na Ablauf der Verjäbmngs _ deten Yad bis dahin nicht vorge ommenen Zinsscbeine gegen 'u'ittßuug ausnezablt werden. . _ , * Mit diesem Anleibescheine sind bakbiäbrige Zitzsstheme fur einm ; * x'ebnjäbri en Zeitraum auSgegeben. Die AuSgabe eincr neuen Reihe von Zins cbeinen erfolgt bei der Stadt-Haubxkaffe in Charlottenburg g en Ablie erung der der älteren Zinsscbemreibe beigedrucxten An- wéisung. eim Verluste der Anweisung erfoith die Aushandigung TexsneUÉU Zinsscheinxéxbeüian ?Zi SRY)?! dcs nleibeschems, sofern een oretnrezeggeeen . , ur SIickFxrng der hierdurch eingegan enen Verpflichtungen haftet die tadt m ibrem Vermögen und mit brex Steuerkraft. Dessen zu Urkunde haben wir diese Ausrertigung untkr unserer Unterschrift ertbeilt. “ Charlottenburg, den . . ten ...... 189 . (Stadtfiegel) Der Magistrat.
(Cigenbändige Unterschriften des Vorsißendbn und eines zweiten Mitgliedes des Magistrats unter Verfügung drr AmtStitrl.) Kontrolbucb Seite . . . . Dcr Kontrolbeamtc.
(Unterschrift.)
Provinz Brandenburg. Regierunßsbezirk Potsdam. Zinsschein NrNib' . . .
. ...... e e zu dem Anleibescheine der Stadt Charlottenburg, Anleihe vom Jahre 18 . ., Abtheilung ...... , Buchstabe . . . ., Nr ........ *, über . . . . Mark zu . . . Prozent Zinsen_ ubcr . . . . ; . Pi.
Der Inhaber dieses Zinsscheins empfangt gegrn deffrn RucYgabe in der Zeit vom 1. April (bszw. 1. Oktobrr) . . . . ab die Zinsen des vorbenannten Anleibcscbeins fur das Halbjahr vom . ;tcn ..... bis . „ten ........ mit ...... Mark . . Pf. bet der Stadt- Hauptkaffe in Charlottenburg.
Charlottenburg, den . . ten ...... 189 .
Der Magistrat.
(Unterschriften des Vorsißenden und eines zivkitcn Mitgliedes
des Magistrats.) Der Kontrolbeamte. (UntStschrifd) „
Dieser Zinsschein ist ungültig, wenn dessen Geldbetrag nicht innerhalb vier Jahren nach Ablauf des Kalenderjahres der FaÜigkeit erhoben wird.
Anmerkung. Die Namensunterscbriften des Vorfißendrn und des zweiten Mitglirdes des Magistrats köx-men mit Lrtterw oder Faksimilestempcln gedruckt werdcn, doch muß jeder Zinsscbein mri der eigenhändigen Namensunterscbrift eines Kontrolbeamtrn Versehen Werden.
Provinz Brandenburg. Regi-zrungsbezirk Potsdam. 21 n w e i s u n g zu dem Anleibescheine de:: Stadt Cbarlottenburg, Anleihe vom Jabre 18 . ., Abtheilung ...... , Buchstabe ....... , Nr ........ , über ...... Mark.
Der Inhaber dieser Nnrveifung empfängt gegen deren Rückgabe zu dem obigen Anleibescheine die . te Reihe von, Zinsscheinen für die zehn Jabre born ....... bis ....... bet drr Stadt- Hauptkasse in Cbarloitenbur, fofkrn nicht rechtzeitig Von dem als s01chen sicb ausweisenden Inbaber des Anleihefcbeins dagegen Wider- spruch erhoben wird.
Cbarlottrnburg, den . . ten ...... 18 . .
Der Magistrat. .
(Unterschriften 1766 Vorsißendrn und eines zweiten MiTZTiedes
des Magistrats.) Der Kontrolbeamte. (Unterschrifth
Anmerkung. Die Namensunters riften des Vorsitzenden und des zweiten Mitgliedes des Magistrats könnsn mit Lettern oder Fakfimilestemprln gedruckt Werden, doch muß jedr Anweisung mit der eigenhändigen Namensunterscbrift cincs Ko_ntrolbramten berieben wkrden. Die Anweisung ist zum Uniericbtc-de auf der ganzrn Blattbreije unter den beidsn leisten Zinsschrincn mit dabon ab- weichenden Lettern in nachstehender Art abzudrucken:
...ter Zinsséhein. ] ...ter Zinsschein.
Anweisung.
Ministerium für Landwirtbschaft, Domänen und Forsten.
Auf Grund des § 2 der Allcsrhöcbsten Verordnung, be- treffrnd die Errichtung von Landwirtbschaf1skammerm vom 3. August 1895 (Gcseß-Samml. S. 363) wird die von der Landwirtbschaftskammer für die Provinz Pommern unterm 18. und 19. März d. J. bcschlossen-s Aenderung ch § 11 Abs.2 ihrer Saßungcn, wonach dic Bekanntmachungen der genannten Landwirthschaftskammer fortan nicht mehr durch „die Kreisblätter“, sondern durch „das Amtsblatt der LaFdwixthsWstskammer“ zu Erfolgen [)nbcn, l)ierdurch gc- ne m1g .
Berlin, den 8. August 1898.
Der Minister für Landwirthschaft, Domänen und Forsten. In Vertretung: Sternebcrg.
Justiz-Ministerium.
Der Rechtsanwalt Scheibner in Sisinbeim ist ziim Notar für den Bezirk des Ober:L.mdesgcrichts in Hamm, mit Anweisung seines Wohnfißrs in Steinheim,
der Rechtsanwalt Dr. Bulle in Hanau zum Notar für den Bezirk des Obcr-Landcsgerichts Cassel, mit Anweisung seines Wobnfißes in Hanau,
der Rechtsanwalt 131". Hassel in Frankfurt a. M. zum thar für den Bezirk des Ober:Landesgerichts Frankfurt a. M., mxt Anwei'ung seines Wohnsißes in Frankfurt a. M. und mit der Vcrp ichtung, in dem linkswainischen Bezirke Sachsen: kaufen der Stadt Frankfurt a. M. zu wohnen und seine Geschäftsraume zu Halten, und
die Gerichts-Affefforen Hoffschmidt in Zell a. M. und Eduard Vogel in Wiehl smd zu Notaren für den Bezirk des Ober-LandesZ-Hrichts zu Köln, mit Anweisung ihres Wohn- stßes in Zell a. . bezw. Schweich, ernannt worden.
Bekanntmachung.
Gemäß 8.46 des Kommunalabgabengeseßes vom 14. Juli 1893 (Gefeß-Samml. S. 152) wird hiermit zur öffentlichen Kenntnis; gebracht, daß das im laufenden Steuerja re kommunalabgabepflichti e Reineinkommen er Alt-Damm-Kolberger EiJenbabn efellschaftaus dem Betriebsjahre 1897/98 auf 315000 916 ?estgestellt worden ist.
Posen, den 10. Au uft 1898.
Der König iche FisJbahn-Kommiffar.
R or?!) e'l'l , Eisenbabn-Dire ions-Präfident.
der Betrag der am,-
Angekommen:
der Präsident des Reichs-Verftcherungsamts Gaebel“, vom Urlaub. _
Yichtamtliéhes. Deutsches Reich.
Preußen. Berlin, 12. August.
Seine' Majestät der Kaiser und König arbeiteten heute in Wilhelmshöhe von 10 Uhr Vormrtwgs bis 1 Uhr Nachmittags zuerst mit dem Vertreter des Nussbartigen Amts, Gesandten Grafen Wolff-Metternich und demnächst mit dem Chef des Militärkabinets, General der Infanterie don Habnke und empfingen sodann den Botschafter in Konstantinopel Freiherrn Marschall von Vieberstein.
Das Staats-Ministerium trat heute Nachmitta 3 Uhr im Dienstgebäude, Leipziger Vlaß 11, unter dem Vorßiß des Vize:Präsidenten, StaatS-Ministers Dr. von Miquel zu einer Sißung zusammen.
Oesterreich-Ungarn.
Dcr un arische Minister-Präsident Baron Banffr) ist gestern Aben von Budapest nach Ischl abgereist. Derselbe wird auf der Durchreise einen Tag in Wirn verweilen.
Großbritannien und Irland.
In der gestrigen Sitzung des Unterbaufes richtete, dem „W. T.",B.“ zufol e, Yerburgh die Abfrage an die Re- gierung, ob es waßr 1ei, daß die chinsstsche querimg ihre Irmclie Zustimmung zu den von dem russischen Gc?chäftsrräger
awlow hinsichtiich der Niutschwang-Babn gesteilicn Be- dingungen kgegeben habe, nämlich, daß der Babnkörpcr nicht als hypdtbe (irische Sichsrheit verpfändet werdeii und keine fremde Kontrole oder Einmischung irgend weicher Ari gestaltet werden dürfe, selbst in dem Falle, dus; die Bedingungen nicht erfüllt würden, und ob endli jene Bedingungen den Bestimmungen des unterzeichneten Kontrakts widersprächrn. Der Erste Lord des Schatzamts Balfour erwiderte, die Thatsachrn seien richtig. Die Régierung verfolge die von Yrrburgh erwähnte Angelegenheit mtt ernster Aufmerksamkeit.
Die auf gestern angrscßte Abfahrt des britischen Mittelmeer-(Heschwadcrs von Gibraltar ist, wie das „Reuter'sche Bureau“ meldet, vcrsYJObsn worden. Das ©?- schwad€r wird bis auf weiteres in ibraltar verbleiben.
Spanien.
Dcr französische Boischafier Paten0ire Hatto, wie „W. T. B.“ aus Madrid berichtet, csjern eine längere Besprechung mit dem Minister des Auswärtigen Herzog von Almodövar. Man nimmt an, daß PatcnStre ermächtigt worden sei, dcm französischen Botschaftsr in Washington die (Genehmigung zur Unterzeichnung drs Präliminar-Fricdcns- protokoUs zu Übermitteln,
Der Regierung ist das Präliminar-Protokoll Über danriedrnEschluß mit den Vereinigten Staaten u- gcgangcn. Beim Verlassen drs Ministerrach erklärten ic Minister gestern einem Vertreter der „Agencia Fabra“ grqenüber, daß das Protokoll vollständig gencizmigt worden sei. Es enthalt? kcincrlci Abänderunqkn, sondern führe nur einige neue Punkte an. Am Abend werde man die Ant: wort nach Wasbington senden und drn französischen Botschafter (Tambon zur Uiitcrzsicipmn, drs Protokolls er- mächtigcn. Zunächst werde die Einstc ung der Feindselig- keiten erfolgen. Das Protokoll werde wahrscheinlich heute untcrzcichnet werden. Die Friedenskommisfion sei noch nicht ernannt; die Verhandlungen würdxn, wie der Minister des Acußcrn erklärte, in Paris siatifmden; der Wortlaut ch ProÖokolls werde erst nach der Unterzeichnung veriiffrntlicht wer m.
Der „Temps“ meldet aus Madrid: Ddr friiherc Ministrr für die Kolonien Moret traf am Mittwoch in Madrid cin und hatte eine längere Besprechnng mit dem Minister-Präsi- denten Sagasta. Man spreche davon, daß Morct auc“- ersehen sei, den Vorsitz in der spanischen Kommission zu fiihren, welche zusammen mit einer amerikanischen den Friedensvsrtrag abfassen solle, wril Morei in kolonialen Angelegenheiten sachvcrständig sei. Die amtlichen Kreise seien der Mdinung, man könnc die Einberufun der Cortes bis Ende Septcmbcr aufschiebrn. Von Seiten Spaniens sowohl, wie aucb Amerikas werde telcgraphisch die Einstellung der Feindseligkeiten angeordnet werden, sobald der französische Botschafter in Washington Cambon das Präliminar-Prowkoli werde unterzeichnet haben.
Türkei.
Wie „W. T. B.“ aus Konstantinopel berichtet, sind an die durch die Unruhen in Berana Geschädigten Unter: stiißungen vertheilt worden. Der montenegrinische Dclegirte hat Bcrana wieder verlassen.
Nach Angaben von türkischer Seite sdll das Gebiet von (Hhuwin in der Landschaft Yeme n pazifizicrt sein.
Serbien.
Der König Alexander edenkt sich am 16. d. M. nach Wien und nach mehrtägigem ufenthalt daselbst nach Karls- bad zu begeben.
„Amerika.
, e."!)„em Staatssekretär Dat) ist, dem „W. T. B.“ «folge, die MlttheilUUZ zugegangen, daß die italienische egte- rung aus Rü ficht auf die Vereini ten Staaten den Admiral Candiani telegraphisch angewiesen abe, der columbischen Regierung ur Regelung der Forderungen Cerrutti's eine Frist von a t Monaten zu gewähren.
Nach einer Meldung des „New York Herald“ aus Wasbiti ton erwartete der Staatssekretär Day, daß der ranzoftche Botschafter Cambon noch (Testern von der panischen Regierung die Vollmacht erhaten werde, das
riedensprotokoll zu unterzei nen. Das Protokoll gebe einen bestimmten eitpunkt fur die Räumung Cubas und
Porto Ricos an. 13 werde den Spaniern gestattet werden, die
“».
Inseln mit“ allen _kriegeri chen Ehren zu verla en. Die spani- schen Truppen wurden affen und sonstige usrüstuugsstücke mitnehmen. Die Räumung solle sobald als 1115 [ich beginnen.
Der Generai Swan hat telegraphisch na Washington gemeldet daß seine Brigade einige Meilen von Mavaguez (Westküée von Porto Rico) mit starken spanischen Streitkräften in einen Kampf verwxckclt worden sei. Auf amerikanischer Seite seien zum Mann gefallen, ein Lieutenant und 14 Mann verwundet worden.
Asien.
_Aus Teheran wird dem „W. T. B.“ gemeldet, daß Amm-„es-Sulta'n zum Großvezir ernannt worden sei.
Wie die „Times“ aus eking vom gestrigen Tage erfährt, übersqndte der belgi (be Gesandte am Mittwo dem Tsung-li-Yamen eine Mittheilung des Inhalts, da der russische und der französische Gesandte gemeinsam mri ihm1das Tsung-lr-Yamen dringend ersuchten, den Versuch des britischen Gesandten, die Ratifikation des Vertrages, be- treffend die KJZekrng-Hankau«Bahn, zu verhindern, un- beachtet zu [0 sen.
Das „Neuter'sche Bureau“ meldet unter demselben Datum, daß die belgische Anieihe für den Bau der Peking- Zanfau-Vabn, ungrachtet der Einsprüche des britischen
esandten, durch ein Kaiserliches Edikt endgültig genehmigt worden sei. _
Dem „W. T. B.“ wird aus Yokohama berichtct, man erwarte daselbst, daß die Wahlen dem Kabinet eine über- wältigcnde Majorität im chräsentanicnbausc verschaffen würden. _ Der VoranschlaZLfür das nächste Finanzxahr weise ein Defizit von 50 5 illionen Yen auf.
Nr.'32 der ,Veröffentlicbungen_ des Kaiserlichen Ge- s undbettsamts“ Vom 10. August hat folgenden Inhalt: Erfund- beitßstqnd und (Gang der Volkskrankheiten. _ Sterbefälle im Juni. Zeitweilige MaYegeln gegen Fest. _ DeLgi. gegen ocken. _Gefund- ettswesen im . cg.-Bez. Po en, 1892/94. _ Ge ?debung u. s. w. (Deutsches Reich.) Geflügelcholera. _ Stark wirkende Arznei- nzittel 2c. _ (Preußen.) Aerztliche Standesverirrtung. _ Gswerb- liche Anlagen. _ Butter, Käse 2c. _ (ch.-Bez. Gumbinnen.) Zéntrkfugenickolamm. _ Tbierkadaver. _ (Sachsen.) Schlacbtvieb- und Fleischbeschau. _ (Baden.) Schwrinescuchc. _ (Elsaß-Lotbringen. Mülhausen.) Leichenscbau. _ (Luxemburg.) (Gesundheitspolizei des Ytebes. _ (Neu-Siid-Wal-Zs.) Ansteckendc'Krmtfbsiten. _ Gesundbritii (: Schädlicbkciien. _ Gan ddr Tbierscucben im Deuj'schn Reiche, Ju i. _ Desgl. in Bayrrn, 189 . _ Dchbin Dänrmark 1898, 2. Vierteljahr. _ DeSgl. in Schweden. _ Zeitweilige Maßrcgcln gchn Tbierseucben. (Preuß. Regirrungsbezirk Gumbinnen, Baden.) _ VSrbandlungen bon Tsckzgkbenden Körperschaftkn (Italien). Frauen- undKinderarbeit. _ Rermisrbtes. (Preußen. Bochum.) Knappschxfts-Vérkim, 1895/96. _ (M-Gladb_ach.) steusmittcl-Untersuchunasiimt,1897/98, _ (Baden.) Fabrikinspektionen, 1897. _ (Frankreich, Seine-Dspartement.) Ge- sundheitsrvcsen, 1890/94. _ Griebenkliftc. _ Monatsrabeüe über die Sterbefälle in deutschen Orten mit 15 000 und mrbr Einwohnern, Zum. _ Desxil. in größerrn Städten des Auslandes. _ Wochen- tabeile über die Sterbefäile in dkutscbrn Orten mit 40 000 und mehr Einwobnsrn. _ DeSgl. in_größ-xreii Städtrn des Auslandes. _ Erkrankunien in Krankenbäuicrn deutschcr Großstädte. _ Dchl. in dcutschcn Stadt- und Landbrzirken. _ Witterung.
Statistik und Volkswirthschast.
Die Lbbnbcxrbältnisse drr gewerblichen Arbeiter in Berlin.
Im Herbst 1897 _Nxanstaliets das Statistische Amt der Stadt Berlin in Gemeinschait mit drr Gewerbe-Dcputation drs Masistrats eins ailgrmeine Erhebung über die Lobnrrrbäitniffc der gewerblichen Arbeiter Bc-„rlins (unis: Aubfchiuß bon kaufmänniscbkm Personal und von Dienstbbien) in drr Form einer E;:quöie. Dies geschah in der Wrise, daf; Vereine:, _Kaffrn, erungen zur Ausfüllung cinxs Fragebogens auf esordert und, wo die eingeganganen Fragebogen zu Zweifrin '.nlaß gaben, dic-jcuigen, w€ichr fiL aus;;sfüüt batten von der erkrbL-Deputarion vorqcladcn Ukid dort mündlich über Éinzrlbeiten bsfragt wurdrn. Die Ausfüüung der Fragebogen erfolgte eniw-kder bon dem Geschäftsfübrkr dérbrtrxffendrn Vereinigung dirrkt, oder sie wurde_G3g€nstgnd besondrrSr Beraxbang in Einer Vereinssißung oder gricbab erst nach Veranstaltung besonderer Um- fragen. (Fs gingkn etwa 300 Fragebogen ausgefüllt wieder ein (darunter 64 von Innungen, 53 Von Oriskrankenkdssen). Die Er- gebnisse dicsrr Erbabuns; smd soeben vom Statistischen Amt der Stadt Berlin in einem kleinen, bei W. und S. Loswentbal bierselbst erschienrncn Tabellenwerk Veröffentlicht worden.
Danach battrn im Ort angensn Jahre bei drm männlichen (Geschlecht dkn höchsten Ja reöarbeitsverdienst _ von Werk- .fübrern, Polieren :c. abgekebcn _ nämlich 1500014 und darüber: Steinbildhauer (Stein-Jndustrie 1960, künstlrriscbe Betriebe 1391), Damensckßneidergeseüen (1900), LöbiikJ-ÖL (1866), Stereotypeure (1716), Steixmeße (1625) , Sckßrii'tseßer (1560) , Photographen YM), Eißenbobler u. dgl. (1517), Gilbgießer (1509), Maler in der
' etall-Jn ustrie (1500).
Jahreslöhne von 1250 bis noch nicht 1500 «14 bezogen: Blumenbindcr,Kranzbinder, Steinbildhauer in künstlerisxben Betrieben, Stein chleifer, Flaschrnse €*.“ und Schürer, Schmibde, Kupferschmiede, Meta dreber, Former,_ cbirrmeistex, I)icÖanikcr, Monteure, Ma- schinisten, eizer, Wä1chezuschneider, Waschmeister, Maurer, Pußer, Schornstein egcr, Brunnenbauer, Rohrleger, Retoucbeure, Gold- waaren-Weber auf mechanisch Stühlen, Modeiltischier, Böttcher in Brauereien, Bilderrahmenmacher, Bäckerei- Ofenarbeiter und Kneter, Brauer, Kutscher von Droschken und Cbaifen.
EinenJabresarbsitsVerdicnst von 1000 bis noch nicht 1250 „16 wies die rosie Masse der Arbeiter auf: Glass leifer, Maschinen- schlossrr, Ncffcrschmtkde, Beichlagfchmiedx, Kessel chmiede, Klempner,
inkgießer, MetaÜfchleifcr, Metalliackierer, Instrumentenmacher, chwertfsger, Radler, Wagenbaurr, Musikinstrumsntenmacber, Stimmer, GaSglüblicht-Monteure, Metalibestoßer, Kernmacher, Gußpußer, Ver- nickler, Brennerei-Arbeiter, Hutarbeiter,Friseure, Zimmcrer, Anseßer auf Bauten, (Glaser, Dachdecker, Ofenscßer, Steinsetzer, Druckerei- ilfs- arbeiter, Kopierer bei Photographen, Kartonarbeiter, Gerber, F rber, Sattler (Maschinen-Jndustrie), Gummi-Arbeiter Mrurg. JanumenteZ, oizfraifer, Tchblcr (Musikinstrumenten- und ascbinen- ndustcie, iauofortearbei er, Drechler, Böttcher, Vergoldet, Backer, Schlächter, älzer, Hosp, Gy s- Elfenbein-Bildbauer, Bildhauer, Modebleure, StraZenreini ungs- r eiter und Stailleute. abresl [me von 750 .,“ bis now nicht 1000 „16 erhielten: ältere Gärtner und Gebilfen im Blumengeschäft, zweiter Blumen- binder, Goldarbeiter, S lberarbeiter, Galvaniseure, Gürtler, Metall- drücker, Stockarbeiter, Uhrmacher, Stellmacher Zahntechniker, Taback- arbeiter, Kürschner, Zufcbneider, Maler, Änstreicher, Vergolder, Lackierer, Steinschlä er und Steinrammer, Bauarbeiler, Ziseleure, Graveure. Weber in abriken Posamentierer, Ordensbandweber, Buch- binder Lederarbeiter Sattker, Tapezierer, Keblmascbinenarbeiter, Möbei- und Bautischler, KonditoJelbilen, Käsearbeiter laschen- svüler, Bierfabrer, Arbeitsfubrwerk- ts er, Bootsleute, o nkeaner,
Zofarbeiter, Laternenanzünder und unge ernte Arbeiter ohne nähere * ezeichnung (849).
Einen Iabresarbeitsverdienst von 500 bis noch nicht 750 .“ batten nach den eingeganYUen Mittheilungen: jün ere Gärtner und Topfpflanzen-Gärtner, ausÖWffer. Balancier- rbeiter, Müßen- macher, Handfcbubmalbex, Schübmacber, Dachdeckerei-Arbeiter, Strick- maschinen-Arbeiter, Pluschmacber, cFärber: (Textilindustrie), Gold. waaren-Handstuleeber, Kreissagens neider, obler, Möbelpolierer, BürstenmaYer, Korbmacher, HauSdiener und acker;
einen abreSarbeitsverdienst unter 500 „js: Schneidergesellen (481), Weber (393), Tuchmacher (363), Rundstublweber (319). Hier fallen niedriger Lohn und kurze Arbeitsdauer zusammen.
Beim weiblichen Geschlecht verdienten über 1000 „M jährlich nur die Blumen; und Kcanzbinderinnen (1043), dann folgen die Punktierermnen m Druckereien (832), de Ladenmädcben in der NabrungSmittel-Jndustrie (806), die Anlegerinnen in Druckereian (780€, Netsucheusen, Kopierer nnen, Empfangsdamen bei Photo- grab en (780), Friseurinnen (702) Knopflo'cbmasibinen-Arbciterirmen (700), Hutgarmererinnen (700), Plätterinnen, Wäschestemplrrinnen, Huiarbeitermnen u. s. w.
(„I Unter 500 „16 verdietnen Vernicklerinnen u. s. w. (473), Spule- rinnen, Strickmaschinen-Arbe1terinnen u. s. w., osamentiercrinnen 338 bis 462), Gummi-Arbeiterinnen (450), S neiderinnen (250),
äscbiZ-Naberinnen (486), KnopfloÖ-Handarbeiterinnen (354), Hut- steppermnen (456), Mützen-Arbeiterinnen (476), Handschub-, Hosen- trägcr-Acbeiterinnen (354), Bogenfänqerinnen in Druckereien (442) und ungelernte Arbeiterinnen aller Art (467).
Der Getränkeverbraucb.
Aus der nxixesten (4.) Auflage des von SÖHnberg'säpen Hand- buchs der politticben Oekonomie, Band 111 1 (Finanzwiffenscbaft), entnehmen wir folgende Mittheilungen über den Getränkeberbrauch in verschiedenen Kulturländern, welcbe 156111? auf drn Berechnungen von Juraschek's (Wien), theils auf den Angaben des Norwegischen ftatistischen Zentralbureaus aus den Jabren 1885 bis 1895 beruhen. Beigefücit find die Berechnungen des englischen LMU] 01" Wr0c10 für das Jahr 1894 (8581301118111; ZboWjUZ b110 pr0äa€bi011 UTM] 0011- ZUWPÜGU 01' 2110050110 ZEUSrQZSZ, 01'(101'S(1 537 6110 1101150 01' 001111110115 10 50 yriUbSä 5. August 1897). Hienalh bLtrug auf deu Kopf der Bevölkerung der Verbrauch in Litern:
, an Branntivein - an Bier von 50% Alkohol an Wem 1890: 1894: 1885/95: 1894: 1885/95: 1894: 105,8 108,5 8,80 - 5,7
32,0 _ 7,60
in 1885: Deutschland . 90,0 Oesérrreich-
Ungarn .. 31,1
SchWeiz . . . 32,3 40,0 2, 6,12 Italien . . . 0, Frankreich . . 21, 5 rigirn . . . 165, 3, 3, 0, 3,
*
»(IT)
0, 0, 1,34 2, 2, 8,64 7, 1 3, 9,40 4, _ 9,40 6, 3 7, Z
_
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OOBV,-
1 1
Niedcrlande . 3 England . . . 12 Sckvwedcn . . 2 Raßland
0390050001_0* 0:-
1 , 6 5,60 , 6,62
. . 4,6 _ 9,40 Ver.Staaien VonArULrika 40,0 58,0 57,53 5,20 5,03 1,85 1,17 Im Deutsehen Reich berechnete sicb der Wertb des Ge- tränkeverbrauchs (im Jahr 1894/95 55,26 Miki. Hektol. Bier, 2,22 Mill. Hrktol. 100 gradigen Branntweins, 2,8 Mill Hckwl. Wein) bci sebr mäßigem Anschlag von nur 20 27. für 1 111 Bier, 300 «16. für Branntwkin, 50 «M für Wein im Ganzen auf 1911211111. Mark, d. i. auf den Kopf 21,16 516 für Bier, 13,20 «16 für Branntwrin, 2,85 016. für Wein, im Ganzen 37,21 „16 für geistige Getränke. Drr berechnete GetränkLVerbrauch bleibt nicht viel hinter dem Wérib der deutschen Geireidecrnte (an Weizen, Spelz, Roggsn, (Gerste, Hafer, Buchwrizen) zurück, d€n von Juraschek (Uebersicbten der Weltwirtb- schaft 1885/89 S. 127) für die Jabre 1885/89 3112172 bis 2316M1U. Mark berechnet.
*
WoblsabrtScinricbtungen in den Regierungsbezirken Düsseldorf und Köln.
Der Bergische und der Linkörbeiniscbe Verein für Gemeinwobl sind fortdauernd um das Wok)! der arbeitenden Klaffen bemüht. Am müiften gilt dies von der Ortsgruppe Barmen, deren Mitglieddrzabl im laufenden Jabre 0111: 260 mit Einem Jahres- brtragr von 7093 «44 gestiegen ist. Die Invaliditäts- und Alterbbcr- stcberunqsanstalt Rheinprovinz hat für dieses Jahr Beiträ 8 bis zu 7000.46 für Vcranstaltungcn zur Pflkge und Heilung kranker rbriter in Aussicht gssteüt. Die Anmeldungsn fiir die diesjährige Aussendung kranker oder rekonvalescentcr Arbeitcr batten bei der genannten Orts- gruppe schon im April die 3051 Von 200 erreicht. Im borigen Jahrs Wurden von Barmen aus 215 leidende Arbeiter mit einem Kostrn- aufwande bon etwa 20 000 014 in Verschiedenen Heilanstaitsn brrpflegt. Von dirsen waren 119 Lungßnkrankr (dabon 75 0/0 Fabrikarbriters in einem zu Lippspringe aui 3 Jahre gcmietbeten Gebäude na einander untergebracht, von denen nach ärztlichen Aufzeichnungen 94 0/0 mit einer Zunahme des Körpergewicbxs entlasse'n werden konnten. Weitere 60 Lungenkranke harte dic Ortsgruppe Barmen in Godesberg und 36 mit bsrscbiedenén Krankheiten Bébaftete in Königsborn und Neuenahr verpflegen 1affen. Auch für andere Jntcrcffen des Arbeitersiandes ist die Orisßruppe Barmen unausgeseßt tbätig, nainrntlicb dnrch Gründung und Unterhaltung von Fortbildunchbulen (Näh- und Koch- schu1en für jugendliche Fabrikarbeitrriuncn), _eines Volks- Kaffeebauses, einer Auskunftsstcüe, von Femin - Kolonien für arme Kinder u. s. w. In den anderen Ortsverbänden der Vcrrin: für Grmeinwohl wird gleichfaiis für das körperliche, sittiiche,„wirtb- schaftliche und religiöse Wohl der Arbeiterfaniilien nacb Krasfen ge- sorgt durcb Gründung vvn RekonbaleScenten-Alylen, Beschaffung von Wohnun en, Errichtung vbn Fortbildungsscbulen, Werkstätten für Knaben- andarbeit, Bekämpiung des Alkohol-Konsums, Volks-Biblio- tbeken u. dergl. _ "
Die Erri tung Von Heilstatten für unbemit'telte Lungenkranke st im Nrgierungsbczirk Düsseldorf mit dxm lebhaftcsten Interesse aufgegriffrwworden. Die Kreise Effcn„ Mul- heim (Ruhr), Duisburg und Ruhrort babcn fich behufs Errichtuiig einer solchen Anstalt zu einem Verbande vereinigt Ebrnso ist für di? ber ischen Kreise Düsseldorf, „Solingen, Remscheid, Lcnnep, Barmen, lberfeld) die rrichtung einer solchen Anstalt im (Gange. Die eingeleiteten Sammlux en geben, dank der. opferwilligen Unter- stüßung der Sache dur die Groß “Industrie, schnell und mit auWezeicbnejem Erfolge von statten, _und es ist zu hoffen, daß schon im Herbst die Erbauung einer Heilstatte, für die bereits ver- schiedene geeignete Grundstücke besichtigt wvrden sind, beschlossen werden wird.
Die Thätigkeit des Vereins zur Ver flegung (Genescnd er in Köln hat einen erfreulichen Aufs wung gexiommen. Die „Zahl der Pfleglin e stieg in den Jahren 1894/95 bis 1897/98 von 35 auf 366, die ahl der Pflegetage von 943 auf 11138, und die ?)fleJekosten erböbten sich von 1606 «14 auf 20 646 „M Die tadtscbe Verwaltung erkannte die Bestrebungen des Vereins, Wklkbe für die arbeitenden Klassen von berborragender Bedeutung sind, dadurch an, daß sie ibm _ zunächst für ein Jahr _ einen Beitrag von ,3000 916 bewiUigte. Dafür so!] bei der Aufnahme städtifHer Arbeiter der ermäßigte Verpflegungssaß für Krankenkassen zur - wendung kommen.
„ Die gemeinnüßige Einrichtung des Wobnungs-Nacbweis es fur Arbeiter und kleine Angestellte inKöln erfreut chtroß der kurzen elt seines Bestehens einer regen Benn un .“ n den “sten zwei * ona'ten wiirden 301 Wohnungen als eers ebend ange- meldet und 854 Wohnun en verlangt. ,
Die Köln-Nippe er Bau- und Spar-Genos enscbaft zählte am Schluß ) ihres zweiten Geschäft abres 111 itglieder mit 369 Antbeixen und 36 900 ck Ha umme. Rachdem die GMVsienscbaft das zuerst erworbene G ndstück nacb Fertig-
stellzmg von 24 Häusern vollständi zweites 4.1 Morgen großes Grundstü erwvrben, auf dem voraus- sichtlicb 50 Häuser werden errichtet werden können. In dem be- gonnenen dritten_Gefchäftsjahre gedenkt die Genossenschaft den Bau von 20 neuen Hausern in AnYff zu nehmen. * Zur Erleichterung der eschaffun billiaer Arbeiter- wobnungen bat, die Stadt Duisbur 8 nm Beschluß gefaßt, nach welchem fur Arbeiterhäuser nur die HälJte der Straßen- und Kanal- bgukosten berechnet und die Anlage des Bürgersteiges nebst Asphal- tierung desselben auf Kosten der Stadt bkwiliigt werden soll.
ausgebaut, bat sie ein
Arbeiterwobnungen in Leipzig.
Nacbdxm der Cbesdeß Bibliographiscben Instituts err Meyer um dlL'MLUL der achtziger Jabra zum Dank dafür, da sein Sohn, der AfriiareisendZ 1)r. Hans Meyer, aus der Grfangensebaft eines afrikanischen Haubtlian streitet wurde und unverleßi in die Hrtmatb zuruckie rte: ein? MiÜion Mark für den Bau von 27 Arbeiterbäizsern in Lrwzig-Lindenau gestiftet und diese Bauten in musterrzultiger Weise unter Berückficbtigung der Er- richiun"g von Kleingarten und der Pflsge der Kinder der Bewohner ausgefuhrt baz, sind aus den Eianabrne-Ueberschüffen inzwischen writrre acht Hansxr daselbst erbaut wordxn. Zest gedenkt Herr Meyer achtzig weitere Hauser im Norden der Stadt, in dcr Näbe des Berliner Babnbccéits, nach denselbrn humanen Prinzipien mit Kleinwobnungen zu err en.
Der Direktor des städtischen Statistischen Amts in Leipzig, Reichsxtags-Abaeordneter Professor Dr. Hasse, bat ebenfaÜs einc Koionte bort Arbeiterhäusern im Nordweiibn der Stadt 501: Jahren errichtet, die sich, gleicbwie die erste Leipziger Unternehmung dieser Art, Welche? von Herrn General-Konsul de Liagre ins Leben gerufen Wurde, durchaus den gehegten Wünschen entsprecbknd Entwickelt.
Juz Osten der Stadt bat Frau Bauratb Roßbach cinsn Bau- grund fur die Errichtung einer Aniabl Häuser, die, im Cottage-System Erbaut, nach und nach 160 Familienwohnungen enthalten sollen, für 100000 914 „erworben. Zu dem Bebauungsplan hat der Ratb der Skadi Leipztgbereits seine Genehmigung ertbrilt.
Endlich tst laut Veröffentlichung im „Reicbs-Anzeiger“ ein Arberter-Wohnungsbau!)errin für Leipzig und Umgegrnd in Wahren am 26. Juii brzm Amtsgericht zu Lripzig als Genossenschaft eingetragen worden.
Die Bevölkerungsbewegunä in Württember g im Jahre 1897.
Die Zahl der Eheschließungen isi in Würrtrmberg im Jabra 1897 nach den „Wiirttemb. Jahrbüchern für SFaiiftik und Landes- kunde“ abermals gestiegen, und zwar bis zu 15 975, eine Ziffer, die nur noch bon drn Jabrgängrn 1871/75 übrrtroffen wird; der Jagst- kreis isi an der Zunahme nicbt betbsiligt.
' Die Zabi drr (Geborenen (einschl. der Todigeborenxn) ist gegen die des Vorjabrs 1896 von 74 964 auf 73 769. also um 1195 ge- fallen, übertrifft jedock) den Durchschnitt drr letzten 10 Jahre noch um 1684; nur im Ncckarkreis ist keine Abnabmr, sondern 6518 kleine Zunahme (+ 11) zu verzeichnen.
Die? Zahl dsr Gestorbenxn (einswlisßiich der Todtgeborexirn), Miche im Jahre 1896 ganz ausfallrnd klein war, iii gegen das Vor- jahr g€iiiégen (um 3199), und zwar am meistrn im Schivarzwaid- krais (+ 1444); dagrgen wurden im Jahre 1897 151 Kinder wrniger Todt geboren.
Aus der gleichzeitig ßattgebabten Gsburtrnab- und Strrbe- fallzunabme seist sick) naturgemäß auck) ein kleinerer Geburten- überscbuß, d. b. eine geringere__ natürliche Volksvermsbrung, zu- sammen. Disse betrug 24127 Köpfe gegen 28 521 im Vorjabre. Ein Vergleich mit den einzelnen Jahren 1887/96 zeit jedoch, daß sich, dir natürliche Vermehrung in den letzten drdi Ja r-In nicht un- weisntlich beschleunigt bat. __
Zur Arbeiterbewegung.
Aus Solingen wird der „Rbein.-Wrsif. Zig.“ berichtet, der Schleiferverein habe über die Mesierfabrik von Goktlieb Hammesfahr zu Joche Wagen angeblicbkr „Mxßregeluxg“ bon Schlerifsrn den Ausstand erklärt.
Aus Frankfurt a. O. tbcilt dir „Vos. Ztg.“ nach drr „Fr. Odzig.“ mit, daß dieVrcndiaung drs dortigen Maurrrausstandes "abs beborzusteben scbsine. Die Festseßmig der dkéki Lohnklaffen zu 38, 39 und 40 „) Stundenlohn, worübrr di? Lobiikbmxniision mit zwri Maurermeistrrn Verbandelté, scheint Von der Kommiifion anae- nommen wordén zu 16111; denn auf den Bautkn dissrr Msisier ist die Arbeit wirdcr aufgrnommrn worden.
( Aus Lübeck wird der „Köln. Zig.“ ziim Ansstandr der Bauarbeiter gemeidei, daß die Innung „Baubüttc“ rs abic-bnte,
réiitddelrn ausftändigsn Bauarbeitern Vor dem Einigungsamt zu v:",r- an e 11.
In (Greiz haben die Tischlergeselle_n, wrlcbc, wi? dia „Geraer Ztg.“ berichiet, vor knrzrm an die Mxisixr eiiie gcmcinsam: Forderung einer Lobnkrböbung und eine Frist zur Erklarung hierüber bis zum 6. d. M. gestellt hatten, da eine solche nicht erfolgte, an diesem Tage gekündigt. , . , ,
Aus London wird drr „Köln. Zig.“ gejcbrieo-cn: Dir schottischen Eisen- und Stablfabrikanten haben irxfolgc er Preisbefferung von ferti em Eisen und Stahl ibren Arbxiisrn ein: sofort in Kraft tretende obnerhöbung, von 21) %, din Puddlexn eme solche von 3 (1 auf die Tonne bkwilltgt. _ Der_im schottiickpen Möbelschreinergewerbe seit vier Monaten berrschrnde AUF- stand dauert fort. Einige Glasgower Firmexx h_aben unixefabr 50 deutsche Möbelschreiner angeworben und m B€1chaxtigung grsteilt.
Kunst und Wissenschaft.
Zu wiederbolicn Malen bcreiiI bat 'die ., erndenburgia“, Gesellschaft für Hrimatbkunde, tbrs Ausfluge nacb Nixdorf gerichtet, Wkil bier immer neue antcdiluviamsche Fundstucke aus den Kiesgruben zu sebrn ßnd. AUCH gcstrrn' "rockt? dort eine: kleine Aussteüung solcher „interessantexi. Funde, die Hrrr Franz Körner, wobibskannt durcb sem? Riesen-Oonncnbiuii1cn imd die trefflichrn Früchte, welcbe Sk auf dem Bodrn drr ebcniaiigen Kies- gruben zieht, am Fundort selbst veranstaltet britxe. Iiack) Liniglii warm Empfundenen Worten des Gedenkens an den Furith Bissiicirck, mit dcnen der Erste Vorsixzende der (Heseüswait _Obrr-Burgrrmctster Z'TYS- dix: Versammlung einleitete, sprach (He cmi6r Rath Friedel erlauternd über die nacbgerade zu stattlicher Vicisritigkcit angewachsene KoUekjibn seltener unde, unter Welchen die Urberrbste des Mammutbs, des Nas- borns, lens und Auerochfen neben Muschrin, Seesternen, sowie Ge- schiebe" von manni faltiger Herkunft stark vertreten sind. Mit vollem Recht wurde daran? aufmerkjam grnxacbt, daß Rixdorz'als besonders er- giebige Fundstätte antediiuvianischer Zeitsnbeiten auch iwAuslande emen Namen habe und die wichtigsten qucke an die MureLn abgc' eben scien. Nach einer kurzen Wanderung wurden hierauf die eck- tätten und Aussteüunasräume der Dcutschen Glasmosaik-Fabrik yo_n
1151 u. Wagner in Nixdorf, Berlinerftraße 7-9, besichtigt. Dte1€ erst seit weni cn Jahren aus Jtaliexi nach Deutschland verpflanzie Kunftübuna at obne weiiel „ eme groZe Zukunft bor sich, nachdem sich die Vergänglichkert vbn rech) - Gemälden in unserem Klima so überzeugend „errvtefen bat. Hier werden Bilder geschaffen, die gegen Wind und Wetter gefeit sind, dauernd ihren Glanz und ihre, Jugendirisckpe behaupten und von dem efürcbteten Zahn der, Zeit wenig zu besorgen baben. Dabei ist die echnik eine ziemlich, em ache“: die zu halben Murieln von 4 mm Stärke geformten farbigen Gläser werden mittels leiféiers nach Maßgabe des auf starkem Papier vorgezeichneten oder skizzierten Musters auf dieses Papier eleimt und ua;!) dem Trocknen, die Papier- seite nach oben, in den ement eingedruckt. Nachdem der Zement gebunden hat, wird das Papier durcb Abwaschen entfernt. Auf diese
Weise ist, tro seiner usam ense im aus v " * ' T eilen, d «: ebene Oberftä e des BiFdes 131629612111.g StebtAeF Würfelchen ni ck so wird es mitte 8 eines zu f er Schneide ausges oliffenen Hammers in die richtige Fan-on ebra . hier eine Ecke abgeschlagen, dort das Werkstückchen zu einem chmalen Splitter reduziert, wie er zur Ausfüllung einer Lücke oder Abrundun gerade nötbig ist. Damit diese Art der Fagongebung ausführbar s , ist der, GlaSmaffe bei ihrer Bereitung der erforderliche Grad von Sprödigkeit gegeben worden. Die Farbung erfolt durcb Metall- oxy_de, die vnerläßlicbe Trübun durcb Fluoride, Tbon oder ähnliche T_rubungßmittel; in beiden Fä en ges icbt der Zusatz im schmelz- flusfigenÉusiande des Glases. Gold und iiber werden in dünner auf auf das" las aufgelegt und dann mit einer dünnen Lage durchsich ßen Glases ubergoffen. Feinere Mosaiken werden, abweichend von dem 0 en beschriebenen Verfahren, mit dem Künstler zugewandter Rechtsseite angefertigt; sie erfordern auch eine Abweichung von dem System der Anxinanderrmbunq quadratischer Glasstücke, da fast jedes eiri-zelne Stuck zur Erreichung höchster Vollendung besonders zu formen ist. Hie Anstalt hat während der kurz?.n Zeit ibres Bestehens schon Vor- zxigliches geleistet, Wovon u. a. die zum Schmuck der neuen Georgen- kirche gelieferten Mosaikbilder Zeugniß ablegen. Als le ter Punkt der Tagesordnun wurde noch die mit den neuesten und esten Ein- richtungen aysgr tattete Vereinsbrauerei beficbtigt, worauf ein geselli es Zusammensein im großen Saal diefes Etablissements den ebenso le :- als genußreichen Tag beschloß. - .4. b".
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Die Generabversammlunzx; des Gesammtvereins der deutschen Ge'sÖlÖTS- und .thertbumWereine findet in diesem Jahre nicbt, wie sonst. im September, sondern vom 2. bis 5. „Oktober in Munster statt. Alle auf die Generalversammlung bezgglichxn Anfragen und Wünsche sind an den Archiv-Rath Dr. BatUeu in Berlin, Klosterstraße 76, zu richten.
Aus Düsseldorf wird der „Nordd. Allg. Ztg.“ mitgetheilt: Jm bissigen Kunstgewerbr-Museum findet von Mitte November an fur die Dauer Von zwei Monaten eine roße deutsche Aquarell- Ausstellung statt, zu der bereits die k5eryorragendstrn Aquarelliften Déutfchlands ibre_Tbei[nabme zugesagt haben. Es liegt in der Absicht, durch 5181? Aussteüung einen Grsammtüberblick über den Ygenwärngen Stand der deutschen Aquarellmalerei zu geben. Die » eranstaitung ist Von der bissigen Hoffunstbandlung von B18meyer- Kraus aggrregt; die künstlerische AnordnunH der Ausstkllunq liegt in den Handen der Profefforen E. Dücker, , Kampf, Chr. Kröner, G. Oeder, Friß Roebcr, A. SchiÜ und H. Hermanns.
Land- und Forftwirthschaft. Ernteaussicbten im Gouvernement Estland (Rußland).
Reval, den 2. Au ust 1898. Troß der im Juli anhaltenden Rrgengüffe veriprecbrn interroggen und Weizen eine Mittel: bezw. gute Mitteiernte. Mit dem Einbringen der Ernte dürfte in etwa 14 Tagen begonnen werden. Gerste und Hafer stehen zur Zeit im allgemeinen befriedigrnd. Wenn der ngen einer anhaltend trockenen und warmen Wiiterumx Platz macht, ist eine mittlere Ernte int Durcbsckznitt zu erwarten.
Ernteaussicbten undGetreidebandel in Polen.
Warschau. dcn 4. August 1898. Die anhaltend küble Witterung im Monat Juli, verbunden mit häufigen, zum tbeil kehr erbeblicben Niederschlägen, hat das Getreide verhältnißmäßig lan am reifen lassen und die Ernte um etwa 10 Tag? verzögert, soda die Roggeneinfubr noch nicht beendet ist. Drr Stand des Getreides ist dadurch, besonders an tiefer gelegenen SteÜen, ungünstig beeinflußt worden. Aus den Gondernements Lublin, Radom, Kielce, Plock Uiid Kalisch werden Hagelschläge gemeldet. Der im Lubliner Gou- vrrnemrnt virursachte Schaden soil bedeutend skin. Ueber das Er- gebniß der Roggen- und Weizenernte fehlt és an bestimmten Nach- richten. Ddr Ertrag der Roggenernte soi] im allgemeinen befriedigend, der der Weizenernte gut sein. Der bis jkyt nur in geringen Quan- titäten auf den Warschauer Markt gebrachte Roggen und Weizen ist gsxitkeircröilgcémd grwicbtig, wenngleich etwas klamm. Der Strohertrag ! te 1 .
_Heu und Kier haben durch den Regen gelitten und sind stellen- weijr verdorben. Aus dcm gleichen Grunde sind die Frübkartoffeln vikiracb bon einrr rssiartigen Krankheit befa11en worden, wvvon die Spätkarwffeln bis jetzt verschont geblieben find. Der Stand der Zuckerrüben ist gut.
Die „GLtrrideprcise sind auf dem Warschauer Markt im Vergleich zum Vorigen Monat fiir Wrizen und Hafer ziemlich unverändert gebiiebrn, die Roggenpreise find gefallen.
Es wurden gczablt pro Pad:
am 30. Juni für Wsizen . . Nhl. 1,05_1,42 für Roggen . . .“ . . „
0,86_0,95 für Hafer . . . . . „ 0,90-1,05
am 29. Juli d. J. 1,05_1,88 0,72_0,85 0,88_1,04
Ernteergcbnis; und Getreidebandel in Rumänien.
Galaß, den 5. August 1898. In der ersten Hälfte dcs Juli war das Wetter in Rumänien noch häufig kühl und re nerisch, gestaltete sich aber im Weiteren Verlaufe des Monats vorn) egend warm und schön. Die Ernte ist im allgemeinen durch das Wetter etwas ver- zögert worden, an:!) hat dasselbe wobl einigen Schaden an Qualität und Ertrag Verursacht; doch darf das Ernteergebniß im Großen und Ganzen als recht bsfriedigcnd bezeichnet werden. Namentlich von Weizen sind schöne und schwere Qualitätcn geerntet wvrden; ebenso rühmt man den Roggen; dagegen scheint Gerste doch mehr wie die anderen (Getreidearten Vom Regen nach dem Schnitt wenigstens im Donau- ticfland gelittsn zu haben, während die Moidau, wo die Ernte später begann, reibt schöne Braugersten haben soil. Mats strbt nach dem häufigen Reizen überall prawtboü und verspricht eine außerordentlich gute und reiche Ernte. Hafer und Futterpflanzen find gleichfalls gut. Auch glaubt man, daß die Ernte an Zackercüben, weiche in diesem Jahre in er- beblicb größerem Umfange angebaut worden sind und unter der Ver- spätun der Sommerwärme etwas zurückgcbiieben warrn, eine ziemlich gute cn werde. Dagegen sind die Aubäichten für die Weinernte zirmltcb schlecht. _ „
Die Geschäfte in Neuweizen sind m den „Exporizentren der Udti-ren Donau noch belanglos. Es trug dazu cinestbeils die zur Zsit noch bestehende Unfichrrbeit über die Qualität der neuen Waare, sowie der Mangel an sofort berfügbarxr Waare bei, anderntbeils der Umstand, daß die Preise für die kleineren Posten des lokalen Konsumbedarfs sich noch eine Zeit !ang nicht unerheblich über der Antwérvener Pariiät halten können _ eine Nachwirkung der seit znebrrren Wochen hier zu Lande eingetretenen Brottbeuerung. Alle diese Ursach-Zn werden in kürzester Frist beseitigt ssin, und es wird sick) dann fragen, ob die Eigner zu den Weltmarktpreiscn verkaufen oder aber abwarten wollen. Die Zufubren in Galas und Braila beziffern sich jekt, nach- dem der Weizen-, Rog en- und Gersteschnitt im ganzen Lande bcendigt ist, und der Dru ch. dank der unstigen Witterung, ra vor sich gebt, täglich auf je 1000 bis 1500 MS. Na frage "“ck?!" [fck- kornb für Italien hat in levter Woche zu Brat er einige regung gege en.
Die Fra ten, welcbe Anfang Juli angesichts der Lulea Ernte einen kleinen ufschwung für erbstdampfer Nenommen atten find ungeachtet der wachsenden Zufu ren wieder star gewichen und UOÜW etiva 11/6 -12/_ gegen Ende Juli und jeßt kaum noch 10/-*-. _ Die Preis: per 1000 1:3 oil waren um die Monatswende M
die folgenden: & Wei en „46 130-140
G .JTJTJTTZ . -95
Mas . . 854- 87.