1827 / 106 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung, Mon, 07 May 1827 18:00:01 GMT) scan diff

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terricht hat eingestellt werden müssen. - Der im Mo- nat März vorherrschende Krankheitscharakter war der rheumansche, mic Neigung bald zum Entzündlicheu, bald und häufiger zum nervösen. -- Arn obe rg. Epi demische Krankheiten haben im Monat März nicht ge- herrscht, dennoch überschritt die Sterblichkeit in den Kreisen Altona und Bochum und in der Stadt Iser- lohn das gewöhnliche Verhältniß. Außer den durch Wix- terungs-Einfiasse bedingten Krankheicoformen, welche im „Kreise Hamm besonders hervor traten, kamen in dem „Kreise Olpe häufiger Entzündungs-Krankheteen und in

einzelnen Orten desselben das Scharlachfieber vor. Im'

„Kreis: Eslohe erkrankten wenige Menschen an Brust- EntzünduMen und akuten rheumatischen Fiedern, meh- rere Jud :duen wurden mir Lungeuvlutflüssen befallen. -- Dre Mcnschenblatcern, von denen zwei Personen' in Winterberg befallen waren (welche wieder genesen smd) und die auch in den Bezirken Oberkirchen und Grafs-

hafc, Kreises Eslohe, fich gezeigt hatten, sind unter-'

drückt. Zwei erwachsene Menschen in den Ortschaften Beachthausen und Vorste, Kreises Olpe, die stcl) früher der Vaccination entzogen hatten, snd ein Opfer der Blattern geworden. Daffelbe Schicksal traf einen jan- gen Mann" zu Langerfeld im Kreise Hagen. Jm Kreise Siegen smd Sterbefälle, als Folge der dort noch spora- disch fich zeigenden modtficirreu Menschenblatcern nicht weiter vorgekommen. In allen übrigen Kreisen war der Gesundheitszustand der Menschen gut.

1x. Zülsch, Cleve, Berg. -- Köln. Als Folge der Jahreszeit und der herben Witterung kamen viele katharchalisch-rheumatische Krankheiten vor, dann und wann mit entzündlichen Beimischungen vergeselischaftet. --Die aUgemeine außergewöhnliche Schußpockenimpfung hac guten Fortgang gehabt, so daß die-im Jahre 1826 Gebornen und die von früheren Jahren übrig gebliebe-_ nm- fast alle geimpft Und gegen Ansteckung geschüßc find. -- Düssel dorf. Der Gesandhe-itszustand ist im Allgemeinen nicht gefährdet. Die Pockeuseuche in El- berfeld hat zwar noch nicht aufgehört, allein ste greift auch nicht bedeutend weiter um“ fich. Die drei von ihr zuerst Ergriffeneu smd ein Opfer derselben geworden. Noch lieqen 13 Indivéduen an dieser Krankheit danie- der. _ Zn Elten, im Kreise Rees, hart an der nieder- ländischen Gränze, hat fich der nervöse Krankhe'UScharak- ter, jedoch ohne BÖSarcigkeit, erneuert; und derselbe hac steh auch in der Gemeine Kenken, Kreis Kleve, ge- zeigt und zu Kleve Und Umgegend dauert das Schar- lacizfieber sort. - Die Pkasern-Krankheic im Kreise Gladbach hat dagegen nachgelassen.

)(. Niederrhein.;- Koblenz. Obgleich die Sterblichkeit nicht auffatlend' größer war, als im März von anderen Jahren, so hat doch die Witterung im Sanya nachtheilig auf den Gesundheitszustand der Me--1chen gewirkt. Der herrschende Charakter der Krank. heiten war entzündlich, jedoch nicht rein, sondern mehr gallicht und gastriscl) Und daher böSartiger. Auch be- merkte man Leber- und Milz-EntzündUngen, besonders aber viele Hautausschläge, am meisten Varicellen. Die natürlichen Pocken zeigen slch noch in einzelnen Gegen,- den des Im und Auslandes. Im vorigen Jahrhundert wurden ste unzählige Verheerungen in den Familien an- „gerichtet haben. -- Trier. Außer der Blatternseuche Z| von ansteckenden Krankheiten keine Spur vorhanden; jene herrscht jedoch noch immer fast in allen Theilen des

Gedruckt bei Feister und Eisersdodff-

Regierungsbezirkt, okgleich nichts vernachlässigt wird was dw Verbreitung des Uebels verhindern könnte.

' N a ck w e i s u n 9 über die im Jahre 1826, _bei der König!. Regierunge- rHauvt Kasse zu Cöslin eingekommenen Colleceengelder.

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!) e r Kolik“: - Summe)", Colleen. evangelisch katholtsch

___-___IThu-„sng vk.'Thlr.|sgr.|I|)tf. Thlr.]sgr.!. Für arme Scudtrmde 154“ 10 2 154 „10 Für das Schullehrer- -

SzminariuminCöolin 47 6 47 6 Far dasLandarmenhaus ' '

tn Neustettin . . . . 80 23 6 80 23

Zum Aufbau der katho ' li|chen Kirche zu Für-

stenau . . . ..... 11 6 *11 -“ ZumAufbau der evange- - .;

li!chen Kircheös Frau ' . *

stadt . . ...... . 77 24 5 77 24 * Zum Aufbau derPfacr- *

gebäude zu Neukirch - 27 27 Zum Aufbau der Pfarr-

gebäude zu Geismar 1 19 7- 1 19 Zum Bau eines Schul- '

hauses zu Burg . . 11 1 11

Zym Bau. der evangeli. kchlsnKirchezuSchmjp qe

. . : . . . . . . . 61 8 1 61- 8

qu Bau der St. Ma-

rten-Kirche zu Colbekg 167 28 2 1-67 28 = Für die Haupt-Bibel-

Gesellschaft . . . . . 59 28 4 59 28 -'; Zum Bau der Pfarrgc- bäude zu Griefstädc “23 20 8 . 23 20 Zum Bau der Marien; Ö '

Kirche zu Liegnéß. . 28 29 10 28 29 1 Zum Bau der Kirchen und Pfarrgebäude zu

Kupferberg . . . . . 57 1 57 _ Zum Bau der Kérche2c. zu Clsmmen..... 1“ 5 6 1 5“

Summer „7601 4] 9] Z| 9] 2|763j13|1

Königliche Schauspiele. Sonnabend, 5. Mai. Im Schauspielhause: „D' Soldaten,“ Schauspiel in 5 Abtheilungen, von Aresto neu bearbeitet von K. Décltß. Vorher: „Dic Gouver name,“ Lustspiel in 1 Auszug, von Th. Körner. Sonntag, 6. Mai. Jm Opernbause: „Die stolzen,“ Lustspiel in 5 Abtheilungen, von A. W. F [and. Vorher: „Erste Liebe,“ Lustspiel in 1 Aufzug. Im Schauspielhause: „Klein-Rothkäppchen,“ misches Singspiel in 3 Abtheilungen, mit Tanz. Mul. von Boyel'dieu. , “„ ?oucag, 7. Mai. Jm Schauspielhause. Zum stenmale: „Margot Stofflet,“ historisch - romantisch Gemälde aus dem Vendéekrisge, in 4 Abtheil., für o“ Bühne bearbeitet von Adalbert vom Thale. *

Redacteur I o h n.

Ällge

M

meine '

rcußischc Staats- Zeitung.

106.

Berlin, Montag, den,7ten Mai 1827.

Amtliche Nachrichtkn.

.K-ronik des Tage].

Der Steckbrief, angeblich der Polizei'I-“Diréktion zu unschweig, worin die Verhaftaahme des Herrn Ge-

" - en Nachts von Schmidc-Phiseldeck gefordert „wird, in dem gewöhnlichen Vertrauen gegen solche Erlasse

achbarter Behörden, obne Anfrage und höhern Ge-

migung chungen Berlin,

Der

Um de

in“ die biesigeuZeitUnge-r aufgenommen wor-

. Es werksen daher sämmtliche dieffeitige Polizei- höcden hierdurch-angewiesen, diesem Steckbriefe; dessen -theit zu bezweifeln ist, .. ohne vorhergehende Anfrage keine weitern Bekannt-

keine Folge zu leisten und

gegen den Hrn. Geheimen Rath v. Schmidt-

U'eldeck in den öffenelichewBläctcru zuzulassen, da selbe hiEr als ein rechtlicher achcbarec Mann be- nt ist.

den 5. Mai 1827. - * _ Miniser. des Innern und der Poltzei. (gez.) v. Schukckmann.

Bekanntmachung. n vielseitig geäußerten Wünschen des Publi-

ms zu entsprechen, wird zur Erlangung eine!: schnel- uud bequemen Reisegelegenhric von Berlm nach

reSden und zurück, vom 10. d. M. an, eine Per-

,„ detnSclmeUposk zwischen Berlin und Elsterwerda,

: dem leßten Preußischen Stations-Orce, über Pots- am, Treuenbrißen, Jüterbog und Herzberg Gang gesetzt.

Dieselbe wird von Berlin

Montag und Donnerskag 6 Uhr Morgens gehen, und in Elsterwerda an denselben Tagen Abends spät

An

ck

An Gepäck kannjeder Reisende Dreißig Pfund frei mitnehmen, dasselbe muß aber in “Mantelsäcken oder Reisetaschen verpackwsein. Gepäck von schwererem Ge- wicht oder in Koffern und Kisten verschlossen, muß mit der Päckerei-Poü befördert werden. _Für das dem Rei- senden bei der Schuellpost zustehende Freigewichc von 30 Pfd. wird auch auf der Päckerei-Post kein Portoerhoben.

Wenn der Hauptwagen zur Fortschaffuug der Rei- senden ntcht ausreicht, so snd die Postbalter verpflich- tet, anständige,*ganz bedeckte, in Federn hängende, vier- ühige Beichaisen zu stellen, deren ,Zahl vorläufig auf zwei postcäqlich beschränkc werden muß.

Zn ElsterWerda Kuben die' Reisenden Gelegenheit, gleich nach ihrer Ankunft, durch billige und bequeme Loynfuhren ihre Reise nach Dxesdenfortxuseßeu.

Frankfurt a. M., „1. Mai 1827.

Der General . Postmeister. N a g l e r.

A n g ek o m m en : Se. Durchs. der General-Major, Fürst zu Anhalc-Cötheu-Pleß, von Pleß.

Der Kaiserlich Oesterreichische Kabinets-Kourier S chülter, von Dresden.

2! b g e rei sk. Se. Exceu. der Staatsminister Frei- herr von Stein, nach Frankfurt a. M.

Der GeneratMajox und Kommandeur der zweßten *Garde-Landwehr-Brigade v o n T h i e l e U., nach Breslau,

Zeitungs-Nachrichten.

A u s l a n d. Paris, 30. April. Gestern hat die große Revue

treffen. Aus Elsterwerda wird die Abfertigung folgen . . Mittwoch und Sonnabend 2 Uhr Nachmattags

d die Ankunft in- Berlin .

Donnerstag und Sonntag 8 Uhr Morgens.

Die Entfernung zwischen Berlin und Elsterwerda trägt 213 Meilen,

Der Hauptwagm dieser Schnellpost hat-im In- ern für sechs und im ganz verdedkcen Cabrxolet für , rei Personen Raum. 1 nd ist auf das bequemste eingerichtet.

Personengeld ist pro Meile 10 Sgr. einschließ- ich des Postinon Trinkgeldes, für jeden Pla? zu entrich- =en; für die ganze Tour von Berlin nach Elsterwerda der zurück also 7 Rthlr. 7 Sgr. 6 Pf. „eld wird von der Postanskalc ausgezahlt. . ende hat daher weder an die Posiillons, noch an dn oft-Unterbeamte irgend etwas zu zahlen.

Derselbe ruht auf Druckfedern,

Das Trink- Der Rei-

der Nationalgarde auf dem Märzfelde, stattgefunden. Gegen ein Uhr begab fich der König in Begleitung des Dauphins, der Herzöge von Orleans und Chartres und eines zahlreichen Gefolges, zu Pferde nach dem März- elde.

f Vorgestern wurde in der Deputirten-Kammer der Commisswns- Bericht über das Budjet, angehört. Hr. F o u q u i e r- L o n g trug im Namen der Commission auf bedeutende Ermäßigungen des Ausgabe; Etats an. Die Regierung hat, saxzte er, um nicht genöchigt zu sein, ihre Zuflucht zu nachträgliche Bewilligungen zu neh- men gleich das Maximum der Ausgaben emes jeden Depart- gefordert. Hiernach würde der Yusgabe-Ecatfich auf939 Mill. also auf23 Mill. mehr wiefür das Budjet von 1826 belaufen. Dre Commission kann diesen Anträgen uicht beitreten. Bei dem Instiz-Ministeréo verlangt sie

eine Ermäßigung von 18000 Fr.,. welche bestimmewaren, das Gehalt des General-Sekrecatrs und von 4 Direkto-