1827 / 93 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung, Sat, 21 Apr 1827 18:00:01 GMT) scan diff

.Der zwölfte und der dreizehnte'Theil der_Geschichte der Herzöge von _Burgund aus dem Hause Valojs von dem Baron Barrante, find gegenwärtig erschienen. Sie bilden den Schluß dieses umfassenden und gründlichen Werks. Das Journal de Paris bemerkt, indem es dasselbce anzeigt, daß Frankretch sech über“ einen Mangel an geschichtlichen Wecken nicht beklagen darf, da die Zahl derselben bereits auf 62,000 gestiegen ist.

Im Nieder'rhejt1ischen“ Courier, der in Straßburg erscheint, wird gesagt, es gehen dort tägltch Wagen mit Blutegeln quo Ungarn nach Paris durch.

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, Landon, 10. April. Jm Ausschusse des Oöerhau- ses ward gestern wieder über _dithll wegen Verbesse- ryng der Jagdgeseße verhandch; fie "findet fortdauernd emen hartnäckigen Widerstand, namentlich erklärte der Marquis von Londonderry [eine Abstcht, dieselbe durch Verzögerung oder irgend andere, ihm zu Gebote stehende Miltel'zu vereiteln. Es fanden äünf Abstimmungen Über mmderwéchtige Punkte der Bi statt und schließ- , [lch War?, mit Verneinung ,der von dem Lord-Kan'zler ., zur Abstammung gebrachten Frage: ob morgen wiederum im Ausschuss: über den Gegenswnd weiter verhandelt we_rde.n solle, der Beschluß gefaßt, erst zum 7. Mai die le1 zu weitern Betracht zu ziehn. Sonact) wird die Bt_[l m der_dermaligen Stßung'nickn durchgehen, da die Zett rann |chon zu weit vorgerückc ist, als daß dieBiU xöochtdurch al]: Stationen des Uncerhauses durchkommen „. - nn e. ' ' ; , _ Aus Irland erhalten wir fortwährend Nachrichtem daß Katholiken zum Protestantismus übergehen; M1 Cor'ker Blatt melder, daß am leßtvcrmichenen Sonntag allem etliche und dreißig Personen zum evangelischen Glauben übergetreten snd. Die,_ in Folge des ergangenen Königsbriefcs Durch _ das ganze Königreich zur Unt_erstüszung der nothleiden- den Manufactur-Arbeiter angestellte Collecte harte nahe an 120-000 Pf. ngetragen, die, gleich den durch Un- kerzeiclwuug aufgebrachten Beiträgen, dem, zu diesem ! Zwecke ernannten Ausschuss Überliefert worden. Dieser hat nun, auf Ansuchen des Ausschusses zur Beförderung der Auswanderung dürftiger Uncerthancn nach Canada- nach einiger Discusson beschlossen, demselben 25,000Pf. davon zukommen zu lassén. Die Times rügen Ö" |“?“ key Ausdrücken diese Verwendung des zur Barmherzig- kext für jene Unglücklichen bestimmten, zu ihrer Forc- schaffung aus dem Vaterlande Und meinen, daß die '))Tz'aßregel auch wohl noch wirksam Werde angefochten werden. Wie man vernimmt, fand die Bewilligung im ?(usschusse nur Einen Opponencen; jedoch ward ihr ayf den Antrag eines andern TNétgliedes denn doch noch dre Bedingung angehängt, daß der Auswanderungs- Ausschuß keinen Gebrauch vqn dEr Summe machen solle. Ohne erst die Einwilligung des Unterstülzungs- Ausjchusses einzuziehen.

Vor den Assisen zu Monmoutk) kam am 7. ein Fall zur Sprache, den man heut zu Tage kaum mehr für möglxch halten möchte. Eine hochbejahrce Frau war nämltch von mehreren Personen, worunter ein angesehe- nxr Gutßpäcbter, gröblich gemißhandelc worden, weil ße dcxselbe m Verdacht hatten, eine Hexe zu sein, unddas Bach de6._gedachten Pächters behexc zu haben. Bei der Selcsamketc dxs Falls verschob der Richter den Aus- spruch auf. den, folgenden Tag und wir ßhen deshalb der Nachrtcht hierüber noch entgegen.

-- vom 11. April (über Paris). Jm Oberhause fragte gestexn der Er_af v. Carlisls, ob man die Abstcht hege, auf eme Danksagung an die Armee in Ostindien anzutragen. „In Abwesenheit des Grafen von Bachurst

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te folgenden Toast aus: „Dem „König, der Köni- unserer Herrscherin, deren Fest wu' feiern; den ex- ten Infanten, und allen Bourbonen!_ Möge dxe e und der Muth der Armee vom Tage unterm Monar- neue Tage des Ruhmes bringen! Es lebe. der König!“ diesen Toast, wiederholt von dem Yekfau der _An nden, folgten Artilleriesalven und exp allgxmemeo : der Truppen. -- Der General Rodel schretbc aus „5, daß die unter seinem Befehle stehendeerste Bri- aucb daselbst jenes Fest würdig gefeiert bgbe. Briefen aus Catalonien zufolge haben dee rebelli- Carlisten dieAbficht, stel) dex esiung Urgel zu be- tigen, während siesch den A4 chein geben, andere ce angreifen zu wollen, __westzalb dann 6? Be- 9 von Urgel verstärkt worden ist. - Das Kapitel Valencia hat in einer Adresse an den König S. ebeten- stb in diesem Sommerzum Gebrauch der äder dahin zu begeben; die Kosten dieser Reise -as Capitol tragen.. tjsabon n, 28. März. . Mehrere in der leßten ggne gemachten Gefangen“: haben verlangt, als [ck: Unterchanen an Spanien ausgeliefert zu wer- worauf die Regentin verfügt hat, daß ste fich bei panischen Gesandter: in diescr Beziehung ausweiz uren. _

m 26. hat die Finanz-Commission dei“ Deputirten- er ihren Bericht erstattet. Die Ausgaben sollen ch 10,438 Millionen Reis (ungefähr 17 Millionen .), und die Einnahme 8531 Mill. Reis (ungefähr [U.Nxvlr.) betragen. Das Deficic ader durch ein? e gedeckt werden, welche die Regierung zu machen tigt werden'“ soll. _ merika. Der mexianische Marinemjmsker hac on'gesse einen Bericht erstattet, aus dem man des ersieht: Die mexxcanische,Seemacht besteht -ärcig aus 1 Ltnienschiffe, 1 Fregatte, 2 Corvet- Bréggs, 5 Goelectcn, 2 'Californixn-Fahrern und rmirten Velandras. Diese Fahrzeuge waren im des vergangenen Jahres mit Kreuzfahrten, Rei- ydrograp-hischcn Untersuchungen und “mix “Trans- on Geld, Waffen und Truppen nach verjcl)eedenen en der Küste beschäftigt. Das Marine-Budgec .27 bis 1828 beträgt 1,303,045 Piaster. _, Am o».„v. I. hat das Ministerium der Deputtrten- er em Schiffahrts- Reglemen_c mitgetheilt, dessen er: Anempfeblung die Regierung aufgetragen Die einzelnen Zweige des S'eedepartemmts wer- tigens in dem nämlichen Zustande bleiben, wie es vorjährégen Berichte angegeben wurde. Schließ, merkte der Minister, daß Capitain David Porter em Augenblick mit vier vollkommcn ausgerüßeccu gen im Atlantissben Meere einen Auftrag von Wichtigkeit erfülle, der die glücklichsten Resul- _r die Republik haben dürfte.

.fizieUen Documents" zufolge, find im I.1826 verschiedenen Mexicanischen Häfen 1267 einhei- _und auswärtige Schiffe eingelaufen, nämlich: 1 ckck, 1 Schwedisches, 1 Preußisches, 1 Däni- ' Deutsche, 2 Ostindische, 5 Chinesescbe, 6Colum- 6 Italienische, 8 genommene, 10 Wanischfängcr ?Calisornijcl)“: Küsten, 15 aus Gibraltar, 15 ändxsche, 25 von den Aminen, 40 aus Liam, gil und andern Häfen am Salle" Meere, 49 !]Oe, 55 Englische, 399 Nordamerikanische, 626 “U(hiffe zu wiederholten Nkalen. *

daßdnach den Oßerferieä ein soiLher Vorschlag, wer e. FonsolkszZ. ran urc a.M„ 6. April. Das ö entl'

xokoll-über die 10tx dießjäbrige Sihuug dxfr B4? x_ammlung enthält die Abberufung des, bei dem jcben .Bu_nde bisher accreditirten Königl. Großbejt schen Geßndten, Herrn Cathcarc, an dessen Herr Mclbanke, jedoch nur als Geschäftit'räger,

getreten ist.

Viadrid, 3. April. Gestern ist, bei Gele; des Geburtsfekkes des ananten „Don Francisco, Galja bei Hofe geosx-sen.

Vorgestern begab sech der König nach Legam, lxeß d'ie dort Fiegeudcu Bataillons von Provinz“ ltzen manövriren. Dieser unerwartete Besuch schi Soldaten viel Freude zu machen. *

Das in den leßcen Tagen verbreitete Geruch dxr General Eguia zum „Kriegsminister ernannt se daß dessen Stelle, als General; Capitain von B! durch den ehemaligen Vice-König von Peru, Pr besetzt _wexden solle, bestätigt fich nicht. '

Em m_ die CadixerZeécung eingerückt“ Rund den des chegsministers verordnet, daß die vor .' Zeit beschlossene Aushebung von Mannschaften zwei Monaten bewerkstelligt werden soll.

Die hiesige Gazeta enthälc'in einer ihrer Nummern eine allgémeine Uebersicht der PersoW' che_m1 Laufe des Jahres 1826 den' Vorlesungen“ Umverstxäcen, die sich auf der Halbinsel'bnda-q Valearcjchequnseln befinden, Und den Vorträg dey von dieser: Universitäten abhängenden Setnin beagewohnc haben. Davon studiren 2200 die philxo schen x_md Natur-Wassen|'chafcen, 2905 Theologie- das Ctvllrechc und 462 das Canonische Recht, 1048 die Heilknnde. In dieser Zahl sind die St xen dec Umvcrstcäc auf den Canarischen „Inseln, welcher der Bericht noch fehlt, nicht mit einbegrisf - Laut unseren leßteu Nachrichten aus Altkask un-d Gallicien (jo meldet cin Privatschreiben aus drso, én'der Pariser deutschen Zeitung) smd“ zwa * te! der entwaffneten portugiesischen Rebellen“ au Depots vozx Logrono u. s. w. dejertirt. Die Angel heiten in Lacalonien liegen unserer Regierung sehr l_tch am Herzen. „Dem General Capitain von Arrag :| der Befehl zugegangen, einige Truppen der G kdl? vo]: Sarragoffa nachTortosa zu schtcksn. Der qms Campo Segrado, Generalkaplrain in Catalo- y.:c kürzlich drei Fiscal: dahin gesäxickc, um uuver dre Unterjuchnng gegen diejenigen Verschworuenei leiten, die fich in den dastgen Gefängnissen bcfi Die_ Meisten derselben gehören zum Mtlitaér. A 21111chein nach stehen die Sachen nicht besser imo als im untern Cacalonieu. Man verstehen, die F1 sen hätten" die Garnison von Ursel mit einem Bat verstärkt. Auch verbreitet sjch das Gerücht, daß Ge|chrei: es lebe Carl ?. an verschiedenen Orten Arragouxen sowohl, als in Valenzia und Grenada g worden sei." '

Das offizielle Blatt zeigt an, die Ohservatio mee am Tago sei am 19. März in der Ebene von A zur Feter dcs Geburtsfeües der Königin versammelt wesen. Die 2. und 3. Brigade dieses Corps stellten klemen Krieg gegen einander vor. Sie bestanden folgenden Truppentheilen: 1. 4. und 5. Regiment! ter Infanterie, unter dem Befehl des Brigadter O'N das 2. Gardegrenadier-Regiment zu Fuß; 2. Grenad' Regiment der Provinzialgarde; 2 Compagnieen reite Artillerie der Garde; dann das Reqtment Garde-UV nen. Nach den Dkanövers fand ein “Mahl für alleTk pen Statt. Dcr kommanc-irende General lud zuglk

Inland.

ankf-ukc a. d. 0. Die Bevölkerungslisken des Rsacex-unqS-Departements für das Jahr 1826

erwiederxe der* Herzog von WeUéngton, er sei gewiß,.

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,:a.7:"!7_k*"*:x:*'" nx?»- MW HSID“, ;, . ;" 1,- ,-

1) Es find überhaupt geboren 8) beim Civilstande, *

in den Städten . . ' 7287

auf dem platten Lande 18458

b) bei dem Malicair . 300 ___-_ . 26045 und mithin da die Zahl der im Jahre - 1825 Éebornen . . . . . . 25791

in

in

alle Commandcurs unc? Overoffxziere zu sich ein, lechVe_ RksUTMUL

betragen hat . . . . dem vorletzten.

ren. ten“ das Re," auf dem platten Lande das 13te.

Im Jahre 1825 hingegen . .

5)

. . . . 254 Menschxn dem letzt vxrfioffenen Jahre mehr geboren, als ca

cl) 13 Knaben gebot

Ge en 12'Mädchen smd iemlé 9 z ches, in dW Städ-

Das 12ce Kind ist'ein unebeli Es smd 7 Drillmgs- und 281 Zwillingsgeb-urten

vorgekommen. - 2) Getrauc find,

3) beim Civilstande

in den Städten . . 1569

auf dem Lande . . ". 4190

13) beim Militair . . . 119 5878

6088

demleßten „Jahre also . . . . 210 Paar

weniger. 3) Gestorben find,

31) beim Civilstand'e

in den Städten. . . 4811 auf ,dem Lande . . . 11036 *b) beim Militair . . . 130 "__ 15977 im Jahre 1825 . . ; . . ., . 14647- * ___-!!,!- in „dem Jahre 1826 mithin . . _ . _ 13.30 Menschen _ mehr. "- Der dritte Theil aller Gestorbenen hat mehr das Uke Lebensjahr vollendet; nFénig über die Hälfte

hat““das 7ce Jahr übe'rschrirc_en, und nur etwas üver 2- hac„„lä„n_ger als 60 Jahre gelebt. aber zum Theil sehr alt geworden, Jahre. Von 15977 Gestorbencn haben F mchr ““ Jahre erreicht. _ schlechcs smd ziemlich 8 Personen'männlicheu Ge1chlschk5 gestorben. -- Noch etwas über ck der Gestorbenen haben das natürliche Lebensziel erreicht, der bei weitem Sk Theil ist an Krankheiten gestorben. todt "zur Welt gekommen. 200 Müttern hat die Geburt das'Leben gekostet. 80 Menschen haben ihr Leben durch Selbstmord geendet," 30 smd an den Pocken gestorben, 263 haben das Leben durch verschiedene Unglücksfälle verloren, die m tranken,.

4)Gegen.....x...

D'as leßte Vierkel ist * d' onüber 80 ? av 90 GSI?" 7 Personen weiblichen Ge-

ößere

1042 Kinder smd

eisten davon smd, den Angaben nach, er-

26045

die geboren worden, s-md 15977

gestorben. Die Bevölkerung hat alsoum . . . . zugenommen, und zwar fallen hiervon 5020 auf das männliche, 5048 aber aufda81veibliche Ge- schlecht. Nachder statistischen Tabelle ])1'0 1825 waren über- haupt . . . . . . in dem Departementvorhanden, die Gcsammr- Bevölkerung am

Schluß des (“a res 1826 beträgt nnthin - .“).h . . . . . . 645156 Seelen.

Legt man diese Volkszal)l zum Grunde, so_ fällt 916 1826 auf 24 Lebende eine Geburt, alls 11,0 Pcrsonen eine Trauung, auf 41 Personen em Tersfall. „Im Jahre 1825 war bei den Gebur-

10068 Menschen

635088

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