reinen Jm- und Exportgeschäfte eine starke Wandlung erfahren hätten, indem erfolgreich auf dem Wege dxs Kompetxsatjonsgesckzäftes gearbeitet Worden sei, Anderer- setts set der tatsachbcbe Erfolg auch daranf zuriickzufiihren, daß e? gelungen sei, zW1schensta0tliche Verrechnungsformen zu finden, 012 es_ quege gebracht hätten, daß auch solche Kreise 10Wohl thr EU)- als auch ihr Ausfuhrgescbäft hätten fortsetzen können, Welche mfolge ihrer notivendigen Spezialisierung sonst nur scbiver oder ga_r nicbt ihre bisherige Aufgabe erfüllen konnten. Der Aus- fub'rprets mußte in den meisten Fällen auf das mühsamste kal- kultert werkxenx Es sei'aucb so, daß'ein volksw11ctschaftlich2r Nußew exst durch dte Fracht erzielt Werde, die der ausländische Jmporteuk fur das m_tf einem deutschen Schiff beförderte Gut zu tragen habe. . Ixt Htesem Zusammenhang verw1es Senator Bernhard auf die W1cht1gkeit unablässiger Zusammenarbeit zwischen Erzeugern, Spediteuren, Kaufleuten an der Wasser-kante, Verkehrsinstituten und. vor „allem der nationalen Schiffahrt hin. Alle“ diese Erjverbs- zWetge 1013211 in der Tat in einem Boot, imd Wenn einer ausstei e oder auch nur den Gedanken fasse, das Boot 11 verlassen, so ge e eZ verloren. In der letzten Zeit hätten si bei den Handel?:- bausern die unerledigten Aufträge gehäuft. Hier müsse in Zu- sammenarbeit mit den zuständigen Stellen Wandel Beschaffen werden, damit *die Aufträge nicht in die Hände der aus ändiscben Konkurrenz fallen, sondern der deutschen Wirtschaft erhalten bleiben. Das Entscheidende für die deutsche Wirtschaft sei der Prets. Oft sei es so, daß Einkünfte der deutschen Schiffahrt dem

nzelnen Exportabscblüssen überhaupt erst vqlkswirts aftlichen Nußén bringen, um die Devisenbikanz von Em: und usfuhr auszugleichen.

Senator Bernhard betonte weiter, daß der Dev11e11betrag, der durch eine Schiffsreise hereinkomme, bei der Prufung der Zjveckmäßigkeit eines Kompensationsgeschästes .in Rechnung ge- stellt werden e. Sodann hob der Vortragende die Lebend1g- keit des banseatis en Exportwillens hervor, dem es gelungen sei-

Reirhs- und smatsanzeiger Nr. 199 vom 27. August 1935. S. 3

im an en den Bedarf der deutschen Wirtschaft an über eei en Rohftofen tatsachlrch zu_decken. Die SchicksangemeinschsaftsckZer deut ch2_n Erzeuger tm Btnnenlande und der hanseatischen Kauf-' leute konne, an der nattonalwirtschaftlichen Pflicht gemessen, nicht tief genug verstandext und auch praktisch getätigt werden. So habe der Hafen, Bremen_ tm Jahre 1934 seine Handelsbilanz zum ersten Male aktiv u11d 1m ersten Halbjahr 1935 noch akttver machen können, was msbesoxtdere durch die Steigerung des Massengut- exportes gelungen set. Bremens seewärti er Handel sei m den erstxn sechs Moncxten 1935 mit _rund einer Halben Million Tonnen nkttv. “Aus all diesem ergebe stch, so betonte er abschließend, daß der W108 bestelée, _den Außenhandel aufrechtzuerhalten und jeder müsse dghet au sxmem Posten mitwirken.

Vraszdent Hubbe" Wies „in seinem Schlußkvort darauf hin, daß es kezne Umversallosnng fur dre heute vorhandenen Schwierig- ketten bet der Ausfuhr gebe, daß es vielmehr auf unsere eigene Kraft und auf urzseren 'thlen ankomme, d1e Aquuhr aufrecht- znexhalten. Er te1lt8 nut, daß es nach längeren Verhandlungen Korschen' dem hanseattscben Aquuhrhandel und der mitteldeuts en anustme gelungen set, Gemcknschast§reisen von Vertretern es 130110218 und der Jndustrte nach den wichtigsten Exportländern in Yulsstchht fzfu nehmen. Dtes sei ein praktischer Weg, von dem man vte er 0 e.

Die niederländische Konektivausstellung auf der Leipziger Messe.

Zum ersten Male sind die Niederlande auf der Leipzi er Mes e mit emer„Koxlektxvausstellung vertreten, die in anschaulther Weise die hauptsacblnbsten Erzeugnisse der Niederlande und ihrer Kolonien urnSchau brnxgt und dre Besucher auch über den Stand der Jollandxschen Wtrtschast und Über die holländische Landschaft auf?: beste unterrichtet. '

Dix“ Ausstellung Wurde am Sonntag in Anjvesenheit zahlreicher Ehrengaste, u. a._des Wirtschaftsministers Lenk, eröYnet. Der stell- vertretxnde Vorstßende des Verivaltun 31012“; der iederländischen Messe 111 Utrecht, F?r. A. H. o p te n o o tt, wies dabei auf die intxrnatwnalen Angaben hin, die das moderne MesseWesen zu ersullen habe, um in diesen Zeiten wirtschaftlicher Veränderun en gxsßte11Stils vor allem das Bejvußtsein lebendig zu erhalten, eZne jvtrkliche Besserung des Weltzustandes nur erreicht Werden konxte durch den Aqumz und die Stärkung der internationalén Beztehungen. Jn_ Leipzrg befinde man sich in dieser Beziehung Lxusagen axxf kxasstschem Boden. Deshalb empfinde es die Leitung

e_r Ntederlandtschen Messe 1118 einen besonderen Vorzug, daß sie mrt_ der Organisatiorx der ersten holländischen Musterschau gerade auf der Leipziger Messe betraut Wurden sei,

__ Gelegentlich xiner Zusammenkunft der Veranstalter der bol- lanxtjchen Kollekxtvausstellung mit deutschen Messekreisen wies der Prastd'ent des Le1pziger Messeath, D r. K ö [) le r,- darauf hin, daß 1112 Ntederlande Deutschlands größte FertigWarenabnehmer sind, Wahrend,De11_tsch10nd Hollands bester Kunde für Rohstoffe und Lebe113_m1ttel_1st. Die Leipziger Messe sei durch Jahrhunderte alte Tk0d111011' mxt Holland verknüpft. In den Nachkriegsjahren seien stets bollaudrscb'e Fjrmen in Leipzig vertreten „eWesen. Leider sei 1nfolge_der allgemxtyen Handelshemmnisse die olländische Beteili- gung bxs zum Frzzhjahr 1935 vonl Höchststand mit 32 Firmen auf zjvet trmen zuruc_k_egangen; Um so erfreulicher sei die Wieder- aufna me derBezreqhungen 1111 Wege der Gegenseitigkeit mit der Utr_echter Zaarbeurs. Dr. Köhler gab der Hoffnung Ausdruck, daß es m der Zukunft möglich sein möchte, die deutscb-niederländjschen Handelsb2zteh1tngen soWohl mit Hilfe der Messen in Leipzig und Utrecht jvtx a1'1f xede andere Art und Weise noch enger zu gestalten.

Der sacbstsche Wirtschaftsminister Lenk be küßte im Namen

dex Landesregierung, daß das holländische Freun esvolk sich an der Letpzigenr Messe mit einer Kollektivausstellun' beteilige. Er selbét habe fruher. als selbständiger Geschäftsmann einen besseren Kan - many kennen gelernt als den holländischen. Mit der Ausstellung [ei em Anfang emacht, um mit den holländischen Nachbarn wieder m regere Ver indung zu kommen. Was von den uständigen Stellen geschehen könne, um diesen Erfolg zu errei en, werde getan Werden. Hierauf. ergriff der Generalsekretär der Königlich Nieder- landischen Messe, G r a a d 1 *v a n R o g g e n , das Wort zu längeren Darlegungen Über die Beziehungen der Utrechter Messe und Hol- lands im allgemeinen zu; Leipziger Messe. Er erklärte, dahin u streben, die ganze niederlandische Jndußrte auf die Leipztger MeYse zu führen, und zwar ohne daß er irgen Welche Initiative ergreixen müsse, sondern lediglich dadurch, daß die einzelnen Firmen von ich aus erkennen würden, Welche große Chance sie “in er Beteili ung an den großen LeipZiger Méss'en finden. Der Redner dankte so ann den an der Vor ereitung der Kollektivausstellung beteili ten Stellen, vor aÜem der Deutschen Handelskammer für die Nie er- lande, dem Werberat der deutschen Wirtschaft und d_em Leipzi§er Meßamt für ihre wirkliche Mitarbeit. Deni Präsidenten es Leip iger Meßamts, Dr. Köhler, überreichte der Redner zum Schluß in nerkennun seiner Verdienste um das internationale Messe- Wesen und als eiter der als vorbildlich bezeichneten internq_tionalen Leipziger Messe die silberne Plakette der Königl. Niederlandischen Messe in Utrecht. '

W

eringen Au

Durchschnitt 1 bis 2 %

% % ergaben. TageSgeld stellte im Hinblick auf den bevorstehenden Ultimo etjvas mehr beg Am internationalen Devisenmarkt ergaben sich keine sonderli Veränderungen. Der Danr blieb in Berlin unverändert 2,484, das Pfund War mit 12,37 (12,36%) RM gut gehalten.

arktes f

Berliner Börse am 27. August.

Ziemlich schwach _ geringe Ausnahmefähigkeit des Marktes.

Die bereits am Vortage schwächere Tendenz wirkte sich eute auch kursmäßig stärker aus. Schon bei Eröffnun bemerkte man von Seiten der Privatkundschaft einerlei Kauf- orders, so daß die Kulisse durch die allgemeine Zurückhaltung erneut verstimmt wieder zu Glatttellungen [ nahmefähigkeit des ommende Material in Spe ialpapieren zu 634 %. Im Durchschnitt ma te die Kursembuße etjva 1 bis 2 % gus. Unter Schwankungen ergaben sich auch im Verlauf der Börse uberwiegend neue Rückgänge und erst gegen Schluß des Verkehrs feste sich bei kleinen Rückkäufen der Kulise einige Haltung durch.

'Am Montanmarkt betrugen die Rückgänge bis zu 2 %. Unter anderm verloren Klöckner 1%, Buderus 1% und 1% %. Von den Braunkohlenpapieren verloren während sonst Braunkohlenpapiere Weni zeigten. Die größten Rückgänge zeigten si erschien bei geringem Angebot Salzdetfurth mit dem __ “Zeichen xmd verloren nicht Weniger als 6% %. Aschersleben lagen iermit tm Zusammenhang 2% % und Westeregeln 1% % niedriger. Am Elektromarkt zeigten zeigten sich vereinzelt noch kleine Besserungen. In der Hauptsache überWogen aber auch hier Rückgänge, die im ausmachten. Stärker gedrückt waren Accumulatoren (_334), während BKL. % % höher lagen. Unter den Spezialpapieren verdienen noch Erwähnung Metallgesellschaft (_334), Feldmühle (_ 2) und Daimler (_1%). Durch ziemlich widerstandsfähige Haltung fielen am chemischen Markt die Farben- industrie auf (_ 34).

Am Kassamarkt War die Tendenz ebenfalls schwächer, ebenso am Rentenmarkt, Wo sich duréschnittliche Rückgänge von-etWa ich auf 2% bis 3% %, War jedoch

3

des Ver ehrs

ritt. Infolge der 11 rte das heraus- ückgängen bis zu

oesch ebenfalls ubiag 1% %, veränderte Haltung am Kalimarkt. Hier

e rt.

selsteiner

Berlin: Bayerische Deutsche Wirt Deutschland 0 Berlin: Enge „Kiel: Kieler

rdf-

Dresden: Elek'tva A.-G Rodach: Max 91er121

Fürth: Vereinigte Spi Consolidirtes leben A.-G., Magdeburg, 10,40 Uhr. i -R0ttmann3dorfer alle _1034 Uhr. abrik Korbisadors 21

ürich: Con

Berlin: Kamerun-Eisenbah Ot-avi Minen-

U r.

MMW: ZkYue Deut1ch-Böhmische Ebbeschiffabrt A.-G., Dresden, 11.-

Hamburg: Ltader Lederfabrik A.-G., Stade, ao. H.-V., 12 Uhr.

Mittwoch, 4. September. Gemeinnützige Heimstätten-Spar- und Bau- erlin, ao. 5 Uhr.

Donnerstag, 5. September. MetallWerke A.-G„ München-Dachau, 1111 r. nk A.-G., Berlin, ao. .I.-V., 11 U r. , Verlin-Charlottenburg, 11 Uhr. -G., Berlin, ao. H.-V., 9 Uh ee-derei A.-G., Kiel, 16 Uhr. „_

Nürnberg:]XFleistiftfa-briE vorm. Johann Faber A.:G., Nurnberg,

111 “c.

Freitag, 6. September.

Berlin: Deut -Asiati1che Bank, Berlin, 11 Uhr. Berlin: Föaqurter Boden-A.-G., Frankfurt a. M., ao. H.-V.,

Dresden, 11 Uhr. insteingut-fabrik A.-G., Rodach, 10 Uhr.

Sonnabend, 7. September. elfabr-iken A.-G. i. L., Fürxh, 1134 Uhr. raunkohlenbergWerk Carolme be: Off-

nkohlen-Jndustrie-Ge-

.-G., Köxbxsdors, 1035? Uhr. t-mentale Linoleum-Union, Zumch, 11 Uhr,

.I.-V

131336

Ua-uerei Ä.

'Fe Y

',

Getreidevreise 1) an deUtschen GroßM'irkten

in der Woche vom 19. bis 24. August 1935 für 1000 kg in Reichsmark.

k.

* Generasbersammlungökalender für die Woche vom, 2. bis 7. September 1935. Montag, 2. September.

Eisensverk exellscha'ft

R0 9 st-em, ao. H.-V., 10% odburger Wollindustrte A.-G., Bedburg, 15 Uhr._

Dienstag, 8. September. n-Ge ell ...* 61111

A.-G., NeuWied-

/

Berlin, _12 Uhr. n-Ge1e111choft,

Berlin,

1.

Futter- Marktorte gerste Hafer

Frachtlage") ab Station *

Notierung 3)“

- S o m m e r - gerste als Braugerste

notiert

Winter-M gerste

zwei-

zeilia

Indu1trie-

gerste

4) 176,8 _ frei Marktort _ _ frei Marktort 6)"“)195,8 6)5)188,5 frei Marktort, _ _ ab Erzeugerstation frei Matktort !rei Marktort rei Marktort frei Mmktort ftei Marktoxt frei Majktort ab Erzeugetstation ab Erzeugerstation ab Erzeugerstation ab Erzeugerstation ab Erzeugerstation frei Marktort frei Marktort frei Marktort

Königsberg 1. Pr. Stettin . . Hamburg . Be'rlm . . B1e§lau . Gleiwiv . . . DreSden . Cbkmniv . Lkivxig . , . Halle 0. S. . Magdeburg . Erfurt . . Nürnberg Würxburg Krefe'ld . . . Mainz. . . . Mannheim . . KarlSruhe . . .

©

1111111111Z|11

111111111

.doc-ooo;-

Pre i'se 1 an sländiscbes Getreide, cit Hamburg: Roggen: La Plata 43,8; Weizen: Manitoba [ 94,1, Manitoba 11 92,0, 91011116 73,6, Barusso 70,5; Hafer: La Plata 59,9; Gerste: La Plata 48,0. _

') Die gültigen gesetzlichen Großhandelspreise 1ür Roggen sind in Nr. 183 vom 8. August und

. . e __ 3 W veroffentltcbt. _ *) Außfübrlrche Handelsbedingungen vgl. in'Nr. 1534 vom 13. Juni 1935. ) ' - 8 _ " ' _ . 1 ne na ere Bezetchnun 184,5. ) .Fret Hamburg .

Loco Kontgsberg. ) Sommerqers e ob b Gute. g_ 10) Für Jndustriechke. _

18) Ohne nähere Bezeichnung 187,0. _

dissen Durcbfckonitje gebildet worden. _ 4

_ 7) Sommer erste. _ ** Mecklenburger/Pommerscher/Ostbolsteiner, alter; neuer 181,7. _ 11) Notiexunaen (119111 16. unZ 20. August. -- 19) Notierungen vom 13., 16. und 20. August. _

“) Mittlere, Notierung vom 23. August, Berlin, den 26. August 1935.

194,0 215,0 191,0 185,0 195,0 200,0

196,0 208,0 182,5 191,0 183,0 189,6

199,0 205,0 206,3

184,5

196,8 10) 177,5 183,6

1I) 16“-

10) 189,5 10) 182,0 10) 187,5 184,0 180,0

Statistisches Reichsamt.

184,5

179,5 177,5

178,0

173,0 182,5 196,3 199,0 192,5 193,8

für'Weizen in Nr. 194 vom 21. August o mehrere Angaben vor1agen,_ sind aus

Schaufenster sind keine Anschlagsäulen!

Mitte dieses Monats ist durch die Presse eine Verlautbarung der Fachgruppe AußenMrbung in dsr Reichsgruppe Handol ver- öffentlicht unter der Überschrift: „Fremde Plakate im Schau- fenster“ _ „Aushang nur gegen Werbeabgabe“, die geeignet ist, Unklarheitcn .über die für den Bogenanschlag geltenden Bestimmun- gen des Werberates der deutschen Wirtschaft zu schaffen. Der Prä- sident des Werberates der deutschen" Wirtschaft stellt daraufhin folgendes fest: Die Wirtschaftswerbung durch Vogenanschlag (Plakate) ist außer an der Stätte der eigenen Leistung 111171 an den eigens dafür bestimmten Stellen (Anschlagsäulen und Tafeln einer jeden Ortschaft) zugelassen. In Schaufenstern dürfen nur dann Bogenanschläge angebracht Werden, Wenn in diesen Anschlägen für Waren oder Leistungen getvorben wird, die in dem 016110911 Geschäft angeboten oder verkauft Werden. Wirtschaftsjverbung durch Vogenanschlag für fremde Unternehmen, für die das (86113011, in dem der Aushang des Bogenanschlages erfolgt, nicht Stätte der eigenen Leistung ist, ist untersagt. In einem solchen Fall kann ein Anschlagbogen im Innern der Geschäfte nur in der Weise angebracht Werden, daß der Bogenansch10g von der Stroße aus nicht sichtbar ist. Erhält der Geschäftsinhaber für den Vogenanschlag soWohl für Anschläge 011 der Stätte der eigenen Leistung als auch für Anschläge im Innern des Raumes ein Entgelt (in bar oder durch Sachleistungen, Wozu auch Frei: oder Vorzugskarten oder ähnliche Leistungen zählen), 10 ist die Werbeabgabe n0ch den Be- stimmungen der 2. Bekanntmachung Vom 1. November 1933 mit 2% zu entrichten. Die Schaufenster der Einzelhandengeschäfte sollen durcb-eine geschmackvolle Warenauslage für den Kauf der in dem Geschäft angebotenen Waren Werben. Das Sch0ufenster kann diese Aufgabe nur voll erfüllen, Wenn alle Wirtsck)aftswerbu11g, die mit der Art des Geschäftes nichts zu tun hat, aus dem Schaufenster herausbleibt. Die Geschäftsinhaber Werden n0chmals anfgefordert, die Bestimmungen des Werberates der deutschen Wirtschaft über den Bogenanscbkag in den Schaufenstern zu beachten. In Fällen von Übertretungen behält sich der Werberat der deutschen Wirtschaft vor, gegen die betreffenden Werbungtreibenden und Geschäfts- inhaber Weitere Maßnahmen zu ergreifen.

Umsatzenttvicklung bei den Wareneinkaufs-

genossenschaften der Einzelhändler.

Die Zahlen über die Umsaßentw-icklu bei den Warenein- kaufsvereinigun en ergänzen in mancher zieihung das bisher n"och spärliche ahl-enmaterial aus dem Bereich der Großver- deilung. Freilich [.assen sich deren Umsatzergebnisse nicht ohne Weiteres mit denen der entsprechenden GroßandeZZz-We19e ver- gleichen. Unterschiede im Abn-ehmerkreis, im aremortinxent 11nd tm Umfang der Handelsleistungen, derenKlarstelbsz e111 w1ch- tig-es Aufgabengebiet für die Handelsforschunjg durfte t_,_11nd 1111 Emz-elfall nicht ohne Einfluß auf die Geschaftsergebmffe. _Tte Edeka-Gen-ossenscbaften, EinkaufSVereinigungen _der, Lebénsrntttxl- händler hatten im 1. Halbjahr 1935 im Du1chxchn1tt um reich11_ch 1% höber-e Umsä 2 als 1934. Die Tendenz des Umsaßverlauxs in den einzelnen onaten ähnelt Weitgehewd der bei den Nah- rungsmittelgroßbandlungen, Jm Mai/Juni_konn1en auch die Edeka-Genoss-enschasten ihre Vorjahrsumsäße m_cht mebyr2 ganz be- haupten (Umsatzrückgang gegenüber dem Vorwlxr: _ 01 0,4 %, Juni 9,8 %). Die Umsätze der Zentralein'kau ngjell_1chaft der Verbrauchergenossenscbaften (GEG) lagen nach den btsher vox- liegenden Angaben aus den ersten fünf Monaten auch 1935 1918 überhaupt in fast allen Mon-at-en seit Mitte 1933 unter dem Vor- 'a»hrsstand. Bei den Einkauthereinigungen der Hausrateinzel- Händler ist ebenfaUs eine merkkiche Verlangsamung im Tempo der

msaßzunahme festzustellen. In den ersten vixr Mynaten _1agen

deren Umsätze um reichlich 8 % über dem Vorjahr, 1m M01 nur noch um 1 %. AHWeichend von der gesamten UMaßenZWtcklung ist bei den Einkaufsvereinigungen der Drogenhandler tm Jun: ein günstiges Umsaßergebms zu verzeichnen _(12,5 %ige Ummy- steigerung gegeniiber knapp 10 % im 1. Halbjahr).

Deutsche Erdölgewinnung im Juli 1935.

Wie der Amtliche Pressedienst mitteilt, betrug die deutsche Erdölgewinnung im Juli 1935 nach den vorläufigen Ergebnissen der amtlichen Sbatistik 38494 1 gegen 35 869 t im Vormonat und 26 218 t im Mo11at§durchschnitt 1934. Auf das Gebiet von Hönigsen-OberZbagen-Nienhagen entfallen 30 498t, auf Wieye-x Steinför-de 4317 t, auf den Bezirk Gddeffe-Oelheim-Oberg 3267 t, auf das Gebiet Hoheneggelsen-Mölme 69 t und auf das Gebiet von Halberstadt 267 t. Die Erdölgewinnung in Thüringen betrug im Juli 1935 60 t, in Baden 16 t.

Die Zahl der in den produktiven Bezirken und bei Auf- schlußavbeiten außerhalb der produktiven Bezirke angelegten Avbeiter betrug am Ende des Monats 3126 gegen 3001 am Ende

des Vormonats.

Ergänzungöbeftimmungen fiir den Geschäfts- verkehr mit Belgien-Luxemburg.

Der Leiter der Reichsstc1le für DebisenbeWYxtschaftung hqx in einem Runderlaß Ergänzungsbestimmungen f11r_ den Geschafts- verkehr mit Belgien-Lnxembnrg erlassen. Jm emzelnen 111910211 Robstoffkrediigeschäffe mit Belgien, A1_1_Zza lungen ans Tranßt- Asi und soanen Ausländerkxmten fur „(;nlanbszablnngcn fur

Exxorte nacb elgien, private Verxech11ungsgesch0stc mit Belgien un Freigabe von Sperrgutbabcn fur dtc chablnng von Exporten nach Belgien behandelt".

Stand des holländischen Verrechnungsverkehrs mit Deutschland.

Amsterdam, 27. August. Am 23. 211101111 1935_bel1es_cn 1111), wie das Niederländische Clearing-Jnsttt1tt_ 1111111111, d1c Em- zahlungen auf das Deutschlandkonto dcr Ntcdcrland1chcn Bank auf 142,40 gegen 137,42 Mill. ?fl- 011.1 „15; August 1935. on 111810111 Betrag Waren 22,14 (21,43) ür rnckstandtgc Forderungßn, 15,12 und.) für den Zinfendienst der Tawcs- nnd YonnY-Anxerbe sonne ?ür den Stillhaltedicnst, 5,70 (5,50) zur frcjcn ?crfngung per Reichsbank und 98,85 (94,77) Mill. hfl. fur neue unter das Clcartztg «fallende Forderungen bestimmt. Txr lxßtere Vetrag 091111110011 steh durcb AuZzahlun en des Nicdcrlandrschen Cleartngmshtuw um 95,32 (91,80) Milßbfl. Tie Einzabl11ngc_n bet der dcnncbcn Ver- rechnungskasse auf neue unter das Clearmg fancnde Fordcrnngxn betrugen 134,21 (129,94) Mill. hfl., Wovon 900 000 (mw,) vcr_mut11ch für deutsche Reisczwccke in Holland o_usbczablt nxurdqn. “Dre [este Auszahlnngsnummer dcs Niederlandjschen Clearmgsmstttnts War 102 819 (100 738).