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in die Nacht, dann flüchtete es sich jenseis des Flusses , es vertheidigte fich rviedrr auf der Brücke, aber wir machten da 80 Gefangene, und nahmen ihnen zwei .Ka- uouen ob; schon auf der Brücke von Prado hatten fie zwei verloren, Uno wahrscheinliéhxwerden ste nun bei ihrer Zerstreuung kvem'g von ihrer Artillerie retten. An dresem Tage haben wir 260 Gefangene gemacht, mehrere Offiziere und Soldaten getödcet, und noch mehr ver- wander. Besonders hat [?ck der Graf von Vanfior durch seinen wohlverftandenen, tapfern Angriff so aus- gezeichnet, daß ihm die eigentliche Ehre des Tages ge- hört; der Graf von Taipa und der Captcän vom Genie Nogueira waren an der Spi-(ze des Angriff:: der Brücke von Prado, Und der Oberste Vasconcers nebst dem Adjutanten Mendoza auf der Brücke von Barca.“
In der Pairskammer machte der Graf von Linda- res den Antrag, der angenommen wurde, daß im gehei- men Comité dre voljziehende Gewalt Über folgende Ge- genstände befragt werden solle, nämlich, um Nachrichcen über Portugals bestimmte Verhältnisse zu Spanien, und über die eigentlichen Epochen, wo Spanien die Entwaffnung der Insurgenten und die Vertheidiguug seinrs Gebiets gegen dieselben bewerkstelligt haben könne; ob Portugal dem Gru'ndsaße, die Znsurgenten nicht bis auf den spanischen Boden zu verfolgen, nicht vielmrhr entsagen sollte, wie es das Rechc, vcrmöge des Völker- rechts_,* dazu hat, weil Spanien dagegen gar keine Ge- währ1chafcleistecz wie viel noch“ dazu erfordert werde, um die “21.mee ganz zu kompletiren; endlich wie es dann eigentlich um die Insurrektion stehe?
Eine Commissaon in der Deputirrenkammer hat ei- nen Bericht Über den Vorschlag der Pairskammer und zwar gegen denselben, nämlich, daß man den Kaiser Pedro um die Verschtckung der Königin nach Lissabon bettet! solle, gemacht. “*
Brasilien. Nach Inhalt eines Schreibens aus Rio Janeiro, vom 12. Sept. (in der Pariserdeurschen Zeitung) hat der Kaiser vor seiner Abreise nach Rio- Grande eine Proklamation an Sie Einwohner der Re-
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Inland.
Wesel, 27. Februar. *Se. Maj. der König ha grruhet, zur Reparatur der hiefigen Madenaischen Kir ore bald nach Anfang der französischen Herrschaft schlossen und zum “Magazin gebraucht wurde, 20, Thlr. Preuß. Courant zu schenken. Dieser Beweis „König!. Gnade hat hier um so aligemeiner Freude - Dank erweckt, weil" diese Kirche von Alters her so w vom Militär als Civil zum Gottesdienst gebraucht wu und nach der allerhöchsten Bestimmung Sr. Maj. * der dazu gebraucht werden soll. Ueberdjes mache - ehrwürdige Gebäude, wozu im Jahre 1429 der Er gelegt wu"de, mit seinem schönen, nach alten Mess gen 320.) Fuß hohen Thurm eine Hauptzierde Stadt aus.
Düsseldorf. Das Amtsblatt der Königl. Reg run_g hieselbst, vom 13. Febr., enthält eine interesa ZujammensteUUng des Ertrags aller im Regierung zicke seit dem 1.Ianuar 1816 aUSgeschriebenen und Cuys des „Jahres 1826 abgeschlossenen Kollekten. ) Gejammc Re[ulcac ist erfreulich; es beweisrt, wke re“ lich_ die Gaben der Mildthäcigkeic geflossen find; -es um so erfreulicher, als es den Bewrrs liefert, daß, . groß auch die eigenen Bedürfnisse und die wechsel Last der Zeitveryälcnjffe sein mochten, man doch fr der Bedrängnis; nichr vergaß, sondern, mit wahr Christensnn, stets und unermüdet- reichlich half", wo helfen Noth that und Gelegenheit stel) darboc. Der [gmnxc-Ercrag jener Kollekten (ausschließlich e'ines Kreise Rees mic eingekommetk'u goldenen Rings , Coelsteinen) ist nicht weniger a“ 6 110,506 Tl)lr._10 ' wovon 70,895 Thlr. 15 Sqr. 3 Pf. für Bedürfnisse Regierungsbezirk und 40,110 Thlr. 15 Sgr. 4 Pf. ' auswärtige Bedürfnisse gesammelt worden. Die in 211132111211 Kreisen aufgekommenen Summen find folgen
fidenz erlassen, "worin er die Beweggründe zu dieser Reise angiebt, um seinen Schrttc zu erklären, und die Brasilier zum Erfer in dem gegenwärtigen Kriege auf- zurufen. Nachdem er ihnen [eine erste Reise nach den nördlichen Provinzen ins (Gedächtnis; gerufen, sagt er weiter: „Die Nationalehre erfordert es, den Krieg im Süden zu endigen, die dortigen Einwohner dabei auf- zumuntern, und außerdem wünschte ich mir meinen ei- genen Augen die Bedürfnisse meiner Armee zu sehen. Ich lasse meinerielgelirbte Gemahlin die Kaiserin, meinen Sohn und meine sämmtlichen lieben Töchter zu, rück, Ich nehme nur Euren lebhaften Antheil mit mir. Ich habe Euch nichts zu empfehlen, und beschränke mich darauf, die ächte brafilische Jugend zu den Waffen auf- zurufen. Es ist besser für Brasrlien, seine Existenz zu verlieren, als den Ruhm, den es ("[ck bei Erkämpfung seiner Unabhängigkeit und bei Vertheidigung seines Bodens erworben hat.“
. Tan erwartet (heißt es in jenem Schreiben weiter) auch zur See eine neue Entwickelung der gegenseitigen Macht. Sogar will man wissen, eine Flotille vor: Bu- enos-Ayres sei in See gegangen, um Rio-Janeiro zu blokirrn. So sonderbar auch diese" Nachricht [amet, so wohl bcrrchnet wäre die Unternehmung, avril fie eine Diversion zu Gunsten des Platastroms bewirken mußte.
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1) Im Kreise Düssrldorf 116/14 Thlr. 15 Sgr. 1* 2) ; ; Soltngen . 4400 ; 12 ; 6 3) ; ; Lennep . 12115 ; 21 ; 8 4) ; ; Elberfeld . 38024 ; 21 ; 9 5) ; ; Duisburg . 8708 ; 16 ; 9 6) ; ; Rees . 4803 ; 1 ; 2 7)- ; ; Clevo . . 5619 ; 20 ; 2 8) ; ; Geldern . 6377 ; 25 ; 10
9) ; ; Kempen . 3481 ; 11 ; 2 ; 10) ; ; Ersfeld . .. 5542 ; 17 ; -- 11) ; ; Gladbach . 4846 ; 21. ; 8 12) ; ; Grevenbroich 2730 ; -- ; 10 13) ; ; Neuß .. . 2210 ; 25 ; 3
Magdeburg, 3. März. Leider gehen schon ;
UUserer Nähe traurige Berichte von dem Unglück e
welches “durch das schnelle Anschauen yes Schnees anlaßc ist. Die Sülze, ein sonst unbedeutendes Fl
chen, durch den. gefallenen _Regen und das Schneewa angeschwellt, hat in den an ihren Ufern gelegenen O [cl)aften, (als Dodendorf, Sohlen, „Beyendorf und Sa kr) durch ihre reißenden Finthen Brücken und Häu beschädigt und mac fortgerissen und von Feldern z Theil das Erdreich weggrscl)1vemmt. Noch traurig Berichte von nah und fern sind zu befürchten.
Königliche Schauspiele. Dienstag, 6. März. Im Opernhause: „Die B trauten,“ Lustspiel in 2 Abtheilungctf, von A. Mülln Hierauf; „Der Maurer,“ Oper in 3 Abtheilung; "“ck Scribe bearbeitet vom Freiherrn v. Lichtenske!
* Musik von Auber.
Gedruckt bei Feisker
und EiserSdorff. Redacteur I o h n-
Dienstags, Dotnnrstags und Freitags von 6Z-8
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56. '
Berlin, Mikkmöck), d
AmtlicheNachrichten.
Kronik des Tages.
Anordnung und Zeitbeskimmung Unterrichts, welcher in der Königl. Bau-Akademie, m 1.2[pril bis Ende August 1827 erthejlt werden soll. 1) Tkigonometrie, Körperleyre, beschreibende Geo; rie lehrt Hr. Professor Ohm, Montags, Dienstags, nnerskags und Freitags von 102€ -- 12 Uhr. «
2) Praktische Geometrie, Professor Berghaus, ntags,__ Diet1skags,__ nnerskags und Freitags, von 7;- Uhr, Mittwoch ünd Sqnnabend auf dem Felde. 3) J)?echanik*uno Hydraulik,“ Gel) Hofrath Grü- 1, Montag von,10,«: -- 12,*Dien|ag von 10Z,-- 12 - Freitag von WF -- 11-Z; Uhr- ,
4) Srraßen-,“ Brücket1;, Schleusen; und Kanai'baU; ctor D i et lein, Montags, Mittwoch:; und Frertags 8 -- 10 Uhr. _ 5) Strom-, Dejch- und_“Hafenbau, Doctor Diet; n, "Dienstags, Donnerstags und Sonnabrnds von
10 U r. 6) AuFemcine Baulehren, Professor Rabe, Mon-
t", „-
7) Oekonomische Baukunst, Bauinspektor S ck ram m, ontags, Dienstags, Donnerftags und Freitags „von - 10 Uhr.
8) Cxperimental-Phystk und Chemie in Beziehung f Bankunst, Professor Accum, Montags und Don- rstags von 5 .- 6 Uhr. -
8) Mineralogie der „Baukunst und Baumaterialien, ofessor Accum, Freitags von 5 - 6-Utzr.
10) Sicuations-Karren Zeichnen, Professor Berg- us, Montags, Dienstags von 3 -- 5 und Bauin- ktor Iulius Donnerstags von Z - 5Uhr.
11) Freie Handzeichnung und Bauverzierungen, rofessor Rösel. Mittwoch, Donnerßag, und Sonna- nd von 3 -- 5 Uhr.
12) Architektoniscbes Zeichnen, Professor Mei- cke, Montags und Dienstags von 3 - 5 und Bau- spektor Schram m Freitags von 3 -- 5 Uhr.
13) Modelliren, _?odelleur Eberhard, täglichvon -- 5 Uhr.
Berlin, den 1. März 1827.
Eytelwein.
en '7cen März 1827“.
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rothen, wodurch, mit einigen Ausnahmen, ane Druck; schriften von weniger als fünf Bogen einer Stempelab; gabe von 50 C. unterworfen sein sollen. Hr. v. Beaz'u; mont “sprach sowohl gegen den von der Regierung vor; geschlagenen Artikel, als gcgrn die von zwei Mitglier- dern in Antrag gebrachten Amendemencs. Alls disst Maaßregelu smd,-sagc“er, unnütz, weil ste le!chc zu um; gehn sein werden. Wenn, fährt er fort,_einem Buch; händler ein Pamphlrc- zum drucken überbracht werden wird, welches er, nach dem neuen Geseße für 3_Franken würde verkaufen müssen, so wird er dem Verfasser'sa; gen, er soll ihm noch einige skandalös; Seiten dazuma- chen, dann würde Man die Schrift wohlfciler verk-aufrn können. (Gelächter) Der Redner fürchtec den Emfluß der neuern schlechten Schriften nécht, die Bibliotheken smd, sagte er, von sch*ändlichen Erzeugnissen vergange- ner Zeit angefüllt", fis smd aber ohne Wirkang auf die jetzige Jugend. Man untersuche unsere Familien, man wird eine fieißige und ternbjegierige Jugend finden, die uns Wenig Ursache giebt, 'die Sitten eiuer frühem Zeit zurückzuwr'inschen (Lärm.) Die Revolution Wünsche und mag ich nicht; ich habe in der Revolution Alles verlo- ren, bei der Restauration aber nichts gewonnen, any ich will nicht, daß wan, unter dem Vorw'ande, das Wachsen gtfciger Kräuter zu verhindern, jedeVegetatjon umerdrücke. Rach Hr. v. St. Gery, welcher eine Rede zur Vertheidigung des fraglichen Artikels hielt, (welche die Etoile morgen nachzuliefern verspricht) sprach der Grneral Sebastiani dagegen. Zuerst bemerkte er, daß der Artikel der Regierung sammc den Amendemencs zu einer Familie gehörten, weshalb er ste alle verwerfen müsse. „Im Augenblick, sagte er, wo man auf dem Punkte steht, al1e Schriften unter 5 Bogen zu ächten, wird es wohl angemessen sein, zu wissen, wie groß die Anzahl solcher Schriften ist. Ich nehme das Zourtxal des „Buchhandels zur Hand, und finde darin, daß rm Laufe des Monate! Januar überhaupt 1526 Schrrften herausgekommen smd. Wie viel davon batten nun wohl ;vewiger wie 5 Bogen? 977, meine Herren, also das zwei Drittel (Sensation); davon waren 824 voUstän; dige Schriften, und 153 Lieferungen größerer Werke. Diese Zahlen reichen schon hin, zu beweisen, wre ver; derblici) der Schlag sein würde, welchen die Einführung des Stempels dem in seinem Hauptzweige getroffenen Buchhandel zufügen würde. Allein es ist, wendet man ein, durchaus nothwendig, 6er Verbreitung der gifttgen Erzeugnisse, die in der Gejeüschasr circultren, Embalc
Zeitun„_gs-Nachrichten.
Ausland.
Paris, 28. Febr. Vorgestern wurde in der De;
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zu thun, man muß dereanahl vermirdern. Hier ver; gißc man aber ganz den ersten Arttkel des Geseßes, welches der Regierung die Mittel gewährt, al1e für schädlich gehaltenen Schriften in der Geburt zu _erstrx; ken; wonach nur die unschädlichen zur Oeffentlrchkctt
utircen-Kammer über den Artikel des Preßgeseßes be; gelangen, und trokz ihrer anerkannten Unschädl'ichkcit
r*eußischc Staats Zeitung.
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