1827 / 55 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung, Tue, 06 Mar 1827 18:00:01 GMT) scan diff

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D.; Nachzahlungen 20,000 D.; Verbesserungen im Innern 202,000 D. und See-Ecat 3,230,000 Dollars.

Die B. Staaten unterhalten jest vier Marinesia- tionen; nämlich im mitteliändischén Meere," in den Westindischen Gewässern, an der Küste von BrafiLien um im stillen Ocean.

Am 12. Januar erhielt man xu Newyork die erste Nachricht von der Bochschafc des Königs von Groß- brittanuien, Truppen nach Portugall senden zu wollen. Die Rede des Hrn. Canning hat den größten Eindruck hervorgebracht, viele Waaren stiegen beträchtlich imPrejse, und der -Sveculationsgeisc erhielt neues Leben.

Die Schiffsrhederet in Nordameréca leidec-gegen- wärtig, wie die Briceischs, bei dem niedrigen Preise der Frachten,“und die Preise der Sch:ffe sind gegen die der Jahre 1824 und 1825 beinahe um zk- gesanken.

Die Chicktasaws und Choccaws Indianer sollen alle Anerbiecungen dex V. Staaten, der Regierung einen Theil ihrer Ländereien östlich vom Missisppiabzutreten, ausgeschlaget1,'und dieCherokesen “sogar ein Gesetz ge- macht haben, demzufolge jeder Indianer, der die Abtre. rung, eines Acre Landes empfieylr, mic dem Tode be- straft werden soll. '

Inland.

D 0 ssel d orf. So groß die bisherigen Opfer auch gewesen, welche die Gemeinden für fromme und wohl- thätige Anstalten, zur Tilgung ihrer Schulden, Verbes- serung ihrer Verbindungen Und für Communalzwecke überhaüpt, seit der Dauer des dermaligen Friedens dar- gebracht haben, so standhaft ist ihr Entschluß, sech nicht eher zu beruhigen, bis alles beigeholc, aUes ausgeglichen, ja alles bis zu' einer gewissen Stufe der Vollkommenheit gediehen ist, was die GemeindeVerwalrungen während der„l“angen Kriegsdauer versäumt haben, oder wegen der unerschwinglich"; Kosten ruhenlaffenmußten. Auch bei Feststellung der Gemeinde-Ecats für 1827 hat die Königl. Regierung überall nur auf Ersparungen hinzu- wirken gehabt, _nirgend aber zu Mehrausgaben Veran- lassung geben dürfen.

Berichte über denGesu11dheicszu|and aus dem Innern des Reichs vom Ende "Januar. (Schluß.)

1)(. Jülich, Cleve, Berg. -- Köln. Der stete Wechsel der Witterung hat kacharrhalischgrheanaxjsche Krankheiten mit entzündlicher: Beimischungen erzeugt, die in mehreren Landgemeinden des Kreises Bonn, be; sonders in der Bürgermeistarei thip, einen dem Ner- Venfieber ähnlichen Charakter angenommen haben. Den- noch ist die Sterblichkeit nirgends bedeutender, als fie in dieser Jahreszeit zu sein pfiegt.

)(. Niederrheim- Koblenz. Die bisherige Witterung war der Gesundheit nicht günstig und ohne eigentliche Epidemieen wurden doch eine Menge Men- sehen von Krankheiten heimgesucht, Ocken Hauptcharak; ter bald entzündlichMi-liöö, bald gastrisch- nervös war. In den Kreisen Neuwied und Zell spürte man noch immcr das Scharlachficber und im Kreise Kreuznach wurden viele Kinder und selbst Erwachsene von den Masern befallen. In einigen Gemeinden der Kreise Ahrweiler und Kochem wurden mehrere Erwachsene so,- wohl als Kinder, von natürlichen, d'ochbetnahe durchaus modifizérten, Blattsrn ergriffen.- Diese Jndjvjduen wa- ren entweder gar nicht, oder nicht mit Erfolg MWWQ

Eben so hat man im Kreise Simmern Varicellen b merkt, welche besonders „Individuen von 18 bis 20 Ja ren befielen. Von allen diesen Personen ist nur ei einziges Kind gestorben.- Aachen. Der Gesu'udheit zustand ist durchaus befriedigend und von Epidemie od gefährlicher Ausdehnung ansteokender Krankheiten kei Spur vorhanden. Auch die Wittkrung äußert kei nachtheiligen Einwirkungen auf die Gesundheit. 21 häufigsten erschienen Rheumatismen und bei Kinder Krampfübel, doch smd auch Brust und Halsentzündu gen, so wie Wechselfieber, nicht ganz sélceu. In Düres: yaden sch in zwei Häusern die natürlichen Blattes gezeigt; gegen die weitere Verbreitung derselben sl

die nöthigen Maßregeln genommen. -' Trier. D

allgemeine Gesundheitszustand xvar befréédtgend. „J

' Januar wie im Dozember v. I. waren die gastriscd

' nicht “sehr bösartig,

Krankhcicqformen djs herrschenden, dann Katharrh Rheumatismen, Gicht, Scharlach. und einige elinde Rervenfieber. Bei dem höheren Kältegrade ste cen fi auch Lungenentzünduugen ein. Menschenpochen kam immer noch vor, besonders häufig in dem Stadt- u Landkreise Trier, in den Kreisen Bitburg, Saarbur Saariouis und Saa-rbrüoken. „Im Ganzen waren »" es starb" von den an den wahr Blattern Leidenden ungefähr. der Re. Die pockenäh lichen Ausschläge bei Vaccinium und selbst bei früh Geblatterten waren überall da, wo die Menschenpock herrschten, sehr h_äufig.- „Ihr Ursprung aus dem Po ken-Kontagium ließ sich in den allermeisten F1l1en,.. - eine genaueNachforschung statt hatte, auf das Beskim test? nachweisen, woraus hervorgehec, daß die zahlt chen Verschiedenheiten der pockenähnnchen Ausschläge Varicsllen, Varioloiden-nur Modificationen devBl tern sind. Sie verliefen !*owyyl'bei den Geschüßt als bei den früher Geblatterten, sehr gelinde und gu artig. „Meistens hörten sas micdem fünften, stebent oder neunten Tage auf, gingen selten in Eiterung übe hinterließen keine Narben und“ es fehlte .das sekuudä Fieber. Nur zuweilen eicerten ste etwas, doch unvo kommen, und in einigen Fällen standen Oje einzeln Pocken kaum zwölf Stunden; es erschienen dannab während 14 bis 16 Tagen immer neue,- um eben ' schnell zu vergeben, ohne eine Spur zu hinterlasst Da diese Pockepridemie eben *so sehr für die Schu“ kraft der Kuhpocken, als dafür beweisen:) ist, daß d

Allge

meine

rcußisch'e Staats - Zeitung,

„IH 55.

Berija, Dienstag, denK6cen März1827.

Amtliche Nachricht*en.

Kronik des Tages.

-Se'ine Majestät der König haben nach Allerhöchsk er zur allgemeinen Freude erfolgten Wiederherstel- g, die nachsehende AUerhöchske Cabinets Ordre an das aacs- Ministerium zu erlassen geruhet.

Bei Gelegenheit des Mich vor einiger Zeit betroffe- Unsatks habe Ich aus allen Provinzen der Monar, so viele rührende Beweise von Theiluahme.erl)al- , daß es Mir ein wohlthuendes Gefühl gewährt, inen Dank dafür auszusprechen. Wenn etwas die ste Fügung des Himmels mildern konnte, so waren die Zeichen der Liebe eines treuen Volkes, dessen An-

rglichkeit an Meine Persowund Mein Haus slch

ci) alle Zeitverhäktniffe im Glück wie im Unglück ge-

end bewährt hat.

Ich tr'age dem Staats-Miniskerio auf, dies zur ntlichen Kenntniß zu brinqen. Berlin, den 3. März 1827.

(gez.) Friedrich Wilhelm. das ““Staats-Ménésterium.

bisher erlassenen Ermahnungen und getroffenen Einr: rungen nichr hinreichen, um das Publikum vor der v heerendsten aller Seuchen zu schüßen und das Jmpf schäfc so zu ordnen, daß" man stch überzeugt halt könnte, das; sämmtliche Pockenfähigeim gehörigen Alt mit Erfolg geimpft werden, so ist von Seiten der bi ügen Regiertjng zur Erreichung dieses Zweckes,an d

Grund höherer Bestimmungen beschlossen worden, d nöttzigen Verfügungen für die Zukunft zu geben un

sämm-xliche hiexher gehörige Vor|chrifcen in ein Imp Reglement zusammen zu stellen. In den Orten,wo die Bis rern gerade am stärksten und ausgebreitetsten grassirten, bereits eine Nachrevéfion nnd Impfung aUerJt-zdividu vom 1|en bis zum Z0|en Lebensjahre, welche die heit der an ihnen vorgenommenen Schußpocken-Jmpfu nicht erweisen konnten, angeordnet worden. Die all meine Impfung der gesammten Bevölkerung wivd der hierzu günstigen Jahreszeit allenthalben eingeler werden, *

KöniglicheSchauspiele. Montag, 5. März. Im Schauspiclhause: ' Tochter der Luft,“ mythische Tragödie in 5 Abthctlu gen, von E. Raupach. =

* Gedruckt bei Feister und Eisersdorff.

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Des Königs Majestät haben geruöet, den (H?hei- n Bergrath und Director des Weskphälischen Ober- ergamtes zu Dortmund, Böllin 9, .zum Geheimen er-Bergrath zu ernennen, und das für denselbenaus- fertigte Patent Allerhöchst Selbst zu vollziehén.

Des Königs Majestät haben den Assessou Kroll

Jutendantur des Garde-Corps, zum Intendantur. ti) ernqnnx und das Patent für denselben in dieser senschaft Allerhöchstselbsk zu vollziehen geruhet.

Seine Majestät der König haben dem bei dem berlandesgerichc zu Insterburg angestellten Kanzlei- ener Krauspe das allgemeine Ehrenzeichen zweiter lasse zu verleihen gcruhec.

Jm Bezirk der Königl. Regierung

* Arnsberg ist der bisherige Rector an der höhern _Hulsmann, als Pfar- er bei der evangelisch;lutherijchen“ Gemeinde in Dahl

oürgerschule in Hagen, Eduard estätigt;

zu Breslau ist der Kandidat der TheologieStür- * er zum Rector der evangelischen Stadtschuls in Guh- Nedacteur John- au und der Katechec Gürich zu Bernstadt zum Pfar-

rer in Woitsdorf und Panzau, Oelsschen Kreises, er- nannt; . zu Gumbinnen ist die erledigte Pfarrstelle m Grabowen, Goldapper Kreises, dem zeicherjgen Pfarr- adjunct und Rector Stern verliehen; _ zu Köln ist der bisherige Vicar Stephan Aus- sem zu Monheim als katholisther Pfarrer zu Troisdorf im Siegkreise bestätigt und der Weltgeistjiche Johann Reinhold Schumacher als Vicar zu Flammersheim, im Kreise Rheinbach,ernannt worden. .

* Angeko mmen. Der wirkliche Geheime Legations- Rath, diesseitige außerordentliche Gesandte und bevoll- mächtigce Minister am Königl. Sächsischen Hofe, von Iv_rdan, von Dresden.

Zeitungs-Nachrichcen.

Ausland.

Paris, 27. Febr. Die Familie des vor sechs Mo- naten verstorbenen würdigen General-Prokurators Bel- lart, wird ehestens eine Sammlung seiner Schriften herausgeben.

Zn Genf ist die Berathschlagung über ein dort zu erlassendes Preßgesekz noch ausgeseßc worden; „es heißt, man wolle erst abwarten, was das in Frankreich vorge- schlagene Geseß über die Polizei der Presse für ein Schicksal haben werde. '

Fünfprocenc. Rente 101 Fr. 35 C. -- Dreiprocent. 69 Fr. 5 C.

London, 24. Febr. .Der Graf von Liverpool be- findet fich wiederum etwas besser; er hat vorgestern be- reits einen Versuch gemacht durch's Zimmer zu gehen, um ein Buch zu holen, welches seine Bedienten nicht finden konnten; es war ein Gebetbuch, der Graf ergriff es mit lebhafter Freude und legte es demnächst unter

sein Kopfkissen. _

Man verfichert, sagt der Globe and Traveller, daß der Graf von Bathurst den Theil der Staatsgeschäfee, welchsr bisher- dem Grafen Liverpool oblag, einstweilen übernehmen wird, bis dahin, daß etwas Definitives des- halb feststehen wird. . .

Hr. Canning ist vorgestern box Sr. Ma]. dem KZ- nig gewesen. Er hatte sich in emer Portechaise nach dem Paviljon bringen lassen, und bei der Rückkehr wäre er béinahe durch die Unvorsichtigkeit oder Trun- kenheit eines der Träger umgeworfen worden., Glück-

licherweise bemerkte Jemand, der slch in der Nähe be-