in das !clbstskändige Leben eingetreten. _ Gleich nach seiner Eröffxung war dem Martins-
kkfte durctx dessen ersten Beschükx-er, Sr. Exuüenz des Herrn Mitsui“ ven MOH, cin eisernes Bruchstück des
WU??! Glaubenshelden von derselben Meisterhand, welche das eherne Scandbild in Wittenberg hervorge- bracht hat, verehrec worden; und die seicoem laughe- dachte Aufstellung desselben im Andachcssaale wird eben jehx durch die gewonnene Tbeilnahme eines andern sehr
BMW:": Bildhauers, des Herrn Karl Heuler aus
,rexslsu, der "[Eine hiefige Werkftätce in der Anstalt W| aufgeschlagen hat, über alle Erwartung erleichxert, indem sogar drei Zöglinge derselben, we'che er unent- geldlicH jm Rundvelden und Gééßen unterrichtet,.die nstbigen Vorarbeiten und O_andreichungen dazu thun köynen. Durch den Beistand dieses Künstlers ift eern. Reinthalec auch gelungen, das einzige nac“ dem Leben gseh sehr Wohl getroffene Brldniß des verklärten Zo- Hsannes Falk "zy erhalten und Überdem ist Hoffauug vorhanden,- auch von A u g u sk Her r-ma :! F ran k «3 noch ein'Brustfk-Ück n*ach dem großen Standbikde vo:„r-Rauchs Meisterhand zu,erk)alten, welches eben cht vor dem Halleschen Waisenhause aufgeschc Werden [ol].
Dée Idee des in dem Betsaal? des Marrinsftéfts aufzu- stellenden Denkmals ist nun folgende: Neben 9)? a rtju Lu- ther, dem “Schöpfer, auchAugUstHcrmannFranke Und Zoha n nes F al & die beiOen Crneuerer der deutsch evangeliiOen Voxksxrzichng, wekche eben so geschkchtlich dé; S*:ätte deö' Martinsßifts mit Mrlxerrtéchen, aufge- stellt„und unter ihren Bryssiückne, auf drei geschicht- liche]; Sinnbilder" in halberlwbener Arbeit, schön und vvlksfaßlich ihr Geist veranschaulicht werden, wie er in déu a&ten Mauern neu auferstanden ist.
Unter Marcin Lurher, der drei Jahre in dem Klo- ßer «Wohnt, und die .heeliqe Schrift dier zuerst kennen gelekuc hac, njmknr eine Hand den Vorhang der Gei- [ses- und Herz::nsverfinsterung weg “Vor dem,“ im Son- nenlichre nnd Sternenglanze aufge1ch1agenet1, „Worte des charts: Gott ask die Licbe; und wer in der Liebe Kleiber, der bleibst in Gott, und Gott in ihm. 1 Joh.
16.
, Das Ganze wird-bon einem Eichenkranze des festen Glaubeits und der Umschrift aus dem Martmsliede eingeschlossen :
“ Bahn war verloren; Lill“! ist geboren. ,
Unter August Herrmann Franke, der anderthalb Jahre Diakonus an Lurtzars ehenmkegec Klosterkirche ge- wesen, und seiner lebendigen Frömmigkeer wegen von hier aus* nach Halle vertrieben worden est, sitzt erselbst, der g-laubensstarke Bammisrer, als ein Enget, 'auf der hoher] Treppe seines Waiset-haux'es, mit Hammer und PteißcUin den ""zum Hammel et'hob-cnen Händen, Und nachdehsnd dem Adler, der seine fröhliche Hoffnung zu ver ethx-n Vukheißxwg etnpor trägt, welche er aucb an die Zim» seines vollendeten .,Baues geschrieben hat: .,die auf dcxx Herrn harren, kri-xgen neue Kraft, daß sie auffahren mic Flügeln, wie Wiek.“ Das Ganze, anch an den Kernjprucl) Luthers erinnernd: „Tt'acinig gebetat, ist halb gearbetcet,“ wird mit eincm Acyren- kcanze rec sequenöen Hoffnung und der Umschrift äus dem DZartinklx-xde eingesMlossen:
Hölle mag würhen; (va.]? wird um! hüten.
Untkr- ZohamW Falk, der sowohl das lcbcndch Vorbcld, als auch Tw, Öffentliche Einweihung dcmMar-
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find alle, mit guter Hoffnung auf Ma Gedeihen, ck Schnaehrer, Handwerksgesellen. M.MFLW
von "ck|! “KMM ': er selbsk, der, an »„ OM“ ck?"- 1“ U gen dieses Lebens fich Und Yo. “",“" „dukrch- seinen aashacrenden Glauben ua [eme thätege Lsebe gerettet hat, wie er die Wemar. des Sportes unter seinen Fuß tritt, Und durch die,“; ,aber chu leuchtenden Sterne, seine eigmxn, so dM, tungsvoll vorangegangenen Kinder, zur EkzÖLHUng Ü.. verlornen;3ugend beg-iiiert wird. ** Das Ganze ifi wieder'nach Luthers Wahlspra» „Em Chréstenherz auf Rosen gehe, * Als mitten unterm Kreuz es skehtk“ von einem Rosenkranz: der beseUgenden Lesbe und I.: Umschrift aus dem Martinsliede eingeschlossen: Christ, unser Meiskcv, „ Heiligt die Geistcr.
Also ist auf den beiden Seitenbildern der Hzxzx-zx grundjaß aller christléch,werklichen Volkserziehung: B.; unh arbeite, und auf allen dreien zusammen der e'Z-W chsch: _Gcisc des Glaubens; der Hoffnung und T:: Ltebc gejchichtlich und volksfaßlich dargestellt; Und da: um steht zu erwarten, daß ein so schönes und spreckxxn des Kunstwerk, Welches sich den Zöglingen selbst erkLärxe und von Freunden gern beschauec würde, auch da.- noch m_Üßte helfen können, daß das lebendige Ehreng-L Dächtniy an Dr. Martin Luther endlich so vollkommc verwirklicht würde, als es oben gezeichnet ist.
Wie das lebendige, "so hat endlicis auch das eisern Denkmal)! schon unser allgeléebter Landesvater mit !.“e' nern gnädigsen Beifalle begünstigt, indem. HWÜMW durch ein Gtradengek'ch)rt1k von ein hundertThalekn au dcp treuen Freunden in der Noch zu Erfurt wtcder * 5919?" gekuht, mic welchsr Kansklieve Sein fromme und gerechter Sinn die Verdienste ver Vorfayk'sn ck??? und den Eifer der Lebenden ermuntert. DaSuxaTt Erfurt ist .ja die dritte Stadt des von Seinem LW lichemHerrscherstabe gesegnete" Reiches, wclche dur Lucßrrs'keden getveihc is?, ja wo er selbst, der iw“? Pgulut, zu seinem Apostelamte 'mit einem heiltgc ?Hßmmelsbliße entstammt, und von dem ewigen LU):
*,.Skknachk sind. “ Indem wir nur noch die Bemerkung ejnsckzamn d“ß„d"m Makkik'sßisce auch die Postfcexhejc m d.- Köntql- Landen bewilligt ist, fügen wir die SckyixßchU des NswkkasMn Berichts tjachfolgend wö-cciiä) dex: „Und so wird denn, durch diese vielen außerordenc “ck“," Begünstigungen, auch mein Murk) immer höhe gerrteben, daß ick) alleS, was ich anfangs nur ausge brmknkém THM wollte herstellen lassen, nun ganz an GURU)?" än vollends" wünsche, in der festenZuverstchr '5 müssen skb kb?" so gern mmi) viele Freunde des Ga ten ""I Schönen, hier und auswärtjg, bewegen lassen den so WM schon gedichenen Plan dura) Tyre gefäUtg TNUUWW Lanz ausführen zu l)clfcn: auf O.».ß cm Denkmal zu Stande komme, welches durch seine fun!?
ge:'eci)ce Vollendung Und größere Dauerhafttgkctcauä) "“:vüxds'ger ssi der Männer Gottes, deren Timon GO!! *:8 darsteller, und ein schöncs Vorbild der ?le?ka M!“ (_!)c cs ziercr, daß disse eden [o vonommen Und cds! 10 lange em lcbxnöigcs Ehx'cngedäclnniß an Ur. Maxtt Luck)9r_1verden und blkidesl möge! Dazu [MMU "" Gore keins" Weitem Segen durch Alle, welche in Lted mir Mm „vxrcinigr find!“
Königliche Schauspiele. Freecag, 19. Jan. I:" Schauspcelyause: „Ham- let, Per *.*on Dänncmark,“ Trauerxpiel in 5 EWU)?“ [n:igcn, von Shakespears, klau) Schlegels [[.-bcrj'='!§*1"5- Dis O.:vMüre und sämmtlnhe zur Handlung gcyÖ-M
UUssUsk? SWW?" bat, [th ebenso ein Engel auf emcm
Mußk izt vom Fretyerrn E'. v. Mrlczß.
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Nedacteur Z“ 0 h n.
“zuerst erleuchkec worden ist, durch welches alle Omg
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reußischc St
meine
aats - Zeitung.
. „ „;)/„Z' 17.
Berlin, _Sonnabend, den 20cerTJanuar 1827.
. Amtliche Nachrichten. Kronik des Tages. Berlin, vom 18. Januar 1827.
e.Majestät des Königs, hence, gefeiert.
' Die in Berlin anwesenden Personen von denen, &: seit dem vorigen Ordensfeske bis gestern Orden *dkvunzeichen erhielten, "und diejenigen, welcbe Se. “'r/M hatten einladen lassen, um am heutigen“Tage rden und Ehrenzeichen zu empfangen, versammelten - im Königl. Schlosse.
Hier empfingen die letzteren von der! von. Sr. “[tkkät dazu beauftraqten General-Ordens-Commassson, _ ihnen! bestimmten Dekorationen. . ,
* Dann "führt“? die gedachte Commtfscon axle oben er- nta Ritter und Inhaber in ein Zimmer, an welchem, » jedem der König!. Preußischen Orden und Ehren. 'chen, einige dazu eingeladene ältere Mic_ter uup Zu- der versammelt waren, und es wuxdexdajelbsk du: von k- Maßestäc "allerhöchskselbsk unterjchreebene Ltste. de-r “M V-rleitznngen den Anwesenden daxcf) den wsrklt- !! Geheimen Rath von Raumer vorgelesen. . Demnächst wurden, da Se. Majestät der König gn m heurigen Fest nicht persönlich gegenwärtig sem unten, nach Allerhöchstdero Anordnung, sämmtliche, '! dem vorigkn Ordensz und hence ernannte und Berlin anwesende Ritter und Ehrenzeichen Inhaber, ?.Kdnigl, Hoheit dem Kronprinzen von der General- ?TLUs-Commiffiou vorgestellt. Se. Königl. Hoheit be- igtm ihnen bis Königl. Huly und“ Gnade, und geru- ehten den ehrfnrchtsvoljen Dank derselben entgegen zu » Mm. .
Es hatten sich die dazu eingeladenen Ritter des "akzen AdlerOrOens und des rothen Adler-Ordens Classe im Zimmer zunächst der Scl)10ßkap_el]e, dic d'ern Ritter und Inhaber aber im Rickerjaal ver- melt. „
Seine Königliche Hoheit der Kronprinz beqaben * Mit den Preuzen Und Prinzessmnen des Kd-Z!gl. ses, Wie auch den allht'er anwesenden hohctt_i1|t':t- 4" Personen, und gefolgt von den Rittern des schwor "AdlerOrdens und des rothen leler-Ordcns ekster “ss?- ncbsk den von der General Ordens-Commxffxon MWM, seit dem vorigen Fest und j kz: n.'u ernann- Rittern amd Inhabern in die Schlcßkache, wo die be" fücstlicl)en Personen, zur Seite des Altars, fer kdie obgeOaMtenRittcr,1vie auch die General Orrens. mnniffion, mir den von ihr Eingeführrcn dem Altar genüber Plaß nahmen..
Die Liturgie wurce von dem, vor dem Altar ste
Das Krönungs- und Ordensfest wurde, auf Befehl. Y
Nunmehr fand die Feier des kirchlichenFestes statt. *
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**:“) , henden Bischof Ör. Eylert gehalten uvk'ker"Segen
gesprochen, auch von allen Anwesenden das T':- ])a'r'xm gefangen. . _ b" _ . Nach Beendigung dieser kirchlichen Feier begaben
sich Se. König!. Hoheit der Kronprinz, die ?Köntgl. * cinzen uad Prinzessint1en,«die hoben sürkilichen Pey- 1011211, und alle in der Schloßkapelle Anwesende nach dem Rittersaal, woselbsk die anderen eingeladenen Rit- ter und Inhaber bereits versammelt waren.““ '
_ Der Bischof Dr. Eylerc hielt daselbst die der Feier des heutigenF-stes gewidmete geistliche Rede.
Nac!) Beendigung derselbewwurde zur Tafel geqan- gen, welche in der Bildergaljerie und im weißen Saale angeordnet war.
An der ersten Tafel nahmen 350 Personen, und unter diesen 20 Inhaber von Ehrenzeichen aus derZzhl dcr Unteroffaziere und Gemeinen Und an der anderen Tafel 250Personen Thexl.
Nach aufgehobener Tafel entließen Se. Königl. Hoheit der Kronprinz die Versammmng. *
Die knnigstcn trsuestsn Wünsche aller Anwesenden ftir das Wohl Sr. *))?ajestäc uud des König!. Hauses und für die glückliche Wiederhersteüung der Gesundheit Sr. Majestät, sprachen steh Überall aus. -
Das Verzeichmß ÖSV heute gescheheuen Verleihun- gen ist folgendes:
1. Den rothen Adler-Orden 1ster Klasse mit Eichenlaub erhielt:
Der Graf v. Dyhrn, Schlestscher General-Lanb- schafls-Direfcor.
11. Den rothen Adler-Orden 2ter Kla Eichenlaub.
1. Der General:Lieutenat1t v. Lossau, Kommandeur der Lten Division.
2, Der Kammerherr v. Buck), Mitglied der Akademie der Wisset11chafcen zu Berlm.
ss e m it
3. Der Regierungs- Chef-Präsidencv. Peftel, zu Düffeidvl'f.
4. Der Graf Ferdinand zu Stollberg auf Pe; rcröwalde in Schlesien.
5. Dsr Reqicrxmgs-Cycf-Prästdent ». Wißmann 3 Frankfurt 0. O. O. ..
6. Der Gchetme Staatsratk) v. Stägemann.
7. Der Gesandte und bevollmächtigte Minister am Kö- utZlicl) Schxchmhen Hose v. Tarrach.
111. Den rothen Adler-Orden Zcer Klasse.
1. Der General-Major v. Pfuel, Kommandeur der
71911 L.1t1rjvcl)r- Brigade. _ 2. Der General Major o, Reckow, Kommandeur der ck 16;en Jusantecie-Brigade.