„ ' bewillig? werden““. (]4'd'es'ta“ ts den Bewerbungen, i_velche an den „irektor der c?- chule -. für die bildenden Kunste u Berlin zu richten in , md Tolgßnde Schriftstücke einzureiaZen: - em yom Bewerber verfaßter kurzer Lebenslauf,
2 amtliche Zeugnisse über die .Absolvierun der aka- demiY en Studien und ubxr Führung, Fleiß und Be ähigung dies ewerbers. Erforderlichen FaUes aben die ewerber diesen Na weis durch Vorlage _ihrer tudienarbeiten oder durch Pro earbeiten vdr dem Direktor der Königlichen aka- MWMÉFJWUK fur die bildenden Künste zu Berlin zu
Die tipendiaien sind verpflichtet, über ' ren Au enthalt und ihre Tbäti keit an den Direktor der öniglichxn aka: demischexi Hochs _ule fiir die bildenden Künste zu Berlin quariabisr Bericht zu erstatten und außerdem mit Ablauf dxs znxeiieix Quartals an die Königliche akademische Hochschule Fur die bildendetz Künste eine Studienarbeit mäßigen Um- atYs (entweder eine Studie nach der Natur oder eine Kopie qa einem herporragcnden Werk der älteren Kunst) einzu- ltefern, welche Et enthum derselben wird. 6 10.
_ Bei man el aftem leis; oder chic ter ;ükJrung des Stipendiaten ann demse ben das iipendium urch das Kuratorium _entzogen werdcn. (§ 11.)
_ Das Stipendium beträHzt ca. 1700 «16 und wird für die Zeit vom 29. Dezember 18 8 bis dahin 1899 verliehen.
Geeignete Bewerber haben ihre Gesuche mit den in Vor- stehendem geforderten Aitesten bis zum 15. Oktober 1). I. an den unterzeichneten Vorsißenden des Kuratoriums einzureichen.
Berlin, den 28. Juli 1898.
Der Vorsißende des Kuratoriums der „Adolf-Ginsberg-Stiftung“. D' kt d KY'vlycF WekrYerick, ire or er omgi en aa emi en d ciule für die bildenden Künste. H (hs)
Ministerium für Handel und Gewerbe.
Bekanntmaebung.
_ Bei den Schiengerichten der Arbeiterversioherung smd nachfolgende? Beamte zu Vorfißcnden bezw. stellvertrctenden VorsZßendZZi ernannt ??Frßen:
er _ egierungs- ? or von arlin in Wiesbaden zum Vorstßendrn der Schirdsgarichtedeaftslbst,g
der AmtSrichter _Vogel in Jüterbog zum steilvertretendcn Vorfißenden der Schiedsgerichte daZalbst, '
der AmtSricbter Nack in_ Wre chen ZUM Vorsißcnden und
der AmtSrichter Schneidewind e enda zum steÜvertre- tende_t_1 VFLMYMYL dJ SIZhidegFrichte daselbst,
er eri r r. e) e d inK ri um Vori en 6 der Schiengerichte daselbst. r) I J W d n
Berlin, den 23. Juli 1898. Der Minister für Handel und Gewerbe.
'In Vertretung: L o l) m an n.
Bekanntmachung.
Gemäß § 46 des Kommunalabgaben ('s? es vom 14. L uli 1893 (Geseß-Samml. S. 152) bringe ichghicßrmit zur öfoni- lichen Kenntniß,_daß_ das im laufenden Steuerjahr kommu- nalabeepflichtigr Reineinkommen der Marien- burg-' _ lawkaer-Eisenbahn:(9escllschaft fiir das Betriebswhr 1897 auf 930 900 „14 fcstgestcixt worden ist.
Posen, den 23. Juli 1898.
Der Königliche Eiscnbabnkommifsar. V .
I. . . _ Rocpell, EisinbaHn-Direk'tionSWräsident,
Die von heute ab zur Ausgabe geiangendc Nummer 26 der „(Hescß-Sammlung“ enthält unter
Nr. 10 014 den Zusaßartikel zur revidierten Rheinfchiffahrts: akte vom 17. Oktober 1868, vom 18. September 1895; unter
Nr. 10015 die Bcianntznachung dcr Ministerialerklärung zu dem zrmscben den Nh2mschiffahrts-Vevoilmächtigien von Preußen, Bayern, Badep, Hessen, E1saß:Lotl)ringen und der Niederlande M _Mannbeim am 18. September 1895 verein- barten Zusaßartikel zur revidierten RheinschiffahrtSakte vom 17. Oktober 1868, betreffend die Gletchstellun dcr richter- 11chen_ Strafbefeble und pdlizeilicbcn Strafver tigungen mit den in den Artikels 32 bis 40 der Rheinschiffahrtsafte er- wähnteti sirafgerrchtlichen Urtbeilen und Erkenntnissen, vom 15. Juli 1898; und unter
_ Nr. 10 016 die Verfügung dcs Justiz-Ministers, betreffend die Anlegung dcs Grundbuchs fiir einen Theil der Bcirke der AmtSJerichte Geilenkirchen, Heinsberg, Adenau, Heil, Saarlouis, Bitburg, Daun, Prüm, Wadern, Wachilcr, NM- magen, Saarburg und Trier, vom 18. Juli 1898.
Berlin W., den 28. Juli 1898. Königliches Gescß-Sammlungs-Anit.
In Vertretung: B a t l).
Bekanntmachung.
Nach Vorschrift des Geießes vom 10. A ril1872 Ge e Samml- S. 357) ist bekannt gemaeht: p ( s B der Allerhöchste Erlaß vom 20. Mai 1898, betreffend Genehmi- gung des Relgulativs über die fernere Aussxabe auf den Inhaber lautender An eibescheine der Rheinprovinz durcb Vermittelung der Landesbank der Rheinprovinz, durch die Amtsblätter der Königlichen Regierung zu Koblenz Nr. 26 S. 175, aus-
*. «“ABIS“-“1.- vi 2543411131898? Wo“ „7 2,5. S 203. ? id“ Känkslübm Reaierung zu Köln'er. 25 S. 247, ausgegeben-
1) WFK“ "5218? 8" Ti N 26 S 2
er ng en eßerun zu rer r. . 80, 8
am 1. Juli 1898, g an gegeben
der Königlichen Regierung zu Aachen Nr. 25 S. 147, aus- gegeben am 23. Juni 1898.
' Yiehtamflichez.
* Oesterreickx-Ungaru.
Der „Pesti Hirlap“ erfährt, daß in einem gestern in Budapest unter dem VorstH des Minister-Präfidenten Baron Banffy abgehqltenen Ministerratt) die Ansicht zur Geltung gekommen sei, die urigarische Regierunq brauche den Vorgängen in Oesterreich gegenuber keinerlei Stellung zu nehmen.
Großbritannien und Irland.
In der. gestrigen Sißung _des Unterba us cs be iirworieie, wie „W. T. V.“ berichtet, der Präsident des Boardf of Trade Nit te in_e Einfugung einer neuen Bestimmung in die Bill, betre e_nd dre Unterstüßung der HandelSMarine, wonach denjenigen Rhedxrn, dercn Schiffe eine bestimmte Anzahl von Schiffsxungen fuhren, welche für die Reserve der Königlichen Marine geworben__ smd, ein Erlaß von 20 Proz. der Leucht: feuerabgaben gewahrt werdeii solle. Der Redner führte hierbei aus: wenn man dieses Prm_z1p_ allgemein durchfübre, werde die TZahl der geworbenxn _ScbiffNunkzen 16000 betragen. Die
unghme der auslandischen See cute bei der ande1Smarine sei eine ernste rqge,_ WLll_ die Königliche Marine davon ab- hängig set, da sie em weites Feld zur Auswahl von tüchtig gxschultcn Seeleuten UF)". der .Han-delSmarine befiße. Wenn die Reserbe der_ Koniglichen Marine jcßt einberufen wleden mußte, _wurde die Handelsflotte fast gänzlich den Handen _ausländischer Seeleute Überlassen sein. Diks sei eine tyatsachluhe Gefahr, der ma_n vorbeugen müsse. Er hoffe, daß die Rheder nicht nur aus finanziellen Gründen, sondrrn aus PgtrtotrSmus das vorgxschlagcne System in Wirksamkeit feßen wurden, welches der Komglichen und der .?andcls-Marine von N_u_ßen sei. Er hoffe ferner,_daß dicse Ma regel das Uebel bc: seitigen wsrde, welches, wcnn ihm nicht abgeholfen werde, zu einer nationalen Gefahr werden könne. Bryce sprach die Hoffnung mis, daß die S_chtffSrbeder den Antrag des Handels-Ministers Ritchie unterstußen wurden. Colomb billigte den Gesetz- cniwurf; _Evans bc weifelte den Erfolg der Maßrcgcl und meinte, die Schiffsrßedcr würden gern eine Vorlage zur Stärkung der Marinereserve _ unterstüßen, es sei aber m_cht zu erwczrten, daß sie sich zu so großen AUHJabcn, nzre der ÖH»? Vorschlag _ sie ihnen auferlege, bereit fan_det_1. cUrthur erklärte, der Vorschlag sci im Prinzip sebr wertbvoll, jed0ch ernsten Einwänden unter- worfen._ ths0n sprach die Ueberzeugimg aus, daß die Vor: lage eiiiexi Mißerfolg haben werde. Der Erste Lord drr Admiralttat G o_s che_n erwiderte: der Zweck des (Ge- seßenxwurfes sei, die . andclsmarinc zu unterstüßcn; er biete dcn Rbsdern (Hel cr aus der Tasche der Staust- zabier zu dem_ doppelten Zweck an, die Zahl der britischen Scelcutc Fi steigern und ein großes Feld für die chcuticrunq zU_ h_escha rn. Nack) weitcrcr Debatte wurde der Antraii Ritchte's Mit 189 abgen 52 Stimmen angcndmmcn und die dritte L_csung dcr Bill, bctrcffend dic Unterstiißunc] dcr Han- dclsmarme, ohne Abstimmung genehmigt. *
Frankreich.
Eine Mittheilung der „Agence Havas“ bcstätiqt, da an Wunsch dcr spaßiscben Reqirrung dcr fr'anzxösischsßthx schafter in Washington (Tambon von der französischen Re- gicrimg ermachttgt__1porden sei, die Botschaft des Madrider Kabinets dem Prasidenten McKinley zu übermitteln. Cambdn, welcher mrt der Wahrnehmung der Interessen _Spaniens m dsn Vereinigten Staaten braufiragt ist, habe tm Narxien (“511111116116 dieselbe dem Präsidenten in eincr Audißnz, wclche UU Bmscm des Staatssekretärs Dai) im Weißanauje stattfand, mitgetheilt.
Spanien.
_ Nack) 61116111 gestern in der „Garcia de Madrid“ veröffent- lichten Bulletin muß der König seit Dienstag infoi 6 eines leichten katarrhaliscbcn Ficbrrs", Welches von éincm ich als Masch charaktsrtsrcrendcii GefichiSauHschlag beglritrt ist, das Bett buten. Die Krankheit verläuft normal.
Schiveiz.
Dre Auswxchseiung dcr Ratifikationerunden zu dem schweizrrisch-italienischenVertragüber denSimplon- durcl)_stich hat, nach einer Meldung des „W. T. B.“, heute Vormittag dur den Bunchpräsidenten Ruffy und den italienischen Gcandten Riva im Bundeöpalais zu Bern stattgefunden.
Amerika.
Das _„Nenter'sche Bureau? mrldet aus Washington vom _gestrtgxn Tage, der Präsident McKinley werde heute dem_ ranzonichen Botxchafter (Tambon die Antwort auf den spanischen FriedenWor ch1ag übermitteln. Wenn Spanien die Zusicherung gebe, daß dem Waffbnstillstand ein auf bestimmten allgememc-n Gesichtspunkten basierter Friedensvertrag folgen werde, so werdr, nne man glaube, der Präsident in die Ein- stellung der_Femdseligkeiten einwiiiiqen.
Nach einer der New Yorker" „EveningTSßost“ ugegangenen Depesche aus Washington hatten der taatEZekretär Day und der st_ciivertrctende_ Sekretär des Staats-Departcments Moore dle Grundzugq für die Friedensverhand- lungen_ Éeftgesteiit, um sie dc-m Kabmet zu unterbreiten. Ueber die inzelhcltcn werde strengstes Stillschweigen beobachtet, doch könne man mit Bestimmtheit behaupten, daß Folgendes die Harzptpunkte seixn: 1) Aufgeben der spani)chen Ober- hoheit uber Cuba mit dem Zugeständniß, daß die Bevölkerung Cubas unter amerikanischem Schuss berechti 1 sei, ckck eine dauernde Reßiqrungsform zu wählen. 2) UnbeJingte btretung von Porto Ktco an die Vereinigten Staaten. 3) Regelung der PhiLiÉzpinenfrage durch eine Konieren „qder Kommission. Was die adronen, Karolmen und sonsfgen rrungenschaften be-
. Einigung u „b den ,Friedenoschluß bildeti, Ein Mit lied ' - Kabi «»,wel equxgefxérn Abend den Verhandlungen in? Weiz' ZM? ?eiwx nie, ha__be_chgest_erckr_i erUärt, _ pp nen ra e wa r “ein 1 nur um die Abtre u ' einzt en I;;sei ?Widxln. _ __ . t ng eme" _ us _ 61) et erä rt das „Reuter's e Bureau“, d em amerikanischer Dampfer den Versu ck gemacht haiczxeß Mannschaften_und Waffen bci Bancs ((in der Nähe deé Bucht_ von NM)" zu landen. Dem Anschein nach seien die xxxbantschen Aufsiandrschen, 1_velche die Landung hätten unter- stußen sollen, von den Spaniern vertrieben worden. Troßdcm habe der depfer begdnyen, i_eine Ladung mittels kleiner Fahr- euge zu loscl)en_. Ploßltck) hafter: aber 1000 Mann spanischer
rappen von einem MY der Kaste belekgenen Wald aus ein Gewehrfeuer eroffnet. an den ameri anischen Schüßen _ etwa 40 an der Zahl _, welche die Rückkehr der Expedition an Ford dcs Dampfcrs gedeckt hätten, seien 6 verwundet wor en.
_Jn Havanna sind, dem „W. T. B.“ zu ol e, neuere Nachrichten aus Manzanillo nicht eingslfrochn. Die Ymrrikaner laaerien in der Nähe der Stadt, die Aufstän- dischen unter Caltxio Garcia in einer Entfernung von fünf Kiloinetrrn von derselben. _ Angesehene Einmohéirr Cubas erklären _fortdauernd, daß sie eine Annexion durch die Vereinigtxn Staaten der Unabhängigkeit Cubas vdrziehen wurden; denn sli? würden, wenn Cuba unab: bcingig wcrden soliie, Ausschreitungen von seiten der Auf- 1tandischcn quszxescßt sein.
Nach einem in Neu) York _eingetroffcnen Telegramm aus St. Thomds werden die spanischen Truppen auf Porto Nico aus den einzelnen Ortschaften in San Juan zusammen: gkzogen, dessen Befestiguygswcrks vsrstärkt werden.
Aus San Franciscd meldet „W. T. B.“: an maß- gebcherStcll-z werde veisicheri, daß fiel) an die Ankunft der amerikanischen Streitkräfb: in Honolulu die Umwandlung der _hawanschcn Nationalgarde von 500 Mann in eine Frei- wriligen:Tr_uppe dcr Vercinigten Staaten anschließen werde. Amtlich sei im Hauptquartier der Arme.? mitaetheilt worden, das; das erste Batatlion _der New Yorker Freiwilligen am Sonnabend zusammen mrt cinem Bataiüon des Ingenieur- Korps nacb Honolulu abgehen werde.
Asien.
Ein Telegramm der ,Times“ aus 011 kon vom 27. d. M. bksagt, daß,_ cinér Meldung auZHWZ-tscbgou zu- xoixZe, ddi__c_ _S__199§__;ZMJ_=11M gc?oZ1men Jmorden sei. Ungefähr ausn u_1a1_11 e eien gca en. 11 Kwan : i “d Aufstand ziemlich unterdrückt. g s sel er
Nr. 30 der .Veröffenili'chungen des Kai erli en (Hz_kiiindbeZTSZrnts“ Vom 27. Juli bat folgcnden Inbalts: GeiFnd- bkiissiand und Gang der Volkskrankheiten. _ Zeiiwcilige Maßrrgeln gegen Psit. _ Dess41.,1eaen Gelbfisber. _ (Hrsnndbsitsverbäitniffe W ng_.-Bez._Da1_1zig, 1892/94. _ Debgi. des Rdg-Vbz. Trix. _ Desxil. m Nic'rx'riandiirb-Jndien, 1897/98. _ Ge)? „Jebunq u. s. w. (Preußen. BStltn.) Milch. _ (R:g.-Bez. Danzig.) ? kineralwäsisr ec. __ (ng.-V_ez. Aachen;) Arznei- und Giftbändler. _ (Sachsen. Prauxn.) Milch. _ (Wixrttemberg) Oberamts-Tbierärzte. _ (Anhalt.) S_Öweibefcucbe'xi. _ (Hamburg.) Entbindunasanstalién. _ (Oester- reich ) Wasserleitungen. _ (Frankreich) (301111136 aonsulbabif (1711375715116 ])Ub]1(]110. _ Ansieckcnde Krankheiten _ ééiikunde. _ (Belgikn) Krankcniransbort. _ Gefährlickye 2c. Betris e. _ Gang dEr Thier- skucben m Oestkrrrich, 2. Visrteljabr. _ Dcßgl. in Großbritannien, 189-. _ 321119élitgc Maßregsin gcgen Tbicrseuchdn. (Deutsches Rkici), Preuß. Reg-Yczirkc Brombkrg, OInabrück, Arnsberg. Bayzrn, Sachskn_- Memmqen, Hamburg, Italién, Vereinigte Studien von Amsrika.) _ Vi'rbandlungen bon geseygrbenden Kbrper- schdftkzi, Vereinln, Kozigreisen u. s. w. (Frankrcsich) Kunstcvcin. _ (*I-,-_i*14],ien.) Kongreß f_ur Hvdrolbgie 2c. _ Vermischics. (Deutsches RUTH.) Nabruxisttttel-Cbeumi'er. _ (Prkußen. Oberschlesien.) Knappschafts-Vsrem, 1896. _ (Sachsen-Altenburg.) Bevölkerungs- bewegung 2c., 1896. _ (Oesterreich,) Waffcrvkrsdrgung. _ (Ungarn.) Pellqgra. _ (Frankreich ) “L_lrbétten dss (10111165 00U5111dubil (1'11FZ15110 [131131191ka 1896. _ (Vrremtgte Staaten von Amsrika. Wilmington.) Sierbltcbkßit, 1897. _ (Hiburien und SierbeiäÜ-x in Elbkrfcid, Köln, Wicn,Yruffc-l,1897. _ Gsscbenklisty. _ Wdcbrniabeiie übkr die Sterbefalic m_deutichnW Orten mit 40 000 und mehr Einwobnxrn. _ Dsögl. it_1_gro߀ren_©tadtk'n dss Auslandes. _ Erkrankungen in Krankenbauixrn denticher Großstädte. _ DLZJL. in deutschen Stadt- und Landbézirken. _ Witterung.
Nr. 24 des ,Eisenbabn-VerordnungsblattS“, brraus- Jkgrben im Ministerium dsr öffentlichen Arbxiten, vom 26. Juli, at ioigrndcn Inhalt: Alirrböckystér Erlaß vom 20. April 1898, he- treffi'nd Nachtrag zu dim darch Allerbbchstsn Criaß vom 26. Juli 1881) gcncbmißten Regulativ über die Diebstwobtiungen der Staats- beatnie:1.__ (Erlasse des Ykintsters der öffenxiiäxen Arbeiten: Vom ]5.Ju1_t 1898, betreffend Taacgelder und Reisrkbsten der Staats- Cisenbgbnbeamten; _vom 16. Jiili 1898, betrc-ffend Berichterstattung 118in dix! landespblizeilicbe nnd ei18nbabniechnische Abnahme bon Privat- Eiienbabnen. _ Nachrichten.
Statistik und Volkswirthsrhast.
Die_V2röffcntiichung_de_r Ergebniffe der Berufs- und Ge- nxerbezablurig bon 1895 für das Reich ist bis jkßt (Ende Juli 1898) in folgender Weise vorgeschritten: Es kommen in Betracht die Ergebnisse 1_) der Beruszäblung, d. b. die Angaben übsr die Bkrufs-Ve'rhaitnissk, Welche aus den am 14. Juni 1895 ausdefüllten Haushaltungsltstcn entnommen wurden; 2) der Aufnahmen über die andwirtbichaftlichen Betriebe, welche durch die gleichzeitig ver- tbcilten Landw1_ribscha1“ts-Karten gewonnen wurden; 3) der an dem- selbr'n Tage mittels der GcWerbe-Karten erhobenen Data über die gewerblichen Bktriebe.
Die Hauptargebniffe aller drei Aufnabmrn hat das Kaiserliche Statistische Amt mit kurzen ErHäuterungen in vier auch einzeln käuf- lichen) _,Ergänzungsbeften“ zu m_ Jahrgängen 189 , 1897 und 1898 dcr „Vterteiiabrsbefte zur Statistik des Deutschen Reich“ veröffent- licht. Vim den ausführlichen DarsieUungen, die zusammen 18 Bände der Statistik des Deutschen Reichs einnehmen werden, sind bis jeßt im Buchhandel onende erschienen:
1) von der * erufsftatistik die Bände 102 und 103 ent- haltend dix Tabeaen für das Reich im Ganzen, 104. bis 106 für die einzelnen Staaten und deren_größere Verwaitungßbezirke, 107 und 108- fur die einzelnen 28 Großstadte (von mehr als 100000 Einwohnern , 109 für_ die kleineren Veraltuanezirke ( reußische Kreise, bayeris e Bezirksamter re.), 110 fur fünf_ rts-Grö enklaffen, nämlich die Er- gebnisse zusammengefaßt für die Orte von weniger als 2000 Ein- wohnern, von 2000 bis 5000, von 5000 bis 20 000, von 20 000 bis
gegeben am 23. Juni 1898,
treffe, so werde diese Frage kein Hindernis; für eine sofortige
100 000 und für die Großstädte, welche leßteren einzeln in den oben angefuhrten 2 Bänden behandelt sind. Vonder Berufsstatistik sieht
_ ; *gezo en und-mit karin rabbischen ,Därsteüun _.;ky' illustriert werd es werde sich bei dee? 62 L F
not!) aus der Band-111, in welchem das Resumé aus jenen 9 F??!"
o '
) Dix Ergébn sie der la'ndwitt schaftlichen etriebs- zäbl'un liegen vollständi “bearbeitet vor in dem: Bande _1 2 unter dem T tel „Die Landwirtßfcba'ft im Deutschen ReiÖ“, der außer dem eigentlichen Tabellenwerkdie zusammenfassendey Uebersichten nebst Erläuterun en und kartographischen Beilagen enthalt. Die Bearbeitung erstreckt si sowvbl auf Vergleichung mit den _Er ebniffen der im Jahre 1882 gemachten gleichartigen Erhebung tn eutschland wie auch auf die Resultate ähnlicher Aufnahmen im Auslgnde.
3) Auf Grund der 1895 er gewerbliche'n_Betrtebszäbiuna_ sind bis jeßt von den in Aussicht genommenen 7 Banden zwei erschienen, nämlich 117 und 118, enthaltend die Gewerbestatisiik der Verivaltungs- bezirke. Es sind darin für a11e einzelnen xleincren und größeren Ver- waltungsbezirke dSr 26 Staaten und naturlich auch fur diese__selbst und das Reich die ablen der Betriebe und der_ darin gewerbiba_tigen Personen in der fur die Gewerbestatistik maßgebenden Eintbetiung von 320 Gewerbearten gegeben. Die Darbietung des Matxriais in dieser so eingehenden geographischen und systematischen Gliederung dürfte für Verwaltungs- und sonstige praktische Zwecke besonders niißlicb sein. Es sieben von der Gbiverbestatisxik also gegenwärtig noch aus 5 Bände, nämlich die aiisfübriicbd tabellarische Darstdüuna für das Reich, für die einlenen Staateq uns für die einzelnen Großstädis; endlich die :uiammenfaffende Bearbeitung der gesammten Ergebnisse der Geiverbestatistii, die als Band 119 den Schluß dieser ganzen Reibe bilden soil. Dirien [eßtbexeicbneteNBand fertig zu steilen, wird erst im nächsten Jabra möglich sein. wahrend die anderen noch aussiebsnden Bände noch im laufenden Jahre WLWLU erscheinen können.
Zur Arbeiterbequng.
In Stettin haben die aussiändiaen Stellmachergesellen, der „Ostsee-Ztg.“ zufolge, in einer Versammlung beicbloffen, by.: solchen Meistern, weiche die Arbkiierforderungen béwiiligen, die Arbeit wieder aufzunehmen. Bei einem Meistsr soll dies bereits ge- schehen sein. „
In Erfurt nabm eine Versammlung von Gartnergebiifkn am Sonntag eine Resolution an, in Welcher sie der „Mgdb. _Ztg._“ zufolge erklärten, daß die Lage des Gärtnersianbes verbeffkrungsbrduririg sei, und daß diksé Besserung mir durch eine feste Organiiaxton erreicht werden könne. Bilde sich eine solche auf dem L_exbztgLr Gärtnkriage, die die Interessen der Gebiifen n'abren woch, so pf11chtc ihr die Versammlung bei. DiCse Organization_ könne jedoch ntxht auf smialdemokratiscber Grundlage aufgebaut sein. Daher beschließe die Versammlung, einem auf dieser ©rundl_aac aukgxbguien Verbande Yi?! beizutreten; sie berscbmähe jede Hilfe bon wziairrmoiratiscbcr
e le.
Aus Hamburg wird der „Nds. Ztg.“ vom gesiciaen Tage ge- meldet: Der Bäckerausstand ist seit beuie Nachmittag beeiiviZt. In der heutigen Versammlung der Ausständigeii wurdcn dteic, etwa 300, auf efordert, Hamburg zu verlassen. Die Untxriiüßung wird nicht meLr aezahlt. Dis: Ausstankbieimng bat symit_1elbst deén Ausstand als aussichtslos aufgegeben. Der über die Bacxrreién, Weiche die Forderungsn drr Aussiändigen nicbt bkwiuigieci, verbangte Boykoit sbil aufrecht exbaiten Werden. Auch diese Maßregel ist fast völlig wirkungslos.
Kunst und Wissenschaft.
Große Berliner Kunstausstellung 1898. 17. *)
[„. 1T. _ Saal R bis )(117. _ Saal L_ und )(1 enibalicn Werke bon meist jüngeren Düsseldorfer Küniiiern, unirr dcne'n sich namkntlicb einige Landschaficr, wie Heinrich Herrmanns mit seinem vortrefflichen breitgemalten Winte'rabend in Amsterdam (393), Hermann Bahner mit einer altmeijterlich behandelten Dorivedute (23), Eugen Kampf mit einer feinen Herbst- siimmung (4981 und Friedrioi) Dorn (187) berbortbun. Friß von Willi: bat srinsm bon respektabicm Können zeugenden „Sommertag an der Eifel“ (1096) (“einen recht bild: mäßigen Abschluß zu geben gewußt, während die zarte Technik Lieie-
ang's in dem aroßen Rahmen seines Herbstbiich (621) 7asi_kicin- ich erscheint. Den beißen Sonnenbrand der iüdrusfischen StZP'Oe Weiß Hugo Ungewitter (1009) mit feinsr KUiist zu treffen, äbnlici) den elegant gimalien Pußtaschildernngen JoseiBrandt's. chbaiieres Temperament und brkitere Behandlung könnte solchen Stoffen viel- leicht noch mehr Wirkupr abringen. Recht in dkn Aniii-„nxen der Pleinairmalerei bleibt tio Heickoert mit seinem PM,;ervaar (369) sticken; seine Auffassung zeigt dabei wenig persönliche Eigen- art und künstlerisches Feingefühl. Letzteres mangelt aucb empfindlich dem Genrébiide von Artbur Kampf (496), dessen Taicnt cine Entwickrlung zu 5658an Stufen bersaxit zu bleiben erscheiut. Ebenso kommt E. Daelan in einer grellen Straßenscene (1561 aus dkn Anfängen einrr gewaltsam sich modern aeberdenven Handfcriigkeit nicbt heraus. A. Dirks, der wobl auch aus der Düffridorfer Schubs hervorgegangen, aber zur Zcit sein Ateiier auf Sylt auidescblagen bat, verbindrt die breite, gesunde Techtiik der modkrncn Schule mit vornehmen Farbenreizen und leiht damit seinem Dünenbild (182) erbt künstlerische Haltung.
Von den zablreichrn Skulpturen dks Scitengangrs )(111 erheben siib nur wenige über dak.“ Nwsau konysntionsusr Auf- faffung, wie es besonders die für Göttingen bestimmte Koldffal- gruppe von Gauß und Weber, eine Arbeit E. Herver's (1342) repräirntisrt Genannt seien Line lcbsndige nnd außdruckSboUe Porträtbüste von Otto Giauflügel (1327), eine zarte Marmor- arbeit (1307) von Henny Geiger, der Gattin des unläugst Ver- storbenen Bildhauers, und ein großes Madonnenrelief von Hkrmann Hidding (1743), das bei aller Anlehnung an italienische Vorbilder doch deutsche Gemütbsiiefe der Auffassung _ insbesondere auch in den liebenswürdigen C'ngengestalten _ bekundet. Ueberaus wobl- tbuend' ist der Eindruck der Sonderausstellung des KarlSruber Landschaf19malers Hans Richard von Volkmann, dessen zweiundzwanzig Bilder in dem Saal KLU vereinigt smd- Volkmann's Landschaftsn zeugen von ähnlich liebevolier Bertie ung in die Natur des deutichen HZimatbiandcs, wie die von Hans Thoma, vor dem er aber einen schärferen Blick für das Malerisch-Reizvolle voraus bat. Troß der frischen, fröhlichen Farbkn, die er verwendet, ist der Grundzug aller dicser Schilderungen ernst. Obneraihetisch zu werden, oder willkürlich zu stilisieren, hebt er stets das Wesentliche der Stimmung heraus. Seine Technik ist solide, aber niemals kleinlich. Wenige wissen dem wehenden Kornfeld, der bräunli en Ackerkrume dem jungen Frühlingsiaub soviel Reize abzulo en wie er. Besser als die großen Bilder gelingen ihm Naturausschnitte kleineren Formats, unter denen des graziösen Birkenhains (1041), dsr Ettiarbigen Eichenallee (1037), der klaren, dem Auge wobltbuenden
kioberlandfcbaft (1039), sowie eines kleinen Vorfrüblingsbildes aus Mecklenburg 1045) mit besonderer Genugtbuunß gedacht sei." Trotz der verhältni mäßig geringen Abwechselung dxr Motive ermudet die Vereinigung o zahlreicher Arbeiten eines Kunstlers durchaus nicht, was wobl als bestes eugniß ihres Wrrtbcs gelten darf. '
In buntem Gemi cb finden sich im Saal )(17 neben Schlabiß' .Hocbverratb“ (878), mit der nüchternen photo rapbiscben Treue der Darsteliung einer Gerichtsberbandlung, au wertbvoiie, ja hervorragende Schöpfungen. Als eine solche muß Over- beck's „Herbfiabend“ 7558 gelten. Der Worpsweder Maler ist lebhafter, ausdrucksvo er n der Bewegung der Massen als Volk- mann, mit dem er die Intimität der Auffassung theilt. Kolorifiiscb ist das Bild mit seinen lichtgelben Baumkronen,
*) S. die Nrn. 117, 125, 146 und 169 d. Bi.
' tiefbl'aiten ' He'ébstbimmer "K.;...
die wirkungsvoll gegen den' (ten der Aus-
eine Meisterleistung, mit der wenige“ Landscba
Kinderporträt der “polnischen Malerin Olga von Boznan'ska (93) muß. tro der unschönen kümmarlichen Züge des Modells eine Perle der Aus te11ung genannt werden; nervöse Feiniübligkeit spricht aus dem Pin elzuge. Etwas derber, aber von liebenswurdiger Frische ist ibre Studien emacht bat.
die “ebenfaUs in Paris kontta iert _ wobl-
Anipruchblvsigkeii dieses Porträts tbuend zu der selbstgefäiiig berborgekebrten Nonchalance, mit der Josef Block die üge einer jungen Dame auf die Leinkvand geWorfen hat; es um t bei aiier Verve den Eindruck des Steifsn und Unfertiaen, wäbrcnd der Holländer Nicolaus van der Waay in seinen „KupferstiÖiiebbabern“ (1013), gleich Pieter Oyßxisz _breiten Vortrag mit künstlerischer Gesammhaltung geschickt ver n e .
Graybiicbe Arbeitcn von dem Holzschneider der „ liegenden Blätter“ Konrad Strobel (1218) und dem R4dierer5 . Dasio vrrleihen dem schmalen DurchgangSraum des Saales mit Karika- turen von Okto Bromberger den Reiz der Abwechselung.
(192)- Die
An der einundzwanzigsten Konkurrenz-Prüfung bon Marine-Cbronometern, welche in der Zrit vom 14. November 1897 bis zum 23. April 1898 in der der intung der Hamburger Stern- ivaite untersteilten Abtheilung 117 der Deutschen Seewarte ver- anstaltrt Wurde, batten fich naÖiiebendZ Fabrikanten durcb Einliefe- runa von denselben angrfertigter Instrumente brtbeiligt: W. Vröckina in Hamburg mit 10 Cbronometern, Hermann Diedrich in Geeste- münde mit 6, W. G. Ebriich in Bremerhaven mit 5, L. Jensen in Glasbükte (Sachsen) mit 1, A. Kittel in Altona mit 6, E. Kutter in Stuttgart mit 3, A. Lange 11. Söhne in Glashütte (Sachsen) mit 1, Li. Mager in Brake mit ]. und F. Schleficky in Frankfurt a. M. mit 4, im Ganzen also 9 Fabrikanten mit 37 Cbronometern, gsaen 5 Fabrikanten mit 27 (Cbronometern im Vorjxhre. Bei den Ubren waren alle in dem Konkurrenzaussäoreiben vom August 13. J. entbaltenen Bedingungen bezüglich der Konstruktionsangaben und Z€ichnungen, des le ten Reini ungstermins 2c. erfüllt, und auberdsm batten sämmt iche Fabrißanten eine schriftliche Erklärung über die Anfertigung dieser Instrumente in der eigenen 593erwa und selbständige Durchführung der Hauptibeile, Unruhe, Spirale und Hzmmung, wie Ausführung der Reglage abgegeben. Die Cbronometer wurden wäbrxnd der Untersuchunasqeit jedön zweiten Tag um 10 Uhr durch den Ab- tbeiiungö-Assistenien Dr. C. Stechert mit den Normal- ubren der Sternwnrie auf chronocirapbischcm Wége, unter Benutzung der zu diesem Zweck eigens ber erichieten telcgrapbischen Verbindung zwischen beiden Anstalten, bergli en; außerdem wurde an jx-drm Dekadentage zwischen 10 und 11 Uhr Vormittags eine zweite Vergleichung zur Herstsiluna einer unabhängigen Kontrole VOL dem Hilfsarbeiter Kuno Heuer mit Hilfe des Cbronograpben der Sinn- warte aus :fübrt. Die zur Ermittelung drs Standes drr Normal- ubren not wendigen Zeitbefiimmungen wurden bon ])r. Steckpert an den Meridian-Jnstruwenten der Sternwarte angestellt. Das Ver- fahren bei der Prüfang, insbesondcre die Anordnung der Temperatur- Jnterbaiie, war analo dcm bei den früber aui drr Abtheilung 17 ab- gehaltenen Konkurrenz- _ rüfungen beobacbicten; d_och wurden, gemäß den bon dem Chef der Kaiierltcbc'n Admiralität besiaiigten Beschlüssen der zweiten, im Juli 1887 in_HambUra abgehaltenen Cbrouometec-Kon- serenz, zur Ableitung dsr Für die Güte der Instrumente charakteristi- chen Zahlen nur die wäbrcnd der zwölf Dskaden vom 4. Dezember 1897 bis zum 3. April 1898 erbaitsnen (Gänge vi-rkr-cndet. Während der ersten beiden Drkadsn der Prüiungszeit (14. Nobember bis 4. De- zkmber) wurdkn die Jnstrumsnie ailmäblich bis auf 300 () erwärmt; wäbrend der beiden letzten Dékaden (3. bis 23. April 1898) wurde die Tkmveraiur langsam von 3000 bis auf Zimmerbemyetatur vermindert. Es ist bei der diksmaiigen Prüfung nicht mö.«,iich gewesen, während der Dekaden 6 und 7 die vorgeschriebene Mitteltemperatur von 5 0 voÜ- kommen herzustellen, da der letzte Winter bieriür zu milde war und bei den Konkurrenzprüfungen von der kßnsiltcbsn Erzeugung tiefer Temperaturen bsrmitteist Eises oder Kaltemischungen Abstand zu nebmrn ist. Die niedrigste überbaupt beobachiete mittlere Tages- trmperatur betrug 40. die höchste 32,2 9. Dem Konkurrenz-Aussckzreiben der Direktion der Sri'warie entsprechend, wurden nach beendeter Prüfung sämmtlickps Cbronomstcr, soweit sich dieselben überhaupt als brauchbar für die nautiicb-x Praxis erwiesen, in folgsnde bii-r Klaffen eingeordnet: Klasse 1: „Vorzüglich“, Klasie 2: „Sebr ut', Klasse 3: „Gut“, Klasse 4: .Genügend“. Es ist na dem Von dem Direktor der Sternwarte und Vorstand der Abtheilung 117 der Seewartk, Professor (Georg Rümker erstatteten Bkkicht bei der diebmaliqen Prüfung eine beträchtlich größere Anzahl Instrumente als in früheren Jahren in die beiden ersten Klaffen ge- langt; dieses Erqebniß ist zum tbail jedenfalls dem Umstande zuzu- schreiben, das! die Prüfung bei den tiefen Temperaturen, wis oben brrsiis erwähnt, aus äußeren (Gründen nicht streng hat durch- gefübrt werden können. Die Erfahrung während früherer Jabre bat gez-igt, daß die größten Gangabiveichangen bei manchén Chrono- metern gerade während der 59-Dekaden aufqeireten sind. Dsr Fortfall der strengen Kälteprüfung hat deshalb in diesem aiie zweifellos dazu beigetragen, das Gesammtcesultat wesentlich gün tiger erscheinen zu [affex1. Unmittelbar nach Schiuß der Prüfung wurden die Cbronometer, wie in den früberen Jahren, durch eine Kommission in Hamburg-Aitona etablierter Cbronomeier-Fabrikanten, im Beisein der Beamten des Instituts, einer Untersuchung auf ihren gegen- wäriiac-n Zustand unterzogen. Die Sarbverständigen sprachen ihre Ansicht dahin aus, daß bei sämmtlichen Chronometern weder an den Unruhen noch an den Spiraiyn Rostspuren zu bemerken seien. Nur Fei ingen Uhren zeigte fich eine geringfügigeTrübung in der Färbung
es es.
Bauwesen.
Für die Erbaltung und Erneuerung des Mei“ ner Doms, diedurch die Genehmigung einerGeldlotierie nunmehr ge chert ist, md bereits die ersten Schritte gethan worden, indem vom Vor fande des zu diesem Zweck gegründeten Dombauvereins, dem übrigens Jedermann gegen einen geringen Jahres- beitrag beitreten kann, die vier angesehensten Meister der Gothik in Deutschland: Gabrie'l Seidl in Mürichen, Steinbreckot in Marienburg, Schäfer in KarlSrubc, Tornow in Meß _ von Beyer in Ulm hat wegen Kränklichkeit abgelehnt _, ersucht worden sind, Skizzen für die Erneuerung des Domes zu entwerfen. Di: hierzu notHWendige Aufnahme des Bauwrrks durch das Meßbildverfabren ist unter der persönliäven Leitung des Erfinders, Geheimen Bauratbs Or. Meydenbauer bierselbsi, erfolgt.
Literatur.
ot's Beiträge zur Erläuterung des deutschen Rechts, erauSge eben von Dr. Rasfow,“ Reichs erichts-Ratb, 1)r. Künvel und [)r. ccius, Ober-Landeßgericbts-Pr sidenten, Sechste Fol e, 11. Jahrgang, Heft 2-5. Berlin Verlag von FranzVablen. _ eben zahlreichen Entscheidungen des Reichsgerichts mit ausführ- licher Mittheilung der Tbatbestände und der Urtbeingründe enthalten die vorliegenden Hefte folgende Abhandlungen: „Die sog. eventuelle Aufrechnung unter dem Recht des Bürgerliäxen Gefevbuchs“ von Reictherichts-Ratb Förtich in Lei i ; .Nachtr - liebe Bemerkunaen iiber eventUeile Aufrechnung u_nd u?rechnung naS Vürgerlicbem Gese buch“ von" dem Ober-Landes erichts-Prä denten 131". Eccius; „Zur eine von der Kompensation ei einer V e rbeit
Gru
von Forderun en“ von Gerichts-Affeffor Dei mann in Branden urg; .Das Hofreskiipt vom 15. April 1765 un die Vorschriften des
stellung,.sich messen können. Auch 'ein in diesem Raum“ befindliches,
€ Das Paste bildniß einer jungen Dame von Marie Dumstrey_
1
K/Bürgéjrkiiibéen
' der Aktiengesellicbait“ von Landrichter Otto HaYn in KottbusB „Fur er
_ "Gesch : 57 574,» KW 21335“ vonPLZf-r. Fur._ WF?“ WS
onorar- : coc.“ !! äe a. . „7 *. Abs. 2 und 3 des (Zinfabmu sgexe ' ' ; vom 10. Mai 1897!“ von roe or brim in Kiel; „Ueber die Verantwortli !
smn n „_ ])k. a WPA" des Aufsi tbratbs bei
Auslegun des § 824 B. G.-V.“ von Dr. iberfeld in nz „Ist der fändungspfand läubi er einer Hypothekenforderung „Dritter im Sinne des § 38 AbZ. 2 ig.-E.-Gef. vom 5. Mai 1872?“ “'von AmtSaericbis-Rarb Rothenberg in Star ard in Pommern; Entwurf eines Reictheseßes, betr. ie Sicherun der * au- forderungen“ von Landgerichis-Direkior Munk in * erlin; .Die Einwirkung des Bürgerlichen Gese bucbs auf elterlicbi? Nutz- nießungßrecbie, besonders den Bei Z“ von Landricbter Or. Zabicbt in Cassel; „Haftung für NachlaßverbindliÖkeiten nach dem
. 03-23.“ von Rkch16anwa1t und Notar Böhm in Sa an; „Das Zeugnißjwangsverfabren“, eine Skizze von Rechtkpraktikant ans Landau in Nürnberg; „Empfiehlt (ich die Einfübrung Vollstreckbarer Protoxoll- ausfertigungen 7“, ein Ergänzungbborschlqg zum Geseße, betreffend AenderunFn der Zivilprozeßordnung, von Recht§anwa1t Landsberg in Posen; „ ie Verjährung der auf 065510 16§18 berubrnden Ansprüche des § 1709 B. G.-B. und des § 62 Reichsgeseßßs vom 6. Juni 1870“ von Amtsrichter a, D. Mantey, Marienburg, Osipr.; „Das Rücktrittsrecht des Käufers beim Genußkauie“, besprochen an einem praktischen Z [[ nach den Bestimmungen de? Pr. A. L.-R. „und des Bürgerlichen «seßbuchs von Ober-LandeßgerichtI-Raib Kiehl in Naumburg; „Die Vereinbarung der FortseJung der offenen Handels- eseÜschait mit den Erben eines Gesebscha :ck“ von [)1'. Hermann
taub, Rechtsanwalt in Berlin; „Ulber die Vorausießungen des Anspruchs auf Ecsaß eines durch unerlaubte Handlungen verursachten Sibadens nacb aemeinem Recht und dem Recht des Bürgerlichen GsseßbucHS“ bon1)r. Henrici, Reickysqerichts-Senats-Präsidentea a.D.; „Ausffihrungen zur Befißlebre des B. GB.“ von Ober-Landeögerichts- Nati) Or. Bartels zu Hamburg.
_ Von dem Jahrbuch der deutschen Gerichtsberfassun 9, welches der Geheime Kanzlei-Ratb im Reichs-Iustizamt Karl Pfafferoib beraubgiebt, ist vor kurzkm der 7. Jahrgang (1898) ersehirncn (Berlin, Karl H-ymann's _Verlag; Preis 5 5-4). Der Inhalt des verdiensilichrn Buches und die AnordnunaZ des Stoffes sind dieselben wie in den früheren Jabrgängen, über ie wixderbolt an dieser Siebe referiert worden ist.
_ Die Handhabung der Gesundbeiibaeseße in Preußen für Behörden, Medizinaibeamtc, Aerzte und Gewerbetreibende in einzcinéxn Abhandlungen erläutert. Heraus- gegebsn von Dr. Springfeld, Medizinai-Affeffor, und F. Siber, Regierungs-Ratb beim Königlichen PoliiEi-Präfidium in Brrlin. Band]: Die Rechte und Pflichten dsr Unternehmer von Privat- Kranken-, Privat- Entbindungs- und Priwat-Jrren- anstalten (§ 30N-G-O) Von 131'. Springfeld. Band 11: Die Rechte und Pflichten der Hebammen. Von Dr.Springfeld. Berlin, Verlag von Richard Schweiz. Preis je 3 „M _ Das erste der vor- ließenden beiden Bändchen enthält «lie für Unternehmer von Kranken- an kalten in Betracht kommenden Grieße und Ministerialerlaffe, nicht nur zusammengestelit, sondern auch in einer für Nichtjuristen ver- ständlichen Form an der Hand richterlicher bezw. verwaltungs- gerichilicber (Fniichcidungrn erläutert und ausgxlegt, und dürxie den Bedürfnissen der Beamten, Aerzte und Gewerbe- trei enden entsprechen. In der zweiten Schrift ordnet der Verfasser die für .bammen gültigkn Bestimmungen nach rechjlicben Gesichtspunkten, ge 1 auch den von den Gewerbetreibenden geäußerten Zweifeln über die Rechtsverbindiichkeit mancher Gebote und Verbote nicht aus dem WMS, sondern trägt das Material zu ibrcr Beseitigung zusammen, um dadurch auf eine Vzrminderung der Rechtsstreitigkeitea zwischm Behörden und Gewerbetreibendcn binzuwirken.
Jn demselben Verlage ist unter dem Titel „Die Giftigkeit der Farbwaaren im Sinne der Ministerial-Verordnung vom 24.Auqu_si1895" eine Zusammenstellung der zur Zeit im Handel Kebräuchlicbkn Bezeichnunaen giftiger und migiiiiger Farben er- chienen, wrlche dcr Poiiz-i- Präsident in Berlin durch den Droguerieu-Rcvisor 1)r. stbin bat anfertißkn laiscn, um den nicht chemisch vorgebildeten Farbenbändlern die Befolgung dxr Be- stimmung?" der Ministerial-Verordnung über den Handel mit Giften vom 24. August 1895 zu erleichtkrn (__Yreis 1,50 .“). Diese Zu- sammenstellung wird in Zukunft den Zbisionxn dec Drogerien zu Grunde gelkgt werden.
_ Die Bureau-Verwaltung der AmtSanwälte, er- läutert bon GOLLS, Erstem StaatSanwalt a. D., Geheimen: Justiz- Raib. Berlin, Karl Hrymann's Verlag. Preis 1,20 „14 _ In dieser Schrift wird eine eingehende Erläuterunz der die Be- Ltimmungen über dir Bureau-Yerwaiiung enthaltenden Artikel 117
is 129 der Geichästbanweisunq für die Amtsanwalte vom
28. August 1879 und 1:1er zu dknselben ergangenen Allgemeinen Ver- fügungen und MinisteriabErlasse unter Beifüguna von Muster- beispielen gegeben. Dabei find auch die anderWLit bisher noch nicht berücksichtigte Allgrmeine Verfügung vom 25. Juni 1897, betreffend die Vereinfachung des Geschäftsgangs und die Vrrmindernng des Schreibwerks, und die vom 4. März 1894, betrsffend die Behandlung der Posisenduxgen in Sraatsdienst- Und Parteisacben im Bereiche der Justizberwaliung, sowie den Geschäftsberkebr zwischen Postanstalten und Justizbehörden, aufgenommen und rriäutert.
_ Anleituna zur Ausfüllung der Zählkarten Tür die Kon kurs-Statistik von A. Tbomaschewski, e psd erendem Sekretär im Kaiserlichen Statistischen Amt. Berlin, * uchdruckerei W. Koebke. Preis 1,50 «M _ Der Verfasser, welcher bei den Auf- bereitungdarbeiten für die Konkurs-Statistik seit Beginn der Einführung derselben im Kaiseriichxn Statisiiscben Amt tbätig gewesen ist, hat czuf Grugd der hierbei gemachten Erfahrungen in der vorliegenden Anleitung _iur den dixnstltchen Gebrauch bei dem Amtsgerichten die einzelnen Ziffern der Zablkarten für die Konkurs-Statistik näher be- iyrocben, um hierdurch zur richtigen Auffassung der auf dieselbe be- zuglicben, vom BundeScaih erlassenen Bestimmungen beizutragen.
Land- und Forstwirthschaft.
Ernteergebniß Serbiens.
Belgrad, den 20. Juli 1898. Das Wintergetreide ist fast überall eingeerntet, nur siellenwrije liegt no-“b Weizen auf den Feldern, wo nämlich der Hafer gereift und der Schnitt desselben dringend notbwc-ndig geworden ist. Aus leßtsrem Grunde stockt jest auch der Weizendrmcb, und die Zufuhr von neuem Weizen ist uabedeutend.
Das Sommergetreide wirdjeßt ebenfalls geerntet, und es liegen be- reits maßgebknde Drusckpwroben von allen Getreidearten vor. Darnach ist die diesjäbrige Ernte als eine sowohl in qualitativer als auch quantitativer Hinsicht durchaus befriedigende zu bczeichnen, die der- jenigen von 1896, welche als sehr gut bizetchnet wurde nicht nachsteht.
Die häufigen Re en und ziemlich kalten Tage wäbrend des levten Monats haben die rntearbeiien zwar etwas veréögert, sonst" aber einen erheblichen Schaden nicht zuaefügt. Die Ma sfelder verdanken vielmehr dieser Witterung ibr üppiges Aussehen, und nur die arbe der Fruckot wurde beeinträchtigt, indem Gerste mehr gelb und ei en blasser wurde. Für die vorzügliche Qualität des Weizens fpricht51e * Thatsache daß derselbe 76 bis 80 kg per Hektoliter wiegt, ein Ge- wicht, daß in Serbien selten erzielt wird.
Infolge der guten Ernte sind die Brotvreise von 37 auf 25Cent pro Lk =Laib gefallen und werden aller Wahrscheinlickpkeit na noch weiter nken, und ferner hat der Fina-z-Minifter durcb Erla vm 18. (30) Juni d. I. den Erlaß vom 16. EZ.) Dezember v. I., wo- durch Weizen und Mais widerruflich vom infubrzou befreit'wxrdea, vom 12. d. M. ab aufgehoben.
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