1898 / 185 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 06 Aug 1898 18:00:01 GMT) scan diff

Men,. * „asse und Köln thäti-g gewesen „_ «ihn- Yer Fina- "Minister mn seine besondere ngkfä'igkeit zu verwert en, “im ahre 1870 als Hilf?- ** * in die Abtheilung des Finanz-Mmifteriums für" die aaltung der indirekten Steuern. Durch Allerhocbste „Besinnung vom 18. Dezember 1871 wurde er zum „(Ge- ' keimen Finanz-Rath und vortragenden Rath in diesem Ministerium ernannt. Im Jahre 1875 zum Geheimen Ober-Finanz-Rath befördert, wurde er vom 1. Januar 1889 ab in die Stelie des Provinzial-Steuer-Direktors für Berlin und die Provinz Brandenburg berufen, die er seitdem bekleidet hat. _Durch AUerhöchste Ordre „vom 24. Dezember 1890 erfolgte seine Ernennung zum Wirklichen Geheimen Ober-Finanz-Rath mit dem Range der Narbe erster Klasse. Seit dem Jahre 1885 ist von Pommer Esche neben- amtiich als Mitgiied des DiSzipiinarhofes für dre Dienst- vergehen der nichtrichterlichen Beamten thätig gewesen. , In allen Stellungen, welche ihm anvertraut waren, ms- besondere in dem von ihm zuleßt verwalteten, hohe Ansprüche an seinen Inhaber stellenden Amte hat 'von PommerEsche mit großer Berufsfreudigkeit und Ums1cht, 'Mit praktischem Geschick und unter Verhängung vornehmer (Hesmnung chirkt. Seine erfolgreiche Amtsführung hat die volle Anerkexmung seiner Vorgeseßten gefunden. Die gerechte und daher leut- selige und wohlwollende Brhandlung drr seiner Leitung untcr- steliten zahlreichen Beamten hat ihm ihre Vrrehrung in reichem Maße erworben. Sein Andenken wird m hohen Ehren bleiben.

Yi der Ersten Beilage zur heutigen Nummer des „R; u. St.- nz.“ wird eine Zusammenstellung der Berichte; von deutschen Fruchtmärktcn fiir den Monat Juli 1898 veröffentlicht.

Königsberg i. r., 5. August. Heute Vormittag fgnd in der Königlichen S [oßkirche hierselbst eine Gedäcbrn iß- feier für den Fürsten Biswarck statt, an weichrr „Ver- treter der staatlichen, militärischen und städtischen Behdrden sowie Mitglieder aller Schichten der Bevölkerung theilnahmen.

Hessen.

Aus Worms vom 5. August meldet „W. T. B.“: Auf dem hiesigen Marktplaß wurde heute unter zahlreicher Be- theiligung eine Trauerfeier für den Fürsten Biswarck, den Ehrenbürger der Stadt, veranstaltet, Nach eiiier (He- dächtnißrede und dem Gesangs „Deutschland, Deuxschland über Anes“ begaben sich die Theilnehmer zu dem Denkmal drs Fürsten, um daselbst Kränze niederzulegrn.

Mecklenburg-Sckxtverin. Ihre Köni lichen Hoheiten der Prinz und die Prin: zessin ChristHan von Dänemark sind vorgestern von Gelbensande nach Koprnhagen zurückgekehrt.

Sachsen-Coburg=Gotha.

Seine Königliche Hoheit der Hrrzog und Ihre Kaiser- liche und Königliche Hoheit die Herzogin haben sick) gesrcrn ZU längerem Aufenthalt von Coburg na'ch Schloß Reinhards-

runn begeben.

Hamburg.

Die offizielle Trauerfeier, weiche anläßlich des Ab- lebens des Fürsten von Biswarck heute in der Großen Michaelis-Kirche stattfand, verlief unter Theilnahme des Senats in Amtstracht, dcr Bürgrrschaft, dcr gcsamwtcn Geistlichkeit im Ornat, dcs diplomatischen und des Offizier- Korps in voller Gala und zahlreickzer Vertreter der bürger- lichen Vereine in crhebendster Weise. Die Feirr begann mit dem Vortrag der Traner-Ode von Händel durck) Orgel und Orchester, an mol 8 fick) die Vorlesung des 90. Psalms anschluß. Hieran folgte eine Ansprache des Seniors Brhrmann, der in einer ergreifenden Rede das Andenken des großen Verstorbenen feierte. Nach drm Chor aus „Judas Maccabäus“ von Händel, gcsungen vom Hamdurgrr Kirchenchor mit Orgel- und Orchestrrcheiiung, folgte dre Antiphonie und der Segen und ?chiießlick) der ge- meinsame Gesang „Ein' feste Burg _ist unser Gott“. Der Altar, die Kanzel und das Kirchenschiff trugen schwarz? Flordekoraiion. Die ganze FRM. machte einen tief ergreifenden Eindruck. Nach dcr Veetzdigung der: selben erschoi1 Glockengeläut von sämmtlichen K_rrchcn. Alle Staathebäude, visir Privathäuser und die Schiffe im Hafen hatten haibmast gcfiaggt.

Oesterreich-Ungarn.

Der Ministrr des Auswärtigcn, Graf Goluchow§ki, Ut wie „W. T. B.“ berichtet, gestern von Paris nach Wien zu: rückgekehrt. _ '

Der ungarische Minister:“Bräsrdcnt Baron B anffy Hat sich

estern zu zweitägigem Aufenthalt von Budapest nach Wien Fegeben. Großbritannien und Irland.

Das Oberhaus genehmigte gestern, wie „W. T. B.“ berichtet, die dritte Lesung der Novelle zum Jmpfgcseß. ,

Jm Unterhause richtete Drage die Anfrage an dre Regierung, ob das Auswärtige Amt offiziell davon informiert sei, daß eine Großmacht durch , Pachtung oder auf andere Weise einen ?Hafen im persischen (Golf" zu erwerben wünsche. Der ariamenis-Sekretär ch Auswartigen Cirrzon erwiderte: Gerüchte von einem derartigen Wunsche seien" der Regierung allerdings von Zeit zu ?Mit zugegangen, ddci) konne er nicht sagen, weiches Gewicht 0611 clben brtzulegexr set. Etwa zwei Drittel des dortigen Handels seien im Bestß des Ver- einigten Königreichs und der britischen Besrßyngen; auch seren die politischen urid kommerziellen ' Verbindungen Groß- britanniens im persischen Golf unzweifelhaft von so großer Bedeutung, das; die Regierung ein besonderes_ Interesse an ihnen habe. Die Hauptgründe, weshalb die anethe'verhayd- [ringen zwischen Persien und der Reichßbank „Verfrens s1ch zerschlagen hätten, seien die gewesen, das; eme grdßere Sumnxe

efordert worden, als die BanYzU gewähren bereit gewesen ser, Lerner der Wechsel in der persischen RegierunJ und die damit verbundene starke Opposition- JSJZU _ir en weiche Zon- trole der Zoilein-künfte als Sicherheit ur die nleihe. Dre Net s- bauk sei das einzige britische Institut dieser Art in Persien, und ie

; .ru .uni _u rails,» ; Mit» eit „end'möl

e 5,er aser-“beißßhrensUntßxhandingen- mit de? Bank LLenze

nformation darüber erhalten, das;; e perfijche Regierungen:

ersprechen xolcher Unterstützung wunsche, wre7«der,Antragsteller es angeregt abe. éDrage hatte angefragt, ob die Regierung gewilit sei, der per ischen Regierung eine gleiche Unterstüßung zu usagen, wie dies am 22. Juli der chinesischen gegenüber ge7ch€hen sei.) Im weiteren Verlaufe der Sißung beantragte Chaplin bei der Berathung der Novell? zum Jmpfgescß in der vom Oberhause abgeänderten Fassung die Wiedereinfüqung dcr Bestimmung, welche diejenigen Personen von der Wirk- samkeit des Geseßes d'efreit, die vor zwci Richtern die Er- klärung abgäben, daß stegcgen die Impfung Gewiffensbedenken hätten. Der Antrag wurde mit 129 gegen 34 Stimmen an- genommen.

Frankreich.

DerKassationshof hat, wie „W. T. B.“ meidct, die Berufung Zoia's gegen die von dem Versailicr Schwur: gerichishofe am 18. Juli gefaßten Beschlüsse verworfen.

Rußland.

Für den vereinigten Fürsten Bikimarck fand, wie „W. T. B.“ aus St. Petersburg berichtet, am 5. d. M. Vormittags in der dortigen reformierten Kirche eine Trauergedenkfeier statt. An der Spiße drr Trauer- versammluna erschienen der deutsche Botschafter Fürst Radolin mit Gemahlin, die Herren der Bots aft nebst ihren (Gemah- linnen, der deutsche Generai-Konsui aron mit den Herren des Konsulats und ihren Damon sowie zahlreichc Mitglieder der deutschen Kolonie. Auch viele nichtdeutscbe Verehrer des deim- grgangenen Fürsten waren crscijicncn, insbesondere der Minister des Auswärtiaen Graf Murawjew, welcher sofort nach dem Ein- treffen der Trauernachricht der_n FÜrftsn Herbert Bigwarck sein persön1iches tiefstes Beileid angedrückt hatte; ferner die Botschafter von Oesterreich-Ungarn, Italien und Spanien, die Gesandten von Portugal, Brigien, Serbien, der öster- reichifclxungarischeMiiitär:Bev0llmächtigte,Feldmarschali-Licutc: nant Klepsch, der bayerischr Geschäftszträgcr Graf von MM), sämmtliche Mitglieder genamzter Botschaften und (Hrsandt- schaften sowie zahirriche russrschs Würdenträger. Die Ge- dächtnißredc Hielt der Prediger (Helderblom, die Gesänge führte die „Deutsche Liedertafel“ aus.

Italien.

Die „Gazzetta Ufficiaie“ von gestrrn Abend veröffentlicht das Dekret, durch wrlches der Belagerungözustand in der Provinz Livorno aufgehoben wird.

Spanien.

Der Minisicr-Präsident Sagasia imd Silvcia sind, dem „W. T. B.“ zufoigy, gestern dahin Übereingekommen, daß die Cortcs unverzüglich einbrrufen werden müßten, um über den Friedensschiuß zu verhandeln. Der (Herrerai Poiavicja, welcher der Brraihung beiwohnte, ent- schuldigte sich, daß er in srincr Eigenschaft als Soldat seine Meinung nicht äußern könne. . _Der General Azcarraga ist der Ansicht, Spaiiien mirs1c den Krieg foriseßen, Wan ck genügende Hilfsqueiicn bestßc, andernfalls solle man sofort Frieden schließen. Salmcrdn hatte „gestern gleichfaUs eine lange Unterredung mit dem Minister-Präsrdenien Sagasia. Castciar, dcr arrgcndiicklick) krank iit- lirß Sagasta wissen, daß er für drn Frieden sei. Zzideffenfmemc er, Spanien folie den Vereinigten Staaten gcgrmibew eme energische Hal: tung zeigen und seinc Sdiwcränctär udcr Porto Nied zu behalten suchcn. Eine Konferenz Sagajta's rnit dem kariisttickxn Dcputirten Barrio wird nach Annahme der Kariistc-n mcht stutifindrn. Dcr Marschall Martinez Cdmpds soll, dem „Liberai“ zufolge, in einer Unterredung sick) fiir cinrn ent- schicdcncn Bcfiirwortcr drs Friedens erklärt habrn. _

Jm Ministerrati) crstaitctc gestern der Miniricr-Préi: sident Sagasta Bericht rider srinc mit den verschicdrnrn Politikern in denießtcn Tagen grpfiogcrxcn Bssprrckwngrn. Em Beschluß wurde nicht gefaßt. Dcr Finanz::Nmistrr Puig- cervcr verlas eincn Gcsrßcntwurf, beircffcnd die Vermehrung der Banknoten unirr gleichzriiigrr Vcrmchrung der Garantien.

. Sehrveiz.

Im großen Saaie des Hotels „Kurhaus“ zu St. Moritz, welchcr der Feier entsprechend geschmückt mid rmt scizwarzrm Crépe drapiert war, fand, wie „W. T. B.“ meldet, gestern eine Trauerfeieriirhkcit für den Fürsten von Biswarck statt. Die Feier wurde mit dcm voni Orchester des KurdaUsc-S vorgetragenen Largo von Hacndrl eröffnet, an wciches sich drr Bach'fcheCdoral: „Wennichcinmal soli scheiden“ schloß,wch1chcr von einrm Damcnchor gcsungsn wurde. Hierauf hielt der frudrrc bayerische Gesandte in Bcrn Freiderr von der Pfordten die (Hedächtnißrede. Den Schluß bildetc der von dem Orchester und dem Damcnchor vorgetragene Chore1__i_„Zcsus meine vaerficht.“ Dcr Feier wohnten Ihre Kowgirchen Hoheiten der Großherzog und die Großherzogin von Baden, die Herzogin Wera und die Herzogin Olga von Württemberg und etwa 1000 Personen bei.

Türkei.

Aus Konstantinopel erfährt das Wie'ncr „Telrgr.- Korresp.:Burcau“, daß, dort eingetrofferxen Prtvaimrldungen zufolge, die Kurden acht armenische Dorfer in dem Vilajet Bitiis gcplündcrt hätten, weil das Gerücht aufgetaucht sei, daß sich Eine armenisch: Bande gezeigt habr. Auch in anderen Vilajsts träten beunruhigende Anzeichen zu ngc,' welche guf die bevorstehende Rückkehr der armenischen Fluchtitngc zuruck- geführt wiirden. '

Das Wiener „Telegr.-Korresp.-Burcau“ berichtet, dasz'zmch Konsularberichten dic (Hrndarmcrie:DctachemcniS im Distrikt Ahlat (Vilajct Bitlis) bei den Nachforschungen nach Waffrn und revolutionären Schriften Ausschreitungen ' egen dre Armenier verübt hätten“; da, egen sei die obrn erwäYnte Mei- dung von Plünderungen dur die Kurden bisher nicht bestätigt.

Amerika.

„Der General ShafterÉat,“nach einrr dem „W. T. V.“ ugegangcnen Meidung aus antia go, den'Be'fehl erhalten, Peine Truppen unverzuglici) nordwärts zu dirigieren. Sechs TranSporlfchiffe, die augenblicklich ii) Santiago vor Anker liegen, werden heute mit der Einfchrffung der Truppen be- Zinnen. Der General Wood wird in Santiago bleiben, uw ie Stadt besetzt zu. halten. Gomez lagerte am 24. Juli Fünf Meilen nordwestlich von dem südlichen Ende der Trocha Mocon-Jucaro.

Nach einer 112 Washin ton eingetroffenen Meldung drs Generals Shafter hatte derJelbe am 3. d. M. 8778 Kranke

in seiner Armee, unter denen sich 2696 Fieberkranke befanden. 449neue Fieberfälle smd aufgetreten, und seit dem 31. Juli smd 8 Todesfälle zu verzeichnen.

Aus Madrid wird emeidet: eine amtliche Depesche aus Santiago besaqe. daß die panischen Soldaten infolge des Mangels an Lebensmitteln entkräftet seien; auch hätten fich durch den Aufenthalt in dem engen, ihnen von den Ameri- kanern angewiesenen Lager Krankheiten unter ihnen immer mehr auSgedreitet. ES gebe augrnblickiick) 8000 KraUke, un- gerechnet diejenigen, die m den Hospitälern lägen. Die Sterb- lichkeit betrage täglich 14. Die Heilung der Wunde des Generals Linares nehme einen normalen Verlauf.

Ein Telegramm des „New York Herald“ meldet aus Arroyo vom 80. Juli, daß der General Brooke sofort auf Guayama marschierm werde, sobald alle Truppen an Land gcseßt seien. Es werde dort ein verzweifelter Widerstand erwartet, da bedeutende spanische Streit- kräfte .die Höhen zwischen Arroyo und Guayama be- seßt hielten. Das leßtere habe eine Garnison von 1500 Mann. Die Kriegsschiffe „St. Louis“ und „Cincinnati“ sollten die Landung der Truppcn decken, indem sie die Höhen- züge Hinter der Bucht von Guayama unter Feuer nähmen. Die Meidun , die Amerikaner Hätten Coama genommen, sei verfrüht. Eine Rckognoszierungstruppe habe am Montag die (Grenzs der Stadt erreicht, sich aber wieder zurückgezogen.

_ Das amerikanische TransPortschiff „Massachusetts“, weiches vor einigen Ta rn anf Grund gestoßen war, diirfte, nach einer Meldung aus 33011 ce, ein vollständiges Wrack werden. Die auf demselben [)(-findlichen Truppen smd ausgeschifft worden.

Asien.

Aus Sirmla wird dem „Reuter'schen Bureau“ gemeldet, daß die Kulis in dem Lager von Kanirogah im Tochithale in der Nacht vom 3. zum 4. August angegriffen worden seien; 7 von ihnen seien getddtet, 11 verwundet worden. Die An- greifer seien nicht bekannt. .

Nach einer _Mridung dcr „Times“ aus Shanghai vom gestrigrn Tage ist ein Edikt rrlaffen worden, durch welches- Wang-Wen-Schao und Tsckjang-Yin-Huan zu grmein- samen Direktoren der ncugcschaffsnen chtraivrrwaltung der Eisezidahn: und Bergbau:Angriegenheiten in Pcking ernannt wer cn.

Statistik und Volkswirthfchaft.

Der Viedsiand im Königreich Bayern nach der Vieb- zählung vom 1. Dezember1897.

Die nach dem Beschluß des Bundrßraibs Vom 7. Juli 1892 _ neben „der (1118 10 Jahre im Gebiete des DeatschenReichs statifindenden umfaßendrrrn Viebzähluna - alle 5 Jabrr dorzunebmendr, auf Pfrrde, Rinder, Schafr und Schweine nach zwri Altkrsklaffrn bsschränkte Aufnahme des Nquiebstande-s ist _zaiekt am 1. Dezembrr 1897 außgefüdrt worden. Die Eraebnißr _für Bayrtn find kürzlich in dcr „Zcitsckorift drs Königlich bayrrijchrn Statistischen Bureaus“ (1895 (1) vrröffentlicht worden. Sie sind in drr Hauptsache untrr Vkrgleich mit denen der frübxrcn Erbedungrn in Nachstehendem mit;;etbriit. Gezählt ist sämu1ilickes Viki) der bezeichneten Grttung, nicht *nur das landwirthschaftliche Nußvirh. Insbesondere find auch- die Militärvferde in den Zahlen enthalten. ,

Jm Grsammtgcdiet deiKöniareickys wurdrn, um mit einem Rück- blick zu beginnen, ermittelt im Jahre

1873 1883 1892 1897

ferdc . . 350818 356316 369 035 376757

«kinder . . 3066 263 3037 098 3337 978 3419 421 Schafe . . 1342 290 1178 270 96"; 484 915 916 Schweine 872 098 1038 344 1358 744 1412 579

Der Pfkrdestand -- brinrrkt der Bericht dazu - und in noch- böhrrcm Maße die Zahlen drr Sckyweinr zeigsn sirigende Zurabmen. Dagrgmt seist sich die Minderung drr Schrfe von Erhebung zu Erhebung fort. Drr Rindrrstand war Von 1873 bis 1883 etwas zurückgegangen,. er hat 11.19 abe'r nach den bridcn irßirn Erhebungrn wisdrr beträchtlich kalnkbit. Die infolge der Futternoth 1893 eingrtretene Verringrrung drr Rinderbrstände scheint glücklicher Wrisr eine nur vorübergehende gewetrn zu sein.

ngrn den Stand Von 1892 hairrn 1897 zu- oder adgrnommen

d -' d' (+ ]) rc ) le Pfrrdr Schair

in um 0/0

Oberbayérn ..... 9,5 Nirdrrbayern 23,8 Pfalz . . . 25,1 Oberpfalz Oberfranken . . . . I.)“kittelfranke'n . . . . Untkrfrankrn Schwaben . . im Königreich. . . + , 6,5 Vemerkc wird 3119181611 Zabirn: „Entgegen drr für, das grsgmmts Königreich Verzeichnetrn Zunadmr zeigt die Oberpfalz bei den Rindern, Nisdrrbaysrn und die Oberpfalz bei den Schweinen _emsn Riickgang. Die Schafe haben lediglich in Mitieifrapken, das bisher gleich den übri en R-kgierungsdrzirken Abnabmr aufwies, scit_1892 sich grmebrt. An ' ferden wurden erheblich mehr in 5, u"nbetrachtlich wrntger in 3 Kreisen gezählt; diese Minderungen erklaren sich aus Garnison- we 8111.“ WWW den Stand Vom 1. Dezembkr 1897 bctrifft, so kamen auf 1003 Einwohner (3) und auf1 (1211100: in Pferde Rinder Schafe Schweine 18. 97,7 578,1 154,8 148,9 Oberbayern ..... 113. 41,0 10,6 852,5 353,1 43,4 22,1 331,6 169,0 42,9 21,9 702,5 325,2 39,8 18,4 499,4 208,3 41,8 17,4 470,2 269,4 45,7 26,2 537,7 ' 361,1 40,4 27,2 785,4 205,3 55,0 14,4 587,7 , 242, " 45,1 18,6

.,. - ... :: ck Zw e: a-a

*,ßx kx“) (DMS

:: OLDOD-

*

ZoescxcaWszx-

++++1+++5 N.:“:ß OS: '

WHU.“

Q DOUWE

+ T

p_- x_- WWOW'YO

x- W x_- DÉQKRI-“Q

*

d-“QOQOZPr-“OWO

Nirderbayern

Pfalz .......' Oberpfalz ..... 1 : Oberfranken . . Mittelfranken . . . . Unterfranken . . . . Schwaben . . . . .

p-cz:

»

(„©

.;». »Mwy-Om

*

p-Oßkxww

O

iv“. im Königreich . (F: , , Der auffallend hohe und seit 1892 wieder estiegexie Schafbestand

in Mittelfranken tritt besonders hervor in den ezirksamtern Rothen-

burg a. T. mit 1233,6 auf 1000 Einwohner und 54,3 auf 1 qkm, Uffenbrim (953,0 und 53,3), Ansbach (785,7 und 41,0), Dinkelsbühl

ck (!!-HKS; DUO

(659,1 und 410), denen auch sonst alle Bezirksämter des Königreichs-

ld É aena teen. an ZÄZfsckpelruß lYbefr dicebsVertbeilung der gezählten Viebstücke auf die“.

Viebbaltungen steht noch in Aussicht.

ck

' Zur Arbeiierbeweaung.

Aus Breslau wird der „Köln, Ztg.“ unter dern 4. d. M. ge- meldet, daß der Ausftand der Maurer nach vierwöchiger Dauer zu Ungunsten der Arbeitnebnzer beendet wordrn ist.

In Frankfurt a. O. isi, der. „Rbein-We'stf. Ztg.“ zufolge, ein Theil der Maurer wegen Lohnstreites am 1. August in den Ausstand eingetreten. -

Aus Wien meidrt „W. T. B.“: In der gestrigen, !eßten Sißung des internationalen Bergarbeiter - Kongresses wurde eine Rride von_Resoluiionen angknommen und als nächs1er Kongreßsrt Brüssel gewahlt. Sodann wurde der Kongrxß geschloffen.

Kunst und Wissenschaft.

Von der schon früher besprochenen, bei Franz Hanfstaengl in München, London und New York erscbkinenden Brichra-ibuna der Londoner National-Galerie („Djorung in 1.116 Uabiouai (313116137, [.onäou, 971511 (105214513170 TSKÜ, Wriirrzn 5)- (31151165 [.. 1528515131», ksopsr auä gsorsiary“) liraen mehrere neue Hefte Vor. Zunächst sind es auch in diesen noch die Werk“ der italienischen Meister

[terer und jüngerer Zrit, welche in einkr AWwabl des Besten und Cbarakterisiiscbsten aus den reichen Schätzen der Galerie zu getreuer Wiedergabe und kunstgeschicbilicb-kritischrr Würdigung gelangen. Im fünften Heft findet man hervorragende Werke aus den Sebulrn der Lombardei und der Emilia (Cremona, Parma, Modrna). Wir nennen nur Vincenzo Foppa: „Anbetung der Könige“; Amdroaio da Fassuno (Vorgnanone): „Tripiy-Hon“; Byrnar- dino Luini: „Der junae Christus unter den SÖrifigclehrten“. Lrßtercs Wrrk wurde früher drm Lionardo da Vinci zugeschrieben und gehört nach Zyicbnunq und malerischer T€chnik, wie in Bezug auf (Cbarakirristik und Durch eistigung der Köpfe zu drn schönsien drr Galerie. Sehr anziehend ißt ferner eine Madonna von (Giovanni Antonio Beltraffio (1467-1516): im Schooße der Hl. Jungfrau liegt das Kind, welcbrs sie soeben genährt hat und das nun fchalkbaft das Köpfchen dcm Bkschau-r zuwrndet, während das klassisch edis, von Locksn umrahmte Antiiß Maria's mit den gefknkten Lidkrn fromme Ergpbenbcit und ntüitrrlicbr Freude zugleich ausdrückt. Von Andrea Solario wird das zwar nicht sÖÖUK, aber ausdrucksvolic Porträt eirrs venetianiscden Senators miigrtbeilt. Corregaio ist durch kin „142009 110x110“ und das Gruppenbild „Venus, Merkur und Cupidn“ dcm Wesrn seiner Kunst nach charakteristisch und bedeuisam Vertreten. Den Hauptmeistrr dsr Schule." von Padua, Andrea Mantrgna kann man in seinen vornehmen Eigenschaften brsondrrs bochscbäizen lerren vor drm Bilder der tbkojiéndkn Maria mit drm Kinde (zu ihrer Rrckkten Johannes drr Täufer, zur Linken Magdairra, Figuren von 9nergifch?r, meisterhafter Zeichnung und sorgsam nach drr Antike stiiifiertrr (“HL- wandunq) und drm als „711118 NW ZSÜZGUI“ bez€ichnktrn klsinen Dopdrlbixde mitzwriweiblichen Figuren, die Vermutdlickzden Sommer und den Hrrdst Pkrsonifizieren folien (monochrom au§g€füdrt in Golddrouze auf einem acbat-artigen Hintergrundc). Einkrseiner Söimr, Franc-fco M'antrgna, ist mit cinkm Gemälde verirrten, wricbrs die bxiiigen Frauen am Grabe Christi daxsieilt und b"sonder§ in drr Gr- wandung an das vätc'rliche Vorbild erinnert. -- Dsr Veronesrr Schule zuzurechnen find die im sechsten Heft beschrirdynrn Werks: „Vision des Hl. Eustacbiuß“ von Viitore Pisano; einr lirbltcbe Madonna mit dem Kinde und der 51.211013, don myfizirrxndcn (8114391- kindkrn vrrebrt, Von Girolamo dai Libri; ein fkdr interkssantes, ftqurenrricbes und mit großkm Fleiß in allem Driaii drr Archityktur, drs Kostüm:“; und sonstigen Bktwerfs ausgeführtrs Langbild dk»; „Tores drr Didi)“, von L*brralc da Verona, und 016 rnänniiüb schöne Gestalt dcs bl.Rochu§ mit drm zu ihm deradsÖwebknden Endrl. Von Paolo ').iioxanrr). Aus der älteren drnrtianiscben Srbuie frdit kein brdrmcndcrrr Nami». Von Antonéo Vivarini, (HioVJuni Briiini, Vincenzo Catrna, Carlo Crioclii, Antonrlio da Messina, Marco Vasaiti, Cima ra Conkgliano sind gkwädlte Wcrkr ab rbildc-t und deichrirbnn; u. a. von Giovanni Bellini das Porträt des ogkn Lorsdano, don Vincrnzo Catena Cine skdr anziebrndr Vrrebtunq drr 51.Jungfrau durch einen ihr zu Füßen kniecndcn Ritter, don Carlo Crivckii xine mit drm di s€m Meister rigknen rührrn- den Flkiß gemalta „Verfündigung“, von Antdneiia da Z))?essina sein spreckwnd [rbrndißcs Scldstvornät, ron Basain 61118 likilicbc Maronna. _ Irn siebenixn Hzft folgt alsdann einc? Reid? ron Virisirrn der jüngeren Véén€11äniichkkl Schule. An ihrer Spißc stsdt Tiziano Vrcrllio mit 811181? grstalt-nrricht'n Komposition aus* iciner BJÜTTWzrit: „Bacwits und Ariadne“. Das pxäwtigk Bild- zeigt den junakn Gon im Be- griff, Von seinem mit Léoparden dcspamxten Wagen herabwsprinarn, um dir davoneilende Ariadne zu umfangrn; dintrr ihm 1761: stürmr lärmrnd dic Schaar drr Satyr" und Bacchauiinncn; ('in? dkrrltchc Landschaft drr Jussi Naxos mit dem Blick aufs Mrrr bildet den Minier- grund. Von Paolo Veronrsc findet naar: rinrs jek-cr Mr diesx'n Künstlrr char2kicristischen Rikssngkmäidk, aiif wrläxkn rer 301 nach Mit cntirgcne biblische oder geschichtlichc Voraäitiie anacbronistiscl) in die' prunkvolisn venetianischcn Renaiffmtcr-Palästr verlegt find und muß) die handelnden Prrsonen dementspernd in dcn r€ichrn, prchtigrn Kostümrn der damaligsn Zeit erschrinkn. Das Londoner Bild zriat in dirscr Wrise die Familie drs brficgien Pesirr- Königs Darius Vor Alrxandcc dem (Großen und ist 811169 dcr scböiiitrn und iwdonirrkndsten seiner Art. Von dem neun anrrreU Werken 018790 K'ünstlt'rs, weläw dic (Galerir brfiixt, ist nur noch rie „Vision drr driligen Hrl-na“ xcvroduziert: (in Bild, wcich€s in srincr fast Profanen Auffassung diksc'r chrnda für dis [kdeiisfrode Zsit sein'r (Entstehung cigknibümlich charakteristisch ist. Tintokt'kw (Jacopo Robust!) ist in dem Hrft vertreten drrrh kineß fkincr qrofarn dcforativen Werke, die jrdem Bksucvc'r drS DMM - Palastes in Venedig bekanut sind; „Die Entstrdunxx drr Milestraßs“ in drr Loridoner Galerie scheint eimimals iir Wand einer gewölbrrn Drcke geziert zu baden und ist j-xdenfalis cines der glänzenditen ssinrr Art. Nein künstlerisch bstrachtet, steht der ältere Meister Sebastian del Piombo entschieden auf einer höheren Stufe. Seine „Auferivrckung drs LazaruS“ konnte einst mit Raffa-i's „Trawfiguraiio-i“ bei drr Ausste'liung der Bilder in Rom (beide wurdxn für den Medicäer Papst Clémens 1/11. genial!) in Wrti- bewerd treten, und srine „Hriligr Fawilie“ in der Loxdorier Galerie 3?th eine Größe und Energie der Auffassun , die an Michel Angklo erinner?- Entsprechend der vielfältigem 2567chäftigixnxr der vrnktiani- schen Maler mit Bildnißaufträaen, hat auch dieser Kunstzweig hervor- ragende Vertreter in der Londoner Galerie aufzuweisen. Die fernsten und interesantesten männlichen Bildnisse rühren von Alessandro Borvicino ber und stellen zwei italie'niscbe Edellrute dar; von Palma Vecchio fikbt man das ausdruckWolle Porträt eines Dichters (früher für Ariosto gkbalten und dem Tizian zugefcbrirben), von Lorenzo Lotto ein vortrrffiiches Doppelbildniß zweier Grlcbiten und von Giambattista Moroni das berühmte Porträt des „Schpeidcrs“. Sehr anziehend sind endlich auch die Damen- dilcnisse von Pier Francesw Biffolo und Paris Bordone. ? In der achten Lieferung werden einige Proben yon Werken der jiingeren italienifcksen Malerei gegeben. Wir sehen auf den Tafeln em großes mythologisches Bild don Giulio Romano: „Jupiter, als Knabe von Nymphen erzoaen“, dann zwei für Annibale Carracci und seine Manier charakteristiscbe Bilder:_ „Christus dem P-Ztkus er- scheinend“ und „Erminio und die Schäfer“ (nacb Taffo's „Befreitem Jerusalem“) und ein die qrobnaturalisttfche, auch das Heilige prosan be- handelnde Art des Michel An elo Amerighi (Caravaggio) treffend kennzeichnendes Werk „Das Mal)? zu Emmaus“. Glänzend vertreten

Guido Reni durch eine „Krönung Mariae“, cine st,;uren- reiche Komposition mit zahlreichen lieblichen, singenden und musizierenden Engelgestalten, und eine wegen der markigen Zrirh'nung und Charakteri- ßerunq der drei Gestalten gleich hervorragende Gruppe von alb- 2Faxen: Lot und seine Töchter auf der Flucht von Sodom darste end.

on dem Venetianer Pietro Longhi findet man eine „Häusliche Scene“ im Rococo-Kostüm, die einer Komödie des, Goldoni entnommen zu sein cheint, von dem bekannten Schilderer der Lagunenstadt Antonio Canale eine Regatta auf dem Canale grande und die Ansicbt der imposanten ?chxade der Scuola di San Rocco. Unter den im Text reproduzierten Bildern interesieren besonders eine lieblicheMadonna mit dem Kinde von

Carlo Do!ci und ein Brustbild der betenden Maria, von edler Ge- wandung und sorgfältig ftudirrter Beleuchtung.

Literatur.

Die Irrengese gebung in Preußen nebst den Be- stimmungen uber das ntmündigunqsverfabren sowie die Einrichtung und Beaufsichtigung der Jrr-nanstaiten, nach deutschem Reichs- und preußischem LandeSrkcbt dargestellt von Heinriä) Unger, Geheimen: expedierenden Sekretär und Kalkulator im Ministerium der geist- lchen, Unterrrcbtß- und Medixinal- Angelegenheitx-n. Berlin, erlag won Sirmenrotb u. Troscbel. Preis 5,50 «M - Diese Schrift bietet eine übersichtliche und vollständige Zusammeystellung der gegenwärtig in Preußen geltenden irrenrecbilichen Vorschriften (der (Gesetze, Ministerialcrlaffe, Provinzial- ordnungen 2c.). Mldizinalbsamie und Aerzte, Verwaltungßbeamte, Richter und Sjaatsauwalts, Jrr-nanstalts-Vorsteber und Beamte werden aus derselde-nsrrfeben, wie fie von den in dcr Wabrnrhmung Zhrer Rschte beeintracbtigten Geisteékrankrn Schädigungen abwenden armen.

, - Justus Pertbes' Deutscher Marine-Atlas. Bear- brrtet von Paul Langhans. Mit Bkgleitworten von Kapitän- Ltsutenant _a. D. Bruno Wryer. Zwrite, vermehrte und vsr- brfferte Auslage. (Iotba, Justus Pkrtbes. Preis 1 «Fl. - Von diesem handlichen kxeinen Atlas ist schon WLUiiTS Monate nach seinem erstmaligen Erscheinrn eine zweite Außaabr nötbig geworden, welcbe brermit vorlie'qt und dksselbe'n Beifalls wie die erste fieber sem dürfte. Sie ist insofrrn vrriefferr, ais Tyxt und Karten auf den Standpunkt vom 1. Juli d. J. gebracht wordkn sind. Einen ge- faliigen und nützlickpen Schmuck erhielten die Karten der neuen Auf- iage durcb farbigen Beikrnck dcr Fiaggrn der Kaiserlichen Gouverneure in' den Schutzgebieten, der in 16619an tbäiiaen Gesellschaften, der Yisskreuzkr der Marine im Kriegsfalir und der drittsckpen, nach den Schußgcbirtcn Sebiffadrt irribenden Rhederéien.

-- Das T1')(.Jak)rhundert in Wort und Bild. Politische und Kulturqeschicbte von Hans Kraemer, in Verbindung mit hrrvor- ragenden Fachmännrrn. iRit ca. 1000 JÜnstrationen sowie zahl- reichen farbigen Kunstdlätterti, Fatsimxle-Bcilagen LC. Berlin, Déuticbrs VrrlagWaus Wong u. Co. 60 Liefrrungcn zu je 60 „3. -- Diesrs Werk, das, wie 1". Zr. anqekündigt wurde, in volkstbümlichi'r Darstrkiung eine Urbcrfiäot über den Entwickslunasganq auf aÜen Gebirtrn dcs geisiiaen und praktischxn erens in dem zu Ende g'brndén Jadrhundcrt grdrn wiki, ist jrßt bis zur 9. Liefkiung gedirbrn. Die disber Vorliegende'n Hefte zrigen, daß disser Plan mit Geschick und in glücklichr Weise zur Ausführuna akbracht wird. Nrben den Hruptereigniffcn der Staaten- i_md Völkergk-fchicbte rvrrden die Ergebniss? drr wissenschaft- lichen For!chung, wic si? auf Rrisrn und im Laboratorium gesammelt wurden, sowir ihre Verwertbung im Dirnste drr Jndnsiris und des Verkrhrswesens dargelkgt, frrnec die Sirömungen der Literatur, die Haiivtkrfcbeinungen der maienden, dildsnden und Bankunst sowie 1786 Kunstgewwbes, endiick) auch die Moden, Sitten u. s. w. geschildrrt. Derr (Licht vsrsiändiicb und fesselnd arschricbenrn T«xr Erläutern zadl- reiche_qute Illustrationen, die für die ältere inr meist wertdtwiicn Gemakdkn, Kupfrrsticben, Lithograpbikn rc. nacdgebildet sind und dem Wrrk somit auck.) noch einen künstlrrisrhcn Ryiz dkrieiben. Die beiden nkurstrn Lirfrrungrn 8 und 9 sind besonders interessamt durch die Dar- stellung dcs Standrs drr Technik und Industrie im Anfang unseres Jabrbundrrts, die durch die (Erfindunxz der Sdinnmxschine und drs mechanischen Wedksinhls, des Dampfboofs, des L811chkgas65 2c. cine voliständigeUmwälzung erfuhren, wäbrrixd andxrcrseits, wie in weiterkn Abschnitten racbgswiesen wird, die Cbemie durch die daMUlige Eutdcckung drr Gewinnung des Rübkrizuckrrs virienGrac'nden Deutsch- lands Segen gebracht H.“.t und die Physik durch die Entdeckang der Berüdrungs-Clrktrizität auf unser ;;;anzes modsinrs sten umarstaltrnd Cinwi-ktr. Alxi Prodrn drr Vorzü-glicbrn Jilustrirrung drs Werks, in der die Bong'1che Kunstanstaif wiedér ihre bobr Leistungsiädiakeit bskundrt, séien beworgeiwben dir farbig? Rsproduktion eines alten Aquarelis ron BoBo, eine Abendgssrliicbaft aus drm Anfang des 19. Jahrhunderts dariicllrnd, und dir Nachbildung drs Jugknddorträts der Köktigin Vicwria yon Wintrrbaltrr in dcr Galrrir von VersaiÜrs. Im Text findet man fernsr außer den Porträts berhorragendrr Exit- dkckrr und Erfinder zairlrricks Adbiidungrn von Maschinermo, darunter dirjrniqe der ersten in Deutschland gebautrn Dampfmaschine für den König-Fri:*drich-Schacht im Mansfelder Rrvier.

- Von drm 1.521. angskündigien iliustrierten Lieferungswerk „Uv ewig unaedeeil“, das die Erbrbung SÖieswia-Hoistems im Jahrs 1848 fchiidert und zum fünfzißjäbrigc'n Jubiläum derselbkn erschrint (Hambnrg, VcriagI-Ansialt und Druckerei A-G., vorm. J. F. Richter), [i(gx-n Wk. acht Liefrrunren drr. Der als Dichter be- kannte und grichäßte H-Zraasgebkr Detlev von Liliencron zeigt fich darin auch als grsch5ckt8r Prosaist. Ju fkssrlndrr, meist die kigrnen Aufzrichnungen yon ehc'maligkn Mitkämpre'rn drrwrrthcnder Darstellung wkrdrn in den 1th krschiencneit fünf Lieferungen aescbildcrt: dic etstxn Feindseliakritrn und das (Gefecht bei Bau; dir Gefangenschaft auf der „Dronning Maria“; der Einzug drr Bandesirnpden in Rendsburg und der Rückzug dsr Dänkn nach Jütland; die (Hefanaenrabme drs Barons vyn Dirking-Holmfx'ld auf Fehmarn; der Angriff auf das dänische Krixgßsckyiff „Galatbca“ und der Frlkzug in Nordscblrswiz, in Jütland und Sundewitt Aöbildungen der interrssantcstcn Evisodcn, nacb zk'it- genössiscben Ori-zinalzeichnungen, Lithographien 2c., Porträts der hervor- ragrndsten Kä-upfer aus beidrn Lagern, aucb Karikature'n und bumoristische Bildkr begleiten den Text. In 20 Lieferungen zum Preise von je 50 „_i sol] das Werk Vollständia werdkn. Em Theil des Rkinertragks ist zur Unterstüsung hilfsbcdürftiger Veteranen von 1848/51 bestimmt.

-- Das Pflanzenreich. Ein Handbuch für den Selb_siunter- richt, sowie ein Nachschlangucb für Gärtner, Latid- und Foritwirthe und alle Pfianzenfreunde. Bearbeitet von Professor Dr. K. Schu- mann, Kustos am Königlichen Botanischen Museum zu Berlin und Privatdozent, und ])1'.E.G11s_1, Assistent am Königlichen Bojanischn Garten zu Berlin und Privatdozent. Zwanzig Licfcrungcn mit 54 Bogen Tkxt, 480 Abbildunaci-i und 6 farbigem Tafeln. Preis der Lieferung 30 „31, drs 5011an Wrrks (grbunden) 7.36 50 _,Yz. Verlag _ yon J. Neumann in Neudawm. - Von dieyem schon öfter erwähnten Werke [irgen nurmehr acht Hrfte vor. In der sechsten Lieferung beginnt die Beschriibung der Moose, drr Pygmärn unter den laudtraaenden Pflanzen. Durch Ab- bildungen wcrdrn nicht nur DarsteUungrn ihrer äußrren (Gestalt gegeben, sondern auck) die interessantrn Vorgänge bei der Fortpfianzung in allziemein Verständlicdcr Form erläutert; ebenso bei den Farnen, unter denen die wichtigsten yvcn zur bildlichen Wiedergabe ausgewählt find. Wir sehen Landschaftsbildkr mit Baumfarnen, mit trovischen, auf den Baumästen lebrnden (Geweib-) Farnen und viele andere Formrn. Auch die Vegetation, die in früheren Erdperioden die Länder bedeckte, und die uns jeßt nur noch aus Versteinerungen bqkannt ist, wird nicht übergangen. Da diese pflanzlichen Gebilde zumeist in die Verwandtschaft unserer beuti en Farne. der Schagpnlhalwe und des Bärlapv gehören, so nd sis an dieser Stklle eingefügt worden. Der letzte Hauptabsrbnitt, die „Systematik der Biüthenpfianzen“, bearbcitet yon K. Schumann, beginnt in der achten Lieferung mit einer Bescbrribuna der Organe der Blüthe und der An- passung der Gestalt an bestimmt: Insekten, dre, durch die lebhafte Farbe oder den“ (Geruch anaelcckt, den Blütbenstaub von einer Blütbe in die andere tragen. Den Schluß bilden die Nadelbölzer, die Gnctaceen (mit der wunderbaren „Wüiienpflxnze“) und die Cycadacken (darunter die Stammpflanze unserer „.Friedenspalnie“). - Das Werk ist, wie man schon aus dieser Inhaltsangabe zweier ?efte ersehen wird, geeignet, dem gebildc-ten Laien eine sich leicht erschlie ende Quelle der Selbstbelebrun in botanischen Fragen darzubieten. DAS wird noch gefördert dur zahlreiche, naturgetreue Abbildungen auf arbigen Tafeln und im T-xt. - Probehefte versendet die Verlagsbuchbandlung auf Wunsch kostenfrei.

- Die maichinellen Hilmeittel der chemischen Technik. Von A. Parnicke, oormaligem Ober-Jngenieur der

Chemischen abril Griesbeim. Zweite, vermekrte un , A age. Mt 409_Abbildungen. Preis 'geb. 12 .“ VMR “on H. echbold, Frankfurt a. M. - Bereits wenige Jahre n "dem Erscheinen der ersten wurde diese neue Auflage des Werks erforderlich, da die rapiden Foriscbritte der Technik erhebliche Umarbeitun en und Vermehrungen nötbig machten. Unterstüßt durcb wertbvo 2 Mit- theilungen won achgenoffen und vermöge seiner eigenen Erfahrungen und Kenntnisse at der Verfasser das Buch nunmehr so vervoll- kommnet, daß sein Inhalt auf drr Höhe der beuti an Technik steht. Es umfaßt jest 13 Abtheilyngen, die, abgese en von den neu hinzugekommenen, erheblich umfangreicher ?e- worden sind, was man schon daran erkennen mag, daß diese zwete Auflage um 106 Seiten und 72 Abbildungen vermehrt ist. Die Ein- leitung enthält ,Aligemeines“ über Dichten. Hähne. Ventile 2c. Neu hinzugefügt sind hier die elektriscbrn Beleuchtunas-Einrichtungen. In den zwölf ngptabsckmiiten unferrichtet das Werk alsdann über: Kraft- queüen, Kraitübertragunaen, Transport-Einrickotungen, Zerkleinerungs- Maschinen, Miscb-Mascbinen, Schmeiz-, Auflöse- und Auslauge-Vor- richtungen, Konzentrations-Vorrichtunqen, Vorrichtungen zum mechanischen'Trennen, einschl. des Extraktions- und FraktionS-Ver- fahrens, Trockenanlagcn, Apparate zur Bestimmang des Gewichts. der Trmprratur, drs Drucks und des Zuges, Ventilations- und Bade- Emricbtungen. Am Schluß sind endlich neu angehängt die wichtigßen einschiäqigen geseylicben Verordnungen. 'Die Ausstattung, nament ich in iilust'ativer Beziehung, ist sorgfältig und gediegen.

»- Ein iliustriertes Journal, das den Anforderungen der amilie geweht wird und Unterhaltung und Belehrung in harmoniscbkm echsel in sich vereiLt, ist dir altbekannte Unterhaltungszeitschrift ., J [ [U 11 r i rte Welt“ (Stuttaart, Dentschs Verlags-Anstait), von der soeben das erste Heft das 47. Jahrgangs in glänzender Ausstattung erfchieneu ist. Aus der reichxn Fülle drssen, was für einen geringen Preis darin gcboren wird, seien hervorgehoben: der Roman „Junker Hans“ Von, Felix don Stengiin, die ?aus- und Schulgeschichte „Der Zweite arworden“ von M. Her er!, die Artikel „Hilfe gegen fremde Eixidringlinge“ von 1)r. Otto Gotthilf, eine neue Folge der interessanten „Skizzen eines Berliner olizei- Lceut'enantéz" von Tb. Gandert, endlich der anschaulich ges riebene und illustrierte Artikel „Tag und Nacht auf der Hauptfeuerwache in Berlin“ Von F. Hood. VIU drm bildlichen Schmuck drs Hrfts sind besonders gefaiiig dir farbigen Biäitkr „Versvätc-i“ (nach einem Aguarekl Von Hans G. Jenywh), „Auf boder See“ (nach dem Ge- malde von T5. Klerbaas) und „Weii' auf mir, du dunkles Auqe“. Von drn atxdrrrn Bildern seien noch gencmnt die figurenreichen, frffelnden Holzschnitie_ „Auf dem Altar dcs Vaterlandc's 1813“ von Profrswr N'. Kampf und „kaäbrlicbc chenbubler“ Von M. Knarvzriy. Hiermit ist der Jnhxit absr noh nicht erschöpft: allerlei nußitche Rezrpte erfreuen di“: Hausfrauen, ein PrciSrätbsel spornt den Scharfsinn zur Lösung an. Bild», Buchstaberr- und Worträtbsel, Sch9ch, andscbriftkn-Beéurtdrilung und fchließlich alierlei kleine Notizen ü rr Neuigkeiten aus aiim Gebieten der Welt und des Lebens m„achchn den Beschluß. Vrin dcr „JlXustrirten Welt“ er- scheinen jahrlich 28 Hrite zum Prciie von j: 30 „3.

Land- und Forstwirthschaft.

Saatenstand in Ungarn.

'Nach den bei dem ungarischen Ackerbau-Minisierium eingrlaufenen Berichten war, wie der „Wien. Ztg.“ aus Budadest gemeldet wird, der Saaiensiand am 4. August folgender: Die gesammte mit Weizen bebautk Flächr beträgt nach dem durch Eikm-ntarschäden be- dingten Abzug 4798 355 Kaiastraljccd, der voraussiäytliche Durch- schnittsrrtrag p-r Katastraijocb 679 Yiéeier-Zentaier; ker Gesammt- ertrag bkziffcrt fick) mit 32 560141 Meier-Ztc. (gkgkn 32 302 329 am 20. Juli d. J. und 24473 241 Meter-Ztr. im Vorjahre). Mit Roggen Wurde eine Fläckye von 1564 829 Katastraijoch bebaut. Der voraussiäytlickxe Durchsckmittsertrarr beträgt per Katasiraijocb 6,19 Mstcr-Ztc., dcr Gesammtertraa 9 691 691 Meter-Ztr. Regen 9637 004 am 20. Juli d. J. und 8928 643 Meter-Ztr. im

orjabre). Die mit Gerste bedaure Fläche beläuft sich auf 1 930 567 Kaiastraljdch, D*.“r woraussicbtlicbe Durchschnitfsertrag stellt sich arif 693 Meter-Ztr. per Katastraljoch, der Gesammtertrag auf 13 378 257 Mct-Zr-Ztr. («;-"11 13 299 666 am 20. Juli 1898 und 9030 (51 MetLr-Ztr. irn Vorjahre). Mit Hafer wurde eine Flöck)? yon „insgesammt 1836 931 Kaiasiraijoch bebaut. Dkk voraus- sichtliche? Durchscbniitsertrag béträgt ver Katastraljoch 6,64 Meter- er., . drr Grsammtertraq 12 198 528 Mktkr-Ztr. (gegen 12 035 818 am 20. Juli d J. und 8546 540 Meter-Ztr. tm Vorjahre). Jm lrßtrn Drittrl des Monats Juli war das Wettkr, adgefrbcn V011€1111J€11 Gravittrrn Und Hagelscblägcn, zumeist trocken, wodurch Hacksrückpte in der Entwicklung behindert wurden. Die Getreide-Crnte ist in cinem qroßxn Theile des Landes beendet und der Druycb. im aligemeinkn im Zuge. Die Arieiten schreiten infolge des günstigem Witiers gut vorwärts. Die disker vorgenommenen Druscbprobrn besiätiaen im ailgemrircn die auf einen Durchschnitts- ertrag gxeseßtern Hoffnunßen, obwohl stellenweise, wie im vorigen Zabrr, (,nttäusckxungrn vorkamen. Da aber an anderen Orten der Durch- schniitr'ertrag größkr ist, als rrhofft wurde, wird die [este Schä ung im crpßen Ganzrn unverändért aufrechtkrhaltrn. Auch jest mu betont werden. daß Wcizcn und Roggrn quantitativ zum größten Theil einen Mittslritrag lirfrrn, dagrgen geben GLlstL und Hafer einen guten Mittrlertrig. _ Qualiiativ sind Weizen und Roggen etwas besser als das Durchiädnittsivittel, da ziemlich viel scbönfarbi-zer und schwerer, dagegen schwachrr, tleinkörniger und leichter nur in verschwindrnd geringer Quantität Vorhanden ist. Die Qualität der Gkrste ist zwar auch befrisdigend, da fie aber zumeist gelblich und hier und da braun ist, findet sich reine, weiße Biergerste nur sporadisch. Das ericht der (Hcrite cnjspricbt zumeist dem Durchschnitts- mittel. Der Hafrr ist im allgemeinen nicht nur quantitativ, sondern auch qualitario gut mittel. Dkk Siand drs Mais ist zumeist günstig, doch wird Regen dringend gewünscht. Hülxenfrücbte sieben gut. Die Zuckerrüben, abgesehen vom Tbeiß-Maros-Winkei, stehen mittel, in mehreren Gegenden gut, deLgleichen die Futterrüben, Kartoffeln stehen befriedigend, künstliches Futter zumeist befriedigend. Grammer ist infolge der Trcckenbeit in dcr Exiiwickelung zurückgeblieben.

Ernteaussichten in Frankreich.

Der im „Journal Officiel“ vom 27. U. M. veröffcntiichten amt- lichrn Schätzung der Ernte Frankreicbs nach dem Stande vom 15. 1). M. entnehmen wir folgc'nde Angabkn:

Wintergetreide.

Weizen. 9 Departements haben die Nummer 100 oder sebr gut, 6“) 99 bis 80 oder gut, 79 bis 60 oder ziemlich gut.

15 . .. .

Roggen. 13 Departements haben die Nummer 100 oder sebr gut. 53 . . ., 99 bis 8.) oder gut, 15 .. . . 79 bis 60 oder ziemlich gut, 2 , . keinen Roggen.

Sommergetreibe.

Weizen. 4 Departements haben die Nummer 100 oder sebr gut, 39 , , , . 99 bis 80 oder gut, 9 79 bis 60 oder ziemlich gut, 34 ., keinen Sommerweizen.

afer. '

18 Departements baden Ke Nummer 100 oder sehr gut, 57 ' ' ' ' 73 5788600 domi “niich :, * . . . v er: em 7 . keinen Hafer. “'