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Inspektoren, deren Anordnung indeß 6186er erst für die-
evangelischen Schulen des Synodal-Kreises Tecklenburg thunlich gewesen, und für die katholischen Schulen des Regéerungs-Bezirks noch zu „erwarten ist- Zen: Schul- „Inspektoren haben die Lehrer ihres Kreises zu Ge|eu-* schaften vereinigt, Welche regelmäßig Zusammenkünfte halten, um unter ihrer Leitung theils mündlich, thesis schriftlich, über Angelegenheiten ihres Berufs zu verhans deln. Die einzelnen Gegenstände des Volksschul-Uncer- richts werden fortwährend durchstudirc und methodolo; . gisch bearbeitet. Es werden Uebungen im methodischen Unterrichten angestellt und beurcheilt. Es wird ein be ständig umlaufendes Cirkularbuch gehalten, vermittelt“: dessen die Schul-Inspekcoren und die Lehrer eine konti- nuirliche Korresonoenz unter einander führen. Durch kleitxe Beiträge haben diese Lehrer-Gesell|'chasrenüberdies einen Lesezirkel errichtet, in welchem ein Paar pädago gische Journale und andere in ihr Fach einschlagende Schuischrifcen gehalten, unter der Leitung der Vorsfe- her benutzt und nach vollendetem Umlauf in der da- durch zu Stande gebrachten Kreés-Schul-Bibliothek aufgestellt werden. -- Von dem wichtigsten C'tnfluß auf das innere Gedeihen der Schulen ist unstreitig „die pädagogische BllOung der Lehrer “selbst. Wenn die; selbe bei den bisherigen: Vorbereitungs-Anstalten hat unvollständig bleiben müssen, so ist doch die Bahn zum Besseren nuumehr gebrochen. Die katholischen Schul- amts-Präparanden erhielten ihre Vorbereéxung zum Amte in den sogetxanncen Normaljchulen zu Münster und zu Recklinghamen, und nachdem leßteré durch den Tod ihres Vorstehers eingegangen war, in der zu Mün- ster noch bestehen gebleebenen. Eine vollständige Aus- bildung zum Schulamt: konnte in diesen Anstalten nicht bewirkt werden; die Unterweisung der Präparanden war durch den geringen Umfang der Anstalt. zu sehr be- schränkt; eine eigentliche Erziehnng derselhxn durch Un- terricht, Disciplin und Geist der Anstalt war bei der kurzen, nur dritcehalbmonaclichen Dauer des Kursus, und weil fie nicht in der Anstalt beisammen lebten, son- dern bloß von ihren Wohnungen aus die täglichen Un- terrichtsstunden besuchten, nicht möglich; zur Uebung in der Praxis des Lehrers und Schulehalcens konnte keine Gelegenheit gegeben werden, weil die Anstalt einer Ue- bungsschule ermangeite; und, was das größte Hinder- niß war, die Präparanden kamen größtentheils aus sehr mangelhaften Elementarschulen zu wenig vorbereitet, manche sogar in mechanisch-fertigem Lesen, Schreiben und Rechnen noch sehr versäumt, in die Normalschulc.
Was dieselbe als Bildungs-Anskalc für künftige Lehrer;
leisten konnte und zu leisten fick) zum Ziele salzen mußte, isk gelkistet worden. Und dieses zu letjien, ist man auch seit dem Jahre 1816 bemüht geblieben, Und hinschclich einiger Gegenstände des Volksscbul Unterrichts, namenc;
'"- von Cbéacettini ,
lich der früherhin zu sehr vernachlässegten Unterweisung im Schreiben, im Rechnen und im Gesang, smd durch die seitdem angewendeten Bemühungen einige merkliche Fortschritte bewirkt worden.
Es lag indes; am Tage, daß ohne eéne vollständi- gere Vorbsldung der Schulamcs-Präparanden eine gründ- liche und wesentliche Verbesserung des Unterrichts- ,und Erziehungswesens in den Schulen nicht erreicht werden könne. Und darum wurden von dem Oberpräsidenten Und dem Provinzial-Konfistorium bei Zeiten zur Errich- tung eines vollständigen katholischen Seminarjums die erforderlichen Vorbereitungen getroffen, Jm Frühlings
1825 ist diese nskalt zu Büren mit drei Lehrern de_nen noch ein vierter näxhskens hinzukommen wird mtc 50 Zßglingen, eröffnet worden, welche zu einen zwetjährigen Kursus vollenden und größten die Anstach verlassxn werden. Nach dem was üb Gestaltung und Entwickelung dieses neuen In. bisher Wahxgenommen worden, steht zuvers1chtljch warten, da[; es_seiner Bestimmung entsprechen und ersten pädagogijchenHau tbedürfniise urtsers katbo Yolksschulwesens im For'gange der Zeit eben so [:ck abhelfen werde, wie dies durch das Seminars Soest bereits seit 8 Jahren, in welchem Zeitraum: seebe 1.59 wahlfähige Schulamts-Präparanden e hat, htnfichtlich des evangelischen Schulwesens “ge
Die Bildung der Lehrerinnen wird einstweilen Sache der Normalschule bleiben.
Die beé_den Schulen zur Beförderung der bäumzuchc angelegten Obstgärten haben hin und ziemlichen Fortgang gehabt. '
„Königliche Schauspiele.
Donnerstag, 5. Apr". Im Opernhausv: , Kohlhas,“ historischwaterländisches Trauerspiel iu cheilungen, von G. A. v. Wkalriß.
Freitag, 6. April. Jm Opernhause: „Da legeschloß,“ Posse in 2 Abtheilungen, von A.-v. Hierauf: „Großes Vokal- und Znstrumental-Co worin Mad. Catalani mehrere Gesangstücke aus wird. Inhalt: Erster Theil: 1) Ouvertüre au nisca, von Cherubiné. 2) Große Arie, [„a äi -« von Morlacchi, gesungen von Mad. Catalani. 3) certino für 2 Clarinetten, von Müller, geblasen Königl. Kammermufikus'Hrn.Tausch, uud seinem ler, Herrn Eichhorst, Großherzoglich-Mecklenburg- lilzschen Kammermufikus. 4) Üria _ 86 mm' - mic obligater Violine, gekr- von Mai). Catalani, begleitet vom König!. Muß» rektor Herrn Möser. Zweiter Theil: 5) Schwe Nationallieder für Violoncello, von Romverg, vor gen von dem Königl. Kammermuskus Herrn !* Ganz. 6) Kriz -- Darko -- von Mozart, gesu vou Mad: Catalani. 7) Concertant für 2 Walohö von Lenß, vorgetragen von den Königl. Kamme kern, Gabrüdern Schaake. 8) 1301670 - 111 - euor -- von Savenéeuto, gesungen von I)?ad.Cat
Billers zu dieser Vorstellung sind im Billet- kaufs-Büreau zu haben. “
Preise der Plätze: Ein Plaß in einer Lo Königl. Ranger! 2 Thlr. 20 Sar. Ein Pink,; in Parquec-Loge 2 Thlr. Ein Plaß in einer Log zweiten Ranges 1 Thlr. 10 Sgr. Ein Platz in Loge des dritten Ranges 1 Thlr. Ein Pla? im quer 2 Thlr. Ein Pfalz im Parterre 1 Thlr. 10 Ein Platz auf dem Amphitheater 20 Sgr.
Die freien Entreen und Abonnements find Ausnahme nicht gültig. Die resp. Abonnenten sich aber bis Donnerstag, den 5. April, Abendsé im BiUec-Vcrkaufs- Büreau über die etwanige haltung der abonnirten Pläße gefäaigst erklären, „ über deren weiteren Verkauf am Freitage, das R angeordnet wird. '
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Gedruckt bei Feister und Eisersdorff.
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königl. Theater dazu angeboten.
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Allgemeinf'e
reußische' Staatsz-HZeitung-
„73:9:
82.
“Berlin, Freitag, den 6ten April1827.
Amtliche RachriMen.
Kron'ik des Tages.
Seine Majestät der König haben den .gßheithen ex- rend-en Secretair Kühlenthal im Munstertum_der lichem, Unterrichts- und Medicinal:Anqelegenhetten Hofrath zu ernennen )und das deSfallfige Patent rhöchsteigenhändkg zu vollziehen geruhx.
Der bisherige Land "und Scaötrichter Rosocha zu, sei ist zumJustiz-Kommissarius bei dem Landgerichte" Marienburg, mit Anweisung seines Wohnstßes da- st, und zum U0kariu5 im Departement des Oben desgerichcs zu Marienwerder bestellt, demselben_ aueh Praxis bei dem Land und Stadtgericht? zu Tresen- geßattet worden.
Zeitungs-Nachrichten.
Ausland.
arts 30. März. In der Pairs-K_gmmer wurde rgeYern d,ie Berathung über das Milttairftrafgeselz-
ch fortgesetzt.
er das Forstgeseßbuch fort. „ Es wird sehr wieder an der Vollendung des Trtumph-
gens an der Barriere de l'Etoile eifrig gearbeitet. Cr -'rd cine bronzene Quadriga tragen, in welcher uns
In der Deputirten-Kammer dauert die Discusfion-
f , -
Aus dem Nachlaß des großen Traqikers Ta1ma sind
28 ihm gehörende Costume für 3882 Fr. öffentlich ver- kauft worden.
„ Als die Ziegen aus Thibet, welche Herr Ternaux mit großen Kosten hatte kommen lassen, durch Lyon ka- men, wurden dort einige verkauft. Man wollte durch ihre Vertheilung in verschiedenen Departementen versu- chen, welches Klima in Fraykreich ihnen am zuträglech- sten wäxe. In Lyon isk der Versuch vollkommen geglückt.
- Mehrere) Personen, die von diesen Ziegen kauften, ha;
ben e ck“ rasch vermehren ges en, ohne daß déZRein- heit slizer'sZuck)lk gelitten hätte." ieses Resultat :| um so wichtiger für jene kunstfleißigs Stadt:, als die Flau- men, die unter den Haaren wachsen, und wovon man dort die Caschemirsbawls macht, sehr theuer bezahlt
werden. _ - Fünfprocent. Rente 99 Fr. 35 C. -- Dreeprocent.
70 'r. - _. * .FLondon, 28. März. Der Staats-Secretair Can-
ning ist so weit hergestellt, daß er vorstern wieder im
' Unterhause erscheinen und an den Verhandlungen Theil
nehmen konnte,»:v'obeé er_indeß „noch mit. sehr leiser“
, Stimme sprach. Gestern-Rachmictag begab sich der-
selbe nach Windsor, um St". Maj. dem Könige die.?suf- wartung zu machen. , . Vorgestern wurden vom Grafen Bathursé tm Ober- haus: und von Hrn. Canning im Unterhause folgende Documents vorgelegt: 1) der Traktat mtc Braßléen wegen gänzlicher Abschaffung des Sklavenhandelz m 3 Jahren; 2) die Uebereinkunfc mir den V_eremigten Staaten, wegen des Schadenersalzes für das Seiten Englands im leßten Kriege weggenommeney Sklayen und 3) Abschriften der zwischen den Herren Canmng und Gallatin getbechselten Noten; in- Betxeff des west- indischen Handels. Graf Bathurß legte tm Oberhause
tame, die Restauration vorstellend, sein wrrd. „Ju reinsn Hand soll se den Scepter des alten und m randern die Palmen des t1euenFrankre_icl)s tragen. ie Seiten werden von sechs „Basrxlicfs m Marmor, eiche die Hauptbegebmheiten des spamschen Krieges dar- llcn, geziert sein.
Der Nachfolger des Hrn. Herzogs von Larochefou- ulc in der Pairskammer ist der Herr erzog von [Mac, Mareehal de Camp, der xmsk Mach der eputirtenkammer war. -- Das Lexchenbegängntß des -rn. Herzogs von Larochefoucaulc wrrd Frettag um 10 hr in der Kirche la Madeleine (sonst Assomption gc- anne Statt aben.
E)in ZourYal meldet, es sollen im neuxn Theater, enannt Nouveautés, vier Konzerte für dre Griechen r. Vicomte de la Rochefoucault, habe dem Griechenkomité alle Künstler der Am Ende jedes Kon-
erts soll ein neues Stück vorgestellt werden.
age man ,
au die in ol e diesseitigen Uebereénkommens mit frem- „der?, Länder:?XK chroffenen Regulative. wegen Korn-Aus- und Ein u r. ' Vorigelzern ward im Ausschuß des Unterhauses wee- der über die Korn-Resolutionen verhanhelt, u_nd wurden auf den Antrag des Hrn. C. Grant qte Prets- und Ab- gabensäße, so nahe als angemessen schwa, auf vgs Jm- perialmaaß anstatt des Wsnchetker-MaaßekZ reductrt zmd so genehmigt. Demzufolge wird d_er Prets von Weltzen 62 s. (obgleich die genaue Reduktton nur 61 s. 10; d. gegeben hätte) und die Abgabe 20 s. 8 d.; von Gersten resp. 33 s.*un_d 12 s. 4 d.; von Hafer 25 s. und 9 s. 3 d.; von Roggen36 s. und 15 s..6„d.; was das S_tec- gen und Fallen der Abgaben vot1_dtesen Säßen betrrffc, so bleiben se, wie in den ursprungltchen Resolutionen. Das Gewicht von Hafermehl wurde, “gemäß gähererEr- kundigung, wie viel der „Quarter an Meohlrbrmge (Lach der Acts von 1791 nur 176 Pfd.) auf 1012 Pf. pr.„zm-
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