„,x-:*. .*.- _, , „*.*. .., *. 4. » .. . _-, „ .
„.F.-;„ :-
. „*!*-.
';»; („.O-KFW T.“.p» «é. . _..
»?
. .:. «:......
li Würiiembergisghé Gesandie Freiherr
,. ' ig; 5.11, arm- ler hat Berlin mit längeremUrlaub verlassen.-
. Der hies: e Köni iich itaiieni Botschafter Graf Lanza “Yu Berlin mi? Urlau verlassen. s ährend einer Abwesenheit
, ,ngiert der Botsckzaftö-Sekretär Mattioli aSqualini als Grschäfis1räger.
Der hiesige Kaiserlich japanischeiGesandte Katsunosuke Inouyé hat Berlin für einige Zeit verlassen, um sil? nach elgien Lu begeben. Für die Dauer srmer Abwe enhert kun iert er Legations-Sekrctär T. Miyaoka als Ge- chä? sträger. '
„ Der Präsident der Königlichen EisenbahnWirektion-Berlin, Wirkliche Geheime Ober-Regterungs-Rath Krkanold ist "vom Urlaub zurückgekehrt und hat die Drenstgcschaste Wieder ubrr- nommen.
Laut telegraphischer Meldungen an das Obcr-Kommando der Marine find S. M. S. S. „HOhenzollern“ und
“ „Hela“, Kommandanten: Kontre-Admiral Freiherr von
Vodenhausrn bezw. Korvettcn-Kapitän Sornmcrwerck, am 16. d. M. in Drontheim ringrtroffen und heute wieder in See gegangen; S. M. S. „Lqreley“,Kommandanst: Korvetten:Kapiiän von Wißleben, ist am 16. d. M. m Sinope eingetroffen und heute wieder in See ge'ggngen; S. M. S. „Geier“, Kommandant: Korvetten - Kapitan Zac'obsen, ist am 16. d. M. in Vera Cruz eingetroffen und mird am 27. d. M. wieder in See geben; S". M. S. „Wolf“, KOMMÜUdaUtT Korvetten-Kapitän Schroder (thannes), ist am 11. d. M. in Lüderißducht rrngetroffexi; S. M. S. „Gefion“, Kommandant: Korvetten :Kapitan Follenius, hat am 16. d. M. Tfintau verlassen,_ ist am 17. d. M. in Shanghai eingetroffen und beabsichtigt, am 19. d. M. wieder in See u gehen; S. M._ S. „,I-rene“, Kommandant: Korvetten: apitän Obenhermer, ist am 17. d. M. in Tsintau eingetroffen.
Fulda, 18. Jali. Das Domkapitel Hat, dem „W. T. B.“ zufolgik, heute den Dompfarrer Adalbert
Endert zum Bischof von Fulda gewählt.
Sachsen-Coburg-Gotha.
Seine Königiiche Hoheit drr Herzog hat nach beendigier Kur Kissingen am Sonnabend vrrlaffen und sich zum Bssuck) Ihrer Majestät der Kaiserin Friedrich nack) Schloß Friedrichshof im Taunus begeben.
Reuß j. L.
Seim- Durchlaucht der Fürst hat fick) am Sonnabend zum Kurgebrauck) von Schleiz nach Wildbad (Hastcin begehrt:.
Frankreich.
In dem am Sonnabend abgehaltenen Ministerrajh machte der Minister des AuSwärtigen Delcassé den übrigen Mitgliedern des Kabinets Mittheilungen über die von den Admiraien gethanen Schriite zur Organisation der provisorischrn Regierung auf Kreta.
Rußland.
Einer Kaiserlichen Verfügung gemäß wird,wic„W. T. B.“ aus St. Petersburg meldet, in Seistan (Persien) ein Vize- Konsulat errichtet.
In dem Prozeß wegen des Aufstandes in Fergbana hat das Militärgericht in Andischan laut amtlichrr Mitthei- lung Folgendes verfügt: Von den 48 angekla ten Bewohnern Andischans wird ein Minderjähriger zu GcLängnißhaft vcr- urtheilt. (He en 45 der Angeklagten ist wegen bewaffneten Ueberfalles au russische Truopen auf Tod durch den Strang erkannt worden. Für 32 der Verurtbeiltcn wurde dic Umwand- lung der Todesstrafe in zwanziqxährige Strafarbeit nachgesucht und vom Kaiser genehmigt. wei Angeklagte wurdcn frei-
gesprochen. Italien.
Die anläßlick) der lcßtcn Unruhen zu den Waffrn ein- berufene Iahresklasse 1871 der Carabinieri ist wiedcr entlassen worden.
Spanien.
Wir „WT. B.“ aus Madrid meldet,s011die Regierung, dep dortigen Blättertr zufolge, beabfichtigen, durch die Ver- mrttelung des franzoststhen Botschafters Cambon in Friedens- verhaydlun en mit den Vrreinigten Staatcn einzutreten. Spawen sel daxmt einverstanden, daß in Cuba cine Volks- a bst imm u n g uber die künftigeNeYierungsform entscheide. _ Die beuie ersckzicnene „Correspondencia e ESpaüa“ veröffentlicht cinen Artikel uber die Schritte, welche bisher ethan worden sind, um die Frage der auf Grund einer Vol sabstimmung zu e- stgltenden zukünftigen Regierungsform Cubas zu lösen. _ in Fmanzblatt meint, die Cuba gemachten Vorschüffe überschritten den Betrag von 800 Millionen Pesetas.
Türkei.
Der Syltan empfing, dem „W. T. B.“ ufolge, am Sonnabend rn besonderer Audienz den StaatSZekretar des deutschen „ReichszPoitamts von Podbielski sowie den Direktor tm Reichs:Poftamt Sydow und den Ge eimen Ober-Pqstrath Gieseke. Der Legations-Natk] von S lözer steilte_ dieselben dem Sultan vor. _ Zu ELren des Staats- ekretars, von Podbielski fand gestern Aden ein Diner bei em Ministcr dcs Aeußern Tewfik 73ascha statt, zu welchem an der Direktor im Reichs-Potamt Sydow, dcr Geheime O er-Postrath Gieseke, der Legations-Rath von Schlözer, der erste Dragoman der deutschen Botschaft Testa und mehrere hohere turkische Regierungsbeamte Einladungen erhalten hatten.
Die Pforte _hat der kTerbischen Gesandtlschaft die Kündi- ung des tur'kisch-ser ichen Hande svertrags vom aßre 1888 nottfi iert, wel er demzufolge mit Ende dieses res außer Kra tritt.
*
Bulgarien. Der ürst und die Fürstin von Bulgarien sind, wie W. T. . .“ meidet, mit dem Prinzen Boris, in Begleitung ses Mimster-Pra denten Stoilow und des KriegxMinisiers
, Iwanow, an ord der russischen Yacht„Eriklik“ gestern von
ama nach Odessa abgereist.
, .
Amerkkai“.
?Die Grundlagen der Kapitulation von Santiago wurden wie „W. T. B.“ aus Washington be_r1chtet, am Sonnaéend früh kur nach Mitternacht unterzeichnet; Die amerikanischen KommiFsare wiesen die Aufforderun , sich in die Stadt zu begeben, zurück. Die Zusammenkunft und daher zwifchen den Linien statt.
In dem Kriegörat , weicher“ am Sonnabend in An- wesenheit des Präsidenten ; Kinley und der Sekretäre des Staatsdepartements, der Marine und des Kriegrs in Washington abgehalten wurde, wurde die ganze La e berathen; die allgemeine Ansicht ging dahin das; man fe t„ Porto Rico angreifen und das Ge chwader Wa on's an die spanischen Küsten senden müsse. Um 41/2 UYr'Nachmitia 2 wurde im Kriegodepartement durch Anschlag fo gende Depes 6 bekannt gemacht: Die Bedingungen der Uebergabe Santia os umfassen alle Truppen und alles Kriegsmaterial, welches ?ck) in dem durch das Uebergabeprotokoü bezeichneten Gebiete br- fmdet. Die Vereinigten Staaten verpflichten sick), in möglichst kurzer Zeit alle spanischen Truppen des in Frage kommenden (Gebietes nach Spanien über ufiihrcn. Die Truppen Werden sich, soweit dies möglich Kt, bei der (Garnison ein chiffen, der sir geaenwärtig angehören. Die spanischen Of ziere werden ihre Waffen behalten; die Unteroffiziere und gsmeinen Soldaten werden im Bcsiße derjenigen (Gegenstände bleiben, die ihnen persönlich gehören. Der spanische Kom- mandant ist ermächtigt, die militärischen Archive des den Amerikanern übergebenrn Gebiets mit sich zu nehmen. Den Freiwilligen, National arden undGuerillas wird erlaubt werden, wenn sie dies wüns cn, auf Cuba in Freiheit zu bleiben, unter der Verpflichxung, daf; ste für die Dauer des Krirges ihre „Waffen. ausliefern. Die spanischen Truppen werden Santtago mri militärischen Ehren verlassen und ihre Waffen Zur Verfügung der Amerikaner an einem noch zu verein- arenden Orte nicdrrlegcn.
Drr PräsidentMc Kinley und der Kxic ssekretär Alger ksxaben an den Gencral Shaftrr Depeschen ge andt, in welchen te ihrem Dank wie auch dcm1enigen dcs amerikanischrn Volkes für seine glänzenden Waffenthaten vor Santiago, dercn Re- sultat die Uebergabe der Stadtgewcsensci, Ausdruck geben. Der Präfidenifügte noch hinzu: „Ihre aUSgezeichnetrn Truppen haben nicht allem die Strapazen des Feldzuges und der Schlachten und die Opfer, welche in denselben gebracht werden müssen, ertragen, sondern auch in WitterungSunbildcn über Hindernisse ob 6 regt, von denen weniger tapfere und weni er ent- sch o ene Männer überwäitigt worden wären.“ Der JFräfidcnt schloß mit Theilnahmedezeugungen für die Kranken und die Verwundeten.
Gestern früh um 9 Uhr verließ die Gainison von Santiago unter dem Grncral Toral die Vrrschanzungrn und rückte in die amerikanischen Linien ein. ier wurden regi- menterweiie die Waffen niedergelegt. Glei zeitig wurde die spanische Flagge niedergeholt und an ihrer Stelle das ameri- kanische Banner gehisst.
Nach Angaben drs Generals Toral beläuft sich die Zahl der in das Vaterland zurückzusendenden Spanier auf etwa 24000 Mann.
Aus Washington vom heutigrn Tage meldet „W. TB.“ ferner: General Shafter telegrapyiert, eslecn seien 7000 (He- wehre und 600000 Patronen von en Spaniern aus- geliefert worden. An der Hafeneinfahrt ständen eine Anzahl guter moderner (Geschüße, ferner zwei Batterirn Gebirgs- Yfchüße und eine Salutbattrrie von fünf ohn BronzYeschüßem
ampfbarkaffen von der „Nrw Yor “ und „ rookiyn“ fuhren gestern früh in den Hafen von Santiago ein und untersuchten die Batterien, die Wracks dcr „Merrimac“ und der „Reina Mercedes“ sowie die Torpedostqtion. Sie fanden in dem Hafen sechs spanische Kauffahrteischrffe und ein kleines Kanonenboot. Die Torpedos wurden zum theil ent- fernt, um theil ur Explosion gebracht. Hierauf fuhr der Damp?“ des Rotßcn Kreuzes „State of Texas“ in denHafen, um den „Kranken und Verwundeten m Santiago Beistand zu leisten. Fast alle amerikanischen Kriegsschiffe liegen *eßt vor Guantanamo. Eini (: dcrfeibrn trcffen Vorbereitungen ür die Expedition nach * orto Rico. Der ilfskrruzrr „Yale“, mit dem öchstkommandierenden, (General iles, an Bord geht wahrs einlich heute oder morgen nach Porto Rico ab. General Miles erklärte, rs soUe unverzüglich eine Streit- macht nach Porto Rico efandt wxrden, welche genüge, um die Insel zu nehmen und l“Festzuhalten.
900Kriegsgefangcnc find gestern in Portsmouth (New Hampshire) an Land gese t worden. Von 1700 Gefangenen md 10 gestorben. Die erzte msinen, wenn die Gcfammi- ziffer der Todesfälic srch unter 500 werde halten lasscn, könne man von Glück sagen,
Der New Yorker „Tribune“ wird aus Washington ge- meldet, man wiise, daß drr Marschal] Blanco die mit der Uebergabe Santiagos unzufriedenen Obersten in der Umgegend der Stadt zum Widerstands gcgen den General Toral ermutdige, seitdem er erfahren habe, daß das gelbe Fieber unter den amerikanis en Truppen außgcbrocben sei, _ Nach einer Meldung es „New York Herald“ aus Havanna hätte Marschall Blanco erklärt: Es werde, falls er es verhindern könne, kein riede auf Grundlage der Aufgabe der spanischen Oberberrschat über Cuba geschlossen werden. Er bedauere, nicht mehr jung genug zu sein, um sein ganzes Leben für den beständigen Kampf gegen ein Volk, dessen einziger (He- danke die Schädigung seines geliebten Vaterlandes gewesen, hinzuÉeben.
ine in Madrid eingetroffene Depesche aus Havanna meldet, daß bei Colon Mehrere Jusurgentenbanden geschlagen worden seien.
Asien.
Na einer in Hongkong eingetroffenen Depesche des „Reuter' chen Vureaus“ aus Canton kämen dort hervor- ragende Persönlichkeiten der neuchinesischen, mit europäischen Ideen erfüllten Partei zur Unterstüßung des Aufstandes aus allen Welttheilen zusammen. _ Eine Note der „Agence Havas“ brsagt, der Aufstand in den südlichen Provinzen Chinas habe bisher noch nicht auf die an Tongking unmittelbar angren-
Jenden Gebietstheile übergegriffen und sich noch nicht über
ie Grenzen der Provinzen Kwangtung und Kwangsi hinaus au3gedehnt. Nach einer Meldung des „Neutcr'schen Bureaus“ aus Sl) anghai sind auf dem Gebiet der französißchen Zonzes- sion Unruhen aus ebro en, weil die franzöischen ehörden am Sonnabend Vorm ttag Makro en von einem “franzö en Kanonenboot landeten, um einen chine schen auf dxmiranzö en (ärcr (Gefahr au zu-
Gebiet liegenden Friedhof wegen sani
ck . “
heben. Die ck)inefis„ an-ibörden alten es abJGelehnt, den- selben gegeii Ents-ba tgung“; zu ver egen. Die 11 eborenen überfielen die Matrosen der “ihrer Landung mit Ste nwürfen Gestern fruk) erneuerten sich die Unruhen. Dabei tödtetcn djé franzosischen Matrosen 15 Aufrührer.
Ä
Nr. 29 des .Centralblatts für das Deutsche Reich“ beraußgegeben im ReichSamt des Innern, vom 15. Juli, hat folgende:; Inhalt:, 1) Konsulat-Wefen: Bestellung eines Konsular-Agenten. *- Ermächn ungen zur Vornahme von Zivilstands-Akten. _ 2) Bank- wesen; tatus der deutschen Notenbanken Ende Juni 1898. » 3) Mtlitär-WrsenZ Abänderung des Verzeicbni :s der den Militär- anwärtern im ReichsdienEe vorbehaltenen Ste en. _ 4) Polizei. Wesen: AUSWeisung von usländern aus dem Reichsgebiet.
Statistik und Volkswirtbschast.
Die in Preußen durcb Hochwasser, Ueberschrvemmun , Stauwasser, Versandung und Verfchlammung don187s8 bis 1897 hervorgerufenen Schäden.
(Stat. Korr.) Seit 1878 finden in Prru en gemeinde- und uisbrztrkswetse Ermrttrlungrn über den Ausfa der Ernte statt. er dieser Erbxbung war bei denjrnigen Fruchtarten, welkbe in-
folge von Pflanzenkrankheiten, Mäuse- oder Hruschreckenfraß, Hagelscblag, Ueberfchwemmunzx n. dergl. eine Mißernxe er- geben hatten, in einer besonderen Svalte ein entsprechender Vrrmerk zu mgchexx. Die Ergebnisxe dieser Erhebung sind nach Kreisrn und der innerhalb derselben zusammengestellt und ermö*lichen für einen zivanzigjäbrigrn Zeitraum unter anderem eine Uebcesizx auch darüber, wie diel Erbrbmxasbezirke (Stadt- und Landgemeinden bezw. Gutsbrzirke) durch Hochrvassrr mad Ueberschwemmung sowie durch Stauwaffer, Versandunx und Ver- schlammung gsschädi-t wurdrn; sie gebrn jedoch weder Auskunft über drn Umfang der so eher Gestalt bejchädigten Fläche noch über die Höhe des Verursacbten Schadens.
Jm zwanzi jährigen Durchschniti wurde 1878-97 jährlich der Ernleertrag ges ädtgt durch
Ver- Ver-
- Stam san- schlam-zusam'
wasser dung mung men , in Erhebungsbezirken tm Staate . . . 138,0 1135,4 1273,4 3,0 3,8 14,9 21,7
in den Provinzen Ostvrkußen . 134,2 140,8 0,2 Westpreußen . 84,9 94,2 0,15 Brandenburg obne 133,9 174,7 57,1 60,9
Berlin . Yommern.
116,0 122,6 320,7 361,9
dsen . . Schlesien .
76,9 „ 95,8 29,1 29,7
Sachsen . . . . Schleswig-Holstein FWW“ . . . 121,5 126,9 5 eitfalen. . 16,5 18,6 effen-Naffau 15,9 16,7 . heinland 26,9 28,7 Hohenzollern . 1,8 1,9 Der in dieser Weise dem Ernteertrage zugefügte Schaden ist hiernach überwiegend auf ochwaffer und Ueberkchwemmung zurück- zufubren, durch welche w hrend dcr zwanzigjähriaen Berichtsperiode im Stgate durchschnixtlich jadrli mehr denn 1273 Erhebungsbrzirke geschädigt wurden, wahrend'dtes nfolge von Stauwaffrr, Versandung ugd Verschlammung nur bei annähernd 22 solcher Bezirke der Fail war. Laßt man deshalb die leßtbezricbneten Schadenfäüe außer Betracht und izntersucht man, in welchsm Umfange drr Staat und die einzelncn Provinzen der Géfahr drs Hdckywasstrs und der UeberschWemmuna während der Berichtsperiode ausgrskßt waren, so findet man, das;
jährlich geschädigt wurden durch Hoch-
"131th den ü er aupt
[1 vorhandenen, UMTFZLB- mung
bieruntrr ÉTZWFXL. zusammrn brzirkrn Hunderttbeile im Staate . . . . 54 904 25 2,05 2,30 in Ostpreußen . . . . 7972 1,66 1,74 . Westpreußen . . . 3503 0,27 2,42 2,69 . Brandenburg . . . 5292 0,77 2,53 3,30 „ Yommern . . . . 4685 0,08 1,21 1,29 5 451 0,12 2.13 2,25 9 329 0,43 3,44 3,87 „ sen ..... 4 350 0,42 1,77 2,19 „ Seb eswig -Hoistein 2207 0,03 1,32 1,35 , annoVer . . . . 4449 0,12 2,73 2,85 „, * rstfalen . . . . 1617 0,13 1,02 1,15 . Yeffen-Naffau . . 2606 0,03 0,61 0,64 im Rheinlande . . . 3276 0,05 0,82 0,87 in Hobrnzollern . . . 167 0,06 1,11 1,17.
Die am schwersten durch H ochwafser und Ueberscbwemmung gefährdeten Provinzen sind Schlesien, Brandenburg, Hannover, West- preußen, Posen und Sachsen, in welchen während der Berichts- periode durchschnittlich jähr1ich rund 362 bezw. 175, 127, 94, 123 und 96 Erbebun sbezirke oder 3,87 brzw. 3,30, 2,85, 2,69 2,25 und 2,19 v. H. s mmtlicher Erbebu ngsbrzirke untrr Waffchgeéabr zu leiden batten.
Erstreckt man die Untersuchung weiter auf die Regierungs- bezirke und berücksichtigt man nur die, in denen im Durchschnitte von 1878-97_jäbrlich mehr als zehn Erbebunqöbezirke landwirtb- schaftlich gejchadigt wurden, so folgen aufeinander
mit durch welche ferner
Hochwasser auSmachtcn
die und Ueber- Hundrrt- Erhe- un
Regierungs- schwemmung " tbeile Regierungs-bm s_ dert:
bezirke Fschädigten sammtlicher bezirke be? theilen rbebungs- Erhebungs- zirken
bezirken bezirke „ Breslau .. . 140,0 3,70 Bromberg . 40,7 Danzig . , . 34,5
Liegniß . . . . 114,8 4,14 Oppeln . . . . 107,1 3,86 Schleöwig . 29,7
Yankfurt a.O. 104,6 3,84 Köslin . . . 28,3
"o:
»“o: _» ,-
K*“ o.- "02 w
x
0 59:73 (3.7
u:- ©
S|?» W _OO
»
WOHIN O_OO od» . 9.9 ““O ““NO-sd W
»
_O
k-“vd OQOZ-SQQO
| | “...
_O w:o_tUOO QPWO
_0 c;»: 05 O'
UZ! ||||||
»
|
“© 01
*
*
©d-*_0_dxw x-aow-sd-wco
mit ge- die schäd. Zeich
*
**
Z.Pr- SUMO
*
osen ..... 81,9 2,46 Stettin. . . 27,2 umbinnen . 78,8 2,03 Stade . . . 25,5 YotSdam . . . 70,1 2,73 OSnabrück . 17,8 öni sberg . . 62,0 1,51 annover . 12,7 Mar enwerder 59,7 2,64 uri . . . 12,5 Magdeburg. , 47,7 * 3,28 Ca e . . . 12,3 Lüneburg . . . 47,7 3,23 Hil esbeim . 10,7 Merseburg . . 41,5 1,80
Ermittelt man ferner die durch Hochwa er und Ueberscbwemmung in den leßtverfloffenen drei Jahren in ihrem rnteertrage am schwersten geschädigten je drei Bezirke, so waren dies
1895 Mit Ek“ 18 Mit Ek" 1897 mit Er“
*
x *
od-quOW-cdsx «wwwwcowwww»
»OWWYw-up-p-
*
"der Neg--Bez- ebungs“der Rem-Bn. bebun s“drr Reg.-Bex- 3321132:-
ezirken bezir en Fotodam . . 94 Breslau ., . 110 Liegni . . . 562 üneburg . . 84 Magdeburg . 105 rank urt . . 357 Magdeburg . 70 Oppeln . . 82 reslau . . 292.
an ..... “Landkreis Göcliiz .
rtroffenen Anzahl Von Erbrbungßbezirken“
...„Z,
. * „„ - 1; 7 * “| 7 . -
In dem durch seine. Yoßen Wasierscbäden noch iti frifcber Er-
innerung stehenden leisten (1 re wurden in den am schwersten be- troffenen Kreisen drr Bezirke Liegniß, Frankfurt und Oppeln
Erhebuanezirk? durcb Hochwasser und Ueberschwemmung geschädigt:
imReg.- ex'Liegniß „3 _, . Landkreis Liegntß . 69 it?? ck 219sz K St 3. imBRreegs laVuez
1 Sa an ..... 5 , Rot enburg . . . 58 Landkreis Kottbus 52 Landkreis Breslau ??
Bunzlau . . . . 54 Kroffen . . 47 Guhrau
oyerßwerda . . 53 Landkreis Guben 44 Steinau . . . . Haubau ..... 41 Sorau . . . . 38 Nrumarkt. . . . * 39 Lübben . . . , 36 Wohlen! . . . . 36 Königsberg i. R. 36 Miittsch . . . . 22 Löwenberg. . . . 36 Lebus . . . . 19 , '
Wir werden auf dis bier behandelte Fragr sonne auf die der durch Hochwasser u. s. w. an öffentlichen Anlagen, Gebäuden und Maschinen, an Mobiliar, wdtem und lebsndem Inventar u. s. w. sowie an Erntefrücbien 2c. verursachten Gesammtschäden, ive1che unlängst auch den preußischen Versickserundsbeiratb eingehend beschäftigt haben, seiner Zeit zuruckkommen und wdüen hoffen, daß sich _ uebim der durch staatiiche 2c. Fürsorge berizeiziifübrenden, aUerdings überaus großen Schwierigkeiten begegnendcn tbunlicbiten ,Beseitiaung oder doch Abschwächung der Ursachen jener Naturerrignisxe _ Mittel und Wege finde'n [affen werden, um ihre, wie WU? gerhen baden, ins- besondere auch die Landwirtbschas't trrffeiiden Folgen auf dem Wege der Verficherung oder sonstwie auSzugleichen brzw. zu lindern.
Glos
Zur Arbeiterbrwegung.
In Magdeburg hat, der „Mgdb. tg.“ zufolge, eine Maurer- vrrsammlung 56schlossen, den Ober- ürgcrmeister Schneider zur Brilkgung des Ausstandes um seine Vermittelung zwischen den Arbeitgebern und Arbeitnehmern xu ersuchen.
In Düsseldorf bat, wie die „Rbein.-Westf.Ztg“ berichtet, die Organisation der Maurergesellen die Bausteüen zweier großrr Firmen für ,gesperrt“ erklärt, weil eine geforderte Lohnrrhöbung ab- grlrhnt wurde. _ ,
In Dresden kalten. wxe die „Köln. Ztg.? meldet, die Bau- arbeiter am heutigen Montag die Arbeit einiiellen, wenn die ge- forderte Lohnerhöhung nicbt bewilligt würde.
Aus Verviers wird demselben Blatt geschrieben, daß zwei Drittel der Arbeiter der doriigrn großen Aktien-Mafchinen- fabrik wegen Lobnkürzung ausnändia sind.
Aus Cardiff meldet „W, T. B.“: Eine am Sonnabend ab- gehaltene Konferenz der Koblenarbeiter und der Unter- nehmer ging zu Ende, ohne daß eine Verständigung zu stande ge- kommen wäre.
Kunst und Wiffensthaft.
Die Königliche Akademie der Wissenschaften bat die drm Andenken ihres Stifters Leibniz gewidmete SiYung am 30. Juni gebaltrn; aus dem Vor eordnrtcn Ministerium wo ute der- srlben der Grdeime Regierungs- ail) Dr.Schmidt bei. Den Vorsiß führte drr ständige Sekretar dcr physikaliscb-makbemattsihen Klasse Hrrr Waldeyer, der die Sißung mit einer Ansprache eröffnetr, deren Inhalt die bei der Akademie bestehenden Stiftungen und die von ihr unterstüßten größeren wiffen- schaftlichen Unternehmungen bildeten. Davon ausgehend, daß bereits Léibniz wiederboit und mit Entschiedenheit die wissenschaftliche Vorbereitung und_werkti“,ätige Untrrstüßung ex erimenteller Unter- suchungen und Foricbu-threisc-n ais eme Hauptsitz gabe der Akademien bezeichnet babe, besprach der Redner kurz die Egenwärtig bestebrnden Stiftunsen der Akadrmie sowie ihre focticmLcnken größerem uiiter- nehmungen Mid hob hervor, wie die Akademie dcm Leibniz'icben Gsdanken nach dieser Richtung hin nachgekommen sei. Mit einem Ausblick in die Zukunft schloß der Redner, indsm er auf die Zroßrn Aufgaben hinwies, die der Thätigkeit griebrter Grsells aften an alien Gebieten, vorzugsweise aber auf dem der Naturwissensäzaften, noch bevorständkn. _ Hierauf hielten die beiden neu eingetretrnen Mitglieder der Akademie, dix Herrrn Engel- mann und Krkule don Stradoniß ihre Antrittörrden; die erstere wurde von dem Vorsißerxdcn, ais Sekretar der Ubyfi“ kalisch-mathcmatischcn Klaffe, die, letztere don Hrrrn Liels, als Srkretar der philosophisch-bisiorrschen Klasse, beantwortet. _ Es folgten sodann die Gedächtnißreden drs Herrn Engelmann anf Emil du Bois-Reymoud und des errn Dümmler auf Wilhelm Wattenbach, die beide in drn Abbund ungrn der Akademie crschrinen wrrdrn. _ Zum Schluxz nahm der Vorfißendr von nkuem das Wort zur Berichterstatiung 11 er die PreiSe'rtheilungeu und neuen PreiSaufgaben, die folgenden Wortlaut batte:
Akademiiche Preißaufgabe für 1902.
Nachdem die in der Leibnii-Siyung des Jahres 1894 gestellte akademische Preisaufgabe keinen Bewerber gefunden hat, wird fie in folgender, etwas abgeänderter Weise wiederholt: „Sei X1 (2), N (2), . . .F.-(2) ein Fundamentaliystkm Von Integralen einer linearen homogenen Differentialaleickoung mit algebraischen Koeffizienten. Es soll die Funktion ; der Variablen Z?- “3 “““ Welche durch die
_, , , „_ 241 141“
. Gleichung 141/102) + 122/207) + . . . + “../„(s) = 0. definiert
ist, einer eingehenden Untersuchun unterworfen werden Ins- brsondere ist für den Fail da 2 eine endlichwerthige Funktion wird, eme Darstellung dexselßen, zu ermitteln. Hieran ist die Er- örterung der Frage anzuschließen, tnwieweit diese besonderen Funktionen fur die Integration der linearen Differentialgleichungen „ler Ordnung verwertbet werden können.
Der„au§geseßte Preis beträgt fünftausend Mark. Die Bewer- bungßstbrtftyn können in deutscher, lateinischer, französischer, englischer odcr italienischer Spracklc abgefaßt sein. Schriften, die ia störender Weise unleserlich geschieden sind, können durch Brfchluß der zu-
andigen Kla e von der Bewerbung angescblossen werden. Jede ewerbungss' rift ist mit einem Sprucbwort zu bezeichnen, und dieses auf einem betzusü enden verßegelten, innerlich den Namen und die Adreffe des Verfaésers ange enden eitel äußerlich zu wiederholen. Schriften, welche den Namen des erfaffers nennen oder deutlich Ergeben, werden von der Bewerbung ausgeschloffen. Zurückziebung einer em clieferten Preisschrift ift nicht gestattet. Die Bewerbungs- schriften nd bis zum 31. "Dezember 1901 im Bureau der Akademie, Berlin 11117. 7, Universitatsstraße 8, einzuliefern. Die Verkündigung des Uribeils erfolgt in dcr Leibniz-Siyung des Jahres 1902.
Sammtlicbe bei der Akademie zum Bebuf der Preisbewerbung
Eingegangene Arbeiten nebst den dazu gebörian [Zetteln werden ein abr lang von dem Tage der Urtbeilsver "nd gung ab von der
Akademie für die Verfasser aufbewahrt. Nach Ablauf der bezeichneten
Frist steht es der Akademie frei, die nicht abgeforderten Schriften und ettel zu Vernichten.
PreiSausschreiben aus dem Eller'schen Legat.
In der Sißung vom 30. Juni 1892 bat die Akademie folgende Preisaufgabe aUSgeschrieben: ,Es soll entweder eine neue Methode zur Bestimmung der Jntenßxat der Sonnenstrahlung angegeben oder eine der bereits bekannten ' etboden soweit verbeffert werden daß
der Einfluß von Sonnennäbe und Sonnenferne in den Beob- achtungen unzweideutig erkennen läßt. Die gewählte Methode soll durch ausrei ende, mindestens drei Perihelien und drei Aphelien um- faffende Beo achjungSreiben gevrüft werden.“
Es ist keine Bewerbungss rift eingelaufen. Die Akademie hat beschlossen, die gesteüte Auf a e zu erneuern, und jwar in der vlaenden Form: .Es soll e ne neue Methode zurBestimmung der Solarkonstante angegeben, oder eine der bekannten Methoden soweit derbe ert werden, daß in den zu verschiedenen Zeiten des Jahres an- seite ten Beobachtungen der Einfluß der veränderlichen Entfernung Mis en Sonne und Erde unzweideutig erkennbar it. Die gewählte A ck yde soll durch austeicbende, mindestens drei eribelien und drei
pbelien umfassende BeobachtungSreiben geprüft werden.“
[tebriften können in deutscher
Der ausgeseßte Preis beträgt zweitausend Mark. Die Bewerbungs- lateiniscber, französischer, englischer oder alienis_ er Sprache abaefaét sein. Schriften, die in störender Weise unleserli geschrieben sind, können durch Beschluß der zuständigen Klaffe von der Bewerbung angeschloffrn werden. Jede Bewerbungs- scbrift ist unt einem Sprucbwort zu bezeichnen und dieses auf einem beizufü enden versiegelten, innerlich den Namen und die Adresse des Verfa ers anßebenden Zette1 äißßeclich zu wiederholen. Schriften, welcbe den “amen des Verfa ers nennen oder deutlich ergeben, werden von der Bewerbung ausscickploffen. „ Zurückziebung eincr eingeliefecten Preisschrift ift nichr gestattet. Die Bewrrbungs- christen sind bis zum 5 . Dezember 1903 im Bureau er Akademie. Berlin UN. 7, Universitätsstraßr 8, einzuliefern. Yi?) Veerthixigung des Urtheils crfoigt in der Leibniz-Sißung des
a res .
Sämmtiich bei der Akadrmie zum Vrbuf der Preisbewrrbung ein egangene Arbeiten nebst 5811 dazu gehörigen Zetteln werden cin Ja r lang von dem Tage drr Urtbrtlsverkündigung ab von der Akademie für die Verfasser aufhewabit. Nach AblÜUf der bezeicbncien Frist steht es der Akadcmir frei, die nicht abgeforderten Schriften und Zettel zu Vernichten.
Akademische Preiöaufgabe für 1901.
,Die Akadewie wünicht rineDacsicUung des Sysiemß don Lrißniz, welche m eindrmgender Analyje der Grundgedanken und ihres Zu- sammenbangß,„sowre'in der VérsolJng ihrer Quellen und allmählichen Eniwickelun uber die higherigrn arsiellungen wesentlieh hinauSaebt. Obgleich NFL beiden Ziele bsi jeder Lösung der Auf abe in gewissem Maße mit einander verknüyit werden müssen, chibt es doch den Bearbeitern überlassen, w::ichrs yon beiden sie mehr in den Vorder- grund steÜen wollen.
Bei der Darstcüyttg des ausgebildeien Systems sind vor allem die AhhängigkritSderbaitniffe „zwischen den Hauptsäyrn durch Belege fest urteilen und hierbsi tbwilichst alle von Leibniz gepflegten Gebiete zu erücksicbtigen. Dedukitve Erwägungen folien ergänzend eintreten, wo die auffindbaren Brlege den Zusammenhang nicht außreichend er- kennen lassen. _
Analoges gilt Von der. entwickrlungSgefchicbtlichen Seite der Aufabc. Die gedrurkt vorliegrndrn Quellen sollen auch birrbri fo voÜZändig als möletch auJenüßt Und der Spielraum bloßer Kon- struktionen möglich,.t „einges Leibnizens Handschrtfji'rwen Nachiaß, wie es zur voll tändigen Lösung des Problcms aUerdmgs unentbehrlich wäre, kann aus äußeren (Gründen nicht verlangt Werden, doch werden feldstderständlich Bei- träge naÖ dieser Rich1ung wilikdmmrn sein.“
Der außgesrvte Piris beträgt fünftausend Mark. Die Akadrmie behält sich vor einer etwa eingehenden zweiten, von ihr preiswürdig befundenen Ar eit cin Accessit don dreitausend Mark zu ertbeilrn. Die Bewerbungbscbriften können m deutscher, lateinischer, französischer, englischer oder italienischer Sprache abgefaßt sein. Schriften, die in störender Weise unleserlich geschrieben find, können durch Veschluß der zusiändißen Klaffe von _der, Bewerbun außgeschloffen werden. Jede Bewer ungsschriit ist rnit einem Spru wort zu bezeichnen, und dieses auf einem beizufü enden drrßrgelten, ixmerlich den Namen und die Adresse dcs Verfa ers angehenden Zettel äußerlich zu wieder- holen. Schriften, welche den Namen des Vrrfa ers nennen oder deutlich ergeben, werden von der Bewerbung ausgeschlossen. Zurück- ziebung einer eingelieferten Preisscbrift iii nicht gestattet. Die Be- werbuniZsfcbriften sind bis zum 31. Dezrmber 1900 im Bureau der Akadem e, Berlin TMT. 7, Utiiverfitätsstraße 8, einzuliefern. Die FJFündigmg des Urtheils erfolgt in der Leibniz-Sißung drs Jahres
Sämmilicbe bei der Akademie zum Bebuf der Preisbewerbung ein egangene Arbeiten nrbst den dazu aeböri-Jrn Zetteln Werden ein Jaßzr lang don drm Tage der Urtbrilßderkündigung ab von der Akademie für die Vrrfasser aufbrwabrt. Nach Ablauf der bezeichneten Jrist siebt rs der Akademee frei, die nicht abgsfordertcn Schriften und
eitel zu vernichten. Eduard Gerbard-Stifknng.
Von der für dieses Jahr verfügbaren Summe Von 9800 «FQ sind 6800.46 dem Dr. Wiegand, kommissarischcm Direktor an den König- lichen Museen in Smyrna, zur Vollendung und HerauSgabe seinrr Bearbritung der archaischen Architekiur der Akropolis don Atbrn bewiliigt. Ueber den Rest wird im nächsten Jahre zusammen mit ?xm tstczien Jahresstipendium von rund etwa 2400 “M zu vrc-
ugrn ein.
Bewerbunéen sind dor dem 1. Januar 1899 im Bureau dec Akademir, Ber in U 117. 7, Uaivsifiiätsstraße 8, Linzureichrn.
ränkt wrrden. Ein urückgeben auf
Land- und Forstwirthschast.
Saatenstand in den Niederlanden.
Amfierdam, den10.Ju1i1898. Die Nack7richt€n über die Ernteaussichten in dkn Niederlanden, soweit sie der hiesigen Presse entnommen worden sind, lauten im allgemeinen nicht unbefriedigend.
Aus dem Südrn der Provinz Limburg wird geschrieben, daß der Stand von Roggen und Weizen gut ist. Nur die Wintergerste, Welche besonders prächtig stand, kam gerade infolge ihres üppigen Wuchses durch heftige Rrgengüffe vor der Blüthezeit zum Liezen, ohne sich wieder zu erbebrn.
Gras und Luzerne lieferten reichlich Futter und wuchsen zum zweiten Schnitt kräftiger berau, als dies in gewöhnlichen, trockenen Sommern der Fall ist. Der Kartoffelwuchs befriedigt Wenig, ebenso smd die Rüben im Rückstande. Die wiederholten schweren Regen- güsse während der Entwickelun speriode der Sommerzewächse hinderten den Landmann an der sorgfältigen Vorbereitung des Bodens, soxaß an vielen Orten noch Ende Mai die Aussaat der_ Rübensamen nacb- gebolt werden mußte. Die Obstbaume werden infolge des Umstandes, daß die Vlütben durch Regrngüffe vernichtet worden sind, wenig Ertrc-ZL liefern.
us der Küstengegend der Provinz Groningen batten einige Ge- wächse unter einer besonderen Krankheit (UsbSroäsra 801180111111) zu leiden Auf den neuen, sebr fruchtbaren Polderländern wurde der Hafer durch die' genannte Krankheit stark angegriffen. Auch unter Wicken und Kleesamcn beobachtete man erhebliche. durch die Krankbkit an erichtcte Verbcerungen. Am schlimmsien fol] 15 mit dem Flachse ste rn, dem Gewächse, dessen Kultur dort den größten Gewinn ein- bringt. Derselbe bat unter den Einwirkungen einer bisher unbekannten .sKöaanseit Ziel zu leiden, und man ist für den Ernteertrag dieser Pflanze e r e org .
Saatenstand in Bel ien.
Die anhaltenden bedeutenden NiederscLläge und die niedrige Temperatur während des Monats Juni 1898 waren der Landwirt!)- scbaft im allgemeinen nicht günstig. Die Heuernte ist zwar überall reichlich auSgefaUen, das Heu hat aber, da es bei den widrigen Witte- rungSverbältniffen WUFF getrocknet eingefahren werden mußte, nicht unerheblich an ertb eingebüßt. Zuckerrüben und Kar- toffeln find überall mehr oder wenigrr zurückgeblieben. Die Entwickelung des Getreides bat weniger Beeinträchtigung erfahren. Schwere Gewitterre en und Hagelschlag haben aber die Felder in außgedebnterem Maße verwüstet,
Für die Provinz Antwerken bedeutet der hierdurch verursachte Schaden eine beträchtli eVerm nderung der Getreideernte, die vordem die beste seit langen Ia ren zu werden versprach. Zuckerrüben la en viel zu wünschen übrig, ebenso Kartoffeln, die zum Gedeihen ein ge: Tage warmen Wetters bedürfen wurden.
Auch in der Provinz Westflandern ist viel Weizen und Rog en niedergeworfen worden. Der Ausfall der Ernte, die, da das Getre de nur langsam reift, jedenfalls eine späte sein wird, bän t von dem rechtzeitigen Eintritt günstigen Wetters ab, unter deffen influß sich auch das zu Boden gedrückte Getreide mö licherweiie könnte. Kartoffeln leiden unter zu roßer eucbtigk t.
schont geb jeden. Roggen, Weizen und Haer werden, soweit sicb
noch aufrtch'ten . Die rovinz Oftflandern it von [ weren Gewittern verw
bestimmtes Urtbeil bilden laffeu.
worden, werden
Ernte no zu einem guten si gestalten können.
yoU Distrln und sonstigem im Juni viel gewonnen und steht allenthalben schön.
eine mitilere sein.
Ernte in Aussicht. Ha er war gleichmäßi
der Zuckerrüben und Karlo
Hafer hatte durch Kälte geltten. Klee zeigte si
auf eine normale Ernte rechnen.
AntWLrpener Getreidemarkt.
wic folgt: Weizen: nordamerikaniscber, vorrätbig . . . „ Lieferungöwaare califormicber, vorrätbig Wakla Walla ., . . . Kurrachee, weißer Vorräthig . „ rotber „ Plata, Vorrätbig . Dynau, „ . raisifchrr . inländitcher „ russischer und amerikanischer . Gerste: für Futterzwecke . . . . . „Brauer Kfer: russischer und amerikanischer . ais: Odeffa und Donau . . . . Plata und nordamerikaniscber Weizenmehl: inländisches .
Roggen :
400 000 (12 Weizen, 15 000 , Rog en, 30 000 , Ger te, 15 000 , afer, 20000 , 5 ais.
Roggrn: aus den Ver. Staaten von Amerika Rußland . . . . . . . . Rumänien . . . Canada Holland
Weizen: aus Rumänisn. . Argentinien Canada . Ostindien . Rußland . Uruguay . . . . Brasilien...... . .. den Ver. Staaten von Amerika . Lokiand......... * eutschland . . Neu-Süd-Wales England
Gerste: aus Rumänien Rußland . . . . . . . . . den Ver. Staaten von Amerika . der Türkei. . . . . . Deutschland . Hannd. .
Hafer: aus den Ver. Staaten von Amerika . Cannda . . . . . . . Rußland
Mais: aus den Ver. Staaten von Amerika . . Rumänien. . . . . . . . . Rußland Argentinien Canada . . . . Lolland . . . 5 rasilien . . Deutschland .
“Kartoffeln: aus Portugal Malta . . . . . . . . . (England . . . . . . . . .
Auögefiibrtaus Antwerpen:
Roggen: nach Deutschland . . . . . . oÜand . . . . . . . Frankreich . . . . . .
Weizen: nach Deutsibland . . . olland . . . . ugland . . Schweden. . .
M ck
Die Vorräthe wurden Ende Juni 1898 geschäßt a'uf:
übersében läßt, eine gute Mittelernie lieferti. Ueber den' Ausfßä' “deri ' FlaÖSernte wird sich aber erst nach dem Rösten des Flacbzes ein
In der Proviuz Lüttich hat das Getreide, das sicb do1t kräftig und voll zeigt, in mehreren Gegenden durch Hagelschlag Schaden erlitten; in einem Theile der Hesbave sollen allein etwa 1000 11-1. dermaßen verwüstet worden sein, daß die Fruchtals Verloren betta tet wird. Auch KartocTeln und Zuckerrüben sind hiervon stark betro en
si aber voraussichtlich bis zu einem gewiffen Grade wieder erholen. Bei recht Litiger Wendung des Wetters zum Beffern würde un eachtet des erw buten Schadens das Gxsammtergebniß der
In der Provinz Luxem ura steht das Wintergetreide schön; No gen ist jedoch ebenfalls in manchen Gegenden niedergesckplagen; fte anweise ist er gemäht wvrden, um ihn, als Viebfutter zu ver- wertben. Hafer ist im aiFemeinen schön, hier und da aber unrein,
nkraut. Kartoffeln, Zuckerrüben, Mohr- rüben und Tabac! versprechen eine gute, aber späte Ernte. Flach hat
In der Provinz Hennegau ist das Wachstbum de_s Winter- getreides üppig, die Blütbe jedoch mangelhaft, sddaß nur eme mittel- mäßige Ernte zu erwarten stebt. Sommergetreide steht schön, ebenso Flashs, der jedoch unter dem Regen leidet, auch vielfach nieder- grschlagen ist. Taback ist mittelmäßig. Zuckerrüben sind zurück- geblieben; das Zweibracben ist schwierig; die Ernte wird voraussichtlich
Aus der Provinz Brabant liegt nur ein bis Anfang Juni reichender Bericht dor. Danach standen Weizen, Roggen und Gerste damals üppig. Das kalte Wetter war dem Getreide insofern zu statten gekommen, als es eine zu rasche Entwickelung verhinderie. Raps vrrsprack) eine fchöne Ernte; die Befruchtung voUzog sich unter guten Bedingungen. Klee und“ Wiesen s1ieUten eine reiche
aufgegangen,
ebenso Kartoffeln, die sicb [ ön zeigten. „Was Zu errüben betrifft, so Wuchsen di? erst gepflanzten gut; die spateren hatten jedoch unter der Kälte gelitten nnd eigten vielfach ein gelbes Aussehen. Durch die seither errschenden Witterungsvxrbältni e dürfte diese Provinz jedoch, ebenso wie die anderen, ungünstig beein u t sein. Auch aus der Provinz Limburg liegen nur bis reichende Nachrichten vor. Zu jenem Zeitpunkt war die Entwickelung eln durcb Kälte ernstlich beeinträchtigt. Wintermizen, -Roggen und -Gerste sahen gut aus und versprachen eine gute Mittelernte. Rog en ivar jedoch vielfach niedergeworfen. , kräftig und ließ eine reichliche Ernte erwarten. Wiesen standen zieml ck gut und ließen
nfang Juni
Ende Juni 1898 stellten sich die Preise für Getreide und Mehl,
. 202-21Z 17 -18 22 211 201 20 19-192 15-182 18 -192 22 -231 13 -14 111-*12Z 11
12_16 16§-17z 92-12x 9-24 26-28.
Im Monat Juni 1898 wurden eingeführt in Antwerpen:
142 240 110 500 39 620 22 460 2 500
317 320
334 420 305 460 243 060 90 700 72 850 32 520 17 950 15 870 8 220
1 600 890 240
Q.- &
ZZ“
'Uli-l...!“
1 123 780
42 440 27 420 7 500 6 270 100 40
83 770 35 400 3 890 30
39 320
281 220 164 810 41 550 23 770 19 600 2 840 390 120
534 300 620
120 100 .
84062
92 940 6- 5680 . 780
. : * * ; NW*WLch„-1»M.W»W.