„ _ , , M: «werb 77 r-1 . »ist- foebenimVer-
n Berlin, Hafenp aß 4,“ ers ienen. diesmal mancherlei Mitthei ungen .die “praktische Handha un der Arbetterschußkgeseßgebung kachteUSwerthe, durch Ve reibungen und S izzen näher
,. terte Vorschläge über Un allverhütung oder 'Bexämpfung erblicher Krankheiten, ferner vielfache, zum theil eingehende ußerungen iiber die Frage der Einfuhrung Zinessdgenanntrn i_tären Ma imalarbeitstages sowie auch fur weitere Kreise tere ante ittheilungen aus dcm (Hebixte der Arbeitsr- Wohl ahrtNinrichtungen. Der Preid des Werks betragt fur den nehefteten Abdruck 14,55 „16, fur den m Ganzlemen ge-
Bruer i
ck“* '. , „ “Xe Mtbalten au
„ Bundenen 15,25 9/6
Der Staatssekretär des Auswärtigen Amts, Stgats- “Minister von Bülow hat einen ihm Allerhqchst bermlligtrn Urlaub an etreten. Während der Abwesenheit drssxlben ist mit seiner ertretung der Unter=StaatHsekretäß erkltche Ge- heime Lrgations-Rath Freiherr von R1chthofcn betraut.
Der Kaiserliche Gesandte im Hgag, Wirkliche Geheime Rath Freiherr von den Brincken ist von dern ibm Aller: höchst ewiÜigtcn Urlaub auf seinen Postctx zuruckgekehrt und hat die (Geschäfte der Gesandtschaft wreder uberuommen.
Der ict e er 0_ li braunschweigischeGesandte Freiherr von CraYrimsZ Furzgßoéf hat Berlin mit längerem Urlaub perlassen.
er ici-e wei eri e Gesandte 1)r. Roth hat Berlin mit Klau?) LleasFdn. ZWsZrend seiner Abweseyhrii, fyizgrert der LegationdSe retär Dr. Leo Vogel als miertmtsttscher Geschäftsträger.
er ier e Köni li rumänische (Hrsandte 131“. A. Bcldi- “man?)athsickxgmit UKULF) nach Rumänien begeben. Während seiner Abwesenheit fungiert der chatwnS-Rath Cuciurano als Grschäftsträger.
Die Bevollmächti ten zum Bundeßrath Kßniglich württem- bergischen Ministeria :Direktoreii oon Échicker und von Fischer find von Berlin abgereist.
Der Wirkliche Gehcime Obrr-Vauratk) im Reichs-Eisen: bahnamt Streckert hat Berlin mit Urlaub verlassen.
Der Vorgeseßte der KöniÖlLichn General-Lotterie-Direktion, Geheime Ober-Finanz:Rath arcinowski hat einen scch§- wöchentlichen Urlaub angetreten.
Laut tele rapZiLscher Meldungen an das Ober-Kommanda der Marine ist F. . S. „Olga“, Kommandant: Kapitän- Lieutenant von Dassel, am 2. Juli von Tromsö in See egangen; S. M. S. „Oldenburg“, Kommandxmt: Korvetten- ?kapitän mit Oberst:LieutenantSranq Wahrendorfuf. ,ist arn 1. Juli in Tanger und der NeichsWoftdampfer „Konig“ mrt der abgelösten Besaßung S. M. S „Condor“' _ Führer: Lieutenant zur See Mommsen _, 0111 heutigen
age in Neapel angekommen und beabsichtigt, FHTW“ die Heimreise fortzuseßen; S. M. , „Gcter“, „ow- mandant: Korvetten-Kapitän Jacobsen, 1st_am 3. Juli 111 Kingston auf Jamaica angekommen und wrrd am 5. Juli nach Santiago de Cuba gehen; S. M. S. „Moltke“, Kom- maiidant: Korvetten-Ka itän mit Oberst-LikutenantSrang Schröder (Ludwig), 't am 3. Juli in Odde eingetroffen und bcabsichtigt, am 8. Juli nach Drontheim in See zu gehen.
Württemberg.
Die Kammer der Abgeordneten erledigtr, wie der „St.-A. f. W.“ berichtet, am Sonnabend zunächst die ab- weichenden Beschlüsse drr Ersten Kammer, zum Ertrags- Feucr esseß von 1873. Bei dem entscheidenden Art._173. es eescs, der die Befristung der Dauer dieses (Heseßes sowie den AUSgleich zwischen der Belastung von Landwirtbsthaft und von Gewerbe durch, emen Abzug am beiderseitigen Kataster cnthält, ergah sick) zu: gleich eine Debatte über die künftige Weiterfuhmxng der Steuerreform (VermögensstruerQa). Bei der Abstimmung wurde an der Befristung auf 6 Jahre (Erste Kammer: 9) festgehalten und bezüglich des Abzugs am Gewerbekatafter (früherer Beschluß: 50 Proz., Erste Kammer: 40 Proz.) der von der Kommission vorgeschlagenen Abstufung (60 Proz., 50 Proz. und 40 Proz. je nach der Höhe ch Steuer- kapitals) zugestimmt. In der Schlußabstimmung wurde der ganze Entwurf mit 65 gigen 10 Stimmen angenommen. Es folgte sodann die Berathung des Art. 17 Abs. 2 des Einkommensteuer eksxeßes. Nach dem Beschluß der Ersten Kammer soll jede ErJö ung des Einheitsfaßes der Einkommen- steuer der ordentlichen Geseßgebung vorbrhaltcn bleiben. Die Kommission hatte in erster Lesung 'die Zustimmung mit allen Zexn 1 Stimme abgelehnt, in weiter esung sie mit 6 6 en
timmen beschlossen. Der Neéerent, Abg. Gräber, empfaLl te ustimmung als eine Nothwcndigkeit, m_n das Scheitern der
teuerreform zu verhüten; der _Abg. Haußmann-Balingen befürwortete die Ablehnung im ]eßigen Zeitpunkt wegen des Zulsammenhangs der Frage mit der Vertaffungßrevision und erk ärte, daß ein Theil sriner Freunde ohne die Verfassungs- revifion auch die Steuerreform nicht bcwiUigen werde. Bei der Abstimmung wurde die Zustimmung mit 40 gegen
Stimmen abgelehnt.
Heffen.
Dem Staats-Minister ])1'. inger und dem Finan = ?Minister, Wirklichen Geheimen „ ath Weber ist, wie die „Darmstädter Zeitun “ meldet, die nachgesuchtr Verseßung in den Ruhestand gene migt worden. Seine, Konigliche Hoheit »der Groß er og hat zugleich beiden Ministern seine Aner- kennunß r izhre auSgeze1chneten Dienstje auSgesprochen. An Stelle es Staats-Mimsters Dr. FiYer ist der bisherige Pro- vinzial-Direktor in Mainz, Geheime ath Rothe zum Staats- .Minister und Minister des Innern ernannt worden.
Meckleuburg-Schwerin.
: Seine Hoheit der Mecklenburg ist*am 1. M. von,.Hamburg in Rabenst feld eingetroffen, wo Höchstderselbe bis zu seiner Genesung zu verweilen beabfichtigt.
Herzog Adolf Friedrich elzu d. n:-
" M am 1. 115911, i:“én , „1513657; Geßßkäfté für .Elsaß-Lothringcii“ :)er cntlixht die AllerhocFste nung,*betreffend die Errichtung einer Aerztekammer.
Oesterreirh-Ungarn.
Der Kaiser und die Kaiserin sind am Sonnabend von Wien in Ischl eingetro en. Von dort gedenkt die Kaiserin, wie die „Wiener tg.“ meldet, um die Mitte des Monats sich zum Kurgebrauck) nach Bad Nauheim zu be eben. Allerhöchstdiesclbe 1eidet, der „Pdl. Corr.“ zu- fo ge, schon „seit län erer Zeit an Anämie, welche sich durch die im leßten inter erfolgte ErkraUkung 011 schwerer Nervencntzündung (RSUÜÜZ), vrrbundrn mit. melwochiger Schlaflosigkeit, in bcträchtlichem Maße steigerte, tnfoxge wovon ein mäßiger Grad von Herzerwriierunq eintrat. Dicfcr giebt, bei völlig ruhigem Verhalten, zu ernsien Besorgnisscrx keinen Anlaß, jedoch wurde ärztlichrrseits dringlichst grrathen, m oben- genanntem Badr sich der dort geübten methddischrn Behandlung zur Kräftigung des erzmuskels zu imferztehen.
Der österreichi ck : ungarische Torpedo : Rammkrc-uzer „Maria Theresia“ ist gestern nach Santiago de Cuba abgegcmgcn. „ ' .
Die „Gazcta Lwowska“ meldet aus Limanova, daß im Dorfe Siekiercxyna in der _Nacht von Donnerstag u Frrita eine ilitärpatromlle von brwaffnetrn
auern üSerfaUen und daß auf seiten drr Bauern em S uß abgegeben worden sei. .Die Patrouille habe mit SZiissen geantwortet, es sei ]edock) niemand 'gstroffen worden. Der Kommandant der Miiitärwache _sei Mit Mann- 1chaften zur Unterstiißmig hrrbcigeeilt Und habe ener 30 be- waffnrte Bauern rrblickt, welche in emen Wald fluchieten. Eine Untersuchung sei eingeleitet worden.
Der ungarische Handels:Ministcr von Daniel hat, dem „W. T. B.“ zufolge, zum 14. d. M. eine große qul- Erxquéte einberufen, welcher die ReJierixng Vorschläge bezüglich eines ungarischen autonomen Zo tartfs zur Vorbcrathung vorlegen wird.
Frankreich.
Der Präsident Faure hat sich, wie „W. T. B.“ berichtet, am Sonnabend mit seiner Gemahlin und Tochter von Paris nach Rambouillct be eben.
Der österreichis§z=ungarische Minister des Auswärtigen Graf (Holuchowski ist heute Vormittag zu kurzem Aufx'nthalt in Paris eingetroffr-n und wird sich alsbald zum Kurgebrauch nach dem Vogesenbad Vittel brgeben.
Rußland. Der Kaiser hat, wie „W. T. B.“ rrfährt, in diesen Tagen den russischen Gesandten in Athen Onu empfangen.
_ Italien.
betreffend die Ernennung der Unter- Staatssekretäre, find, wic „W. T. V.“_ mcldet, am Sonnabend erschienen. Ernannt wurden: Mariengo-Bastia für das Ministerium des Innern, Generql Tardrti fiir du's KriegS-Minifterium, Admiral Qurginr-PultrHF _fur, die Marine, Wolleuborg fiir dad Fimanz- Innsierrum, Constantini für Unterrickt, Colofimo für Ackerbau, Chiapusso für öffentliche rbsiten, Capaldo für Posten und Telegraphen, Zcppa für das Schaßamt und Bonardi für Justiz.
Die Dekrete,
Spanien.
Der Miniskerraih trat, wie „W. T. B.“ aus Madrid meldet, am Sonnabend und gcstrrn zusammen. Ueber die gefaßten Beschlüsse vrrlautet noch uicht?» __
Die „(Hazeta de Madrid“ vcröffrniltcht Dekrete, durch welche dcr Gesandte in Lima Arollano zum «Yandten in Buenos Aires an Stelle Duran's, welcher zum": tritt, und der diplomatische Agent in Kairo Kojas zum Gesandtcn'in Caracas ernannt wird an Steile Castros, welch6r „nach Kairo verseßt wird, _ Dasselbe Blatt publiziert ferner einen Erlaß, in welchem 26000 Mann zu den Waffen gerufen wrrdrn.
Die Kriegsabgabcn, welchc 111 drm von der „Kammer angenommrnen Budget vorgesehen sind, bcséchrn m sm_em Ausfuhrzoli von 21/2 Proz. dcs Ungefährén Werthcs der ms Ausland ausgeführten Wanken. .
Bei einem am Freitag Abcnd in Madrid abgehaltene'n Bankett hielt Romero Robiedo eine heftige'Rcdc gegeii die Re ierung, welche er beschuldigte, fich gänzlich unthättg zu ver alten und ohne eigene Direkiive (11125 drn (Hencralen und den Admiralen zu Überlassen. Romcro R0_b1cdo vertrat die Ansicht, daß der Moment gekommen 121, wo iiber den Yieden direkt mit dem Feinde verhandelt wcrdrn muse. Die taatSeinrichtun_ cn seien in Gefahr, aber das Volk bleibe, und man müsse das eleatrxrland schirßen.
SchWeiz. Die Session der Bundcsversammlunkzs ist vorgestern 1 c
geschlossen worden. Eine außsrordentlirhe Herb ssion beginnt am 24. Oktober.
Türkei.
Dem Wiener „Telegr.-Korresp.:Vureau“ wird aus Kon: stantinopel berichtet, daß der rus_sische Botschafter der Pforte neuerdings eine Note Überreicht habe, in welcher a_uf der Heimkehr der nach dem Kaukasus geflüchteten Armcmer bestanden werde. ' . '
Demselben Bureau zufolge Wird, auf Antrag der russischen Regierim , der Pforte m Betreff der jüngsten provisortsZen Re elung der kretensischen Angelegenheit eine 5 ii- thekzlung durckß die Botschafter zu ehen, welche in einer am Freitag abge altenen Berathun m Entwurf angenommen wurde. Danach soll die Anfr.“ terhaltung der Ordnung im Innrrn der Insel eincm Comité der kretischen National- versammlung unter Ueberwachung dcr Admirale anvertraut werden, welche das Recht haben, das Comité abzuberufen, eine Gendarmerie zu errichten und die Verwaltung der Städte fest- zustellen. Das Küstengebiet soll wie biHher dem Admiralitäts- rath anvertraut bleiben. Jeder Botschafter werde einzeln der Pforte die betreffende MittheilunZ machen. .
Nach einer den türkischen Blattern ugegangenen offiziellen Mittheilung YU der Fürst von, ontenegrq an den Sultan em elegramm gerichtet, m welchem er scinexx Dank
r die zur HersteUung der Ordnun m Berana ergriffenen
aßnahmen ausspricht. I: dem g eichen weck habe der Fürst auch dem türkischen esandten in Cetin e einen Besuch abgestattet. *
eror'd; '
. Die Skitßs- tina “hat einen Adre auss uß von 23 Mit- gliedern gewählt,chwelcher alsbald seine ZerhaÉdlungen begann.
Amerika.
Ein aus Havanna in Madrid eingetroffenes amtliches Telegramm des Marschalis Blanco vom 1. Juli besagt: Heute Mittag wurde Santiago heftig angegriffen; dem Feinde gelang cs, die vorgeschobene Stellung Comas ber San Juan nach dreistündigem hartnäckigen Widerstands zu nehmen, Die (Geschüße smd gerettet „worden, obgleich die Hälfte unserer Streitkräfte kampfunfähig gemacht war. Der Kommandant, General Linares wurde schwcr am Arm verwundet und gab das Kommando an den General Tqral ab. Beträcbtliche feindliche Streitkräfte griffen am Vormtttag Punta el Canet) an, doch wurden sie von dem General Vara de Rey zurück- geworfen. Am Abend begann der Kampf von_ neuem, kam aber in Punta el Canet) nach ener ischcm Widerstand zum Stehen. Die Verluste sind sehr *großg. _ Eine weitere amt- liche Depesche meldet, daß drr Grneral Vara de Re:) bei einem dritten Angriff der Amerikaner auf PUUW el Canet), wo er mit weniger als 500 Mann Widcrstand geleistet habe, _qx'fallrn fei; ferner wird „bestätigt, daß die beiden Flügel- Adjutanten des Generals Linares getödtet worden seien. Der Verlust der Amerikaner bejraqe mehr als 2000 Mann. _ Urber die von den Generqlen EScario und Pareja bcfshligten Verstärkungen für Santiago seien keine Nachrichlen ein- etro en. g Zrivaidcpeschrn msldrn Über das Gefecht bei Santia 0 folgende Einzelheiten: General Shaftrr verfüntc über 170 Mann mid 82 Geschüße und, wurde von 6000 Aufständischen unterstüßt, während die Spanier nur 2000 Mann zur Verfügun Hatten. DerKampfdaucrte dretStunden. Dre Spanicrzogcn sicZ in voller Ordnungzurück. Der Obkrst Ordofirz und die Majors La Msdrid und Araiz wurden verwundet. Bel Punta el =Canet) haben drei Gefechte stattgefunden; im erstrn wurden die Amerikaner zurückgeschlagcn. Der NuSgang des Gefechts ist unbc-kannt. Zn demselben ist der Major Dominguez gefallen und General Vara de Rey verwundet worden.
Von am erikanischer Serie wird über die Kämpfe bei Santiago Fol endes berichtet:
Der Korrepondent des „New York Herald“ in Playa del Este Meldrt über den Kampf folgende Einzelbeitrn: (General Sbafier griff am Freitag Vormittag die Außenwerke Von Santiago mit Nachdruck an, und zwar gingen die Amerikaner nach drei Rich-
tungen bin dor. Die Generale Lawton und Wheeler Yriffen Punta el Canéy an, während Kent gegen Aguadores vorrü te. Cajixto
Garcia näherte fich gleichzeitig mit den Cubanern Punta el Cancy -
don Südwestrn her. Die übrigen amerikanischen Divisionen bildrten von der Küste bis zu den nördlichen VertbridiZungswerkrn des spanischen (Generals Linares eine starke Frontlinie. ( ie Flotten der Amrrikaner und Spanier betbeiligten Tick) Von Anfang an am Kampf. Wahrend die Schiffe Sampson's de Battertkn von Aguadores zu zrrstörcn suchten, richtetrn die Schiffe Ccrvera's ibre Granaisrhüffe ngin die Angriffslinirn drr Amerikaner und (Cubaner. Dem Kampf eröffneten an der Spitze der Truppen zwei „Batterien leichter Artillerie unter dem Befehl des Generals Sbafter, indem sir Punta sl Camry ap,:riffrn. (Gsm'ral Wbeklr'r mit der Kadaüerie und Garcia mit den Culxanern Ylossrn s1chibm an, bald daraufauchawton. EineZeitlang schlngrn sich die Spamer mit dem Mathe der Verzweiflung, um Punta e_l Camry zu „irrten, jedoch gewannen die Amerikaner “Schritt für Schrttt an Terram und warfen die Spanier zurück. Kent, der Kommandeur _des Zentrums der Strritkräftc, brach gleichzeitig _ararn Agrerores bm aus. 'Nach dicser Ort murxxe erbittert vertbeidtgt. Die SJUffe der Amerikane-r nahmen die spanischen Linien an diesrr «16118, untrr “deftigrs Feuer; die Sch1ffe Sampson's bombardiertrn dir westlxcd dom Fort Morro gelegenen Bescsttgmtgcn und lrgtc-n fir m Trummer. Srbiirßlick) mußten die Spanier sich „aus Yunra el Cami) 11110 Aguadorrs in dsr Richtung auf „Santiago zuruckztehkn, uxtd"rs bildrn j-xßt die Strcitkrästc der Amerikaner und Cubaner dom O_ud- wrsten bis zum Norden der Stadt 61116 ununterbrochene Ltntr. Währcnd des Kampfes dcwatfrn die Spanier die amrrikanijchcn Linirn mit Granatrn; cine ganze Kompagßic drr Amerikaner wurde im Vor- rückr'n vernichtet. Genkral Sbafter drang bis zu den _dercn' der Stadt dor. Erst bei Anbruch der Nacht hörte dcr Kampf für dlésc'n Tag auf. Am Sommbknd ernrurric die Armee General Shqftrr's mi? TageMnbruch den Kampf. Währrud die Trupprn drr Amerikanrr zwischrn Punta el Camry und Santiaxw von Nordostrn drr drangtrn, stirßsn andere Abtheilungen don Süden der Vor, und wieder andere marschierten geßen Osten und gcgen das Zrntrum der Stadt. Die gesazmmte lotte bombardierte obne Untrrbrecbung die Batterien des Hafens. ins maskiertr spanische Batterts eröffnete das Feuer grgrn ein Regiment Frxéiwilliser, das rinen Fußpfqd hinauffiomm, und richtete in den Gliedern drssrlben große _Verhrrruna „an. Adrr das ngiment hielt sich dr;1v,dertrir'b di? Spamer Und brach2c ihnen großr Verluste bei. Auch die irrcgulärc Kadallerie sah sich am Sonnabend frixh eincm srbr lebhaften Feuer angsjcßt. Ein heftiger Kazupf 6111w1ck9116 sich bei San Juan, drr 1W21 Stunden dauerte und insol-„ze de' an die Spanier sichschließlich Liligst auf Santiago zurückzogen. 5 ch mr_gter Kavaüerie, unterstüßt Von 2 Rrgimrntrrn Infanterie, nahmen San Juan, aber die Verluste waren empfindlich. Ein ,Ballonj, der am Freitag zur Auwendung kam, [erstete treffltche Dienste, abxr rs gelan den Spanirrn, denselben zum Bersten zu bringen. Das Hospital “m Sidoney ist mit VerMmdrten grfullt, ebenso auch das Hospitalschiff Texas. '
Eine Depesche des Generalsz Shafter, datiert a_us drm Lagrr bei Sevilla vom 3. Juli, besagt: Santiago ist vdll: ständig umringt im Norden urid im Osten„ aber die Em- scbließungskelte ist sehr schwqch m der Nahe; der Siadx. Ich finde diese so stark vertheidtgt, daß es mxr iznmdgltchnscm wird, dicStadt im Sturm zu nehmen mit den Streitkraften, uber die ick) gegenwärtig verfü e. _ 'Unsere Verluste hetragcn etwa 1000 Mann, aber die Liste i tndch nicht gufgcstellt. Wir haben wetztg Kranke, aber die Truppen smd erni'udet durch drr [tarke Htße und durch die Anstrengungen wahrend der Sch acht. Am Freitag dauerte das Gewehrfeucr fast um,:nt'crbroche'n egen die Laufgräben. Wir haben ziemliche Schmierigkert die ahx; ur General theeler i schwrr tlich heute hinter die Front
straße hinter uns passierbar zu erhalten, da die eZe
den Regen aufgeweicht sind. erkrankt und wrrd vorausfi „ gebracht werden; auch General oung ldt sehr krank und muß das Bett hüten. GcneralHawkms' mr_rr e l_eicht am Fuße ver- wundet bei einem Ausfalle, den die "'Spamcr am Sonnabend Abend machten, der aber glänlLend zurucYgeschlagen wurde. Drr spanixche General Pando _so , ziach einer Meldung (Hamas mit Mann in Santiago eingetroffen sein. _ Ueber cin Gefecht, welches_ am „Sonnabend zwrschen amerikanischm und spanischen Kriegsschiffen irn „Hafen vdn Manzani lo stattgefunden at, meldet eine in London em- etroffene Depesche vom 3. d. * . Folgendes: Als der Admiral &son in Erfahrung gebracht hatte, da 3 spams 6 Tor- pedoboote in Manzaniüo eien, gab er der „ ist“, der ornet“ und der „Wampatuck“ Be chl, dieselben Yu vernichten. Öle Amo- rikaner drangen in den Ha en ein, woselb t sich 9 spanische Schiffr, darunter ein Torpedoboot und ein Kreuzer, bexarxden, die sichelförmig unter dem Schuße der Strandbatterten und
ck "Ml Mm ommenx“ hatten.] Dek" . am?)? dar??“ mehrere Ytsndeéi. KIU Amerikaner “bohrten „
ein Kanonenboot in den Grund", ebenso eine Schaluppe und
Ponton und beschädig
einen “Aber
die Strandbatterien.
Granaten getroffen, und die mußte die „.Hornet“ zurückschleppen, Wampatuck“ den RückzuÉ vor der spanischen
fecbt geseyt. Die „Hist“
während die „
Uebermacht deckte. Die amerikanischen
Kurissima Concepcion“ und anzanilw. sie ein spanisches Kanonenboo
ten mehrere Kanonenbooie und die „His“ wurde elfmal von „Hornet“ wurde außer Ge-
chiffe bemerkten die zwei große TranSportschiffe in
Die „Hist“ dran? in die NeZuirabay em wo 11
t den Grun bohrte und auf
ein Truppentran-Zportscküff Jagd machte, das scheiterte.
Wie das „Neuter'sche Bureau“ gestrigen Tage erfährt, hat das
afcn von Santiago ein ervera's zerstört habe. - die gesammte Flotte, mit -zerstört und an
Femacht, daß der Admiral S
der Küste
aus Washington vom „Weiße Haus“ bekannt ampson.„am Sonntag in den edrungen sei und die Flotte as Kriegs:Drpartement meldet, Aanahme eines Schiffes, sri verbrannt worden. Das
„Weiße Haus“ erhielt nachfolgende Drp9sche vom General
Shaftcr aus Playa del Este vom 3.
d. M,: „chte früh
habe ich die Uebergabe Santiagos gefordert und gedroht, die
Stadt zu bombardicren. ergeben.“
Ich glaube, die Stadt wird fich
Die „Times“meldet, nach eiuer Drprfche des „New York Herald“ aus Washington, daß 15 000 Mann Verstärkungen sobald als möglich von Tampa abgesandt werden sollten. Der General Miles werde sich zur Front begeben und den Ober- befehl über die gesammte Armee übernehmen.
Der Marine-Sekretär Long hat, dem „W. T. V.“ zu-
folgs,
erklärt, daß das (Geschwader des Admirals Watson
in einigen Tagen nach Spanirn ahsegeln werde, selbst wenn Admiral Camara nach Spanien “zuruckfchren sollte.
Asien.
Die „Times“ meldet aus Der „Avenir du Tonkin“, beri tet,
ongkong vom 2. d. M.: daß die Chinesen in
Kwang = Tshau - Wan sich geweigert hätten, dem Kock) der „Duguay Tronin“ zu erlauben, an Land zu gehen und Lrbens-
mittel einzukaufen.
Darauf seien die
ranzoscn mit Gewalt
elandet und hätten 20 Eingrborene fetgenommen, wrlche als
eiseln zurückbehalten worde LebenSmitteln beendet gewesen In einem aus Manila
getroffenen amtlichen Telegramm
der Philippinen heißt es: sehr ernst. In der Bucht zwar deutsche, General Monet
französische, ist unter Gefechten mit 1000
11f „seien, bis die Einnahme von ei. Übrr Hongkong in Madrid ein- des General-Gouverncurs Die: Lage ist nach wie vor liegen 15 Kriegsschiffr, und ]apanischs und britische. Mann in
Macabcbe angekommen, wo er sich verschanzt Hat. Wenn der Feind bis Fur Hauptstadt vordringt, wird General Monet auf
meinen Be
el)! den Rückweg zu cr'wingcn suchen, um mir zu
Hilfe zu kommen, obglsich ici) sel st dies für schwierig halte. Das „Reuter'sche Burrau“ erfährt atis Hongkong, daß der
Aviso „Zafiro“ heute aus DAZrskrlbc S d d „ emg“ „ t) ner)“ un , nischen Verstärkungömannscha cing-ItrofLen seien. Auf der die La
Detachcmcni dort seine Beamten Ausschiffung der Truppen bcgonnen.
gelassen.
bringe die Nachricht ,
ronen-Jnseln genommen und ein Der spanische Gouverneur und seien nach Cavite mitgeführt worden. Die
Cavite dort angekommen sei. daß die TransPortschiffe ,Australia“ mit den amerika: sten am 30. Juni in Cavite Fahrt hättcn die Amerikaner Truppen-
in Cavite habe am 1. Juli
Afrika.
Dcm „Reuter'schcn Burrau“ wird aus Kairo grmcldct, das; sick) der thdivc heute an Bord der Yacht „Mal)russa“
rxach Korfu und sodann nach sichtlich dürfte der .thdive bcsuchcn.
Triest dcgcden werds. Voraus- auch Tirol und die Schwciz
Das Geschwader des Admirals Camara befand sich
gestern noch
immer „außerhalb des Hafens von Port Said.
Dic Wittrrung war in den leßtcn Tagen nicht günstig für die
Einnayine von Kohlen.
Nr. 27 des „Centralblat
ts für das De-„utsäye Reich“,
beraußgegozbkn im Reichsamt des Jnnrrn, dym 1. Juli, hat fokqendcn
Inhalt: !) Auswanrrrungs-We Beförderung Von Auswanderkrn;
srn: Ertbeiluna der Erlaubniß zur _ AuOnabmcn yon den Vorschristen
übér Auswandererschiffr. _ 2) Zoll- und Steurr-Wesen: Akänderung
des Brgleitscbrin-chnlatidö und
von Zollformularen; _ Ergänzung
drs § 21 des Regulativs für Priwattt'anfitlager; _ Bcsteüung cines
Stations-Kontroleurs; _ C Kontrolrurs. _ 3) Konsulat-Wes zur Vornahme von Erkhcilung. _ 4) dem R-xichsgrbiet.
baraktererk-öbung eines Stations- en: Ernc-nnumi; _ Ermächtigungrn
iviistands-Aktcn ; _ Entlaffungen; _ Exkquatur- olizki-Wefcn: Auéweisung von Außländern aus
„ Statistik und Volké'wirthsthaft. Dkk Hypothekenbewegung in Preußen 1886/87 bis 1896/97.
(Stat. Korr.) Vom 1. A ri find in den Städten sowie inpd
[ 1886 bis zum 31. März 1897 en Landakmeinden und Gutsdrzirken
mit städtischem Wesen, insbrsondere Fabrikorten und Vorortszxcmrin-
den der Großstädte, schulden eingetra en, unabme der «uchverschuldun ammergcricht zu 5,88 Milliarden an Eintragungen vcrscbuldung von 3,17 Milliarden, älfte dcr Gesammtsumme auf. ändlichem Charakter betrugen die
5,18, die Mehrvrrscbulduna 2,10 Mill
Mark, und zwar belief si [Ö?tere 1886/87. . auf 133,16 Mi . ark 1887/88. . „ 88,03 „ „ 1888/89. . „, 121,02 „ 1889/90. . „ 179,13 „ 1890/91. . „, 156,37 „ 1891/92. . „ 206,65 „ . Die Zuwachsziffer wird also von 1896 97 den böch ten Stand erret
Berlin (1 ein wies bei
15,67 Milliarden an Hypotheken und Grund- dagegen 8,04 gelöscht worden, sodaß sich rine
um 7,62 Milliarden ergab. Das einer Summe von und 2,70 an Löschungen eine Mehr- also nicht viel Weniger als der In sämmtlicben Gemeinden mit Eintrakzungen 7,28, die Löschungen
arden (2100,73 Millionen)
1892/93 . . auf 208,68 Mill. Mark 1893/94 . . „ 228,29 „ „ 1894/95. . „ 237,28 , „ 1895/96. . ., 264,61 „, „ 1896/97. . „ 277,50 „
abr zu Jahr größer und at 1. I. cht. Dabei vollzieht sich kixin nicht
uner eblicher Bru theil der Löschungen im Ans luffe an eine Zwangs-
verstei erung, auch hier wurde die höchste iffer 1896/ 7, die niedrigste mit 34,80 i. I. 1890 91 erreiclt Will man einen tieferen Einblick in die
ijt 55,58 M.)
edeutung der zunehmen-
den Verschuldung des platten Landes gewinnen, so Wi eine Betrachtung
nach den verschiedenen Landestbeilen unerläßlich.
bier nur für die einzelnen Ober- |ck
Da ergiebt
: können dieHelbe Landeögericbts-Bezirke durcbfü ren. 1
_ „ „„La / gericbtsbeskrken Köni sberg 1. Pr. . Mar enwerder . . . Berlin '
* . * 1. 1891179751168- eine MeéFersckpuldun “vori ' 147,49 Millionon Mark 20,91 Ylkillionen Mark 50,71 „ ' 6,69 . ...... 225,92 _0,36 Stettin ..... 87.94 9,20 Posen ...... 33,30 11.75 Breslau . 323,85 30,01 Naumburg (1. Saale 254,91 25,73 Kiel ....... 150,98 17,02 Celle ...... 249,81 26,07 amm ..... “. 308,56 64,44 assel . . . . _. . 20,68 857 Frankfurt a. Mam . 25,80 5,98 Köln ..... ; . 215,88 50,93 Jena, preuß. Theil . 4,89 „ 0,56 „
' Jm 1cßien Jahre zeigen aiso die ländl en Bezirke drs Kammer- gertcbts eme _ Weznn auch geringe _ Adna me der Verschuldung; den Vrzirken Martexiwerder und Posen hat sich zeitrveise ebenfaÜs ein Uebergervicbt der Loschungen infolge von Zwangddersteigcrungen und Käufen der Anfiedrlungskommission, tn Cassel und Frank- furt a. M. im Zusammenhang mit der Grundbuckyrkgulierung hcquaesteUY _ Die gksammte buchmäßige Mehrversckyuldung don 2100,73 Mikltonen betragt etwas mchr als das Fünffache des ge- sammten ländlichen Grundsiéurr-Rrinertrass, während der Verkaufs- rvertb des landlicben Grundbefißrs ohne das bewegliche Inventar in dcn Jahren 1871_1881 brkanntltcb durchschnittlich auf das 63.351696 drs Grundstenrr-Rci [[t wurdr'. Würde also die buch-
nau entsprechen _
„ „ , ein einzelnes Jahr,
wohl für eme lqngrre JabreSreibe annähernd zutreffen wird _,
und wären ferner_dte Bodenwkrthe beute dieselben wie vor zwei
Iabrzehnjcn, fo batte also der ländliche Grundbksiß in 11 Jahren fast ein Zwölftel setn€s Wrrtbs an die Gläubiger abgeben müssen.
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Z ur Arbeiterbewegung.
„Aus Lüdeck' wird der „Köln. Ztg.“ unter dem 1. Juli qr- scbrteben: Dre htesrgrn MaZrer und Zimmerer find in eine Lobubewrguna em,;etrcten. Sie fordern von drn Meistern die Er- höhung des Stundrnlohqs um 2 „3 und drohen mit einrm Auxsiand, wenn ' bis zum 15. Juli bewillth ist. '
jeßt ein"? ablehnende Haltung ein, sind aber nicht abgeneigt, zum 1. April nacbstc'n I7bres eine Lohnaufbesserung ein- treten zu lassen. Aus Trient meldet „.W T. B.“: Der aÜgrmeinr Maurrr- ausstand ist beendet. Die Mrister babrn die Forderung der Aus- ständigen, betreffend die zebnstündige Arbeitszeit, angenommen.
Kunst uud-,Wissenschaft.
In der [Wien Sitzung der Gesellschaft für Erdkunde vor Bsginn der Sommerferien, am Sonnabend, den 2.Ju1i, begrüßte der Vorsißendr, Geheime Rr ierungS-Rath Freibrrr von Richthofen drn aris der Südsee“ Uiücklil'h eimgekedrten Profrssor Carl von den Strinrn und den Professor ' f der_ unlängst aus Egypt?" wirdrr ringetroffrn ' Versammlunq wrkend war auch Dr. Gerbard_Schott aas Hamburg. drffen am 1. August bedorstebendrr Abreike zu der, vom Deutschen Rrich mit erheblichen (Geldmittrin unterstü ten Tiefsee - Korschung im Atlautsschen und Indischen Ozean vom“ orfi enden geda t wurde. _ Den er ten Vortrag des Abends hielt 1)r. einardus „ " den Zusammenhang unseres wintrrlichc'n Klimas mit dem Golfstrom“. Ein Wintrr, wie der leßtr, so führte der Vor- tragende aus, sei dom statistisch€n und naturwissenschafsückyen Skand- punkt aus ein ungewöhnlichks EreigniL; in der WitterungSgeschichte und lege die Frage brsonderö nabe, wie uropa zu einem winterlichen Klima komme, das durchschnittlich am Nordkap und unter 709 Breite im nördlickosten Norwcscn nicht kälter sei als am mittleren Mississippi und an der Mündung des Hoangho. Die Antwort, d-2ß dies drm Golf- strom zu danken sci, ist im Mundr jrdes Gebildetcn. Diese Er- kenntniß ist indessen weniLxZ3 älter als Hundert Jahre und Benjamin Franklin zu verdankrn. ie aber drr Golfstrom gerade an den Küsten Europas ein mildrs Klima Erzrugt, während er doch z. B. an der amerikanischen Ostküste, die er auch bespült, nicht die gleiche Wirkung bervorruft, das ist weiteren Krriscn wohl nicht genügend bekannt. Der Grund liegt im wesentlichen darin, daß der in zwei gro en Zwrigrn, dem loridasirqm und dem Antiüenstrom, aus den tropft" rn ' ieeren nach 9 01.de aussteigknde Golfstrom bei 400 n. B. sich östlich und in ganzer Breite: gcgen unsere Küsten wendet, und daß er zumeist beqleiiet ist von Windströmungen leicbc-r Richtung, jc-nen durch die
Üsrnbewegung der Erde nach OZen abgelenkten Aequatorial-Luft- strömunaen, derc'n ursprüngliche Wärme durch die Berührung mit der warmen Mrsreßströmung erhalten und gefördert wird. Hierzu kommt, die Wirkung wesentlich steigernd, daß der (Golfstrom in seinen beiden aroßcn Verzweiaungen seine Maximal-Geschwindigkeit und seine höchste Temperatur auf seiner linken, also der nördlichen Seite hat, was die Tolar 158115 der Gcstaltun des Meeresbydens theils der in höherer * reite stärker wehenden assntwinde ixt. Gerade diff?!“ wärmrre Thkil des Golfstromrs gelangt aber an die nördlichen Gestade Europas. Es ist ferner naheliegend, daß die ur bei esten Jahrerit aus den Tropen gcgen Norden abflicßcnden 5 ieeres trömungcn, also die am meisten erwärmten. an die europäischen Küsten erst im Hrrbst und Winter gelangen, die kühleren da- grczcn im rükyjabr und Sommrr. Es bedingt dies eine rrkntive Erw rmun-„z im Wéntcr und eine telalive Abkühlung im Sommer. Kommt Hierzu die günstige Gestaltung der europäischen Küsten, welche mit geringen NuInaHmen den warmen Seewinden den Eintritt in das Binnenland nicbt erschweren, sowie die nach Oficn umbiegende norwegische Küste, welche dem (Golfstrom den Eintritt in das nördliche (EiStneer estattet, so wird es klar, wie alle diese Ur- sachen die seiner Öreite arnirht entsprechenden, überaus günstigen klimatischen Verhältnisse Europas hervorrufen müssen. Ganz anders würde sich für Nord - Europa das Klima geijalten, wenn die norwe ische Küste jene Bie ung ni t machte, sondern in nordöstli er Riehtung weiterverliee. Ebrno wür-“en bfohe Nandgcbirße stark abküblrnd wirken, wovon der Brweis in dem vtelgenanntsn A aska vorliegt, das ähnlich wie Norwegen Von einer warmen Meeresströmung bespült wird, das sich daraus ergebende milde Klima aber nur an seinem schmalen Küstensaume brsi 1, während jenseits der oben Rand ebirge ein arktisches Klima berrs t. T_)er Fr aus, daß der Meteorologie be-
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Anfang gemacht ist, da man kaum damit begonnen
hat, die wechselnden Temperaturen der Meeresströmungen genau fest- zustellen. Indessen ist bereits ein überraschender Paralleliömus zwischen den Temperaturen des (Golfstromes und dm Luftdruck- f wankunJen ermittelt und, was für die Wetterprognose besonders wchtig, e n ParaUeliSmus zwischen den ersteren Temperaturen und den drei oder vier Monate später in Europa eintretenden Lufttemperaturen. Die Temperatur des (Golfstromes ist „die Resultanie aus unzähligen Vorursacben, aucb muß es Krafte geben, welche die einmal aufgetretenen Di erenzen lange aufrechterhalten, die einmal eingetretene Gleichgewi tsstörung zu er- kalten sich bestrebexx. ,Wabrscheinlich liegen diese Ursachen in der Wechselwirkun zwischen Waffer- und Luftströmungen; aber diese Beziehungen nd zum größten Theil noch verbot en. Kein Zweifel, daß es mit der Zeit der Wiffenschaft in immer Zöberem Grade ge- lingen wird, zu ermitteln, welche Wech elbeziebungen zwis en den festen, flüssiFn und gasförmigen üllen des Erdba es bestehen. Von en Erfolgen in dieser Richtung wird es
im wesentlichen abhängen, ob wir in Fragen des Wetters
wißenscbaftliche "Expedition, gefuhrt bat. absoluter öbe noch 346 Seine r ative Höhe Bergriesen in den Ebene,
durch den avafchutt, in
Thal roUt. Wafferader bar Pt; selbst zur aÜes Wasser an .
vor. Man fand hier einen ein Maximum- und
drm brrrscbenden orkanartiß Bestrigung drs Ararat (;
[sbendig sein. bald heißt eine SteUe der zeigt man den
Ge
hielt am 18. und 19. Juni 24. ordentiiche Siyung ad.
Heinemann, der an die Uniderfität arworden. Als Akif lied Sachs . Die 5011 der Von den Geschichtsquelien gabe gklcxngen: Erfurt vom StadtarchiVar
stiftes Merseburg. Band des
anderer Veröffentlicbun en
fördert worden.
Aussicht genommrn.
ck in näckster Zeit daran
rüstig vorwärts ges ritten. Tafel, die Schulen berechnet ift
können.
Duderstadt, wel e der tbüringgaues, bearbeitet
])r. Julius Le
Broschüre erschienen.
ge enüber,
Grund
die Frage unter ucbt
Die geistvo e Ausfübum jetzt als todt auSge
ZWEI deschaffen werden,
dient die cacbtun aller
Kunstübuna interes eren.
_ Weiten“ "_ _, da“,. über eine. B'e'fieiauns des Ar
übercat erbeblicko südamer kanischen aus der die beiden _ fast unvermittelt sich erheben, hat nur 800 m Meereshöhe. Bei der mit AUSnabme des 3114 m hoben kleinen“ Ararat, welcher noch einen kleinen Waldbestand aufweist 9 nzlicb kahlen Beschaffenheit des Gebirges it der Aufstieg äußerst 1; „ dem man mitunter onttef zu waten bat. Reckot gefährlich für Nachfolgende ist auch der Umstand, dqß sehr häufig locker aufliegendes Lavakzeröll unter den Füßen des Vera tetgers zu Eine Merkwürd
Ohne das in der _ mächtigen Eis- Stalaktiten in der Sonnenwärme abtropfende Wass würden die Reisenden Durst gelitten haben. Der Gipfel des gro“ Ararat, der nach 11siündigem Aufstieg am späten Nachmittgge erre:'cht wurde, stellt rin schneebedecktes Plateau Von nur 30111 tm Umfang
Urkundenbucbes der yorn Ober-Landeßgcrickyts-Direktor Bode in Braunschweig. Das Er- icbeinen des Urkundenbuches des Klosters Pforte: von Professor Dr. Böhme steht ebenfaUs in nächster Z
Oberlehrer ])1'. A. Pick über Von den „Bau- und Kunstdenkmälern der Provinz Sachsen“ ist die Besehreibun? des Kreises Jerichow 1 und des Kreises Halberstadt nahezu voUende
" Unter den Arbeiten an den vorgeschichtlichen Altcrtbümern
die von Dr. mos. Zschi6fche in Erfurt
und Beschreibung der vorgeschtchtlichen Wallburgen in der Provinz Sachsen zu Ende geführt und wird demnächst unter Beifügung einer Uebrrsicbtskarte gedruckt werden. _ Das Provinzial-Mufeum hat nach dem von dem Direktor Dr. Kaußscb auch im leyten Jahre wieder einen ni t unwesentlichen Zuwachs an geschichtlichen und vorgefchicht1ichen wissenschaftliche Ordnung und Aufsteüung wurde fortgeseßt, und die Anlrgang eines neuen Katalogö der Abbildun en und Ansi
ist ein sehr reger gewesen und _ Die auf Anregung des
Briten von drr Kommission beschloffene He vvr- und frühgeschichtlicher Gegenstände aus der Provinz Sachsen ist
zunä st für
Weise fortgeführt worden. Die Bearbeitung des 5 11 der Kreise Heilt enstadt, Worbis. Mühlhausen (Stadt und Land) und Geheime Regierungs-Ratb von Winßin erode ubernommen hatte, ist vollendet, das Wüstunéesverzeicbniß des ord-
von Prof. Dr. Her im Druck. _ Schließlich wurde der Haushaltsplan fur dasRech jahr 1898/99 aufgestellt und von der Versammlung angenommen.
der bisheri en S muckformen an
chrien wird ist noch
todt, und was als neuestes Leben geprkesen wird, noch lebendig. Aber das Eine ist si :, daß eiten keine Abmmg alten, neue Grund
“[
. , ' ée “' L_ im Herbst vorigen Jahres al ...
Der zuerst erstieghexß Hauptgipfel stel bei 155"-
Montblanc. soaar diejenige der Cordilleren; denn die, vulkanischen Häupter dcs Ararat
m er empor ass
eschwerlich und doppelt erschwert
gkeit besteht darin, daß drr erg jeder Zett der Schneeschmelze saugt der Ladaschuit Region des ewigen Sehnees von
Kasten vor, in welchem frühere Besteiger
Minimum-Thermometer zurück klassen hatten. Leßteres hatte als tiefste Temperatur _500 C. verzei net. Der groß- artigen Aussicht, die gleichzeitig den Spiegel des Schwarzen und des Kaspischen Vkeeres zu sehen gestattete, konnte man sich bei 1en Sturm nur kurze Zeit erfreuen. Die armenische Patriarch in Erivan bgtte 1ch große Mühe egeben, die Expedition zu Verbindern, und schließii man doch nicht erreichen, denn dieser Bis in das 10. Jahrhundert ist den Armeniern die bibli che Bedeutung des Ararat unbekannt gewesen; von da ab erst so „ Das Gebir e ist reich an Beziehungen auf Noah:
t den Armeniern als ein Frevel. Der
prophezeit, den ipfel werde liege unter Schnee begraben.
die Tradition laß, wo Noab die Arche verließ, bald
Ort, wo Noah nach dem Verkaufen der Wasirr sich die erste Hütte gebaut babkn folk. Leider hat auch diese Expedition ein Opfer gekostet, da einer der Tbeilnebmer. ein Herr Wladikawkas, akstürzte und erst am dritten Tage von Kosaken todt aufgefanden wurde. Von ganz koloffalen Abmessungen fand der Vor- tra ende die Wirkungen des großen Bergsturzes von 1840, 1136111321: die ?talt des Hauptgipfels etwas verändert hat.
Stober aus
.I.. I'.
Die Historische Kommission für die Provinz Sa sen
unter Leitung des Vorsißenden, Gebe men
Regierungs-Ratbs Professor Dr. Lindner in Neubaldensleben, ihre
Im verflossenen Verwaltungsjabre bat
die Kommijswn ein beworragendes Mitglied, den MuseumS-Direktor 1_)r, JuLius Schmidt, durch den Tod verloren. bisherige Verwalter des Söbriftführeramts, ist infolge seiner Berufung als ordentlicher Professor der Geschichte Tüdin en aus der schieden; sein Nachfolger, zunä st Vertretungsweise, ist ].)1'. Salchow
Profesor Dr. von
Kommission auSge-
ift eingetrejen Archivar Dr. Ausfeld in
Magdeburg; nrugrwä lt ist ])r. Döring, der Konservator der Provinz
Kommission geleitetrn Arbeiten, Unter-
nehmungen und Anstalten sind nach dem erstatteten Bericht auch in dem letzten Verwaltunquabre nach Möglichkeit gefördert worden.
werden noch in diesrm Jahre zur Aus-
der dritte Band des Urkundenbucbrs der Stadt,
131“. Bryer, das Urkundenbuch des Hoch-
bearbeitet von xxofcffor 1)r. Kehr, der dritte
adt Goslar, berauögegebm
' eit zu erwartcn. Eine Anzahl wie die des Urkundenbucbeß der Stadt
_ .S. dom Ober ebrer 1)r. Kohlmann, der Chronik des Konrad Stolle vom Gymnasial-Direktor ])r. feldischen Urkundenbuches von Profeffor 1)r. Jäger Für das Neu abrsblatt 1899 ist eine
furt und des Eichs- nd weiter ge- bbandlung vom cbiller in Lauebstädt im Jahre 1803 in
und wird in kürzester Zeit erscheinen
begonnene Untersuchung
eingereichten Verwaltungsbericht
ltertbümern crfabrkn. Die , (bien wird anschließen. Derz esuch der Sammlungen egen das Vorjahr erheblich gewackosen. imsters der eistlichrn 2c. Angelegrn-
rsLeÜung' einer Wandtafel
Noch in diesrm Jahre wird die kleinere den Gebrauch in den niederen
und die wichtigsten Gegenstände in
farbigen Abbildungen darstellt, der Oeffentlichkeit übergeben werden _ Die Arbeiten zur
Flurkartenforschun ssind in gewohnter tungsverzeichnises
[, befindet sieb bereits nungs-
Unter dem Titel .Das Moderne in der Kuni“ ift der Vortrag, drn der Direktor drr Sammlungen des Königli en Kunst- gewrrbrmuseums szsu Verlind, (Febäime V 11" sch
ing in er ie gen 9 swirt atli en Ge ell- schafigebalten hat, im Verla f ck s
Regierun s-Ratb, Professor
von Leonhard Simion in Berlin als erfasser entwickelt zunächst die Grund-
idre, aus welcher die „moderne Kunst“ entstanden ist und strüt _ indem er vorzugsweise das Kunstgewerbe ins Auge faßt _ einander was in den einzelnen FMKU der Kunstindustrie die „ lteu“ geschaffen und was da egend
zu, daß wahrhaft künstlerische & Kunst kzeschaffen worden sind, bestreitet a er die Mögli keit, daß ihre , ätze auf die Maffenbersteuung verwendbar se en;
würden dabei deren Erzeugni e rettungslos zur ormlok'l keit entarten. Da fich nun aber diese ken Kulturvolk geallen aße,
werden , was nach
e „ cuen“ anstreben. Er giebt ebraucbs egenftände von der modernen
vielmehr dem Abstrei'“
deren Stelle irrten wer . schließt mit den Worten:
lange lange ni t in einem Temko, von „dem bed n un en
die zunächst als „moderne n ' - _
treten, deren endgültige Ge taltung als „neue Kunst“ mit vorausxusa en niemand wi end genug ist.“
Die kleine B os ür vet- eise, die sich für Fragen dur: .Zu; imb „ .