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: . zu bringen, was bei der Beerdigung des Generaks Foy vorging; die Behörde hat damals nichts aebiUégc, aber auch mchts verhindert. Ganz neuerlich bci der Beerdj gung des Grafen von Girardin war der erg sehen aus der Kirche zurück, als auf dem Boulevard zwei Grap- Ps" junger LSM? slch dcs Sargs bemächregcen, ehe die Civilbehörde die Z?“ hatte, ÜÉ) zu „widersetzen. NZN:
das allgemeine Begräbnißsyftem gévanöhabc worden; dis- weilxn haben die Liebe und der Dank :hke Ausschrvelsuw gm: btsweilen hat der Haß seine wmf). chen unsre Geschichtsbücher; Qes großen Colbert Leich- nam wurde in denselben unreinen Orc zeskénzr, in wel-
mile unter Begleitung der würdigsten Nkänncr ank- reichs, getragen von den dankbaren nglmgen von Cha- chs. Der Polizetkommissair haxrc bei den Anstalten dazu nichts zu thun geha-br, aber er fühlte selber den Eindruck, den die Sache auf ion machen mußte. ONan hatte den Zug etwas früher abgshcn lajs-sn, derPc-lizei- „ kommtssär traf denselben unterwegs, nahce demselben “ ehrfurchtsvol], gab keine Befehle, hatte keine Gendar- men, um dergletchen zu vollziehcn. Aber nun schickte el zum Hrn. Polizeipräfekten, während der Kirchencere- monie, um Verhammgsbefehle. Der Herr Präfekt ver- wies den Polizeikommtffair avuf' die vorhandenen Beer- digungsregletncucs.- Wahrscheinlich hat der Polézeikom- missär diesen Schritt wegen der großen “Menge Men- schen und wegen der Ordnung beim weitern Durchgang durch die Stadt, gethan. Kurz- vor dem Ende der Kir- chenfeierléchkeic ging der Polizeikommxssxr in die Sakri- stei und verlangte in,; Gegenwart von zwei hohen Geist- lichen mit einem “Mitgliedc der Familie des Versxorde- nen zu jpcechen. Der Hr. Graf Alexandex dc Lzroche- foucaulc antwortete ihm, die Famile habe von der Ab- stchc der jungen Leute nichrs gewußt, und auch darein nicht zu erigen, noch sich zu widersetzen gehabt." Es scheint, der Polizeikommtssär habe diese Antwort für eine Einwilligung der Famelie angesehen. DieZöglt'nge, alle in Trauerkleideru, standen um den Sarg herum. Sie wollten ihn nun vor die Kirchehinaustragen. Hcer hörten sie zum erstenmal davon sprechen, daß der Poli- zeikommrssajr den Befehl hatte, den Sarg auf den Trau- erwagen zu schaffen. Man darf sich uichc wuuöern, daß sie sich anfänglich widersetzten, da man ihnen die theure Last abnehmen wollte:". Sie waren von allen Sei- ten von der TNenge umringt; man hörte etnander mehr Mehr, man stieß an einander; Oer Polizsifdmmrssär, der bisher nur in (Gutem gesprochen hatte, erttzeitte Be- fehle. "Man sagt aUgemein, die jungen Männer haben die Abstcvt gezeigt, nachzugehen; aber die Unordnung nahm zu; die ZuschaUer Wurden Thrilnehmer; man be- fiehlt, das Gittertlwr zu schließen; die Soldaten können nichts ausr'tchten; einige bekommen Schläge; die Ge- wehre werden zerbrochen; die »))?cnge stürzt von außen herein, die jungen Leute mit dem Sarge werden durch einen Haufen bis in die Straße Sr. Honoré gleichsam getrieben. Während dieses Lärmens hatte der Polczei- kommissär den Oberoffizier der Ehrsnbegleixung zu Hülfe gerufen; dieser soll zweimal denPlaßoffczier gefragt ha- ben, ob der Commiffäc wickléä) aus dem Viertel sei. Auf die Bejahung gab der Offczier den Soldaten Be- fehl, dcn Sarg auf den Wagen zu |chaffcn. Er hatte aber nicht auf das Ansuchen des Polizejcommissairs gewar tet, um der Unordnung zu schuern, oder um die Fol- gen derselben zu verhüten. Er hatte die Bayonnete wieder abnehmen lassen, und zeigte sonst viclchsttgk-ic. Plößlich hört man sei dem Kampfe zwischen den Sol- daten und den jmxgen "Männern um den Sarg das Ge- räusch von dem Fallen desselben. Tausend Stimmen
3.13
sieht aus diesen Betspielcn die Gründe, warum bisher Davon spre-
chen man die schändlicben R'cske des Marat warf.» Der „“ck-tg des Hrn. v. Lacochefoucaulc nahce in andächtigcc
furchtbare Stille folgt nun; Aus lauter Abscheu yälc man fich jeder Gewalrchar. Die Soldaten bestürzt den zerbrochenen Sarg und die beschmußna rcnzeichen auf den Wagen. Man wollte nacht); Elnensalve cm der Barriere als die Folge eines ruhrs auslegen. Man sagt, die Soldaten seien Raäck-vege beschimpft worden. Hierauf habe ja; emzugeyen. Die geréchtltche Untersuchung wird i kennen geben, ob boshafte Ränke fich in die uasch._ “Aeußerung einer heiligen Ehrfurcht gemischt haben,
Am Schlusse sprichc der Berichterstatter den dj ' Schmerz aus und die Vorwürfe, die er fich selbst "“ck-sr mache, der Leiche des Herzogs ntchc 'das zum“ gefolgt zu sein, sondern naa) der kirchlichen Feier]! 'ich alzbaio na-Fh Hm'se begeben zu- haben, indem TheilvaHU'c an dc-m-Mge dazu gedient haben a dem chauernstvcrchen*Cceignisss vorzubeugen, Ua Pairswürde auch in der Leiche des Herzogs noa recht zu erhalten. Der Hr. Groß-Rejereud-r gie gleich das (bereits gestern erwähnte) Versvcechen, tig der Asche der Pairs jene Pfiicin zu leisten.
Gestern verbreitete üch das Gerücht, di: H Franchec und Delavau härten ihre Dumffion gc oder erhalten.
Das Journal du Issr's von Lille zeigt wied an, daß nach den in der Gegend Verb"ciretcn Ge,»- am 15. bis 20. o. M. das Lagex voti St. Omer staltet, und durch einen Be|uch des Königs - werden solle, der mehreren milxcairtsckch Evoluc beizuwohnen geruhen würde. _
Die Gebrüder Bohrer, welche sich seit einem nat in Paris bcfieren uno sm) noc!) utchtöffcmlcch cen hören lassen, werden am 12. d.J)?., aus dem ter von !MaO-ame ein großes Concert geben.
Ein Erkenntniß vom 29. März vérurcheilcden Kuntz, (Maire in Goxwetler (Dep. vor::Neederrhein) eine Geldbuße von 5 Fr., nebst den Kosten, Werl er dem Wirthsyause von Wasscloune einem seiner Ver tangsuncergebenen el_ne Ohrfeige gegcbcn hatte. „()x-d der Gerichtshof anerkannte, daß mtldernoe GOÜMLW lagen, zog er besonders in Erwägung, daß es elmm fentliéhen Bcamrcn obliege, in dcr Mäßtgung mic Beispiele vorattzugel)cn.
Fünfproccnt- Rente 99 Fr. 75 C. -- Dreipro 70 Fr 30 C.
Lo :: do n, 31. März. Jm Oberhause wurde gestern die Bill wegen Vermehrung des Einkom dss Herzogs von anrence zum drittenmale verlesen ging durch. _ Graf Darnley ergriff bei Ueberreich einer Bicrschrjf: dcs Gelegenheit, den Wunsch an drüxken, daß an Irland ein ähnliches Armen-Steuer stem, wie das in England bestehende, eingeführt we möge. Er sagte, er könne es unmöglich zugeben, man in einem cwilistrtcn Lande, ohne die mindest- tiz zu nehmen, die Armen dahin sterben lasse, daß Armen Iclanos s1ch gegenwärtig in der äußertkcu befänden, und daß mehrere buchstäbllch dcs Hung des gestorben wäken, könne mch: destxicten werdcn. Graf von Limertk wünschte, ctuen solchen Gegenß nichr zur Sprache gebracht zu sehen, da unter detw malegen Umständen kaum etwas verderblccheres ge:"clx könne, als die Einführung der engUschen Armenge' in Jcland: es wüxde dadurch nur ein neues Ingrc? tu den ohnedem schon überschäumenden Kessel ces ir' dtschen Elends geworfen Wersen. _ Weiterhin bcme er, er habe zwar gehört, daß in 3:14:10 einige ZU viduen vor Hanger gestorben wären, aber ob m, nicht ami) gehört habe, daß in England, trosz (“erh bsst-hendcn Armcngesckze, Nkenscyen verhungern. . Lord Redcsdale ]prack) die 'Mettmng aus, daß die kl zige wé-xkjaxne '))?aßcegel zur'V-rhütung der großenNo
erheben sich alsbalo gegen eine ]olche Entwethg. Cine
m „Irland in derEmführung eines ähnltcyen landwtrc.
' 1 ems wie in England bestehe; das Land LMT: zé,kslteine Tdeilch_en ze-rskx'xckclc; wenn dagegén Land in derselben Wilke, ww m England, nur m „: Pachtungen ausgegeben_ wexde, so? werde der scmo der Landarbeiter ver1chxvtx1-den. (.) d'“ er haben gestern dre bxaültamjchen Zéxtgngen' 17 2, Februar erhalten. St_e enthalten Yemhxe uvxt : kleme Siege der brafilijchen Flotte“ u-bec dre bue- yrjscbe. Das Diario zeiqc 'osßzCell NF» Ankunft der duschen Schiffe Belle GabrteYe und “zules “51310 der [chen Schiffe Henry und Eltzadesrk) als Pttjen l_der la Plata Flu"? blokireuden brqjtltscven „Flotte nn 11 von Rao Janeiro an. Privatnachrtcyten aus Janeiro smd von Wichtigkeit. Mga erw'arters zx. "mch einen Frieden zwischen Brastnen uu Buenos . Die Commissaire zur W'sglexamng der Dr_ffe- 11 waren von Montevideo :me Rao Zanexco zuxqch xt, so wie ebenfaUs der englchhe Gejandte voa “,'“ eise nach dem Süden. Dae Fregatte Forte mtc dscreicl)ischen Gesandten am „Bord,*w_ar noch YM troffen, eben so wenig als das Nachrtcht auxs („ng- das; unsere ngierung Hülfstruppen nach portu- absenden once; aber das Pakxcbowr_SiO-n1ouch, 5 diese Nachricht nach RioZanexW brmßgr, wurde em zurückkehrenden Pakooote m der Nähe des 5 getroffen. Ein aus Buenoß-Ayrexgekommenes hatte wie Nachricht nach Rto IWM"? gcbxacht, wischetxdcr bxaüchhen und buenos-ayrtjclzen Flotte keffen [Fact gcfnnden, in welchem letztere gejchlaxzsn e, und 4 SMsfe und 300 Pkann vexlorxu haven Ilko das Pakecbooc von Rxo Jauerrq absxgche, chce daselbst das Gerücht, da[; „der Katjxr dte Ilb- habe, fick) nach Abschluß des Fuedens mtcBuenos- sua C'uro a u be 2, en.“ _ NeacZel, 1x. Ökärzé, Mehrere fremd_e „Zerrungen, diesen auch Nr. 43. dieses Blattes m _emem Ur; aus Neapel vom 28. Januar d. I'.“ lt_efern aux Giornale Oel“ Regtro O-cUe due Stetlke'emen Am- 25 folqenden, der Angabe nach,-we!em11chen IWW „JU Erwägung, dass die außerordentliche 3211115- rmc die Milicair „Quartiere, wYche durch Dekrßt Juli 1822 eingefÜVrc wordcn-rst, von .der thr "Wr moyc einZerrieben werden jou, tyo dre Oester- 1cheu Truppen, gemäß der _1825 m Wealland unter- eren Uebereinkmnfc das Königreich „verlassen wer- hat Seine €Majestät der Kömg Unterm _16. _Dcz. verfügt: daß besagte Hülfssteuex nur noch dss zu Oktobers 1825 erhoben wxroen dolle.“ _ . a.; jedoch der Abzug jener Tr_uppen bereits am vo- Monat Scart gefuan, 10 würde das beregte kk seldst tmc der dafür angegebenen Erwßgung em llendesccn Widerspruche stehen, wenn ]c'ne xoge ewesentltthe Zuhalrs- Angabe mel): Oahu- zu. er- !: wäre: daß die belegte außerordentliche Hujfs- allerdings mic dem Abmarsche der Oesterr: Truppen ren sou; daß jedoch, in El'jväLu1xg: da[; dae A1)- welclw vor Crusadrung jener Steuer zur Bestrei- dcr Mtlicair Einquartarungs-Kosten gY111acht wor- UVch lvtchc bezahlt smd; so wie ferner m Betracht: iniqe Jahre hméourcl) der Ertrag der Steuer zur
* eitang des di'csfäütgen 1virklichenBedürfm|ses nicht
kkichc hat, und dicserhalb zu Eerxrex-ri1-.Z1 gekehric- erden mußte, aus denen noch rtacléprätxdrge Forde: n zu b-erhtigen bleiben; und keudllch m R?Ckscbt !“: Daß bis zur gärnlrchen Raumung des Landes «éten der Oesterreecwscheu Trupycn noch „Quar- Kosten zu bestreiten smd, Se. Max. der K_ömg de.- kljar: daß besagte Steuer noch bis zu Ende Ok “- 1827 erhoben werden solle. _ .
4118 der Schweiz, 4. April. Dxe m voxlcßker v'zu Luxern mxc Abgeordneten des Kantons Ur:
genen UUUkhaUTlUnch wegen der Goithardstraße,
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find mlkbefrc'edigendem Erfolg begleitet gciv7]e_n- so daß Hoffnung wLxltet, die Fahrbarn1achung dlc!“ Perg- p'asscs werde-zin zwei bis drei „Jahren des SÜUIUOM oeend' t sein." . .
on Genf ist der Hr. Graf Capodtstrcas am 24. März nach Paris-abgerejft. „
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“J nxland.
Naumburg, 3. April. Auch bei uns ward am leßren Sonntage,-den 1. April, das Fc]? dcr chderge- nesung Sk- ONaje'ftäc des Königs,*-Ut1jers aUvsreyrten Landesvatcrs, gefeiex-x, durcl; Löw" und ankiüteder und inbrt'mstiges Gebot bei gemeinsch“afclzcher Versankm-LUW' im- Tempel des Herrn! Lebendig sprachen sach des G;. fühle der Freude .Und des Dankes gegen. den AllcrhÖCH- sten aus, daß er gefahrlos vor Ihm vorubcr gehen [UK; was er durch ernste FügUnq über Ihn verhängte“, daß er das thcuerße Kieinod, Sein Leben, zu des chxekzten Vaterlandes fortdauernden] Gllxk und Ruhm bejchußte uso beavahrc-k. ' .
Dies Fest, von den Herzen aller- patrioxesch GEMM- ten als Bedüxfniß gefühlt, ward von demKömgkLgnd- rack), und dem “t)jestgen »Magiskrat aus freiem Antrte-be veranstaltet. Mn Ansktmmung von Lob- u_n_§ D&nklte- dern begann es früh Morgens in allen Kirchsn Jer Stadt, in welchen fich dieeC'inwohner aus allen Stan- den zahlreich versanjmelt hatten, und gewiß aus den 3395sz Aller stiegen die innigstcn Wänjche für unsers guten Königs noch lange, lange Erhaltung zu des Al- lerhöchscsn Thron empor. , _ .
Dieser kirchlichen Feier folgte eine zwette Femin!)-
keit, an dio erstere würdig fich anschließend, welcher auf Einladung des Magistrats die sämmtlichen “CLUB der Civil: und PTilimarthrMu beiwohnren. _Zm «(MUSU zimmer des hiesigen Magiürats ward txäu1lcch)_da§_(von Eduard Erhard nac!) Gerard neu gemaKce) BUMM Sk- Majxsräe des Königs, den Eintretenden begeistern,!) ent- gegen strahlend, anfqestcUt, und das éz!tcste_Mthlced des Magistrats sprach kräfrcg uno berzltck) dre Wyrm Yer „Weihe, den Wéonarchcn als der Tugend, dcr Eet'ecbtxg“ keit, des ritterlichen Heldenmutvs glänzendes Vyrbtld und nachahmuugswürdigstes" NFUster darsteUend; h_terauf nahm auch oér Erste der Stadtvcrordnexen das. Wort, und sprach als Repräsentant der Bürgxrtchafk dee dank- baren und liebevollen Gcsnnungxsn derjelben gegen den "öni auf re'1l)rende trouverzige „Zeise aus. K ???acl) Beendigung dieses feierlmhen Aktes versam- melten fick) die hiesigen *Cwil- und Militairbekörden, Stadtverordneten nebst onder" Bürgern und Houqra- ttoren zu einem einfachen Nkictagsmahle auf dem l)]esi- gen Börsensaale, der mit zahlreichen Festons Und "hö.“ nen Blumen auögesckmxückr, und in welchcm .auch dre mir Palmenzwrégen und blühenden Lorbeer-Retsern be- kränzte Büsie Sr. Pkajostäc aufgestellt war. “
Allgemeiner Frohsmn herrschte uno _würzte dax Nashi, Und b-egetstert stimmte Alles mac ein an den met Herz- tjchkeic von unserm verehrten Herrn Oberlandesqchtcés Chespräsidentcn Freiherrn von Gärtner ausgebrachten Toast: Es lebe unser wéedergenesener, „ange- berater König, Gott schüße Zhu vor )*edem Unfalle, C'r lebe lange, lange!_ Und aus_AUek Munde tönte es und in Aller Herzen yaUte es wreker. lanae,lange, lebe der König! _
“Auch die Armen [kimmten in diesex1__a_l1gemexx1en HerzenswunscH-mic ein, auch ihnen ging daejcr,fcsklxc.13e Tag mehr freudenlos vorüber; denn |1tcht aUeßm dm,) ketchiicl)? Beiträge ward an der Tafel ll)1'cr Noxh I““ daclxt, sondern auch von dem Herrn ObcrlandésgcrxcHL-s- Cvexprästdenten Freibxrrn v. Gärtner eine große Amzayl abexmals durch Speise und Trank ergökzc.