Die Gegner der Blutegel scheinen ihre Mühepnd ihre Zeit bei ihrer Opposition zu verlieren, wenigstens ist der Handel mit diesen Insekten noch immersehr leb- haft; täglich gehn durcb Straßburg, Eilwagen mit'La: dungen Ungerscher Blutegel nach Paris durch.
Am 10. d. M. hat der Redakteur der Handelszei- tung in Lyon Wegen eines Buchstabenräthsels auf den Namen Peyronnec vor Gericht gestanden. Er war angeklagt, sich hierin gegen den Herrn Siegelbewahrcr Schmähungen erlaubt zu haben. Das Gericht sprach ihn indessen frei.
Fünfprocentige Rente 100 Fr. 10 C. - Dreiproc- 70 Fr. 90 C.
London, 13. April. Wiewohl über die Bildung des neuen *))?inisierii noch nichts offiziell bekannt ge- macht worden ist, so ist doch die Ernennung des Hrn. Canning zum ersten Lord d'er Schaßkammer keinem Zweifel mehr unterworfen. Sie wurde gcfternvonHrn.Wynn im Unterhaus: angezeigt, indem derselbe den Antrag machte, diirch eiu Ausschreiben die Wahl eines neuen Mitglieds, für den Flecken Newport, an Hrn. Canning: Stelle,
* , der den Posten als erster Lord dechhalzkammer ange- ' nommen habe, zu veranlassen.
Es heißt, daß der Locd-Kanzler, der Herzog von Wellington, die Lords Westmoreland, Bathurst, Bexley und Melville, so _wie auch Herr Peel, ihre Entlassung gefordert hätten und daß auch mehéere Staatsdiener von geringerem Range, aus dem Dienste getreten wären.
Der Graf Bathursi, Hr. Huskisson und Viscount Granville hatten vorgestern Unterredungeu mit Herrn Canning in dessen Wohnung; bald nach 2 Uhr begab fich Hr. Canning zum König.
Auch der Lord-Kanzler hatte vorgestern bei Gr. Maj. Audienz.
Hr. Wynn siattcte am selbigen Tage Hr. Canning einen Besuch ab, hatte sodann eine Zusammenkunft mit dem Kanzler der Schahkammer und _gab den Kabinets- “Ministern ein Mittagsmahi. «
Das Parlament hat sich gestern vertagt, das Ober- haus bis zum 2. Mai und das Unterhaus bis zum 1. desselben Monats.
-- Vom 14. April. Vorgestern hatte HnCanning abermals Audienz bei S:“. Maj.
Nach dem gestrigen Blatts des Kourier hat Herr Canning von dem König Vollmacht zur Bildung eines c'))?inisieiiums erhalten.
Briefe aus Laguaira bis zum 28. k“Februar und aus Batavia bis zum 22. Dezember enthalten nichcs poli- tisch Nettes.
_Z pCt. Cons. auf Abrechnung fielen gestern auf die erste Nachricht von Hrn. Cannings Erhöhung von 83; auf 83 und schlossen zu ZZZ;
St. Petersburg, 14. April. S. M. der Kaiser haben durch einen Tagesbefel)l vom 10. d. M. den Ge- neral-Adjutanrett Paskeivrtsch zum Befehlshaber des deta- chirten Armee-Corps vom Cancasus an die Sielle des Generals der Infanterie Yermoloff X., und den Ge- neral-ijucanten Sipiaguine zum Militair-Gouverneur von Tiftis unter dem Befehl des Generai-Adjutanten Paskewitck) zu ernennen geruht. Der General-Major Baron Ludinghausen-Wolff ist an die Stelle des Gene- rals S-piaguinx “zum Chef der vereinigten Division des fünften ananterie-Corps befördert worden.
Die Cetitral:Expedirion der SeeControlle, wie auch die davon abhängenden in den Häfen Tes schwarzen und des baltischen “Moers früher errichteten Expeditionen, KW durch eine Alle:“höchfta Ukase vom 27. v. M. aufge- hoben worden.
Stockholm, 10. April. Ueber den Nachfslger des Reichs-Smtrhalccrs von Norwegen, Grafen San- dels, verlautec noci) immer nichts.
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den Schlosse Gaskfreundschafi auf jenem Bergpasse Msgeübt worden. Ich 1011 das neue Gebäude endet und alsdann das alte dagegen verlassen werden. Venedig, 4. April. Am. 1. v. etwa , um 1.Ui)r . Mitternacht spürten wir hier ein leichtes Erdbeben. n zählte drei Schwingungen, wzlche von Süden . Norden gerichtet waren. Der Himmel war heiter, die Atmosphäre ruhig, obgleich em stürmischer Wind Luft zwischen 4 und 5 Uhr Abends erschütcirt hatte. Cocfu, 9. März. Der Lord-Oberkommissair er- :: die diesjährige Parlamencs-Sihung mit einer , worin er die Hoffnung äußorxe, daß die Arbeiten Versammlung das Wohl des Landes und das Glück iiicbürgcr vermehren werden. Er versicherve, daß chon so lange in sämmtlichen ionischen Insel:: herr- “ Nuhe-Fortdauere, und.die policische Lage sich so oe, wie sie beim Schlusse oer lehren Sihung [ich den hat. Er berührt die wichtigen Geselzvorschiäge,“ .; auf den Tisch der Versammmlung gelegt worden Er entwirft den Fiimuzstand, dem zufolge die Ein- : in den Jahren 1825 und 1826 301,764 Pf. 2 . 11, nsgaben 259.644 Ps 10 . 7 betrug, mithin die Bilanz 42,119 Ps. 12 . 4, und die Tocaibilanz 6 Pf. 6 . 9 zeigte. Er bemerkte, daß ungeachtet : vermehrter Auögaben, die Einkünfte doch alis nden Staatslasten decken, ja sogar iinen bedeuten- cberschuß gaben. Der Aussuhrzoll des Orts hat “mindert, weil dasselbe [sesonders auf Corsa ab- r; in den Übrigen C'inkunchrubrikcn kann nach iecficixerung d-;s Locd-Odeckommissärs eine fortschrei- erbesscrung erwarch werden.
m' 23. Febr. lief das Schiff Asia von 84 Kanonen, irFlaige des als Befehlshaber der engiischenMa- 'm mitteiläiidischen Meere bestimmten Vice-Admi- ir Edward Cabringron aus England in den Ha- :n Malia ein.“ “
ürkei. Dar Oesterreichische Beobachter enthält ndes:
Konstantinopel, 26. März. Der Reis Efendi ister der auswärtigen Angelegenheiten) Seida _C'faudi uf sein wiederholtes Ansuchen, Weil er sch Kränk. cbalder der Last der Geschäfte nicht mehr gewach- bite, am 23. O. M. die Entlassung von der von seit dem Decembe: 1823 bekleideten, Sreüe_erhal- Lilie, die ihn näher kannten, oder in Gejchäfcs- it!?isseu mit ihm standen, lassen seinen Talenteii, Recheiicbkeir, seinen gemäßigten Gosmnnngen, jo r Annehmlichkeir seiner Formen Gerechtigkeit wie- ren. Der sicherste Beweis, daß die dickem Mini- Willigte Entlassung von keiner Ungnade _VOUSeite :oßherrn begleitet geniesen, ist, daß er ]eitOem in HML] von sämmtlichen Großen des Reichs nn- cßte Besuche empfängt.
cr Posten eines Reis Efendi ist an demselben it dem bisherigen Begiikkschi Efendi (Direktor "varrs-Kanzlei) Mohammed Seid Parten) Efendi, schon seit mehreren Jahren bei den WWUIÜM sten des Departements der auswärtigen Angele- en verwendet worden war, verliehen worden. 'eqlikdsci)i Efendi wurde der bisherige Atnedoschi (Kabinets Secrccair des Reis Efendi) Mehmed xendi und der älteste Beamte der Divans- Kanz- alii) Efendi, zum Ameddschi Efendi befördert. M' Uésen Veränderungen in Bcsckzimg einiger jchkk8sten Staatsämter verdient noch die Erne"
In Schonen unb Blekinsxn sind seit einig„ viele Räubereien nnd Mocdchiceu von _entsp-q Gefangenen verübt worden. .
Christiania, 9. April. Die Luft ist bierj. leßten Tagen sehr milde gewesen. “Dir Hafen j| in so weit offen, daß Schiffe hireinkommen können es ist hoch* noch sehr vielEis vorhanden, das dies„“ drei Viertel Ellen dick gewesen -- eine für S„ ungewöhnliche Stärke. '
Wien, 14.- Aprjl. Der Consiitutiionel um M. enthält in einem angeblichen Privatséro'mg Augsburg vom 29. März eine Reihe der [ächer[' Fabelü aus Wien, ?.“: mit der Nachricht aus Pt schlossen werden: „das daselbst inBesabungliegnk lienische Regiment [):-.be seit einigen Wochen ein chen Geist der Insubordinacionsund Unzuiriedenh' zeigt, daß man es nur mit Mühe im Zaum haltene - Wir erklären (sagt dir" Oesterreichische Beob diesen ganzen Artikel für das scvändiichsie LÜgeng welches je in der Fabrik des Constitutionellen zes dec worden ist.
Salzburg, 10. April. Die früher geäußert: sorgmß, daß das Schmelzen des im Monat Janz Gebirge so häufig gefallenen Schnees noch wm Verheerungen anrichten werde, fängt bereits an, * bestätigen. Laue von St. Johann so “eben ein um Nachrichten gingen in der dortigenGegendi der in der-ersten Hälfte des Monats März ein um warmen Witterung von einem Südwind b; und den “darauf erfolgten RegeuErolawinen-ab, an vielen Bauerg-ücern Schaden angerichtet wnrde. sind bei dem in der Ortschaft Holl liegenden Gi cerholl die Felder und Oelzen so abgeplaikr, da gauze Gut für das heurige Jahr in der Art unf tragend isi, daß nicht einmal eine Kuh gefüttert - kann, und daß auch für die Zukunft ein großer! dahin ist. Das Haus“ selbst steht in Gefahr, dux nochmalige Absilzung einer Piaike in den Graben stürzt zu werden, daher solches seit dem 15. März geräumt ist, und unbewohnt da steht. '“
Die größten Bäume seht man 10 bis 20 Scl", weit überschoveu, und dennoch stehen sie in ihrer n lichen Lage aufrccht. -* Der Schnee in Wagrain vorzüglich in dem Thal Kieinarl hat noch ]"th Höhe von- 6 -- 8 Schuh. Die Straße von St. dann nach Wagrain, die im Jahre 1826 durch die ßerordemlmze Anstrengung der Gemeinde in einen fahrbaren Stand hergesicllc, und mit drei- und ['pännigen Wagen befahren wurde, ist durch das S zen des Schnees und der losgegangenen Ei'dla] nicht nur für jedes Fahrwerk, ]ondern auch für Fußgehcc, der an das Bergsteigen nicht gewöhnt iki, iperrt. Brücken, Verwerfungen und Straßen sind hin, und mit diesen auch die Hoffnung, daß der zum Jahr 1826 durch die bestandene ichlechce S außer aller Verbindung gestandene O,)?arkt Wagrain por komme, da die Herstellung dieser jeßr größten wieder ruinirten Scraße die Kräfte der Gemeinde steigt. Mindere Schäden geschahen auch an der S nach Großarl. “
L_lus der Sch)Weiz, 14.21pril. „Jm Zehnten des Kantons Mains, ward am 26. Februar JWisaU und 10 Uhr Uvends eiu beQeuteudes Erdbeben veri eiii dumpfeo Getöse ivurde unmittelbar durch eine !? Crichüiteru-ug alier Häuser in der Stadt Brig !!)er Umgegend begieitet. Seit 1817 war das„tv|*l '*i)me0 EfetiO-i's, Chasincdar's (Schakzmeisicrs) des gleich [)ksligkk Erojioß nicht wieder verspürc ivorkeu- 1 Groß-Admirais, zum Pascha von zwei R08 «„ Dae durcth-poleon angefangenen Bauten Oesne en, in welcher Eigcnschafc er dem Chosrem Pa Orinplon ; Hospikiums smd, ö|fcntlichen N.rcl)ké(l)skk1' ekannrlich Oberbefehlshaber des Odservatcons Corps [?lgc, von Oki"- Regix-xlltig des Standes Wallis dem r afiatexckzen Küscx des Bospßorns) zu? Saite Dcrnard-Hojpicmm i'ib.i'iaffen „more)cn, durch wk"! UW C'axiu Bei's zum Skaclyaltcr VM IOMMU“
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Die Arbeiten im Arsenal: werden fortwäßrend mit größter Thätigkeit betrieben. Zwanzig Kriegsichkffe WU verschiedener Größe haben bereits das Innere des Ha- fens verlassen, und sich im Bosphorus, Beschichkasch SU xgenüber, vor Anker, gelegt. Binnen drei Wochen soll 0“ Flotce, 30 Segel stark, deren Kommando der zum Seraskier derselben ernannte Patrona Beg (Vice- Ad- miral) Mohammed Tahir, und.!)er Riala Beg (dritter Admiral der Flotte) führen werden, zum Auslaufen be- reit sein. „
Die Bilkung der reguläien Truppen hat in den europäischen sowohl als in den asiatischen Provinzen schnellen Fortgang; in Adrianopel stehen Z600,"und in Bruffz 2400 Mann derselben, in den Waffen geübt, zum Ausdruck,: bereit. _Von hier sind am 18. d.M. ge- gen 6000 Mann dieser Truppen nach dem Hauptqiiar- tier Larissa abgegangen, nachdem sie von dem Groß- herrn, dem Gcoßwefir, und den Ministern der Pforte, theils beim Aufmarschiren vor“ dem Eski- Serqi (“UM Scraii), theils bei Daud Pascha, vor den Thoren dcr Stadt, gemustert“ worden waren. Diese Truppen, wel- chen die nöchige Artillerie und eine Abtheilung Reiterei beigegeben worden, sind weit mehr, als bisher je bei türkisCben Armeen der Fan gcibesen, auf europäischen Fuß organistrt Und auSgerüstec; eine eigne Kass? für "“ gelmäßig? Bezahlung des Soloes-wird ihneniiache“ führt; die*Richcer und Obrigkeicen der Ortschaften, durch welche sie F*i'e'hen, haben Befehl erhalten, die er- forderlichén Lebensmittel für selbe in Bereitschaft zu sekzsn, die ihnen haar bezahlt werden; jedem Regiments M ein Ober: Arzt mit 1000, und die nöcyigeii_U:1ter- Wundärzce mit 400 Piastern monatlicher Beioldung beigegeben; Medicamente und chirurgische Instrumente smd angeschafft, und werden den Truppen nachgesübit.
Daß dicke neuen, zum Theil sehr kostspieligen, Em- richtungen die Regierung nöcbigen würden, ausermeb- rung ihrer Einkünfte zu Deckang dieser Ausgabemzu denken, war vorauszusehen. Auch kamen nach und nach Verschiedene neue Auflagen zum Vorschein, die bisher in der Türkei ganz unbekannt waren. So wird von den Kaufbudcn, Häusern, Chan's uad Magazinen eine täg- liche, nach Verhältniß ihrer Lage unö Größe bemessene Abgabe, von jedem Kaikdschi err Bootsmann vier Para, von jedem Arabadschi oder Fuhrmann für jeden Miethwagen drei Para gefordert. Die Kopfsieuer soll für die höchste Klßsse auf 36 Piaster, für die mittiere auf 2/1, und für die geringste auf 12 Piafter erhöht werden. Andere Maaßrcgein betreffen die Conscribirung der Eriechen, Armenier und Juden, nicht etwa, um sie zum Kriegsdiensie zu berufen, “sondern um über ihr Be- tragen, ihre Beschäftigungen und die Einrichtung der Steuern besser machen zu können. Endlich werden auch die Mauthgebühren von mehreren Erzeuqnissen dcs tür- kischen Bodens, ;. B von der rohen Seide, auf das Doppolte, andere in geringerem Vocbälcnisse, erhöht. Diese neuen Anordnungen, so wie die Anstaiten zu dem diesjährigen Feldzuge gegen die Znsurgenten, haben in der lcßtcn Zeit am meistsn die Aufmerksamkeit des Publicums beii'häftigec, Welches von dem lebizaftesten Wunsche beseelt ist, dem Znstande der Unruhe und Ver- wirrung, der seit so vielen Jahren in den insurgirtin Ländern herrscbt, ein Ende gemacht zu sehen, -- xm Wunsch, der von allen Freunden der Pkenscdheir getbetlk- und von den Gesandtschaften der europäischen MMU?- deren unablässiaes Bestreben auf Wiederherstcüung und Erhaltung dcr Ruhe in Europa abzielt, bei dcr Pfoxte sortwäisend Unterstt'iizt wird.
Die lx'ßtell aus der Gegend von Athen eingslaiifez nen Nachkiibteii rcich-sn bis 5111119 TNTU'z. KaZaiSiaki war an diesem Tage, nachk-em er dem Omer PMW bst Dtsiomo bedenkendcn Verlust beigebracht hatte, ii):1_€:ber nicht hindern konnte, ßch mir dem Ueberrcsic jomei:
bisher in einem alten, o,» Faimll- Sidi'kulx-ir ans; Tzu werden. '
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