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Das Verhältniß der Angeklagten zu denVerurtheilten wechselt nach den Orten und, n'ach den Gegenständen der Anklage. So smd im Depart. der Cote-„d'Or von 100Angek1agten nur 19 freigesprochen worden, _während im Deparr. der néedern Alp-eü die Zahl der lckzcexn 68 beträgt. Das Mißverhälmiß ist, m Betreff der An- qugegründe noch größer; so stab jn16Fällen Oer DJV pelshe--wo das Verbrechen gewöhnlich leicht zu, beweijea ist- 13 Vsrurtheilungen erfolgt, welches ein Verhältnis; von 81 auf 100 ergiebt. Auf 100 Angeklagte 11:91:12 Aufruhrs snd dagegen nur 12 zu entehrcndßn, 1 zu Polizei-Strafcn verurcHeilc und 71 ganz frei gespr0chen worden. Bei 100 Fäilen von Kindermokd fino nur-19 zu-infamirenden Strafen verurtheilr, 44 freigespkockMU und die übrigen 37 nur wegen u'nfrexwilijgen Todt- schlags zu correktiouellen Strafen verurclzeilt worden, deren Maximum* bekanntlich zWei Jahr Gefängniß ist. -- Nächst den Asfisen-Gerighcen fixso dje Zuchtpolizeigm “richte, als außerorden'txicb Wahrig, einer besondern Er- wähnung wükdjg. Es stud im “By,“:„auf des gedachten Jahres 96,061 Sachen, wobei 141,733 Personen be- schu1digt waren, vor diesep Gerichten verhandelt wor- den. Von letztern [“und 23,482 freigesprochen und 118251 verurtheilc worden ;. und zwar: ' Zu einjähriger oder lätxgererGefängnißstrafe 5110 "Zu Luer kürzkrn ' desgl. 17454 22564
Zu bloßen Geldbußen . . . . . . 95682 Schiff6patrone, denen das Recht zu Fahren genommen worden ist . . .
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“ Summa 118251,
Bemsrkenswertk) ist, daß unter den obenerwähnten Sachen 57,002 Forstfrevel, deren/86861 Personen be- schuldigc waren, begrxffen smd.-Diess Ueb'ersicHten, denen noch eineNachweisou der vor den nisdernPoiizeigerichren verhandelten Sachen (sogen. Polizeivergehn) hinzugefügt és“, sollen der Kammer vorgelegt werden.
Der Bischof von Straßburg, Erzieher des Herzogs von Bordeaux, dessen Gesundheit in einem sehr übeln Zustande ist, hat einen viermonatiichen Urlaub zu einer Reise nach Nizza erhalten. *-
Diejenigen, welche fortwährend über die angebliche Verarmung unserer Handwerker jammern, mögen aus dem Umstande, daß allein v rgestekn 100,000 Fr. von 2000 Personen bei der Sparkasse angelegt worden find, entnehnwn, daß es mir diesen Einwohnern s_o sch1echt noch nichvsteßr. ,
_ Fünfprocentige Rente 101 Fr. 5 C. - Dreipro- centige 68 Fr. 65 C. *
London, 9. Febr. (über Holland). Se. Majestät der König, Deren Befinden fortwährend das erfreu- lichste fsk, haben am 5. zu- Brighton Cour und nachher
Geheimen-Rath gehalten. . _ Se. Königl. Hoheit der Herzog von Sussex find,
in Folge einer bei dem L_eichenbegängniffe am 20. v. M."
ZdnonzugeftoßenenErkältung noch immer unwohl. Se. Königl. Hoheit leiden an Heiserkeit und einer Brusc- C'nrzüudung, befinden Siä),jedoch seit vorgestern tuerkx lic!) besser. -- Auch Hr. Canning hac fich an jenem Tage erkältet, und dev Bischofvon Lincoln, ])r. Pel- ham, ist an den Folgen eines bei der nemlichcn Gele- genheit bekommenen Catands, gestorben.
Heute zeigte Sir Fr. Burdexc im Unterhause an, daß er-am 22.1316 Ford-srungen der Römisch-Katholischen in Irland vor das Haus bringen werde.
London, 10. Febr. (über Paris). Nach den heute aus Brighrotr eingegangenen Nachrichten befindet sick) de: Staat:=“-Sekrecair Canning wieder besser.
Jm Oberhause kündigte der*'Marquts vou Lands- down an, daß er nächsten Mittwoch eine Pecxtionder irländischen Katholiken einbringen werde.
Jm Unterhaus? brachte KH:“. Harl“ eiue Petitj
'zu Gunsten der Emanzipation der. Katholiken ein;
Hume überreichxe ein'e Vorstellung“ der notbleideud Setdenweber von Blackburn und der Umgegend; djs , men Menschen versteh 'n darin, daß sie seit zwei 3“ ren “sich nur h_alb so viel als zur Leibesnahrung erf derlxch zu verschaffen vermocht, daß daher ihre Frau univ Kinder zu_ Hunderten Hungers gestorben sei Das Bittsteller verlangen vom Parlament, daß esM regeln ergreife, um einer sonst uuausbleiblichen fur baren Krise vorzubeugen. Die Vorstellung wardz Druck verordnet.
Consols 821. _ *
_Stockhzylm, 6. Feb.". Se. Mai. der Königs auf tyrerRecje nach Chrtstéania,„_am 1. Febr. inStrd stadt angekommen,“ am 2. gedenken Sie in Moß . am 3. in Cyriskiania einzutreffen. Se. "Maj. genie der besten Gesundheit, werden überall mit Zabel grüßt und lassen überall, wo [?ck die Gelegenheicd dard_eut, _Spureu ihrer Huld zurück“. So haben Max., wse in Westeras und ,Arboga, auch für Ma stad, dj_e t1§thigen Fonds zur Errichtung einer Sch des wech1elseecigen Unterrichts, aus Ihrer Privac-C touille angewiesen. ,
I. K. H. die Prinzessn Sophie Albertine hat dem Herauszzehcn aus einemZimmer kins-andre ei
“Fall gethan und sch Ziemlich beschädégt; „doch smdßo
keineschlimmenFolgen zu befürchten, und di“; SCW zen haben bereits abgenommen. _
Copenhagen, 10. Febr. *Während des vori Jahres wurden zu Aalborg 1141 Seeschiffe ausclar Unce'yden m_it den]“elhen verschiffren Wanken befin sech Unter an'dern 110,000 Pfund Wolle, 500 Ton Butter, 89,000 Tonnen Korn und Hülsenfrüchte, 95, Pfd. u'nbereitece Häute 2T. ' *
Von der Niederelbe, 18. Febr. Auf denR ben: und Wanéschfa'ng geben in diesem Jahr? Gluckstadt 4 Schxffe, von Elmshorn 1, von Flensbur von Altona 1, von Hamburg 2 und kon Brem: Schjffko *
Vom Main, 14. Febr. Vorgestern, am GM“ cage Sr. Majestät des Kaisers vou Oesterreich, gab Frankfurt der.K. K. präfisirende Gesandte, M von Münchbellinghausen, ein großes Gastmahl, we!- die Bundestagsgesaudccn, die am hohen Bundes: accredirteanrrn Gesandten, die “- .itglieder der M xc'zr-CommUfion Und dle beiden Bürgerxkeéster vonFr [arc beiwohncen. Das Fest beschloß ein glänzenderB . “ Zn Mainz wurde das Geburtsfesc Sr. Maj- Kaisers von Oesrreicl) von der K. K. Oestrelchxs Garnison mit Gottesdienst und großer Parade geist De_r General Graf v. Mens'dorff gab große Tafel; diejer Gelegenheit wurde der nLUeingerickotete großaS ses_aal im Hospitals eröffnet, und vereinigte Abends Olfizierkorps zu einem frohcn Mahle, wobei die in sten Wünsche für'die Erhaltung des geliebten (k)en unter dem Donner der Kanonen mic allgemel Jubel begleiter wurden.
Seine Majestät der König von Würtemberg h“ dem K. Dämschen Staatsrath, Ritter v. Thorwald zu Rom, das Kommenthur-Kreuz des Ordens derW tembergischen Krone zu verleihen geruhr. ,
Preßburg, 0. Febr. Am 6. d. M., uml Mittags, ist die 170119, gemischte, Reichscagsslßung halten und aus derselben die GlückwünschUUSWAdr an Se. geheiligte Majestät zu Allerhöchstivrem hkk nahenOen Geburtsfeste in der" übltchen Form exp- worOen. Vorher hatxte eine Circularstßung Start 9? den, in welcher die Stände den Entwurf zrveierNL cten: 1) über die geseßliche Bestimmung der, WU" der sranzöfischen Occupation der ungarischen .Kan' der, jenseits der Save veräußerten oder excquircen
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, und 2) über eine in diesen Häfen zu errichtende arine- Schule - berichtigten“, während die Magna,- tafel die obige Sißung mir der" Prüfung der ständi- "Bemerkungen" über die bereits vorgenommenen Ge- stände der Beschwerden begar-t. -- Am 7. war bloß xcularslßung, in welcher der Entwurf eines zweiten u'nciums der Stände auf die Bemerkungen der Mag; nntafcl über das erste Nuncium in den Prioac-Geld- xhältnissen, vorgelesen und berichtigt wurde. * Jn_ der vorgestrigen Nacht isk hier wieder sehr „enge Kälte eingetreten. - Aus der' Schweiz, 10. Febr. DieAntwort 693 mischen Hofs auf die Eingabe der im November 1826 Luzern versammelt gewesenen Konferenz wegen Re- anjsation des Bisthums Basel, ist herein: eingetrof- und es fand sich deshalb in vor'iger Woche Hr. atoratvvon Rosl zu Luzern ein. Am 4.Febr. ging elbe in Begleitung des Hrn. Staatsrach Eduard Psys- nach Aarau, um die Zustimmung dortiger Regie- „g zum Konkordatsentwmf zu erlangen. Rom ver- igerc jedoch beharrlich der Regierung des Standes rgau jeden Einfluß auf die Wahl ihrer Domhsrrcu, hrend dieser Kanton nach Luzern am meisten zu den “11:14 des neuen Bisthums, und jährlich nichtweniger sehen bis achtrausend Franken beitragen muß. Rom tdi: erste Ernennung allet“ Domherren in AnsprUch ommen und es ist ihm dieselbe zugestanden 1vor_Q-9u. och am Schluss dér Verhandlung verlangte Rom das “ÖT, dcn Dckan des Domkapitels zu allen ZIÜtLU zu «nen, und auch diese Forderung ist zugjestancmx wor- ,- Wenn man das jeßige Konkordat 'tmc derGru_nd- '? schweizerischer Begehren, wie se in der Diozejau- ferenz vom Januar 1816 sind aufgeftaüt worden, ver- ichr, so erstauat man über die binnen 11 Jahren ge-
nen Rückschrjcte.
Nach*richten aus dem Oöerengadinin Grgubünden eisen: Ju vielleicht beispielloser Menge hauste sch
„gegen Ende des verflossenen Jahrs und seither bei-
_de täglich, in unsern Hochxhälern Schnee.an Schnee. sfaud Wochenlang keine Verbindung setbst zwnchxxr chbarorten statt, und so waren wir auf störende Wetje “mier Wochen gleichsam von der übrigen Welt,.xbge- Mun. Donnerstag den 4. Januar fuhrxn, wre ge- Onlich, die Wegbahner von Pontresina mu Säumern d Fuhrleute", worunter acht Veltliner, auf den Bér- -a. Frisch fallender-S-Hnee und Geftdber machxen es 'ßlicl), jenseits der Berghöl): den Weg fortzuwkzen; ch wagten es drei Veltliner bci andrechender Nacht, en den Rath der Berg: und Wetterkandigen, czr der offnuug, daß nur ein.: Stunde von der Höhsenryernte uocta-Wirthshaus wohl noch erreichen zu mögen." Ihr exsuch blieb ungeachtet der großen Anstrsngung, oyne folg: fie wurden von der Nacht überfallen, das ent- iche Schneegcstöber verspsrrce könen den Rückweg ** dem diesseitigen Bergbause, und sie sahen stel) ge- higt, die Nacht auf der Höhe des Berges unter.“ iem Himmel und bei einer Kälte von wenigstens 18 ad zuzubringen, wo gegen anbrechendem Tage gerade ' muchigske unter ihnen ein Opfer seines unvorsichtj. - Rathes wurde Und erfror. Sei:1eUngläck5gefäs)rrcn suchten nun neuerdings fick) einen Weg über die unge, ren Schneemassen und durch dte Schneewände cuflos) zu bahnen. Endlich nach unerhörcer Mühsa- eit, und nachdem sie 40 Stunden mit Frost um ihr n gestritten, glückte es ihnen, wiewohl mic erfror-
) Gliedern nnd krafelos, Sonnabznd Morgens den .in Muotea anzulangxn, also in obigem Zeitraum Un- ähr eine Stunde Weges zurückgelegt zu haben. Eines ' auf der Höhe zurückzelassenen Pferde überlzbce, 100 Anden ohne Nahrung, stehen andere, die früher er- ! krren.
Neapel, 28. Jan. Die Oeßerrcichéschen Trap
verlassen; vorgestern
Regiments Lilienbexsx: !
:p?" beginnen das Königreich zu hat fich das zweßce Bacaiüoq des von hier auf den Marsch begeben und cht? früh ihm das erste Bataillon gefolgt.
Das Siorn316 äs] 116Zn0 (16116 (1116 5101116 ext- [)äsc einen Arnkel, folgenden wesentlichenInhalts: „zy Erwägung, daß'die außerordentliche Hüifssteuer fÜr-Jtce MilitärQuartiere, wclche durch Decker vom Jult 1822 eingeführt worden ist, von der Zcit an :]ichc mehr em- getriebm werden soll, . wo die dfterrsich0chen TMM?"- genräß der 1825 in Mailand unterzeichneken Ueberein- kuufc, das dejigreicl) verlassen erdcn, haceSe. Maje- stät der König unterm 16. Dez. ». J. verfugr, daß bk“. sagte Skeuer nur noch bis zu Ende Occobers 1827 er.- hoden wexden soll.“ .
Türkei. Ein Schreiben aus Constanxittvpek VN" 12. Jan. (i'n der Augsburger AUgem. Zectung) sagt: Die :musßen Nachrichcen vom Kriegssch)aupl_ökzs layteu wirklich günstig für QW G:"ic(s)€l'-. Karaiskak: hat emen , cncschcidcnden Six'zxkcéfo*chren, und dabei gegen 1200 Pferde nebst vielen "Waffxu und Peuyicim) „erbemex. Nack) di::“sm Trsffen empörten slch die1eic ermg_er Zett :xnterworfenen Provinzen Janina, Agravhü- bis zum Berg Olymp, aufs NCM“, die Tüxken warden_sogak aus Salona vertrieberz. Basso ssll zu diesen JUUkktk“ tionen, im Rücken des Sé'wskicrs, das ONeiske beiße“ tragen haben. Unterdesssn hat der Seraökichxeanek Pascha mit 2000 Mann an fich gezogen, und US von hier schon früher nach Thsssalien geschickten 7000 Mann "“ck der neuen, Methode Disciplmtstcr Truvp_en, hart?! am 26. Dec. bereits Seres pajsjrt. Die PM?“ honk bäh?!"- daß der Seraskier seine verlassenen Stelkungen bald wieder einnehmen werde. -- Zn Aleppo haben sZ'Ö die Janécscharen noch nichr ganz unterwoéfen, obgleték
“der dortige Statthalter Jussuf Pascha Alles aufdie"?
um den Reformen unbeschränkten Exngang zu verscbü!“ fen. - Die Pascha's von Nkarosch, CäsUea und Da- maskus, find abgesekzt wordrn, weil man fie für [)?ka liche Gegner des neuen Syüems hält. Troz asker VL ser Strenge ist hier durch eine aufgefW-Zene KorxesyW denz nach Asten abermals-eine Vcrßhwörung entdeckt worden, die den Umsturz dechformen bezwchce. Mek)“ rere Schuldige wurden ergriffen und hingerichtet.
-- Ein von Alexandrien am 3. Febr. nach einer Ueberfahrc von 28 Tagen, zu Triest angalangtes Schiff hat dahin die_Nachrichc ch-ZcbraM, daß an y,."sxerem Orcs die ägyptische Fkocce mit den Transportscbéffen zurück e'rwarcec wurde, um neue Truppen nach Nava- rin zu bringen, welche im nächsken Fxüßjahr Unter hem Commando von Ibrahim Pascha in Morea aIU'?" soUen. , -- Der Oesterreichische Beobachter enthält in den neuesten Blättern weitere Mixthetlungen und Auszüge aus der Allgemeinen Zeitang' von Griechenland. Wir eutlehnen daraus Folgcndes:
Die allgemeine Zeitung von Griechenland vom 6. Dezember (an welchem Taqe sie zum ersten MU? MAI“ aina erschien) meldet die U.:bertragung des Sitzes O_er Regierung von Napoli di Romania nacb jen-zr ZUM mic fokgenden Worten: „ N5chdem die RegierUUZ für Napoli die nöthigen Anstaxxsn gekrcffsn, reiße st: auf dem Schiffe Anacreon, Capitän Geoxg Malokini- V9" Spezzia nach Aegina, wo ste am 22. NovemH-sr ankam, und am 23. alle ihre Mitglieder, unter Kanonendcntch und andern Freuden; und Ehrenbsngxmaen von SMS der Aeginoten und der Colontsten vou Psara, landeten. Die Sorge für die Ordnung und Ruhe ist den guten Psariocen anvertraut, und zum Scadc:Commandatztm ist Kanari's Landsmann und Waffenqenosse, Hr. Con- stantin Nicodimo, bestellt worden. Und da sowohl der Commandant, als die übrigen Psarioten, das ißnenan