1827 / 42 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung, Mon, 19 Feb 1827 18:00:01 GMT) scan diff

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skorbm. Unter den im „Jahre 1826 Gebornen befinden sch dreimal Drillinge unk95mal Zwillinge; der anche- _ kick) Gebornen waren 1198, (588 Knaben und 610 Mäd- chenck mithin ca im Durchschnitte das 7te Kind ein un- eheliches gewesen; unter den Gestorbenen befinden fich 661 uneheliche Kinder (338 „Knaben und 323 Mädchen) mxthin sind 537 uneheliche Kinder mehr gedoxxen als ge- orben. ' , |. Mit Inbegriff von 356 Unintig- oder Todgebornen waren von den Gestorbenen 2215 (1207 Knaben und 1008 Mädchen) - mithin mehr als 1 Vterthcil der Summe der in diesem Jahre Gebornen ---noch im 1sten Altersjahre; es befanden fich darunter: 535 uneheliche Kinder,“ mrthin fast die Hälfte der uneheltch Gebornen. Ein Alter von 80 Jahren und darüber erreichten 207 Personen, und zwar von 80 _bis 90 Jahren 182, von 90 bis 99 „Jahren 24 Personen und nur 1 wurde 100 Jahr alt. Durch verschiedene Unglücksfälle kamen ums Leben 95 Personen, 60 aber durch Selbstmord. Im „Jahr 1826 wurden getraut 2078 Paar. Liegnjß. Das im hicslgen Rßgierungs-Bezirk im „Jahre 1826 gemachter: und bestätigten Stiftungen zu religiösen und Scl)u[zwecken betragen die bedeutende Summe von 10,901 Thlr. 25 Sgr. Auch „dee Legale * und Schenkungen, welche im Jahre 1826 im hiesigen Regierungs-B.ezirk (ür Zweck; der Privat-Wohlthätig- "keit gestiftet worden, sind bedeutend, sie erreichen die Summe von 11,985 Thlr. 15 Sgr.

Uebersécht der Verwaltung der Straf- und

Besserungs-Anstalc zu Naugardc im

_- „Jahre 1826.

„Am 1. Januar 1826 war das Zahl der in der An stalt befindlichen Gefangenen: 314 (245 *Männer nur; 69 FUUM), der Zuwachs im Laufe ves Jahres betrug 173„(125 männliche und 48 weiblnbe) und der Abgang 186_(127 männliche und“ 59 weibliche) Individuen, von denen 3 als Auöländer über die Grsnze gebracht, 155 nach ihrer Heimat entlassen, 21 in andere Anstalten abgeliefert und 7 auf Verwendung derVorgescßcen ver- miethecwurden. Am lekzten December 1826 vlieb so- nach ein Bestand von 301 (243 männlWe und 58 weed [ich?) Gefangenen; die tägliche Durchschnittssunnno der Gefangenen war also 310. Von dieser Summe smw jedoch bei der Verdienstberechnung in Abzug zu bringen 32 Individuen, nämlich_14, welche als Kranke, Gxeise, Krüppel und Schwache zur Arbeit uerfätzeg wa-ren,'un'0 18, welche als Schreiber, Kalefactorcn, Krankenwärtech. zum Dienste des Hanses verwendet worden. Es blieben sonach zur Verdienst-Acbeik 278, von denen jédoch 56, nämlich 18 Schwache und Anfänger und 38 einsam be- schäftigte Gefangene nur zum, halben Pensum und mit hin nur 222 zum ganzen Pensum beschäftige gewesen.

Diese 278 Arbeiter haben verdient": durch Arbeit für Fremde 4472 Thlr. 8 Sgr. 3 Pf. durch bezahlte Arbeit für

die Anstalt“ . . . . 1322 2 ; 1 durch das in vorräthigen Artefaccen steckende Ar- bettslohn . . . . . durch Bau- und Neben- arbeiten, für welche, we- gen mangelnden Fonds keinebaareVergüctgung hac statt finden können 531 - 6 1 *- -

in Summa 8202 Thlr. 12 Sgr. 6 Pk.

Jedes einzelne volle A“rbects,Pecdxum vac sonach

im Durchschnitt einen Verdienst von 33 Thlr. 5 Sgr. LZ?- Pf. erwirkt.

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Die Kosten der Anstä1c haben

für Speisung der Gefan- genen...... wobei die tägliche Por- tion der Kranken auf 2Sgr.11§Pf-Unddie der Gesunden auf 1 Sgr. “7?- Pf. zu stehen kommt. für Bekleidung . . . . wobei die Bekleidung ei- neseinzclnen Mannes auf5Thl'r.8Sgr.2Pf. und oieeinerFrau auf 3Thlr.25Sgr.10Pf. berechnec ist.: - für Besoldung der Be- .amcen . . . . für Medizin . . für Feu“erungs-, Erleuch- tungs- und Reiniguygs- Material . * . . . . für Unterhaltung der La- gerftellen, Arbeitsgerä- the und Wirrhxchaftsx Uteaxstlien, auch Feuer- löscl) - Gerüche .

betragen :

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“"*All'g e*mein e-

6386Thlc.24Sgr.5'-pf.reußischc Staats ck Zeitung-

1549

für Bauten und Repara-

turen...... An ansgemeén und zufälk ligen Ausgaben, ein- jchließltch der kaune- ration von Beamten, die fich verdient gemacht für extraordinaire Verpfle- gung als Belohnung-des . Jleißes der (Gefangenen

in Summa

' Dies beträgt auf jeden Kopf der Gefangenen Überhaupt 49 Thlr. 14 S

nach Abzug des oven an 9 Sar. 55“: Ps-

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21 Sgr. 3 P Gesammczahl 0: gr. 7715 Ps.“:m

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gegebenen Verocenjccs 16 TR

K* ö n t g l i ck e" Sonnabend 17. Febr. Begehren: Zum Erstenmale

tung,“ Schauspiel in 2 Abt

frei bearbeitet von der Kön

berg. Hierauf: „Die Drill

lungen, von Boum.

Jm Saale c-es Schauspielhauses:

Bau.“ ,

Sonntag, 18, Febr. für Maske, “Hierauf: „Die Bencfiz-V Akt und mit 5 Abt beitet von Theodor Hell.

Jm Schauspielhause: Spanten,“ Trau-rspiel in von Schiller. (Hr. Lenz, burg: König Philipp, als

Montag, 19. Febr. Zauber-Oper in 3 A/bchetl nach dem Französischen des

Lustspiel in 3 Abtheilungcn,

Schauspiele.

Im Schauspielhause: ?( wiederholt: „Die Ehrenre heilungen, nach dem Fran égl. Schauspielerin F. Krick inge,“ Lustspielin 4leth

„Subskription

Jm Opernhause: „Mas von Zang

orftcllung,“ Posse in eine

heil., nach dem Franzöuschen bea

„Don Carlos, Infant v

5_Abtheilungen, m Zamb-

vom Stadttheater zuHa Gastrolle.)

Im Opernhause: „Alcidor,

ange,n, von G. Spontin Thsxulon, von C,Herklot

Ballets vom Königl. B&Uetmeister Herrn Titus; d _

Tanz in der dritten Abthei Der Billers-Verkauf abend früh anfangen.

Ein Plaß in einer Loge des Königl.

10 Sgr.

"***-._..

Gedruckt bei Feister und EiserSdorff.

lung

ist von Herrn Hogu zu di

eser Oper wird Son Ranges 1T

Em Plah an einer Parquet Loge 1 Thi. :c.:

Redacceur“ I o k) "'

_ um Nachrichten zufolge,

„7345 42.

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Amtliche Nachrichten.

Kronik des Tages.

Dkki und dreißigster Bericht.

Seine Majestät der König haben Sich im aksge- eineu während der leßtverfloffenm Woche wohl be- nden. _

Uebungen im Gehen sind mir autem Erfolge begonnen. * Berlin, den 18. Februar 1827. '.

Hastland. Wiebe]. I.Büctner. wGraefe."

Dés Königs Majestät haben den bééherigen Regie-

ngs-Assessor Kalisky zu Marienwerder, zum Regie-'

ngs-Rath bei de_r dortigen Königlicher: Regierung zu ennen und das Patent für ihn in dieser Eigenschaft erhdchsk selbst zu vollziehen geruhet. *

- Des Königs Majestät haben die Obe'r-ZoU-Znspecto- *UJUM Busch zu Koesfelo, Weber zu Wilnsdorf, Wert zu Hatberstadt, Rau zu Mittelwalde, Mü. erzu Kaldenkirchen, Kirchner zu Danzig, Wind- ckeéd zu Emmerich, und den Ober-Sceuer-Inspector eyer zu Altenstein, zu Scener-Rächen, den Gehei- n Secretair und Büreau-Vorsteher bei der Provin- l-SteuerxVerwaltung zu Köln, Philippi, aber zum ofrathx ernannt. '

Bekanntmachung.

- In Ausführung des Artikels 123. des Gesetzes über 1 im Königreiche Polen errichteten landschaftlichen edit-Verein, sind von der General-Direkcion dieses reines an Stelle der beschädigten Pfandbriefe bereits ue mit der Ueberschrift „Daplicat“? ausgegeben "worden. Mehrere Preußische Interessenten haben, eingegan- aus Mangel an Kenntniß anhaltes »des gedachten Artikels die Annahme der

bezeichneten Pfandbriefe verweigert, und dadurch itverlusk und Kostenaufwand erlitten.

Das unterzeichnete Ministerium sieht fich daher ver- laßt, den in Rede stehenden Artikel in der hierunter gedruckten deutschen Uebersetzung zur Kenntniß der reußischen Institute und Unterthanen zu bringen, da- it selbige für vorkommende Fäue von der Bejvaudniß, te es mit den erwähnten Duplicac-Pfandbriefen hat, nterricbtec sein mögen. :

Berlin, den 14. Febr. 1827. ,

Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten.

. v. Schönberg.

4 4“?

Berlin, Montag, den 19cen Februar 1827.

Uebersetzung des Artikels 123. des Geseßesüber den im Polen errichteten laxidschafclichen Credit- 1/13. Juli 1825.

Wünscht ein Inhaber beschädigte Pfandbriefe gegen neue umzucauschen, so richter er das Gesuch an oje GeneratDirektion und legt déebeschädigtenPfandbriefe und die Ausfertigungskoskey u.ach Maaßgabe dei Arti- kels 29. bei. Die'Direktion behält die Washasten Pfandbriefe, durchstreichc dieselben, er'kheile dem Inha- ber*hi:rüber einen Schein, und stellt nach Vorschrifc des Art.110.neUe Pfandbriefe mit der Ueberschrift „Duplicat“ aus, worauf fie solche mit den schadhafxen Pfandbriefen derjenigen Special-Direktion zusendet, welche die ersten Pfandbriefe in Umlauf geseßr hat, und beauftragtse, die frühem Unterschriften ihrer Mitglieder zu durch- streichen, und selbige durch ein delegirtes Mitglied der ypotheken- Abtheilung vorlegen zu lassen, damit diese dre bei der Verausgabung der ersten Pfandbriefe vorge- schriebenen Förmlichkeiten beobachte. Ist dieses gesche- hen, so werden die neuen Pfandbriefe dem Efgenthümer behändigt, di": alten aber läßt die Direktion, Behufs deren vollständigen Vernichtung, sch zurückgeben. Zn Stelle beschädigterDuplicate, wird die General-Direction neue, mit der Ueberschrift „Triplécate“ u. s. w. aus-

fertigen. - Für die Ueberseßung Berlin, den 14. Februar 1827. . Der Geheime exped. Se- kretair und Translateur G r o n a u. '

Königrei : ' Velein vomck

Zeicxungs-Nachréchten. A u s l a n d.

Paris, 12. Februar." Vorgestern legte der Fi- nanzminisker der Deputirten-Kammer drei Finanz- Geselzentwürfe vor. Sie betreffen 1) die Schließung der Rechnungen des Jahres 1825; 2) die Supplemen- tarbewilligungen für 1826, und 3) das Budjecfür 1828. Zu leßterem beträgt die Summe der Ausgaben 20,366346 Francs mehr als im J. 1827, davon snd 2; Million zur Zahlung der Zinsen eines halben Fünftels der Enc- scs)ädigung der Emigrirteu bestimmt, welches zwar 3 Millionen beträgt, aber dadurch ermäßigt wird, daß die Tilgungs-Casse, vermöge des niedrigen Curses der Neu: cen, deren mehr auskunfen konnte, als man berechnet hatte. Das Justizministeréum erhält 150,000 Fr. mehr für Penstonen von Zustizbedienten. Das Ministerium der auswärtigen Angelegsnhsikéll- in Rücksicht auf die