:. sein sollen; und in“ Betracht wie nöthig es einer Seite ist, daß das Kaiserreich, anstatt seine freundschaftlichen Verhältnisse eines guten Vernehmens mit den andern Nationen zu stören, sie vielmehr noch enger knüpfe, und anderer Seits, wie höchst wichtig es für beide Theile ist, daß über die Prism so geschwind als möglich abge- urcheilt werde, der beinahe unvermeidlichen Verlänge- rUngsfriften bei den gewöhnlichen Prozessen, welche um mäßige in Ermangelung cinderer Hülfe immer auf den öffentlxhen Schah zurüchfallende Entschädigungen ver- anlassen; babe ich, vermöze der mir zustehenden Ge: walt, hiemic verordnet, die Prisenpcozesse so zu reguli- ren, damit die Privatrcchce nicht verletzt und die öffent- lichen mit den neutralen Mächten bestehenden Verhälc “'«nisse .nicht gestört werden: daß der höchste Kriegsrach, * welchem die Admiralicäcs- Competenz zugehörte, die ge- genwärtig vor dem untern Gerichte anhängigen Prism- “sachen, worin noch kein Urcheil ergangen, vor seine Ge- richtsbarkeit rufe, damit er dieselbe in der größten Ge- schwindigkeit erledige; ich habe ihm dabei noch folgende Gehülfcn, nämlich den Nach Rodriguez deCarvaiyo, und den Dezembargador des Supplicacoo-Hauses Dou Manocl Lantano de Almeida e Alduquerqué zugegeben", auch sollen sie geschwinde die „Sachen aburtyeilen, in welchen die Berufung eingelegt ist, damit rasch damit geendiat werde. Der hdchsieKriegsrach soll diese Un- sere Willensmeinung in Vollziehung seßen. Jm PaUast zu Rio-Ianeiro, 1. Februar 1827, im sechsten „Jahr der Unabhängigkeit des Kaiserreichs. Nebst dem Handzug des Kaisers und der Unterschrift des Staatssekrecariats.“
Verzeichiiiß der Vorlesungen, welche auf der Universität zu Königs- berg im Sommer-Halbjahre 1827 gehalten werden.
(Fortsetzung.)
Medizinische Wissenschaften. Encyklopädie und Methodologie des medizinischen Studiums, trägt in ? öffentlichen Sr. Dr. Richter vor. Ders. lehrt die allgemeine Heilkunde in 4_Sc. privatim. Die allge- tneine Heilkunde lehrt auch Prof. Richter in 4 St. df- fentlich. Die besondere Heilkunde „der acuten Krankhei- ten, trägt derselbe in SSt. privatim vor. Den zweiten Theil der gesammten Nosologie und Therapie, lehrt Prof. Sachs in 8 St. privatim. Ders. die Nosologie und Therapie der sipi)ilitischen Krankheiten in 4 St. öffentlich. In der medizinischen Klinik unterrichtet in 6 St. öffentlich Prof- Elsner. Die opdtalmoLOgUch-M- rurgische Klinik, lehrt in 12 St. Prof. Unger privatim. Physiologie der Sensibilität, trägt Prof. Burbach in 4 St. öxffentlich vor. In der Augenheilkunde unterrichtet jn 4Sc.Prof.Unger privatim. Ders. liesi über Stein- Kéanktzeicen in 2 St. öffentlich. Die allgemeine Ana- tomie lehrt Prof. Burdach in 2 St. privacim. Ge- schichte der Zoologie und vergleichenden Anatomie, er- zählt in 1 St. öffentlich Prof. v. Baer". Die Zoologie lehrt privatim derselbe in 5 St. und Entomologie der- ssldc in 5 St. öffentlich. Das medizinische Poliklini- kum hält Piof. Elsner. .Die Recept-Schreibekunst lehrt in 2 St. privacim Prof. Henne. Ein physiologisches? Conversatorinm leitet Prof. Burdach in 1 St. privat. Ein Disputatorium Über die gesammte Heilkunde erbie tet sich Prof. Unger zu leiten, privatissime- Eine Un- terhalcung über praktische Gegenstände, leitet Prof. Els- ner in 1 St. öffentl. Ein Repoticorium über die Arz-
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Gedruckt bei Feister und Eisersdorff.
Zntmittet-Lehe- stellt in 2 St. privati'm Dr- RM
Zootomische Uebungen, leitet in 3 St. privattkz'x'
v. Baer. Chirurgische Operationen an Cadavern'z “*, o * ' * 2 noch unbestimmten Stunden Prof. Unger ein. - : * c S t Krankheiten des weiblichen Geschlechts, liest jn4 r e u [
öffentlich Prof. Henne. Den praktischen Theil der dinduagskunde, trägt vor und übt zugleich in 9,5
hülflichcn Operationen am Phantom Prof. Henne" Stunden pcivatim. Geburtshülfliche Klinik lehr:
Phildsophische Wissenschaften. Logik Encyklopädie der Philosophie, trägt Dr. Ohlert seinem Buche in 2 .Di. öffentlich vor. Praktisck): lo1ophie oder Moral und Naturrxcht liesi privati-
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[einem Buche Pxof. Herbart in 4 St. Derseld, seinem Buche Pjychologie in 4 St. öffentlich. Pädagogik wird nach seinem Buche Dr.":Ohlert weiden in 2 St. öffentl. Derselbe wird die Mit in 2 St. öffentl. vortragen.. Die kantische theor und praktische Philosophie. lehrt Dr. Tante in öffentl. Derselbe in noch unbeftimmcen St. Reli Philosophie öffentlich. R::ligsons-Philosopvie träg Gregor in 2 noch unbestimmten Sc. öffentlich vor. allgemeines Examinacorium uv“ Philokophie, w' einer noch unbestimmten St.“,imentgeidlick), für geschlossenen Kreis von Zuhörexn Pkdf-(Qékbarkib
Mathematische Wissenschaften. Di meine Rechenkun| lehrt in 4 St. privat. Prof. Die analytische Geometrie seht privatim in 2 St. Jacobi fort und entwickelt dabei die Theorie der- mit gekrümmten Linien und die Erzeugung der fiächen. Den von Lagrange gegründeten Variatio ca! und seine Anwendung auf E(findung der Fa nen, Curven und Oberflächen, die mit einer Eise des Größten und Kleinsten behaftet sind, wird d- in 2 St. Lehren. Geometrie wird derselbe in - öffentlich vortragen. Die Geodäsie lehrt in 4 S sentlich Prof. Bessel.
Nat urwissen schaft. Geschichte der Chemi zählt Dr. Dusk dß.uclich in LSc. Derselbeträgi' kologie in 4 St. privaiim vor. Die Optik Kehrt Sr. öffentlich Prof. Hagen [. Einen Grandriß der physik giebt öffentlich in 2 St. Dr. Neumann. Vortrag über Optik sehe "Dm Dove in 3 St. öff fort. Derselbe trägt in 3 St. privatim Meteo vor. Ocykcognosie lehrt in 4 St priv. Dr. Neu Experimental-Pyysik liest Prof. Hagen [. in 4 S vatim. Uebungen in Uuterscheidung und Besti- der Pflanzen stellt für die schon hinlänglich Vor ten in 2 St. öffentlich Prof.Meyer an. Derselbe die besondere Botanik vor und verbindet damit ]“
lichen Excursionen. (Schluß folgt.)
Amtliche Nzachrichten.
Kronik4 des Tages.
Des Königs MajestWiw haben den Oberlandesgerichts- or Loewener zum Iustizrath bei dem Land; und omrichte zü Daggiz zu “ernennen gecuhic.
Abgereisk. Se. Excel]. der wirkliche Geheime , Hofmarschau und Intendant der Königl. Schw?- 1dsckGärten, v.Maloßahn, nach Hirhberg im Meek; rg )en.
Der wirkl. Geheime Ober-Regierungsrach und Di- r im Ministerium des Innern und der Polizei, merherr Graf von Hardenberg, nach „Wien.
Zeitungs-Nachrichten.
Ausland. '
Paris, 19. April. Vorgestern hat das Ministe- das neue Preßgeseiz zurückgenommen. Es geschah ittelst folgender Königlichen Ordonnanz, welche der gelbewahrer der Pairs- Kammer mittheilte: „Wir [:c. Art. 1. Der Geseßentwurf wegen der Polizei Presse ist zurückgenommen. Art. 2, Unser Siegel- hier, ' iinister Staacs-Sekretair bei den1_Miui|e- der Justiz, ist mit der Ausführung gegenwärtiger ounanz beauftragt. Gegeben im Schlosse der Tui- n, den 17. April im Jahre 1827, und von unserer ierung im drirten.“ Die Depucircen-Kammer hat vorgestekn das Gesetz, Geschwornen betreffeyd, mit 229 Stimmen gegen angenommen. Am Schlusse der Sitzung fragte Hr. mir Perier, warum noch kein Bericht über die 31 des HrmLaffitce erstattet worden sei, worauf der Üdenc antwortete, die darauf Bezug habenden Pa- seien noch nicht, bei der Quästur angekommen. Gestern ist Se. Em. der Cardinal Macchi, ehema- dßbstlicher Nuntius am hiesigen Hofe, nach Rom kei . Der inexstnnische Gesandte Herr von Camacho, hat “"igen Tagen bei dem Präsidenten des Minister- s zu Mittag gespeist. Als man heute erfuhr, daß das Preßgeseiz zurück. ommen war, trugen sogleich die Arbeiter aus der uckerei des Hrn. Carpeniier-Mericourt die Summe 100 Franken in das Armen-Büreau ihres Bezirks. Bei Gelegenheit der erfolgten Zurücknahme des Enc- _,rf8 des Preßgeseßes hat man berechnet, daß dieser
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Königliche Schauspiele.
Mittwoch, 25. April. Jm Schauspielhause: Taschenbuch,“ Drama in 3 Abtheilungen, von K Hierauf: „Die gefährliche Nachbarschaft,“ Luftf, „1 Aufzug, von Koßebue. _
(“n Potsdam: „Der Vormund,“ Schausvi Aufzug. Hierauf: „ZweiFreunde und ein Rock,“ spiel in 1 Aufzug, nach dem Franz., von Castelli. „Das Carneval von Venedig,“ Baue: in 2 2! Musik von Persuis und Kremser.
Redacteur Io
. Berlin, Donnerstag, den 26|en Apri11827.
Entwurf bisher doch wenigstens einen Vortheil für die Stadt Paris bewirkt hat. Die Debatten desselben in der Deputirtmkammer haben nämlich einen Zeitraum von 4 Wochen ausgefüllt, und die Deputirten müssen also um 4 Wochen länger hier verweilen, als dieses ohm jenen Entwurf der Fall gewesen wäre. Rechnet man nur 400 damals hier anwesende Depurirte, deren tägliche Ausgabe im Durchschnitt nicht weniger als 16 -- 17 Fr. sein konnte, so ergiebt fich eine Summe von 200,000 Fr., die dadurch in die Hände der Einwohner von Paris gestossen ijk.
Briefe aus Toulon vom 12. melden, die Fregatte Circe sei an demselben Tage mit vexüegelten „Inskrukcio- nen abgesegelc, welche der Befehlshaber dieses Schiffes erst öffnen so!], nazhdem er die Meerenge vou Gibraltar passirc haben wird. “
Am 12. April sind von Toulouse fünf und zwanzig Wagen, beladen mit Kanonen; Lasfecen und dazu gehö- rigem Gerät!): nach Bayonne.abgegangen. Von dort aus schreibt man zugleich, eine große Anzahl Käfer be- schäftige sich mit dsc Fertigung von Fässern, worin ein- gesalzene Lebensmittel zur Verproviantiruug von Sc. Sebastian und Pampeluna transportirt werden sollen.
Aus Perpignan wird unterm 10. April folgendes geschrieben: „In Catalonien tritt nach und nach wieder Ruhe ein. „Im Bezirk von Figueras isi ße bereits wie- der gänzlich yergejieUt. Fünf Offiziere haben sich unter- worfen Sie sind im zweiten Beringe des Forts verhaf- tet. Der Anführer der Bande, Stephan Ginac, genannt Guré, Offizier mitu:1be|cmn1temAb1chied, ist verschwun- den. Im Bezirk von Gironnea find die Anführer Zo- sepk) Peraferez Und Zojepl) Solers verhaftet worden; man wird sie vor ein Militairgerichc stellen. Auch hat man zu Vieh deu Hrn. Thomas Mora und Sigismund Puigluo, genannt Pocarova, Offiziere mic unbestimmiem 21bschied, verhaftet, die man eines Comxvlotes gegen die öffentliche Ruhe beschuldigt. An den Ufern der Segre haben noch keine Verhaftungen Statt gefunden; aliein die Anstifter der revolucionairen Bewegung zu Seo o'Urgel, uiid diejenigen, die das Volk bewogen haben, Steine auf die französlschen Truppen zu werfen, wer- den vermutylicl) vor Gericht gestellt werden. Zu Tor- tosa ist der Anführer der Bande, Lloret, Haupt- mann mit unbesiimmtem Abschied, am 5. d. erichossen worden. Er wurde in der Nacht vom 4. auf den 5. zu Cherta ergriffen, als er mit einem Kahn übei den Fluß seßen wollte. DieKönigl.Freiiviüigen und einige Gen- darmen haben am 4. zu Porrera den Antonio Trilios, Obrist auf unbestimmtem Abschied, nebst _vier _andern arretirt, die seit vorigcm Sommer sich damit beschönig- ten, das Volk in jener Gegend aufzuwiegeln. Sie wur- den nach Tortoia gisührt. Die Faktion von Qarlisken, welche Berga bedrohte, ist ganz zerstreut; der Anführer
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